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5. Juni 2015

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Weine

Forstmeister Geltz Zilliken Saarburg Rausch Riesling Großes Gewächs 2019

Weißwein · Saar · Riesling

Riesling Saar Saarburger Rausch VDP.Grosses Gewächs Devonschiefer · Diabas 2019

Das Forstmeister Geltz-Zilliken Saarburger Rausch Riesling Großes Gewächs 2019 ist Riesling in seiner reinsten, puristischen Form: voluminös und zugleich federleicht, mit reifem Säurespiel und gewaltiger Länge. Ungekünstelt, frisch, Zilliken.


Saarburger Rausch – die Paradelage der Zillikens

Forstmeister Geltz-Zilliken in Saarburg zählt zu den renommiertesten Riesling-Gütern der Saar. Der VDP-Familienbetrieb (Weinbau seit 1742) wird heute in 11. Generation von Dorothee Zilliken gemeinsam mit ihrem Vater und Kellermeister Hanno geführt – kompromisslos dem Riesling verschrieben, mit strikter Ertragsbegrenzung, Spontangärung und klassischem Ausbau im 1.000-Liter-Fuder.

Die Saarburger Rausch ist die Paradelage des Guts, in der die Zillikens mit rund 11 Hektar der größte Eigentümer sind. Hier dominiert feinblättriger, stark verwitterter Devonschiefer, durchsetzt von Quarzit und Diabas, einem grünlich schimmernden Vulkangestein. Das Traubenmaterial für das Große Gewächs stammt aus den ältesten und besten Parzellen, in denen teils bis zu 130 Jahre alte, teilweise wurzelechte Reben tief im Schiefer- und Diabasboden verwurzelt sind.

Jahrgang 2019 – Saar

2019 gilt an der Saar als herausragender Riesling-Jahrgang: ein langer, gemäßigter Reifeverlauf brachte Weine von großer Präzision, mit reifer Frucht, animierender Säure und klarer Mineralität. Im Rausch GG ergibt das einen besonders spannungsreichen, langlebigen Wein.

Ausbau

Reinsortiger Riesling aus dem Jahrgang 2019, trocken, VDP.Grosses Gewächs.

Spontangärung mit weingutseigenen Hefen und klassischer Ausbau im traditionellen 1.000-Liter-Fuder, wie für den Zilliken-Stil typisch – für maximale Transparenz, Mineralität und Langlebigkeit.

Im Glas

Ein Sinnes- und Geschmacksrausch: Duft nach reifen Quitten und Aprikosen, im Geschmack Apfel. Voluminös und zugleich federleicht tanzt dieser 2019er Saarburg Rausch mundfüllend über den Gaumen. Reifes Säurespiel mit einer gewaltigen Länge im Finish. Riesling in seiner reinsten, puristischen Form – ungekünstelt, frisch, Zilliken.

Riesling in seiner reinsten, puristischen Form – ungekünstelt, frisch, Zilliken.

Schon jetzt zugänglich, gewinnt aber mit Kellerreife deutlich an Tiefe; profitiert vom Dekantieren. Bei 11–13 °C servieren.

Am Tisch

Zu gebratenem Fisch und Meeresfrüchten, zu Geflügel und Kalb in heller Sauce, zur asiatisch inspirierten Küche sowie zu kräftigerem Hartkäse.


Lage: Saar, Saarburger Rausch (Deutschland); verwitterter Devonschiefer mit Quarzit und Diabas, älteste Parzellen (teils bis 130 J. alte, wurzelechte Reben); VDP.Grosse Lage
Klassifikation: Saar, Riesling VDP.Grosses Gewächs (trocken)
Ausbau: Riesling; Spontangärung, klassischer Ausbau im 1.000-l-Fuder

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Weine

Battenfeld Spanier Blanc de Blancs 2016 Extra Brut BIO

Reiner Chardonnay von den Kalkböden in Hohen-Sülzen: Das ist der Battenfeld-Spanier Blanc de Blancs 2016 Extra Brut. Die Reben wurden 1994 mit Klonen aus der Champagne gepflanzt. Nach der Flaschengärung reift der Sekt acht bis zehn Jahre auf der Hefe – ein Jahrgangssekt mit großer Tiefe.

Im Glas

Im Duft Brioche und ein Hauch Orangenblüte, dazu Nüsse, Quitte und Butterkeks. Im Mund griffig und puristisch, sehr präzise und straff. Grapefruit und Salzzitrone klingen nach, unterlegt von zarten Hefetönen. Die Perlage ist fein und ausdauernd.

Mach was draus

Austern, Sushi, roher Fisch, Geflügel, helles Fleisch oder ein gereifter Hartkäse. Ein großer Sekt für alle, die Champagner lieben. Serviere ihn bei 8 bis 10 °C im Weißweinglas.

Janus FenskeJanus empfiehlt

„Wer diesen Blanc de Blancs blind probiert, tippt auf Champagne. Ein Stück deutsche Sektgeschichte.“

Mehr über Janus, unseren Sommelier

Kurz gefragt

Wie wird er gemacht? Die Trauben kommen früh vom Stock, der Most gärt mit wilden Hefen im Tonneau, die zweite Gärung findet in der Flasche statt; acht bis zehn Jahre Hefelager, Handrüttelung und eine minimale Dosage.

Wer steht dahinter? Hans-Oliver Spanier, der das Weingut Battenfeld-Spanier in Hohen-Sülzen führt, zusammen mit seiner Frau Carolin Spanier-Gillot. Schon 1993 stellte der Betrieb auf ökologischen Anbau um.

Ist er bio? Ja, Battenfeld-Spanier arbeitet biologisch (DE-ÖKO-006) und biodynamisch.

100 % Chardonnay · Hohen-Sülzen, Rheinhessen · Kalk · Champagner-Klone, gepflanzt 1994 · Jahrgang 2016 · Spontangärung im Tonneau · Flaschengärung · Hefelager 8 bis 10 Jahre · von Hand gerüttelt · Extra Brut · bio, Kontrollstelle DE-ÖKO-006 · Battenfeld-Spanier, Hohen-Sülzen · Stand: Oktober 2026

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Rebsorten

Weingut Metzger Kallstadt Saumagen Riesling Lagenwein 2023

Weißwein · Riesling · Lagenwein · Kallstadt · Pfalz

Weingut Metzger Kallstadt Saumagen Riesling Lagenwein stammt aus der berühmten Lage Saumagen in Kallstadt in der Pfalz. In der Nase elegante Aromen von frischen Kräutern und nassem Waldboden mit feiner Erdigkeit, ergänzt um Mandarine. Ein mineralischer, komplexer Riesling mit Herkunft.


Kallstadt Saumagen

Der Saumagen in Kallstadt zählt zu den bekanntesten Lagen der Pfalz, geprägt von kalkreichen Böden (Muschelkalk). Diese verleihen dem Riesling seine ausgeprägte Mineralität und seinen unverwechselbaren Charakter. Die Lese erfolgt mit größter Sorgfalt und selektiver Handarbeit.

Rebsorte und Ausbau

Der Wein besteht zu 100 % aus Riesling. Der Ausbau stellt die kalkgeprägte Mineralität und die Komplexität der Lage in den Vordergrund und bewahrt die feine Frucht.

Im Glas

Helles Strohgelb. In der Nase elegante Aromen von frischen Kräutern und nassem Waldboden mit feiner Erdigkeit, dazu Mandarine. Am Gaumen ausgeprägte Mineralität, komplex und harmonisch ausgewogen. Der Abgang ist lang und fokussiert.

Am Tisch

Gut gekühlt bei 10–12 °C servieren; ein größeres Glas betont die Aromatik.

Klassische Begleitung: Fisch, Meeresfrüchte, Geflügel, Spargel und kräftigere Vorspeisen.


Lage: Kallstadt Saumagen, Pfalz (Deutschland); Muschelkalk
Klassifikation: Pfalz – Lagenwein (Riesling)
Ausbau: 100 % Riesling, mineralisch-komplexer Ausbau

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USA

Saxum Broken Stones 2019

Rotwein · Paso Robles · Rhône-Cuvée

Syrah-dominierte Cuvée Broken Stones Willow Creek District Paso Robles · Kalifornien Saxum (Justin Smith) kalkreicher Boden französische Eiche 2019

Der Saxum Broken Stones 2019 ist eine rare, Syrah-dominierte Rhône-Cuvée des Kult-Erzeugers Saxum aus dem kalkreichen Willow Creek District von Paso Robles. Tief, würzig und vielschichtig – mit dunkler Frucht, herzhafter Würze und einer kraftvollen, zugleich präzisen Statur. Der Name verweist auf die gebrochenen Kalksteine des Bodens.


Broken Stones – aus gebrochenem Kalkstein

Saxum wurde 2000 von Justin Smith gegründet und zählt heute zu den gefragtesten Rhône-Erzeugern Kaliforniens. Herzstück ist das James Berry Vineyard im Willow Creek District westlich von Paso Robles – eine karge Lage auf Kalkstein und Kalkschiefer der Monterey-Formation mit dünnem Oberboden. Der Name Saxum ist lateinisch für „Stein", und „Broken Stones" spielt auf eben diesen gebrochenen, kalkreichen Untergrund an, dem die Cuvée ihren Charakter verdankt.

Die Reben wurzeln tief in den Spalten des Kalkfelses, sodass kaum bewässert werden muss; kühle Brisen vom nahen Pazifik mildern die sonnigen Tage und bewahren Säure und Aromatik. Bewirtschaftet wird organisch, von Hand gelesen und im Keller minimalistisch gearbeitet – mit Spontangärung und behutsamem Ausbau.

Jahrgang 2019 – Paso Robles

2019 gilt an der kalifornischen Central Coast als ausgewogener, klassischer Jahrgang mit reifer, klar definierter Frucht, lebendiger Säure und kühler Eleganz. Auf dem kalkreichen Terroir des Willow Creek District ergibt das einen tiefgründigen, kraftvollen und zugleich frischen Wein, der Fülle mit mineralischer Spannung verbindet.

Assemblage und Ausbau

Cuvée aus 60 % Syrah, 20 % Graciano, 11 % Mataro (Mourvèdre) sowie Grenache und Carignan, Jahrgang 2019, trocken.

Syrah gibt dem Wein das dunkle Fruchtrückgrat, Pfeffer und herzhafte Würze; Graciano steuert Farbe, florale Frische und lebendige Säure bei; Mataro Struktur, Erdigkeit und eine trüffelige, herzhafte Tiefe; Grenache rote Frucht und Großzügigkeit, Carignan brombeerige Frucht und Frische. Der Ausbau erfolgt in französischer Eiche verschiedener Größen, der die Frucht und das kalkige Terroir in den Vordergrund stellt.

Im Glas

Aus der Syrah-dominierten Cuvée und dem kalkreichen Terroir lebt dieser Wein von Tiefe und Würze: tiefes Purpur im Glas, dazu dichte schwarze Frucht wie Brombeere und Cassis, gemahlener Pfeffer, geräuchertes Wild, eine erdig-würzige Note von verbrannter Erde und Trüffel sowie florale und kräuterige Anklänge. Am Gaumen vollgewichtig und vielschichtig, mit dichter, geschliffener Textur, feinem Tannin und einer mineralischen Frische, die den kraftvollen Stil trägt – mit langem, würzigem Nachhall.

Tiefes Purpur, schwarze Frucht, Pfeffer, geräuchertes Wild und Trüffel – kraftvoll und vielschichtig, von mineralischer Frische getragen, sehr lang.

Benötigt Luft; in der Jugend großzügig dekantieren. Mit großem Reifepotenzial über viele Jahre. Bei 16–18 °C servieren.

Am Tisch

Zu Lamm und Wild, zu gegrilltem und geschmortem Rind, zu kräftig gewürzten Schmorgerichten sowie zu gereiftem Hartkäse.


Lage: Willow Creek District, Paso Robles (Kalifornien, USA); kalkreiches Terroir (James Berry Vineyard), Kalkstein/Kalkschiefer der Monterey-Formation; organisch bewirtschaftet
Klassifikation: Paso Robles; Cuvée aus 60 % Syrah, 20 % Graciano, 11 % Mataro sowie Grenache und Carignan (trocken)
Ausbau: Spontangärung, Ausbau in französischer Eiche verschiedener Größen; zurückhaltende, minimalistische Kellerarbeit

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Portugal

Feuerheerds Colheita 2011

Portwein · Douro (Portugal) · Colheita

Colheita Port (jahrgangsrein) Douro / Porto (Portugal) fassgereift (mind. 7 Jahre) süß · aufgespritet · 0,5 l 2011

Der Feuerheerd's Colheita 2011 von Barão de Vilar ist ein jahrgangsreiner, im Fass gereifter Tawny-Port aus dem Douro. Ein süßer, aufgespriteter Wein mit verschwenderischem Bukett, intensivem Gaumen und ewig langem Nachhall – in der 0,5-Liter-Flasche.


Colheita – jahrgangsreiner Tawny aus dem Douro

Colheita ist das portugiesische Wort für „Jahrgang"; Colheita-Portweine sind aufgespritete Rotweine aus einem einzigen Jahrgang. Von Gesetz wegen müssen sie mindestens sieben Jahre im Holzfass reifen, bevor sie gefüllt werden – viele Häuser lassen ihre besten Partien jedoch deutlich länger in alten, großen Fässern, bis sie ihre ideale Trinkreife erreicht haben.

So schlummern in den ehrwürdigen Kellern in Porto bemerkenswerte Schätze. Barão de Vilar führt diese Tradition mit der Marke Feuerheerd's fort.

Jahrgang 2011 – Douro

Herbst- und Winterregen des Vorjahres hatten die Bodenwasserspeicher gut auf den heißen, trockenen Sommer vorbereitet; die Wachstumsperiode verlief weitgehend problemlos. Der Hochsommer brachte jedoch sehr hohe Temperaturen bis nahe an einen Dürrezustand; einige Trauben gingen durch Sonnenbrand oder Rosinenbildung verloren. Erleichternde Regenfälle kamen Ende August bis Anfang September.

Ein fantastischer Altweibersommer brachte die Trauben zur vollen phenolischen Reife. Trotz reduzierter Erntemenge war die Qualität herausragend: hohe Fruchtkonzentration, ausgefeilte Tannine und eine grandiose Struktur prägen den 2011er.

Assemblage und Ausbau

Aufgespriteter Portwein aus traditionellen Douro-Rebsorten, Jahrgang 2011.

Die lange Reife in alten, großen Holzfässern verleiht dem Wein die typische Tawny-Aromatik und eine seidige Textur, bevor er gefüllt wird.

Im Glas

Bernsteinfarben mit Reife. In der Nase getrocknete Feigen, Datteln und Rosinen, Karamell und Toffee, Walnuss und Mandel, Orangenzeste und feine Gewürze. Am Gaumen süß und seidig, mit intensivem Geschmacksbild und einem ewig langen, delikaten Nachhall.

Getrocknete Früchte, Karamell und Walnuss über seidiger Süße – ein verschwenderisches Bukett mit ewig langem Nachhall.

Bei 14–16 °C servieren; nach dem Öffnen über Wochen haltbar. Für besondere Momente.

Am Tisch

Zu kräftigem und blauem Käse, dunkler Schokolade, Desserts und Nüssen – oder solo als Digestif. Ein Gaumenschmeichler für besondere Anlässe.


Lage: Douro / Porto (Portugal)
Klassifikation: Porto DOP – Colheita (jahrgangsreiner Tawny)
Ausbau: aufgespritet; jahrgangsrein, lange Reife im großen Holzfass

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Only Bubbles

Huré Frères Champagne Inattendue Blanc de Blancs 2020

Der Huré Frères L'Inattendue Blanc de Blancs 2020 ist reiner Chardonnay, gewachsen in Ludes sowie Rilly-la-Montagne – mitten an der Montagne de Reims, wo sonst Pinot Noir dominiert. Daher auch der Name: die Unerwartete. Die kalkreichen Böden geben dem Chardonnay Tiefe und großes Reifepotenzial.

Im Glas

Hellgold, frische, feine Perlen. In der Nase Weißdornblüte, Zitruszeste und frische Brioche. Im Mund cremig und gut gebaut; Fülle und Frische halten sich die Waage. Zitrone, Apfel und Mandel führen zu einem präzisen, mineralischen Finale.

Mach was draus

Feiner Fisch wie Seezunge oder Zander, Jakobsmuscheln, Austern oder eine leichte Vorspeise. Ein eleganter Aperitif für alle, die Blanc de Blancs mit Tiefe mögen. Serviere ihn bei 8 bis 10 °C im Weißweinglas.

Janus FenskeJanus empfiehlt

„L'Inattendue überrascht jeden, der Chardonnay nur von der Côte des Blancs kennt. Genau das macht ihn spannend.“

Mehr über Janus, unseren Sommelier

Kurz gefragt

Wie lange reift er? Zwischen vier und fünf Jahren Hefelager. Das macht ihn cremig und vielschichtig.

Wie trocken ist er? Die Dosage beträgt 2,5 g/l – das ist Extra Brut.

Wer steht dahinter? Die Brüder François und Pierre Huré aus Ludes. François kümmert sich um den Keller, Pierre um die rund zehn Hektar Reben in Ludes und Villedommange.

100 % Chardonnay · Lagen in Rilly-la-Montagne und Ludes · Kalk · Jahrgang 2020 · 4–5 Jahre Hefelager · Extra Brut, 2,5 g/l · Champagne Huré Frères, Ludes · Stand: Oktober 2026

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Länder/Regionen

La Baume Cabernet Sauvignon Les Thermes

Rotwein · Cabernet Sauvignon · Languedoc · Frankreich

Domaine de la Baume Les Thermes Cabernet Sauvignon ist ein kräftiger Rotwein aus dem Languedoc in Südfrankreich. Im Farbspiel ein dunkles Rubinrot, mit kräftiger Nase von frischen und gereiften schwarzen Früchten. Im Glas gut strukturiert, mit strammen Tanninen und schöner Länge.


Languedoc

Die Domaine de la Baume liegt im Languedoc in Südfrankreich. Das warme, mediterrane Klima und die vielfältigen Böden bringen reife, kräftige Weine hervor. Der Wein trägt die Bezeichnung Pays d'Oc.

Rebsorte und Ausbau

Der Wein besteht aus Cabernet Sauvignon. Der Ausbau im Holzfass verleiht ihm holzige Noten, Kaffeearomen und eine gut strukturierte Tanninstruktur.

Im Glas

Dunkles Rubinrot. Kräftige Nase von frischen und zugleich gereiften schwarzen Früchten wie Brombeeren und Johannisbeeren, verbunden mit holzigen Noten und Aromen von Kaffeebohnen. Am Gaumen frische schwarze Früchte mit Johannisbeernote, gefolgt von einem gut strukturierten Finish mit strammen Tanninen. Schöne Länge im feinen Abgang.

Am Tisch

Bei 16–18 °C servieren; eine kurze Belüftung tut dem Wein gut.

Klassische Begleitung: Rind, Lamm, Grillfleisch und gereifter Käse.


Lage: Languedoc (Frankreich)
Klassifikation: Pays d'Oc IGP – Cabernet Sauvignon
Ausbau: Cabernet Sauvignon, Holzfassreife

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Spanien

La Mula de la Quietud 2020

Rotwein · DO Toro · Tinta de Toro

100 % Tinta de Toro Einzellage La Mula DO Toro · Zamora Reben über 80 Jahre kalkreicher Boden französisches Eichenfass

Quinta de la Quietud La Mula ist die erste Einzellage des Weinguts, die separat gelesen und vinifiziert wird. Der Name geht auf den Parzellenbesitzer zurück, der jedes Jahr mit seinem Esel – „la Mula" – zur Lese erscheint. Tinta de Toro von über 80 Jahre alten Reben auf kalkreichem Boden, ausgebaut im französischen Eichenfass: ein Toro mit ungewöhnlich mineralischer Ader und langer Zukunftsperspektive.


La Mula – Kalk in einer Sandregion

Die DO Toro liegt in der Provinz Zamora auf einer Hochebene am Duero, zwischen rund 620 und 750 Metern. Das Klima ist extrem kontinental: heiße, sehr trockene Sommer, kalte Winter, kaum Niederschlag. Die Höhe sorgt für kühle Nächte, und die großen Tag-Nacht-Unterschiede halten die Säure, die ein Wein dieser Dichte braucht.

Der Untergrund der Region besteht überwiegend aus sandig-tonigem Lehm, oft mit Quarzitsteinen an der Oberfläche. La Mula fällt aus diesem Rahmen: Die Parzelle hat einen deutlich höheren Kalkanteil. Kalk hält die Wurzelzone kühler, bremst den Wuchs und liefert Weine mit strafferer Säure und einer salzig-steinigen Kontur – genau die mineralische Note, durch die diese Lage im Betrieb schon immer auffiel, lange bevor sie separat abgefüllt wurde.

Dazu kommt das Rebalter. Stöcke mit über 80 Jahren tragen wenig, wurzeln tief und reagieren weniger empfindlich auf Trockenstress – in einer Region mit 350 bis 400 Millimetern Jahresniederschlag der entscheidende Faktor. Der hohe Sandanteil Toros ist zugleich der Grund, warum die Reblaus hier nie richtig Fuß fasste: Alte, wurzelechte Anlagen sind in der Region keine Seltenheit. Tinta de Toro, der lokale Tempranillo-Klon, bringt kleinere und dickschaligere Beeren als anderswo – daher Farbtiefe und Gerbstoffdichte.

Rebsorte und Ausbau

Reinsortig aus Tinta de Toro von den alten Reben der Parzelle. Der entscheidende Schritt liegt vor dem Keller: Die Lage wird erstmals getrennt gelesen und getrennt vinifiziert, statt in die Cuvées des Guts einzufließen. Nur so lässt sich zeigen, was der Kalkboden dieser Parzelle vom Rest der Region unterscheidet.

Ausgebaut wird in französischen Eichenfässern – nicht in amerikanischer Eiche, die in Toro traditionell verbreitet ist und mit Vanille und Kokos deutlich stärker ins Aroma eingreift. Französisches Holz liefert feinkörnigere Gerbstoffe und tritt zurück, was bei einem Wein, dessen Argument die Mineralität ist, die konsequente Wahl ist.

Im Glas

Tiefes, dichtes Rot von hoher Viskosität – das Glycerin läuft langsam an den Glaswänden herab. Die Nase braucht Zeit und öffnet sich erst nach Stunden: dunkle Beerenfrucht, Lakritz, Gewürze und ein steiniger, kühler Ton, der in Toro selten ist.

Am Gaumen breit und mundfüllend, mit hintergründiger Kraft statt vordergründiger Wucht, festen, reifen Gerbstoffen und einer mineralischen Achse, die den Wein trägt. Ein ursprünglich und ehrlich gebauter Toro mit großer Reifeperspektive.

Kalk statt Sand, achtzig Jahre alte Reben, französisches statt amerikanisches Holz – drei Abweichungen vom Toro-Standard in einer Flasche.

Bei 16–18 °C servieren. Eine lange Belüftung im Dekanter ist ausdrücklich zu empfehlen – dieser Wein braucht Stunden, nicht Minuten. Trinkreif, aber über viele Jahre haltbar.

Am Tisch

Klassische Begleitung: Lamm, Rind, Wild und kräftige Schmorgerichte. In der Region steht dazu Lechazo, das Milchlamm aus dem Holzofen; ebenso passen Oxtail, geschmorte Rippe und gereifter Manchego. Zu leichten Gerichten ist der Wein zu dicht.


Produzent Quinta de la Quietud, DO Toro
Rebsorte 100 % Tinta de Toro
Lage Einzellage La Mula, Toro (Zamora, Kastilien-León) · kalkreicher Boden
Klassifikation DO Toro · Einzellage · trocken
Vinifikation getrennte Lese und getrennte Vinifikation der Parzelle
Ausbau französisches Eichenfass
Rebenalter über 80 Jahre
Trinkempfehlung jetzt und über viele Jahre

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