Hier handelt es sich um eine Kneipe und für alle Eingeweihten auch um eine wirklich kleine Speisestätte mit gerade einmal vier Tischen, die auch noch in zwei Miniräumen verteilt sind. Aufgetragen wird das was da ist und dies in einer fantastischen Qualität. Hier ist Bauernland und nur die besten Produkte kommen auf den Holztisch. Vieles ist eingelegt, da der Gastgeber ja nie weiß, ob jemand kommt und falls jemand sich hier blicken lässt, muss immer etwas Leckeres zur Hand sein. So wird ein wohlduftender Eintopf vorbeigetragen, der an Großmutters Küche erinnert. Die Anchoas kommen natürlich aus dem Kantrabischen Santona, die Fleischgerichte werden alle noch mit hausgeschlachtetem Fleisch gekocht, die Eier kommen aus dem eigenen Stall und bei den Tomaten wird unterschieden, ob sie auf Sand- oder Schieferböden wachsen (es war leider keine Tomatenzeit!)! Der Schafsmilchjoghurt erinnert an fantastische, schon vergessene Geschmäcker, als die industrielle Lebensmittelindustrie mit ihren Laborprodukten noch nicht allgegenwärtig war. Dass die Schafe von dem örtlichen Pfarrer gehalten werden, versteht sich hier von selbst. Dass hier auch noch große Weine in dem Klimaschrank schlummern und überall herumstehen, verwundert nach dem hier Gegessenem wirklich nicht mehr. Santi, der Hausherr, weiß wo es das Beste vom Besten gibt und teilt es im kleinen Kreis mit seinen Freunden und zufälligen Gästen mit sehr viel Freude, Hingabe. Ein realer Ort des vollkommenen Genussglückes und ein Ort dessen Adresse nicht verraten wird, auf das dieses Kleinod auch immer so erhalten bleibt. Hier lässt sich zum Glück noch niemand kaufen und die wahren Werte sind menschliche Werte und keine materiellen Dinge, die nur zur persönlichen Darstellungssucht taugen. Ein denkwürdiger Mittagstisch mit ewigem Erinnerungsfaktor.







