Das Weinbaugebiet Douro

Von Römern, Mönchen und Wein: Die transformative Reise des Douro-Weinbaugebiets

Nein, für sich allein haben die Portugiesen ihn nicht, den Douro – den drittlängsten Fluss der Iberischen Halbinsel müssen sie sich mit den Spaniern teilen. Dort entspringt er auf über 2000 Metern Höhe in den Bergen von Soria unter dem Namen Duero, fließt dann etwa 570 Kilometer durch den spanischen Norden, bis er auf die Grenze zu Portugal trifft, die er über 110 Kilometer auch auf natürliche Weise bildet. Dann schlägt er wieder westliche Richtung ein und mündet bei Porto schließlich in den Atlantik. Dieser letzte Teil des Flusses ist es, der die Lebensader des wohl berühmtesten Weinbaugebiet Portugals bildet: Willkommen in Douro!

Schon vor mehreren tausend Jahren wurde hier vergorener Traubensaft getrunken, wenn auch von wild wachsenden Reben und auf recht primitiven Niveau gekeltert. Als erste Fachleute erwiesen sich die Römer, indem sie selbst Weinberge anlegten. Deren Wissen eigneten sich erst die im Zuge der Völkerwanderung auf die Iberische Halbinsel gelangten germanischen Sueben, später dann die aus Nordafrika übersetzenden muslimischen Mauren an. Obwohl diese keinen Weinbau zur Gewinnung von Trinkalkohol betrieben, sondern auf Rosinen und Hochprozentiges zur Duftstoffherstellung aus waren, blieben die Rebstöcke stets landschaftsprägend. Doch während sie die meiste Zeit kaum mehr als das Interesse der heimischen Bauern geweckt hatten, wurden nach der christlichen Rückeroberung zwei einflussreiche Gruppen auf sie aufmerksam: Mönchsorden, die auf der Suche nach einer langfristigen Quelle für den täglich benötigten Messwein waren, und der Königshof, der Wein einerseits aus Repräsentationszwecken schätzte, andererseits schnell ein Exportgut witterte, das Geld in die Staatskasse zu spülen in der Lage war. Der Weinbau wurde ab dem Hochmittelalter also nicht mehr nur so nebenbei betrieben, sondern gezielt gefördert – der rasche Aufstieg Portugals zur halb Südamerika beherrschenden Seemacht geht maßgeblich auf ihn zurück. Mit England, das aufgrund der klimatischen Bedingungen selbst nur wenig Weinbau betreiben konnte und zur Einfuhr ausländischer Produkte gezwungen war, kristallisierte sich ab dem Spätmittelalter ein zuverlässiger Abnehmer heraus. Lange Zeit fuhr Portugal gut damit, den zu dieser Zeit noch leichten, recht säuerlichen Rotwein im Tausch gegen Stockfisch und Wolle den Engländern zu überlassen – damals noch nicht von Porto aus, sondern vom 100 Kilometer entfernten Viana do Castelo.

Gegen Ende des 17. Jahrhunderts jedoch trafen mehrere Umstände zusammen, die sich für das Land als absoluter Glücksfall erweisen und einen regelrechten Boom einleiten sollten: zum einen erlangte man nach langer Zeit der Fremdherrschaft endlich wieder die Unabhängigkeit von Spanien, zum anderen führten diplomatische Verwerfungen über den Ärmelkanal hinweg dazu, dass England Produkte aus Frankreich mit enormen Einfuhrzöllen belegte. Das war ein ziemliches Problem, denn die Inselbewohner hatten zu dieser Zeit den höchsten Weinkonsum weltweit. Englische Kaufleute streiften also schon bald durch Portugal und hielten Ausschau nach Ersatz für den bisher von den Franzosen bezogenen Rebensaft. Fündig wurden sie in einem Kloster in Lamego, wo sie voller Erstaunen beobachten konnten, wie ein Mönch schweren, dunklen Most mit Branntwein vermengte. Diese Aufspritung, fachsprachlich Fortifikation, war dabei nicht unbedingt neu: englische Kaufleute hatten schon seit langer Zeit Brandy unter den Wein gemischt, damit er auf den Transportreisen Richtung Southampton und Plymouth nicht verdarb und dann als Essig ankam. Allerdings war dessen Gärung zu diesem Zeitpunkt schon abgeschlossen, der Wein somit trocken. Der Mönch hingegen gab den Hochprozentigen in noch nicht durchgegorenen Rebensaft und stoppte durch die Abtötung der Hefen den Gärprozess: ein gewisser Zuckeranteil wurde nicht in Alkohol umgewandelt, sondern verblieb im Wein und machte diesen süß – eine Innovation, die den Engländern sofort den Kopf verdrehte und eine schier unglaubliche Nachfrage erzeugte.

Um diese zu befriedigen, musste man den steilen Hängen an den Ufern des Douro Herr werden und griff flächendeckend auf die Technik des Terrassenweinbaus zurück. Heute geschieht das auf moderne Weise durch bloße Erdstufen, die jedoch oft erst möglich wurden, nachdem man die zerklüfteten Felsen mit Dynamit weggesprengt hatte. Teilweise finden sich aber noch uralte, deutlich weniger erosionsanfällige Trockensteinmauern, deren Erdfüllung mühevoll vom Flussufer heraufgeschleppt werden musste. Nicht einmal ein Fünftel des Tales ist mit Reben bepflanzt, so unzugänglich sind viele Bereiche noch immer. Zusammen mit dem windungsreichen Fluss fühlt sich der Besucher ein ums andere Mal an die Mittelmosel erinnert, mit welcher der Douro noch etwas anderes gemein hat: die Schieferböden, die in der Nacht die Wärme des Tages an die Rebstöcke abstrahlen. Deren Qualität erkannte der portugiesische Premierminister Marquês de Pombal schon im Jahr 1756: durch den Portwein-Booms zu Beginn des 18. Jahrhunderts hatten viele Winzer minderwertige Qualität auf den Markt gebracht, etwa blasse Weine aus anderen Regionen mit Holundersaft gefärbt, um schnell auf der Erfolgswelle mitschwimmen zu können. Dem Premier war das ein Dorn im Auge, er fürchtete um die Reputation seines Landes. Also gründete der überzeugte Merkantilist, der auf Außenhandelsbilanzüberschüsse setzte, um die staatlichen Finanzen zu sanieren, die noch heute bestehende „Companhia Geral da Agricultura das Vinhas do Alto Douro“. Sie sollte über verbindliche Gütekriterien wachen und zu diesem Zweck ein Kataster der Uferbereiche anlegen, die man mit steinernen Markern zusätzlich von der Umgebung abgrenzte. Anhand dessen ermittelte man nun ein Rangsystem, das sich auf Parameter wie Hangneigung, Klima, Ausrichtung und Bodenbeschaffenheit stützte – und schuf damit neben Chianti eine der ersten geschützten Herkunftsbezeichnungen der Welt.

Auch die Rebsorten unterteilte man in drei Klassen, obwohl damals die wenigsten Winzer recht wussten, was genau in ihren Weinbergen wuchs – man produzierte meist einen Gemischten Satz. Die Dreiteilung hat sich im Grunde bis heute erhalten, denn man unterscheidet zwischen empfohlenen, erlaubten und tolerierten Reben; aber inzwischen hat sich fast überall der reinsortige Anbau durchgesetzt. Die wohl wichtigste für Port und Rotweine gleichermaßen ist die als edelste Rebe der Region geltende Touriga Nacional. Ihre Beeren sind klein, die Erträge nur gering, doch dafür hoch aromatisch, sehr farbintensiv und mit oft schwindelerregendem Extrakt und Tannin. Flankiert wird sie von Touriga Franca, Tinta Barroca, Tinta Roriz und Tinto Cão – ebenfalls wahre Kraftpakete. Doch auch weiße Trauben sind unter den zahlreichen Neuanpflanzungen der jüngsten Vergangenheit, etwa der Viosinho, dessen leichte und blumige, dabei aber säurebetont-frischen Weine einen interessanten Kontrast zu den schwarzfruchtigen Roten mit ihren edelherben Röstaromen bilden. Den meisten Weinkonsumenten sind all diese Namen kaum ein Begriff, da hauptsächlich Cuvées produziert werden, auf deren Flaschen die Rebsorten nicht aufgeführt sind.

Im eigentlichen Weinbaugebiet vollzieht sich Wachstum, Lese und Pressung der Trauben sowie die Aufspritung des Mostes, die eigentliche Reifung des Weines hingegen findet weiter flussabwärts in Vila Nova de Gaia statt, einer Küstenstadt auf der Südseite des Stromes direkt gegenüber von Porto – hier haben fast alle großen Kellereien ihren Sitz. Früher transportierte man die Fässer auf kleinen, langgestreckten Booten, den sogenannten Rabelos, die auf dem Hinweg sanft mit der Strömung trieben und zurück getreidelt, also von am Ufer laufenden Tieren oder Menschen per Seil gezogen wurden, eine überaus anstrengende Arbeit. Heutzutage sind die Rabelos durch LKW ihrer ursprünglichen Aufgabe beraubt und liegen als bloße Touristenattraktion vor den Lodges, den weitläufigen Lagerhäusern der Hersteller, die irgendwann von den in Porto ansässigen Handelshäusern übernommen wurden. Deshalb tragen die meisten noch heute hauptsächlich englische Namen wie Grahams und Taylors, niederländische wie Niepoort oder deutsche wie Kopke und Burmester. Hier lagert der Wein entweder noch traditionell in großen Holzgebinden oder deutlich häufiger in Edelstahltanks – mindestens zwei, höchstens aber sechs Jahre. Nach den ersten 24 Monaten nehmen geschulte Gaumen eine Verkostung vor und entscheiden dann anhand der Qualität über das weitere Vorgehen: weniger guter Rebensaft eignet sich nicht für eine lange Reifezeit und wird recht bald in Flaschen abgefüllt. Dies sind die rubinroten, fruchtbetonten Ruby-Ports, die in aller Regel sofort trinkbereit sind. Handelt es sich um besseren Stoff, lagert man ihn von den großen Behältnissen in kleine Fässer, sogenannte „Pipes“ um – hier hat er im Gegensatz zum Ruby-Typ deutlich mehr Luftkontakt, was ihn schneller oxidieren und von karamelligem Schmelz unterlegte Aromen von Nüssen, Gewürzen und Trockenfrüchten annehmen lässt. Dieser Port wird nach der rotbraunen bis goldenen Färbung, in der man früher eine Ähnlichkeit mit Gerberlohe sah, als Tawny bezeichnet. Die Port-Bandbreite reicht von einfachen Varianten für wenige Euro bis hin zu den raren Editionen eines einzelnen Jahrgangs – denn üblicherweise werden verschiedene Jahrgänge miteinander verschnitten. Diese Vintage-Editionen, die man im Schnitt nur jedes dritte bis vierte Jahr herausbringt, weil sie sehr heiße Sommer mit gleichzeitig moderaten Niederschlägen benötigen, können viele Dekaden gelagert werden und entwickeln sich dabei stetig weiter. Ihren Höhepunkt erreichen sie meist erst nach etwa 50 Jahren, was legendäre Füllungen wie 1966 oder 1977 zeigen. Ein so edler Vertreter, der gerade einmal ein Prozent der gesamten Port-Produktion ausmacht, muss es natürlich nicht immer sein: mit dem Colheita bietet sich eine ebenbürtige, aber direkt genussreife Alternative, mit dem Late Bottled Vintage eine nicht ganz so komplexe, dafür aber deutlich günstigere. Nach wie vor genießt man Port gern als Digestif zu kräftigem Käse, in den letzten Jahren haben sich aber auch andere Darreichungsweisen etabliert: ein leichter Rosé-Port kann auch schon vor dem Essen genossen werden und die trockene weiße Version aus Gouveio- und Malvasia-Trauben eignet sich in Kombination mit Tonic Water perfekt als Longdrink.

Obwohl „nur“ 25 000 Hektar groß, präsentiert sich das Anbaugebiet landschaftlich recht vielfältig, was sich wiederum auf den Charakter des Rebensaftes niederschlägt. Die westlichste der drei Subregionen, Baixo Corgo, beginnt 80 Kilometer von Porto entfernt in der Serra do Marão. Hier macht der Atlantik mit relativ kühlem Seeklima noch seinen Einfluss geltend, weshalb die Weine eher leicht geraten – man spürt deutlich die Nähe zum Gebiet Minho, der Heimat der Vinho Verdes. Im angrenzenden Cima Corgo, dem Herzstück des Douro-Tales, schirmen erste Berge die Reben von den maritimen Einflüssen ab – hier liegt nicht nur das geografische, sondern auch das ökonomische Zentrum Douros, denn zwei Drittel der Gesamtproduktion werden hier geerntet. Gen Osten dann nimmt die Höhe zu und die Vegetation immer mehr ab, aus heiterem Grün wird nach und nach eine karge Wüstenlandschaft von unerwarteter Wildheit: der Alto Douro. Während in den weiter westlich gelegenen Teilen des Tales die Winzer selbst für Ertragsreduktion sorgen müssen, erledigen das hier die nährstoffarmen Böden und die allgegenwärtige Hitze während des Sommers – so entstehen die besten, weil konzentriertesten Weine der gesamten Region. Anders als in vielen anderen Weinbaugebieten ist es hier keineswegs trubelig, viel mehr liegt eine leicht melancholische Ruhe, eine meditative Stille über den malerischen Dörfern. Wenn man auf der Linha do Douro zwischen Peso da Régua und Tua mit dem Dampfzug am Flussufer entlangfährt, fühlt man sich schnell 100 Jahre in der Zeit zurückversetzt. Ohnehin ist Tradition den Portugiesen äußerst wichtig, was sich nach wie vor in der Weinbergs- und Kellerarbeit zeigt: Handlese gilt als obligatorisch, und bis vor einiger Zeit wurden die Trauben wie in grauer Vorzeit noch mit den Füßen in großen Bottichen, den sogenannten Lagares, zerstampft, um den Saft herauszupressen. Der behutsam eingeführte technische Fortschritt trägt dem Rechnung, indem man auf Maschinen setzt, welche die menschlichen Stampfbewegungen imitieren – die „Robotic Lagares“.

Eine einzigartige Kulturlandschaft mit baulichen Zeugnissen aus zwei Jahrtausenden gibt es zum Wein quasi gratis dazu: Mauerwerk aus der Eisenzeit, römische Brücken, maurische Torbögen, gotische Kirchen und barocke Paläste, alles atmet Geschichte. Von der UNESCO wurde diese Schatzkammer 2001 in die Liste des Welterbes aufgenommen und ist der in Stein gegossene Beweis dafür, wie kosmopolitisch es hier im portugiesischen Norden seit jeher zuging. Auch wenn die Bekanntheit des Portweins eher den Briten zu verdanken ist, die ihn durch ihr riesiges Kolonialreich in Nordamerika, Indien und Australien bekannt machten und damit erst dessen Weltgeltung begründeten – er bleibt in seiner noblen Tiefgründigkeit doch immer ein flüssiger Ausdruck der portugiesischen Seele. So stand in Vila Nova de Gaia Ende des 15. Jahrhunderts wohl schon der dort geborene Ferdinand Magellan am Ufer des Ozeans und blickte gen Westen in den Sonnenuntergang, die „Saudade“ verspürend, jene spezifisch portugiesische Melange aus Fernweh, Sehnsucht und Weltschmerz, die hier jeder kennt, aber keiner so recht in Worte zu fassen vermag. Eines hat man dem ersten Weltumsegler aber voraus, wenn man nach einer Reise durch das Tal des Douro schließlich auf den Atlantik schaut, denn für ein gutes Glas Port war Magellan ein paar Jährchen zu früh auf der Welt.

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Weine

Domaine de Bichery Champagne la source R20 BIO

Der Domaine de Bichery Champagne La Source R20 ist die Cuvée, mit der Hannah und Raphaël Piconnet begonnen haben. R20 steht für die Ernte 2020: Pinot Noir und Chardonnay zu gleichen Teilen, biologisch angebaut an der Côte des Bar und ohne Dosage gefüllt.

Im Glas

Hellgold, mit zarter, feiner Perlage. Der Duft zeigt frische Früchte, Zitrus und eine leichte Note von Hefegebäck. Im Mund klar und trocken, mit feiner Mineralität und viel Frische. Ein langer, sauberer Abgang ohne jede Süße.

Mach was draus

Ein schöner Einstieg in die Welt der Brut-Nature-Champagner. Dazu passen Muscheln, Garnelen, Forelle, Hähnchen mit Kräutern oder kleine Vorspeisen. Auch solo als Aperitif ein Vergnügen. Serviere ihn bei 8 bis 10 °C.

Janus FenskeJanus empfiehlt

„La Source ist der perfekte Einstieg zu Bichery. Klar, fruchtig und ganz ohne Zucker.“

Mehr über Janus, unseren Sommelier

Kurz gefragt

Was bedeutet R20? R steht für Récolte, also Ernte. Die Cuvée stammt vollständig aus dem Jahr 2020, ohne Reserveweine.

Wie arbeitet die Domaine? Jede Cuvée stammt aus einer einzigen Ernte. Vergoren wird spontan mit natürlichen Hefen, teils in gebrauchten Burgunderfässern, teils im Edelstahl. Gefüllt wird ungeschönt, unfiltriert und mit sehr wenig Schwefel.

Wie wird er gemacht? Biologisch angebaut, spontan vergoren, ungeschönt und unfiltriert, ohne Dosage. Bio-Kontrollstelle FR-BIO-01.

Pinot Noir, Chardonnay · Côte des Bar (Aube), Kalk und Mergel · Ernte 2020 (R20) · bio, FR-BIO-01 · Spontangärung · ungeschönt, unfiltriert · Brut Nature · Domaine de Bichery, Neuville-sur-Seine · Stand: Oktober 2026

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Rebsorten

Robert Weil Riesling Kiedrich Gräfenberg Beerenauslese 2015

Weißwein edelsüß · Rheingau · Riesling

Riesling Rheingau Kiedrich Gräfenberg Beerenauslese edelsüß 2015

Die Robert Weil Kiedrich Gräfenberg Riesling Beerenauslese 2015 ist eine edelste Beerenauslese mit hochfeiner Botrytis – sehr elegant, mit faszinierendem Säure-Süße-Spiel. Ein Wein für die Ewigkeit aus einer der größten Lagen des Rheingaus.


Kiedrich Gräfenberg – Weltklasse-Lage des Rheingaus

Das Weingut Robert Weil in Kiedrich zählt zu den weltweit renommiertesten Adressen für Riesling – und ist berühmt für seine edelsüßen Raritäten, die zu den begehrtesten Weinen der Welt gehören. Höchste Präzision im Weinberg und kompromisslose Selektion bei der Lese sind die Grundlagen dieser Qualität.

Der Kiedrich Gräfenberg ist die berühmte Monopol-Toplage des Guts – eine steile Südlage auf phyllitischem Schiefergestein, die als VDP.Grosse Lage klassifiziert ist. Ihr besonderes Mikroklima begünstigt die Edelfäule (Botrytis) und schafft die idealen Voraussetzungen für große edelsüße Prädikatsweine von enormer Langlebigkeit.

Jahrgang 2015 – Rheingau

2015 gilt im Rheingau als herausragender Riesling-Jahrgang: ein warmer, sonnenreicher Sommer und ein optimaler Herbst brachten vollreifes, kerngesundes Lesegut mit großer Substanz und feiner Säure. Ideale Bedingungen für edelsüße Spitzenweine, in denen sich die Botrytis in ihrer reinsten, hochfeinsten Form zeigt.

Ausbau

Reinsortiger Riesling aus dem Jahrgang 2015, Prädikat Beerenauslese, edelsüß.

Selektive Lese überreifer, edelfaul (botrytis) eingeschrumpfter Beeren von Hand, in mehreren Durchgängen. Schonende Gärung, die einen großen Teil der natürlichen, hochkonzentrierten Fruchtsüße im Wein belässt. Aufgrund der winzigen Erntemenge eine echte Rarität.

Im Glas

Leuchtendes Goldgelb. In der Nase ein betörendes, hochfeines Bukett von kandierter Aprikose, Quitte und Mango, Honig und Akazienblüte, untermalt von der edlen, hochfeinen Botrytis-Würze und einem mineralischen Zug. Am Gaumen dicht und vielschichtig, mit konzentrierter, schmelziger Süße, die von einer rassigen, perfekt balancierten Säure getragen wird – ein faszinierendes Säure-Süße-Spiel von großer Eleganz.

Edelste Beerenauslese mit hochfeiner Botrytis – sehr elegant, ein Wein für die Ewigkeit.

Der lange, vielschichtige Nachhall klingt minutenlang nach. Ein Wein mit praktisch unbegrenztem Reifepotenzial. Bei 8–10 °C servieren.

Am Tisch

Als großer Solist nach dem Essen, zu Foie gras, zu Desserts mit Aprikose, Mango oder Karamell sowie zu kräftigem Blauschimmelkäse.


Lage: Rheingau, Kiedrich Gräfenberg (Deutschland); steile Südlage, phyllitisches Schiefergestein; VDP.Grosse Lage (Monopol)
Klassifikation: Rheingau, Riesling Beerenauslese (Prädikatswein), edelsüß
Ausbau: Riesling; selektive Handlese edelfauler Beeren, schonende Gärung, natürliche Restsüße

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Deutschland

Weingut Metzger Grenache & Syrah Gutswein rose 2024

Roséwein · Grenache & Syrah · Gutswein · Pfalz

Weingut Metzger Grenache & Syrah Rosé Gutswein vereint Finesse mit Ausdrucksstärke. In der Nase verführerische Aromen reifer Erdbeeren und dunkler Brombeeren, unterlegt von einem Hauch Kräuterwürze, die an Südfrankreich erinnert. Am Gaumen mit Tiefe und Substanz – ein Rosé, der nicht laut sein muss, um Eindruck zu hinterlassen.


Pfalz

Das Weingut Metzger liegt in der Pfalz im Südwesten Deutschlands. Die Kombination der südfranzösischen Sorten Grenache und Syrah bringt hier einen Rosé mit mediterranem Anklang und zugleich kühler Frische hervor.

Assemblage und Ausbau

Der Rosé vereint Grenache und Syrah. Der Ausbau bewahrt die saftige Frucht und sorgt für eine straffe, zugleich elegante Struktur – kraftvoll, aber stets zurückhaltend und ausgewogen.

Im Glas

Zarter Rosé-Ton. In der Nase reife Erdbeeren und dunkle Brombeeren, unterlegt von einem Hauch Kräuterwürze. Am Gaumen Tiefe und Substanz, die saftige Frucht harmonisch eingebunden, die Struktur straff und elegant. Trotz seiner Kraft bleibt er zurückhaltend und ausgewogen.

Am Tisch

Gut gekühlt bei 8–10 °C servieren – ideal für laue Sommerabende, gesellige Runden oder solo.

Klassische Begleitung: Salate, gegrilltes Gemüse, Fisch, helles Fleisch und mediterrane Küche.


Lage: Pfalz (Deutschland)
Klassifikation: Pfalz – Gutswein (Rosé)
Ausbau: Grenache & Syrah, fruchtbetonter Ausbau

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Rebsorten

Huber Malterdingen Spätburgunder Qba 2023

Rotwein · Malterdingen (Baden) · Spätburgunder

Spätburgunder Malterdingen (Ortswein) Bernhard Huber Baden · Breisgau Muschelkalk-Verwitterung · Lösslehm traditionelle Maischegärung gebrauchtes Barrique · unfiltriert 2023

Der Bernhard Huber Malterdinger Spätburgunder 2023 ist der Ortswein eines der besten Pinot-Erzeuger Deutschlands. Auf Muschelkalk gewachsen, zeigt er sich burgundisch: elegant, würzig und dicht, mit feiner dunkler Frucht.


Malterdingen – badisches Burgunderterroir

Das VDP-Weingut Bernhard Huber in Malterdingen (Breisgau, Baden) zählt zu den führenden Spätburgunder-Erzeugern Deutschlands; nach dem frühen Tod Bernhard Hubers 2014 führt Sohn Julian mit seiner Mutter Barbara das Gut auf höchstem Niveau. Schon vor über 700 Jahren brachten Zisterziensermönche den Spätburgunder aus dem Burgund nach Malterdingen, weil sie hier dasselbe Terroir vorfanden: verwitterten Muschelkalk.

Der Malterdinger ist der Ortswein des Guts, zu 100 % aus Malterdinger Parzellen. Die Reben stehen auf Muschelkalk-Verwitterungsböden mit dünner Lösslehm-Auflage – ideal für einen mineralisch geprägten, herkunftsklaren Pinot Noir.

Jahrgang 2023 – Baden

2023 war in Baden ein Jahrgang mit reifer, gesunder Frucht und lebendiger Säure. Bei Huber wurden die Trauben 2023 komplett entrappt; eine sorgfältige Extraktion sorgte für Dichte und ein feines Gerbstoffgerüst. So entstand ein eleganter, saftiger Spätburgunder mit klarer Malterdinger Herkunft.

Ausbau

Trockener Spätburgunder (VDP.Ortswein) aus Malterdingen, Jahrgang 2023; 100 % Spätburgunder vom Muschelkalk-Verwitterungsboden.

Traditionelle Maischegärung, 2023 komplett entrappt; der Ausbau erfolgt in gebrauchten Barriquefässern, sodass Holz nur dezent stützt und die Frucht im Vordergrund bleibt. Unfiltrierte Füllung.

Im Glas

Ein burgundisch geprägter Spätburgunder: dunkle Beeren und rote Kirsche, dazu Cassis, feine Würze und ein Hauch Holz. Am Gaumen mittelkräftig, saftig und elegant, mit feinem, leicht würzigem Tannin, lebendiger Säure und einem salzig-mineralischen, frischen Nachhall von guter Länge.

Dunkle Beeren, rote Kirsche und Cassis über feiner Würze – saftig und elegant, mit feinem, leicht würzigem Tannin, lebendiger Säure und salzig-mineralischem, frischem Nachhall.

Ein eleganter, herkunftsklarer Pinot mit gutem Reifepotenzial. Bei 16–18 °C servieren.

Am Tisch

Zu Ente und Geflügel, zu Kalb und Wild, zu Pilzgerichten sowie zu mittelkräftigem, gereiftem Käse.


Herkunft: Malterdingen, Breisgau (Baden); Muschelkalk-Verwitterungsboden mit dünner Lösslehm-Auflage
Klassifikation: Spätburgunder, VDP.Ortswein (trocken); 100 % Spätburgunder
Ausbau: traditionelle Maischegärung, komplett entrappt, Ausbau in gebrauchten Barriquefässern, unfiltrierte Füllung

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Weine

Forstmeister Geltz Zilliken Saarburg Rausch Riesling Großes Gewächs 2019 MAGNUM

Weißwein · Saar · Riesling

Riesling Saar Saarburger Rausch VDP.Grosses Gewächs Devonschiefer · Diabas Magnum (1,5 l) 2019

Das Forstmeister Geltz-Zilliken Saarburger Rausch Riesling Großes Gewächs 2019 – hier in der Magnum – ist Riesling in seiner reinsten, puristischen Form: voluminös und zugleich federleicht, mit reifem Säurespiel und gewaltiger Länge. Ungekünstelt, frisch, Zilliken.


Saarburger Rausch – die Paradelage der Zillikens

Forstmeister Geltz-Zilliken in Saarburg zählt zu den renommiertesten Riesling-Gütern der Saar. Der VDP-Familienbetrieb (Weinbau seit 1742) wird heute in 11. Generation von Dorothee Zilliken gemeinsam mit ihrem Vater und Kellermeister Hanno geführt – kompromisslos dem Riesling verschrieben, mit strikter Ertragsbegrenzung, Spontangärung und klassischem Ausbau im 1.000-Liter-Fuder.

Die Saarburger Rausch ist die Paradelage des Guts, in der die Zillikens mit rund 11 Hektar der größte Eigentümer sind. Hier dominiert feinblättriger, stark verwitterter Devonschiefer, durchsetzt von Quarzit und Diabas, einem grünlich schimmernden Vulkangestein. Das Traubenmaterial für das Große Gewächs stammt aus den ältesten und besten Parzellen, in denen teils bis zu 130 Jahre alte, teilweise wurzelechte Reben tief im Schiefer- und Diabasboden verwurzelt sind.

Jahrgang 2019 – Saar

2019 gilt an der Saar als herausragender Riesling-Jahrgang: ein langer, gemäßigter Reifeverlauf brachte Weine von großer Präzision, mit reifer Frucht, animierender Säure und klarer Mineralität. Im Rausch GG ergibt das einen besonders spannungsreichen, langlebigen Wein – und in der Magnum reift er noch langsamer und harmonischer.

Ausbau

Reinsortiger Riesling aus dem Jahrgang 2019, trocken, VDP.Grosses Gewächs. Magnum (1,5 l).

Spontangärung mit weingutseigenen Hefen und klassischer Ausbau im traditionellen 1.000-Liter-Fuder, wie für den Zilliken-Stil typisch – für maximale Transparenz, Mineralität und Langlebigkeit. Die Magnum begünstigt eine besonders langsame, harmonische Flaschenreife.

Im Glas

Ein Sinnes- und Geschmacksrausch: Duft nach reifen Quitten und Aprikosen, im Geschmack Apfel. Voluminös und zugleich federleicht tanzt dieser 2019er Saarburg Rausch mundfüllend über den Gaumen. Reifes Säurespiel mit einer gewaltigen Länge im Finish. Riesling in seiner reinsten, puristischen Form – ungekünstelt, frisch, Zilliken.

Riesling in seiner reinsten, puristischen Form – ungekünstelt, frisch, Zilliken.

Schon jetzt zugänglich, gewinnt aber – gerade in der Magnum – mit Kellerreife deutlich an Tiefe; profitiert vom Dekantieren. Bei 11–13 °C servieren.

Am Tisch

Zu gebratenem Fisch und Meeresfrüchten, zu Geflügel und Kalb in heller Sauce, zur asiatisch inspirierten Küche sowie zu kräftigerem Hartkäse – ein idealer Wein für die große Tafel.


Lage: Saar, Saarburger Rausch (Deutschland); verwitterter Devonschiefer mit Quarzit und Diabas, älteste Parzellen (teils bis 130 J. alte, wurzelechte Reben); VDP.Grosse Lage
Klassifikation: Saar, Riesling VDP.Grosses Gewächs (trocken); Magnum (1,5 l)
Ausbau: Riesling; Spontangärung, klassischer Ausbau im 1.000-l-Fuder

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Italien

Caldora Montepulciano d'Abruzzo 12er Set

Rotwein · Montepulciano · Abruzzen · 12er-Set

Caldora Montepulciano d'Abruzzo ist ein saftiger Rotwein der Fantini Group aus den sonnigen Abruzzen – hier im günstigen 12er-Paket. Reinsortiger Montepulciano mit klaren Kirsch- und Brombeernoten, erdig-würzig und mit milden Gerbstoffen.


Abruzzen

Fantini by Farnese aus den Abruzzen zählt zu den bekanntesten Erzeugern Süditaliens. Der Montepulciano d'Abruzzo ist die klassische Rotweinsorte der Region und bringt saftige, fruchtbetonte Weine hervor.

Rebsorte und Ausbau

Reinsortiger Montepulciano d'Abruzzo. Der Ausbau im Edelstahltank bewahrt die saftige, fruchtbetonte Art. Ein unkomplizierter Alltagswein – ein ehrlicher Schoppenwein zum fairen Preis.

Im Glas

Rubinrot. In der Nase klare Kirsch- und Brombeernoten mit erdig-würzigen Anklängen. Am Gaumen saftig und fruchtbetont, mit milden Gerbstoffen und unkompliziertem Trinkfluss. Runder Abgang.

Am Tisch

Bei 16–18 °C servieren – solo, als Schoppen oder zu herzhafter Küche.

Klassische Begleitung: Pizza, Pasta, Gegrilltes und Hartkäse.


Lage: Abruzzen (Italien)
Klassifikation: Montepulciano d'Abruzzo DOC – Rotwein (trocken)
Ausbau: Edelstahltank
Inhalt: 12 Flaschen à 0,75 l

Ehrliche und gute Schoppenweine zum besonderen Vorteilspreis im 12er-Paket – versandkostenfrei innerhalb Deutschlands (12 Flaschen à 0,75 Liter). Lieferzeit 7 Tage. Nur Online-Bestellung möglich.

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Weine

Primitivo pur Probierpaket 12 Flaschen

Geniessen Sie die fruchtig-samtigen Primitivos aus dem sonnigen Italien im 12er Probierpaket. Zur Auswahl stehen je zwei Flaschen:

I Muri Primitivo (13,0%, 2024), Cielo Primitivo (13,5%, 2024), San Donaci Primitivo (13,5%, 2023), Cielo e Terra Maestro Primitivo (14,5%, 2021), Zolla Primitivo (15%, 2024), Campiano Primitivo (14,5%, 2023) aus Apulien. Versandkostenfreie Lieferung.

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Rebsorten

Metzger Tempranillo trocken -A- 2023

Rotwein · Tempranillo · Pfalz · Deutschland

Weingut Metzger Tempranillo -A- trocken ist ein kraftvoller Rotwein aus der Pfalz – Spanien ist seine Herkunft, die Pfalz seine neue Heimat. Mit Druck und ordentlich Gerbstoff beginnt dieser außerordentliche Rote, sich auf den Pfälzer Böden wohlzufühlen.


Pfalz

Tempranillo ist die berühmte spanische Rotweinsorte, etwa aus Rioja und dem Baskenland. Im Weingut Metzger findet sie in der Pfalz eine neue Heimat. Das warme Klima und die Böden ermöglichen Weine, die sich mit jenen aus den spanischen Anbaugebieten messen lassen.

Rebsorte und Ausbau

Der Wein besteht aus Tempranillo und wird mit Fingerspitzengefühl ausgebaut. Das Ergebnis ist ein kraftvoller, druckvoller Rotwein mit präsentem, ordentlichem Gerbstoff. Trocken ausgebaut.

Im Glas

Tiefes Rot. In der Nase dunkle Frucht und feine Würze. Am Gaumen kraftvoll und druckvoll, mit ordentlich Gerbstoff und klarer Struktur. Der Abgang ist lang.

Am Tisch

Bei 16–18 °C servieren; eine Belüftung im Dekanter tut dem Wein gut.

Klassische Begleitung: Lamm, Rind, Grillfleisch und kräftige Schmorgerichte.


Lage: Pfalz (Deutschland)
Klassifikation: Pfalz – Rotwein (Tempranillo), trocken
Ausbau: Tempranillo, kraftvoll-strukturierter Ausbau

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