Bodegas Ardevol – Porrera – Priorat – Spanien

Insgesamt gibt es in dem spanischen Anbaugebiet Priorat zur Zeit 102 Bodegas, welche gerade einmal 4,50 Millionen Liter auf Flaschen ziehen. Die D. O. beherbergt neun kleine Dörfer. In Porerra, einem von diesen bäuerlichen Ortschaften, hat Josep Ardevol seine kleine Bodega hinter seinem Privathaus aufgebaut. Klein und fein ist hier die Devise. In der wunderschönen Naturlandschaft des Priorats, wo die Weinreben auf Schieferböden neben Haselnusssträuchern, Mandel-, Feigen- und Olivenbäumen fussen, und der Duft nach wildem Thymian und Rosmarin die Nasenflügel umwehen, wird Natur pur in Flaschen gefüllt.

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Rebsorten

Schwedhelm Riesling Kabinett Karlspfad 2022

Wein · Weißwein · Pfalz · Deutschland

Schwedhelm Riesling Kabinett Karlspfad 2022 spielt die feine Fruchtsüße gekonnt gegen eine knackige Säure aus. Limette, reifer Pfirsich und ein Hauch Honig formen einen genialen Geschmacksbogen, der in einem mineralisch-tänzelnden Abgang mündet – kraftvoll, ohne schwer zu sein.


Pfalz / Karlspfad

Das Weingut Schwedhelm ist im Zellertal in der Nordpfalz beheimatet. Der Karlspfad ist eine steile, mitten im Berg gelegene, kalksteinreiche Parzelle mit hohem Anteil an grünem Ton. Weine von hier schmecken kraftvoll, ohne schwer zu sein.

Rebsorte und Ausbau

Reinsortig aus Riesling in der Prädikatsstufe Kabinett. Der Ausbau bewahrt eine feine Fruchtsüße, die von einer knackigen Säure balanciert wird, sowie die mineralische Prägung der kalksteinreichen Parzelle.

Im Glas

Helles Grüngelb. In der Nase Limette, reifer Pfirsich und ein Hauch Honig. Am Gaumen findet sich der Pfirsich wieder; die feine Fruchtsüße wickelt die knackige Säure quasi um den Finger und formt einen genialen Geschmacksbogen, der in einem mineralisch-tänzelnden Abgang mündet.

Am Tisch

Gut gekühlt bei 8–10 °C servieren – solo als fruchtiger Genuss oder zum Essen.

Passt ideal zu: asiatischer Küche, würzigen Currys, scharfen Gerichten und frischem Obst.


Lage: Pfalz, Zellertal, Parzelle Karlspfad (Deutschland); Weingut Schwedhelm
Klassifikation: Lagenwein, Riesling Kabinett – 100 % Riesling, mit feiner Fruchtsüße
Ausbau: mineralitätsbetont (Kalkstein, grüner Ton)
Jahrgang: 2022

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Spanien

La Madriguera Rosé

Roséwein · D.O. Valencia · Bobal

Bobal 100 % Roséwein D.O.P. Valencia Terres dels Alforins

Der Antonio Arráez La Madriguera Rosé 2024 ist ein reinsortiger Rosé aus 100 % Bobal aus der D.O. Valencia. Blassrosa und leuchtend im Glas, bringt er valencianisches Sommergefühl an die Tafel – Sonne und Meeresluft der Costa del Azahar. Die Trauben wachsen im Hinterland westlich von Valencia auf rund 700 Metern Höhe. Tiefe Frucht trifft hier auf natürliche Frische.


Terres dels Alforins

Die Bobal-Reben stehen in den Terres dels Alforins westlich von Valencia, rund 90 Kilometer vom Mittelmeer entfernt und auf etwa 700 Metern Höhe. Die Böden sind lehmig und karg, das Klima ist kontinental mit mediterranem Einfluss – kalte Winter, trockene Sommer. Die großen Tag-Nacht-Unterschiede erhalten Frucht und Säure. Der Wein trägt die Klassifikation D.O.P. Valencia.

Assemblage und Ausbau

Der Jahrgang 2024 besteht zu 100 % aus Bobal, einer autochthonen Rebsorte des spanischen Levante. Für den Rosé wird das Lesegut schonend und mit kurzer Maischestandzeit im Edelstahl verarbeitet, sodass die blassrosa Farbe und die klare Frucht erhalten bleiben. Hinter dem Wein steht die seit 1950 tätige Familie Arráez, die heimische Sorten modern interpretiert.

Im Glas

Blassrosa und leuchtend. In der Nase intensive Aromen von Himbeere und Erdbeere, untermalt von zarten Blütennoten. Am Gaumen frisch, klar und ausgewogen, mit saftiger Frucht und einer geradlinigen Säure. Der Abgang bleibt frisch.

Am Tisch

Gut gekühlt bei 8–10 °C servieren. Klassische Begleitung: Tapas, gegrillter Fisch, Meeresfrüchte und leichte Sommergerichte. Ebenso gut solo, wenn der Sommer ruft. Der 2024 ist jung und frisch und sollte in den nächsten ein bis zwei Jahren getrunken werden.



Lage: Terres dels Alforins, Valencia (~700 m)
Klassifikation: D.O.P. Valencia
Ausbau: schonende Rosé-Bereitung im Edelstahl

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Frankreich

Rotem & Mounir Saouma Chateauneuf-du-Pape Arioso 2015

Rotwein · Châteauneuf-du-Pape · Grenache

100 % Grenache Lieu-dit Pignan Rotem & Mounir Saouma Pflanzung 1930er-Jahre Ganztraubengärung 36 Monate auf der Feinhefe 2015

Der Rotem & Mounir Saouma Châteauneuf-du-Pape Arioso 2015 ist ein reinsortiger Grenache aus dem Lieu-dit Pignan, von Reben aus den 1930er-Jahren. Mit ganzen Trauben vergoren und 36 Monate auf der Feinhefe ohne Abstich gereift – die Frucht und Kraft des Südens, zusammengesetzt mit der Kellerhandschrift von Mounir Saouma (Lucien Le Moine).


Arioso – alte Grenache aus Pignan

Rotem und Mounir Saouma sind als Eigentümer des Micro-Négoce Lucien Le Moine im Burgund weltbekannt. In Châteauneuf-du-Pape begann ihre Geschichte mit einer kleinen Parzelle im Lieu-dit Pignan – einem der großen Terroirs der Appellation, unmittelbar an die Lagen von Château Rayas grenzend. Dort steht reiner Grenache, gepflanzt in den 1930er-Jahren, der von Natur aus winzige Erträge liefert. Aus diesen Reben entsteht der Arioso.

Pignan liegt im Nordosten der Appellation, mit Blick auf den Mont Ventoux. Der Boden unterscheidet sich grundlegend vom Bild, das man von Châteauneuf im Kopf hat: kein Meer aus großen galets roulés, sondern Sand mit Steinanteil. Sand entwässert schnell, speichert wenig Wärme und bremst den Wuchs – deshalb bringt er beim von Natur aus üppig reifenden Grenache das hervor, was dieser Sorte sonst fehlt: Frische, helle Frucht und feinkörniges Tannin statt Wucht.

Dazu kommt das Alter. Reben aus den 1930er-Jahren tragen wenig, wurzeln tief und reifen gleichmäßiger als Junganlagen – was in heißen Jahren den Unterschied macht, weil sie weniger auf Trockenstress reagieren. Konzentration entsteht hier nicht durch Extraktion im Keller, sondern durch die Menge, die der Stock gar nicht erst ansetzt.

Jahrgang 2015 – Châteauneuf-du-Pape

Auf einen milden, niederschlagsarmen Winter folgte ein warmes, trockenes Frühjahr mit früher, gleichmäßiger Blüte. Juni und Juli brachten Hitze und anhaltende Trockenheit; in manchen Parzellen stockte die Reife, weil den Reben schlicht das Wasser fehlte. Mitte August kam der Regen, der den Jahrgang rettete: Er löste die Blockade, die Beeren füllten sich, und die letzten Wochen verliefen warm, aber ohne Extreme.

Gelesen wurde ab Anfang September unter guten Bedingungen, mit gesundem Lesegut, hohen Mostgewichten und – entscheidend – reifen, runden Tanninen statt harter Kerne. 2015 gilt in der südlichen Rhône als sehr starker Jahrgang mit Konzentration und Reifepotenzial. Auf dem Sand von Pignan und mit sehr alten Reben bleibt diese Kraft in Form: Die Lage liefert die Frische, die dem Jahrgang sonst fehlen könnte.

Ganztraubengärung und 36 Monate auf der Feinhefe

Reinsortiger Grenache, Jahrgang 2015, aus dem Lieu-dit Pignan. Vergoren wird mit ganzen Trauben samt Stielen nach einer rund elftägigen kühlen Mazeration – ein Verfahren, das Mounir Saouma nach eigener Aussage allein dem alten Grenache von Châteauneuf zugesteht. Die Stiele bringen Struktur und eine würzige Frische, die den Alkohol in Schach hält.

Anschließend reift der Wein rund 36 Monate auf der Feinhefe in Fässern zu 228 und 500 Litern, ohne Abstich und ohne Schwefelgabe bis kurz vor der Füllung. Das ist die Kellerlogik aus dem Burgund: Die Hefe verbraucht den eindringenden Sauerstoff und schützt den Wein damit selbst; gleichzeitig gibt sie Mannoproteine ab, die die Textur polstern. Daraus kommen die saftige Fülle und die seidige Geschmeidigkeit – nicht aus dem Holz, das in gebrauchten Fässern dieser Größe kaum Aroma beisteuert.

Im Glas

Mittleres, transparentes Rubinrot mit beginnendem Ziegelrand. In der Nase Himbeere und rote Johannisbeere, dazu Süßholz und Lakritz, getrocknete Kräuter der Garrigue und ein erdig-steiniger Ton – deutlich heller gezeichnet, als man es von Châteauneuf erwartet.

Am Gaumen seidig und schlank gebaut, mit feinkörnigem Tannin und einer Säure, die den Wein vorwärts trägt. Die Textur aus drei Jahren auf der Feinhefe ist der eigentliche Charakterzug: dicht, ohne schwer zu sein. Der Abgang ist lang, würzig und salzig.

Sand statt galets, Stiele statt Extraktion, drei Jahre Hefe statt neuem Holz – daher die Leichtigkeit dieses Châteauneuf.

Eine Stunde vor dem Servieren dekantieren; ein Depot ist nach dieser Zeit normal. Bei 16–18 °C servieren. Trinkreif und mit Reserve für viele Jahre.

Am Tisch

Zu Lamm und Wild, zu geschmortem Rind und Ente, zu kräuterwürzigen mediterranen Schmorgerichten sowie zu Trüffelgerichten und gereiftem Käse. Das helle, seidige Profil trägt auch Gerichte, an denen ein wuchtiger Châteauneuf scheitert – Taube, Kaninchen mit Thymian, Pilzrisotto.


Produzent Rotem & Mounir Saouma, Orange, südliche Rhône
Rebsorte 100 % Grenache
Lage Lieu-dit Pignan, Châteauneuf-du-Pape · sandig-steinige Böden · Nachbarlage von Château Rayas
Klassifikation AOC Châteauneuf-du-Pape · trocken
Jahrgang 2015
Vinifikation Ganztraubengärung mit Stielen · rund 11 Tage kühle Mazeration · ohne Abstich · Schwefelgabe erst kurz vor der Füllung
Ausbau rund 36 Monate auf der Feinhefe in Fässern zu 228 und 500 l
Rebenalter Pflanzung in den 1930er-Jahren
Trinkempfehlung jetzt bis 2040

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Weine

Escondite del Ardacho San José 2022 BIO

Rotwein · Rioja Alavesa · gemischter Satz (Single Parcel)

40 % Tempranillo · 30 % Malvasía · 30 % Viura Escondite del Ardacho · San José gemischter Satz · Erstjahrgang DOCa Rioja · Lanciego Tentenublo (Roberto Oliván) Mergel & Sandstein · 560 m · 1952 gebrauchtes Barrique · BIO nur 995 Flaschen · 2022

Der Tentenublo Escondite del Ardacho „San José" 2022 ist der erste Jahrgang aus einem winzigen, 1952 gepflanzten Wingert in Lanciego. Ein gemischter Satz aus 40 % Tempranillo, 30 % Malvasía und 30 % Viura, gemeinsam vergoren – ein Wein, bei dem Terroir und Einzigartigkeit schmeckbar werden.


San José – ein Kleinod in Lanciego

In der Weinwelt gibt es immer wieder kuriose Geschichten. Eine davon handelt vom kleinen, 0,95 Hektar großen Wingert San José im Rioja-Alavesa-Weindorf Lanciego. Roberto Oliván war schon immer von dieser Parzelle bezaubert und beneidete den Eigentümer um dieses Kleinod. Bereits 1952 wurden hier die Rebstöcke in Buscherziehung gepflanzt: 40 % Tempranillo, 30 % Malvasía und 30 % Viura. Auf 560 Metern Höhe begegnen sich hier – neben einigen Weinbergpfirsichbäumen und einer maroden Steinmauer – hauptsächlich Wildschweine, Regenwürmer und der ein oder andere Raubvogel.

Als der Eigentümer das Rentenalter erreichte, wollte er seine geliebte Parzelle nicht abgeben. Eines Abends bot er Roberto an, sie ihm zu schenken – unter der Bedingung, dass die Weinbergpfirsichbäume erhalten bleiben und er deren Früchte erhält. Ein Händedruck besiegelte den Besitzerwechsel einer der spannendsten Parzellen der Rioja. Der Boden präsentiert sich als Mosaik aus Mergel und Sandstein mit flacher, wenig tiefer Struktur; die Reben wurzeln tief und extrahieren die ganze Mineralität aus den unteren Bodenschichten.

Jahrgang 2022 – Rioja (Erstjahrgang)

2022 war der allererste Jahrgang des San José. Die Ernte fand am 28. September statt. In der warmen, trockenen Saison bewahrten die Höhenlage mit ihren kühlen Nächten und der minimalistische Stil von Roberto Oliván Frische, Würze und die mineralische Prägung des Mergel-/Sandsteinbodens.

Assemblage und Ausbau

Gemischter Satz aus 40 % Tempranillo, 30 % Malvasía und 30 % Viura, Jahrgang 2022, trocken; von 1952 in Buscherziehung gepflanzten Reben.

Alle Rebsorten wurden – ganz im Sinne des historischen gemischten Satzes – gemeinsam vergoren. Nach der Handlese wurde der Wein spontan vergoren und reifte anschließend neun Monate in gebrauchten Barrique-Fässern aus französischer Eiche. Die Bewirtschaftung erfolgt nachhaltig und von Hand. Gesamtproduktion: nur 995 Flaschen.

Im Glas

Der Duft betört mit Würze, Erde und einer zarten Duftigkeit, die ohne Frage der Malvasía-Traube zuzuordnen ist. Im Geschmack folgen gelbe Früchte, ein paar laktische Noten, Unterholz und Gewürze. Der Spannungsbogen von Gerbstoffen, Säure und Frucht ist perfekt ausbalanciert und mündet in einer grandiosen Länge. Mit zunehmendem Luftkontakt wird dieser gemischte Satz immer vielschichtiger und feiner – ein Wein, bei dem Terroir und Einzigartigkeit schmeckbar werden.

Würze, Erde und eine zarte, malvasía-typische Duftigkeit, dazu gelbe Früchte, laktische Noten, Unterholz und Gewürze – Gerbstoffe, Säure und Frucht perfekt ausbalanciert, mit grandioser Länge.

Mit Luftkontakt wird er immer vielschichtiger – ruhig dekantieren. Bei 15–17 °C servieren.

Am Tisch

Zu Geflügel und hellem Fleisch, zu Schmorgerichten und Wild, zu Pilz- und Gemüsegerichten sowie zu gereiftem Käse.


Lage: Einzelparzelle San José (0,95 ha), Lanciego, Rioja Alavesa (Spanien); Mosaik aus Mergel und Sandstein, 560 m; 1952 in Buscherziehung gepflanzt
Klassifikation: DOCa Rioja; gemischter Satz aus 40 % Tempranillo, 30 % Malvasía, 30 % Viura (trocken)
Ausbau: gemeinsame Spontangärung aller Sorten, ~9 Monate in gebrauchten Barrique-Fässern aus französischer Eiche, nachhaltige Handarbeit; biologisch (ES-ECO-026-VAS); 995 Flaschen

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Rebsorten

Ziereisen Lügle Weißer Burgunder 2023

Wein · Weißwein · Baden · Deutschland

Ziereisen Lügle Weißer Burgunder 2023 ist ein Pinot Blanc vom Weingut H.P. Ziereisen in Efringen-Kirchen am Dreiländereck. Handwerklich konsequent vinifiziert – Korbpresse, Spontangärung, 20 Monate Reife im großen Holzbehälter, Abfüllung ohne Filtration – ein Weißburgunder mit Substanz und klarer Herkunft.


Baden / Oberrhein

Das Weingut Ziereisen liegt in Efringen-Kirchen im südlichsten Zipfel Badens, unmittelbar am Dreiländereck D/F/CH. Die Weinberge profitieren vom kontinentalen Einfluss des Rheintals und von burgundisch geprägten Böden – Kalk und Lösslehm dominieren die Lagen rund um den Isteiner Klotz. Der Wein trägt die Bezeichnung Landwein Oberrhein.

Rebsorte und Ausbau

Reinsortig aus Weißem Burgunder (Pinot Blanc). Die handgelesenen Trauben wurden in der Korbpresse schonend gepresst; die Gärung erfolgte spontan mit traubeneigenen Hefen im großen traditionellen Holzbehälter. Nach 20 Monaten Hefelager wurde der Wein ohne Filtration abgefüllt – ein kleines natürliches Depot in der Flasche ist daher möglich. Trocken ausgebaut.

Im Glas

Die Nase zeigt reife Birne, weißen Pfirsich und einen dezenten Ton von frischem Brotteig – typisch für den langen Hefekontakt. Am Gaumen dicht und vollmundig, mit klarer Säure, die dem Holzausbau Frische entgegensetzt. Der Abgang ist lang, mineralisch und leicht nussig.

Am Tisch

Ab sofort trinkbereit, entwickelt sich im Keller jedoch bis mindestens 2030 positiv. Vor dem Servieren 30 Minuten dekantieren oder im Glas öffnen lassen; bei 10–14 °C servieren.

Passt zu: Kalbsbries, Steinbutt, Jakobsmuscheln, reifem Comté sowie asiatisch inspirierten Gerichten mit Kokosmilch.


Lage: Baden, Efringen-Kirchen am Dreiländereck (Deutschland); Weingut H.P. Ziereisen
Klassifikation: Landwein Oberrhein – 100 % Weißer Burgunder (Pinot Blanc), trocken
Ausbau: Korbpresse, Spontangärung, 20 Monate großes Holz, unfiltriert
Jahrgang: 2023

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USA

Cayuse En Chamberlin Syrah 2016

Rotwein · Syrah · Walla Walla Valley · USA

Cayuse En Chamberlin Syrah 2016 erinnert stark an die nördliche Rhône – an einen großen Côte-Rôtie von der Côte Brune: Himbeere, zerdrückte Blüten, Räucherfleisch und Kaminnoten, vollmundig und fleischig mit großer Fruchttiefe. Nur 388 Kisten wurden abgefüllt.


En Chamberlin, Walla Walla Valley

Die Lage En Chamberlin liegt im alten Flussbett des Walla Walla River auf der Oregon-Seite des Tals, im Rocks District of Milton-Freewater. Die Oberschicht aus schluffigem Lehm und runden Basaltkieseln ist nur 30 bis 45 Zentimeter tief; darunter liegen Schichten aus reinem, verdichtetem Kiesel, stellenweise viele Meter mächtig. Christophe Baron, der aus einer Champagner-Familie stammt, bewirtschaftet die Reben mit Pferdezug und Handarbeit.

Rebsorte und Ausbau

100 % Syrah aus dem Jahrgang 2016. Der Wein reift in großen Fässern aus französischer Eiche mit nur geringem Neuholzanteil, damit die Aromatik der Lage im Vordergrund bleibt.

Im Glas

Tiefes Rot. In der Nase Himbeere, zerdrückte Blüten, Räucherfleisch und Kaminnoten, dazu dichte, rauchige schwarze Frucht. Am Gaumen voll, fleischig und breitschultrig, mit großer Fruchttiefe, reifen Tanninen, schwarzen Oliven und geräucherter Brombeere. Sehr langer, dichter Nachhall.

Am Tisch

Trinkt sich jetzt schon schön und entwickelt sich noch über viele Jahre weiter. Dekantieren und bei 16–18 °C servieren.

Klassische Begleitung: Lamm, Wild, Rind vom Grill und kräftige Schmorgerichte.


Lage: En Chamberlin, Rocks District, Walla Walla Valley (USA); Basaltkiesel
Klassifikation: Walla Walla Valley AVA – Syrah
Jahrgang: 2016 (388 Kisten)
Ausbau: 100 % Syrah; große Fässer aus französischer Eiche, geringer Neuholzanteil

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Weine

Battenfeld Spanier Riesling Kirchenstück GG 2024 BIO

Weißwein · Hohen-Sülzen (Rheinhessen) · Riesling (Großes Gewächs)

Riesling Kirchenstück VDP.Großes Gewächs Battenfeld-Spanier Hohen-Sülzen · Rheinhessen Kalk und Lehm Reben Ø ~35 Jahre BIO (DE-ÖKO-006) · 2024

Der Battenfeld-Spanier Kirchenstück Riesling GG 2024 stammt aus H. O. Spaniers Heimatlage in Hohen-Sülzen. Ein fruchtbetonter, tiefgründiger Riesling von kräftigen Kalk- und Lehmböden.


Kirchenstück – Heimatlage in Hohen-Sülzen

Das biologisch arbeitende Weingut Battenfeld-Spanier von H. O. Spanier zählt zu den führenden Adressen im rheinhessischen Wonnegau und ist für seine kalkgeprägten, präzisen Rieslinge bekannt (DE-ÖKO-006). Das Kirchenstück ist eine VDP.Große Lage auf rund 150 Metern, mit etwa 15 % Neigung und einem Boden aus Kalk und Lehm; die klassifizierte Fläche misst 6,71 Hektar.

Das Kirchenstück liegt auf einer Ebene zwischen zwei Kirchen und überblickt H. O. Spaniers Heimatort Hohen-Sülzen. Hier liegt sein ältester, in den 1960er Jahren gepflanzter Weingarten. Ausgehend von diesem Herzstück stammen die Weine heute aus den besten Parzellen des gesamten Kirchenstücks mit seinen kräftigen Böden; die Reben haben ein Durchschnittsalter von rund 35 Jahren.

Jahrgang 2024 – Rheinhessen

2024 war in Rheinhessen ein kühlerer, anspruchsvoller Jahrgang, der Präzision im Weinberg belohnte. Die kräftigen Kalk- und Lehmböden und die alten Reben sicherten reifes, fruchtbetontes Lesegut, während das kühle Jahr für Frische und Säurespannung sorgte – Tiefe und Balance zugleich.

Ausbau

Trockener Riesling, VDP.Großes Gewächs aus der Lage Kirchenstück, Jahrgang 2024; 100 % Riesling von Kalk und Lehm.

Nach selektiver Handlese wird der Wein herkunftsbetont im Stil des Guts vergoren und ausgebaut, ganz auf Frucht, Tiefe und die kräftige Kalk-Lehm-Prägung ausgerichtet. Biologischer Anbau (DE-ÖKO-006).

Im Glas

Ein fruchtbetonter, tiefgründiger Riesling: reife gelbe Frucht und weißer Pfirsich, dazu Zitrus, feine Kräuterwürze und eine kalkig-mineralische Ader. Am Gaumen saftig und gehaltvoll, mit lebendiger Säure, klarer Struktur und einem langen, mineralischen Nachhall.

Reife gelbe Frucht und weißer Pfirsich über Zitrus, feiner Kräuterwürze und kalkig-mineralischer Ader – saftig und gehaltvoll, mit lebendiger Säure, klarer Struktur und langem, mineralischem Nachhall.

Ein fruchtbetonter, langlebiger Kalk-Riesling; jung gern dekantieren. Bei 11–13 °C servieren.

Am Tisch

Zu Fisch und Meeresfrüchten, zu Geflügel und Kalb in heller Sauce, zu asiatischer Küche sowie zu mildem bis mittelkräftigem Käse.


Lage: Kirchenstück (VDP.Große Lage), Hohen-Sülzen, Rheinhessen; ~150 m, ~15 % Neigung; Kalk und Lehm; Reben Ø ~35 Jahre; klassifizierte Fläche 6,71 ha
Klassifikation: Riesling, VDP.Großes Gewächs, Rheinhessen (trocken); 100 % Riesling
Ausbau: selektive Handlese, herkunftsbetonte Vergärung und Ausbau im Stil des Guts; biologisch, DE-ÖKO-006

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Weine

Paul Mas Le Rosé

Wein · Roséwein · Pays d'Oc · Frankreich

Paul Mas Le Rosé ist ein floral-fruchtiger Rosé aus den Rebsorten Grenache Gris, Grenache Noir, Pinot Gris, Caladoc und Cinsault. Typisch sind seine saftige Struktur und die sommerliche Aromatik nach roten, reifen Früchten wie Erdbeere, Pfirsich und Himbeere.


Pays d'Oc / Languedoc

Das Pays d'Oc erstreckt sich entlang der Mittelmeerküste im Languedoc (Südfrankreich). Das mediterrane Klima mit viel Sonne und kühlenden Meeresbrisen bietet ideale Voraussetzungen für fruchtige, frische Rosés. Erzeuger ist Domaines Paul Mas.

Assemblage und Ausbau

Cuvée aus Grenache Gris, Grenache Noir, Pinot Gris, Caladoc und Cinsault. Nach kurzem Schalenkontakt zur Gewinnung der zarten Farbe wird der Most schonend und kühl im Edelstahl vergoren, was die frische, fruchtbetonte Aromatik bewahrt. Trocken ausgebaut.

Im Glas

Zartes Lachsrosa. In der Nase floral und fruchtig, mit Erdbeere, Pfirsich und Himbeere. Am Gaumen saftig und frisch, mit feiner roter Frucht, schöner Struktur und sauberem Abgang.

Am Tisch

Gut gekühlt bei 8–10 °C servieren – als Aperitif, Sommer- und Terrassenwein oder zum Essen.

Passt zu: Salaten, Antipasti, gegrilltem Gemüse, Fisch, hellem Fleisch und mediterraner Küche.


Lage: Pays d'Oc IGP, Languedoc (Frankreich); Domaines Paul Mas
Klassifikation: Pays d'Oc IGP – Cuvée aus Grenache Gris, Grenache Noir, Pinot Gris, Caladoc & Cinsault, trocken
Ausbau: kurzer Schalenkontakt, kühle Edelstahlgärung (fruchtbewahrend)

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