Wein zu Sushi

Die Kunst der Kombination – Wein und Sushi

Sushi, ein Gericht, das sowohl für seine Einfachheit als auch für seine Komplexität geschätzt wird, hat weltweit viele Liebhaber gefunden. Ursprünglich aus Japan stammend, hat diese exquisite Form der Küche eine reiche Geschichte und hat sich über die Jahrhunderte stetig weiterentwickelt. In diesem Beitrag erkunden wir, wie man den perfekten Wein auswählt, um die subtilen Aromen von Sushi hervorzuheben, eine Kombination, die in der westlichen Welt immer beliebter wird.

Das Paaren von Wein mit Sushi kann zunächst als eine Herausforderung erscheinen, insbesondere wegen der leichten und oft delikaten Aromen des Sushi, die leicht von einem zu starken Wein überwältigt werden können. Doch die richtige Auswahl kann das kulinarische Erlebnis erheblich bereichern, indem die Aromen beider Komponenten harmonisch ergänzt werden. Dieser Beitrag wird nicht nur in die Geschichte des Sushi eintauchen, sondern auch praktische Tipps geben, wie man den idealen Wein zu verschiedenen Sushi-Arten auswählt.

Geschichte und Ursprung der Sushi-Küche

Sushi, heute ein Symbol für japanische Kultur und kulinarische Kunst, hat bescheidene Anfänge, die bis ins 8. Jahrhundert zurückreichen. Ursprünglich wurde Sushi als eine Methode zur Konservierung von Fisch durch Gärung in fermentiertem Reis entwickelt. Diese Technik, bekannt als „narezushi“, wurde über Jahrhunderte verfeinert und entwickelte sich zu den schnelleren Methoden des „haya-zushi“, bei dem essbarer Reis zum Einsatz kam und der Fokus auf dem Geschmack des Fisches lag.

Im Laufe der Edo-Periode (1603-1868) in Japan entstand das heutige Bild von Sushi, als Sushi-Meister begannen, frischen Fisch über Essigreis zu legen, eine Methode, die schnelle Zubereitung und sofortigen Genuss ermöglichte. Diese Entwicklung führte zur Entstehung des „Edomae-zushi“, benannt nach der Bucht von Edo (heutiges Tokio), wo die frischen Zutaten gefangen wurden. Edomae-zushi hat die Art und Weise, wie Sushi gesehen und konsumiert wird, revolutioniert und bildet die Grundlage für viele moderne Sushi-Varianten.

Zentrale Elemente der traditionellen Sushi-Zubereitung umfassen nicht nur die Auswahl des Fisches, sondern auch die kunstvolle Art der Reiszubereitung. Der Sushi-Reis wird sorgfältig mit einer Mischung aus Reisessig, Zucker und Salz gewürzt, was ihm einen subtilen Geschmack verleiht, der den Fisch ergänzt, ohne ihn zu überdecken. Diese Harmonie zwischen Reis und Fisch ist entscheidend für das authentische Sushi-Erlebnis.

Die globale Reise des Sushi begann im 20. Jahrhundert, als japanische Restaurants außerhalb Japans eröffneten. Heute ist Sushi auf der ganzen Welt beliebt und wird in verschiedensten Formen angeboten, von Luxusrestaurants bis zu schnellen Sushi-Bars in Supermärkten.

Grundlagen der Weinauswahl zu Sushi

Die Auswahl des passenden Weins zu Sushi kann als kunstvolles Unterfangen betrachtet werden, das ein tiefes Verständnis für die Balance von Aromen erfordert. Einer der Schlüsselaspekte dabei ist das Konzept von Umami, das oft als „fünfter Geschmack“ beschrieben wird und in vielen Sushi-Komponenten wie Seetang, Sojasauce und natürlich dem Fisch selbst präsent ist. Umami-reiche Lebensmittel können einen metallischen Nachgeschmack hinterlassen, wenn sie mit Weinen gepaart werden, die hoch in Tanninen sind, daher ist die Wahl eines passenden Weins entscheidend.

Weißweine mit hoher Säure und Frische sind oft die beste Wahl für die meisten Sushi-Varianten. Sie ergänzen die Leichtigkeit des Fisches und können die feinen Aromen des Gerichts hervorheben, ohne zu dominieren. Weine wie ein trockener Riesling, Grüner Veltliner oder sogar ein leichter Chardonnay bieten eine gute Balance zu den salzigen und sauren Noten im Sushi.

Bei fetteren Fischsorten, wie Lachs oder Thunfisch, die oft in Sushi verwendet werden, können auch reichhaltigere Weine wie ein vollmundiger Chardonnay oder Roséweine in Betracht gezogen werden. Diese Weine bieten genügend Körper und Aromen, um gegen die kräftigeren Geschmacksnoten anzukommen, ohne das Gericht zu überlagern.

Schaumweine, wie Champagner oder Prosecco, sind ebenfalls ausgezeichnete Begleiter für Sushi. Ihre prickelnde Textur und Säure können durch die Fettigkeit des Fisches schneiden und bieten einen erfrischenden Kontrast zu den Aromen des Essigs im Reis.

Weinsorten und ihre Eignung zu verschiedenen Sushi-Arten

Die Vielfalt der Sushi-Arten erfordert eine ebenso vielfältige Palette an Weinen, um jede Art bestmöglich zu ergänzen. Hier eine detaillierte Übersicht, welche Weinsorten zu verschiedenen Sushi-Varianten passen:

Weißweine

  1. Riesling: Mit seiner natürlichen Säure und oft fruchtigen Süße ist Riesling besonders gut geeignet für Sushi mit weißem Fisch oder solche, die mit milder Wasabi-Note serviert werden. Die Süße des Weines balanciert die Schärfe des Wasabi aus, ohne die feinen Aromen des Fisches zu überdecken.
  2. Sauvignon Blanc: Dieser Wein, bekannt für seine knackige Säure und Zitrusaromen, ist ideal für Sushi mit frischen Kräutern oder mildem Grünzeug, wie zum Beispiel bei einem Avocado-Rollen-Sushi. Sauvignon Blanc unterstreicht die Frische der Zutaten und harmoniert gut mit der leichten Salzigkeit der Sojasauce.
  3. Pinot Grigio/Grauburgunder: Ein leichter Pinot Grigio kann die subtilen Geschmacksnoten von zartem Fisch wie Flunder oder Barsch hervorheben, ohne zu dominieren. Seine zurückhaltende Fruchtigkeit und trockenes Profil machen ihn zu einem ausgezeichneten Partner für einfache Nigiri-Sushi.

Rosé und Schaumweine

  1. Rosé: Ein trockener Rosé verbindet die Frische weißer Weine mit der Körperlichkeit leichter Roter. Er eignet sich hervorragend für Sushi mit kräftigeren Fischen wie Lachs oder Thunfisch. Die Beerenaromen des Rosés ergänzen die natürliche Süße des Fisches schön.
  2. Champagner und andere Schaumweine: Ihre spritzige Textur und Säure machen Schaumweine zu einem hervorragenden Begleiter für eine breite Palette von Sushi, einschließlich fetthaltigerer Sorten wie Makrele oder Eel. Die Kohlensäure reinigt den Gaumen und hebt die Komplexität der Aromen hervor.

Rotweine

  1. Pinot Noir: Für ein Sushi, das kräftigere Zutaten beinhaltet, wie geräucherter Lachs oder Eel, kann ein leichter Pinot Noir eine gute Wahl sein. Seine subtilen Tannine und die fruchtigen Noten ergänzen den rauchigen Geschmack des Fisches, ohne zu überwältigen.
  2. Gamay: Ein leichter, fruchtiger Gamay kann ebenfalls zu bestimmten Sushi-Sorten passen, vor allem wenn diese mit Zutaten wie Frittiertem oder Saucen serviert werden. Seine niedrigen Tannine und hohe Säure schaffen ein ausgewogenes Geschmackserlebnis.

Empfehlungen spezifischer Weine und ihre Beschaffung

Um das Sushi-Erlebnis zu Hause oder in einem Restaurant optimal zu gestalten, ist die Auswahl des richtigen Weins entscheidend. Hier sind einige spezifische Weinempfehlungen:

  • Ludes Mosel Riesling (Mosel, Deutschland): Dieser Riesling ist bekannt für seine frische Säure und subtile Süße, ideal für Sushi mit scharfem Wasabi.
  • Schwedhelm Sauvignon Blanc (Pfalz, Deutschland): Mit seinen intensiven Zitrus- und Grasaromen ist dieser Sauvignon Blanc perfekt für vegetarische Sushi-Rollen.
  • Tamashi der Wein zum Sushi (Pfalz, Deuschland): Riesling und Grauburgunder. Der Riesling bringt die Frucht, die Klarheit, die Finesse und das Spiel hinein. Der Grauburgunder komplettiert dabei diesen Wein mit viel Schmelz, einer zarten Rundheit  sowie einer tollen Länge. 
  • Franck Bonville Grand Cru (Champagne, Frankreich): Ein klassischer Champagner, der die Aromen von reichhaltigerem Sushi wie Makrele oder Eel perfekt ergänzt.

Zubereitung eines Sushi- und Weinabends

Die Organisation eines Sushi- und Weinabends kann eine aufregende Möglichkeit sein, Freunde und Familie zu unterhalten und gleichzeitig Ihre kulinarischen Fähigkeiten zu präsentieren. Hier sind einige Tipps, um sicherzustellen, dass Ihr Event sowohl geschmacklich als auch atmosphärisch ein Erfolg wird:

Vorbereitung und Präsentation

  1. Frische Zutaten: Der Schlüssel zu großartigem Sushi liegt in der Frische der Zutaten. Besorgen Sie hochwertigen Fisch von vertrauenswürdigen Händlern, und achten Sie darauf, dass auch der Reis, der Seetang und weitere Beilagen von bester Qualität sind.
  2. Reis perfekt kochen: Der Sushi-Reis sollte klebrig und gleichzeitig locker sein, mit einer feinen Balance aus Süße und Säure vom Reisessig. Üben Sie das Kochen des Reises vor dem Event, falls Sie keine Erfahrung damit haben.
  3. Vielfalt anbieten: Bereiten Sie verschiedene Sushi-Arten vor, um verschiedene Geschmäcker zu berücksichtigen. Nigiri, Maki-Rollen und vielleicht auch einige Sashimi-Stücke bieten Ihren Gästen eine gute Auswahl.
  4. Wein kühl und bereit halten: Stellen Sie sicher, dass Weiß- und Roséweine gut gekühlt sind. Schaumweine sollten kurz vor dem Servieren geöffnet werden, um ihre Prickel zu bewahren. Rotweine können etwas Raumtemperatur annehmen, damit ihre Aromen sich voll entfalten.

Tipps zur Weinbegleitung

  1. Weinflights arrangieren: Bieten Sie kleine Weinproben an, die zu den verschiedenen Sushi-Arten passen. So können Ihre Gäste sehen, wie unterschiedliche Weine die Geschmacksprofile des Sushi verändern.
  2. Beschreibungen bereitstellen: Kleine Karten, die die Weine und ihre Charakteristika erklären, helfen den Gästen, mehr über die Getränke zu erfahren und ihre eigenen Vorlieben zu entdecken.
  3. Wechselnde Geschmacksrichtungen beachten: Beginnen Sie mit leichteren Weinen und gehen Sie zu schwereren über, ähnlich wie die Sushi-Variationen von weniger intensiv zu geschmacksintensiveren Varianten serviert werden sollten.

Gestaltung eines ansprechenden Ambientes

  1. Japanische Dekorelemente: Verwenden Sie Elemente wie Bambusmatten, Kirschblütenzweige oder minimalistische Dekorationen, um eine authentische Atmosphäre zu schaffen.
  2. Passende Musik: Leise, entspannende Musik im Hintergrund kann die Stimmung verbessern und den Gästen ein vollständiges kulturelles Erlebnis bieten.
  3. Bequeme Sitzgelegenheiten: Stellen Sie sicher, dass Ihre Gäste bequem sitzen können, sei es an einem großen Tisch oder in einer offeneren Raumgestaltung mit verschiedenen Sitzbereichen.

Schlussfolgerungen und Ausblick

Ein Sushi- und Weinabend ist mehr als nur eine Mahlzeit; es ist eine kulturelle Erfahrung, die sorgfältige Planung und Verständnis sowohl der japanischen Küche als auch der Welt der Weine erfordert. Durch die Kombination von sorgfältig ausgewählten Weinen mit hochwertigem Sushi können Sie eine unvergessliche gastronomische Erfahrung schaffen, die Ihre Gäste noch lange schätzen werden.

Weiterführende Möglichkeiten

Für diejenigen, die ihre Fähigkeiten in der Sushi-Zubereitung weiterentwickeln möchten, bieten viele Kochschulen und kulinarische Institute spezielle Kurse an. Ebenso kann das Erkunden weiterer Weinkombinationen mit anderen japanischen Gerichten eine spannende Reise sein, die Ihr Verständnis für die Vielfalt und Komplexität beider Kulturen vertieft.


Dieser Artikel wurde mit Hilfe von ChatGPT erstellt. Alle Fotos wurden mit KI generiert.

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Frankreich

Domaine Duroche Gevrey Chambertin Champ 2022

Rotwein · Gevrey-Chambertin · Pinot Noir

Pinot Noir Gevrey-Chambertin AOC Lieu-dit En Champs · 0,71 ha Reben ab 1969 2022

Der Gevrey-Chambertin En Champs 2022 von Pierre Duroché ist ein noch junger Meilenstein des Guts. Aus einer 0,71 Hektar großen Parzelle mit alten Reben entsteht ein reinsortiger Pinot Noir voller Sinnlichkeit – mit Erde, Tiefgang, Kraft und formidabler Länge.


En Champs – Lieu-dit in Gevrey-Chambertin

Die Lage En Champs liegt in Gevrey-Chambertin, der größten Gemeinde der Côte de Nuits. Die 0,71 Hektar wurden zwischen 1969 und 1973 bepflanzt; der Boden aus Kalk und sandigem Mergel bietet ideale Voraussetzungen für fein strukturierte, tiefgründige Pinot Noirs.

Pierre Duroché zählt zu den gesuchten Adressen von Gevrey-Chambertin; seine Handschrift zielt auf Finesse, Präzision und einen klaren Terroir-Ausdruck.

Jahrgang 2022 – Côte de Nuits

2022 war eines der wärmsten, trockensten und sonnenreichsten Jahre im Burgund. Ein milder Winter brachte einen frühen Austrieb, Aprilfröste richteten nur begrenzten Schaden an, und ein regenreicher Juni füllte vor dem trockenen Sommer die Wasserreserven.

Für die roten Burgunder steht 2022 für reife, konzentrierte Frucht bei überraschender Frische und Balance – ein starker Jahrgang, der dem Tiefgang dieses Gevrey Substanz gibt.

Assemblage und Ausbau

Reinsortiger Pinot Noir aus dem Jahrgang 2022, von rund 50 Jahre alten Reben (ab 1969).

Der Wein reift im Holzfass, im Stil des Guts – auf Tiefe, inneren Extrakt und einen klaren Lagenausdruck ausgerichtet.

Im Glas

Sinnlich und erdgeprägt, mit Tiefgang, Kraft und innerem Extrakt. Am Gaumen geschliffen und tief, mit klarer Frucht und einer formidablen Länge im Abgang.

Erde, Tiefgang und Kraft mit formidabler Länge – ein Pinot Noir zum Träumen und Weglegen.

In der Jugend bereits faszinierend, mit Flaschenreife über viele Jahre gewinnend. Bei 16 °C servieren; eine Belüftung lohnt sich.

Am Tisch

Wild und Federwild, Ente, Rind, Gerichte mit Pilzen, dazu gereifter Käse. Ein Wein für gehaltvollere Gerichte und den besonderen Anlass.


Lage: En Champs (Lieu-dit), Gevrey-Chambertin (Côte de Nuits); Kalk und sandiger Mergel, 0,71 ha, Reben ab 1969
Klassifikation: Gevrey-Chambertin AOC
Ausbau: Pinot Noir, alte Reben; Holzfassausbau

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Weine

Weinreich Mineral brut BIO

Der Weinreich Mineral Brut trägt seinen Namen nicht zufällig: Die Reben wachsen auf Löss-Lehm mit viel Kalkmergel. Die Hälfte der Cuvée ist Pinot Noir, dazu 30 % Meunier und 20 % Chardonnay. Der Sekt reift 30 Monate auf der Hefe und wird von Hand gerüttelt – ganz nach dem Vorbild der Champagne.

Im Glas

Hellgold, sehr zarte und ausdauernde Perlen. In der Nase frisch und duftig wie Meeresgischt, mit Walderdbeere und ein wenig Brioche. Im Mund elegant und mineralisch, mit feinem Salz und einem geraden, knackigen Ende. Der Nachhall ist klar und lang.

Mach was draus

Austern, Jakobsmuscheln, Seezunge, Geflügel oder ein feines Fingerfood-Buffet. Ein Sekt für besondere Anlässe und für alle, die Champagner lieben. Serviere ihn bei 6 bis 8 °C im Weißweinglas.

Janus FenskeJanus empfiehlt

„Mineral Brut ist mein Tipp für Champagner-Fans. Dieselben Sorten, dieselbe Methode – und echt Rheinhessen.“

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Kurz gefragt

Wie wird er gemacht? Ganze Trauben werden gepresst, der Most gärt langsam mit den Hefen der Trauben. Der Grundwein liegt auf der Hefe im Tonneau, danach folgen Flaschengärung und 30 Monate Hefelager.

Was ist ein Tonneau? Ein großes Holzfass, meist mit rund 500 Litern. Es gibt dem Wein Textur, ohne viel Holzgeschmack.

50 % Pinot Noir, 30 % Meunier (Schwarzriesling), 20 % Chardonnay · Rheinhessen, Bechtheim · Löss-Lehm mit Kalkmergel · bio (DE-ÖKO-022) · ganze Trauben gepresst, spontan vergoren · Grundwein auf der Hefe im Tonneau · traditionelle Flaschengärung · 30 Monate Hefelager · Handrüttelung · brut · Weingut Weinreich, Bechtheim · Stand: Oktober 2026

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Schaumweine

Franck Bonville Les Belles Voyes Oger Champagner Grand Cru Blanc de Blancs 2017

Der Franck Bonville Les Belles Voyes Oger 2017 stammt aus einer einzigen Parzelle von 0,8 Hektar mitten am Hang von Oger, bepflanzt 1960. Ein Champagner mit ruhiger Kraft, gemacht für das Dinner, bei dem du dir Zeit lässt.

Im Glas

Hellgold, feinperlig. Geröstete Mandel in der Nase, ein Hauch Vanille, reife Zitrusfrucht und leichter Rauch, darunter kühle Kreide. Am Gaumen hat er Struktur und Dichte, seidig in der Textur, mit schöner Balance zwischen Frische und Tiefe. Nie laut, immer elegant.

Mach was draus

Kalbsfilet mit Morcheln, Hummer aus dem Ofen oder ein Stück gereifter Beaufort. Auch zu Perlhuhn mit Rahmsoße ist er stark. Servier ihn bei 9 bis 11 °C.

Janus FenskeJanus empfiehlt

„Er braucht ein großes Glas und ein, zwei Grad mehr als ein junger Champagner. Für mich ist das ein Wein für besondere Abende, nicht für nebenbei.“

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Kurz gefragt

Was ist besonders an der Parzelle? Les Belles Voyes liegt am mittleren Hang von Oger und ist nur 0,8 Hektar groß. Die Reben stehen dort seit 1960.

Schmeckt man das Holz? Kaum. Die burgundischen Fässer sind im Schnitt fünf Jahre alt und geben eher Textur als Vanille.

100 % Chardonnay · Oger Grand Cru, Einzelparzelle Les Belles Voyes, 0,8 ha, Reben von 1960 · Jahrgang 2017 · Gärung in burgundischen Eichenfässern · lange Hefereife · Extra Brut · Champagne Franck Bonville, Avize · Stand: Oktober 2026

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USA

Peachy Canyon Paso Robles "Incredible Red" 2021

Rotwein · Paso Robles · Zinfandel-Cuvée

Zinfandel · Grenache · Petite Sirah Paso Robles Central Coast, Kalifornien 20 % neue Barriques trocken

Peachy Canyon Incredible Red ist eine trockene Zinfandel-Cuvée aus Paso Robles an der kalifornischen Central Coast, abgerundet mit Grenache und Petite Sirah. Dunkle Beeren, Kirsche und Vanille treffen auf eine geschmeidige Textur und ein würzig-harziges Bouquet. Ein vielseitiger Rotwein, solo wie zum Essen – am besten zur italienischen Küche.


Paso Robles – Zinfandel zwischen Hitze und Pazifikluft

Die Peachy Canyon Winery wurde 1988 von Doug und Nancy Beckett gegründet und liegt in den Santa Lucia Mountains, rund zehn Kilometer westlich von Paso Robles und gut 20 Kilometer vom Pazifik entfernt. Heute führen die Söhne Jake und Josh das Familienweingut, das sich vor allem mit Zinfandel einen Namen gemacht hat.

Paso Robles liegt auf halbem Weg zwischen San Francisco und Los Angeles. Das Klima prägen extreme Temperaturschwankungen: Tagsüber steigt das Thermometer im Sommer auf über 38 °C, nachts fällt es auf unter 10 °C. Kühle Meeresluft strömt durch Lücken in der Küstenkette ins Landesinnere. Die kargen Böden halten die Erträge klein. Das Ergebnis sind kleine Beeren mit konzentriertem Aroma, deren Säure die kalten Nächte bewahren.

Zinfandel hat in Kalifornien eine lange Geschichte: Die Sorte kam im 19. Jahrhundert über die Ostküste in den Westen und fand zur Zeit des Goldrauschs eine neue Heimat. In Paso Robles gehört sie seit Jahrzehnten zu den prägenden Rotweinsorten.

Assemblage und Ausbau

Cuvée mit Zinfandel als Leitsorte, ergänzt um Grenache und Petite Sirah. Der Zinfandel-Anteil schwankt je nach Jahrgang, die Partnersorten werden jedes Jahr neu abgestimmt: Petite Sirah gibt Farbe und Tannin, Grenache Saftigkeit und rote Frucht.

Die Trauben werden über mehrere Wochen in den frühen Morgenstunden gelesen und entrappt. Während der Gärung wird der Most zweimal täglich umgepumpt, nach rund zwei Wochen sanft gepresst. Der Wein reifte zu 20 % in neuen Barriques aus amerikanischer, ungarischer und französischer Eiche, der Rest in alten 500-Liter-Puncheons. So bleibt die Frucht im Vordergrund, das Holz stützt nur dezent. Trocken ausgebaut.

Im Glas

Tiefes Rubinrot. In der Nase dunkle Beeren und Kirsche, dazu Vanille und eine würzig-harzige Note. Am Gaumen saftig, rund und geschmeidig, mit reifer Frucht, weichen Tanninen und langem Abgang.

Zinfandel aus Paso Robles, gestützt von Grenache und Petite Sirah, dezent in drei Eichensorten gereift: dunkle Frucht mit weichem Tannin.

Jung zugänglich. Bei 16–18 °C servieren.

Am Tisch

Pasta und Pizza, gegrilltes Fleisch, Burger, Schmorgerichte und mittelreifer Käse.


Produzent Peachy Canyon Winery, Paso Robles
Rebsorte Zinfandel, Grenache, Petite Sirah
Lage Paso Robles, Central Coast, Kalifornien, USA
Klassifikation Paso Robles · trocken
Vinifikation Morgenlese · entrappt · zweimal tägliches Umpumpen · Pressung nach ca. zwei Wochen
Ausbau 20 % neue Barriques (amerikanische, ungarische, französische Eiche) · Rest in alten 500-l-Puncheons

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Weine

Morey-Coffinet Chassagne-Montrachet Clos Saint Jean 1er Cru 2022 BIO

Rotwein · Chassagne-Montrachet 1er Cru · Pinot Noir

Pinot Noir Chassagne-Montrachet 1er Cru Clos Saint Jean Côte de Beaune Morey-Coffinet 0,20 ha · Reben von 1978 Bio / Biodynamie (FR-BIO-01) 2022

Der Morey-Coffinet Chassagne-Montrachet Clos Saint Jean 1er Cru 2022 ist ein eleganter, seidiger Pinot Noir aus einer winzigen 0,20-Hektar-Parzelle – historisch eine der großen Rotwein-Lagen Chassagnes. Reife rote Frucht, feine, gut eingebundene Tannine und große Finesse.


Clos Saint Jean – große Pinot-Noir-Lage in Chassagne

Die Domaine Morey-Coffinet zählt zu den Referenz-Adressen von Chassagne-Montrachet. Heute führt Thibault Morey – ein „rising star" der Appellation, aus den großen Familiennamen Pillot, Morey und Coffinet – das Gut und arbeitet seit 2015 biodynamisch zertifiziert (Ecocert, FR-BIO-01). Auch wenn die Côte de Beaune vor allem für Weißweine berühmt ist: Thibault beherrscht Pinot Noir und Chardonnay gleichermaßen.

Der Clos Saint Jean ist historisch eine der großen Pinot-Noir-Lagen von Chassagne-Montrachet, lange im Besitz der Familie Pillot. Morey-Coffinet bewirtschaftet hier eine winzige Parzelle von nur 0,20 Hektar mit 1978 gepflanzten Reben auf Ton- und Kalksteinböden. Während die kalkreichen Hänge im Norden die berühmten Chardonnays bringen, eignen sich die ton- und kalkmergelreicheren Böden hervorragend für tiefgründigen, eleganten Pinot Noir.

Jahrgang 2022 – Chassagne-Montrachet

2022 verlief an der Côte de Beaune warm und sonnig, dank guter Wasserreserven aber ausgewogen: Die Rotweine zeigen reife, klar definierte Frucht, Tiefe und Konzentration bei seidiger Textur. Für Morey-Coffinet markiert 2022 laut Fachpresse einen Sprung in Tiefe und Konzentration – im Clos Saint Jean ergibt das einen Wein aus voll ausgereiftem Lesegut mit feinen, gut eingebundenen Tanninen.

Ausbau

Reinsortiger Pinot Noir aus dem Jahrgang 2022, Chassagne-Montrachet 1er Cru, trocken.

Ausbau über 14 Monate in 228-Liter-Eichenfässern mit rund 50 % Neuholzanteil, unfiltriert auf die Flasche gefüllt. Biodynamischer Anbau (Ecocert), FR-BIO-01.

Im Glas

Ein sehr ansprechender Rotwein aus reif gelesenem Lesegut: in der Nase rote Frucht, florale Anklänge, feiner Rauch und Gewürz. Am Gaumen breit und vollmundig, mit pulpiger, seidiger Textur und einer würzigen Spitze, die Frische und Fruchtreife verbindet. Die Tannine sind fein und gut eingebunden – ein eleganter, rassiger Pinot mit Finesse und gutem Reifepotenzial.

Breiter, seidiger Gaumen mit feinen, gut eingebundenen Tanninen – elegant, rassig und fein.

Schon jetzt zugänglich, gewinnt aber mit einigen Jahren Kellerreife; profitiert vom Dekantieren. Bei 15–17 °C servieren.

Am Tisch

Zu rotem und weißem Fleisch, zu Wild und Wildgeflügel, zu Pilzgerichten sowie zu mittelreifem Weichkäse.


Lage: Chassagne-Montrachet 1er Cru Clos Saint Jean, Côte de Beaune (Burgund, Frankreich); 0,20 ha, Ton- und Kalksteinböden, Reben von 1978
Klassifikation: Chassagne-Montrachet 1er Cru, Pinot Noir (trocken)
Ausbau: Pinot Noir; 14 Monate in 228-l-Eichenfässern (ca. 50 % neu), unfiltriert; biodynamisch (Ecocert), FR-BIO-01

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Feinkost

Il Caruggiu Salsa Tonnella - Thunfischcreme

Feinkost · Thunfischcreme · Antipasti · Italien

Il Caruggiu Salsa Tonnella ist eine cremige italienische Thunfischcreme vom ligurischen Familienbetrieb Il Caruggiu. Sie wird aus Thunfisch, Eiern, extra nativem Olivenöl, Sardellen, Zitrone und Petersilie zubereitet. Ein wunderbarer Brotaufstrich und die klassische Basis für Vitello tonnato.


Herkunft

Il Caruggiu ist ein kleiner Familienbetrieb im Hinterland der ligurischen Provinz Imperia. Die Thunfischcreme steht in der Tradition der Salsa tonnata, die in Ligurien und im Piemont ein klassischer Begleiter zu gekochtem Fleisch ist. Das hauseigene Olivenöl gibt ihr Geschmeidigkeit.

Anbau und Verarbeitung

Für die Creme werden Thunfisch (36 %), Eier, extra natives Olivenöl, Zitronensaft, Sardellen und Petersilie zu einer feinen, streichfähigen Masse verarbeitet. Die Kombination aus Fisch, Ei und Öl ergibt eine besonders zarte, würzige Textur.

Geschmack

Cremig und vollmundig, mit kräftigem Thunfischgeschmack, salziger Würze der Sardellen und einer frischen Zitrusnote. Mediterran und ausgewogen.

Am Tisch

Klassisch als Basis für Vitello tonnato, ebenso als Brotaufstrich, auf Crostini, in Sandwiches, als Dip zu rohem Gemüse oder zu gekochtem Fleisch. Gekühlt servieren.


Hersteller: Il Caruggiu (Civezza, Imperia, Ligurien)
Produkt: Salsa Tonnella (Thunfischcreme)
Zutaten: Thunfisch (36 %), Eier, extra natives Olivenöl, Zitronensaft, Petersilie, Sardellen, Salz
Herkunft: Italien (Hersteller in Ligurien)
Verarbeitung: feine, streichfähige Creme
Mindesthaltbarkeit (MHD): 14.04.2028

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Spirituosen

Muscat Beaumes de Venise

Likörwein · AOC Muscat de Beaumes-de-Venise · Vin Doux Naturel

Muscat à Petits Grains AOC Muscat de Beaumes-de-Venise Vin Doux Naturel Dentelles de Montmirail süß

Der Muscat de Beaumes-de-Venise der Genossenschaft Vignerons de Beaumes de Venise ist ein Vin Doux Naturel aus Muscat à Petits Grains vom Südhang der Dentelles de Montmirail. Kühl vergoren und durch Zugabe von Weinalkohol gestoppt, behält er die natürliche Traubensüße und die ganze Aromatik der Muskattraube. Im Duft Mango, reifer Apfel und Blüten, am Gaumen süß und dennoch frisch.


Beaumes-de-Venise – Terrassen am Südhang der Dentelles de Montmirail

Die Appellation Muscat de Beaumes-de-Venise liegt im Département Vaucluse im südlichen Rhônetal, nördlich von Carpentras. Sie umfasst die Gemeinden Beaumes-de-Venise und Aubignan am Südhang der Dentelles de Montmirail und ist mit rund 500 Hektar klein. Anerkannt wurde sie 1945, rückwirkend für den Jahrgang 1943 – als einzige Appellation des Rhônetals, die ausschließlich Vins Doux Naturels erzeugt.

Die Reben stehen auf Hängen und alten Terrassen, den Restanques, gestützt von Trockenmauern, auf durchschnittlich rund 300 Metern. Charakteristisch sind die „Terres blondes“: hellen, tonig-sandigen Böden, entstanden aus der Erosion des Safre, eines weichen Sandsteins aus dem Miozän. Weiter nördlich gehen sie in tonige Kalkböden über. Das Klima ist mediterran, heiß und trocken, die Dentelles bremsen den Mistral.

Muskat wird hier seit der Antike angebaut. Griechische Händler aus Massalia brachten Rebe und Olivenbaum in die Gegend, und Plinius der Ältere erwähnt den Muskat von „Balme“. Zwischen den Rebzeilen stehen bis heute einzelne alte Olivenbäume.

Muscat à Petits Grains und Mutage

Zugelassen sind ausschließlich Muscat à Petits Grains blanc und seine rote Mutation. Die Trauben werden von Hand in mehreren Lesedurchgängen je nach Reife geerntet und müssen mindestens 252 Gramm Zucker je Liter mitbringen. Der Mostertrag ist auf 30 Hektoliter je Hektar begrenzt.

Der Most gärt bei niedriger Temperatur, damit die flüchtigen Muskat- und Blütenaromen erhalten bleiben. Als Vin Doux Naturel wird die Gärung dann durch Zugabe von reinem Weinalkohol unterbrochen – die Mutage. Die Hefen stellen ihre Arbeit ein, im Wein verbleiben mindestens 100 Gramm natürlicher Zucker je Liter.

Im Glas

Helles Gold. In der Nase intensiv blumig, mit Mango, reifem Apfel, Aprikose, Orangenblüte und der typischen Muskatnote. Am Gaumen süß und vollmundig, zugleich aromatisch frisch, mit klarer Muskatfrucht, einem Hauch Grapefruit und langem Abgang.

Muscat à Petits Grains von den Terres blondes der Dentelles, durch Mutage gestoppt: Mango, Blüten und Muskat mit natürlicher Süße.

Jung am aromatischsten. Gut gekühlt bei 8–10 °C servieren.

Am Tisch

Als Aperitif, zu Melone, Obstdesserts und Tarte, zu Foie gras und zu Blauschimmelkäse wie Roquefort – oder solo.


Produzent Vignerons de Beaumes de Venise, Beaumes-de-Venise
Rebsorte Muscat à Petits Grains
Lage Beaumes-de-Venise und Aubignan, Vaucluse, südliche Rhône · Südhang der Dentelles de Montmirail · ca. 300 m · Terres blondes (tonig-sandig auf Safre)
Klassifikation AOC Muscat de Beaumes-de-Venise · Vin Doux Naturel · süß
Vinifikation Handlese in mehreren Durchgängen · kühle Gärung · Gärstopp durch Weinalkohol (Mutage)
Ausbau jung abgefüllt · mindestens 100 g/l natürliche Restsüße

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Spanien

Contino blanco 2020

Weißwein · Rioja · Cuvée · Spanien

Contino Blanco ist eine Weißwein-Cuvée aus der Rioja, gewonnen aus Viura, Garnacha Blanca und Malvasía. Vom renommierten Einzellagen-Gut Contino, zeigt er sich saftig mit leicht exotischen Fruchtnoten. Der dezente Barriqueausbau gibt ihm Struktur und Reifepotenzial. Im Glas Limette, frische Vanille und unreifer Apfel.


Rioja

Contino ist ein renommiertes Einzellagen-Gut in der Rioja Alavesa im Norden Spaniens. Das ausgewogene Klima und die kalk- und tonhaltigen Böden bringen frische, ausdrucksstarke Weißweine hervor.

Assemblage und Ausbau

Die Cuvée vereint Viura, Garnacha Blanca und Malvasía – Letztere bringt leicht exotische Fruchtnoten. Der dezente, aber nachhaltige Ausbau in Barriques aus französischer Eiche verleiht dem Wein das Gerüst, um sich weiter positiv zu entwickeln.

Im Glas

Helles Gold. In der Nase Limette, frische Vanille und unreifer Apfel. Am Gaumen sehr saftig, mit leicht exotischen Fruchtnoten und feiner Struktur aus dem Holzausbau. Der Nachhall ist lang.

Am Tisch

Gut gekühlt bei 10–12 °C servieren; ein größeres Glas betont die Aromatik. Mit Reifepotenzial über einige Jahre.

Klassische Begleitung: Fisch, Meeresfrüchte, Geflügel und cremige Gerichte.


Lage: Rioja Alavesa (Spanien); Kalk/Ton
Klassifikation: Rioja DOCa – Blanco
Ausbau: Viura/Garnacha Blanca/Malvasía, französisches Barrique

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