Das Weinbaugebiet Wagram

Über Zweigelt, PiWis, die Reblaus und eine Mostwaage

Gegründet wurde sie im Stift Klosterneuburg, mit seiner neunhundertjährigen Geschichte eines der ältesten Weingüter des Landes, außerdem das größte private und – bereits seit 2009 – das erste, das klimaneutral wirtschaftet. Beide sind ähnlich legendär, das Klosterweingut und sie, die Höhere Bundeslehranstalt und Bundesamt für Wein- und Obstbau. Der sehr bürokratische Name lässt es schon vermuten: diese Institution untersteht, übrigens als einzige ihrer Art in ganz Österreich, direkt dem Landwirtschaftsministerium. Das wiederum lässt Schlüsse darauf zu, wie wichtig dem Staat die Ausbildung seiner Winzer ist – an der 1860 gegründeten und damit ältesten Weinbauschule der Welt werden etwa 160 Schüler etwa in Kellerwirtschaft, Rebenzüchtung – hier ganz auf der Höhe der Zeit mit Fokus auf sogenannten „PiWis“, pilzwiderständigen Sorten, die in bisher als zu kühl erachteten Regionen angebaut werden können -, aber auch Nachhaltigkeit unterrichtet. Entwickelt wurde hier zum Beispiel die Klosterneuburger Mostwaage, deren Zuckergrade das Pendant zu den in Deutschland genutzten Oechsle-Graden darstellen. Sie ist nicht nur in Österreich verbreitet, sondern aus historischen Gründen nach wie vor in fast allen Regionen des ehemaligen Habsburgerreichs, etwa in Italien, Ungarn, Slowenien und Teilen des Balkans. In der Vergangenheit schoss man mit zu forscher Forschung manchmal allerdings auch über das Ziel hinaus: beim Versuch, mit dem Mehltau eine der großen Plagen der Weinwelt zu bekämpfen, holte man sich unbeabsichtigt eine noch viel größere ins Land: auf den Rebstöcken, die man aus akademischen Zwecken aus der Neuen Welt importierte, hatte sich die Reblaus niedergelassen und verbreitete sich nun von Klosterneuburg aus in ganz Europa. Der Direktor musste unter Polizeischutz gestellt werden, so erzürnt waren die Weinbauern der Umgebung über die Vernichtung ihrer Ernten. Wenige Jahre später entdeckte derselbe allerdings auch, dass sich die Kombination aus robusten amerikanischen Unterlagen und aufgepfropften heimischen Edelreisern als ausreichend widerständig erwies.

Einige Jahrzehnte später, 1921, kreuzte ein gewisser Fritz Zweigelt aus den beiden alten österreichischen Sorten St. Laurent und Blaufränkisch eine neue Traube, die sich ab der Nachkriegszeit langsam aber sicher zur führenden Rotweinrebe Österreichs mausern sollte, auch wenn sie am Ort ihrer Entstehung ironischerweise nur auf 15 Prozent der Fläche kultiviert wird. Die Gründe für ihren Aufstieg lagen einerseits in ihrer besonderen Eignung für die Erziehung in Hochkultur, mit der Lenz Moser Anfang der 50er den Weinbau revolutioniert hatte, andererseits in der Anspruchslosigkeit in Bezug auf die Böden. Moser war es auch, der der Rebe zum eingängigen Namen ihres Züchters verhalf, nachdem sie lange Zeit nur als das Kreuzungsprodukt ihrer Elternreben etikettiert worden war. Ob der Zweigelt Zweigelt bleiben darf, war in Österreich vor einiger Zeit Gegenstand einer heftigen Debatte: weil der Namensgeber als überzeugter Nationalsozialist galt, gab es alle möglichen Vorschläge für eine Umbenennung, von durchaus ernst gemeinten wie „Österreich Blau“ bis hin zum augenzwinkernden „Blauen Montag“. Der schon länger existierende Alternativname „Rotburger“, welcher mit „Blauburger“ und „Goldburger“ den schön aufeinander abgestimmten Dreiklang der wichtigsten Züchtungen Zweigelts bildet, wurde ebenfalls in Betracht gezogen, angesichts der Erfolglosigkeit der beiden anderen Rebsorten aber verworfen. Mittlerweile hat sich die Affäre etwas abgekühlt, der allergrößte Teil der Winzerschaft hat aus Marketinggründen den Namen „Zweigelt“ beibehalten, lediglich der Dr. Fritz Zweigelt-Preis für verdiente Weingüter wurde 2016 eingestampft.

Anders als in den Gebieten rund um Krems ist am Wagram sowohl das Klima als auch das Bodenprofil von einer mustergültigen Einheitlichkeit. Klimatisch ist er ganz und gar den Luftströmen der Pannonischen Tiefebene hingegeben, die, ungehindert durch größere Erhebungen in der Landschaft, am Tag sehr warme Winde hertragen, die Nächte aber sehr kalt werden lassen. Das mag der Grüne Veltliner gern, mit einem Anteil von zwei Dritteln die Leitrebe der Region, die hier einen anderen Charakter entwickelt als auf den mineralischen Urgesteinsböden, die weiter im Nordwesten vorherrschen: er gerät weniger schlank, legt sich stattdessen eine gewisse Schmelzigkeit zu und weiß so in Kombination mit einer saftigen, eher gelben als grünen Frucht auch diejenigen zu überzeugen, denen ein Wachauer Veltliner zu knackig-karg daherkommt. Zu verdanken ist das der meterdicken Lössschicht, die sowohl Wärme als auch insbesondere Wasser hervorragend speichern kann und damit die in ihr wurzelnden Reben während der heißen Sommer der letzten Jahre gut versorgte. Ob die Vorherrschaft der weißen Sorten allerdings auf Dauer anhalten wird, ist fraglich. Wäre es nicht so, müsste man sich gewiss umstellen: als Riedenweine, also höchste Qualitätsstufe, sind aktuell nur Riesling, Grüner Veltliner und Roter Veltliner zugelassen. Letzterer ist trotz seines Namens ein Weißwein, und eine Spezialität der Region noch dazu. Allerdings bedarf er einer radikalen sogenannten Grünlese, also des Wegschneidens eines großen Teils noch unreifer Trauben, um zu ausreichend geschmacklichem Ausdruck zu finden. Verfärben sich die Schalen der Weinbeeren rötlich (daher stammt sein Name), hat man alles richtig gemacht, dann gerät der Wein feinwürzig und hält sich viele Jahre. Die anstrengende notwendige Handarbeit hat ihn von der ehemals verbreitetsten Rebsorte der Region zu einer Liebhabertraube herabsinken lassen, die in ganz Österreich nur noch 200 Hektar beanspruchen darf, was aber manche Winzer wie etwa Josef Fritz aus Zaußenberg nicht davon abgehalten hat, den Roten Veltliner zu seiner Leitrebe zu machen. Aufgrund seiner Toleranz auch für glühende Hitze wird aus ihm vielleicht doch noch eine Traube der Zukunft. Ebenso fit für klimatische Veränderungen ist seit jeher der Gemischte Satz, eine Besonderheit des Wiener Raumes, bei der verschiedene Rebsorten – mit entsprechend verschiedenen Resistenzen gegen Umwelteinflüsse – in einem gemeinsamen Weingarten angebaut und auch zusammen eingemaischt werden – in früheren Jahrhunderten, als man noch nicht über eine klare Ampelographie verfügte, der Standard im Weinbau. Franz Leth aus Fels am Wagram treibt es damit richtig auf die Spitze und hält wahrscheinlich den geheimen Weltrekord für die meisten Rebsorten in einem Wein: 200 unterschiedliche Trauben, von denen sich jeweils nur einige Stöcke im Versuchsweingarten des Gutes befinden, haben ihren Saft zu diesem Gemischten Satz der Extraklasse beigesteuert. Und auch Süßweine, insbesondere Eisweine von erlesener Qualität gewinnen von Jahr zu Jahr an Bedeutung, auch wenn sie (noch) nicht den Gebietsnamen tragen dürfen, sondern sich mit einem schlichten „Niederösterreich“ begnügen müssen.

Will man von Wien aus einen Abstecher in ein Weinbaugebiet der Umgebung machen, bietet sich der Wagram, der bis 2007 noch Donauland hieß, besonders an: nicht so überlaufen wie die Wachau, dazu mit einer sehr sanften Landschaft, die ohne große Mühen durchwandert werden kann. Folgt man der langgestreckten Erhebung, mag man gar nicht glauben, dass hier „nur“ 2500 Hektar bewirtschaftet werden, denn der glücklicherweise nach Süden ausgerichtete, bis zu 20 Meter hohe Hang ist über und über mit Reben bepflanzt – auch wenn besonders kleinere Winzer dem Kostendruck, den die Bewirtschaftung des an vielen Stellen für Maschinen unzugänglichen Wagrams erzeugt, nicht standhalten konnten und aufgaben. Geologisch betrachtet handelt es sich bei ihm um eine 30 Kilometer lange Geländestufe, die sich auf einem Urgesteinssockel durch die Ablagerung vom Wind hergetragener feiner Sedimente aus Sand, Kalk und Lehm am Ufer des Urmeeres bildete. Alt ist sein aus dem Mittelhochdeutschen stammender Name, bestehend aus den Begriffen „wac“, der mit Welle oder Woge zu übersetzen ist und dem auch heute noch geläufigen „rain“, einen Hang bezeichnend. Nicht nur äußerlich macht man ihn sich zur Nutze, in ihn hinein grub man seit jeher auch Keller für Weinbereitung und -lagerung, ja darüber hinaus ganze unterirdische Gangsysteme, sogenannte Erdställe, deren vermutete Funktionen unter Archäologen kontrovers diskutiert werden und von Zufluchtsorten bei feindlichen Angriffen bis zu heidnischen und frühchristlichen Kultstätten reichen. Mit dem „Lössfrühling am Wagram“ setzt die Region seit einigen Jahren ihrem Boden an ganzen vier Wochenenden ein Denkmal, bei dem der Rebensaft natürlich auch nicht zu kurz kommt: 100 Winzer laden zur Verkostung von insgesamt 1200 Weinen.

Die Donau durchfließt das Weinbaugebiet in der Mitte von Westen nach Osten und trennt es so in einen nördlichen Teil mit dem eigentlichen Wagram und einen südlichen mit dem beschaulichen Tullnerfeld, das eher mit gröberen Schotterböden aufwartet und im Osten bei Klosterneuburg bis vor die Wiener Stadtgrenze reicht. Im Tullnerfeld münden viele Flüsse in die Donau, die ihrerseits namensgebend für andere Weinbaugebiete in der Nähe sind, etwa die Traisen, die Krems oder der Kamp. Die Winzer sind sehr gastfreundlich hier, auch weil man weiß, dass der Besuch weinbegeisterter Touristen nicht selbstverständlich ist. Bis vor etwa 20 Jahren hatte kein Kenner Wagramer Weine auf dem Schirm, der Landstrich zwischen den beiden großen Namen Wachau und Wien galt weintechnisch als Niemandsland ohne eigenen Charakter. Es waren Winzer wie Karl Fritsch oder Bernhard Ott, die konsequent auf Biodynamie und damit einhergehende Handarbeit setzten und dem unter Übervermarktung leidenden Wagramer Wein endlich ein eigenes Gesicht schenkten. Die Vereinigung „respekt-BIODYN“, die von beiden maßgeblich mitangestoßen wurde, vereint mittlerweile einige der interessantesten Winzer im deutschsprachigen Raum wie Heinrich, Claus Preisinger, Clemens Busch oder Wittmann. Zudem erkannte man in der steigenden Nachfrage nach Pet Nat und Orange-Weinen früh einen der großen Trends der Zukunft und ist darin neben dem Neusiedlersee auch jetzt österreichweit noch führend.

Die einen kehren also zur Ursprünglichkeit zurück, die anderen haben sie nie verlassen. Viele Heurige hier verdienen noch ihren Namen, haben tatsächlich nur wenige Wochen im Jahr geöffnet und wenig gemein mit den großen Wiener Lokalen, die nurmehr gewöhnliche Restaurants im Heurigenstil sind. In Großriedenthal kann man im „Museum der einfachen Dinge“ den Alltag einer bäuerlichen Gemeinschaft in der Frühen Neuzeit nachempfinden, und in Grafenwörth hat sich mit der Fass- und Bottichmanufaktur Benninger eine der ganz wenigen Betriebe Mitteleuropas erhalten, die noch jene Behältnisse herstellen, die bis zur Etablierung der Flasche unverzichtbar für die Aufbewahrung des Rebensaftes waren und auch heute für den Barrique-Ausbau noch nachgefragt werden. Und selbst im Obstbau behaupten sich alte Kulturen gegen intensive Landwirtschaft: wie die Wachau für ihre Marille ist der Wagram bekannt für seine Walnüsse. Die „Wagramer Nuss“ findet sich im Register der traditionellen österreichischen Lebensmittel, mit dem das Landwirtschaftsministerium diesen den Status von bewahrenswerten Kulturgütern zugesteht. Eingeführt bereits durch die Römer, werden die Bäume bis heute liebevoll gepflegt und zu den unterschiedlichsten Leckereien, besonders den in Österreich seit jeher beliebten Mehlspeisen, verarbeitet und entfalten so in Palatschinken, Strudel, Buchteln oder Torten ihr Aroma. Weinliebhabern dürfte die Walnuss aber vor allem als Bestandteil des Nussbrotes begeben, das von vielen Winzern während der Weinprobe gereicht wird oder beim Restaurantbesuch die Speisenfolge einläutet.

Der Wagram – ein Weinbaugebiet der leisen Töne, das behutsam seiner ganz eigenen Zukunft zustrebt. Zwischen neuen Wegen in Klosterneuburg und alten Pfaden im Löss entspinnt sich ein feines Netz, in dem sich der aufgeschlossene Weintrinker nur allzu leicht verfangen kann! Text: Dario Sellmeier

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Frankreich

Rotem & Mounir Saouma Châteauneuf-du-Pape Magis blanc 2023

Weißwein · Châteauneuf-du-Pape · Grenache Blanc

Grenache-Blanc-Cuvée Magis blanc Châteauneuf-du-Pape Kalkstein · Bédarrides Rotem & Mounir Saouma neue 500-l-Fässer 2 Jahre auf der Hefe · Bâtonnage 2023

Der Rotem & Mounir Saouma Châteauneuf-du-Pape Magis blanc 2023 ist ein außergewöhnlicher Rhône-Weißwein, hauptsächlich aus Grenache Blanc, verfeinert durch kleine Anteile Clairette, Roussanne und Bourboulenc. Zwei Jahre auf der Hefe in neuen 500-Liter-Fässern gereift, ist er kraftvoll und geschmeidig zugleich – mit cremigem Schmelz und feiner, salziger Spannung.


Magis – weißes Châteauneuf von Kalkstein

Rotem und Mounir Saouma sind als Eigentümer des legendären Micro-Négoce Lucien Le Moine im Burgund weltberühmt. Als großer Weißwein-Erzeuger des Burgunds ließ sich Mounir Saouma von den Möglichkeiten der weißen Sorten Châteauneufs verzaubern – nur rund 6 % der Appellation sind Weißwein, und fast alles wird jung gefüllt. Der Magis geht den umgekehrten Weg.

Die Trauben stammen aus kalksteinreichen Lagen rund um Bédarrides. Der hohe, aktive Kalkanteil im Boden verleiht dem Wein seine unverwechselbare, salzig-mineralische Spannung, seine Frische und seine Länge – Eigenschaften, für die der Magis bereits mit großen weißen Burgundern verglichen wurde. „Magis" bedeutet „mehr, viel mehr" – Programm für einen Weißwein von außergewöhnlicher Tiefe.

Jahrgang 2023 – Châteauneuf-du-Pape

2023 war in der südlichen Rhône ein warmer, aber ausgewogener Jahrgang. Ein feuchtes Frühjahr mit gewissem Krankheitsdruck ging in einen heißen, trockenen Sommer über; die gesunde, vollreife Lese brachte großzügige, aromatische Weine hervor. Die besten Weißweine verbinden reife Frucht mit klarer Struktur und guter Frische – kraftvoll und zugleich präzise, mit gutem Reifepotenzial.

Assemblage und Ausbau

Cuvée hauptsächlich aus Grenache Blanc, verfeinert durch kleine Anteile Clairette, Roussanne und Bourboulenc, Jahrgang 2023, trocken.

Der Wein wurde in neuen 500-Liter-Fässern vergoren und reifte dort zwei Jahre auf der Hefe. Durch das regelmäßige Aufrühren (Bâtonnage) gewann er zusätzliche Tiefe, Textur und Komplexität. Diese lange Reife im Holz verleiht ihm Fülle und Charakter, ohne dabei seine Frische zu überdecken – ein burgundisch inspirierter Ausbau, wie ihn Mounir Saouma bei Lucien Le Moine perfektioniert hat.

Im Glas

Im Duft entfaltet sich ein intensives Aromenspiel von reifer Mandarine, Limettenschale und feinen orientalischen Gewürznoten, begleitet von Anklängen an Toffee, Vanille und geröstete Nüsse. Am Gaumen präsentiert sich der Magis kraftvoll und geschmeidig, mit cremigem Schmelz und feiner, salziger Spannung. Noten von Zitrusfrüchten, weißen Blüten und einer zarten Meeresbrise verleihen ihm Energie und Präzision. Das lange, mineralisch-frische Finale unterstreicht einmal mehr die Klasse dieses außergewöhnlichen Weißweins aus der Rhône.

Reife Mandarine, Limettenschale und orientalische Gewürze über Toffee und gerösteten Nüssen – kraftvoll und cremig, mit feiner, salziger Spannung und langem, mineralischem Finale.

Verfügt über großartiges Reifepotenzial; jung wie gereift ein Genuss. Bei 11–13 °C servieren.

Am Tisch

Zu edlem Fisch und Krustentieren, zu Geflügel und Kalb in heller Sahnesauce, zu cremigen Pasta- und Risottogerichten sowie zu würziger asiatischer Küche und gereiftem Hartkäse.


Lage: kalksteinreiche Lagen um Bédarrides, Châteauneuf-du-Pape (südliche Rhône, Frankreich); hoher aktiver Kalkanteil
Klassifikation: AOC Châteauneuf-du-Pape (blanc); Cuvée hauptsächlich Grenache Blanc mit Clairette, Roussanne, Bourboulenc (trocken)
Ausbau: Gärung und zwei Jahre auf der Hefe in neuen 500-l-Fässern mit Bâtonnage; ohne Abstich, minimaler Schwefel

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Weine

Beach breeze entalkoholisiert red

Entalkoholisiert · Rotwein · Mosel · Deutschland

Beach Breeze entalkoholisiert red ist ein alkoholfreier Rotwein mit 0,0 % vol. vom Weinhaus Gebrüder Steffen an der Mosel. Ausgesuchte Weine werden schonend entalkoholisiert, sodass der frische, fruchtige Charakter erhalten bleibt.


Mosel

Das Weinhaus Gebrüder Steffen liegt in Trittenheim an der Mittelmosel und wurde 1794 gegründet. Die Trauben für diesen alkoholfreien Rotwein stammen aus der Mosel- und Ruwer-Region.

Ausbau und Entalkoholisierung

Basis sind ausgesuchte Weine, die schonend entalkoholisiert werden. Das Verfahren entzieht den Alkohol bis auf 0,0 % vol. und bewahrt dabei Frucht und Frische des Grundweins.

Im Glas

Helles Rubinrot. In der Nase frische rote Früchte. Am Gaumen fruchtbetont und saftig mit weichem Verlauf – alkoholfrei, mit dem typischen Geschmacksbild eines Rotweins.

Am Tisch

Leicht gekühlt servieren – als alkoholfreie Alternative im Glas oder als Speisenbegleiter.

Klassische Begleitung: geschmortes Geflügel, Pasta und mediterrane Küche.


Lage: Mosel/Ruwer (Deutschland)
Klassifikation: Alkoholfreier Rotwein (0,0 % vol.)
Ausbau: schonende Entalkoholisierung
Mindesthaltbarkeit (MHD): 03/2028

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Rebsorten

Arnaud Mortet Gevrey Chambertin Lavaux St. Jacques 1er Cru 2021

Rotwein · Gevrey-Chambertin Premier Cru · Pinot Noir

Pinot Noir Lavaux St. Jacques · 1er Cru Gevrey-Chambertin 2021 18 Monate Holz · 50% neu

Der Gevrey-Chambertin Lavaux St. Jacques 1er Cru 2021 von Arnaud Mortet ist ein reinsortiger Pinot Noir aus einer der besten Premier-Cru-Lagen von Gevrey-Chambertin. Von Hand in kleinen Kisten gelesen, zeigt er satte, saftige Frucht, samtige Textur und elegante Tannine mit langem Ausklang.


Lavaux Saint-Jacques – Premier Cru in Gevrey-Chambertin

Lavaux (Lavaut) Saint-Jacques liegt westlich des Dorfes Gevrey-Chambertin in der Côte de Nuits und zählt zu den besten Premier Crus der Gemeinde. Der 9,5 Hektar große Weinberg liegt am Eingang der Combe de Lavaux, eines kleinen Tals, das in die Côte d'Or einschneidet.

Die südexponierten Hänge bieten gute Sonne, während kalte Westwinde aus dem Tal die Reife verlangsamen und große Tag-Nacht-Schwankungen bewirken. Dieses kühlere Mesoklima bringt einen etwas schlankeren, frischeren Stil als der direkte Nachbar Clos Saint-Jacques. Die flachen, steinigen Kalk-Ton-Böden mit guter Drainage halten die Erträge niedrig und lenken die Energie in hochwertige Trauben.

Benannt ist die Lage nach einer nahen Saint-Jacques-Statue an der Pilgerroute nach Santiago de Compostela. Arnaud Mortet führt die Domaine (Denis Mortet) in Gevrey-Chambertin, eine der Spitzenadressen des Ortes.

Jahrgang 2021 – Côte de Nuits

2021 war im Burgund ein Wechselbad: Auf eine frühe Frühlingswärme folgte ab dem 6. April ein wochenlanger, schwerer Frost mit Schnee und Tiefstwerten bis −8 °C, der einen Großteil der Ernte vernichtete. Eine kühle, trockene Phase bis in den Mai verzögerte die Erholung der Pinot-Reben; danach brachten atlantische Regenfälle hohen Mehltaudruck.

Stabileres, wenn auch nicht heißes Wetter im August und September ließ die Trauben reifen, sorgfältige Arbeit war gegen Fäulnis nötig. Für die roten Burgunder steht 2021 für kleine Erträge und einen klassischen, frischen Stil mit feiner Struktur und moderatem Alkohol.

Assemblage und Ausbau

Reinsortiger Pinot Noir aus dem Jahrgang 2021, von Hand in kleinen Kisten gelesen. Ein Teil wird als ganze Traube vergoren, was Intensität und Komplexität gibt; die Gärung erfolgt ausschließlich mit natürlichen Hefen.

Reife über 18 Monate im Eichenfass: 50% neue Fässer, 25% aus dem Vorjahr, 25% aus dem zweiten Vorjahr. Diese Staffelung hält die Balance zwischen Frucht und feinen Holznoten.

Im Glas

In der Nase reife Früchte mit einem Hauch Lakritz. Am Gaumen ein Mund voll satter, saftiger Früchte, getragen von Tiefe und Komplexität. Die Textur ist samtig, die Tannine elegant; der Abgang ist lang.

Satte, saftige Frucht mit einem Hauch Lakritz über samtiger Textur – ein Premier Cru mit langem Ausklang.

In der Jugend zugänglich, mit Flaschenreife über viele Jahre gewinnend. Bei 16 °C servieren; eine Belüftung im Dekanter lohnt sich.

Am Tisch

Wild und Federwild, Ente, Rind, Gerichte mit Pilzen oder Trüffel, dazu gereifter Käse. Ein Wein für gehaltvollere Gerichte und den besonderen Anlass.


Lage: Lavaux Saint-Jacques (1er Cru), Gevrey-Chambertin (Côte de Nuits); steiniger Kalk-Ton-Boden, Combe de Lavaux
Klassifikation: Gevrey-Chambertin Premier Cru
Ausbau: Pinot Noir, teils Ganztraube, Spontangärung; 18 Monate Holz (50% neu, 25% 1 Jahr, 25% 2 Jahre)

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Schaumweine

De Sousas Champagne Blanc de Noirs Grand Cru Edition Limitée

Champagner · Ambonnay Grand Cru · Pinot Noir · Blanc de Noirs

De Sousa Blanc de Noirs Grand Cru Édition Limitée ist ein Champagner aus 100 % Pinot Noir aus dem Grand-Cru-Dorf Ambonnay in der Montagne de Reims. Nach zehn Monaten im Eichenfass und langem Hefelager zeigt er sich mit goldener, leicht kupferfarbener Robe und feiner Perlage. Ein präziser, ausdrucksstarker Blanc de Noirs mit Charakter und Tiefe.


Ambonnay Grand Cru

Ambonnay ist eine als Grand Cru klassifizierte Gemeinde der Montagne de Reims und eines der besten Dörfer für Pinot Noir in der Champagne. Die kalkgeprägten Böden verleihen dem Champagner Kraft und mineralische Tiefe.

Rebsorte und Ausbau

Der Champagner besteht zu 100 % aus Pinot Noir (Blanc de Noirs). Der Grundwein reift zehn Monate im Eichenfass; nach der Flaschengärung folgt ein langes Hefelager, das ihm Tiefe und cremige Textur gibt.

Im Glas

Goldene, leicht kupferfarbene Robe mit feiner Perlage. In der Nase reife rote Früchte, getrocknete Aprikose und Haselnuss, dazu feine Brioche-Noten. Am Gaumen kraftvoll und seidig, mit klarer Frische und zarter Würze. Der Nachhall ist lang und mineralisch geprägt.

Am Tisch

Gut gekühlt bei 8–10 °C servieren, als Apéritif oder als Speisenbegleiter. Ein großzügiges Glas betont die Aromatik.

Klassische Begleitung: Geflügel, Fisch, Meeresfrüchte und gereifter Käse.


Lage: Ambonnay Grand Cru, Montagne de Reims (Champagne)
Klassifikation: Champagne AOC – Grand Cru, Blanc de Noirs
Ausbau: 10 Monate Eichenfass, langes Hefelager

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Länder/Regionen

Ziereisen Jaspis 10 hoch 4 Spätburgunder 2021

Wein · Rotwein · Baden · Deutschland

Ziereisen Jaspis 10⁴ Spätburgunder 2021 ist ein Pinot Noir aus alten Reben des Weinguts Hanspeter Ziereisen in Efringen-Kirchen am Dreiländereck. Die Reben sind mit mindestens 10.000 Stöcken pro Hektar bestockt – eine im deutschen Weinbau seltene Pflanzdichte, die konsequent auf Ertragsreduzierung setzt. Unfiltriert abgefüllt.


Markgräflerland / Oberrhein

Efringen-Kirchen liegt im Markgräflerland, dem südlichsten Zipfel des badischen Weinbaus. Das Dreiländereck D/F/CH bringt ein kontinental geprägtes Klima mit langen Vegetationsperioden. Die Böden wechseln zwischen verwittertem Kalkstein, Lehm und Lössauflagen – tiefgründig genug für alte Rebwurzeln, die sich bei hoher Pflanzdichte tief ins Erdreich arbeiten. Klassifiziert als Landwein Oberrhein. Die „Jaspis"-Linie umfasst die Spitzenweine des Guts.

Rebsorte und Ausbau

Reinsortig aus Spätburgunder (Pinot Noir) von alten, handgelesenen Reben. Der Namensteil 10⁴ steht für die Mindest-Pflanzdichte von 10.000 Stöcken pro Hektar; jeder Stock produziert wenig Frucht – die Konzentration entsteht im Weinberg, nicht im Keller. Unfiltriert ausgebaut. Trocken.

Im Glas

Dunkles Rubinrot mit violetten Reflexen. In der Nase rote Kirschen, getrocknete Kräuter, Erde und ein Hauch Graphit. Am Gaumen feste, aber feinkörnige Tannine, eine präzise Säurestruktur und eher dunkle Frucht – Brombeere, schwarze Pflaume –, unterlegt von würzigen Noten. Der Abgang ist lang und mineralisch, ohne Überdruck.

Am Tisch

Trinkreife jetzt mit Dekantieren (mindestens 45 Minuten); optimales Fenster 2025–2033. Kühl bei 12–14 °C, liegend lagern.

Passt zu: gebratener Ente, Wildgerichten, Lammrücken und Pilzrisotto – verträgt kräftige Röstaromen, braucht aber keine schwere Sauce.


Lage: Markgräflerland, Efringen-Kirchen am Dreiländereck (Baden, Deutschland); Weingut Ziereisen
Klassifikation: Landwein Oberrhein – 100 % Spätburgunder (Pinot Noir, alte Reben, 10⁴ = ≥10.000 Stöcke/ha), trocken
Ausbau: handgelesen, unfiltriert
Jahrgang: 2021

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Feinkost

Bernal Oliven gefüllt mit Sardellen

Feinkost · Antipasti · Spanien

Die Bernal Oliven gefüllt mit Sardellen sind grüne Manzanilla-Oliven mit einer Füllung aus Sardellen vom Kantabrischen Meer. Manzanilla gilt als die meistgegessene Tafelolive Spaniens. Bernal stellt sie nach eigener Rezeptur und mit ausgewogenem Salzgehalt her. Die Kombination aus fruchtiger Olive und salzig-würziger Sardelle macht sie zu einem Tapas-Klassiker – ideal als Aperitif.


Herkunft

Bernal ist ein spanischer Oliven- und Encurtidos-Hersteller mit Sitz in der Region Murcia. Die Manzanilla-Oliven werden vor allem in Andalusien rund um Sevilla angebaut; wegen ihrer hellgrünen Farbe und ihres milden Geschmacks gilt die Sorte als „Königin der Tafeloliven". Die Sardellen für die Füllung stammen aus dem Kantabrischen Meer im Norden Spaniens.

Anbau und Verarbeitung

Die Manzanilla-Oliven werden entsteint und mit einer Sardellenpaste gefüllt. Bernal verarbeitet sie in der eigenen Produktion nach hauseigener Rezeptur; das Produkt ist pasteurisiert. 

Geschmack

Hellgrüne, feste Oliven mit fruchtigem Kern. Die Sardellenfüllung bringt eine salzig-würzige, umamireiche Note, die mild bleibt und die Olive nicht überdeckt. Im Mund saftig und kräftig im Geschmack, mit dem typisch herzhaften Spiel aus Frucht und Salz.

Am Tisch

Klassisch als Tapa und Aperitif, pur zu einem Glas Sherry, Wermut, Weißwein oder Bier. Ebenso gut auf Antipasti-Platten, in Salaten, auf Pizza oder als Beilage zu Fisch- und Fleischgerichten. Gut gekühlt servieren.


Hersteller Bernal (Aceitunas Bernal, Spanien)
Produkt Grüne Oliven, gefüllt mit Sardellen
Sorte Manzanilla
Herkunft Spanien (Oliven aus Andalusien, Sardellen aus dem Kantabrischen Meer)
Verarbeitung entsteint, mit Sardellenpaste gefüllt, pasteurisiert
Mindesthaltbarkeit (MHD) 15.01.2030

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Deutschland

Dietrich ABC ... Buchstabensalat

Wein · Weißwein · Pfalz · Deutschland

Dietrich ABC … Buchstabensalat ist eine Cuvée aus 70 % Riesling und 30 % Sauvignon Blanc. Vollreife, selektierte Trauben aus klimatisch bevorzugten Lagen der Pfalz, schonend vinifiziert und sorgsam cuvéetiert, lassen den Wein in seinen ganzen Facetten erstrahlen.


Pfalz

Das Weingut Familie Dietrich bewirtschaftet 25 Hektar Rebfläche von Großkarlbach bis Weisenheim am Sand und Laumersheim in der Pfalz. Über 1.800 Sonnenstunden im Jahr sorgen für vollreife Trauben aus klimatisch bevorzugten Lagen – die Basis für diese ausdrucksstarke Cuvée.

Assemblage und Ausbau

Cuvée aus 70 % Riesling und 30 % Sauvignon Blanc. Der Riesling bringt klare Frucht und ein lebendiges Säurespiel, der Sauvignon Blanc krautig-fruchtige Würze und Aromatik. Schonend vinifiziert und sorgsam cuvéetiert.

Im Glas

Helles Grüngelb. In der Nase klare Frucht nach Pfirsich und Zitrus, dazu krautig-würzige Anklänge und ein Hauch Stachelbeere vom Sauvignon Blanc. Am Gaumen saftig und fruchtbetont, mit feinem Säurespiel und animierendem Abgang.

Am Tisch

Gut gekühlt bei 8–10 °C servieren – als Aperitif oder zum Essen.

Passt zu: Fisch, Meeresfrüchten, Salaten, Spargel, Geflügel und leichten Sommergerichten.


Lage: Pfalz (Deutschland); Weingut Familie Dietrich
Klassifikation: Pfalz – Cuvée aus 70 % Riesling & 30 % Sauvignon Blanc
Ausbau: schonende Vinifikation, fruchtbetont

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Schaumweine

Jörg Geiger Birnengold Birnenschaumwein doux

Schaumwein · Birne · Streuobstwiese · Deutschland

Jörg Geiger Birnengold ist ein fruchtsüßer Birnenschaumwein (doux) aus Dörrbirnen, im Barriquefass ausgebaut. Klares Strohgelb mit goldenen Reflexen und feiner Perlage.


Schwäbische Streuobstwiesen

Die Manufaktur Jörg Geiger aus Schlat in Baden-Württemberg ist bekannt für ihre kunstvollen Streuobst-Spezialitäten. Mit dem Birnengold widmet sie sich einer Rarität: einem im Barrique gereiften, fruchtsüßen Schaumwein aus Dörrbirnen.

Zutaten und Ausbau

Hergestellt aus Dörrbirnen. Nach dem Pressen und der anschließenden Gärung reift der Schaumwein im Barriquefass – zu 50 % in neuer amerikanischer Eiche und zu 50 % in gebrauchten Sauternesfässern. Die Lagerung im Holz verleiht dem Süßwein zusätzliche Würze und Struktur. Fruchtsüß ausgebaut (doux).

Im Glas

Klares Strohgelb mit goldenen Reflexen und feiner Perlage. In der Nase üppige, süße Dörrbirnenfrucht mit nussig-würzigen Anklängen. Am Gaumen vollreife süße Birne, gepaart mit dezenter Röstaromatik und feiner Barriqueherbe; die Kohlensäure bietet der Süße Paroli und verleiht dem Birnengold Eleganz.

Am Tisch

Gut gekühlt servieren – als festlicher Begleiter zu Käse und Dessert.

Passt zu: karamellisiertem Ziegenfrischkäse, Käse-Crème-brûlée, Trüffel, Desserts mit weißer Schokolade, frischen Früchten und Gebackenem.


Herkunft: Schwäbische Streuobstwiesen (Deutschland); Manufaktur Jörg Geiger
Art: Birnenschaumwein, fruchtsüß (doux)
Zutaten: Dörrbirnen
Ausbau: Barriquefass – 50 % neue amerikanische Eiche, 50 % gebrauchte Sauternesfässer

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