Das Weinbaugebiet Abruzzen

Wein, Wildnis und Wohlgeschmack: Eine Entdeckungsreise durch die Abruzzen

Die Abruzzen scheinen anfällig zu sein für Verwechslungen. Anders ist es kaum zu erklären, dass viele Weintrinker beim Montepulciano immer nur an die Toskana denken. Und Pecorio? Ist das nicht ein strenger Käse? Ja, auch. Aber nicht nur. Doch alles der Reihe nach. Und vor allem schön gemächlich. Denn hier gehen die Uhren etwas langsamer, die Menschen nehmen sich Zeit – für gute Gespräche, ein feines Essen und natürlich den hervorragenden Wein der Region. Dieser wird geprägt von „mare e monti“, vom Gegensatz zwischen dem Adriatischen Meer und dem Höhenzug der Apenninen. Dieser, der sich durch ganz Italien zieht, erreicht hier mit dem fast 3000 Metern hohen Corno Grande seinen höchsten Gipfel. Solche Höhenluft werden die Reben allerdings niemals schnuppern, denn für sie ist bei höchstens 600 Metern Schluss – noch, muss man sagen, denn in Zeiten immer heißerer Sommer ist ein solches Höhenlagen-Backup immer eine gute Sache. In diesem Spannungsfeld zwischen Küste und Gebirge sind hohe Temperaturschwankungen zwischen Tag und Nacht die Regel. Das klingt zunächst anstrengend für die Rebstöcke, begünstigt aber die Reifung und eine optimale Balance zwischen Säure und Zucker. Ohnehin könnte das Klima kaum besser sein: die Apenninen halten schlechtes Wetter aus dem Westen fern, Niederschläge sind ohnehin eher gering und die maritime Luft, die von Osten hereinweht, wirkt wie eine natürliche Klimaanlage.

Zwar wird in jeder der vier Provinzen Wein erzeugt, der Löwenanteil von über 80 Prozent entfällt allerdings auf die Provinz Chieti direkt an der Adriaküste. Dort gedeihen die Rebstöcke auf Sand und Kies, weiter im Landesinneren dann auf Lehm, dessen Kalksteinanteil ansteigt, je weiter man sich Richtung Gebirge bewegt, und den Weinen nicht selten eine unerwartete Mineralik verleiht. Das nahe Beieinanderliegen von malerischen Sandstränden, sanften, grünen Hügeln, die hier liebevoll „colline dolce“ genannt werden, und kargem, oft schneebedecktem Hochland ist es, was die Abruzzen zu einer der landschaftlich vielfältigsten Regionen Italiens macht. Ein großer Teil, besonders im bergigen Hinterland, ist nach wie vor fast frei von menschlichen Eingriffen und präsentiert sich sehr ursprünglich. Damit dies auch so bleibt, stehen ein Drittel der Abruzzen unter Naturschutz und bieten wilden Tieren wie Wölfen, Luchsen und Braunbären eine Heimat – sicherlich auch ein Grund dafür, weshalb Weinbau hier auf „nur“ 30 000 Hektar betrieben wird, was sich gegen andere italienische Regionen wie Venetien oder Sizilien recht gering ausnimmt. 

Man liegt sicher nicht falsch damit, wenn man feststellt, dass die Abruzzen eine der unbekanntesten der 20 italienischen Regionen ist. Das hat entsprechende Auswirkungen auch auf das Wein-Portfolio, dem besonders im Ausland häufig nicht die Aufmerksamkeit geschenkt wird, die ihm eigentlich gebühren würde. Es kann aber auch damit zusammenhängen, dass einiges an informativer Vorarbeit geleistet werden muss, will man die Genuss-Eigenheiten dieses Landstrichs genau erfassen. Blicken wir also zunächst einmal auf das Aushängeschild des hiesigen Weinbaus, den autochthonen Montepulciano d’Abruzzo, der mehr als die Hälfte der Rebfläche für sich beansprucht. Er ist häufiges Opfer einer Verwechslung mit dem ungleich bekannteren, toskanischen Vino Mobile de Montepulciano, der allerdings nach seinem Herkunftsort benannt ist und aus Sangiovese gekeltert wird. Anders als dieser bringt der Montepulciano d’Abruzzo keine Spitzengewächse hervor, sondern hauptsächlich unkomplizierte Tropfen für den Alltag – geeignet eher für den Abend, denn der Alkoholgehalt liegt mit durchschnittlich 14 Prozent doch im höheren Bereich. Seine eher zurückhaltende Säure und der Geschmack nach Kirschen, roten Beeren und Pflaumen harmonieren perfekt mit fast allen Klassikern der mediterranen Küche. Erblickt man einen Hang mit südlicher Ausrichtung, kann man sich fast sicher sein, dass dieser mit Montepulciano bepflanzt ist, denn die Rebe ist ausgesprochen sonnenliebend – so sehr, dass sie im kühleren Norden Italiens gar nicht angebaut wird. Obwohl er für den baldigen Konsum gedacht ist und in den ersten drei bis vier Jahren nach Abfüllung am besten schmeckt, können durch den verhältnismäßig hohen Tanningehalt manche Vertreter auch bis zu zehn Jahre gelagert werden. Immer noch gilt er durch seine leichte Zugänglichkeit als idealer italienischer Restaurant-Wein, auch wenn ihm in Deutschland in den vergangenen Jahren der Primitivo etwas den Rang abgelaufen hat. 

Sein kräftiges Rubinrot war wohl auch Anregung für den Rosé der Region, sich eine deutlich dunklere Farbe zuzulegen, als man von Vertretern dieses Weinstils allgemein erwarten würde. Cerasuolo ist sein Name, was vom Dialektwort „cerasa“ für Kirsche herrührt und so viel bedeutet wie kirschroter Wein – eine Tönung, die er einer 24stündigen Mazeration auf den extrem farbstoffreichen Schalen des  Montepulciano verdankt. Dabei gilt der Cerasuolo, den man auch in anderen Regionen MIttel- und Süditaliens kennt, noch als die hellere Variante – die dunklere wird als Chiaretto bezeichnet. Vorgeschrieben sind mindestens 85 Prozent Montepulciano d’Abruzzo, was ihm dann neben einem intensiven Bukett nach Kirschen, Erdbeeren und Rhabarber auch einen würzig-rauchigen Beigeschmack und eine zarte Mandelnote im Abgang verleihen kann. Vom leichten deutschen Spätburgunder-Rosé oder den blassrosafarbenen Tropfen aus der Provence ist er ziemlich weit entfernt und durchaus in der Lage, nicht nur als sommerlicher Terrassenwein zu glänzen, sondern auch deftige Speisen zu begleiten, etwa einen Pecorino, den kräftigen Rohmilchkäse. 

Womit wir bei der zweiten Verwechslung wären, die sich dieses Mal auf dem Gebiet der Weißweine zuträgt. Hier kennt man nämlich auch einen Pecorino, und die Namensherkunft beider geht tatsächlich auf denselben Ursprung zurück. Im Italienischen ist „pecora“ nämlich das Schaf, und während der Käse aus der Milch ebenjener Schafe hergestellt wird, galten die Trauben in alten Zeiten als Leckerbissen, der von den in den Weinbergen weidenden Tieren zur Zeit der Reife begierig gefressen wurde. Warum in alten Zeiten? Nun, der Pecorino war lange Jahre komplett von der Bildfläche verschwunden. Nur alte Schriftstücke zeugten noch von der Existenz der Traube, die einst von den Griechen ins Land gebracht worden war, bis ein Winzer sie Anfang der 80er zufällig in einem uralten Weinberg wiederentdeckte. Die hohen Ansprüche, die der Pecorino an die Lage stellt, seine Empfindlichkeit zu hoher Sonneneinstrahlung gegenüber und die eher geringen Erträge waren für seine Renaissance zunächst ein echtes Hindernis, aber der sehr charakteristische Wein fand schnell Liebhaber der Tatsache, dass sich bei ihm jede Erwartungshaltung in Luft auflöst. Er verblüfft mit leicht salzigen floralen Noten von Jasmin und Akazie, wobei das Aromenspektrum sich eher auf der würzig-kräuterigen als der fruchtigen Ebene bewegt. Das Säurelevel wie auch die Mineralität sind für einen italienischen Weißen erstaunlich hoch, und schon einige Male hat man ihn salbungsvoll als „Riesling der Adria“ bezeichnet. Ohne Zweifel gehört der Pecorino, der außer in den Abruzzen nur noch in den angrenzenden Marken in nennenswertem Umfang angebaut wird, zu den bemerkenswertesten Rebsorten des Landes. Und Profis schwören sogar, dass er blind verkostet häufig für einen Rotwein gehalten werden könnte.

Einen ähnlich kometenhaften Aufstieg hat die Cococciola hingelegt, auch wenn sie noch eher unter dem Label „Geheimtipp“ rangiert als der Pecorino. Die spät reifende Traube wurde lange Zeit – wie der Großteil der abbruzzesischen Weinproduktion – nur für den Verschnitt mit Weinen von außerhalb genutzt, mausert sich aber immer mehr zum interessanten Solisten, der mit Primärfrucht nach Pfirsich und Birne und betörender Kräuteraromatik, insbesondere einer feinen Salbeinote aufwartet. Auch die Cococciola bringt eine frische Säure mit und ist damit genau das Richtige für alle, die in italienischen Weißen sonst ein bisschen die Spannung vermissen.

Während die vorigen eher als Nischenprodukte für Weinfreaks auf der Suche nach dem Besonderen gelten können, ist der Trebbiano d’Abruzzo neben dem Montepulciano der zweite große Name in der Weinwelt Abruzzens – aber auch ganz Italiens, dessen meistangebauter Weißwein zu sein der Trebbiano für sich verbuchen darf. Bereits seit 500 Jahren ist er hier in der Mitte des Stiefels beheimatet, und man schätzt ihn vor allem für seine zuverlässig hohen Lesemengen. Dieser Umstand gereicht ihm leider nicht immer zur Ehre, denn der Großteil des Lesegutes wird zu leichten, wenig komplexen So-nebenbei-Weinen verarbeitet. Reduziert man allerdings die Erträge und baut den Wein im Fass aus, kann er eine erstaunliche Finesse erreichen und perfekt das Terroir widerspiegeln, dem er entstammt. Der sortentypisch eher neutrale Geschmack wird dann mit Aromen von weißem Pfirsich, Zitrus und grünem Apfel angereichert. 

Apropos angereichert: profitiert hat man seit jeher von der Nähe zu Rom, das von der Grenze der Abruzzen gerade mal 100 Kilometer entfernt liegt. Mussten viele weiter entfernt liegende Weinbaugebiete, besonders jene in Oberitalien, erst anderen Volksstämmen entrissen werden, gehörten die Abruzzen praktisch zum Kernland des Römischen Reiches und wurden schon lange vor Christus von den Römern bewirtschaftet. Auch deshalb finden sich bemerkenswert viele literarische Zeugnisse über den dortigen Wein, dem sowohl das Potential zur Stärkung der vielen Soldaten als auch ein ausreichendes Niveau attestiert wurde, um an den reich gedeckten Tafeln der Patrizierfamilien ausgeschenkt zu werden. Diese Entwicklung fand ihr jähes Ende, als Kaiser Domitian sein fatales Edikt erließ: um den in allen Teilen des Reiches ausufernden Weinbau einzudämmen, der sich nachteilig auf die Qualität auswirkte und darüber hinaus die Versorgung mit anderen landwirtschaftlichen Gütern wie Getreide gefährdete, befahl er massive Rodungen. Versetzte dies den Abruzzen schon einen herben Schlag, kamen sie durch die bald darauf einsetzende Völkerwanderung vollends zu Fall: über Jahrhunderte versank er im Dunkel der Geschichte. Erst die ordnende Hand der Klöster ebnete den Abruzzen im Hochmittelalter den Weg zu einer zweiten weinbaulichen Blüte: neben dem Hauptexportgut Wolle fand auch der Rebensaft im Königreich Neapel, zu dem die Abruzzen viele Jahrhunderte lang als dessen nördlichste Provinz gehörten, guten Absatz.

Heutzutage liefert die Region ein eher uneinheitliches Bild: es dominieren riesige Genossenschaften, die zum großen Teil einfache, günstige Weine ohne besonderen Wiedererkennungswert produzieren. Sehr laxe behördliche Vorgaben begünstigen unerfreuliche Rekorde dabei zusätzlich, denn nur durch ein fehlendes übergeordnetes Qualitätsmanagement sind groteske Hektarerträge von bis zu 140 Hektolitern überhaupt möglich. Nicht wenige Winzer aber haben in den vergangenen Jahrzehnten diesem System den Rücken gekehrt und sind ihren eigenen Weg gegangen: für sie steckt in den Reben und den Böden zu viel Potential, als dass man sein Licht unter den Scheffel stellen müsste. Das Winzerhandwerk ist in der Tat eine der nicht allzu vielen Zukunftsperspektiven einer Region, die wie viele ländlich geprägte Teile Italiens unter einer Abwanderung junger Menschen leiden – was durch verheerende Naturkatastrophen wie das Erdbeben von 2009, das die Hauptstadt L’Aquila zum großen Teil zerstörte, noch befördert wird. Ein nicht geringer Teil des Geldes, der von der Regierung für den Wiederaufbau der mittelalterlichen Altstadt gedacht war, verschwand in den Taschen der Mafia. Wer konnte, suchte sein Glück woanders und überließ die ohnehin schon einsam-verschlafenen Abruzzen der Überalterung und dem langsamen Verfall. Doch muss es trotz allem einen Grund dafür geben, dass seit Jahrzehnten brachliegende, völlig verwilderte Weinberge das Interesse einer neuen Winzergeneration wecken, die sich vor allem aus Quereinsteigern speist. Ist es die geringe Konkurrenz, die ein Herumexperimentieren ohne enormen Preisdruck ermöglicht? Abenteuerlust und Pioniergeist, die sich in dieser wilden Gegend besser ausleben lassen als im verstädterten Rest Italiens? Oder sind es die liebenswerten Traditionen rund ums Thema Genuss, die nach wie vor höchste Wertschätzung ausdrücken für die Arbeit alljener, die Oliven, Getreide, Fleisch und eben Wein erzeugen? 

Will man eine solche perfekte Symbiose von Wein und Kulinarik erleben, untermalt von liebenswertem Brauchtum und selbstloser Gastlichkeit, besucht man am besten eine der Sagras, die über das Jahr verteilt in fast jedem Örtchen stattfinden. Eine derartige Veranstaltung als Dorffest zu beschreiben, wird ihr jedoch kaum gerecht. Darauf weist schon der Name hin, der vom lateinischen „sacrum“ herrührt, was so viel wie „heilig“ bedeutet. Damit ist nicht nur gemeint, dass diese Festivität mit ihrem obligatorischen Feuerwerk als krönendem Abschluss für viele Einwohner den stolzen Höhepunkt des gesamten Jahres darstellt. Auch der Anlass ist weniger das profane Bedürfnis nach einem von Völlerei und Ausschweifung geprägten Wochenende: häufig begeht man den Namenstag des lokalen Schutzpatrons und zelebriert im Zuge dessen das Gemeinschaftsgefühl – vordergründig christliches Brauchtum vermengt sich dabei mit deutlich älteren, noch in heidnischer Zeit wurzelnden Riten. Früher war es für die im Umland lebenden Bauern die Gelegenheit, das harte Tagewerk einmal ruhen zu lassen und stattdessen selbst die Früchte ihrer Arbeit zu genießen. „Früchte“ kann hier durchaus im Wortsinn verstanden werden, denn bei einer Sagra steht meist ein bestimmtes Obst, Gemüse oder Fleisch im Mittelpunkt. Das können Bohnen sein, Esskastanien, Kirschen und Oliven oder auch Wildschwein und Hase. Und so ist die liebenswerte Mischung aus Erntedank, musikuntermalter Kostümparade, dörflicher Leistungsschau und Gourmetfestival eine Feier des Lebens, wie man sie in dieser herzlichen Ausgelassenheit nur selten findet.

Wo wir gerade beim Thema sind: was isst man klassischerweise zu den Tropfen der Abruzzen? Wie in anderen Weinbaugebieten auch gilt hier, dass sich Wein und Speisen über Jahrhunderte gemeinsam entwickelt haben und sich daher gegenseitig perfekt ergänzen. Typisch ist der Fokus auf wenige, dafür aber sehr frische Produkte. Allgemein lassen viele Rezepte noch ihre Entstehung in einer ländlich und bäuerlich geprägten Umgebung durchschimmern, etwa die deftigen Arrosticini. Hierfür schneidet man Schaffleisch in Stücke und mariniert es in mit rotem Sulmona-Knoblauch und Majoran versehenem Olivenöl. Auf einem speziellen Grill, breit und sehr schmal in der Form, wird es dann gebraten. Die Tradition stammt noch aus einer Epoche, als mit ihren Herden im Gebirge umherziehende Viehhirten im Freien lebten und auf kaum andere Nahrung zurückgreifen konnten als jene, die ihre Tiere ihnen boten – auch, weil Felderwirtschaft hier aufgrund der geografischen Gegebenheiten lange Zeit kaum möglich war. Klingt dieses Gericht noch vergleichsweise harmlos gewürzt, braucht man für viele andere eine gewisse Schärfetoleranz. Eine der liebsten Zutaten ist den Einheimischen nämlich der Peperoncino, was übersetzt „kleine Paprika“ heißt, aber eine Chili meint. Man verwendet sie bevorzugt getrocknet, und wer schon einmal in einem traditionellen italienischen Feinkostgeschäft war, wird sich an die leuchtend roten Bündel erinnern, die dort von der Decke hängen. Die beliebteste Sorte heißt nicht ohne Grund „Diavoletto“, Teufelchen, und besonders in den heißen Sommern schätzt man sie, weil sie durch ihre Feurigkeit den Schweißfluss anregen und damit zur Abkühlung beitragen. Zum Einsatz kommen sie auch im regionaltypischen Pastagericht, das die Abruzzen trotz ihrer langen geografischen Isolation genauso kennen wie der Rest des Landes. Spaghetti alla chitarra werden sie genannt, weil das Werkzeug zur Herstellung der Nudeln optisch stark an eine Gitarre erinnert. Es verleiht ihnen eine poröse Oberfläche, die sich perfekt dazu eignet, ein Maximum an Soße aufzunehmen, etwa eine „all’amatriciana“ aus den omnipräsenten Tomaten, ergänzt um Räucherspeck, Peperoncini und Pecorino – also dem Käse, nicht dem Wein. 

So einfach die Küche der Abruzzen auf den ersten Blick wirkt, sie hält auch einige Überraschungen bereit. Denn obwohl außer vielleicht das hügelige Hinterland wenig an Toskana oder Piemont denken lässt, finden sich hier genauso wie dort feinste Trüffel in allen Variationen: der Burgunder- ebenso wie der schwarze Périgord- und sogar der weiße Albatrüffel. Und auch ein Gewürz, dass in Deutschland allenfalls in homöopathischen Dosen verwendet wird, hat in Abruzzen jeder Koch bei der Hand: den Safran, der in seiner Rohform als blühender Krokus die ansonsten ausgestorben wirkende Hochebene von Navelli mit einem violetten Teppich überzieht. Besonders Fischgerichten wie dem Brodetto verleiht er seine goldgelbe Farbe und leicht bitteren Geschmack. Und wirklich vollkommen ist das kulinarische Erlebnis um Spezialitäten wie Dornhai, Rochenflügel und Tintenfisch, wenn man in einem Trabucco speist, einer auf Stelzen ins Meer hinein gebauten Holzhütte, ehemals die windschiefe Behausung armer Fischer, heute hipper Gourmet-Treffpunkt.

Doch die 130 Kilometer lange Küstenlinie mit ihren malerischen Stränden ist nur eine Momentaufnahme, kann über die sich immer wieder ins Bewusstsein drängende Dominanz der Berge nicht hinwegtäuschen. Kaum zu glauben, dass man dort oben, gefühlt am Rande der Welt, nur anderthalb Stunden Autofahrt vom pulsierenden Rom entfernt sein soll. Man könnte glauben, sich im tiefsten Zentralasien zu befinden: so weit das Auge reicht Hochplateaus, die in weiten Teilen kaum zugänglich sind, und wenn, dann nur mit Führer oder Sondergenehmigung. Besonders zugänglich sind dafür aber die Weine – kaum eine größere Runde, die man mit Montepulciano oder Trebbiano nicht zufriedenstellen könnte. Auch wenn nach wie vor über die Hälfte der Erträge gar nicht den Weg in die Flasche findet, sondern in Fässer gefüllt und als sehr preisgünstiger Gastro-Wein rund um den Globus geschippert wird, ist die Anzahl der Jungwinzer in letzter Zeit stark gewachsen, das Preisniveau aber immer noch niedrig. Erfreulicherweise spielen für die meisten ambitionierten Weinbau-Neulinge internationale Sorten wie Merlot oder Chardonnay kaum eine Rolle. Neben den beiden zuverlässigen Zugpferden der Region sind es nämlich vor allem die unbekannteren Reben, die den Reiz Abruzzens ausmachen und in deren unangepasstem Geschmack man die Unverfälschtheit der Landschaft geradezu auf der Zuge spürt. Text: Dario Sellmeier

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Weine

Peter Jakob Kühn Schlehdorn Unikat Riesling 2020 BIO

Weißwein · Mittelheim (Rheingau) · Riesling

Riesling Schlehdorn · PJK.Unikat Peter Jakob Kühn Herzstück Mittelheimer St. Nikolaus Reben von 1954 · über 70 J. kalkhaltiger Löss & Quarzit Ganztraubenpressung · ~2 J. Vollhefe BIO/Demeter (DE-ÖKO-003) · 2020

Der Peter Jakob Kühn Schlehdorn PJK.Unikat Riesling trocken 2020 ist der Spitzenriesling des Guts – aus den ältesten, 1954 gepflanzten Reben im Herzstück des Mittelheimer St. Nikolaus. Ein knochentrockener, tiefer und salziger Riesling von seltener Intensität und Klarheit.


Schlehdorn – das Herzstück des St. Nikolaus

Das Weingut Peter Jakob Kühn in Oestrich zählt zu den herausragenden Adressen des Rheingaus und arbeitet seit 2004 als zertifiziertes Demeter-Mitglied biologisch-dynamisch (DE-ÖKO-003). Prägend ist der entschleunigte Ausbau: ein langes, unberührtes Hefelager in traditionellen Stückfässern, das den Weinen früh Tiefe und Anmut verleiht.

Der Schlehdorn entsteht aus den besten rund 1.000 m² der Großen Lage Mittelheimer St. Nikolaus, mit 1954 gepflanzten, über 70 Jahre alten Reben. Der Weinberg liegt direkt am Rhein, sanft nach Süden geneigt; kalkhaltiger, sandiger Löss und Quarzit sowie die ständige Luftzirkulation des breiten Flusses sorgen für gesunde, früh reifende Trauben. Pro Jahrgang entsteht meist nur rund ein Stückfass.

Jahrgang 2020 – Rheingau

2020 war im Rheingau ein ausgewogener Jahrgang mit reifer, gesunder Frucht und frischer, präziser Säure. Die alten Reben mit ihrem tiefen Wurzelsystem und der lange Hefeausbau bewahrten Konzentration, salzige Mineralität und Spannung – Kraft und Feinheit im Gleichgewicht.

Ausbau

Knochentrockener Riesling aus dem Herzstück des Mittelheimer St. Nikolaus, Jahrgang 2020; 100 % Riesling von kalkhaltigem Löss und Quarzit.

Die ganzen Trauben werden über rund zehn Stunden schonend gepresst und ohne Umpumpen direkt ins Halbstückfass gelegt, wo sie spontan vergären. Nach einer malolaktischen Gärung reift der Wein knapp zwei Jahre unberührt auf der Vollhefe – ohne Bâtonnage –, gefolgt von rund einem Jahr Flaschenreife. Dieser lange Hefeausbau verleiht ihm Schmelz, Tiefe und Substanz. Biologisch-dynamischer Anbau (Demeter, DE-ÖKO-003).

Im Glas

Ein tiefer, kristallklarer Riesling von großer Konzentration: reifer Apfel und Mirabelle, dazu getrocknete Zitronen- und Orangenzeste, eine feine jodig-steinige Note und würzige Kräuteranklänge. Am Gaumen knochentrocken, dicht und schmelzend zugleich, mit intensiver, salziger Mineralität, feiner phenolischer Griffigkeit und einem sehr langen, energiegeladenen Nachhall.

Reifer Apfel und Mirabelle, getrocknete Zitrus- und Orangenzeste über jodig-steiniger Tiefe – knochentrocken, dicht und schmelzend, intensiv salzig, mit langem, energiegeladenem Nachhall.

Ein rarer, sehr langlebiger Rheingau-Riesling; jung unbedingt dekantieren, mit großem Reifepotenzial. Bei 11–13 °C servieren.

Am Tisch

Zu edlem Fisch und Meeresfrüchten, zu Hummer und Jakobsmuscheln, zu Kalbsbries mit Morcheln, zu Gerichten mit Butter- und Rahmsaucen sowie zu gereiftem Hartkäse wie Comté oder Beaufort.


Lage: Schlehdorn, ~1.000 m² im Herzstück des Mittelheimer St. Nikolaus (VDP.Große Lage), Rheingau; direkt am Rhein, Süd; kalkhaltiger sandiger Löss und Quarzit; Reben von 1954
Klassifikation: Riesling PJK.Unikat, Rheingau (trocken); 100 % Riesling
Ausbau: Ganztraubenpressung, Spontangärung im Halbstückfass, MLF, knapp 2 Jahre auf der Vollhefe (ohne Bâtonnage), danach ~1 Jahr Flaschenreife; biologisch-dynamisch, Demeter, DE-ÖKO-003

Fotos: A. Durst

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USA

Saxum James Berry Vineyard White 2017

Weißwein · James Berry Vineyard · Rhône-Cuvée

Grenache Blanc · Roussanne · Chenin Blanc · Petit Manseng James Berry Vineyard Willow Creek District Paso Robles · Kalifornien Saxum (Justin Smith) Kalkstein-Steillage Fassgärung · Vollhefe 2017

Der Saxum James Berry Vineyard White 2017 ist der erste Jahrgang dieses raren Weißweins des Kult-Erzeugers Saxum – eine ernsthaft strukturierte, zugleich komplex aromatische Rhône-Cuvée aus der Heimatlage. Im Stil eines klassischen Weißburgunders, aber mit kalifornischem Twist: konzentriert, reich und doch wunderbar balanciert.


James Berry Vineyard White – ein lang gehegter Traum

Saxum wurde 2000 von Justin Smith gegründet und zählt heute zu den gefragtesten Rhône-Erzeugern Kaliforniens. Das James Berry Vineyard ist die Heimatlage der Familie Smith im Willow Creek District westlich von Paso Robles – eine karge Lage auf Kalkstein und Kalkschiefer über einem uralten Meeresboden. Der Name Saxum ist lateinisch für „Stein".

Dieser Weißwein war lange im Werden: Roussanne steht hier bereits seit 1997, doch um die Frische zu ergänzen, die der Roussanne mitunter fehlt, pflanzte Saxum Grenache Blanc auf einem ostexponierten Abschnitt des Rocket-Block-Hügels. Das Ziel war ein Weißwein mit Struktur und Reifepotenzial wie ein klassischer Weißburgunder, aber mit kalifornischem Charakter. Im 2017er gesellen sich zum Kern aus Grenache Blanc und Roussanne noch Chenin Blanc und Petit Manseng.

Jahrgang 2017 – Paso Robles

2017 war an der kalifornischen Central Coast ein warmer, reifer Jahrgang, der diesem ersten James Berry White einen konzentrierten, reicheren Stil verlieh. Auf dem kühlen Kalksteinterroir ergibt das einen vollmundigen, dicht texturierten Weißwein, dessen Fülle von einer lebendigen Säure und mineralischen Spannung getragen und im Gleichgewicht gehalten wird.

Assemblage und Ausbau

Cuvée aus 55 % Grenache Blanc, 32 % Roussanne, 8 % Chenin Blanc und 5 % Petit Manseng, Jahrgang 2017, trocken.

Grenache Blanc gibt dem Wein Frische und florale Klarheit, Roussanne Fülle, Schmelz und honigwürzige Tiefe, Chenin Blanc Spannung und lebendige Säure, Petit Manseng zusätzliche Intensität und Aromatik. Der Most wurde direkt ins Fass gepresst und dort vergoren – in einer Kombination aus 320-Liter-Hogsheads und 600-Liter-Demi-muids, fast ausschließlich neue französische Eiche (mit einem einzigen gebrauchten 600-l-Fass, das niemand Geringerem als Didier Dagueneau gehörte). Über die gesamten 20 Monate reifte der Wein auf der Vollhefe mit gelegentlichem Aufrühren. Bis zur Umfüllung in den Tank zur Abfüllung sah er keinerlei Schwefel; gefüllt wird ungeschönt und unfiltriert.

Im Glas

Aus dem kalkreichen Terroir und der Rhône-Cuvée lebt dieser Weißwein von Konzentration und Spannung: goldgelb im Glas, mit Aromen von karamellisierter Mandarine, Quitte, gebackenem Apfel und reifer Birne, dazu Orangenblüte, Honig, geröstete Gewürze, Brioche und ein Hauch salzige Mandel. Untermalt wird das von einer feuersteinig-kalkigen Mineralität, die man von einem kalifornischen Weißwein so nicht erwartet. Am Gaumen vollgewichtig, reich und konzentriert, mit dichter, seidiger Textur, getragen von einer lebendigen Säure und salzigem Zug – fokussiert und balanciert zugleich, mit langem, mineralischem Finale.

Karamellisierte Mandarine, Quitte und Birne über Orangenblüte, Brioche und feuersteiniger Mineralität – reich und konzentriert, doch fokussiert und lang.

Schon jetzt ein Genuss, gewinnt aber wie die Saxum-Rotweine mit einigen Jahren Reife. Bei 11–13 °C servieren.

Am Tisch

Zu Geflügel und Kalb in heller Sauce, zu edlem Fisch und Krustentieren, zu cremigen Pasta- und Risottogerichten sowie zu gereiftem Hart- und Weichkäse.


Lage: James Berry Vineyard, Willow Creek District, Paso Robles (Kalifornien, USA); steile Kalkstein-/Kalkschiefer-Hänge über fossilem Meeresboden; Roussanne seit 1997, Grenache Blanc am ostexponierten Rocket-Block-Hügel; organisch bewirtschaftet
Klassifikation: Paso Robles Willow Creek District; Cuvée aus 55 % Grenache Blanc, 32 % Roussanne, 8 % Chenin Blanc, 5 % Petit Manseng (trocken)
Ausbau: Fassgärung, 20 Monate auf der Vollhefe mit Bâtonnage in 320-l-Hogsheads und 600-l-Demi-muids (fast ausschließlich neue französische Eiche); kein SO₂ bis zur Füllung, ungeschönt und unfiltriert

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Rebsorten

Today´s Special Appassimento

Wein · Rotwein · Apulien · Italien

Today's Special Appassimento besteht aus 50 % Negroamaro, 20 % Merlot, 20 % Primitivo und 10 % Malvasia von ausgewählten Weinbergen, vinifiziert nach dem traditionellen Appassimento-Verfahren. Intensiv rubinrot, mit feinfruchtiger, würziger, fast pfeffriger Nase.


Apulien / Salento

Apulien, der Stiefelabsatz Italiens, und besonders der Salento stehen für kraftvolle, sonnengereifte Rotweine. Das heiße mediterrane Klima sorgt für üppige, reife Frucht. Negroamaro und Primitivo sind die prägenden Rebsorten der Region.

Assemblage und Ausbau

Cuvée aus 50 % Negroamaro, 20 % Merlot, 20 % Primitivo und 10 % Malvasia. Kennzeichnend ist die Appassimento-Methode: Ein Teil der Trauben wird nach der Lese angetrocknet, wodurch Zucker, Aromen und Extrakt konzentriert werden – das ergibt einen dichten, samtigen Wein mit reifer Frucht.

Im Glas

Intensives Rubinrot. In der Nase sehr feinfruchtig, würzig und fast pfeffrig, dazu reife dunkle Beeren und ein Hauch Dörrobst. Am Gaumen ausgewogen und vollmundig, mit weichen Tanninen, intensiver, zugleich weicher Frucht und langem Abgang.

Am Tisch

Bei 16–18 °C servieren – ein kraftvoller Begleiter oder Wein für sich.

Passt zu: kräftiger Pasta, gegrilltem und geschmortem Fleisch, Lamm und reifem Käse.


Lage: Apulien / Salento (Italien); Today's Special (Globus Wine)
Klassifikation: Apulien IGT – Cuvée aus 50 % Negroamaro, 20 % Merlot, 20 % Primitivo, 10 % Malvasia (Appassimento)
Ausbau: Appassimento (Antrocknen eines Teils der Trauben)

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Whisky

Kilchoman Islay Vintage 2014 Oloroso Sherry Single Cask 57,30 %

Spirituose · Single Malt Whisky · Islay · Schottland

Kilchoman Islay Vintage 2014 Oloroso Sherry Single Cask ist ein getorfter Islay Single Malt der Kilchoman-Farmdestillerie. Gebrannt 2014 und vollständig im Oloroso-Sherryfass gereift – ein Einzelfass, in dem dunkle Trockenfrucht und Nuss auf maritimen Torfrauch treffen.


Herkunft

Kilchoman ist eine Farmdestillerie an der Westküste der Insel Islay (gegründet 2005, bei Machir Bay) – die erste neue Brennerei Islays seit 124 Jahren. Sie verfolgt das Prinzip „barley to bottle" und brennt getorfte, küstenwürzige Malts; die Standard-Range ist mit rund 50 ppm kräftig getorft.

Destillation und Reifung

Getorfter Islay Single Malt (rund 50 ppm), gebrannt 2014. Als Single Cask reifte er vollständig in einem Oloroso-Sherryfass, das Trockenfrucht, Nuss und würzige Fülle beisteuert. Naturbelassen: ohne Farbstoff, nicht kühlgefiltert.

Im Glas

Tiefes Gold bis Bernstein. In der Nase Dörrobst, Rosine, Walnuss und süße Sherrynoten, unterlegt von kräftigem Torfrauch. Am Gaumen vollmundig und würzig, mit dunkler Frucht, Schokolade, Nuss und maritimem Rauch. Langer, warm-rauchiger Abgang.

Pur genießen

Pur aus dem Nosing-Glas, bei Bedarf mit wenigen Tropfen Wasser, das die Aromen öffnet. Ein seltenes, sherryfassgereiftes Einzelfass in Fassstärke für Liebhaber getorfter Islay-Malts – ideal als Digestif.

Klassisch solo: pur, mit etwas Wasser, als Digestif.


Herkunft: Islay (Schottland); Destillerie Kilchoman
Art: Islay Single Malt Whisky (getorft ~50 ppm), Single Cask
Reifung: vollständig im Oloroso-Sherryfass; ohne Farbstoff, nicht kühlgefiltert
Edition: Destillation 2014

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Spirituosen

Cognac Seguinot VSOP 1er Cru de Cognac

Spirituose · Cognac · Grande Champagne · Frankreich

Seguinot Cognac VSOP ist ein 1er-Cru-Cognac aus der Grande Champagne. Seine bernsteinfarbene Erscheinung mit goldenen Reflexen offenbart delikate Aromen von getrockneten Früchten, Mandeln und Haselnüssen, begleitet von ausgeprägter Sanftheit und Finesse – mehrfach international ausgezeichnet.


Herkunft / Grande Champagne

Der VSOP stammt aus der Grande Champagne, dem 1er Cru und besten Cru der Cognac-Region. Das Haus Seguinot steht für Tradition und handwerkliche Qualität. Die kalkreichen Böden der Grande Champagne bringen besonders feine, langlebige Eaux de Vie hervor.

Herstellung und Reifung

Aus Eaux de Vie der Grande Champagne (1er Cru). Nach der Destillation reift der Cognac zunächst ein Jahr in neuen Eichenholzfässern, wodurch er kräftige Tannine aufnimmt, bevor er nahezu vier Jahre in älteren Fässern weiter ausgebaut wird. Mehrfach international ausgezeichnet.

Im Glas

Bernstein mit goldenen Reflexen. In der Nase und am Gaumen delikate Aromen von getrockneten Früchten, Mandeln und Haselnüssen, getragen von ausgeprägter Sanftheit und Finesse; harmonischer, langer Abgang.

Pur und im Drink

Pur bei Zimmertemperatur im Cognac-Schwenker genießen – oder als Basis für gehobene Cocktails.

Ideal: pur als Digestif, zu Schokolade oder in klassischen Cognac-Cocktails.


Herkunft: Grande Champagne, 1er Cru (Frankreich); Maison Seguinot
Art: Cognac Grande Champagne VSOP
Reifung: 1 Jahr in neuen Eichenfässern, anschließend knapp 4 Jahre in älteren Fässern
Auszeichnungen: mehrfach international prämiert

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Feinkost

Le 2 Mele Sugo ai Funghi Porcini Toamtensauce mit Steinpilzen

Feinkost · Pastasauce · Ligurien · Italien

Le 2 Mele Sugo ai Funghi Porcini ist eine italienische Tomatensauce mit Steinpilzen. Fruchtige Tomate trifft auf das erdig-waldige Aroma von Boletus-Steinpilzen – eine vegetarische, vollmundige Sauce für Pasta direkt aus dem Glas.


Herkunft

Hergestellt von der Manufaktur Le 2 Mele in Borgomaro in Ligurien, im Hinterland der italienischen Riviera. Für die Sauce werden echte Steinpilze (Boletus edulis) verarbeitet.

Zutaten und Herstellung

Auf Basis von Tomatenfruchtfleisch mit Steinpilzen, abgerundet mit nativem Olivenöl extra und Gewürzen. Eine fleischlose, vegetarische Pastasauce.

Geschmack

Fruchtig und vollmundig, mit dem intensiven, erdig-waldigen Aroma der Steinpilze. Rund und herzhaft, ohne schwer zu sein.

In der Küche

Einfach erwärmen und mit frisch gekochter Pasta vermengen. Auch als Basis für Risotto oder Gnocchi und mit etwas Parmigiano zu verfeinern.

Passt zu: Tagliatelle, Pappardelle, Gnocchi, Risotto und Polenta.


Hersteller: Le 2 Mele, Borgomaro (Ligurien, Italien)
Produkt: Sugo ai Funghi Porcini – Tomatensauce mit Steinpilzen (vegetarisch)
Zutaten (Auszug): Tomate, Steinpilze (Boletus edulis), natives Olivenöl extra, Gewürze
Mindesthaltbarkeit (MHD): 07.08.2027

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Spirituosen

Pech Classic Lakritzlikör mit Chili

Spirituose · Likör · Lakritz

Pech Classic Lakritzlikör mit Chili ist das Original, hergestellt nach alter bergischer Rezeptur. Ein Hochgenuss intensiv-lakritziger Natur, der durch die Chili immer schärfer wird.


Herkunft / Bergisches Land

Der Pech Classic wird nach alter bergischer Rezeptur hergestellt und steht damit in der Tradition des Bergischen Landes. Lakritzlikör verbindet die kräftige, würzig-süße Note der Süßholzwurzel mit Alkohol – hier ergänzt um die feurige Komponente der Chili.

Zutaten und Herstellung

Basis ist Lakritz (Süßholz), das dem Likör seine intensive, dunkle Würze verleiht, abgerundet mit Zucker. Chili setzt einen scharfen Akzent, der sich am Gaumen nach und nach aufbaut – je länger, desto schärfer.

Im Glas

Tiefes Schwarzbraun. In der Nase intensives Lakritz mit würzigen Anklängen. Am Gaumen süß und vollmundig lakritzig, gefolgt von einer aufbauenden Chili-Schärfe im Abgang – ein kräftiges, markantes Geschmackserlebnis.

Pur und im Drink

Gut gekühlt pur oder auf Eis genießen – als Digestif oder Shot.

Ideal: eisgekühlt pur, als Shot oder auf Eis; für Lakritz- und Schärfe-Liebhaber.


Marke: Pech
Art: Lakritzlikör mit Chili
Zutaten: Lakritz (Süßholz), Chili, Alkohol, Zucker
Herkunft: Bergisches Land (Deutschland)
Geschmack: intensiv lakritzig, scharf

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Frankreich

Domaine Latour-Giraud Meursault Genevrières 1er Cru 2021

Weißwein · Meursault Premier Cru · Chardonnay

Chardonnay Meursault · 1er Cru Les Genevrières Latour-Giraud: größter Besitzer (~2,5 ha) 11–12 Monate Holz · ~25% neu 2021

Der Meursault Genevrières 1er Cru 2021 der Domaine Latour-Giraud ist ein reicher, zugleich mineralischer Chardonnay aus einer der größten Lagen von Meursault. Mit rund 2,5 Hektar ist Latour-Giraud der größte Besitzer dieses Premier Cru – Genevrières ist das Aushängeschild des Guts.


Les Genevrières – Toplage von Meursault

Les Genevrières zählt – gemeinsam mit Les Perrières und Les Charmes – zu den besten Premier Crus von Meursault. Die Lage am Mittelhang auf kalkhaltigem Boden bringt Weine hervor, die Fülle mit feiner Mineralität und floraler Eleganz verbinden und hervorragend reifen.

Die Domaine Latour-Giraud bewirtschaftet hier rund 2,5 Hektar und ist damit der größte Eigentümer von Genevrières. Das Gut arbeitet im Weinberg organisch und gilt als eine der Referenzadressen von Meursault.

Jahrgang 2021 – Côte de Beaune

2021 war im Burgund ein Wechselbad: Auf eine frühe Frühlingswärme folgte ab dem 6. April ein schwerer, wochenlanger Frost, der besonders die weißen Sorten traf und die Mengen stark reduzierte. Eine kühle Phase und atlantische Regenfälle mit Mehltaudruck folgten, bevor stabileres Wetter im August und September die Reife sicherte.

Für die weißen Burgunder steht 2021 für kleine Erträge und einen klassischen, frischen Stil mit klarer Säure – der Fülle und Mineralität dieses Genevrières besonders fein und präzise zeigt.

Assemblage und Ausbau

Reinsortiger Chardonnay aus dem Jahrgang 2021.

Die ganzen Trauben werden gepresst, im Fass vergoren und rund 11 bis 12 Monate im Eichenfass ausgebaut, davon etwa 25 % neues Holz – auf Reichtum, Reinheit und Eleganz mit frischem Finale ausgerichtet.

Im Glas

Aromen von Pfirsich, Mirabelle, Akazie und Zitrus, dazu Feuerstein und ein Hauch exotischer Tee. Am Gaumen reich und vielschichtig, zugleich mineralisch und straff, getragen von lebhafter, gut eingebundener Säure und einem langen Abgang.

Pfirsich, Mirabelle und Feuerstein über reicher, zugleich straffer Mineralität – vielschichtig und sehr lang.

Jung schon zugänglich, mit großem Reifepotenzial über viele Jahre. Bei 12–13 °C servieren.

Am Tisch

Fisch in heller Sauce, Hummer und Krustentiere, Bresse-Geflügel, Kalbsbries, dazu reifer Weichkäse. Ein Wein für die große weiße Küche.


Lage: Les Genevrières (1er Cru), Meursault (Côte de Beaune); Mittelhang, kalkhaltig; Latour-Giraud ~2,5 ha (größter Besitzer)
Klassifikation: Meursault Premier Cru
Ausbau: Chardonnay; Ganztraubenpressung, Fassgärung, 11–12 Monate Holz (~25% neu)

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