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Spanien

Fernandez de Pierola Reserva 2015 tinto

Wein · Rotwein · Rioja · Spanien

Fernández de Piérola Reserva 2015 ist ein über 24 Monate klassisch im kleinen Eichenholz-Barrique ausgebauter Reserva aus der Rioja Alavesa. Die Farbe schimmert klar durch die Glaswand; der Duft erinnert an Tannenzapfen, Waldboden, Pilze und dunkle Kirschen, dazu leichte Bourbon-Vanille-Noten. Ein eleganter, zeitloser Wein.


Rioja Alavesa

Der Wein stammt aus der Rioja Alavesa, einer für ihre eleganten, klassisch ausgebauten Rotweine bekannten Zone der Rioja. Bodega Fernández de Piérola setzt bewusst auf einen vornehmen, zeitlosen Stil, der jeder Modeerscheinung trotzt. Tempranillo ist die Leitsorte der Region.

Rebsorte und Ausbau

Reinsortig aus Tempranillo. Als Reserva reift der Wein über 24 Monate im kleinen Eichenholz-Barrique, ergänzt um eine längere Flaschenreife. Der klassische Ausbau verleiht ihm Reife, Komplexität und feine Würze. Trocken ausgebaut.

Im Glas

Klares, helles Kirschrot mit Reifetönen. In der Nase Tannenzapfen, Waldboden, Pilze und dunkle Kirschen mit leichter Bourbon-Vanille. Am Gaumen kommen rote und dunkle Beeren sowie Schokolade hinzu; elegant und vielschichtig, mit seidigen Tanninen, frischer Säure und langem, vornehmem Abgang.

Am Tisch

Bei 16–18 °C servieren – ein klassischer Begleiter zur kräftigen Küche.

Passt zu: Lamm, gegrilltem und geschmortem Fleisch, Wild, Eintöpfen und reifem Hartkäse.


Lage: Rioja Alavesa (Spanien); Bodega Fernández de Piérola
Klassifikation: Rioja Reserva – 100 % Tempranillo, trocken
Ausbau: über 24 Monate im Barrique, anschließend Flaschenreife
Jahrgang: 2015

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Rebsorten

Kaufmann Riesling Trockenbeerenauslese Hattenheimer Hassel

Weißwein · Rheingau · Riesling Trockenbeerenauslese

100 % Riesling Hattenheimer Hassel VDP.Große Lage Trockenbeerenauslese edelsüß 2018

Die Kaufmann Hattenheimer Hassel Riesling Trockenbeerenauslese 2018 ist die höchste Prädikatsstufe aus einer Großen Lage in Hattenheim: Beere für Beere gelesen, ausschließlich edelfaul eingeschrumpfte Trauben. Dicht und konzentriert, mit Marille, Quitte und Honig – und genug Säure, dass die Süße nie schwer wird.


Hattenheimer Hassel – Große Lage nahe dem Rhein

Hattenheim liegt im Herzen des Rheingaus, zwischen Eltville und Oestrich-Winkel, wo der Rhein am breitesten ist und die Weinberge sanft zum Ufer abfallen. Die Hassel ist als VDP.Große Lage klassifiziert, nach Süden ausgerichtet und steht auf tiefgründigen Böden, die Wasser gut speichern.

Für edelsüße Weine ist die Nähe zum Fluss entscheidend. Im Herbst steigen am Morgen Nebel vom Rhein auf und legen sich über die Weinberge; tagsüber trocknet die Sonne die Trauben wieder ab. Dieser Wechsel aus Feuchte und Wärme ist die Voraussetzung für eine saubere Edelfäule: Die Botrytis durchdringt die Beerenhaut, ohne dass die Trauben faulen, und konzentriert Zucker und Säure gleichermaßen.

Das Weingut Kaufmann in Hattenheim wird von den Quereinsteigern Urban Kaufmann und Eva Raps geführt, die das traditionsreiche Gut übernommen und neu ausgerichtet haben. Es ist Mitglied im VDP.

Jahrgang 2018 – Rheingau

Der Jahrgang 2018 war im Rheingau außergewöhnlich warm und trocken. Nach einem nassen Winter mit gut gefüllten Wasserreserven folgte ein sonnenreiches Frühjahr, eine frühe Blüte und ein heißer Sommer. Die Lese begann so früh wie selten zuvor, das Lesegut war vollreif und gesund.

Gerade das machte edelsüße Weine zur Ausnahme: Bei trockener Hitze entsteht kaum Botrytis. Nur dort, wo im Herbst Nebel und Feuchte hinzukamen – wie in den flussnahen Lagen um Hattenheim –, konnten sich edelfaule Partien bilden. Trockenbeerenauslesen aus 2018 sind entsprechend rar. Die Trauben brachten die Reife des warmen Jahres mit, getragen von einer Säure, die die Süße im Gleichgewicht hält.

Beerenauslese von Hand, Gärung über Monate

Reinsortiger Riesling aus dem Jahrgang 2018, Prädikat Trockenbeerenauslese, edelsüß. Gelesen werden ausschließlich einzelne, vollständig edelfaul eingeschrumpfte Beeren – von Hand, in mehreren Durchgängen durch dieselbe Parzelle. Durch die Botrytis verdunstet Wasser aus der Beere; zurück bleibt ein Saft mit extremer Konzentration von Zucker, Säure und Extrakt.

Die Gärung verläuft wegen des hohen Zuckergehalts sehr langsam und kommt von selbst zum Stillstand, lange bevor der Zucker vergoren ist. Die natürliche Restsüße bleibt fast vollständig im Wein. Trockenbeerenauslese ist die höchste Stufe der deutschen Prädikatsweine; die Mengen sind winzig.

Im Glas

Tiefes Goldgelb. In der Nase zuerst ein kräftiger Marillenduft, dazu Pfirsich, reife Quitte und Honig, darunter die würzige Note der Botrytis. Am Gaumen dicht und konzentriert, mit reifer Frucht und einer Säure, die die Süße trägt – der Wein wirkt in keinem Moment klebrig. Der Abgang ist lang und vielschichtig.

Ein trockenes Jahr, eine Lage am Fluss: Edelfäule entstand 2018 nur dort, wo der Rhein den Nebel brachte.

Bei 8–10 °C servieren, in kleinen Gläsern. Trinkbar schon jetzt, mit einem Reifepotenzial über viele Jahrzehnte.

Am Tisch

Als Solist nach dem Essen, zu Foie gras, zu Desserts mit Aprikose oder Quitte sowie zu kräftigem Blauschimmelkäse. Ebenso zu Tarte Tatin und gereiftem Comté; sehr süße Desserts lassen den Wein dagegen flach wirken.


Produzent Weingut Kaufmann, Urban Kaufmann und Eva Raps, Hattenheim
Rebsorte 100 % Riesling
Lage Hattenheimer Hassel, Rheingau · VDP.Große Lage · Südlage nahe dem Rhein
Klassifikation Prädikatswein · Trockenbeerenauslese · edelsüß
Jahrgang 2018
Vinifikation selektive Handlese einzelner edelfauler Beeren in mehreren Durchgängen · langsame Gärung · natürliche Restsüße
Trinkempfehlung jetzt bis weit über 2050

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Frankreich

Domaine Latour-Giraud Meursault Genevrières 1er Cru 2021

Weißwein · Meursault Premier Cru · Chardonnay

Chardonnay Meursault · 1er Cru Les Genevrières Latour-Giraud: größter Besitzer (~2,5 ha) 11–12 Monate Holz · ~25% neu 2021

Der Meursault Genevrières 1er Cru 2021 der Domaine Latour-Giraud ist ein reicher, zugleich mineralischer Chardonnay aus einer der größten Lagen von Meursault. Mit rund 2,5 Hektar ist Latour-Giraud der größte Besitzer dieses Premier Cru – Genevrières ist das Aushängeschild des Guts.


Les Genevrières – Toplage von Meursault

Les Genevrières zählt – gemeinsam mit Les Perrières und Les Charmes – zu den besten Premier Crus von Meursault. Die Lage am Mittelhang auf kalkhaltigem Boden bringt Weine hervor, die Fülle mit feiner Mineralität und floraler Eleganz verbinden und hervorragend reifen.

Die Domaine Latour-Giraud bewirtschaftet hier rund 2,5 Hektar und ist damit der größte Eigentümer von Genevrières. Das Gut arbeitet im Weinberg organisch und gilt als eine der Referenzadressen von Meursault.

Jahrgang 2021 – Côte de Beaune

2021 war im Burgund ein Wechselbad: Auf eine frühe Frühlingswärme folgte ab dem 6. April ein schwerer, wochenlanger Frost, der besonders die weißen Sorten traf und die Mengen stark reduzierte. Eine kühle Phase und atlantische Regenfälle mit Mehltaudruck folgten, bevor stabileres Wetter im August und September die Reife sicherte.

Für die weißen Burgunder steht 2021 für kleine Erträge und einen klassischen, frischen Stil mit klarer Säure – der Fülle und Mineralität dieses Genevrières besonders fein und präzise zeigt.

Assemblage und Ausbau

Reinsortiger Chardonnay aus dem Jahrgang 2021.

Die ganzen Trauben werden gepresst, im Fass vergoren und rund 11 bis 12 Monate im Eichenfass ausgebaut, davon etwa 25 % neues Holz – auf Reichtum, Reinheit und Eleganz mit frischem Finale ausgerichtet.

Im Glas

Aromen von Pfirsich, Mirabelle, Akazie und Zitrus, dazu Feuerstein und ein Hauch exotischer Tee. Am Gaumen reich und vielschichtig, zugleich mineralisch und straff, getragen von lebhafter, gut eingebundener Säure und einem langen Abgang.

Pfirsich, Mirabelle und Feuerstein über reicher, zugleich straffer Mineralität – vielschichtig und sehr lang.

Jung schon zugänglich, mit großem Reifepotenzial über viele Jahre. Bei 12–13 °C servieren.

Am Tisch

Fisch in heller Sauce, Hummer und Krustentiere, Bresse-Geflügel, Kalbsbries, dazu reifer Weichkäse. Ein Wein für die große weiße Küche.


Lage: Les Genevrières (1er Cru), Meursault (Côte de Beaune); Mittelhang, kalkhaltig; Latour-Giraud ~2,5 ha (größter Besitzer)
Klassifikation: Meursault Premier Cru
Ausbau: Chardonnay; Ganztraubenpressung, Fassgärung, 11–12 Monate Holz (~25% neu)

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Schaumweine

Markus Schneider Kaitui Sparkling 2023 Brut

Der berühmte Kaitui, diesmal mit Bläschen: das ist der Markus Schneider Kaitui Sparkling 2023 Brut. Reiner Sauvignon Blanc aus der Pfalz, nach der zweiten Gärung nur wenige Wochen auf der Hefe. So bleiben Frucht, Exotik und Leichtigkeit im Vordergrund.

Im Glas

Helles Strohgelb, frische Perlage. Im Duft Maracuja, Stachelbeere und frische Kräuter. Im Mund leicht und knackig, mit feinen Bläschen und einem saftigen, trockenen Ende.

Mach was draus

Ein unkomplizierter Aperitif. Dazu passen Fingerfood, Salate, Ziegenkäse, Sushi oder frisches Obst. Eine schöne Alternative zu Prosecco, wenn es mal aromatischer sein darf. Serviere ihn gut gekühlt bei 6 bis 8 °C.

Janus FenskeJanus empfiehlt

„Kaitui Sparkling ist Sommer pur. Wer Sauvignon Blanc liebt, wird ihn lieben.“

Mehr über Janus, unseren Sommelier

Kurz gefragt

Wie trocken ist er? Er ist als Brut ausgebaut, also trocken – die Frucht wirkt trotzdem saftig.

Was ist Kaitui? So heißt der Sauvignon Blanc von Markus Schneider. Er gehört zu den bekanntesten Weinen des Weinguts. Hier gibt es ihn als Schaumwein.

Warum so kurz auf der Hefe? Damit die Aromen der Rebsorte frisch bleiben. Lange Hefereife würde Brioche-Noten bringen – hier geht es um Frucht.

Wer steht dahinter? Markus Schneider aus Ellerstadt in der Pfalz, einer der bekanntesten Winzer der Region.

100 % Sauvignon Blanc · Pfalz, Ellerstadt · Jahrgang 2023 · zweite Gärung, nur wenige Wochen Hefekontakt · Brut · Weingut Markus Schneider, Ellerstadt · Stand: Oktober 2026

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Rebsorten

Domaine Guffens-Heynen Mâcon-Pierreclos En Crazy 2022

Weißwein · Mâcon-Pierreclos · Chardonnay

Chardonnay Mâcon-Pierreclos AOC Mâconnais 2022 Tank & Fass je 50 %

Der Mâcon-Pierreclos En Crazy 2022 der Domaine Guffens-Heynen ist ein präziser, salzig-frischer Chardonnay aus dem Mâconnais – Kultwein eines Erzeugers, der seit Jahrzehnten beweist, dass großer Chardonnay keinen Grand-Cru-Status braucht.


En Crazy – Chardonnay aus Pierreclos

Jean-Marie Guffens und Maine Heynen ließen sich 1976 in Vergisson nieder und erwarben 1979 ihre ersten Parzellen in Pierreclos. Seither stellen sie im Mâconnais Weißweine her, die in Präzision, Mineralität und Spannung mit weit teureren Namen der Côte de Beaune mithalten.

Der En Crazy stammt aus der Lage Chavigne, von den unteren Teilen des Weinbergs. Guffens arbeitet eigenwillig: kein Entblättern, kein Gipfeln, späte Lese reifer, kleiner Beeren in mehreren Durchgängen – ungewöhnlich für Burgund, aber prägend für den Stil des Hauses.

Jahrgang 2022 – Mâconnais

2022 entkam das Gut nur knapp den Frösten, indem zweimal geschnitten wurde. Danach setzten Hitze und Trockenheit über lange Zeit ein. Ein Saftstau verhinderte das Wachstum der Trauben – bremste aber zugleich den Zuckeranstieg und erhielt so die Säure.

Der En Crazy vereint die ersten Säfte des unteren En-Crazy-Hangs mit den zweiten Pressungen der besseren Parzellen – eine jugendlich-zugängliche, klar gezeichnete Cuvée.

Assemblage und Ausbau

Reinsortiger Chardonnay aus dem Jahrgang 2022.

Die Trauben werden leicht angequetscht und auf einer modifizierten Coquard-Presse schonend gepresst – die ersten, pH-niedrigen Säfte sind der Schlüssel zur typischen Säurespannung. Der Ausbau erfolgte je zur Hälfte im Edelstahltank und im Fass.

Im Glas

Ein reines, einladendes Bouquet aus weißem Pfirsich, Nektarine, weißen Blüten, Muskatnuss und frischem Brot, dazu ein Hauch geröstete Haselnuss. Am Gaumen mittel- bis vollgewichtig, satinig und texturreich, getragen von feiner Säure und einer salzigen Note bis ins frische Finale.

Großer Chardonnay braucht keinen Grand-Cru-Status – präzise, salzig und voller Spannung.

Schon jung zugänglich, über Jahre lagerfähig (etwa 2024–2033). Bei 11–12 °C servieren.

Am Tisch

Fisch und Krustentiere, Geflügel in heller Sauce, Ziegenkäse oder eine feine Gemüseküche. Ein vielseitiger, animierender Speisebegleiter.


Lage: Mâcon-Pierreclos, Lage Chavigne (Mâconnais); Kalk-Ton-Untergrund
Klassifikation: Mâcon-Pierreclos AOC
Ausbau: Chardonnay; je 50 % Edelstahltank und Fass, Coquard-Presse

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Weine

Domaine La Cadenière Léonie Coteaux d´Aix en Provence blanc BIO

Weißwein · Coteaux d'Aix-en-Provence · Provence · Bio

Domaine La Cadenière Léonie Coteaux d'Aix-en-Provence Blanc ist eine florale Bio-Weißwein-Cuvée aus Sauvignon Blanc, Clairette und Rolle (Vermentino) aus der Provence. Im Glas frische Aromen von Zitrus, Lindenblüten und Apfel. Am Gaumen frisch und knackig mit leichter Mineralität.


Coteaux d'Aix-en-Provence

Die Coteaux d'Aix-en-Provence in Südfrankreich bietet beste Bedingungen für frische, aromatische Weißweine. Das mediterrane Klima und die kalkgeprägten Böden verleihen dem Wein Frische und eine feine Mineralität. Der Wein ist Bio-zertifiziert (Öko-Kontrollstelle FR-BIO-10).

Assemblage und Ausbau

Die Cuvée vereint Sauvignon Blanc, Clairette und Rolle (Vermentino). Der Ausbau stellt die frische, florale Aromatik in den Vordergrund und bewahrt die knackige Frische des Weins.

Im Glas

Helles Strohgelb. In der Nase floral, mit Zitrus, Lindenblüten und Apfel. Am Gaumen frisch und knackig, mit leichter Mineralität. Der Abgang ist klar und animierend.

Am Tisch

Gut gekühlt bei 9–11 °C servieren, als Apéritif oder als Speisenbegleiter.

Klassische Begleitung: Fisch, Meeresfrüchte, Salate und mediterrane Vorspeisen.


Lage: Coteaux d'Aix-en-Provence, Provence (Frankreich)
Klassifikation: Coteaux d'Aix-en-Provence AOP – Blanc
Ausbau: Sauvignon Blanc/Clairette/Rolle, fruchtbetonter Ausbau

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Weine

Quinta de la Quietud Reserva 2020 BIO

Rotwein · Toro · Tinta de Toro · Reserva · Bio

Quinta de la Quietud Reserva 2020 ist der Grand Vin des Hauses: 100 % Tinta de Toro von alten Buschreben, spontan vergoren und zwei Jahre im französischen Barrique gereift. Kraftvoll und tief, zugleich überraschend ausgewogen und elegant – mit dunkler Frucht, Lakritz und einer feinen mineralischen Note.


Toro

Quinta de la Quietud liegt rund zwei Kilometer südlich des Duero bei Toro (Castilla y León), auf 665 bis 700 Metern Höhe. Önologe Jean-François Hébrard, ein Franzose mit Bordeaux-Erfahrung, bewirtschaftet die Reben als Buschreben ohne Bewässerung, teils mit dem Pferd. Die Weinberge sind seit 2002 ökologisch zertifiziert (Öko-Kontrollstelle ES-ECO-016-CL).

Rebsorte und Ausbau

Reinsortig aus Tinta de Toro von Reben, die zwischen 1960 und 1988 gepflanzt wurden. Handlese in 15-kg-Kisten, Spontangärung ohne zugesetzten Schwefel im offenen Edelstahltank und zwei Wochen Maischestandzeit. Anschließend ruht der Wein sechs Monate im Tank auf der Feinhefe, bevor er 24 Monate in 225-Liter-Fässern aus französischer Eiche reift – höchstens ein Drittel davon neu.

Im Glas

Tiefes Kirschrot. In der Nase konfierte schwarze Früchte, Lakritz, feine Röstnoten von dunklem Kakao und ein Hauch Graphit. Am Gaumen dicht und saftig, mit weichen, gut eingebundenen Tanninen und belebender Säure – kraftvoll, aber nie schwer, mit großer Länge. Ein wenig Luft tut ihm gut.

Am Tisch

Bei 16–18 °C servieren; eine längere Belüftung im Dekanter lohnt sich. Mit großem Reifepotenzial.

Klassische Begleitung: Lamm, geschmorte Ochsenbacke, Wild und gereifter Manchego.


Lage: Toro, Castilla y León (Spanien); 665–700 m, Reben gepflanzt 1960–1988
Klassifikation: D.O. Toro – Reserva
Jahrgang: 2020
Ausbau: 6 Monate auf der Feinhefe, 24 Monate französische Eiche (max. 33 % neu)
Bio-Kontrollstelle: ES-ECO-016-CL

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Australien

Noon Reserve Shiraz 2013

Rotwein · Langhorne Creek · Shiraz

Shiraz Langhorne Creek Reserve „20 Rows"-Block (gepflanzt 1962) Drew Noon MW 18 Monate Barrique (30–40 % neu) 2013

Der Noon Reserve Shiraz 2013 ist die kultige Shiraz-Spitze des Hauses – ein vollmundiger, generös fruchtbetonter Wein aus dem alten „20 Rows"-Block in Langhorne Creek, mit dunkler Beere, Mokka und einem erstaunlich unaufdringlichen, eleganten Tanningerüst.


Noon – Kult aus McLaren Vale

Noon gehört zu den absoluten Old-School-Weingütern – schon immer handgemacht. Drew Noon, einer der wenigen Masters of Wine Australiens, übernahm das Gut 1996 und gibt zu jeder Ernte ganz klar an, was „Mother Nature" ihm beschert hat. Sein Ansatz: Handlese, Gärung in offenen Bottichen mit manueller Stampfung, Korbpresse, minimaler Eingriff im Keller, ungeschönt und ungefiltert.

Während der Eclipse von den estate-eigenen Grenache-Reben in McLaren Vale stammt, kommt der Reserve Shiraz seit dem ersten Jahrgang 1997 zu 100 % vom „20 Rows"-Block des Borrett-Vineyards in Langhorne Creek. Die wurzelechten Reben (gepflanzt 1962) wachsen auf der Bremer-River-Flutebene auf tiefem, alluvialem Lehm – ein einzigartiges Terroir, das seit Mitte des 19. Jahrhunderts bewirtschaftet wird und kleine, tiefschwarze, aromatische Beeren hervorbringt.

Jahrgang 2013 – Langhorne Creek

Der Reserve Shiraz ist bewusst ein vollmundiger, generös aromatischer Wein – wer elegante, leichte bis mittelkräftige Rotweine bevorzugt, ist hier nicht richtig. Der 2013er zeigt diese Handschrift mit großer Tiefe, getragen jedoch von einem überraschend feinen, eleganten Tanningerüst, das ihn zu einem Klassiker-Shiraz heranreifen lässt.

Ausbau

Reinsortiger Shiraz aus dem Jahrgang 2013, trocken.

Handlese, Gärung in kleinen offenen Bottichen mit Handstampfen zur schonenden Farb- und Tanninextraktion, anschließend Pressung von Hand in der Korbpresse. Reife über 18 Monate in kleinen 300-Liter-Fässern aus französischer und amerikanischer Eiche, davon rund 30–40 % neu – für Komplexität und Struktur, ohne die Frucht zu dominieren. Auf dem Gut vinifiziert und abgefüllt, ungeschönt und ungefiltert.

Im Glas

Fast blickdichte kirschschwarze Farbe mit leichten Purpurreflexen und beeindruckenden „Kirchenfenstern" im Glas. In der Nase sehr kräftig nach dunklen Beeren, etwas Mokka und Kakao, recht jung wirkend – was sich mit etwas Geduld und dem richtigen Glas gibt. Am Gaumen eine Mischung aus reifer Schlehe, Brombeere und Zwetschge, dann Tabak, Kakao, Mokka, leichte Röstnoten, würzig und mit schön eingebundenem Barrique. Langer, komplexer Abgang mit dezenten rauchigen Noten und Süßholz. Erstaunlich das unaufdringliche, elegante Tanningerüst, das diesen Wein zu einem Klassiker-Shiraz heranreifen lassen wird.

Erstaunlich das unaufdringliche, elegante Tanningerüst, das diesen Wein zu einem Klassiker-Shiraz heranreifen lassen wird.

(Verkostungsnotiz: Christina Mordhorst.) Mit großem Reifepotenzial; profitiert deutlich vom Dekantieren und dem richtigen Glas. Bei 16–18 °C servieren.

Am Tisch

Zu kräftigem rotem Fleisch und Steak vom Grill, zu Wild und Schmorgerichten, zu würzigen BBQ-Spezialitäten sowie zu gereiftem Hartkäse.


Lage: Langhorne Creek (South Australia, Australien); Borrett-Vineyard, „20 Rows"-Block (gepflanzt 1962), Bremer-River-Flutebene, tiefer alluvialer Lehm, wurzelecht
Klassifikation: Langhorne Creek, Shiraz (Reserve), trocken
Ausbau: 100 % Shiraz; Handlese, Gärung in offenen Bottichen mit Handstampfen, Korbpresse, 18 Monate 300-l-Barrique (franz./amerik., ~30–40 % neu); ungeschönt, ungefiltert

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