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10. Oktober 2008

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Schaumweine

François Montand ICE Demi-Sec

Der François Montand ICE Demi-Sec ist ein Schaumwein, der ausdrücklich auf Eis gehört. Mit seiner Süße und kräftiger Frucht ist er so angelegt, dass schmelzende Eiswürfel ihn nicht verwässern, sondern erfrischen. In der Flasche vergoren, im Jura gemacht.

Im Glas

Hellgelb, feine Perlen. Duft von Pfirsich, Birne, gelbem Apfel und Blüten. Im Mund rund und weich, frische Säure fängt die Süße ab. Auf Eis wird er schlanker und zitrusfrischer – genau das ist der Plan.

Mach was draus

Drei, vier Eiswürfel ins große Glas, den gut gekühlten Schaumwein darüber, dazu ein Minzblatt oder etwas Limettenzeste. Passt zu Melone mit Schinken, Ziegenkäse mit Honig, Sushi, Obstsalat oder Sorbet. Der Drink für Terrasse, Pool und Sommerparty. Am besten eiskalt, 4 bis 6 Grad.

Janus FenskeJanus empfiehlt

„Mit Minze und Limette ist ICE mein liebster Sommer-Aperitif. Ganz ohne Sirup und trotzdem ein kleiner Cocktail.“

Mehr über Janus, unseren Sommelier

Kurz gefragt

Warum so viel Süße? Schmelzendes Eis verwässert alles im Glas. Ein Brut wirkt dann schnell wässrig und spitz, der ICE dagegen bleibt rund.

Was heißt Demi-Sec? Halbtrocken. Seine etwa 40 Gramm Zucker je Liter liegen mitten in dieser Stufe.

Chardonnay, Ugni Blanc, Colombard · versektet im Jura · Grundwein im Edelstahl · Flaschengärung · halbtrocken, etwa 40 Gramm Zucker je Liter · auf Eis servieren · Maison du Vigneron, Hauteroche (Jura) · Stand: Oktober 2026

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Spanien

Juan Manuel Burgos AVAN Cepas Centenarias 2020

Rotwein · Ribera del Duero · Tempranillo

Tempranillo (Tinta del País) Ribera del Duero Cepas Centenarias (100+ Jahre) prä-phylloxerisch ~900 m Höhe 18 Monate neue franz. Eiche 2020

Der AVAN Cepas Centenarias 2020 ist ein Weingigant aus über 100 Jahre alten Rebstöcken – ein Wein, der nicht nur in Spanien seinesgleichen sucht. Frucht, Kraft, Ausdruck und ein ellenlanger Abgang geben sich die Klinke in die Hand. Einer der größten Weine Spaniens.


Cepas Centenarias – der Ursprungsweinberg

Bodegas y Viñedos Juan Manuel Burgos liegt in Fuentelcésped in der Ribera del Duero. „Juanma" erbte Rebflächen zwischen 40 und 100 Jahren und brachte mit AVAN ab dem Jahr 2000 das moderne Gesicht der Region hervor – im Weinberg konsequent traditionell und, nach den Mondphasen gepflegt, im Keller mit nur minimalem Schwefeleinsatz.

Der Cepas Centenarias ist das Flaggschiff des Projekts: 100 % Tinta del País aus dem ältesten, über hundertjährigen und prä-phylloxerischen Weinberg des Guts – jenem Weinberg, von dem alle übrigen Reben des Hauses gepfropft wurden, gleichsam die DNA des gesamten Projekts. Die hochgelegenen Parzellen auf rund 900 Metern, auf kalkhaltigen Böden mit Sand und Ton, und die großen Tag-Nacht-Kontraste sorgen für eine langsame, ausgewogene Reife und konzentrierte Trauben.

Jahrgang 2020 – Ribera del Duero

Der Jahrgang 2020 ist spannend und elegant zugleich, dabei schon sehr zugänglich und trinkreif. Die alten Reben und die Höhenlage geben dem Wein Tiefe, Frische und Energie – ein kraftvoller, aber fein gezeichneter Ribera, der sich in den kommenden Jahren noch weiter prächtig entwickeln wird.

Ausbau

Reinsortiger Tempranillo (Tinta del País) aus dem Jahrgang 2020, trocken.

Handlese ertragsarmer Parzellen, Gärung mit autochthonen Hefen zur Wahrung des Terroircharakters. Anschließend 18 Monate Reife in neuen Fässern aus französischer Eiche höchster Qualität (feinporig), in denen die besten Fässer jeder Böttcherei ausgewählt werden. Anbau mit Kompost und Pflanzenpräparaten, nicht zertifiziert.

Im Glas

Sattes Purpurrot mit kräftigen Glycerinschlieren, die an der Glaswand hinunterwabern. Ausgeprägter Duft nach dunklen, reifen und sehr satten Früchten, untermalt von cremiger Eiche, getrockneten Kräutern und kandierter Frucht. Am Gaumen unheimlich vollmundig und lang, kraftvoll und konzentriert, mit reifen Tanninen – Frucht, Kraft und Ausdruck im Zusammenspiel.

Ein Weingigant aus über 100-jährigen Reben – einer der größten Weine Spaniens.

Der Abgang ist intensiv und sehr, sehr lang. Schon jetzt ein großer Trinkgenuss, mit prächtigem Entwicklungspotenzial über viele Jahre; profitiert vom Dekantieren. Bei 16–18 °C servieren.

Am Tisch

Zu kastilischen Braten und Lamm aus dem Ofen, zu gegrilltem und geschmortem rotem Fleisch, zu Ibérico-Schwein sowie zu gereiften Hartkäsen.


Lage: Ribera del Duero, Fuentelcésped (Spanien); ältester, prä-phylloxerischer Weinberg (100+ Jahre), ~900 m Höhe, kalkhaltige Böden mit Sand und Ton
Klassifikation: DO Ribera del Duero, Tempranillo (Tinta del País), trocken
Ausbau: 18 Monate neue französische Eiche (feinporig); autochthone Hefen; Anbau mit Kompost und Pflanzenpräparaten, nicht zertifiziert

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Spanien

Jade Gross Harrobia 2023

Rotwein · Rioja Alavesa · Tempranillo

Tempranillo Rioja Alavesa Harrobia · La Cantera alte Buschreben (36 J.) ~600 m Höhe 12 Monate franz. Eiche nur 2.250 Flaschen 2023

Der Jade Gross Harrobia 2023 ist ein charakterstarker Tempranillo aus der hochgelegenen Parzelle La Cantera in Labastida – kraftvoll und zugleich präzise, mit Finesse, Tiefe und mineralischer Frische. Ein ausdrucksstarker Rioja mit großem Potenzial.


Harrobia – La Cantera auf 600 Metern

Jade Gross, in Hongkong geborene chinesisch-amerikanische Quereinsteigerin aus der Spitzengastronomie, begann ihr Rioja-Projekt 2019 unter der Mentorschaft von Abel Mendoza. Harrobia – baskisch für „Steinbruch", eine Anspielung auf den Lagennamen La Cantera – ist der erste Weinberg, den sie zu Beginn ihres Projekts erwerben konnte.

Aus dieser hochgelegenen Parzelle in Labastida stammt der charakterstarke Tempranillo. Auf 600 Metern Höhe wurzeln 36 Jahre alte Buschreben in kargen Kalk- und Sandsteinböden – ideale Bedingungen für konzentrierte Trauben mit klarer Struktur. Der Wein vereint die Eigenständigkeit seiner Lage mit zeitgemäßem Winzerhandwerk.

Jahrgang 2023 – Rioja

Der Jahrgang 2023 war in der Rioja ein herausforderndes Jahr: Besonders warme und trockene Bedingungen ließen Reben und Menschen mit den Herausforderungen des Klimawandels kämpfen. Im Vorteil waren – wie schon in den Jahren davor – die alten Rebanlagen in den Höhenlagen vor der Sierra Cantabria. Starke Hagelstürme dezimierten die Ernte weiter und führten zu einer Minderernte; nur wer das ganze Jahr über sorgsam die Laubarbeit beherrschte und zum richtigen Zeitpunkt las, wurde mit hochwertigem Traubenmaterial belohnt.

Ausbau

Reinsortiger Tempranillo aus dem Jahrgang 2023, trocken.

Die Handlese am 28. September 2023 erfolgte mit größter Sorgfalt. 70 % der Beeren wurden entrappt, bevor die Gärung traditionell in offenen Gärbehältern stattfand. Anschließend reifte der Wein 12 Monate in französischer Eiche, wobei 30 % der Fässer neu waren – ein Ausbau, der Eleganz mit einer feinen Holzwürze verbindet. Gesamtproduktion: 2.250 Flaschen.

Im Glas

Kraftvoll und zugleich präzise: Aromen dunkler Beeren, feine Gewürzanklänge, mineralische Frische und eine zupackende Säure verleihen ihm Spannung und Länge. Ein ausdrucksstarker Rioja, der die Eigenständigkeit seiner Lage mit zeitgemäßem Winzerhandwerk vereint.

Kraftvoll und zugleich präzise – ein ausdrucksstarker Rioja mit großem Potenzial.

Schon jetzt mit viel Trinkfreude, mit großem Reifepotenzial; profitiert von etwas Luft. Bei 16–18 °C servieren.

Am Tisch

Zu gegrilltem und geschmortem rotem Fleisch, zu Lamm und Ibérico-Schwein, zu kräftigen Eintöpfen sowie zu gereiftem Käse.


Lage: Rioja Alavesa, Harrobia/La Cantera in Labastida (Spanien); ~600 m, karge Kalk- und Sandsteinböden, 36 J. alte Buschreben
Klassifikation: DOCa Rioja, Tempranillo (trocken); nur 2.250 Flaschen
Ausbau: Tempranillo; 70 % entrappt, Gärung in offenen Behältern; 12 Monate franz. Eiche (30 % neu); handwerklich

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Länder/Regionen

Sottimano Barbaresco Basarin 2021 DOCG

Rotwein · Barbaresco DOCG · Nebbiolo

Nebbiolo Barbaresco DOCG Cru Basarin (Neive) alte Reben Sottimano bis zu 3 Monate Maische nur 9.000 Flaschen 2021

Der Sottimano Barbaresco Basarin 2021 stammt aus einer rund drei Hektar großen Einzellage mit alten Reben in Neive – ein präziser, vielschichtiger Cru-Nebbiolo mit kühler, wilder Frucht, floraler Struktur und langen, seidig-kreidigen Tanninen. Aus einem von Andrea Sottimano hochgeschätzten Jahrgang.


Basarin – Cru aus Neive

Sottimano in Neive zählt zu den Top-Adressen des Barbaresco. Das Familienweingut – von Rino Sottimano ab Ende der 1960er aufgebaut, heute von Andrea und seinen Geschwistern geführt – arbeitet seit über vierzig Jahren und konsequent traditionell: Spontangärung mit wilden Hefen, sehr lange Maischestandzeiten, Ausbau im großen Holzfass, ungeschönt und ungefiltert.

Der Barbaresco Basarin stammt aus der renommierten Gemeinde Neive. Die Trauben kommen aus einer rund drei Hektar großen Einzellage mit alten Reben auf hellen, weißen Böden – ein Terroir, das dem Wein seine kühle Frucht, mineralische Präzision und florale Eleganz verleiht.

Jahrgang 2021 – Barbaresco

Der Jahrgang 2021 gilt für Andrea Sottimano als einer der besten seiner Laufbahn: Ein schneereicher Winter sorgte für ausgezeichnete Wasserreserven, der Sommer verlief moderat mit kühlen Nächten, und die späte Lese bis fast Ende Oktober ermöglichte eine langsame, gleichmäßige Reifung der Nebbiolo-Trauben. Die Produktion ist auf etwa 9.000 Flaschen limitiert.

Ausbau

Reinsortiger Nebbiolo aus dem Jahrgang 2021, Barbaresco DOCG, trocken.

Die Vinifikation erfolgt konsequent traditionell. Nach sorgfältiger Selektion setzt die alkoholische Gärung spontan ein. Es folgen sehr lange Maischestandzeiten mit bis zu drei Monaten unter getauchtem Tresterhut. Der Ausbau erfolgt in großen Holzfässern, in denen auch die malolaktische Gärung abgeschlossen wird. Eine zusätzliche Flaschenreife von rund einem Jahr verleiht dem Wein seine Ausdruckstiefe und Balance.

Im Glas

In der Nase zeigt sich der Barbaresco Basarin präzise und vielschichtig, mit balsamischen Kräutern, feinen Gewürznoten sowie Anklängen von Cassis, Blutorange, Lakritz und zerstoßenem Stein. Am Gaumen verbindet sich eine kühle, wilde Frucht mit einer intensiven floralen Struktur. Die langen, kreidigen Tannine wirken zugleich seidig und tragend und verleihen dem Wein Eleganz, Spannung und einen bemerkenswert langen, fein mineralischen Nachhall.

Präzise und vielschichtig – seidig-kreidige Tannine, Eleganz, Spannung und ein fein mineralischer Nachhall.

Schon jetzt ausdrucksstark, mit großem Reifepotenzial über viele Jahre; profitiert deutlich vom Dekantieren. Bei 16–18 °C servieren.

Am Tisch

Zu geschmortem rotem Fleisch (Brasato), zu Wild, zu Trüffel- und Pilzgerichten sowie zu gereiftem Hartkäse.


Lage: Barbaresco DOCG, Cru Basarin, Neive (Piemont, Italien); ~3 ha Einzellage, alte Reben, helle, weiße Böden
Klassifikation: Barbaresco DOCG, Nebbiolo (trocken); nur ca. 9.000 Flaschen
Ausbau: 100 % Nebbiolo; Spontangärung, bis zu 3 Monate Maische unter getauchtem Tresterhut, große Holzfässer (inkl. Malo), ~1 Jahr Flaschenreife; ungeschönt, ungefiltert

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USA

Cayuse God Only Knows Grenache 2013

Rotwein · Grenache · Walla Walla Valley · USA

Cayuse God Only Knows Grenache 2013 zeigt sich im heißen Jahrgang 2013 reich und fast maskulin: dunkle Früchte, zerriebene Kräuter, Leder und ein Hauch Wild, dazu die salzige Mineralität der Lage Armada. Ein Grenache, der an einen großen Châteauneuf-du-Pape aus warmem Jahr erinnert.


Armada, Walla Walla Valley

God Only Knows stammt aus der Lage Armada im Rocks District of Milton-Freewater, dem steinigen Teil des Walla Walla Valley. Die Reben wurden 2001 mit 1.815 Stöcken pro Acre gepflanzt – damals die dichteste Pflanzung der Region – und wurzeln in runden Basaltkieseln. Christophe Baron, der aus einer Champagner-Familie stammt, bewirtschaftet die Reben mit Pferdezug und Handarbeit und hält die Erträge winzig klein.

Rebsorte und Ausbau

Rund 90 % Grenache; die übrigen rund zehn Prozent verrät Christophe Baron nicht – daher der Name „God Only Knows“. Der Grenache hat die Hitze des Jahres 2013 gut verkraftet und voll ausgereifte, konzentrierte Trauben gebracht. Vergoren überwiegend mit ganzen Trauben im Beton, ausgebaut in großen, gebrauchten Fässern.

Im Glas

Leuchtendes Rot. In der Nase Kirschlikör, Rosenblätter, Feuerstein, Olivenpaste, heiße Steine und Gewürze, dazu dunkle Früchte, Leder und mit Luft ein Hauch Wild. Am Gaumen breit und nahtlos, mit Kirsche, Himbeere und Orangenschale, rauchig-salziger Mineralität und feinkörnigen Tanninen. Deutlich salziges, langes Finale.

Am Tisch

Jetzt auf dem Höhepunkt und zum Trinken bereit. Kurz dekantieren und bei 15–17 °C servieren.

Klassische Begleitung: Lamm, Wild, Ente und mediterrane Schmorgerichte.


Lage: Armada, Rocks District, Walla Walla Valley (USA); Basaltkiesel
Klassifikation: Walla Walla Valley AVA – Grenache
Jahrgang: 2013 (heißer Jahrgang)
Ausbau: ca. 90 % Grenache; Ganztraube, Beton, große gebrauchte Fässer

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Schaumweine

Champagne Girard-Bonnet Les Mussettes Grand Cru 2020 Extra Brut

Der Girard-Bonnet Les Mussettes 2020 Grand Cru Extra Brut kommt aus einer einzigen Lage unten am Hang des Dorfs Le Mesnil, 1971 mit Chardonnay aus eigener Massenselektion bepflanzt. Vier Jahre und zwei Monate reifte er mit der Hefe – ein Jahrgangs-Champagner mit Tiefe und Salz.

Im Glas

Helles Gold, feine Perlen. Zarte Zitrus, gelber Apfel und Brioche, darunter ein frischer, kreidiger Ton. Im Mund salzig und genau, die Frucht des warmen Jahres reif, getragen von lebendiger Säure. Die lange Hefezeit bringt Schmelz. Lang und straff im Finale.

Mach was draus

Austern, Muscheln, Zander aus der Pfanne, Kalbsbries oder ein alter Comté. Ein Champagner für ein Fischmenü unter Kennern oder einen besonderen Abend zu zweit. Servier ihn bei 9 bis 11 °C im großen Glas.

Janus FenskeJanus empfiehlt

„Les Mussettes braucht ein großes Glas und etwas Zeit. Dann zeigt sich, wie viel Frucht und Salz in dieser Lage stecken.“

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Kurz gefragt

Was macht die Lage besonders? Les Mussettes liegt am Hangfuß und schaut nach Osten. Über der Kreide liegt abgeschwemmter Lehm, der Wasser hält – das gibt Frucht, ohne das Salz von Le Mesnil zu verlieren.

Wie war 2020? Ein warmes, frühes Jahr mit Lesebeginn ab Mitte August. Kühle Nächte hielten die Säure.

100 % Chardonnay · Einzellage Les Mussettes im Grand Cru Le Mesnil · Hangfuß, Ostlage, Lehm über Kreide · Massenselektion, gepflanzt 1971 · Spontangärung, teils Holz, teils Stahl · teilweiser biologischer Säureabbau · 11 Monate Ausbau · 50 Monate Hefelager · Jahrgang 2020 · Extra Brut, 2 g/l Restzucker · trinkreif bis 2035 · Champagne Girard-Bonnet, Le Mesnil-sur-Oger · Stand: Oktober 2026

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Weine

Adega Algueira Dolio Ribeira Sacra tinto 2019

Rotwein · DO Ribeira Sacra · Cuvée

Mencía 66 % · Brancellao 20 % Sousón · Caíño · Garnacha Tintorera DO Ribeira Sacra, Galicien Steilterrassen · Schiefer und Granit Holzfassausbau 6.655 Flaschen 2019

Der Dólio Ribeira Sacra Tinto 2019 der Adega Algueira ist eine Cuvée aus fünf galicischen Rebsorten: Mencía (66 %), Brancellao (20 %), Sousón (6 %), Caíño (4 %) und Garnacha Tintorera (4 %). Straff, geradlinig, mineralisch und würzig – ein Rotwein von den Steilterrassen am Sil, in 6.655 Flaschen gefüllt.


Ribeira Sacra – Steilterrassen an Sil und Miño

Die Ribeira Sacra liegt im Landesinneren Galiciens, in den Canyons von Sil und Miño. Die Reben stehen auf schmalen Steinterrassen, die teils von Mönchen im Mittelalter angelegt wurden und so steil zum Fluss abfallen, dass viele Parzellen nur zu Fuß oder mit Seilwinden erreichbar sind – Weinbau, der in Spanien als „heroisch" gilt. Die Böden bestehen aus Schiefer und Granit, oft mit wenig Feinerde.

Das Klima ist ein Grenzfall: atlantisch beeinflusst durch Feuchtigkeit und kühle Nächte, zugleich im Sommer in den tief eingeschnittenen Tälern warm, weil die Hänge die Sonne einfangen und die Flüsse Wärme speichern. Diese Mischung bringt Rotweine mit reifer Frucht, aber frischer Säure und einem mineralischen, oft würzigen Profil.

Die Hauptsorte ist Mencía. Daneben stehen alte autochthone Sorten, die in der Ribeira Sacra nur in winzigen Mengen wachsen – vor allem Brancellao, in der ganzen Denominación 2019 nur rund 49 Tonnen. Dass der Dólio ein Fünftel davon enthält, macht ihn zu einer Ausnahme. Die Adega Algueira am Sil gehört zu den Betrieben, die diese Sorten früh wieder in den Vordergrund gerückt haben.

Jahrgang 2019 – Ribeira Sacra

Der Jahrgang 2019 war für die Ribeira Sacra ein Jahr ohne Zwischenfälle: kein Frost, kein Hagel, kein schwieriges Frühjahr wie in den Jahren zuvor. Die ersten Trauben – Godello in Amandi – wurden am 28. August gelesen, den offiziellen Beginn der Lese legte der Consello Regulador auf den 19. September fest. Nach 51 Tagen endete sie am 18. Oktober.

Mit 7.262.831 Kilo Trauben war 2019 die ertragreichste Ernte in der Geschichte der Denominación, rund 1,1 Millionen Kilo mehr als im Vorjahr. Das Lesegut war gesund und von guter Reife. Für die Rotweine bedeutet das reife Frucht bei klarer, frischer Säure – die Grundlage für einen straffen, mineralischen Wein wie den Dólio.

Fünf Rebsorten und Ausbau im Holzfass

Cuvée aus Mencía (66 %), Brancellao (20 %), Sousón (6 %), Caíño (4 %) und Garnacha Tintorera (4 %), Jahrgang 2019. Jede Sorte hat ihre Rolle: Mencía gibt rote Frucht, Würze und Struktur; Brancellao ist hell, duftig und fein, bringt florale Noten und Leichtigkeit; Sousón liefert Farbe und Säure, Caíño zusätzliche Frische und Pfeffer, Garnacha Tintorera – eine der wenigen Sorten mit rotem Fruchtfleisch – Farbtiefe und Körper.

Der Wein reift im Holzfass, im Stil des Guts auf Mineralität, Würze und klare Struktur ausgerichtet statt auf Holzaromen. Die Gesamtproduktion liegt bei 6.655 Flaschen.

Im Glas

Mittleres, leuchtendes Rubinrot. In der Nase Muskatnuss, weißer Pfeffer, wilde Beeren und Orangenschale, dazu Leder und frische Gewürze. Am Gaumen straff und geradlinig, mineralisch und würzig; feinkörnige Tannine stehen neben einer klaren Säure. Der Abgang ist lang und würzig.

Ein Fünftel Brancellao – von einer Sorte, die in der ganzen Ribeira Sacra 2019 keine fünfzig Tonnen brachte.

Bei 16 °C servieren, nicht wärmer – sonst verliert der Wein seine Straffheit. Eine halbe Stunde offen genügt. Schon zugänglich, über einige Jahre gut lagerfähig.

Am Tisch

Gegrilltes Fleisch, Lamm, Schwein, Wild und Schmorgerichte, dazu gereifter Käse. In Galicien passt er zu Pulpo á feira, Lacón con grelos und Empanada; die frische Säure trägt auch Thunfisch und Lachs vom Grill.


Produzent Adega Algueira, Ribeira Sacra
Rebsorte Mencía 66 %, Brancellao 20 %, Sousón 6 %, Caíño 4 %, Garnacha Tintorera 4 %
Lage Ribeira Sacra, Galicien, Spanien · Steilterrassen am Sil · Schiefer und Granit
Klassifikation DO Ribeira Sacra · trocken
Jahrgang 2019
Ausbau Holzfass
Trinkempfehlung jetzt bis 2029
Auflage 6.655 Flaschen

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Weine

Marie-Courtin Résonance Extra Brut BIO

Der Marie-Courtin Résonance Extra Brut ist reiner Pinot Noir vom oberen Hang in Polisot, im Tank ausgebaut und ohne Zucker abgefüllt. Der klarste Ausdruck des Hausstils: Frucht und Kalk, nichts dazwischen.

Im Glas

Helles Gold, feine, gut eingebundene Perlen. Ruhig und fokussiert in der Nase: rote Johannisbeere, Himbeere, etwas Sauerkirsche, zarte Blüten und Kalk, mit Luft eine leichte Würze. Im Mund straff und klar, zugleich ausgewogen, mit lebendiger Säure, Beerenfrucht und salziger Frische. Trocken und sauber im Abgang. Ohne Dosage kommt die Frucht des Pinot Noir besonders klar heraus.

Mach was draus

Brathähnchen, Wachtel, Garnelen, Lachs vom Grill oder ein Tatar vom Rind. Er ist ein vielseitiger Begleiter vom Aperitif bis zum Hauptgang. Ein Champagner für ein entspanntes Essen mit Freunden, bei dem es trotzdem besonders schmecken soll. Servier ihn bei 8 bis 10 °C.

Janus FenskeJanus empfiehlt

„Résonance ist der Champagner, mit dem ich Marie-Courtin am liebsten vorstelle. Klar, beerig und ganz ehrlich.“

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Kurz gefragt

Wie wird er ausgebaut? Im Tank, damit Frucht und Präzision erhalten bleiben. Danach reift er mindestens zwei Jahre in der Flasche.

Hat er Zucker? Nein. Er wird ohne Dosage abgefüllt.

100 % Pinot Noir · oberer Hang, Polisot, Côte des Bar · Kalk und Kimmeridge · Ausbau im Tank · mind. 2 Jahre Flaschenreife · Extra Brut, ohne Dosage · Champagne Marie-Courtin, Polisot · Bio, FR-BIO-09 · Stand: Oktober 2026

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