“Holy Moly” (Heiliger Bimbam), sagte Walter Matthau, als er Sophia Loren erblickte! In vielen Teilen der Welt hat der Syrah mittlerweile Kultstatus erreicht und gedeiht in den heißen, skelettreichen Parzellen unserer nordwestlichen Feldmark hervorragend. Holy Moly! Text: M. Schneider
Bouvet Ladubay Crémant de Loire Excellence Brut ist ein eleganter Schaumwein aus dem Loiretal, vinifiziert nach der traditionellen Flaschengärung. Das Haus Bouvet-Ladubay in Saumur erzeugt seit 1851 feine Crémants und Schaumweine. Für diese Cuvée werden Chenin Blanc und Chardonnay aus ausgewählten Lagen vereint. Im Glas ein bernsteinfarbener Crémant mit zarter Perlage, fruchtig-floralem Bukett und vollmundigem, feinem Geschmack.
Crémant de Loire
Das Haus Bouvet-Ladubay sitzt in Saint-Hilaire-Saint-Florent bei Saumur, mit kilometerlangen Kellern im Tuffeau-Kalkstein. Die kalkhaltigen Böden und das milde Klima des Loiretals geben den Grundweinen die nötige Frische und Säure für einen ausgewogenen Schaumwein. Die Trauben stammen aus sorgfältig ausgewählten Lagen der Appellation Crémant de Loire.
Assemblage und Ausbau
Die Cuvée vereint Chenin Blanc und Chardonnay. Nach der ersten Gärung im Edelstahltank erfolgt die zweite Gärung in der Flasche nach traditioneller Methode, gefolgt von mindestens zwölf Monaten auf der Hefe. So entstehen die feine Perlage und die cremige Textur.
Im Glas
Bernsteinfarben mit zarter Perlage. In der Nase fruchtig-aromatisch mit floralen Nuancen, dazu Anklänge an reifen Apfel und getrocknete Früchte. Am Gaumen vollmundig und weinig, mit eleganter Finesse. Der Abgang ist lang und harmonisch.
Am Tisch
Gut gekühlt bei 8–10 °C servieren, vom Apéritif bis zum Dessert. Am besten in den ersten zwei bis drei Jahren genießen.
Klassische Begleitung: feine Vorspeisen, Meeresfrüchte, Fischgerichte und fruchtige Desserts.
Der Marsannay Cuvée Boivin 2019 der Domaine Joseph Roty ist ein reinsortiger Pinot Noir mit reifen Kirschen und Veilchen in Duft und Geschmack. Wärmend, elegant und feingliedrig – Burgund von seiner schönsten Seite.
Marsannay – das „Goldene Tor" zur Côte de Nuits
Marsannay ist die nördlichste Appellation der Côte de Nuits und liegt unmittelbar südlich von Dijon – oft das „Goldene Tor" zur Côte de Nuits genannt. Als einzige Dorf-Appellation der Region ist sie für Rot, Weiß und Rosé zugelassen; rund 40 Winzer bewirtschaften gut 302 Hektar in Marsannay-la-Côte, Chenôve und Couchey. Die Rotweine aus Pinot Noir zeigen einen eleganten, fruchtbetonten Stil.
Die Domaine Joseph Roty zählt zu den renommierten Adressen von Gevrey-Chambertin; ihr Marsannay „Cuvée Boivin" bringt diese Handschrift auf zugänglicher Stufe.
Jahrgang 2019 – Côte de Nuits
2019 war ein warmer, trockener Jahrgang mit kleinen Erträgen. Trotz der Wärme bewahrten die Trauben eine bemerkenswerte Frische; die Reben lieferten konzentrierte, vollreife Frucht.
Für die roten Burgunder steht 2019 für reife, dichte Frucht bei feinem Tannin und tragender Säure – ein starker Jahrgang, der die elegante Art dieses Marsannay schön trägt.
Assemblage und Ausbau
Reinsortiger Pinot Noir aus dem Jahrgang 2019.
Der Wein reift im Holzfass, im Stil des Guts – auf Frucht, feines Tannin und einen klaren Lagenausdruck ausgerichtet.
Im Glas
Reife Kirschen und Veilchen in Duft und Geschmack. Am Gaumen wärmend, elegant und feingliedrig, mit feiner Frucht, frischer Säure und einem harmonischen Abgang.
Reife Kirsche und Veilchen, wärmend, elegant und feingliedrig – Burgund von seiner schönsten Seite.
Schon jung zugänglich, über einige Jahre gut lagerfähig. Bei 15–16 °C servieren.
Am Tisch
Geflügel und Ente, Charcuterie, Gerichte mit Pilzen, dazu mittelreifer Weichkäse. Ein eleganter, vielseitiger Begleiter.
Pinot NoirEchézeaux Grand CruCôte de Nuits · Flagey-ÉchézeauxLucien Le MoineÉlevage auf Vollhefe100 % neues Holzunfiltriert2021
Der Lucien Le Moine Echézeaux Grand Cru 2021 ist ein floral-eleganter Pinot Noir aus der Côte de Nuits – luftig, rein und vielschichtig, mit würziger Breite über sehr frischer roter Frucht. Lange auf der Vollhefe ausgebaut, vom Fass unfiltriert gefüllt. Eine echte Rarität.
Echézeaux – Grand Cru oberhalb des Clos de Vougeot
Echézeaux ist ein Grand-Cru-Weinberg an den Hängen oberhalb des Clos de Vougeot, in der Gemeinde Flagey-Échézeaux nördlich von Vosne-Romanée. Mit über 37 Hektar ist das fragmentierte Climat deutlich größer als die meisten Grands Crus und in elf Lieux-dits sowie rund 80 Eigentümer unterteilt. Echézeaux-Weine entstehen ausschließlich aus Pinot Noir und liegen am vollmundigeren Ende des Burgunder-Spektrums: viel rote Frucht, Gewürz- und Unterholznoten, gutes Tannin und Lagerfähigkeit. Als beste Terroirs gelten die steinigen, gut dränierten Lieux-dits am oberen Mittelhang wie Echézeaux du Dessus, Les Poulaillères und En Orveaux.
Bei Lucien Le Moine wird daraus ein besonders feiner, herkunftsgenauer Grand Cru: Mounir Saoumas Ausbau betont Reinheit, Textur und florale Eleganz, ohne die würzige Tiefe der Lage zu verdecken.
Jahrgang 2021 – Côte de Nuits
2021 war an der Côte de Nuits ein klassischer, kühler Jahrgang mit feiner, klar definierter Frucht, lebendiger Säure und großer aromatischer Präzision. In Echézeaux ergibt das einen besonders eleganten, luftigen Pinot Noir mit floralem Charme und feinkörnigem Tannin – im reinen, texturbetonten Stil des Hauses.
Ausbau
Reinsortiger Pinot Noir aus dem Jahrgang 2021, Echézeaux Grand Cru, trocken.
Lucien Le Moine ist ein reiner Élevage-Spezialist: Der fertig vergorene Wein wird von einem ausgesuchten Erzeuger übernommen und lange auf der Vollhefe ausgebaut – ohne Abstich, mit später, hinausgezögerter malolaktischer Gärung und minimalem Schwefel; Mounir Saouma lässt dem Élevage gern „zwei Sommer" Zeit. Ausbau in 100 % neuem Holz (feinporige Jupilles-Eiche), Abfüllung direkt vom Fass ohne Schönung und Filtration. Die Mengen sind winzig: oft nur ein einziges Fass je Cru.
Im Glas
Ein Pinot Noir vom vollmundigeren Ende des Burgunder-Spektrums, vom kühlen Jahrgang 2021 in elegante Bahnen gelenkt: rote Beeren und Kirsche, florale Anklänge und die für Echézeaux typische Würze von Unterholz und feinem Gewürz. Das lange Vollhefelager und der Ausbau im neuen Holz geben dem Wein eine feine Röstwürze und eine seidige Textur. Am Gaumen mittelgewichtig und vielschichtig, mit feinkörnigem Tannin, kühler Frische und langem, präzisem Nachhall.
Rote Beeren, florale Würze und Unterholz – seidig, feinkörnig und kühl, mit langem, präzisem Nachhall.
Benötigt Zeit; in der Jugend großzügig dekantieren. Großes Reifepotenzial über viele Jahre. Bei 16–18 °C servieren.
Am Tisch
Zu Ente und Wildgeflügel, zu Reh und Lamm in feiner Sauce, zu Trüffel- und Pilzgerichten sowie zu gereiftem Weichkäse.
Rotem & Mounir Saouma Châteauneuf-du-Pape Magis blanc 2022
Weißwein · Châteauneuf-du-Pape · Grenache Blanc
Grenache-Blanc-CuvéeMagis blancChâteauneuf-du-PapeKalkstein · BédarridesRotem & Mounir Saoumaneue 500-l-Fässer2 Jahre auf der Hefe · Bâtonnage2022
Der Rotem & Mounir Saouma Châteauneuf-du-Pape Magis blanc 2022 ist ein außergewöhnlicher Rhône-Weißwein, hauptsächlich aus Grenache Blanc, verfeinert durch kleine Anteile Clairette, Roussanne und Bourboulenc. Zwei Jahre auf der Hefe in neuen 500-Liter-Fässern gereift, ist er kraftvoll und geschmeidig zugleich – mit cremigem Schmelz und feiner, salziger Spannung.
Magis – weißes Châteauneuf von Kalkstein
Rotem und Mounir Saouma sind als Eigentümer des legendären Micro-Négoce Lucien Le Moine im Burgund weltberühmt. Als großer Weißwein-Erzeuger des Burgunds ließ sich Mounir Saouma von den Möglichkeiten der weißen Sorten Châteauneufs verzaubern – nur rund 6 % der Appellation sind Weißwein, und fast alles wird jung gefüllt. Der Magis geht den umgekehrten Weg.
Die Trauben stammen aus kalksteinreichen Lagen rund um Bédarrides. Der hohe, aktive Kalkanteil im Boden verleiht dem Wein seine unverwechselbare, salzig-mineralische Spannung, seine Frische und seine Länge – Eigenschaften, für die der Magis bereits mit großen weißen Burgundern verglichen wurde. „Magis" bedeutet „mehr, viel mehr" – Programm für einen Weißwein von außergewöhnlicher Tiefe.
Jahrgang 2022 – Châteauneuf-du-Pape
Der Jahrgang 2022 brachte in Châteauneuf-du-Pape warme, trockene Bedingungen mit sich, die zu früher Reife und kleinen, konzentrierten Beeren führten. Trotz der sommerlichen Hitze bewahrten viele Weißweine dank kühler Nächte eine bemerkenswerte Frische und Balance. Ein kräftiger Sturm Mitte August brachte dringend benötigten Regen und half den Reben, die letzten Wochen der Reife gut zu überstehen. Die besten Weißweine des Jahrgangs vereinen Reife und Spannung: aromatisch dicht, mit Steinobst, weißen Blüten und feiner Mineralität, getragen von einer klaren Struktur. Ein Jahrgang mit Charakter und Strahlkraft – weniger von kühler Finesse geprägt, dafür umso mehr von sonniger Tiefe und mediterraner Eleganz.
Assemblage und Ausbau
Cuvée hauptsächlich aus Grenache Blanc, verfeinert durch kleine Anteile Clairette, Roussanne und Bourboulenc, Jahrgang 2022, trocken.
Der Wein wurde in neuen 500-Liter-Fässern vergoren und reifte dort zwei Jahre auf der Hefe. Durch das regelmäßige Aufrühren (Bâtonnage) gewann er zusätzliche Tiefe, Textur und Komplexität. Diese lange Reife im Holz verleiht ihm Fülle und Charakter, ohne dabei seine Frische zu überdecken – ein burgundisch inspirierter Ausbau, wie ihn Mounir Saouma bei Lucien Le Moine perfektioniert hat.
Im Glas
Im Duft entfaltet sich ein intensives Aromenspiel von reifer Mandarine, Limettenschale und feinen orientalischen Gewürznoten, begleitet von Anklängen an Toffee, Vanille und geröstete Nüsse. Am Gaumen präsentiert sich der Magis kraftvoll und geschmeidig, mit cremigem Schmelz und feiner, salziger Spannung. Noten von Zitrusfrüchten, weißen Blüten und einer zarten Meeresbrise verleihen ihm Energie und Präzision. Das lange, mineralisch-frische Finale unterstreicht einmal mehr die Klasse dieses außergewöhnlichen Weißweins aus der Rhône.
Reife Mandarine, Limettenschale und orientalische Gewürze über Toffee und gerösteten Nüssen – kraftvoll und cremig, mit feiner, salziger Spannung und langem, mineralischem Finale.
Verfügt über großartiges Reifepotenzial; jung wie gereift ein Genuss. Bei 11–13 °C servieren.
Am Tisch
Zu edlem Fisch und Krustentieren, zu Geflügel und Kalb in heller Sahnesauce, zu cremigen Pasta- und Risottogerichten sowie zu würziger asiatischer Küche und gereiftem Hartkäse.
Ruppert-Leroy Champagne Les Cognaux Pinot Noir Brut Nature BIO
Champagner · Côte des Bar · Pinot Noir · Brut Nature · Bio
Ruppert-Leroy Les Cognaux V22 Brut Nature ist ein tiefgründiger, weiß ausgebauter Champagner aus 100 % Pinot Noir, der zeigt, wie viel Ausdruck und Eleganz diese Rebsorte hervorbringt. Die Trauben stammen aus der Einzellage Les Cognaux. Ohne Schwefelzugabe und mit 0 g/l Dosage abgefüllt – pur, präzise und unverfälscht. Im Glas kühl, steinig und seidig.
Les Cognaux (Côte des Bar)
Die Einzellage Les Cognaux liegt in Essoyes an der Côte des Bar, dem südlichen Teil der Champagne. Sie ist von Ton-Kalkstein-Böden mit einem hohen Anteil grauen Tons geprägt – ein Terroir, das dem Wein seine kühle, steinige und dichte Aromatik verleiht. Die Arbeit erfolgt konsequent biologisch und biodynamisch; der Wein ist Bio-zertifiziert (Öko-Kontrollstelle FR-BIO-10).
Rebsorte und Ausbau
Der Champagner besteht zu 100 % aus Pinot Noir und wird weiß ausgebaut. Vergärung und Ausbau erfolgen über neun Monate in Fässern und großen Holzfudern, gefolgt von einer natürlichen malolaktischen Gärung. Nach 18 bis 20 Monaten Flaschenreife wird er ohne Schwefelzugabe und mit 0 g/l Dosage abgefüllt.
Im Glas
Helles Gold mit eigenständiger, spannender Perlage. In der Nase dunkel und tief: Walderdbeere, Quitte, Nektarine und reife Zitrone, dazu rauchige, steinige und kühle Noten. Trotz der dunklen Aromatik wirkt der Wein weich, cremig und seidig. Am Gaumen geradlinig und straff, zugleich elegant und geschmeidig, mit zurückhaltender Frucht. Der Abgang ist lang, kühl und nachhaltig steinig.
Am Tisch
Gut gekühlt bei 8–10 °C servieren; ein großzügiges Glas betont die Aromatik. Als Apéritif oder als Speisenbegleiter.
Klassische Begleitung: Geflügel, Fisch, Pilzgerichte und gereifter Käse.
Ellermann-Spiegel Pinot Noir Goldkapsel ist ein trockener Spätburgunder aus der Spitzenlinie des Weinguts Ellermann-Spiegel in der Pfalz. Aus selektierten Burgunder-Klonen, über zwei Jahre im Barrique ausgebaut und unfiltriert abgefüllt – puristisch, facettenreich und klar.
Pfalz
Die Familie Spiegel liebt Pinots aus dem Burgund. Für den Goldkapsel-Spätburgunder wurden die besten Pinot-Klone selektiert und in die Pfälzer Weinberge bei Kleinfischlingen gepflanzt. Die Goldkapsel kennzeichnet die Spitzenweine des Hauses, aus selektiver Lese.
Rebsorte und Ausbau
Reinsortiger Spätburgunder (Pinot Noir). Nach selektiver Handlese reift der Wein über zwei Jahre in kleinen Barriquefässern. Die Abfüllung erfolgt schonend und unfiltriert, was Tiefe und Textur bewahrt.
Im Glas
Puristisch und klar. In der Nase zarte Holzaromen, etwas Fichte und Brioche, dazu Veilchen, Brombeere und Himbeere. Am Gaumen wilde Beerenfrucht mit knackiger Säurestruktur und erdigen Noten von Tabak, Leder, Erde und Pilz. Das Finale ist lang, filigran und vibrierend.
Am Tisch
Bei 16–18 °C servieren; etwas Luft oder eine Karaffe öffnen den Wein. Ein feiner, ausdrucksstarker Pinot für anspruchsvolle Begleitung.
Klassische Begleitung: Wild, Ente, Lamm, Pilzgerichte und gereifter Käse.
Domaine Filliatreau Château Fouquet Saumur rouge BIO ist ein eleganter Rotwein aus biologischem Anbau aus der Appellation Saumur an der Loire. Die Reben gedeihen in Brézé auf schönen Terroir-Lagen. Das Ergebnis ist ein frischer, seidiger Cabernet Franc mit feinen Gerbstoffen und viel Frucht. Gegrillte grüne Paprika, Cassis, Veilchen und süßliche Himbeere prägen das Bild.
Saumur – Brézé
Die Reben für diesen Saumur stehen in Brézé, einer für ihr Terroir geschätzten Lage an der Loire. Die kalkhaltigen Böden (Tuffeau) verleihen dem Cabernet Franc Frische, Eleganz und Finesse. Der Wein stammt aus biologischem Anbau (bio-zertifiziert, Öko-Kontrollstelle FR-BIO-01).
Rebsorte und Ausbau
Reinsortiger Cabernet Franc. Der Ausbau bewahrt die seidige Textur, die feinen Gerbstoffe und die fruchtbetonte Aromatik. Mit Luftkontakt glätten sich die reifen Tannine.
Im Glas
Helles Rubinrot. In der Nase gegrillte grüne Paprika, etwas Cassis, Veilchenpastillen und süßliche Himbeeren. Am Gaumen frisch, elegant und seidig, mit feinen Gerbstoffen und viel Frucht. Die reifen Tannine stützen einen eleganten Nachhall.
Am Tisch
Bei 15–17 °C servieren; mit etwas Luft gewinnt der Wein an Geschmeidigkeit.
Klassische Begleitung: Geflügel, Kalb, Schmorgerichte, Pilze und mittelkräftiger Käse.
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