Le Châteaubriand – Paris – Frankreich

Le Châteaubriand – Die stille Revolution der Pariser Bistronomie

Das Pariser Restaurant Le Châteaubriand ist einer jener gastronomischen Ikonen, welches, ohne es beabsichtigt zu haben, einen absoluten Kultstatus erlangt hat. Auch wenn es um das im Jahr 2016 im 11. Pariser Arrondissement eröffnete Restaurant etwas ruhiger geworden ist und der ganze Hype einer gewissen Normalität gewichen ist, bleibt dieser Bistronomie-Hotspot einfach State of the Art. 

Iñaki Aizpitarte und Fred Peneau haben hier vor gut zwei Jahrzehnten etwas Außergewöhnliches erschaffen. Schluss mit Tischdecken, Chi-Chi, konventionellen Weinen und dem strengen und prüfenden Blick des Obers. Locker, unkonventionell, flippige Kreationen auf den Tellern und eine nicht aufgesetzte, heimelige Atmosphäre plus gereichte Naturweine, über die früher noch kein Mensch gesprochen hat, im rustikal eingerichteten Gastraum. Seit dem letzten Besuch im Le Châteaubriand sind inzwischen gut zehn, zwölf Jahre vergangen, doch die Magie, die Kreativität, die Raffinesse der gereichten Speisen, das spannende Setting, die fast kommunistisch kalkulierte Weinkarte, scheuen nach wie vor keinen Vergleich zu anderen Lokalitäten. Das ist ganz großes Gaumen-Kino und nicht nur einen Besuch wert, es ist wie eine Reise in eine Zeit, wo die Gastronomielandschaft und ihre spiessigen Gesetze und Regeln von einer Handvoll Kochrebellen von rechts nach links gedreht wurden. Eine stille und leckere Revolution, welche ohne Todesopfer und Gewalt, mit Freude, Humor und Naturzutaten bester Qualität gutes Essen für Jedermann demokratisiert hat. Welch ein geiler Trip!

Der Baske Iñaki Aizpitarte hat sich übrigens im Jahr 2023 als Koch im Le Châteaubriand zurückgezogen und ein neues Restaurant namens Petit Grill Chez Mama in Saint-Jean-de-Luz eröffnet. Zurück zu seinen Wurzeln heißt seine Devise, auch wenn er nach wie vor Miteigentümer des Le Châteaubriand geblieben ist und seine Nachfolger in der Küche die Küchenphilosophie weiterleben und von Iñaki weiterhin beraten werden.


Frischkäse-Windbeutel / Flüssige Ceviche / Grüner Spargel in Tempura / Spargel / Miso-Suppe / Dorade und Artischocke / Kartoffeln und Gemüse / Feine Käseauswahl / Erdbeere, Rhabarber, Milchmousse / Frische Orangen

Le Châteaubriand, 129 Ave Parmentier, 75011 Paris, Frankreich, Telefon: +33 1 43 57 45 95, https://www.lechateaubriand.net/

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Spanien

Conde Pinel Tempranillo tinto

Rotwein · Tempranillo · Castilla · Spanien

Conde Pinel Tempranillo Tinto ist ein trockener Rotwein von Hammeken Cellars aus dem Herzen Spaniens. Reinsortig aus Tempranillo gekeltert, gehört er zur modernen Conde-Pinel-Linie – fruchtbetont, klar und trocken.


Castilla

Die Conde-Pinel-Linie stammt vom Önologenteam um David Tofterup bei Hammeken Cellars (Jávea/Alicante) und umfasst einen Weiß-, einen Rosé- und einen Rotwein. Der Tinto trägt die Herkunftsangabe Vino de la Tierra de Castilla.

Rebsorte und Ausbau

Reinsortiger Tempranillo. Nach der temperaturkontrollierten Gärung im Edelstahl reift ein Teil des Weins rund drei Monate in französischer Eiche. Die kurze Holzreife gibt feine Würze, ohne die Frucht zu überdecken.

Im Glas

Leuchtendes Rubinrot. In der Nase rote Frucht – Beeren, wilde Erdbeere und Kirsche – dazu ein Hauch geröstetes Brot und Vanille aus der Holzreife. Am Gaumen fruchtbetont, weich und zugänglich, trocken mit rundem Abgang.

Am Tisch

Bei 16–18 °C servieren. Ein unkomplizierter, fruchtbetonter Tempranillo für viele Gelegenheiten.

Klassische Begleitung: Gegrilltes, Geflügel, Pasta und Hartkäse.


Lage: Castilla-La Mancha (Spanien)
Klassifikation: Vino de la Tierra de Castilla – Rotwein (trocken)
Ausbau: Edelstahl, teils ~3 Monate in französischer Eiche

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Länder/Regionen

Campagnola Amarone della Valpolicella Classico

Rotwein · Amarone · Valpolicella Classico · Veneto

Campagnola Amarone della Valpolicella Classico ist ein kräftiger, trockener Rotwein aus dem Veneto. Das traditionsreiche Haus Giuseppe Campagnola zählt zu den ältesten Erzeugern der Valpolicella Classica. Die Trauben werden vor dem Keltern getrocknet, was den Wein stark konzentriert. Im Glas ein dichter Amarone mit Aromen von Rosinen und getrockneten Früchten.


Valpolicella Classico

Die DOCG Amarone della Valpolicella Classico stammt aus dem historischen Kerngebiet der Valpolicella nördlich von Verona. Die Trauben für diesen Wein wachsen auf kalkhaltigen Hanglagen im Marano-Tal in Höhen von 200 bis 350 Metern. Verwendet werden die typischen Sorten Corvina, Corvinone und Rondinella.

Assemblage und Ausbau

Die Cuvée besteht aus Corvina, Corvinone und Rondinella. Nach der Lese trocknen die Trauben rund 100 Tage (Appassimento) und verlieren dabei 35–40 % ihres Gewichts. Nach der Pressung und langer Maischestandzeit reift der Wein mindestens zwei Jahre in großen slawonischen Holzfässern und französischen Barriques, gefolgt von Flaschenreife.

Im Glas

Tiefes Rubinrot mit violettem Rand. In der Nase Rosinen und getrocknete Früchte, dazu reife Kirsche, geröstete Mandel und Vanille. Am Gaumen sehr konzentriert und trocken, mit leichter fruchtiger Süße und weichem Tannin. Der Abgang ist sehr lang.

Am Tisch

Profitiert stark vom Dekantieren – ruhig mehrere Stunden, bei sehr jungen Flaschen sogar länger im Voraus. Serviertemperatur 16–18 °C; lange lagerfähig.

Klassische Begleitung: geschmortes Rind, Wild und gereifter Hartkäse. Ebenso als kraftvoller Wein zum Ausklang.


Lage: Valpolicella Classica (Marano, Verona), Kalkhanglagen 200–350 m
Klassifikation: Amarone della Valpolicella Classico DOCG
Ausbau: Appassimento, große Holzfässer + französische Barriques, min. 2 Jahre

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Weine

Winning Achtmorgen Pinot Noir GG 2018

Rotwein · Ruppertsberg (Pfalz) · Spätburgunder (Großes Gewächs)

Spätburgunder (Pinot Noir) Ruppertsberg Achtmorgen VDP.Großes Gewächs von Winning · Deidesheim Ruppertsberger Reiterpfad Sandstein & Kalk burgundische Dichtpflanzung (2009) trocken · 2018

Der von Winning Ruppertsberg Achtmorgen Pinot Noir GG 2018 ist das erste Große Gewächs vom Spätburgunder des Guts. Aus dem Herzstück des Reiterpfads in Ruppertsberg entsteht ein ätherischer, nobler und eleganter Pinot – ein Pinot Grand Cru.


Ruppertsberg Achtmorgen – erstes Pinot-Noir-GG

Das Weingut von Winning in Deidesheim wurde 2007 unter Betriebsleiter Stephan Attmann neu ausgerichtet und zählt heute zu den meistdiskutierten Gütern der Pfalz. Neben seinen fassvinifizierten Rieslingen baut von Winning auch Spätburgunder konsequent burgundisch aus – der Achtmorgen ist das erste Große Gewächs vom Pinot Noir.

Die Parzelle „An den Achtmorgen" ist ein Herzstück des Reiterpfads in Ruppertsberg. Mit der Dichtpflanzung burgundischer Pinot-Varietäten, bereits 2009 angelegt, bildet sie das Herzstück der Pinot Noirs des Guts. Sandstein und Kalk im Boden und die geschützte Lage am Fuß der Haardt machen diese Lage herausragend für Pinot Noir – seit 2018 auch offiziell als Großes Gewächs klassifiziert.

Jahrgang 2018 – Pfalz

2018 war in der Pfalz ein warmer, sonnenreicher Jahrgang mit reifer, gesunder Frucht. Die geschützte, sandig-kalkige Lage am Fuß der Haardt und der burgundische Ausbau bewahrten dennoch Eleganz, Frische und fein gewobene Tannine – Reife und Finesse im Gleichgewicht. Nach einigen Jahren Flaschenreife zeigt sich der Wein in einer schönen, zugänglichen Phase.

Ausbau

Trockener Spätburgunder, VDP.Großes Gewächs aus der Parzelle „An den Achtmorgen" (Ruppertsberger Reiterpfad), Jahrgang 2018; 100 % Spätburgunder von Sandstein und Kalk, aus burgundischer Dichtpflanzung.

Der Wein wird im burgundischen Stil des Guts ausgebaut, ganz auf Eleganz, ätherische Feinheit und fein gewobene Tannine ausgerichtet. Handarbeit im Weinberg.

Im Glas

Der Wein zeigt helles Rubinrot mit leicht violetten Reflexen. Ätherisch, nobel und elegant, mit Aromen von Pflaume und eingelegten Kirschen in der Nase, setzt er sich am Gaumen aristokratisch und ätherisch schwebend fort und wird von fein gewobenen Tanninen und Kirschenaromatik zu großer Länge getragen. Pinot Grand Cru.

Ätherisch, nobel und elegant – Pflaume und eingelegte Kirschen, am Gaumen aristokratisch und schwebend, von fein gewobenen Tanninen und Kirscharomatik zu großer Länge getragen.

Ein eleganter, langlebiger Pinot in schöner Phase; vor dem Genuss dekantieren. Bei 15–17 °C servieren.

Am Tisch

Zu Ente und Geflügel, zu Kalb und Wild, zu Pilzgerichten sowie zu mittelkräftigem, gereiftem Käse.


Lage: „An den Achtmorgen", Ruppertsberger Reiterpfad (VDP.Große Lage), Ruppertsberg, Pfalz; Sandstein und Kalk, geschützte Lage am Fuß der Haardt; burgundische Dichtpflanzung (2009)
Klassifikation: Spätburgunder, VDP.Großes Gewächs, Pfalz (trocken); 100 % Spätburgunder
Ausbau: burgundischer Ausbau im Stil des Guts; Handarbeit im Weinberg

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Spanien

Envinate La Santa de Ursula tinto 2023

Rotwein · Teneriffa · Santa Úrsula · Field Blend

Negramoll · Listán Negro · Listán Blanco Teneriffa · Santa Úrsula Envínate Vulkangestein · Höhenlage uralte Reben 2023

Der Envínate La Santa de Úrsula Tinto 2023 ist ein blumig-frischer Vulkan-Rotwein aus dem Norden Teneriffas – eine Cuvée aus Negramoll, Listán Negro und etwas Listán Blanco. Von ungeheurer Frische und Mineralität, mit balsamischem, langem Nachhall: Grip, Länge, Klasse – und dem Verlangen nach dem nächsten Schluck.


Santa Úrsula – Vulkanrot aus Nordteneriffa

Envínate („wine yourself") ist das Kultprojekt von vier befreundeten Önologen – Roberto Santana, Alfonso Torrente, Laura Ramos und José Martínez –, die Atlantik-geprägte Terroirs in der Ribeira Sacra, auf den Kanaren und in Almansa erkunden. Ihre Philosophie: jede Parzelle möglichst pur zum Ausdruck bringen – ohne Chemie im Weinberg, mit Handlese, Wildhefen und minimalem Eingriff.

Für den La Santa de Úrsula konnte das Team seine Weinbergsfläche rund um die Gemeinde Santa Úrsula im Norden Teneriffas etwas vergrößern und so insgesamt mehr Wein von der Insel produzieren. Die Höhenlage der uralten Weinberge, das atlantische Klima und die Vulkangesteinsböden tragen zu der ungeheuren empfundenen Frische und Mineralität dieses Rotweins bei.

Jahrgang 2023 – Teneriffa

Das subtropische Atlantikklima und die Vulkanböden Nordteneriffas prägen auch 2023 einen frischen, mineralisch geprägten Rotwein mit klarer Frucht, lebendiger Säure und blumiger Aromatik – leicht, tief und animierend zugleich, ganz im puristischen Stil von Envínate.

Assemblage und Ausbau

Cuvée aus Negramoll, Listán Negro und etwas weißer Listán Blanco, aus dem Jahrgang 2023, Teneriffa, trocken.

Im minimal-invasiven Stil des Hauses vinifiziert: Handlese von uralten Höhenreben, Spontangärung mit Wildhefen, schonender Ausbau – für maximale Frische und Herkunftstreue.

Im Glas

Er begeistert spontan mit seinem sehr blumigen Bukett und Noten von gerade geernteten roten Früchten. Lakritze, Anklänge von weißem Pfeffer und Teer ergänzen das Geschmacksbild. Die Höhenlage, das atlantische Klima und die Vulkanböden schenken ungeheure Frische und Mineralität bei jedem Schluck. Balsamischer, langer Nachhall mit Grip, Länge und Klasse – und einem Verlangen nach dem nächsten Schluck.

Blumig, frisch und mineralisch – balsamischer, langer Nachhall mit Grip, Länge und Klasse.

Leicht gekühlt servieren; profitiert von etwas Luft. Bei 14–16 °C servieren.

Am Tisch

Zu gegrilltem Fisch und hellem Fleisch, zu Geflügel, zur würzig-mediterranen Küche sowie zu Tapas und mittelreifem Käse.


Lage: Teneriffa, Santa Úrsula (Nordhang, Kanaren, Spanien); Höhenlagen, Vulkangesteinsböden; uralte Reben
Klassifikation: Rotwein (Field Blend), Teneriffa; Negramoll, Listán Negro, etwas Listán Blanco (trocken)
Ausbau: Handlese, Spontangärung mit Wildhefen, schonender minimal-invasiver Ausbau; organischer Anbau

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Weine

Von Winning Riesling Jesuitengarten GG 2020

Weißwein · Forst (Pfalz) · Riesling (Großes Gewächs)

Riesling Forster Jesuitengarten VDP.Großes Gewächs von Winning · Deidesheim Buntsandstein · Kalk · Basalt trocken 500-l-Eiche · 1,5 Jahre Hefe 2020

Der von Winning Forster Jesuitengarten Riesling GG 2020 stammt aus einer der großen Lagen von Forst, am Hang unterhalb des Ungeheuers. Würze, feine Reduktion und tiefe Frucht prägen dieses seltene Große Gewächs – eines der rarsten GGs des Guts.


Forster Jesuitengarten – Großes Gewächs von drei Böden

Das Weingut von Winning in Deidesheim wurde 2007 unter Betriebsleiter Stephan Attmann neu ausgerichtet und zählt heute zu den meistdiskutierten Gütern der Pfalz. Prägend ist Attmanns Stilistik, die trockenen Lagen-Rieslinge vollständig im großen Holzfass zu vergären und lange auf der Feinhefe reifen zu lassen. Der Jesuitengarten ist eines der Flaggschiff-GGs – und das rarste GG des Guts.

Die Lage liegt am Hang unterhalb des Ungeheuers in Forst. Im Boden finden sich Buntsandstein, Kalk und Basalt – eine vielschichtige Kombination, die dem Wein Würze, Struktur und Tiefe verleiht: Der Buntsandstein gibt Fülle, der Kalk Frische und Salzigkeit, der Basalt Wärme und eine rauchige Prägung.

Jahrgang 2020 – Pfalz

2020 war in der Pfalz ein ausgewogener Jahrgang mit reifer, gesunder Frucht und frischer, präziser Säure. Die vielschichtigen Böden des Jesuitengartens und der lange Holzfassausbau bewahrten Würze, Tiefe und Spannung – Fülle und Frische im Gleichgewicht.

Ausbau

Trockener Riesling, VDP.Großes Gewächs aus dem Forster Jesuitengarten, Jahrgang 2020; 100 % Riesling von Buntsandstein, Kalk und Basalt.

Der Wein wird spontan in 500-Liter-Eichenholzfässern vergoren und reift anschließend 1,5 Jahre auf der Hefe. Diese lange Feinhefereife im Holz verleiht ihm feine Reduktion, Schmelz und Tiefe, ohne die Frucht mit Holz zu überlagern. Handarbeit im Weinberg.

Im Glas

Ein tiefgründiges Großes Gewächs voller Würze und feiner Reduktion: reife gelbe Frucht und Steinobst, dazu Zitrus, ein rauchig-feuriger Anklang vom Basalt und eine kalkig-salzige Mineralität. Am Gaumen dicht und tief, mit langem Feinhefe-Schmelz, präziser Struktur und einem energiegeladenen, mineralischen Nachhall.

Würze, feine Reduktion und tiefe Frucht – reife gelbe Frucht und Steinobst über rauchigem Basalt und kalkig-salziger Mineralität, dicht und tief, mit langem Schmelz.

Ein großes, sehr langlebiges GG; jung gern dekantieren. Bei 11–13 °C servieren.

Am Tisch

Zu edlem Fisch und Meeresfrüchten, zu Hummer und Jakobsmuscheln, zu Geflügel und Kalb in heller Sauce, zu Gerichten mit Butter- und Rahmsaucen sowie zu gereiftem Hartkäse.


Lage: Forster Jesuitengarten (VDP.Große Lage), am Hang unterhalb des Ungeheuers, Forst, Pfalz; Buntsandstein, Kalk und Basalt
Klassifikation: Riesling, VDP.Großes Gewächs, Pfalz (trocken); 100 % Riesling
Ausbau: Spontangärung in 500-l-Eichenholzfässern, 1,5 Jahre auf der Hefe; Handarbeit im Weinberg

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Frankreich

Rotem & Mounir Inopia blanc Cotes du Rhone Villages 2023

Weißwein · Côtes du Rhône Villages · Rhône-Cuvée

Roussanne · Grenache Blanc · Marsanne · Clairette AOC Côtes du Rhône Villages Orange · südliche Rhône Ton über Flusskies Zementei und 500-l-Fass 18 Monate auf der Vollhefe 2023

Der Rotem & Mounir Saouma Inopia blanc Côtes du Rhône Villages 2023 ist eine Cuvée aus Roussanne, Grenache Blanc, Marsanne und Clairette von einer Parzelle bei Orange, knapp außerhalb der Grenze von Châteauneuf-du-Pape. Ganztraubig gepresst, in Zementeiern und gebrauchten 500-Liter-Fässern vergoren und 18 Monate unberührt auf der Vollhefe gereift. Ein vollmundiger Weißwein mit erstaunlicher Frische.


Inopia – Ton über Flusskies bei Orange

Rotem und Mounir Saouma haben mit dem Micro-Négoce Lucien Le Moine in Beaune international Bekanntheit erlangt. Im Süden der Rhône arbeiten sie zusätzlich mit eigenen Weinbergen. 2011 kauften sie eine brachliegende Parzelle bei Orange. Das Bild dieses kargen Landes und der zurückhaltende Ansatz im Keller gaben dem Wein seinen Namen: Inopia, lateinisch für „aus dem Nichts geschaffen".

Die Böden bestehen aus rund einem Meter magerem Ton, darunter liegen etwa sieben Meter kleiner Flusskiesel, lokal grès genannt – das kleinere Gegenstück zu den großen galets roulés von Châteauneuf-du-Pape, deren Appellationsgrenze wenige hundert Meter entfernt verläuft. Diese Kiesschicht speichert Feuchtigkeit, im trockenen Klima der südlichen Rhône ein entscheidender Vorteil, und liefert den Wurzeln Mineralstoffe.

Die Saoumas bepflanzten die Fläche 2011 mit elf Rebsorten in hoher Dichte: 4.700 Stöcke je Hektar statt der in der Region üblichen rund 3.500. Die Konkurrenz der Reben untereinander senkt den Ertrag je Stock und konzentriert die Trauben. Alle Arbeiten im Weinberg werden von Hand erledigt.

Jahrgang 2023 – südliche Rhône

2023 begann in der südlichen Rhône mit einem historisch trockenen Winter: Zwischen dem 21. Januar und dem 21. Februar fiel an 32 Tagen in Folge kein Regen, die längste Trockenperiode seit 1959. Das Frühjahr blieb frisch, der Sommer bis in den August hinein mäßig warm. Bis Ende August fielen in der Region nur 200 bis 350 Millimeter Niederschlag.

Vom 20. bis 24. August traf eine Hitzewelle das Rhônetal, in Orange wurden am 22. August 42,7 °C gemessen. Die weißen Rebsorten waren zu diesem Zeitpunkt meist schon reif oder kurz vor der Lese und litten kaum. Die Lese zog sich von der letzten Augustwoche bis Anfang Oktober. 2023 ergibt in der südlichen Rhône dichte, ausgewogene Weine, bei den Weißen mit guter Frische.

Ganztraubenpressung, Zementei und 18 Monate Ruhe

Cuvée aus Roussanne, Grenache Blanc, Marsanne und Clairette, Jahrgang 2023, trocken. Die ganzen Trauben werden gepresst, der Most gelangt direkt in gebrauchte 500-Liter-Fässer und Zementeier mit 1.600 Litern, wo er vergärt.

Anschließend bleibt der Wein 18 Monate unberührt auf der Vollhefe – ohne Umpumpen, ohne Aufrühren. Die Hefe verbraucht den eindringenden Sauerstoff und gibt Mannoproteine ab, die die Textur polstern; daraus kommen Fülle und Länge, ohne dass Holz ins Spiel käme. Das Zementei arbeitet dabei anders als das Fass: träge in der Temperatur, minimal im Sauerstoffeintrag – es hält die Frische, die eine so lange Hefereife sonst kosten würde. Abgefüllt wird ungeschönt und unfiltriert.

Im Glas

Kräftiges Goldgelb. In der Nase getrocknete Aprikose und Dattel, dazu Nuss, Rosine und eine Spur eingelegter Früchte – die Aromatik südlicher weißer Sorten, wenn sie reif geerntet und lange auf der Hefe gelassen werden.

Am Gaumen mundfüllend und breit gebaut, mit der seidigen Textur aus den achtzehn Monaten Hefekontakt – und trotzdem frisch, mit einer Säure, die den Körper trägt statt ihn zu bremsen. Der Abgang ist lang und salzig. In der Statik nahe an einem weißen Châteauneuf-du-Pape, nur kühler gezeichnet und mit mehr Trinkfluss.

Ton über Flusskies bei Orange, 18 Monate unberührt auf der Vollhefe: getrocknete Aprikose und Nuss mit kühler Frische.

Jung wie gereift zugänglich, aber gib ihm ruhig Luft – nach einer halben Stunde im Glas öffnet sich die Aromatik deutlich. Bei 11–13 °C servieren, nicht kälter, sonst bleibt die Textur verschlossen.

Am Tisch

Edler Fisch und Krustentiere, Geflügel und Kalb in heller Sahnesauce, cremige Pasta- und Risottogerichte sowie würzige asiatische Küche und gereifter Hartkäse. Zu leichten Vorspeisen ist der Wein zu dicht – er gehört zum Hauptgang.


Produzent Rotem & Mounir Saouma, Orange, südliche Rhône
Rebsorte Roussanne, Grenache Blanc, Marsanne, Clairette
Lage Parzelle bei Orange, knapp außerhalb von Châteauneuf-du-Pape · ca. 1 m magerer Ton über ca. 7 m Flusskies (grès) · Pflanzung 2011 · 4.700 Stöcke/ha
Klassifikation AOC Côtes du Rhône Villages · trocken
Jahrgang 2023
Vinifikation Ganztraubenpressung · Gärung in gebrauchten 500-l-Fässern und Zementeiern (1.600 l)
Ausbau 18 Monate unberührt auf der Vollhefe · ohne Bâtonnage · ungeschönt · unfiltriert
Trinkempfehlung jetzt bis 2032

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Rebsorten

Schloss Lieser Wehlener Sonnenuhr Riesling Kabinett 2023

Fruchtsüßer Weißwein · Wehlener Sonnenuhr (Mosel) · Riesling

Riesling Wehlener Sonnenuhr Wehlen · Mittelmosel Schloss Lieser (Thomas Haag) reiner Devonschiefer Kabinett · feine Restsüße niedriger Alkohol 2023

Der Schloss Lieser Wehlener Sonnenuhr Riesling Kabinett 2023 stammt von einer der größten Rieslinglagen der Welt – der berühmten Sonnenuhr gegenüber von Wehlen auf reinem Devonschiefer. Ein eleganter, klassisch feinfruchtiger Kabinett mit verspielter Leichtigkeit, feiner Restsüße und typisch schiefriger Mineralität, getragen von einer tollen, frischen Säure.


Wehlener Sonnenuhr – Weltklasse-Steillage

Thomas Haag – ältester Sohn von Wilhelm Haag (Weingut Fritz Haag) – führte Schloss Lieser an der Mittelmosel in die absolute Spitze des deutschen Weinbaus. Handarbeit in den Steillagen und spontane Vergärung sind das Markenzeichen für den sorgfältigen Umgang von Thomas Haag und seiner Familie mit den gegebenen Ressourcen.

Die VDP.GROSSE LAGE® Wehlener Sonnenuhr erstreckt sich imposant gegenüber von Wehlen entlang der Mosel und weist eine beeindruckende Hangneigung von 60 bis 100 Prozent auf. Die Südwestlage profitiert von einem einzigartigen Mikroklima durch lange Sonnenscheindauer und die starke Wärmereflexion der Böden sowie der nahen Mosel. Die Reben wachsen auf reinem Devonschieferverwitterungsboden mit hohem Gesteinsanteil, großenteils in traditioneller Einzelpfahlerziehung. Ihren Namen erhielt die Lage von einer Sonnenuhr, die der Wehlener Winzer Jodocus Prüm 1842 in den Hang setzen ließ. Hier entstehen einige der spannendsten, langlebigsten und besten Rieslinge der Welt.

Jahrgang 2023 – Mosel

2023 war an der Mosel ein Jahrgang mit reifer, aromatischer Frucht und lebendiger Säure. Nach wechselhaftem Verlauf brachte eine sorgfältige, selektive Handlese gesundes Lesegut hervor. Auf dem reinen Devonschiefer der Sonnenuhr ergibt das einen besonders feinfruchtigen, animierenden Kabinett, in dem reife Frucht, feine Restsüße und präzise Säure in verspielter Balance stehen.

Ausbau

Feinfruchtiger Riesling Kabinett aus der Wehlener Sonnenuhr, Jahrgang 2023; 100 % Riesling.

Nach selektiver Handlese wird der Wein spontan mit den eigenen Hefen vergoren. Die Gärung wird angehalten, sodass eine feine natürliche Restsüße erhalten bleibt und der Alkoholgehalt niedrig ausfällt – die Grundlage für den leichten, verspielten Trinkfluss dieses klassischen Mosel-Kabinetts.

Im Glas

Aus dem reinen Devonschiefer der Sonnenuhr lebt dieser Kabinett von Frische und feiner Frucht: helle, feinfruchtige Aromen von weißem Pfirsich, Aprikose und Apfel, dazu Limette, Zitrus und florale Anklänge, untermalt von einer typisch schiefrigen, kühl-salzigen Mineralität. Am Gaumen verspielt und leicht, mit einer feinen, nie dominanten Restsüße, die von einer lebendigen, präzisen Säure perfekt aufgefangen wird – ein herrlich trinkanimierender Riesling mit klarem, mineralischem Nachhall.

Weißer Pfirsich, Aprikose und Limette über schiefrig-salziger Mineralität – verspielt und leicht, mit feiner Restsüße im perfekten Spiel mit rassiger Frische.

Ein eleganter, jugendlich-frischer Kabinett mit gutem Reifepotenzial. Gut gekühlt bei 9–11 °C servieren.

Am Tisch

Als Aperitif, zu würziger asiatischer Küche, zu Sushi und leicht scharfen Gerichten sowie zu mild-würzigem Käse und fruchtigen Desserts.


Lage: Wehlener Sonnenuhr, gegenüber Wehlen an der Mittelmosel; Südwest, reiner Devonschieferverwitterungsboden mit hohem Gesteinsanteil, 60–100 % Neigung, 110 bis über 320 m; Einzelpfahlerziehung; VDP.GROSSE LAGE
Klassifikation: Riesling Kabinett (feinfruchtig/fruchtsüß); 100 % Riesling
Ausbau: selektive Handlese, Spontangärung mit eigenen Hefen, angehaltene Gärung mit feiner natürlicher Restsüße, niedriger Alkohol

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Rebsorten

Reis Kröver Steffensberg Riesling Trockenbeerenauslese

Wein · Edelsüß · Mosel · Deutschland

Reis Kröver Steffensberg Riesling Trockenbeerenauslese stammt von über vierzig Jahre alten Reben mit tiefreichenden, weit verzweigten Wurzeln, die nur kleine Erntemengen erbringen. Eine edelsüße Geschmacksexplosion mit sehr langem Nachhall.


Mosel / Kröver Steffensberg

Das Weingut Achim Reis liegt an der Mosel. Die Trauben stammen aus der Einzellage Kröver Steffensberg mit ihren steilen Schieferhängen, von über 40 Jahre alten Reben. Deren tiefe Wurzeln und geringe Erträge sind die Grundlage für höchste Konzentration. Riesling ist die Königssorte der Mosel und besonders prädestiniert für edelsüße Spitzenweine.

Rebsorte und Ausbau

Reinsortig aus Riesling in der höchsten Prädikatsstufe – der Trockenbeerenauslese. Dafür werden einzelne, von Edelfäule (Botrytis) eingetrocknete Beeren von Hand selektiert, die Zucker, Säure und Aromen extrem konzentrieren. Aus winzigen Erntemengen entsteht eine seltene, edelsüße Rarität.

Im Glas

Tiefes Gold bis Bernstein. In der Nase intensive Aromen von Dörraprikose, Honig, kandierter Orange und Botrytisnoten. Am Gaumen edelsüß und hochkonzentriert, getragen von der typischen Riesling-Säure, die für Balance und Spannung sorgt – mit einem außergewöhnlich langen Nachhall und großem Reifepotenzial.

Zum Genießen

Gut gekühlt bei 8–10 °C in kleinen Gläsern servieren – als Dessert- oder Meditationswein.

Passt zu: kräftigem Blauschimmelkäse, Foie gras, Obstdesserts und Cremes – oder solo als flüssiges Dessert.


Lage: Mosel, Einzellage Kröver Steffensberg (Deutschland); Weingut Achim Reis
Klassifikation: Riesling Trockenbeerenauslese (Prädikatswein), edelsüß
Ausbau: Handselektion edelfauler Beeren (über 40 Jahre alte Reben, geringe Erträge)

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