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17. Februar 2008

gut – besser – perfekt

>***Billecart Salmon Grande Cuvée 1996-große Reife-noch größere Säure-toller Aperitif. ***1991 Comte Georges de Vogue Musigny Blanc-überreife Frucht-eher einer weißer Hermitage – fett – keine Eleganz

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Frankreich

Ghislaine Barthod Chambolle Musigny Les Fuees 1er Cru 2022

Rotwein · Chambolle-Musigny Premier Cru · Pinot Noir

Pinot Noir Les Fuées · 1er Cru Chambolle-Musigny südl. Verlängerung von Bonnes-Mares · 4,4 ha 2022

Der Chambolle-Musigny Les Fuées 1er Cru 2022 der Domaine Ghislaine Barthod ist Barthod in Reinkultur: ein klarer, präziser Pinot Noir, der Eleganz mit intensiver Kraft verbindet. Rote Beeren, Himbeere, Veilchen und Kirsche treffen auf feine Würze und feinkörnige, kreidige Tannine.


Les Fuées – südliche Verlängerung von Bonnes-Mares

Les Fuées ist ein Premier Cru in Chambolle-Musigny und gilt als südliche Verlängerung des Grand Cru Bonnes-Mares, mit sehr ähnlicher Bodenstruktur und Exposition. Mit 4,4 Hektar zählt die Lage zu den größeren Premier Crus der Gemeinde; der obere, westliche Teil steigt steiler an, der östliche läuft flacher aus. Südlich schließt sich Les Cras an. Stilistisch sind die Weine weniger fruchtbetont, dafür würziger und fein in der aromatischen Tiefe.

Der steinige, kalkreiche und flachgründige Boden sorgt für hervorragende Drainage; die Reben wurzeln tief, Wuchskraft und Erträge sinken, Konzentration und Ausdruck steigen. In den unteren Hangbereichen speichert kalkhaltiger Lehm etwas Wasser. Die südöstliche Ausrichtung bringt Morgensonne, die kühlen Nächte erhalten die Säure. Der Name „Les Fuées" verweist auf die Fläche, die eine Person einst an einem Tag mit der Hacke bearbeiten konnte. Die Domaine Ghislaine Barthod zählt zu den gesuchten Erzeugern von Chambolle.

Jahrgang 2022 – Côte de Nuits

2022 war eines der wärmsten, trockensten und sonnenreichsten Jahre im Burgund. Ein milder Winter brachte einen frühen Austrieb, Aprilfröste richteten nur begrenzten Schaden an, und ein regenreicher Juni füllte vor dem trockenen Sommer die Wasserreserven.

Für die roten Burgunder steht 2022 für reife, konzentrierte Frucht bei überraschender Frische und Balance – ein starker Jahrgang, der Struktur und Eleganz von Les Fuées schön trägt.

Assemblage und Ausbau

Reinsortiger Pinot Noir aus dem Jahrgang 2022.

Der Wein reift im Holzfass, im Stil des Guts – mit zurückhaltendem Holzeinsatz, ganz auf Finesse und Lagenausdruck ausgerichtet.

Im Glas

Klarer, präziser Duft nach roten Beeren, Himbeeren, Veilchen und Kirschen, begleitet von feiner Würze, einem Hauch Hagebutte und dezenter Rauchigkeit. Am Gaumen ausgewogen und harmonisch, mit saftiger Frucht, frischer, gut eingebundener Säure und feinkörnigen, kreidigen Tanninen. Der Abgang ist ruhig, mineralisch und lang.

Rote Beeren, Veilchen und feine Würze über kreidigem Tannin – Eleganz trifft auf intensive, ruhige Kraft.

In der Jugend zugänglich, mit Flaschenreife über viele Jahre gewinnend. Bei 15–16 °C servieren; eine Belüftung lohnt sich.

Am Tisch

Geflügel und Federwild, Kalb, Gerichte mit Pilzen, dazu mittelreifer Weichkäse. Ein eleganter Begleiter mit Struktur.


Lage: Les Fuées (1er Cru), Chambolle-Musigny (Côte de Nuits); südliche Verlängerung von Bonnes-Mares, steiniger Kalkboden (unten Kalklehm), SO-Lage, Mittelhang, 4,4 ha
Klassifikation: Chambolle-Musigny Premier Cru
Ausbau: Pinot Noir; Holzfassausbau, zurückhaltender Holzeinsatz

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Feinkost

Andres Verjus Traubenmost BIO

Feinkost · Verjus · aus unreifen Trauben

Verjus („grüner Saft") aus unreifen Trauben mild-säuerliches Würzmittel alkoholfrei · keine Fermentation Alternative zu Essig & Zitrone Weingut Andres · Deidesheim Pfalz BIO (DE-ÖKO-039)

Der Weingut Andres Verjus ist ein mild-säuerliches Würzmittel aus unreifen Trauben. Das Wort Verjus stammt aus dem Französischen („vert jus") und bedeutet „grüner Saft" – eine feine, natürliche Alternative zu Essig und Zitronensaft, die den Geschmack der Zutaten unterstreicht, ohne sie zu dominieren.


Was ist Verjus?

Verjus ist ein mild-säuerliches Würzmittel, das aus unreifen Trauben gewonnen wird. Bereits im Mittelalter fand er in der feinen Küche und als natürliche Zutat in der Medizin Verwendung. Heute erlebt Verjus eine Renaissance und wird zunehmend als vielseitige Alternative zu Essig und Zitronensaft geschätzt.

Das Weingut Andres in Deidesheim wird von den Brüdern Michael und Thomas Andres geführt, die ihre Lagen an der Pfälzer Mittelhaardt biologisch (DE-ÖKO-039), ergänzt durch biodynamische Grundsätze, bewirtschaften. Für diesen Verjus haben sie sich an die alte Tradition erinnert.

Herstellung

Die Herstellung beginnt mit der frühen Ernte von Trauben, die noch nicht ihren vollen Zuckergehalt erreicht haben. Diese werden schonend gepresst; der gewonnene Saft wird gefiltert und pasteurisiert, um seine Frische zu bewahren. Anders als Essig durchläuft Verjus keine Fermentation und behält so eine sanfte, natürliche Säure ohne stechende Essignoten. Je nach verwendeter Rebsorte reicht das Aroma von fruchtig-mild bis leicht herb und floral.

Im Geschmack

Das geschmackliche Profil zeichnet sich durch eine dezente Säure aus, die weicher und weniger intensiv ist als die von Essig oder Zitrone. Diese milde Frische macht den Verjus zu einer hervorragenden, wandelbaren Zutat, die feine Würze und Frucht beisteuert, ohne aufdringlich zu werden.

Eine dezente, weiche Säure – milder und weniger stechend als Essig oder Zitrone: feine Frische und Frucht, die den Geschmack der Zutaten unterstreicht, ohne sie zu dominieren.

Vor Gebrauch gut schütteln; nach dem Öffnen gekühlt aufbewahren.

In der Küche

Besonders beliebt ist Verjus in Salatdressings, da er den Geschmack der Zutaten unterstreicht, ohne sie zu dominieren. In Saucen und Marinaden verleiht er Fisch, Geflügel oder Gemüse eine feine Würze und Frucht; auch zum Ablöschen von Bratenfonds oder zum Verfeinern von Süßspeisen eignet er sich hervorragend.

Wir sind richtig froh, dass sich das Deidesheimer Weingut Andres an die alte Verjus-Tradition erinnert hat. Aus unserer Küche ist dieser Verjus nicht mehr wegzudenken.


Produkt: Verjus (Traubenmost aus unreifen Trauben), alkoholfrei; mild-säuerliches Würzmittel
Herstellung: frühe Lese, schonend gepresst, gefiltert und pasteurisiert, ohne Fermentation; Weingut Andres, Deidesheim (Pfalz)
Hinweis: biologisch erzeugt (DE-ÖKO-039); gekühlt lagern; mindestens haltbar bis 31.12.2029

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Weine

Etienne Sauzet Puligny Montrachet Champ-Canet 1er Cru 2024 BIO

Weißwein · Puligny-Montrachet Premier Cru · Chardonnay

Chardonnay Champ Canet · 1er Cru Puligny-Montrachet Sauzet-Parzelle 1 ha (1959) 2024 · Bio (FR-BIO-01)

Der Puligny-Montrachet Champ Canet 1er Cru 2024 der Domaine Etienne Sauzet ist ein dichter, satter und facettenreicher Chardonnay aus einer 1959 bepflanzten Parzelle. Champ Canet bringt spannungsgeladene, mineralische Weine hervor – im kühlen Jahrgang 2024 besonders frisch und knackig.


Champ Canet – Premier Cru im Norden von Puligny

Die Einzellage Champ Canet umfasst 5,6 Hektar im nördlichen Teil der Puligny-Montrachet-Appellation und liegt auf gleicher Höhenlinie wie das Perrières-Climat von Meursault. Der exponierte Premier-Cru-Weinberg bietet bröckeligen Kalkstein als Untergrund, bedeckt von einer dünnen Schicht steinigen Mergels – beste Voraussetzungen für spannungsgeladene, frische und mineralische Weine.

Die Familie Sauzet bepflanzte hier 1959 ein rund 1 Hektar großes Teilstück mit Chardonnay. Die Domaine Etienne Sauzet (gegründet 1903) zählt zu den großen Weißwein-Adressen des Burgunds.

Jahrgang 2024 – Côte de Beaune

2024 war im Burgund ein Jahr der Geduld: ein ungewöhnlich milder, sehr niederschlagsreicher Winter, ein früher Austrieb, dann ein feucht-kühles Frühjahr mit Frostnächten, regionalem Hagel und hohem Krankheitsdruck. Die Blüte verlief uneinheitlich; erst der stabilere, trockenere Sommer brachte eine langsame Reife, bevor sich zur Lese eine freundlichere Wetterphase einstellte.

Die Lese begann spät, mit strenger Selektion; die Erträge waren teils um bis zu 60 % reduziert. Bei moderaten Mostgewichten entstanden balancierte, leichtere Weine. Die Weißweine 2024 wirken klar, fein strukturiert und von pikanter Frische mit kühler Eleganz – das unterstreicht die dichte, mineralische Art des Champ Canet.

Assemblage und Ausbau

Reinsortiger Chardonnay aus dem Jahrgang 2024, biologisch (FR-BIO-01).

Die Gärung erfolgt im Stil des Guts spontan in großen Eichenfässern, temperaturreguliert; der gesamte Ausbau bis zur Feinhefelagerung dauert bis zu 18 Monate und gibt dem Wein Tiefe und Textur.

Im Glas

Dicht, satt und facettenreich: Zitrus, weiße Blüten und Haselnuss treffen auf steinige Mineralität und feinen Schmelz aus dem Hefelager. Am Gaumen spannungsgeladen, im kühlen 2024er mit besonders frischer, knackiger Säure und langem Abgang.

Zitrus, weiße Blüten und Haselnuss über steiniger Mineralität – dicht, spannungsgeladen und im kühlen 2024er besonders frisch.

Jung schon zugänglich, mit großem Reifepotenzial über viele Jahre. Bei 12–13 °C servieren.

Am Tisch

Fisch und Krustentiere, Geflügel in heller Sauce, Kalbsbries, dazu reifer Weichkäse. Ein Wein für die große weiße Küche.


Lage: Champ Canet (1er Cru), Puligny-Montrachet (Côte de Beaune); bröckeliger Kalkstein unter steinigem Mergel, Höhe wie Meursault Perrières; Sauzet 1 ha (1959), 5,6 ha gesamt
Klassifikation: Puligny-Montrachet Premier Cru; Bio (FR-BIO-01)
Ausbau: Chardonnay; Spontangärung im großen Eichenfass, bis 18 Monate inkl. Feinhefe

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Weine

Legrand Latour Ypresien Brut Nature BIO

Wein · Champagner · Champagne · Frankreich

Legrand-Latour Yprésien Brut Nature ist kräftig, würzig und salzig: eine ausdrucksstarke, biozertifizierte Cuvée aus Meunier und Pinot Noir mit viel Tiefe und Eleganz. Nach langem Ausbau zeigt er ein vielschichtiges Aromenspiel und eine beeindruckende Struktur.


Champagne

Das Haus Legrand-Latour erzeugt terroirgeprägte Winzer-Champagner in der Champagne und arbeitet biozertifiziert (FR-BIO-01). Der Name Yprésien verweist – wie bei den Schwester-Cuvées – auf die geologische Prägung der Böden, die dem Champagner seine salzige Mineralität verleihen.

Assemblage und Ausbau

Cuvée aus 60 % Meunier und 40 % Pinot Noir. Nach 12 Monaten im Holzfass reift der Champagner über 42 Monate auf der Hefe, was ihm Vielschichtigkeit, Struktur und Tiefe verleiht. Ohne Dosage als Brut Nature abgefüllt.

Im Glas

Helles Gold mit feiner Perlage. In der Nase getrocknete Früchte, Orangenzesten und feine Röstaromen. Am Gaumen druckvoll, mit salziger Mineralität und nussigen Noten, dabei frisch und klar; langer, strukturierter Abgang.

Zum Genießen

Gut gekühlt bei 9–11 °C servieren – als charaktervoller Aperitif oder zum Essen.

Passt zu: Krustentieren, Pilzgerichten, edlem Fisch, Geflügel und reifem Käse.


Lage: Champagne (Frankreich); Legrand-Latour
Klassifikation: Champagne – Cuvée aus 60 % Meunier & 40 % Pinot Noir, Brut Nature (naturherb)
Ausbau: 12 Monate Holzfass, über 42 Monate Hefelager, ohne Dosage

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Rebsorten

Argentiera Bolgheri Superiore 2020

Wein · Rotwein · Bolgheri · Italien

Argentiera Bolgheri Superiore ist eine spannende Cuvée aus Merlot, Cabernet Sauvignon und Cabernet Franc, bei der die Weinregion Bordeaux Pate steht. Dichtes, glänzendes Violettrot; intensives Bukett von Roter Grütze, schwarzer Johannisbeere, Gewürzen, Kaffee und dunkler Schokolade. Am Gaumen modern geprägt: satte Frucht, elegante Länge, finessenreich und vollmundig. Großes Potenzial!


Bolgheri / Toskana

Die Tenuta Argentiera liegt im Süden der Bolgheri DOC an der toskanischen Maremma-Küste – als meeresnächstes und zugleich höchstgelegenes Gut der Appellation (~200 m). Kalk-, Ton- und Schotterböden sowie kühlende Tyrrhenische Meeresbrisen prägen den Stil. In Nachbarschaft zu Größen wie Sassicaia und Ornellaia entsteht hier ein Bolgheri im klassischen Super-Tuscan-Geist.

Assemblage und Ausbau

Bordeaux-Cuvée mit Merlot als Hauptanteil, ergänzt um Cabernet Sauvignon und Cabernet Franc. Jede Sorte wird separat im Edelstahl vergoren; die malolaktische Gärung findet im Barrique statt. Anschließend reift der Wein 14–16 Monate in französischen 225-Liter-Barriques (teils neu), gefolgt von einer Flaschenreife. Trocken ausgebaut.

Im Glas

Dichtes, glänzendes Violettrot. In der Nase intensiv: Rote Grütze, schwarze Johannisbeere, Gewürze, Kaffee und dunkle Schokolade. Am Gaumen modern geprägt, mit satter Frucht, samtigen reifen Tanninen, eleganter Länge und vollmundigem Abgang. Großes Reifepotenzial.

Am Tisch

Bei rund 18 °C servieren und vor dem Genuss dekantieren – ein kraftvoller Begleiter zu herzhaften Gerichten.

Passt zu: Bistecca alla Fiorentina, Lamm, Wild, Schmorgerichten und gereiftem Hartkäse.


Lage: Bolgheri DOC Superiore, Toskana (Italien); Tenuta Argentiera
Klassifikation: Bolgheri Superiore DOC – Cuvée aus Merlot, Cabernet Sauvignon & Cabernet Franc, trocken
Ausbau: 14–16 Monate in französischen Barriques (225 l, teils neu), anschließend Flaschenreife

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Schaumweine

Biscardo Prosecco Vino Frizzante

Schaumwein · Prosecco DOC Frizzante · Venetien · Italien

Biscardo Prosecco Vino Frizzante ist ein frischer, leicht prickelnder Prosecco – der perfekte Aperitif für einen italienischen Abend.


Venetien / Italien

Hinter dem Wein steht Mabis S.r.l. (Biscardo), ein Familienbetrieb im Veneto nahe Verona, der seit Generationen die typischen Weine Norditaliens erzeugt – von Amarone bis Prosecco. Die Glera-Trauben stammen aus dem Prosecco-DOC-Gebiet im Nordosten Italiens.

Rebsorte und Ausbau

Reinsortig aus Glera. Nach sanfter Pressung vergärt der Grundwein im Edelstahltank; die Perlage entsteht im Tankverfahren (Martinotti). Als Frizzante enthält er weniger Kohlensäure als ein Spumante und prickelt dadurch nur sanft.

Im Glas

Helles Gelb mit feinem Prickeln. In der Nase zarte Aromen von Apfel und Birne mit einer dezenten floralen Note. Am Gaumen weich und unkompliziert, mit dem für die Glera-Traube typischen Mandelton im Nachhall.

Am Tisch

Gut gekühlt bei 5–7 °C servieren – als Aperitif, geselliger Begleiter oder Basis für einen Spritz. Jung trinken.

Passt zu: Antipasti, Fingerfood, Vorspeisen und leichten Fischgerichten.


Lage: Venetien (Italien); Mabis S.r.l. (Biscardo)
Klassifikation: Prosecco DOC Frizzante – 100 % Glera
Ausbau: Edelstahltank, Perlage im Tankverfahren (Martinotti)

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Weine

Ulacia Izaro Txakoli

Weißwein · Getariako Txakolina · Hondarrabi Zuri

Hondarrabi Zuri D.O. Getariako Txakolina Getaria, Baskenland Parral-Erziehung Rebenalter 5–60 Jahre Feinhefelager mit Bâtonnage

Ulacia Izaro ist der Txakoli, mit dem die Familie Ulacia in Getaria 2008 ihre Spitzenparzellen separat auszubauen begann. Statt den Wein wie den klassischen Txakoli direkt nach der Gärung zu füllen, bleibt Izaro auf der Feinhefe liegen, die regelmäßig aufgerührt wird. Das Ergebnis ist ein baskischer Weißwein mit mehr Textur, der die salzige Kante der Küstenlagen behält.


Getaria – Steilhänge über der Biskaya

Die Reben stehen an den Hängen rund um Getaria, wenige hundert Meter über dem Kantabrischen Meer. Der Untergrund besteht aus Ton mit sandiger Auflage, das Klima ist atlantisch: rund 1.600 mm Niederschlag im Jahr – der höchste Wert aller spanischen Weinbaugebiete – bei einem Jahresmittel um 13,5 °C. Die D.O. Getariako Txakolina wurde 1989 gegründet und umfasst heute gut 400 Hektar.

Erzogen wird im Parral, dem hoch gezogenen Drahtrahmen: Laub und Triebe schirmen die darunter hängenden Trauben gegen Feuchtigkeit ab, der Wind vom Meer trocknet die Zone durch. Ulacia bewirtschaftet in Getaria südexponierte Parzellen mit Rebenaltern zwischen 5 und 60 Jahren; für Izaro werden ausschließlich die ältesten und am besten belüfteten Lagen gelesen.

Assemblage und Ausbau

Grundlage ist Hondarrabi Zuri, die autochthone Weißweinsorte des Baskenlands, geerntet als Parzellenselektion aus den besten Weingärten des Guts. Die Gärung erfolgt temperaturkontrolliert im Stahltank, damit die Frucht- und Blütennoten der Sorte erhalten bleiben.

Der Unterschied zum klassischen Txakoli liegt in der Reifung: Izaro bleibt nach der Gärung auf der Feinhefe, die per Bâtonnage regelmäßig aufgerührt wird. Das gibt dem Wein Schmelz und Volumen am Gaumen, ohne ihn schwer zu machen – die Säure der Hondarrabi Zuri bleibt der tragende Rahmen. Der Keller wurde 2009 neu gebaut, seither arbeitet die dritte Generation der Familie mit reduktiver Kellertechnik.

Im Glas

Helles Strohgelb mit grünlichem Rand, oft mit feiner Kohlensäureperlung am Glasrand. In der Nase intensiv: Ananas und weißer Pfirsich, dazu florale Noten und ein Hauch Zitrusschale. Am Gaumen frischer Auftakt, dann die von der Hefereifung getragene, cremige Mitte; der Abgang ist trocken, salzig grundiert und ausgewogen.

Die Bâtonnage gibt Izaro die Textur, die dem klassischen Txakoli fehlt – ohne ihm die salzige Frische der Küstenlagen zu nehmen.

Bei 8–10 °C servieren. Das traditionelle Einschenken aus der Höhe ist hier nicht nötig: Izaro braucht kein zusätzliches Aufreißen, ein normal eingeschenktes Glas zeigt mehr von seiner Struktur. Trinkreif ab Füllung, mit ein bis zwei Jahren Flaschenlager gewinnt die Hefenote an Tiefe.

Am Tisch

Der klassische Partner ist Fisch vom Holzkohlegrill, wie ihn Getaria bekannt gemacht hat: Steinbutt, Wolfsbarsch, Sardinen. Ebenso gut zu Austern, Anchovis, Bacalao al pil-pil und gebratenen Jakobsmuscheln. Durch den Hefeausbau trägt Izaro auch schwerere Begleiter – Tempura, gegrillten Oktopus mit Kartoffel, jungen Ziegenkäse. Als Aperitif zu Pintxos funktioniert er ohnehin.


Produzent Bodega Ulacia, Getaria
Rebsorte Hondarrabi Zuri
Lage Getaria, Gipuzkoa, Baskenland
Klassifikation D.O. Getariako Txakolina
Vinifikation Parzellenselektion · temperaturkontrollierte Gärung im Stahltank
Ausbau Stahltank · Feinhefelager mit Bâtonnage
Boden Ton mit sandiger Auflage
Erziehung Parral, südexponiert · Rebenalter 5–60 Jahre
Trinktemperatur 8–10 °C

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Rebsorten

Domaine Bachelet Bourgogne Pinot Noir 2022

Rotwein · Bourgogne · Pinot Noir

Pinot Noir Bourgogne AOC 0,66 ha · Reben ~70 Jahre 2022 Côte de Nuits

Der Bourgogne Pinot Noir 2022 von Denis Bachelet zeigt, dass hinter einem „einfachen" Bourgogne keineswegs große Mengen stehen müssen. Nur 0,66 Hektar, bestockt mit Reben, die auf 70 Jahre zugehen: ein filigraner, komplexer und saftiger Pinot Noir, bei dem Erde, Frucht und Mineralität in feiner Balance nebeneinanderstehen.


Bourgogne aus alten Reben – Handschrift einer Top-Domaine

Bourgogne ist die regionale Appellation des Burgunds. Dieser Wein stammt aus einer nur 0,66 Hektar großen Parzelle, deren Rebstöcke auf rund 70 Jahre zugehen. Penible Pflege und sehr niedrige Erträge sorgen für Konzentration und Tiefe – weit über das übliche Niveau dieser Stufe hinaus.

Denis Bachelet führt in Gevrey-Chambertin eine kleine, traditionell arbeitende Domaine, die für Finesse und Klarheit bekannt ist. Diese Sorgfalt prägt auch den Bourgogne Rouge.

Jahrgang 2022 – Côte de Nuits

2022 war eines der wärmsten, trockensten und sonnenreichsten Jahre im Burgund. Ein milder Winter brachte einen frühen Austrieb, Aprilfröste richteten nur begrenzten Schaden an, und ein regenreicher Juni füllte vor dem trockenen Sommer die Wasserreserven.

Für die roten Burgunder steht 2022 für reife, konzentrierte Frucht bei überraschender Frische und Balance – ein starker Jahrgang, der diesem Bourgogne Substanz und Saft gibt.

Assemblage und Ausbau

Reinsortiger Pinot Noir aus dem Jahrgang 2022, von fast 70 Jahre alten Reben bei sehr niedrigen Erträgen.

Nach der Lese vergärt der Wein und reift anschließend im Holzfass. Die Vinifikation folgt der traditionellen, auf Finesse ausgerichteten Handschrift des Guts.

Im Glas

Feine, klare Frucht, getragen von einer filigranen, komplexen Struktur. Am Gaumen saftig und ernsthaft, mit erdigen und mineralischen Noten, feinem Tannin und frischer Säure.

Erde, Frucht und Mineralität nebeneinander – ein filigraner, ernsthafter Bourgogne weit über seiner Stufe.

Schon jung zugänglich, über einige Jahre gut lagerfähig. Bei 15–16 °C servieren.

Am Tisch

Charcuterie, Brathähnchen und Geflügel, Ente, Gerichte mit Pilzen oder mittelreifer Weichkäse. Ein feiner Allrounder für die gehobene Alltagsküche.


Lage: Bourgogne (Côte de Nuits), 0,66-ha-Parzelle; Reben rund 70 Jahre
Klassifikation: Bourgogne AOC
Ausbau: Pinot Noir, alte Reben; Holzfassausbau

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