Weingut Baum-Barth – Rheinhessen – Deutschland

Der Jahrgang 2021

Unsere Großmutter (83) arbeitet bereits seit den 50er Jahren regelmäßig im Weinberg. Für sie war 2021 witterungstechnisch ein ganz normales Jahr. Für unsere in den 90er Jahren geborene Generation hingegen war 2021 – nach drei warmen Jahren – ein eher außergewöhnlich kühles Jahr.

Dies verdeutlicht, was für einen großen Einfluss der Klimawandel bereits heute auf den Weinbau hat. So wurden extreme Hitze und Trockenheit über die letzten Jahre hinweg immer mehr zum neuen Normalzustand für uns als neue Winzergeneration. Nicht aber im Jahr 2021, hier stellten uns kühle Temperaturen und hohe Niederschlagswerte vor andere Herausforderungen.

Vegetationsperiode 2021

Das Jahr 2021 begann wechselhaft, wobei die Durchschnittstemperaturen von Januar bis März hinweg über dem langjährigen Durchschnitt lagen. Dies gilt insbesondere für den Februar, der allerdings zur Monatsmitte eine Kältephase mit Temperaturen bis unter – 10°C aufwies und gegen Monatsende deutlich zu warm wurde. Während der Kältephase kam es jedoch zu keinen Frostschäden an unseren Reben, da diese sich noch in der Winterruhe befanden.

Bis zum Mai lagen die kumulierten Niederschläge ähnlich hoch wie in den Vorjahren nahe am langjährigen Mittel. Dies führte dazu, dass die Wasserspeicher wieder aufgefüllt werden konnten. Der April und der Mai waren dann deutlich zu kalt, was zu einem verzögerten Austrieb zwischen dem 30.April und 10.Mai führte (zwei Wochen hinter 2020 und eine knappe Woche hinter dem langjährigen Durchschnitt). In dieser Phase brachen wir früh und gründlich überschüssige Triebe weg. So konnten wir eine luftige Laubwand gewährleisten, welche bei Niederschlägen schnell abtrocknet.

In der Folge war der Juni dann extrem regenreich. Nicht selten lagen die Niederschläge um ein Vielfaches höher als die Norm. Neben den intensiven Niederschlägen kletterte im Juni aber auch das Thermometer kräftig in die Höhe. Trotz Spitzentemperaturen um 35°C, kam es zu einer späten Vollblüte Mitte Juni. Durch die gezielte Entblätterung während der Traubenblüte erreichten wir eine leichte Verrieselung, was für lockerbeerige Trauben sorgte. Auf diese Weise konnten wir Botrytisinfektionen größtenteils vorbeugen, welche gerade in nassen Jahren durch das Abquetschen von Beeren bei zunehmendem Dickenwachstum entstehen.

Ganz vermeiden liesen sich Krankheiten in 2021 jedoch nicht. Die feucht-warme Witterung ab Juni bot ideale Bedingung für Peronospora (falscher Mehltau) und später auch Oidium (echter Mehltau). Generell verlangte uns der kühlnasse Sommer 2021 im Bereich Pflanzenschutz alles ab. So kamen wir beim Spritzen zeitweise kaum hinterher und konnten manche Weinberge aufgrund der hohen Niederschläge zeitweise nicht befahren. Diese hohe Arbeitsintensivität führte dazu, dass wir über den Sommer hinweg kaum Freizeit hatten und viel Zeit auf dem Traktor verbrachten. Darüber hinaus kostete uns dieser nasse Sommer, besser gesagt der Mehltau, trotz all der Arbeit einige Trauben.

Weinlese 2021

Ab Anfang August entspannte sich dann die Wetterlage und wir konnten uns während der gesamten Weinlese über traumhaftes Sommerwetter freuen. Der Entwicklungsrückstand infolge der späten Blüte konnte jedoch nicht aufgeholt werden. Die Weinlese verschob sich daher im Vergleich zu 2020 um zwei Wochen nach hinten. Der Herbst startete für uns am 9. September mit der Lese unserer Frühburgundertrauben. Da gerade beim Frühburgunder aufgrund des Wildfraß (Wespen, Bienen, etc.) ein hoher Selektionsaufwand notwendig ist, entschieden wir uns die Trauben zusätzlich durch die optische Sortiermaschine eines befreundeten Weinguts selektieren zu lassen.

Aufgrund der für die Kirschessigfliege günstigen Witterungs- bedingungen, in Verbindung mit der durch die gute Wasserversorgung auftretender Quetschfäule, tummelten sich allerhand Schädlinge auf den Trauben späterer Rebsorten. Dies förderte nicht nur Botrytis, sondern auch die Essigfäule. Um 100% gesundes Lesegut unserer Spätburgunder zu gewährleisteten entschieden wir uns daher für eine negative (Vor-)Lese. Dabei gingen durch den Weinberg und entfernten mit kleinen Büroklammern vorsichtig alle schlechten Beeren, was einen riesigen manuellen Aufwand erforderte. Durch diese Maßnahme konnten wir die gesunden Trauben länger reifen lassen. So erfolgte die Hauptlese unserer Spätburgunder ab dem 16. September und zog sich bis Anfang Oktober. Den Abschluss machte unser Riesling, welchen wir am 12. Oktober als letztes Nachhause holten.

Nach der Lese wurden alle Rotweine traditionell durch eine ca. 14-tägige offene Maischengärung vergoren. Um die Filigranität und Eleganz unserer Weine noch mehr zu betonen, entschieden wir uns dazu die Maische hauptsächlich zu überschwallen (Remontage) und nur punktuell zu stoßen (Pigeage). Wegen des kühlen Jahrgangs sowie des hohen Krankheitsdrucks in 2021 haben wir darüber hinaus darüber hinaus wenig bis keine Ganztrauben verarbeitet. Folglich haben wir den Großteil des Leseguts schonend entrappt.

Fazit 2021

Insgesamt war der 2021er Jahrgang im Rotweinbereich sehr herausfordernd und erforderte von uns ein hohes Maß an Akribie und Handarbeit im Weinberg. Wir sind sehr froh diese Extrameilen gegangen zu sein und freuen uns darauf, unsere 2021er Rotweine zu präsentieren. Diese zeichnen sich durch ihre Eleganz, Spannung und ein spannendes Säuregerüst aus. Dabei unterscheiden sie sich jahrgangsbedingt deutlich vom unserem 2020 Jahrgang und sind viel präziser und schlanker. Durch den im kühlen Jahr 2021 langen Reifeprozess bestechen unsere 2021er Rotweine mit tollen Aromen sowie einem einzigartigen Trinkfluss. Unsere Weine weisen ein großes Reifepotenzial auf und brauchen im Vergleich zum 2020 jedoch deutlich länger, um sich zu öffnen. Idealerweise sollten die Weine in den ersten Jahren dekantiert oder über mehrere Tage hinweg verkostet werden. Text: Weingut Baum-Barth

Blog per E-Mail abonnieren

Keine Beiträge mehr verpassen.

Entdecke unsere Weine

Mehr erfahren ...
Produkt Bild

Weine

Dönnhoff Schloßböckelheimer Felsenberg Riesling GG 2023

Weißwein · Schloßböckelheim (Nahe) · Riesling (Großes Gewächs)

Riesling Schloßböckelheimer Felsenberg VDP.Großes Gewächs Dönnhoff Nahe Vulkangestein · Porphyr/Melaphyr steiler Südhang trocken · 2023

Der Dönnhoff Schloßböckelheimer Felsenberg Riesling GG 2023 stammt von einem steilen Südhang auf vulkanischem Verwitterungsboden. Ein ausdrucksstarker, kraftvoller und tiefmineralischer Riesling.


Schloßböckelheimer Felsenberg – Riesling auf Vulkangestein

Das Weingut Dönnhoff in Oberhausen zählt zu den weltweit renommiertesten Rieslingerzeugern der Nahe. Der Felsenberg gehört zu den Weltklasselagen des Guts – ein steiler Südhang mit dem markanten Felsentürmchen.

Der Boden ist reiner vulkanischer Verwitterungsboden aus Porphyr und Melaphyr. Diese Gesteinsmassen sind im Wein förmlich schmeckbar und bringen ausdrucksstarke, kraftvolle und tiefmineralische Rieslinge hervor.

Jahrgang 2023 – Nahe

2023 war an der Nahe ein Jahrgang mit reifer, gesunder Frucht und lebendiger Säure. Der vulkanische Boden und die Steillage bewahrten Kraft, Mineralität und Spannung – Reife und Frische im Gleichgewicht.

Ausbau

Trockener Riesling, VDP.Großes Gewächs aus dem Schloßböckelheimer Felsenberg, Jahrgang 2023; 100 % Riesling von vulkanischem Verwitterungsboden (Porphyr/Melaphyr).

Nach selektiver Handlese wird der Wein herkunftsbetont im Stil des Guts vergoren und ausgebaut, ganz auf die vulkanisch geprägte Mineralität, Kraft und Präzision ausgerichtet.

Im Glas

Ein kraftvoller, ausdrucksstarker Riesling: gelbe Frucht und Zitrus, dazu weißer Pfirsich, feine Kräuterwürze und eine markante, rauchig-salzige Vulkanmineralität. Am Gaumen dicht und straff, mit lebendiger Säure, kühler Präzision und einem langen, mineralisch-salzigen Nachhall.

Gelbe Frucht, Zitrus und weißer Pfirsich über feiner Würze und rauchig-salziger Vulkanmineralität – dicht und straff, mit lebendiger Säure, kühler Präzision und langem, salzigem Nachhall.

Ein großer, langlebiger Nahe-Riesling; jung gern dekantieren. Bei 11–13 °C servieren.

Am Tisch

Zu Fisch und Meeresfrüchten, zu Hummer und Jakobsmuscheln, zu Geflügel und Kalb in Rahmsauce sowie zu gereiftem Hartkäse.


Lage: Schloßböckelheimer Felsenberg (VDP.Große Lage), Nahe; steiler Südhang; vulkanischer Verwitterungsboden aus Porphyr und Melaphyr
Klassifikation: Riesling, VDP.Großes Gewächs, Nahe (trocken); 100 % Riesling
Ausbau: selektive Handlese, herkunftsbetonte Vergärung und Ausbau im Stil des Guts

Mehr erfahren ...

Mehr erfahren ...
Produkt Bild

Spanien

Imperial Reserva 2018

Rotwein · Rioja · Tempranillo · Reserva · Spanien

CVNE Imperial Reserva ist ein eleganter Rioja-Klassiker des renommierten Hauses CVNE aus Haro. Das Lesegut stammt von den besten, über 40 Jahre alten Weinbergen in Villalba, Briones und Torremontalbo. So entsteht ein eleganter Tinto mit samtiger Fruchtigkeit. Im Glas dichtes Rubinrot.


Rioja Alta

CVNE hat seinen Sitz in Haro in der Rioja Alta. Das Lesegut stammt von den besten, über 40 Jahre alten Weinbergen in Villalba, Briones und Torremontalbo. Die kalk- und tonhaltigen Böden und das kühle Klima verleihen dem Wein Eleganz und Tiefe.

Assemblage und Ausbau

Die Cuvée wird von Tempranillo dominiert, ergänzt um Graciano und Mazuelo. Nach manueller Lese gelangt das Lesegut per Schwerkraft in französische und amerikanische Eichenfässer, wo der Wein zwei Jahre reift (Reserva).

Im Glas

Dichtes Rubinrot. In der Nase intensiver Duft nach reifen Früchten und würzigen Aromen. Am Gaumen vollmundig, mit samtiger Fruchtigkeit und weichen Tanninen. Im langen Nachhall feine Röstaromen und dunkle Waldfrüchte.

Am Tisch

Bei 16–18 °C servieren; eine kurze Belüftung tut dem Wein gut. Mit Reifepotenzial über viele Jahre.

Klassische Begleitung: Lamm, Rind, Schmorgerichte und gereifter Käse.


Lage: Villalba, Briones, Torremontalbo, Rioja Alta (Spanien); Kalk/Ton
Klassifikation: Rioja DOCa – Reserva
Ausbau: Tempranillo-dominiert mit Graciano/Mazuelo, 2 Jahre französische/amerikanische Eiche

Mehr erfahren ...

Mehr erfahren ...
Produkt Bild

Frankreich

Ghislaine Barthod Chambolle Musigny Les Gruenchers 1er Cru 2023

Rotwein · Chambolle-Musigny Premier Cru · Pinot Noir

Pinot Noir Les Gruenchers · 1er Cru Chambolle-Musigny NW-Rand · 2,8 ha 2023

Der Chambolle-Musigny Les Gruenchers 1er Cru 2023 der Domaine Ghislaine Barthod ist ein reinsortiger Pinot Noir vom nordwestlichen Rand des Dorfes Chambolle-Musigny. Sinnlich, vielschichtig und energiegeladen, mit fester Frucht, langer Linie und präziser Säure.


Les Gruenchers – Premier Cru in Chambolle-Musigny

Den Lagennamen Les Gruenchers gibt es im Burgund zweifach – in Chambolle-Musigny und keine zwei Kilometer entfernt in Morey-Saint-Denis; der Name leitet sich wohl von „noyer" (Walnussbaum) ab. Dieser Premier Cru liegt am nordwestlichen Rand von Chambolle-Musigny und umfasst rund 2,8 Hektar.

Chambolle-Musigny im Herzen der Côte de Nuits gilt mit seinen Kreide- und Tonböden als Inbegriff von Eleganz und Finesse; die Gemeinde beherbergt 24 Premier Crus und die Grand Crus Bonnes-Mares und Musigny. Die Domaine Ghislaine Barthod zählt zu den gesuchten Erzeugern der Gemeinde und ist für ihre Bandbreite an Premier Crus bekannt.

Jahrgang 2023 – Côte de Nuits

Auf einen milden Winter folgte ein kühl-feuchtes Frühjahr mit Austrieb Mitte April; ab Mitte Mai wurde es trockener und wärmer. Die Blüte setzte Anfang Juni weitgehend störungsfrei ein, der Sommer verlief überwiegend gut.

Eine Hitzewelle im August konzentrierte die Aromen, Niederschläge Mitte September brachten Frische und Balance zurück. Für die roten Burgunder steht 2023 für Tiefe, Farbe und Eleganz – klare dunkle Beerenfrucht, feine Würze und geschliffene Tannine bei großzügiger Erntemenge.

Assemblage und Ausbau

Reinsortiger Pinot Noir aus dem Jahrgang 2023.

Der Wein reift im Holzfass, im Stil des Guts – mit zurückhaltendem Holzeinsatz, ganz auf Finesse und Lagenausdruck ausgerichtet.

Im Glas

Sinnlich und vielschichtig, mit fester roter Frucht, floralen Noten und feiner Würze. Am Gaumen lang und energiegeladen, getragen von einer präzisen Säure und feinen Tanninen.

Sinnlich und vielschichtig, mit fester Frucht und präziser Säure – Chambolle-Musigny voller Energie.

In der Jugend zugänglich, mit Flaschenreife über viele Jahre gewinnend. Bei 15–16 °C servieren; eine Belüftung lohnt sich.

Am Tisch

Geflügel und Federwild, Kalb, Gerichte mit Pilzen, dazu mittelreifer Weichkäse. Ein eleganter Begleiter ohne Schwere.


Lage: Les Gruenchers (1er Cru), Chambolle-Musigny (Côte de Nuits); NW-Rand des Dorfes, Kreide-/Tonböden, 2,8 ha
Klassifikation: Chambolle-Musigny Premier Cru
Ausbau: Pinot Noir; Holzfassausbau, zurückhaltender Holzeinsatz

Mehr erfahren ...

Mehr erfahren ...
Produkt Bild

Weine

Bret Brothers Mâcon Blanc 2024 BIO

Weißwein · Mâconnais · Chardonnay · Bio

Bret Brothers Mâcon Blanc ist ein Bio-Weißwein aus 100 % Chardonnay aus dem südlichen Burgund. Die Reben wachsen auf einem ein Hektar großen Flurstück auf 220 Metern Höhe, rund 30 Kilometer nördlich von Mâcon, auf Ton- und Kalksteinböden. Die Ost- und Südostausrichtung sorgt für gleichmäßige Reife. Im Glas ein tiefer, mineralischer Chardonnay mit samtiger Textur.


Mâconnais

Das Flurstück liegt auf 220 Metern Höhe im Mâconnais, rund 30 Kilometer nördlich von Mâcon. Ton- und Kalksteinformationen bilden den Untergrund, durch den sich die Wurzeln arbeiten müssen, und prägen Tiefe und Komplexität des Weins. Der Wein wird ökologisch erzeugt und ist Bio-zertifiziert (Öko-Kontrollstelle FR-BIO-01).

Rebsorte und Ausbau

Der Wein besteht zu 100 % aus Chardonnay. Nach der Handlese kommt ein schonendes Ganzbeer-Pressverfahren zum Einsatz. Vinifikation und Reifung erfolgen zu 100 % in 228-Liter-Eichenfässern über elf Monate, was dem Wein eine subtile Holznote und eine samtige Textur gibt.

Im Glas

Helles Strohgelb. In der Nase Salz, frische Zitrus und ein Hauch Brioche, getragen von einer feinen Holznote. Am Gaumen frisch und straff, mit knackiger Säure und einer klaren, kargen Mineralität. Der Abgang ist lang und salzig.

Am Tisch

Gut gekühlt bei 10–12 °C servieren; jung zugänglich, mit Reifepotenzial über einige Jahre.

Klassische Begleitung: Fisch, Meeresfrüchte, Geflügel und gereifter Hartkäse.


Lage: Mâconnais, 220 m, Ton-/Kalksteinböden, Ost-/Südostlage
Klassifikation: Mâcon AOC
Ausbau: Ganzbeerpressung, 100 % Barrique (228 l), 11 Monate

Mehr erfahren ...

Mehr erfahren ...
Produkt Bild

Weine

Battenfeld Spanier Eisquell Riesling trocken 2023 MAGNUM BIO

Weißwein · Zellertal (Rheinhessen) · Riesling

Riesling Eisquell (Gutsriesling) Battenfeld-Spanier Hohen-Sülzen · Zellertal kalkhaltige Steillagen trocken Doppelstückfass & Edelstahl · sur lie Magnum 1,5 l · BIO (DE-ÖKO-006) · 2023

Der Battenfeld-Spanier Eisquell Riesling trocken 2023 in der Magnum ist die Visitenkarte des Guts – ein Gutsriesling von den kalkhaltigen Steillagen des Zellertals. Riesling pur, für alle, die Kalkgestein-Terroir exemplarisch schmecken wollen.


Eisquell – Gutsriesling vom Kalk des Zellertals

Das biologisch arbeitende Weingut Battenfeld-Spanier von H. O. Spanier zählt zu den führenden Adressen im rheinhessischen Wonnegau und ist für seine kalkgeprägten, präzisen Rieslinge bekannt (DE-ÖKO-006). Der Eisquell ist der Gutsriesling des Hauses und der Einstieg in seine Premium-Qualitätspyramide.

Die Trauben stammen aus selektierten Partien der kalkhaltigen Steillagen des Zellertals rund um Hohen-Sülzen im Wonnegau. Der Kalkboden gibt dem Wein seine straffe, salzige Mineralität und präzise Struktur.

Jahrgang 2023 – Zellertal (Rheinhessen)

2023 war in Rheinhessen ein Jahrgang mit reifer, gesunder Frucht und lebendiger Säure. Die kalkhaltigen Steillagen und die schonende Arbeit bewahren straffe Mineralität, kühle Klarheit und Druck – Frucht und Struktur im Gleichgewicht.

Ausbau

Trockener Gutsriesling aus den kalkhaltigen Steillagen des Zellertals, Jahrgang 2023; 100 % Riesling von Kalk. Abgefüllt in der 1,5-Liter-Magnum.

Der Wein wird spontan vergoren und in großen, alten Doppelstück-Fässern sowie im Edelstahl ausgebaut, bis zum Frühjahr auf der Hefe belassen. Das Magnum-Format begünstigt eine besonders langsame, harmonische Reife. Biologischer Anbau (DE-ÖKO-006).

Im Glas

Ein purer, kalkgeprägter Riesling: helle Frucht und Zitrus, dazu weißer Pfirsich, feine Kräuterwürze und eine straffe, salzig-mineralische Kalksteinnote. Am Gaumen kühl, klar und mit sehr viel Druck, straff strukturiert, mit lebendiger Säure und einem langen, salzig-mineralischen Nachhall.

Helle Frucht und Zitrus über weißem Pfirsich, feiner Kräuterwürze und straffer, salzig-mineralischer Kalksteinnote – kühl, klar und mit sehr viel Druck, straff strukturiert, mit langem, salzigem Nachhall.

Ein purer, langlebiger Kalk-Riesling; die Magnum reift besonders harmonisch. Bei 10–12 °C servieren.

Am Tisch

Vielseitiger Begleiter für die große Tafel: zu Fisch und Meeresfrüchten, zu Geflügel und hellem Fleisch, zu asiatischer Küche sowie zu Gemüsegerichten und mildem Käse.


Herkunft: kalkhaltige Steillagen des Zellertals rund um Hohen-Sülzen, Wonnegau (Rheinhessen)
Klassifikation: Riesling, Gutsriesling, Rheinhessen (trocken); 100 % Riesling; 1,5-l-Magnum
Ausbau: Spontangärung, Ausbau in großen alten Doppelstück-Fässern und im Edelstahl, sur lie bis ins Frühjahr; biologisch, DE-ÖKO-006

Mehr erfahren ...

Mehr erfahren ...
Produkt Bild

Weine

Schloss Lieser Terroir GG Kiste 2022

Weißwein · Mittelmosel · Riesling (6er-GG-Kollektion)

6 Große Gewächse · Riesling handsigniert von Thomas Haag exkl. Bernkasteler Doctor GG Wehlener Sonnenuhr · Graacher Himmelreich Niederberg Helden · Juffer Sonnenuhr Piesporter Goldtröpfchen edle Holzkiste · limitiert 2022 · trocken

Die Schloss Lieser Terroir GG Kiste 2022 vereint die Großen Gewächse der besten Terroirs der Mittelmosel in einer edlen Holzkiste. Nur in dieser Kiste erhält man exklusiv das aktuelle Bernkasteler Doctor Große Gewächs – zusammen mit den GGs Wehlener Sonnenuhr, Graacher Himmelreich, Niederberg Helden, Brauneberger Juffer Sonnenuhr und Piesporter Goldtröpfchen. Alle sechs Einzelflaschen sind von Thomas Haag handsigniert.


Schloss Lieser & die Terroir-Kiste 2022

Thomas Haag – ältester Sohn von Wilhelm Haag (Weingut Fritz Haag) – führte Schloss Lieser an der Mittelmosel in die absolute Spitze des deutschen Weinbaus. Naturnahe Bewirtschaftung der Steillagen und die spontane Vergärung der Weine sind das Markenzeichen für den nachhaltigen, sorgfältigen Umgang von Thomas Haag und seiner Familie mit den gegebenen Ressourcen.

Diese limitierte Kiste ist die einzige Möglichkeit, das aktuelle Bernkasteler Doctor GG zu erhalten, und versammelt sechs der berühmtesten Einzellagen der Mittelmosel in einer handsignierten Kollektion – ein Terroir-Querschnitt für Kenner und Sammler.

Jahrgang 2022 – Mosel

Die Riesling Großen Gewächse von Schloss Lieser aus dem Jahr 2022 sind das Ergebnis eines bemerkenswerten Wachstumsjahres, das durch seine extreme Trockenheit in Erinnerung bleibt. Nach einem regnerischen Mai forderte eine lange Hitze- und Dürreperiode die bis zu über 100 Jahre alten Reben bis an ihre Grenzen; dank tiefer Verwurzelung und ausgezeichneter Wasserreserven hielten sie stand. Der späte Wetterumschwung kurz vor der Ernte – kühle Nächte und regnerische Tage – bewahrte Frische und Zartheit. So entstanden GGs mit moderatem Alkohol, feiner Eleganz und einer lebhaften, spannenden Säurestruktur.

Die sechs Großen Gewächse

Bernkasteler Doctor: Eine der berühmtesten und exklusivsten Einzellagen der Welt, hoch über Bernkastel-Kues auf feinstem Devonschiefer in extremer Steillage. Schloss Lieser bewirtschaftet eine kleine Parzelle mit teils über hundertjährigen Reben in reiner Handarbeit – ein kraftvoller, präziser Riesling mit vielschichtiger Würze, druckvoller Struktur und langem, salzigem Nachhall.

Wehlener Sonnenuhr: Legendäre Südwestlage gegenüber Wehlen mit 60–100 % Neigung auf reinem Devonschiefer-Verwitterungsboden, in traditioneller Einzelpfahlerziehung. Hier entstehen einige der langlebigsten und feinsten Rieslinge der Welt – filigran, tiefgründig und von kristalliner Mineralität.

Graacher Himmelreich: Steile Südwest-Exposition zwischen Bernkastel und Wehlen auf reinem Devonschiefer, der tagsüber Wärme speichert und nachts abgibt. In der Jugend etwas zugänglicher als die Nachbarlagen, mit klarer Mineralität, feiner Säure und großem Reifepotenzial – druckvoll und präzise, mit vibrierender Frische.

Niederberg Helden: Mit bis zu 120-jährigen wurzelechten Reben auf 100 % blauem Schiefer und Steigungen bis 80 %. Diese lange vernachlässigte Lage zählt heute zu den facettenreichsten der Mosel und bringt expressive Spitzenrieslinge mit außergewöhnlichem Reifepotenzial hervor.

Brauneberger Juffer Sonnenuhr: Renommierte Steillage in perfekter Süd-Südwest-Ausrichtung mit bis zu 80 % Neigung auf kargem, eisenhaltigem Devonschiefer. Aus den ältesten Parzellen, traditionell im Edelstahl mit langem Feinhefelager ausgebaut – tiefgründig und vielschichtig, mit feinen Steinobstnoten, kühler Schiefermineralität und brillanter, salziger Länge.

Piesporter Goldtröpfchen: Steiles, südlich ausgerichtetes Amphitheater oberhalb von Piesport auf tiefgründigem Grauschiefer mit Blau- und Rotschiefer-Anteilen. Spontan vergoren, meist im Edelstahltank – kühl, präzise und kraftvoll, mit rauchiger Steinigkeit, feinen Zitrusnoten und langem, salzig-mineralischem Nachhall.

Im Glas

So unterschiedlich die sechs Lagen sind, so klar eint sie die Handschrift von Thomas Haag: glasklare, präzise Rieslinge mit lebendiger Säure, feiner Frucht und einer packenden, salzig-mineralischen Schieferprägung. Vom kraftvoll-würzigen Doctor über die filigrane Wehlener Sonnenuhr bis zum kühl-rauchigen Piesporter Goldtröpfchen zeigt die Kollektion die ganze Bandbreite großer Mosel-Terroirs – trocken, tiefgründig und mit enormem Reifepotenzial.

Sechs große Lagen, eine Handschrift: glasklare, präzise Rieslinge mit lebendiger Säure und packender Schiefermineralität – trocken, tiefgründig und langlebig.

Ideal für eine vergleichende Terroir-Probe der Mittelmosel. Junge GGs profitieren vom Dekantieren; alle mit jahrzehntelangem Reifepotenzial. Bei 11–13 °C servieren.

Am Tisch

Zu edlem Fisch und Krustentieren, zu Geflügel und Kalb in heller Sauce, zu cremigen Gerichten sowie zu gereiftem Hartkäse – und nicht zuletzt als Sammlerstück und handsigniertes Geschenk für Liebhaber großer Moselrieslinge.


Lage: sechs VDP.GROSSE LAGEN der Mittelmosel – Bernkasteler Doctor, Wehlener Sonnenuhr, Graacher Himmelreich, Niederberg Helden, Brauneberger Juffer Sonnenuhr, Piesporter Goldtröpfchen; steile Devonschiefer-Lagen
Klassifikation: 6× VDP.GROSSES GEWÄCHS (trocken), 100 % Riesling, Jahrgang 2022; alle Flaschen von Thomas Haag handsigniert; limitierte Holzkiste
Ausbau: selektive Handlese, Spontangärung mit eigenen Hefen, Ausbau auf der Feinhefe (überwiegend Edelstahl)

Mehr erfahren ...

Mehr erfahren ...
Produkt Bild

Spanien

Juan Manuel Burgos AVAN 3er Terroir Paket

Rotwein-Paket · Ribera del Duero · Tempranillo (3 Einzellagen)

Tempranillo (Tinta del País) Ribera del Duero 3 Einzellagen Torrubio · Los Cantillos · Valdehernando je 18 Monate franz. Eiche Juan Manuel Burgos

Drei x Tempranillo, drei x der identische Produktionsprozess, aber drei x unterschiedliche Böden, auf denen die Reben wachsen. Das AVAN 3er Terroir-Paket lädt ein, das unterschiedliche Terroir der einzelnen Weine zu entdecken – und zu schmecken, welche Auswirkungen Klima und Boden auf den Geschmack haben können.


AVAN – das Terroir-Projekt von Juan Manuel Burgos

Das Terroir-Einzellagen-Projekt von Juan Manuel Burgos aus der Ribera del Duero macht den Boden zum eigentlichen Hauptdarsteller: drei Weine aus derselben Rebsorte (Tempranillo, hier Tinta del País bzw. Tinto Fino), nach identischem Verfahren erzeugt und je 18 Monate in französischer Eiche ausgebaut – und doch grundverschieden, weil jeder von einem anderen Bodentyp stammt. Ein lehrreiches und genussvolles Nebeneinander, das die Idee des Terroirs unmittelbar erfahrbar macht.

Torrubio – Lehmboden (gepflanzt 1943)

Das Terroir des Torrubio besteht aus Lehm – einer Mischung aus Sand, Schlamm und Ton, die durch jahrzehntelange Verwitterung entstanden ist. Die lockere, fruchtbare, gut durchlüftete Lehmschicht speichert Niederschlag gut, sodass die Reben in den obersten Schichten wurzeln; der Boden erwärmt sich schnell. Das Ergebnis: ein sehr fruchtiger, frischer und saftiger Wein, in dem die klare Beerenfrucht der Tinta del País regiert – Himbeere und Brombeere dominieren. Mächtig und powervoll am Gaumen, zugleich mit der richtigen Säurebalance, damit er nicht breit wirkt; die klare Beerenfrucht trägt auch den langen, anhaltenden Abgang. Der Weinberg Torrubio wurde bereits 1943 gepflanzt; Ausbau über 18 Monate in französischen Eichenfässern.

Los Cantillos – Kalkgestein (Reben 75+ Jahre)

Das Terroir des Los Cantillos besteht aus reinem Kalkgestein; der Weinberg liegt in bis zu 800 Metern Höhe, die Tinto-Fino-Reben sind über 75 Jahre alt. Der Kalkboden nimmt Regenwasser schnell auf, kann es aber nicht lange speichern – die Reben wurzeln daher tief, um dauerhaft an Wasser zu gelangen, und entnehmen der Kalkschicht wertvolle Nährstoffe und Mineralien. Das verleiht dem Wein eine kühle Aromatik und lässt ihn elegant und fein schmecken. Die Fruchtnoten kommen klar, aber zurückhaltender heraus. Ausbau über 18 Monate in französischen Barriquefässern. Der frischeste und knackigste der drei Terroir-Weine.

Valdehernando – Sandboden (Reben 90+ Jahre)

Das Terroir der Einzellage Valdehernando besteht aus besten Sandböden mit sehr tief darunter liegendem Kalkgestein. Wegen des hohen Sandanteils speichert der Boden an der Oberfläche nur wenig Wasser, sodass die über 90 Jahre alten Tinta-del-País-Reben bis zu zehn Meter tief wurzeln, um Wasser und Mineralien zu erschließen. Das zeigt sich in Dichte und Komplexität: Es dominieren würzige Noten wie Lakritze und Schokolade, während die beerigen Noten eher hintergründig bleiben. Langer, verspielter Abgang mit vielschichtigem Nachgeschmack, untermalt von feiner Fruchttextur und reifer Säure – jede Menge Trinkspaß und große Ernsthaftigkeit zugleich. Ausbau über 18 Monate in Barriquefässern aus französischer Eiche.

Gemeinsamer Ausbau

Reinsortiger Tempranillo (Tinta del País / Tinto Fino) aus drei Einzellagen, je 18 Monate in französischer Eiche. Gleicher Produktionsprozess für alle drei Weine – der einzige Unterschied liegt im Boden, sodass das Terroir umso klarer zutage tritt.

Am Tisch

Ideal als vergleichende Probe nebeneinander im Glas. Dazu passen gegrilltes und geschmortes rotes Fleisch, Lamm und Wild, kräftige Eintöpfe sowie gereifte Hartkäse. Bei 16–18 °C servieren.


Lage: Ribera del Duero (Spanien); drei Einzellagen – Torrubio (Lehm, 1943), Los Cantillos (Kalkgestein, bis 800 m, 75+ J.), Valdehernando (Sand über Kalk, 90+ J.)
Klassifikation: Ribera del Duero, Tempranillo (trocken); 3er-Terroir-Paket
Ausbau: je 18 Monate französische Eiche, identischer Produktionsprozess; Einzellagen-Projekt von Juan Manuel Burgos

Mehr erfahren ...

Mehr erfahren ...
Produkt Bild

Weine

Arnaud Mortet Charmes Chambertin Grand Cru 2021

Rotwein · Charmes-Chambertin Grand Cru · Pinot Noir

Pinot Noir Charmes-Chambertin · Grand Cru Gevrey-Chambertin 2021 Côte de Nuits

Der Charmes-Chambertin Grand Cru 2021 von Arnaud Mortet ist ein reinsortiger Pinot Noir aus einer der Grand-Cru-Lagen von Gevrey-Chambertin. In der Jugend zeigt er sich dicht und intensiv mit tiefer, leuchtender Farbe; sein volles Potenzial entfaltet er über die Jahre.


Charmes-Chambertin – Grand Cru in Gevrey-Chambertin

Charmes-Chambertin ist einer der Grand Crus von Gevrey-Chambertin und mit rund 30 Hektar (inklusive Mazoyères-Chambertin) einer der größeren der Chambertin-Familie. Er liegt am Mittelhang unterhalb von Chambertin auf Kalk- und Mergelböden mit Tonanteil und gilt als der zugängliche, charmante unter den Chambertin-Lagen.

Arnaud Mortet führt die Domaine (Denis Mortet) in Gevrey-Chambertin, eine der Spitzenadressen des Ortes. Seine Handschrift zielt auf Finesse und einen klaren Terroir-Ausdruck.

Jahrgang 2021 – Côte de Nuits

2021 war im Burgund ein Wechselbad: Auf eine frühe Frühlingswärme folgte ab dem 6. April ein wochenlanger, schwerer Frost mit Schnee und Tiefstwerten bis −8 °C, der einen Großteil der Ernte vernichtete. Eine kühle, trockene Phase bis in den Mai verzögerte die Erholung der Pinot-Reben; danach brachten atlantische Regenfälle hohen Mehltaudruck.

Stabileres, wenn auch nicht heißes Wetter im August und September ließ die Trauben reifen, sorgfältige Arbeit war gegen Fäulnis nötig. Für die roten Burgunder steht 2021 für kleine Erträge und einen klassischen, frischen Stil mit feiner Struktur und moderatem Alkohol.

Assemblage und Ausbau

Reinsortiger Pinot Noir aus dem Jahrgang 2021.

Der Wein reift im Eichenfass, ganz im Sinne der auf Finesse und Terroir-Ausdruck ausgerichteten Handschrift des Guts.

Im Glas

In der Jugend dicht und intensiv, mit tiefer, leuchtender Farbe und klarer Geschmacksintensität. Mit den Jahren entfalten sich vielschichtige Aromen, die an Veilchen, Lakritz, Vanille und Kaffee erinnern.

Jung dicht und intensiv, mit der Zeit vielschichtig – Veilchen, Lakritz, Vanille und Kaffee.

In der Jugend bereits zugänglich, sein volles Potenzial zeigt der Wein über viele Jahre Flaschenreife. Bei 16 °C servieren; eine Belüftung im Dekanter lohnt sich.

Am Tisch

Wild und Federwild, Rind, Gerichte mit Trüffel oder Pilzen, dazu gereifter Käse. Ein Wein für den großen Anlass.


Lage: Charmes-Chambertin, Gevrey-Chambertin (Côte de Nuits); Kalk/Mergel mit Ton, Mittelhang
Klassifikation: Charmes-Chambertin Grand Cru
Ausbau: Pinot Noir; Holzfassausbau

Mehr erfahren ...