Wein und Krieg

Weinberge im Kriegsschatten: Geschichten von Resilienz und Erbe

Überblick

Wein, eines der ältesten Kulturgüter der Menschheit, hat über Jahrtausende hinweg eine tiefgreifende Bedeutung in vielen Kulturen der Welt. Nicht nur als Genussmittel, sondern auch als wirtschaftliche Ressource, soziales Bindemittel und religiöses Symbol, hat Wein die Zeitalter überdauert und wurde oft sogar in Zeiten des Krieges zur wichtigen Ressource. Dieser Blogbeitrag beleuchtet faszinierende Geschichten und Anekdoten, wie Weine vor den Zerstörungen durch Kriege bewahrt wurden, welche Rolle sie in der Kriegsführung spielten und wie sie oft als Zeichen der Hoffnung und des Widerstands dienten.

Thema des Beitrags

Wir erkunden in diesem Beitrag Geschichten aus verschiedenen Epochen, in denen Wein eine zentrale Rolle spielte – sei es in der Rettung wertvoller Weinvorräte vor anrückenden Armeen oder in seiner Verwendung als diplomatisches Geschenk, das selbst im kalten Krieg Wärme spenden konnte. Diese Anekdoten zeigen nicht nur die Kreativität und Entschlossenheit von Menschen in Not, sondern auch, wie tief verwurzelt Wein in der menschlichen Kultur ist.

Historischer Überblick

Wein in der Antike

In der Antike war Wein mehr als nur ein Getränk – er war ein zentraler Bestandteil der gesellschaftlichen und religiösen Praktiken. In Griechenland und Rom wurden Weinfeste gefeiert, die den Göttern gewidmet waren, und die Armee zog oft mit großen Mengen Wein in die Schlacht. Dieser wurde nicht nur als Moralbooster für die Truppen genutzt, sondern auch als wertvolle Handelsware in Kriegszeiten. Es gibt zahlreiche Berichte darüber, wie Städte und Zivilisationen ihre Weinvorräte schützten oder wie sie strategisch eingesetzt wurden, um Feinde durch Überfluss oder Entzug zu manipulieren.

Mittelalter und Renaissance

Während des Mittelalters und der Renaissance war der Weinhandel eine wichtige Einnahmequelle für viele europäische Königreiche und führte oft zu kriegerischen Auseinandersetzungen. Weinberge waren häufige Ziele von Plünderungen in Kriegszeiten. Geschichten von mutigen Weinbauern, die ihre Keller verbargen oder mit List die wertvollen Bestände sicherten, sind in den Geschichtsbüchern ebenso vermerkt wie die Nutzung von Wein als diplomatisches Geschenk, das Allianzen festigte und Kriege beendete.

Berühmte Anekdoten

Weinrettungen im Zweiten Weltkrieg

Eines der bemerkenswertesten Beispiele für den Schutz von Wein während des Krieges fanden im besetzten Frankreich statt. Als die deutschen Truppen Frankreich überfielen, befürchteten viele Weingutbesitzer, dass ihre wertvollsten Lager zerstört oder geplündert werden könnten. In einer fast filmreifen Aktion versteckten einige Winzer ihre besten Flaschen hinter falschen Mauern oder in geheimen Kellern. In einem spektakulären Fall wurde der gesamte Jahrgang eines berühmten Châteaus hinter einer Ziegelmauer verborgen, und die Nazis, die das Weingut besetzten, ahnten nie, dass sie nur wenige Meter von einer der wertvollsten Weinsammlungen Frankreichs entfernt waren.

Französische Revolution und Wein

Während der Französischen Revolution waren die Weinvorräte der Adeligen und reichen Bürger oft Ziele von Angriffen und Plünderungen durch die revoltierenden Massen. Viele Weingüter wurden zerstört, doch einige Geschichten von List und Mut haben die Zeiten überdauert. So gibt es Berichte über Winzer, die durch geschickte Täuschung und Verstecken ihrer Bestände vor marodierenden Gruppen ihre Weine retten konnten. Diese Geschichten sind nicht nur Zeugnisse von Überlebenswillen, sondern auch von der tiefen Verbundenheit der Menschen mit ihrem Land und ihren Traditionen.

Kalter Krieg und Wein

Auch während des Kalten Krieges spielte Wein eine Rolle als diplomatisches Werkzeug. Auf Staatsbanketten zwischen den USA und der Sowjetunion war es nicht unüblich, dass Weine als Zeichen des guten Willens ausgetauscht wurden. Interessanterweise wurden oft Weine aus neutralen Ländern gewählt, um keine politischen Präferenzen zu signalisieren. Diese Anekdoten zeigen, wie selbst in Zeiten der politischen Spannungen Wein als Brücke zwischen den Kulturen fungieren konnte.

Wein im Ersten Weltkrieg

Im Ersten Weltkrieg waren die Schützengräben berüchtigt für ihre schrecklichen Lebensbedingungen. Wein, oft von der Heimatfront gespendet, wurde zu einem wichtigen Bestandteil des täglichen Lebens und half, die Moral der Soldaten aufrechtzuerhalten. Es gibt viele berührende Geschichten von Soldaten, die Weihnachten im Schützengraben mit einer Flasche Wein feierten, ein seltener Moment des Friedens und der Menschlichkeit inmitten des Chaos.

Moderne Konflikte

Auch in neueren Konflikten, wie denen in der Ukraine oder im Nahen Osten, spielen lokale Weingüter eine Rolle, nicht nur wirtschaftlich, sondern auch kulturell. Trotz der Gefahren arbeiten viele Winzer weiter und schützen ihre Weinberge und Keller vor Zerstörung. Diese Geschichten sind aktuelle Beispiele dafür, wie tief Wein in der Identität und dem Überlebenskampf vieler Kulturen verwurzelt ist.

Einfluss von Kriegen auf die Weinproduktion

Langzeitfolgen von Kriegen auf Weinregionen

Kriege hinterlassen oft tiefe Narben in den Landschaften und Wirtschaften der betroffenen Regionen, und Weinregionen bilden da keine Ausnahme. Der physische Schaden an Weinbergen und Infrastrukturen kann Jahrzehnte der Wiederherstellung benötigen. Historisch gesehen haben jedoch viele Weinregionen eine bemerkenswerte Fähigkeit zur Resilienz gezeigt. Nach dem Zweiten Weltkrieg beispielsweise erlebten viele europäische Weinregionen eine Phase des intensiven Wiederaufbaus. In Frankreich und Deutschland führte dies zu modernisierten Anbaumethoden und letztendlich zu einer Verbesserung der Weinqualität. Diese Erneuerung war oft begleitet von einer verstärkten Wertschätzung lokaler Traditionen, die als essentiell für die kulturelle Identität und den wirtschaftlichen Wiederaufbau angesehen wurden.

Erholung und Renaissance

Die Erholungsphase nach einem Konflikt bietet oft die Gelegenheit, veraltete Praktiken zu überdenken und innovative Technologien und Methoden einzuführen. Ein gutes Beispiel hierfür ist das Bordelais in Frankreich, das nach dem Ersten und Zweiten Weltkrieg seine Methoden der Weinherstellung und des Weinbaus modernisierte, was zu einer Steigerung der internationalen Anerkennung und Nachfrage führte. In jüngerer Zeit haben Regionen wie die Bekaa-Ebene im Libanon trotz anhaltender politischer Unsicherheiten eine Weinproduktion aufrechterhalten und entwickeln, die international für ihre Qualität und Einzigartigkeit gelobt wird. Diese Geschichten sind nicht nur Belege für die wirtschaftliche Bedeutung des Weinbaus, sondern auch für seine Rolle als Symbol der Hoffnung und des menschlichen Geistes.

Persönliche Geschichten

Interviews und Erzählungen

Persönliche Geschichten von Winzern, die ihre Weingüter durch Kriege gerettet haben, sind oft besonders ergreifend. Interviews mit zeitgenössischen Weinproduzenten in Konfliktregionen wie Syrien und der Ukraine zeigen die täglichen Herausforderungen und die unerschütterliche Hingabe, mit der diese Menschen ihre Traditionen und ihren Lebensunterhalt bewahren. Diese Erzählungen bieten nicht nur einen Einblick in die individuellen Erfahrungen, sondern auch in die größeren sozialen und politischen Umstände, die die Weinproduktion beeinflussen.

Symbolik und Bedeutung

Wein dient oft als starkes Symbol für Kultur und Leben, besonders in Zeiten der Zerstörung und des Wiederaufbaus. Ein berührendes Beispiel ist die Geschichte eines Winzers aus Bosnien, der während des Balkankrieges seine Rebstöcke schützte und pflegte. Für ihn war der Weinberg ein Symbol für das Leben und die Zukunft, ein Ort, an dem Frieden und Normalität eines Tages wiederkehren würden. Solche Geschichten verdeutlichen, wie Wein über seine Rolle als landwirtschaftliches Produkt hinausgeht und zu einem Teil des emotionalen und kulturellen Erbes einer Region wird.

Fazit

In diesem Blogbeitrag haben wir zahlreiche Aspekte der Beziehung zwischen Wein und Krieg beleuchtet. Von der Rettung wertvoller Bestände über die diplomatische Nutzung bis hin zur symbolischen Bedeutung von Wein in Kriegszeiten – die Geschichten sind so vielfältig wie die Weinregionen selbst.

Bedeutung der Erhaltung der Weinkultur

Die Erhaltung der Weinkultur in Kriegszeiten zeigt nicht nur die wirtschaftliche und historische Bedeutung von Wein, sondern auch dessen Rolle als Mittel zur Förderung von Identität und Kontinuität in unsicheren Zeiten.

Abschlussgedanken

Wein bleibt ein Zeugnis menschlicher Kreativität und Resilienz. In einer Welt, die oft von Konflikten heimgesucht wird, bietet Wein ein Fenster zur Kultur, Geschichte und zum menschlichen Geist, das die Zeiten überdauert.

Dieser Artikel wurde mit Hilfe von ChatGPT erstellt. Alle Fotos wurden mit KI generiert.

Blog per E-Mail abonnieren

Keine Beiträge mehr verpassen.

Entdecke unsere Weine

Mehr erfahren ...
Produkt Bild

Rebsorten

Domaine Pierre Vincent Bourgogne Les Pellans 2024

Weißwein · Bourgogne · Chardonnay

Chardonnay Bourgogne AOC Les Pellans · Meursault · 0,67 ha Reben von 1955 2024

Der Bourgogne Les Pellans 2024 von Pierre Vincent stammt aus einer einzigen Parzelle alter Chardonnay-Reben in Meursault – auf dem Weg nach Puligny-Montrachet. Ein mineralisch geprägter, fokussierter Weißwein mit echtem Drive, der seine bescheidene Appellationsstufe deutlich überflügelt. Der 2024er zeigt sich eine Spur schlanker und präziser.


Les Pellans – ein Climat bei Meursault

Die 0,6735 Hektar große Parzelle wurde 1955 bepflanzt und liegt auf Ton, nach Nordwesten ausgerichtet. „Les Pellans" war einst feuchtes Wiesenland zwischen Meursault und Puligny-Montrachet; der Name leitet sich vom altfranzösischen Pevle für „Weide" ab. Die Böden werden zunächst gepflügt, dann begrünt, mit minimalen Behandlungen; gelesen wird von Hand mit systematischer Sortierung und präziser Wahl des Lesezeitpunkts nach Reifekontrolle.

Hinter der Domaine steht Pierre Vincent, der seinen Ruf bei der Domaine de la Vougeraie und als Leiter der Domaine Leflaive begründet hat. 2023 übernahm er mit Partnern das frühere Gut Terres de Velle in Auxey-Duresses – biologisch bewirtschaftet, in Umstellung auf Biodynamie.

Jahrgang 2024 – Burgund

2024 war im Burgund kühler und feuchter: milder, nasser Winter, früher Austrieb, ein feucht-kühles Frühjahr mit Frost und hohem Krankheitsdruck, dann ein trockenerer Sommer mit langsamer Reife und später Lese. Strenge Selektion und teils stark reduzierte Erträge prägten das Jahr – auch hier in Les Pellans fielen die Erträge ganz gering aus.

Bei den Weißweinen ergibt das klare, feine, balancierte Weine mit pikanter Frische und kühler Eleganz. Genau so zeigt sich dieser Jahrgang: eine Spur schlanker und präziser als sonst, ohne an Spannung zu verlieren.

Im Glas

Frisches, mineralisch geprägtes Bukett mit Fokus und Spannung. Am Gaumen schlank und präzise, mit frischem Zitrus-Antritt, Anklängen von Orangenschale und Zitronenzeste und einem geradlinigen, klaren Finale.

Am Tisch

Fisch und Meeresfrüchte, Geflügel in heller Sauce, Kalb oder milder Käse – oder solo als Aperitif. Bei 11–13 °C servieren.


Lage: Les Pellans, Meursault (Richtung Puligny-Montrachet); Ton, Nordwest; gepflanzt 1955, 0,6735 ha
Klassifikation: Bourgogne AOC
Ausbau: Gärung teils im Edelstahl, dann Fassausbau (~15% neues Holz) mit malolaktischer Gärung, 12 Monate; danach 6 Monate Edelstahl; bio, in Umstellung auf Biodynamie

Mehr erfahren ...

Mehr erfahren ...
Produkt Bild

Rebsorten

Henri Bourgeois Pouilly Fumé

Weißwein · Pouilly-Fumé · Sauvignon Blanc · Loire

Henri Bourgeois Pouilly-Fumé ist ein Sauvignon Blanc aus der Appellation Pouilly-Fumé an der Loire. Das Haus Henri Bourgeois steht seit über zehn Generationen für qualitätsorientierten Loire-Weinbau. Typisch für Pouilly-Fumé ist die leicht rauchige Note. Im Glas viel Fruchtfülle und mineralische Spannung.


Pouilly-Fumé

Pouilly-Fumé liegt am rechten Ufer der Loire, gegenüber von Sancerre. Die Feuerstein- (Silex) und kalkhaltigen Böden verleihen dem Sauvignon Blanc seine charakteristische rauchige Note („fumé") und mineralische Tiefe. Henri Bourgeois ist eines der renommiertesten Häuser der Region.

Rebsorte und Ausbau

Der Wein besteht aus Sauvignon Blanc. Der Ausbau stellt die Frucht und die mineralische, leicht rauchige Prägung des Silex-Terroirs in den Vordergrund.

Im Glas

Helles Strohgelb. In der Nase die typische, leicht rauchige Note, dazu Stachelbeeren, schwarze Johannisbeeren und reifer Pfirsich. Neben der enormen Fruchtfülle auch mineralische Noten. Am Gaumen ganz klar und saftig. Der Abgang ist frisch.

Am Tisch

Gut gekühlt bei 9–11 °C servieren, als Apéritif oder als Speisenbegleiter.

Klassische Begleitung: Ziegenkäse, Fisch, Meeresfrüchte und Spargel.


Lage: Pouilly-Fumé, Loire (Frankreich); Silex/Kalk
Klassifikation: Pouilly-Fumé AOC
Ausbau: Sauvignon Blanc, fruchtbetonter, mineralischer Ausbau

Mehr erfahren ...

Mehr erfahren ...
Produkt Bild

Weine

Peter Jakob Kühn Riesling Sankt Nikolaus 2021 GG BIO

Weißwein · Mittelheim (Rheingau) · Riesling (Großes Gewächs)

Riesling Mittelheimer Sankt Nikolaus VDP.Großes Gewächs Peter Jakob Kühn direkt am Rhein · Süd über 60 J. Reben Ganztraubenpressung · 18 Mon. Vollhefe BIO/Demeter (DE-ÖKO-003) · 2021

Der Peter Jakob Kühn Sankt Nikolaus Riesling GG 2021 ist ein Großes Gewächs aus einer sanft nach Süden geneigten Parzelle direkt am Rhein. Über 60 Jahre alte Reben bringen wenige, kleinbeerige Trauben mit komplexem, intensivem Aroma hervor – ein tiefer, mineralischer Riesling von Weltklasse.


Mittelheimer Sankt Nikolaus – Großes Gewächs am Rhein

Das Weingut Peter Jakob Kühn in Oestrich zählt zu den herausragenden Adressen des Rheingaus und arbeitet seit 2004 als zertifiziertes Demeter-Mitglied biologisch-dynamisch (DE-ÖKO-003). Prägend ist der entschleunigte Ausbau in traditionellen Holzfässern mit langem Hefelager, der den Weinen Tiefe und Anmut verleiht.

Namensgeber der Lage ist eine historische Sandsteinfigur des Heiligen Nikolaus, die segnend am Wegesrand steht. Die Parzelle neigt sich sanft nach Süden, nur rund 50 Meter vom Rhein entfernt; der Fluss fungiert als Wärmespeicher und Sonnenreflektor und bewirkt einen früheren Austrieb sowie eine besonders lange Wachstums- und Reifezeit. Über 60 Jahre alte Reben bringen hier nur wenige, kleinbeerige Trauben mit komplexem, intensivem Aroma hervor.

Jahrgang 2021 – Rheingau

2021 war im Rheingau ein kühler, klassischer Jahrgang mit lebendiger Säure und präziser Frucht. Die früh reifende Lage am Rhein und der lange Ausbau auf der Vollhefe bewahrten Tiefe, salzige Mineralität und Spannung – Kraft und Feinheit im Gleichgewicht.

Ausbau

Trockener Riesling, VDP.Großes Gewächs aus dem Mittelheimer Sankt Nikolaus, Jahrgang 2021; 100 % Riesling von über 60-jährigen Reben.

100 % Handlese, schonende Ganztraubenpressung, spontane Gärung mit den natürlichen Hefen und 18 Monate Ausbau auf der Vollhefe im großen Holzfass. Dieser lange Hefeausbau verleiht dem Wein Schmelz, Tiefe und komplexe Struktur, ohne die Frucht zu überlagern. Biologisch-dynamischer Anbau (Demeter, DE-ÖKO-003).

Im Glas

Ein tiefgründiges Großes Gewächs von großer Klarheit: reife gelbe Frucht, dazu getrocknete Kamille und Kräuter, Zitrusöl und feine, steinig-mineralische Anklänge. Am Gaumen saftig, vielschichtig und druckvoll, luftig-schwebend und zugleich erdig-steinig, mit einem salzig-mineralischen Säurenerv und einem sehr langen Nachhall.

Reife gelbe Frucht, getrocknete Kamille und Zitrusöl über steinig-mineralischer Tiefe – saftig, vielschichtig und druckvoll, luftig-schwebend und erdig-steinig zugleich, mit salzigem Säurenerv.

Ein großes, sehr langlebiges GG; jung gern dekantieren. Bei 11–13 °C servieren.

Am Tisch

Zu edlem Fisch und Meeresfrüchten, zu Hummer und Jakobsmuscheln, zu Geflügel und Kalb in heller Sauce, zu Gerichten mit Butter- und Rahmsaucen sowie zu gereiftem Hartkäse wie Comté oder Beaufort.


Lage: Mittelheimer Sankt Nikolaus (VDP.Große Lage), Rheingau; direkt am Rhein, sanfter Südhang; über 60 Jahre alte Reben
Klassifikation: Riesling, VDP.Großes Gewächs, Rheingau (trocken); 100 % Riesling
Ausbau: 100 % Handlese, Ganztraubenpressung, Spontangärung, 18 Monate auf der Vollhefe im großen Holzfass; biologisch-dynamisch, Demeter, DE-ÖKO-003

Fotos: A. Durst

Mehr erfahren ...

Mehr erfahren ...
Produkt Bild

Schaumweine

Étienne Calsac L´echappée Belle Blanc de Blancs Extra Brut

Champagner · Chardonnay · Blanc de Blancs · Extra Brut

Étienne Calsac L'échappée Belle Blanc de Blancs Extra Brut ist ein reinsortiger Chardonnay-Champagner aus verschiedenen Terroirs der Champagne. Die Trauben stammen aus der Côte des Blancs, der Côte de Sézanne und der Grande Vallée de la Marne, geprägt von kalk- und tonhaltigen Böden. Feinste Mineralität ist Trumpf. Im Glas straff, salzig und frisch.


Côte des Blancs & Champagne

Die Trauben stammen aus drei Terroirs der Champagne: der Côte des Blancs, der Côte de Sézanne und der Grande Vallée de la Marne. Die kalk- und tonhaltigen Böden verleihen dem Chardonnay seine feine, salzige Mineralität.

Rebsorte und Ausbau

Der Champagner besteht zu 100 % aus Chardonnay (Blanc de Blancs). Vergoren wird spontan, ohne Schönung und Filtration; der Ausbau kombiniert Edelstahl mit rund 20 % Holzfass. Ergänzt wird die Cuvée durch Reserveweine; dosiert als Extra Brut, also betont trocken.

Im Glas

Helles Gold mit eleganter Perlage. In der Nase fein und vielschichtig: Zitrus, weiße Blüten und ein Hauch Brioche. Am Gaumen straff, salzig unterlegt und frisch, getragen von einer feinen Perlage. Der Abgang ist lang.

Am Tisch

Gut gekühlt bei 8–10 °C servieren, als Apéritif oder als Speisenbegleiter.

Klassische Begleitung: Austern, Meeresfrüchte, Fisch und feine Vorspeisen.


Lage: Côte des Blancs, Côte de Sézanne, Vallée de la Marne (Champagne); Kalk/Ton
Klassifikation: Champagne AOC – Extra Brut, Blanc de Blancs
Ausbau: Spontangärung, Edelstahl + ~20 % Holzfass, Reserveweine, unfiltriert

Mehr erfahren ...

Mehr erfahren ...
Produkt Bild

Weine

Weinreich Basis Rosé BIO

Wein · Roséwein · Rheinhessen · Deutschland

Weinreich Basis Rosé ist ein biozertifizierter Rosé, der durch frische, leichte und natürliche Frucht besticht. Weinig und mit leichter Würze landet er im Mund und entfaltet sich frisch am Gaumen, ergänzt um herzhafte, knackige Fruchtaromen und ein frech eingebundenes Mineralitätsspiel.


Rheinhessen / Bechtheim

Das Weingut Weinreich (Marc und Jan Weinreich) liegt in Bechtheim im Wonnegau, Rheinhessen, und arbeitet konsequent ökologisch (DE-ÖKO-022). Der Basis Rosé gehört zur Gutsweinlinie und stellt unkomplizierten, fruchtbetonten Trinkgenuss in den Vordergrund.

Assemblage und Ausbau

Cuvée aus Portugieser, Spätburgunder und Dornfelder. Nach kurzem Schalenkontakt zur Gewinnung der zarten Farbe wird der Most schonend vergoren, was die frische, natürliche Frucht und das mineralische Spiel bewahrt. Trocken ausgebaut.

Im Glas

Zartes Lachsrosa. In der Nase frische, natürliche Frucht mit leichter Würze. Am Gaumen frisch und weinig, mit herzhaften, knackigen Fruchtaromen und einer frech eingebundenen Mineralität; animierender, sauberer Abgang.

Am Tisch

Gut gekühlt bei 8–10 °C servieren – als Sommer- und Terrassenwein.

Passt zu: Grillgerichten, Salaten, Antipasti und leichten Sommergerichten – oder einfach solo im Grünen.


Lage: Rheinhessen, Bechtheim (Wonnegau, Deutschland); Weingut Weinreich
Klassifikation: Roséwein – Cuvée aus Portugieser, Spätburgunder & Dornfelder, trocken
Ausbau: kurzer Schalenkontakt, schonende Gärung (fruchtbewahrend)

 

Mehr erfahren ...

Mehr erfahren ...
Produkt Bild

Schaumweine

Guy Charbaut Bruit Blanc 1er Cru Brut

Wein · Champagner · Champagne · Frankreich

Guy Charbaut Blanc de Blancs Fig. 4 1er Cru ist ein Champagner, der es nicht eilig hat: Sieben Jahre liegt er auf der Hefe, bevor er das Licht der Welt erblickt – und das schmeckt man. Ein reinsortiger Chardonnay aus dem Premier-Cru-Dorf Bisseuil, der Mineralität und Spannung liefert, ohne laut zu sein.


Champagne / Bisseuil

Mareuil-sur-Aÿ ist der Stammsitz der Familie Charbaut, gegründet 1936 von André Charbaut und heute in dritter Generation geführt. Die Trauben für den Fig. 4 stammen ausschließlich aus Bisseuil, einem Premier-Cru-Dorf in der Grande Vallée de la Marne – klassifiziert, aber selten im Rampenlicht. Genau dort liegt die Stärke der Cuvée: ein Terroir, das Mineralität und Spannung liefert.

Rebsorte und Ausbau

Reinsortig aus Chardonnay (Blanc de Blancs). Basis ist die Ernte 2017, ergänzt durch 15 % Reserveweine aus mehreren Jahrgängen. Die Vinifikation erfolgt ausschließlich im Edelstahltank – kein Holz, keine Ablenkung vom Terroir –, gefolgt von sieben Jahren Hefelager in den historischen Kreidekellergewölben unter Mareuil-sur-Aÿ. Die niedrige Dosage lässt die Frucht sprechen. In der Geschmacksrichtung brut ausgebaut.

Im Glas

Helles Gold mit feiner Perlage. In der Nase weiße Blüten, frische Haselnuss und ein Hauch Zitrusschale. Am Gaumen straff strukturiert und zugleich cremig, salzig und präzise, mit einer Länge, die man in dieser Kategorie nicht selbstverständlich erwarten darf.

Zum Genießen

Gut gekühlt bei 8–10 °C servieren – als ernsthafter Aperitif oder zum Essen. Trinkfenster: jetzt bis 2030+.

Passt zu: weißem Fisch, Jakobsmuscheln, Krustentieren und Geflügel.


Lage: Champagne, Grande Vallée de la Marne, 1er Cru Bisseuil (Frankreich); Guy Charbaut (Mareuil-sur-Aÿ)
Klassifikation: Champagne 1er Cru – Blanc de Blancs, 100 % Chardonnay, brut
Ausbau: Edelstahlvinifikation, 7 Jahre Hefelager, niedrige Dosage; Basis Ernte 2017 + 15 % Reserveweine

Mehr erfahren ...

Mehr erfahren ...
Produkt Bild

Spanien

Envinate Migan Teneriffa tinto 2022

Rotwein · Teneriffa · Valle de la Orotava · Listán Negro

100 % Listán Negro Teneriffa · Valle de la Orotava Migan (La Perdoma) Envínate Vulkanboden · bis 120-J.-Reben neutrales Holz & Beton 2022

Der Envínate Migan 2022 ist ein reinsortiger Listán Negro von bis zu 120-jährigen Rebstöcken auf den Vulkanböden Teneriffas – geprägt von sehr feiner, fast kühler Frucht nach Himbeeren und Rosen, mit dezenter Würze. Ein smarter, eleganter Vertreter aus Spanien, der das Terroir der Vulkaninseln perfekt widerspiegelt.


Migan – Listán Negro aus dem Valle de la Orotava

Envínate („wine yourself") ist das Kultprojekt von vier befreundeten Önologen – Roberto Santana, Alfonso Torrente, Laura Ramos und José Martínez –, die Atlantik-geprägte Terroirs auf den Kanaren, in der Ribeira Sacra und in Almansa erkunden. Ihre Philosophie: jede Parzelle möglichst pur zum Ausdruck bringen – ohne Chemie im Weinberg, mit Handlese, Wildhefen und minimalem Eingriff.

Migan ist der alte Name des Orts La Perdoma im Valle de la Orotava (Nordhang des Teide), woher dieser Rotwein stammt. Bis zu 120 Jahre alte, wurzelechte Listán-Negro-Reben – traditionell im geflochtenen „Cordón trenzado" erzogen – gedeihen hier auf Vulkanböden aus Ton, Sand und Basalt. Anders als die steilen Anaga-Lagen ist das Terrain etwas flacher, was die feine, fast kühle Frucht des Migan begünstigt.

Jahrgang 2022 – Teneriffa

Das atlantische Klima und die Vulkanböden des Valle de la Orotava prägen auch 2022 einen frischen, hochtonigen und vibrierenden Listán Negro mit klarer roter Frucht, feiner Würze und lebendiger Säure. Migan wird bewusst ein Jahr später freigegeben, damit der Wein zugänglicher und harmonischer in die Flasche kommt.

Ausbau

Reinsortiger Listán Negro aus dem Jahrgang 2022, Teneriffa / Valle de la Orotava, trocken.

Handlese aus mehreren alten Parzellen, Gärung im Betontank mit (teils ganzen) Trauben, anschließend rund ein Jahr Ausbau in neutralem französischem Holz (228/600 l) und Beton. Unfiltriert, mit nur minimalem Schwefel abgefüllt.

Im Glas

Geprägt von einer sehr feinen, fast kühlen Frucht nach Himbeeren und Rosen, bei der zugleich eine gewisse Würze schmeckbar ist. Im Nachhall wirken dezente ätherische Aromen wie Minze sowie weiche Tannine, die den Tinto wunderbar ausbalancieren. Ein smarter, eleganter Vertreter aus Spanien, der das Terroir der Vulkaninseln perfekt widerspiegelt.

Feine, fast kühle Frucht nach Himbeeren und Rosen – würzig, mit ätherischer Minze und weichen, balancierten Tanninen.

Leicht gekühlt servieren; profitiert von etwas Luft im Glas. Bei 15–16 °C servieren.

Am Tisch

Zu gebratenem Fleisch und Geflügel, zu kräftigen Fischgerichten, zur würzig-mediterranen Küche sowie zu mittelreifem Käse.


Lage: Teneriffa, Valle de la Orotava (Gegend La Perdoma; Kanaren, Spanien); Vulkanböden mit Ton, Sand und Basalt; wurzelechte Reben bis ~120 Jahre (Cordón trenzado)
Klassifikation: Rotwein, Teneriffa / Valle de la Orotava; 100 % Listán Negro (trocken)
Ausbau: Handlese, Gärung im Beton mit teils ganzen Trauben, ~1 Jahr in neutralem franz. Holz (228/600 l) und Beton, unfiltriert; organischer Anbau

Mehr erfahren ...

Mehr erfahren ...
Produkt Bild

Länder/Regionen

Noon Eclipse 2019

Rotwein · McLaren Vale · Grenache-Cuvée

88 % Grenache · 7 % Shiraz · 5 % Graciano McLaren Vale Eclipse alte Buschreben (1934/1943) Drew Noon MW 18 Monate Holz 2019

Der Noon Eclipse 2019 ist ein kultiger, old-school gemachter Grenache-Blend von uralten Buschreben aus McLaren Vale – durch die kleine Ernte besonders konzentriert, mit beeindruckender Frische und fester Tanninstruktur. Ein Wein für die lange Reife.


Noon – Kult aus McLaren Vale

Noon ist ein winziges Kult-Weingut in McLaren Vale, das Drew Noon – einer der wenigen Masters of Wine Australiens – 1996 von seinen Eltern übernahm. Sein Ansatz ist konsequent old school: Trockenanbau, Handlese, Gärung in offenen Bottichen mit manueller Stampfung, Korbpresse und minimaler Eingriff im Keller. Zu jeder Ernte gibt Drew klar an, was „Mother Nature" ihm beschert hat.

Der Eclipse ist die Grenache-dominierte Cuvée des Guts, im Geist der großen Châteauneuf-du-Pape gemacht. Die Trauben stammen von uralten, wurzelechten Grenache-Buschreben, die bereits 1934 und 1943 gepflanzt wurden, ergänzt um etwas Shiraz und Graciano – alles estate-grown aus den drei „Home"-Weinbergen rund um das Gut in McLaren Vale.

Jahrgang 2019 – McLaren Vale

Das warme, trockene Wachstumsjahr 2019 ergab eine kleine Ernte – nur etwa die Hälfte von 2018 – und damit einen besonders konzentrierten Eclipse. Frische und feste Tanninstruktur sind in diesem Jahr besonders beeindruckend und erinnern an den von Drew hochgeschätzten 2018er, bei vielleicht noch höherer Fruchtkonzentration.

Drew Noor selbst sagt zum Jahrgang: „Grenache von unseren alten Reben, bei voller Reife gelesen, ergibt einen exotischen und besonderen Wein – und dies ist ein gutes Beispiel dafür. Der 2019er ähnelt sehr dem 2018er, den ich zu unseren besten zähle, daher bin ich sehr zufrieden mit ihm." (Verkostungsnotiz: Drew Noon.)

Assemblage und Ausbau

Cuvée aus 88 % Grenache, 7 % Shiraz und 5 % Graciano, Jahrgang 2019, trocken.

Handlese, Gärung in kleinen offenen Bottichen mit manueller Stampfung, Pressung von Hand in kleinen Korbpressen. Reife über rund 18 Monate in kleinen französischen und amerikanischen Fässern sowie großen Holzgebinden (Demi-muid, Foudre) – fast ausschließlich gebrauchtes Holz, nur ein kleiner Anteil neue Eiche für den Shiraz-Teil. Minimal-invasiv ausgebaut.

Im Glas

Ein exotischer, konzentrierter Grenache-Blend: üppige reife rote Frucht – Himbeere, Cranberry, rote Johannisbeere – mit Anklängen von Gewürzen, getrockneten Kräutern und einer würzig-erdigen Note. Am Gaumen vollmundig und reich, dabei von bemerkenswerter Frische und einer festen, gut strukturierten Tanninlinie getragen, die dem Wein Halt und große Länge gibt.

Grenache von alten Reben, bei voller Reife gelesen – ein exotischer und besonderer Wein.

Schon jetzt schön zu trinken, aber als besonders langlebiger Eclipse für viele Jahre gebaut; profitiert deutlich vom Dekantieren. Bei 16–18 °C servieren.

Am Tisch

Zu kräftig gewürzten Gerichten, zur Ente und zu Wild, zu geschmortem rotem Fleisch und reich gewürzten Casseroles sowie zu gereiftem Hartkäse.


Lage: McLaren Vale (South Australia, Australien); estate-eigene Blocks, wurzelechte Grenache-Buschreben (gepflanzt 1934/1943), Trockenanbau
Klassifikation: McLaren Vale, Grenache-Cuvée (Eclipse), trocken
Ausbau: 88 % Grenache, 7 % Shiraz, 5 % Graciano; ~18 Monate in überwiegend gebrauchtem Holz (Barrique/Demi-muid/Foudre)

Mehr erfahren ...