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Rebsorten

Pichler-Krutzler Riesling Loibenberg 2021

Weißwein · Wachau DAC · Riesling

Riesling Wachau DAC · Ried Loibenberg Gföhler Gneis Steinterrassen Reben 35–50 Jahre 2021 trocken

Der Pichler-Krutzler Riesling Loibenberg 2021 stammt aus vier Parzellen in den steinigen, exponierten Teilen der Ried Loibenberg bei Unterloiben. Elisabeth Pichler-Krutzler und Erich Krutzler lesen hier Riesling von 35 bis 50 Jahre alten Reben auf Gneisterrassen über der Donau. Das Ergebnis ist ein trockener Lagenwein mit reifer Steinobstfrucht, fester Mineralik und der straffen Säure eines kühlen Wachauer Herbstes.


Ried Loibenberg – Gneisterrassen über Unterloiben

Der Loibenberg prägt das Ortsbild von Unterloiben am östlichen Ende der Wachau. Mit 35,58 Hektar gehört er zu den großen Rieden des Gebiets und reicht von 212 bis 394 Metern Seehöhe. Die Weingärten sind vollständig terrassiert und öffnen sich von West bis Südost. Die Hangneigung liegt im Mittel bei 39 %, an den steilsten Stellen bei 81 %. Wegen dieser Ausdehnung und der großen Höhenunterschiede ist die Riede in vier offizielle Subrieden gegliedert: Langen Zung, Süssenberg, Rauheneck und Rothenberg.

Das Ausgangsgestein ist Gföhler Gneis, ein aus granitähnlichem Gestein umgeformtes Metamorphit. Daraus entsteht ein sandig-steiniger Boden, der Wasser rasch abführt, sich schnell erwärmt und die Reben im Frühjahr früh austreiben lässt. Am Hang wurde durch Erosion eiszeitlicher Löss eingemischt. Der Oberboden ist heute weitgehend entkalkt, stellenweise haben sich aber Lössinseln gehalten. Pro Jahr kommt die Riede auf rund 2.004 Sonnenstunden. Die Bewirtschaftung der Terrassen erfordert insgesamt etwa 26.700 Arbeitsstunden.

Urkundlich erscheint der Berg bereits im späten 14. Jahrhundert, damals als „leub_n perig“. Pichler-Krutzler bewirtschaftet für diesen Riesling vier Parzellen, die alle in den steinigen, exponierten Abschnitten liegen – dort, wo der Gneis dicht unter der Oberfläche ansteht und die Reben tief wurzeln müssen.

Jahrgang 2021 – Wachau

Das Wachauer Weinjahr begann mit einem ungewöhnlich späten Austrieb. Bis Anfang Juli blieb es trocken, die Blüte setzte österreichweit erst Mitte Juni ein. Im Juli und August regnete es häufig, dazu kamen Hagelschläge in Rossatz und in Dürnstein/Loiben. In den betroffenen Weingärten fielen die Mengeneinbußen erheblich aus, die Reife verzögerte sich. Die Hagelschäden an den Beeren trockneten jedoch vollständig ab.

Ein sonniger, trockener Herbst mit kühlen Nächten brachte ideale Lesebedingungen. Über die gesamte Wachau lag die Erntemenge im langjährigen Durchschnitt. Beim Riesling, der als letzte Sorte gelesen wird, bewahrten die kühlen Oktobernächte eine feste, klare Säure bei voller Aromenreife. 2021 steht in der Wachau für präzise, strukturierte Lagenweine mit langem Reifepotenzial.

Lese und Ausbau

Reinsortiger Riesling aus dem Jahrgang 2021, von 35 bis 50 Jahre alten Reben. Die Trauben werden von Hand Anfang bis Mitte Oktober gelesen – bewusst nicht zu spät, damit der Wein Spannung behält und nicht breit wird.

Gärung und Reifung dauern acht bis neun Monate, teils im Stahltank, teils im großen Holzfass mit 15 Hektolitern. Der Stahl bewahrt die Frucht, das große Holz gibt Textur, ohne Holzaromen abzugeben. Abgefüllt wird im Juli oder August nach der Lese. Der Wein ist trocken ausgebaut.

Im Glas

Hell grüngelb. In der Nase reifer Weingartenpfirsich und Marille, darunter kühle Zitrusnoten und ein rauchiger Anklang vom Gneis. Am Gaumen saftig und zugleich straff, die Frucht wird von einer festen Säure und einer steinigen Mineralik eingefasst. Der Abgang ist lang und salzig.

Vier Parzellen auf Gföhler Gneis, gelesen im kühlen Oktober 2021: reife Steinobstfrucht in einem straffen, steinigen Rahmen.

Jetzt bereits zugänglich, gewinnt mit einigen Jahren Flaschenreife deutlich an Tiefe. Bei 10–12 °C servieren.

Am Tisch

Saibling oder Zander aus der Pfanne, Meeresfrüchte, Geflügel und Kalb in heller Sauce, Spargel sowie mild-würzige asiatische Küche.


Produzent Weingut Pichler-Krutzler, Oberloiben (Dürnstein)
Rebsorte Riesling
Lage Ried Loibenberg, Unterloiben, Wachau · 35,58 ha · 212–394 m · West bis Südost · terrassiert · Gföhler Gneis mit Lösseinmischung · vier Parzellen
Klassifikation Wachau DAC · Riedenwein · trocken
Jahrgang 2021
Vinifikation Handlese Anfang bis Mitte Oktober
Ausbau 8–9 Monate Stahltank und großes Holzfass (15 hl) · Abfüllung Juli/August
Rebenalter 35–50 Jahre

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Frankreich

Dujac Charmes Chambertin Grand Cru 2022

Rotwein · Charmes-Chambertin Grand Cru · Pinot Noir

Pinot Noir Charmes-Chambertin · Grand Cru Gevrey-Chambertin 0,70 ha · ~85% Ganztraube 14–18 Monate Holz

Der Charmes-Chambertin Grand Cru 2022 der Domaine Dujac ist ein reinsortiger Pinot Noir aus einer der Grand-Cru-Lagen von Gevrey-Chambertin. In 2022 einer der kraftvollsten Weine des Kellers: tief, dicht und vielschichtig, getragen von seidigem, sehr feinem Tannin. Die Pinots von Dujac gelten als wahre Weinlegenden.


Charmes-Chambertin – Grand Cru in Gevrey-Chambertin

Charmes-Chambertin liegt zwischen Morey-Saint-Denis und Gevrey-Chambertin. Den Untergrund prägen zwei Kalkarten: kompakter Comblanchien-Kalkstein im östlichen Teil trifft auf Entroques-Kalk (calcaire à Entroques) im Westen – ein Hinweis auf eine Verwerfung unter der Lage.

Die Domaine Dujac bewirtschaftet hier rund 0,70 Hektar in vier Parzellen, verteilt auf Aux Charmes und Mazoyères, gepflanzt in den 1950er- und 1970er-Jahren. Dujac, gegründet von Jacques Seysses (1967) und heute von Jeremy, Diana und Alec geführt, arbeitet seit 2003 mit Kompost und Pflanzenpräparaten.

Jahrgang 2022 – Côte de Nuits

2022 war eines der wärmsten, trockensten und sonnenreichsten Jahre im Burgund. Ein milder Winter brachte einen frühen Austrieb, Aprilfröste richteten nur begrenzten Schaden an, und ein regenreicher Juni füllte vor dem trockenen Sommer die Wasserreserven. Bei Dujac begann die Lese am 29. August.

Für die roten Burgunder steht 2022 für reife, konzentrierte Frucht bei überraschender Frische und Balance – beim Charmes-Chambertin von Dujac mit besonders viel Kraft und Substanz.

Assemblage und Ausbau

Reinsortiger Pinot Noir aus dem Jahrgang 2022, aus vier Parzellen in Aux Charmes und Mazoyères.

Rund 85 % wurden als ganze Trauben vergoren, mit zurückhaltender Extraktion und natürlichen Hefen. Anschließend reift der Wein 14 bis 18 Monate im Eichenfass – ganz auf die Balance zwischen Festigkeit und Geschmeidigkeit des Tannins ausgerichtet.

Im Glas

Tiefe, reife Frucht nach Pflaume und Kirsche, dazu Menthol, Potpourri, Orangenzeste, Würze und erdig-rauchige Anklänge. Am Gaumen vollmundig, dicht und vielschichtig, mit seidigem, sehr feinem Tannin (weniger griffig als viele) und langem Abgang.

Pflaume und Kirsche mit Menthol und Würze über seidigem, sehr feinem Tannin – kraftvoll und doch von großer Finesse.

In der Jugend noch verschlossen, entfaltet der Wein sein Potenzial über viele Jahre Flaschenreife. Bei 16 °C servieren; eine Belüftung im Dekanter lohnt sich.

Am Tisch

Wild und Federwild, Rind, Gerichte mit Trüffel oder Pilzen, dazu gereifter Käse. Ein Wein für den großen Anlass.


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Länder/Regionen

Thomas Morey Chassagne-Montrachet Morgeot 1er Cru 2023

Weißwein · Chassagne-Montrachet 1er Cru · Chardonnay

Chardonnay Chassagne-Montrachet 1er Cru Morgeot 2023

Der Thomas Morey Chassagne-Montrachet Morgeot 1er Cru 2023 entsteht aus einer nur 0,40 Hektar kleinen Parzelle der größten und bekanntesten Premier-Cru-Lage Chassagnes – ein Chardonnay von besonderer Präzision und Spannung.


Morgeot – die Lage

Morgeot ist die größte und bekannteste Premier-Cru-Lage in Chassagne-Montrachet. Sie liegt am südlichen Ende der Appellation, oberhalb der Straße nach Santenay, und umfasst rund 58 Hektar mit zahlreichen traditionsreichen Teilparzellen wie La Boudriotte, Les Fairendes oder Tête du Clos. Das Terroir ist geprägt von ton- und kieshaltigen Böden über Bathonischem Kalkstein, ideale Voraussetzungen für kraftvolle, dichte Rotweine und strukturierte, charaktervolle Weißweine. Die sanft nach Südosten geneigte Lage profitiert von der Morgensonne und schützt die Reben vor kühlen Nächten. Der Name „Morgeot“ geht auf das lateinische Wort für „Grenze“ zurück, passend zur Lage am südlichen Rand des Côte-d’Or. Heute steht Morgeot für elegante Burgunder mit Tiefe, Ausdruck und Herkunft.

Aus einer nur 0,40 Hektar kleinen Parzelle, deren Reben 1974 und 2004 gepflanzt wurden, erzeugt Thomas Morey einen Chassagne-Montrachet von besonderer Präzision und Spannung. Seine Frucht stammt aus den Teilparzellen Les Fairendes und Les Brussonnes mit ihren raren weißen Kalkböden.

Burgund 2023 – Harmonie, Frische und Klasse

Der Jahrgang 2023 im Burgund zeigt sich als außerordentlich gelungen und überzeugt sowohl in Bezug auf Qualität als auch endlich einmal wieder auf die Menge. Nach einem milden Winter folgte ein Frühling mit kühlen und feuchten Bedingungen, immer wieder durchbrochen von warmen Tagen; eine intensive Hitzewelle im August beschleunigte die Reife und konzentrierte die Aromen, bevor der Regen Mitte September für zusätzliche Balance sorgte.

Die Weißweine des Jahrgangs 2023, insbesondere Chardonnay und Aligoté, präsentieren sich reif, aromatisch und sehr ausgewogen, mit intensiven Fruchtnoten von Birne, Pfirsich und weißer Aprikose. In ihrer noch jungen Phase zeigen sie sich ausgesprochen harmonisch und von ihrer klassischen Seite – Frische, Reife und Struktur auf beeindruckende Weise vereint.

Ausbau

Reinsortiger Chardonnay aus dem Jahrgang 2023.

Spontangärung mit eigenen Hefen in einer Kombination aus neutralem Fass und Tank, natürliche malolaktische Gärung, Reife auf der Feinhefe ohne Bâtonnage über 16 bis 18 Monate. Nur rund 20 % neues Holz und minimaler, später Schwefeleinsatz geben dem Wein Raum und bewahren seine Reintönigkeit – eine puristische, terroirbetonte Vinifikation.

Im Glas

Der Morgeot 1er Cru vereint die Charakterzüge der benachbarten Lagen in sich, elegant, schlank und straff mit viel Zug am Gaumen. In der Jugend noch zurückhaltend, entwickelt er mit etwas Reife ein faszinierendes Aromenspiel aus gelbem Steinobst, Zitruszeste und nassem Kalkstein.

Ein charaktervoller, tiefgründiger Chardonnay, der die mineralische Seite Chassagnes eindrucksvoll widerspiegelt und mit seiner Energie lange nachhallt.

In der Jugend noch verschlossen, gewinnt mit Flaschenreife; ideal nach drei bis fünf Jahren. Bei 11–13 °C servieren.

Am Tisch

Zu Jakobsmuscheln, zu Steinbutt oder Seeteufel in feiner Sauce, zu Hummer und Langustinen, zu Bresse-Geflügel mit Morcheln sowie zu gereiftem Comté oder Beaufort.


Lage: Chassagne-Montrachet 1er Cru Morgeot (Les Fairendes / Les Brussonnes), Côte de Beaune (Frankreich); Ton-Kies über Bathonischem Kalkstein, 0,40 ha, Reben 1974/2004
Klassifikation: Chassagne-Montrachet 1er Cru AOC (Morgeot), Chardonnay (trocken)
Ausbau: Chardonnay; ~20 % Neuholz (228/350 l), 16–18 Monate, Feinhefe ohne Bâtonnage

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Weine

Battenfeld Spanier Frauenberg Riesling Großes Gewächs 2024 BIO

Weißwein · Mölsheim/Zellertal (Rheinhessen) · Riesling (Großes Gewächs)

Riesling Frauenberg VDP.Großes Gewächs Battenfeld-Spanier Zellertal · Rheinhessen Kalk · Kalkschotter · Kalkfels Südkamm · späte Lese BIO (DE-ÖKO-006) · 2024

Der Battenfeld-Spanier Frauenberg Riesling GG 2024 stammt von einem Bergkamm aus reinem Kalkfels. Ein kompromisslos gradliniger Riesling – salzig, mineralisch und tief.


Frauenberg – Kalkfels-Kamm im Zellertal

Das biologisch arbeitende Weingut Battenfeld-Spanier von H. O. Spanier zählt zu den führenden Adressen im rheinhessischen Wonnegau und ist für seine kalkgeprägten, präzisen Rieslinge bekannt (DE-ÖKO-006). Der Frauenberg ist eine VDP.Große Lage auf 190 bis 200 Metern, mit rund 40 % Neigung und einem Boden aus Kalk und Kalkschotter; die klassifizierte Fläche misst 17,68 Hektar.

H. O. Spanier hat die berühmte Lage aus der Vergessenheit zurückgeholt. Sie liegt exponiert auf einem Bergkamm aus reinem Kalkfels mit südlicher Ausrichtung; stete Winde lassen die Trauben wie in einem Windkanal stehen und ermöglichen alljährlich eine späte Lese bei optimaler Reife. Die kompromisslos gradlinigen Weine belegen seit 2001 die wieder errungene Größe des Frauenbergs.

Jahrgang 2024 – Zellertal (Rheinhessen)

2024 war in Rheinhessen ein kühlerer, anspruchsvoller Jahrgang, der Präzision im Weinberg belohnte. Der reine Kalkfels und die windexponierte Südlage sicherten reifes Lesegut bei später Lese, während das kühle Jahr für Frische, salzige Spannung und Gradlinigkeit sorgte.

Ausbau

Trockener Riesling, VDP.Großes Gewächs aus der Lage Frauenberg, Jahrgang 2024; 100 % Riesling von Kalk, Kalkschotter und reinem Kalkfels.

Nach später Handlese wird der Wein herkunftsbetont im Stil des Guts vergoren und ausgebaut, ganz auf Gradlinigkeit, salzige Mineralität und Tiefe ausgerichtet. Biologischer Anbau (DE-ÖKO-006).

Im Glas

Ein gradliniger, kalkgeprägter Riesling: Zitrus und weißer Pfirsich, dazu Quitte, feine Kräuterwürze und eine markante, salzig-mineralische Kalksteinnote. Am Gaumen straff und präzise, mit lebendiger Säure, kühler Struktur und einem langen, salzig-mineralischen Nachhall.

Zitrus und weißer Pfirsich über Quitte, feiner Kräuterwürze und salzig-mineralischer Kalksteinnote – straff und präzise, mit lebendiger Säure, kühler Struktur und langem, salzigem Nachhall.

Ein gradliniger, sehr langlebiger Kalkstein-Riesling; jung gern dekantieren. Bei 11–13 °C servieren.

Am Tisch

Zu edlem Fisch und Meeresfrüchten, zu Hummer und Jakobsmuscheln, zu Geflügel und Kalb in heller Sauce sowie zu gereiftem Hartkäse.


Lage: Frauenberg (VDP.Große Lage), Mölsheim/Zellertal, Rheinhessen; windexponierter Südkamm, 190–200 m, ~40 % Neigung; Kalk, Kalkschotter, reiner Kalkfels; klassifizierte Fläche 17,68 ha
Klassifikation: Riesling, VDP.Großes Gewächs, Rheinhessen (trocken); 100 % Riesling
Ausbau: späte Handlese, herkunftsbetonte Vergärung und Ausbau im Stil des Guts; biologisch, DE-ÖKO-006

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Rebsorten

Hermann Ludes Thörnicher Ritsch Riesling Spätlese Speyer 2021 Late Release

Weißwein · Mosel · Riesling Spätlese (fruchtsüß)

Riesling Thörnicher Ritsch · Im Speyer Mosel Spätlese · fruchtsüß Late Release · gereift

Der Thörnicher Ritsch „Im Speyer" Riesling Spätlese 2021 Late Release von Hermann Ludes ist ein bereits gereifter, mineralischer Mosel-Riesling von alten, teils wurzelechten Reben – spät freigegeben und damit trinkreif, aus einer der spannungsgeladensten Parzellen der Ritsch.


Thörnicher Ritsch – Im Speyer

Das Weingut Hermann Ludes bewirtschaftet 5,5 Hektar Riesling in verschiedenen Kleinparzellen der Steillage Ritsch – einem beeindruckenden Monument, einem in den Fels gehauenen Weinberg mit alten, teils wurzelechten Rieslingstöcken. Bizarre Formationen aus Schiefer und Holz prägen das Bild; die Wingertspfähle ragen wie die Speerspitzen eines Riesenheeres in den Himmel. Eingerahmt von den Seitentälern des Karlbach und der Salm, verdankt der Weinberg seine Einzigartigkeit dieser besonderen Lage.

Die Parzelle „Im Speyer" erhebt sich extrem steil und optimal nach Süden ausgerichtet aus dem Moseltal. Der devonische Schiefer speichert Wärme und bietet den Reben nur wenig Wasser und Nährstoffe – das ergibt niedrige Erträge, aber Trauben von hoher Konzentration und mineralischer Prägung. Innerhalb der ohnehin renommierten Ritsch ist „Im Speyer" noch einmal eine ganze Klasse spannungsgeladener.

Jahrgang 2021 – Mosel

2021 war an der Mosel ein kühler, klassischer Jahrgang mit spätem Herbst und später Lese. Er brachte präzise, filigrane Rieslinge mit lebendiger Säure, moderaten Mostgewichten und großer Klarheit – eine gefeierte Rückkehr zum klassischen Mosel-Stil.

Als „Late Release" wurde dieser Wein erst nach mehrjähriger Reife freigegeben und zeigt heute bereits erste Reifenoten, ohne die Spannung der Ritsch zu verlieren.

Vinifikation und Ausbau

Reinsortiger Riesling aus dem Jahrgang 2021, klassischer Prädikatswein (Spätlese, fruchtsüß).

Handlese in der Steillage, Spontangärung mit Naturhefen, klassisch-reduktiver Ausbau ohne Schönung, Schraubverschluss. Vor der Freigabe reifte der Wein mehrere Jahre – Ludes füllt und veröffentlicht seine Weine bewusst dann, wenn sie ihm am besten gefallen.

Im Glas

Über der kühlen Mosel-Frucht aus Apfel, Weinbergspfirsich und Zitrus zeigen sich beginnende Reifenoten von Honig und getrocknetem Obst, dazu feine Schieferwürze. Am Gaumen balanciert die rassige, gaumenreinigende Säure die fruchtige Süße; straff, salzig-mineralisch und lang im Abgang, mit der zusätzlichen Spannung der Speyer-Parzelle.

Kühle Frucht und beginnende Reife, getragen von rassiger Säure und salziger Mineralität.

Bereits trinkreif, mit weiterem Reifepotenzial. Bei 8–10 °C servieren.

Am Tisch

Zu würziger asiatischer Küche, Geflügelcurry, kräftigem Fisch oder reifem Käse. Auch ein eleganter Solist mit Flaschenreife.


Lage: Thörnicher Ritsch „Im Speyer" (Mittelmosel); extrem steile Südlage, devonischer Schiefer, alte, teils wurzelechte Reben
Klassifikation: Riesling Spätlese (Prädikatswein, fruchtsüß)
Ausbau: Riesling; Spontangärung mit Naturhefen, klassisch-reduktiver Ausbau, mehrjährige Reife vor Freigabe, Schraubverschluss

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Rebsorten

Conte di Campiano Primitivo di Manduria

Rotwein · Primitivo di Manduria · Puglia · Italien

Conte di Campiano Primitivo di Manduria ist ein sonnenverwöhnter Primitivo aus der DOC Primitivo di Manduria in Apulien. Er besticht durch eine marmeladige Frucht, die an intensiv eingekochte Früchte erinnert. Im Glas weich, aromatisch und rund.


Primitivo di Manduria (Puglia)

Die DOC Primitivo di Manduria liegt im Süden Apuliens rund um die Stadt Manduria. Das warme, sonnenverwöhnte Klima bringt besonders reife, konzentrierte Primitivo-Weine mit warmer Fruchtsüße hervor.

Rebsorte und Ausbau

Der Wein besteht aus Primitivo. Die vollreifen Trauben sorgen für die marmeladige, konzentrierte Frucht; der Ausbau stellt die warme, weiche Aromatik in den Vordergrund.

Im Glas

Tiefes Rot. In der Nase und am Gaumen ein Potpourri aus Kirsche, Pflaume, Zimt und Vanille, dazu eine marmeladige, an eingekochte Früchte erinnernde Note. Weich und aromatisch, abgerundet von einer warmen, konzentrierten Fruchtsüße. Das Finish ist rund.

Am Tisch

Bei 16–18 °C servieren.

Klassische Begleitung: Grillfleisch, Schmorgerichte, kräftige Pasta und gereifter Käse.


Lage: Manduria, Puglia (Italien)
Klassifikation: Primitivo di Manduria DOC
Ausbau: Primitivo, vollreife Trauben

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Rebsorten

Bessin- Tremblay Chablis Montmains 1er Cru 2022

Weißwein · Chablis Premier Cru · Chardonnay

Chardonnay Montmains · 1er Cru 2022 15–18 Monate Feinhefe max. 10% neues Holz

Der Chablis Montmains 1er Cru 2022 der Domaine Bessin-Tremblay stammt von einer Premier-Cru-Lage am linken Ufer des Serein. Reinsortiger Chardonnay, von Hand gelesen und im thermoregulierten Tank auf der Feinhefe ausgebaut. Der warme, sonnenreiche Jahrgang 2022 gibt dem Wein reife Frucht, hält dabei aber Frische und Mineralität.


Montmains – Premier Cru am linken Ufer des Serein

Montmains zählt zu den größten und am höchsten eingestuften Premier-Cru-Lagen auf der linken, südwestlich orientierten Seite des Flusses Serein. Die Reben stehen auf kimmeridgischem Untergrund aus Kalkmergel und hartem Kalkstein, in überwiegend südöstlicher bis östlicher Exposition. Zur Lage gehören die untergeordneten Klimate Les Forêts und Butteaux.

Prägend ist die fossilreiche Mergelformation des Kimmeridgium: eingelagerte Austernschalen (Exogyra virgula) liefern den hohen Kalkanteil, der dem Wein seine salzig-mineralische Linie gibt. Die Lagen des linken Ufers gelten als straffer und reduktiver in der Jugend als die wärmeren Crus der rechten Seite.

Die Domaine Bessin-Tremblay – 1992 von Jean-Claude Bessin und Evelyne Tremblay übernommen, heute mit Sohn Romain geführt – bewirtschaftet rund 12 Hektar in Chablis und gehört im Stilbild der rive gauche zur Spitzengruppe neben Häusern wie Dauvissat und Raveneau.

Jahrgang 2022 – Chablis

2022 war eines der wärmsten, trockensten und sonnenreichsten Jahre seit Beginn der Aufzeichnungen im Burgund. Ein milder Winter brachte einen frühen Austrieb, Aprilfröste richteten nur begrenzten Schaden an. Geringe Frühjahrsniederschläge wurden durch einen regenreichen Juni aufgefangen, der die Wasserreserven für den warmen, trockenen Sommer auffüllte.

Die Lese begann sehr früh, schon im August. Für Chablis steht 2022 für einen gesunden Jahrgang mit reifer Frucht, gutem Zucker-Säure-Verhältnis und stabilen, gegenüber 2021 deutlich höheren Erträgen – Weißweine mit Tiefe, Frische und Energie trotz der Wärme.

Assemblage und Ausbau

Reinsortiger Chardonnay aus dem Jahrgang 2022. Handlese mit Selektion innerhalb eines knappen Lesefensters von rund zehn Tagen, um die optimale Reife zu treffen.

Sanfte pneumatische Pressung, Spontangärung mit weinbergseigenen Hefen in thermoregulierten, emaillierten Tanks. Ausbau 15–18 Monate auf der Feinhefe mit höchstens 10% neuem Holz, bei Bedarf leichte Schönung und Filtration. Die Weinberge werden mit reduziertem Pflanzenschutz bewirtschaftet.

Im Glas

Helles Strohgelb mit grünlichem Reflex. In der Nase Zitruszeste, weißfleischige Steinfrucht, Apfelblüte und feuchter Stein. Am Gaumen geradlinig und salzig, mit reifer, kühler Frucht aus dem warmen Jahrgang, mittlerem Körper und einem mineralisch-zitronigen Abgang mit Austernschalen-Note.

Ein Chablis vom linken Serein-Ufer: salzige Mineralität und Zitrusfrucht, die der warme Jahrgang 2022 mit reifer Substanz unterlegt.

Jung schon zugänglich, gewinnt der Wein über zwei bis vier Jahre an Tiefe. Im Glas öffnet er sich nach kurzer Belüftung; bei 10–12 °C servieren.

Am Tisch

Austern und Plateau de fruits de mer, gegrillte Jakobsmuscheln, Forelle oder Saibling, Geflügel in heller Sauce, junger Comté oder Chaource. Die salzige Säure hält gegen Schalentiere ebenso stand wie gegen Butter und Sahne.


Lage: Montmains, linkes Serein-Ufer; Kimmeridgium (Kalkmergel)
Klassifikation: Chablis Premier Cru
Ausbau: 15–18 Monate auf Feinhefe, max. 10% neues Holz; Handarbeit im Weinberg, reduzierter Pflanzenschutz

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Weine

Avan 2023

Rotwein · Ribera del Duero · Tempranillo

Tempranillo (Tinta del País) Ribera del Duero Avan ~900 m Höhe Juan Manuel Burgos 12 Monate franz. Eiche 2023

Der Avan 2023 von Juan Manuel Burgos ist ein vielschichtiger Tempranillo mit intensiv-roten Beerenfruchtaromen – jugendlich frisch und fruchtbetont, zugleich von subtiler Eleganz und Feinheit. Einer der besten Tempranillos der Ribera del Duero.


Juan Manuel Burgos – Avan aus Fuentelcésped

Bodegas y Viñedos Juan Manuel Burgos liegt in Fuentelcésped in der Ribera del Duero. „Juanma" verkörpert den typischen Geist der Region und verbindet ihn mit moderner Innovation – im Weinberg konsequent traditionell, im Keller mit nur minimalem Schwefeleinsatz.

Der Avan ist die mittlere Stufe des Projekts und gleichsam dessen Visitenkarte: ein reinsortiger Tempranillo (Tinta del País) aus hochgelegenen Weinbergen auf rund 900 Metern, auf kalkhaltigen Böden mit Sand und Ton. Die großen Tag-Nacht-Kontraste sorgen für eine langsame Reife – die Grundlage für Frische, Tiefe und Energie.

Jahrgang 2023 – Ribera del Duero

Der Jahrgang 2023 zeigt den Avan jugendlich frisch und fruchtbetont, mit intensiv-roter Beerenfrucht und feiner Struktur. Die Höhenlage gibt dem Wein seine straffe Spannung – kraftvolle Frucht trifft auf subtile Eleganz.

Ausbau

Reinsortiger Tempranillo (Tinta del País) aus dem Jahrgang 2023, trocken.

Reife über 12 Monate in Barriques aus französischer Eiche. Der Holzeinsatz dient der feinen Strukturierung, ohne die intensive Frucht zu überlagern.

Im Glas

Vielschichtig, mit intensiv-roten Beerenfruchtaromen. Neben seiner jugendlichen Frische und seiner Fruchtfülle besticht der Avan durch subtile Eleganz und Feinheit – ein Wein, der Kraft und Finesse in seltener Balance vereint.

Jugendliche Frische, Fruchtfülle und subtile Eleganz – einer der besten Tempranillos der Ribera del Duero.

Schon jetzt mit viel Trinkfreude, mit gutem Reifepotenzial; profitiert von etwas Luft. Bei 16–18 °C servieren.

Am Tisch

Zu gegrilltem und geschmortem rotem Fleisch, zu Lamm und Ibérico-Schwein, zu kräftigen Reisgerichten sowie zu mittelreifem bis gereiftem Käse.


Lage: Ribera del Duero, Fuentelcésped (Spanien); hochgelegene Weinberge ~900 m, kalkhaltige Böden mit Sand und Ton
Klassifikation: DO Ribera del Duero, Tempranillo (Tinta del País), trocken
Ausbau: 12 Monate französische Eiche

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