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2. Juli 2025

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Portugal

Feuerheerds Colheita 2009

Portwein · Douro (Portugal) · Colheita

Colheita Port (jahrgangsrein) Douro / Porto (Portugal) fassgereift (mind. 7 Jahre) süß · aufgespritet · 0,5 l 2009

Der Feuerheerd's Colheita 2009 von Barão de Vilar ist ein jahrgangsreiner, im Fass gereifter Tawny-Port aus dem Douro. Ein süßer, aufgespriteter Wein mit verschwenderischem Bukett, intensivem Gaumen und ewig langem Nachhall – in der 0,5-Liter-Flasche.


Colheita – jahrgangsreiner Tawny aus dem Douro

Colheita ist das portugiesische Wort für „Jahrgang"; Colheita-Portweine sind aufgespritete Rotweine aus einem einzigen Jahrgang. Von Gesetz wegen müssen sie mindestens sieben Jahre im Holzfass reifen, bevor sie gefüllt werden – viele Häuser lassen ihre besten Partien jedoch deutlich länger in alten, großen Fässern, bis sie ihre ideale Trinkreife erreicht haben.

So schlummern in den ehrwürdigen Kellern in Porto bemerkenswerte Schätze. Barão de Vilar führt diese Tradition mit der Marke Feuerheerd's fort.

Jahrgang 2009 – Douro

Die Wachstumsperiode 2009 war ausgesprochen trocken, was zu sehr niedrigen Erträgen führte. Ein warmer Frühling löste frühen Austrieb und Blüte aus, der Sommer brachte praktisch kaum Regen, und im August erreichten die Temperaturen sengende Höhen, die die Trauben rasch zur phenolischen Reife brachten. Touriga Nacional und Touriga Franca überstanden die harten Bedingungen besser als andere Sorten.

Die Ernte fiel kleiner als normal aus, die Weine jedoch ausgezeichnet: intensiv und tief konzentriert, mit dunkler, schwarzer Frucht, geschmeidigem, aber griffigem Tannin und pikanter Säure. 2009er Ports können bequem Jahrzehnte reifen.

Assemblage und Ausbau

Aufgespriteter Portwein aus traditionellen Douro-Rebsorten (u. a. Touriga Nacional, Touriga Franca), Jahrgang 2009.

Die lange Reife in alten, großen Holzfässern verleiht dem Wein die typische Tawny-Aromatik und eine seidige Textur, bevor er gefüllt wird.

Im Glas

Bernsteinfarben mit Reife. In der Nase getrocknete Feigen, Datteln und Rosinen, Karamell und Toffee, Walnuss und Mandel, Orangenzeste und feine Gewürze. Am Gaumen süß und seidig, mit intensivem Geschmacksbild und einem ewig langen, delikaten Nachhall.

Getrocknete Früchte, Karamell und Walnuss über seidiger Süße – ein verschwenderisches Bukett mit ewig langem Nachhall.

Bei 14–16 °C servieren; nach dem Öffnen über Wochen haltbar. Für besondere Momente.

Am Tisch

Zu kräftigem und blauem Käse, dunkler Schokolade, Desserts und Nüssen – oder solo als Digestif. Ein Gaumenschmeichler für besondere Anlässe.


Lage: Douro / Porto (Portugal)
Klassifikation: Porto DOP – Colheita (jahrgangsreiner Tawny)
Ausbau: aufgespritet; jahrgangsrein, lange Reife im großen Holzfass

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Rebsorten

Joblot Givry Le Empreinte 1er Cru 2020

Rotwein · Givry Premier Cru · Pinot Noir

Pinot Noir Givry · 1er Cru (Cuvée L'Empreinte) Cellier · Servoisine · Clos Marole · Bois Chevaux Côte Chalonnaise 2020

Der Givry L'Empreinte 1er Cru 2020 der Domaine Joblot ist eine neue Cuvée aus den vier besten Premier-Cru-Parzellen des Guts. Ein eher kantiger Pinot Noir, der viel Luft braucht – und dann Walderdbeeren, Lavendel, Veilchen und etwas Süßholz entfaltet. Lang und frisch im Abgang.


L'Empreinte – Assemblage der besten 1er Crus

Givry liegt in der Côte Chalonnaise und ist für seine Pinot Noirs bekannt. L'Empreinte ist eine neue Cuvée der Domaine Joblot, die die vier besten Premier-Cru-Parzellen des Guts vereint: Cellier (aux Moines), Servoisine, Clos Marole und Bois Chevaux.

Die Domaine Joblot zählt zu den führenden Erzeugern von Givry und gilt als Maßstab der Appellation.

Jahrgang 2020 – Côte Chalonnaise

2020 war ein warmer, trockener Jahrgang mit früher Lese und kleinen Erträgen. Die Reben lieferten konzentrierte, reife Trauben, die dennoch eine klare Frische bewahrten.

Für die roten Burgunder steht 2020 für Tiefe und Dichte bei feinem Tannin und tragender Säure – ein starker, lagerfähiger Jahrgang, der zur Struktur dieser Cuvée passt.

Assemblage und Ausbau

Reinsortiger Pinot Noir aus dem Jahrgang 2020, eine Assemblage aus Cellier, Servoisine, Clos Marole und Bois Chevaux.

Der Wein reift im Holzfass, im Stil des Guts – auf Struktur und einen klaren Lagenausdruck ausgerichtet.

Im Glas

Ein eher kantiger Pinot Noir, der viel Luft zu seiner Entfaltung braucht. Nach und nach entströmen Aromen von Walderdbeeren, Lavendel, Veilchen und etwas Süßholz. Der Abgang ist lang und frisch.

Walderdbeere, Lavendel und Veilchen mit etwas Süßholz – kantig, lang und frisch, mit Luft immer ausdrucksvoller.

In der Jugend großzügig dekantieren; über einige Jahre Flaschenreife gewinnend. Bei 16 °C servieren.

Am Tisch

Rind und Wild, Ente, Gerichte mit Pilzen, dazu mittelreifer bis gereifter Käse. Ein strukturierter, vielseitiger Begleiter.


Lage: Givry (Côte Chalonnaise); Cuvée aus vier 1er-Cru-Parzellen (Cellier, Servoisine, Clos Marole, Bois Chevaux)
Klassifikation: Givry Premier Cru
Ausbau: Pinot Noir; Holzfassausbau

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Weine

Kühling-Gillot Rothenberg Wurzelecht Riesling 2020 BIO

Weißwein · Nierstein (Rheinhessen) · Riesling (Großes Gewächs)

Riesling Niersteiner Rothenberg VDP.Großes Gewächs · Wurzelecht Kühling-Gillot Roter Hang · Nierstein roter Schiefer (Rotliegendes) wurzelechte Reben (1934) BIO (DE-ÖKO-006) · 2020

Der Kühling-Gillot Rothenberg Wurzelecht Riesling 2020 stammt vom letzten wurzelechten Weingarten im Roten Hang. Ein seltener, tiefgründiger Riesling von über 85-jährigen, ungepfropften Reben auf rotem Schiefer.


Niersteiner Rothenberg – der letzte wurzelechte Weingarten am Roten Hang

Das biologisch arbeitende Weingut Kühling-Gillot von Carolin Spanier-Gillot und H. O. Spanier in Bodenheim zählt zu den führenden Adressen am Roten Hang bei Nierstein (DE-ÖKO-006). Der Rothenberg ist eine VDP.Große Lage auf 90 bis 140 Metern, mit einer Neigung von 75 bis 120 % und rotem Schieferboden; die klassifizierte Fläche misst 8,38 Hektar.

Die Rothenberg-Parzelle des Guts ist der letzte wurzelechte Weingarten im Roten Hang. Dank ihrer isolierten Lage blieben die Reben aus dem Pflanzjahr 1934 in den 1960er Jahren von der Flurbereinigung verschont – sie stehen also ungepfropft auf eigener Wurzel. Eingefasst von einer Mauer, war dieses steilste Stück der Lage stets besonders mühsam zu bewirtschaften, bis das Gut das Juwel in den 1980er Jahren erwerben konnte. Auf der Hangspitze gelegen, profitieren die Reben von Morgensonne und kühlen Fallwinden.

Jahrgang 2020 – Roter Hang (Rheinhessen)

2020 war in Rheinhessen ein Jahrgang mit reifer, gesunder Frucht und frischer, präziser Säure. Der karge rote Schiefer, die alten wurzelechten Reben und die kühlen Fallwinde an der Hangspitze bewahrten Würze, steinige Tiefe und salzige Spannung – Reife und Frische im Gleichgewicht.

Ausbau

Trockener Riesling, VDP.Großes Gewächs aus dem Niersteiner Rothenberg (wurzelechte Reben), Jahrgang 2020; 100 % Riesling von rotem Schiefer (Rotliegendes).

Nach reiner Handarbeit im Steilhang und strenger Handlese wird der Most spontan vergoren und behutsam im Stil des Guts ausgebaut, ganz auf steinige Würze, Tiefe und Schmelz ausgerichtet. Biologischer Anbau (DE-ÖKO-006).

Im Glas

Ein tiefgründiger, steingeprägter Riesling: gelbe und rote Frucht, dazu Zitrus, Orangenzeste, würzige Steinaromen und die typische salzig-mineralische Prägung des roten Schiefers. Am Gaumen schmelzig und druckvoll, mit lebendiger Säure, kühler Struktur und einem sehr langen, würzig-mineralischen Nachhall.

Gelbe und rote Frucht über Zitrus, Orangenzeste und würzigen Steinaromen, mit der salzig-mineralischen Prägung des roten Schiefers – schmelzig und druckvoll, mit lebendiger Säure und sehr langem Nachhall.

Ein tiefgründiger, sehr langlebiger Rotliegend-Riesling; jung gern dekantieren. Bei 11–13 °C servieren.

Am Tisch

Zu kräftigem Fisch und Meeresfrüchten, zu Geflügel und Kalb in würziger Sauce, zu Gerichten mit Pilzen sowie zu gereiftem Hartkäse.


Lage: Niersteiner Rothenberg (VDP.Große Lage), Roter Hang, Nierstein (Rheinhessen); 90–140 m, 75–120 % Neigung; roter Schiefer (Rotliegendes); wurzelechte Reben (Pflanzjahr 1934), ummauerte Parzelle an der Hangspitze; klassifizierte Fläche 8,38 ha
Klassifikation: Riesling, VDP.Großes Gewächs, Rheinhessen (trocken); 100 % Riesling
Ausbau: reine Handarbeit, strenge Handlese, Spontangärung, behutsamer Ausbau im Stil des Guts; biologisch, DE-ÖKO-006

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Rebsorten

Le Moine Chambolle Musigny Les Sentiers 1er Cru 2021

Rotwein · Chambolle-Musigny 1er Cru · Pinot Noir

Pinot Noir Chambolle-Musigny 1er Cru Les Sentiers Côte de Nuits Lucien Le Moine Élevage auf Vollhefe 100 % neues Holz · unfiltriert 2021

Der Lucien Le Moine Chambolle-Musigny Les Sentiers 1er Cru 2021 stammt aus dem nördlichsten Premier Cru von Chambolle, direkt unter dem Grand Cru Bonnes-Mares – ein Pinot Noir, der die Finesse Chambolles mit der Kraft von Morey verbindet. Lange auf der Vollhefe ausgebaut, vom Fass unfiltriert gefüllt. Eine echte Rarität in winziger Stückzahl.


Les Sentiers – Chambolles kraftvoller Norden

Chambolle-Musigny gilt als Inbegriff von Eleganz und Finesse unter den Rotweinen der Côte de Nuits. Les Sentiers („die Pfade") ist der nördlichste Premier Cru der Appellation: Der 4,9 Hektar große Weinberg liegt nordöstlich des Dorfes, nahe Morey-Saint-Denis, direkt unterhalb des Grand Cru Bonnes-Mares und grenzt nördlich an die Reben von Morey (Les Ruchots).

Stilistisch ist das Terroir hier eher mit Morey-Saint-Denis verwandt: Während Chambolle für leichte, steinige Böden bekannt ist, hat Les Sentiers einen höheren Tonanteil, gemischt mit Kalkstein und von brauner Färbung. Der Ton speichert Wasser etwas effektiver und erschließt mehr Mineralstoffe – das ergibt einen dichteren, kraftvolleren Stil, der die Finesse Chambolles mit Struktur und Tiefe verbindet.

Jahrgang 2021 – Côte de Nuits

2021 war an der Côte de Nuits ein klassischer, kühler Jahrgang mit feiner, klar definierter Frucht, lebendiger Säure und großer aromatischer Präzision. In einer kräftigeren, tonreicheren Lage wie Les Sentiers ergibt das einen Pinot Noir, der Struktur und Tiefe mit kühler Frische und feinkörnigem Tannin verbindet – im reinen, texturbetonten Stil des Hauses.

Ausbau

Reinsortiger Pinot Noir aus dem Jahrgang 2021, Chambolle-Musigny Les Sentiers 1er Cru, trocken.

Lucien Le Moine ist ein reiner Élevage-Spezialist: Der fertig vergorene Wein wird von einem ausgesuchten Erzeuger übernommen und lange auf der Vollhefe ausgebaut – ohne Abstich, mit später, hinausgezögerter malolaktischer Gärung und minimalem Schwefel; Mounir Saouma lässt dem Élevage gern „zwei Sommer" Zeit. Ausbau in 100 % neuem Holz (feinporige Jupilles-Eiche), Abfüllung direkt vom Fass ohne Schönung und Filtration. Die Mengen sind winzig: oft nur ein einziges Fass je Cru.

Im Glas

Vom tonreicheren, kalkgemischten Boden im Norden Chambolles lebt dieser Sentiers: dunkle und rote Frucht wie Kirsche und Brombeere, florale Anklänge und eine würzige Tiefe von Unterholz und Gewürz. Der kühle Jahrgang 2021 hält ihn fein und frisch, während das lange Vollhefelager und das neue Holz eine seidige, dichte Textur und feine Röstwürze einbinden. Am Gaumen verbindet er Chambolle-Finesse mit morey-naher Kraft: strukturiert und vielschichtig, mit feinkörnigem Tannin, lebendiger Säure und langem, mineralischem Nachhall.

Dunkle und rote Frucht, florale und würzige Tiefe – Finesse und Kraft zugleich, mit feinem Tannin und langer Mineralität.

Benötigt Zeit; in der Jugend großzügig dekantieren. Großes Reifepotenzial über viele Jahre. Bei 16–18 °C servieren.

Am Tisch

Zu Ente und Wildgeflügel, zu Reh und Lamm in feiner Sauce, zu Trüffel- und Pilzgerichten sowie zu gereiftem Weichkäse.


Lage: Chambolle-Musigny Les Sentiers 1er Cru, Côte de Nuits (Burgund, Frankreich); nördlichster 1er der Appellation, ~4,9 ha unterhalb Bonnes-Mares, an Morey grenzend; höherer Tonanteil mit Kalkstein
Klassifikation: Premier Cru, Pinot Noir (trocken)
Ausbau: reiner Élevage (Micro-Négoce); lange auf der Vollhefe ohne Abstich, späte Malo, minimaler Schwefel, 100 % neues Holz (Jupilles), unfiltriert vom Fass; winzige Menge

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Länder/Regionen

Campagnola Amarone della Valpolicella Classico

Rotwein · Amarone · Valpolicella Classico · Veneto

Campagnola Amarone della Valpolicella Classico ist ein kräftiger, trockener Rotwein aus dem Veneto. Das traditionsreiche Haus Giuseppe Campagnola zählt zu den ältesten Erzeugern der Valpolicella Classica. Die Trauben werden vor dem Keltern getrocknet, was den Wein stark konzentriert. Im Glas ein dichter Amarone mit Aromen von Rosinen und getrockneten Früchten.


Valpolicella Classico

Die DOCG Amarone della Valpolicella Classico stammt aus dem historischen Kerngebiet der Valpolicella nördlich von Verona. Die Trauben für diesen Wein wachsen auf kalkhaltigen Hanglagen im Marano-Tal in Höhen von 200 bis 350 Metern. Verwendet werden die typischen Sorten Corvina, Corvinone und Rondinella.

Assemblage und Ausbau

Die Cuvée besteht aus Corvina, Corvinone und Rondinella. Nach der Lese trocknen die Trauben rund 100 Tage (Appassimento) und verlieren dabei 35–40 % ihres Gewichts. Nach der Pressung und langer Maischestandzeit reift der Wein mindestens zwei Jahre in großen slawonischen Holzfässern und französischen Barriques, gefolgt von Flaschenreife.

Im Glas

Tiefes Rubinrot mit violettem Rand. In der Nase Rosinen und getrocknete Früchte, dazu reife Kirsche, geröstete Mandel und Vanille. Am Gaumen sehr konzentriert und trocken, mit leichter fruchtiger Süße und weichem Tannin. Der Abgang ist sehr lang.

Am Tisch

Profitiert stark vom Dekantieren – ruhig mehrere Stunden, bei sehr jungen Flaschen sogar länger im Voraus. Serviertemperatur 16–18 °C; lange lagerfähig.

Klassische Begleitung: geschmortes Rind, Wild und gereifter Hartkäse. Ebenso als kraftvoller Wein zum Ausklang.


Lage: Valpolicella Classica (Marano, Verona), Kalkhanglagen 200–350 m
Klassifikation: Amarone della Valpolicella Classico DOCG
Ausbau: Appassimento, große Holzfässer + französische Barriques, min. 2 Jahre

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USA

Sine Qua Non 11 Confessions Grenache 2020

Rotwein · Sta. Rita Hills · Grenache

Grenache Eleven Confessions Sta. Rita Hills (USA) 2020

Der Sine Qua Non Eleven Confessions Grenache 2020 ist ein kalifornischer Kult-Grenache von Manfred und Elaine Krankl aus der estate-eigenen Einzellage Eleven Confessions in den Sta. Rita Hills – tief, breit und samtig, ein vollreifer Grenache, der laut Krankl selbst Skeptiker zur Sorte bekehrt.


Eleven Confessions – Sta. Rita Hills

Die Einzellage Eleven Confessions liegt in den Sta. Rita Hills im Santa Barbara County – eine kühle, vom Pazifik geprägte Appellation, die für ausdrucksstarke, präzise Rhône-Sorten bekannt ist. Sine Qua Non keltert seine Weine im eigenen Keller in Ventura aus estate-eigenen Weinbergen.

Manfred und Elaine Krankl gründeten das Weingut 1994 und zählen heute zu den meistgesuchten Erzeugern Kaliforniens – kompromisslose Handarbeit, winzige Mengen, kaum Schönung oder Filtration. Jeder Jahrgang ist ein eigenständiger Wein mit eigenem Namen und eigenem Etikett.

Jahrgang 2020 – Sta. Rita Hills

2020 gilt an der kalifornischen Central Coast als warmer, trockener Jahrgang.

In den kühl gelegenen Sta. Rita Hills ein idealer Rahmen für vollreifen, tief konzentrierten und zugleich balancierten Grenache.

Ausbau

Ein Teil der Trauben wurde mit Ganztrauben, also mit den Stielen vergoren, der Rest entrappt. Voll ausgereifte Stiele machen den Wein laut Krankl weicher, breiter und geschmeidiger und verleihen ihm eine herzhafte Qualität.

Ausgebaut zu 50,3 % in neuen französischen Eichenfässern, überwiegend in größeren Gebinden statt klassischer Barriques.

Im Glas

Eine großartige Farbe, wie sie der beste Pinot Noir zeigen sollte. Tiefe, breite und reiche Nase mit etwas Rosmarin über einer Art exotischem Obst-Cobbler, dazu nasse Steine. Am Gaumen samtig bis seidig, mundfüllend breit und üppig. Über drei Tage offen verkostet öffnete sich der Wein zunehmend und gewann an Üppigkeit – ein Hinweis auf große Langlebigkeit und Lohn fürs Dekantieren. (Verkostungsnotiz: Manfred und Elaine Krankl.)

Wenn Grenache bisher nicht Ihr Ding war, wird dieser Ihre Einstellung ändern.

Am Tisch

Zu Lammkeule, geschmortem Short Rib, gegrilltem Rind, Wild oder herzhaften mediterranen Gerichten. Ein intensiver Begleiter für kräftige, würzige Küche.


Lage: Eleven Confessions Vineyard, Sta. Rita Hills, Santa Barbara County, Kalifornien (USA)
Klassifikation: Sta. Rita Hills AVA, Grenache (trocken)
Ausbau: Grenache; teils Ganztrauben-Vergärung; 50,3 % neue französische Eiche (überwiegend Großgebinde)

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Spanien

Ausàs Interpretación 2020

Rotwein · Ribera del Duero · Spanien

Tempranillo 100 % D.O. Ribera del Duero alte Reben, ~900 m Höhe 16 Monate franz. Eiche (1/3 neu)

Der Ausàs Interpretación 2020 ist ein reinsortiger Tempranillo (Tinto Fino) aus der Ribera del Duero. Hinter dem Projekt steht Javier Ausàs, der rund 25 Jahre lang technischer Leiter und Kellermeister von Vega Sicilia war, bevor er seine eigene Bodega gründete. Die Trauben stammen aus mehreren Hochlagen-Parzellen auf über 900 Metern, von alten Reben auf sandigen Kalkböden. Der Ausbau erfolgt über 16 Monate in französischer Eiche, ein Drittel davon neu.


Ribera del Duero

Die Ribera del Duero zählt zu den großen Rotweinregionen Spaniens, geprägt von kontinentalem Klima und großen Tag-Nacht-Unterschieden. Das Lesegut für den Interpretación stammt aus mehreren Gemeinden (u. a. im Raum Burgos, La Aguilera und Soria), von über 40 Jahre alten Reben in Höhenlagen über 900 Metern. Die sandigen Kalkgesteinsböden und die Höhe sorgen für Frische, Spannung und Tiefe. Der Wein trägt die Klassifikation D.O. Ribera del Duero.

Assemblage und Ausbau

Der Jahrgang 2020 ist ein reinsortiger Tempranillo, parzellenweise vinifiziert. Nach kühler Maischestandzeit vergärt der Wein in Stahl- und Betontanks. Anschließend reift er 16 Monate in französischen Eichenfässern, davon rund ein Drittel neu. Der zurückhaltende Holzeinsatz stützt Struktur und Frucht, ohne sie zu überdecken. Javier Ausàs setzt auf Herkunft und Präzision statt auf reine Kraft.

Im Glas

Dichtes, dunkles Rot. In der Nase konzentrierte dunkle Beeren und frische Kräuter, dazu feines, frisches Holz, Sauerteig-Brotkruste, Vanilleschote und Kirsche. Am Gaumen noch jung und etwas verschlossen, mit reifen Gerbstoffen; mit Luftkontakt öffnet sich der Wein zusehends. Die innere Kraft verbindet sich mit einer präsenten Säurestruktur zu Tiefe, Eleganz und Druck. Der Abgang ist lang.

Am Tisch

Vor dem Servieren ein bis zwei Stunden karaffieren; bei 16–18 °C servieren. Klassische Begleitung: Lammbraten, gegrilltes und geschmortes Rind, Wild und reifer Hartkäse. Ein junger, lagerfähiger Wein – bei guter Lagerung kann er noch 15 bis 20 Jahre reifen.



Lage: Ribera del Duero, Hochlagen über 900 m
Klassifikation: D.O. Ribera del Duero
Ausbau: 16 Monate französische Eiche (rund 1/3 neu)

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Spirituosen

Faude feine Brände Rote Bete Geist

Spirituose · Geist · Baden · Deutschland

Faude Rote-Bete-Geist ist ein ungewöhnlicher Gemüse-Geist aus der Hausbrennerei Faude am Kaiserstuhl. Aus feldfrischer junger Roter Bete – „ländlich exotisch", mit kräftigem Auftritt, erdiger Note und leichter Süße im Abgang.


Herkunft

Hergestellt von Florian Faude in seiner Hausbrennerei in Bötzingen am Kaiserstuhl (Baden), bekannt für sortenreine, handwerkliche Edeldestillate. Die feldfrische junge Rote Bete stammt von einem Landwirt aus Bötzingen – regional und tagesfrisch verarbeitet.

Mazeration und Destillation

Da die Rote Bete zu wenig Zucker für eine vergärbare Maische liefert, entsteht ein Geist: Das Gemüse wird in reinem Getreidealkohol mazeriert und nach kurzer Zeit abdestilliert, sodass nur die feinsten, klarsten Aromen ins Destillat gelangen. Ohne Zusatz von Aromen, Zucker oder Farbstoff.

Im Glas

Klar und kristallrein. In der Nase erdig und würzig, mit dem typischen Charakter frischer Roter Bete. Am Gaumen kräftig und intensiv, mit einer fein süßlichen Note im Abgang – ein ausdrucksstarkes, ungewohnt erdiges Aroma.

Pur und im Drink

Gut gekühlt pur aus dem Glas oder als außergewöhnliche, erdig-würzige Basis für Longdrinks und Cocktails.

Klassisch: pur, im Longdrink oder Cocktail.


Herkunft: Bötzingen am Kaiserstuhl, Baden (Deutschland)
Art: Rote-Bete-Geist (Gemüse-Geist), Rote Bete aus Bötzingen
Herstellung: Mazeration in Getreidealkohol, kurze Destillation; ohne Zucker oder Farbstoff

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