Ein kleiner Bummel über die ProWein

Ein paar Eindrücke von Dario Sellmeier von der Weinmesse ProWein 2023 in Düsseldorf

Ein grauer, verregneter Märzsonntag auf dem ohnehin recht trostlosen Düsseldorfer Messegelände. Hier soll unsere Weltreise beginnen. Nein, nicht im wörtlichen Sinne. In den vor uns liegenden 13 Hallen schaffen wir es nicht in 80, sondern sogar in drei Tagen einmal um die Welt. Ob das mehr Arbeit oder mehr Vergnügen wird? Da sind wir uns jetzt noch nicht sicher. Aber dass Genuss immer auch Herausforderung sein kann, dürfte den meisten Besuchern der ProWein klar sein. Nachdem die wichtigste Weinmesse der Welt im vergangenen Jahr coronabedingt deutlich weniger Publikumsverkehr zu verzeichnen hatte, ging jetzt wieder alles seinen gewohnten Gang. 6000 Aussteller zeigten 50 000 Gästen aktuelle Trends aus dem Weinkosmos. Überfüllt war es zu keinem Zeitpunkt, sondern sehr entspannt. Der deutsche Bereich zählte erfreulicherweise zu einem der bestbesuchten – insbesondere die Stände der VDP-Winzer wurden teilweise regelrecht belagert, was durchaus auch daran lag, dass die Winzer von Weltgeltung sich in sympathischer Bescheidenheit keine wesentlich größeren Stände erlaubten als ihre weniger bekannten Kollegen. Großer Beliebtheit erfreuten sich darüber hinaus vor allem der Bereich Champagner und die Spirituosen-Halle.

Man merkt schnell, wie unterschiedlich die Herangehensweisen bei der Eigendarstellung sind: während sich die großen französischen Häuser mit palastartigen Hochglanz-Pavillons gegenseitig zu übertrumpfen versuchen, setzt Portugal auf ein einheitliches Erscheinungsbild in sanft geschwungenem, die Farben und Formen der Landschaft aufgreifenden ständigem Ineinander-Übergehen. Sehr sympathisch. Elementar wichtig ist die ProWein seit jeher vor allem für kleine Länder, die bei den meisten Konsumenten unter dem Radar laufen. Unterstützt von den jeweiligen Landwirtschaftsministerien investieren die dortigen Verbände sehr viel Herzblut in die Außendarstellung und legen auf den Masterclasses Broschüren dick wie Fachbücher an die Plätze. Als die Vertreterin des Generalkonsulats von Georgien uns interessiert nach unserer Meinung zu den Weinen ihres Heimatstaates fragt, können wir nur selig lächelnd unsere Begeisterung kundtun: so muss Wein sein – authentisch, traditionsbewusst, unkonventionell. Dazu staubtrocken, packender Säure und herb-pfeffrigen Gewürz-Nuancen. Dieses kleine Land ist einer unserer Lieblinge auf der Messe: über 8000 Jahre Weinbaugeschichte, über 500 autochthone Rebsorten, überragend günstige Preise für diese Qualität. Als besonders interessant erwies sich der direkte Vergleich zwischen den auf europäische Weise im Stahltank vergorenen Weinen und jenen, die nach alter Sitte in in den Boden eingelassenen Tonamphoren, den sogenannten Qvevris, zur Vollendung gelangen – ein Unterschied wie Tag und Nacht.

Mit diesem ersten Kitzeln in der Nase sind wir dann auch mental angekommen. Die Auswirkungen des Rheinbahn-Streiks, der ausgerechnet dann stattfand, als Zehntausende internationale Fachbesucher auf Beförderungsmöglichkeiten zum Messegelände angewiesen waren, blieben glücklicherweise gering. Die Veranstalter bewiesen mit der kurzfristigen Einrichtung von Busshuttles ein gutes Händchen für Problembewältigung. Überhaupt war die ProWein hervorragend organisiert, jeder ansatzweise Weinbegeisterte fühlt sich hier wie Alice im Wunderland. Die Masse der Besucher ist bunt gemischt: zwar ist die Weinwelt noch immer die Spielwiese vorzugsweise von Business Casual tragenden Herren mittleren Alters, aber insgesamt sind von 18 bis 80 alle Altersgruppen vertreten und Tendenzen hin zu einem jüngeren und weiblicheren Publikum klar erkennbar.

Apropos Alter. Immer wieder stellten wir fest: Totgesagte leben länger. Nachdem Süßweine eine lange Zeit ein eher angestaubtes Nischendasein fristeten, drängen sie nun mit Wucht zurück. Ob als traditionsreicher Tokajer aus Ungarn, finessenreiche deutsche Auslese oder hocharomatische Sherrys – die Bandbreite ist beeindruckend, die Qualität sowieso und die Einsatzmöglichkeiten als Speisebegleiter nahezu unbegrenzt, das Etikett „Dessertwein“ weit hinter sich lassend. Überhaupt ist der Bereich Foodpairing ein Megatrend. Viele Konsumenten sind die ewig gleich Abfolge aus Schaumwein vorweg, Weiß zu Fisch, Rot zu Fleisch und zum Schluss vielleicht etwas Süßes wahrlich leid. Auch zu beliebten exotischen Gerichten etwa der asiatischen Küche ist der passende Begleiter nicht leicht zu finden. Dass bei den entsprechenden Veranstaltungen oft kostenlos Häppchen auf Sterne-Niveau verteilt werden, während man bei den Buden im Außenbereich 15 Euro für ein mäßiges Schnitzelbrötchen zahlt, tut sein Übriges. Ein emsiger Netzwerker in diesem Bereich ist Toni Askitis, Düsseldorfer Hip-Hopper, Sommelier und nie um ein (oder auch hundert) Worte verlegen. Seine nachmittäglichen Workshops, betont lässig in der „Urban Gastronomy Lounge“ mit DJ und Skatepark-Atmosphäre, sind ein wahrer Hotspot für jüngere Messebesucher. Was Köche wie der Bochumer Tibor Werzl oder Benjamin Kriegel aus Düsseldorf da an Amuse Gueules zaubern, ist fabelhaft, und die Weinbegleitung ist es ohnehin. Hinzu kommt der Unterhaltungsfaktor, wenn ein Winzer wie der arme Stefan Bietighöfer händeringend nach angelsächsischen Begriffen für Worte wie „Buntsandstein“ und „Kalkmergel“ sucht, denn die Workshop-Sprache ist Englisch, aus welchem Grund auch immer. Man muss den Instagram-verrückten Askitis nicht mögen, doch mit Aktionen wie „How to ProWein!? Ein Wein, drei Gläser“, die sich explizit an Neulinge richtet, leistet er wichtige Arbeit für eine Branche, die in der öffentlichen Wahrnehmung oft etwas abgehoben erscheint.

Der Orangewein-Boom ist merklich abgeflaut – einige Winzer haben sie dauerhaft ins Programm genommen, andere winken ab: zu wenig Nachfrage. Die herrscht gerade in einem ganz anderen Bereich, den alkoholfreien Weinen. Stark frequentiert war daher die World of Zero, in der man in ungewohnter Selbstbedienung wild herumverkosten durfte. Geschmacklich ist das gewöhnungsbedürftig. Die Weine schmecken oft abgestanden und pappig süß, weisen auch nicht selten enorm hohe Restzuckergehalte auf. Die Spirituosen präsentieren sich mit einer häufig eher unausgewogenen, penetranten Aromatik. Einziger Lichtblick sind die Schaumweine, denen die Kohlensäure die nötige Lebendigkeit verleiht. Hier ist geschmacklich noch viel Luft nach oben. Und auch die aufgerufenen Preise, die oft mit denen ihrer konventionellen Geschwister identisch sind, erscheinen ambitioniert. Ohne Frage ist der Arbeitsaufwand bei beiden vergleichbar, aber ob die Verbraucher dauerhaft bereit sein werden, für die alkoholfreie Alternative Preise weit jenseits von zehn Euro zu zahlen, darf zumindest mit einem Fragezeichen versehen werden.

Allgemein ist zu beobachten, dass sowohl Winzer als auch Händler bei vielen ihrer Produkte um ein Ausbrechen aus einem bestimmten Image bemüht sind, sei es aus rein kommerziellen Gründen oder weil sie die Ansicht vertreten, ein klischeehaftes Bild werde der Qualität ihres Produktes nicht gerecht. Beispielhaft dafür ist der Rosé, dessen Erzeuger ihn endlich als vielschichtigen Charakterkopf wahrgenommen sehen wollen und nicht bloß als So-nebenbei-Gesöff der Mädels auf der Grillparty. Und das ist durchaus berechtigt: erwiesen sich bei einer Probe die provenzialischen Rosés zwar schon hin und wieder als ganz interessant, aber im Großen und Ganzen als nach landläufigem Verständnis eher konventionell, wussten die Valtènesi-Rosés von den Ufern des Gardasees mit völlig unerwarteten Aromen zu begeistern. Herb und fleischig geht es hier zu, mit relativ hoher Säure und kräftigen Kräuternoten. Das macht richtig Spaß und darf zurecht nach mehr Aufmerksamkeit verlangen. Dass das Flaschen- und Etikettendesign dann aber in den meisten Fällen doch sehr girly daherkommt und so die Bemühungen um eine Zielgruppenerweiterung ziemlich konterkariert, sei mal dahingestellt.

Tja, manche Weine haben ein Image, von dem sie sich gern befreien würden, andere haben irgendwie gar keins. Man wird nämlich immer noch recht verwundert angeschaut, fragt man Winzer nach einem Schluck Gewürztraminer oder Elbling. Offenbar haben viele von ihnen zwar Vertrauen in die Qualität ihrer Versionen der traditionsreichen alten Rebsorten, sonst hätten sie sie nicht im Gepäck gehabt, aber wenig Vertrauen in die Nachfrage der Kunden, leider zurecht. Das ist schade, denn gerade diese Uralt-Sorten bieten oft völlig ungeahnte, wenn nicht gänzlich unbekannte Aromen. Zufriedenes Nicken fand sich indes bei den vielen Gelegenheiten, Rieslinge zu verkosten. Sei es bei den frühabendlichen Big Bottle Parties im VDP- und Maxime Herkunft-Bereich, sei es bei einer Präsentation der Kellerschätze des Bernkasteler Rings – wieder einmal erwies sich das unglaubliche Reifepotential dieser deutschen Wunderrebe. Nicht wenige zehn bis fünfzehn Jahre alte Große Gewächse erwiesen sich als noch immer viel zu jung für die optimale Trinkreife.

Es ist eine leicht dekadente Dreiviertelstunde, während der die Doppelmagnums aus Lagen wie Bernkasteler Doctor, Ürziger Würzgarten oder Kiedricher Gräfenberg kreisen wie die Flasche Cola auf dem Kindergeburtstag. Längst spucken wir nicht mehr, das wäre bei diesen ehrwürdigen Tropfen wahrhaft Sünde. Auch wenn das nach und nach zulasten der geschmacklichen Feinarbeit geht und man irgendwann nur noch ein Riesling-Grundrauschen im Mund hat. Hat auch seinen Reiz. Aber dann ist die Party plötzlich vorbei – dabei ist es noch nicht mal 20 Uhr. Kurz durch die Hallen geschlendert, finden wir uns im Bereich der Bioweine wieder, wo noch richtig Stimmung ist und vor allem Musik. Die Weine sind geschmacklich so lala, haben aber aus anderen Gründen natürlich ihre Daseinsberechtigung. Und auch ihre ganz eigenen Vorteile, lernen wir während des Smalltalks schnell. Viele Menschen würden ihn einfach deswegen schätzen, weil er einen nach hohem Konsum am Vorabend morgens nicht mit einem Schädel aufwachen ließe. Das haben wir natürlich aus wissenschaftlichen Zwecken in der Praxis erprobt und können sagen: es stimmt! Aber im Ernst: wie sonst in allen Bereichen des öffentlichen Lebens spielen die Themen Klima und Nachhaltigkeit hier eine große, wenn auch nicht unbedingt dominante Rolle. Die Integration wärmeliebender Rebsorten in nördliche Anbaugebiete funktioniert erstaunlich gut, lassen zumindest Kostproben deutscher Interpretationen von Shiraz, Merlot und Cabernet Sauvignon erahnen. Und nicht nur in den Flaschen tut sich etwas, sondern auch mit den Flaschen selbst. Weinkritiker-Papst Stuart Pigott nimmt sich mit seinem feinen, hintergründigen Humor denn während des Trend Hour Tastings auch eines der Themen an, die die Weinbranche gerade ordentlich in Aufruhr versetzen: alternative Verpackungen. Das Pfandsystem übergeht er dabei – denn obwohl von den Württemberger Weingenossenschaften im Zuge der ProWein erstmals eine 0,75er-Mehrwegflasche vorgestellt wurde, scheint es fraglich, Länder ohne jede Flaschenpfand-Erfahrung (wie es die meisten sind) auf diesen Pfad lotsen zu können. Diese haben ganz andere Ideen, allen voran die Bags-in-Boxes – Foliensäcke in Pappkartons. Ja mei, klingt auf Deutsch echt nicht sexy, aber die Idee, Wein in Schläuchen statt in Glasbehältern aufzubewahren, ist immerhin eine jahrtausendelang bewährte. Für Ästheten gibt es auch Paper Bottles, von innen beschichtete Pappflaschen. Das alles ist optisch gewöhnungsbedürftig, soll aber im Vergleich bis zu 90 Prozent CO2 einsparen – und der Inhalt schmeckt tadellos. Bis zu zehn Jahre soll man sich die neuartigen Gebinde ohne Qualitätsverlust in den Keller stellen können.

Was lässt sich also zusammenfassend sagen? Retro spielt nicht nur in der Mode eine große Rolle, sondern auch in der Weinwelt: plötzlich erspäht man in der Spirituosenhalle wieder Eierlikör, Obstler und andere Dinge aus Omas Eiche-rustikal-Schränkchen. Meist aber nicht von Oma vermarktet, sondern von vollbärtigen Jungs mit Käppi und Tunnelpiercing im Ohr. Eng damit verbunden ist der Trend zu so viel Regionalität wie möglich, der wohl ehrlichste Zugang, den eine Messe wie die ProWein zum Thema Nachhaltigkeit finden kann. Letztlich stand aber auch in diesem Jahr wieder der Genuss im Vordergrund, und Anzeichen von schlechtem Gewissen sucht man vergeblich. Ganz im Gegenteil, nach drei Jahren Corona scheinen Konsumenten sich ordentlich was gönnen zu wollen. Den Winzern, die in dieser Zeit absatztechnisch ziemlich gelitten haben – was zwar keiner so direkt zugeben will, man aber dennoch zwischen den Zeilen heraushört -, sei dies auf jeden Fall gegönnt. Text: Dario Sellmeier

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Spirituosen

Valverde Liquore di Pistacchio Pistazienlikör

Spirituose · Likör · Pistazie · Italien

Valverde Liquore di Pistacchio ist ein cremiger italienischer Pistazienlikör, hergestellt aus Pistaziendestillat, Alkohol und Zucker. Nussig-süß und vollmundig im Geschmack.


Herkunft / Italien

Pistazien sind eine geschätzte italienische Spezialität, besonders aus Sizilien. Der Liquore di Pistacchio von Valverde stellt die Pistazie in den Mittelpunkt – ein cremiger Likör für den genussvollen Ausklang.

Zutaten und Herstellung

Hergestellt aus Pistaziendestillat, Alkohol und Zucker. Das Destillat sorgt für das klare, intensive Pistazienaroma, während der Zucker die feine Süße und die cremige Art beisteuert.

Im Glas

Zartes Grün. In der Nase intensives, typisches Pistazienaroma. Am Gaumen cremig, nussig und süß, mit klarer Pistazienfrucht und rundem, vollmundigem Abgang.

Pur und im Drink

Gut gekühlt pur oder auf Eis genießen – als Digestif.

Ideal: eisgekühlt pur, auf Eis, über Vanilleeis und Desserts, zum Espresso oder in cremigen Cocktails.


Marke: Valverde (Italien)
Art: Pistazienlikör (Liquore di Pistacchio)
Zutaten: Pistaziendestillat, Alkohol, Zucker
Geschmack: cremig, nussig, süß

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Feinkost

Deortegas Olivenöl Extra Virgen Arbequina 3,00 Liter BIO

Duft nach Artischocken und reifen Strauchtomaten. Viel Frucht im Geschmack, dabei immer klar und saftig im Ausdruck. Ein feiner Hochgenuss zum Veredeln von Salat- und Fischgerichten. In der 3,0 Liter Verpackung. UPS versandfähig. MHD: 09.2027 ES-ECO-024-MU

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Feinkost

A Ricchigia Crema di Pistaccio Pistaziencreme

Feinkost · Pistaziencreme · Sizilien · Italien

A Ricchigia Crema di Pistacchio ist eine sizilianische Pistaziencreme aus feinen Pistazien. Sie überzeugt durch ihren unvergleichlichen Geschmack und ihre cremige Konsistenz – ob als Aufstrich auf frischem Weißbrot oder als besondere Zutat in Desserts. Ein wahrer Genuss für Liebhaber edler Pistazien.


Sizilien

A Ricchigia ist ein sizilianischer Hersteller, der für Spezialitäten rund um die Pistazie bekannt ist. Sizilien – allen voran die Gegend um Bronte – gilt als Heimat besonders feiner, aromatischer Pistazien.

Anbau und Verarbeitung

Die Creme wird aus feinen Pistazien hergestellt und zu einer besonders cremigen Konsistenz verarbeitet. Eine sorgfältige Verarbeitung bewahrt den intensiven, typischen Pistaziengeschmack.

Geschmack

Zartes Grün. Intensiver, unvergleichlicher Pistaziengeschmack mit feiner, nussiger Süße und cremiger Textur. Vollmundig und aromatisch.

Am Tisch

Vielseitig verwendbar – als Aufstrich oder als feine Zutat in der Küche.

Klassische Verwendung: als Aufstrich auf Weißbrot, in Desserts, für Eis, Cremes und Gebäck.


Hersteller: A Ricchigia
Produkt: Crema di Pistacchio (Pistaziencreme)
Art: Pistaziencreme
Herkunft: Sizilien (Italien)
Verarbeitung: aus feinen Pistazien, cremig
Mindesthaltbarkeit (MHD): 19.03.2027

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Spanien

Jade Gross Peace, Love & Garnacha 2022

Rotwein · Rioja · Garnacha

Garnacha DOCa Rioja Alto de Najerilla · Cordovín alte Buschreben Jade Gross 11 Monate franz. Eiche nur 705 Flaschen 2022

Der Jade Gross Peace, Love & Garnacha 2022 ist ein kraftvoller, expressiver Naturwein aus 100 % Garnacha von alten Buschreben in Cordovín – klare Himbeerfrucht, Gewürze und viel Extrakt, mit Biss und Kawumm. Ein Naturwein mit Ecken und Kanten.


Peace, Love & Garnacha – alte Reben in Cordovín

Jade Gross, in Hongkong geborene chinesisch-amerikanische Quereinsteigerin aus der Spitzengastronomie, begann ihr Rioja-Projekt 2019 unter der Mentorschaft von Abel Mendoza. Ihre Weine entstehen handwerklich, mit minimaler Intervention und klarem Fokus auf den unverfälschten Ausdruck der Rebsorte – wofür „Peace, Love & Garnacha" sinnbildlich steht.

Peace, Love & Garnacha ist ein 100-prozentiger Garnacha, dessen Trauben aus einer kleinen Parzelle in Cordovín im Alto-Najerilla-Tal stammen. Alte Buschweinreben sind hier auf lehmig-eisenhaltigem Boden gepflanzt, der dem Wein Tiefe und Struktur gibt.

Jahrgang 2022 – Rioja

Das Weinjahr 2022 brachte in der Rioja durchgängig warme Temperaturen und erforderte ein sensibles Gespür für die richtige Laubarbeit. Die Weine präsentieren sich daher schon in einer eher reiferen, genussreiferen Phase. Höhenlagen mit altem Rebbestand profitierten klar vor den Tallagen; Graciano und Garnacha zeigten sich gewohnt robust. Trotz der sengenden Sommerhitze und aller Besorgnis im Vorfeld übertreffen die Weine die Erwartungen bei Weitem.

Ausbau

Reinsortige Garnacha aus dem Jahrgang 2022, trocken.

Handlese am 17. September 2022. Nach dem Entfernen der Stiele wurde der Wein in offenen Holzbottichen vergoren und durfte anschließend noch 11 Monate in einem 500-Liter-Fass aus gebrauchter französischer Eiche weiterreifen. Gesamtproduktion: 705 Flaschen.

Im Glas

Ein kraftvoller Geselle: Die klare Himbeerfrucht in Duft und Geschmack wird von verschiedenen Gewürznoten, Eukalyptus, Brotkruste, schwarzem Tee und viel Extrakt sowie einer klaren Säurelinie zusammengehalten. Ein Naturwein mit Ecken und Kanten, einer sensiblen Länge, Biss und Kawumm.

Ein Naturwein mit Ecken und Kanten – einer sensiblen Länge, Biss und Kawumm.

Am besten leicht gekühlt genießen. Bei 14–16 °C servieren.

Am Tisch

Zu gegrilltem Fleisch und Geflügel, zu würzigen mediterranen Gerichten, zu Tapas und Wurst sowie zu mittelreifem Käse – vielseitig und unkompliziert.


Lage: DOCa Rioja, Cordovín im Alto-Najerilla-Tal (Spanien); kleine Parzelle, lehmig-eisenhaltiger Boden, alte Buschreben
Klassifikation: DOCa Rioja, Garnacha (trocken); nur 705 Flaschen
Ausbau: Garnacha; entrappt, Gärung in offenen Holzbottichen; 11 Monate gebrauchte franz. Eiche (500 l); Naturwein, handwerklich

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Weine

Hermann Ludes Thörnicher Ritsch Riesling Kabinett Speyer 2024

Weißwein · Mosel · Riesling Kabinett (fruchtsüß)

Riesling Thörnicher Ritsch · Im Speyer Mosel Kabinett · fruchtsüß alte wurzelechte Reben

Der Thörnicher Ritsch „Im Speyer" Riesling Kabinett 2024 von Hermann Ludes ist ein straffer, mineralischer Mosel-Riesling von alten, teils wurzelechten Reben – kühle Frucht, feinste Schieferwürze und pikante, tänzelnde Säure, mit sehr großem Reifepotenzial.


Thörnicher Ritsch – Im Speyer

Die Parzelle „Im Speyer" gehört zu den eindrucksvollsten Gewannen der berühmten Mosellage Thörnicher Ritsch, gegenüber dem Ort Thörnich an der Mittelmosel. Der Weinberg erhebt sich extrem steil aus dem Moseltal und ist optimal nach Süden ausgerichtet, sodass die Reben von intensiver Sonneneinstrahlung und dem ausgleichenden Einfluss des Flusses profitieren. Die Böden aus devonischem Schiefer speichern Wärme und bieten den Reben zugleich nur wenig Wasser und Nährstoffe – das ergibt niedrige Erträge, aber Trauben von hoher Konzentration und ausgeprägter mineralischer Prägung.

In „Im Speyer" stehen vielfach sehr alte Rieslingreben, teils über 80 Jahre und oft noch wurzelecht. Innerhalb der ohnehin renommierten Ritsch ist diese Parzelle noch einmal eine ganze Klasse spannungsgeladener.

Jahrgang 2024 – Mosel

2024 war an der Mosel ein anspruchsvoller, kühl-feuchter Jahrgang mit hohem Pilzdruck und geringen Erträgen, der strenge Selektion und viel Arbeit im Steilhang verlangte. Ein freundlicherer Herbst ermöglichte eine reife, gesunde Lese.

Das Ergebnis sind klassische, säurebetonte und leichtfüßige Rieslinge mit moderaten Mostgewichten – ideale Bedingungen für animierende, spannungsreiche Kabinette.

Vinifikation und Ausbau

Reinsortiger Riesling aus dem Jahrgang 2024, klassischer Prädikatswein (Kabinett).

Handlese in der Steillage, anschließend Spontangärung mit Naturhefen; im Keller wird konsequent auf Reinzuchthefen, Enzyme und Schönung verzichtet. Der Ausbau ist traditionell und bewusst reduktiv angelegt – ein Stil, der die Weine kühl, klar und ausgesprochen langlebig macht. Jung profitieren sie stark von Luft; abgefüllt wird unter Schraubverschluss.

Im Glas

Eine klare Stilistik mit kühler Frucht, feinster Schieferwürze und pikanter, tänzelnder Säure. Am Gaumen präsentiert sich der Wein straff, mineralisch und lang, von einem salzigen Mantel umgeben und mit sehr großem Reifepotenzial ausgestattet.

Straff, mineralisch und lang – kühle Frucht und Schieferwürze in einem salzigen Mantel.

Jung mit etwas Luft zugänglich, mit großem Reifepotenzial über viele Jahre. Bei 8–10 °C servieren.

Am Tisch

Klassiker zu würziger, leicht scharfer Küche: Thai-Currys, Sushi, gebratenes Geflügel mit Ingwer oder kräftiger Käse. Ebenso ein animierender Aperitif.


Lage: Thörnicher Ritsch „Im Speyer" (Mittelmosel); extrem steile Südlage, devonischer Schiefer, alte, teils wurzelechte Reben
Klassifikation: Riesling Kabinett (Prädikatswein, fruchtsüß)
Ausbau: Riesling; Spontangärung mit Naturhefen, klassisch-reduktiver Ausbau, keine Schönung, Schraubverschluss

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Spanien

Mauro 2022

Rotwein · Vino de la Tierra de Castilla y León · Tempranillo-Cuvée

Tempranillo-Cuvée VT Castilla y León Tudela de Duero · Traspinedo 16 Monate Eiche 2022 14,50 % vol

Der Mauro 2022 ist die klassische Cuvée des Guts von Mariano García – überwiegend Tempranillo, geprägt von reifen Früchten und zarten floralen Primärnoten. Gut strukturiert, weich und voll im Mund, mit langem, präzisem Abgang.


Mauro – Mariano García in Tudela de Duero

Bodegas Mauro ist das persönliche Projekt von Mariano García, der 30 Jahre lang technischer Leiter von Vega Sicilia war. Seit 1978 entstehen hier in Tudela de Duero bei Valladolid kleine Mengen großer, lagerfähiger Rotweine, getragen von der Identität des Terroirs und einem präzisen Ausbau. Der namensgebende Mauro ist die Visitenkarte des Guts – ein Wein, der seinen unverwechselbaren Stil über die Jahrgänge geprägt hat.

Da der Ort knapp außerhalb der DO Ribera del Duero liegt, führt Mauro die Klassifikation Vino de la Tierra de Castilla y León – ein reines Etiketten-Detail, keine Frage der Qualität. Die Trauben stammen aus Tudela de Duero und Traspinedo, von tonig-kalkigen Böden im rauen Kontinentalklima des Duero-Tals; bewirtschaftet wird ökologisch, ohne Herbizide.

Jahrgang 2022 – Castilla y León

2022 war im Duero-Tal ein herausfordernder, sehr trockener und heißer Jahrgang mit ausgeprägter Sommerhitze. Das zeigt sich in der reifen, ausdrucksvollen Frucht des Weins. Sorgfältige Weinbergsarbeit und perfekte Lese bewahren dennoch Balance und Frische – ein konzentrierter, aber zugänglicher und harmonischer Mauro.

Assemblage und Ausbau

Cuvée aus rund 85 % Tempranillo sowie Syrah und Cabernet Sauvignon, Jahrgang 2022, 14,50 % vol.

Reife über 16 Monate in Foudres und Barriques aus französischer und amerikanischer Eiche, neu und gebraucht; Abfüllung im April 2024. Ein Tinto modernen Zuschnitts, der dennoch die Identität des Terroirs und die Tradition des Hauses widerspiegelt. Ökologisch bewirtschaftet.

Im Glas

Geprägt von reifen Früchten und zarten floralen Primärnoten. Gut strukturiert, weich und voll im Mund, spiegelt der Mauro wieder einmal die Eigenheiten der Bodega wider. Lang anhaltender Abgang mit frischen, präzisen Tanninen.

Opulent, weich und ausdrucksstark – ein Tinto, der die Handschrift von Mauro über die Jahrgänge trägt.

Schon jetzt zugänglich, mit gutem Reifepotenzial; profitiert von einer Karaffe. Bei 16–18 °C servieren.

Am Tisch

Zu kastilischen Braten, zu rotem Fleisch und Lamm vom Grill, zu Ibérico-Schwein sowie zu gereiften Hartkäsen.


Lage: Vino de la Tierra de Castilla y León, Tudela de Duero und Traspinedo (Spanien); tonig-kalkige Böden, raues Kontinentalklima
Klassifikation: VT Castilla y León, Tempranillo-Cuvée (trocken)
Ausbau: Tempranillo-Cuvée (85 % Tempranillo, Syrah, Cabernet Sauvignon); 16 Monate Foudres/Barriques franz. und amerik. Eiche; ökologisch bewirtschaftet

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Australien

Noon Reserve Shiraz 2014

Rotwein · Langhorne Creek · Shiraz

Shiraz Langhorne Creek Reserve „20 Rows"-Block (gepflanzt 1962) Drew Noon MW 18 Monate Barrique (30–40 % neu) 2014

Der Noon Reserve Shiraz 2014 ist die kultige Shiraz-Spitze des Hauses – ein vollmundiger, generös fruchtbetonter Wein aus dem alten „20 Rows"-Block in Langhorne Creek, mit dunkler Beere, Mokka und einem erstaunlich unaufdringlichen, eleganten Tanningerüst.


Noon – Kult aus McLaren Vale

Noon gehört zu den absoluten Old-School-Weingütern – schon immer handgemacht. Drew Noon, einer der wenigen Masters of Wine Australiens, übernahm das Gut 1996 und gibt zu jeder Ernte ganz klar an, was „Mother Nature" ihm beschert hat. Sein Ansatz: Handlese, Gärung in offenen Bottichen mit manueller Stampfung, Korbpresse, minimaler Eingriff im Keller, ungeschönt und ungefiltert.

Während der Eclipse von den estate-eigenen Grenache-Reben in McLaren Vale stammt, kommt der Reserve Shiraz seit dem ersten Jahrgang 1997 zu 100 % vom „20 Rows"-Block des Borrett-Vineyards in Langhorne Creek. Die wurzelechten Reben (gepflanzt 1962) wachsen auf der Bremer-River-Flutebene auf tiefem, alluvialem Lehm – ein einzigartiges Terroir, das seit Mitte des 19. Jahrhunderts bewirtschaftet wird und kleine, tiefschwarze, aromatische Beeren hervorbringt.

Jahrgang 2014 – Langhorne Creek

Der Reserve Shiraz ist bewusst ein vollmundiger, generös aromatischer Wein – wer elegante, leichte bis mittelkräftige Rotweine bevorzugt, ist hier nicht richtig. Der 2014er zeigt diese Handschrift mit großer Tiefe, getragen jedoch von einem überraschend feinen, eleganten Tanningerüst, das ihn zu einem Klassiker-Shiraz heranreifen lässt.

Ausbau

Reinsortiger Shiraz aus dem Jahrgang 2014, trocken.

Handlese, Gärung in kleinen offenen Bottichen mit Handstampfen zur schonenden Farb- und Tanninextraktion, anschließend Pressung von Hand in der Korbpresse. Reife über 18 Monate in kleinen 300-Liter-Fässern aus französischer und amerikanischer Eiche, davon rund 30–40 % neu – für Komplexität und Struktur, ohne die Frucht zu dominieren. Auf dem Gut vinifiziert und abgefüllt, ungeschönt und ungefiltert.

Im Glas

Fast blickdichte kirschschwarze Farbe mit leichten Purpurreflexen und beeindruckenden „Kirchenfenstern" im Glas. In der Nase sehr kräftig nach dunklen Beeren, etwas Mokka und Kakao, recht jung wirkend – was sich mit etwas Geduld und dem richtigen Glas gibt. Am Gaumen eine Mischung aus reifer Schlehe, Brombeere und Zwetschge, dann Tabak, Kakao, Mokka, leichte Röstnoten, würzig und mit schön eingebundenem Barrique. Langer, komplexer Abgang mit dezenten rauchigen Noten und Süßholz. Erstaunlich das unaufdringliche, elegante Tanningerüst, das diesen Wein zu einem Klassiker-Shiraz heranreifen lassen wird.

Erstaunlich das unaufdringliche, elegante Tanningerüst, das diesen Wein zu einem Klassiker-Shiraz heranreifen lassen wird.

(Verkostungsnotiz: Christina Mordhorst.) Mit großem Reifepotenzial; profitiert deutlich vom Dekantieren und dem richtigen Glas. Bei 16–18 °C servieren.

Am Tisch

Zu kräftigem rotem Fleisch und Steak vom Grill, zu Wild und Schmorgerichten, zu würzigen BBQ-Spezialitäten sowie zu gereiftem Hartkäse.


Lage: Langhorne Creek (South Australia, Australien); Borrett-Vineyard, „20 Rows"-Block (gepflanzt 1962), Bremer-River-Flutebene, tiefer alluvialer Lehm, wurzelecht
Klassifikation: Langhorne Creek, Shiraz (Reserve), trocken
Ausbau: 100 % Shiraz; Handlese, Gärung in offenen Bottichen mit Handstampfen, Korbpresse, 18 Monate 300-l-Barrique (franz./amerik., ~30–40 % neu); ungeschönt, ungefiltert

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Rebsorten

Metzger Riesling Liter

Weißwein · Riesling · Pfalz · 1 Liter

Metzger Riesling ist der trockene Pfälzer Riesling für jeden Tag vom Weingut Metzger – hier in der 1-Liter-Flasche. In der Nase reife Melone und Pfirsich mit leicht nussigen Anklängen. Im Mund von trockenem Charakter, mit viel Zitrus im Nachhall.


Pfalz

Das Weingut Metzger liegt in der Pfalz im Südwesten Deutschlands, einer der besten Riesling-Regionen. Das Klima bringt fruchtbetonte, frische Rieslinge hervor – Grundlage für diesen unkomplizierten Alltagswein.

Rebsorte und Ausbau

Der Wein besteht aus Riesling. Er wird trocken und fruchtbetont ausgebaut, was die klare Zitrus- und Steinobstaromatik in den Vordergrund stellt.

Im Glas

Helles Strohgelb. In der Nase reife Melone und Pfirsich mit leicht nussigen Anklängen. Am Gaumen von trockenem Charakter, mit viel Zitrus im Nachhall. Frisch und klar, mit saftigem Abgang.

Am Tisch

Gut gekühlt bei 9–11 °C servieren, als Apéritif oder als Speisenbegleiter.

Klassische Begleitung: Fisch, Meeresfrüchte, Geflügel, Salate und leichte Gerichte.


Lage: Pfalz (Deutschland)
Klassifikation: Pfalz – Weißwein (Riesling), trocken
Ausbau: Riesling, fruchtbetont; 1,0 l

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