Meine Ansichten über kalifornische Weine. Teil 1: in Ordnung.

Bis vor kurzem habe ich nur einige wenige Weine aus Kalifornien probiert oder getrunken, schon des Preises wegen…
Dass die Weine aus Kalifornien teuer sind, weiss man. Dass das Preis-Leistung-Genuss-Verhältnis bei diesen ab 20 Dollar katastrophal ist, durfte ich erfahren.
Für die ersten zwei, drei Tage habe ich die Weine vom Berringer (Pinot Noir, Cabernet Sauv.) und von Kendall-Jackson (Chardonnay im Barrique ausgebaut) in einem Supermarkt gekauft; auch am vorletzten Tag unserer Reise… so zum Abschluss kam ein einfacher Berringer-Merlot (knappe 5Dollar) leider in Plastikbecher!!! „rein“; ein angenehmes Trinkvergnügen für wenig Geld.
Diese Weine sind gut gemacht, schmecken, Preis-Leistungs-Verhältnis (7-10Dollar) ist schwer in Ordnung. Natürlich muss man sich dessen bewußt sein, dass bei der Menge, die auf den Markt kommt, vermutlich und bestimmt viel getrickst wird, aber für viele Weine aus Europa gilt das gleiche…
Auf dem Weg nach Ojai haben sind wir getrampt!!! Ich wollte an diesem Tag noch Ojai Vineyard besuchen… Der Laden war ziemlich voll; 15Dollar kostete die Probe. Es wurde Jg. 2012 ausgeschenkt. Auch hier kommt das Lesegut von „irgendwo her“ …
Der günstigste Wein: Sauv. Blanc, McGinley – Santa Ynez Valley liegt bei 26Dollar, der teuerste: Pinot Noir, Bien Nacido-Santa Maria Valley bei 45Dollar. Die Alkoholwerte bei allen Weinen sind moderat: 12,5%-13,5%; sowohl Chardonnay, Solomon Hills-Santa Maria Valley und wie schon genannte Sauv. Blanc haben zu viel Holz. Der Chardonnay ist eher schlank, soll an den burgundischen Stil erinnern, aber die Idee misslingt. Er fällt doch fetter aus beabsichtigt.
Auch der Sauv. Blanc ist nicht so toll: viel süße Frucht, süße Birne, etwas Mirabelle, Pflaume, Schwarztee mit Zucker und wieder viel zu viel Holz! Es passt nicht zusammen.
Dann kam der Pinot Noir Bien Nacido-Santa Maria Valley: würzig, dezenter Touch von Vanille, ein schlanker Stil vergleichbar mit dem „einfachen“ Spätburgunder von Martin Waßmer und Klosterhof. Allerdings für die letzten zwei zahlt man nur ein Bruchteil (7-8€ im vgl. zu 45Dollar) und man ist zufrieden solch einen Wein im Glas zu haben. Wie der Syrah, Sebastiano, Santa Barbara Country schmeckte weiss ich nicht, da keine Notizen. Der 2013er Riesling „Ice Wine“ Santa Barbara Country (nur 6 Fässer) mit 10%Alk. war eine Katastrophe: 20gRZ/l. Der Wein ist süß, sonst nichts! Kaum Säure. Keine Balance. Da sollte man lieber ein bestimmtes Kaltgetränk trinken, es ist günstiger und schmeckt auch nicht. Hinterher war ich froh, dass ich keine dieser Flaschen im örtlichen Supermarkt gekauft habe.

