Wein und Kunst

Wein und Leinwand: Eine zeitlose Verflechtung von Kunst und Kelter

Einleitung

Thema und Relevanz

Wein und Kunst sind zwei faszinierende Ausdrucksformen menschlicher Kreativität und Kultur, die seit Jahrhunderten eng miteinander verbunden sind. Diese Verbindung geht über die einfache Darstellung des Weins in der Kunst hinaus und umfasst die tiefe symbolische, kulturelle und ästhetische Bedeutung, die der Wein in verschiedenen Kunstformen erlangt hat. Der Genuss von Wein und die Wertschätzung für Kunst ergänzen sich oft in einer Weise, die die Sinne erweitert und zu einem tieferen Verständnis der menschlichen Erfahrung führt.

Überblick über den Artikel

In diesem Artikel werden wir die reiche Geschichte der Beziehungen zwischen Wein und Kunst erkunden. Wir beginnen mit den Anfängen dieser Verbindung in den frühen Zivilisationen, gefolgt von ihrer Entwicklung durch das Mittelalter und die Renaissance bis hin zur modernen Zeit. Ein besonderer Fokus liegt auf den Synergieeffekten zwischen beiden Bereichen und wie diese die künstlerische und kulinarische Welt beeinflusst haben. Wir betrachten auch spezifische Persönlichkeiten aus der Welt des Weinbaus und der Kunst, die maßgeblich zu dieser faszinierenden Verschmelzung beigetragen haben. Abschließend werfen wir einen Blick auf die regionalen Einflüsse und die Zukunftsperspektiven der Verbindung von Wein und Kunst.

Historischer Überblick

Frühe Zivilisationen

Wein und Kunst haben ihre Wurzeln in den frühesten Zivilisationen der Menschheit. In Ägypten war Wein nicht nur ein Getränk für die Oberschicht, sondern auch ein wichtiges Opfergeschenk für die Götter. Die ägyptischen Wandmalereien, die bis etwa 3000 v. Chr. zurückreichen, zeigen Szenen, in denen Wein angebaut, geerntet und konsumiert wird. Diese Darstellungen sind nicht nur künstlerische Ausdrücke, sondern auch Dokumentationen des täglichen Lebens und spiritueller Rituale, was den Wein in der Kultur und Religion der Ägypter fest verankert.

In Griechenland entwickelte sich der Weinbau ebenfalls zu einer Kunstform, wobei der Wein eng mit dem Theater, der Poesie und der Philosophie verbunden war. Dionysos, der Gott des Weines, spielte eine zentrale Rolle in der griechischen Mythologie und war ein häufiges Motiv in der Kunst. Er wurde oft dargestellt, wie er fröhliche Prozessionen und Festlichkeiten anführt, was die soziale und kultische Bedeutung des Weins unterstreicht.

Mittelalter und Renaissance

Im Mittelalter war Wein ein allgegenwärtiges Element im täglichen Leben und in der Kunst. In der christlichen Ikonografie symbolisierte Wein das Blut Christi und war ein zentrales Element des Abendmahls, was in zahlreichen Gemälden und Skulpturen dieser Zeit dargestellt wurde. Diese religiösen Darstellungen von Wein trugen zu seiner tiefen symbolischen Bedeutung bei, die sich über spirituelle und liturgische Kontexte erstreckte.

In der Renaissance erlebte die Darstellung des Weins in der Kunst eine neue Blüte. Künstler wie Leonardo da Vinci und Caravaggio integrierten Wein in ihre Werke, oft als Symbol für Vergänglichkeit und menschliche Genüsse. Diese Zeit war auch geprägt von einem verstärkten Interesse an der Naturwissenschaft und der detaillierten Darstellung der natürlichen Welt, was sich in präziseren und lebensechteren Weinabbildungen in der Kunst widerspiegelte.

Moderne Zeit

In der modernen Kunst wurde Wein sowohl in der Malerei als auch in der Skulptur weiterhin reichlich thematisiert. Künstler des Impressionismus wie Claude Monet und Edouard Manet stellten Szenen des geselligen Beisammenseins dar, bei denen Wein oft eine zentrale Rolle spielte. Diese Werke zeichnen sich durch eine lockere Pinselstrichführung und eine helle Farbpalette aus, die das flüchtige Spiel von Licht und Schatten einfängt, oft in Szenen, die in Cafés und bei Picknicks im Freien angesiedelt sind.

Im 20. Jahrhundert begannen Künstler wie Pablo Picasso und Salvador Dalí, traditionelle Darstellungen herauszufordern und Wein in surrealistischen und abstrakten Kontexten zu nutzen. Ihre Werke verwenden Wein, um komplexe Ideen über Realität, Wahrnehmung und das Unterbewusstsein zu erforschen, was die vielseitigen Möglichkeiten zeigt, wie Wein als künstlerisches Symbol eingesetzt werden kann.

Die Anfänge der Verbindung von Wein und Kunst

Wein in der religiösen Kunst

Wein hat in vielen Religionen eine tiefgreifende symbolische Bedeutung. In der christlichen Kunst wird Wein häufig als Blut Christi dargestellt, ein zentrales Element des Sakraments der Eucharistie. Diese symbolische Darstellung findet sich in zahlreichen Gemälden der Renaissance, wie zum Beispiel in Leonardo da Vincis „Das Letzte Abendmahl“, wo der Wein als sakramentales Element der Vergebung und Erlösung eine Schlüsselrolle spielt. Aber auch in der jüdischen Kultur ist Wein ein wesentlicher Bestandteil religiöser Zeremonien, wie etwa bei der Sabbatfeier und dem Pessachfest, wo Wein als Symbol der Freiheit und des göttlichen Schutzes verwendet wird.

Darüber hinaus finden sich Darstellungen von Wein in der islamischen Kunst, trotz des Alkoholverbots. Hier wird Wein oft als Metapher für das göttliche verwendet, besonders in der Sufi-Poesie, wo er als Mittel zur spirituellen Erleuchtung beschrieben wird. Diese poetischen Interpretationen beeinflussten auch die visuelle Kunst, insbesondere in der Miniaturmalerei, wo Szenen des Paradieses häufig mit fließendem Wein dargestellt werden, der Reinheit und göttliche Freude symbolisiert.

Wein in der profanen Kunst

In der weltlichen Kunst dient Wein oft als Symbol für Genuss, Gastfreundschaft und Lebensfreude. Im antiken Griechenland und Rom waren Darstellungen von Bacchanalien, den wilden Festen zu Ehren des Dionysos (Bacchus), beliebt. Diese Szenen, die in Mosaiken und Fresken festgehalten wurden, zeigten die Menschen beim Tanzen, Musikmachen und Weintrinken, was die soziale und kulturelle Bedeutung des Weins unterstreicht.

In der Renaissance wurden diese Themen mit einer neuen Tiefe und Detailgenauigkeit wieder aufgegriffen. Künstler wie Titian und Rubens malten üppige Szenen von Bacchanalien, die nicht nur die Freuden des Weins, sondern auch die damit verbundenen moralischen und ethischen Fragen thematisierten. Diese Werke reflektieren eine Zeit des kulturellen Umbruchs, in der Kunst zunehmend als Medium genutzt wurde, um komplexe menschliche Emotionen und gesellschaftliche Themen zu erkunden.

Wein als inspirative Kraft

Die inspirierende Wirkung von Wein auf die Kunst lässt sich nicht nur in der bildenden Kunst, sondern auch in Literatur und Musik finden. Viele Künstler und Schriftsteller haben die berauschenden Effekte des Weins genutzt, um kreative Barrieren zu überwinden und neue Ausdrucksformen zu finden. Zum Beispiel nutzte der berühmte französische Dichter Charles Baudelaire Wein als Motiv in vielen seiner Gedichte, um Zustände der Verzückung und Melancholie zu beschreiben, die den Leser in die tiefen Schichten der menschlichen Psyche führen.

In der Musik hat Wein oft als Inspirationsquelle für Komponisten gedient, wie beispielsweise bei Johann Sebastian Bachs „Kaffeekantate“, die humorvoll die europäische Kaffeehauskultur und ihren Weinkonsum thematisiert. Auch in der modernen Musik finden sich zahlreiche Beispiele, in denen Wein als Symbol für Vergänglichkeit, Feier oder einfach als Teil des täglichen Lebens erscheint.

Synergien zwischen Wein und Kunst

Gemeinsame Werte

Wein und Kunst teilen eine Reihe von Werten, die ihre jeweiligen Kulturen und Praktiken prägen. Beide Formen streben nach Ausdruck, Authentizität und Perfektion. Handwerk und Tradition spielen eine zentrale Rolle, da sowohl Winzer als auch Künstler oft jahrelange Ausbildung und Erfahrung benötigen, um ihre Fähigkeiten zu verfeinern. Diese Hingabe zum Detail findet sich sowohl in der sorgfältigen Pflege der Weinberge als auch in der minutiösen Ausarbeitung eines Kunstwerks.

Ein weiterer gemeinsamer Wert ist die Ästhetik. Sowohl in der Kunst als auch im Wein gibt es eine tiefe Wertschätzung für die Schönheit, die sich in der Präsentation und der Wahrnehmung manifestiert. Die ästhetische Präsentation eines Weins, von der Flasche bis zum Etikett, spiegelt oft kunstvolle Designs wider, die dazu bestimmt sind, sowohl das Auge als auch den Gaumen zu erfreuen.

Wein als Kunstform

Die Herstellung von Wein kann als eine Kunstform betrachtet werden, die sowohl kreative als auch technische Fähigkeiten erfordert. Jeder Schritt im Prozess der Weinherstellung, vom Rebschnitt bis zur Abfüllung, erfordert ein tiefes Verständnis der zugrundeliegenden Prozesse und eine feine Abstimmung der Techniken, um den gewünschten Geschmack und Charakter des Weins zu erzielen. Winzer nutzen ihr Verständnis von Boden, Klima und Rebsorte, um Werke zu schaffen, die sowohl ihre Umgebung als auch ihre persönliche Vision widerspiegeln.

Darüber hinaus wird die Kunst der Weinverkostung oft mit einer kritischen Analyse verglichen, ähnlich der Bewertung eines Kunstwerks. Experten und Liebhaber diskutieren über Nuancen des Geschmacks, der Textur und des Aromas eines Weins, ähnlich wie Kritiker über die Merkmale eines Gemäldes oder einer Skulptur debattieren.

Kunst inspiriert durch Wein

Wein hat zahlreiche Künstler inspiriert, ihre Erfahrungen und Empfindungen durch ihre Werke auszudrücken. In der Malerei hat die Darstellung von Weinszenen oft zu tiefgreifenden Überlegungen über menschliche Beziehungen und gesellschaftliche Zustände geführt. Beispielsweise nutzen impressionistische Künstler wie Renoir und Cézanne Weinmotive, um lebendige, spontane Szenen des gesellschaftlichen Lebens darzustellen, die die Betrachter in die Atmosphäre eines fröhlichen Beisammenseins versetzen.

In der Literatur finden sich zahlreiche Beispiele von Autoren, die Wein verwenden, um Stimmungen zu setzen oder Charaktere zu entwickeln. F. Scott Fitzgerald nutzt in „Der große Gatsby“ Szenen mit Wein und anderen Spirituosen, um die Exzesse und die moralische Ambivalenz der Roaring Twenties zu illustrieren.

Marketing und Design

Die Präsentation und das Marketing von Wein sind Bereiche, in denen Kunst und kommerzielles Design aufeinandertreffen. Das Flaschendesign und die Etikettierung spielen eine entscheidende Rolle dabei, wie ein Wein wahrgenommen wird und können den Unterschied in einem hochkompetitiven Markt ausmachen. Designer und Marketingexperten arbeiten eng mit Winzern zusammen, um visuelle Identitäten zu schaffen, die die Qualität und die Einzigartigkeit des Weins hervorheben. Innovative Verpackungen und kreative Werbekampagnen nutzen oft künstlerische Elemente, um eine Geschichte zu erzählen oder ein Erlebnis zu vermitteln, das über den Geschmack des Weins hinausgeht.

Fallstudien: Winzer und Künstler

Historische Persönlichkeiten

Ein herausragendes Beispiel für eine historische Persönlichkeit an der Schnittstelle von Wein und Kunst ist Leonardo da Vinci. Er war nicht nur ein Meister der Künste, sondern auch ein leidenschaftlicher Winzer. Leonardo erwarb 1508 Weinberge in Mailand, wo er sowohl wissenschaftliche als auch künstlerische Methoden anwandte, um den Weinbau zu verbessern. Seine Faszination für die natürliche Welt und seine experimentelle Herangehensweise beeinflussten seine Weinherstellung und Kunst gleichermaßen.

Ein weiteres bedeutendes Beispiel ist der französische Impressionist Claude Monet. Monet malte nicht nur einige der berühmtesten Weinlandschaften und -szenen seiner Zeit, sondern war auch ein bekannter Liebhaber und Kenner von Weinen. Er glaubte, dass Wein, ähnlich wie die Kunst, die Fähigkeit besitzt, die menschliche Erfahrung zu bereichern und zu vertiefen.

In Deutschland verband Albrecht Dürer Kunst und Wein durch seine detaillierten Holzschnitte und Aquarelle, die Weinreben und -landschaften darstellten. Dürer’s Arbeiten zeigen eine tiefgehende Wertschätzung für die Natur und dienten als wichtige Dokumentationen der Weinbaukultur seiner Zeit.

Zeitgenössische Beispiele

In der modernen Ära setzt die Südafrikanische Künstlerin und Winzerin Wendy Appelbaum die Tradition fort. Als Besitzerin eines der führenden Weingüter in Südafrika, De Morgenzon, verbindet sie ihre Leidenschaft für Musik und Kunst direkt mit der Weinherstellung, indem sie klassische Musik in ihren Weinbergen spielt, um das Wachstum der Reben zu fördern. Ihre Überzeugung, dass Kunst und Wein zusammengehören, spiegelt sich in der Qualität ihrer Produkte und der Schönheit ihres Weinguts wider.

Ein weiteres beeindruckendes Beispiel ist der amerikanische Künstler und Winzer Donald Hess. Hess kombiniert seine Leidenschaft für zeitgenössische Kunst und Weinbau in seinem Weingut in Kalifornien, wo er eine umfangreiche Kunstsammlung beherbergt. Das Hess Collection Winery ist bekannt für seine Integration von Kunstausstellungen in den Weinkeller, was Besuchern ein ganzheitliches ästhetisches Erlebnis bietet.

In Australien vereint die Familie Pizzini in Victoria Wein und italienische Kultur. Als Winzer und Kunstliebhaber fördert die Familie Pizzini kulturelle Veranstaltungen, die Musik, Kunst und Weingenuss verbinden. Ihre Veranstaltungen und Weine spiegeln ihr Engagement für Qualität und ihre Achtung vor der italienischen Tradition wider.

Regionale Einflüsse und Besonderheiten

Europa

In Europa hat die tiefe historische Verwurzelung von Weinbau und Kunstschaffen eine reiche kulturelle Landschaft geschaffen, die von Region zu Region variiert. In Frankreich beispielsweise ist die Region Bordeaux nicht nur für ihre erstklassigen Weine bekannt, sondern auch für ihre beeindruckenden Kunstmuseen und Galerien. Diese Verbindung zwischen Wein und Kunst manifestiert sich in Veranstaltungen wie den „Vinexpo“, wo Kunstausstellungen und Weinverkostungen Hand in Hand gehen.

Italien, das Land mit einer immensen historischen Bedeutung sowohl in der Kunst als auch im Weinbau, zeigt eine ähnliche Symbiose. Die Toskana, bekannt für ihre atemberaubenden Landschaften und erstklassigen Weine, ist auch ein Zentrum der Renaissance-Kunst. Viele Weingüter in dieser Region schmücken sich mit Kunstwerken und fördern lokale Künstler, indem sie ihre Werke in Weinkellern und auf den Etiketten ihrer Weinflaschen präsentieren.

Spanien bietet ein weiteres Beispiel für die Verschmelzung von Kunst und Wein. Die Region La Rioja ist berühmt für ihre avantgardistischen Weingüter, die von weltbekannten Architekten entworfen wurden. Diese Bauwerke sind nicht nur funktional, sondern auch ästhetische Meisterwerke, die die Landschaft prägen und eine einzigartige Verbindung zwischen der Architektur und dem Weinbau darstellen.

Amerika

In Nordamerika hat die Weinregion Kaliforniens Napa Valley eine starke Verbindung zu Kunst und Kultur etabliert. Viele Weingüter hier beherbergen beeindruckende Kunstsammlungen und veranstalten regelmäßig Kunstausstellungen. Dies spiegelt eine Kultur wider, die sowohl den Genuss von feinem Wein als auch von visueller Kunst schätzt. Solche Veranstaltungen bieten eine Plattform für lokale und internationale Künstler und ziehen Besucher an, die sich für beide Disziplinen interessieren.

Südamerika, insbesondere Argentinien und Chile, erlebt ebenfalls eine wachsende Verbindung zwischen Wein und Kunst. In Mendoza, Argentinien, kombinieren Weingüter wie Bodegas Salentein Weinproduktion mit Kunstaustellungen. Das Killka Art Center ist ein Teil des Weinguts und zeigt sowohl lokale als auch internationale Kunst, was die kulturelle Erfahrung der Weinverkostungen bereichert.

Asien und neue Weinregionen

Asien, obwohl relativ neu in der Weinproduktion, hat einzigartige Wege gefunden, Wein und Kunst zu verbinden. In Japan, wo der traditionelle Reiswein Sake tief in der Kultur verwurzelt ist, gibt es Bemühungen, diese traditionelle Getränkeform mit moderner Kunst zu verbinden. Sake-Flaschen werden oft von Künstlern gestaltet, um die Verbindung zwischen Tradition und Moderne zu symbolisieren.

China, das schnell zu einem bedeutenden Spieler auf dem globalen Weinmarkt wird, hat begonnen, Kunst in seine Weinkultur zu integrieren. Weingüter in Regionen wie Ningxia haben begonnen, Künstler einzuladen, um ihre Erfahrungen durch Kunst zu interpretieren. Dies fördert nicht nur die lokale Kunstszene, sondern bietet auch eine neue Perspektive auf den chinesischen Weinbau.

Zukunftsperspektiven und Entwicklung

Technologische Entwicklungen

Die Technologie spielt eine immer wichtigere Rolle in der Verbindung zwischen Wein und Kunst. Neue Techniken in der Weinherstellung, wie Präzisionslandwirtschaft und künstliche Intelligenz, ermöglichen es Winzern, die Qualität ihres Weins zu optimieren und nachhaltigere Praktiken zu implementieren. Diese Technologien helfen auch, den Prozess der Weinherstellung transparenter zu machen, indem sie Daten liefern, die für Konsumenten über QR-Codes auf Weinflaschen zugänglich sind, ähnlich wie bei digitalen Kunstwerken, die Informationen über den Künstler und die Technik bieten.

Parallel dazu revolutioniert die digitale Kunstwelt den traditionellen Kunstmarkt. Mit der Einführung von Blockchain und Non-Fungible Tokens (NFTs) entstehen neue Möglichkeiten, Kunst zu sammeln und zu handeln. Diese Technologien könnten auch im Weingut genutzt werden, um die Authentizität und Provenienz von Weinflaschen zu garantieren und gleichzeitig Künstlern zu ermöglichen, ihre Werke direkt auf den Etiketten zu digitalisieren und zu verkaufen.

Nachhaltigkeit und Kunst

Nachhaltigkeit wird zunehmend zu einem zentralen Thema sowohl in der Kunst als auch im Weinbau. Viele Winzer und Künstler streben danach, ihre Umweltauswirkungen zu reduzieren und ihre Praktiken an ökologische Prinzipien anzupassen. Im Weinbau bedeutet dies oft den Übergang zu biodynamischen Methoden, die nicht nur die Umwelt schonen, sondern auch die Qualität des Weins verbessern, indem sie ein gesünderes Ökosystem für die Weinreben schaffen.

In der Kunstwelt wird Nachhaltigkeit durch die Verwendung von umweltfreundlichen Materialien und Techniken sowie durch die Schaffung von Kunstwerken, die Umweltthemen thematisieren, gefördert. Solche Kunstwerke können Bewusstsein schaffen und Diskussionen über Umweltfragen anregen, ähnlich wie nachhaltig produzierte Weine Diskussionen über Lebensmittelherkunft und -produktion fördern.

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass die Zukunft der Verbindung zwischen Wein und Kunst spannende Möglichkeiten bietet, die durch technologische Innovationen und ein verstärktes Umweltbewusstsein geprägt sind. Diese Entwicklungen versprechen nicht nur eine Verbesserung der Qualität und Nachhaltigkeit, sondern auch eine tiefere und reichhaltigere Erfahrung von Kunst und Wein.

Fazit und Schlussbetrachtungen

Wein und Kunst sind zwei Ausdrucksformen, die tief in der menschlichen Kultur verwurzelt sind und eine lange Geschichte der gegenseitigen Beeinflussung und Inspiration haben. Durch die Jahrhunderte haben beide Bereiche eine symbiotische Beziehung entwickelt, die sich in gemeinsamen Werten wie Handwerk, Tradition und Ästhetik manifestiert.

Die untersuchten Fallstudien und regionalen Besonderheiten zeigen, dass diese Verbindung in verschiedenen Kulturen und Epochen unterschiedliche Formen annimmt, stets bereichert durch die spezifischen Umstände und den kulturellen Kontext der jeweiligen Zeit. Die Zukunft der Beziehung zwischen Wein und Kunst sieht vielversprechend aus, mit neuen Technologien und einem verstärkten Fokus auf Nachhaltigkeit, die beide Bereiche weiter revolutionieren werden.

Indem wir Wein und Kunst zusammen betrachten, erkennen wir, wie tiefgreifend unsere Suche nach Schönheit und Bedeutung ist und wie diese Bestrebungen unser Leben bereichern. Diese Synergie von Wein und Kunst bietet nicht nur ästhetische und sensorische Freuden, sondern fördert auch ein tieferes Verständnis für die Komplexität und Vielfalt der menschlichen Erfahrung.

Abschließend lässt sich feststellen, dass die Verbindung von Wein und Kunst mehr als nur eine Kombination von Genussmitteln ist; sie ist ein Spiegelbild unserer Zivilisation und ein Fenster zu den kulturellen Werten und der Geschichte, die uns prägen und definieren.

Dieser Artikel wurde mit Hilfe von ChatGPT erstellt. Alle Fotos wurden mit KI generiert.

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Spirituosen

Faude feine Brände Bergamotte aus Kalabrien

Spirituose · Geist · Baden · Deutschland

Faude Bergamotte aus Kalabrien ist ein zitrus-fruchtiger Bergamottengeist aus der Hausbrennerei Faude am Kaiserstuhl. Aus echter kalabrischer Bergamotte – jener Zitrusfrucht, die auch Earl-Grey-Tee und manches Parfüm prägt – spritzig, würzig und frisch.


Herkunft

Hergestellt von Florian Faude in seiner Hausbrennerei in Bötzingen am Kaiserstuhl (Baden). Die Bergamotte stammt aus Kalabrien, der südlichsten Spitze Italiens, wo sie ihr außergewöhnliches Aroma entwickelt – bezogen direkt über Florians italienische Erzeuger-Connection.

Mazeration und Destillation

Als Geist hergestellt: Die aromatische Bergamotte wird in reinem Getreidealkohol mazeriert und nach kurzer Zeit abdestilliert, sodass nur die feinsten, klarsten Zitrusaromen ins Destillat gelangen. Ohne Zusatz von Aromen, Zucker oder Farbstoff.

Im Glas

Klar und kristallrein. In der Nase intensiv und komplex, mit dem unverkennbaren, parfümierten Zitrusduft der Bergamotte. Am Gaumen spritzig, würzig und frisch, mit klarer Zitrusfrucht und langem Nachhall.

Pur und im Drink

Gut gekühlt pur aus dem Glas oder als ausdrucksstarke, aromatische Basis für Longdrinks und Cocktails.

Klassisch: pur, im Longdrink oder Cocktail.


Herkunft: Bötzingen am Kaiserstuhl, Baden (Deutschland)
Art: Bergamottengeist (Zitrus-Geist), Bergamotte aus Kalabrien (Italien)
Herstellung: Mazeration in Getreidealkohol, kurze Destillation; ohne Zucker oder Farbstoff

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Schaumweine

Mabe Composition I Brut Nature

Mit dem Mabe Composition I Brut Nature hat das kleine Haus aus Venteuil seine erste Cuvée gemischt. Zwei Herkünfte treffen sich: Meunier (60 %) von der Lage Les Petits Prévosts in Bonneil und Chardonnay (40 %) aus Oger, einem Grand Cru der Côte des Blancs. Der Name ist Programm – die Mischung wird mit jedem Jahr neu austariert.

Im Glas

Helles Gold, seidige und zugleich präzise Perlen. In der Nase Zitrusschale, gelber Apfel und Birne, dazu Kreide und ein wenig Brioche. Im Mund voll und doch klar gebaut: Der Meunier gibt saftige Frucht, der Chardonnay macht den Wein schlank und lang. Das Finale ist kühl und fokussiert. Mit Luft gewinnt er deutlich.

Mach was draus

Zu Brathähnchen oder Perlhuhn mit hellem Jus, zu Meeresfrüchten, Fisch und feinen Vorspeisen. Er gehört eher an den Esstisch als an die Bar. Serviere ihn bei 8 bis 10 °C im Weißweinglas.

Janus FenskeJanus empfiehlt

„Composition I bringt Saft und Spannung zusammen. Ein toller Einstieg in die Welt von Mabe.“

Mehr über Janus, unseren Sommelier

Kurz gefragt

Woher kommen die Trauben? Der Meunier wächst auf tonreichen Böden in Bonneil im Marnetal, gepflegt von Guillaume Marteaux. Der Chardonnay kommt von der Familie Vincey aus Oger, wo die Reben auf Kreide stehen.

Wie wird er gemacht? Beide Gärungen – die alkoholische wie die malolaktische – laufen spontan. Danach liegt der Wein in Eichenfässern auf der Hefe, mit wenig neuem Holz; die zweite Gärung findet unter Korken statt. Ungeschönt, unfiltriert und ohne Dosage.

60 % Meunier, 40 % Chardonnay · Les Petits Prévosts, Bonneil (Ton) · Oger (Grand Cru, Kreide) · Spontangärung · Hefelager im Eichenfass · Tirage unter Korken · ungeschönt, unfiltriert · Brut Nature, 0 g/l · Champagne Mabe, Venteuil · Stand: Oktober 2026

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Feinkost

Agrigenus Pomodoro San Marzano geschälte ganze Tomaten

Feinkost · Tomaten · Kampanien

Die Agrigenus Pomodoro San Marzano sind geschälte ganze Tomaten der Sorte San Marzano aus Kampanien. Die San-Marzano-Tomate wächst auf dem fruchtbaren Vulkanboden rund um den Vesuv und gilt als besonders delikate, aromatische Sorte. Sie behält ihren Geschmack auch nach dem Einkochen und eignet sich für Sugo, Pizza und Schmorgerichte. Fruchtig, mild in der Säure und vielseitig.


Herkunft

Die San-Marzano-Tomate stammt aus dem Agro Sarnese-Nocerino, einer fruchtbaren Ebene zwischen Vesuv und Sarno in Kampanien. Der vulkanische Boden und das milde Klima prägen die längliche, dünnhäutige Frucht mit ihrer typischen Süße und feinen Säure. Die Sorte ist empfindlich und wird mit großer Sorgfalt angebaut und geerntet.

Anbau und Verarbeitung

Die Tomaten werden ähnlich wie Reben kultiviert und nur vollreif geerntet – von Anfang August bis Ende September in mehreren Durchgängen, drei- bis viermal oder öfter. Verarbeitet werden ausschließlich reife Früchte; sie werden geschält und ganz konserviert, um Aroma und Struktur zu erhalten.

Geschmack

Fruchtige, vollmundige San-Marzano-Tomaten mit feiner Süße und milder Säure. Das Fruchtfleisch ist dicht, die Haut wird vor dem Einlegen entfernt. Der Geschmack bleibt auch nach dem Einkochen lang und intensiv.

Am Tisch

In der Küche rund 10 Minuten köcheln lassen, dann mit Salz und einem Schuss nativem Olivenöl extra abschmecken. Klassisch für Sugo, Pizza Napoletana, Schmorgerichte und Suppen. Kühl und trocken lagern, nach dem Öffnen im Kühlschrank aufbewahren und rasch verbrauchen.


Hersteller Agrigenus, Kampanien (Italien)
Produkt Geschälte ganze Tomaten (Pomodori pelati)
Sorte San Marzano
Herkunft Agro Sarnese-Nocerino, Kampanien
Verarbeitung geschält, ganz konserviert
Mindesthaltbarkeit (MHD) 31.12.2027

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Rebsorten

Trapl Spitzerberg Blaufränkisch

Rotwein · Blaufränkisch · Carnuntum · gereift

Trapl Spitzerberg Blaufränkisch ist ein trockener Rotwein vom Weingut Johannes Trapl aus dem Carnuntum in Österreich. Der reinsortige Blaufränkisch von der Ried Spitzerberg zeigt sich mit deutlicher Flaschenreife – ein eleganter, mineralischer Wein auf dem Höhepunkt seiner Trinkreife.


Spitzerberg

Der Spitzerberg in Prellenkirchen zählt zu den großen Blaufränkisch-Lagen Österreichs. Die kargen Kalk- und Schieferböden in den Ausläufern der Karpaten, kühle Winde und das kontinental-pannonische Klima bringen finessenreiche, mineralische Weine hervor. Johannes Trapl prägt diesen Stil im Carnuntum wie kaum ein anderer.

Rebsorte und Ausbau

Reinsortiger Blaufränkisch. Trapl arbeitet konsequent terroirbetont und mit minimalem Eingriff: spontane Gärung, Ausbau ohne Schönung und Filtration. Blaufränkisch baut langsam aus und gewinnt über Jahre an Komplexität – dieser Wein zeigt nun, wie viel Reifepotenzial in der Lage steckt.

Im Glas

Dunkles Rubingranat mit violetten Reflexen und zartem Wasserrand – die Farbe zeigt die einsetzende Reife. In der Nase reife Brombeere und Kirsche, dazu blättrige Würze, getrocknete Kräuter und mineralische Nuancen. Am Gaumen elegant und frisch, mit saftiger Kirsch- und Zwetschkenfrucht und feinem, gut eingebundenem Tannin. Voll harmonisch und auf dem Punkt, mit rotbeerig-zitrischem Abgang.

Am Tisch

Bei 16–18 °C servieren. Als gereifter Wein trinkfertig und jetzt auf dem Höhepunkt – Dekantieren ist nicht nötig, schadet aber nicht.

Klassische Begleitung: Wild, Lamm, Geflügel und kräftige Schmorgerichte.


Lage: Ried Spitzerberg, Carnuntum (Österreich)
Klassifikation: Carnuntum – Blaufränkisch (trocken)
Ausbau: spontane Gärung, ohne Schönung und Filtration

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Spanien

Jade Gross Chiguita GARNACHA BLANCA 2025

Weißwein · Rioja Alavesa · Garnacha Blanca

Garnacha Blanca Rioja Alavesa Labastida Jade Gross 6 Monate Feinhefe (500-l-Fass) nur 200 Flaschen 2025

Der Jade Gross Chiguita Garnacha Blanca 2025 ist ein reinsortiger Rioja-Weißwein von kalkreichem Hang in Labastida – klar und elegant, mit reifem Apfel, weißem Pfirsich und Zitrus, getragen von innerer Dichte, mineralischer Spannung und ordentlich Druck im Abgang.


Chiguita – Garnacha Blanca vom Kalk in Labastida

Jade Gross, in Hongkong geborene chinesisch-amerikanische Quereinsteigerin aus der Spitzengastronomie, begann ihr Rioja-Projekt 2019 unter der Mentorschaft von Abel Mendoza. Ihre Weine entstehen handwerklich, mit minimaler Intervention und klarem Fokus auf den Ausdruck von Rebsorte und Terroir.

Dieser Garnacha Blanca stammt aus einem kalkreichen Hangweinberg in Labastida in der Rioja Alavesa – einer der spannendsten Zonen für präzise und mineralisch geprägte Weißweine aus Rioja. Die Reben wachsen auf kalkhaltigen Tonböden, die den Trauben Struktur, Frische und eine klare aromatische Definition verleihen.

Jahrgang 2025 – Rioja Alavesa

Der Jahrgang 2025 zeigt den Chiguita klar und elegant, mit reifer heller Frucht und lebendiger Frische. Der kalkreiche Hang und der Ausbau auf der Feinhefe geben dem Wein Tiefe und mineralische Spannung, ohne seine Präzision zu verlieren.

Ausbau

Reinsortige Garnacha Blanca aus dem Jahrgang 2025, trocken.

Nach der Handlese in kleinen Kisten werden die Trauben als ganze Trauben schonend gepresst. Die Gärung erfolgt in einem 500-Liter-Fass aus französischer Eiche, anschließend reift der Wein sechs Monate auf der Feinhefe, wodurch er zusätzliche Tiefe, Textur und Komplexität gewinnt, ohne seine Frische zu verlieren. Gesamtproduktion: 200 Flaschen.

Im Glas

Klar und elegant, mit feinen Aromen von reifem Apfel, weißem Pfirsich und Zitrus, begleitet von subtilen floralen Noten, einem Hauch Fenchel und einer feinen mineralischen Würze. Der dezente Holzeinsatz verleiht Struktur und eine leichte cremige Note. Am Gaumen voller innerer Dichte und Spannung, facettenreich und mit ordentlich Druck im Abgang gesegnet.

Voller innerer Dichte und Spannung – facettenreich, mit ordentlich Druck im Abgang.

Schon jetzt ausdrucksstark, mit Reifepotenzial über einige Jahre. Bei 11–13 °C servieren.

Am Tisch

Zu gebratenem Fisch und Meeresfrüchten, zu Geflügel und Kalb in heller Sauce, zu cremigen Pasta- und Reisgerichten sowie zu mittelreifem Käse.


Lage: Rioja Alavesa, Labastida (Spanien); kalkreicher Hangweinberg, kalkhaltige Tonböden
Klassifikation: DOCa Rioja blanco, Garnacha Blanca (trocken); nur 200 Flaschen
Ausbau: Garnacha Blanca; Ganztraubenpressung, Gärung im 500-l-Fass (franz. Eiche), 6 Monate auf der Feinhefe; handwerklich

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Frankreich

Saouma Amph Crau Pignan Serres 3er Set

Rotwein · Châteauneuf-du-Pape · Grenache · Amphoren-Trio

100 % Grenache 3er-Set · Crau · Pignan · Serres AOC Châteauneuf-du-Pape unbeschichtete Tonamphoren ohne Zusätze · Schwerkraftfüllung 400 Boxen 2013

Das Saouma Amph 3er-Set 2013 enthält je eine Flasche Crau, Pignan und Serres – drei Grenache aus drei Lagen von Châteauneuf-du-Pape, jede Parzelle für sich in der Tonamphore vinifiziert, ohne Assemblage. Mounir Saouma lässt die Trauben in unbeschichteten Amphoren ruhen und verzichtet auf jeden Zusatz. Drei Böden, drei Charaktere, nur 400 Boxen.


Crau, Pignan, Serres – drei Böden von Châteauneuf-du-Pape

Rotem und Mounir Saouma sind mit dem Micro-Négoce Lucien Le Moine in Beaune bekannt geworden. 2009 kauften sie zwei Hektar in der Lage Pignan in Châteauneuf-du-Pape, heute bewirtschaften sie dort rund zwölf Hektar in Châteauneuf-du-Pape, Courthézon, Orange und Bédarrides. Die Idee zur Amphore stammt aus Mounirs Kindheit in den Bergen des Libanon, wo die Dorfbewohner Wasser in Tonkrügen holten.

Für die Amph-Serie vinifiziert Saouma jede Parzelle einzeln, um die unterschiedlichen Böden der Appellation unverfälscht zu zeigen. La Crau ist das Hochplateau im Osten, mit großen gerundeten Kieseln (Galets roulés) über rotem Ton – der Ton gibt dem Grenache Kraft und Würze. Pignan liegt auf nach Norden geneigtem Sand mit Kieseln in der Nachbarschaft von Château Rayas; der Sand bringt Feinheit und reine Frucht.

Les Grandes Serres im Süden der Appellation liegen auf eisenreichen roten Böden, die dem Grenache wärmende, dunkle Frucht und Tiefe geben. Zusammen zeigen die drei Weine, wie stark der Boden Grenache aus derselben Appellation prägt.

Jahrgang 2013 – Châteauneuf-du-Pape

Ein kühles, feuchtes Frühjahr verzögerte 2013 den Austrieb und führte beim Grenache, der rund 75 % der Rebfläche der Appellation ausmacht, zu starker Verrieselung: Die Blüten setzten schlecht an. Der Farbumschlag begann erst Anfang August, rund drei Wochen später als üblich. Ein heißer Juli mit einem Gewitter zum Monatsende brachte zwar gute Sommerbedingungen, der Rückstand ließ sich aber nicht aufholen.

2013 zählt zu den spätesten und mengenmäßig kleinsten Jahrgängen in Châteauneuf-du-Pape: Der Durchschnittsertrag erreichte nur rund 26 Hektoliter je Hektar, zulässig sind 35. Gelesen wurde ab der zweiten Septemberhälfte bei sehr guten Bedingungen. Die Rotweine zeigen gute Säure, moderaten Alkohol und fruchtbetonten Grenache – günstige Voraussetzungen für Saoumas Stil, der Feinheit über Kraft stellt.

Tonamphore ohne jeden Zusatz

Drei Lagen-Rotweine aus 100 % Grenache, Jahrgang 2013, trocken. Je eine Flasche (0,75 l) Crau, Pignan und Serres, limitiert auf 400 Dreier-Boxen.

Die von Hand gelesenen Trauben kommen in innen unbeschichtete Tonamphoren, damit der Wein direkt mit dem Ton in Kontakt steht. Nach der Ruhezeit in der Amphore werden sie leicht gepresst. Mounir verzichtet auf jeden Zusatz – keine Reinzuchthefe, keine Säure, kein Schwefel. Gefüllt wird allein über die Schwerkraft.

Im Glas

Die drei Weine zeigen die Unterschiede ihrer Böden. Crau: vom Ton geprägt, kräftig und würzig, mit Energie und Zug. Pignan: vom Sand geprägt, zart fruchtig und fein, mit großer Reinheit der Frucht. Serres: vom eisenhaltigen roten Boden geprägt, wärmend und intensiv, mit dunkler Frucht und Gewürzen.

Dreimal Grenache aus einer Appellation, dreimal ein anderer Boden – Ton, Sand, Eisen – und keine Zutat außer der Traube.

Vor dem Genuss dekantieren. Bei 16–18 °C servieren, idealerweise nebeneinander verkosten.

Am Tisch

Lamm und Wild, geschmortes und gegrilltes Rind, kräuterwürzige mediterrane Schmorgerichte und gereifter Käse. Am besten als Vergleichsprobe der drei Terroirs.


Produzent Rotem & Mounir Saouma, Châteauneuf-du-Pape
Rebsorte 100 % Grenache
Lage La Crau (Galets über rotem Ton) · Pignan (Sand mit Kieseln, Nordlage) · Les Grandes Serres (eisenreicher roter Boden)
Klassifikation AOC Châteauneuf-du-Pape
Jahrgang 2013
Vinifikation Handlese · Einzelparzellen ohne Assemblage · unbeschichtete Tonamphoren · ohne Hefe, Säure und Schwefel
Ausbau Ruhe in der Amphore · leichte Pressung · Füllung über Schwerkraft
Auflage 400 Boxen à 3 Flaschen

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Länder/Regionen

La Baume Merlot Grand Châtaignier

Rotwein · Merlot · Languedoc · Frankreich

Domaine de la Baume Grand Châtaignier Merlot ist ein finessenreicher Merlot aus dem Languedoc in Südfrankreich. Mit komplexen Aromen zeigt er sich im Duft mit Pflaume und Vanille. Im Glas würzig-fruchtig, mit dunkler Beerenfrucht und einem Hauch Schokolade.


Languedoc

Die Domaine de la Baume liegt im Languedoc in Südfrankreich. Das warme, mediterrane Klima und die vielfältigen Böden bringen reife, fruchtbetonte Weine hervor. Der Wein trägt die Bezeichnung Pays d'Oc.

Rebsorte und Ausbau

Der Wein besteht aus Merlot. Der Ausbau im Holzfass verleiht ihm zarte Vanille- und Kokosnussnoten sowie samtige, perfekt eingebundene Tannine.

Im Glas

Tiefes Rot. In der Nase Pflaume und Vanille, dazu zarte Frucht- und Kokosnussaromen. Am Gaumen vereinen sich würzig-fruchtige Noten mit dunkler Beerenfrucht und einem Hauch Schokolade. Die Tannine sind spürbar samtig und perfekt eingebunden.

Am Tisch

Bei 16–18 °C servieren.

Klassische Begleitung: Rind, Grillfleisch, Pasta mit kräftigen Saucen und mittelreifer Käse.


Lage: Languedoc (Frankreich)
Klassifikation: Pays d'Oc IGP – Merlot
Ausbau: Merlot, Holzfassreife

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Rebsorten

Knab Spätburgunder trocken 1,00 Liter

Wein · Rotwein · Baden · Deutschland

Knab Spätburgunder 1,0 Liter zeigt Spätburgunder von seiner süffigsten Art. Erdbeeraromen, Veilchen, wenig Gerbstoff und ein weicher Abgang zeichnen diesen Literwein aus – ein Rotwein, der leicht gekühlt getrunken werden sollte.


Baden / Kaiserstuhl

Das Weingut Knab ist in Endingen am Kaiserstuhl in Baden beheimatet – einer der wärmsten Weinbauregionen Deutschlands mit vulkanisch geprägten Böden, die fruchtbetonte, zugängliche Spätburgunder hervorbringen.

Rebsorte und Ausbau

Reinsortig aus Spätburgunder. Der Ausbau stellt die süffige, fruchtbetonte Art mit wenig Gerbstoff und weichem Abgang in den Vordergrund. In der praktischen 1-Liter-Flasche. Trocken ausgebaut.

Im Glas

Helles Rubinrot. In der Nase Erdbeere und Veilchen. Am Gaumen süffig und saftig, mit klarer Frucht, wenig Gerbstoff und einem weichen, runden Abgang.

Am Tisch

Leicht gekühlt bei 14–16 °C servieren – ein unkomplizierter Alltags- und Terrassenwein.

Passt zu: Vesper, hellem Fleisch, Geflügel, Pasta und mildem Käse.


Lage: Baden, Kaiserstuhl, Endingen (Deutschland); Weingut Knab
Klassifikation: Gutswein – 100 % Spätburgunder, trocken
Ausbau: fruchtbetont, süffig
Gebinde: 1,0 Liter

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