Der Trend hin zu mehr Mineralität in den Weinen ist ambitioniert und löblich, und dennoch ist es erstaunlich, dass es solche Weine früher nicht nur schon gab, sondern dass diese damals auch noch en vogue waren. So verhält es sich zum Beispiel mit einem guten Muscadet-Sur-Lie von der Loire. Früher auf fast jeder Restaurantkarte zu Hause und gern gesehener Gast in jedem Weinglas von Nord- bis Süddeutschland, ist dieser, damals schon extrem mineralisch und Terroir ausgebaute, Weißwein aus der Rebsorte Melon de Borgogne hierzulande fast verschwunden. Um so schöner ist es, wenn so ein wirklich leckerer und knackiger Weißwein mal wieder auf einer Weinkarte entdeckt wird. Dass dies ausgerechnet in Spanien der Fall ist, mag zwar verwundern, aber spielt letztendlich keine wirklich große Rolle. Der „Froggy Wine“ fällt nicht nur optisch modern und knackig auf, nein, er hat auch diese einzigartige Frische im Duft, die das Schiefer Terroir und der lange Ausbau auf der Feinhefe bewirkt. Unreife Birne, Fenchel, ein wenig Anis, extrem trocken am Gaumen, wenig Alkohol (12,00 % vol.), reifer Säurebogen, vibrierende Klarheit, straff im Mund und unwiderstehlich klar. Schade, dass diese Bestseller von früher heutzutage so selten zu finden sind.
Weißwein · Pouilly-Fumé · Sauvignon Blanc · Loire
Henri Bourgeois Pouilly-Fumé ist ein Sauvignon Blanc aus der Appellation Pouilly-Fumé an der Loire. Das Haus Henri Bourgeois steht seit über zehn Generationen für qualitätsorientierten Loire-Weinbau. Typisch für Pouilly-Fumé ist die leicht rauchige Note. Im Glas viel Fruchtfülle und mineralische Spannung.
Pouilly-Fumé
Pouilly-Fumé liegt am rechten Ufer der Loire, gegenüber von Sancerre. Die Feuerstein- (Silex) und kalkhaltigen Böden verleihen dem Sauvignon Blanc seine charakteristische rauchige Note („fumé") und mineralische Tiefe. Henri Bourgeois ist eines der renommiertesten Häuser der Region.
Rebsorte und Ausbau
Der Wein besteht aus Sauvignon Blanc. Der Ausbau stellt die Frucht und die mineralische, leicht rauchige Prägung des Silex-Terroirs in den Vordergrund.
Im Glas
Helles Strohgelb. In der Nase die typische, leicht rauchige Note, dazu Stachelbeeren, schwarze Johannisbeeren und reifer Pfirsich. Neben der enormen Fruchtfülle auch mineralische Noten. Am Gaumen ganz klar und saftig. Der Abgang ist frisch.
Am Tisch
Gut gekühlt bei 9–11 °C servieren, als Apéritif oder als Speisenbegleiter.
Klassische Begleitung: Ziegenkäse, Fisch, Meeresfrüchte und Spargel.
