Das Weinbaugebiet Douro

Von Römern, Mönchen und Wein: Die transformative Reise des Douro-Weinbaugebiets

Nein, für sich allein haben die Portugiesen ihn nicht, den Douro – den drittlängsten Fluss der Iberischen Halbinsel müssen sie sich mit den Spaniern teilen. Dort entspringt er auf über 2000 Metern Höhe in den Bergen von Soria unter dem Namen Duero, fließt dann etwa 570 Kilometer durch den spanischen Norden, bis er auf die Grenze zu Portugal trifft, die er über 110 Kilometer auch auf natürliche Weise bildet. Dann schlägt er wieder westliche Richtung ein und mündet bei Porto schließlich in den Atlantik. Dieser letzte Teil des Flusses ist es, der die Lebensader des wohl berühmtesten Weinbaugebiet Portugals bildet: Willkommen in Douro!

Schon vor mehreren tausend Jahren wurde hier vergorener Traubensaft getrunken, wenn auch von wild wachsenden Reben und auf recht primitiven Niveau gekeltert. Als erste Fachleute erwiesen sich die Römer, indem sie selbst Weinberge anlegten. Deren Wissen eigneten sich erst die im Zuge der Völkerwanderung auf die Iberische Halbinsel gelangten germanischen Sueben, später dann die aus Nordafrika übersetzenden muslimischen Mauren an. Obwohl diese keinen Weinbau zur Gewinnung von Trinkalkohol betrieben, sondern auf Rosinen und Hochprozentiges zur Duftstoffherstellung aus waren, blieben die Rebstöcke stets landschaftsprägend. Doch während sie die meiste Zeit kaum mehr als das Interesse der heimischen Bauern geweckt hatten, wurden nach der christlichen Rückeroberung zwei einflussreiche Gruppen auf sie aufmerksam: Mönchsorden, die auf der Suche nach einer langfristigen Quelle für den täglich benötigten Messwein waren, und der Königshof, der Wein einerseits aus Repräsentationszwecken schätzte, andererseits schnell ein Exportgut witterte, das Geld in die Staatskasse zu spülen in der Lage war. Der Weinbau wurde ab dem Hochmittelalter also nicht mehr nur so nebenbei betrieben, sondern gezielt gefördert – der rasche Aufstieg Portugals zur halb Südamerika beherrschenden Seemacht geht maßgeblich auf ihn zurück. Mit England, das aufgrund der klimatischen Bedingungen selbst nur wenig Weinbau betreiben konnte und zur Einfuhr ausländischer Produkte gezwungen war, kristallisierte sich ab dem Spätmittelalter ein zuverlässiger Abnehmer heraus. Lange Zeit fuhr Portugal gut damit, den zu dieser Zeit noch leichten, recht säuerlichen Rotwein im Tausch gegen Stockfisch und Wolle den Engländern zu überlassen – damals noch nicht von Porto aus, sondern vom 100 Kilometer entfernten Viana do Castelo.

Gegen Ende des 17. Jahrhunderts jedoch trafen mehrere Umstände zusammen, die sich für das Land als absoluter Glücksfall erweisen und einen regelrechten Boom einleiten sollten: zum einen erlangte man nach langer Zeit der Fremdherrschaft endlich wieder die Unabhängigkeit von Spanien, zum anderen führten diplomatische Verwerfungen über den Ärmelkanal hinweg dazu, dass England Produkte aus Frankreich mit enormen Einfuhrzöllen belegte. Das war ein ziemliches Problem, denn die Inselbewohner hatten zu dieser Zeit den höchsten Weinkonsum weltweit. Englische Kaufleute streiften also schon bald durch Portugal und hielten Ausschau nach Ersatz für den bisher von den Franzosen bezogenen Rebensaft. Fündig wurden sie in einem Kloster in Lamego, wo sie voller Erstaunen beobachten konnten, wie ein Mönch schweren, dunklen Most mit Branntwein vermengte. Diese Aufspritung, fachsprachlich Fortifikation, war dabei nicht unbedingt neu: englische Kaufleute hatten schon seit langer Zeit Brandy unter den Wein gemischt, damit er auf den Transportreisen Richtung Southampton und Plymouth nicht verdarb und dann als Essig ankam. Allerdings war dessen Gärung zu diesem Zeitpunkt schon abgeschlossen, der Wein somit trocken. Der Mönch hingegen gab den Hochprozentigen in noch nicht durchgegorenen Rebensaft und stoppte durch die Abtötung der Hefen den Gärprozess: ein gewisser Zuckeranteil wurde nicht in Alkohol umgewandelt, sondern verblieb im Wein und machte diesen süß – eine Innovation, die den Engländern sofort den Kopf verdrehte und eine schier unglaubliche Nachfrage erzeugte.

Um diese zu befriedigen, musste man den steilen Hängen an den Ufern des Douro Herr werden und griff flächendeckend auf die Technik des Terrassenweinbaus zurück. Heute geschieht das auf moderne Weise durch bloße Erdstufen, die jedoch oft erst möglich wurden, nachdem man die zerklüfteten Felsen mit Dynamit weggesprengt hatte. Teilweise finden sich aber noch uralte, deutlich weniger erosionsanfällige Trockensteinmauern, deren Erdfüllung mühevoll vom Flussufer heraufgeschleppt werden musste. Nicht einmal ein Fünftel des Tales ist mit Reben bepflanzt, so unzugänglich sind viele Bereiche noch immer. Zusammen mit dem windungsreichen Fluss fühlt sich der Besucher ein ums andere Mal an die Mittelmosel erinnert, mit welcher der Douro noch etwas anderes gemein hat: die Schieferböden, die in der Nacht die Wärme des Tages an die Rebstöcke abstrahlen. Deren Qualität erkannte der portugiesische Premierminister Marquês de Pombal schon im Jahr 1756: durch den Portwein-Booms zu Beginn des 18. Jahrhunderts hatten viele Winzer minderwertige Qualität auf den Markt gebracht, etwa blasse Weine aus anderen Regionen mit Holundersaft gefärbt, um schnell auf der Erfolgswelle mitschwimmen zu können. Dem Premier war das ein Dorn im Auge, er fürchtete um die Reputation seines Landes. Also gründete der überzeugte Merkantilist, der auf Außenhandelsbilanzüberschüsse setzte, um die staatlichen Finanzen zu sanieren, die noch heute bestehende „Companhia Geral da Agricultura das Vinhas do Alto Douro“. Sie sollte über verbindliche Gütekriterien wachen und zu diesem Zweck ein Kataster der Uferbereiche anlegen, die man mit steinernen Markern zusätzlich von der Umgebung abgrenzte. Anhand dessen ermittelte man nun ein Rangsystem, das sich auf Parameter wie Hangneigung, Klima, Ausrichtung und Bodenbeschaffenheit stützte – und schuf damit neben Chianti eine der ersten geschützten Herkunftsbezeichnungen der Welt.

Auch die Rebsorten unterteilte man in drei Klassen, obwohl damals die wenigsten Winzer recht wussten, was genau in ihren Weinbergen wuchs – man produzierte meist einen Gemischten Satz. Die Dreiteilung hat sich im Grunde bis heute erhalten, denn man unterscheidet zwischen empfohlenen, erlaubten und tolerierten Reben; aber inzwischen hat sich fast überall der reinsortige Anbau durchgesetzt. Die wohl wichtigste für Port und Rotweine gleichermaßen ist die als edelste Rebe der Region geltende Touriga Nacional. Ihre Beeren sind klein, die Erträge nur gering, doch dafür hoch aromatisch, sehr farbintensiv und mit oft schwindelerregendem Extrakt und Tannin. Flankiert wird sie von Touriga Franca, Tinta Barroca, Tinta Roriz und Tinto Cão – ebenfalls wahre Kraftpakete. Doch auch weiße Trauben sind unter den zahlreichen Neuanpflanzungen der jüngsten Vergangenheit, etwa der Viosinho, dessen leichte und blumige, dabei aber säurebetont-frischen Weine einen interessanten Kontrast zu den schwarzfruchtigen Roten mit ihren edelherben Röstaromen bilden. Den meisten Weinkonsumenten sind all diese Namen kaum ein Begriff, da hauptsächlich Cuvées produziert werden, auf deren Flaschen die Rebsorten nicht aufgeführt sind.

Im eigentlichen Weinbaugebiet vollzieht sich Wachstum, Lese und Pressung der Trauben sowie die Aufspritung des Mostes, die eigentliche Reifung des Weines hingegen findet weiter flussabwärts in Vila Nova de Gaia statt, einer Küstenstadt auf der Südseite des Stromes direkt gegenüber von Porto – hier haben fast alle großen Kellereien ihren Sitz. Früher transportierte man die Fässer auf kleinen, langgestreckten Booten, den sogenannten Rabelos, die auf dem Hinweg sanft mit der Strömung trieben und zurück getreidelt, also von am Ufer laufenden Tieren oder Menschen per Seil gezogen wurden, eine überaus anstrengende Arbeit. Heutzutage sind die Rabelos durch LKW ihrer ursprünglichen Aufgabe beraubt und liegen als bloße Touristenattraktion vor den Lodges, den weitläufigen Lagerhäusern der Hersteller, die irgendwann von den in Porto ansässigen Handelshäusern übernommen wurden. Deshalb tragen die meisten noch heute hauptsächlich englische Namen wie Grahams und Taylors, niederländische wie Niepoort oder deutsche wie Kopke und Burmester. Hier lagert der Wein entweder noch traditionell in großen Holzgebinden oder deutlich häufiger in Edelstahltanks – mindestens zwei, höchstens aber sechs Jahre. Nach den ersten 24 Monaten nehmen geschulte Gaumen eine Verkostung vor und entscheiden dann anhand der Qualität über das weitere Vorgehen: weniger guter Rebensaft eignet sich nicht für eine lange Reifezeit und wird recht bald in Flaschen abgefüllt. Dies sind die rubinroten, fruchtbetonten Ruby-Ports, die in aller Regel sofort trinkbereit sind. Handelt es sich um besseren Stoff, lagert man ihn von den großen Behältnissen in kleine Fässer, sogenannte „Pipes“ um – hier hat er im Gegensatz zum Ruby-Typ deutlich mehr Luftkontakt, was ihn schneller oxidieren und von karamelligem Schmelz unterlegte Aromen von Nüssen, Gewürzen und Trockenfrüchten annehmen lässt. Dieser Port wird nach der rotbraunen bis goldenen Färbung, in der man früher eine Ähnlichkeit mit Gerberlohe sah, als Tawny bezeichnet. Die Port-Bandbreite reicht von einfachen Varianten für wenige Euro bis hin zu den raren Editionen eines einzelnen Jahrgangs – denn üblicherweise werden verschiedene Jahrgänge miteinander verschnitten. Diese Vintage-Editionen, die man im Schnitt nur jedes dritte bis vierte Jahr herausbringt, weil sie sehr heiße Sommer mit gleichzeitig moderaten Niederschlägen benötigen, können viele Dekaden gelagert werden und entwickeln sich dabei stetig weiter. Ihren Höhepunkt erreichen sie meist erst nach etwa 50 Jahren, was legendäre Füllungen wie 1966 oder 1977 zeigen. Ein so edler Vertreter, der gerade einmal ein Prozent der gesamten Port-Produktion ausmacht, muss es natürlich nicht immer sein: mit dem Colheita bietet sich eine ebenbürtige, aber direkt genussreife Alternative, mit dem Late Bottled Vintage eine nicht ganz so komplexe, dafür aber deutlich günstigere. Nach wie vor genießt man Port gern als Digestif zu kräftigem Käse, in den letzten Jahren haben sich aber auch andere Darreichungsweisen etabliert: ein leichter Rosé-Port kann auch schon vor dem Essen genossen werden und die trockene weiße Version aus Gouveio- und Malvasia-Trauben eignet sich in Kombination mit Tonic Water perfekt als Longdrink.

Obwohl „nur“ 25 000 Hektar groß, präsentiert sich das Anbaugebiet landschaftlich recht vielfältig, was sich wiederum auf den Charakter des Rebensaftes niederschlägt. Die westlichste der drei Subregionen, Baixo Corgo, beginnt 80 Kilometer von Porto entfernt in der Serra do Marão. Hier macht der Atlantik mit relativ kühlem Seeklima noch seinen Einfluss geltend, weshalb die Weine eher leicht geraten – man spürt deutlich die Nähe zum Gebiet Minho, der Heimat der Vinho Verdes. Im angrenzenden Cima Corgo, dem Herzstück des Douro-Tales, schirmen erste Berge die Reben von den maritimen Einflüssen ab – hier liegt nicht nur das geografische, sondern auch das ökonomische Zentrum Douros, denn zwei Drittel der Gesamtproduktion werden hier geerntet. Gen Osten dann nimmt die Höhe zu und die Vegetation immer mehr ab, aus heiterem Grün wird nach und nach eine karge Wüstenlandschaft von unerwarteter Wildheit: der Alto Douro. Während in den weiter westlich gelegenen Teilen des Tales die Winzer selbst für Ertragsreduktion sorgen müssen, erledigen das hier die nährstoffarmen Böden und die allgegenwärtige Hitze während des Sommers – so entstehen die besten, weil konzentriertesten Weine der gesamten Region. Anders als in vielen anderen Weinbaugebieten ist es hier keineswegs trubelig, viel mehr liegt eine leicht melancholische Ruhe, eine meditative Stille über den malerischen Dörfern. Wenn man auf der Linha do Douro zwischen Peso da Régua und Tua mit dem Dampfzug am Flussufer entlangfährt, fühlt man sich schnell 100 Jahre in der Zeit zurückversetzt. Ohnehin ist Tradition den Portugiesen äußerst wichtig, was sich nach wie vor in der Weinbergs- und Kellerarbeit zeigt: Handlese gilt als obligatorisch, und bis vor einiger Zeit wurden die Trauben wie in grauer Vorzeit noch mit den Füßen in großen Bottichen, den sogenannten Lagares, zerstampft, um den Saft herauszupressen. Der behutsam eingeführte technische Fortschritt trägt dem Rechnung, indem man auf Maschinen setzt, welche die menschlichen Stampfbewegungen imitieren – die „Robotic Lagares“.

Eine einzigartige Kulturlandschaft mit baulichen Zeugnissen aus zwei Jahrtausenden gibt es zum Wein quasi gratis dazu: Mauerwerk aus der Eisenzeit, römische Brücken, maurische Torbögen, gotische Kirchen und barocke Paläste, alles atmet Geschichte. Von der UNESCO wurde diese Schatzkammer 2001 in die Liste des Welterbes aufgenommen und ist der in Stein gegossene Beweis dafür, wie kosmopolitisch es hier im portugiesischen Norden seit jeher zuging. Auch wenn die Bekanntheit des Portweins eher den Briten zu verdanken ist, die ihn durch ihr riesiges Kolonialreich in Nordamerika, Indien und Australien bekannt machten und damit erst dessen Weltgeltung begründeten – er bleibt in seiner noblen Tiefgründigkeit doch immer ein flüssiger Ausdruck der portugiesischen Seele. So stand in Vila Nova de Gaia Ende des 15. Jahrhunderts wohl schon der dort geborene Ferdinand Magellan am Ufer des Ozeans und blickte gen Westen in den Sonnenuntergang, die „Saudade“ verspürend, jene spezifisch portugiesische Melange aus Fernweh, Sehnsucht und Weltschmerz, die hier jeder kennt, aber keiner so recht in Worte zu fassen vermag. Eines hat man dem ersten Weltumsegler aber voraus, wenn man nach einer Reise durch das Tal des Douro schließlich auf den Atlantik schaut, denn für ein gutes Glas Port war Magellan ein paar Jährchen zu früh auf der Welt.

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Rebsorten

Wohlmuth Riesling Ried Edelschuh 2017

Wein · Weißwein · Südsteiermark · Österreich

Wohlmuth Riesling Ried Edelschuh 2017 stammt von einer der besten Einzellagen der Steiermark. Feine dunkle Mineralik, gelbe Steinobstnote, ein Hauch Mandarine und zarter Blütenhonig prägen den Wein – saftig, präzise und leichtfüßig, mit feinem Weingartenpfirsich im Nachhall und sicherem Reifepotenzial.


Südsteiermark / Ried Edelschuh

Die Lage Edelschuh ist bereits seit 1322 als eine der besten Einzellagen der Steiermark bekannt. Auf dieser warmen, hoch gelegenen Lage reifen Trauben mit besonders hohen Extraktwerten und zugleich einer sehr filigranen Säurestruktur. Der karge Schieferboden spiegelt sich stark im Wein wider. Wegen der extremen Steilheit kann die historische Lage nur von Hand oder teils per Seilwinde bewirtschaftet werden. Erzeuger ist das Weingut Wohlmuth.

Rebsorte und Ausbau

Reinsortig aus Riesling. Der Ausbau ist auf Präzision und Reinheit ausgerichtet und stellt die Mineralität des Schieferbodens sowie die feine Frucht in den Vordergrund. Trocken ausgebaut, mit sicherem Reifepotenzial.

Im Glas

Helles Grüngelb. In der Nase feine dunkle Mineralik, gelbes Steinobst, ein Hauch Mandarine und zarter Blütenhonig. Am Gaumen saftig und präzise, mit Nuancen von Ananas und Maracuja, eigenständiger Mineralik und ungemein leichtfüßiger, zugleich lang anhaftender Textur; feiner Weingartenpfirsich im Nachhall.

Am Tisch

Gut gekühlt bei 10–12 °C servieren – als eleganter Aperitif oder zum Essen.

Passt zu: Fisch, Meeresfrüchten, hellem Fleisch, Spargel und der feinen Küche.


Lage: Südsteiermark, Ried Edelschuh (Österreich); Weingut Wohlmuth
Klassifikation: Südsteiermark – 100 % Riesling (Einzellage), trocken
Ausbau: präzisions- und mineralitätsbetonter Ausbau (Schiefer-Steillage)
Jahrgang: 2017

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Länder/Regionen

Michel Sarrazin Givry 1er Cru Blanc Champs Lalot 2024

Weißwein · Givry 1er Cru · Chardonnay

Chardonnay Givry 1er Cru Champs Lalot Côte Chalonnaise Ostlage 2024

Der Michel Sarrazin Givry 1er Cru Blanc „Champs Lalot" 2024 stammt aus einer besonders hochwertigen Parzelle der Côte Chalonnaise – elegant und mineralisch, getragen von einer formidablen Frische und einer feinen, harmonischen Länge.


Givry 1er Cru „Champs Lalot"

Das Domaine Michel Sarrazin et Fils in Jambles zählt zu den großen Referenzen der Appellation Givry in der Côte Chalonnaise – ein Familiengut mit Wurzeln im 17. Jahrhundert, heute geführt von den Brüdern Guy und Jean-Yves Sarrazin, naturnah und kontrolliert bewirtschaftet (Lutte raisonnée).

Der Givry Premier Cru „Champs Lalot" stammt aus einer besonders hochwertigen Parzelle der gleichnamigen Lage; ein Teil des Weinbergs wurde erst Anfang der 2010er-Jahre aufgrund seiner Qualität in den Rang eines Premier Cru erhoben. Die Reben der Domaine befinden sich im höher gelegenen, nach Osten ausgerichteten Abschnitt der Lage. Die Böden sind von tonreichen Kalksteinstrukturen geprägt, die Wasser gut speichern und selbst in trockenen Jahren eine stabile Versorgung der Reben gewährleisten.

Jahrgang 2024 – Burgund

Das Weinjahr 2024 im Burgund war ein Jahr der Geduld: ein ungewöhnlich milder, sehr niederschlagsreicher Winter und ein früher Austrieb, gefolgt von einem feucht-kühlen Frühjahr mit vereinzelten Frostnächten und regionalem Hagel. Der hohe Krankheitsdruck verlangte intensive Weinbergsarbeit, die Erträge sanken teils um bis zu 60 %. Ein trockenerer Sommer brachte eine langsame Reife, die Lese fiel später aus als in den warmen Vorjahren und erforderte strenge Selektion.

Die Mostgewichte blieben im gemäßigten Bereich, sodass balancierte, eher leichtere Weine entstanden. Die Weißweine zeigen sich klar, fein strukturiert und von pikanter Frische, mit präziser Linienführung und kühler, herkunftstypischer Eleganz – 2024 ist ein Jahr des Winzers, in dem sorgfältige Arbeit den Unterschied machte.

Ausbau

Reinsortiger Chardonnay aus dem Jahrgang 2024, trocken.

Die Trauben werden schonend verarbeitet und sorgfältig vinifiziert; der Ausbau erfolgt behutsam. Die Abfüllung geschieht mit minimaler Klärung, um möglichst viel Ausdruck und Substanz zu erhalten – ein leichter Bodensatz kann daher ganz natürlich auftreten.

Im Glas

Klar und brillant mit goldenen Reflexen. Die Nase öffnet sich mit feinen floralen Noten, begleitet von Zitrusfrüchten, weißen Blüten und einem Hauch von Steinobst. Am Gaumen elegant und mineralisch, getragen von einer formidablen Frische und einer feinen, harmonischen Länge.

Elegant und mineralisch, getragen von formidabler Frische und harmonischer Länge.

Schon jetzt mit viel Trinkfreude, mit Reifepotenzial über einige Jahre. Bei 11–13 °C servieren.

Am Tisch

Zu gebratenem Fisch und Jakobsmuscheln, zu Geflügel und Kalb in heller Sauce, zu Pilzgerichten sowie zu jungem Hartkäse.


Lage: Givry 1er Cru „Champs Lalot", Jambles, Côte Chalonnaise (Frankreich); höher gelegener, ostexponierter Abschnitt, tonreiche Kalksteinböden
Klassifikation: Givry 1er Cru AOC, Chardonnay (trocken)
Ausbau: Chardonnay; schonende Vinifikation, behutsamer Ausbau, minimale Klärung (leichter Bodensatz möglich); Lutte raisonnée

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Weine

Chateau Maucoil Chateauneuf-du-Pape rouge BIO

Rotwein · Châteauneuf-du-Pape · Bio · Rhône

Château Maucoil Châteauneuf-du-Pape rouge BIO ist ein konzentrierter Rotwein aus biologischem Anbau aus dem südlichen Rhônetal. Eine Nase voll aromatischer Würze, schwarzer Früchte und Konfitüre leitet über zu konzentrierter, eleganter und fast mineralischer Frucht. Saftige Himbeeren und Kirschen treten hinzu, die Tannine runden die Aromen ab. Im Abgang lang, mit dezenter Frische.


Châteauneuf-du-Pape

Châteauneuf-du-Pape liegt im südlichen Rhônetal nördlich von Avignon. Die berühmten Galets roulés – große, runde Kiesel – speichern die Tageswärme und geben sie nachts an die Reben ab; das mediterrane Klima bringt konzentrierte, würzige Rotweine hervor. Dieser Wein stammt aus biologischem Anbau (bio-zertifiziert, Öko-Kontrollstelle FR-BIO-01).

Assemblage und Ausbau

Klassische Châteauneuf-Cuvée auf Basis von Grenache, ergänzt um Syrah und Mourvèdre. Der Ausbau verleiht dem Wein Struktur, feine Tannine und Reifepotenzial.

Im Glas

Dichtes Rubinrot. In der Nase aromatische Würze, schwarze Früchte und Konfitüre. Am Gaumen konzentriert, elegant und fast mineralisch, mit saftigen Himbeeren und Kirschen. Reife Tannine und ein langer Abgang mit dezenter Frische.

Am Tisch

Bei 16–18 °C servieren; vor dem Genuss dekantieren. Gut gelagert reift der Wein weiter.

Klassische Begleitung: Lamm, Wild, Schmorgerichte, kräftige Braten und gereifter Hartkäse.


Lage: Châteauneuf-du-Pape, südliche Rhône (Frankreich)
Klassifikation: AOC Châteauneuf-du-Pape
Ausbau: Grenache-basierte Cuvée (Syrah, Mourvèdre)

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Weine

Domaine Thierry Mortet Bourgogne Cuvée Les Terroirs de Daix 2022 BIO

Weißwein · Bourgogne (Daix) · Chardonnay

Chardonnay Bourgogne · Les Terroirs de Daix Côte de Dijon 2022 Bio 13,00 % vol

Der Thierry Mortet Bourgogne „Les Terroirs de Daix" 2022 ist ein reinsortiger Bio-Chardonnay aus zwei Parzellen oberhalb von Daix an der wiederentdeckten Côte de Dijon – vielschichtig, cremig und von mineralischer Präzision.


Les Terroirs de Daix – die Lage

Diese Bourgogne-Blanc-Cuvée stammt aus zwei Parzellen mit insgesamt 0,83 Hektar Rebfläche in der Gemeinde Daix an der Côte de Dijon. Die erste Parzelle ist rund 45 Jahre alt und wurzelt in ton- und kalkhaltigen Böden mit Mergelanteil, die zweite, etwa 30 Jahre alte Parzelle steht auf reinem Kalkstein. Diese Kombination verleiht dem Wein sowohl Struktur als auch Frische und mineralische Präzision.

Die Reben liegen auf rund 300 Metern Höhe, ostexponiert und gut belüftet – ein frisches Mikroklima, das die natürliche Säure bewahrt und den mineralischen Charakter betont. Daix gehört zum historischen Weinbau rund um Dijon, der seit September 2023 als eigene geografische Bezeichnung „Bourgogne Dijon" von der INAO anerkannt ist.

Jahrgang 2022 – Bourgogne

2022 brachte im Burgund nach mildem Start einen warmen, sonnenreichen Sommer mit gesunden, reifen Trauben und – dank rechtzeitiger Niederschläge – guter Balance.

Die Weißweine zeigen reife Frucht und runde Fülle, gehalten von erfreulicher Frische; ein zugänglicher, ausgewogener Jahrgang.

Ausbau

Reinsortiger Chardonnay aus dem Jahrgang 2022, 13,00 % vol.

Nach schonender Pressung klärt sich der Most über eine natürliche Vorklärung von 24 Stunden, anschließend wird er abgezogen. Die alkoholische Gärung setzt spontan ein und verläuft temperaturkontrolliert zwischen 18 und 24 °C. Danach reift der Wein zu zwei Dritteln im Holzfass und zu einem Drittel im Edelstahltank über rund elf Monate; nach der malolaktischen Gärung bringen die unterschiedlich ausgebauten Partien je eigene Nuancen ein, die sich nach der Assemblage harmonisch verbinden. Eine leichte Schönung mit Bentonit sorgt für Stabilität und Klarheit. Der Ertrag liegt bei etwa 50 hl/ha (rund 5.000 Flaschen).

Bio-zertifiziert (FR-BIO-01).

Im Glas

Vielschichtig und fein: In Nase und am Gaumen entfaltet er komplexe Aromen zwischen cremiger Fülle und Frische – reifer Pfirsich, Zitrusfrüchte, feine Vanillenoten sowie ein elegantes mineralisches Finale.

Ein charaktervoller, ausgewogener Bourgogne Blanc mit Tiefe, Eleganz und terroirtypischer Handschrift.

Trinkreif nach einigen Monaten Flaschenruhe, mit Reifepotenzial von vier bis fünf Jahren. Bei 10–12 °C servieren.

Am Tisch

Zu gegrilltem oder gedünstetem Fisch (Kabeljau, Forelle, Seeteufel), zu hellem Fleisch in Rahmsauce, zu Krustentieren und Garnelen mit Zitrus sowie zu frischem Ziegenkäse.


Lage: Les Terroirs de Daix, Côte de Dijon, Bourgogne (Frankreich); 2 Parzellen (0,83 ha), Ton-Kalk mit Mergel (~45 J.) und reiner Kalkstein (~30 J.), ~300 m
Klassifikation: Bourgogne AOC (Dénomination Dijon), Chardonnay (trocken)
Ausbau: Chardonnay; ⅔ Holzfass, ⅓ Edelstahltank, ~11 Monate; Bio (FR-BIO-01)

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Feinkost

Croix Verte Huile de Noisette Haselnussöl

Feinkost · Haselnussöl · Frankreich

La Tourangelle Croix Verte Huile de Noisette ist ein feines Haselnussöl aus dem Hause La Tourangelle in Frankreich. Aus gerösteten Haselnüssen schonend gepresst – mit warmem Nussaroma, ideal für Kartoffelpüree, Mousse au Chocolat, Schokoladenkuchen und Karottensalat.


Herkunft

La Tourangelle ist ein Familienunternehmen aus dem Loire-Tal in Frankreich und stellt seit über 150 Jahren handwerkliche Speiseöle her – darunter dieses Haselnussöl der Linie „Croix Verte".

Gewinnung und Herstellung

Aus sorgfältig ausgewählten Haselnüssen, die geröstet und schonend gepresst werden. So entsteht ein goldgelbes Öl mit feinem, ausgeprägtem Haselnussaroma – 100 % Haselnussöl, ohne Zusätze.

Geschmack

Goldgelb im Glas. Im Geschmack fein und nussig, mit dem warmen, leicht süßlichen Aroma gerösteter Haselnüsse. Aromatisch und harmonisch.

In der Küche

Vielseitig in süßer und herzhafter Küche: zum Verfeinern von Kartoffelpüree und Karottensalat, über Salate und Gemüse, sowie für Mousse au Chocolat und Schokoladenkuchen. Nicht stark erhitzen, damit das Aroma erhalten bleibt.

Passt zu: Kartoffelpüree, Karottensalat, Mousse au Chocolat, Schokoladenkuchen und Salaten.


Hersteller: La Tourangelle (Frankreich)
Produkt: Haselnussöl (Huile de Noisette), Linie „Croix Verte"
Zutat: 100 % Haselnussöl (aus gerösteten Haselnüssen)
Herkunft: Loire-Tal (Frankreich)
Verarbeitung: geröstet, schonend gepresst
Mindesthaltbarkeit (MHD): 03.07.2027

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Spanien

Mauro 2023

Rotwein · Vino de la Tierra de Castilla y León · Tempranillo-Cuvée

Tempranillo-Cuvée VT Castilla y León Tudela de Duero 16 Monate franz. Eiche 2023 14,50 % vol

Der Mauro 2023 ist ein eindrucksvoller Rotwein aus der Hand von Mariano García – kraftvoll und zugleich seidig strukturiert, energisch und harmonisch, ein Wein mit großem Potenzial, der sofort begeistert und über viele Jahre reifen kann.


Mauro – Mariano García in Tudela de Duero

Bodegas Mauro ist das persönliche Projekt von Mariano García, dem legendären Önologen, der lange Zeit bei Vega Sicilia wirkte und mit Mauro seine eigene Handschrift perfektioniert hat. Seit 1978 entstehen hier in Tudela de Duero bei Valladolid kleine Mengen großer, lagerfähiger Rotweine, getragen von der Identität des Terroirs und einem präzisen Ausbau.

Da der Ort knapp außerhalb der DO Ribera del Duero liegt, führt Mauro die Klassifikation Vino de la Tierra de Castilla y León – ein reines Etiketten-Detail, keine Frage der Qualität. Die Reben stehen auf tonig-kalkigen Böden im rauen Kontinentalklima des Duero-Tals; bewirtschaftet wird ökologisch, ohne Herbizide.

Jahrgang 2023 – Castilla y León

Der Jahrgang 2023 wurde durch einen regenreichen Winter, ein warmes Frühjahr und einen heißen Sommer geprägt. Dank sorgfältiger Weinbergsarbeit und perfekter Lese entstand ein Wein mit klarer, verführerischer Frucht, feinen Tanninen und großem Ausdruck – eine gelungene Balance aus Kraft und Eleganz.

Assemblage und Ausbau

Cuvée aus rund 80 % Tempranillo sowie Syrah, Cabernet Sauvignon und Graciano, Jahrgang 2023, 14,50 % vol.

Nach 16 Monaten Reife in französischer Eiche präsentiert sich der Mauro als perfekte Balance aus spanischer Tradition und moderner Eleganz. Ökologisch bewirtschaftet.

Im Glas

Eine breite Aromapalette mit exotischen und intensiven Noten, dazu eine kraftvolle, aber seidig strukturierte Textur. Energisch, persistent und harmonisch – ein Wein mit großem Potenzial, der sofort begeistert und dennoch über viele Jahre reifen kann.

Perfekte Balance aus spanischer Tradition und moderner Eleganz.

Schon jetzt zugänglich, mit deutlichem Reifepotenzial; profitiert von einer Karaffe. Bei 16–18 °C servieren.

Am Tisch

Zu kastilischen Braten, zu rotem Fleisch und Lamm vom Grill, zu Ibérico-Schwein sowie zu gereiften Hartkäsen.


Lage: Vino de la Tierra de Castilla y León, Tudela de Duero (Spanien); tonig-kalkige Böden, raues Kontinentalklima
Klassifikation: VT Castilla y León, Tempranillo-Cuvée (trocken)
Ausbau: Tempranillo-Cuvée (80 % Tempranillo, Syrah, Cabernet Sauvignon, Graciano); 16 Monate französische Eiche; ökologisch bewirtschaftet

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Spirituosen

Ferdinand´s Saar Dry Vermouth

Wermut · Dry Vermouth · Saar · Deutschland

Ferdinand's Saar Dry Vermouth ist ein Wermut auf Basis von Saar-Riesling aus dem Hause Ferdinand's. Die Mineralität und Frucht der handgelesenen Riesling-Trauben verbinden sich mit würzigen Wermutkräutern aus der Saar-Region. Trocken, fein und aromatisch. Eine elegante Harmonie aus Wein und Kräutern.


Herkunft

Ferdinand's hat seinen Sitz an der Saar in Deutschland, einer der renommiertesten Riesling-Regionen. Die Basis bildet ein mineralischer, fruchtbetonter Saar-Riesling; die Wermutkräuter stammen ebenfalls aus der Region.

Herstellung und Reifung

Grundlage ist handgelesener Saar-Riesling, der mit würzigen Wermutkräutern der Saar-Region aromatisiert wird. So entsteht ein trockener Wermut, der Mineralität und Frucht des Weins mit feiner Kräuterwürze verbindet.

Im Glas

Helles Gelb. In der Nase Riesling-Frucht und würzige Kräuternoten. Am Gaumen trocken, mineralisch und elegant, mit feiner Kräuterwürze und langem Abgang.

Zum Genuss

Gut gekühlt pur, auf Eis mit einem Zeste Zitrone oder als Basis für Cocktails und Aperitifs.

Klassische Begleitung: als Aperitif, im Martini oder Spritz, zu Oliven und Antipasti.


Herkunft: Saar (Deutschland)
Art: Dry Vermouth (Wermut auf Riesling-Basis)
Herstellung: handgelesener Saar-Riesling, würzige Wermutkräuter

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Spirituosen

Valverde Liquore di Limone Zitronenlikör

Spirituose · Likör · Zitrone · Italien

Valverde Liquore di Limone ist ein italienischer Zitronenlikör, hergestellt aus frischem Zitronensaft, Alkohol und Zucker. Intensiver Zitronengeschmack mit einer dezenten Süße – pur, auf Eis oder als Schuss in den Prosecco. Der Sommer kann kommen!


Herkunft / Italien

Zitronenliköre im Stil des Limoncello gehören zu den beliebtesten Spezialitäten Italiens, besonders im sonnigen Süden. Der Liquore di Limone von Valverde stellt die frische Zitrone in den Mittelpunkt – ein sommerlich-spritziger Genuss.

Zutaten und Herstellung

Hergestellt aus frischem Zitronensaft, Alkohol und Zucker. Der frische Saft sorgt für das klare, intensive Zitronenaroma, während der Zucker die dezente Süße beisteuert.

Im Glas

Leuchtendes Gelb. In der Nase intensive, frische Zitrone. Am Gaumen spritzig und fruchtig, mit klarer Zitronenfrucht, dezenter Süße und animierendem, frischem Abgang.

Pur und im Drink

Eisgekühlt genießen, am besten direkt aus dem Tiefkühlfach.

Ideal: eisgekühlt pur, auf Eis, als Schuss im Prosecco oder Sekt sowie in sommerlichen Cocktails und über Zitronensorbet.


Marke: Valverde (Italien)
Art: Zitronenlikör (Liquore di Limone)
Zutaten: frischer Zitronensaft, Alkohol, Zucker
Geschmack: intensiv zitronig, dezent süß

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