Kokotxa – Donostia-San Sebastián – Spanien

Tourist unter Touristen

Die Jahre ziehen ins Land, und obwohl es immer wieder einmal in Erwägung gezogen wurde, einmal in dem Restaurant Kokotxo in Donostia-San Sebastián zu essen, wurde der Gedanke im nächsten Moment auch schon wieder verworfen. Es gibt in dieser Stadt einfach zu viele Alternativen, neue Hotspots und Lieblinge, die spontan für ein Mahl vorgezogen wurden. Aber dann passte es doch noch einmal wieder und es ging eines Mittwoch Abends in die Altstadt in das Restaurant Kokotxa von Küchenchef Dani López, welcher unlängst auch ein neues Restaurant Projekt in Japan eröffnet hat.

Inzwischen ist das Interieur hier modernisiert, entspricht aber immer noch einem schnörkellosen und eleganten Design. Genau wie das Service Team, das zudem militärisch gedrillt, unheimlich flott und extrem auf zack war. Es spulte seine ganze Perfektion wie eine Schweizer Präzisionsuhr einfach ab. Das ist auf der einen Seite natürlich löblich, vermittelt allerdings im Gegenzug dem Gast eine gekünstelte Atmosphäre. Spontanität und Heimeligkeit gehen dadurch verloren und der Begriff der Gastfreundschaft verkommt zu einer seelenlosen Nummer. Dass im Restaurant Kokotxa an diesem Abend auch nur Touristen unterwegs waren, verstärkt dieses Gefühl natürlich noch ein bisschen mehr.

Darüber darf man sich als Fremder natürlich nicht beschweren, ein wenig Unbehagen bleibt gleichwohl im Nacken sitzen. Da hilft ohne Frage die hier sehr gut bestückte und extrem fair bepreiste Weinkarte weiter. Flugs einen guten Meursault aus dem Burgund gewählt, das Marktmenü bestellt und schon kann die kulinarische Traumreise mit Kreationen von Dani López beginnen.

Und das, was hier kredenzt wird, ist nach wie vor einen Besuch wert. Frische, klare und ehrliche Kompositionen mit fantastischen Zutaten und einer mediterranen und zeitgemässen Art kommen hier spielerisch auf die Teller. Der nächste Besuch wird sicher nicht mehr so lange dauern, auch wenn es wieder nur als Tourist sein wird.

Tomaten-Chili Süppchen.
Miesmuscheln mit Blumenkohl.
Lachsforelle auf einem flüssigen Salat und Algen.
Ravioli mit Schweinefuss gefüllt, geräucherter Topinambur und Eigelb.
Artischocke, Sardine, Sesam und Süßkartoffeln.
Seehecht, Knollen Sellerie und Saubohnen.
Stück von der alten Kuh, Armer Ritter von der Piquillo Paprika und Spinat.
Erdbeeren und Joghurt.
Schokolade, Kastanie, Schafskäse-Eis.
Petit fours.

Kokotxa, Calle del Campanario, 11 E-20003 Donostia-San Sebastián, Telefon: +34943421904, www.restaurantekokotxa.com

  • Punkte
95

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Weine

Vouette & Sorbée Blanc d’Argile Brut Nature BIO

Champagner · Côte des Bar · Chardonnay (Blanc de Blancs)

100 % Chardonnay Blanc d'Argile · Brut Nature ohne Dosage Côte des Bar · Aube Vouette & Sorbée (Gautherot) Kimmeridgium · Ton & Kalk biodynamisch · Demeter Basis R20 (2020)

Der Vouette & Sorbée Blanc d'Argile Brut Nature (R20) ist ein reinsortiger Chardonnay aus biodynamischem Anbau in Buxières-sur-Arce an der Côte des Bar. Spontan vergoren, im gebrauchten Holz ausgebaut und ohne Dosage abgefüllt, zeigt er sich kompromisslos puristisch und präzise – ein Champagner von großer Reinheit und Ausdruckskraft.


Vouette & Sorbée – Kimmeridgium an der Côte des Bar

Seit der Champagnerwinzer Bertrand Gautherot, der bei Anselme Selosse gelernt hat, die Weinberge von seinem Vater übernommen hat, vermarktet er seine Champagner selbst. Sein rund fünf Hektar großes, seit 1998 biodynamisch (Demeter) bewirtschaftetes Gut in Buxières-sur-Arce zählt zu den Stars der Winzerchampagner-Szene.

Die Reben des Blanc d'Argile wachsen auf ton- und kalkhaltigen Kimmeridgium-Böden – demselben Muschelkalk-Mergel, der auch das nahe Chablis prägt. Dieser Untergrund verleiht dem Champagner seine feine Kreidigkeit und salzige Spannung. „Argile" ist das französische Wort für Ton und benennt damit direkt das Terroir dieser Cuvée.

Basis R20 – Côte des Bar

Gautherot deklariert seine Champagner nicht als Jahrgang, vermerkt aber Basisjahr und Dégorgement auf dem Etikett: „R20" steht für den Basisjahrgang 2020. Das kühle, klar strukturierte Profil dieses Jahrgangs unterstreicht die puristische, mineralische Ausrichtung der Cuvée.

Herstellung und Ausbau

Reinsortiger Chardonnay (Blanc de Blancs), Brut Nature (ohne Dosage); Basis R20 (2020).

Der Most wird spontan mit den eigenen Hefen vergoren und im gebrauchten Holzfass ausgebaut; die malolaktische Gärung läuft natürlich ab. Bis zur Füllung wird auf Schwefel weitgehend verzichtet, und der Champagner wird gänzlich ohne Dosage abgefüllt. Diese kompromisslos natürliche, handwerkliche Machart aus biodynamischem Anbau (Demeter) stellt das Terroir in den Vordergrund – ohne jede kosmetische Korrektur.

Im Glas

In der Nase feine Zitrusnoten, grüner Apfel, weißer Pfirsich und Anklänge von nassem Kalkstein. Am Gaumen straff, klar und energiegeladen, mit vibrierender Mineralität und langem, kühlem Nachhall. Ein Champagner von großer Reinheit und Ausdruckskraft – charaktervoll, tief und unverfälscht.

Zitrus, grüner Apfel und weißer Pfirsich über nassem Kalkstein – straff, klar und energiegeladen, mit vibrierender Mineralität und langem, kühlem Nachhall.

Nicht zu kalt servieren (10–12 °C), damit sich die Tiefe voll entfaltet.

Am Tisch

Als kompromissloser Aperitif, zu Austern und Meeresfrüchten, zu edlem Fisch und Sushi sowie zu jungem Comté und anderen mild-nussigen Hartkäsen.


Lage: Buxières-sur-Arce, Côte des Bar (Aube, Champagne); ton- und kalkhaltige Kimmeridgium-Böden
Klassifikation: Champagne AOC; Blanc de Blancs, 100 % Chardonnay; Brut Nature (ohne Dosage); Basis R20 (2020)
Ausbau: Spontangärung, Ausbau im gebrauchten Holzfass, natürliche Malo, ohne Dosage, schwefelarm; biodynamisch (Demeter), FR-BIO-01

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Rebsorten

Caldora Sangiovese Terre di Chieti

Rotwein · Sangiovese · Abruzzen · Italien

Caldora Sangiovese ist ein süffiger, trockener Rotwein der Fantini Group aus den Abruzzen. Reinsortiger Sangiovese aus den Terre di Chieti – mit klarer, süßer Kirschfrucht, rund, weich und harmonisch.


Terre di Chieti

Die Trauben stammen aus den Terre di Chieti in den Abruzzen. Hinter dem Wein steht Fantini by Farnese, einer der bekanntesten Erzeuger Süditaliens; das warme, mediterrane Klima bringt reife, fruchtbetonte Weine hervor.

Rebsorte und Ausbau

Reinsortiger Sangiovese. Der Ausbau im Edelstahltank bewahrt die saftige, klare Kirschfrucht und die weiche, harmonische Art. Ein unkomplizierter, süffiger Alltagswein.

Im Glas

Rubinrot. In der Nase klare, süße Kirschfrucht. Am Gaumen rund, weich und harmonisch, saftig und süffig, mit molligem, warmem Abgang.

Am Tisch

Bei 16–18 °C servieren. Ein unkomplizierter, fruchtbetonter Begleiter zur italienischen Küche.

Klassische Begleitung: Pizza, Pasta mit Tomatensauce, Antipasti und Hartkäse.


Lage: Abruzzen (Italien)
Klassifikation: Terre di Chieti IGT – Rotwein (trocken)
Ausbau: Edelstahltank

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Spanien

Mar y Luna Sauvignon Blanc & Verdejo

Weißwein · Sauvignon Blanc & Verdejo · Spanien

Mar y Luna Sauvignon Blanc & Verdejo ist ein moderner spanischer Weißwein – eine Cuvée aus Verdejo und Sauvignon Blanc von Bodegas Campoameno. Eine vor fruchtiger Saftigkeit explodierende Aromabombe. Aufmachen, einschenken und spanische Lebensfreude im Glas genießen.


Spanien

Verdejo ist eine der prägenden weißen Rebsorten Spaniens, vor allem in Kastilien. In Kombination mit Sauvignon Blanc entsteht ein frischer, aromatischer Weißwein. Bodegas Campoameno keltert daraus diese fruchtbetonte Cuvée.

Assemblage und Ausbau

Die Cuvée vereint Sauvignon Blanc und Verdejo. Der Ausbau erfolgt fruchtbetont, was das saftige, aromatische Fruchtsäurespiel in den Vordergrund stellt.

Im Glas

Helles Strohgelb. In der Nase und am Gaumen Pfirsich, Zitrusvariationen, etwas Stachelbeere und schwarze Johannisbeere. Sehr fruchtig und saftig, mit einem harmonischen Fruchtsäurespiel. Der Abgang ist frisch.

Am Tisch

Gut gekühlt bei 8–10 °C servieren, als Apéritif oder als Speisenbegleiter.

Klassische Begleitung: Fisch, Meeresfrüchte, Salate und Tapas.


Lage: Spanien (Kastilien)
Klassifikation: Weißwein-Cuvée (Spanien) – Sauvignon Blanc & Verdejo
Ausbau: Sauvignon Blanc/Verdejo, fruchtbetonter Ausbau

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Weine

Emmanuel Giboulot Rully 1er Cru La Pucelle 2023 BIO

Weißwein · Rully Premier Cru · Chardonnay

Chardonnay Rully · 1er Cru La Pucelle Côte Chalonnaise 2023 · Bio (FR-BIO-01) 18 Monate Feinhefe · gebrauchtes Holz

Der Rully 1er Cru La Pucelle 2023 von Emmanuel Giboulot ist ein biodynamischer Chardonnay aus der Côte Chalonnaise. Ungestüm und zugleich elegant, mit weißen Blüten, reifem Apfel, Zitrus und feinster Mineralität – getragen von cremiger Hefetextur und einem langen, salzigen Nachhall.


La Pucelle – Premier Cru in Rully

La Pucelle ist eine Premier-Cru-Lage von Rully in der Côte Chalonnaise. Die Parzelle ist nach Osten ausgerichtet und liegt gegenüber dem historischen Château de Rully. Die Reben wachsen auf klassischen Ton-Kalkstein-Böden mit kiesigem Untergrund, die dem Chardonnay Struktur, Spannung und Mineralität geben.

Emmanuel Giboulot arbeitet seit vielen Jahren konsequent biologisch und biodynamisch und gehört zu den Pionieren dieser Arbeitsweise im Burgund. Terroir, eine intakte ökologische Umgebung und unverfälschte Weine sind seine Maxime (FR-BIO-01).

Jahrgang 2023 – Côte Chalonnaise

Auf einen milden Winter folgte ein kühl-feuchtes Frühjahr; ab Mitte Mai wurde es trockener und wärmer. Eine Hitzewelle im August konzentrierte die Aromen, Niederschläge Mitte September brachten Frische und Balance zurück.

Für die weißen Burgunder steht 2023 für reife, aromatische Frucht bei klarer Säure – die Grundlage für die mineralische Spannung dieses Rully.

Assemblage und Ausbau

Reinsortiger Chardonnay aus dem Jahrgang 2023, biodynamisch (FR-BIO-01). Im Keller wird mit großer Zurückhaltung gearbeitet: Die ganzen Trauben werden schonend gepresst, der Most rund 24 Stunden kalt geklärt.

Die Gärung erfolgt in gebrauchten Eichenfässern, sodass das Holz Struktur gibt, ohne die Aromen zu überdecken. Anschließend reift der Wein 18 Monate auf der Feinhefe – das gibt zusätzliche Tiefe und Textur.

Im Glas

Ein ungestümer, eleganter Chardonnay mit weißen Blüten, reifem Apfel, Zitrus und feinster Mineralität, begleitet von subtiler Würze und cremiger Textur aus dem Hefekontakt. Am Gaumen verbinden sich Frische und burgundische Finesse mit einem langen, salzigen Nachhall. Der Wein braucht viel Luft, wird dann fester und bringt viel Frucht und Klasse.

Weiße Blüten, reifer Apfel und feinste Mineralität über cremiger Hefetextur – unaufdringlich, unspektakulär spektakulär.

Vor dem Genuss großzügig belüften; jung schon zugänglich, über einige Jahre gut lagerfähig. Bei 11–13 °C servieren.

Am Tisch

Fisch und Meeresfrüchte, Geflügel in heller Sauce, feine Gemüseküche und Ziegenkäse. Die salzige Mineralität und Frische machen ihn vielseitig am Tisch.


Lage: La Pucelle (1er Cru), Rully (Côte Chalonnaise); Ton-Kalk mit kiesigem Untergrund, Ostlage gegenüber Château de Rully
Klassifikation: Rully Premier Cru; Bio (FR-BIO-01), biodynamisch
Ausbau: Chardonnay; Ganztraubenpressung, gebrauchtes Eichenfass, 18 Monate Feinhefe

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Spanien

Luis Canas Reserva Seleccion de la Familia 2019

Rotwein · Rioja · Spanien

Der Luis Cañas Reserva Selección de la Familia ist ein traditionell ausgebauter Rioja-Rotwein aus bestem Traubenmaterial von über 40 Jahre alten Reben. Die Cuvée besteht hauptsächlich aus Tempranillo mit weiteren roten Sorten und reift 20 Monate in neuen Barriques aus amerikanischer und französischer Eiche, gefolgt von bis zu 18 Monaten Flaschenreife. Dunkelviolett im Glas, kraftvoll und tief, mit dunkler Kirsche, Beeren und süßer Würze.


Rioja Alavesa – Villabuena de Álava

Die Bodega Luis Cañas hat ihren Sitz in Villabuena de Álava in der Rioja Alavesa, am Fuße der Sierra de Cantabria. Für die Selección de la Familia werden Trauben alter Reben mit über 40 Jahren verwendet, die auf kalkhaltig-tonigen Böden wachsen. Das Klima der Rioja Alavesa verbindet atlantische und mediterrane Einflüsse und sorgt für Reife und Frische zugleich.

Assemblage und Ausbau

Cuvée hauptsächlich aus Tempranillo mit weiteren roten Sorten, von über 40 Jahre alten Reben. Der Wein reift 20 Monate in neuen Barriques aus amerikanischer und französischer Eiche, gefolgt von bis zu 18 Monaten Flaschenreife. Enthält Sulfite.

Im Glas

Dunkles Violett. In der Nase dunkle Kirschen und Beeren, schwarzer Tee, dazu süße Gewürze, Kakao und dunkle Schokolade. Am Gaumen kraftvoll und intensiv fruchtig, mit dichter Struktur. Der Nachhall ist von balsamischen und ätherischen Noten bestimmt.

Am Tisch

Klassische Begleitung: rotes Fleisch, Lamm, Wild und Schmorgerichte, ebenso gereifter Hartkäse. Vor dem Servieren dekantieren. Serviertemperatur 16–18 °C.


Lage Villabuena de Álava, Rioja Alavesa (Spanien), kalkhaltig-tonige Böden, über 40 Jahre alte Reben
Klassifikation DOCa Rioja (Reserva)
Ausbau Cuvée Tempranillo u. a., 20 Monate in neuen Barriques (amerikanische und französische Eiche), bis zu 18 Monate Flaschenreife

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Frankreich

Rotem & Mounir Saouma Châteauneuf-du-Pape Magis blanc 2023

Weißwein · Châteauneuf-du-Pape · Grenache Blanc

Grenache-Blanc-Cuvée Magis blanc Châteauneuf-du-Pape Kalkstein · Bédarrides Rotem & Mounir Saouma neue 500-l-Fässer 2 Jahre auf der Hefe · Bâtonnage 2023

Der Rotem & Mounir Saouma Châteauneuf-du-Pape Magis blanc 2023 ist ein außergewöhnlicher Rhône-Weißwein, hauptsächlich aus Grenache Blanc, verfeinert durch kleine Anteile Clairette, Roussanne und Bourboulenc. Zwei Jahre auf der Hefe in neuen 500-Liter-Fässern gereift, ist er kraftvoll und geschmeidig zugleich – mit cremigem Schmelz und feiner, salziger Spannung.


Magis – weißes Châteauneuf von Kalkstein

Rotem und Mounir Saouma sind als Eigentümer des legendären Micro-Négoce Lucien Le Moine im Burgund weltberühmt. Als großer Weißwein-Erzeuger des Burgunds ließ sich Mounir Saouma von den Möglichkeiten der weißen Sorten Châteauneufs verzaubern – nur rund 6 % der Appellation sind Weißwein, und fast alles wird jung gefüllt. Der Magis geht den umgekehrten Weg.

Die Trauben stammen aus kalksteinreichen Lagen rund um Bédarrides. Der hohe, aktive Kalkanteil im Boden verleiht dem Wein seine unverwechselbare, salzig-mineralische Spannung, seine Frische und seine Länge – Eigenschaften, für die der Magis bereits mit großen weißen Burgundern verglichen wurde. „Magis" bedeutet „mehr, viel mehr" – Programm für einen Weißwein von außergewöhnlicher Tiefe.

Jahrgang 2023 – Châteauneuf-du-Pape

2023 war in der südlichen Rhône ein warmer, aber ausgewogener Jahrgang. Ein feuchtes Frühjahr mit gewissem Krankheitsdruck ging in einen heißen, trockenen Sommer über; die gesunde, vollreife Lese brachte großzügige, aromatische Weine hervor. Die besten Weißweine verbinden reife Frucht mit klarer Struktur und guter Frische – kraftvoll und zugleich präzise, mit gutem Reifepotenzial.

Assemblage und Ausbau

Cuvée hauptsächlich aus Grenache Blanc, verfeinert durch kleine Anteile Clairette, Roussanne und Bourboulenc, Jahrgang 2023, trocken.

Der Wein wurde in neuen 500-Liter-Fässern vergoren und reifte dort zwei Jahre auf der Hefe. Durch das regelmäßige Aufrühren (Bâtonnage) gewann er zusätzliche Tiefe, Textur und Komplexität. Diese lange Reife im Holz verleiht ihm Fülle und Charakter, ohne dabei seine Frische zu überdecken – ein burgundisch inspirierter Ausbau, wie ihn Mounir Saouma bei Lucien Le Moine perfektioniert hat.

Im Glas

Im Duft entfaltet sich ein intensives Aromenspiel von reifer Mandarine, Limettenschale und feinen orientalischen Gewürznoten, begleitet von Anklängen an Toffee, Vanille und geröstete Nüsse. Am Gaumen präsentiert sich der Magis kraftvoll und geschmeidig, mit cremigem Schmelz und feiner, salziger Spannung. Noten von Zitrusfrüchten, weißen Blüten und einer zarten Meeresbrise verleihen ihm Energie und Präzision. Das lange, mineralisch-frische Finale unterstreicht einmal mehr die Klasse dieses außergewöhnlichen Weißweins aus der Rhône.

Reife Mandarine, Limettenschale und orientalische Gewürze über Toffee und gerösteten Nüssen – kraftvoll und cremig, mit feiner, salziger Spannung und langem, mineralischem Finale.

Verfügt über großartiges Reifepotenzial; jung wie gereift ein Genuss. Bei 11–13 °C servieren.

Am Tisch

Zu edlem Fisch und Krustentieren, zu Geflügel und Kalb in heller Sahnesauce, zu cremigen Pasta- und Risottogerichten sowie zu würziger asiatischer Küche und gereiftem Hartkäse.


Lage: kalksteinreiche Lagen um Bédarrides, Châteauneuf-du-Pape (südliche Rhône, Frankreich); hoher aktiver Kalkanteil
Klassifikation: AOC Châteauneuf-du-Pape (blanc); Cuvée hauptsächlich Grenache Blanc mit Clairette, Roussanne, Bourboulenc (trocken)
Ausbau: Gärung und zwei Jahre auf der Hefe in neuen 500-l-Fässern mit Bâtonnage; ohne Abstich, minimaler Schwefel

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Länder/Regionen

Bessin Chablis La Foret 1er Cru 2022

Weißwein · Chablis Premier Cru · Chardonnay

Chardonnay La Forêt · 1er Cru 2022 linkes Serein-Ufer 15–18 Monate Feinhefe

Der Chablis La Forêt 1er Cru 2022 der Domaine Bessin-Tremblay stammt von einer Premier-Cru-Lage am linken Ufer des Serein. Ein fast schon opulenter Chardonnay mit reifer Frucht und ausdrucksstarker Mineralität. Der warme Jahrgang 2022 gibt ihm Substanz, ohne die kühle, kalkige Linie zu verlieren.


La Forêt – Premier Cru am linken Ufer des Serein

La Forêt (Les Forêts) ist ein Premier-Cru-Klima auf der linken, südwestlich orientierten Seite des Serein und gehört zum Verbund der Lage Montmains. Die Reben stehen auf kimmeridgischem Untergrund aus Kalkmergel und hartem Kalkstein, in überwiegend südöstlicher Exposition.

Prägend ist die fossilreiche Mergelformation des Kimmeridgium: eingelagerte Austernschalen liefern den hohen Kalkanteil, der die salzig-mineralische Linie und die Feuerstein-Note des Weins trägt. La Forêt gilt innerhalb von Montmains als besonders fein und straff gezeichnet.

Die Domaine Bessin-Tremblay – 1992 von Jean-Claude Bessin und Evelyne Tremblay übernommen, heute mit Sohn Romain geführt – bewirtschaftet rund 12 Hektar in Chablis und zählt im Stilbild der rive gauche zur Spitzengruppe neben Häusern wie Dauvissat und Raveneau.

Jahrgang 2022 – Chablis

2022 war eines der wärmsten, trockensten und sonnenreichsten Jahre seit Beginn der Aufzeichnungen im Burgund. Ein milder Winter brachte einen frühen Austrieb, Aprilfröste richteten nur begrenzten Schaden an. Geringe Frühjahrsniederschläge wurden durch einen regenreichen Juni aufgefangen, der die Wasserreserven für den warmen, trockenen Sommer auffüllte.

Die Lese begann sehr früh, schon im August. Für Chablis steht 2022 für einen gesunden Jahrgang mit reifer Frucht, gutem Zucker-Säure-Verhältnis und stabilen Erträgen – Weißweine mit Tiefe, Frische und Energie trotz der Wärme.

Assemblage und Ausbau

Reinsortiger Chardonnay aus dem Jahrgang 2022. Handlese mit Selektion innerhalb eines knappen Lesefensters, um die optimale Reife zu treffen.

Sanfte pneumatische Pressung, Spontangärung mit weinbergseigenen Hefen in thermoregulierten, emaillierten Tanks. Ausbau 15–18 Monate auf der Feinhefe mit höchstens 10% neuem Holz, bei Bedarf leichte Schönung und Filtration. Die Weinberge werden naturnah nach Lutte raisonnée bewirtschaftet.

Im Glas

In der Nase weiße und gelbe Früchte, vor allem Honig und Marille. Am Gaumen ausdrucksstarke Mineralität mit klaren Feuerstein-Anklängen, elegant und mit mundfüllendem, salzigem Abgang.

Ein fast opulenter Chablis: Honig und Marille über einer kalkigen Mineralität mit deutlicher Feuerstein-Note.

Jung schon zugänglich, gewinnt der Wein über zwei bis vier Jahre an Tiefe. Im Glas öffnet er sich nach kurzer Belüftung; bei 10–12 °C servieren.

Am Tisch

Austern und Meeresfrüchte, gegrillte Jakobsmuscheln, Steinbutt oder Saibling, Geflügel in heller Sauce, junger Comté oder Chaource. Die salzige Säure trägt auch buttrige Zubereitungen.


Lage: La Forêt (Les Forêts), Montmains, linkes Serein-Ufer; Kimmeridgium (Kalkmergel)
Klassifikation: Chablis Premier Cru
Ausbau: 15–18 Monate auf Feinhefe, max. 10% neues Holz; naturnah, Lutte raisonnée

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Weine

Abel Mendoza Risueño rosado 2022

Rosé · Rioja · Spanien

45 % Graciano · 25 % Garnacha · 30 % Garnacha Blanca D.O.Ca. Rioja San Vicente de la Sonsierra & Labastida ohne Holz trocken 

Der Abel Mendoza Risueño Rosado 2022 ist der Rosé von Abel Mendoza und Maite Fernández aus der Rioja, geprägt von alten Weinbergen nahe San Vicente de la Sonsierra. Die Cuvée vereint Graciano, Garnacha und Garnacha Blanca von tonig-kalkhaltigen Parzellen in San Vicente de la Sonsierra und Labastida. Vergoren wird im Edelstahltank mit nur kurzer Maischestandzeit für die Farbe, ganz ohne Holz. Frisch und würzig, mit reicher Frucht und feiner Struktur – ein Rosado, der auch ein paar Jahre reifen darf. 


San Vicente de la Sonsierra & Labastida – Rioja Alta

Die Reben für den Risueño stehen in den Gemeinden San Vicente de la Sonsierra und Labastida, am Fuße der Sierra de Cantabria in der Rioja Alta. Die Trauben stammen von alten Parzellen mit stark tonig-kalkhaltigen Böden. Abel Mendoza und Maite Fernández lesen von Hand und bringen mit ihrem Wissen den Charakter dieser Lagen zum Ausdruck.

Assemblage und Ausbau

Die Cuvée 2022 besteht aus 45 % Graciano, 25 % Garnacha und 30 % Garnacha Blanca – rote und weiße Trauben gemeinsam verarbeitet. Der Most vergärt im Edelstahltank, mit nur kurzer Schalenstandzeit zur Extraktion der Farbe. Bis zum folgenden Frühjahr ruht der Wein auf der Feinhefe im Stahltank, bevor er gefüllt wird. Ohne Eichenholzausbau, was die klare, fruchtige Note unterstreicht. 

Im Glas

Frisch und würzig im Auftritt. In Nase und Mund reiche Frucht – Himbeere, Walderdbeere und Pfirsich –, ergänzt durch florale Noten und getrocknete Kräuter, die von der Garnacha Blanca stammen. Eine zarte süße Note leitet über in eine feine Struktur mit eleganten Tanninen. Die Säure ist straff und verbindend, der Abgang lang.

Am Tisch

Klassische Begleitung: mediterrane Vorspeisen, gegrillter Fisch, Geflügel, Tapas und sommerliche Salate. Auch zu leicht würziger Küche ein guter Partner. Gut gekühlt servieren bei 10–12 °C. Schon trinkreif, mit der Substanz, um einige Jahre zu reifen.


Lage San Vicente de la Sonsierra & Labastida · Rioja Alta
Klassifikation D.O.Ca. Rioja
Ausbau Edelstahltank, kurze Maischestandzeit, ohne Holz

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