Der Wein der nicht nur nach Urinstein riecht, sondern leider auch noch so schmeckt:

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Armand Rousseau
Gevrey Chambertin
1er Cru Les Cazetiers 1991

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Weine

Christian Ottenbreit Silvaner Hucklkätz 2025

Weißwein · Franken · Naturwein

100 % Silvaner Deutscher Landwein Main Obernbreit · Franken 10 Monate Eichenfass ungeschönt & unfiltriert

Der Silvaner „Hucklkätz" 2025 ist der im Eichenfass gereifte Naturwein-Silvaner von Christian Ottenbreit aus Obernbreit in Franken. Handgelesen, spontan vergoren, über zehn Monate im Holzfass gereift und ungeschönt sowie unfiltriert gefüllt. Als Deutscher Landwein Main wurzeln die Reben auf Muschelkalk, der dem Wein seine salzig-kreidige Mineralität gibt. Trocken, mit Substanz und Griff.


Obernbreit – Maindreieck, Franken

Obernbreit liegt im Maindreieck im Süden des Anbaugebiets Franken. Die Reben wachsen auf Muschelkalk, der für straffe, mineralisch geprägte Weine steht; in den Lagen des Weinguts trifft Muschelkalk auf Keuper. Christian Ottenbreit führt das Weingut seit dem ersten Jahrgang 2017, abgefüllt wird als Gutsabfüllung, klassifiziert als Deutscher Landwein Main.

Assemblage und Ausbau

Reinsortiger Silvaner aus handgelesenen Trauben. Vergoren und über zehn Monate im Eichenholzfass gereift, anschließend ohne Schönung und Filtration gefüllt. Trocken ausgebaut. Das Weingut empfiehlt das Dekantieren vor dem Servieren.

Im Glas

Leichtes Strohgelb. In der Nase ätherische Anklänge, Kräuter und eine rauchige Spur. Am Gaumen herb-saftige, fest gefügte Frucht mit deutlich vegetabilen Aromen, dazu nussige, pflanzliche und hefige Töne. Die Säure ist fein und präsent, der Gerbstoff mürbe und greifbar, darunter viel Kreide und Salz. Gute Substanz und Tiefe, etwas gelbe Würze, ein Hauch Speck. Der Abgang ist fest und recht komplex, mit Zug, kühlem Saft und erneutem Griff.

Am Tisch

Klassische Begleitung: gebratener Zander, Geflügel mit Pilzen, Kalbsbraten und gereifter Hartkäse. Die salzig-kreidige Art passt auch zu Spargel und herzhafter fränkischer Küche. Der Jahrgang 2025 lässt sich bereits gut trinken, gewinnt mit Luft aber deutlich; bei kühler, dunkler Lagerung begleitet er bis etwa 2031. Serviertemperatur rund 11–12 °C.


Lage Obernbreit, Franken (Maindreieck)
Klassifikation Deutscher Landwein Main
Ausbau 10 Monate Eichenfass, ohne Schönung und Filtration

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Spanien

Jade Gross Chiguita 2025

Weißwein · Rioja · Garnacha Blanca / Tempranillo Blanco / Viura / Malvasía

Garnacha Blanca / Tempranillo Blanco / Viura / Malvasía DOCa Rioja Jade Gross 6 Monate Feinhefe · Bâtonnage nur 2.980 Flaschen 2025

Der Jade Gross Chiguita Blanco 2025 ist bereits der fünfte Jahrgang dieser Cuvée und zeigt die elegante, moderne Seite der weißen Rioja-Weine – ein Zusammenspiel aus Frische, mineralischer Präzision und feiner Textur.


Chiguita Blanco – ein Weiß-Blend aus vier Lagen

Jade Gross, in Hongkong geborene chinesisch-amerikanische Quereinsteigerin aus der Spitzengastronomie, begann ihr Rioja-Projekt 2019 unter der Mentorschaft von Abel Mendoza. Ihre Weine entstehen handwerklich, mit minimaler Intervention und klarem Fokus auf den Ausdruck von Rebsorte und Terroir.

Die Cuvée vereint Garnacha Blanca, Tempranillo Blanco, Viura und Malvasía. Viura und Garnacha Blanca stammen von kalkhaltigen Tonböden rund um Labastida und verleihen dem Wein Struktur, mineralische Spannung und Tiefe. Der jüngste Bestandteil der Assemblage, Tempranillo Blanco, wächst im Tal Alto de Najerilla und bringt eine ausgeprägte Fruchtkomponente in den Blend. Die hochgelegenen Parzellen mit Malvasía aus Rivas de Tereso sorgen schließlich für Frische und eine fast knackige Textur im finalen Wein.

Jahrgang 2025 – Rioja

Das Jahr 2025 war in der Rioja von ungewöhnlich hoher Luftfeuchtigkeit geprägt, wodurch der Kampf gegen den Echten Mehltau im späten Frühjahr und Sommer zu einer ständigen Herausforderung wurde. Trotz der schwierigen Bedingungen konnten gesunde, lockerbeerige Trauben gelesen werden – auch wenn die Erträge deutlich geringer ausfielen und die Produktionsmenge entsprechend begrenzt ist.

Assemblage und Ausbau

Cuvée aus Garnacha Blanca, Tempranillo Blanco, Viura und Malvasía, Jahrgang 2025, trocken.

Die Trauben wurden über einen Zeitraum von etwa einer Woche jeweils zum optimalen Reifezeitpunkt von Hand gelesen und separat verarbeitet. Nach einer kühlen Vorklärung wurden die Moste getrennt in 500-Liter-Fässer aus französischer Eiche sowie in einen Flextank überführt. Der Ausbau erfolgte über sechs Monate auf der Feinhefe, begleitet von regelmäßiger Bâtonnage, wodurch der Wein zusätzliche Struktur, Cremigkeit und aromatische Tiefe erhält. Gesamtproduktion: 2.980 Flaschen.

Im Glas

Ein Zusammenspiel aus Frische, mineralischer Präzision und feiner Textur: helle, gelbe Frucht und florale Noten treffen auf eine klare mineralische Spannung und eine cremige, von der Bâtonnage getragene Struktur. So zeigt der Chiguita Blanco die elegante und moderne Seite der weißen Rioja-Weine.

Die elegante und moderne Seite der weißen Rioja-Weine – Frische, mineralische Präzision und feine Textur.

Schon jetzt ausdrucksstark, mit Reifepotenzial über einige Jahre. Bei 11–13 °C servieren.

Am Tisch

Zu gebratenem Fisch und Meeresfrüchten, zu Geflügel und Kalb in heller Sauce, zu cremigen Pasta- und Reisgerichten sowie zu mittelreifem Käse.


Lage: DOCa Rioja (Spanien); Viura und Garnacha Blanca aus Labastida (kalkhaltige Tonböden), Tempranillo Blanco aus Alto de Najerilla, Malvasía aus Rivas de Tereso (Höhenlage)
Klassifikation: DOCa Rioja blanco (trocken); nur 2.980 Flaschen
Ausbau: separate Lese und Verarbeitung, kühle Vorklärung; 6 Monate auf der Feinhefe mit Bâtonnage in 500-l-Fässern (franz. Eiche) und Flextank; handwerklich

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Weine

Pitthan Blanc de Noir Syrah

Weißwein aus roten Trauben · Rheinhessen · Blanc de Noir

Syrah Zotzenheim, Rheinhessen 2025 Kalkmergel · Pararendzina Südwest-Exposition Direktpressung Ausbau ohne Holz

Der Pitthan Blanc de Noir Syrah 2025 kommt vom Weingut Pitthan in Zotzenheim, Rheinhessen – und ist in seiner Kategorie eine Rarität. Blanc de Noirs entstehen fast immer aus Spätburgunder; Syrah weiß gekeltert findet man kaum. Das Ergebnis behält die Würze der Sorte, ohne ihre Gerbstoffe: rote Frucht, Pfeffer, mittlerer Körper.


Zotzenheim – warme Südwesthänge auf Kalkmergel

Zotzenheim liegt im Landkreis Mainz-Bingen am nordwestlichen Rand Rheinhessens, mit den Gemarkungslagen Johannisberg (36 Hektar) und Klostergarten (49 bis 51 Hektar). Die Rebflächen stehen zwischen 120 und 190 Metern über dem Meer auf sandigem Lehm und Ton über tiefgründigem, kalkreichem Mergel vom Typ Pararendzina. Das Weingut Pitthan bewirtschaftet hier 23 Hektar mit 13 Rebsorten – Syrah gehört zu den ungewöhnlicheren davon.

Dass Syrah in Zotzenheim überhaupt ausreift, liegt an der südwestlichen Exposition der Hänge. Diese Parzellen bekommen die volle Nachmittagssonne, die Kalkmergelböden speichern die Tageswärme und geben sie nachts ab. Eine spät reifende Rhône-Sorte braucht in Rheinhessen genau diese Kombination, sonst bleibt sie grün und krautig.

Für einen Blanc de Noir arbeitet die Höhenlage in die entgegengesetzte Richtung: Die kühleren Nächte der Hügelzüge um Zotzenheim halten die Säure oben, während die Sonne die Aromatik ausreifen lässt. Ohne diese Säure wäre ein weiß gekelterter Syrah plump – die Sorte bringt Extrakt und Würze mit, aber wenig eigenen Zug. Zotzenheim gehört weinrechtlich zur Großlage St. Rochuskapelle; die Familie Pitthan arbeitet hier seit über 150 Jahren.

Jahrgang 2025 – Rheinhessen

Bis in den Mai waren die Böden gut mit Wasser versorgt, danach folgte eine ausgedehnte Trockenphase bis zu den kräftigen Niederschlägen Ende Juli. Der trockene August hielt den Krankheitsdruck niedrig – Rheinhessen meldete den gesündesten Traubenzustand seit Jahren, was gerade bei dünnhäutigen roten Sorten über die Frage entscheidet, ob eine Ganztraubenpressung ohne Fehltöne gelingt. Ab Mitte September setzte erneut Regen ein, zu diesem Zeitpunkt war die Hauptlese großteils gelaufen.

2025 war extrem früh: Erste Mostgewichtsmessungen am 18. August zeigten weit fortgeschrittene Reife, die Hauptlese startete Anfang September und war zu Beginn der zweiten Septemberdekade oft abgeschlossen. Für spät reifende Sorten wie Syrah bedeutet das: volle physiologische Reife ohne Verlängerung in den regnerischen Herbst hinein. Mengenmäßig verzeichnete Rheinhessen den stärksten Rückgang aller deutschen Anbaugebiete – rund 1,93 Millionen Hektoliter, 26 Prozent unter 2024 und 23 Prozent unter dem Zehnjahresmittel. Kleine, lockerbeerige Trauben mit geringer Saftausbeute ergaben konzentrierte Moste; bei einem Blanc de Noir, der ohnehin nur den Vorlaufsaft nutzt, fällt die Ausbeute damit doppelt gering aus.

Assemblage und Ausbau

Reinsortiger Syrah aus dem Jahrgang 2025, weiß gekeltert. Entscheidend ist die Direktpressung ohne Maischestandzeit: Die roten Trauben gehen unmittelbar nach der Lese auf die Presse, der Saft läuft hell ab, bevor die Farbstoffe und Gerbstoffe aus den Beerenhäuten in Lösung gehen. Was in den Most übergeht, sind die Aromen – rote Frucht und der Pfefferton, den Syrah über Rotundon trägt.

Der Ausbau bleibt ohne Holz, kühl geführt. Ein Fassausbau würde die Würznoten überlagern, die den Reiz dieses Weins ausmachen. Die konzentrierten Moste des Jahrgangs 2025 liefern den mittleren Körper, ohne dass Hefelager oder Holz nachhelfen müssten.

Im Glas

Helles Strohgelb mit lachsfarbenem Schimmer. In der Nase Erdbeere, Brombeere und Johannisbeere, dahinter Pfeffer und ein Anflug Kardamom. Am Gaumen mittelschwer, die rote Frucht bleibt vorn, die Würze setzt im zweiten Zug ein und trägt in den Abgang. Keine Gerbstoffe, keine Rotweinstruktur – nur Frucht, Würze und Säure.

Die Direktpressung nimmt dem Syrah die Farbe und die Gerbstoffe, lässt ihm aber den Pfefferton – das ist der ganze Trick an diesem Wein.

Trinktemperatur 10 bis 12 Grad, kein Dekantieren. Zu kalt serviert verschwindet die Würze und es bleibt nur Frucht. Der Wein ist jetzt zugänglich und sollte bis etwa 2028 getrunken werden.

Am Tisch

Passt zu Gegrilltem – Geflügelspieße, Lammbratwurst, Gemüse vom Rost –, zu pikanten Sommersalaten mit Chorizo oder gerösteter Paprika, zu Couscous mit Kreuzkümmel und zu mittelscharfer asiatischer Küche. Funktioniert auch solo als Aperitif, wo die Pfeffernote den Unterschied zu einem gewöhnlichen Weißwein macht.


Produzent Weingut Pitthan, Zotzenheim (Rheinhessen)
Rebsorte Syrah
Lage Zotzenheimer Johannisberg und Klostergarten
Klassifikation Qualitätswein Rheinhessen
Jahrgang 2025
Vinifikation Direktpressung ohne Maischestandzeit · kühle Gärung
Ausbau ohne Holz · fruchtbetont
Trinkempfehlung 2026–2028
Boden Kalkmergel · Pararendzina · sandiger Lehm und Ton
Exposition Südwest
Höhenlage 120–190 m ü. NN
Betrieb 23 Hektar · 13 Rebsorten · Familienbetrieb seit über 150 Jahren

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Rebsorten

Künstler Hochheimer Hölle Riesling TBA 2015

Weißwein edelsüß · Rheingau · Riesling

Riesling Rheingau Hochheimer Hölle Trockenbeerenauslese edelsüß 0,375 l 2015

Die Künstler Hochheimer Hölle Riesling Trockenbeerenauslese 2015 ist die edelsüße Krönung einer der großen Hochheimer Lagen – monumentale Kraft und mineralische Eleganz zugleich, von enormer Länge und Fülle. Eine seltene Schatzkammer in der 0,375-Liter-Flasche.


Hochheimer Hölle – Lage und Boden

„Hölle" leitet sich aus dem mittelhochdeutschen Wort „Halde(a) = steiler Berg" ab. Diese Südlage mit 15 Prozent Neigung zieht sich östlich der Hochheimer Altstadt auf den Main zu. Der Tonmergelboden besteht aus feinsten Tonpartikeln und reichlich Kalk – ein mineralisches Kraftpaket. Durch den darüber liegenden, lockeren, braunen Lösslehm erhält die Rebe reichlich Wasser und Luft zum Gedeihen.

Die Lage Hölle hat monumentale Kraft und mineralische Eleganz zugleich; ihre Weine zeigen enorme Länge und Fülle. Sie ist die kraftvollste der Hochheimer Lagen – eine ideale Basis für eine konzentrierte, langlebige Trockenbeerenauslese.

Jahrgang 2015 – Rheingau

2015 gilt im Rheingau als herausragender Riesling-Jahrgang: ein warmer, sonnenreicher Sommer und ein optimaler Herbst brachten vollreifes, kerngesundes Lesegut mit großer Substanz und feiner Säure. Ideale Bedingungen für edelsüße Spitzenweine, in denen sich die Edelfäule (Botrytis) in ihrer reinsten, konzentriertesten Form zeigt.

Ausbau

Reinsortiger Riesling aus dem Jahrgang 2015, Prädikat Trockenbeerenauslese, edelsüß, 0,375 l.

Selektive Lese einzelner, edelfaul (botrytis) eingeschrumpfter Beeren in mehreren Durchgängen von Hand – die höchste und aufwendigste Stufe der Prädikatsweine. Schonende Gärung, die einen großen Teil der natürlichen, hochkonzentrierten Fruchtsüße im Wein belässt. Aufgrund der winzigen Erntemenge eine echte Rarität.

Im Glas

Leuchtendes Bernsteingold. In der Nase ein betörendes, hochkonzentriertes Bukett von kandierter Aprikose und Quitte, Honig, Dörrfrüchten (Feige, Rosine), Orangenmarmelade und exotischer Frucht, untermalt von der typischen Botrytis-Würze und einem mineralischen Zug. Am Gaumen von dichter, fast öliger Fülle und enormer Konzentration, die dennoch von einer rassigen, lebendigen Säure getragen und ausbalanciert wird – monumental und zugleich elegant.

Monumentale Kraft und mineralische Eleganz – von enormer Länge und Fülle.

Ein Wein für die Ewigkeit mit praktisch unbegrenztem Reifepotenzial; der lange, vielschichtige Nachhall klingt minutenlang nach. Bei 8–10 °C servieren.

Am Tisch

Als großer Solist nach dem Essen, zu Foie gras, zu Desserts mit Aprikose oder Karamell sowie zu kräftigem Blauschimmelkäse.


Lage: Rheingau, Hochheimer Hölle (Deutschland); Südlage mit 15 % Neigung zum Main, Tonmergel mit Kalk unter lockerem braunem Lösslehm
Klassifikation: Rheingau, Riesling Trockenbeerenauslese (Prädikatswein), edelsüß; 0,375 l
Ausbau: Riesling; selektive Handlese edelfauler Beeren, schonende Gärung, natürliche Restsüße

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Länder/Regionen

Noon Eclipse 2019

Rotwein · McLaren Vale · Grenache-Cuvée

88 % Grenache · 7 % Shiraz · 5 % Graciano McLaren Vale Eclipse alte Buschreben (1934/1943) Drew Noon MW 18 Monate Holz 2019

Der Noon Eclipse 2019 ist ein kultiger, old-school gemachter Grenache-Blend von uralten Buschreben aus McLaren Vale – durch die kleine Ernte besonders konzentriert, mit beeindruckender Frische und fester Tanninstruktur. Ein Wein für die lange Reife.


Noon – Kult aus McLaren Vale

Noon ist ein winziges Kult-Weingut in McLaren Vale, das Drew Noon – einer der wenigen Masters of Wine Australiens – 1996 von seinen Eltern übernahm. Sein Ansatz ist konsequent old school: Trockenanbau, Handlese, Gärung in offenen Bottichen mit manueller Stampfung, Korbpresse und minimaler Eingriff im Keller. Zu jeder Ernte gibt Drew klar an, was „Mother Nature" ihm beschert hat.

Der Eclipse ist die Grenache-dominierte Cuvée des Guts, im Geist der großen Châteauneuf-du-Pape gemacht. Die Trauben stammen von uralten, wurzelechten Grenache-Buschreben, die bereits 1934 und 1943 gepflanzt wurden, ergänzt um etwas Shiraz und Graciano – alles estate-grown aus den drei „Home"-Weinbergen rund um das Gut in McLaren Vale.

Jahrgang 2019 – McLaren Vale

Das warme, trockene Wachstumsjahr 2019 ergab eine kleine Ernte – nur etwa die Hälfte von 2018 – und damit einen besonders konzentrierten Eclipse. Frische und feste Tanninstruktur sind in diesem Jahr besonders beeindruckend und erinnern an den von Drew hochgeschätzten 2018er, bei vielleicht noch höherer Fruchtkonzentration.

Drew Noor selbst sagt zum Jahrgang: „Grenache von unseren alten Reben, bei voller Reife gelesen, ergibt einen exotischen und besonderen Wein – und dies ist ein gutes Beispiel dafür. Der 2019er ähnelt sehr dem 2018er, den ich zu unseren besten zähle, daher bin ich sehr zufrieden mit ihm." (Verkostungsnotiz: Drew Noon.)

Assemblage und Ausbau

Cuvée aus 88 % Grenache, 7 % Shiraz und 5 % Graciano, Jahrgang 2019, trocken.

Handlese, Gärung in kleinen offenen Bottichen mit manueller Stampfung, Pressung von Hand in kleinen Korbpressen. Reife über rund 18 Monate in kleinen französischen und amerikanischen Fässern sowie großen Holzgebinden (Demi-muid, Foudre) – fast ausschließlich gebrauchtes Holz, nur ein kleiner Anteil neue Eiche für den Shiraz-Teil. Minimal-invasiv ausgebaut.

Im Glas

Ein exotischer, konzentrierter Grenache-Blend: üppige reife rote Frucht – Himbeere, Cranberry, rote Johannisbeere – mit Anklängen von Gewürzen, getrockneten Kräutern und einer würzig-erdigen Note. Am Gaumen vollmundig und reich, dabei von bemerkenswerter Frische und einer festen, gut strukturierten Tanninlinie getragen, die dem Wein Halt und große Länge gibt.

Grenache von alten Reben, bei voller Reife gelesen – ein exotischer und besonderer Wein.

Schon jetzt schön zu trinken, aber als besonders langlebiger Eclipse für viele Jahre gebaut; profitiert deutlich vom Dekantieren. Bei 16–18 °C servieren.

Am Tisch

Zu kräftig gewürzten Gerichten, zur Ente und zu Wild, zu geschmortem rotem Fleisch und reich gewürzten Casseroles sowie zu gereiftem Hartkäse.


Lage: McLaren Vale (South Australia, Australien); estate-eigene Blocks, wurzelechte Grenache-Buschreben (gepflanzt 1934/1943), Trockenanbau
Klassifikation: McLaren Vale, Grenache-Cuvée (Eclipse), trocken
Ausbau: 88 % Grenache, 7 % Shiraz, 5 % Graciano; ~18 Monate in überwiegend gebrauchtem Holz (Barrique/Demi-muid/Foudre)

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Schaumweine

Anne Gros La Fun en Bulles Cremant de Bourgogne Blau Brut

Der Anne Gros La Fun en Bulles Crémant de Bourgogne Blau Brut kommt von einer der bekanntesten Domaines in Vosne-Romanée. Die blaue Version setzt auf Pinot Noir: 80 Prozent, dazu 20 Prozent Chardonnay. Klassisch in der Flasche vergoren, mit Brut-Dosage gefüllt.

Im Glas

Hellgolden, mit feinen Perlen. Im Duft und im Mund Zitrus, weiße Früchte und ein Hauch roter Frucht vom Pinot Noir. Frisch und ausgewogen, mit lebendigem Mousseux und trockenem Ende.

Mach was draus

Als Aperitif oder für ein Fest. Dazu passen Austern, Meeresfrüchte, Fisch oder helles Fleisch. Serviere ihn bei 7 bis 9 °C.

Janus FenskeJanus empfiehlt

„Die blaue Fun en Bulles ist mein Favorit für Pinot-Fans. Burgund mit Bläschen.“

Mehr über Janus, unseren Sommelier

Kurz gefragt

Was ist Crémant de Bourgogne? Ein Schaumwein aus Burgund, gemacht wie Champagner: mit zweiter Gärung in der Flasche und Reife auf der Hefe.

Was unterscheidet Blau und Gold? Die Mischung. Blau hat mehr Pinot Noir, Gold mehr Chardonnay.

Wie trocken ist er? Brut, also trocken. Die Frucht bleibt dabei schön präsent, nichts wirkt streng.

Wer steht dahinter? Die Domaine Anne Gros in Vosne-Romanée, berühmt für Grands Crus wie Richebourg. Heute führen Julie, Paul und Marine das Familiengut.

Pinot Noir 80 %, Chardonnay 20 % · Crémant de Bourgogne AOC · Burgund, Kalkböden · traditionelle Flaschengärung · Hefelager · Brut · Domaine Anne Gros, Vosne-Romanée · Stand: Oktober 2026

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Weine

Schloss Lieser Piesporter Goldtröpfchen Riesling GG 2018

Weißwein · Piesporter Goldtröpfchen (Mosel) · Riesling

Riesling Piesporter Goldtröpfchen Piesport · Mittelmosel Schloss Lieser (Thomas Haag) Grauschiefer · Blau- & Rotschiefer steiles Süd-Amphitheater Großes Gewächs · trocken 2018

Der Schloss Lieser Piesporter Goldtröpfchen Riesling Großes Gewächs 2018 stammt aus einer der renommiertesten Einzellagen der Mittelmosel – einem steilen, südlich ausgerichteten Amphitheater über Piesport. Ein kühler, präziser und kraftvoller Riesling mit tiefgründiger Struktur, rauchiger Steinigkeit und langem, salzig-mineralischem Nachhall.


Piesporter Goldtröpfchen – das Amphitheater der Mosel

Thomas Haag – ältester Sohn von Wilhelm Haag (Weingut Fritz Haag) – führte Schloss Lieser an der Mittelmosel in die absolute Spitze des deutschen Weinbaus. Die VDP.GROSSEN GEWÄCHSE sind die trockene Spitze der besten Einzellagen – limitierte Selektionen von hoher Komplexität, Vielschichtigkeit und besonderem Lagerpotenzial. Handarbeit im Weinberg und spontane Vergärung sind das Markenzeichen des Guts.

Das Piesporter Goldtröpfchen ist als VDP.GROSSE LAGE klassifiziert. Der steile, südlich ausgerichtete Hang oberhalb von Piesport bildet ein natürliches Amphitheater, das durch die Reflexion der Mosel und den Schutz vor Nordwinden ein einzigartiges Mikroklima bietet. Der Boden besteht überwiegend aus tiefgründigem, verwittertem Grauschiefer mit Anteilen von Blau- und Rotschiefer – eine geologische Vielfalt, die den Weinen ausgeprägte Mineralität, Finesse und Komplexität verleiht. Schloss Lieser bewirtschaftet hier eine der jüngsten Parzellen seines Großen-Gewächs-Portfolios.

Jahrgang 2018 – Mosel

2018 war an der Mosel ein warmer, sonnenreicher Jahrgang, der besonders reife, vollmundige und großzügige Rieslinge hervorbrachte. Auf dem vielschichtigen Schiefer des Goldtröpfchens und durch die lange Vegetationszeit ergibt das einen kraftvollen, tiefgründigen Riesling, dessen reife Statur von der kühlen, salzig-mineralischen Prägung der Lage getragen und im Gleichgewicht gehalten wird.

Ausbau

Trockenes Riesling Großes Gewächs aus dem Piesporter Goldtröpfchen, Jahrgang 2018; 100 % Riesling.

Die Trauben werden ausschließlich per Hand gelesen und mit großer Sorgfalt vinifiziert. Der Ausbau erfolgt traditionell und spontan vergoren, meist im Edelstahltank, um die charakteristische Klarheit und Mineralität der Lage unverfälscht zum Ausdruck zu bringen. So entsteht ein terroirgeprägter, langlebiger Riesling mit großem Entwicklungspotenzial.

Im Glas

Aus dem vielschichtigen Grauschiefer des Goldtröpfchens lebt dieser Riesling von Kühle und Präzision: feine Zitrusnoten, reifer Pfirsich und grüner Apfel, dazu florale und kräuterwürzige Nuancen, untermalt von einer rauchigen Steinigkeit und salziger Mineralität. Am Gaumen kühl, präzise und kraftvoll, mit tiefgründiger Struktur und knackiger, klarer Säure – markant, geradlinig und mit langem, salzig-mineralischem Nachhall.

Feine Zitrus, reifer Pfirsich und grüner Apfel über rauchiger Steinigkeit und salziger Mineralität – kühl, präzise und kraftvoll, mit langem, salzigem Nachhall.

Ein terroirgeprägter Mosel-Riesling mit großem Reifepotenzial; in der Jugend gern dekantieren. Bei 11–13 °C servieren.

Am Tisch

Zu edlem Fisch und Meeresfrüchten, zu Geflügel und Kalb in heller Sauce, zu cremigen Gerichten sowie zu würziger asiatischer Küche und gereiftem Hartkäse.


Lage: Piesporter Goldtröpfchen, Piesport an der Mittelmosel; steiles, südlich ausgerichtetes Amphitheater; tiefgründiger, verwitterter Grauschiefer mit Blau- und Rotschiefer-Anteilen; VDP.GROSSE LAGE
Klassifikation: VDP.GROSSES GEWÄCHS (trocken); 100 % Riesling
Ausbau: selektive Handlese, Spontangärung mit eigenen Hefen, traditioneller Ausbau meist im Edelstahltank

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Italien

Zabu Il Passo Nerello Mascalese

Rotwein · Terre Siciliane IGT · Cuvée

Nerello Mascalese & Nero d'Avola Terre Siciliane IGT Sizilien Appassimento Fantini by Farnese halbtrocken

Zabù Il Passo Nerello Mascalese ist eine konzentrierte, halbtrockene Rotwein-Cuvée der Fantini Group aus Sizilien. Aus Nerello Mascalese und Nero d'Avola, bereitet aus angetrockneten Trauben: rubinrot, mit dunkler Beerenfrucht in der Nase, am Gaumen vollmundig und warm, mit süßen Kirschen, Pflaumen und feiner Restsüße.


Sizilien – zwei Inselsorten, zwei Temperamente

Sizilien ist die größte Insel im Mittelmeer und eines der ältesten Weinbaugebiete Italiens. Das Klima ist mediterran: lange, heiße und trockene Sommer, milde Winter, viel Sonne. Die Herkunftsbezeichnung Terre Siciliane IGT umfasst die gesamte Insel und erlaubt es, Trauben aus verschiedenen Teilen zusammenzuführen.

Die beiden Rebsorten stehen für die zwei Gesichter des sizilianischen Rotweins. Nerello Mascalese ist die Sorte der Hänge rund um den Ätna: hell in der Farbe, mit roter Frucht, lebhafter Säure und feinem, festem Tannin – oft mit Pinot Noir oder Nebbiolo verglichen. Nero d'Avola kommt aus dem heißen Süden der Insel und bringt das Gegenteil: tiefe Farbe, dunkle Pflaumenfrucht, Fülle und weiche Gerbstoffe. In der Cuvée gibt der eine die Struktur, der andere den Körper.

Hinter dem Wein steht Fantini by Farnese, eine der großen Erzeugergruppen Süditaliens mit Wurzeln in den Abruzzen; Zabù ist das sizilianische Weingut der Gruppe.

Angetrocknete Trauben – was „Il Passo" bedeutet

Cuvée aus Nerello Mascalese und Nero d'Avola. Der Name „Il Passo" verweist auf das Appassimento: Die Trauben werden vor dem Pressen angetrocknet und verlieren dabei einen Teil ihres Wassers. Zucker, Säure, Farbstoffe und Aromen konzentrieren sich, die Beeren werden rosinenartig.

Aus diesem Most entsteht ein Wein mit mehr Körper, mehr Glycerin und einer weicheren, fast samtigen Textur als aus frischen Trauben. Die Gärung wird nicht ganz zu Ende geführt, eine feine Restsüße bleibt im Wein – daher die Einstufung als halbtrocken und der warme, vollmundige Charakter.

Im Glas

Rubinrot. In der Nase fruchtige, dunkle Beeren, dazu getrocknete Pflaume und ein Hauch Rosine aus dem Antrocknen. Am Gaumen vollmundig, warm und recht kräftig, mit süßen Kirschen und Pflaumen. Mittelschwer und rund, die feine Restsüße wird von der Säure des Nerello Mascalese getragen; der Abgang ist weich.

Angetrocknete Trauben für Fülle und Süße, Nerello Mascalese für die Säure, die sie trägt.

Bei 16–18 °C servieren, nicht wärmer – die Restsüße tritt sonst zu deutlich hervor. Jung zu trinken.

Am Tisch

Ein kraftvoller, konzentrierter Rotwein zu herzhafter Küche; die feine Restsüße passt besonders zu Würzigem. Klassische Begleitung: Schmorgerichte, würziges Lamm, reifer Käse und dunkle Schokolade. Ebenso zu Barbecue, Chili con Carne, Caponata und gereiftem Pecorino.


Produzent Zabù, Fantini by Farnese
Rebsorte Nerello Mascalese und Nero d'Avola
Lage Sizilien, Italien
Klassifikation Terre Siciliane IGT · halbtrocken
Vinifikation Appassimento, Antrocknen der Trauben vor dem Pressen · Restsüße
Trinkempfehlung jung trinken

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