Doros WeinSinn: 2007 Spätburgunder Selection, QbA, Franz Keller

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2007 Spätburgunder Selection, QbA, Franz Keller
(Alk. 13%) Baden Kaiserstuhl

Es war zu dunkel, um zu sehen, welches Rot dieser Wein trug. Kirschen und Asche oder eher leicht glühende Kohle waren auf jeden Fall deutlich zu spüren, auch ein wenig Pfeffer, Lorbeerblatt, ein Hauch von Vanille und Veilchen. Am Gaumen fast das gleiche Spiel: Kirsche, Asche, dazu kamen Nüsse; ein Tag später auch Kakao und Karamell. Dieser SB war schlank und filigran, elegante Säure war gut eingebunden. Lamm mit Rosmarinkartoffeln, Hirsch mit Knödel und Rotkraut.

(getrunken im November 2011)

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Le Moine Echezeaux Grand Cru 2021

Rotwein · Echézeaux Grand Cru · Pinot Noir

Pinot Noir Echézeaux Grand Cru Côte de Nuits · Flagey-Échézeaux Lucien Le Moine Élevage auf Vollhefe 100 % neues Holz unfiltriert 2021

Der Lucien Le Moine Echézeaux Grand Cru 2021 ist ein floral-eleganter Pinot Noir aus der Côte de Nuits – luftig, rein und vielschichtig, mit würziger Breite über sehr frischer roter Frucht. Lange auf der Vollhefe ausgebaut, vom Fass unfiltriert gefüllt. Eine echte Rarität.


Echézeaux – Grand Cru oberhalb des Clos de Vougeot

Echézeaux ist ein Grand-Cru-Weinberg an den Hängen oberhalb des Clos de Vougeot, in der Gemeinde Flagey-Échézeaux nördlich von Vosne-Romanée. Mit über 37 Hektar ist das fragmentierte Climat deutlich größer als die meisten Grands Crus und in elf Lieux-dits sowie rund 80 Eigentümer unterteilt. Echézeaux-Weine entstehen ausschließlich aus Pinot Noir und liegen am vollmundigeren Ende des Burgunder-Spektrums: viel rote Frucht, Gewürz- und Unterholznoten, gutes Tannin und Lagerfähigkeit. Als beste Terroirs gelten die steinigen, gut dränierten Lieux-dits am oberen Mittelhang wie Echézeaux du Dessus, Les Poulaillères und En Orveaux.

Bei Lucien Le Moine wird daraus ein besonders feiner, herkunftsgenauer Grand Cru: Mounir Saoumas Ausbau betont Reinheit, Textur und florale Eleganz, ohne die würzige Tiefe der Lage zu verdecken.

Jahrgang 2021 – Côte de Nuits

2021 war an der Côte de Nuits ein klassischer, kühler Jahrgang mit feiner, klar definierter Frucht, lebendiger Säure und großer aromatischer Präzision. In Echézeaux ergibt das einen besonders eleganten, luftigen Pinot Noir mit floralem Charme und feinkörnigem Tannin – im reinen, texturbetonten Stil des Hauses.

Ausbau

Reinsortiger Pinot Noir aus dem Jahrgang 2021, Echézeaux Grand Cru, trocken.

Lucien Le Moine ist ein reiner Élevage-Spezialist: Der fertig vergorene Wein wird von einem ausgesuchten Erzeuger übernommen und lange auf der Vollhefe ausgebaut – ohne Abstich, mit später, hinausgezögerter malolaktischer Gärung und minimalem Schwefel; Mounir Saouma lässt dem Élevage gern „zwei Sommer" Zeit. Ausbau in 100 % neuem Holz (feinporige Jupilles-Eiche), Abfüllung direkt vom Fass ohne Schönung und Filtration. Die Mengen sind winzig: oft nur ein einziges Fass je Cru.

Im Glas

Ein Pinot Noir vom vollmundigeren Ende des Burgunder-Spektrums, vom kühlen Jahrgang 2021 in elegante Bahnen gelenkt: rote Beeren und Kirsche, florale Anklänge und die für Echézeaux typische Würze von Unterholz und feinem Gewürz. Das lange Vollhefelager und der Ausbau im neuen Holz geben dem Wein eine feine Röstwürze und eine seidige Textur. Am Gaumen mittelgewichtig und vielschichtig, mit feinkörnigem Tannin, kühler Frische und langem, präzisem Nachhall.

Rote Beeren, florale Würze und Unterholz – seidig, feinkörnig und kühl, mit langem, präzisem Nachhall.

Benötigt Zeit; in der Jugend großzügig dekantieren. Großes Reifepotenzial über viele Jahre. Bei 16–18 °C servieren.

Am Tisch

Zu Ente und Wildgeflügel, zu Reh und Lamm in feiner Sauce, zu Trüffel- und Pilzgerichten sowie zu gereiftem Weichkäse.


Lage: Echézeaux Grand Cru, Flagey-Échézeaux, Côte de Nuits (Burgund, Frankreich); Hänge oberhalb des Clos de Vougeot, nördlich von Vosne-Romanée; über 37 ha, fragmentiertes Climat
Klassifikation: Grand Cru, Pinot Noir (trocken)
Ausbau: reiner Élevage (Micro-Négoce); lange auf der Vollhefe ohne Abstich, späte Malo, minimaler Schwefel, 100 % neues Holz (Jupilles), unfiltriert vom Fass; winzige Menge

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Weine

Ulacia Izaro Txakoli

Weißwein · Getariako Txakolina · Hondarrabi Zuri

100 % Hondarrabi Zuri D.O. Getariako Txakolina Getaria, Baskenland Parral · Südlagen Parzellenselektion Feinhefe mit Bâtonnage

Ulacia Izaro ist der Txakoli, den die Familie Ulacia in Getaria 2008 erstmals auf den Markt brachte: 100 % Hondarrabi Zuri aus den besten Weingärten des Guts, im Tank auf der aufgerührten Feinhefe gereift. Wo der klassische Txakoli des Hauses jung und leicht bleibt, gewinnt Izaro durch die Bâtonnage Textur und Schmelz, ohne die salzige Frische der Küstenlagen zu verlieren.


Getaria – Parral-Lagen nach Süden über der Biskaya

Die Familie Ulacia keltert Txakoli in dritter Generation. Die Weingärten liegen überwiegend in Getaria, dem Ort, der der D.O. Getariako Txakolina ihren Namen gibt. Die Herkunftsbezeichnung wurde 1989 als erste Txakoli-D.O. anerkannt. Das Klima ist atlantisch und feucht, mit Jahresniederschlägen, die in den Küstenlagen des Baskenlands bis an 1.600 Millimeter heranreichen.

Ulacias Reben sind 5 bis 60 Jahre alt, nach Süden ausgerichtet und im Parral erzogen, der traditionellen Pergola der baskischen Küste. Die Trauben hängen dabei hoch über dem feuchten Boden unter dem Laubdach, der Wind vom Meer zieht durch die Anlage und trocknet sie nach Regen rasch ab. Das senkt den Krankheitsdruck in einem der niederschlagsreichsten Weinbaugebiete Europas.

Für Izaro liest die Familie nicht den gesamten Bestand, sondern selektiert Hondarrabi Zuri aus ihren besten Weingärten in Getaria. Der klassische Ulacia-Txakoli dagegen ist eine Cuvée aus 95 % Hondarrabi Zuri und 5 % Hondarrabi Beltza.

Bâtonnage im Tank

Grundlage ist reinsortige Hondarrabi Zuri, die autochthone Weißweinsorte der baskischen Küste. Die Trauben werden mit pneumatischen Pressen schonend gekeltert, der Most gärt temperaturkontrolliert im Edelstahltank. So bleiben die Frucht- und Blütennoten der Sorte erhalten. Die Familie arbeitet seit 2009 in einem neu gebauten, modern ausgestatteten Keller.

Der Unterschied zum klassischen Txakoli liegt in der Reifung: Bei Izaro wird die Feinhefe im Gärtank per Bâtonnage immer wieder aufgerührt und im Wein in Schwebe gehalten. Das gibt ihm Schmelz und Volumen am Gaumen, ohne ihn schwer zu machen – die Säure der Hondarrabi Zuri bleibt der tragende Rahmen.

Im Glas

Helles Strohgelb mit grünlichem Rand und feiner Kohlensäure aus der eigenen Gärung. In der Nase Ananas und weißer Pfirsich, dazu Blüten und ein Hauch Zitrusschale. Am Gaumen frischer, floraler Auftakt, dann eine von der Hefe getragene, cremige Mitte. Der Abgang ist trocken, salzig grundiert und ausgewogen.

Selektierte Hondarrabi Zuri aus Südlagen im Parral, Bâtonnage im Tank: Txakoli mit Schmelz, ohne die salzige Frische Getarias zu verlieren.

Bei 8–10 °C servieren. Aus mittlerer Höhe eingeschenkt, entfalten sich Aromen und feine Perlage. Trinkreif ab Füllung, mit ein bis zwei Jahren Flaschenlager gewinnt die Hefenote an Tiefe.

Am Tisch

Der klassische Partner ist Fisch vom Holzkohlegrill, wie ihn Getaria bekannt gemacht hat: Steinbutt, Wolfsbarsch, Sardinen. Ebenso gut zu Austern, Anchovis, Bacalao al pil-pil und gebratenen Jakobsmuscheln. Durch den Hefeausbau trägt Izaro auch kräftigere Begleiter wie Tempura, gegrillten Oktopus mit Kartoffel oder jungen Ziegenkäse. Als Aperitif zu Pintxos funktioniert er ohnehin.


Produzent Bodega Ulacia, Getaria (Gipuzkoa)
Rebsorte 100 % Hondarrabi Zuri
Lage Beste Weingärten der Familie in Getaria, Baskenland · Südexposition · Parral
Klassifikation D.O. Getariako Txakolina
Vinifikation Parzellenselektion · pneumatische Pressung · temperaturkontrollierte Gärung im Edelstahltank
Ausbau Edelstahltank · Feinhefelager mit Bâtonnage
Rebenalter 5–60 Jahre
Trinktemperatur 8–10 °C

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Casale Vecchio Montepulciano d'Abruzzo

Rotwein · Montepulciano · Abruzzen · Italien

Casale Vecchio Montepulciano d'Abruzzo ist ein trockener Rotwein der Fantini Group aus den Abruzzen. Reinsortiger Montepulciano, der rubinrot im Glas glänzt – mit einem duftenden Bukett nach Lakritze, Blumen und Pflaume, vollem Körper und mildem, lang anhaltendem Abgang.


Abruzzen

Fantini by Farnese mit Sitz in Ortona (Abruzzen) zählt zu den bekanntesten Erzeugern Süditaliens. Die Trauben für den Casale Vecchio stammen aus Küstenlagen im Norden der Abruzzen auf Kalk-Ton-Böden; geringe Erträge sorgen für Konzentration.

Rebsorte und Ausbau

Reinsortiger Montepulciano d'Abruzzo. Nach mehrtägiger Maischegärung erfolgt die malolaktische Gärung im Holz; anschließend reift der Wein rund sechs Monate in amerikanischen Barriques, was ihm Tiefe und seine weiche Art verleiht.

Im Glas

Tiefes Rubinrot mit violetten Reflexen. In der Nase ein intensives Bukett aus Lakritze, Pflaume und blumigen Noten, dazu Amaretto, Marzipan und süße Gewürze. Am Gaumen vollmundig und warm, weich und ausgewogen, mit feinen Tanninen und langem, mildem Abgang.

Am Tisch

Bei 16–18 °C servieren. Ein kraftvoller, zugänglicher Rotwein zu herzhafter Küche.

Klassische Begleitung: kräftige Pastagerichte, rotes Fleisch, Lamm und gereifter Käse.


Lage: Abruzzen (Italien)
Klassifikation: Montepulciano d'Abruzzo DOC – Rotwein (trocken)
Ausbau: ~6 Monate in amerikanischen Barriques

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Rebsorten

Sottimano Bric del Salto Dolcettto d Alba 2024 DOC

Rotwein · Dolcetto d'Alba DOC · Dolcetto

Dolcetto Dolcetto d'Alba DOC Bric del Salto Sottimano Spontangärung · Edelstahl 2024

Der Sottimano Bric del Salto Dolcetto d'Alba 2024 ist ein feiner, frischer Dolcetto, mit dem Andrea Sottimano dieser oft unterschätzten Sorte bewusst neue Würde verleiht – seidig, balanciert und überraschend anspruchsvoll. Ein Dolcetto, der weit über das Gewohnte hinausgeht.


Bric del Salto – Dolcetto mit neuer Würde

Sottimano in Neive zählt zu den Top-Adressen des Barbaresco. Das Familienweingut – von Rino Sottimano ab Ende der 1960er aufgebaut, heute von Andrea und seinen Geschwistern geführt – arbeitet seit über vierzig Jahren und minimal-invasiv: Spontangärung mit wilden Hefen, ungeschönt und ungefiltert. Diese Sorgfalt gilt auch den Alltagssorten des Piemonts.

Der Bric del Salto stammt aus einer klassischen Dolcetto-Lage im Piemont und wird reinsortig aus 100 % Dolcetto gekeltert. Ziel ist es, die Eleganz und Feinheit dieser oft unterschätzten Rebsorte konsequent herauszuarbeiten, ohne ihre natürliche Frische zu verlieren.

Jahrgang 2024 – Dolcetto d'Alba

Der Jahrgang 2024 bringt im Bric del Salto einen frischen, fruchtbetonten Dolcetto mit klarer Frucht und lebendiger Balance. Die für die Sorte typische saftige Zugänglichkeit bleibt erhalten, während der präzise Ausbau für Feinheit und aromatische Tiefe sorgt.

Ausbau

Reinsortiger Dolcetto aus dem Jahrgang 2024, Dolcetto d'Alba DOC, trocken.

Die alkoholische Gärung erfolgt spontan mit natürlichen Hefen. Nach einer bewusst verlängerten Maischestandzeit schließt sich eine ebenfalls spontane malolaktische Gärung an. Der gesamte Ausbau findet im Edelstahltank statt, um die Frische und die sensible Aromatik der Dolcetto-Traube zu bewahren. Die längere Maischestandzeit führt zu einer etwas helleren Farbe, sorgt jedoch für eine bessere Integration von Tannin und Säure sowie für zusätzliche aromatische Tiefe.

Im Glas

Im Glas zeigt sich der Wein in leuchtendem Rubinrot mit brillanten Reflexen. In der Nase dominieren Amarena, wilde Beeren, Wacholder sowie feine florale Anklänge von Wildrose und getrockneter Heidelbeere. Am Gaumen wirkt der Dolcetto frisch, seidig und ausgewogen; Tannine und Säure sind harmonisch miteinander verwoben. Trotz seiner Zugänglichkeit besitzt er Substanz und Entwicklungspotenzial – ein klassisch geprägter, kompromisslos präziser Wein, der zugleich zeitgemäß wirkt: fein, balanciert und überraschend anspruchsvoll.

Fein, balanciert und überraschend anspruchsvoll – ein Dolcetto, der weit über das Gewohnte hinausgeht.

Schon jetzt mit viel Trinkfreude, mit etwas Entwicklungspotenzial; bei 14–16 °C servieren.

Am Tisch

Zu Salumi und Antipasti, zu Pasta mit Tomaten- oder Fleischsugo, zu Pizza und gegrilltem Gemüse sowie zu jungem bis mittelreifem Käse.


Lage: Dolcetto d'Alba DOC, Neive/Langhe (Piemont, Italien); klassische Dolcetto-Lage
Klassifikation: Dolcetto d'Alba DOC, Dolcetto (trocken)
Ausbau: 100 % Dolcetto; Spontangärung, verlängerte Maischestandzeit, spontane Malo, Ausbau im Edelstahltank

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Zenato Lugana San Benedetto

Wein · Weißwein · Lugana · Italien

Zenato Lugana San Benedetto ist ein Klassiker der Familie Zenato vom Gardasee. Aus der Rebsorte Trebbiano di Lugana besticht er durch seine klare, feinwürzige Art, feine Frucht und einen feinen Nachhall – ein vielseitiger Allrounder zu leichten Sommergerichten und Fischvariationen.


Lugana / Gardasee

Seit fast 50 Jahren schreibt die Familie Zenato rund um den Gardasee eine Erfolgsgeschichte nach der anderen. Die Trauben für den San Benedetto wachsen in der Lugana DOC am südlichen Seeufer auf lehmig-kalkhaltigen Böden. Zenatos Lugana-Weine zählen zu den besten ihrer Art und haben sich einen festen Platz in der gehobenen Gastronomie erarbeitet.

Rebsorte und Ausbau

Reinsortig aus Trebbiano di Lugana (lokal Turbiana). Die Gärung erfolgt im Edelstahltank bei kontrollierter Temperatur, gefolgt von einer Reife auf der Feinhefe, die dem Wein Schmelz und Tiefe verleiht. Trocken ausgebaut.

Im Glas

Helles Strohgelb. In der Nase feine Frucht von Zitrus, weißem Pfirsich und Apfel, untermalt von feinwürzigen, mandeligen Noten. Am Gaumen klar und saftig, mit feiner Säure und einem feinen, anhaltenden Nachhall.

Am Tisch

Gut gekühlt bei 8–10 °C servieren – ein vielseitiger Allrounder für viele Gelegenheiten.

Passt zu: Fisch, Meeresfrüchten, leichten Sommergerichten, Pasta und als Aperitif.


Lage: Lugana DOC, San Benedetto di Lugana, Gardasee (Italien); Azienda Zenato
Klassifikation: Lugana DOC – 100 % Trebbiano di Lugana (Turbiana), trocken
Ausbau: Edelstahltank, Reife auf der Feinhefe

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USA

Cayuse God Only Knows Grenache 2018

Rotwein · Grenache · Walla Walla Valley · USA

Cayuse God Only Knows Grenache 2018 stammt aus einem großen Jahrgang und gilt vielen als nahezu perfekter Grenache: Rosenblätter, Walderdbeere und Blutorangenzeste, seidig wie flüssige Seide, mit lebendiger Säure und großer Spannung. Jetzt auf seinem Höhepunkt.


Armada, Walla Walla Valley

God Only Knows stammt aus der Lage Armada im Rocks District of Milton-Freewater, dem steinigen Teil des Walla Walla Valley. Die Reben wurden 2001 mit 1.815 Stöcken pro Acre gepflanzt – damals die dichteste Pflanzung der Region – und wurzeln in runden Basaltkieseln. Christophe Baron, der aus einer Champagner-Familie stammt, bewirtschaftet die Reben mit Pferdezug und Handarbeit und hält die Erträge winzig klein.

Rebsorte und Ausbau

Fast ausschließlich Grenache mit einem kleinen Anteil Syrah; die genaue Zusammensetzung bleibt Christophe Barons Geheimnis – daher der Name „God Only Knows“. 2018 lag der Ertrag bei gut einer Tonne pro Acre. Der Wein reifte 22 Monate in gebrauchten Demi-Muids und Foudres aus französischer Eiche.

Im Glas

Leuchtendes Rubin. In der Nase Rosenblätter, Wildblumen, Walderdbeere und Himbeere, gewürzte Kirsche und geräucherte Pflaume, dazu Blutorangenzeste, roter Pfeffer, Nori und steinige Noten. Am Gaumen seidig und vielschichtig, mit belebender Säure, großer Spannung und feinkörnigen, saftigen Tanninen. Langes, rauchig-würziges Finale.

Am Tisch

Jetzt auf dem Höhepunkt und noch viele Jahre mit Genuss zu trinken. Etwas Luft im Dekanter lohnt sich. Bei 15–17 °C servieren.

Klassische Begleitung: Lamm, Ente, Geflügel und Gerichte mit Pilzen.


Lage: Armada, Rocks District, Walla Walla Valley (USA); Basaltkiesel
Klassifikation: Walla Walla Valley AVA – Grenache
Jahrgang: 2018 (großer Jahrgang)
Ausbau: überwiegend Grenache, etwas Syrah; 22 Monate gebrauchte Demi-Muids und Foudres

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Weine

Galon roble 4 meses tinto

Rotwein · DO Toro · Roble

100 % Tinta de Toro DO Toro · Kastilien-León Reben über 20 Jahre steinige Sandböden Malo bei 26 °C im Fass 4 Monate französische Eiche

Galón Roble ist der jüngere Toro aus dem Galón-Sortiment: 100 % Tinta de Toro von über 20 Jahre alten Reben, malolaktische Gärung im Fass und nur vier Monate in französischer Eiche. Fruchtbetont und würzig, mit dunkler Frucht und einer dezenten Holznote – ein Toro für den Alltag, jung zugänglich.


Roble – der kurze Weg durchs Holz

Spanische Rotweine werden oft nach ihrer Reifezeit eingeteilt. Ein Crianza muss in Toro mindestens zwei Jahre reifen, davon mindestens sechs Monate im Fass. Roble – wörtlich „Eiche" – ist die Bezeichnung für Weine, die kürzer mit Holz in Berührung kamen, meist wenige Monate. Das Ziel ist ein anderes: nicht Tiefe durch lange Reife, sondern Frucht mit etwas Struktur. Der Galón Roble steht damit neben dem Galón Crianza desselben Hauses – dieselbe Rebsorte, dieselbe Herkunft, aber ein jüngerer, offenerer Stil.

Die DO Toro liegt am Duero in der Provinz Zamora, auf einer Hochebene um 700 Meter. Das Klima ist kontinental, mit atlantischem Einfluss aus dem Westen: heiße Tage, kühle Nächte, wenig Regen. Die Böden sind steinig, sandig und nährstoffarm. Sie halten die Erträge gering, und die großen Temperaturunterschiede lassen die Trauben reifen, ohne dass sie ihre Säure verlieren.

Die Rebsorte ist Tinta de Toro, der lokale Klon des Tempranillo – mit kleineren, dickschaligeren Beeren als in der Rioja und entsprechend mehr Farbe und Gerbstoff. Die Reben für den Roble sind über 20 Jahre alt; jünger als beim Crianza, was eine offenere, fruchtigere Art unterstützt.

Handlese, Malo im Fass, vier Monate Holz

Der Wein besteht zu 100 % aus Tinta de Toro. Gelesen wird von Hand im Oktober, in kleinen 15-kg-Kisten, damit die Trauben unversehrt in den Keller kommen.

Die malolaktische Gärung läuft bei konstant 26 °C im Fass. Dabei wird die kantige Apfelsäure in weichere Milchsäure umgewandelt, und Wein und Holz verbinden sich früh – das gibt dem Roble trotz kurzer Fasszeit eine runde Struktur. Anschließend reift er vier Monate in französischer Eiche, gerade genug, um die kräftigen Gerbstoffe der Tinta de Toro abzurunden, ohne die Frucht zu überdecken. Vor der Füllung wird nur leicht filtriert.

Im Glas

Kräftiges Purpurrot. In der Nase dunkle Frucht, Brombeere und Kirsche, dazu eine dezente Holznote, die die Frucht einbindet statt sie zu überlagern. Am Gaumen würzig und ungezähmt, mit authentischer, dunkler Frucht und festen, aber runden Gerbstoffen. Der Abgang ist lang.

Vier Monate Holz statt zwei Jahre Reife: Toro, bei dem die Frucht vorn steht.

Bei 16–17 °C servieren, eine kurze Belüftung im Glas genügt. Jung trinken.

Am Tisch

Klassische Begleitung: gegrilltes Fleisch, Tapas, Schmorgerichte und mittelkräftiger Käse. Ebenso zu Burgern, Chorizo, Albóndigas und Pizza – ein unkomplizierter Begleiter für kräftige Alltagsküche.


Rebsorte 100 % Tinta de Toro
Lage DO Toro, Kastilien-León · steinige, sandige, nährstoffarme Böden
Klassifikation DO Toro · Roble · trocken
Vinifikation Handlese im Oktober in 15-kg-Kisten · malolaktische Gärung bei 26 °C im Fass
Ausbau 4 Monate in französischer Eiche · leicht filtriert
Trinkempfehlung jung trinken
Rebenalter über 20 Jahre

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USA

Force Majeure Walla Walla Estate Cabernet Sauvignon 2018

Rotwein · Walla Walla Valley AVA · Cabernet Sauvignon

Cabernet Sauvignon · kleine Anteile Merlot und Petit Verdot Estate-Lage, Walla Walla Valley Löss über Flutsedimenten Spontangärung rund 22 Monate neue französische Eiche 2018

Der Force Majeure Walla Walla Estate Cabernet Sauvignon 2018 ist der erste Jahrgang dieses Weins aus der Estate-Lage neben der Kellerei im Walla Walla Valley. Spontan vergoren, rund 22 Monate in fast ausschließlich neuer französischer Eiche, ungeschönt und unfiltriert: tiefdunkel, kraftvoll und vielschichtig, mit blauer Frucht, Cassis, Veilchen und Bleistiftmine.


Die Estate-Lage – Böden aus der Eiszeit

Das Walla Walla Valley liegt im Südosten des Bundesstaats Washington und reicht über die Grenze nach Oregon. Es liegt im Regenschatten der Cascade Mountains: Das Klima ist trocken und kontinental, mit heißen Sommertagen, kühlen Nächten und einer langen Vegetationszeit – Bedingungen, unter denen Cabernet Sauvignon vollständig ausreift und seine Säure behält.

Die Estate-Lage grenzt an die Kellerei und wurde Ende der 1990er-Jahre bepflanzt. Ihre Böden sind ein Erbe der Missoula-Fluten: Am Ende der letzten Eiszeit brachen aufgestaute Gletscherseen im heutigen Montana wiederholt durch und überschwemmten weite Teile des pazifischen Nordwestens. Zurück blieben tiefgründige, lehmige Sedimente, durchsetzt mit kleinen Brocken aus zerbrochenem Basalt, verfestigter Vulkanasche und Granit – Material, das die Fluten aus Hunderten Kilometern Entfernung heranschwemmten. Diese Mischung speichert Wasser, ohne zu verdichten, und gibt den Reben gleichmäßige Bedingungen durch den trockenen Sommer.

Force Majeure hat sich mit Einzellagenweinen im Stil von Bordeaux und Rhône einen Namen gemacht, zunächst von der eigenen Lage auf Red Mountain, später auch aus dem Walla Walla Valley. Die Weine dieser Zeit entstanden unter Kellermeister Todd Alexander, der zuvor im Napa Valley bei Bryant Family Vineyard tätig war. Gearbeitet wird mit weinbergseigenen Hefen, gefüllt ohne Schönung und Filtration.

Jahrgang 2018 – Walla Walla Valley

Der Jahrgang 2018 war in Washington ein warmes, gleichmäßiges Jahr. Nach einem frühen Austrieb verlief der Sommer heiß, aber ohne die extremen Hitzespitzen anderer Jahre; die Nächte blieben kühl genug, um die Säure zu halten. Ein langer, trockener Herbst erlaubte es, jede Parzelle zum richtigen Zeitpunkt zu lesen.

Die Trauben kamen gesund und vollreif in den Keller, mit dichter Frucht und reifen Gerbstoffen. Für Cabernet Sauvignon bedeutet das Konzentration und Tiefe bei erhaltener Balance – ein Jahr, das in Washington zu den besten des Jahrzehnts gezählt wird. Für die Estate-Lage war es zugleich der erste Jahrgang, der als eigener Cabernet abgefüllt wurde.

Lange Gärung und neue französische Eiche

Cabernet Sauvignon mit kleinen Anteilen Merlot und Petit Verdot, Jahrgang 2018. Vergoren wird spontan mit den eigenen Hefen, lang und warm; ausgewählte Partien bleiben nach der Gärung noch länger auf den Schalen. Diese verlängerte Standzeit löst mehr Gerbstoffe, die sich dabei zugleich zu längeren, weicheren Ketten verbinden – der Wein wird dichter, aber nicht härter.

Danach reift er rund 22 Monate in nahezu vollständig neuer französischer Eiche. Ein so hoher Neuholzanteil verlangt einen Wein mit viel Frucht und Gerbstoff, damit das Holz eingebunden wird statt zu dominieren; die Konzentration des Jahrgangs 2018 liefert genau das. Gefüllt wird ungeschönt und unfiltriert.

Im Glas

Tiefes Purpur-Rubin. In der Nase blaue Frucht, Cassis, Veilchen, Bleistiftmine und Tabak, dazu eine erdige Tiefe, die sich mit Luft entfaltet; das neue Holz zeigt sich als feine Würze im Hintergrund. Am Gaumen vollmundig, dicht und kraftvoll, mit seidigen Tanninen, einem vollen Mittelgaumen und einem langen Finale. Fülle und Spannung stehen im Gleichgewicht.

Eiszeitliche Flutsedimente, ein warmes, ausgeglichenes Jahr und 22 Monate neue Eiche: Kraft, die Struktur behält.

Ein bis zwei Stunden vorher dekantieren. Bei 16–18 °C servieren. Schon jetzt zugänglich, mit großem Reifepotenzial über viele Jahre.

Am Tisch

Zu kräftigem rotem Fleisch und gereiftem Steak, zu Lamm und Wild, zu Schmorgerichten sowie zu reifen Hartkäsen. Besonders gut zu Rinderrippe vom Grill, Lammkarree mit Kräuterkruste und Hirschrücken.


Produzent Force Majeure Vineyards, Walla Walla Valley
Rebsorte Cabernet Sauvignon mit kleinen Anteilen Merlot und Petit Verdot
Lage Estate-Lage angrenzend an die Kellerei, Walla Walla Valley, USA · tiefgründiger Lehm mit Basalt-, Asche- und Granitbrocken aus den Missoula-Fluten · gepflanzt Ende der 1990er-Jahre
Klassifikation Walla Walla Valley AVA · trocken
Jahrgang 2018
Vinifikation Spontangärung · lange, warme Gärung · verlängerte Schalenstandzeit bei ausgewählten Partien
Ausbau rund 22 Monate in nahezu vollständig neuer französischer Eiche · ungeschönt · unfiltriert
Trinkempfehlung jetzt bis 2040

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