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9. April 2014

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Frankreich

Rotem & Mounir Saouma Chateauneuf-du-Pape Arioso 2015

Rotwein · Châteauneuf-du-Pape · Grenache

100 % Grenache Lieu-dit Pignan Rotem & Mounir Saouma Pflanzung 1930er-Jahre Ganztraubengärung 36 Monate auf der Feinhefe 2015

Der Rotem & Mounir Saouma Châteauneuf-du-Pape Arioso 2015 ist ein reinsortiger Grenache aus dem Lieu-dit Pignan, von Reben aus den 1930er-Jahren. Mit ganzen Trauben vergoren und 36 Monate auf der Feinhefe ohne Abstich gereift – die Frucht und Kraft des Südens, zusammengesetzt mit der Kellerhandschrift von Mounir Saouma (Lucien Le Moine).


Arioso – alte Grenache aus Pignan

Rotem und Mounir Saouma sind als Eigentümer des Micro-Négoce Lucien Le Moine im Burgund weltbekannt. In Châteauneuf-du-Pape begann ihre Geschichte mit einer kleinen Parzelle im Lieu-dit Pignan – einem der großen Terroirs der Appellation, unmittelbar an die Lagen von Château Rayas grenzend. Dort steht reiner Grenache, gepflanzt in den 1930er-Jahren, der von Natur aus winzige Erträge liefert. Aus diesen Reben entsteht der Arioso.

Pignan liegt im Nordosten der Appellation, mit Blick auf den Mont Ventoux. Der Boden unterscheidet sich grundlegend vom Bild, das man von Châteauneuf im Kopf hat: kein Meer aus großen galets roulés, sondern Sand mit Steinanteil. Sand entwässert schnell, speichert wenig Wärme und bremst den Wuchs – deshalb bringt er beim von Natur aus üppig reifenden Grenache das hervor, was dieser Sorte sonst fehlt: Frische, helle Frucht und feinkörniges Tannin statt Wucht.

Dazu kommt das Alter. Reben aus den 1930er-Jahren tragen wenig, wurzeln tief und reifen gleichmäßiger als Junganlagen – was in heißen Jahren den Unterschied macht, weil sie weniger auf Trockenstress reagieren. Konzentration entsteht hier nicht durch Extraktion im Keller, sondern durch die Menge, die der Stock gar nicht erst ansetzt.

Jahrgang 2015 – Châteauneuf-du-Pape

Auf einen milden, niederschlagsarmen Winter folgte ein warmes, trockenes Frühjahr mit früher, gleichmäßiger Blüte. Juni und Juli brachten Hitze und anhaltende Trockenheit; in manchen Parzellen stockte die Reife, weil den Reben schlicht das Wasser fehlte. Mitte August kam der Regen, der den Jahrgang rettete: Er löste die Blockade, die Beeren füllten sich, und die letzten Wochen verliefen warm, aber ohne Extreme.

Gelesen wurde ab Anfang September unter guten Bedingungen, mit gesundem Lesegut, hohen Mostgewichten und – entscheidend – reifen, runden Tanninen statt harter Kerne. 2015 gilt in der südlichen Rhône als sehr starker Jahrgang mit Konzentration und Reifepotenzial. Auf dem Sand von Pignan und mit sehr alten Reben bleibt diese Kraft in Form: Die Lage liefert die Frische, die dem Jahrgang sonst fehlen könnte.

Ganztraubengärung und 36 Monate auf der Feinhefe

Reinsortiger Grenache, Jahrgang 2015, aus dem Lieu-dit Pignan. Vergoren wird mit ganzen Trauben samt Stielen nach einer rund elftägigen kühlen Mazeration – ein Verfahren, das Mounir Saouma nach eigener Aussage allein dem alten Grenache von Châteauneuf zugesteht. Die Stiele bringen Struktur und eine würzige Frische, die den Alkohol in Schach hält.

Anschließend reift der Wein rund 36 Monate auf der Feinhefe in Fässern zu 228 und 500 Litern, ohne Abstich und ohne Schwefelgabe bis kurz vor der Füllung. Das ist die Kellerlogik aus dem Burgund: Die Hefe verbraucht den eindringenden Sauerstoff und schützt den Wein damit selbst; gleichzeitig gibt sie Mannoproteine ab, die die Textur polstern. Daraus kommen die saftige Fülle und die seidige Geschmeidigkeit – nicht aus dem Holz, das in gebrauchten Fässern dieser Größe kaum Aroma beisteuert.

Im Glas

Mittleres, transparentes Rubinrot mit beginnendem Ziegelrand. In der Nase Himbeere und rote Johannisbeere, dazu Süßholz und Lakritz, getrocknete Kräuter der Garrigue und ein erdig-steiniger Ton – deutlich heller gezeichnet, als man es von Châteauneuf erwartet.

Am Gaumen seidig und schlank gebaut, mit feinkörnigem Tannin und einer Säure, die den Wein vorwärts trägt. Die Textur aus drei Jahren auf der Feinhefe ist der eigentliche Charakterzug: dicht, ohne schwer zu sein. Der Abgang ist lang, würzig und salzig.

Sand statt galets, Stiele statt Extraktion, drei Jahre Hefe statt neuem Holz – daher die Leichtigkeit dieses Châteauneuf.

Eine Stunde vor dem Servieren dekantieren; ein Depot ist nach dieser Zeit normal. Bei 16–18 °C servieren. Trinkreif und mit Reserve für viele Jahre.

Am Tisch

Zu Lamm und Wild, zu geschmortem Rind und Ente, zu kräuterwürzigen mediterranen Schmorgerichten sowie zu Trüffelgerichten und gereiftem Käse. Das helle, seidige Profil trägt auch Gerichte, an denen ein wuchtiger Châteauneuf scheitert – Taube, Kaninchen mit Thymian, Pilzrisotto.


Produzent Rotem & Mounir Saouma, Orange, südliche Rhône
Rebsorte 100 % Grenache
Lage Lieu-dit Pignan, Châteauneuf-du-Pape · sandig-steinige Böden · Nachbarlage von Château Rayas
Klassifikation AOC Châteauneuf-du-Pape · trocken
Jahrgang 2015
Vinifikation Ganztraubengärung mit Stielen · rund 11 Tage kühle Mazeration · ohne Abstich · Schwefelgabe erst kurz vor der Füllung
Ausbau rund 36 Monate auf der Feinhefe in Fässern zu 228 und 500 l
Rebenalter Pflanzung in den 1930er-Jahren
Trinkempfehlung jetzt bis 2040

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Spanien

Zarate Tras da Vina Albarino 2021

Weißwein · Rías Baixas · Albariño

100 % Albariño Rías Baixas · Val do Salnés Einzellage Tras da Viña Zárate Granitboden (Xabre) 30 Monate Feinhefe nur 0,6 ha 2021

Der Zárate Tras da Viña Albariño 2021 stammt von der nur 0,6 Hektar kleinen Lage „Tras da Viña" – handgelesen, spontan vergoren und 30 Monate auf der Feinhefe gereift. Sehr frisch am Gaumen, man schmeckt förmlich den Granitboden: mineralisch, komplex und mit enormem Spannungsbogen.


Tras da Viña – Granit-Albariño aus dem Val do Salnés

Bodegas Zárate im Val do Salnés, der Wiege des Albariño, blickt auf eine Geschichte bis 1707 zurück. In siebter Generation führt Eulogio Pomares das Gut – ein kompromissloser Verfechter herkunftsgenauer, lagerfähiger Albariños, der von Hand arbeitet, mit Kompost und ohne Herbizide. Seine Einzellagenweine zählen zu den größten Weißweinen Spaniens.

Die nur 0,6 Hektar kleine Parzelle Tras da Viña wurde 1970 mit Stecklingen aus der uralten El-Palomar-Lage bepflanzt. Ihr Boden aus zersetztem, gelblichem Granit („Xabre") ist etwas reicher als auf den übrigen Güterlagen – das verleiht dem Wein Körper und Gewicht bei rassigem, energiegeladenem Kern. Man schmeckt förmlich den Granitboden.

Jahrgang 2021 – Rías Baixas

2021 war im Val do Salnés ein klassischer, frischer Albariño-Jahrgang mit lebendiger Säure und klarer Frucht. In der Granitlage Tras da Viña und nach 30 Monaten auf der Feinhefe ergibt das einen besonders vielschichtigen, mineralisch geprägten Wein mit großem Spannungsbogen.

Ausbau

Reinsortiger Albariño aus dem Jahrgang 2021, Rías Baixas, trocken.

Die Trauben werden per Hand geerntet und selektioniert, anschließend spontan vergoren. Der Wein verbrachte eine sehr lange Reifezeit von 30 Monaten auf der Feinhefe, die ihm seine Komplexität und Individualität verlieh.

Im Glas

Sehr frisch am Gaumen, man schmeckt förmlich den Granitboden. Eine schöne Mineralität, Aromen von Zitrone, Steinobst, Vanille und Wiesenblumen machen sich im Glas breit. Nach Luftkontakt zeigen sich noch intensivere, fast cremige Aromen von Honig und Kräutern, perfekt ausbalanciert und mit einem enormen Spannungsbogen versehen.

Sehr frisch – man schmeckt förmlich den Granitboden: Zitrone, Steinobst, Wiesenblumen und ein enormer Spannungsbogen.

Schon jetzt faszinierend, mit gutem Reifepotenzial; profitiert von Luft und einem größeren Glas. Bei 11–13 °C servieren.

Am Tisch

Der perfekte Begleiter zu Meeresfrüchten – zu Austern, Muscheln und Krustentieren, zu gegrilltem Fisch sowie zu Geflügel in heller Sauce.


Lage: Rías Baixas, Val do Salnés, Einzellage Tras da Viña (Galicien, Spanien); zersetzter gelblicher Granit (Xabre), ~0,6 ha; 1970 mit Stecklingen aus El Palomar bepflanzt
Klassifikation: Rías Baixas, 100 % Albariño (trocken); rare Einzellagen-Abfüllung
Ausbau: Handlese mit Selektion, Spontangärung, 30 Monate auf der Feinhefe; organische Düngung, mechanische Bodenbearbeitung

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Ungarn

Oremus Tokaji 3 Puttonyos 2015

Edelsüßer Weißwein · Tokaji Aszú · Furmint-Cuvée

Furmint-Cuvée Tokaji Aszú 3 Puttonyos Tokaj-Hegyalja · Ungarn Oremus (Vega Sicilia) vulkanischer Boden edelsüß · Botrytis 2015

Der Oremus Tokaji Aszú 3 Puttonyos 2015 ist der Einstiegs-Aszú des Weinguts Tokaj-Oremus der Familie Álvarez (Vega Sicilia) – die feinste, am wenigsten süße Stufe der Aszú-Palette. Strahlendes Gelb, vollreife Frucht und süßer Honig, von moderater, zugänglicher Süße und feinem Finale.


Oremus und Tokaj-Hegyalja

Tokaj-Hegyalja im Nordosten Ungarns ist die klassische Heimat des Tokaji Aszú – des „Weins der Könige", seit 2002 UNESCO-Weltkulturerbe. Am Zusammenfluss von Bodrog und Tisza sorgt herbstlicher Morgennebel zuverlässig für die Edelfäule (Botrytis cinerea), während sonnige Nachmittage die Beeren eintrocknen lassen. Die vulkanischen Böden und das kontinentale Klima geben den Trauben Würze und eine markante Säure.

Das Weingut Tokaj-Oremus wurde 1993 von der Familie Álvarez, Eigentümerin der spanischen Ikone Vega Sicilia, gegründet und trägt den Namen der historischen Lage Oremus – jener Wiege des Tokaji Aszú. Die Reben stehen auf vulkanischem Boden. Die Cuvée vereint Furmint als Rückgrat (rund drei Viertel) mit Hárslevelű, Zéta und Sárga Muskotály.

Jahrgang 2015 – Tokaj-Hegyalja

Der 3-Puttonyos-Aszú ist die leichteste, zugänglichste Stufe der Oremus-Aszú-Palette: Die moderate Süße lässt die reife Frucht und die lebendige Säure des Furmint klar in den Vordergrund treten. Das Ergebnis ist ein heller, frischer und delikater Dessertwein mit feinem Süße-Säure-Spiel.

Aszú 3 Puttonyos – Herstellung und Ausbau

Edelsüßer Tokaji Aszú aus dem Jahrgang 2015, Stufe 3 Puttonyos – eine Cuvée aus Furmint, Hárslevelű, Zéta und Sárga Muskotály.

Für den Aszú werden die einzeln verlesenen, edelfaulen Beeren – gemessen in „Puttonyos", den traditionellen 25-kg-Hotten – zum Grundmost gegeben: drei Puttonyos auf ein 136-Liter-Gönci-Fass ergeben die moderate, zugängliche Süße dieser Stufe (historisch die leichteste Aszú-Kategorie). Nach kühler Maische von rund einem bis zwei Tagen werden die Beeren sanft gepresst; die Gärung in neuen ungarischen Eichenfässern (Gönci-Fass aus dem Zemplén-Wald) verläuft langsam über Wochen. Anschließend reift der Wein zwei bis drei Jahre im Fass und danach in der Flasche.

Im Glas

In der Farbe ein strahlendes Gelb; im Duft vollreife Früchte wie Pfirsich, Quitte und Birne. Im Mund gesellen sich süßer Honig, Vanille, Orangenschalen und reife Früchte hinzu. Das Finale des delikaten Dessertweins ist sehr fein.

Strahlendes Gelb, Pfirsich, Quitte und Birne – süßer Honig, Vanille und Orangenschale, mit sehr feinem Finale.

Schon jetzt ein Genuss, bei idealer Lagerung über viele Jahre haltbar. Gut gekühlt bei 10–12 °C servieren.

Am Tisch

Als Aperitif, zu Foie gras und Geflügelleber, zu Blauschimmel- und gereiftem Hartkäse sowie zu Desserts mit Pfirsich, Quitte oder Crème brûlée.


Lage: Tokaj-Oremus, Tolcsva, Tokaj-Hegyalja (Ungarn); vulkanische Böden am Zusammenfluss von Bodrog und Tisza; UNESCO-Weltkulturerbe
Klassifikation: Tokaji Aszú 3 Puttonyos (edelsüß); Cuvée aus Furmint, Hárslevelű, Zéta und Sárga Muskotály
Ausbau: ~1–2 Tage Maischestand, langsame Gärung in neuer ungarischer Eiche (Gönci-Fass 136 l), 2–3 Jahre Fassreife, anschließend Flaschenreife

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Länder/Regionen

Le Moine Charmes Chambertin Grand Cru 2017

Rotwein · Charmes-Chambertin Grand Cru · Pinot Noir

Pinot Noir Charmes-Chambertin Grand Cru Gevrey-Chambertin · Côte de Nuits Lucien Le Moine Élevage auf Vollhefe 100 % neues Holz unfiltriert 2017

Der Lucien Le Moine Charmes-Chambertin Grand Cru 2017 stammt aus einem der großen Grand Crus von Gevrey-Chambertin – ein kraftvoller, zugleich eleganter Pinot Noir mit Tiefe und Charme. Lange auf der Vollhefe ausgebaut, vom Fass unfiltriert gefüllt. Eine echte Rarität in winziger Stückzahl.


Charmes-Chambertin – Grand Cru von Gevrey

Charmes-Chambertin ist eine der großen Grand-Cru-Lagen von Gevrey-Chambertin in der Côte de Nuits, südlich des Dorfes am Hang unterhalb des Chambertin gelegen und ausschließlich mit Pinot Noir bepflanzt. Es ist einer der größeren und damit variableren Grands Crus Gevreys; in die Appellation darf auch der benachbarte Mazoyères-Chambertin einfließen. Stilistisch verbindet Charmes-Chambertin die Kraft und Fülle Gevreys mit einer zugänglichen, charmanten Eleganz – daher der Name.

Die kalkstein- und tonhaltigen Böden am gut exponierten Hang bringen tiefe, körperreiche und zugleich harmonische Pinot Noirs hervor. Bei Lucien Le Moine wird daraus ein besonders herkunftsgenauer Grand Cru, dessen Ausbau Reinheit, Textur und Tiefe betont.

Jahrgang 2017 – Côte de Nuits

2017 war an der Côte de Nuits ein klassischer, ausgewogener Rotwein-Jahrgang mit reifer, klar definierter Frucht, feiner Säure und seidigem Tannin. In einem körperreichen Grand Cru wie Charmes-Chambertin ergibt das einen tiefgründigen, zugleich eleganten und harmonischen Pinot Noir mit gutem Reifepotenzial – im reinen, texturbetonten Stil des Hauses.

Ausbau

Reinsortiger Pinot Noir aus dem Jahrgang 2017, Charmes-Chambertin Grand Cru, trocken.

Lucien Le Moine ist ein reiner Élevage-Spezialist: Der fertig vergorene Wein wird von einem ausgesuchten Erzeuger übernommen und lange auf der Vollhefe ausgebaut – ohne Abstich, mit später, hinausgezögerter malolaktischer Gärung und minimalem Schwefel; Mounir Saouma lässt dem Élevage gern „zwei Sommer" Zeit. Ausbau in 100 % neuem Holz (feinporige Jupilles-Eiche), Abfüllung direkt vom Fass ohne Schönung und Filtration. Die Mengen sind winzig: oft nur ein einziges Fass je Cru.

Im Glas

Vom kalk-tonigen Hang von Gevrey lebt dieser Grand Cru: dunkle und rote Frucht wie Kirsche und Brombeere, florale Anklänge und eine würzige Tiefe von Unterholz und Gewürz. Aus dem ausgewogenen Jahrgang 2017 zeigt er reife Frucht und samtiges Tannin, die das lange Vollhefelager und das neue Holz in eine seidige, vielschichtige Textur und feine Röstwürze einbinden. Am Gaumen körperreich und zugleich harmonisch, mit feinkörnigem Tannin, lebendiger Säure und langem, mineralischem Nachhall.

Dunkle und rote Frucht, würzige Tiefe und feine Röstwürze – körperreich und seidig, mit samtigem Tannin und langer Länge.

Benötigt Zeit; in der Jugend großzügig dekantieren. Großes Reifepotenzial über viele Jahre. Bei 16–18 °C servieren.

Am Tisch

Zu Wild und Wildgeflügel, zu Rind und Lamm in kräftiger Sauce, zu Trüffel- und Pilzgerichten sowie zu gereiftem Käse.


Lage: Charmes-Chambertin Grand Cru, Gevrey-Chambertin, Côte de Nuits (Burgund, Frankreich); Hang südlich des Dorfes unterhalb des Chambertin; kalkstein- und tonhaltige Böden (Mazoyères-Chambertin darf einfließen)
Klassifikation: Grand Cru, Pinot Noir (trocken)
Ausbau: reiner Élevage (Micro-Négoce); lange auf der Vollhefe ohne Abstich, späte Malo, minimaler Schwefel, 100 % neues Holz (Jupilles), unfiltriert vom Fass; winzige Menge

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Weine

Von Winning Riesling Kirchenstück GG 2020

Weißwein · Forst (Pfalz) · Riesling (Großes Gewächs)

Riesling Forster Kirchenstück VDP.Großes Gewächs von Winning · Deidesheim Sandstein · Kalk · Basalt trocken 500-l-Eiche · 1,5 Jahre Hefe 2020

Der von Winning Forster Kirchenstück Riesling GG 2020 stammt aus Deutschlands wertvollstem Weinberg, geschützt am Rand von Forst. Ein monumentaler Riesling mit großer Kraft und Würde.


Forster Kirchenstück – Deutschlands wertvollster Weinberg

Das Weingut von Winning in Deidesheim wurde 2007 unter Betriebsleiter Stephan Attmann neu ausgerichtet und zählt heute zu den meistdiskutierten Gütern der Pfalz. Prägend ist Attmanns Stilistik, die trockenen Lagen-Rieslinge vollständig im großen Holzfass zu vergären und lange auf der Feinhefe reifen zu lassen. Das Kirchenstück ist das Flaggschiff des Guts.

Die Lage liegt geschützt am Rand von Forst und gilt als Deutschlands wertvollster Weinberg. Im Boden finden sich Sandstein, Kalk und Basalt – eine vielschichtige Kombination, die dem Wein seine große Kraft, Würde und Tiefe verleiht.

Jahrgang 2020 – Pfalz

2020 war in der Pfalz ein ausgewogener Jahrgang mit reifer, gesunder Frucht und frischer, präziser Säure. Die geschützte Lage des Kirchenstücks und der lange Holzfassausbau bewahrten Kraft, Konzentration und Spannung – Fülle und Frische im Gleichgewicht.

Ausbau

Trockener Riesling, VDP.Großes Gewächs aus dem Forster Kirchenstück, Jahrgang 2020; 100 % Riesling von Sandstein, Kalk und Basalt.

Der Wein wird spontan in 500-Liter-Eichenholzfässern vergoren und reift anschließend 1,5 Jahre auf der Hefe. Diese lange Feinhefereife im Holz verleiht ihm Schmelz, Dichte und Tiefe, ohne die Frucht mit Holz zu überlagern. Handarbeit im Weinberg.

Im Glas

Ein monumentaler Riesling mit großer Kraft und Würde: reife gelbe Frucht und Steinobst, dazu Zitrus, ein rauchig-feuriger Basaltanklang und eine kalkig-salzige Mineralität. Am Gaumen dicht, tief und kraftvoll, mit langem Feinhefe-Schmelz, präziser Struktur und einem energiegeladenen, mineralischen Nachhall.

Monumental, mit großer Kraft und Würde – reife gelbe Frucht und Steinobst über rauchigem Basalt und kalkig-salziger Mineralität, dicht und tief, mit langem Schmelz.

Ein großes, sehr langlebiges GG; jung gern dekantieren. Bei 11–13 °C servieren.

Am Tisch

Zu edlem Fisch und Meeresfrüchten, zu Hummer und Jakobsmuscheln, zu Geflügel und Kalb in heller Sauce, zu Gerichten mit Butter- und Rahmsaucen sowie zu gereiftem Hartkäse.


Lage: Forster Kirchenstück (VDP.Große Lage), Forst, Pfalz; Sandstein, Kalk und Basalt; gilt als Deutschlands wertvollster Weinberg
Klassifikation: Riesling, VDP.Großes Gewächs, Pfalz (trocken); 100 % Riesling
Ausbau: Spontangärung in 500-l-Eichenholzfässern, 1,5 Jahre auf der Hefe; Handarbeit im Weinberg

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USA

Saxum James Berry Vineyard 2018

Rotwein · James Berry Vineyard · Rhône-Cuvée

Grenache-dominierte Cuvée James Berry Vineyard Willow Creek District Paso Robles · Kalifornien Saxum (Justin Smith) Kalkstein · fossiler Meeresboden Beton & französische Eiche 2018

Der Saxum James Berry Vineyard 2018 ist der Flaggschiff-Rotwein des Kult-Erzeugers Saxum – eine Grenache-basierte Rhône-Cuvée aus der Heimatlage der Familie Smith. Reich, rein und vielschichtig, mit rotfruchtigem Charakter, herzhafter Würze und der mineralischen Prägung des Kalksteins – aus einem herausragenden Jahrgang mit großem Reifepotenzial.


James Berry Vineyard – auf einem alten Meeresboden

Saxum wurde 2000 von Justin Smith gegründet und zählt heute zu den gefragtesten Rhône-Erzeugern Kaliforniens. Das James Berry Vineyard ist die Heimatlage der Familie Smith im Willow Creek District westlich von Paso Robles, rund zehn Meilen vom Pazifik entfernt und auf etwa 1.200 Fuß Höhe. Eine Reihe von Hängen mit dünnem, lehmig-kalkigem Oberboden bedeckt einen uralten Meeresboden – komplett mit versteinerten Muscheln und Haizähnen. Der Name Saxum ist lateinisch für „Stein" und verweist auf diesen kalkreichen Untergrund.

Die kargen Kalkböden geben den Weinen Mineralität, Frische und Tiefe; kühle Brisen vom nahen Pazifik mildern die sonnigen Tage und bewahren Säure und Aromatik. Bewirtschaftet wird organisch, von Hand gelesen und im Keller minimalistisch gearbeitet. Die James-Berry-Cuvée ist rotfruchtbetont und Grenache-basiert, mit Mourvèdre für Textur und Syrah als würzige Stütze.

Jahrgang 2018 – Paso Robles

2018 gilt an der kalifornischen Central Coast als herausragender, klassischer Jahrgang: Eine lange, gleichmäßige Vegetationsperiode brachte vollreife, zugleich frische und ausgewogene Weine mit großer Reinheit, Tiefe und Struktur. Auf dem kalkreichen Terroir des James Berry Vineyard ergibt das einen rotfruchtbetonten, vielschichtigen und langlebigen Wein, der Fülle mit mineralischer Spannung und großer Eleganz verbindet.

Assemblage und Ausbau

Cuvée aus 64 % Grenache, 16 % Mataro (Mourvèdre), 14 % Syrah und 6 % Carignan, Jahrgang 2018, trocken.

Grenache gibt dem Wein das rotfruchtige, parfümierte Rückgrat und seine Großzügigkeit; Mataro Struktur, Erdigkeit und herzhafte Tiefe; Syrah dunkle Frucht, Pfeffer und Würze; Carignan brombeerige Frucht und Frische. Der Ausbau dauert 18 bis 20 Monate in unterschiedlichen Gebinden: Der Grenache-Anteil reift in Betontank und größeren Puncheons, Mataro und Syrah in kleineren französischen Fässern mit hohem Neuholzanteil. Der Wein wird nie von der Hefe abgezogen und unfiltriert sowie ungeschönt gefüllt.

Im Glas

Aus der Grenache-basierten Cuvée und dem kalkreichen Meeresboden lebt dieser Wein von Frucht und Würze: rote und blaue Frucht wie Erdbeere, Himbeere und Blaubeere, dazu florale Anklänge von Veilchen, mediterrane Kräuter (Herbes de Provence), Lakritz, frisches Leder und süße Gewürze, untermalt von einer rauchig-mineralischen Note. Am Gaumen vollgewichtig, rein und vielschichtig, mit einer geschliffenen, dichten Textur, feinem Tannin und einer lebendigen, mineralischen Frische, die in einen langen, präzisen Nachhall mündet.

Erdbeere, Himbeere und Blaubeere, Veilchen, mediterrane Kräuter und Lakritz – reich und rein, mit dichtem Tannin und mineralischer Länge.

Noch jugendlich; vor dem Genuss großzügig dekantieren. Mit großem Reifepotenzial über viele Jahre. Bei 16–18 °C servieren.

Am Tisch

Zu Lamm und Wild, zu gegrilltem und geschmortem Rind, zu kräftig gewürzten mediterranen Schmorgerichten sowie zu gereiftem Hartkäse.


Lage: James Berry Vineyard, Willow Creek District, Paso Robles (Kalifornien, USA); Hänge mit dünnem lehmig-kalkigem Oberboden über fossilem Meeresboden, ~1.200 ft, ~10 Meilen vom Pazifik; organisch bewirtschaftet
Klassifikation: Paso Robles Willow Creek District; Cuvée aus 64 % Grenache, 16 % Mataro, 14 % Syrah, 6 % Carignan (trocken)
Ausbau: 18–20 Monate; Grenache in Betontank und größeren Puncheons, Mataro/Syrah in kleinen französischen Fässern (hoher Neuholzanteil); nie von der Hefe abgezogen, ungeschönt und unfiltriert

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Georgien

Baia's Wine Tsolikouri 2023

Weißwein · Qvevri · Georgien

Der Baia's Wine Tsolikouri ist ein im Qvevri ausgebauter Weißwein aus der westgeorgischen Region Imereti, erzeugt von Baia, Gvantsa und Giorgi Abuladze im Dorf Obcha. Tsolikouri ist die meistangebaute autochthone Rebsorte Imeretis. Die Trauben werden von Hand gelesen, abgebeert, gepresst und mit leichtem Schalenkontakt im Qvevri spontan vergoren. Der naturtrübe, unfiltrierte Ausbau gibt dem Wein Tiefe und eine markante Mineralität. Im Glas frisch und knackig, mit Aromen von Limette, Birne und Waldhonig.


Obcha – Imereti, Georgien

Die Familie Abuladze bewirtschaftet ihr Weingut im Dorf Obcha in der Region Imereti, im feuchteren Westen Georgiens. Das Klima sorgt dafür, dass die autochthonen Rebsorten der Region – darunter Tsolikouri – von Natur aus über eine ausgeprägte Säure verfügen. Gearbeitet wird im Sinne des Naturweins, mit weinbergseigenen Hefen und minimalem Eingriff. Prägend ist das Qvevri: ein in die Erde eingegrabenes Tongefäß, das in Georgien seit Jahrtausenden für Gärung und Reifung genutzt wird und 2013 von der UNESCO als immaterielles Kulturerbe anerkannt wurde.

Assemblage und Ausbau

Reinsortiger Tsolikouri. Nach Handlese und Handsortierung werden die Trauben abgebeert und gepresst, anschließend mit leichtem Schalenkontakt im Qvevri spontan vergoren und gereift. Der Wein bleibt unfiltriert. Enthält Sulfite.

Im Glas

Im Glas ein helles Bernstein. In der Nase Heu, Limette und Waldhonig, dazu Rosine, Apfelkuchen und Birne. Am Gaumen frisch und knackig, getragen von einer ausgeprägten Mineralität, klarer Säurestruktur und einem feinen, leicht herben Gerbstoffgriff, der für Länge und Charakter sorgt.

Am Tisch

Klassische Begleitung: Fisch, Geflügel, Gemüsegerichte und Käse. Auch zu kräftig gewürzten Speisen eine gute Wahl. Serviertemperatur 10–12 °C.


Lage Obcha, Imereti (Westgeorgien)
Klassifikation Naturwein, Region Imereti
Ausbau Reinsortiger Tsolikouri, Handlese, Spontangärung mit leichtem Schalenkontakt im Qvevri, unfiltriert

Bildnachweis: © LEPL

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Rebsorten

Quattro Conti Tre Forte Rosso Puglia

Rotwein · Cuvée · Puglia · Italien

Conti Zecca Tre Forte Rosso Puglia ist eine fruchtbetonte Rotwein-Cuvée aus dem sonnenverwöhnten Apulien im Süden Italiens. Sie vereint Primitivo, Negroamaro und Cabernet Sauvignon. Saftig, fruchtig und klar zeigt sich der Wein, trocken in seinen Aromen. Ein zugänglicher, vollmundiger Rotwein aus dem Salento.


Puglia

Apulien (Puglia) bildet den „Stiefelabsatz" Italiens. Das warme, sonnenreiche Mittelmeerklima und die Nähe zum Meer bringen reife, fruchtbetonte Rotweine hervor – allen voran aus den heimischen Sorten Primitivo und Negroamaro.

Assemblage und Ausbau

Cuvée aus Primitivo, Negroamaro und Cabernet Sauvignon. Primitivo gibt Frucht und Fülle, Negroamaro Würze und Struktur, Cabernet Sauvignon Halt und Tiefe. Der Ausbau bewahrt die klare, fruchtbetonte Art.

Im Glas

Tiefes Rubinrot. In der Nase reife dunkle Beeren, Kirsche und Pflaume, dazu mediterrane Würze. Am Gaumen saftig, fruchtig und trocken, mit weichem Tannin, klarer Frucht und rundem Abgang.

Am Tisch

Bei 16–18 °C servieren.

Klassische Begleitung: Pasta mit kräftigen Saucen, gegrilltes Fleisch, Lamm, Pizza und mittelalter Käse.


Lage: Puglia / Salento (Italien)
Klassifikation: Puglia IGT – Rotwein-Cuvée
Ausbau: Primitivo, Negroamaro & Cabernet Sauvignon

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