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8. September 2011

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Weine

Dr. Bürklin Wolf Riesling Wachenheimer Gerümpel PC 2020 BIO

Weißwein · Wachenheim (Pfalz) · Riesling (Premier Cru)

Riesling Wachenheimer Gerümpel P.C. (Premier Cru) Dr. Bürklin-Wolf Mittelhaardt · Pfalz Buntsandstein · Ton/Lehm Spontangärung · Doppelstück · Vollhefe biodynamisch (DE-ÖKO-003) · 2020

Der Dr. Bürklin-Wolf Wachenheimer Gerümpel Riesling P.C. 2020 stammt aus einer der großen Lagen Wachenheims. Ein Premier-Cru-Riesling von klarer Struktur und salziger Mineralität – harmonisch und konzentriert, mit Kraft und Eleganz im Abgang.


Wachenheimer Gerümpel – Premier Cru der Mittelhaardt

Das Weingut Dr. Bürklin-Wolf in Wachenheim zählt zu den führenden Rieslinggütern der Pfalz und bewirtschaftet seine Weinberge seit 2005 biologisch-dynamisch (DE-ÖKO-003). Seine Qualitätspyramide orientiert sich am burgundischen Prinzip und lehnt sich an die Königlich-Bayerische Lagenklassifikation von 1828 an: G.C. und P.C. entsprechen den Grand Crus und Premier Crus der wertvollsten Lagen.

Das Gerümpel ist eine 13 Hektar große Wachenheimer Toplage, erstmals 1429 urkundlich erwähnt; der Anteil des Guts beträgt 6,2 Hektar. Die Lage genießt häufige föhnartige Erwärmung, die die Trauben nach Regen rasch abtrocknen lässt und Pilzbefall vorbeugt – auch bei später Lese bleibt das Traubengut gesund. In der Nachbarschaft zum Pechstein prägt Buntsandstein mit Ton- und Lehmanteilen den Boden.

Jahrgang 2020 – Pfalz

2020 verlief in Teilen ähnlich wie 2019 und blieb doch eigenständig: ein strahlendes Frühjahr, zeitiger Austrieb und eine homogene Blüte. Die Sommermonate brachten warmes, nicht zu heißes Wetter; die Weinberge profitierten von den Winterniederschlägen und gelegentlichem Sommerregen. Aus gesunden Trauben wurde früh gelesen – ein Jahrgang mit reifer Frucht und klarer Frische.

Ausbau

Trockener Riesling (gutseigene Klassifikation P.C./Premier Cru) aus der Wachenheimer Lage Gerümpel, Jahrgang 2020; 100 % Riesling von Buntsandstein mit Ton- und Lehmanteilen.

Spontane Gärung und Ausbau im Doppelstück-Holzfass, mit Lagerung auf der Vollhefe bis kurz vor der Füllung. Biologisch-dynamischer Anbau (DE-ÖKO-003).

Im Glas

Ein strukturierter, konzentrierter Riesling: gelbe Frucht und Zitrus, dazu weißer Pfirsich, feine Kräuterwürze und eine markante, salzige Mineralität. Am Gaumen straff und harmonisch zugleich, mit Kraft und Eleganz, lebendiger Säure und einem langen, salzig-mineralischen Abgang.

Gelbe Frucht, Zitrus und weißer Pfirsich über feiner Würze und salziger Mineralität – strukturiert und konzentriert, harmonisch mit Kraft und Eleganz, mit langem, salzig-mineralischem Abgang.

Ein strukturierter, langlebiger Pfalz-Riesling; jung gern dekantieren. Bei 11–13 °C servieren.

Am Tisch

Zu Fisch und Meeresfrüchten, zu Hummer und Jakobsmuscheln, zu Geflügel und Kalb in Rahmsauce sowie zu gereiftem Hartkäse.


Lage: Wachenheimer Gerümpel, Mittelhaardt (Pfalz); Buntsandstein mit Ton-/Lehmanteilen, Nachbarschaft zum Pechstein; Gutsanteil 6,2 ha (Lage gesamt 13 ha)
Klassifikation: Riesling P.C. (gutseigene Premier-Cru-Klassifikation), Pfalz (trocken); 100 % Riesling
Ausbau: Spontangärung und Ausbau im Doppelstück-Holzfass, Vollhefelager bis kurz vor der Füllung; biologisch-dynamisch, DE-ÖKO-003

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Rebsorten

Angerville Volnay Champans 1er Cru 2020

Rotwein · Volnay Premier Cru · Pinot Noir

100 % Pinot Noir · Pinot d'Angerville Volnay 1er Cru Champans 3,98 ha · Südosthang oben Kalkfels, unten Lehm und Stein entrappt · Remontage statt Pigeage rund 20 % neues Holz 2020

Der Volnay Champans 1er Cru 2020 der Domaine Marquis d'Angerville stammt aus der größten Premier-Cru-Parzelle des Guts, knapp vier Hektar in einer Lage, die schon im 19. Jahrhundert zu den besten von Volnay gezählt wurde. Ein reicher, vollmundiger Pinot Noir mit Fülle und Länge, gelesen früh in einem sehr warmen Jahr.


Champans – eine der historischen Spitzenlagen von Volnay

Champans liegt im Zentrum der Premiers Crus von Volnay, direkt nördlich von Caillerets. In den Einteilungen des 19. Jahrhunderts stand die Lage als Tête de Cuvée an der Spitze – der Begriff bezeichnete damals die besten Lagen eines Ortes, lange bevor die heutigen Appellationen festgelegt wurden.

Mit 3,98 Hektar ist Champans die größte Cru-Parzelle von Angerville: zwei parallele Stücke mit rund 300 Meter langen Rebzeilen, die nach Südosten den ganzen Hang hinablaufen. Oben stehen die Reben auf kargem Kalkfels, weiter unten auf tieferem, lehmig-steinigem Boden. Die oberen Partien liefern Spannung und Feinheit, die unteren Körper und Fülle – in einer einzigen Parzelle liegt so die Bandbreite, die andere Weine erst durch Assemblage erreichen.

Gepflanzt ist der Pinot d'Angerville, die hauseigene Selektion alter Reben des Guts mit kleinen, lockerbeerigen Trauben.

Jahrgang 2020 – Côte de Beaune

2020 gehört zu den wärmsten und trockensten Jahrgängen, die Burgund erlebt hat. Der Austrieb kam früh, der Sommer blieb heiß und nahezu regenlos, die Beeren klein. Die Lese begann in der Côte de Beaune bereits im August – für viele Güter so früh wie nie zuvor.

Die entscheidende Frage des Jahres war der Lesezeitpunkt. Guillaume d'Angerville las sehr früh und gab dem Gleichgewicht von Zucker und Säure den Vorzug vor maximaler Reife der Schalen und Kerne. Das Ergebnis sind trotz der Hitze fein gezeichnete, präzise Weine, deren Konzentration aus dem Jahr kommt und deren Frische aus der frühen Lese.

Remontage statt Pigeage

Reinsortiger Pinot Noir aus dem Jahrgang 2020. Die Trauben werden vollständig entrappt und klassisch auf der Maische vergoren. Zweimal täglich wird der Most über den Tresterhut gepumpt (Remontage); auf das Unterstoßen des Huts (Pigeage) verzichtet das Gut bewusst. Das Überpumpen löst Farbe und Aroma schonender und nimmt weniger harte Gerbstoffe mit – bei einem Jahrgang mit dicken Schalen ein wichtiger Unterschied.

Ausgebaut wird im Fass mit rund 20 % neuem Holz – genug für Struktur, zu wenig, um die Frucht zu überdecken.

Im Glas

Klares, helles Rubinrot. In der Nase schwarze Kirsche und Himbeere, dazu ein Hauch Feige, Orangenschale und Kakao, darunter Gewürz, Waldboden und eine erdige Note. Am Gaumen mittel- bis vollgewichtig, reich und strukturiert, mit feinem, kreidigem Tannin und einer salzigen Frische, die die Fülle trägt. Der Abgang ist lang.

Kalkfels oben, Lehm unten, eine frühe Lese im heißen Jahr: Champans vereint Fülle und Spannung in einer Parzelle.

Vorab dekantieren und bei 16 °C servieren. Der Wein braucht fünf bis zehn Jahre, um sich ganz zu entfalten.

Am Tisch

Zu Ente, Reh, Rind, Geflügel in feiner Sauce oder reifem Weichkäse. Besonders gut zu Bresse-Poularde mit Morcheln, Rehrücken und Rinderfilet mit Trüffeljus.


Produzent Domaine Marquis d'Angerville, Volnay
Rebsorte 100 % Pinot Noir (Selektion Pinot d'Angerville)
Lage Champans, Volnay, Côte de Beaune · Südosthang · oben Kalkfels, unten lehmig-steinig · 3,98 ha
Klassifikation Volnay Premier Cru AOC · trocken
Jahrgang 2020
Vinifikation vollständig entrappt · Maischegärung mit zweimal täglicher Remontage · ohne Pigeage
Ausbau Fass mit rund 20 % neuem Holz
Trinkempfehlung 2026 bis 2040

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Spanien

Jade Gross Chiguita 2024

Weißwein · Rioja · Viura / Tempranillo Blanco / Garnacha Blanca / Malvasía

Viura / Tempranillo Blanco / Garnacha Blanca / Malvasía DOCa Rioja Jade Gross 6 Monate Feinhefe nur 3.800 Flaschen 2024

Der Jade Gross Chiguita Blanco 2024 ist eine fein abgestimmte Cuvée aus vier weißen Rebsorten – strukturiert und kraftvoll, mit elegantem Holzeinsatz, klarer Frucht, cremiger Textur und langem Nachhall. Ganz, ganz feiner Stoff.


Chiguita Blanco – vier Sorten, mehrere Lagen

Jade Gross, in Hongkong geborene chinesisch-amerikanische Quereinsteigerin aus der Spitzengastronomie, begann ihr Rioja-Projekt 2019 unter der Mentorschaft von Abel Mendoza. Ihre Weine entstehen handwerklich, mit minimaler Intervention und klarem Fokus auf den Ausdruck von Rebsorte und Terroir.

Diese fein abgestimmte Cuvée vereint vier weiße Rebsorten aus unterschiedlichen Parzellen der Rioja: Während Viura auf kalkhaltigem Lehmboden unterhalb der Sierra de Toloño in Labastida gedeiht, stammen Tempranillo Blanco und Garnacha Blanca aus dem kühleren Alto-Najerilla-Tal. Die Malvasía bringt aromatische Tiefe aus alten Reben rund um Laguardia.

Jahrgang 2024 – Rioja

Der Jahrgang 2024 in der Rioja war von großen Herausforderungen geprägt: Mit nur 275,6 Millionen Kilogramm geernteten Trauben markiert die Lese die kleinste des letzten Jahrhunderts. Ein kühler Spätsommer und sehr wechselhafte Wetterbedingungen im September verlangten höchste Flexibilität und Präzision; die Lese glich einer Achterbahnfahrt. Doch der Aufwand zahlte sich aus – die Trauben zeigen sich vielschichtig und individuell, beste Voraussetzungen für charaktervolle Weine mit Persönlichkeit.

Assemblage und Ausbau

Cuvée aus Viura, Tempranillo Blanco, Garnacha Blanca und Malvasía, Jahrgang 2024, trocken.

Die Trauben wurden über eine Woche hinweg sorgfältig von Hand gelesen, direkt gepresst und jede Sorte separat in Eichenfässern ausgebaut. Nach sechs Monaten auf der Feinhefe wurde der finale Verschnitt behutsam zusammengestellt. Gesamtproduktion: 3.800 Flaschen.

Im Glas

Ein strukturierter, kraftvoller Weißwein mit elegantem Holzeinsatz: vielschichtig, mit klarer Frucht, einer cremigen Textur und langem Nachhall. Ein Blend, der Frische und Tiefe verbindet und die moderne, elegante Seite der weißen Rioja zeigt.

Vielschichtig, mit klarer Frucht, cremiger Textur und langem Nachhall – ganz, ganz feiner Stoff.

Schon jetzt ausdrucksstark, mit Reifepotenzial über einige Jahre. Bei 11–13 °C servieren.

Am Tisch

Zu gebratenem Fisch und Meeresfrüchten, zu Geflügel und Kalb in heller Sauce, zu cremigen Pasta- und Reisgerichten sowie zu mittelreifem Käse.


Lage: DOCa Rioja (Spanien); Viura aus Labastida (kalkhaltiger Lehm, Sierra de Toloño), Tempranillo Blanco und Garnacha Blanca aus dem Alto-Najerilla-Tal, Malvasía von alten Reben um Laguardia
Klassifikation: DOCa Rioja blanco (trocken); nur 3.800 Flaschen
Ausbau: separate Lese und Pressung, sortenweiser Ausbau in Eichenfässern, 6 Monate auf der Feinhefe, behutsame finale Assemblage; handwerklich

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Länder/Regionen

Markus Schneider Merlot Mon Église 2020

Wein · Rotwein · Pfalz · Deutschland

Markus Schneider Merlot Mon Église 2020 stammt von kleinen Parzellen rund um das Gut, mit Blick auf „unsere Kirche". Ein dichter, samtiger Merlot aus einer ausgesuchten Lage der Pfalz.


Pfalz / Ellerstadt

Das Weingut Markus Schneider ist in Ellerstadt in der Pfalz beheimatet. Die Parzellen für den Mon Église liegen arrondiert um das Gut auf einer winzigen Plateauebene über dem Dorf, angrenzend an die ehemaligen Pfarrgärten, mit Blick auf die Kirche, die dem Wein ihren Namen gibt.

Rebsorte und Ausbau

Reinsortig aus Merlot von ausgesuchten Parzellen rund um das Gut. Der Ausbau stellt die dichte, samtige Frucht und die feine Struktur dieser Lage in den Vordergrund. Trocken ausgebaut.

Im Glas

Dichtes Rubinrot. In der Nase reife dunkle Frucht wie Pflaume und Brombeere, verbunden mit feiner Würze. Am Gaumen dicht und samtig, mit reifem, weichem Tannin, klarer Frucht und einem langen, runden Abgang.

Am Tisch

Bei 16–18 °C servieren; jüngere Flaschen profitieren vom Dekantieren.

Passt zu: Braten, Lamm, Rind, Schmorgerichten und gereiftem Hartkäse.


Lage: Pfalz, Ellerstadt – Parzellen rund um das Gut (Deutschland); Weingut Markus Schneider
Klassifikation: Parzellenwein – 100 % Merlot, trocken
Ausbau: fruchtbetont und samtig
Jahrgang: 2020

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Spanien

Equipo Navazos Manzanilla Pasada Bota 59

Likörwein · Manzanilla Pasada Sherry · Sanlúcar de Barrameda · Spanien

Equipo Navazos La Bota de Manzanilla Pasada 59 „Capataz Rivas" ist eine echte Manzanilla Pasada aus Sanlúcar de Barrameda. Eine nummerierte Auswahl aus der La-Guita-Solera, deren „Umwandlung" in einen Amontillado bewusst hinausgezögert wurde – komplex, ausdrucksstark, mit leicht oxidativen, aber frischen Aromen. 3.500 Flaschen.


Sanlúcar de Barrameda / La Guita

Equipo Navazos wählt herausragende Sherry-Fässer aus und füllt sie nummeriert ab. Dieser Wein stammt aus einer kleinen 15-Fässer-Solera der Bodega La Guita (Hijos de Rainera Pérez Marín) in Sanlúcar de Barrameda, die Capataz Rafael Rivas 1986 aus den feinsten alten Manzanillas anlegte. Reinsortig aus Palomino.

Bereitung und Reifung

Eine Manzanilla Pasada: lange biologisch unter Flor gereift, bis die Florschicht schwächer wird und eine sanfte Oxidation einsetzt. Um den Wein im Manzanilla-Charakter zu halten und die Fino-Noten zu intensivieren, statt ihn in einen Amontillado übergehen zu lassen, wurde er mit bestem Wein aus der La-Guita-Solera aufgefrischt. Durchschnittsalter rund 15 Jahre. Saca Juni 2015, 3.500 Flaschen. Trocken, leicht aufgespritet.

Im Glas

Goldgelb bis kupfrig, kristallklar. In der Nase komplex und tief: geröstete Nüsse, getrocknete Aprikose, Brotteig und Hefe, altes poliertes Holz und Orangenschale, dazu salzig-maritime Würze. Am Gaumen geschmeidig und ausdrucksstark, mit balancierter Frische, leicht oxidativer Eleganz und kräftiger Salzigkeit. Langer, würzig-rauchiger Abgang.

Am Tisch

Bei rund 12 °C in mäßig großem Glas servieren – enorm vielseitig am Tisch.

Passt zu: kräftigen Fischgerichten, Reisgerichten mit Fisch, Charcuterie, Rührei mit Steinpilzen, cremigem Schafskäse und würziger asiatischer Küche.


Lage: Sanlúcar de Barrameda, Jerez (Spanien); Bodega La Guita (Hijos de Rainera Pérez Marín)
Klassifikation: Manzanilla Pasada (Sherry), trocken – 100 % Palomino; Auswahl & Abfüllung Equipo Navazos „La Bota 59 – Capataz Rivas"
Ausbau: ~15 Jahre, biologische Reifung unter Flor mit beginnender Oxidation (15-Fässer-Solera); Saca Juni 2015, 3.500 Flaschen

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Weine

Emmanuel Giboulot Lulunne AOP Beaune 2023 BIO

Rotwein · Beaune · Pinot Noir

Pinot Noir Beaune AOC · Lulunne Reben 100+ Jahre 2023 · Bio (FR-BIO-01) 12 Monate gebrauchte Barrique

Der Beaune Lulunne 2023 von Emmanuel Giboulot ist ein biodynamischer Pinot Noir von über hundert Jahre alten Reben am oberen Rand der Beaune-Hänge. Kristallklare Kirschfrucht, Erd- und Tonaromen, feine Würze und Veilchen prägen diesen Wein, der ganz auf Eleganz und Sinnlichkeit angelegt ist.


Beaune „Lulunne" – geschichtsträchtige Talsenke

Die Lage „Lulunne" liegt in einer kleinen Talsenke, nur wenige Meter von der gleichnamigen Quelle entfernt. Der Ort ist seit der Vorgeschichte besiedelt und diente einst als Lager einer römischen Legion; archäologische Spuren reichen bis ins 4. Jahrhundert. Der über hundertjährige Weinberg liegt am oberen Rand der Beaune-Hänge, an der Grenze zu Pommard, und reicht bis an den Waldrand.

Der Boden besteht aus ton-kalkhaltigen, lehmigen Schichten über kiesigem, gut drainiertem Untergrund; in der oberen Hälfte kommen Schluff und weißer Mergel hinzu. Emmanuel Giboulot arbeitet konsequent biologisch und biodynamisch (FR-BIO-01).

Jahrgang 2023 – Côte de Beaune

Auf einen milden Winter folgte ein kühl-feuchtes Frühjahr mit Austrieb Mitte April; ab Mitte Mai wurde es trockener und wärmer. Die Blüte setzte Anfang Juni weitgehend störungsfrei ein, der Sommer verlief überwiegend gut.

Eine Hitzewelle im August konzentrierte die Aromen, Niederschläge Mitte September brachten Frische und Balance zurück. Für die roten Burgunder steht 2023 für Tiefe, Farbe und Eleganz – klare Frucht, feine Würze und geschliffene Tannine bei großzügiger Erntemenge.

Assemblage und Ausbau

Reinsortiger Pinot Noir aus dem Jahrgang 2023, von Hand gelesen, selektiert und teilweise entrappt, biodynamisch (FR-BIO-01).

Die Gärung erfolgt in konischen Gärbehältern; Aromen, Tannine und Farbe werden traditionell über Remontage und Pigeage extrahiert, ohne Zusatz von Hefen oder Enzymen, bei rund drei Wochen Maischestandzeit. Vorlaufwein und erste Pressung werden vereint und 12 Monate in gebrauchten Barriques (drei und mehr Belegungen) ausgebaut – das erhält Fruchtreinheit und Mineralität besonders klar.

Im Glas

Kristallklare Kirschfrucht, unterlegt mit Erd- und Tonaromen, harmonisch eingebundenen Gewürzen und Veilchen. Am Gaumen ganz auf Eleganz und Sinnlichkeit angelegt: Die Säure ist fein in die Frucht eingebunden, der Abgang überzeugt mit Klasse und Rasse.

Kristallklare Kirsche, Erd- und Tonnoten und Veilchen, fein eingebundene Säure – Pinot Noir von einem anderen Stern.

Schon jung zugänglich, über einige Jahre Flaschenreife gewinnend. Bei 16 °C servieren; eine Belüftung lohnt sich.

Am Tisch

Geflügel und Ente, Federwild, Gerichte mit Pilzen, Kalb, dazu mittelreifer Weichkäse. Ein eleganter Begleiter für die feine Küche.


Lage: Beaune „Lulunne" (Lieu-dit), Côte de Beaune; Ton-Kalk/Lehm über Kies, oben Schluff/weißer Mergel; Oberhang an der Grenze zu Pommard, Reben 100+ Jahre
Klassifikation: Beaune AOC; Bio (FR-BIO-01), biodynamisch
Ausbau: Pinot Noir, teils entrappt, Spontangärung; 12 Monate gebrauchte Barrique (3+ Belegungen)

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Weine

Cazé-Thibaut Cramant Grand Cru 2021 Extra Brut

Der Cazé-Thibaut Cramant Grand Cru 2021 Extra Brut ist Fabien Cazés Ausflug in die Côte des Blancs: Chardonnay aus Cramant, im Fass vergoren, 42 Monate Hefelager. Ein klarer Kontrast zum Meunier vom Marne-Ufer.

Im Glas

Blasses Stroh mit Grünreflex, feine Perlen. Duft von weißen Blüten, Weinbergpfirsich und Zitronenzeste, dazu Kreide, dahinter Brioche, Haselnuss und etwas Kamille. Im Mund geradlinig, straffe Säure, salzige Mineralität und kaum Süße. Lang und zitrisch-salzig im Abgang. 2021 war ein kühles Säurejahr – hier zeigt sich das als Präzision, nicht als Härte.

Mach was draus

Austern, Sashimi, gebeizter Saibling oder Zander mit Beurre blanc. Süße Beilagen lieber weglassen, sonst wirkt er zu sauer. Sein Platz ist der Anfang eines Menüs, wenn der Gaumen noch frisch ist. Servier ihn bei 10 bis 12 °C.

Janus FenskeJanus empfiehlt

„Nicht zu kalt und im großen Weißweinglas. Nach zwanzig Minuten werden Mandel und gelber Apfel deutlicher.“

Mehr über Janus, unseren Sommelier

Kurz gefragt

Was macht Cramant besonders? Das Grand-Cru-Dorf liegt auf reiner Kreide, eingebettet zwischen Chouilly und Avize. Cramant gilt als das feinste, blumigste der Chardonnay-Dörfer dort.

Wie lange hält er? Er wurde im Januar 2026 degorgiert, ist trinkreif und hält gut bis 2036.

Chardonnay 100 % · Grand-Cru-Lage Cramant, Côte des Blancs · Jahrgang 2021 · Spontangärung, ca. 10 Monate gebrauchte Fässer · 42 Monate Hefelager · degorgiert Januar 2026 · ungeschönt, unfiltriert · Extra Brut, 1,5 g/l Restzucker · Champagne Cazé-Thibaut, Châtillon-sur-Marne · Stand: Oktober 2026

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Rebsorten

Metzger Gewürztraminer lieblich -B-

Weißwein · Gewürztraminer · lieblich · Pfalz

Weingut Metzger Gewürztraminer lieblich -B- besticht durch komplexe Aromen von Litschi, Rosen, etwas Honig und einer milden Säure. Eine lange Maischestandzeit bringt das ganze Aromenrepertoire der Trauben hervor. Ein lieblicher Weißwein aus der Pfalz.


Pfalz

Das Weingut Metzger liegt in der Pfalz im Südwesten Deutschlands. Das warme Klima eignet sich für die aromatische Sorte Gewürztraminer, die hier ihre typische, intensive Aromatik entfalten kann.

Rebsorte und Ausbau

Der Wein besteht aus Gewürztraminer. Schonendste Verarbeitung und eine lange Maischestandzeit bringen das gesamte Aromenrepertoire der Trauben hervor. Lieblich ausgebaut.

Im Glas

Helles Gold. In der Nase und am Gaumen komplexe Aromen von Litschi, Rosen und etwas Honig. Lieblich und aromatisch, getragen von einer milden Säure. Der Abgang ist weich und lang.

Am Tisch

Gut gekühlt bei 9–11 °C servieren.

Klassische Begleitung: asiatische Küche, würzige Gerichte, Blauschimmelkäse und Desserts.


Lage: Pfalz (Deutschland)
Klassifikation: Pfalz – Weißwein (Gewürztraminer), lieblich
Ausbau: Gewürztraminer, lange Maischestandzeit, lieblich

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