Die Geschichte des Weinbaus

Die Geschichte des Weinbaus in 6 Kapiteln

Kapitel 1: Ursprünge des Weins (8000 v. Chr. – 3000 v. Chr.)

• Entdeckung und frühe Nachweise: Die ersten belegbaren Hinweise auf die Weinherstellung stammen aus der Region des heutigen Georgiens, wo man in 8000 Jahre alten Siedlungen Reste von Weintrauben in antiken Tontöpfen fand. Diese frühen Weinproduzenten nutzten die natürlichen Hefen der Traubenschalen, um den Gärungsprozess zu starten.

• Verbreitung in den Nahen Osten: Archäologische Funde im Iran (rund 5000 v. Chr.) zeigen, dass die Techniken der Weinherstellung sich schnell in benachbarte Regionen verbreiteten. Die Verfeinerung der Produktionstechniken und die zunehmende Wertschätzung von Wein als Genussmittel sind Merkmale dieser Phase.

Kapitel 2: Wein in der Antike (3000 v. Chr. – 500 n. Chr.)

• Wein im alten Ägypten: Wein wurde zunächst für rituelle Zwecke verwendet und war eine Kostbarkeit, die vornehmlich Pharaonen und Adligen vorbehalten war. Die Ägypter entwickelten ausgefeilte Lagerungs- und Konservierungsmethoden, inklusive des Versiegelns von Amphoren.

• Griechenland und Rom: Die Griechen kultivierten den Weinbau und sahen Dionysos als Schutzgott des Weins. Der Weinbau und der Weinkonsum wurden in der gesamten griechischen Kolonie verbreitet, einschließlich Italien. Die Römer übernahmen diese Kultur und entwickelten sie weiter. Sie legten den Grundstein für die strukturierte Weinproduktion und -verteilung, einschließlich der Einteilung in Qualitätsstufen und geschützte geographische Herkünfte.

Kapitel 3: Mittelalterlicher Weinbau (500 – 1500)

• Die Rolle der Kirche: Mit dem Christentum als Staatsreligion Roms und später in ganz Europa, spielte Wein eine zentrale Rolle in der Liturgie, was zu einer Ausbreitung des Weinbaus in ganz Europa führte. Viele der besten Lagen wurden von Klöstern bewirtschaftet, die ihr Wissen über Jahrhunderte hinweg verfeinerten.

• Wein als Handelsgut: Im Mittelalter war Wein nicht nur ein Nahrungsmittel und Genussmittel, sondern auch ein wesentliches Handelsgut. Städte wie Bordeaux in Frankreich entstanden an strategischen Punkten des Weinhandels und entwickelten sich zu wichtigen Handelszentren.

Kapitel 4: Neuzeitliche Entwicklungen (1500 – 1800)

• Technologische Fortschritte: Die Erfindung der Weinflasche und des Korkverschlusses revolutionierte die Lagerung und den Transport von Wein. Dies ermöglichte es, Weine über längere Zeiträume zu lagern und zu handeln, was zu einer stärkeren Internationalisierung des Weinmarktes führte.

• Kolonialer Weinbau: Mit den europäischen Kolonialreichen wurde der Weinbau in neue Weltgegenden gebracht. Länder wie Südafrika, Australien, und die Amerikas begannen, Wein zu produzieren, was die Grundlage der heutigen bedeutenden Weinindustrien dieser Regionen legte.

Kapitel 5: Moderner Weinbau (1800 – heute)

• Phylloxera und ihre Folgen: Die Reblauskatastrophe Ende des 19. Jahrhunderts vernichtete fast die gesamte europäische Weinproduktion. Die Lösung, resistente amerikanische Unterlagsreben mit europäischen Rebsorten zu pfropfen, rettete die Industrie und veränderte die Weinbauweise nachhaltig.

• Technologie und Globalisierung: Der Fortschritt in der Weinherstellungstechnologie, einschließlich Temperaturkontrolle während der Fermentation, verbesserte Rebsortenauswahl und moderne Marketingstrategien, hat die Weinproduktion im 20. und 21. Jahrhundert revolutioniert. Der globale Handel und Konsum von Wein haben exponentiell zugenommen. Zudem hat der Trend zur Globalisierung dazu geführt, dass Weine aus allen Teilen der Welt leicht zugänglich sind.

– **Biologischer und nachhaltiger Weinbau**: Im Zuge eines wachsenden Umweltbewusstseins und der Nachfrage nach nachhaltigeren Konsumgütern hat sich der biologische Weinbau stark entwickelt. Viele Winzer weltweit praktizieren nun biodynamische oder organische Anbaumethoden, die auf chemische Düngemittel und Pestizide verzichten und stattdessen natürliche Ressourcen wie Kompost und natürliche Schädlingsbekämpfung nutzen.

– **Trends und Innovationen**: Neue Trends wie Naturwein, Orange Wine und klimaresistente Rebsorten gewinnen an Bedeutung. Naturwein wird mit minimalen Eingriffen im Weinbereitungsprozess und oft ohne Zusatz von Sulfiten hergestellt, was ihn bei einer jüngeren, gesundheits- und umweltbewussten Zielgruppe beliebt macht. Orange Wine, hergestellt durch längeren Kontakt des Mosts mit den Traubenschalen, hat ebenfalls eine Nische in der Weinwelt gefunden.

– **Weintourismus und Kultur**: Wein ist nicht nur ein Produkt, sondern auch ein wichtiger Teil der Kultur vieler Regionen geworden. Weintourismus blüht weltweit, mit Weinstraßen und Weinfesten, die Besucher aus aller Welt anziehen. Diese Aktivitäten tragen nicht nur zur lokalen Wirtschaft bei, sondern fördern auch das Verständnis und die Wertschätzung für die Weinherstellung.

Kapitel 6: Zukünftige Perspektiven

– **Klimawandel und Weinbau**: Der Klimawandel stellt neue Herausforderungen für den Weinbau dar, einschließlich der Notwendigkeit, geeignete Anbauflächen zu finden und den Anbau an wärmere Temperaturen und veränderte Niederschlagsmuster anzupassen. Forschung und Innovation in klimaresistenten Rebsorten sowie verbesserte Anbaumethoden werden entscheidend sein, um die Qualität und Nachhaltigkeit der Weinproduktion zu sichern.

– **Technologische Entwicklungen**: Fortschritte in der Biotechnologie und in der Präzisionslandwirtschaft, wie z.B. der Einsatz von Drohnen und künstlicher Intelligenz zur Überwachung der Weinberge und Optimierung der Weinherstellung, versprechen weitere Effizienzsteigerungen und Qualitätsverbesserungen.

– **Marktdynamik und Konsumtrends**: Die Globalisierung des Weinmarktes wird weiterhin neue Möglichkeiten und Herausforderungen für Produzenten und Konsumenten bieten. Dazu gehört die Anpassung an sich ändernde Verbraucherpräferenzen, wie zum Beispiel eine steigende Nachfrage nach Weinen aus weniger bekannten Regionen und nach Weinen, die spezielle Geschichten und Herkünfte vermitteln.

Dieser Artikel wurde mit Hilfe von ChatGPT erstellt. Alle Fotos wurden mit KI generiert.

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Spanien

Torre Oria Seda Petit Verdot Merlot

Rotwein · Valencia · Petit Verdot & Merlot · Cuvée

Torre Oria Seda Petit Verdot Merlot ist eine spanische Rotwein-Cuvée aus sorgfältig selektierten Petit-Verdot- und Merlot-Trauben des Weinguts Torre Oria bei Valencia. Der Wein reift im amerikanischen Eichenfass und verbindet kräftige dunkle Frucht mit feinen Röstaromen. Im Glas ein tiefes Purpurrot, am Gaumen samtig und vollmundig mit langem, elegantem Abgang.


Valencia

Die Trauben stammen aus dem Weinbaugebiet rund um Valencia im Osten Spaniens, wo ein warmes, mediterran-kontinentales Klima für reife, konzentrierte Trauben sorgt. Die Kombination zweier Sorten prägt den Stil: Petit Verdot bringt Farbe, Würze und Struktur, Merlot steuert Fülle und weiche Frucht bei.

Assemblage und Ausbau

Die Cuvée vereint Petit Verdot und Merlot. Nach der Gärung reift der Wein über vier Monate in amerikanischen Eichenfässern, wo er zusätzliche Komplexität, feine Röstaromen und eine geschmeidige Fülle entwickelt, ohne seine Frische zu verlieren.

Im Glas

Tiefes, intensives Purpurrot. In der Nase reife Brombeere und schwarze Johannisbeere, dazu dezente rauchige Noten und ein Hauch dunkle Schokolade. Am Gaumen seidig und samtig, mit festen, gut eingebundenen Tanninen und vollem Körper. Der Abgang ist lang, warm und elegant.

Am Tisch

Schon zugänglich und vielseitig; ein bis zwei Stunden im Dekanter runden ihn ab. Serviertemperatur 16–18 °C.

Klassische Begleitung: rotes Fleisch, Schmorgerichte, Wild und gereifter Käse.


Lage: Valencia, Spanien
Klassifikation: Vino de España (ohne DO)
Ausbau: über 4 Monate amerikanische Eiche

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Länder/Regionen

Henri Boillot Puligny-Montrachet Les Folatières 1er Cru blanc 2022

Weißwein · Puligny-Montrachet Premier Cru · Chardonnay

Chardonnay Les Folatières · 1er Cru Puligny-Montrachet Oberhang · steiniger Kalk/Mergel 2022

Der Puligny-Montrachet Les Folatières 1er Cru 2022 von Henri Boillot ist ein kraftvoller, zugleich mineralischer Chardonnay aus einer der renommiertesten Premier-Cru-Lagen von Puligny. Klare Frucht, feine Mineralität und eine elegante Struktur prägen diesen Wein aus der Hand einer gesuchten Adresse.


Les Folatières – Premier Cru am Oberhang

Les Folatières zählt zu den größeren und angesehensten Premier Crus von Puligny-Montrachet. Die Lage liegt am oberen, teils steilen Hang in Richtung Blagny, auf steinigem Kalk- und Mergelboden; der Name leitet sich von „Folles terres" ab. Diese Bedingungen geben den Weinen Kraft, Mineralität und Finesse.

Puligny-Montrachet an der Côte de Beaune ist weltberühmt für seine Chardonnays. Die Domaine Henri Boillot zählt zu den renommierten Adressen für weißen Burgunder.

Jahrgang 2022 – Côte de Beaune

2022 war eines der wärmsten, trockensten und sonnenreichsten Jahre im Burgund. Ein milder Winter brachte einen frühen Austrieb, Aprilfröste richteten nur begrenzten Schaden an, und ein regenreicher Juni füllte vor dem trockenen Sommer die Wasserreserven.

Für die weißen Burgunder steht 2022 für reife, konzentrierte Frucht bei überraschender Frische und Energie – ein gehaltvoller Jahrgang, der die kraftvolle, mineralische Art der Folatières schön trägt.

Assemblage und Ausbau

Reinsortiger Chardonnay aus dem Jahrgang 2022.

Der Ausbau erfolgt in französischer Eiche, im präzisen Stil des Guts – mit zurückhaltendem Neuholzanteil, ganz auf Mineralität und Klarheit ausgerichtet.

Im Glas

Helles Gelb mit grünlichen Reflexen. In der Nase Zitrus, weiße Blüten und gelbe Frucht wie Birne und Aprikose über steiniger Mineralität. Am Gaumen kraftvoll und zugleich präzise, mit feinem Schmelz, klarer Säure und einem langen, salzig-mineralischen Abgang.

Zitrus, weiße Blüten und gelbe Frucht über steiniger Mineralität – kraftvoll, präzise und mit langem Abgang.

Jung schon zugänglich, mit gutem Reifepotenzial über viele Jahre. Bei 12–13 °C servieren.

Am Tisch

Fisch in heller Sauce, Krustentiere, Geflügel, Kalbsbries, dazu reifer Weichkäse. Ein Wein für die große weiße Küche.


Lage: Les Folatières (1er Cru), Puligny-Montrachet (Côte de Beaune); Oberhang, steiniger Kalk/Mergel
Klassifikation: Puligny-Montrachet Premier Cru
Ausbau: Chardonnay; Ausbau in französischer Eiche

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Länder/Regionen

Dietrich C. & Co.

Rotwein · Pfalz · Cuvée

Cabernet Dorsa · Merlot · Pinot Noir Pfalz Großkarlbach trocken

Dietrich C. & Co. ist eine trockene Rotwein-Cuvée aus Cabernet Dorsa, Merlot und Pinot Noir vom Weinhof Dietrich in Großkarlbach, Pfalz. Drei Sorten mit klar verteilten Rollen: Farbe und Würze, reife Frucht, Feinheit. Dichter Farbmantel, schwarze Johannisbeere, Veilchen und Pflaume, am Gaumen vollfruchtig und dabei elegant.


Großkarlbach – am Haardtrand der Nordpfalz

Der Weinhof Dietrich liegt in der historischen Weinbaugemeinde Großkarlbach im Norden der Pfalz, mit Blick auf den Haardtrand. Die 25 Hektar Rebfläche verteilen sich auf Lagen in Großkarlbach, Laumersheim, Weisenheim am Sand und Kirchheim. Der Haardtrand schirmt das Gebiet nach Westen gegen Wind und Regen ab. Mit über 1.800 Sonnenstunden im Jahr gedeihen hier Zypressen, Mandelbäume und Feigen – ein Klima, in dem auch spät reifende Rotweinsorten wie Merlot sicher ausreifen.

Die Familie baut seit rund 400 Jahren Wein an. Heute führen die Brüder Arnd und Gerrit Dietrich das Gut, ein Jurist und ein Weinbauingenieur, der Erfahrung in Südafrika und Kalifornien gesammelt hat. Rotwein hat im Haus Tradition: Die Merlot-Anlagen der Dietrichs zählen zu den ältesten Deutschlands.

Assemblage und Ausbau

Cuvée aus Cabernet Dorsa, Merlot und Pinot Noir. Cabernet Dorsa ist eine Weinsberger Neuzüchtung aus Blaufränkisch und Dornfelder (Kreuzung 1971, zugelassen 2003). Sie bringt tiefe Farbe, Struktur und dunkle Würze, reift auch in deutschen Lagen zuverlässig und erreicht höhere Mostgewichte als Dornfelder oder Spätburgunder. Merlot aus den alten Anlagen des Guts liefert Schmelz und reife Pflaumenfrucht, Pinot Noir gibt der Cuvée Feinheit und Zug.

Der Ausbau stellt die Frucht in den Vordergrund. Der Wein ist trocken ausgebaut.

Im Glas

Dichtes, tiefes Rot. In der Nase schwarze Johannisbeere, Veilchen, reife Pflaume und dunkle Würze. Am Gaumen vollfruchtig, mit feinen Tanninen und saftiger Struktur, im Abgang mit Schmelz und guter Länge.

Cabernet Dorsa für Farbe und Würze, Merlot für Schmelz, Pinot Noir für Feinheit: Pfälzer Rotwein mit klarer Arbeitsteilung.

Jung zugänglich. Bei 16–18 °C servieren.

Am Tisch

Gegrilltes und geschmortes Fleisch, Lamm, Wild, Pasta mit kräftigen Saucen und mittelreifer Käse.


Produzent Weinhof Dietrich, Großkarlbach
Rebsorte Cabernet Dorsa, Merlot, Pinot Noir
Lage Großkarlbach, Laumersheim, Weisenheim am Sand, Kirchheim · Pfalz · Haardtrand
Klassifikation Pfalz · trocken
Ausbau fruchtbetont

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Länder/Regionen

Domaine Bretaudeau Théia Muscadet 2024

Weißwein · Muscadet AOC · Melon de Bourgogne

100 % Melon de Bourgogne Pays Nantais, Loire Gabbro Reben über 35 Jahre 8 Monate Vollhefe · Beton und Holz 2024

Der Théia Muscadet 2024 von Jérôme Bretaudeau (Domaine de Bellevue) ist ein reinsortiger Melon de Bourgogne von Gabbro, einem dunklen, magmatischen Tiefengestein. Über 35 Jahre alte Reben, Spontangärung und acht Monate auf der Vollhefe in Beton und Holz: ein präziser, salziger Muscadet mit rauchig-steinigen Noten.


Gabbro im Pays Nantais

Der Pays Nantais liegt am Unterlauf der Loire, kurz vor ihrer Mündung in den Atlantik. Das Klima ist ozeanisch: milde Winter, gemäßigte Sommer, viel Feuchtigkeit vom Meer. Die Rebsorte des Gebiets ist der Melon de Bourgogne – wie der Name sagt, ursprünglich aus Burgund. Nach dem verheerenden Frostwinter von 1709, der die Weinberge an der unteren Loire zerstörte, wurde er hier großflächig gepflanzt, weil er Kälte besser verträgt als die Sorten davor.

Die Reben für den Théia stehen auf Gabbro. Das ist ein grobkörniges, dunkles Tiefengestein vulkanischen Ursprungs – dieselbe Schmelze wie Basalt, aber tief in der Erdkruste langsam erstarrt. Gabbro ist reich an Eisen und Magnesium und verwittert nur langsam; die Böden darüber sind flach, steinig und karg. Die Reben müssen tief wurzeln und bringen kleine Erträge. Gabbro gilt im Muscadet als einer der Untergründe, die die langlebigsten und mineralischsten Weine liefern – mit genau der rauchigen, steinigen und leicht jodigen Note, die diesen Wein prägt.

Die Reben sind über 35 Jahre alt. Jérôme Bretaudeau gehört mit seiner Domaine de Bellevue zu den Winzern, die den Muscadet in den letzten Jahren vom einfachen Austernwein zu einem ernst genommenen Lagenwein gemacht haben.

Jahrgang 2024 – Pays Nantais

Das Jahr 2024 war an der unteren Loire eines der schwierigsten der letzten Jahrzehnte. Auf einen nassen Winter folgten Frostnächte im April und ein durchgehend feuchtes Frühjahr und Frühsommer. Der Druck durch Falschen Mehltau war außerordentlich hoch; viele Betriebe verloren große Teile ihrer Ernte, die Mengen fielen deutlich unter das übliche Niveau.

Was gesund in den Keller kam, zeigt den klassischen Charakter kühler Jahre: klare, frische Säure, moderater Alkohol, schlanke Struktur. Für einen Muscadet von Gabbro, der ohnehin auf Präzision und Mineralität angelegt ist, passt das Profil – der Jahrgang verstärkt die Linie des Théia, statt sie zu überdecken.

Spontangärung und acht Monate auf der Vollhefe

Reinsortiger Melon de Bourgogne aus dem Jahrgang 2024, vergoren mit den natürlichen Hefen der Trauben. Der Muscadet hat eine lange Tradition des Ausbaus „sur lie", auf der Hefe – die neutrale Rebsorte gewinnt dadurch Textur und Tiefe.

Der Théia reift nach der Gärung acht Monate auf der Vollhefe, verteilt auf Betontanks und Eichenfässer. Der Beton hält die Temperatur stabil und gibt keine Aromen ab, das Holz sorgt für einen langsamen Sauerstoffkontakt. Die Hefe schützt den Wein vor Oxidation und gibt Mannoproteine ab, die ihm Schmelz verleihen, ohne die salzige Mineralität zu überdecken.

Im Glas

Helles Gelb mit grünlichem Schimmer. In der Nase rauchige und steinige Noten, dazu Zitrusschale und ein floraler Ton. Am Gaumen sehr präzise, frisch und salzig, mit jodigem Auftakt und einer dezenten Bitterkeit im Hintergrund. Menthol- und anisartige Noten führen in ein langes Finish.

Gabbro im Boden, acht Monate Hefe im Keller: Muscadet, der nach Stein und Meer schmeckt.

Bei 10–12 °C servieren. Jung schon zugänglich; mit einigen Jahren Flaschenreife gewinnt der Wein an Tiefe – Muscadet von Gabbro altert oft deutlich besser als erwartet.

Am Tisch

Austern und Meeresfrüchte, Schalentiere, gegrillter Fisch, Sushi und Sashimi, dazu Ziegenfrischkäse. Die jodig-salzige Mineralität passt besonders zu Austern; ebenso zu Moules marinières, Seebarsch in Salzkruste und Beurre-blanc-Gerichten aus Nantes.


Produzent Domaine de Bellevue, Jérôme Bretaudeau, Pays Nantais
Rebsorte 100 % Melon de Bourgogne
Lage Pays Nantais, Loire · Gabbro
Klassifikation Muscadet AOC · trocken
Jahrgang 2024
Vinifikation Spontangärung mit natürlichen Hefen
Ausbau 8 Monate auf der Vollhefe in Betontanks und Eichenfässern
Trinkempfehlung jetzt bis 2032
Rebenalter über 35 Jahre

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Italien

Montevertine 2020

Rotwein · Toscana IGT · Sangiovese

Sangiovese mit Canaiolo Toscana IGT Radda in Chianti Montevertine 24 Monate slawonische Eiche 2020

Der Montevertine 2020 ist der gleichnamige Flaggschiff-Wein einer Kult-Adresse aus Radda in Chianti – ein Sangiovese, verschnitten mit Canaiolo, der durch Eleganz und Vielschichtigkeit besticht. Filigran und saftig zugleich. Ein Wein mit Schliff.


Montevertine – Kult-Sangiovese aus Radda

Montevertine liegt rund 3 km südlich von Radda in Chianti, auf einem 425 Meter hohen Hügel mit steinigen, kalk- und mergelreichen Böden (Galestro, Alberese) – ein Terroir, das dem Sangiovese ein besonders frisches, feines Profil verleiht. Sergio Manetti verließ 1981 das Chianti-Classico-Konsortium, weil er keinen Trebbiano in den Verschnitt geben wollte; seither etikettiert das Gut konsequent als Toscana IGT. Heute führt Martino Manetti das Weingut im traditionellen, kompromisslosen Stil weiter.

Der gleichnamige Wein „Montevertine" ist das Aushängeschild des Guts. Die Trauben stammen vor allem aus einer 2,5 Hektar großen, südost- bis südexponierten Parzelle mit überwiegend 1982 gepflanzten Reben unterhalb des Hauses.

Jahrgang 2020 – Toscana

2020 brachte in der Toskana einen ausgewogenen, eher klassisch gefärbten Sangiovese-Jahrgang mit reifer Frucht und feiner Frische. Im Montevertine ergibt das einen eleganten, vielschichtigen Wein mit geschliffener Struktur und harmonischer Balance.

Assemblage und Ausbau

Sangiovese, verschnitten mit Canaiolo, aus dem Jahrgang 2020, Toscana IGT, trocken.

Spontane Gärung mit anschließender Maischestandzeit im Betontank (rund drei Wochen), danach reift der Wein 24 Monate in großen Fässern aus slawonischer Eiche. Abfüllung traditionell, ungefiltert.

Im Glas

Er besticht durch seine Eleganz und die Vielschichtigkeit der Aromen – rote Kirsche und Himbeere, dazu Kräuter, balsamische Anklänge und feine Lakritznoten. Am Gaumen mundet er filigran und saftig zugleich, mit feinkörnigen, gut eingebundenen Tanninen und vibrierender Frische im langen Abgang. Ein Wein mit Schliff.

Elegant und vielschichtig, filigran und saftig zugleich – ein Wein mit Schliff.

Schon jetzt zugänglich, mit großem Reifepotenzial über viele Jahre; profitiert vom Dekantieren. Bei 16–18 °C servieren.

Am Tisch

Zu toskanischen Klassikern wie Bistecca und geschmortem Rind, zu Wild und Lamm, zu Pasta mit Fleischsugo sowie zu gereiftem Pecorino.


Lage: Toscana IGT, Radda in Chianti (Toskana, Italien); ~425 m, steinige Kalk-Mergel-Böden (Galestro/Alberese); Hauptparzelle 2,5 ha, Reben überwiegend 1982
Klassifikation: Toscana IGT, Sangiovese mit Canaiolo (und Colorino) (trocken)
Ausbau: Gärung im Betontank, 24 Monate in großen Fässern aus slawonischer Eiche, ungefiltert

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Weine

Abel Mendoza Risueño rosado 2022

Rosé · Rioja · Spanien

45 % Graciano · 25 % Garnacha · 30 % Garnacha Blanca D.O.Ca. Rioja San Vicente de la Sonsierra & Labastida ohne Holz trocken 

Der Abel Mendoza Risueño Rosado 2022 ist der Rosé von Abel Mendoza und Maite Fernández aus der Rioja, geprägt von alten Weinbergen nahe San Vicente de la Sonsierra. Die Cuvée vereint Graciano, Garnacha und Garnacha Blanca von tonig-kalkhaltigen Parzellen in San Vicente de la Sonsierra und Labastida. Vergoren wird im Edelstahltank mit nur kurzer Maischestandzeit für die Farbe, ganz ohne Holz. Frisch und würzig, mit reicher Frucht und feiner Struktur – ein Rosado, der auch ein paar Jahre reifen darf. 


San Vicente de la Sonsierra & Labastida – Rioja Alta

Die Reben für den Risueño stehen in den Gemeinden San Vicente de la Sonsierra und Labastida, am Fuße der Sierra de Cantabria in der Rioja Alta. Die Trauben stammen von alten Parzellen mit stark tonig-kalkhaltigen Böden. Abel Mendoza und Maite Fernández lesen von Hand und bringen mit ihrem Wissen den Charakter dieser Lagen zum Ausdruck.

Assemblage und Ausbau

Die Cuvée 2022 besteht aus 45 % Graciano, 25 % Garnacha und 30 % Garnacha Blanca – rote und weiße Trauben gemeinsam verarbeitet. Der Most vergärt im Edelstahltank, mit nur kurzer Schalenstandzeit zur Extraktion der Farbe. Bis zum folgenden Frühjahr ruht der Wein auf der Feinhefe im Stahltank, bevor er gefüllt wird. Ohne Eichenholzausbau, was die klare, fruchtige Note unterstreicht. 

Im Glas

Frisch und würzig im Auftritt. In Nase und Mund reiche Frucht – Himbeere, Walderdbeere und Pfirsich –, ergänzt durch florale Noten und getrocknete Kräuter, die von der Garnacha Blanca stammen. Eine zarte süße Note leitet über in eine feine Struktur mit eleganten Tanninen. Die Säure ist straff und verbindend, der Abgang lang.

Am Tisch

Klassische Begleitung: mediterrane Vorspeisen, gegrillter Fisch, Geflügel, Tapas und sommerliche Salate. Auch zu leicht würziger Küche ein guter Partner. Gut gekühlt servieren bei 10–12 °C. Schon trinkreif, mit der Substanz, um einige Jahre zu reifen.


Lage San Vicente de la Sonsierra & Labastida · Rioja Alta
Klassifikation D.O.Ca. Rioja
Ausbau Edelstahltank, kurze Maischestandzeit, ohne Holz

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Spanien

Jade Gross Piano, piano 2023

Rotwein · Rioja · Tempranillo

Tempranillo DOCa Rioja San Vicente de la Sonsierra Einzellage (0,5 ha) alte Buschreben (42 J.) 12 Monate franz. Eiche nur 1.889 Flaschen 2023

Der Jade Gross Piano, piano 2023 ist ein Einzellagenwein aus einem nur 0,5 Hektar großen Weinberg in San Vicente de la Sonsierra – ein ausdrucksstarker, präziser Rotwein mit dunkler Frucht, frischer Säure und harmonisch eingebundenem Holz. Straff, elegant und voller Tiefe.


Piano, piano – Einzellage in San Vicente

Jade Gross, in Hongkong geborene chinesisch-amerikanische Quereinsteigerin aus der Spitzengastronomie, begann ihr Rioja-Projekt 2019 unter der Mentorschaft von Abel Mendoza. „Piano, piano" – italienisch für „langsam, langsam" – ist der erste Wein, den sie zu Beginn ihres Projekts erzeugte; der Name verweist zugleich auf ihr Klavierspiel und auf das geduldige Lernen Schritt für Schritt.

Der Piano, piano ist ein Einzellagenwein aus einem nur 0,5 Hektar großen Weinberg in San Vicente de la Sonsierra. Hier wachsen 42 Jahre alte Tempranillo-Buschreben auf kiesigem Boden in 480 Metern Höhe – ideale Bedingungen für einen feinen, mineralisch geprägten Rioja.

Jahrgang 2023 – Rioja

Der Jahrgang 2023 war in der Rioja ein herausforderndes Jahr: Besonders warme und trockene Bedingungen ließen Reben und Menschen mit den Herausforderungen des Klimawandels kämpfen. Im Vorteil waren – wie schon in den Jahren davor – die alten Rebanlagen in den Höhenlagen vor der Sierra Cantabria. Starke Hagelstürme dezimierten die Ernte weiter und führten zu einer Minderernte; nur wer das ganze Jahr über sorgsam die Laubarbeit beherrschte und zum richtigen Zeitpunkt las, wurde mit hochwertigem Traubenmaterial belohnt.

Ausbau

Reinsortiger Tempranillo aus dem Jahrgang 2023, trocken.

Nach sorgfältiger Handlese am 8. September 2023 wurden 70 % der Trauben entrappt und in offenen Gärbehältern vergoren. Der Ausbau erfolgte über 12 Monate in französischen Eichenfässern. Gesamtproduktion: 1.889 Flaschen.

Im Glas

Ein ausdrucksstarker, präziser Rotwein mit dunkler Frucht, subtiler Würze, frischer Säure und harmonisch eingebundenem Holz. Straff, elegant und voller Tiefe – ein Wein mit viel Kraft, der noch eine große Zukunft vor sich hat.

Straff, elegant und voller Tiefe – ein Wein mit viel Kraft und großer Zukunft.

Schon jetzt mit viel Trinkfreude, mit großem Reifepotenzial; profitiert von etwas Luft. Bei 16–18 °C servieren.

Am Tisch

Zu gegrilltem und geschmortem rotem Fleisch, zu Lamm und Ibérico-Schwein, zu kräftigen Eintöpfen sowie zu gereiftem Manchego.


Lage: DOCa Rioja, San Vicente de la Sonsierra (Spanien); Einzellage 0,5 ha, kiesiger Boden, ~480 m, 42 J. alte Buschreben
Klassifikation: DOCa Rioja, Tempranillo (trocken); nur 1.889 Flaschen
Ausbau: Tempranillo; 70 % entrappt, Gärung in offenen Behältern; 12 Monate französische Eiche; handwerklich

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Schaumweine

Pertois-Lebrun Champagne L´ambitieuse Grand Assemblage Grand Cru

Die Pertois-Lebrun L’Ambitieuse Grand Cru Extra Brut verbindet zwei Welten: zur Hälfte den aktuellen Jahrgang, zur Hälfte eine fortlaufende Reserve aus vielen älteren Jahren. Der Chardonnay stammt aus vier Grand-Cru-Dörfern: Cramant, Oiry, Chouilly und Le Mesnil.

Im Glas

Helles Gold, sanfte, cremige Perlen. Zuerst Zitrus und Kreide, mit Luft dann Gebäck, Mandel, frische Butter und geröstete Nüsse. Im Mund weit und klar, mit schöner Spannung zwischen Zitrus und Kalk. Lang, harmonisch und mit einem Hauch Salz im Abgang.

Mach was draus

Jakobsmuscheln in Nussbutter, Seezunge, Hummer, Kalbsbries oder ein reifer Comté. Er hat genug Tiefe für den Hauptgang und bleibt doch frisch. Ideal für ein festliches Abendessen oder einen Jahrestag. Servier ihn bei 8 bis 10 °C in einem großen Glas.

Janus FenskeJanus empfiehlt

„L’Ambitieuse zeigt, was eine Reserve kann: Tiefe und Nuss, ohne die Frische zu verlieren. Gib ihm ein paar Minuten im Glas.“

Mehr über Janus, unseren Sommelier

Kurz gefragt

Was ist eine fortlaufende Reserve? Ein Wein, zu dem jedes Jahr ein Teil des neuen Jahrgangs kommt. So reichen viele ältere Jahre bis in die Flasche.

Wie lange reift er? Der Grundwein ruht zehn Monate in Stahl und Eichenfass, danach liegt die Flasche vier Jahre auf der Hefe.

100 % Chardonnay · vier Grand-Cru-Dörfer der Côte des Blancs · nur erste Pressung · 50 % Jahrgang, 50 % fortlaufende Reserve · biologischer Säureabbau · 10 Monate Feinhefe in Stahl und Eichenfass · ungeschönt, unfiltriert · 4 Jahre Hefelager · Extra Brut, 2 g/l Restzucker · Champagne Pertois-Lebrun, Cramant · Stand: Oktober 2026

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