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19. Juli 2011

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Rebsorten

Groffier Chambolle Musigny Sentiers 1er Cru 2021

Rotwein · Chambolle-Musigny 1er Cru · Pinot Noir

Pinot Noir Chambolle-Musigny 1er Cru Les Sentiers 2021

Der Robert Groffier Chambolle-Musigny Les Sentiers 1er Cru 2021 stammt von rund 80 Jahre alten Reben am nördlichen Rand von Chambolle, direkt an der Grenze zu Morey – ein dichter, würziger Pinot Noir mit der Kraft des Terroirs und der Finesse von Chambolle.


Les Sentiers – die Lage

Les Sentiers ist der nördlichste Premier Cru von Chambolle-Musigny, rund 500 Meter nordöstlich des Dorfes gelegen, unterhalb des Grand Cru Bonnes-Mares und unmittelbar an der Grenze zu Morey-Saint-Denis (Les Ruchots). Auf 4,9 Hektar zeigt sich das Terroir eher mit Morey verwandt und ergibt eine kräftigere Stilistik als die feingliedrigen Chambolle-Lagen.

Wo Chambolle sonst für leichte, steinige Böden bekannt ist, liegt hier ein höherer Tonanteil über dem Kalkstein – nach Nicolas Groffier nur etwa 40 cm eisenreicher Ton, der dem Boden seine braune Färbung und dem Wein Dichte und Kraft gibt. Groffier bewirtschaftet rund 80 Jahre alte Reben, erzogen im seltenen Cordon-Royat-System für niedrige Erträge und konzentrierte Trauben.

Jahrgang 2021 – Côte de Nuits

2021 war in der Côte de Nuits ein kühler, von Frost geprägter Jahrgang mit kleinen Erträgen. Die alten Reben in Les Sentiers wurden vom Frost getroffen und brachten nur reduzierte Mengen.

Was gesund in den Keller kam, ergab klassische, frische und präzise Pinot Noirs mit feiner Säure, transparenter Frucht und parfümierter Aromatik.

Ausbau

Reinsortiger Pinot Noir aus dem Jahrgang 2021.

Im Jahrgang 2021 vergor Groffier sämtliche Rotweine mit 100 % Ganztrauben; ausgebaut wurde Les Sentiers in etwa einem Drittel neuem Holz. Ganztrauben- und Neuholzanteil werden jahrgangsweise angepasst – die Stilistik zielt auf Konzentration aus der Traube, nicht aus dem Keller.

Im Glas

Leuchtendes Karminrot. Über der saftigen, vibrierenden roten Kirsche legt sich die feine weiße Pfeffernote der Ganztrauben; dazu Himbeere und ein Hauch Bitterorange. Am Gaumen Fluss und natürliche Eleganz – die erdige Ganztrauben-Würze gewinnt Lift und Parfüm, getragen von feingliedrigem Tannin und einem mineralisch-salinen, gehobenen Finale.

Ausdrucksstark und rotfruchtig, würzig und mineralisch – ein verführerischer Chambolle mit feinem Tannin.

Jung noch dicht und straff: profitiert von Luft und langer Kellerzeit. Bei 16–18 °C servieren.

Am Tisch

Zu Reh, Taube, Ente und Rind, zu Gerichten mit Pilzen oder Trüffel sowie zu gereiftem Weichkäse. Ein eleganter Begleiter für festliche Küche.


Lage: Chambolle-Musigny 1er Cru Les Sentiers, Côte de Nuits, Bourgogne (Frankreich); eisenreicher Ton über Kalkstein, alte Reben (~80 J.), 4,9 ha (Cru gesamt)
Klassifikation: Chambolle-Musigny 1er Cru AOC (Les Sentiers), Pinot Noir (trocken)
Ausbau: Pinot Noir; 100 % Ganztrauben; ca. ⅓ Neuholz

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Spirituosen

Faude feine Brände Mandarinen aus Sizilien / Geist

Spirituose · Geist · Baden · Deutschland

Faude Mandarine aus Sizilien ist ein intensiv-fruchtiger Mandarinengeist aus der Hausbrennerei Faude am Kaiserstuhl. Aus der ohne Herbizide angebauten sizilianischen Sorte Ciaculli – vollreif geerntet unterhalb des Ätna, mit dem vollen Duft des Mandarinenhains im Glas.


Herkunft

Hergestellt von Florian Faude in seiner Hausbrennerei in Bötzingen am Kaiserstuhl (Baden). Die Mandarinen der Sorte Ciaculli stammen aus Anbau ohne Herbizide in Sizilien, von Florians Erzeuger Giancarlo unterhalb des Ätna. Die besonders intensive Sorte wird auch von der Slow-Food-Bewegung geschätzt.

Mazeration und Destillation

Als Geist hergestellt: Die vollreifen Mandarinen werden in reinem Getreidealkohol mazeriert und nach kurzer Zeit abdestilliert, sodass nur die feinsten, klarsten Zitrusaromen ins Destillat gelangen. Ohne Zusatz von Aromen, Zucker oder Farbstoff.

Im Glas

Klar und kristallrein. In der Nase intensiv und vollfruchtig nach reifen Mandarinen, mit feiner ätherischer Würze. Am Gaumen saftig-fruchtig und ausdrucksstark, mit klarer Zitrusfrucht und langem, aromatischem Nachhall.

Pur und im Drink

Gut gekühlt pur aus dem Glas, als Digestif – oder als aromatische Basis für Longdrinks und Cocktails.

Klassisch: pur, als Digestif, im Longdrink oder Cocktail.


Herkunft: Bötzingen am Kaiserstuhl, Baden (Deutschland)
Art: Mandarinengeist (Zitrus-Geist), -Mandarine Sorte Ciaculli aus Sizilien (Italien)
Herstellung: Mazeration in Getreidealkohol, kurze Destillation; ohne Zucker oder Farbstoff

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Länder/Regionen

Bessin Chablis La Foret 1er Cru 2022

Weißwein · Chablis Premier Cru · Chardonnay

Chardonnay La Forêt · 1er Cru 2022 linkes Serein-Ufer 15–18 Monate Feinhefe

Der Chablis La Forêt 1er Cru 2022 der Domaine Bessin-Tremblay stammt von einer Premier-Cru-Lage am linken Ufer des Serein. Ein fast schon opulenter Chardonnay mit reifer Frucht und ausdrucksstarker Mineralität. Der warme Jahrgang 2022 gibt ihm Substanz, ohne die kühle, kalkige Linie zu verlieren.


La Forêt – Premier Cru am linken Ufer des Serein

La Forêt (Les Forêts) ist ein Premier-Cru-Klima auf der linken, südwestlich orientierten Seite des Serein und gehört zum Verbund der Lage Montmains. Die Reben stehen auf kimmeridgischem Untergrund aus Kalkmergel und hartem Kalkstein, in überwiegend südöstlicher Exposition.

Prägend ist die fossilreiche Mergelformation des Kimmeridgium: eingelagerte Austernschalen liefern den hohen Kalkanteil, der die salzig-mineralische Linie und die Feuerstein-Note des Weins trägt. La Forêt gilt innerhalb von Montmains als besonders fein und straff gezeichnet.

Die Domaine Bessin-Tremblay – 1992 von Jean-Claude Bessin und Evelyne Tremblay übernommen, heute mit Sohn Romain geführt – bewirtschaftet rund 12 Hektar in Chablis und zählt im Stilbild der rive gauche zur Spitzengruppe neben Häusern wie Dauvissat und Raveneau.

Jahrgang 2022 – Chablis

2022 war eines der wärmsten, trockensten und sonnenreichsten Jahre seit Beginn der Aufzeichnungen im Burgund. Ein milder Winter brachte einen frühen Austrieb, Aprilfröste richteten nur begrenzten Schaden an. Geringe Frühjahrsniederschläge wurden durch einen regenreichen Juni aufgefangen, der die Wasserreserven für den warmen, trockenen Sommer auffüllte.

Die Lese begann sehr früh, schon im August. Für Chablis steht 2022 für einen gesunden Jahrgang mit reifer Frucht, gutem Zucker-Säure-Verhältnis und stabilen Erträgen – Weißweine mit Tiefe, Frische und Energie trotz der Wärme.

Assemblage und Ausbau

Reinsortiger Chardonnay aus dem Jahrgang 2022. Handlese mit Selektion innerhalb eines knappen Lesefensters, um die optimale Reife zu treffen.

Sanfte pneumatische Pressung, Spontangärung mit weinbergseigenen Hefen in thermoregulierten, emaillierten Tanks. Ausbau 15–18 Monate auf der Feinhefe mit höchstens 10% neuem Holz, bei Bedarf leichte Schönung und Filtration. Die Weinberge werden mit reduziertem Pflanzenschutz bewirtschaftet.

Im Glas

In der Nase weiße und gelbe Früchte, vor allem Honig und Marille. Am Gaumen ausdrucksstarke Mineralität mit klaren Feuerstein-Anklängen, elegant und mit mundfüllendem, salzigem Abgang.

Ein fast opulenter Chablis: Honig und Marille über einer kalkigen Mineralität mit deutlicher Feuerstein-Note.

Jung schon zugänglich, gewinnt der Wein über zwei bis vier Jahre an Tiefe. Im Glas öffnet er sich nach kurzer Belüftung; bei 10–12 °C servieren.

Am Tisch

Austern und Meeresfrüchte, gegrillte Jakobsmuscheln, Steinbutt oder Saibling, Geflügel in heller Sauce, junger Comté oder Chaource. Die salzige Säure trägt auch buttrige Zubereitungen.


Lage: La Forêt (Les Forêts), Montmains, linkes Serein-Ufer; Kimmeridgium (Kalkmergel)
Klassifikation: Chablis Premier Cru
Ausbau: 15–18 Monate auf Feinhefe, max. 10% neues Holz; Handarbeit im Weinberg, reduzierter Pflanzenschutz

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Weine

Weingut Andres Haardt Spätburgunder trocken 2024 BIO

Rotwein · Haardt (Pfalz) · Spätburgunder

Spätburgunder Haardt (Ortswein) Herrenletten & Mandelring · Haardt Weingut Andres Kalkmergel im Unterboden trocken Mittelhaardt · Pfalz BIO · 2024

Der Weingut Andres Haardt Spätburgunder trocken 2024 stammt aus den Haardter Lagen Herrenletten und Mandelring. Der Kalkmergel im Unterboden bietet optimale Bedingungen für einen Pinot, der sich mit viel Druck zeigt, ohne je üppig zu werden.


Haardt – Spätburgunder vom Kalkmergel

Das Weingut Andres in Deidesheim wird von den Brüdern Michael und Thomas Andres geführt, die ihre Lagen an der Mittelhaardt ökologisch, ergänzt durch biodynamische Grundsätze, bewirtschaften. Der Haardt Spätburgunder ist ihr Ortswein aus dieser Rebsorte und stammt aus den Haardter Lagen Herrenletten und Mandelring.

Der hier im Unterboden vorliegende Kalkmergel bietet optimale Bedingungen für Spätburgunder: Er verleiht dem Wein Frische, Struktur und feinkörnige Tannine – die Grundlage für einen druckvollen, zugleich eleganten Pinot ohne jede Schwere.

Jahrgang 2024 – Pfalz

2024 war in der Pfalz ein Jahrgang mit reifer, aromatischer Frucht und lebendiger Säure. Die kalkmergelgeprägten Haardter Lagen und der minimalistische, herkunftsbetonte Stil des Weinguts bewahrten Frische und Struktur – reife Frucht und Spannung im Gleichgewicht.

Ausbau

Trockener Spätburgunder (Ortswein) aus den Haardter Lagen Herrenletten und Mandelring, Jahrgang 2024; 100 % Spätburgunder vom Kalkmergel.

Der Wein wird handwerklich und herkunftsbetont ausgebaut, ganz auf Frische und feinkörnige Struktur ausgerichtet, sodass die kühle Prägung des Kalkmergels erhalten bleibt. Bewirtschaftet wird biologisch (DE-ÖKO-039), ergänzt durch biodynamische Grundsätze.

Im Glas

Ein Spätburgunder mit viel Druck, ohne üppig zu werden: klare, kühle Frucht nach roten Kirschen und Waldbeeren, untermalt von feiner Würze und einer kalkig-mineralischen Note. Am Gaumen saftig und straff geführt, mit feinkörnigen Tanninen, lebendiger Frische und einem eleganten, herkunftsklaren Nachhall.

Kühle rote Kirsche und Waldbeere über feiner Würze und kalkiger Mineralität – saftig, straff und druckvoll, mit feinkörnigen Tanninen und elegantem Nachhall, ohne je üppig zu werden.

Ein eleganter, druckvoller Pinot; jung gern kurz dekantieren. Bei 15–17 °C servieren.

Am Tisch

Zu Geflügel und Ente, zu Kalb und Schwein, zu Pilzgerichten und mittelkräftigem Käse.


Lage: Haardter Herrenletten und Mandelring, Haardt/Neustadt, Pfalz (Mittelhaardt); Kalkmergel im Unterboden
Klassifikation: Spätburgunder-Ortswein, Pfalz (trocken); 100 % Spätburgunder
Ausbau: handwerkliche, herkunftsbetonte Vinifikation; biologisch/biodynamisch, DE-ÖKO-039

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Länder/Regionen

Domaine Bachelet Cote de Nuits Villages 2022

Rotwein · Côte de Nuits-Villages · Pinot Noir

Pinot Noir Côte de Nuits-Villages AOC Reben 70+ Jahre 2022 Côte de Nuits

Der Côte de Nuits-Villages 2022 von Denis Bachelet wächst auf einer gut ein Hektar großen Parzelle mit über 70 Jahre alten Reben. Ein reinsortiger Pinot Noir, fein und ausbalanciert, mit ordentlich Druck, Volumen und Energie – ein Wein voller Trinkfreude.


Côte de Nuits-Villages – alte Reben

Côte de Nuits-Villages ist eine Appellation aus den Gemeinden an den Enden der Côte de Nuits. Die Frucht für diesen Wein stammt von einer gut ein Hektar großen Parzelle, deren Reben über 70 Jahre alt sind – das geringe Ertragsniveau alter Stöcke liefert Konzentration und Tiefe.

Denis Bachelet führt in Gevrey-Chambertin eine kleine, traditionell arbeitende Domaine, die für Finesse und Klarheit bekannt ist. Diese Handschrift prägt auch den Côte de Nuits-Villages.

Jahrgang 2022 – Côte de Nuits

2022 war eines der wärmsten, trockensten und sonnenreichsten Jahre im Burgund. Ein milder Winter brachte einen frühen Austrieb, Aprilfröste richteten nur begrenzten Schaden an, und ein regenreicher Juni füllte vor dem trockenen Sommer die Wasserreserven.

Für die roten Burgunder steht 2022 für reife, konzentrierte Frucht bei überraschender Frische und Balance – ein starker Jahrgang, der dem Wein Druck und Volumen gibt.

Assemblage und Ausbau

Reinsortiger Pinot Noir aus dem Jahrgang 2022, von über 70 Jahre alten Reben.

Nach der Lese vergärt der Wein und reift anschließend im Holzfass. Die Vinifikation folgt der traditionellen, auf Finesse ausgerichteten Handschrift des Guts.

Im Glas

Klare dunkle Beerenfrucht mit feiner Würze. Am Gaumen fein und ausbalanciert, mit Druck, Volumen und Energie, getragen von geschliffenen Tanninen und frischer Säure. Ein Wein mit viel Trinkfluss.

Fein, ausbalanciert und energiegeladen – ein Pinot Noir von alten Reben, der von Trinkfreude lebt.

Schon jung zugänglich, über einige Jahre gut lagerfähig. Bei 15–16 °C servieren.

Am Tisch

Geflügel und Ente, Charcuterie, Gerichte mit Pilzen, Kalb oder mittelreifer Weichkäse. Ein vielseitiger Begleiter für die feine Küche.


Lage: Côte de Nuits-Villages, ~1-ha-Parzelle; Reben über 70 Jahre
Klassifikation: Côte de Nuits-Villages AOC
Ausbau: Pinot Noir, alte Reben; Holzfassausbau

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Rebsorten

Today´s Special Appassimento

Wein · Rotwein · Apulien · Italien

Today's Special Appassimento besteht aus 50 % Negroamaro, 20 % Merlot, 20 % Primitivo und 10 % Malvasia von ausgewählten Weinbergen, vinifiziert nach dem traditionellen Appassimento-Verfahren. Intensiv rubinrot, mit feinfruchtiger, würziger, fast pfeffriger Nase.


Apulien / Salento

Apulien, der Stiefelabsatz Italiens, und besonders der Salento stehen für kraftvolle, sonnengereifte Rotweine. Das heiße mediterrane Klima sorgt für üppige, reife Frucht. Negroamaro und Primitivo sind die prägenden Rebsorten der Region.

Assemblage und Ausbau

Cuvée aus 50 % Negroamaro, 20 % Merlot, 20 % Primitivo und 10 % Malvasia. Kennzeichnend ist die Appassimento-Methode: Ein Teil der Trauben wird nach der Lese angetrocknet, wodurch Zucker, Aromen und Extrakt konzentriert werden – das ergibt einen dichten, samtigen Wein mit reifer Frucht.

Im Glas

Intensives Rubinrot. In der Nase sehr feinfruchtig, würzig und fast pfeffrig, dazu reife dunkle Beeren und ein Hauch Dörrobst. Am Gaumen ausgewogen und vollmundig, mit weichen Tanninen, intensiver, zugleich weicher Frucht und langem Abgang.

Am Tisch

Bei 16–18 °C servieren – ein kraftvoller Begleiter oder Wein für sich.

Passt zu: kräftiger Pasta, gegrilltem und geschmortem Fleisch, Lamm und reifem Käse.


Lage: Apulien / Salento (Italien); Today's Special (Globus Wine)
Klassifikation: Apulien IGT – Cuvée aus 50 % Negroamaro, 20 % Merlot, 20 % Primitivo, 10 % Malvasia (Appassimento)
Ausbau: Appassimento (Antrocknen eines Teils der Trauben)

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Weine

Dr. Bürklin Wolf Riesling Pechstein Forst GC 2025 BIO Magnum

Weißwein · Forst, Pfalz · Riesling

100 % Riesling Forster Pechstein 2,33 ha von 21 ha schwarzer Basalt Spontangärung Magnum 1,5 l, DE-ÖKO-003

Pechstein G.C. 2025 in der Magnum stammt aus der Lage, die ihren Namen der Farbe ihres Bodens verdankt: pechschwarzer Basalt vulkanischen Ursprungs. Von den 21 Hektar der Forster Lage bewirtschaftet Dr. Bürklin-Wolf 2,33 Hektar – der größte Anteil, den das Gut in einer seiner Forster Grand-Cru-Lagen hält. Unter allen Rieslingen des Betriebs ist dies der kompromissloseste, und das Großformat ist für ihn das naheliegendste.


Pechstein – schwarzer Basalt vom Pechsteinkopf

Oberhalb von Forst, im Wald, liegt der Pechsteinkopf, ein erloschener Vulkan. Er hat in Urzeiten große Mengen vulkanischen Gesteins in die Umgebung verteilt, und im Untergrund der Lage verlaufen bis heute mehrere Basaltadern. Lose Basaltsteine liegen auch an der Oberfläche, dunkel und wärmespeichernd. Überliefert ist zudem, dass im 19. Jahrhundert zusätzliches Basaltgeröll aus einem nahen Steinbruch in die Weinberge gefahren und eingearbeitet wurde – eine Bodenverbesserung, die man heute Terroir-Manipulation nennen würde und die damals schlicht Erfahrungswissen war. In den zwei Brüchen am Pechsteinkopf wurde bis Ende der 1970er-Jahre abgebaut.

Der Basalt ist allerdings nur die eine Hälfte der Rechnung. Daneben stehen roter Buntsandsteinverwitterungsboden, sandiger Lehm sowie Sandsteingeröll und Tonanteile. Dieser Ton- und Lehmanteil ist entscheidend: Er speichert Wasser und hält den Mineralhaushalt in Bewegung, sodass die Reben die Gesteinsmineralien überhaupt erschließen können. Die Lage liegt zwischen 120 und 160 Metern, nach Südosten ausgerichtet und zum Waldrand hin ansteigend, bei nur geringer Hangneigung. Die hohe Einstrahlung erwärmt den dunklen Boden schnell und bringt die Trauben verlässlich in die Reife – die Ton- und Basaltbasis sorgt gleichzeitig dafür, dass daraus keine Üppigkeit, sondern Straffheit wird.

Jahrgang 2025 – Pfalz

Nach mildem Winter und regenarmem Frühjahr trieben die Reben etwas später aus als im langjährigen Mittel, Spätfrost blieb vereinzelt. Der Sommer war sehr heiß und trocken bei außergewöhnlich niedrigem Pilzdruck; der Pflanzenschutz konnte reduziert werden, was in einem biodynamisch geführten Betrieb unmittelbar entlastet. Die Beeren blieben klein und konzentrierten sich aromatisch. Ab Mitte Juli setzten flächendeckende Niederschläge ein. Für den Pechstein war das weniger kritisch als für leichtere Böden der Region: Der Lehm- und Tonanteil macht diese Lage zu einer der wasserhaltigsten im Forster Portfolio des Guts – ein Vorteil in einem Jahr, in dem die Trockenheit der begrenzende Faktor war.

Anfang September trieb die Hitze die Reife mehrerer Sorten gleichzeitig voran, ab Mitte September brachten Niederschläge stellenweise Botrytis und erzwangen zügiges Lesen der hochreifen Trauben. Um den 23. September war die pfälzische Ernte abgeschlossen, so früh wie selten zuvor. Mengenmäßig bleibt 2025 klein: rund 1,8 Millionen Hektoliter für das Gebiet, etwa 30 Prozent unter dem langjährigen Durchschnitt, die Erträge vielfach 25 bis 30 Prozent unter dem Vorjahr. In den Keller kamen kleine Beeren mit hohen Mostgewichten und ausgewogenen Säurewerten.

Spontangärung, Doppelstück und das Magnumformat

Seit Januar 2005 bewirtschaftet Dr. Bürklin-Wolf sämtliche Weinberge biologisch-dynamisch – zertifiziert durch die Kontrollstelle LACON und als erster deutscher Betrieb aufgenommen in die französische Vereinigung SIVCBD mit der Marke Biodyvin. Die rund 85 Hektar in Wachenheim, Forst, Deidesheim und Ruppertsberg bewirtschaftet das Gut ausschließlich selbst, ohne Traubenzukauf; die G.C.-Lesegüter werden von Hand gelesen und selektioniert. Die gutseigene Pyramide aus Gutsriesling, Ortsriesling, P.C. und G.C. orientiert sich an der königlich-bayerischen Lagenklassifikation von 1828.

Im Keller wird für alle Grands Crus gleich gearbeitet: temperaturkontrollierte Spontangärung mit weinbergseigenen Hefen, anschließend Ausbau im Doppelstück-Holzfass. Neues Holz kommt nicht zum Einsatz, und bei diesem Fassvolumen ist die Holzoberfläche im Verhältnis zur Weinmenge ohnehin zu klein, um Aroma abzugeben. Was bleibt, ist ein langsamer, geringer Sauerstoffeintrag, der die Phenolik rundet. Die Magnum setzt diese Logik auf der Flasche fort: Bei 1,5 Litern ist das Verhältnis von Sauerstoffeintrag zu Weinmenge kleiner als in der 0,75er, die Entwicklung läuft langsamer und gleichmäßiger. Bei einem Wein, der ohnehin von Zeit profitiert und dessen Reiz in der Schärfe der Kontur liegt, ist das Großformat deshalb keine Geste, sondern eine andere Reifekurve.

Im Glas

Helles Gelb mit grünem Kern. Die Nase ist auffallend geradlinig und kühl getönt: Zitrusschale, grüner Apfel, weißer Pfirsich, darunter eine feuersteinartige, leicht rauchige Note, die für basaltdominierte Böden charakteristisch ist. Am Gaumen zeigt sich der Wein straffer und kantiger als die Forster Nachbarlage Ungeheuer – weniger Muskel, mehr Präzision. Der Extrakt des Jahrgangs 2025 gibt Substanz, ohne die Linie zu verbreitern; die Säure ist reif und führt scharf konturiert durch. Getragen wird alles von einer salzig-steinigen Ader, die bis in einen langen, knochentrockenen Abgang reicht. Aus der Magnum wirkt der Wein in der Jugend noch verschlossener als aus der Normalflasche.

Der Basalt gibt hier nicht Kraft, sondern Schärfe.

Am Tisch

Die salzige, geradlinige Anlage macht diesen Riesling zum Meeresfrüchtewein unter den Bürklin-Grands-Crus, und die Magnum ist dafür das richtige Format: Austernplatte, Jakobsmuscheln, Langustinen, roher Fisch und Ceviche für eine größere Runde. Dazu gebratener Steinbutt, Loup de mer am Stück, Kalbsbries mit Zitrone. Auch klare asiatische Küche mit Zitrusgras und Ingwer passt. Vermeiden Sie schwere Rahmsaucen – sie nehmen dem Wein genau das, was ihn ausmacht. Bei 11 bis 12 °C im großen Glas servieren; jung gehört diese Flasche in die Karaffe und braucht dort mindestens eine Stunde.


Lage: Forst a. d. Weinstraße, Pechstein (VDP.Große Lage; gutsintern G.C.) – Lage insgesamt 21 ha, davon 2,33 ha im Besitz des Weinguts; 120–160 m ü. NHN, südostexponiert und zum Waldrand ansteigend, geringe Hangneigung; schwarzes Basaltgeröll und Basaltadern im Untergrund, dazu roter Buntsandsteinverwitterungsboden, sandiger Lehm, Sandsteingeröll und Tonanteile; oberhalb der erloschene Vulkan Pechsteinkopf mit zwei bis Ende der 1970er-Jahre betriebenen Basaltbrüchen
Klassifikation: Riesling trocken, Großes Gewächs (VDP.Große Lage); gutsinterne Klassifikation G.C. nach dem Kataster von 1828
Ausbau: Handlese und Selektion, temperaturkontrollierte Spontangärung, Ausbau im Doppelstück-Holzfass; Abfüllung in der Magnum (1,5 l); biologisch-dynamische Bewirtschaftung seit Januar 2005, LACON-zertifiziert, Mitglied SIVCBD / Biodyvin / DE-ÖKO-003

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USA

Cayuse Impulsivo Tempranillo 2018

Rotwein · Tempranillo · Walla Walla Valley · USA

Cayuse Impulsivo Tempranillo 2018 ist ein dichter, üppiger Tempranillo aus der Lage En Chamberlin – fleischig und hedonistisch, mit Cassis, Speck, Teer und Lakritz über steiniger Mineralität. Kritiker zählen ihn zu den besten Tempranillos, die Cayuse je abgefüllt hat.


En Chamberlin, Walla Walla Valley

Impulsivo stammt aus der Lage En Chamberlin im Rocks District of Milton-Freewater, dem steinigen Teil des Walla Walla Valley. Die Reben stehen auf rund 270 Metern Höhe in einer dünnen Schicht schluffigen Lehms über runden Basaltkieseln, die tagsüber Wärme speichern und nachts abgeben. Christophe Baron, der aus einer Champagner-Familie stammt, bewirtschaftet die Reben mit Pferdezug und Handarbeit.

Rebsorte und Ausbau

100 % Tempranillo aus dem Jahrgang 2018. Der Wein reifte in großformatigen Fässern aus französischer Eiche, zur Hälfte neu – dennoch wirkt er nie holzbetont, die Frucht bleibt im Mittelpunkt.

Im Glas

Tiefes, fast undurchdringliches Rot. In der Nase Cassis, schwarze Himbeere, Speck, Teer und schwarze Lakritz, dazu getrocknete Blüten, Zedernholz und steinige Noten. Am Gaumen voll und samtig, mit großer Textur und innerer Spannung, Tabakblatt und schwarzer Olive, ultrafeinen Tanninen und langem Finale.

Am Tisch

Braucht etwa eine Stunde Luft im Dekanter, um sich ganz zu öffnen. Trinkt sich bis mindestens 2033 hervorragend. Bei 16–18 °C servieren.

Klassische Begleitung: Steak vom Grill, Rind, Wild und kräftige Schmorgerichte.


Lage: En Chamberlin, Rocks District, Walla Walla Valley (USA); Basaltkiesel
Klassifikation: Walla Walla Valley AVA – Tempranillo
Jahrgang: 2018
Ausbau: 100 % Tempranillo; großformatige Fässer aus französischer Eiche, ca. 50 % neu

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