Deutschland ist Schaumweltmeister!

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Deutschland ist Schaumweltmeister!

In keinem Land dieser Welt wird so viel Schaumwein getrunken wie in Deutschland, fast vier Liter. Pro Kopf!! Ein kleiner Vergleich: in US-Staaten wie Texas trinken die Menschen (pro Kopf) keine fünf Liter, aber Wein und Schaumwein zusammen. In Deutschland kommen immerhin noch einundzwanzig Liter Wein hinzu.

Für die Cava-Produzenten ist Deutschland das gelobte Land: dreiunddreißig Millionen Flaschen und ein paar Zerquetschte, mit dickem Abstand zu Belgien (sic!), UK, und dann erst USA. Jede fünfte exportierte Flasche Cava wird in Deutschland entkorkt, ohne die Alemannen könnten ein paar Firmen glatt die Tür zusperren. Aber was ist das eigentlich, was schütten wir da so gedankenlos in uns hinein?

Erst einmal: die Rebsorten! Zugelassen sind neun Sorten, wobei die drei Klassiker – Macabeo, Parellada, Xarel.lo – knapp achtzig Prozent der dreiunddreißig tausend Hektar Rebfläche ausmachen, die in der D.E. Cava registriert sind. Dann kommt Chardonnay mit gut acht Prozent Flächenanteil, dann der Rest: Garnacha Tinta, Trepat, Monastrell, Subirat Parent (eine Malvasía – Spielart) sowie Pinot Noir. Im Prinzip sind das alles Rebsorten, die in Katalonien seit geraumer Zeit angebaut werden. Dies ist wichtig, da die Region Cava nun einmal nicht mit der Region Katalonien übereinstimmt. Und da beginnt das Problem!

Cava wurde nicht via Consejo Regulador ins Leben gerufen, es gab ihn schon lange bevor die Denominación Especial Cava vor ein paar Jahrzehnten das Licht der Welt erblickte. Es gab Cava aus Katalonien, aus Utiel-Requena, aus Calatayud, diverse Cavas aus der Rioja und aus Navarra, aus Aranda de Duero, aus Rueda sowie aus Almendralejo (sic!). Nun kam der Consejo und wollte dies eingrenzen. Das Ergebnis war eine Art Bestandsschutz für alle, die schon vorher Cava erzeugten, egal in welcher Ecke Spaniens sie herumturnten. Aber: nur mit den zugelassenen Sorten. Daher verschwand der Cava aus Rueda und tauchte als Espumoso wieder auf; Verdejo stand nicht auf der Liste. Andere, Galicier etwa, kamen gar nicht erst in die Verlegenheit, über Cava nachzudenken. Nix mit Albacava oder Treixacava.

Abgesehen von Rioja und Navarra, wo Macabeo (Viura) und Garnacha eine gewisse Rolle spielen, bestehen fast alles Cavas, die es aus Aranda, Calatayud, Turis oder Almendralejo gibt, aus Chardonnay, niemand pflanzt Xarel.lo in der Extremadura oder auf der kastilischen Meseta.

In Katalonien ist das Puzzle einfacher zu lösen, aber nicht immer einfach zu verstehen. Klar ist immerhin, dass das zentrale Hügelland, also Penedès, Conca de Barberà, Tarragona (vorne) sowie Alella, komplett zur D.E. Cava gehört, im Norden etwa, in Empordà, sieht die Sache dann schon wieder ganz anders aus. Dort gibt es Dörfer, die zur D.E. Cava gehören, während Nachbardörfer ohne nachvollziehbare Argumente ausgeschlossen bleiben.

Den durchschnittlichen Konsumenten braucht das aber gar nicht zu interessieren, da gefühlt siebenundneunzig Prozent dessen, was sich Cava nennt, sowieso irgendwie in irgendwelchen Kellern zusammengeschüttet wird, fein (…) mit Zucker dosiert – und ab geht der Lastwagen. Es gibt zweihundert und vierundvierzig Betriebe, die sich Cava-Bodegas nennen dürfen. Wenn man nun alle Firmen herausstreicht, die Trauben oder Fasswein zukaufen (oder gleich fertigen Cava), dann bleiben maximal derer zwanzig übrig. Wenn überhaupt. Der Großteil der Cava-Produzenten keltert keinen Wein! Das machen Cooperativen, Handelskellereien und artverwandte Unternehmen. Die wiederum vermarkten keinen Cava.

Um die neun Monate Flaschenreife kommen selbst die Cava-Giganten nicht herum – aber spätestens dann wird degorgiert, gezuckert – und siehe oben. Das mit dem Zucker ist eine interessante Sache. Etwa ein Fünftel der Cava-Produktion kommt als brut nature auf den Markt, also ohne jegliche Dosage. Das wird fast alles in Katalonien getrunken, wo es durchaus üblich ist, die eine oder andere Flasche Cava zum Mittagessen zu leeren. Die in Deutschland so beliebten Spielarten semi-süß, süß und voll-süß braucht man in Katalonien gar nicht erst suchen. Es gibt sie in den Lagern der Giganten, Freixenet an erster Stelle, aber nur im Exportlager. Spricht man die Katalanen darauf an, machen sie erst ein ernstes Gesicht – und fangen dann an zu lachen. Man versteht nicht, warum man für so etwas Geld ausgibt, findet es aber klasse, dass die Deutschen das ganze Zeug wegräumen, das in Katalonien niemand trinken will. Und dafür auch noch Geld geben.

Daraus entwächst natürlich ein gigantisches Problem: die ganzen wirklich guten Cavas – ein paar gibt es schon, die meisten beginnen mit dem Wort Recaredo – sind brut nature, wenige etwas größere Firmen (Raventos i Blanc, Torelló – Gramona spielt nicht in dieser Liga) füllen den einen oder anderen ordentlichen Cava brut. Das kennt in Mitteleuropa aber kaum jemand. Und deswegen werden diese Produkte auch nur verhalten nachgefragt. Ein wirklich guter Cava kostet schnell mal Mitte zwanzig Euro, dafür bekommt man auch Schampus der ordentlichen Einstiegsklasse (nix mit Witwe oder Clique oder so, of course). Oftmals ist ein wirklich guter Cava dem Champagner in dieser Preisklasse zumindest ebenbürtig; Konsumenten indes bevorzugen in diesem Fall das Wort Champagne auf dem Etikett, insbesondere wenn die Flasche dem Imagegewinn dienen soll. Wenn man auf eine Party geht und einen Cava mitbringt, läuft man Gefahr, von der Adressliste gestrichen zu werden….

Schuld an diesem Desaster sind natürlich die Cava-Produzenten. Sie meinten jahrzentelang, es nicht nötig zu haben, den Konsumenten ordentlich zu informieren. Das haben dann Freixent und Codorníu (immerhin der Cava-Produzent der ersten Stunde [1921]) übernommen – und deswegen gibt es diese pappsüße Spratzelwasser an allen Ecken und Enden. Nun stehen sie da und blöken etwas von „doofer Konsument“. Typischer Fall von fehlgelaufenem Marketing….

Anders als in Deutschland, Frankreich, Österreich oder Italien kann man dem Etikett eines spanischen Schäumlis nicht entnehmen, ob es sich um eine Art Winzercava handelt oder um ein zusammengeschüttetes Etwas. Im besten Fall hilft der Händler des Vertrauens, zumindest in den Fällen, in denen der Händler etwas weiter denkt als nur bis zum Ende der Flasche. Der muss in der Bodega im Zweifelsfall mehrmals nachhaken, denn wenn katalanische Verkäufer eines können, dann ist das Verkaufen. Es braucht oft drei, vier oder gar fünf Anläufe, ehe man sich bequemt, etwas über den Ursprung (aka Weinberge) zu erzählen. Uns selbst dann muss man vorsichtig sein: Winzerlatein kommt gleich nach Jägerlatein! Grobe Faustregel: Reserva oder Gran Reserva, brut nature (wenn auftreibbar) oder maximal brut. Eine Jahrgangsangabe ist kein Güte-Siegel, aber zumindest ein Indiz.

Namen? Recaredo ist immer gut, Raventos i Blanc in der Regel auch (wenn man den belanglosen Rosat La Nit mal außen vor lässt). Agustí Torelló, Mas Candí, Heredad Mestres, in Notfällen auch Gramona. Die Liste der wirklich guten Cavas ist so lange nicht.

Und wenn man keinen Cava will, sondern andere Schaumweine Spaniens? Nun, dann hat man ein kleines Probläm! Es gibt ein paar, aber nicht wirklich viele. Die meisten gibt es, welche Wunder, in Katalonien. In der Regel geht es um Rebsorten oder Anbaumethoden. Manche Schaumweine beginnen die Vergärung im Tank und beenden sie in der Flasche, es folgt dann keine zweite Gärung mehr. Man nennt dies espumoso ancestral, das Ergebnis kann sich durchaus sehen lassen. Gleichwohl gibt es gerade einmal zwei oder drei Produzenten, die in diesem Marktsegment aktiv sind.

Jenseits von Katalonien und den Cava-Inseln gibt es nur wenige wirklich spannende Dinge. Galicische Schaumweine befinden sich noch in der Findungsphase, einzig Prada a Tope in Bierzo (Greater Galicia) ist etwas weiter. Xamprada ist aber schon arg Mainstream. Kastilien ist, von Palacio de Bornos einmal abgesehen (ex Cava), eher kompliziert. Es gibt zwei Produkte aus Toro, die man am besten vor Ort verkostet und vor Ort wieder vergisst. Rioja, Navarra und Aragón: das, was es gibt, ist in der Regel Cava. Südspanien: wenn da was gärt, handelt es sich wahrscheinlich um einen Flaschenfehler… Bleibt der Norden. In Asturien gibt es vor allem schäumenden Sidra, in Kantabrien nix. Dafür aber in Euskadi! Ameztoy aus Getaria keltert einen durchaus süß geratenen Txakspumoso, während der von Doniene Gorrondona schon wirklich ordentlich ist. Es lohnt sich durchaus, die eine oder andere Flasche zu suchen. Nur sind wir dann halt schnell wieder beim Ursprungsproblem: für Mitte/Ende zwanzig wird dieser Schaumwein nur jenen eine Freude bereiten, die gerne auf das Wort Champagne verzichten – und wirklich trockene Produkte mögen. Text: El oso alemán

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Rebsorten

Markus Schneider Sauvignon Blanc Kaitui

Wein · Weißwein · Pfalz · Deutschland

Markus Schneider Sauvignon Blanc Kaitui ist einer der bekanntesten deutschen Sauvignon Blancs. Von kühlen Kalksteinböden in hohen Lagen geprägt, zeigt er eine ausgeprägte exotische Fruchtaromatik – klar, frisch und ausdrucksstark.


Pfalz

Das Weingut Markus Schneider ist in Ellerstadt in der Pfalz beheimatet. Als Basis dienen kühle, gut versorgte Kalksteinböden in hohen Lagen, die enormen Einfluss auf die exotische Fruchtprägung nehmen. In Neuseeland, der überseeischen Heimat des Sauvignon Blanc, ist „Kaitui" die maorische Übersetzung für Schneider.

Rebsorte und Ausbau

Reinsortig aus Sauvignon Blanc. Die reifen Trauben (Mostgewicht 85° Oechsle) haben eine Maischestandzeit von 6–12 Stunden; anschließend erfolgt die kontrollierte Vergärung im Edelstahl, ganz ohne Eingriffe wie Schönung. Trocken ausgebaut.

Im Glas

Helles Strohgelb. In der Nase exotisch und ausdrucksstark, mit Maracuja, Mango, Stachelbeere und einem Hauch frischer Kräuter. Am Gaumen klar und frisch, mit knackiger Frucht, animierender Säure und einem trockenen, saftigen Abgang.

Am Tisch

Gut gekühlt bei 8–10 °C servieren – als Aperitif oder zum Essen.

Passt zu: Salaten, Ziegenkäse, Fisch, Meeresfrüchten, Spargel und asiatischer Küche.


Lage: Pfalz, Ellerstadt – Kalksteinböden in Höhenlagen (Deutschland); Weingut Markus Schneider
Klassifikation: 100 % Sauvignon Blanc, trocken
Ausbau: Maischestandzeit 6–12 Stunden, kontrollierte Edelstahlvergärung, ohne Schönung

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Rebsorten

Pietroso Brunello di Montalcino

Wein · Rotwein · Montalcino · Italien

Pietroso Brunello di Montalcino ist ein intensiv-fruchtiger Rotwein, der vor Kraft und Struktur strotzt. Reife Aromen von Pflaumen, dezente Vanille und samtige Tannine machen diesen Sangiovese zum idealen Begleiter von Lammfleisch.


Montalcino / Toskana

Die Azienda Agricola Pietroso ist ein kleines Familienweingut in Montalcino, 1978 gegründet und heute von Gianni Pignattai und seiner Familie geführt. Die Reben wachsen in Höhenlagen um 400–500 Meter auf den klassischen Montalcino-Böden aus Galestro, Ton, Kalk und Sand – ideale Voraussetzungen für eleganten, konzentrierten Sangiovese.

Rebsorte und Ausbau

Reinsortig aus Sangiovese (dem Brunello-Klon). Nach Handlese und Spontangärung mit Naturhefen reift der Wein über mehrere Jahre in großen slawonischen Eichenfässern (botti), gefolgt von einer Flaschenreife; unfiltriert abgefüllt. Als Brunello di Montalcino DOCG erreicht er erst nach mindestens fünf Jahren Reife seine Trinkreife. Trocken ausgebaut.

Im Glas

Rubinrot mit granatfarbenen Reflexen. In der Nase intensiv und vielschichtig, mit Pflaume, roten Beeren, Unterholz und dezenter Vanille. Am Gaumen vollmundig, kraftvoll und gut strukturiert, mit reifen, samtigen Tanninen und langem, harmonischem Abgang.

Am Tisch

Bei rund 18 °C servieren und vor dem Genuss dekantieren – ein kraftvoller Begleiter zu herzhaften Gerichten.

Passt zu: Lamm, rotem Fleisch, Wild, Steinpilzrisotto und gereiftem Hartkäse.


Lage: Brunello di Montalcino, Montalcino (Toskana, Italien); Azienda Agricola Pietroso
Klassifikation: Brunello di Montalcino DOCG – 100 % Sangiovese, trocken
Ausbau: Reifung in großen slawonischen Eichenfässern (botti) über mehrere Jahre, Flaschenreife; unfiltriert

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Weine

Marguet Verzenay 2020 Grand Cru Brut Nature BIO

Champagner · Verzenay Grand Cru · Pinot Noir · Brut Nature · Bio

Marguet Verzenay Grand Cru Brut Nature ist ein Bio-Champagner aus 100 % Pinot Noir aus dem Grand-Cru-Dorf Verzenay. Benoît Marguet keltert ihn biodynamisch und als Brut Nature. Ein konzentrierter, straffer Champagner mit markanter Frische. Im Glas mittel- bis vollmundig und sehr lang.


Verzenay Grand Cru

Verzenay ist eine als Grand Cru klassifizierte Gemeinde an der Nordflanke der Montagne de Reims und eines der besten Dörfer für Pinot Noir. Die kalkreichen Böden und das kühle Mikroklima verleihen dem Champagner Frische, Struktur und Länge. Benoît Marguet arbeitet biodynamisch; der Wein ist Bio-zertifiziert (Öko-Kontrollstelle FR-BIO-01).

Rebsorte und Ausbau

Der Champagner besteht zu 100 % aus Pinot Noir aus Verzenay. Der Ausbau folgt der naturnahen Handschrift des Hauses; abgefüllt ohne Dosage als Brut Nature.

Im Glas

Helles Gold mit feiner Perlage. Im Duft gelbes Kernobst, warme Brioche, Limette und feine Röstnoten. Am Gaumen mittel- bis vollmundig, konzentriert, straff und energiegeladen, mit markanter Frische. Der Nachhall ist sehr lang.

Am Tisch

Gut gekühlt bei 8–10 °C servieren; ein großzügiges Glas betont die Aromatik. Als Apéritif oder als Speisenbegleiter.

Klassische Begleitung: Geflügel, Fisch, Krustentiere und gereifter Käse.


Lage: Verzenay Grand Cru, Montagne de Reims (Champagne)
Klassifikation: Champagne AOC – Grand Cru, Brut Nature, Blanc de Noirs
Ausbau: 100 % Pinot Noir, naturnaher Ausbau, ohne Dosage

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Feinkost

Dolci Pensierie di Calabria Zartbitterschokolade mit Lakritze

Feinkost · Schokolade · Lakritze · Kalabrien · Italien

Dolci Pensieri di Calabria Zartbitterschokolade mit Lakritze ist eine handgeschöpfte Zartbitterschokolade aus Kalabrien, verfeinert mit der typischen Lakritze der Region. Kalabrien gilt als Heimat hochwertiger Lakritze. Eine feine Spezialität aus der kleinen Manufaktur Dolci Pensieri di Calabria.


Kalabrien

Kalabrien im Süden Italiens ist berühmt für seine hochwertige Lakritze (Liquirizia), die hier in besonderer Reinheit gewonnen wird. In der kleinen Manufaktur Dolci Pensieri di Calabria entstehen die Tafeln in sorgfältiger Handarbeit.

Herstellung

Die Schokolade besteht aus Zartbitterschokolade, verfeinert mit kalabrischer Lakritze. Jede Tafel wird von Hand geschöpft und in Form gegossen – ein kleines Meisterwerk italienischer Schokoladenkunst.

Geschmack

Intensive Zartbitterschokolade mit der unverwechselbaren, würzig-süßen Note der Lakritze. Das Zusammenspiel aus herber Kakaonote und Lakritze ist ausgewogen und ausdrucksstark.

Am Tisch

Pur als feines Dessert oder zum Kaffee genießen.

Klassische Begleitung: Espresso, kräftiger Tee, Dessertweine und als besonderes Geschenk.


Hersteller: Dolci Pensieri di Calabria
Produkt: Zartbitterschokolade mit Lakritze
Art: Zartbitterschokolade
Herkunft: Kalabrien (Italien)
Verarbeitung: handgeschöpft, mit kalabrischer Lakritze
Mindesthaltbarkeit (MHD): 30.04.2028

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USA

Cayuse En Chamberlin Syrah 2013

Rotwein · Syrah · Walla Walla Valley · USA

Cayuse En Chamberlin Syrah ist ein Kult-Syrah aus dem Walla Walla Valley im pazifischen Nordwesten der USA. Das von Christophe Baron gegründete Weingut Cayuse arbeitet biodynamisch auf den von Flusskieseln durchsetzten Böden des Rocks District. Die Einzellage En Chamberlin liefert einen mittelkräftigen bis kräftigen, seidigen Syrah. Im Glas dunkle Frucht, Würze und große Balance.


Walla Walla Valley

Cayuse liegt im Walla Walla Valley, genauer im „Rocks District of Milton-Freewater" – einem Gebiet mit auffälligen, runden Basaltkieseln im Boden, die den Syrahs ihren unverwechselbaren, würzig-erdigen Charakter geben. Christophe Baron, ursprünglich aus der Champagne, bewirtschaftet die Lagen biodynamisch. En Chamberlin ist eine seiner Einzellagen.

Rebsorte und Ausbau

Der Wein ist ein Syrah aus der Einzellage En Chamberlin. Nach der Gärung reift er im Holzfass, überwiegend in gebrauchten Fässern, die die Frucht und den unverwechselbaren „Rocks"-Charakter unterstreichen, ohne ihn zu überdecken.

Im Glas

Tiefes Rot. In der Nase Bing-Kirsche und Blaubeere, dazu Tabak, pfeffrige Kräuter, Eisen und ein erdiger Pilzton – der klassische Rocks-Stil. Am Gaumen mittelkräftig bis kräftig, nahtlos und perfekt balanciert, mit feinen Tanninen. Der Abgang ist lang und ausdrucksstark.

Am Tisch

Schon zugänglich, mit großem Reifepotenzial über zwei Jahrzehnte; eine längere Belüftung im Dekanter lohnt sich. Serviertemperatur 16–18 °C.

Klassische Begleitung: gegrilltes und geschmortes Fleisch, Lamm, Wild und Pilzgerichte.


Lage: En Chamberlin, Rocks District, Walla Walla Valley (USA)
Klassifikation: Walla Walla Valley AVA – Syrah
Ausbau: Holzfass, überwiegend gebraucht; biodynamischer Weinbau

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Weine

Kühling- Gillot Hipping Riesling Großes Gewächs 2024 BIO

Weißwein · Nierstein (Rheinhessen) · Riesling (Großes Gewächs)

Riesling Niersteiner Hipping VDP.Großes Gewächs Kühling-Gillot Roter Hang · Nierstein Rotliegendes (Urgestein) Spontangärung · 1.200-l-Stückfass BIO (DE-ÖKO-006) · 2024

Der Kühling-Gillot Niersteiner Hipping Riesling GG 2024 stammt aus einem der einzigartigsten Terroirs am Roten Hang. Ein vielschichtiger, finessenreicher Riesling, der saftige Frucht mit markanter Würze und der Schiefermineralik des Rotliegenden verbindet.


Niersteiner Hipping – Amphitheater am Roten Hang

Das biologisch arbeitende Weingut Kühling-Gillot von Carolin Spanier-Gillot und H. O. Spanier in Bodenheim zählt zu den führenden Adressen am Roten Hang bei Nierstein (DE-ÖKO-006). Der Hipping wurde um 1550 erstmals als „Hupbuhl" urkundlich erwähnt – mundartlich „Ziegenhügel".

Wie ein Parabolspiegel vereinen sich die beiden Parzellen des Guts im höchsten Punkt des Hipping und erinnern mit Nord-Ost- und Süd-West-Hang an ein kleines, natürliches Amphitheater. Gelegen auf 80–170 Metern mit bis zu 60 % Hangneigung genießt die Lage volle Sonneneinstrahlung. Die rund 280 Millionen Jahre alten, kargen Urgesteinsböden des Rotliegenden speichern die Tageswärme, während die kühlen Nachtwinde des Seitentals die Säure erhalten.

Jahrgang 2024 – Roter Hang (Rheinhessen)

2024 war in Rheinhessen ein kühlerer, anspruchsvoller Jahrgang, der Präzision im Weinberg belohnte. Die strenge Handselektion und die wärmespeichernden Rotliegend-Böden sicherten reifes Lesegut, während die kühlen Nachtwinde für Frische und Säurespannung sorgten – Kraft und Eleganz im Gleichgewicht.

Ausbau

Trockener Riesling, VDP.Großes Gewächs aus dem Niersteiner Hipping, Jahrgang 2024; 100 % Riesling von Urgestein des Rotliegenden.

Die Trauben werden streng selektiert von Hand gelesen, der Most spontan vergoren und behutsam im 1.200-Liter-Stückfass ausgebaut. Biologischer Anbau (DE-ÖKO-006).

Im Glas

In sattem Gelb strahlend, duftet er nach Steinobst mit würzigen Akzenten, die an Sesam und grünen Tee erinnern. Die extraktreich reduzierte Frucht ist sofort präsent, die markante Säure agiert im Hintergrund. Am Gaumen baut er rasch enormen Druck auf und verbindet mit viskoser Haptik saftige Frucht und markante Würze: gelbe und rote Früchte sowie Orangennoten, engmaschig verwoben mit langem rotem Kampot-Pfeffer, Kräutern und der typischen Schiefermineralik des Rotliegenden. Ein vielschichtiger Typ mit kühlem Finish und frappanter Länge.

Steinobst mit Sesam und grünem Tee, gelbe und rote Früchte und Orangennoten, verwoben mit rotem Kampot-Pfeffer, Kräutern und Rotliegend-Mineralik – druckvoll und viskos, mit kühlem Finish und frappanter Länge.

Ein vielschichtiger, langlebiger Rotliegend-Riesling; jung gern dekantieren. Bei 11–13 °C servieren.

Am Tisch

Leitmotiv des Hipping ist die Verbindung von Frucht und Würze: zu würziger asiatischer Küche, zu Fisch und Meeresfrüchten, zu Geflügel und Kalb sowie zu gereiftem Hartkäse.


Lage: Niersteiner Hipping (VDP.Große Lage), Roter Hang, Rheinhessen; 80–170 m, bis 60 % Hangneigung; Urgestein des Rotliegenden
Klassifikation: Riesling, VDP.Großes Gewächs, Rheinhessen (trocken); 100 % Riesling
Ausbau: strenge Handlese, Spontangärung, behutsamer Ausbau im 1.200-l-Stückfass; biologisch, DE-ÖKO-006

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Länder/Regionen

Domaine Bachelet Gevrey Chambertin Les Corbeaux 1er Cru VV 2022

Rotwein · Gevrey-Chambertin Premier Cru · Pinot Noir

Pinot Noir Les Corbeaux · 1er Cru Vieilles Vignes · 0,42 ha Reben ~80 Jahre 2022

Der Gevrey-Chambertin Les Corbeaux 1er Cru VV 2022 von Denis Bachelet ist ein Wein von feiner Eleganz und Finesse. Die rund 80 Jahre alten Reben auf 0,42 Hektar geben ihm Struktur und Tiefe. Statt mit Opulenz überzeugt dieser Pinot Noir mit Raffinesse, seidiger Textur und präziser Definition.


Les Corbeaux – Premier Cru in Gevrey-Chambertin

Les Corbeaux ist eine Premier-Cru-Lage von Gevrey-Chambertin, direkt benachbart zum Grand Cru Mazis-Chambertin. Die Lage liegt am Hang auf Kalk- und Mergelböden und bringt feingliedrige, präzise Weine hervor.

Denis Bachelet bewirtschaftet hier eine nur 0,42 Hektar große Parzelle mit rund 80 Jahre alten Reben. Seine kleine, traditionell arbeitende Domaine in Gevrey-Chambertin steht für Finesse, Tiefe und lange Lagerfähigkeit.

Jahrgang 2022 – Côte de Nuits

2022 war eines der wärmsten, trockensten und sonnenreichsten Jahre im Burgund. Ein milder Winter brachte einen frühen Austrieb, Aprilfröste richteten nur begrenzten Schaden an, und ein regenreicher Juni füllte vor dem trockenen Sommer die Wasserreserven.

Für die roten Burgunder steht 2022 für reife, konzentrierte Frucht bei überraschender Frische und Balance – ein starker Jahrgang, der die präzise Linie des Les Corbeaux schön trägt.

Assemblage und Ausbau

Reinsortiger Pinot Noir aus dem Jahrgang 2022, von rund 80 Jahre alten Reben.

Nach der Lese vergärt der Wein und reift anschließend im Holzfass. Die Vinifikation folgt der auf Finesse und Präzision ausgerichteten Handschrift des Guts.

Im Glas

Feine Eleganz und Finesse prägen den Wein. Die aromatische Intensität des benachbarten Mazis-Chambertin erreicht er nicht ganz, brilliert aber mit feingliedriger Balance, seidiger Textur und präziser Definition. Er entfaltet sich mit jedem Schluck weiter.

Statt mit Opulenz verführt dieser Gevrey-Chambertin mit Raffinesse: seidige Textur und präzise Definition.

In der Jugend zugänglich, mit Flaschenreife über viele Jahre gewinnend. Bei 16 °C servieren; eine Belüftung lohnt sich.

Am Tisch

Wild und Federwild, Ente, Rind, Gerichte mit Pilzen, dazu gereifter Käse. Ein eleganter Begleiter für gehaltvollere Gerichte.


Lage: Les Corbeaux (1er Cru), Gevrey-Chambertin (Côte de Nuits); neben Grand Cru Mazis-Chambertin, 0,42 ha, Reben ~80 Jahre
Klassifikation: Gevrey-Chambertin Premier Cru
Ausbau: Pinot Noir, alte Reben; Holzfassausbau

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Länder/Regionen

Florent Garaudet Bourgogne Blanc Cuvée Méline 2023

Weißwein · Bourgogne · Chardonnay

Chardonnay Bourgogne AOC Côte de Beaune 2023 Auslese bester Fässer

Der Bourgogne Blanc Cuvée Méline 2023 von Florent Garaudet ist ein eleganter, raffinierter und vollmundiger Chardonnay – ein wahrer Genuss aus einer der faszinierendsten Weinregionen Frankreichs. Méline ist der Name von Garaudets Tochter, der dieser Wein gewidmet ist.


Cuvée Méline – Auslese aus Meursault-Reben

Die Trauben stammen von einer rund 0,28 Hektar kleinen Parzelle südlich des Dorfes Meursault, bestockt mit Reben aus dem Jahr 1966. Der kalkhaltige Tonboden in südlicher Ausrichtung verleiht dem Wein Frische, Fülle und eine feine mineralische Linie.

Für die Cuvée Méline wählt Florent Garaudet aus dem Holzfassausbau die besten Fässer aus und fügt sie zu diesem prachtvollen Ganzen zusammen – das Herzstück seines Bourgogne Blanc.

Jahrgang 2023 – Côte de Beaune

2023 brachte im Burgund eine gesunde und großzügige Ernte. Ein warmer Sommer wurde durch Septemberregen ausbalanciert, sodass die Trauben reif, aber nicht überreif gelesen wurden.

Für die weißen Burgunder steht 2023 für klaren Fruchtkern bei tragender Frische – beides spiegelt sich in der perfekt ausbalancierten Art dieses Méline wider.

Assemblage und Ausbau

Reinsortiger Chardonnay aus dem Jahrgang 2023.

Der Ausbau erfolgte zwölf Monate in französischer Eiche (40 % neue 400-l-Fässer, der Rest in 228-l-Barriques). Anschließend wählt Garaudet die besten Fässer aus und assembliert daraus die Cuvée Méline.

Im Glas

Das Bouquet besticht durch ein frisches Zusammenspiel von Zitrusfrüchten, grünem Apfel und reifem Pfirsich, begleitet von Walnuss und einer zarten Honignote. Am Gaumen entfaltet sich der Wein zu einem prachtvollen Ganzen, umspielt von perfekt ausbalancierter Säure, ergänzt um sanfte Vanille und geröstetes Brot – und mündet in einem langen, intensiven Abgang.

Ein eleganter, raffinierter und vollmundiger Weißwein mit langem, intensivem Abgang.

Schon zugänglich, über mehrere Jahre gut lagerfähig. Bei 11–12 °C servieren.

Am Tisch

Bestens zu feinen Speisen: Fisch und Krustentiere, Geflügel in heller Sauce, Kalb oder mild gereifter Käse.


Lage: Meursault (Côte de Beaune); kalkhaltiger Tonboden, Reben 1966
Klassifikation: Bourgogne AOC
Ausbau: Chardonnay; 12 Monate französische Eiche (40 % neu), Auslese der besten Fässer · Lutte raisonnée

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