Le Châteaubriand – Paris – Frankreich

Le Châteaubriand – Die stille Revolution der Pariser Bistronomie

Das Pariser Restaurant Le Châteaubriand ist einer jener gastronomischen Ikonen, welches, ohne es beabsichtigt zu haben, einen absoluten Kultstatus erlangt hat. Auch wenn es um das im Jahr 2016 im 11. Pariser Arrondissement eröffnete Restaurant etwas ruhiger geworden ist und der ganze Hype einer gewissen Normalität gewichen ist, bleibt dieser Bistronomie-Hotspot einfach State of the Art. 

Iñaki Aizpitarte und Fred Peneau haben hier vor gut zwei Jahrzehnten etwas Außergewöhnliches erschaffen. Schluss mit Tischdecken, Chi-Chi, konventionellen Weinen und dem strengen und prüfenden Blick des Obers. Locker, unkonventionell, flippige Kreationen auf den Tellern und eine nicht aufgesetzte, heimelige Atmosphäre plus gereichte Naturweine, über die früher noch kein Mensch gesprochen hat, im rustikal eingerichteten Gastraum. Seit dem letzten Besuch im Le Châteaubriand sind inzwischen gut zehn, zwölf Jahre vergangen, doch die Magie, die Kreativität, die Raffinesse der gereichten Speisen, das spannende Setting, die fast kommunistisch kalkulierte Weinkarte, scheuen nach wie vor keinen Vergleich zu anderen Lokalitäten. Das ist ganz großes Gaumen-Kino und nicht nur einen Besuch wert, es ist wie eine Reise in eine Zeit, wo die Gastronomielandschaft und ihre spiessigen Gesetze und Regeln von einer Handvoll Kochrebellen von rechts nach links gedreht wurden. Eine stille und leckere Revolution, welche ohne Todesopfer und Gewalt, mit Freude, Humor und Naturzutaten bester Qualität gutes Essen für Jedermann demokratisiert hat. Welch ein geiler Trip!

Der Baske Iñaki Aizpitarte hat sich übrigens im Jahr 2023 als Koch im Le Châteaubriand zurückgezogen und ein neues Restaurant namens Petit Grill Chez Mama in Saint-Jean-de-Luz eröffnet. Zurück zu seinen Wurzeln heißt seine Devise, auch wenn er nach wie vor Miteigentümer des Le Châteaubriand geblieben ist und seine Nachfolger in der Küche die Küchenphilosophie weiterleben und von Iñaki weiterhin beraten werden.


Frischkäse-Windbeutel / Flüssige Ceviche / Grüner Spargel in Tempura / Spargel / Miso-Suppe / Dorade und Artischocke / Kartoffeln und Gemüse / Feine Käseauswahl / Erdbeere, Rhabarber, Milchmousse / Frische Orangen

Le Châteaubriand, 129 Ave Parmentier, 75011 Paris, Frankreich, Telefon: +33 1 43 57 45 95, https://www.lechateaubriand.net/

  • 10/10
    Punkte - 150/10
150/10

Unsere Wertung: 150 von 365 Punkten *

Punkte 0

*Punktesystem 0 bis 365 Punkte

Die Punkte stehen für die Tage eines ganzen Jahres. Je höher die Punktezahl ist, umso häufiger wünscht man sich an diesem Ort essen gehen zu können oder eben den beschriebenen Wein trinken zu dürfen.

Blog per E-Mail abonnieren

Keine Beiträge mehr verpassen.

Entdecke unsere Weine

Mehr erfahren ...
Produkt Bild

Feinkost

Gocce Italiane Crema di Balsamico Zitrone

Feinkost · Balsamico-Creme · Italien

Gocce Italiane Crema di Balsamico Zitrone ist eine helle Balsamico-Creme mit Zitrone. Mit ihrem feinen säuerlich-fruchtigen Geschmack eignet sie sich zum Garnieren von Süßspeisen und Desserts ebenso wie zu Fisch und hellem Fleisch.


Herkunft

Gocce Italiane steht für italienische Feinkost-Spezialitäten. Die Crema di Balsamico ist eine eingedickte Balsamico-Creme zum Garnieren und Verfeinern – diese Variante auf Basis von hellem Balsamico, mit fruchtigem Zitronenaroma.

Zutaten und Herstellung

Basis ist heller italienischer Balsamessig (Condimento bianco), eingedickt mit Traubenmost zu einer streichfähigen, sirupartigen Creme. Verfeinert mit Zitronenaroma, das eine fein säuerlich-fruchtige Note beisteuert.

Geschmack

Hell und glänzend, dickflüssig-sirupartig. Im Geschmack fein säuerlich-fruchtig, mit milder Balsamico-Note und frischer Zitrone. Intensiv – schon wenige Tropfen genügen.

In der Küche

Vielseitig: zum Garnieren von Süßspeisen und Desserts ebenso wie zu Fisch und hellem Fleisch. Auch zu Salaten, Meeresfrüchten oder Ziegenkäse. Sparsam dosieren.

Passt zu: Desserts, Fisch, hellem Fleisch, Meeresfrüchten und Salaten.


Hersteller: Gocce Italiane (Italien)
Produkt: Balsamico-Creme (Crema di Balsamico), hell
Geschmack: Zitrone
Herkunft: Italien
Verarbeitung: eingedickte helle Balsamico-Creme
Mindesthaltbarkeit (MHD): 31.01.2028

Mehr erfahren ...

Mehr erfahren ...
Produkt Bild

Rebsorten

Bessin- Tremblay Chablis Montmains 1er Cru 2023

Weißwein · Chablis Premier Cru · Chardonnay

Chardonnay Montmains · 1er Cru 2023 15–18 Monate Feinhefe max. 10% neues Holz

Der Chablis Montmains 1er Cru 2023 der Domaine Bessin-Tremblay stammt von einer Premier-Cru-Lage am linken Ufer des Serein. Reinsortiger Chardonnay, von Hand gelesen und im thermoregulierten Tank auf der Feinhefe ausgebaut. Der Jahrgang 2023 verbindet reife Frucht mit straffer Säure – ein Chablis mit salziger Mineralität und langem Zug.


Montmains – Premier Cru am linken Ufer des Serein

Montmains zählt zu den größten und am höchsten eingestuften Premier-Cru-Lagen auf der linken, südwestlich orientierten Seite des Flusses Serein. Die Reben stehen auf kimmeridgischem Untergrund aus Kalkmergel und hartem Kalkstein, in überwiegend südöstlicher bis östlicher Exposition. Zur Lage gehören die untergeordneten Klimate Les Forêts und Butteaux.

Prägend ist die fossilreiche Mergelformation des Kimmeridgium: eingelagerte Austernschalen (Exogyra virgula) liefern den hohen Kalkanteil, der dem Wein seine salzig-mineralische Linie gibt. Die Lagen des linken Ufers gelten als straffer und reduktiver in der Jugend als die wärmeren Crus der rechten Seite.

Die Domaine Bessin-Tremblay – 1992 von Jean-Claude Bessin und Evelyne Tremblay übernommen, heute mit Sohn Romain geführt – bewirtschaftet rund 12 Hektar in Chablis und gehört im Stilbild der rive gauche zur Spitzengruppe neben Häusern wie Dauvissat und Raveneau.

Jahrgang 2023 – Chablis

Auf einen milden Winter folgte ein kühl-feuchtes Frühjahr mit Austrieb Mitte April. Häufige Niederschläge im April und Anfang Mai hielten den Mehltaudruck hoch und forderten die Winzer im Rebschutz. Ab Mitte Mai wurde es trockener und wärmer, die Blüte setzte Anfang Juni weitgehend störungsfrei ein. Der Sommer brachte viel Sonne und einzelne kräftige Gewitter.

Eine Hitzewelle im August beschleunigte die Reife, Niederschläge Mitte September brachten Frische und Balance zurück. Für Chablis steht 2023 für einen gesunden, mengenmäßig großzügigen Jahrgang mit reifer, aromatischer Frucht und tragender Säure – Weißweine mit Birne, Pfirsich und Aprikose bei klarer Struktur.

Assemblage und Ausbau

Reinsortiger Chardonnay aus dem Jahrgang 2023. Handlese mit Selektion innerhalb eines knappen Lesefensters von rund zehn Tagen, um die optimale Reife zu treffen.

Sanfte pneumatische Pressung, Spontangärung mit weinbergseigenen Hefen in thermoregulierten, emaillierten Tanks. Ausbau 15–18 Monate auf der Feinhefe mit höchstens 10% neuem Holz, bei Bedarf leichte Schönung und Filtration. Die Weinberge werden mit reduziertem Pflanzenschutz bewirtschaftet.

Im Glas

Helles Strohgelb mit grünlichem Reflex. In der Nase Zitruszeste, weißfleischige Steinfrucht, Apfelblüte und feuchter Stein. Am Gaumen geradlinig und salzig, mit kühler Frucht, mittlerem Körper und einem mineralisch-zitronigen Abgang mit Austernschalen-Note.

Ein Chablis vom linken Serein-Ufer: salzige Mineralität, Zitrusfrucht und eine Säure, die den Schmelz des Jahrgangs 2023 trägt.

Jung schon zugänglich, gewinnt der Wein über zwei bis vier Jahre an Tiefe. Im Glas öffnet er sich nach kurzer Belüftung; bei 10–12 °C servieren.

Am Tisch

Austern und Plateau de fruits de mer, gegrillte Jakobsmuscheln, Forelle oder Saibling, Geflügel in heller Sauce, junger Comté oder Chaource. Die salzige Säure hält gegen Schalentiere ebenso stand wie gegen Butter und Sahne.


Lage: Montmains, linkes Serein-Ufer; Kimmeridgium (Kalkmergel)
Klassifikation: Chablis Premier Cru
Ausbau: 15–18 Monate auf Feinhefe, max. 10% neues Holz; Handarbeit im Weinberg, reduzierter Pflanzenschutz

Mehr erfahren ...

Mehr erfahren ...
Produkt Bild

Frankreich

Saouma Amph Crau Pignan Serres 3er Set

Rotwein · Châteauneuf-du-Pape · Grenache · Amphoren-Trio

100 % Grenache 3er-Set · Crau · Pignan · Serres AOC Châteauneuf-du-Pape unbeschichtete Tonamphoren ohne Zusätze · Schwerkraftfüllung 400 Boxen 2013

Das Saouma Amph 3er-Set 2013 enthält je eine Flasche Crau, Pignan und Serres – drei Grenache aus drei Lagen von Châteauneuf-du-Pape, jede Parzelle für sich in der Tonamphore vinifiziert, ohne Assemblage. Mounir Saouma lässt die Trauben in unbeschichteten Amphoren ruhen und verzichtet auf jeden Zusatz. Drei Böden, drei Charaktere, nur 400 Boxen.


Crau, Pignan, Serres – drei Böden von Châteauneuf-du-Pape

Rotem und Mounir Saouma sind mit dem Micro-Négoce Lucien Le Moine in Beaune bekannt geworden. 2009 kauften sie zwei Hektar in der Lage Pignan in Châteauneuf-du-Pape, heute bewirtschaften sie dort rund zwölf Hektar in Châteauneuf-du-Pape, Courthézon, Orange und Bédarrides. Die Idee zur Amphore stammt aus Mounirs Kindheit in den Bergen des Libanon, wo die Dorfbewohner Wasser in Tonkrügen holten.

Für die Amph-Serie vinifiziert Saouma jede Parzelle einzeln, um die unterschiedlichen Böden der Appellation unverfälscht zu zeigen. La Crau ist das Hochplateau im Osten, mit großen gerundeten Kieseln (Galets roulés) über rotem Ton – der Ton gibt dem Grenache Kraft und Würze. Pignan liegt auf nach Norden geneigtem Sand mit Kieseln in der Nachbarschaft von Château Rayas; der Sand bringt Feinheit und reine Frucht.

Les Grandes Serres im Süden der Appellation liegen auf eisenreichen roten Böden, die dem Grenache wärmende, dunkle Frucht und Tiefe geben. Zusammen zeigen die drei Weine, wie stark der Boden Grenache aus derselben Appellation prägt.

Jahrgang 2013 – Châteauneuf-du-Pape

Ein kühles, feuchtes Frühjahr verzögerte 2013 den Austrieb und führte beim Grenache, der rund 75 % der Rebfläche der Appellation ausmacht, zu starker Verrieselung: Die Blüten setzten schlecht an. Der Farbumschlag begann erst Anfang August, rund drei Wochen später als üblich. Ein heißer Juli mit einem Gewitter zum Monatsende brachte zwar gute Sommerbedingungen, der Rückstand ließ sich aber nicht aufholen.

2013 zählt zu den spätesten und mengenmäßig kleinsten Jahrgängen in Châteauneuf-du-Pape: Der Durchschnittsertrag erreichte nur rund 26 Hektoliter je Hektar, zulässig sind 35. Gelesen wurde ab der zweiten Septemberhälfte bei sehr guten Bedingungen. Die Rotweine zeigen gute Säure, moderaten Alkohol und fruchtbetonten Grenache – günstige Voraussetzungen für Saoumas Stil, der Feinheit über Kraft stellt.

Tonamphore ohne jeden Zusatz

Drei Lagen-Rotweine aus 100 % Grenache, Jahrgang 2013, trocken. Je eine Flasche (0,75 l) Crau, Pignan und Serres, limitiert auf 400 Dreier-Boxen.

Die von Hand gelesenen Trauben kommen in innen unbeschichtete Tonamphoren, damit der Wein direkt mit dem Ton in Kontakt steht. Nach der Ruhezeit in der Amphore werden sie leicht gepresst. Mounir verzichtet auf jeden Zusatz – keine Reinzuchthefe, keine Säure, kein Schwefel. Gefüllt wird allein über die Schwerkraft.

Im Glas

Die drei Weine zeigen die Unterschiede ihrer Böden. Crau: vom Ton geprägt, kräftig und würzig, mit Energie und Zug. Pignan: vom Sand geprägt, zart fruchtig und fein, mit großer Reinheit der Frucht. Serres: vom eisenhaltigen roten Boden geprägt, wärmend und intensiv, mit dunkler Frucht und Gewürzen.

Dreimal Grenache aus einer Appellation, dreimal ein anderer Boden – Ton, Sand, Eisen – und keine Zutat außer der Traube.

Vor dem Genuss dekantieren. Bei 16–18 °C servieren, idealerweise nebeneinander verkosten.

Am Tisch

Lamm und Wild, geschmortes und gegrilltes Rind, kräuterwürzige mediterrane Schmorgerichte und gereifter Käse. Am besten als Vergleichsprobe der drei Terroirs.


Produzent Rotem & Mounir Saouma, Châteauneuf-du-Pape
Rebsorte 100 % Grenache
Lage La Crau (Galets über rotem Ton) · Pignan (Sand mit Kieseln, Nordlage) · Les Grandes Serres (eisenreicher roter Boden)
Klassifikation AOC Châteauneuf-du-Pape
Jahrgang 2013
Vinifikation Handlese · Einzelparzellen ohne Assemblage · unbeschichtete Tonamphoren · ohne Hefe, Säure und Schwefel
Ausbau Ruhe in der Amphore · leichte Pressung · Füllung über Schwerkraft
Auflage 400 Boxen à 3 Flaschen

Mehr erfahren ...

Mehr erfahren ...
Produkt Bild

Weine

Battenfeld Spanier Blanc de Blancs Grande Cuvée 2010 Extra Brut BIO

Das Flaggschiff unter den Sekten des Hauses ist die Battenfeld-Spanier Blanc de Blancs Grande Cuvée 2010 Extra Brut. Reiner Chardonnay von 1994 gepflanzten Champagner-Klonen auf Kalk in Hohen-Sülzen. Nach der Flaschengärung lag sie weit mehr als zehn Jahre auf der Hefe.

Im Glas

Sehr feine Perlage. Im Mund fester Griff und cremiger Schmelz, nussige, feine Frucht und viel Extrakt. Der lange, salzige Nachklang verleiht ihr Präzision und Tiefe. Ein Sekt für große Gläser und besondere Momente.

Mach was draus

Hummer, Jakobsmuscheln, Austern, Geflügel in Rahmsauce oder ein lange gereifter Hartkäse. Auch als Aperitif für einen großen Anlass. Serviere sie bei 8 bis 10 °C im großen Weißweinglas.

Janus FenskeJanus empfiehlt

„Die Grande Cuvée ist für mich deutscher Sekt auf Weltniveau. Ein Erlebnis, das man nicht vergisst.“

Mehr über Janus, unseren Sommelier

Kurz gefragt

Wie lange lag sie auf der Hefe? Rund 13 Jahre – außergewöhnlich lange für einen Sekt. In dieser Zeit entstehen der cremige Schmelz und die nussigen Töne.

Wer steht dahinter? Hans-Oliver Spanier, der das Weingut Battenfeld-Spanier in Hohen-Sülzen führt, zusammen mit seiner Frau Carolin Spanier-Gillot. Schon 1993 stellte der Betrieb auf ökologischen Anbau um.

Wie wird sie gemacht? Die Trauben kommen früh vom Stock, der Most gärt mit wilden Hefen im Tonneau, die zweite Gärung findet in der Flasche statt; Handrüttelung und eine minimale Dosage.

100 % Chardonnay · Hohen-Sülzen, Rheinhessen · Kalk · Champagner-Klone, gepflanzt 1994 · Jahrgang 2010 · Spontangärung im Tonneau · Flaschengärung · rund 13 Jahre Hefelager · Handrüttelung · Extra Brut · bio, Kontrollstelle DE-ÖKO-006 · Battenfeld-Spanier, Hohen-Sülzen · Stand: Oktober 2026

Mehr erfahren ...

Mehr erfahren ...
Produkt Bild

Frankreich

Bertheau Chambolle Musigny Les Amoureuses 1er Cru 2019

Rotwein · Chambolle-Musigny Premier Cru · Pinot Noir

Pinot Noir Les Amoureuses · 1er Cru Chambolle-Musigny unterhalb Le Musigny · SO-Lage 2019

Der Chambolle-Musigny Les Amoureuses 1er Cru 2019 der Domaine François Bertheau stammt aus der berühmtesten Premier-Cru-Lage von Chambolle – einem Weinberg auf Grand-Cru-Niveau. In der Jugend verschlossen, läuft Bertheaus Amoureuses über die Jahre zur Hochform auf: Samt und Seide, kernige Himbeerfrucht und ein unendlich sanfter Nachhall.


Les Amoureuses – der berühmteste Premier Cru von Chambolle

Les Amoureuses („die Liebenden") gilt als bester Premier Cru der Gemeinde und als einer der großen Weinberge der Welt – bei einer Neuklassifizierung wäre ein Grand-Cru-Status kaum fraglich. Die Lage liegt am südlichen Ende von Chambolle-Musigny, direkt oberhalb des Dorfes Vougeot und unterhalb des Grand Cru Le Musigny; im Norden grenzt Les Charmes, südlich Les Petits Vougeots.

Der kalkhaltige Boden ist hier leichter: eine dünne Schicht felsigen Oberbodens über hartem Kalksteinunterboden, der frei entwässert und die Wurzeln in Felsspalten zwingt. Das begrenzt Wuchskraft und Ertrag und führt zu kleinen, konzentrierten Beeren. Die meist südöstliche Ausrichtung und das kühle Klima sichern Reife bei erhaltener Säure. Die Domaine François Bertheau zählt zu den klassischen Erzeugern von Chambolle-Musigny.

Jahrgang 2019 – Côte de Nuits

2019 war ein warmer, trockener Jahrgang mit kleinen Erträgen. Trotz der Wärme bewahrten die Trauben eine bemerkenswerte Frische; die Reben lieferten konzentrierte, vollreife Frucht.

Für die roten Burgunder steht 2019 für Tiefe und reife, dichte Frucht bei feinem Tannin und tragender Säure – ein starker, lagerfähiger Jahrgang, der zur balancierten Art der Amoureuses passt.

Assemblage und Ausbau

Reinsortiger Pinot Noir aus dem Jahrgang 2019.

Der Wein reift im Holzfass, im klassischen Stil des Guts – mit zurückhaltendem Holzeinsatz, ganz auf Finesse und Lagenausdruck ausgerichtet.

Im Glas

In der Jugend verschlossen und subtil. Mit Reife entfalten sich Samt und Seide, reinste, kernige Himbeerfrucht, ein erdiger Charakter und feste, zugleich seidige Tannine. Der Abgang ist unendlich sanft und lang.

Samt und Seide, kernige Himbeerfrucht und feste, seidige Tannine – ein Kult-Premier-Cru mit unendlich sanftem Nachhall.

In der Jugend noch verschlossen; sein volles Potenzial entfaltet der Wein über viele Jahre, oft Jahrzehnte. Bei 16 °C servieren; eine Belüftung im Dekanter lohnt sich.

Am Tisch

Geflügel und Federwild, Kalb, Gerichte mit Pilzen oder Trüffel, dazu mittelreifer bis gereifter Käse. Ein eleganter Wein für den besonderen Anlass.


Lage: Les Amoureuses (1er Cru), Chambolle-Musigny (Côte de Nuits); unterhalb Le Musigny, dünner Felsboden über hartem Kalkstein, SO-Lage
Klassifikation: Chambolle-Musigny Premier Cru
Ausbau: Pinot Noir; Holzfassausbau, zurückhaltender Holzeinsatz

Mehr erfahren ...

Mehr erfahren ...
Produkt Bild

Länder/Regionen

Domaine Bachelet Gevrey Chambertin Les Corbeaux 1er Cru VV 2022

Rotwein · Gevrey-Chambertin Premier Cru · Pinot Noir

Pinot Noir Les Corbeaux · 1er Cru Vieilles Vignes · 0,42 ha Reben ~80 Jahre 2022

Der Gevrey-Chambertin Les Corbeaux 1er Cru VV 2022 von Denis Bachelet ist ein Wein von feiner Eleganz und Finesse. Die rund 80 Jahre alten Reben auf 0,42 Hektar geben ihm Struktur und Tiefe. Statt mit Opulenz überzeugt dieser Pinot Noir mit Raffinesse, seidiger Textur und präziser Definition.


Les Corbeaux – Premier Cru in Gevrey-Chambertin

Les Corbeaux ist eine Premier-Cru-Lage von Gevrey-Chambertin, direkt benachbart zum Grand Cru Mazis-Chambertin. Die Lage liegt am Hang auf Kalk- und Mergelböden und bringt feingliedrige, präzise Weine hervor.

Denis Bachelet bewirtschaftet hier eine nur 0,42 Hektar große Parzelle mit rund 80 Jahre alten Reben. Seine kleine, traditionell arbeitende Domaine in Gevrey-Chambertin steht für Finesse, Tiefe und lange Lagerfähigkeit.

Jahrgang 2022 – Côte de Nuits

2022 war eines der wärmsten, trockensten und sonnenreichsten Jahre im Burgund. Ein milder Winter brachte einen frühen Austrieb, Aprilfröste richteten nur begrenzten Schaden an, und ein regenreicher Juni füllte vor dem trockenen Sommer die Wasserreserven.

Für die roten Burgunder steht 2022 für reife, konzentrierte Frucht bei überraschender Frische und Balance – ein starker Jahrgang, der die präzise Linie des Les Corbeaux schön trägt.

Assemblage und Ausbau

Reinsortiger Pinot Noir aus dem Jahrgang 2022, von rund 80 Jahre alten Reben.

Nach der Lese vergärt der Wein und reift anschließend im Holzfass. Die Vinifikation folgt der auf Finesse und Präzision ausgerichteten Handschrift des Guts.

Im Glas

Feine Eleganz und Finesse prägen den Wein. Die aromatische Intensität des benachbarten Mazis-Chambertin erreicht er nicht ganz, brilliert aber mit feingliedriger Balance, seidiger Textur und präziser Definition. Er entfaltet sich mit jedem Schluck weiter.

Statt mit Opulenz verführt dieser Gevrey-Chambertin mit Raffinesse: seidige Textur und präzise Definition.

In der Jugend zugänglich, mit Flaschenreife über viele Jahre gewinnend. Bei 16 °C servieren; eine Belüftung lohnt sich.

Am Tisch

Wild und Federwild, Ente, Rind, Gerichte mit Pilzen, dazu gereifter Käse. Ein eleganter Begleiter für gehaltvollere Gerichte.


Lage: Les Corbeaux (1er Cru), Gevrey-Chambertin (Côte de Nuits); neben Grand Cru Mazis-Chambertin, 0,42 ha, Reben ~80 Jahre
Klassifikation: Gevrey-Chambertin Premier Cru
Ausbau: Pinot Noir, alte Reben; Holzfassausbau

Mehr erfahren ...

Mehr erfahren ...
Produkt Bild

Rebsorten

Sylvain Bzikot Puligny-Montrachet blanc 2024

Weißwein · Puligny-Montrachet AOC · Chardonnay

100 % Chardonnay Puligny-Montrachet Village Parzellen aus dem ganzen Ort Kalkstein und Mergel Fass · geringer Neuholzanteil 2024

Der Sylvain Bzikot Puligny-Montrachet 2024 kommt von einer Familie, die seit drei Generationen in Puligny Reben bewirtschaftet. Ein Village-Chardonnay aus zahlreichen Parzellen, verteilt über die Gemeinde, langsam vergoren und mit wenig neuem Holz ausgebaut – straff und klar, aus einem kühlen Jahrgang, der die typische Spannung von Puligny betont.


Puligny-Montrachet – Village aus vielen Parzellen

Puligny-Montrachet liegt im Süden der Côte de Beaune zwischen Meursault und Chassagne und gilt als Maßstab für weißen Burgunder. Die Hänge bestehen aus Kalkstein und Mergel des mittleren Jura; der Kalk gibt dem Chardonnay Spannung und eine salzige Kontur, der Mergel Körper. Eine Eigenheit des Ortes liegt unter der Erde: Das Grundwasser steht in Puligny so hoch, dass kaum tiefe Keller gebaut werden können – die Weine reifen in flachen Kellern, oft knapp unter Bodenniveau.

Die Village-Lagen erstrecken sich unterhalb der Premiers Crus, teils bis in Nachbarschaft von Lagen wie Perrières und Referts nahe der Grenze zu Meursault. Sylvain Bzikot stellt seinen Puligny aus zahlreichen Parzellen zusammen, die über die gesamte Gemeinde verteilt sind. Jede Parzelle bringt etwas anderes ein – die höher gelegenen Spannung, die tieferen Fülle –, und erst zusammen ergeben sie ein Bild des ganzen Ortes statt einer einzelnen Lage.

Die Geschichte der Familie beginnt kurz vor dem Zweiten Weltkrieg: Sylvains Großvater kam aus Polen nach Puligny und baute nach dem Krieg Schritt für Schritt einen Weinbaubetrieb auf. Über Stanislas Bzikot ging das Gut an Sylvain Bzikot. Heute umfasst die Domaine Bzikot Père & Fils rund 15 Hektar in Puligny-Montrachet, Auxey-Duresses, Volnay und Santenay.

Jahrgang 2024 – Côte de Beaune

Für Burgunds Winzer war 2024 ein Jahr ohne Pause. Auf einen milden und sehr nassen Winter folgte ein früher Austrieb, dann ein kühles, feuchtes Frühjahr mit Frostnächten, Hagelgefahr und anhaltendem Pilzdruck. Die Blüte verlief ungleichmäßig. Erst ab dem Sommer wurde es trockener, und die Trauben reiften langsam.

Die Lese kam spät und verlangte strenge Auswahl; vielerorts fielen die Mengen stark aus. Die Mostgewichte blieben moderat. Die Weißweine sind klar und fein gezeichnet, mit straffer Säure und kühler Frische – ein Jahrgang, der die schlanke, präzise Seite von Puligny zeigt statt der vollen.

Langsame Gärung, zurückhaltendes Holz

Reinsortiger Chardonnay aus dem Jahrgang 2024. Vergoren wird langsam, ausgebaut im Eichenfass mit nur einem geringen Anteil neuen Holzes. Das langsame Gären hält die Aromen im Wein; die überwiegend gebrauchten Fässer liefern Textur und einen sanften Sauerstoffkontakt, ohne die Frucht mit Vanille oder Röstaromen zu überdecken. Ziel ist Frische und Klarheit – gerade bei einem kühlen Jahrgang der richtige Weg.

Im Glas

Helles Gelb mit grünlichem Schimmer. In der Nase Zitrone und grüner Apfel, weiße Blüten und ein kreidiger, leicht nussiger Ton. Am Gaumen straff und geradlinig, mit klarer Säure und feiner Textur aus dem Fass; die Frucht bleibt hell, der Abgang salzig und frisch.

Viele Parzellen, ein Ort, ein kühles Jahr: Puligny von seiner klaren, gespannten Seite.

Bei 11–13 °C servieren, in einem großen Weißweinglas. Jung zugänglich; mit einigen Jahren Flaschenreife gewinnt der Wein an Tiefe.

Am Tisch

Zu gebratenem Fisch, Meeresfrüchten und Geflügel in heller Sauce. Die straffe Säure des Jahrgangs passt besonders zu Austern, Jakobsmuscheln, Seezunge in brauner Butter und jungem Comté.


Produzent Domaine Bzikot Père & Fils, Sylvain Bzikot, Puligny-Montrachet
Rebsorte 100 % Chardonnay
Lage zahlreiche Parzellen in der Gemeinde Puligny-Montrachet, Côte de Beaune · Kalkstein und Mergel
Klassifikation Puligny-Montrachet AOC · trocken
Jahrgang 2024
Vinifikation langsame Gärung
Ausbau Eichenfass mit geringem Neuholzanteil
Trinkempfehlung jetzt bis 2032

Mehr erfahren ...

Mehr erfahren ...
Produkt Bild

Rebsorten

Martin Waßmer Dottinger Castellberg Pinot Noir GC 2018

Wein · Rotwein · Baden · Deutschland

Waßmer Dottinger Castellberg Pinot Noir GC 2018 ist ein ausgezeichneter Lagen-Spätburgunder mit Potenzial. Purpurfarben mit violetten Reflexen, zeigt er sehr elegante, klassische Aromen und einen saftigen, fein gewürzten Gaumen.


Baden / Dottinger Castellberg

Das Weingut Martin Waßmer ist im Markgräflerland in Baden beheimatet und zählt zu den führenden Erzeugern der Region. Der Pinot Noir aus dem Dottinger Castellberg wächst auf terrassierten Steillagen mit Trockenmauern, auf kalkhaltigen Böden aus Kalkmergel, Kalkverwitterung und Teilen aus Konglomeratgestein.

Rebsorte und Ausbau

Reinsortig aus Spätburgunder (Pinot Noir) in der Spitzenkategorie GC. Der Ausbau im Holzfass verleiht dem Wein elegante Würze und Struktur, ohne die klassische Frucht zu überdecken. Trocken ausgebaut.

Im Glas

Purpurfarben mit dezenten violetten Reflexen. In der Nase sehr elegante, klassische Aromen mit dezenten Anklängen von Süßkirsche, Himbeere und Sauerkirsche, dazu feine Röstaromen im Hintergrund. Am Gaumen saftig, mit reifer Beerenfrucht, Kirscharomen und eleganter Holzwürze; gutes Reifepotenzial.

Am Tisch

Bei 16–18 °C servieren; jüngere Flaschen profitieren vom Dekantieren.

Passt zu: Kurzgebratenem, Gegrilltem und Geschmortem, kräftigem Geflügel und gereiftem Käse.


Lage: Baden, Markgräflerland – Dottinger Castellberg (Deutschland); Weingut Martin Waßmer
Klassifikation: Lagenwein (GC) – 100 % Spätburgunder (Pinot Noir), trocken
Ausbau: Holzfassausbau; terrassierte Kalksteillage (Kalkmergel, Konglomeratgestein)
Jahrgang: 2018

Mehr erfahren ...