Meine Ansichten über kalifornische Weine: Teil 1.

Meine Ansichten über kalifornische Weine. Teil 1: in Ordnung.

 

Beringer Einfahrt
Bis vor kurzem habe ich nur einige wenige Weine aus Kalifornien probiert oder getrunken, schon des Preises wegen…
Dass die Weine aus Kalifornien teuer sind, weiss man. Dass das Preis-Leistung-Genuss-Verhältnis bei diesen ab 20 Dollar katastrophal ist, durfte ich erfahren.

Für die ersten zwei, drei Tage habe ich die Weine vom Berringer (Pinot Noir, Cabernet Sauv.) und von Kendall-Jackson (Chardonnay im Barrique ausgebaut) in einem Supermarkt gekauft; auch am vorletzten Tag unserer Reise… so zum Abschluss kam ein einfacher Berringer-Merlot (knappe 5Dollar) leider in Plastikbecher!!! „rein“; ein angenehmes Trinkvergnügen für wenig Geld.

Diese Weine sind gut gemacht, schmecken, Preis-Leistungs-Verhältnis (7-10Dollar) ist schwer in Ordnung. Natürlich muss man sich dessen bewußt sein, dass bei der Menge, die auf den Markt kommt, vermutlich und bestimmt viel getrickst wird, aber für viele Weine aus Europa gilt das gleiche…

Beringer Pinot N

Auf dem Weg nach Ojai haben sind wir getrampt!!! Ich wollte an diesem Tag noch Ojai Vineyard besuchen… Der Laden war ziemlich voll; 15Dollar kostete die Probe. Es wurde Jg. 2012 ausgeschenkt. Auch hier kommt das Lesegut von „irgendwo her“ …

Der günstigste Wein: Sauv. Blanc, McGinley – Santa Ynez Valley liegt bei 26Dollar, der teuerste: Pinot Noir, Bien Nacido-Santa Maria Valley bei 45Dollar. Die Alkoholwerte bei allen Weinen sind moderat: 12,5%-13,5%; sowohl Chardonnay, Solomon Hills-Santa Maria Valley und wie schon genannte Sauv. Blanc haben zu viel Holz. Der Chardonnay ist eher schlank, soll an den burgundischen Stil erinnern, aber die Idee misslingt. Er fällt doch fetter aus beabsichtigt.

Auch der Sauv. Blanc ist nicht so toll: viel süße Frucht, süße Birne, etwas Mirabelle, Pflaume, Schwarztee mit Zucker und wieder viel zu viel Holz! Es passt nicht zusammen.

Beringer-Abfuellanlage_doros_weinsinn_2-300x225

Dann kam der Pinot Noir Bien Nacido-Santa Maria Valley: würzig, dezenter Touch von Vanille, ein schlanker Stil vergleichbar mit dem „einfachen“ Spätburgunder von Martin Waßmer und Klosterhof. Allerdings für die letzten zwei zahlt man nur ein Bruchteil (7-8€ im vgl. zu 45Dollar) und man ist zufrieden solch einen Wein im Glas zu haben. Wie der Syrah, Sebastiano, Santa Barbara Country schmeckte weiss ich nicht, da keine Notizen. Der 2013er Riesling „Ice Wine“ Santa Barbara Country (nur 6 Fässer) mit 10%Alk. war eine Katastrophe: 20gRZ/l. Der Wein ist süß, sonst nichts! Kaum Säure. Keine Balance. Da sollte man lieber ein bestimmtes Kaltgetränk trinken, es ist günstiger und schmeckt auch nicht. Hinterher war ich froh, dass ich keine dieser Flaschen im örtlichen Supermarkt gekauft habe.

Blog per E-Mail abonnieren

Keine Beiträge mehr verpassen.

Entdecke unsere Weine

Mehr erfahren ...
Produkt Bild

Länder/Regionen

Soil Therapy Le Geste blanc 2023

Weißwein · Vin de France · Cuvée

40 % Sylvaner · Pinot Blanc · Auxerrois · Pinot Gris Elsass Vin de France rund 9 Monate Ausbau ¾ Edelstahl · ¼ Holzfass 2023

Der Soil Therapy Le Geste blanc 2023 ist eine Cuvée aus dem Elsass mit Sylvaner als größtem Anteil, ergänzt um Pinot Blanc, Auxerrois und Pinot Gris. Rund neun Monate auf der Hefe, überwiegend im Edelstahl, zu einem Viertel im Holzfass: jung zugänglich, trocken und klar, mit Konzentration und feiner Textur. Der Einstieg in die Weine von Thomas Schertz.


Soil Therapy – das Elsass abseits der Appellationslogik

Soil Therapy ist das Label von Thomas Schertz, einem Autodidakten, der sein Handwerk im Austausch mit Elsässer Winzern lernte; vor seinen eigenen Weinen arbeitete er im Vertrieb der Domaine Ostertag. Er denkt das Elsass nicht in Rebsorten und Appellationen, sondern in Zusammensetzungen: Cuvées statt sortenreiner Weine, langsame Entwicklung statt schneller Füllung, winzige Mengen.

Das Elsass ist eines der wenigen Weinbaugebiete Frankreichs, in dem die Rebsorte traditionell auf dem Etikett steht und das System auf reinsortige Weine ausgerichtet ist. Eine Cuvée aus vier Sorten ist dort eine bewusste Gegenposition. Schertz füllt sie als Vin de France – die Kategorie ohne Herkunftsangabe, die ihm die Freiheit lässt, Sorten und Parzellen so zusammenzuführen, wie er es für richtig hält.

Die Auswahl der Sorten ist dabei eine Stilentscheidung. Sylvaner liefert Frische, Trinkfluss und eine kräuterige Klarheit; Pinot Blanc und Auxerrois geben Rundung und Schmelz; Pinot Gris steuert Körper und eine würzige Tiefe bei. Gewürztraminer und Muscat hat Schertz bewusst weggelassen – ihre ausgeprägte Aromatik hätte die Cuvée dominiert und die präzise Linie verwischt.

Jahrgang 2023 – Elsass

Der Jahrgang 2023 war im Elsass ein warmes Jahr mit ausreichend Wasser. Nach einem feuchten Frühjahr, das die Böden gut auffüllte, folgte ein sonniger, stellenweise heißer Sommer. Die Wasserreserven aus dem Frühjahr bewahrten die Reben vor dem Trockenstress der Vorjahre, die Reife verlief gleichmäßig.

Gelesen wurde früh und bei gutem Gesundheitszustand, die Mengen fielen großzügiger aus als in den knappen Jahren zuvor. Die Weine zeigen reife, klare Frucht bei erhaltener Frische. Für eine Cuvée, die auf Trinkfluss und Präzision zielt, ist das die passende Grundlage: genug Reife für die Burgundersorten, genug Säure für den Sylvaner.

Assemblage und Ausbau

Cuvée mit 40 % Sylvaner als größtem Anteil, ergänzt um Pinot Blanc, Auxerrois und Pinot Gris, Jahrgang 2023, trocken.

Ausgebaut wird rund neun Monate auf der Hefe, zu etwa drei Vierteln im Edelstahltank und zu einem Viertel im Holzfass. Der Stahl hält die Frucht und die Frische des Sylvaner, das Holz liefert eine langsame Sauerstoffzufuhr und etwas Textur, ohne Holzaroma beizusteuern. Die Hefelagerung gibt über die Mannoproteine zusätzlichen Schmelz und bindet die vier Sorten zusammen.

Im Glas

Helles Gelb mit grünlichem Schimmer. In der Nase Apfel- und Birnenschale, dazu feine Zitrusnoten und ein kräuteriger Anklang vom Sylvaner. Am Gaumen trocken und klar, mit guter Konzentration für einen Wein dieser Kategorie; eine feine Textur aus der Hefelagerung steht neben der Frische, eine leicht mineralische Note zieht sich bis in den Abgang.

Vier Sorten ohne Aromaten, drei Viertel Stahl, ein Viertel Holz: Präzision statt Parfum.

Bei 10–12 °C servieren. Schon jung zugänglich; mit etwas Luft wird der Wein runder. Über die nächsten Jahre zu trinken.

Am Tisch

Zu Flammkuchen und elsässischer Küche, zu gebratenem Fisch und Meeresfrüchten, zu Geflügel und Quiche sowie zu frischem bis halbreifem Käse. Ebenso zu Spargel, Kräutergerichten und leichter asiatischer Küche – der Sylvaner-Anteil macht ihn zu einem guten Begleiter für Grünes.


Produzent Soil Therapy, Thomas Schertz, Elsass
Rebsorte 40 % Sylvaner, dazu Pinot Blanc, Auxerrois und Pinot Gris
Lage Elsass
Klassifikation Vin de France · trocken
Jahrgang 2023
Ausbau rund 9 Monate auf der Hefe · etwa 75 % Edelstahl, 25 % Holzfass
Trinkempfehlung jetzt bis 2028

Mehr erfahren ...

Mehr erfahren ...
Produkt Bild

Rebsorten

Metzger PURUS Chardonnay trocken A 2021

Weißwein · Chardonnay · Pfalz · Deutschland

Weingut Metzger PURUS Chardonnay trocken ist ein sortentypischer, eleganter Chardonnay aus der Pfalz. Die Reben stammen ursprünglich aus dem Burgund und gedeihen auf der Lage St. Stephan (Gewann Wolfskehl) auf Kalksteinböden. Mit Biss und jeder Menge Schmelz – unfiltriert abgefüllt.


St. Stephan (Pfalz)

Die Lage St. Stephan, Gewann Wolfskehl, in der Pfalz ist von Kalksteinböden geprägt. Diese verleihen dem Chardonnay – dessen Reben ursprünglich aus dem Burgund stammen – seine elegante, mineralische Prägung.

Rebsorte und Ausbau

Der Wein besteht zu 100 % aus Chardonnay. Er wird unfiltriert abgefüllt, was ihm zusätzliche Textur und Tiefe verleiht. Buttrige Noten, Brioche, Kräuter und Vanille prägen Geschmack und Nachhall.

Im Glas

Helles Gold. In der Nase und am Gaumen buttrige Noten, Brioche, Kräuter und Vanille. Elegant, mit Biss und jeder Menge Schmelz. Der Nachhall ist lang.

Am Tisch

Bei 11–13 °C servieren; ein größeres Glas betont die Aromatik. Als unfiltrierter Wein kann ein leichtes Depot auftreten.

Klassische Begleitung: Fisch, Geflügel, Kalb, Pasta und Gerichte mit heller Sauce.


Lage: St. Stephan (Wolfskehl), Pfalz (Deutschland); Kalkstein
Klassifikation: Pfalz – Weißwein (Chardonnay), trocken
Ausbau: 100 % Chardonnay, unfiltriert

Mehr erfahren ...

Mehr erfahren ...
Produkt Bild

Weine

Dr. Bürklin Wolf Pechstein Forst Riesling trocken GC 2025 BIO

Weißwein · Forst, Pfalz · Riesling

100 % Riesling Forster Pechstein 2,33 ha von 21 ha schwarzer Basalt Spontangärung Doppelstück-Holzfass, DE-ÖKO-003

Pechstein G.C. 2025 stammt aus der Lage, die ihren Namen der Farbe ihres Bodens verdankt: pechschwarzer Basalt vulkanischen Ursprungs. Von den 21 Hektar der Forster Lage bewirtschaftet Dr. Bürklin-Wolf 2,33 Hektar – der größte Anteil, den das Gut in einer seiner Forster Grand-Cru-Lagen hält. Unter allen Rieslingen des Betriebs ist dies der kompromissloseste.


Pechstein – schwarzer Basalt vom Pechsteinkopf

Oberhalb von Forst, im Wald, liegt der Pechsteinkopf, ein erloschener Vulkan. Er hat in Urzeiten große Mengen vulkanischen Gesteins in die Umgebung verteilt, und im Untergrund der Lage verlaufen bis heute mehrere Basaltadern. Lose Basaltsteine liegen auch an der Oberfläche, dunkel und wärmespeichernd. Überliefert ist zudem, dass im 19. Jahrhundert zusätzliches Basaltgeröll aus einem nahen Steinbruch in die Weinberge gefahren und eingearbeitet wurde – eine Bodenverbesserung, die man heute Terroir-Manipulation nennen würde und die damals schlicht Erfahrungswissen war. In den zwei Brüchen am Pechsteinkopf wurde bis Ende der 1970er-Jahre abgebaut.

Der Basalt ist allerdings nur die eine Hälfte der Rechnung. Daneben stehen roter Buntsandsteinverwitterungsboden, sandiger Lehm sowie Sandsteingeröll und Tonanteile. Dieser Ton- und Lehmanteil ist entscheidend: Er speichert Wasser und hält den Mineralhaushalt in Bewegung, sodass die Reben die Gesteinsmineralien überhaupt erschließen können. Die Lage liegt zwischen 120 und 160 Metern, nach Südosten ausgerichtet und zum Waldrand hin ansteigend, bei nur geringer Hangneigung. Die hohe Einstrahlung erwärmt den dunklen Boden schnell und bringt die Trauben verlässlich in die Reife – die Ton- und Basaltbasis sorgt gleichzeitig dafür, dass daraus keine Üppigkeit, sondern Straffheit wird.

Jahrgang 2025 – Pfalz

Nach mildem Winter und regenarmem Frühjahr trieben die Reben etwas später aus als im langjährigen Mittel, Spätfrost blieb vereinzelt. Der Sommer war sehr heiß und trocken bei außergewöhnlich niedrigem Pilzdruck; der Pflanzenschutz konnte reduziert werden, was in einem biodynamisch geführten Betrieb unmittelbar entlastet. Die Beeren blieben klein und konzentrierten sich aromatisch. Ab Mitte Juli setzten flächendeckende Niederschläge ein. Für den Pechstein war das weniger kritisch als für leichtere Böden der Region: Der Lehm- und Tonanteil macht diese Lage zu einer der wasserhaltigsten im Forster Portfolio des Guts – ein Vorteil in einem Jahr, in dem die Trockenheit der begrenzende Faktor war.

Anfang September trieb die Hitze die Reife mehrerer Sorten gleichzeitig voran, ab Mitte September brachten Niederschläge stellenweise Botrytis und erzwangen zügiges Lesen der hochreifen Trauben. Um den 23. September war die pfälzische Ernte abgeschlossen, so früh wie selten zuvor. Mengenmäßig bleibt 2025 klein: rund 1,8 Millionen Hektoliter für das Gebiet, etwa 30 Prozent unter dem langjährigen Durchschnitt, die Erträge vielfach 25 bis 30 Prozent unter dem Vorjahr. In den Keller kamen kleine Beeren mit hohen Mostgewichten und ausgewogenen Säurewerten.

Spontangärung und Doppelstück

Seit Januar 2005 bewirtschaftet Dr. Bürklin-Wolf sämtliche Weinberge biologisch-dynamisch – zertifiziert durch die Kontrollstelle LACON und als erster deutscher Betrieb aufgenommen in die französische Vereinigung SIVCBD mit der Marke Biodyvin. Die rund 85 Hektar in Wachenheim, Forst, Deidesheim und Ruppertsberg bewirtschaftet das Gut ausschließlich selbst, ohne Traubenzukauf; die G.C.-Lesegüter werden von Hand gelesen und selektioniert. Die gutseigene Pyramide aus Gutsriesling, Ortsriesling, P.C. und G.C. orientiert sich an der königlich-bayerischen Lagenklassifikation von 1828.

Im Keller wird für alle Grands Crus gleich gearbeitet: temperaturkontrollierte Spontangärung mit weinbergseigenen Hefen, anschließend Ausbau im Doppelstück-Holzfass. Neues Holz kommt nicht zum Einsatz, und bei diesem Fassvolumen ist die Holzoberfläche im Verhältnis zur Weinmenge ohnehin zu klein, um Aroma abzugeben. Was bleibt, ist ein langsamer, geringer Sauerstoffeintrag, der die Phenolik rundet. Gerade beim Pechstein, dessen Reiz in der Schärfe der Kontur liegt, ist dieser Verzicht auf Kellerkosmetik der Punkt – der Bodenunterschied zu den sandsteingeprägten Lagen bleibt dadurch im Glas ablesbar.

Im Glas

Helles Gelb mit grünem Kern. Die Nase ist auffallend geradlinig und kühl getönt: Zitrusschale, grüner Apfel, weißer Pfirsich, darunter eine feuersteinartige, leicht rauchige Note, die für basaltdominierte Böden charakteristisch ist. Am Gaumen zeigt sich der Wein straffer und kantiger als die Forster Nachbarlage Ungeheuer – weniger Muskel, mehr Präzision. Der Extrakt des Jahrgangs 2025 gibt Substanz, ohne die Linie zu verbreitern; die Säure ist reif und führt scharf konturiert durch. Getragen wird alles von einer salzig-steinigen Ader, die bis in einen langen, knochentrockenen Abgang reicht. Ein Wein, der erst mit Luft Frucht zeigt.

Der Basalt gibt hier nicht Kraft, sondern Schärfe.

Am Tisch

Die salzige, geradlinige Anlage macht diesen Riesling zum Meeresfrüchtewein unter den Bürklin-Grands-Crus. Austern, Jakobsmuscheln, Langustinen, roher Fisch und Ceviche funktionieren ausgezeichnet; dazu gebratener Steinbutt, Loup de mer am Stück, Kalbsbries mit Zitrone. Auch klare asiatische Küche mit Zitrusgras und Ingwer passt. Vermeiden Sie schwere Rahmsaucen – sie nehmen dem Wein genau das, was ihn ausmacht. Bei 11 bis 12 °C im großen Glas servieren; jung braucht er mindestens eine Stunde Luft oder die Karaffe.


Lage: Forst a. d. Weinstraße, Pechstein (VDP.Große Lage; gutsintern G.C.) – Lage insgesamt 21 ha, davon 2,33 ha im Besitz des Weinguts; 120–160 m ü. NHN, südostexponiert und zum Waldrand ansteigend, geringe Hangneigung; schwarzes Basaltgeröll und Basaltadern im Untergrund, dazu roter Buntsandsteinverwitterungsboden, sandiger Lehm, Sandsteingeröll und Tonanteile; oberhalb der erloschene Vulkan Pechsteinkopf mit zwei bis Ende der 1970er-Jahre betriebenen Basaltbrüchen
Klassifikation: Riesling trocken, Großes Gewächs (VDP.Große Lage); gutsinterne Klassifikation G.C. nach dem Kataster von 1828
Ausbau: Handlese und Selektion, temperaturkontrollierte Spontangärung, Ausbau im Doppelstück-Holzfass; biologisch-dynamische Bewirtschaftung seit Januar 2005, LACON-zertifiziert, Mitglied SIVCBD / Biodyvin/DE-ÖKO-003

Mehr erfahren ...

Mehr erfahren ...
Produkt Bild

Länder/Regionen

Shangri La Ao Yun 2020

Rotwein · Yunnan · China

Cabernet Sauvignon 60 % Cab Franc 18 % · Merlot 10 % Syrah 6 % · Petit Verdot 6 % Yunnan, China 2.200–2.600 m Höhe 12 Monate Holz & Steingut

Der Ao Yun 2020 ist der Icon-Wein der Shangri-La Winery, eines Weingutsprojekts des Luxuskonzerns LVMH (Moët Hennessy) im Norden der chinesischen Provinz Yunnan. Die Weinberge liegen im Vorland des Himalaya auf rund 2.200 bis 2.600 Metern Höhe – der Name Ao Yun bedeutet „über den Wolken fliegen". Vorbild ist Bordeaux: ein Cabernet-geprägter Rotwein aus einem Terroir, das es so kein zweites Mal gibt. Der erste Jahrgang kam 2013 auf den Markt.


Yunnan – Vorland des Himalaya

Die Reben wachsen in vier abgelegenen Bergdörfern – Adong, Xidang, Sinong und Shuori – am Fuß des heiligen Meili-Massivs, beidseits des Mekong. Auf 2.200 bis 2.600 Metern Höhe sorgen große Tag-Nacht-Unterschiede und ein zwischen Bordeaux und Napa liegendes Klima für eine langsame Reife. Ursprünglich brachten französische Missionare im 19. Jahrhundert Cabernet in die Region. China kennt kein europäisches Herkunftssystem; der Wein wird der Provinz Yunnan zugeordnet.

Assemblage und Ausbau

Der Jahrgang 2020 ist eine Cuvée aus 60 % Cabernet Sauvignon, 18 % Cabernet Franc, 10 % Merlot, 6 % Syrah und 6 % Petit Verdot. Der Wein reift rund zwölf Monate – etwa zu je 30 % in neuen und gebrauchten französischen Barriques, der Rest in Steingut-Amphoren. Verantwortlich ist der Bordelaiser Önologe Maxence Dulou. Nur ein Teil der Ernte gelangt in die finale Assemblage.

Im Glas

Klare, glänzende Farbe, weniger dunkel und dicht als viele Neue-Welt-Weine. Das Bukett wird zunächst von Cassis dominiert; mit Luft kommen Pfefferminz, Brombeere, Zartbitterschokolade sowie Anklänge von Rauch und Kaminholz hinzu. Am Gaumen ein kräftiges Tanningerüst – die Gerbstoffe sind reif und von schwarzer Johannisbeere unterlegt. Voll und opulent im Mund, mit langem Abgang. Mit Luftkontakt wird der Wein weicher und zugänglicher.

Am Tisch

Vor dem Servieren großzügig dekantieren; bei 17–18 °C zeigt er sich am offensten. Klassische Begleitung: kräftiges rotes Fleisch, Lamm, Wild, Schmorgerichte und reifer Hartkäse. Der 2020 hat Lagerpotenzial und entwickelt sich über die nächsten ein bis zwei Jahrzehnte weiter.



Herkunft: Yunnan, China (Vorland des Himalaya, 2.200–2.600 m)
Ausbau: ca. 12 Monate, französische Barriques & Steingut-Amphoren

Mehr erfahren ...

Mehr erfahren ...
Produkt Bild

Weine

Franck Bonville Champagner Grand Cru Blanc de Blancs brut Magnum

Die Franck Bonville Grand Cru Blanc de Blancs Brut Magnum ist die Flasche, die auf den Tisch gehört, wenn zehn Leute kommen. Derselbe Chardonnay aus Avize, Oger und Le Mesnil-sur-Oger, nur in 1,5 Litern – und das macht mehr aus, als du denkst.

Im Glas

Helles Gold, ausdauernde Perlage. Kreide und Haselnuss in der Nase, dazu Zitronenöl, Birne und Apfel. Am Gaumen fruchtig und klar, cremig im Mousseux, mit salziger Mitte. In der großen Flasche reift der Wein langsamer und bleibt länger frisch, deshalb wirkt er oft einen Tick straffer als aus der Normalflasche.

Mach was draus

Sommerfest, runder Geburtstag, Silvester: Eine Magnum reicht für acht bis zwölf Gläser. Dazu eine Platte Austern, Garnelen oder Lachstatar. Leg sie rechtzeitig kalt – im Eiswasser dauert es etwa doppelt so lang wie bei einer 0,75-Liter-Flasche. Servier sie bei 8 bis 10 °C.

Janus FenskeJanus empfiehlt

„Aus der Magnum schenke ich lieber nach und nach aus. Der Wein im Glas gewinnt mit ein paar Minuten Luft, und der Rest in der Flasche bleibt den ganzen Abend spritzig.“

Mehr über Janus, unseren Sommelier

Kurz gefragt

Ist das ein Jahrgangschampagner? Nein, ein jahrgangsloser Brut: Ein Basisjahrgang wird mit Reserveweinen ergänzt, damit der Stil von Abfüllung zu Abfüllung gleich bleibt.

Wie lange hält sie sich? Sie ist jetzt trinkreif und hat Reserven bis etwa 2032, kühl und dunkel gelagert.

100 % Chardonnay · Grand Cru Avize, Oger, Le Mesnil-sur-Oger · Méthode Traditionnelle · ca. 2–2,5 Jahre Hefelager · Brut, 8 g/l Restzucker · Magnum 1,5 l · Champagne Franck Bonville, Avize · Stand: Oktober 2026

Mehr erfahren ...

Mehr erfahren ...
Produkt Bild

Weine

Windrush rosé BIO

Wein · Roséwein · Marlborough · Neuseeland 

Windrush Rosé ist ein biozertifizierter Pinot Noir Rosé in roségold-lachsfarbenem Ton. Im großen Glas duftet er nach Granatapfel, sehr reifem Rhabarber, roten Beeren und etwas kühlem Eukalyptus. Am Gaumen weder schwer noch leicht, mit einer ausgewogenen Mischung aus Holunder- und Stachelbeere, Litschi und Wassermelone sowie herzhaften Anklängen von Thymian, grünem Tee und Limette im Abgang.


Marlborough / Neuseeland

Windrush ist die Weinmarke der Familie Linklater rund um Renwick im Marlborough (Neuseeland), der bedeutendsten Weinregion des Landes. Callum und Sarah Linklater sind Bio-Winzer der zweiten Generation; der Wein ist biozertifiziert (NZ-BIO-003). Das maritime Klima sorgt für klare Frucht und lebhafte Frische.

Rebsorte und Ausbau

Reinsortig aus Pinot Noir. Nach kurzem Schalenkontakt zur Gewinnung der zarten Farbe wird der Most schonend vergoren; der Ausbau bewahrt die fruchtbetonte, frische Stilistik. Trocken ausgebaut.

Im Glas

Roségold-lachsfarben. In der Nase Granatapfel, sehr reifer Rhabarber, rote Beeren und ein Hauch kühler Eukalyptus. Am Gaumen mittelgewichtig, mit Granatapfel und einem Hauch Süßholz, dazu Holunder- und Stachelbeere, Litschi und Wassermelone. Herzhafte, subtile Anklänge von Thymian, grünem Tee und Limette sorgen für Struktur und einen langen Abgang.

Am Tisch

Gut gekühlt bei 8–10 °C servieren – als Aperitif, vielseitiger Speisebegleiter oder Sommerwein zum Grill.

Passt zu: Gegrilltem, Geflügel, Fisch, Salaten und mediterraner Küche.


Lage: Marlborough (Neuseeland); Windrush (Familie Linklater, Renwick)
Klassifikation: Marlborough – 100 % Pinot Noir Rosé, trocken
Ausbau: kurzer Schalenkontakt, fruchtbewahrender Ausbau, NZ-BIO-003

Mehr erfahren ...

Mehr erfahren ...
Produkt Bild

Feinkost

Olasagasti Filetes de Anchoa - Sardellenfilets in Olivenöl

Feinkost · Sardellen · Baskenland · Spanien

Olasagasti Filetes de Anchoa sind feinste Sardellenfilets, eingelegt in Olivenöl. Eine baskische Delikatesse von ausgeprägter Würze und zarter Textur – die klassische Anchoa aus dem Kantabrischen Meer.


Herkunft / Baskenland

Olasagasti ist eine traditionsreiche Konservenmanufaktur aus dem Baskenland (Gipuzkoa). Die Sardellen (Anchoa) stammen aus dem Kantabrischen Meer, wo sie im Frühjahr gefangen werden – die geschätzteste Saison für diese Fische. Eingelegte Anchoas zählen zu den Klassikern der baskischen Pintxo-Kultur.

Zutaten und Herstellung

Die Sardellen werden traditionell in Salz gereift und anschließend von Hand filetiert, von Gräten befreit und in Olivenöl eingelegt. Diese sorgfältige Handarbeit ergibt zarte, geschmacksintensive Filets.

Geschmack

Intensiv würzig und umami, mit der typisch salzig-meerigen Tiefe gereifter Anchoas. Die Textur ist zart und schmelzend, das Olivenöl rundet den kräftigen Geschmack ab.

In der Küche

Am besten leicht temperiert genießen, damit sich das Aroma voll entfaltet.

Ideal: als Pintxo auf geröstetem Brot, zu Gildas, auf Pizza, in Pasta (z. B. Puttanesca), in Salaten (Caesar, Niçoise), zu Tomaten oder pur mit gutem Brot.


Hersteller: Olasagasti, Baskenland (Spanien)
Produkt: Filetes de Anchoa – Sardellenfilets in Olivenöl
Zutaten: Sardellen (Anchoa), Olivenöl, Salz
Herkunft: Kantabrisches Meer / Baskenland (Spanien)
Mindesthaltbarkeit (MHD): 10.01.2028

Mehr erfahren ...

Mehr erfahren ...
Produkt Bild

USA

Cayuse En Chamberlin Syrah 2018

Rotwein · Syrah · Walla Walla Valley · USA

Cayuse En Chamberlin Syrah 2018 zeigt die Reinheit und Eleganz dieses Jahrgangs: rauchige Erde, Tabak und kalter Kamin wie bei einem Graves, dazu die klassisch wilden Syrah-Noten von Blut, Eisen und Pfefferfleisch. Nur rund 5.200 Flaschen wurden abgefüllt.


En Chamberlin, Walla Walla Valley

Die Lage En Chamberlin liegt im alten Flussbett des Walla Walla River auf der Oregon-Seite des Tals, im Rocks District of Milton-Freewater. Die Oberschicht aus schluffigem Lehm und runden Basaltkieseln ist nur 30 bis 45 Zentimeter tief; darunter liegen Schichten aus reinem, verdichtetem Kiesel, stellenweise viele Meter mächtig. Christophe Baron, der aus einer Champagner-Familie stammt, bewirtschaftet die Reben mit Pferdezug und Handarbeit.

Rebsorte und Ausbau

100 % Syrah aus dem Jahrgang 2018. Der Wein reift in großen Fässern aus französischer Eiche mit nur geringem Neuholzanteil, damit die Aromatik der Lage im Vordergrund bleibt.

Im Glas

Tiefes Rot. In der Nase geräucherte Erde, Tabak und kalter Kamin, mit Luft blutige blaue Früchte, Eisen und Pfefferfleisch, dazu Charcuterie, Speck, schwarze Johannisbeere, Orangenschale und Olivenpaste. Am Gaumen reich, dicht und konzentriert, mit wunderbaren Tanninen, großer Spannung, belebender Säure und langem, rauchig-würzigem Finale – ohne jede Härte.

Am Tisch

Bereits schön zugänglich und bis etwa 2044 lagerfähig. Dekantieren und bei 16–18 °C servieren.

Klassische Begleitung: Rind vom Grill, Lamm, Wild und Barbecue.


Lage: En Chamberlin, Rocks District, Walla Walla Valley (USA); Basaltkiesel
Klassifikation: Walla Walla Valley AVA – Syrah
Jahrgang: 2018 (ca. 5.200 Flaschen)
Ausbau: 100 % Syrah; große Fässer aus französischer Eiche, geringer Neuholzanteil

Mehr erfahren ...