Weinreich Perlen vor die Säue ist ein Pét Nat – ein naturtrüber, prickelnder Naturwein aus maischevergorenem Riesling und Silvaner. Noch gärend in die Flasche gefüllt, entwickelt er dort seine ganz natürliche Kohlensäure: kräutrig, süffig und mit viel Trinkfluss.
Rheinhessen / Bechtheim
Das Weingut Weinreich (Marc und Jan Weinreich) liegt in Bechtheim im Wonnegau, Rheinhessen. Bekannt für seinen naturnahen, ökologischen Stil, hat Marc Weinreich mit diesem Pét Nat einen natürlich prickelnden Naturwein geschaffen. Der Wein stammt aus ökologischem Anbau (DE-ÖKO-022).
Rebsorten und Herstellung
Cuvée aus maischevergorenem Riesling und Silvaner. Pét Nat (Pétillant Naturel) bedeutet, dass der noch gärende Most direkt in die Flasche gefüllt wird, wo er weitergärt – ohne Schwefelung, ohne Zucker-Dosage und ohne zugesetzte Hefen. So entsteht die Kohlensäure auf ganz natürliche Weise. Das Ergebnis ist ein naturtrüber, herber Schaumwein in seiner ursprünglichsten Form.
Im Glas
Naturtrüb, mit feiner, lebhafter Perlage. In der Nase helle Frucht und kräutrige Noten. Am Gaumen prickelnd, kräutrig und süffig, mit klarer Frucht, herber Struktur und animierendem Trinkfluss.
Zum Genießen
Gut gekühlt bei 6–8 °C servieren – ein unkomplizierter Begleiter für jeden Anlass, vom Grillabend bis zum Aperitif.
Passt zu: Antipasti, Gegrilltem, Fingerfood, Salaten und leichten Vorspeisen – oder einfach solo.
Der Bourgogne Pinot Noir 2023 der Domaine Michel Lafarge ist ein echter Charmeur – ein „Baby-Volnay" von der Top-Adresse aus Volnay. Reife Kirschen, saftige Pflaumen und feine Beerenfrucht treffen auf lebhafte Frische, seidige Textur und eine feingliedrige Struktur: ein kleiner (großer) Bourgogne voller Finesse, Klarheit und Eleganz.
Bourgogne – der „Baby-Volnay" von Lafarge
Der Bourgogne Rouge der Domaine Michel Lafarge gilt als „Baby-Volnay": Die rund 50 Jahre alten Reben stehen direkt an der Grenze zur Volnay-Village-Klassifikation und zeigen die typische Kalksteinprägung und rote Frucht – nur in einem etwas runderen, zugänglicheren Stil.
Die Domaine Michel Lafarge gilt als Archetyp des klassischen Volnay; heute führen Frédéric und Chantal Lafarge das Gut, das biodynamisch arbeitet (Ecocert/Demeter). Schon auf dieser Stufe ist die Handschrift des Hauses spürbar.
Jahrgang 2023 – Côte de Beaune
Auf einen milden Winter folgte ein kühl-feuchtes Frühjahr mit Austrieb Mitte April; ab Mitte Mai wurde es trockener und wärmer. Die Blüte setzte Anfang Juni weitgehend störungsfrei ein, der Sommer verlief überwiegend gut.
Eine Hitzewelle im August konzentrierte die Aromen, Niederschläge Mitte September brachten Frische und Balance zurück. Für die roten Burgunder steht 2023 für Tiefe, Farbe und Eleganz – klare Frucht, feine Würze und geschliffene Tannine bei großzügiger Erntemenge.
Assemblage und Ausbau
Reinsortiger Pinot Noir aus dem Jahrgang 2023, von rund 50 Jahre alten Reben.
Traditionell und zurückhaltend vinifiziert: überwiegend entrappt, mit sehr maßvollem Einsatz neuen Holzes, Ausbau im alten Keller des Guts. Biodynamische Bewirtschaftung (Ecocert/Demeter).
Im Glas
Reife Kirschen, Pflaumen und feine Beerenfrucht, ergänzt um florale Noten und einen Hauch Kalkstein. Am Gaumen lebhafte Frische, seidige Textur und feine, reife Tannine, getragen von einer feingliedrigen Struktur.
Reife Kirsche, Pflaume und Kalksteinprägung über seidiger Textur – ein „Baby-Volnay" voller Finesse und Eleganz.
Schon jung viel Freude, mit Potenzial für einige Jahre Reife. Bei 15–16 °C servieren.
Am Tisch
Geflügel und Ente, Charcuterie, Gerichte mit Pilzen, dazu mittelreifer Weichkäse. Ein eleganter, vielseitiger Begleiter für jeden Tag.
Der Jade Gross Peace, Love & Garnacha 2023 ist ein kraftvoller, expressiver Naturwein aus 100 % Garnacha von über 100 Jahre alten Buschreben – Biss, Charakter und ein kleines bisschen Wahnsinn. Würzig, energiegeladen und doch sensibel und lang am Gaumen.
Peace, Love & Garnacha – alte Reben im Alto de Najerilla
Jade Gross, in Hongkong geborene chinesisch-amerikanische Quereinsteigerin aus der Spitzengastronomie, begann ihr Rioja-Projekt 2019 unter der Mentorschaft von Abel Mendoza. Ihre Weine entstehen handwerklich, mit minimaler Intervention und klarem Fokus auf den unverfälschten Ausdruck der Rebsorte – wofür „Peace, Love & Garnacha" sinnbildlich steht.
Dieser Wein ist aus 100 % Garnacha vinifiziert, gewachsen auf über 100 Jahre alten Buschreben im hochgelegenen Tal des Alto de Najerilla in Cordovín. Die eisenhaltigen Lehmböden verleihen dem Wein seine Tiefe und Struktur, während die Handlese und die behutsame Vinifikation in offenen Gärbehältern seine Ursprünglichkeit bewahren.
Jahrgang 2023 – Rioja
Der Jahrgang 2023 war in der Rioja ein herausforderndes Jahr: Besonders warme und trockene Bedingungen ließen Reben und Menschen mit den Herausforderungen des Klimawandels kämpfen. Im Vorteil waren – wie schon in den Jahren davor – die alten Rebanlagen in den Höhenlagen vor der Sierra Cantabria. Starke Hagelstürme dezimierten die Ernte weiter und führten zu einer Minderernte; nur wer das ganze Jahr über sorgsam die Laubarbeit beherrschte und zum richtigen Zeitpunkt las, wurde mit hochwertigem Traubenmaterial belohnt.
Ausbau
Reinsortige Garnacha aus dem Jahrgang 2023, trocken.
Handlese, behutsame Vinifikation in offenen Gärbehältern zur Wahrung der Ursprünglichkeit. Der Ausbau erfolgte über 12 Monate in französischen Eichenfässern. Gesamtproduktion: 1.200 Flaschen.
Im Glas
In der Nase eine klare, saftige Himbeerfrucht, untermalt von würzigen Noten wie schwarzem Tee, Brotkruste, Eukalyptus und einem Hauch von wildem Pfeffer. Am Gaumen viel Extrakt, eine straffe Säure und spürbare Energie – ein Naturwein mit Ecken und Kanten, der sich trotzdem sensibel und lang am Gaumen hält.
Biss, Charakter und ein kleines bisschen Wahnsinn – das ist „Peace, Love & Garnacha".
Am besten leicht gekühlt genießen. Bei 14–16 °C servieren.
Am Tisch
Zu gegrilltem Fleisch und Geflügel, zu würzigen mediterranen Gerichten, zu Tapas und Wurst sowie zu mittelreifem Käse – vielseitig und unkompliziert.
Cognac Claude Chatelier VS ist ein ausdrucksstarker Cognac aus dem renommierten Hause Ferrand in der Charente. Als VS reifte er mehrere Jahre im Eichenfass. Bernsteinfarben mit gelb-goldenen Reflexen, zeigt er ein florales, fruchtbetontes Profil. Mild, weich und samtig am Gaumen.
Cognac (Charente)
Cognac stammt aus der Region rund um die Stadt Cognac in der Charente im Westen Frankreichs. Das atlantisch geprägte Klima und die kalkhaltigen Böden bilden die Grundlage für die feinen Weinbrände der Region. Das Haus Ferrand zählt zu den angesehenen Cognac-Erzeugern.
Herstellung und Reifung
Der Cognac wird klassisch aus Ugni Blanc destilliert und als VS (Very Special) ausgebaut – die jüngste Komponente reift mindestens zwei Jahre im Eichenfass, was ihm Farbe und feine Holznoten verleiht.
Im Glas
Bernsteinfarben mit gelb-goldenen Reflexen. In der Nase florale Noten mit einem Hauch Eiche, dazu Orange, Honig und etwas Zitrus. Am Gaumen mild, weich und samtig, mit harmonischem Finish.
Zum Genuss
Pur als Digestif oder als Basis für klassische Cognac-Cocktails. Bei Zimmertemperatur im Tulpenglas genießen.
Klassische Begleitung: dunkle Schokolade, Trockenfrüchte, Nüsse und Zigarren.
Eimermann Chenin Blanc ist ein echter Frischekick. Die ursprünglich französische, vor allem in Südafrika verbreitete Rebsorte ist in Deutschland ein Exot – am Roten Hang findet sie ideale Bedingungen und wird zu einem saftigen Wein mit expressiver Frucht und herber Frische.
Rheinhessen / Schloss Schwabsburg
Das Weingut Eimermann (Familie Werner und Thore Eimermann) liegt in Nierstein-Schwabsburg am berühmten Roten Hang in Rheinhessen. Der Chenin Blanc wächst in der Lage Schloss Schwabsburg, wo es sonnig, trocken und windig ist – genau die Bedingungen, die diese Rebsorte liebt. Alle Weine des Guts sind vegan.
Rebsorte und Ausbau
Reinsortig aus Chenin Blanc – in Deutschland eine Rarität. Der Ausbau bewahrt die ausdrucksstarke Frucht und die herbe, animierende Frische; geschmacklich geht der Wein in Richtung Sauvignon Blanc, ohne dessen Fülle. Trocken ausgebaut.
Im Glas
Helles Strohgelb. In der Nase Mirabelle, saftige Nektarine und exotische Maracuja. Am Gaumen saftig und ausdrucksstark, mit viel Frucht und einer animierenden, herben Frische; klarer, frischer Abgang.
Am Tisch
Gut gekühlt bei 10–12 °C servieren – ein spannender Begleiter für aromatische Küche.
Passt zu: Fusion-Küche, gegrilltem Geflügel, asiatisch inspirierten Gerichten, glasiertem Schweinebauch und vegetarischen Gerichten mit exotischen Gewürzen.
Der Le Moine Horizon 50 ans Brouilly 2015 in der Magnum ist Mounir Saoumas ernsthafte, lagerfähige Interpretation des Beaujolais – ein Cru-Gamay aus einem Ausnahmejahrgang, bewusst für die lange Reife abgefüllt. Weine, die unsere Kinder und Enkel in 50 Jahren am optimalen Genusspunkt erleben können.
Horizon 50 ans – Beaujolais, ernst genommen
Hinter dem Beaujolais steckt weit mehr als der leichte, fruchtige Beaujolais Nouveau: Vor vielen Jahrzehnten waren die besten Lagen ebenso hoch angesehen wie die großen Weine des nördlichen Burgunds. Die qualitative Spitze der Gamay-Weine wächst im Norden der Appellation – unter den Cru-Namen Brouilly, Chénas, Chiroubles, Côte de Brouilly, Fleurie, Juliénas, Morgon, Moulin-à-Vent, Saint-Amour und Régnié.
Für die Serie „Horizon 50 ans" hat Mounir Saouma – der Mann hinter Lucien Le Moine – Cru-Gamay aus Top-Lagen vinifiziert und in zwei Formaten abgefüllt: 0,75-Liter-Flaschen für den früheren Genuss sowie Magnum und Doppelmagnum für die ganz lange Lagerung. Der Name ist Programm: Weine mit einem Reifehorizont von einem halben Jahrhundert. Dieser Brouilly stammt aus dem südlichsten und größten der Beaujolais-Crus, dessen Granit- und blaue Diorit-Böden („pierre bleue") dem Gamay Tiefe, Struktur und Mineralität verleihen.
Jahrgang 2015 – Beaujolais
2015 gilt im Burgund und besonders im Beaujolais als Ausnahmejahrgang – vielfach als Jahrhundertjahrgang bezeichnet. Warm und reif, brachte er Gamay-Weine von seltener Konzentration, Dichte und Tiefe bei gutem Reifepotenzial. In der Magnum und im langen Ausbau ergibt das einen Wein, der auf Jahrzehnte angelegt ist.
Ausbau
Reinsortiger Gamay aus dem Jahrgang 2015, Beaujolais Cru Brouilly, trocken; abgefüllt in der Magnum (1,5 l).
Im Stil von Mounir Saouma: langer Ausbau im Holzfass und auf der Hefe, mit minimalem Schwefel und behutsamer Kellerarbeit – ganz auf Tiefe, Textur und Langlebigkeit ausgerichtet. Das große Magnum-Format begünstigt eine besonders langsame, harmonische Reife.
Im Glas
Vom granitisch-blausteinigen Brouilly-Boden und aus dem reifen Jahrgang 2015 lebt dieser Cru-Gamay: dunkle Kirsche und Brombeere, florale Anklänge und eine feine, steinige Würze. Der lange Ausbau bindet eine seidige, dichte Textur ein und verleiht dem Wein mehr Tiefe und Ernst, als man dem Beaujolais gemeinhin zutraut. Am Gaumen saftig und konzentriert, mit feinem Tannin, lebendiger Säure und langem, mineralischem Nachhall – ein Gamay mit echtem Reifepotenzial.
Dunkle Kirsche, florale und steinige Würze – saftig und konzentriert, mit feinem Tannin und langer, mineralischer Tiefe.
Schon jetzt zugänglich, doch auf Jahrzehnte angelegt; in der Jugend großzügig dekantieren. Bei 15–17 °C servieren.
Am Tisch
Zu gegrilltem und geschmortem Fleisch, zu Geflügel und Ente, zu Wild sowie zu mittelreifem Käse.
Ziereisen Jaspis Unterirdisch 2022 ist ein Roter Gutedel von Hanspeter Ziereisen aus Efringen-Kirchen am Dreiländereck. Streng naturnah vinifiziert – keine Filtration, kein Schwefelzusatz, drei Jahre Ausbau – zeigt der Wein, was diese seltene Rebsorte mit Zeit und handwerklicher Konsequenz leisten kann.
Markgräflerland / Oberrhein
Efringen-Kirchen liegt im südlichen Markgräflerland, eingebettet zwischen Schwarzwald, Rhein und Elsass – eine der wenigen deutschen Regionen, in denen Roter Gutedel noch traditionell verankert ist. Die Lagen ruhen auf Kalkverwitterungsböden mit Lössauflagen, die dem Wein Spannung und Mineralität geben. Die Nähe zum Oberrhein sorgt für ein gemäßigtes Klima mit langen Reifephasen. Klassifiziert als Landwein Oberrhein. Die „Jaspis"-Linie umfasst die Spitzenweine des Guts.
Rebsorte und Ausbau
Reinsortig aus Rotem Gutedel, zu 100 % handgelesen und abgebeert. Die Vergärung erfolgt ein Jahr in einer im Weinberg vergrabenen Tonamphore – die konstante Erdtemperatur verlangsamt den Prozess und erhält die aromatische Präzision. Anschließend reift der Wein zwei weitere Jahre im Holz. Abgefüllt ohne Filtration und ohne Schwefeldioxidzusatz, mit einem Teil der Hefe im Gebinde – eine leichte Trübung ist naturbedingt. Trocken ausgebaut.
Im Glas
In der Nase rote Beeren, Himbeere und eine dezente Holzwürze, unterlegt von salziger Mineralik. Am Gaumen sofort viel Zug – eine straffe, spannungsvolle Struktur, die sich durch den gesamten Trunk zieht. Mit nur leichtem Alkohol bleibt er ultrafrisch und dennoch substanziell. Der Abgang ist lang, mit anhaltendem Spiel zwischen Frucht und Mineralität – kein Reduktionston, kein Holzüberhang.
Am Tisch
Durch den dreijährigen Gesamtausbau jetzt trinkreif; weitere Entwicklung bis 2028–2030. Vor dem Einschenken einige Minuten stehend ruhen lassen, dann dekantieren – das reduziert Schwebstoffe und öffnet die Aromatik. Bei 12–14 °C servieren.
Passt zu: gegrilltem Lachs, Ziegenkäse, Linsen mit Kräutern und Kalbsbries – durch seine Frische und Spannung auch solo am Abend.
Martin Waßmer Markgräflerland Muskateller Kabinett fruchtig süß
Wein · Weißwein · Baden · Deutschland
Waßmer Markgräflerland Muskateller Kabinett ist ein sehr feiner Aromasortenwein von einer der ältesten bekannten Rebsorten der Welt. Ein unheimlich intensiver Duft nach reifen Aprikosen, Blüten und Litschi trifft auf einen feingliedrigen Gaumen mit natürlicher Restsüße.
Baden / Markgräflerland
Das Weingut Martin Waßmer ist im Markgräflerland in Baden beheimatet. Das milde Klima der Region bietet dem aromatischen Muskateller – einer der ältesten bekannten Rebsorten der Welt – ideale Bedingungen für seine ausdrucksstarke Aromatik.
Rebsorte und Ausbau
Reinsortig aus Muskateller in der Prädikatsstufe Kabinett. Der Ausbau bewahrt die intensive, exotische Aromatik und eine natürliche Restsüße, die dem Wein seinen feingliedrigen, zugleich zupackenden Charakter verleiht.
Im Glas
Helles Strohgelb. In der Nase unheimlich intensiv, mit reifen Aprikosen, Blüten und Litschi. Am Gaumen schlanker als der Duft, dabei zupackend und feingliedrig, mit einer harmonisch eingebundenen natürlichen Restsüße und frischem Abgang.
Am Tisch
Gut gekühlt bei 8–10 °C servieren – solo als fruchtiger Genuss oder zum Essen.
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