Weinbau in der DDR

Alkoholparadies DDR? w

Alkoholparadies DDR? Kommt auf die Definition an. Getrunken wurde jenseits des Eisernen Vorhangs jedenfalls deutlich mehr als im Westen – vor allem Unmengen Schnaps, den man aus sehr vielen verschiedenen Rohstoffen brennen kann, auch Bier nicht gerade wenig. Über die Gründe könnte man soziologische Abhandlungen verfassen, die aber dennoch immer bis zu einem gewissen Punkt spekulativ bleiben müssten. Stattdessen kann man Fakten betrachten. In unserem Fall sollen das aber nicht die planwirtschaftlich gelenkten Produktionsmengen der Kombinate und LPGs sein, die den „ganz alltäglichen Alkohol“ wie Radeberger und den „Blauen Würger“ in rauen Mengen herstellten. Sondern die der vielen kleinen Weinbauern zwischen Pirna und Bad Kösen. Denn Wein wurde im Osten genauso erzeugt wie im Westen, auch wenn der Konsum von durchschnittlich 12 Litern pro Person und Jahr nicht ansatzweise durch den eigenen Anbau gedeckt werden konnte. Die Geschichte vom Weinbau im Sozialismus ist dabei wie so häufig eine von Mangelwirtschaft und staatlicher Bevormundung, aber auch von viel Herzblut und großem Improvisationstalent.

Die Winzer aus der Bundesrepublik, die im Zuge der allgemeinen Goldgräberstimmung der direkten Nachwendezeit in die ehemalige DDR hinüberfuhren, um sich ein Bild davon zu machen, wie die potentielle Konkurrenz so aufgestellt war, werden sich wahrscheinlich nicht selten ein Schmunzeln verkniffen haben. Im Gebiet Saale-Unstrut wurde auf 800 Hektar Weinbau betrieben, in Dresden-Meißen, das in der Vermarktung mittlerweile unter Sachsen firmiert, auf lediglich 350 – wobei das nur einer von vielen Schätzwerten ist, die Angaben schwanken zwischen 200 und 400. Jedenfalls war es wenig, sehr wenig im Vergleich zum Westen: Rheinhessen kommt auf knapp 27000 Hektar, selbst das für westdeutsche Verhältnisse recht kleine Gebiet Mosel noch auf 8800. Dabei ist es nicht so, dass es auf dem Gebiet der „Zone“ keine Weinbautradition gegeben hätte. Im genussfreudigen Barock Augusts des Starken, der bei Banketten gern mal sieben Flaschen geleert haben soll, verfügte das reiche Sachsen noch über 6000 Hektar Rebfläche – ermöglicht durch württembergische Expertise, die den Terrassenweinbau an die Elbe brachte. Ende des 19. Jahrhunderts dann kam der erste Einschnitt: der Rebbestand wurde durch die Reblausplage und den Mehltau arg dezimiert. Die beiden Weltkriege samt zwischenzeitiger Weltwirtschaftskrise taten ihr Übriges, die Weingärten brachliegen zu lassen. Und in der unmittelbaren Nachkriegszeit waren landwirtschaftliche Flächen kostbar, sodass die politische Führung in den 50ern verordnete, Getreide und Kartoffeln statt Wein anzubauen.

Ausgerechnet eine Gründung aus der NS-Zeit ist wohl der Grund dafür, dass in den 50er Jahren die Tradition schrittweise wieder aufgenommen werden konnte. So hatten die Nazis klug erkannt, dass es sich auf kommerzieller Ebene kaum lohnte, die meist sehr kleinen und oft auch noch an Steillagen befindlichen Parzellen zu bewirtschaften. Also gründete man die Sächsische Winzergenossenschaft, in der hauptsächlich Kleinstwinzer und solche, für die der Weinbau eher ein Freizeitvergnügen darstellte. Diese änderte später in der DDR zwar ihren Namen in „Vereinigung der gegenseitigen Bauernhilfe“ und wurde verstaatlicht, die Struktur ihrer Mitglieder jedoch blieb bestehen. Und auch die auf den ersten Blick nicht unattraktiven Rahmenbedingungen: die Pacht für einen Quadratmeter kosteten selbst in bester Lage kaum mehr als 10 Pfennig, meist eher deutlich weniger – pro Jahr. Dann aber begannen schon die Schwierigkeiten: mal fehlte es an Unterlagsreben, dann an Draht, an Pfählen und Pressen. Und an Landmaschinen sowieso dauerhaft, weshalb die Arbeit im Weinberg ein ziemlicher Knochenjob und meist nur mithilfe von Familie und Freunden zu bewältigen war. Legendär und oft als Beispiel herausgestellt wird der chronische Mangel an säureresistentem Edelstahl für die Kellertechnik. Also goss man herkömmliche Bottiche mit Glasemaille aus und griff für die Leitungen auf Jenaer Glas zurück – ironischerweise wäre das heutzutage gar nicht mehr finanzierbar. Aber selbst diese bescheidenen Möglichkeiten hatten oft nur die Großen, die den (öffentlichen) Markt dominierten wie etwa Rotkäppchen – heute Ostalgie-Marke schlechthin, damals eher notwendiges Übel.

Im gesamten Land gab es gerade einmal vier Kellereibetriebe, die ihrem Namen wirklich gerecht wurden und tatsächlich auf professionelle Weise Lesegut zu Most pressten. Trauben aus der DDR allein verschafften hier aber bei Weitem nicht die nötige Auslastung: größtenteils wurden Importe aus befreundeten sozialistischen Staaten wie Rumänien und Bulgarien, aber auch aus westlichen Ländern wie Italien und Spanien verarbeitet. Als Winzer war man verpflichtet, seinen Ertrag dort abzuliefern – er war ja Volkseigentum. Daher gab es streng genommen auch keinen privaten Weinbau in der DDR. Allerdings erhielt man quasi als Aufwandsentschädigung meist eine niedrige dreistellige Anzahl fertiger Flaschen für den „Eigenbedarf“. Und diese Flaschen musste man im nächsten Jahr – wohl der Grund dafür, dass uns nur wenige flüssige Zeitzeugen erhalten geblieben sind – auch zwecks Neubefüllung geleert zurückgeben. Die Korken allerdings nicht – es gab nämlich kaum welche, da die Korkeiche sich eben entschlossen hatte, nur in den Ländern des Klassenfeindes zu wachsen. Deshalb war der Wein – heute gölte das wohl als vorbildlich nachhaltig – meist mit Kronkorken verschlossen. Ähnlich simpel wie die Erzeugung waren konsequenterweise die staatlichen Vorgaben für die Deklaration. Es durfte die Rebsorte ausgewiesen werden, nicht aber eine bestimmte Qualitätsstufe. Auch Lagenbezeichnungen suchte man auf den Etiketten vergeblich, so hießen alle Winzererzeugnisse aus Sachsen schlicht „Elbtalwein“ – alles andere wäre aber auch irreführend gewesen, denn die Kellereien schmissen das Lesegut gedankenlos zusammen und kelterten meist nur einen einzigen Wein pro Rebsorte.

Die Rebsorten-Palette war jedoch erstaunlich breit und fand Einschränkungen eigentlich nur im kühlen Klima: Weiß- und Grauburgunder schätzte man ebenso wie Silvaner, Riesling oder Müller-Thurgau. Und mit dem Goldriesling, einer Kreuzung aus Riesling und Früher Malingre, existiert sogar eine echt sächsische Spezialität. Eine Behörde wie das Bundessortenamt im Westen gab es zwar, sie war allerdings mehr wissenschaftlich als regulierend tätig, betreute etwa die Rebenversuchsstation der DDR auf dem Radebeuler Krapenberg. Als Winzer musste man nichts anmelden und konnte pflanzen, was immer man wollte und wie man wollte. Überhaupt galt meist „learning by doing“, denn Weinbauschulen wie in Geisenheim oder Weinsberg existierten nicht, von Möglichkeiten, sich im Ausland etwas von den Herangehensweisen anderer Winzer abzuschauen, mal ganz abgesehen. Meist arbeitete man mit Spontanvergärung, denn für Reinzuchthefen fehlten die finanziellen Mittel – was wahrscheinlich auch eine Erklärung dafür ist, weshalb viele ostdeutsche 80er-Jahre-Weine, die man noch in muffigen Kellern findet, sich als erstaunlich langlebig und nach wie vor genießbar erweisen, während die konventionell erzeugten, meist pappig süßen BRD-Produkte aus dieser Zeit längst gekippt sind. Gut, möglicherweise hing das nicht minder mit der hohen Säure zusammen, die den DDR-Tropfen eigen war. So heißt es schon in einem Jenaer Studentenlied aus dem 19. Jahrhundert ironisch: „Und ein Wein wächst auf den Bergen / Und der Wein ist gar nicht schlecht / Tut er gleich die Strümpfe flicken / Und den Hals zusammendrücken / Ist er doch zur Bowle recht!“

Wer einen solchen Wein erwerben wollte – pro Jahr lag die Produktion irgendwo zwischen 10 und 15 Millionen Flaschen -, brauchte eine gehörige Portion Glück: der Ab-Hof-Verkauf war den Winzern verboten, auch und gerade an westdeutsche Touristen. Stattdessen mussten die Produktionsmengen an die entsprechenden Behörden in Berlin gemeldet werden, die daraufhin Anordnungen über die konkrete Verteilung traf. In den „normalen“ Filialen der Handelsorganisation und den Konsum-Märkten, die den größten Anteil an der täglichen Lebensmittelversorgung hatten, fanden sich diese Weine kaum. Man musste schon einen der feineren Delikat-Läden aufsuchen oder Gast in einem der großstädtischen Interhotels sein, um in den Genuss zu kommen, bedurfte also konkret einer dicken Geldbörse oder eines gewissen gesellschaftlichen Status. Oder man hatte eben Beziehungen – womit DDR-Wein ebenso wie andere knappe Güter den Stellenwert einer Zweitwährung bekam, die man gegen spezielle Gefallen und begehrte West-Produkte tauschen oder die Arbeit einer Behörde in einem persönlichen Anliegen beschleunigen konnte.

Er war durch seinen konsequent trockenen Ausbau, die filigrane Mineralik und vor allem die Sortenreinheit eben auch ganz anders als die verschnittene Importware aus Bulgarien, Rumänien und Ungarn, die bis auf wenige Ausnahmen nur zwei Extreme kannte: bis zum Gehtnichtmehr aufgezuckert oder sauer wie Essigsäure. Gute Weine von dort wurden zwecks Devisenbeschaffung größtenteils in den Westen exportiert. Ältere Ostdeutsche erschaudern regelmäßig beim Gedanken an Rosenthaler Kadarka, einen der meistverkauften Weine der DDR für sehr günstige 6,30 Mark. Oder haben sich ihren Geschmackssinn so nachhaltig verdorben, dass sie Verirrungen wie Schwarze Mädchentraube, Eselsmilch oder Erlauer Stierblut noch immer anhängen, die mit der Wende anders als die meisten Ost-Produkte keineswegs aus den Supermarktregalen verschwunden sind. Es ist im Nachhinein schwer zu sagen, ob die heimischen Tropfen damals tatsächlich mehrheitlich des Geschmacks wegen getrunken wurden oder doch eher aus einer Mischung aus Stolz über die eigene Leistung und Trotz gegenüber einem Staat, der nur vorher festgelegte Ernteziele erfüllt sehen wollte, sich um die Qualität aber nicht scherte. Auf jeden Fall gelangten gerade einmal fünf Prozent überhaupt außer Landes.

Die Winzer insbesondere an Saale-Unstrut hatten nicht nur mit den staatlichen Stellen ihren regelmäßigen Kampf auszufechten, sondern auch mit den klimatischen Verhältnissen. Denn die Weinberge hier reichen bis an Havel und Harz heran und liegen noch einmal deutlich weiter im Norden als das nördlichste Weinbaugebiet der damaligen Bundesrepublik, der südlich von Bonn beginnende Mittelrhein. Wird allgemein der 50. Breitengrad als jene Grenze betrachtet, oberhalb derer Rebenzucht sowohl geschmacklich als auch wirtschaftlich nicht mehr lohnenswert erscheint, lag die Region um Naumburg und Freyburg etwa auf Breitengrad 51,5. Und das musste sich natürlich irgendwann einmal rächen: im Winter 1986/87 sanken die Temperaturen auf bis zu minus 30 Grad, was eine Menge Rebstöcke nicht überlebten. Die ständige Mangelwirtschaft erwies sich an dieser Stelle jedoch als vorteilhaft: viele Weingärten waren, bedingt durch die fehlende Verfügbarkeit junger Reben am Markt, wie in alten Zeiten recht bunt gemischt bepflanzt – hin und wieder vielleicht mal zusätzlich belebt durch manches, was der Winzer von Reisen in andere Teile des Ostblocks so mitbrachte oder was von Kollegen aus dem Westen eingeschmuggelt wurde. Jedenfalls sicherte die aus der Not geborene Heterogenität der Pflanzen den Fortbestand des Weinbaus insgesamt.

Was auch der Staat versuchte, der zum Ende hin eine wahre Charmeoffensive fuhr: 1987 kürte man nach westlichem Vorbild eine Weinkönigin in Sachsen, lobte außerdem Preise für vorbildlich bewirtschaftete Weinberge aus und bot Fortbildungen an. Freilich, das ist bekannt, half das nichts mehr. Einige berühmte Ost-Weingüter haben die Wirren von Wende und Treuhand-Gemauschel dennoch überlebt: dem VEG Radebeul gelang die Transformation in das Weingut Schloss Wackerbarth, das heute mit einer Fläche von 90 Hektar auch bundesweit zu den Platzhirschen gehört und insbesondere mit seiner Sektproduktion Aufsehen erregt; dem VEG Naumburg als heutiges Landesweingut die ideelle Rückbesinnung auf 800 Jahre Rebenzucht durch die Mönche des Klosters Pforta. Woanders haben sich die alten Eigentümer ihren einstigen Besitz mühevoll zurückerobert: Schloss Proschwitz bei Meißen war lange Eigentum der Fürsten zur Lippe, wurde aber direkt nach dem Krieg durch die Sowjets enteignet. Die Herausforderungen waren dabei für alle relativ ähnlich: die Wirtschaftsgebäude waren in einem schlechten Zustand, die Trockenmauern aus Bruchstein, die den Terrassen Stabilität verliehen, bröckelten vor sich hin. Allerdings waren durch den jahrzehntelangen Investitionsstau auch viele historische Strukturen erhalten geblieben, die man im Westen gedankenlos im Zuge von Renovierungen und Flurbereinigungen weggerissen hatte. Und erfreulicherweise hat sich auch ein Charakteristikum der wirtschaftlichen Struktur im DDR-Weinbau erhalten: von den etwa 1800 Weinbauern, die heute die Böden am Elbufer bestellen, sind fast 95 Prozent noch immer Nebenerwerbs- und Hobbywinzer.

Dass Wein aus Ostdeutschland einen gewissen Raritäten-Status einnimmt, daran hat sich auch mehr als dreißig Jahre nach der Wiedervereinigung nichts geändert: aus Sachsen etwa stammen bis heute nur 0,5 Prozent der deutschen Gesamtproduktion. Auch in den renommierten VDP schaffen es nur wenige. Aber wenn, dann zeigt man wie Hey in Naumburg oder Zimmerling in Pillnitz eine unglaubliche Bandbreite von Muskateller und Gewürztraminer bis Spätburgunder und Zweigelt. Zeitweise sollte der Weißburgunder mal das Aushängeschild des ostdeutschen Weinbaus werden, gegen die Konkurrenz aus Baden und Co. kam man jedoch nicht an. Aber die Stärke von Sachsen und Saale-Unstrut liegt eben nicht so sehr in herausragenden Einzelleistungen, sondern in der staunenswerten Vielfalt der Rebsorten und der optimistischen Macher-Mentalität der Winzer. Auch wenn einige Kollegen aus dem Westen das als hemdsärmelig bezeichnen würden, insgeheim sind nicht wenige neidisch auf die Dynamik zweier Gebiete, in denen seit der Wende fast 80 neue Weingüter entstanden sind. Blühende Landschaften? Im Weinbau ist es tatsächlich Realität geworden. Text: Dario Sellmeier

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Rebsorten

Pichler-Krutzler Grüner Veltliner Rothenhof Alte Reben 2021

Weißwein · Wachau DAC · Grüner Veltliner

Grüner Veltliner Wachau DAC · Ried Rothenhof Unterloiben Pflanzung 1940 2021 trocken

Der Pichler-Krutzler Grüner Veltliner Rothenhof Alte Reben 2021 stammt von Reben aus dem Jahr 1940 in der Ried Rothenhof bei Unterloiben, am östlichsten Rand der Wachau. 2021 ist der erste Jahrgang dieses Weins. Elisabeth Pichler-Krutzler und Erich Krutzler zeigen hier einen dichten, straffen Veltliner, dessen Kraft aus dem Alter der Stöcke kommt und dessen Spannung aus einem kühlen Wachauer Herbst.


Ried Rothenhof – Grenzlage am Fuß des Pfaffenbergs

Die Ried Rothenhof liegt bei Unterloiben und trägt den Namen eines kleinen Weilers, der die Wachau zum benachbarten Kremstal hin abschließt. Sie umfasst 5,35 Hektar auf 199 bis 256 Metern Seehöhe, ausgerichtet nach Südwest bis Süd. Die Hangneigung beträgt im Mittel 21 %, an der steilsten Stelle 81 %. Die Weingärten sind nur teilweise terrassiert. Urkundlich erwähnt ist die Lage erstmals 1756.

Die Nähe zum Strom prägt das Mikroklima: Die Rebzeilen enden rund 68 Meter vor der Donau, die tagsüber Wärme speichert und nachts kühle Luft durch das Tal führt. Pro Jahr fallen hier rund 2.206 Sonnenstunden an. Für die Bewirtschaftung der gesamten Riede werden etwa 2.400 Arbeitsstunden veranschlagt.

Pichler-Krutzlers Parzelle liegt im unteren Teil der Lage, am Fuß des Pfaffenbergs und angrenzend an die Ried Mühlpoint. Anders als die kargen Gneis- und Glimmerschieferböden des Pfaffenbergs darüber stehen die 1940 gepflanzten Veltliner hier auf tiefgründigem Löss mit Schotteranteil. Diese Böden speichern Wasser und geben dem Wein Fülle, während die Wurzeln der über 80 Jahre alten Reben tief genug reichen, um auch in trockenen Phasen gleichmäßig zu versorgen.

Jahrgang 2021 – Wachau

Das Wachauer Weinjahr 2021 begann mit einem ungewöhnlich späten Austrieb, dem eine trockene Phase bis Anfang Juli folgte. Die Blüte setzte österreichweit erst Mitte Juni ein. Im Juli und August regnete es häufig, dazu kamen Hagelschläge in Rossatz und in Dürnstein/Loiben – also genau im Umfeld des Rothenhofs. In den getroffenen Weingärten fielen die Mengeneinbußen erheblich aus, die Reife verzögerte sich. Die verletzten Beeren trockneten jedoch vollständig ab.

Ein sonniger, trockener Herbst mit kühlen Nächten brachte ideale Lesebedingungen. Über die gesamte Wachau lag die Erntemenge im langjährigen Durchschnitt. Die langsame Reife ergab gesunde Trauben mit klarer Aromatik und fester Säure. 2021 steht in der Wachau für präzise, elegante Weine mit Struktur und langem Reifepotenzial.

Alte Reben und Ausbau

Reinsortiger Grüner Veltliner aus dem Jahrgang 2021, von Reben der Pflanzung 1940. Das Weingut liest ausschließlich von Hand und selektiert bereits im Weingarten.

Der Wein reift auf der Feinhefe. Das gibt ihm Schmelz, ohne die Spannung des Jahrgangs zu überdecken, und bindet die Dichte der alten Reben in eine straffe Struktur ein. Er ist trocken durchgegoren.

Im Glas

Grüngelb mit silbrigen Reflexen. In der Nase Birne und Zitrusschale, dazu Wiesenkräuter und der typische weiße Pfeffer des Veltliners. Am Gaumen dicht und kompakt, mit einer vom Löss getragenen Fülle, die von der kühlen Säure des Jahrgangs gestrafft wird. Salzige Noten ziehen sich bis in den langen Abgang.

Reben aus dem Jahr 1940 auf Löss am Fuß des Pfaffenbergs: Fülle vom Boden, Spannung vom kühlen Wachauer Herbst 2021.

Jetzt bereits zugänglich, gewinnt mit einigen Jahren Flaschenreife an Tiefe. Eine halbe Stunde Luft öffnet die Aromatik. Bei 10–12 °C servieren.

Am Tisch

Wiener Schnitzel, Backhendl und gebratenes Geflügel, Zander oder Saibling aus der Pfanne, Spargel und Gemüsegerichte mit Kräutern sowie mild-würzige asiatische Küche.


Produzent Weingut Pichler-Krutzler, Oberloiben (Dürnstein)
Rebsorte Grüner Veltliner
Lage Ried Rothenhof, Unterloiben, Wachau · 5,35 ha · 199–256 m · Südwest bis Süd · Hangneigung Ø 21 %, max. 81 % · Löss mit Schotter am Hangfuß
Klassifikation Wachau DAC · Riedenwein · trocken
Jahrgang 2021
Vinifikation Handlese · Selektion im Weingarten
Ausbau auf der Feinhefe
Rebenalter Pflanzung 1940
Erster Jahrgang 2021

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Länder/Regionen

Surrau Limizzani Vermentino di Gallura

Wein · Weißwein · Gallura · Sardinien

Surrau Limizzani Vermentino di Gallura DOCG ist ein reinsortiger Vermentino aus Nordsardinien. Goldgelb mit grünlichen Reflexen, in der Nase intensiv und floral nach Lindenblüten; am Gaumen saftig und fruchtig mit Honig- und Mandelnoten.


Gallura / Sardinien

Das Weingut Vigne Surrau der Familie Demuro liegt im Surrau-Tal bei Arzachena in der Gallura, im Norden Sardiniens nahe der Costa Smeralda. Die granitgeprägten Böden und der Mistral-Wind formen den unverwechselbaren Charakter des Vermentino – Gallura ist Sardiniens einzige DOCG. Der Name „Limizzani" verweist auf einen mystischen Ort der antiken Mittelmeerkulturen der Region.

Rebsorte und Ausbau

Reinsortig aus Vermentino, von Lagen über das gesamte Gut. Nach schonender Pressung erfolgt die Gärung im Edelstahltank bei kontrollierter Temperatur; anschließend reift der Wein mehrere Monate auf der Feinhefe, bevor er gefüllt wird. Trocken ausgebaut.

Im Glas

Goldgelb mit grünlichen Reflexen. In der Nase intensive, florale Aromen nach Lindenblüten und Blüten. Im Geschmack saftig und fruchtig mit Honig- und Mandelnoten, getragen von feiner Säure. Mineralischer und frischer Abgang mit guter Länge.

Am Tisch

Gut gekühlt bei 8–10 °C servieren – ein idealer Begleiter der mediterranen Küche.

Passt zu: Meeresfrüchten, Fisch, Calamari, Pasta mit Fisch und sardischen Vorspeisen.


Lage: Gallura, Arzachena (Sardinien, Italien)
Klassifikation: Vermentino di Gallura DOCG – 100 % Vermentino, trocken
Ausbau: Edelstahltank, mehrere Monate Reife auf der Feinhefe

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Schaumweine

Egly-Ouriet Rosé Grand Cru Extra Brut

Der Egly-Ouriet Rosé Grand Cru Extra Brut ist ein Rosé für den Esstisch: 70 % Pinot Noir, 30 % Chardonnay, fast alles aus Ambonnay. Seine Farbe bekommt er von etwas stillem Rotwein vom eigenen Gut, nicht von langer Maischestandzeit.

Im Glas

Feine Perlen und ein klarer Duft nach Cranberry und Johannisbeere, dazu Mandarinenschale und ein Hauch Brioche. Am Gaumen eher schlank als üppig, mit straffer Säure, weil Egly auf den biologischen Säureabbau verzichtet. Die Kreide bringt Salz. Lang, präzise und trocken.

Mach was draus

Entenbrust mit Kirschen, Taube, Kalbsfilet in heller Rahmsoße oder ein kräftiger Ziegenkäse. Auch ein feiner Fischgang passt. Als Aperitif macht er sich gut, richtig glänzt er aber beim Essen. Genau der Champagner für ein Dinner zu zweit oder den Abend, an dem du zeigen willst, was Rosé-Champagner kann. Servier ihn bei 8 bis 10 °C im Weißweinglas.

Janus FenskeJanus empfiehlt

„Am schönsten ist er ein, zwei Jahre nach dem Degorgieren. Dann ist die Frucht offen und die Säure gut eingebunden.“

Mehr über Janus, unseren Sommelier

Kurz gefragt

Wie wird dieser Champagner rosa? Durch Verschnitt: Etwa 5 % stiller Pinot Noir aus Ambonnay kommen zum weißen Grundwein. Innerhalb der EU darf so nur die Champagne Rosé machen.

Wie lange kann ich ihn lagern? Gut über zehn Jahre. Alle Aromen zeigt er ab etwa ein bis zwei Jahren nach dem Degorgieren.

70 % Pinot Noir, 30 % Chardonnay · rund 90 % aus Ambonnay, dazu Bouzy und Verzenay · etwa 5 % stiller Rotwein (Coteaux Champenois) · Spontangärung im Holz (ca. 10 % neu) · ohne biologischen Säureabbau · 48 Monate Hefelager · ungeschönt, unfiltriert · Extra Brut, 1 g/l Restzucker · Champagne Egly-Ouriet, Ambonnay · Stand: Oktober 2026

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Rebsorten

Fratelli Revello Langhe Nebbiolo

Rotwein · Langhe Nebbiolo DOC · Nebbiolo

Nebbiolo Langhe DOC Lage Annunziata (La Morra) Revello Fratelli Kalk-Ton-Boden Reben seit 1996 gebrauchte Barriques 2024

Der Revello Fratelli Langhe Nebbiolo 2024 stammt aus einer über zwanzig Jahre alten Rebanlage auf sehr kalkhaltigem Untergrund in der Lage Annunziata bei La Morra. Ein Nebbiolo voller eigener Stilistik – mit zartem Veilchenduft, klaren Ledernoten und reifer Pflaume, wie sie nur diese Rebsorte wiedergeben kann.


Annunziata – Nebbiolo aus dem Herzen von La Morra

Die Trauben stammen aus den Weinbergen Annunziata, einer Frazione von La Morra im Herzen des Barolo-Gebiets. Die 0,9 Hektar große Parzelle ist nach Südosten (230 m) und Südwesten (250 m) ausgerichtet und wurde 1996 mit Nebbiolo bestockt. Der Boden aus Kalk und Ton bietet ideale Voraussetzungen für einen klassischen, eleganten Nebbiolo.

Die Lage Annunziata ist für La-Morra-typisch parfümierte, feingliedrige Nebbioli bekannt. Der sehr kalkhaltige Untergrund verleiht dem Wein seine florale Aromatik, feine Struktur und mineralische Spannung.

Jahrgang 2024 – Langhe

Der Wein wurde Anfang Oktober gelesen, bei einem Ertrag von 8,0 t Trauben pro Hektar. Als jüngerer, früh zugänglicher Nebbiolo zeigt er klare, frische Frucht und die sortentypische florale Würze – ein eleganter Wein für den früheren Genuss, der zugleich über einige Jahre gewinnt.

Vinifizierung und Ausbau

Reinsortiger Nebbiolo aus dem Jahrgang 2024, Langhe DOC, trocken.

Die Maischegärung erfolgt in horizontalen Rotationsfermentern über etwa sechs Tage mit den Traubenschalen, gefolgt von einer alkoholischen Gärung in Edelstahltanks über rund 10 bis 15 Tage; auch die malolaktische Gärung findet im Stahl statt. Anschließend reift der Wein in Barriques aus französischer Eiche, die bereits 12 bis 14 Monate verwendet wurden – ein Ausbau im gebrauchten Holz, der die Frucht und florale Klarheit bewahrt, ohne sie mit Holznoten zu überdecken. Abfüllung im Juli.

Im Glas

Dieser Nebbiolo verströmt einen zarten Veilchenduft, der mit klaren Ledernoten unterlegt ist. Nach ausgiebiger Belüftung des Weines öffnet sich das Bukett, aber auch der Geschmack zu reifem Pflaumenmus. Langer und anhaltender Nachhall. Ein Nebbiolo zum guten Mahl und voller eigener Stilistik, wie sie eben nur diese Rebsorte wiedergeben kann.

Zarter Veilchenduft mit klaren Ledernoten, nach Luft reifes Pflaumenmus – langer, anhaltender Nachhall.

Profitiert von ausgiebiger Belüftung; in der Jugend großzügig dekantieren. Bei 16–18 °C servieren.

Am Tisch

Zu kräftigen Pasta- und Risottogerichten, zu geschmortem Rind und Wild, zu Trüffel- und Pilzgerichten sowie zu mittelreifem Hartkäse.


Lage: Weinberge Annunziata, La Morra (Piemont, Italien); 0,9 ha, Süd­ost- (230 m) und Südwest-Ausrichtung (250 m); Kalk-Ton-Boden; Reben gepflanzt 1996
Klassifikation: Langhe Nebbiolo DOC, Nebbiolo (trocken)
Ausbau: Maischegärung in Rotationsfermentern (~6 Tage), Gärung in Edelstahl (10–15 Tage), Malo in Stahl; Reifung in

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Portugal

Niepoort Museu dos Lagares tinto 2019

Wein · Rotwein · Douro · Portugal

Niepoort Museu dos Lagares Tinto 2019 ist ein Meilenstein in der Geschichte von Niepoort und zählt zu den großen terroirgeprägten Rotweinen. Dieser außergewöhnliche Einzellagenwein verkörpert die Essenz des Douro-Tals und spiegelt die Vielschichtigkeit uralter Rebstöcke wider, die mit dem genetischen Erbe von mehr als 30 autochthonen Rebsorten verwoben sind.


Douro

Niepoort zählt zu den prägenden Häusern des Douro. Der Museu dos Lagares stammt von einer einzigen Parzelle mit uralten Reben, die als historischer Mischsatz (Feldblend) gepflanzt sind. Die kargen Schieferböden und steilen Lagen sorgen für eine langsame, ausgewogene Reifung und prägen die Tiefe und Frische des Weins.

Assemblage und Ausbau

Feldblend aus über 30 autochthonen Douro-Sorten, gemeinsam gelesen und vinifiziert. Namensgebend ist die traditionelle Verarbeitung in den Lagares – den steinernen Tretbottichen, in denen die Trauben sanft mit den Füßen gestampft werden. Der Ausbau im Holz bewahrt Finesse und Klarheit. Trocken ausgebaut, mit großem Reifepotenzial.

Im Glas

Tiefes Rubinrot. In der Nase vielschichtige dunkle und rote Frucht, mediterrane Kräuter, feine Würze und ausgeprägte Schiefermineralität. Am Gaumen kraftvoll und dennoch geschmeidig, mit Finesse, Frische und Tiefe, fein gewobenen Tanninen, präziser Struktur und sehr langem Abgang.

Am Tisch

Vor dem Genuss großzügig dekantieren und bei 16–18 °C servieren – ein großer Wein für besondere Anlässe.

Passt zu: geschmortem Lamm, Wild, Rind, herzhaften Schmorgerichten und gereiftem Käse.


Lage: D.O.C. Douro, Einzellage (Portugal); Niepoort
Rebsorten: Feldblend aus über 30 autochthonen Douro-Sorten (uralte Reben), trocken
Ausbau: Vinifikation in traditionellen Lagares; Reifung im Holz
Jahrgang: 2019

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Deutschland

Metzger Probierpaket Rotwein

Probierpaket · Rotwein · Pfalz · 6 Flaschen

Metzger Probierpaket Rotwein ist ein 6er-Paket Pfälzer Rotwein vom Weingut Metzger – mit je 2 Flaschen Metzger Rot, Petit Noir und Filet Noir. Das Weingut bringt kräftige und vollmundige Rotweine mit fruchtigem Charakter auf die Flasche. Versandkostenfreie Lieferung.


Pfalz

Das Weingut Metzger liegt in der Pfalz im Südwesten Deutschlands, einer der wärmsten Weinbauregionen des Landes. Das Klima bringt reife, fruchtbetonte Rotweine hervor.

Die drei Rotweine

Das Paket vereint drei Pfälzer Rotweine: Metzger Rot, Petit Noir und Filet Noir – je 2 Flaschen. Alle drei sind kräftig und vollmundig, mit fruchtigem Charakter, und laden zum Vergleichen ein.

Im Glas

Tiefes Rot. Die Weine zeigen reife, dunkle und rote Frucht, kräftigen Körper und vollmundige Struktur – fruchtbetont und zugänglich.

Am Tisch

Bei 16–18 °C servieren. Ideal zum Entdecken und Vergleichen oder als Geschenk.

Klassische Begleitung: Grillfleisch, Pasta, Schmorgerichte und Käse.


Herkunft: Pfalz (Deutschland)
Klassifikation: Probierpaket – 6 Rotweine
Inhalt: je 2 Fl.: Metzger Rot, Petit Noir, Filet Noir (6 × 0,75 l)

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Spanien

Vega Sicilia Unico 2015

Rotwein · Ribera del Duero · Tinto Fino & Cabernet Sauvignon

96% Tinto Fino · 4% Cabernet Sauvignon Ribera del Duero 2015 5 Jahre Holzausbau 84.184 Flaschen

Der Vega Sicilia Único 2015 ist der Spitzenwein des gleichnamigen Guts in der Ribera del Duero. Eine Cuvée aus 96% Tinto Fino (Tempranillo) und 4% Cabernet Sauvignon, gereift über fünf Jahre in Holz und weitere Jahre auf der Flasche vor der Freigabe. Der Jahrgang 2015 zeigt sich von Beginn an offen, mit Substanz und Eleganz zugleich.


Finca Vega Sicilia – Ribera del Duero

Das Gut Vega Sicilia erstreckt sich über fast 1.000 Hektar, von denen 210 Hektar dem Weinbau gewidmet sind. Die Reben stehen auf 700 bis 900 Metern Höhe, in einem Mosaik aus 19 Bodenarten und 64 kleinteiligen Parzellen, geformt vom Fluss Duero. Das Durchschnittsalter der Reben liegt bei rund 40 Jahren, bei einer Pflanzdichte von 2.222 Stöcken pro Hektar.

Der Ertrag ist mit etwa 25 Hektoliter pro Hektar streng begrenzt, was Konzentration und Tiefe der Trauben sichert. Die Parzellenvielfalt erlaubt es, für den Único genau die Lagen zu wählen, die Kraft und zugleich Finesse liefern.

Jahrgang 2015 – Ribera del Duero

Auf einen etwas trockeneren Herbst folgte ein regenreicher Winter, der die Wasserreserven füllte. Die geringen Niederschläge im frühen Frühjahr verzögerten den Austrieb; nennenswerte Spätfröste blieben aus, und ein feuchteres Saisonende ließ die Reben rascher wachsen. Warmes Wetter im Juli sicherte gesunde Trauben.

Die günstigen Sommerbedingungen brachten eine sehr gute, leicht vorgezogene Ernte mit ausgewogenem Zucker-Säure-Verhältnis. Gelesen wurde von 15. September bis 3. Oktober, von Hand in 12-kg-Kisten – bewusst „al dente", um Überreife zu vermeiden und Frische zu erhalten.

Assemblage und Ausbau

Cuvée aus 96% Tinto Fino und 4% Cabernet Sauvignon, Jahrgang 2015.

Der Ausbau folgt dem Vega-Sicilia-Prinzip: rund fünf Jahre in Holz – zunächst etwa anderthalb Jahre im Barrique, das den Wein formt, dann etwa dreieinhalb Jahre in großen Holztanks. Es folgt eine lange Flaschenreife; insgesamt liegt der Wein über zehn Jahre in Holz und Flasche, bevor er freigegeben wird. Abgefüllt im Mai 2021. Die Auflage umfasst 84.184 Bordeaux-Flaschen, dazu 3.645 Magnum, 360 Doppelmagnum, 57 Imperial und 5 Salmanazar. Der Jahrgang 2015 ist der erste von Kellermeister Gonzalo Iturriaga.

Im Glas

Von Beginn an offen und ausdrucksstark. Am Gaumen großzügig, opulent und saftig, dabei mit der seidigen Eleganz, die für das Gut steht. Kraft und Feinheit halten sich die Waage, der Abgang ist lang.

Großzügig, opulent und saftig – und doch von der seidigen Eleganz, die den Stil von Vega Sicilia ausmacht.

Schon jetzt zugänglich, bei optimaler Lagerung (12–14 °C) aber über Jahrzehnte haltbar. Vor dem Servieren großzügig dekantieren; bei rund 18 °C ausschenken.

Am Tisch

Lamm, Rind und Wild, Schmorgerichte und Edelstücke vom Grill, dazu gereifter Hartkäse. Ein Wein für den großen Anlass.


Lage: Finca Vega Sicilia, Ribera del Duero (Spanien); 700–900 m, 19 Bodenarten / 64 Parzellen
Klassifikation: Ribera del Duero DO
Ausbau: 96% Tinto Fino, 4% Cabernet Sauvignon; ~5 Jahre Holz (~1,5 J. Barrique, ~3,5 J. Holztank), abgefüllt Mai 2021

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Italien

Montevertine 2020

Rotwein · Toscana IGT · Sangiovese

Sangiovese mit Canaiolo Toscana IGT Radda in Chianti Montevertine 24 Monate slawonische Eiche 2020

Der Montevertine 2020 ist der gleichnamige Flaggschiff-Wein einer Kult-Adresse aus Radda in Chianti – ein Sangiovese, verschnitten mit Canaiolo, der durch Eleganz und Vielschichtigkeit besticht. Filigran und saftig zugleich. Ein Wein mit Schliff.


Montevertine – Kult-Sangiovese aus Radda

Montevertine liegt rund 3 km südlich von Radda in Chianti, auf einem 425 Meter hohen Hügel mit steinigen, kalk- und mergelreichen Böden (Galestro, Alberese) – ein Terroir, das dem Sangiovese ein besonders frisches, feines Profil verleiht. Sergio Manetti verließ 1981 das Chianti-Classico-Konsortium, weil er keinen Trebbiano in den Verschnitt geben wollte; seither etikettiert das Gut konsequent als Toscana IGT. Heute führt Martino Manetti das Weingut im traditionellen, kompromisslosen Stil weiter.

Der gleichnamige Wein „Montevertine" ist das Aushängeschild des Guts. Die Trauben stammen vor allem aus einer 2,5 Hektar großen, südost- bis südexponierten Parzelle mit überwiegend 1982 gepflanzten Reben unterhalb des Hauses.

Jahrgang 2020 – Toscana

2020 brachte in der Toskana einen ausgewogenen, eher klassisch gefärbten Sangiovese-Jahrgang mit reifer Frucht und feiner Frische. Im Montevertine ergibt das einen eleganten, vielschichtigen Wein mit geschliffener Struktur und harmonischer Balance.

Assemblage und Ausbau

Sangiovese, verschnitten mit Canaiolo, aus dem Jahrgang 2020, Toscana IGT, trocken.

Spontane Gärung mit anschließender Maischestandzeit im Betontank (rund drei Wochen), danach reift der Wein 24 Monate in großen Fässern aus slawonischer Eiche. Abfüllung traditionell, ungefiltert.

Im Glas

Er besticht durch seine Eleganz und die Vielschichtigkeit der Aromen – rote Kirsche und Himbeere, dazu Kräuter, balsamische Anklänge und feine Lakritznoten. Am Gaumen mundet er filigran und saftig zugleich, mit feinkörnigen, gut eingebundenen Tanninen und vibrierender Frische im langen Abgang. Ein Wein mit Schliff.

Elegant und vielschichtig, filigran und saftig zugleich – ein Wein mit Schliff.

Schon jetzt zugänglich, mit großem Reifepotenzial über viele Jahre; profitiert vom Dekantieren. Bei 16–18 °C servieren.

Am Tisch

Zu toskanischen Klassikern wie Bistecca und geschmortem Rind, zu Wild und Lamm, zu Pasta mit Fleischsugo sowie zu gereiftem Pecorino.


Lage: Toscana IGT, Radda in Chianti (Toskana, Italien); ~425 m, steinige Kalk-Mergel-Böden (Galestro/Alberese); Hauptparzelle 2,5 ha, Reben überwiegend 1982
Klassifikation: Toscana IGT, Sangiovese mit Canaiolo (und Colorino) (trocken)
Ausbau: Gärung im Betontank, 24 Monate in großen Fässern aus slawonischer Eiche, ungefiltert

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