Das Weinland Frankreich

Leben wie Gott in Frankreich – das wollen wir doch alle. Und sicherlich hat Gott einen großen Verdienst darum, dass die Grande Nation in Sachen Weinbau international die Nase vorn hat, indem er das Land mit fruchtbaren Böden, günstigem Klima und ertragreichen Rebsorten segnete. Aber auch die Franzosen selbst trugen ihren Teil dazu bei, ihr Land zum unbestrittenen Epizentrum der Weinwelt zu machen. Zum einen haben sie es binnen recht kurzer Zeit geschafft, ursprünglich französische Reben über den gesamten Erdball zu verstreuen. Pinot Noir, Sauvignon Blanc, Malbec, Cabernet Sauvignon und andere finden sich mittlerweile auch in den USA, in Südamerika und Australien. Und obwohl in Übersee ganz beachtliche Qualitäten entstehen, die in Tastings hin und wieder ihre Geschwister aus der Alten Welt in den Schatten stellen, ist Frankreich nach wie vor der Maßstab, dem sich jeder auswärtige Wein stellen muss. Verantwortlich dafür sind vor allem drei Regionen, deren Namen fast mythischen Status erlangt haben und deren Erzeugnisse auf keiner Karte eines Spitzenrestaurants fehlen dürfen: die Champagne für die herrlich hefebetonten Schaumweine, das Bordelais mit seinen kraftvollen roten Cuvées und die Bourgogne als Heimat der finessenreichen Burgunder.

Und weil kein Anbaugebiet wollen kann, dass die harte Arbeit der dortigen Winzer von anderen ausgenutzt wird, um ihren eigenen, billigen und minderwertigen Wein in seinem Namen verkaufen, erfand man obendrein noch die Appellation d’Origine Contrôllée. Vor etwa hundert Jahren war es, da stattete man Châteauneuf-du-Pape als erstes Gebiet mit diesem Siegel aus, das klare Vorgaben hinsichtlich der zugelassenen Rebsorten, des Höchstertrags, der Kellerarbeit und anderer Dinge macht. Etwa ein Drittel aller französischen Weine fallen unter AOC (seit 2009 in AOP umbenannt), der Rest wird entweder als IGP oder Vin de France vermarktet, als Land- oder Tafelwein also. Heutzutage findet sich das Konzept der geschützten Ursprungsbezeichnung im EU-Recht wieder und sichert nicht nur die Herkunft von Weinen, sondern auch anderer Lebensmittel wie Fetakäse oder Parmaschinken.

Nun sagt aber eine solche Angabe noch nichts über die qualitativen Unterschiede innerhalb des geschützten Gebietes aus. Doch auch dafür hatten die Franzosen Lösungsansätze. Der eine stammt aus dem Bordeaux: hier verband man die Klassifizierung mit der Fähigkeit des jeweiligen Weingutes, eine bestimmte Güteklasse zu erzeugen – zugrunde gelegt wurden während der umfassenden Einteilung des Médoc 1855 die durchschnittlichen Preise für den vom Gut erzeugten Wein der letzten hundert Jahre. Dabei entstanden zwei Kategorien: die des „einfacheren“ Cru Bourgeois und die des außergewöhnlich hochwertigen Grand Cru Classé. Diese ist wiederum in fünf Klassen unterteilt und bewertet die knapp über 60 Châteaux nochmal präziser. Die fünf Premieres Crus Margaux, Lafite, Latour, Mouton und Haut-Brion sind so etwas wie der Heilige Gral der Weinwelt. Letztlich aber hat sich der Ansatz des Burgund international durchgesetzt – und wurde Vorbild für etliche nationale Qualitätspyramiden, etwa die des deutschen VDP. Hier war es nicht das Weingut, sondern die Lage, an der man die Qualität eines Weines festmachte: als Fixpunkt galt das bei optimaler Arbeit des Winzers maximal mögliche Potential einer bestimmten Bodenfläche. Die Hierarchie reicht dabei von Grand Cru als bester über Premier Cru als zweitbester Lage bis zu den weit gefassten Kategorien, nach denen das Traubenmaterial aus verschiedenen Flächen innerhalb eines Ortes oder einer Region stammen darf. Beide Herangehensweisen waren dabei für eine Zeit, in der kaum Lebensmittelgesetze existierten, revolutionär. Beide haben aber auch ihre jeweiligen Schwachstellen: beim Bordeaux-Ansatz ist es für aufstrebende Châteaux, die sehr viel Arbeit in die Verbesserung ihrer Weinbergsarbeit und Kellertechnik investieren, kaum möglich, in eine höhere Klasse aufzusteigen, während die Spitzengüter es sich theoretisch leisten können, zumindest eine gewisse Zeit qualitativ auf Sparflamme zu laufen, denn herabgestuft wird so schnell niemand. Im Burgund besteht dieses Problem zwar nicht, dafür sind aber die allerwenigsten Lagen im Alleinbesitz, sondern meist unter etlichen Winzern aufgeteilt, die mit dem Traubenmaterial sehr gut oder auch sehr schlecht verfahren können – entsprechend groß ist die qualitative Bandbreite. Ausgewiesene Kenner wiederum sind in der Lage, aus den Systemen ihren Vorteil ziehen: entdecken sie den Erzeugnissen der Spitzengüter oder -lagen qualitativ ebenbürtige Weine aus nachrangigen Klassen, lässt sich viel Geld sparen.

Über Geld muss man zwangsläufig auch sprechen, wenn man sich mit französischen Weinen auseinandersetzt. Sehr lange Zeit war Frankreich weltweit das einzige Land – mit Ausnahme des deutschen Süßwein-Booms um die vorletzte Jahrhundertwende -, das wie selbstverständlich Höchstpreise für seine Weine verlangen konnte. Doch auch wenn für die italienischen Super-Toskaner und erstklassige Rioja-Tempranillos mittlerweile ebenso viele hundert Euro aufgerufen werden und die qualitative Führerschaft Frankreichs nach geradezu skandalösen Blindverkostungen wie der Weinjury von Paris 1976 etwas ins Wanken geraten ist – die Preisspirale dreht sich munter weiter nach oben, ohne dass sich die großen Häuser für die astronomischen Beträge rechtfertigen müssten. Das hat sicherlich etwas mit der nach wie vor unübertroffenen Lagerfähigkeit von etlichen Jahrzehnten zu tun – viele Weine dienen nicht in erster Linie als Genussmittel , sondern verschwinden auf Ewigkeiten in den Kellern von Spekulanten, in jüngerer Zeit besonders in China. Nicht zu unterschätzen ist aber auch der Mythos, der insbesondere die ganz großen Namen wie Pétrus, Romanée-Conti oder D’Yquem umgibt und der Weinliebhaber regelmäßig um den Verstand bringt. Eine hübsche Anekdote ist die einer Versteigerung von Weinen des später als Fälscher enttarnten Rudy Kurniawan: als ein aufmerksamer Teilnehmer aufstand und dem Publikum zuverlässig darlegte, dass es sich keinesfalls um echte Flaschen handeln könnte, wurde er von der Menge beschimpft und niedergeschrien – so stark war das Verlangen, einen der Weine zu besitzen, völlig egal, ob gefälscht oder nicht.

Drei Viertel der Gesamternte entfallen auf rote Rebsorten. Platz eins reklamiert der Merlot für sich – er stellt kaum Ansprüche an den Boden und liefert hohe Erträge, was ihn neben seiner frühen Trinkreife bereits nach wenigen Jahren bei Winzern und Konsumenten gleichermaßen beliebt macht. Sehr häufig wird er mit anderen Rebsorten verschnitten, um diese von seiner vollmundigen, sanften Frucht und leichten Zugänglichkeit profitieren zu lassen. Er ist – vor allem wegen seiner harmonisierenden Fähigkeiten und seiner Affinität zur Fasslagerung – eine der sechs für Bordeauxweine zugelassenen Trauben und wird insbesondere in Pomerol und Saint-Émilion geschätzt, wo sein Anteil am Cuvée meist bei mehr als drei Vierteln liegt und manche Chateaux ihm sogar Reinsortigkeit zugestehen. An zweiter Stelle folgt der Grenache, ursprünglich eigentlich ein Spanier. Sein vergleichsweise geringer Gerbstoff- bei hohem Alkoholgehalt und die helle Farbe des Mostes prädestinieren auch ihn für den Verschnitt mit kräftigeren Reben, die wiederum von seiner saftigen Fruchtfülle zehren können. Besonders im Süden schätzt man ihn, an der südlichen Rhône präsentiert er sich als Basis für Blanc de Noir ebenso wie für Rosé und Rotweine als wahres Multitalent, das den unkomplizierten Alltagstropfen ebenso beherrscht wie den weltbekannten Châteauneuf-du-Pape. Der beliebteste Verschnittpartner für Grenache ist der Syrah, gleichzeitig die Nummer drei der französischen Roten. Er liebt trockenes, heißes Klima mit viel direkter Sonneneinstrahlung und fühlt sich deshalb an seinem „Geburtsort“ im Rhônetal nach wie vor am wohlsten, in dessen nördlichen Appellationen er sogar die einzige amtlich zugelassene rote Rebe ist. Sein betörendes Johannisbeer-Bukett, der tiefdunkle Farbton und der kräftig-würzige Tanninteppich machen den Syrah zum idealen Begleiter kräftiger Speisen, der nebenbei ein hervorragendes Alterungspotential besitzt. Er zählt ebenso wie Merlot und Grenache zu den Gewinnern des Wandels in der französischen Rotweinwelt weg von schweren, säurelastigen, aber wenig aromatischen Weinen hin zu feinen, fruchtbetonten Tropfen – der Carignan etwa, bis vor einigen Jahrzehnten noch die populärste Rebsorte des Landes, wurde massiv gerodet und konnte sich eigentlich nur in der ehemaligen Kolonie Algerien nachhaltig behaupten.

Die meistangebaute weiße Rebe ist ironischerweise recht unbekannt. Der Ugni Blanc – vertrauter vielleicht noch unter seinem italienischen Namen Trebbiano, denn von dort stammt er auch – ist ein Massenträger und liefert als solcher eher flache, säuerliche Weine – die gerade angesprochene „alte Schule“ und nicht mehr unbedingt etwas, das man Freunden gern serviert. Dass die Produktion dennoch nach wie vor so hoch ist, hängt damit zusammen, dass Frankreich auch über eine florierende Branntweinproduktion verfügt. Die berühmtesten unter ihnen sind der Cognac und der Armagnac. Zu verdanken ist ihre Erfindung nicht etwa dem Verlangen der Menschen, noch schneller betrunken zu werden, sondern der langen Dauer der Seereisen, während derer zum Export bestimmter Wein oftmals schlicht kippte. Glücklicherweise hatte man von den Mauren die Technik der Destillation übernommen, ebenso die Erkenntnis, dass Hochprozentiges sich sehr lange hält. Über Jahrhunderte hinweg betrachtete man Getränke jenseits der 20 Volumenprozent allerdings als reine Medizin – und verdünnte den Weinbrand entsprechend wieder auf den Alkoholgehalt eines normalen Weines, wenn er seinen Zielort erreicht hatte… Auf Platz zwei folgt der Chardonnay, der im Burgund die dominierende weiße Rebe – besonders begehrt aus weltbekannten Appellationen wie Puligny-Montrachet oder Meursault -, und ebenso Bestandteil des Champagners ist. Er wird für seinen Körperreichtum geschätzt, kommt aber von Natur aus eher schlank und geschmacklich neutral daher, darum baut man ihn oft im Fass aus. Seit den 80ern ist die weltweite Nachfrage massiv angestiegen, weswegen sich seine Anbaufläche in Frankreich innerhalb eines halben Jahrhunderts versechsfacht hat. Ebenfalls ein Gewinner veränderter Trinkgewohnheiten ist der ursprünglich von der Loire stammende Sauvignon Blanc, der bei den Weißen den dritten Platz belegt. Zu außergewöhnlicher Qualität gelangt der feinfruchtige Wein mit dem charakteristischen Aroma von Stachelbeeren oder auch grüner Paprika in den Bordeaux-Unterregionen Graves und Entre deux mers, auch ist er ein wichtiger Verschnittpartner für die berühmten Süßweine von Sauternes. Am bekanntesten aber sind die Loire-Klassiker Sancerre und Pouilly-Fumé, der auf Böden mit hohem Feuersteinanteil wächst und deswegen ein leicht rauchiges Aroma annimmt.

Mit Ausnahme des Nordens, wo in Normandie und Bretagne das Klima tatsächlich zu unwirtlich für den Weinbau ist, werden in fast jeder Region Reben gepflegt – der Kulturraum Frankreich ist mit seiner Ausdehnung von den Pyrenäen bis zum Ärmelkanal, vom Rhein bis zum Mittelmeer und von den Alpen bis zum Atlantik in seinen klimatischen und landschaftlichen Variationen absolut einzigartig. Ob im Nordwesten in der Champagne, im östlich gelegenen Loire-Tal oder in den eher unbekannten Exklaven Jura und Savoyen ganz im Westen – jedes Anbaugebiet wartet mit einer ganz eigenen Kombination aus klimatischen Verhältnissen, Bodenbeschaffenheiten und daran angepassten Trauben auf. Viele sind lokale Spezialitäten, die sich sonst nirgendwo im Land ein zweites Mal finden lassen: der Gewürztraminer etwa ist aus dem Elsass nicht wegzudenken, im Rest Frankreichs aber unbekannt. Eng damit verbunden ist der Gedanke des Terroirs: jedes Fleckchen Erde hat seine ganz eigenen Vor- und Nachteile, die es für den Anbau einer ganz bestimmten Rebsorte prädestinieren. Der Wein sollte dabei die Charakteristika seines Terroirs widerspiegeln und zudem in einer lokalen Traditionslinie stehen.

Der Großteil des französischen Weinbaus konzentriert sich im Südwesten und Süden: im Uhrzeigersinn finden sich sich hier am Mittelmeer die vor allem für Roséweine bekannte Provence, das Tal der Rhône und das riesige Languedoc-Roussillon, auf der Atlantikseite dann schließlich der Südwesten und Bordeaux. Generell ist die Einteilung in Frankreich auf Ebene der Weinbaugebiete vergleichsweise grob, mit 14 ebendieser verfügt es über ziemlich genau so viele wie Nachbar Deutschland, weist aber mit über 700 000 Hektar siebenmal so viel bestockte Fläche auf. Aber Fan vom stumpfen Vergleich nackter Zahlen war man in Frankreich noch nie: Italiener, die auf ihre noch höhere Produktion verweisen, werden ebenso scheel angesehen wie Spanier, die auf ihre noch höhere Rebfläche pochen. Denn die Grande Nation hat ihnen allen etwas voraus, und das ist ihr genialer Erfindergeist. Nicht nur theoretische Neuerungen wie Klassifikationssysteme gehen auf sie zurück, sondern auch ganz praktische, den Wein unmittelbar verbessernde. Die wohl bekannteste, weil wie vieles andere aus Frankreich mittlerweile internationaler Standard, ist der Barrique-Ausbau. Lagerung und Transport in Holzfässern sind schon seit der Antike belegt und unterschieden die Kelten von den sie kolonisierenden Griechen und Römern, die stattdessen Tonamphoren nutzten. Als man im ausgehenden Mittelalter und der Frühen Neuzeit den Export französischer Weine institutionalisierte – einerseits nach England, andererseits in die Hansestädte im Nord- und Ostseeraum -, stellte man fest, dass sich während der langen Zeit auf See zwei entscheidende Veränderungen vollzogen: zum einen war der Wein plötzlich deutlich länger haltbar, zum anderen hatte er ein betörendes Vanille-Aroma und ein feines pelziges Mundgefühl angenommen. Schnell und folgerichtig brachte man das in Verbindung mit dem Prozess des Verkohlens der Fässer von innen – eigentlich bloß eine pragmatische Technik, um die Dauben biegsamer zu machen. Dass man sich die bisher unbekannte, den freigesetzten Tanninen geschuldete Komplexität des Weines von der Kundschaft fürstlich entlohnen lassen wollte, da war man sich schnell einig – auch wenn man sich bis zum heutigen Tage nicht auf ein einheitliches Fassungsvermögen einigen konnte: das Bordeaux-Barrique wartet mit 225 Litern auf, jenes aus dem Burgund mit 228 Litern.

Ein bisschen Starthilfe brauchten die Franzosen aber doch, bevor sie selbst das Heft in die Hand nahmen. Die Griechen lieferten sie, indem sie vor etwa 2500 Jahren die Hafenstadt Massalia, das heutige Marseille, gründeten und in der Umgebung die ersten Reben in die Erde brachten. Als Gallien römische Provinz wurde, war man schon so weit auf den Geschmack gekommen, dass man Wein extra aus Italien importieren ließ. Doch mit dem Zusammenbruch des Römischen Reiches verschwand auch die Weinkultur für viele Jahrhunderte von der Bildfläche. Das Wissen darum wurde nur an wenigen Orten konserviert, die von äußeren Krisen weitgehend verschont blieben und sich deswegen zu Zentren der Gelehrsamkeit entwickelten: den Klöstern. Die Mönche waren es, die im Hochmittelalter dem Weinbau zu neuer Blüte verhalfen: einerseits brauchte man den Rebensaft ohnehin als Messwein, andererseits verlangten die Höfe aufstrebender Adliger zu Repräsentationszwecken danach. Obwohl Frankreich früh ein zentralistischer Staat wurde, kristallisierten sich in den traditionell sehr heterogenen Regionen ganz eigene Stilistiken heraus: während man in Bordeaux die Cuvée zum Maß der Dinge erhob, erzeugte man im Burgund reinsortige Weine – die erste Hälfte des 19. Jahrhunderts wurde zum Goldenen Zeitalter. Dann brach erst der Mehltau herein und wütete fürchterlich, dann folgte die Reblaus und vernichtete alles, was noch übrig war – insgesamt eine Fläche größer als Hessen. Auch die beiden Weltkriege haben dem französischen Weinbau ziemlich zugesetzt, allerdings avancierten Bordeaux und Champagner insbesondere während der Besatzung durch die Nazis zu Lebensmitteln des Widerstands, die heimliche Träger der vaterländischen Ehre waren und deshalb mit großem Einfallsreichtum und oft unter Lebensgefahr vor den Deutschen versteckt wurden. Viele historische Narben, die man aber glücklicherweise kaum noch sieht – außer vielleicht im Elsass, das mit seiner Weinkultur so gar nicht zum Rest der Republik passen will, sondern deutlich eher an Deutschland orientiert ist. Kein Wunder, war es doch bis 1648 Teil des Heiligen Römischen Reiches und wechselte in den folgenden Jahrhunderten erzwungenermaßen ständig die Zugehörigkeit. Mittlerweile jedoch kann es mit seiner Kombination aus deutsch inspirierter Kulinarik und französischer Lebensart als Musterbeispiel für Völkerverständigung gelten.

Ressentiments sind seit Jahrzehnten überwunden, nationale Stereotypen aber dennoch irgendwo erhalten geblieben. Und kaum einer ist im Ausland so sehr im Unterbewusstsein verwurzelt wie der liebevolle des Franzosen mit Rotweinglas und Baguette. Und wie in den meisten Vorurteilen irgendwo ein Fünkchen Wahrheit steckt, ist diese angedeutete Symbiose zwischen der Bevölkerung und einem wie selbstverständlich in den Alltag integrierten Genuss immer wieder zu beobachten – nicht umsonst verlieh die UNESCO der französischen Nationalküche 2010 den Welterbestatus. Ob die intellektuelle Bohème in den Pariser Cafés oder die Fischer der Côte d’Azur in ihren kleinen Hafenbars – keine soziale Gruppe verzichtet gern auf gastronomische Teilhabe. Dabei geht es in den seltensten Fällen um Gänsestopfleber und Froschschenkel, sondern um die reichhaltigen regionalen Spezialitäten – und natürlich die sie begleitenden Weine. Jeder Franzose konsumiert im Schnitt 50 Liter Wein pro Jahr, womit er sich allein den noch etwas trinkfreudigeren Portugiesen geschlagen geben muss. Während man zur elsässischen Choucroute garnie, einem Sauerkrautgericht mit Wurst und Kartoffeln, gern den trockenen Riesling der Region reicht, ist es im Languedoc oft der tiefdunkle, gerbstoffreiche Tannat aus Madiran, der das Cassoulet begleitet, einen deftigen Eintopf aus Bohnen, Speck und Würstchen. Zum Bresse-Huhn aus der Gegend um Lyon genießt man gern einen Chardonnay aus dem Mâconnais und die gemüse- und fischreiche mediterrane Küche der Provence mit ihrem Ratatouille und ihrer Bouillabaisse verträgt sich gut mit einem kräftig-kräuterigen Rosé. Nicht ganz so einfach ist die Sache mit Austern – früher ein Arme-Leute-Essen, werden heute ganze Bücher über die korrekte Weinbegleitung verfasst. Der Klassiker schlechthin ist natürlich Champagner, aber letztlich bietet sich alles an, was trocken und entweder zitrusbetont, kreidig-hefig oder steinig-mineralisch ist: ein Aligoté ebenso wie ein Muscadet oder auch ein leichter, knochentrockener Roter. Von den über 400 französischen Käsesorten wollen wir jetzt besser gar nicht anfangen.

Man sieht also: Frankreich hat die Weinwelt geprägt wie kaum ein anderes Land – in den fachsprachlichen Begrifflichkeiten, der Kellertechnik, im Geschmack. Und ist im Großen und Ganzen eher konservativ unterwegs: Schraubverschlüsse, wie sie in Deutschland mittlerweile völlig normal sind, gelten den meisten französischen Winzern noch immer als Sakrileg. Böse Zungen würden gar behaupten, Frankreich ruhe sich zu sehr auf seiner Historie aus und zehre von vergangenem Ruhm. Aber ist es nicht viel eher so, dass die französische Weinkultur einem nie versiegenden Brunnen gleicht, aus dem sich unbegrenzt immer wieder Neues schöpfen lässt? Man nehme als Beispiel nur die Insel Korsika, die trotz ihres steilen Aufstiegs seit den 70ern und ihrer extrem breiten Rebsortenpalette nach wie vor als Geheimtipp gilt. Und wenn die Welt französischen Wein irgendwann nicht mehr haben will – wovon indessen nicht auszugehen ist -, dann trinken die Einheimischen ihn halt selbst – schon jetzt bleibt der größte Teil des erzeugten Rebensaftes im eigenen Land. Ob nun die Franzosen oder doch Gott für diese fast schon unverschämte Reichhaltigkeit verantwortlich sind, wird sich wohl nicht klären lassen – aber das „savoir vivre“ lieben sie wohl beide.

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Weine

Quinta da Pellada La Galaxia Rosé

Roséwein · Cuvée · Dão · Portugal

Quinta da Pellada La Galaxia Rosé ist ein trockener Roséwein aus dem Dão in Portugal. Er entsteht aus der Zusammenarbeit des galicischen Winzers Eulogio Pomares (Fento Wines) mit Álvaro Castro von der Quinta da Pellada – eine Cuvée aus Tinta Roriz und Jaén, mineralisch und frisch.


Dão

Der Dão liegt im portugiesischen Landesinneren, geschützt durch die Serra da Estrela, mit kontinentalem Klima. Die Reben für La Galaxia stehen auf Granitböden mit Sand- und Lehmanteilen in rund 550 Metern Höhe und sind zwischen 30 und 65 Jahre alt.

Assemblage und Ausbau

Cuvée aus Tinta Roriz und Jaén. Die Trauben werden von Hand gelesen, nach dem Abbeeren direkt gepresst und im Edelstahltank vergoren. Der Ausbau erfolgt auf der Vollhefe, was dem Rosé Körper und Tiefe verleiht; abgefüllt ohne Schönung und Filtration.

Im Glas

Zartrosa. In der Nase knackige Kirsche, Fliederduft, Gewürznoten und ein Hauch unreife Johannisbeere. Am Gaumen weinig und mineralisch, mit gutem Körper, salziger Frische und animierendem Trinkfluss. Klares, frisches Finish.

Am Tisch

Gut gekühlt servieren – als Aperitif oder Speisenbegleiter. Ein vielseitiger Rosé mit Struktur.

Klassische Begleitung: Spargel, Salate, gegrillter Fisch und leichte Sommerküche.


Lage: Dão (Portugal), ~550 m
Klassifikation: Dão – Roséwein (trocken)
Ausbau: Edelstahl, Ausbau auf der Vollhefe

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Weine

Al Oeste Albariño 2024

Wein · Weißwein · Rías Baixas · Spanien

Monteabellón Al Oeste Albariño 2024 stammt aus dem Valle del Salnés, einer der renommiertesten Subzonen der D.O. Rías Baixas. Ein Weißwein von typischer Frische, Klarheit und Eleganz, geprägt von der Nähe zum Atlantik und den granitreichen Böden.


Rías Baixas / Valle del Salnés

Das Valle del Salnés gilt als Wiege des Albariño und als eine der besten Subzonen der D.O. Rías Baixas in Galicien. Die unmittelbare Nähe zum Atlantik und die granitreichen Böden verleihen den Weinen ihre salzige Frische und Mineralität. Erzeuger ist Bodegas Monteabellón. Der Jahrgang 2024 war wetterbedingt herausfordernd – ein warmer, feuchter Winter und ein nasses Frühjahr führten bei unterdurchschnittlicher Fruchtbarkeit zu geringeren Erträgen, dafür aber zu hoher Konzentration in den Trauben.

Rebsorte und Ausbau

Reinsortig aus Albariño. Der Ausbau bewahrt die klare, fruchtbetonte Aromatik, die markante Frische und die mineralische Prägung der Atlantikküste. Trocken ausgebaut.

Im Glas

Blasses Gelb mit grünlichen Reflexen. In der Nase feine Aromen von weißen Blüten, Zitrusfrüchten und reifer weißer Frucht. Am Gaumen klar, gut strukturiert und sehr ausgewogen; die präsente, hervorragend integrierte Säure sorgt für Frische und eine ausgeprägte Länge im Nachhall.

Am Tisch

Gut gekühlt bei 8–10 °C servieren – als Aperitif oder zum Essen.

Passt zu: Meeresfrüchten (Muscheln, Garnelen, Austern), weißem Fisch, Geflügel, frischen Salaten, milden Käsesorten sowie Sushi und Sashimi.


Lage: D.O. Rías Baixas, Valle del Salnés (Galicien, Spanien); Bodegas Monteabellón
Klassifikation: D.O. Rías Baixas – 100 % Albariño, trocken
Ausbau: frische- und mineralitätsbewahrend, auf granitreichen Böden
Jahrgang: 2024

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Weine

Etienne Sauzet Puligny Montrachet Les Referts 1er Cru 2024 BIO

Weißwein · Puligny-Montrachet Premier Cru · Chardonnay

Chardonnay Les Referts · 1er Cru Puligny-Montrachet Sauzet-Parzelle 0,70 ha (1964) 2024 · Bio (FR-BIO-01)

Der Puligny-Montrachet Les Referts 1er Cru 2024 der Domaine Etienne Sauzet ist der kraftvollste, maskulinste der Sauzet-Pulignys – mit Wumms, Kraft und subtiler Mineralität. Der kühle Jahrgang 2024 unterlegt diese Fülle mit zusätzlicher Frische und Spannung. Sauzet besitzt hier ein 0,70 Hektar großes Filetstück, 1964 mit besten Klonen bestockt.


Les Referts – Premier Cru an der Grenze zu Meursault

Les Referts erstreckt sich über 5,50 Hektar bis zur Gemeindegrenze von Meursault, westlich von Les Combettes und südwestlich von Les Perrières. Die Chardonnay-Reben wachsen hier auf einem deutlich lehmhaltigeren Mergel-Untergrund mit weniger ausgeprägtem Kalk als in anderen Puligny-1er-Crus. Dadurch reifen die Trauben besser aus, die Säure ist dezenter, und die Weine geraten fruchtiger, maskuliner und mächtiger als ihre Nachbarn.

Die Familie Sauzet bestockte hier 1964 ihre Parzelle. Die Domaine Etienne Sauzet (gegründet 1903) zählt zu den großen Weißwein-Adressen des Burgunds.

Jahrgang 2024 – Côte de Beaune

2024 war im Burgund ein Jahr der Geduld: ein ungewöhnlich milder, sehr niederschlagsreicher Winter, ein früher Austrieb, dann ein feucht-kühles Frühjahr mit Frostnächten, regionalem Hagel und hohem Krankheitsdruck. Die Blüte verlief uneinheitlich; erst der stabilere, trockenere Sommer brachte eine langsame Reife, bevor sich zur Lese eine freundlichere Wetterphase einstellte.

Die Lese begann spät, mit strenger Selektion; die Erträge waren teils um bis zu 60 % reduziert. Bei moderaten Mostgewichten entstanden balancierte, leichtere Weine. Die Weißweine 2024 wirken klar, fein strukturiert und von pikanter Frische mit kühler Eleganz – das gibt der typischen Fülle des Les Referts zusätzliche Spannung.

Assemblage und Ausbau

Reinsortiger Chardonnay aus dem Jahrgang 2024, biologisch (FR-BIO-01), von 1964 gepflanzten Reben.

Die Gärung erfolgt im Stil des Guts spontan in großen Eichenfässern, temperaturreguliert; der gesamte Ausbau bis zur Feinhefelagerung dauert bis zu 18 Monate und gibt dem Wein Tiefe und Textur.

Im Glas

Kraftvoll und mächtig, dabei fein gezeichnet: reife gelbe Frucht trifft auf subtile Mineralität und einen fülligen, runderen Körper. Der kühle 2024er gibt dem Wein eine präzise Säure; der Abgang ist lang und zugleich frisch.

Kraft und Fülle mit subtiler Mineralität, im kühlen 2024er mit zusätzlicher frischer Spannung.

Jung schon zugänglich, mit Reifepotenzial über viele Jahre. Bei 12–13 °C servieren.

Am Tisch

Hummer und Krustentiere, Fisch in heller Sauce, Bresse-Geflügel, Kalbsbries, dazu reifer Weichkäse. Ein Wein für die große weiße Küche.


Lage: Les Referts (1er Cru), Puligny-Montrachet (Côte de Beaune); lehmhaltiger Mergel, an Meursault grenzend; Sauzet 0,70 ha (1964), 5,5 ha gesamt
Klassifikation: Puligny-Montrachet Premier Cru; Bio (FR-BIO-01)
Ausbau: Chardonnay; Spontangärung im großen Eichenfass, bis 18 Monate inkl. Feinhefe

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Spanien

Envinate Migan Teneriffa tinto 2023

Rotwein · Teneriffa · Valle de la Orotava · Listán Negro

100 % Listán Negro Teneriffa · Valle de la Orotava Migan (La Perdoma) Envínate Vulkanboden · bis 120-J.-Reben neutrales Holz & Beton 2023

Der Envínate Migan 2023 ist ein reinsortiger Listán Negro von bis zu 120-jährigen Rebstöcken auf den Vulkanböden Teneriffas – geprägt von sehr feiner, fast kühler Frucht nach Himbeeren und Rosen, mit dezenter Würze. Ein smarter, eleganter Vertreter aus Spanien, der das Terroir der Vulkaninseln perfekt widerspiegelt.


Migan – Listán Negro aus dem Valle de la Orotava

Envínate („wine yourself") ist das Kultprojekt von vier befreundeten Önologen – Roberto Santana, Alfonso Torrente, Laura Ramos und José Martínez –, die Atlantik-geprägte Terroirs auf den Kanaren, in der Ribeira Sacra und in Almansa erkunden. Ihre Philosophie: jede Parzelle möglichst pur zum Ausdruck bringen – ohne Chemie im Weinberg, mit Handlese, Wildhefen und minimalem Eingriff.

Migan ist der alte Name des Orts La Perdoma im Valle de la Orotava (Nordhang des Teide), woher dieser Rotwein stammt. Bis zu 120 Jahre alte, wurzelechte Listán-Negro-Reben – traditionell im geflochtenen „Cordón trenzado" erzogen – gedeihen hier auf Vulkanböden aus Ton, Sand und Basalt. Anders als die steilen Anaga-Lagen ist das Terrain etwas flacher, was die feine, fast kühle Frucht des Migan begünstigt.

Jahrgang 2023 – Teneriffa

Das atlantische Klima und die Vulkanböden des Valle de la Orotava prägen auch 2023 einen frischen, hochtonigen und vibrierenden Listán Negro mit klarer roter Frucht, feiner Würze und lebendiger Säure. Migan wird bewusst ein Jahr später freigegeben, damit der Wein zugänglicher und harmonischer in die Flasche kommt.

Ausbau

Reinsortiger Listán Negro aus dem Jahrgang 2023, Teneriffa / Valle de la Orotava, trocken.

Handlese aus mehreren alten Parzellen, Gärung im Betontank mit (teils ganzen) Trauben, anschließend rund ein Jahr Ausbau in neutralem französischem Holz (228/600 l) und Beton. Unfiltriert, mit nur minimalem Schwefel abgefüllt.

Im Glas

Geprägt von einer sehr feinen, fast kühlen Frucht nach Himbeeren und Rosen, bei der zugleich eine gewisse Würze schmeckbar ist. Im Nachhall wirken dezente ätherische Aromen wie Minze sowie weiche Tannine, die den Tinto wunderbar ausbalancieren. Ein smarter, eleganter Vertreter aus Spanien, der das Terroir der Vulkaninseln perfekt widerspiegelt.

Feine, fast kühle Frucht nach Himbeeren und Rosen – würzig, mit ätherischer Minze und weichen, balancierten Tanninen.

Leicht gekühlt servieren; profitiert von etwas Luft im Glas. Bei 15–16 °C servieren.

Am Tisch

Zu gebratenem Fleisch und Geflügel, zu kräftigen Fischgerichten, zur würzig-mediterranen Küche sowie zu mittelreifem Käse.


Lage: Teneriffa, Valle de la Orotava (Gegend La Perdoma; Kanaren, Spanien); Vulkanböden mit Ton, Sand und Basalt; wurzelechte Reben bis ~120 Jahre (Cordón trenzado)
Klassifikation: Rotwein, Teneriffa / Valle de la Orotava; 100 % Listán Negro (trocken)
Ausbau: Handlese, Gärung im Beton mit teils ganzen Trauben, ~1 Jahr in neutralem franz. Holz (228/600 l) und Beton, unfiltriert; organischer Anbau

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Weine

Jörg Geiger Alkoholfrei Prickelnd Weißduftig

Alkoholfrei · Prickelnd · Streuobstwiese · Deutschland

Jörg Geiger Prickelnd Weißduftig ist ein alkoholfreies, prickelndes Getränk mit heller Frucht und feiner Kräuterwürze – hergestellt mit frischer Zitronenverbene, Eberraute, Bergbohnenkraut, Ananassalbei und Rosmarin.


Schwäbische Streuobstwiesen

Die Manufaktur Jörg Geiger aus Schlat in Baden-Württemberg ist bekannt für ihre kunstvollen alkoholfreien Cuvées von der Streuobstwiese – Frucht, Kräuter und Handwerk vereint in jeder Kreation.

Zutaten und Herstellung

Eine alkoholfreie Cuvée aus heller Frucht, verfeinert mit frischen Kräutern: Zitronenverbene, Eberraute, Bergbohnenkraut, Ananassalbei und Rosmarin. Die feine Kohlensäure macht das Getränk fein prickelnd.

Im Glas

In der Nase intensiv nach reifen Äpfeln und Holunderblüten, im Hintergrund leicht würzige Noten von Thymian und weiteren Kräutern. Am Gaumen tragen Apfel-, Trauben- und Pfirsichfrucht eine feine Süße, die einen spannenden Bogen zur kräuterwürzigen Apfelsäure spannt und in einem langen Holundernachhall endet.

Zum Genießen

Ein kräftiger, duftiger Apéro – gut gekühlt oder gern auf Eis serviert.

Passt zu: Desserts mit Holunderblüten oder exotischen Früchten sowie Ziegenfrischkäse mit Rosmarin.


Hersteller: Manufaktur Jörg Geiger GmbH (Schlat, Deutschland)
Produkt: alkoholfreies, prickelndes Fruchtgetränk (weißduftig)
Zutaten: helle Frucht (Apfel, Traube, Pfirsich), Zitronenverbene, Eberraute, Bergbohnenkraut, Ananassalbei, Rosmarin
Herkunft: Schwäbische Streuobstwiesen (Deutschland)
Mindesthaltbarkeit (MHD): 16.08.2028

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Spanien

Vina Ardanza Reserva 2019

Rotwein · Reserva · Rioja · Spanien

Viña Ardanza Reserva ist ein klassischer Rotwein der Bodega La Rioja Alta aus dem Rioja. Die trockene Cuvée aus Tempranillo und Garnacha reift lange in amerikanischer Eiche und zeigt balsamische, feinwürzige und komplexe Aromen.


Rioja Alta

Die Bodega La Rioja Alta wurde 1890 in Haro gegründet und zählt zu den traditionsreichen Häusern der Region. Der Tempranillo stammt von rund 30 Jahre alten Reben in Cenicero und Fuenmayor (Rioja Alta), die Garnacha aus Tudelilla in Rioja Oriental.

Assemblage und Ausbau

Die Cuvée vereint 80 % Tempranillo und 20 % Garnacha. Nach der Gärung im Edelstahl reift der Tempranillo 36 Monate, die Garnacha 30 Monate in amerikanischer Eiche aus der hauseigenen Böttcherei (20 % neue Fässer).

Im Glas

Kirschrot mit granatfarbenem Rand. In der Nase reife dunkle Frucht von schwarzer Kirsche, Pflaume und Cassis, dazu balsamische und würzige Noten von Vanille, Nelke und Pfeffer. Am Gaumen vollmundig und komplex, mit feinkörnigen Tanninen und langem Abgang.

Am Tisch

Bei 16–18 °C servieren, vor dem Genuss dekantieren. Mit seiner Struktur eignet er sich auch für weitere Flaschenreifung.

Klassische Begleitung: Lammbraten, gegrilltes und geschmortes Fleisch, Wild und gereifter Käse.


Lage: Rioja Alta / Rioja Oriental (Spanien)
Klassifikation: Rioja DOCa – Reserva
Ausbau: 36/30 Monate amerikanische Eiche

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Rebsorten

Schloss Lieser Niederberg Helden Riesling Kabinett 2021

Fruchtsüßer Weißwein · Niederberg Helden (Mosel) · Riesling

Riesling Niederberg Helden Lieser · Mittelmosel Schloss Lieser (Thomas Haag) 100 % blauer Schiefer Kabinett · feine Restsüße niedriger Alkohol 2021

Der Schloss Lieser Niederberg Helden Riesling Kabinett 2021 stammt aus der Hauslage des Guts – bis zu 120-jährige wurzelechte Reben auf 100 % blauem Schiefer. Ein eleganter, klassisch feinfruchtiger Kabinett mit verspielter Leichtigkeit, feiner Restsüße und typisch schiefriger Mineralität, getragen von einer tollen, frischen Säure.


Niederberg Helden – die Hauslage auf Blauschiefer

Thomas Haag – ältester Sohn von Wilhelm Haag (Weingut Fritz Haag) – führte Schloss Lieser an der Mittelmosel in die absolute Spitze des deutschen Weinbaus. Die naturnahe Bewirtschaftung der Weinberge und die spontane Vergärung der Weine sind das Markenzeichen für den nachhaltigen, sorgfältigen Umgang von Thomas Haag und seiner Familie mit den gegebenen Ressourcen.

Der Lieser Niederberg Helden ist mit bis zu 120-jährigen wurzelechten Reben bestockt und wird durch 100 % blauen Schiefer und eindrucksvolle Steigungen von bis zu 80 % charakterisiert. Diese lange vernachlässigte Lage gilt seit einigen Jahren als eine der facettenreichsten und interessantesten der Mosel und bringt Jahr für Jahr spektakuläre Spitzenrieslinge von expressivem Charakter und außergewöhnlichem Reifepotenzial hervor.

Jahrgang 2021 – Mosel

Das Jahr 2021 hat ein klassisches, moseltypisches Rieslingjahr beschert. Nach einem kühlen, langgezogenen Frühjahr und wechselhaftem Sommer war der September von viel Sonne geprägt und förderte mit seinen kühlen Nächten eine tolle Aromenentwicklung. Die hoch selektive Ernte startete Mitte Oktober in vielen Durchgängen und belohnte die intensive Handarbeit mit perfekt gesundem Lesegut bei geringen Erträgen. Die Rieslinge zeichnen sich in 2021 durch enorme Mineralität mit einem tollen Frucht-Säure-Spiel bei moderatem Alkoholgehalt aus – ideale Voraussetzungen für einen filigranen, fruchtsüßen Kabinett.

Ausbau

Feinfruchtiger Riesling Kabinett aus der Lage Niederberg Helden, Jahrgang 2021; 100 % Riesling von bis zu 120-jährigen wurzelechten Reben.

Nach hoch selektiver Handlese in mehreren Durchgängen wird der Wein spontan mit den eigenen Hefen vergoren. Die Gärung wird angehalten, sodass eine feine natürliche Restsüße erhalten bleibt und der Alkoholgehalt niedrig ausfällt – die Grundlage für den leichten, verspielten Trinkfluss dieses klassischen Mosel-Kabinetts.

Im Glas

Aus dem blauen Schiefer der Steillage lebt dieser Kabinett von Frische und feiner Frucht: helle, feinfruchtige Aromen von weißem Pfirsich, Aprikose und Apfel, dazu Zitrus und florale Anklänge, untermalt von einer typisch schiefrigen, rauchig-salzigen Mineralität. Am Gaumen verspielt und leicht, mit einer feinen, nie dominanten Restsüße, die von einer lebendigen, präzisen Säure perfekt aufgefangen wird – ein herrlich trinkanimierender Riesling mit klarem, mineralischem Nachhall.

Weißer Pfirsich, Aprikose und Apfel über schiefrig-salziger Mineralität – verspielt und leicht, mit feiner Restsüße im perfekten Spiel mit rassiger Frische.

Ein eleganter, jugendlich-frischer Kabinett mit gutem Reifepotenzial. Gut gekühlt bei 9–11 °C servieren.

Am Tisch

Als Aperitif, zu würziger asiatischer Küche, zu Sushi und leicht scharfen Gerichten sowie zu mild-würzigem Käse und fruchtigen Desserts.


Lage: Lieser Niederberg Helden, Mittelmosel; 100 % blauer Devonschiefer, Steillage bis 80 % Neigung; bis zu 120 Jahre alte, wurzelechte Reben; VDP.GROSSE LAGE
Klassifikation: Riesling Kabinett (feinfruchtig/fruchtsüß); 100 % Riesling
Ausbau: hoch selektive Handlese, Spontangärung mit eigenen Hefen, angehaltene Gärung mit feiner natürlicher Restsüße, niedriger Alkohol

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Weine

Jeff Carrel Eclipse X BIO

Wein · Rotwein · Languedoc · Frankreich

Jeff Carrel Eclipse X ist eine spannende, biozertifizierte Cuvée aus Cabernet Sauvignon und Grenache, die farbintensiv im Glas erstrahlt. Cabernet Sauvignon steuert klare Cassisfrucht und feine Tannine bei, Grenache eine minzig-samtige Himbeerfrucht.


Languedoc / Südfrankreich

Jeff Carrel ist ein renommierter Winzer und Négociant aus dem Languedoc-Roussillon, bekannt für charaktervolle Weine aus dem Süden Frankreichs. Der Wein stammt aus biologischem Anbau (FR-BIO-01). Der Name spielt auf das intensive Farbspiel des Weins an – wie bei einer Sonnenfinsternis.

Assemblage und Ausbau

Cuvée aus Cabernet Sauvignon und Grenache. Cabernet Sauvignon bringt Struktur, Cassisfrucht und feine Tannine, Grenache samtige Himbeerfrucht und eine minzige Note. Der Ausbau betont Frucht und Tiefe. Trocken ausgebaut – der Wein braucht etwas Luft.

Im Glas

Farbintensives, tiefes Rubinrot. In der Nase klare Cassisfrucht und minzig-samtige Himbeere. Am Gaumen kraftvoll und aromenreich, mit reifer Frucht, feinen Tanninen und gutem Zug; mit Luftkontakt gewinnt er an Tiefe und Geschmeidigkeit.

Am Tisch

Vor dem Genuss dekantieren und bei 16–18 °C servieren – ein kraftvoller Begleiter.

Passt zu: gegrilltem und geschmortem rotem Fleisch, Lamm, Wild und reifem Käse.


Lage: Languedoc-Roussillon (Frankreich); Jeff Carrel
Klassifikation: Pays d'Oc IGP – Cuvée aus Cabernet Sauvignon & Grenache, trocken
Ausbau: fruchtbetont; Wein aus biologischem Anbau
Produktion: 6.000 Flaschen

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