Yunico – Bonn – Deutschland
Dort wo früher noch eine alte Zementfabrik stand, hat sich unter dem Arbeitsnamen Bonner Bogen seit ein paar Jahren ein komplett neues Viertel entwickelt. Am Rande des Stadtviertels Bonn Beuel sind Bürokomplexe, Gastronomie und Hotellerie entstanden und prunken mit modernem Design und bieten je nach Lage perfekte Sicht auf den angrenzenden Rhein, den Drachenfels und den Petersberg. Der Ausbau dieses Areals ist noch längst nicht abgeschlossen, und man fühlt sich ein wenig wie in Barcelona oder Düsseldorf.
In diesem Komplex liegt das Hotel Kameha; es sieht einem Ufo nicht ganz unähnlich und hat unter anderem das sehr modern designte Restaurant Yunico in der obersten Etage dieser futuristischen Herberge untergebracht. Das Ambiente ist modern und locker, auch wenn dem hilfsbereiten Personal anzumerken ist, dass in diesem Rahmen nach höheren Weihen gestrebt wird. Der junge Koch Christian Sturm-Willms ist hier für die Küche verantwortlich und hat noch Unterstützung von Japanischen Sushi Meistern im Gepäck. Das was dann auch prompt in Form von zwei folgenden Grüssen aus der Küche kommt, ist nicht nur nett anzusehen und schmackhaft, diese beiden Edelhäppchen erfüllen auch den tieferen Sinn der Amuse Bouches, indem sie mit ihrer feinen Säurestruktur einfach nur noch mehr Hunger machen.
Der folgende Carabinero mit Schwarzfederhuhn Miéral war dann auch der persönliche Favorit des ganzen Menüs. Das Yuzu Sorbet sorgte für die nötige Frische, die Avocado den schmackhaften Ballast, das Piment für die nötige Würze und die Misocreme für den salzigen Aspekt zur perfekt schmeckenden roten Riesengarnele. Auch das sehr frische Sashimi konnte vollends überzeugen. Schön, dass hier zu dem hervorragenden rohen Fisch auch noch frisch geriebener Wasabi gereicht wurde, der geschmacklich mit dem Industrie- Wasabi- Pasten überhaupt nichts gemein hat. Bei dem folgenden Gang “Steinbutt und Kobe“ schmeckte die Kobe-Ravioli wirklich großartig, wobei der Steinbutt leicht abfiel. Zusammen mit dem Shiso-Eisschaum, den Pinien-Pankocrunch und den Algen schmeckte alles allerdings paradiesisch harmonisch und endete in einem tollen, langen Abgang, der von der Kraft des Kobefleisches, der feinen Würze, Säure, nussigen Elementen und leichter Süße getragen wurde. Auch die folgenden Speisen Foie Gras und Iberico überzeugten und boten neue geschmackliche Gaumenfreuden. Die Nachspeise viel dann ein wenig ab oder war vielleicht einfach nicht so fein ausbalanciert. Eine tolle, aufregende Küche, die Neues und Bekanntes behutsam verbindet und auf den Punkt bringt und ein kulinarischer Glücksfall für Bonn und Umgebung.
Japanisches Omelette mit Edame, Dashi, Limettengelee, Pflaumengelee und Bärlauch.
Bärenkrebs mit zweierlei Kirschtomatensauce.
Leicht flambierter Carabinero und Schwarzfederhuhn Miéral. Croquette, Avocado, Misocrème, Piment d´Espelette und Yuzu Sorbet.
Gegrillter Steinbutt und Kobe-Ravioli, Shiso-Dashi-Eisschaum, Algen, Pinien-Pankocrunch.
Gebratene Foie Gras, Teriyakijus, Fichtenhonig, Papaya, gerösteter Reis, Petersilienwurzel.
Presa vom Iberico 72 Sous Vide gegart, Sesam-Butter-Fond, Quinoa, Pack Choi, Shimeji Pilze.
Hakata, Pomelo, Dattel, Erdnuss, Karamaelknusper und salziges Calpicoeis.
Restaurant Yunico im
Kameha Grand Bonn
Am Bonner Bogen 1
53227 Bonn
Deutschland
Telefon: + 49 (0) 228 4334 5000
www.kamehagrand.com




