La Mission Haut Brion 1983 – Graves – Bordeaux – Frankreich

Dichtes Ziegelrot mit orangenen Rändern. Leicht stechende Nase, ein wenig Ammoniak, blutiges Fleisch, vegetale Noten, leichter Stall, süßliche Lakritze; öffnet sich mit der Zeit und wird runder und harmonischer in der Wahrnehmung. Im Geschmack süßliche Aromatik, ein gereifter Früchtkorb, nasser Teer, herbstliche Wald- und Wiesen Eindrücke geben sich hier die Klinke in die Hand. Kein 100% tiger Top-Duft, aber in Anbetracht der 31 Jahre, welche dieser Graves Wein auf dem Buckel hat, gar nicht mal so schlecht. Richtig gut kommt dann der Mittelteil daher: viel Schokolade, Nougat, gereifte Beerenfrucht, süsse Paprika, wieder Teer, leichte Zigarrenkiste. All dies verfügt über ganz große Klasse und endet in einem Top-Finish mit sehr langem Nachhall.

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Schaumweine

Champagne La Closerie Jérôme Prévost Les Beguines

Der Jérôme Prévost La Closerie Les Béguines ist der Champagner, mit dem der Meunier zu einer Sorte für Sammler wurde. Er stammt aus einem einzigen, rund zwei Hektar großen Weinberg in Gueux. Gepflanzt wurde der Meunier 1964 als Massenselektion, dazu stehen wenige Stöcke anderer Sorten.

Im Glas

Hellgold, feine Perlage. In der Nase Quitte, gelbe Früchte, Brioche und jene würzig-erdige Seite, die Meunier so typisch macht. Im Mund vielschichtig und cremig, mit Tiefe und salziger Spannung. Ein langer, klarer Abgang.

Mach was draus

Bresse-Huhn, gebratener Steinbutt, Pilzgerichte, Krustentiere oder ein gereifter Comté oder Chaource. Als bloßer Aperitif zu schade – er gehört zum Essen. Serviere ihn bei 10 bis 12 °C im Weißweinglas und lass ihm Zeit.

Janus FenskeJanus empfiehlt

„Les Béguines ist für mich einer der großen Champagner unserer Zeit. Am besten mit ein paar Jahren Flaschenreife.“

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Kurz gefragt

Wie wird er gemacht? Spontangärung, zehn Monate im gebrauchten Holzfass auf der Hefe, Füllung per Schwerkraft. Auf der Flasche liegt er danach maximal anderthalb Jahre auf der Hefe, Extra Brut mit etwa 2,5 g/l.

Wann trinken? Am besten mit Geduld. Laut Prévost braucht Les Béguines etwa sechs Jahre Flaschenreife, um sich ganz zu öffnen.

Meunier (ca. 94 %) plus wenige andere Sorten · Weinberg Les Béguines in Gueux · Größe rund 2 ha · kalkhaltiger Sand des Thanétien über Ton · Reben von 1964 · Spontangärung · 10 Monate Holzfass · Hefelager bis ca. 18 Monate · Extra Brut, ca. 2,5 g/l · Champagne La Closerie – Jérôme Prévost, Gueux · Stand: Oktober 2026

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Spirituosen

Cognac Claude Chatelier VS

Cognac · VS · Charente · Frankreich

Cognac Claude Chatelier VS ist ein ausdrucksstarker Cognac aus dem renommierten Hause Ferrand in der Charente. Als VS reifte er mehrere Jahre im Eichenfass. Bernsteinfarben mit gelb-goldenen Reflexen, zeigt er ein florales, fruchtbetontes Profil. Mild, weich und samtig am Gaumen.


Cognac (Charente)

Cognac stammt aus der Region rund um die Stadt Cognac in der Charente im Westen Frankreichs. Das atlantisch geprägte Klima und die kalkhaltigen Böden bilden die Grundlage für die feinen Weinbrände der Region. Das Haus Ferrand zählt zu den angesehenen Cognac-Erzeugern.

Herstellung und Reifung

Der Cognac wird klassisch aus Ugni Blanc destilliert und als VS (Very Special) ausgebaut – die jüngste Komponente reift mindestens zwei Jahre im Eichenfass, was ihm Farbe und feine Holznoten verleiht.

Im Glas

Bernsteinfarben mit gelb-goldenen Reflexen. In der Nase florale Noten mit einem Hauch Eiche, dazu Orange, Honig und etwas Zitrus. Am Gaumen mild, weich und samtig, mit harmonischem Finish.

Zum Genuss

Pur als Digestif oder als Basis für klassische Cognac-Cocktails. Bei Zimmertemperatur im Tulpenglas genießen.

Klassische Begleitung: dunkle Schokolade, Trockenfrüchte, Nüsse und Zigarren.


Herkunft: Charente (Frankreich); Haus Ferrand
Art: Cognac VS (Weinbrand)
Reifung: mind. 2 Jahre im Eichenfass

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Weine

Domaine de Bichery Les Terres Mêlées 2021 Brut Nature BIO

Der Domaine de Bichery Les Terres Mêlées 2021 ist ein Blanc de Noirs aus 100 % Pinot Noir. Der Name bedeutet „gemischte Erden“ und spielt auf die unterschiedlichen Böden an, auf denen die Reben stehen. Biologisch angebaut, weiß gekeltert, ohne Dosage gefüllt.

Im Glas

Helles Gold, feine Perlen. Duft nach hellen Früchten und Zitrus, dazu etwas Brioche. Im Mund trocken, klar und straff, mit spürbarer Mineralität und frischer Spannung. Ein langer, trockener Ausklang.

Mach was draus

Austern, Jakobsmuscheln, gegrillter Fisch, Perlhuhn oder eine Gemüsetarte. Ein Champagner für alle, die Pinot Noir in seiner kühlen, klaren Form mögen. Serviere ihn bei 8 bis 10 °C im großen Glas.

Janus FenskeJanus empfiehlt

„Les Terres Mêlées zeigt die frische Seite des Pinot Noir. Für mich ein idealer Essensbegleiter.“

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Kurz gefragt

Was ist ein Blanc de Noirs? Ein weißer Champagner aus roten Trauben. Der Saft wird schnell von den Schalen getrennt und bleibt so hell.

Wie arbeitet die Domaine? Jede Cuvée stammt aus einer einzigen Ernte. Vergoren wird spontan mit natürlichen Hefen, teils in gebrauchten Burgunderfässern, teils im Edelstahl. Gefüllt wird ungeschönt, unfiltriert und mit sehr wenig Schwefel.

Wie trocken ist er? Brut Nature: Es wird kein Zucker zugegeben, der Restzucker liegt bei 0 g/l.

Pinot Noir (100 %), weiß gekeltert · Côte des Bar (Aube), gemischte Böden, Kalk und Mergel · Jahrgang 2021 · bio, FR-BIO-01 · Blanc de Noirs · Restzucker 0 g/l (Brut Nature) · Domaine de Bichery, Neuville-sur-Seine · Stand: Oktober 2026

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Länder/Regionen

Le Moine Bâtard Montrachet Grand Cru 2022

Weißwein · Bâtard-Montrachet Grand Cru · Chardonnay

Chardonnay Bâtard-Montrachet Grand Cru Côte de Beaune Lucien Le Moine Élevage auf Vollhefe 100 % neues Holz unfiltriert 2022

Der Lucien Le Moine Bâtard-Montrachet Grand Cru 2022 ist eines der weißen Aushängeschilder des Beauner Micro-Négoce – ein dichter, texturreicher Chardonnay aus einem der größten Weißwein-Terroirs der Welt. Lange auf der Vollhefe ausgebaut, vom Fass unfiltriert gefüllt. Eine echte Rarität.


Bâtard-Montrachet – Grand Cru am Fuß des Montrachet

Bâtard-Montrachet ist eine als Grand Cru eingestufte Weißwein-Lage an der Côte de Beaune, auf den Gemeinden Puligny-Montrachet und Chassagne-Montrachet gelegen. Auf rund 11,9 Hektar, in 230 bis 265 Metern Höhe und südöstlicher Ausrichtung, grenzt sie westlich an den legendären Montrachet, nördlich an Bienvenues-Bâtard-Montrachet und südlich an Criots-Bâtard-Montrachet. Am Fuß des Montrachet-Hangs sind die Böden tiefgründiger und reich an braunem Kalkmergel mit etwas kalkhaltigem Ton – das gibt den Weinen Fülle und Dichte, die in den besten Beispielen von Finesse und Mineralität gebändigt wird.

Bei Lucien Le Moine zählt der Bâtard zu den großen weißen Cuvées: Mounir Saoumas Ausbau betont Textur und Gewicht, ohne Klarheit und Präzision zu verlieren – auf einer Lage wie Bâtard ein Geniestreich.

Jahrgang 2022 – Côte de Beaune

2022 brachte an der Côte de Beaune eine reife, großzügige und zugleich erstaunlich frische Weißwein-Ernte mit klar definierter Frucht und guter Balance. In einem Grand Cru wie Bâtard-Montrachet ergibt das einen dichten, vielschichtigen Chardonnay mit großer Tiefe und langem Reifepotenzial – im generösen, texturbetonten Stil des Hauses.

Ausbau

Reinsortiger Chardonnay aus dem Jahrgang 2022, Bâtard-Montrachet Grand Cru, trocken.

Lucien Le Moine ist ein reiner Élevage-Spezialist: Der Most kommt unmittelbar nach der Pressung von einem ausgesuchten Erzeuger ins Fass und wird lange auf der Vollhefe ausgebaut – ohne Abstich, mit später, hinausgezögerter malolaktischer Gärung und minimalem Schwefel. Ausbau in 100 % neuem Holz (feinporige Jupilles-Eiche), Abfüllung direkt vom Fass ohne Schönung und Filtration. Die Mengen sind winzig: oft nur ein einziges Fass je Cru.

Im Glas

Vom tiefgründigen Kalkmergel am Fuß des Montrachet-Hangs lebt dieser Grand Cru: ein vollmundiger, dichter Chardonnay mit reifer gelber Frucht und feinen Zitrusnoten, dazu eine kalkig-mineralische Würze. Das lange Vollhefelager und der Ausbau im neuen Holz schenken eine cremige, vielschichtige Textur und einen Hauch nussiger Röstwürze. Am Gaumen kraftvoll und zugleich präzise, getragen von salziger Mineralität und feiner Säure, die der Fülle Spannung und Länge verleiht.

Vollmundig und cremig, doch präzise – reife gelbe Frucht, kalkige Mineralität und salzige Länge.

Benötigt Zeit; in der Jugend großzügig dekantieren. Großes Reifepotenzial über viele Jahre. Bei 12–14 °C servieren.

Am Tisch

Zu edlem Fisch und Hummer, zu Geflügel und Kalb in heller Sauce, zu Gerichten mit Trüffel oder Pilzen sowie zu gereiftem Hartkäse.


Lage: Bâtard-Montrachet Grand Cru, Côte de Beaune (Burgund, Frankreich); Puligny-/Chassagne-Montrachet, ~11,9 ha, 230–265 m, südöstliche Ausrichtung; tiefgründiger brauner Kalkmergel
Klassifikation: Grand Cru, Chardonnay (trocken)
Ausbau: reiner Élevage (Micro-Négoce); lange auf der Vollhefe ohne Abstich, späte Malo, minimaler Schwefel, 100 % neues Holz (Jupilles), unfiltriert vom Fass; winzige Menge

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Weine

David Léclapart L'Aphrodisiaque 2018 BIO

Im David Léclapart L'Aphrodisiaque 2018 treffen sich Chardonnay und Pinot Noir im Verhältnis 80 zu 20, alles aus Trépail und alles aus dem warmen Jahr 2018. Wilde Hefen haben ihn in alten Fässern vergoren; im März 2023 wurde er ohne Dosage degorgiert.

Im Glas

Goldene Farbe, feine Perlen. Der Duft ist großzügig: Erdbeere, Kirsche, Apfel, dazu Hefe und Kreide. Im Mund knochentrocken, sehr konzentriert und saftig, die kräftige Säure ist schön eingebunden. Noch jung – mit Flaschenreife wird er immer harmonischer.

Mach was draus

Hummer, Austern, edler Fisch oder Geflügel. Er gehört ans Essen, nicht auf die Party. Serviere ihn bei 8 bis 10 °C im Weißweinglas und lass ihm etwas Zeit. Wer Geduld hat, legt eine Flasche noch ein paar Jahre in den Keller.

Janus FenskeJanus empfiehlt

„L'Aphrodisiaque 2018 ist üppig und frech zugleich. Ein Champagner, der Gespräche anstößt.“

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Kurz gefragt

Was macht 2018 aus? Ein warmes, sonniges Jahr mit reifen Trauben. Der Champagner zeigt viel Frucht und Konzentration, die Säure bleibt trotzdem straff.

Wie wird er gemacht? Spontangärung, Ausbau in gebrauchten Burgunderfässern, ungeschönt und unfiltriert, ohne Dosage.

Chardonnay 80 %, Pinot Noir 20 % · Trépail Premier Cru, Montagne de Reims · Kreide · Jahrgang 2018 · Spontangärung · gebrauchte Holzfässer · ungeschönt, unfiltriert · Brut Nature · degorgiert März 2023 · bio, Demeter · David Léclapart, Trépail · Stand: Oktober 2026

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Georgien

DoReMi Wine Mtsvane Amber Dry 2021

Dieser Weißwein wurde aus der hierzulande kaum bekannten Rebsorte Mtsvane bereitet und mit viel Sorgfalt über sechs Monate auf den eigenen Schalen in traditionellen Qvevri ausgebaut. Solche Weißweine mit dieser besonderen Ausbaumethode werden bei uns als "Orange Weine" bezeichnet, während man in Georgien von "Amber Weinen" spricht.

 

Die Rebsorte Mtsvane ist eine authentische und charaktervolle Sorte aus Georgien, die eine bemerkenswerte Frische, großartige subtile Säure und eine faszinierende Aromenvielfalt in den Wein einbringt. Sie gilt als eine der besten Rebsorten Georgiens und zeigt im DoReMi ihre ganze Vielfalt.

 

Reife Quitten, eingelegter Apfel, Honigmelone und der Duft einer blühenden Frühlingswiese, aber auch leicht laktische Noten dominieren das Bouquet des Weines. Geschmacklich brilliert dieser Mtsvane mit sanften Tanninen, einer zupackenden Säure und Noten von getrockneten Früchten. Der Abgang ist kraftvoll und langanhaltend. Ein außergewöhnliches Weinunikat. Bilder: Credit © LEPL

 

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Weine

Domaine Bretaudeau Granite Clos des Perrières Muscadet 2023 BIO

Weißwein · Muscadet · Melon de Bourgogne

Melon de Bourgogne Clos des Perrières Granitböden 2023 · Bio (FR-BIO-01) 24 Monate Feinhefe (Beton)

Der Granite Clos des Perrières Muscadet 2023 der Domaine Bretaudeau ist ein vollmundiger Muscadet aus biodynamischem Anbau. Die rund 30 Jahre alten Reben (Melon de Bourgogne) wachsen auf mineralreichen Granitböden; der Wein reift 24 Monate auf der Feinhefe. Ausdrucksstark, expressiv mineralisch und elegant.


Clos des Perrières – Granit im Pays Nantais

Der Clos des Perrières liegt im Pays Nantais an der Loire, der Heimat des Muscadet aus der Sorte Melon de Bourgogne. Die rund 30 Jahre alten Reben stehen auf mineralreichen Granitböden, die von weißen und rosafarbenen Quarzadern durchzogen sind.

Dieser Granituntergrund liefert die salzig-mineralische Linie des Weins. Die Domaine Bretaudeau arbeitet biodynamisch und biologisch zertifiziert (FR-BIO-01).

Jahrgang 2023 – Pays Nantais

2023 brachte im Pays Nantais einen gesunden, großzügigen Jahrgang. Ein feuchteres Frühjahr sorgte für vitale Reben, ein trockener, sonniger Sommer für reife Trauben.

Für den Muscadet steht 2023 für reife Frucht bei klarer, frischer Säure – die Grundlage für die mineralische Spannung dieses Weins.

Assemblage und Ausbau

Reinsortiger Melon de Bourgogne aus dem Jahrgang 2023, von Hand gelesen, aus biodynamischem Anbau (FR-BIO-01).

Vinifiziert ohne zugesetzte Hefen, Enzyme oder önologische Zusätze. Anschließend reift der Wein 24 Monate auf der Feinhefe im Betongebinde – das gibt ihm Textur, ohne die Mineralität zu überdecken.

Im Glas

In der Nase ausgesprochen mineralisch, mit feinen floralen und rauchigen Noten. Am Gaumen eine sanfte, fast cremige Textur, fein ausbalanciert von Frische und präziser Säure. Salzige und mineralische Nuancen geben Tiefe und langen Nachhall – ausdrucksstark, etwas wild und zupackend.

Expressiv mineralisch, salzig und ein bisschen wild – hier wird Muscadet auf ein neues Niveau gehoben.

Jung schon zugänglich, über einige Jahre gut lagerfähig. Bei 10–12 °C servieren.

Am Tisch

Austern und Meeresfrüchte, Schalentiere, gegrillter Fisch, Sushi und Sashimi, dazu Ziegenfrischkäse. Die salzige Mineralität passt besonders zu Austern.


Lage: Clos des Perrières, Pays Nantais (Loire); mineralreicher Granitboden mit Quarzadern, Reben ~30 Jahre
Klassifikation: Muscadet AOC; Bio (FR-BIO-01), biodynamisch
Ausbau: Melon de Bourgogne; 24 Monate Feinhefe im Beton; ohne önologische Zusätze

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Rebsorten

K. H. Schneider Sobernheimer Domberg Riesling trocken 2023

Weißwein · Sobernheim (Nahe) · Riesling

Riesling Domberg (Ortswein) Bad Sobernheim · Nahe K.H. Schneider felsiger Schiefer · Quarzit trocken · spontan vergoren Steillage · Handarbeit 2023

Der K.H. Schneider Sobernheimer Domberg Riesling trocken 2023 ist ein spontan vergorener Nahe-Riesling von felsigen Schieferböden. Ein facettenreicher, herkunftsgeprägter Ortswein, der Substanz und Kraft mit Eleganz und Schlankheit verbindet – und auch in einigen Jahren noch Freude bereiten wird.


Sobernheimer Domberg – Riesling vom Schieferfels

Das Weingut K.H. Schneider aus Bad Sobernheim an der Nahe wurde 1956 von Karl-Heinz Schneider gegründet und zählt heute zu den Aushängeschildern der Region. Seit dem Jahrgang 2007 verantworten die Brüder Andi und Christoph Schneider die Weine und haben den Riesling-Anteil der rund 15 Hektar deutlich ausgebaut. In mühevoller Handarbeit entstehen fast ausschließlich aus Steillagen präzise, mineralische Rieslinge – mit Dauerbegrünung, schonender Bodenarbeit und sehr geringen Erträgen.

Der Domberg in der Heimatstadt Bad Sobernheim ist geprägt von felsigen Schieferböden (Rotliegendes mit Schiefer und Quarzit). Dieser karge, steinige Untergrund bringt einen komplexen, eleganten Riesling mit kühler, klarer Mineralität hervor.

Jahrgang 2023 – Nahe

2023 war an der Nahe ein Jahrgang mit reifer, aromatischer Frucht und lebendiger Säure. Sorgfältige Handlese und geringe Erträge in den Steillagen sicherten gesundes, vollreifes Lesegut – ideale Voraussetzungen für einen facettenreichen Ortswein, in dem Kraft und Substanz mit Eleganz und Schlankheit im Gleichgewicht stehen.

Ausbau

Trockener Riesling-Ortswein aus dem Sobernheimer Domberg, Jahrgang 2023; 100 % Riesling von felsigen Schieferböden.

Der Wein wird spontan vergoren; Most und Wein werden bewusst vor Sauerstoff geschützt, um reine, natürliche Aromen zu bewahren. Der Ausbau in alten Holzfässern und lange Hefestandzeiten sorgen für einen rassigen, strahlenden und finessenreichen Riesling, der sein Schiefer-Terroir klar widerspiegelt.

Im Glas

Dieser spontan vergorene Nahe-Riesling von felsigen Schieferböden zeigt in der Nase neben den klassischen Steinobstaromen auch Noten von Tropenfrüchten, Brotrinde und Brennnessel. Am Gaumen ist er trotz seiner eindeutig vorhandenen Substanz und Kraft immer noch elegant und schlank. Nach dem Herunterschlucken bleibt er lange haften und erinnert an Dulce de Leche und Tabak. Ein facettenreicher Wein, der auch in einigen Jahren noch Spaß bereiten wird.

Steinobst, Tropenfrucht, Brotrinde und Brennnessel – trotz Substanz und Kraft elegant und schlank, mit langem Nachhall nach Dulce de Leche und Tabak.

Ein facettenreicher Nahe-Riesling mit gutem Reifepotenzial. Bei 10–12 °C servieren.

Am Tisch

Zu Fisch und Meeresfrüchten, zu Geflügel und Kalb in heller Sauce, zu würziger asiatischer Küche sowie zu cremigen Gerichten und mildem Hartkäse.


Lage: Sobernheimer Domberg, Bad Sobernheim, Nahe; felsige Schieferböden (Rotliegendes mit Schiefer und Quarzit); Handarbeit, Dauerbegrünung, geringe Erträge
Klassifikation: Riesling-Ortswein, Nahe (trocken); 100 % Riesling
Ausbau: Handlese, Spontangärung, reduktiver (vor Sauerstoff geschützter) Ausbau in alten Holzfässern, lange Hefestandzeit

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