Mirador de Ulia – San Sebastian – Spanien

Man sitzt in luftiger Höhe auf dem Berg Ulia, welcher die Stadt San Sebastian von seiner nördlichen Seite her eingrenzt. Von diesem phänomenalen Aussichtspunkt kann man die gesamte Stadt und ihr Treiben überblicken. Das Restaurant Mirador de Ulia ist immer noch ganz klar als Ausflugslokal zu identifizieren und man thront hier oben geradezu elitär. Alte Kacheln, ein Winddach, an dem sinnentleerte Plastiklampen verankert sind, die ihrer eigentlichen Funktion nicht mehr nachkommen, und ein recht zusammengewürfeltes Innendesign zeugen von einer großen Vergangenheit als Tanzlokal. Heute wird hier auf höherem Niveau gekocht und eine moderne baskische Küche aufgetischt. Das Menü wirkt nicht ganz schlüssig in sich und hat, wie bei der Gänseleber mit Kakaopulver, auch recht derbe Ansätze. Es konnte auf der anderen Seite aber mit einem perfekt gegarten Seehecht und einer über 12 Stunden gebackenen Entenbrust sehr überzeugen. Hier ist man sicherlich noch auf dem Weg, sich selbst zu finden. Vom Ausblick ausgehend ist man ja schon ganz oben.

Seeigelkraut mit Idizabalcreme und Basilikumblatt.

 

Bauchspeck, Kohlgnocchi-Spähre und Blutwurstbällchen.
 
 Gänseleber in Kakaohülle in Trüffelsand und Ananaseis.
 Auster mit Apfelstreiben in Basilkum/Rübensauce und ein Auberginenchip.
 Spargel mit Dashi-Majonaise.
 Schwarzer Reis mit Jakobsmuschel.
Seewolffilet mit seiner Leber auf Basilikumpüree.
12 Stunden gegarte und lackierte Ente mit Apfel und getrockneten Früchten.
Erdbeere und Citruseis auf Keks- Gemüsesand.
Schokolade in verschiedenen Texturen.
„Zerstörter“ Käsekuchen.
Petit Fours: Rote Beete, Schokolade, Banane, Mandel und Kiwi.

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Rebsorten

Lafarge Volnay Village 2023

Rotwein · Volnay · Pinot Noir

Pinot Noir Volnay AOC (Village) mehrere Parzellen · 2,62 ha · Reben Ø 50 J. biodynamisch · überwiegend entrappt · max. 25% neu 2023

Der Volnay Village 2023 der Domaine Michel Lafarge ist ein echter Charmeur von einer der Top-Adressen des Burgunds. Reife Kirschen, saftige Pflaumen und feine Beerenfrucht treffen auf lebhafte Frische, seidige Textur und eine feingliedrige Struktur – Finesse, Klarheit und Eleganz wie aus dem Bilderbuch des klassischen Volnay.


Volnay – Archetyp des eleganten Burgunders

Volnay an der Côte de Beaune ist berühmt für die elegantesten, duftigsten Pinot Noirs der Region. Die Domaine Michel Lafarge gilt als Archetyp des klassischen Volnay – raffiniert, duftend und feminin, mit Präzision und Konturenschärfe. Der Volnay Village stammt aus mehreren Parzellen mit zusammen 2,62 Hektar und durchschnittlich 50 Jahre alten Reben.

Die Lafarges sind seit dem frühen 19. Jahrhundert Winzer; heute führen Frédéric und Chantal Lafarge die Domaine. Gearbeitet wird biodynamisch, mit Pflanzungen überwiegend aus „sélection massale".

Jahrgang 2023 – Côte de Beaune

Auf einen milden Winter folgte ein kühl-feuchtes Frühjahr mit Austrieb Mitte April; ab Mitte Mai wurde es trockener und wärmer. Die Blüte setzte Anfang Juni weitgehend störungsfrei ein, der Sommer verlief überwiegend gut.

Eine Hitzewelle im August konzentrierte die Aromen, Niederschläge Mitte September brachten Frische und Balance zurück. Für die roten Burgunder steht 2023 für Tiefe, Farbe und Eleganz – klare Frucht, feine Würze und geschliffene Tannine bei großzügiger Erntemenge.

Assemblage und Ausbau

Reinsortiger Pinot Noir aus dem Jahrgang 2023, von rund 50 Jahre alten Reben aus mehreren Parzellen.

Traditionell und zurückhaltend vinifiziert: überwiegend (80–100 %) entrappt, mit sehr maßvollem Einsatz neuen Holzes (max. 25 %), Ausbau im mehrere Jahrhunderte alten Keller. Das Gut arbeitet biodynamisch (Ecovert-zertifiziert seit 2000).

Im Glas

Vielschichtig: rote und dunkle Beerenfrucht, Veilchen und Gewürze. Am Gaumen klare Frische, seidige Textur und feine, reife Tannine, getragen von einer feingliedrigen Struktur – die Handschrift des Guts.

Rote und dunkle Beere, Veilchen und Würze über seidiger Textur und feinem Tannin – Finesse, Klarheit und Eleganz.

Schon jung viel Freude, mit Potenzial für einige Jahre Reife. Bei 15–16 °C servieren.

Am Tisch

Geflügel und Ente, Federwild, Kalb, Gerichte mit Pilzen, dazu mittelreifer Weichkäse. Ein eleganter Begleiter ohne Schwere.


Lage: Volnay (Côte de Beaune); mehrere Parzellen, 2,62 ha, Reben Ø 50 Jahre
Klassifikation: Volnay AOC
Ausbau: Pinot Noir, überwiegend entrappt; max. 25% neues Holz; biodynamisch (Ecovert)

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Spirituosen

Cognac Seguinot Selection

Spirituose · Cognac · Grande Champagne · Frankreich

Seguinot Cognac Selection verkörpert die Exzellenz, für die die Maison seit 1890 steht. Aus dem Premier Cru der Grande Champagne, zeichnet er sich durch intensive, fruchtige und authentische Aromen aus – ein ausgewogener Cognac zwischen jugendlicher Frische und duftiger Aromatik.


Herkunft / Grande Champagne

Der Selection stammt aus dem Premier Cru der Grande Champagne, dem besten Cru der Cognac-Region. Das Haus Seguinot steht seit 1890 für Tradition und handwerkliches Können. Die kalkreichen Böden der Grande Champagne bringen besonders feine, langlebige Eaux de Vie hervor.

Herstellung und Reifung

Aus Eaux de Vie der Grande Champagne (1er Cru). Nach der Destillation reift der junge Cognac zunächst ein Jahr in neuen Eichenholzfässern und setzt seine Reifung anschließend für mindestens drei Jahre in Limousin-Eichenfässern fort. Diese sorgfältige Fasslagerung verleiht ihm seinen ausgewogenen Charakter.

Im Glas

Helles bis mittleres Bernstein. In der Nase intensiv, fruchtig und authentisch, mit feiner, duftiger Aromatik. Am Gaumen ausgewogen zwischen jugendlicher Frische und reifer Fasswürze, mit harmonischem, klarem Abgang.

Pur und im Drink

Pur bei Zimmertemperatur im Cognac-Schwenker genießen – oder als Basis für klassische Cocktails.

Ideal: pur als Digestif, zu Schokolade oder in klassischen Cognac-Cocktails.


Herkunft: Grande Champagne, 1er Cru (Frankreich); Maison Seguinot (seit 1890)
Art: Cognac Grande Champagne (Selection)
Reifung: 1 Jahr in neuen Eichenfässern, anschließend mind. 3 Jahre in Limousin-Eichenfässern

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Länder/Regionen

Le Moine Clos Vougeot Grand Cru 2021

Rotwein · Clos de Vougeot Grand Cru · Pinot Noir

Pinot Noir Clos de Vougeot Grand Cru Côte de Nuits Lucien Le Moine Élevage auf Vollhefe 100 % neues Holz unfiltriert 2021

Der Lucien Le Moine Clos de Vougeot Grand Cru 2021 stammt aus einer der historischsten Grand-Cru-Lagen des Burgunds, im 11. Jahrhundert von Zisterziensermönchen angelegt – ein kraftvoller, zugleich eleganter Pinot Noir. Lange auf der Vollhefe ausgebaut, vom Fass unfiltriert gefüllt. Eine echte Rarität in winziger Stückzahl.


Clos de Vougeot – historischer Grand Cru der Mönche

Der Clos de Vougeot wurde erstmals im 11. Jahrhundert von Zisterziensermönchen angelegt; die umgebende Mauer („Clos") und das Schloss kamen später hinzu. Mit rund 50 Hektar ist er einer der größten Grand Crus der Côte d'Or und heute auf über 80 Eigentümer aufgeteilt – vollständig mit Pinot Noir bepflanzt. Die Grand Crus Musigny, Échézeaux und Grands-Échézeaux bilden an den Hängen darüber seine westliche Grenze.

Das Terroir ist vielfältig: Der höchste Teil mit dränierendem, kieseligem Kalkstein und sanfter Ostausrichtung gilt als bestes Terroir; zum Mittelhang steigt der Tonanteil bei noch guter Drainage, während die untersten Parzellen nahe der Straße deutlich mehr Wasser halten. Aus den besseren, gut dränierten Parzellen entsteht ein Pinot Noir, der Kraft und Fülle mit Eleganz verbindet.

Jahrgang 2021 – Côte de Nuits

2021 war an der Côte de Nuits ein klassischer, kühler Jahrgang mit feiner, klar definierter Frucht, lebendiger Säure und großer aromatischer Präzision. In einem strukturreichen Grand Cru wie Clos de Vougeot ergibt das einen kraftvollen, zugleich eleganten Pinot Noir mit kühler Frische und feinkörnigem Tannin – im reinen, texturbetonten Stil des Hauses.

Ausbau

Reinsortiger Pinot Noir aus dem Jahrgang 2021, Clos de Vougeot Grand Cru, trocken.

Lucien Le Moine ist ein reiner Élevage-Spezialist: Der fertig vergorene Wein wird von einem ausgesuchten Erzeuger übernommen und lange auf der Vollhefe ausgebaut – ohne Abstich, mit später, hinausgezögerter malolaktischer Gärung und minimalem Schwefel; Mounir Saouma lässt dem Élevage gern „zwei Sommer" Zeit. Ausbau in 100 % neuem Holz (feinporige Jupilles-Eiche), Abfüllung direkt vom Fass ohne Schönung und Filtration. Sehr kleine Stückzahl.

Im Glas

Vom kalk- und tongeprägten Hang des Clos lebt dieser Grand Cru: dunkle und rote Frucht wie Kirsche und Brombeere, florale Anklänge und eine würzige Tiefe von Unterholz und Gewürz. Der kühle Jahrgang 2021 hält ihn fein und frisch, während das lange Vollhefelager und das neue Holz eine seidige, dichte Textur und feine Röstwürze einbinden. Am Gaumen kraftvoll und vielschichtig, mit festem, feinkörnigem Tannin, lebendiger Säure und langem, mineralischem Nachhall.

Kraftvoll und vielschichtig – dunkle und rote Frucht, würzige Tiefe und festes, feinkörniges Tannin mit langer Länge.

Benötigt Zeit; in der Jugend großzügig dekantieren. Großes Reifepotenzial über viele Jahre. Bei 16–18 °C servieren.

Am Tisch

Zu Wild und Wildgeflügel, zu Rind und Lamm in kräftiger Sauce, zu Trüffel- und Pilzgerichten sowie zu gereiftem Käse.


Lage: Clos de Vougeot Grand Cru, Côte de Nuits (Burgund, Frankreich); ~50 ha, vielfältiges Terroir – kieseliger Kalkstein oben (sanfte Ostlage), höherer Tonanteil zum Mittel-/Unterhang
Klassifikation: Grand Cru, Pinot Noir (trocken)
Ausbau: reiner Élevage (Micro-Négoce); lange auf der Vollhefe ohne Abstich, späte Malo, minimaler Schwefel, 100 % neues Holz (Jupilles), unfiltriert vom Fass; winzige Menge

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USA

Cayuse Impulsivo Tempranillo 2013

Rotwein · Tempranillo · Walla Walla Valley · USA

Cayuse Impulsivo Tempranillo ist ein seltener, kraftvoller Tempranillo aus dem Walla Walla Valley im Nordwesten der USA. Er stammt zu 100 % aus der Einzellage En Chamberlin des Kultweinguts Cayuse, das Christophe Baron biodynamisch im Rocks District bewirtschaftet. Impulsivo gilt als einer der besten Tempranillos der USA. Im Glas tiefdunkle Frucht, Würze und Struktur.


Walla Walla Valley

Cayuse liegt im „Rocks District of Milton-Freewater" im Walla Walla Valley – einem Gebiet mit auffälligen, runden Basaltkieseln im Boden, die den Weinen ihren würzig-erdigen Charakter geben. Die Einzellage En Chamberlin wird, wie alle Cayuse-Lagen, von Christophe Baron biodynamisch bewirtschaftet.

Rebsorte und Ausbau

Der Wein besteht zu 100 % aus Tempranillo von der Lage En Chamberlin. Nach der Gärung reift er im Holzfass, überwiegend in gebrauchten Fässern, die Struktur und feine Würze beisteuern, ohne den Lagencharakter zu überdecken.

Im Glas

Tiefes Rubin- bis Pflaumenrot. In der Nase blutig-fleischige Noten, kalter Kamin, schwarze Kirsche, Johannisbeere und Zedernholz. Am Gaumen vollmundig, konzentriert und strukturiert, mit reifem, gut eingebundenem Tannin. Der Abgang ist lang und eindrucksvoll.

Am Tisch

Schon zugänglich, gewinnt aber durch einige Jahre Reife und eine längere Belüftung im Dekanter; gut gelagert trägt er über ein Jahrzehnt. Serviertemperatur 16–18 °C.

Klassische Begleitung: gegrilltes und geschmortes Rind, Lamm, Wild und gereifter Hartkäse.


Lage: En Chamberlin, Rocks District, Walla Walla Valley (USA)
Klassifikation: Walla Walla Valley AVA – Tempranillo
Ausbau: Holzfass, überwiegend gebraucht; biodynamischer Weinbau

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USA

Sine Qua Non 11 Confessions Syrah 2020

Rotwein · Sta. Rita Hills · Syrah

Syrah Eleven Confessions Sta. Rita Hills (USA) 2020 15,50 % vol

Der Sine Qua Non Eleven Confessions Syrah 2020 ist ein kalifornischer Kult-Syrah von Manfred und Elaine Krankl aus der estate-eigenen Einzellage Eleven Confessions in den Sta. Rita Hills – kraftvoll und doch ausgesprochen elegant, so markant und fein, dass der Muskel fast unbemerkt bleibt.


Eleven Confessions – Sta. Rita Hills

Die Einzellage Eleven Confessions liegt in den Sta. Rita Hills im Santa Barbara County – eine kühle, vom Pazifik geprägte Appellation, die für ausdrucksstarke, präzise Rhône-Sorten bekannt ist. Sine Qua Non keltert seine Weine im eigenen Keller in Ventura aus estate-eigenen Weinbergen.

Manfred und Elaine Krankl gründeten das Weingut 1994 und zählen heute zu den meistgesuchten Erzeugern Kaliforniens – kompromisslose Handarbeit, winzige Mengen, kaum Schönung oder Filtration. Jeder Jahrgang ist ein eigenständiger Wein mit eigenem Namen und eigenem Etikett.

Jahrgang 2020 – Sta. Rita Hills

2020 gilt an der kalifornischen Central Coast als warmer, trockener Jahrgang.

In den kühl gelegenen Sta. Rita Hills ein idealer Rahmen für tief konzentrierte, zugleich strukturierte Syrahs.

Ausbau

Vergoren mit 13 % Ganztrauben – bei Syrah setzt Krankl bewusst etwas weniger Rappen ein, da die Sorte empfindlicher auf Stiele reagiert.

Ausgebaut zu 66 % in brandneuen französischen Eichenfässern – überwiegend Barriques (228 Liter), ergänzt um einen Anteil größerer Hogsheads (300 Liter); der Rest waren Fässer von ein bis drei Jahren.

Im Glas

Sehr dunkle, fast strahlende Farbe mit dunklem Burgunderton. Hypercremig in Nase und Mund, komplex und vielschichtig, ohne jede Arroganz – rundum üppig und außergewöhnlich lang. Über drei Tage offen verkostet zeigte sich der Wein durchweg gleichbleibend großartig und beeindruckend langlebig. Nichts Mageres, und doch ein sehr eleganter, markanter Syrah, dessen Kraft fast unbemerkt bleibt. (Verkostungsnotiz: Manfred und Elaine Krankl.)

So elegant, so markant, dass die Muskeln fast unbemerkt bleiben.

Am Tisch

Zu Lammkeule, geschmortem Short Rib, gegrilltem Rind, Wild oder herzhaften mediterranen Gerichten. Ein intensiver Begleiter für kräftige, würzige Küche.


Lage: Eleven Confessions Vineyard, Sta. Rita Hills, Santa Barbara County, Kalifornien (USA)
Klassifikation: Sta. Rita Hills AVA, Syrah (trocken)
Ausbau: Syrah; 13 % Ganztrauben; 66 % neue französische Eiche (Barriques und Hogsheads); 15,50 % vol

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Rebsorten

Fratelli Revello Langhe Nebbiolo

Rotwein · Langhe Nebbiolo DOC · Nebbiolo

Nebbiolo Langhe DOC Lage Annunziata (La Morra) Revello Fratelli Kalk-Ton-Boden Reben seit 1996 gebrauchte Barriques 2024

Der Revello Fratelli Langhe Nebbiolo 2024 stammt aus einer über zwanzig Jahre alten Rebanlage auf sehr kalkhaltigem Untergrund in der Lage Annunziata bei La Morra. Ein Nebbiolo voller eigener Stilistik – mit zartem Veilchenduft, klaren Ledernoten und reifer Pflaume, wie sie nur diese Rebsorte wiedergeben kann.


Annunziata – Nebbiolo aus dem Herzen von La Morra

Die Trauben stammen aus den Weinbergen Annunziata, einer Frazione von La Morra im Herzen des Barolo-Gebiets. Die 0,9 Hektar große Parzelle ist nach Südosten (230 m) und Südwesten (250 m) ausgerichtet und wurde 1996 mit Nebbiolo bestockt. Der Boden aus Kalk und Ton bietet ideale Voraussetzungen für einen klassischen, eleganten Nebbiolo.

Die Lage Annunziata ist für La-Morra-typisch parfümierte, feingliedrige Nebbioli bekannt. Der sehr kalkhaltige Untergrund verleiht dem Wein seine florale Aromatik, feine Struktur und mineralische Spannung.

Jahrgang 2024 – Langhe

Der Wein wurde Anfang Oktober gelesen, bei einem Ertrag von 8,0 t Trauben pro Hektar. Als jüngerer, früh zugänglicher Nebbiolo zeigt er klare, frische Frucht und die sortentypische florale Würze – ein eleganter Wein für den früheren Genuss, der zugleich über einige Jahre gewinnt.

Vinifizierung und Ausbau

Reinsortiger Nebbiolo aus dem Jahrgang 2024, Langhe DOC, trocken.

Die Maischegärung erfolgt in horizontalen Rotationsfermentern über etwa sechs Tage mit den Traubenschalen, gefolgt von einer alkoholischen Gärung in Edelstahltanks über rund 10 bis 15 Tage; auch die malolaktische Gärung findet im Stahl statt. Anschließend reift der Wein in Barriques aus französischer Eiche, die bereits 12 bis 14 Monate verwendet wurden – ein Ausbau im gebrauchten Holz, der die Frucht und florale Klarheit bewahrt, ohne sie mit Holznoten zu überdecken. Abfüllung im Juli.

Im Glas

Dieser Nebbiolo verströmt einen zarten Veilchenduft, der mit klaren Ledernoten unterlegt ist. Nach ausgiebiger Belüftung des Weines öffnet sich das Bukett, aber auch der Geschmack zu reifem Pflaumenmus. Langer und anhaltender Nachhall. Ein Nebbiolo zum guten Mahl und voller eigener Stilistik, wie sie eben nur diese Rebsorte wiedergeben kann.

Zarter Veilchenduft mit klaren Ledernoten, nach Luft reifes Pflaumenmus – langer, anhaltender Nachhall.

Profitiert von ausgiebiger Belüftung; in der Jugend großzügig dekantieren. Bei 16–18 °C servieren.

Am Tisch

Zu kräftigen Pasta- und Risottogerichten, zu geschmortem Rind und Wild, zu Trüffel- und Pilzgerichten sowie zu mittelreifem Hartkäse.


Lage: Weinberge Annunziata, La Morra (Piemont, Italien); 0,9 ha, Süd­ost- (230 m) und Südwest-Ausrichtung (250 m); Kalk-Ton-Boden; Reben gepflanzt 1996
Klassifikation: Langhe Nebbiolo DOC, Nebbiolo (trocken)
Ausbau: Maischegärung in Rotationsfermentern (~6 Tage), Gärung in Edelstahl (10–15 Tage), Malo in Stahl; Reifung in

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Rebsorten

Noon Reserve Cabernet Sauvignon 2012

Rotwein · Langhorne Creek · Cabernet Sauvignon

Cabernet Sauvignon Langhorne Creek Reserve Fruit Trees · Main Road Block Drew Noon MW franz. Barrique 2012

Der Noon Reserve Cabernet Sauvignon 2012 ist die kultige Cabernet-Spitze des Hauses – ein reinsortiger Cabernet aus Langhorne Creek mit klarer Cassisfrucht, einem frischen Lift und einer wundervollen Balance, die schon jetzt großen Trinkgenuss bietet.


Noon – Kult aus McLaren Vale

Noon gehört zu den absoluten Old-School-Weingütern – schon immer handgemacht. Drew Noon, einer der wenigen Masters of Wine Australiens, übernahm das Gut 1996 und gibt zu jeder Ernte ganz klar an, was „Mother Nature" ihm beschert hat. Sein Ansatz: Handlese, Gärung in offenen Bottichen mit manueller Stampfung, Korbpresse, minimaler Eingriff im Keller, ungeschönt und ungefiltert.

Während der Eclipse von den estate-eigenen Grenache-Reben in McLaren Vale stammt, kommen die Trauben für die Reserve-Weine aus dem etwas südlicher gelegenen Langhorne Creek – seit dem ersten Reserve Cabernet 1996 stets aus den Blocks Fruit Trees und Main Road des Borrett-Vineyards. Die Reben (gepflanzt 1972) wachsen auf tiefen, alluvialen Lehmböden der Bremer-River-Flutebene, deren gute Wasserspeicherung eine langsame, vollständige Reife ermöglicht.

Jahrgang 2012 – Langhorne Creek

Der Reserve Cabernet ist bewusst ein reiferer Cabernet-Stil, der die Cassis- und Brombeerfrucht über kräutrige Noten stellt. Der 2012er zeigt diese Handschrift mit satter Frucht und großer Klarheit, getragen von einem feinen, eher zurückhaltenden Tannin und einer frischen Note, die dem Wein einen schönen Lift und eine wundervolle Balance verleiht.

Ausbau

Reinsortiger Cabernet Sauvignon aus dem Jahrgang 2012, trocken.

Handlese, Gärung in kleinen offenen Bottichen mit ständigem Handstampfen zur schonenden Farb- und Tanninextraktion, anschließend Pressung von Hand in der Korbpresse. Reife rund 16 bis 18 Monate in französischen Barriques (225 l), bei einem moderaten Anteil neuer Fässer. Crushen, Gären, Reifen und Abfüllen erfolgen auf dem Gut; ungeschönt und ungefiltert.

Im Glas

Seit jeher einer der liebsten Noons – endlich unter Schraubverschluss, was sich direkt in der Nase mit ganz klaren Cassisbeeren zeigt, dazu etwas Rumtopfwürze. Im Mund dann satte Frucht: Cassis pur, schwarzer Fliederbeersaft, Kokosschoko, Nelke – jedoch keine extreme Konzentration, sondern ein Übergang in eine frische Note, vielleicht Minze, die dem Wein einen schönen Lift verleiht. Die Tannine sind vorhanden, aber eher im Hintergrund, dabei sehr lang; klar, dass der Wein altern kann. Eine wundervolle Balance schon jetzt.

Wundervolle Balance schon jetzt – diese Flasche war von allen als erste leer getrunken.

(Verkostungsnotiz: Jeanine Hildebrand.) Schon jetzt ein Genuss, klassisch zu gegrilltem Lamm, mit gutem Reifepotenzial; profitiert vom Dekantieren. Bei 16–18 °C servieren.

Am Tisch

Zu char-gegrilltem Lamm, zu rotem Fleisch und Steak, zu Wild sowie zu gereiftem Hartkäse.


Lage: Langhorne Creek (South Australia, Australien); Borrett-Vineyard, Blocks Fruit Trees und Main Road, tiefe alluviale Lehmböden (Bremer-River-Flutebene), Reben seit 1972
Klassifikation: Langhorne Creek, Cabernet Sauvignon (Reserve), trocken
Ausbau: 100 % Cabernet Sauvignon; Handlese, Gärung in offenen Bottichen mit Handstampfen, Korbpresse, ~16–18 Monate franz. Barrique; ungeschönt, ungefiltert

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Schaumweine

Billecart-Salmon Le Blanc de Blancs Grand Cru Extra Brut

Champagner · Côte des Blancs · Extra Brut

Der Billecart-Salmon Le Blanc de Blancs Grand Cru ist ein Champagner aus 100 % Chardonnay, gekeltert ausschließlich aus vier Grand-Cru-Lagen der Côte des Blancs: Avize, Chouilly, Cramant und Le Mesnil-sur-Oger. Billecart-Salmon ist ein Familienhaus aus Mareuil-sur-Aÿ, gegründet 1818. Als Extra Brut ausgebaut, zeigt er strahlendes Gold mit grünen Reflexen und eine besonders feine Perlage. Kühl, mineralisch und cremig im Stil.


Côte des Blancs – Grand Cru

Die Trauben stammen ausschließlich aus den Grand-Cru-Gemeinden Avize, Chouilly, Cramant und Le Mesnil-sur-Oger in der Côte des Blancs – dem Kerngebiet für Chardonnay in der Champagne. Die kalkreichen Kreideböden prägen die kühle, mineralische Stilistik. Das Haus Billecart-Salmon wird seit 1818 in Mareuil-sur-Aÿ in Familienhand geführt und ist für seine kühle, langsame Gärung bekannt.

Assemblage und Ausbau

Reinsortiger Chardonnay (Blanc de Blancs) aus vier Grand-Cru-Lagen. Stilprägend ist die für das Haus typische Gärung bei niedriger Temperatur; anschließend reift der Champagner auf der Hefe. Dosiert wird als Extra Brut, also sehr trocken. Enthält Sulfite.

Im Glas

Strahlendes Gold mit grünen Reflexen und sehr feiner Perlage. In der Nase kühle, mineralische Intensität mit Brioche, frischer Butter und weißen Blüten. Am Gaumen cremig, mit einem Hauch Kreide und feiner Meringue, dazu frische Mandel und Zitruszeste. Das Finale bleibt fein und salzig.

Am Tisch

Klassische Begleitung: Kaviar und feiner Fisch, etwa als Carpaccio oder Ceviche. Ebenso zu Austern, Sushi und hellem Schalentier. Serviertemperatur rund 10 °C, damit sich die Aromatik voll entfaltet.


Lage Avize, Chouilly, Cramant, Le Mesnil-sur-Oger (Côte des Blancs, Grand Cru)
Klassifikation Champagne Grand Cru, Blanc de Blancs, jahrgangslos
Ausbau Gärung bei niedriger Temperatur, Reife auf der Hefe

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