Weinjahrgang 2016: Detaillierter Bericht aus den 13 Anbaugebieten

Weinjahrgang 2016: Detaillierter Bericht aus den 13 Anbaugebieten

Nach einem grandiosen Finale eines sehr arbeitsintensiven und turbulenten Weinjahres sind die deutschen Weinerzeuger mit den eingebrachten Qualitäten sehr zufrieden Wie das Deutsche Weininstitut (DWI) mitteilt, konnten dank eines perfekten Spätsommers bundesweit gut ausgereifte und sehr gesunde Trauben geerntet werden.

Weinfreunde können sich auf sehr aromatische, elegante Weißweine mit einem harmonischen Fruchtsäurespiel und farbkräftige, samtige Rotweine des 2016er Jahrgangs freuen. In einigen Regionen, wurde er auch noch von einer erfolgreichen Eisweinlese gekrönt.

Auch die bundesweit erwarteten Erntemengen sind mit zuletzt geschätzten neun Millionen Hektolitern insgesamt zufriedenstellend. Sie lägen damit exakt auf dem Niveau des zehnjährigen Mittels und zwei Prozent über dem Vorjahresertrag. Die Ernteergebnisse unterliegen allerdings einzelbetrieblich und regional sehr großen Schwankungen, je nachdem, wie stark die Weinberge von den diesjährigen Wetterkapriolen in Mitleidenschaft gezogen wurden.

 

Weinjahrgang 2016 – Ein Blick in die Anbaugebiete:

Ahr: Herausragende Qualitäten

Trotz des allzu nassen Frühsommers, der in Verbindung mit einem kühlen Frühjahr eine eher spät einsetzende Vegetationsphase und Rebblüte verursachte, sorgten der warme Sommer und das ideale Lesewetter im September und Oktober für eine unerwartete Qualitäts-Aufholjagd. Gesunde Frühburgunder – und Spätburgundertrauben mit eindrucksvolle Werten konnten per Handlese eingebracht werden. Zum Glück hatte die umsichtige Arbeit der Winzer im Frühsommer größere Schäden durch den falschen Mehltau verhindert. So stimmten am Ende auch die Mengen, die auf rund 3,9 Millionen Liter geschätzt werden. Die Spätburgunder sind von tiefer Farbe und weisen viel Extrakt und ausgereifte, gut eingebundene Tannine auf. Das sind Eigenschaften, die Spitzenjahrgänge kennzeichnen!

Baden: Ende gut, alles gut
Die gute Nachricht beginnt in Baden mit dem Ende: Die Weinqualitäten sind ebenso wie die Erntemenge von rund 1,25 Millionen Hektoliter überdurchschnittlich gut. Gerade in der zweiten Septemberhälfte – bedingt durch traumhaftes, sonniges und trockenes Spätsommerwetter im August und September – legten die Trauben ordentlich an Reife zu. Auch der Oktoberbeginn war golden, die Trauben strotzten vor Gesundheit. Hilfreich waren die kühlen Nächte. So kennzeichnen
fruchtbetonte, saftige Weine und sehr gute Qualitäten den Jahrgang 2016 in Baden. Das hatte man im Frühjahr kaum erwarten können. Nach einem verzögerten Austrieb war es war bis in den Juni hinein regnerisch, was den Falschen Mehltau förderte.
Insgesamt hielten sich die dadurch bedingten Schäden allerdings in Grenzen, obwohl es stellenweise zu massiven
Ertragseinbußen kam. Dank der guten Wasserversorgung entwickelten sich die Reben in einem warmen Sommer
prächtig. Die Temperaturen im Juli erreichten kurzfristig 37 °C. Insgesamt war es ein sehr arbeitsintensives Jahr für die Winzer, mit einem Happy-End für die Weinfreunde.

Franken: Tolles Finale nach spannendem Jahr
Der Jahrgang 2016 machte es den Winzern auf andere Weise schwer als sein Vorgänger, der im Zeichen größter
Hitze und Trockenheit stand. Kennzeichnend waren die extremen Niederschläge im Mai und Juni, die den Winzern einen bislang kaum bekannten Peronospora-Druck bescherten. Nicht nur manche Ökobetriebe waren von Ertragsschädigungen bis hin zum Totalausfall betroffen. Zu allem Überfluss gab es Ende April Spätfröste und am 30. Mai im südlichen Maindreieck teils
massive Hagelschäden. Im August wurde es sehr trocken und heiß, sodass Junganlagen sogar bewässert werden mussten. Ende September begann dann bei perfektem Herbstwetter die Lese für Müller-Thurgau und Bacchus, im Oktober wurden die Burgundersorten und Silvaner eingebracht. Der Gesundheitszustand der Trauben war gut. Dass die Lese nach all der Hektik
vergleichsweise entspannt verlief, war die lang ersehnte, doch kaum noch erwartete Belohnung für die Winzer: „Ein tolles Finale für ein sehr spannendes Jahr“, freute sich der Präsident des Fränkischen Weinbauverbands, Artur Steinmann. Die auf
500.000 Hektoliter geschätzte Menge übertrifft die des Vorjahres und die mittleren Mostgewichte reichten beim Spätburgunder bis 92 ° Oechsle. Der Prädikatsweinanteil wird auf über 65 Prozent geschätzt. Es werden ausgewogene, fruchtige Weine mit harmonischer Struktur, frischer Fruchtsäure und niedrigen Alkoholwerten erwartet – so wie es die Verbraucher lieben.

Hessische Bergstraße: Verzwickte Situation gelöst
Am Anfang des Jahres freuten sich die Winzer an der Bergstraße noch über Regen, glich dieser doch die bestehenden
Wasserdefizite aus. Aber dann setzte im Mai und Juni ein Dauerregen ein, der vor allem wegen des Befallsdrucks durch den Falschen Mehltau Probleme bereitete. Außerdem hatte es Ende April in manchen Lagen durch Frostschäden Einbußen von bis zu 50 Prozent gegeben. Regen im Juni war nicht förderlich für die Rebblüte und eine Hitzewelle im August sorgte für Sonnenbrandschäden und damit für weitere Ertragsausfälle. Nachdem lang ersehnten Sommer setzte schließlich Mitte September die Lese ein und verlief sehr entspannt bis Ende Oktober. So konnten die Trauben bestens ausreifen, weshalb
feinfruchtige, elegante Weißweine und kraftvolle, farbintensive Rotweine den Jahrgang 2016 prägen. Allerdings liegt die
Erntemenge mit geschätzten 30.000 Hektolitern etwas unter dem Vorjahresergebnis, sie entspricht aber dem langjährigen Mittel.

Mittelrhein: Ein sehr differenziertes Bild

Bis zur Jahresmitte richteten die Winzer am Mittelrhein meist besorgte Blicke gen Himmel. Es regnete viel zu viel, die Temperaturen waren durchschnittlich. Der Rebschutz war ein wichtiges Thema bei den Winzern. Wer ihn
bis Pfingsten im Griff hatte, profitierte von der ab Mitte Juli bis zur Lese sehr vorteilhaften Witterung am meisten, besonders bei spät reifenden Sorten wie Riesling. Die Rebblüte setzte spät ein und verlief zögerlich. Am 24. Juni wurden Weinberge in den
Gemarkungen von Oberwesel und Dellhofen sowie auf der rechten Rheinseite in Kaub und Dörscheid durch Hagelschlag geschädigt. Dank der sonnigen Spätsommerwitterung reiften die Trauben sehr gleichmäßig und blieben bis zum Schluss gesund. Mit Erntemengen von 10 hl/ha bis 110 hl/ha fallen die Erträge von Betrieb zu Betrieb allerdings sehr unterschiedlich aus, ebenso wie die Mostgewichte. Die geschätzte Erntemenge liegt dennoch bei 29.000 Hektolitern und damit sogar um 17 Prozent höher als der langjährige Durchschnitt. Die Jungweine weisen eine frische Säure, reiche Aromen und ausgeprägte
Fruchtigkeit auf.

Mosel: Trotz Wetterkapriolen normaler Ertrag
Von Frost bis Sonnenbrand, von Starkregen bis Trockenheit bot das Wetter 2016 alles. Trotz der Extreme fiel der Jahrgang allgemein weit besser aus als erwartet, sowohl qualitativ als auch quantitativ: Mit rund 750.000 Hektolitern lag die Erntemenge nur um ein Prozent niedriger als 2015. Wie in anderen Regionen auch, wirkten sich die Wetterereignisse kleinräumig sehr unterschiedlich aus: „Während in manchen Rebzeilen kaum Trauben am Stock hingen, konnten nur 150 Meter weiter volle Erntemengen gelesen werden“, zitiert Moselwein e.V. Geschäftsführer Ansgar Schmitz einen Winzer von der Saar. Die Rebblüte begann erst Mitte Juni und zog sich bis in den Juli. Erst das gute Herbstwetter erlaubte den Trauben eine ruhige Reifung. Die Winzer konnten dank der stabilen Witterung langsam und selektiv gute Qualitäten lesen. Die Jungweine des neuen Jahrgangs sind an der Mosel von moderaten Säure gehalten und einer intensiven Aromatik geprägt.

Nahe: Neidischer Herbst
Die Nahewinzer hatten nach dem verregneten Frühjahr ab Pfingsten um ihre Ernte gefürchtet. Der Mehltau-Befallsdruck war enorm. Zum Glück kam dann die ersehnte Wetterwende, die den Winzern letztlich einen hervorragenden Jahrgang bescherte –
wenn auch die Mengen teilweise zu wünschen übrig ließen. Ein warmer Sommer und ein Bilderbuchherbst – vier Wochen Sonne fast ohne Regen – ließen die Trauben doch noch gut ausreifen. Sorten wie Dornfelder, Scheurebe, Müller-Thurgau und Burgundersorten lieferten kerngesunde Trauben. Mostgewichte bis 100 ° Oechsle wurden erreicht. Allerdings waren die Erträge und Qualitäten stark schwankend. Winzer sprechen in solch einem Falle von einem neidischen Herbst. Mit geschätzten 300.000 Hektoliter liegt die Erntemenge leicht unter dem Vorjahresergebnis, aber auf dem Niveau des Zehnjahresmittels. Der Riesling hat besonders von den milden Herbsttemperaturen und kühlen Nächten profitiert; die Aromen sind perfekt ausgereift. Der 2016er Jahrgang wird das Prädikat besonders wertvoll erreichen können, ist man sich an der Nahe sicher.

Pfalz: Überraschung!
Es kommt oft anders, als man denkt. Dieses Sprichwort stimmt für den letztendlich sehr guten 2016er Jahrgang in der Pfalz in besonderem Maße. Denn im verregneten Frühjahr hatte es noch ganz anders ausgesehen. So viel Regen in einem Mai und Juni hatten selbst altgediente Winzer noch nicht erlebt. Entsprechend erheblich war der Druck durch Befall mit Falschem Mehltau,
teilweise wurden die Blütenstände völlig zerstört. Einige Betriebe, insbesondere Öko-Erzeuger, mussten sich in manchen Weinbergen auf teils drastische Ertragsausfälle einstellen. Doch dann kamen ein warmer Juli und ein sonniger, trockener Spätsommer, der in einen Bilderbuch-Altweibersommer im September mündete. Die Hauptlese, die in der dritten Septemberwoche einsetzte, verlief ausgesprochen entspannt. Bis in den November wurden kerngesunde, perfekt ausgereifte Trauben eingebracht. Besonders die Bukettsorten wie Sauvignon Blanc, Scheurebe und Muskateller zeigten sich als Jungweine sehr aromatisch und ausgewogen. Aber auch die Burgundersorten und der Riesling profitierten von der Witterung. Damit fällt der Jahrgang nach Meinung der Experten sehr typisch für die Pfalz aus: fruchtbetont, elegant, frisch und moderat im
Alkoholgehalt. Es wird auch gute edelsüße Weine geben und die Hoffnung auf Eisweine besteht eben falls noch. Die Erntemenge lag nur leicht unter dem langjährigen Mittel von rund 2,2 Millionen Hektoliter. Fazit des Pfalzwein-Vorsitzenden Ökonomierat Edwin Schrank: „Noch nie hat ein Weinjahrgang die Winzer so positiv überrascht wie dieser!“

Rheingau: Alles Nervensache
Regen ist grundsätzlich gut. Das dachten auch die Rheingauer Winzer im Januar und Februar, denn das Vorjahr war sehr heiß und trocken. Da ist es ja nicht schlecht, wenn die Wasserreserven wieder aufgefüllt werden. Was aber, wenn dann im Juni so viel Regen wie sonst in drei Monaten vom Himmel fällt? Das ist zu viel des Guten. Für die Winzer begann der anstrengende und
nervenaufreibende Kampf gegen den Befall vor allem mit Falschem Mehltau. Nicht immer konnten die Weinberge befahren werden, um die Reben zu behandeln, so feucht war der Boden. Trotz allem verlief die Entwicklung der Reben recht normal. Der Reifebeginn lag beim Riesling mit dem 20. August exakt im 30-jährigen Mittel. Gelesen wurde er überwiegend von Anfang bis Mitte Oktober. Bedingt durch das überaus gute Spätsommer- und Herbstwetter waren die Traubenperfekt ausgereift und zeigten gute Mostgewichte. Fruchtsäure- und Zucker gehalte in den Beeren hielten sich bestens die Waage. So sind fruchtige, ausgewogene Rieslinge mit eleganter Struktur zu erwarten. Mit geschätzten 200.000 Litern liegt die Erntemenge auf dem Niveau des Vorjahres aber zehn Prozent unter dem Zehnjahresdurchschnitt.

Rheinhessen: Glück muss der Mensch haben
Der „Sommer im September“ wird den rheinhessischen Winzern noch lange in Erinnerung bleiben. Der Herbstmonat hat mit schönstem Sonnenschein und um 3,8 °C über dem Durchschnitt liegenden Temperaturen einiges wieder gutgemacht, was angesichts der schwierigen Wetterbedingungen im ersten Halbjahr fast unerreichbar schien. In Rheinhessen regnete es im
Mai dreimal so viel wie normal, und das nach einem bereits sehr kühl en Frühjahr. So lag die Vegetation noch bis zum Sommer rund zwei Wochen zurück; durch die Nässe herrschte hoher Krankheitsdruck in den Reben. Der Zustand der Weinberge, die teilweise wegen aufgeweichter Böden nicht befahrbar waren, erschwerte die notwendigen Behandlungen. Die Wende kam mit dem Juli. Bis in den September hinein herrschte vorwiegend trockenes, warmes Wetter mit Höchsttemperaturen von 35 °C
im August. Die Lese begann Anfang September für die früh reifenden Sorten, die Hauptlese setzte Mitte September ein. Abgesehen von einzelnen Lagen, bei denen schon im Frühjahr krankheitsbedingt starke Ausfälle bis hin zu Totalschaden zu beklagen waren, konnten überwiegend sehr gesunde, ausgereifte Trauben mit ordentlichen Mostgewichten eingebracht werden. Die geschätzte Erntemenge liegt mit 2,5 Millionen Hektoliter nur wenig unter dem Üblichen. Insgesamt werden fruchtbetonte, saftige Weine mit etwas niedrigeren Alkoholwerten als im Vorjahr erwartet. Die Rieslinge profitierten besonders vom idealen Herbst und präsentieren sich ausgeprägt aromatisch – die hervorragende Aromareife ist nach Ansicht der Experten das Geheimnis des Jahrgangs 2016.

Saale-Unstrut: Die ganze Skala
Im nördlichsten deutsche Anbaugebiet trieben die Reben im Mai unter strahlend blauem Himmel aus und auch die Rebblüte, die Mitte Juni begann, verlief ohne Probleme. Pünktlich zum Sommeranfang stieg das Thermometer auf rund 30 °C. Der Juli war ebenfalls heiß und trocken, doch kam es um Freyburg am 17. Juli zu einem Hagelunwetter. Feuchtigkeit und schwülwarmes
Wetter verursachten zwar einen gewissen Krankheitsdruck, dem die Winzer aber mit gezielter Laubarbeit begegneten, um die Trauben besser zu durchlüften und trocken zu halten. Der August brachte hohe Temperaturen und teils Unwetter mit Hagelschäden. Die Lese begann schließlich am 20. September mit ruhigem, trockenen Herbstwetter. Im Oktober kam dann Regen auf mit kühlen Temperaturen, doch die Trauben zeigten sich den gesamten Herbst über sehr gesund, was die
Grundlage für ausgeprägt fruchtige, körperreiche Weine mit moderaten Fruchtsäuregehalten lieferte, sowohl im Basissegment als auch bei den Spezialitäten. Die geschätzte Erntemenge von 55.000 Hektolitern liegt auf dem Niveau des Vorjahres. Die Qualität sei jedoch noch eine Klasse besser als 2015, erklärte Weinbaupräsident Siegfried Boy. Die Jungweine spiegeln die Sonne des Jahrgangs wider. 2016 wird den Weinfreunden Spaß machen.

Sachsen: Flexibilität trotzt Regen
„Viel Flexibilität“ habe die Ernte von den Winzern gefordert, hieß es beim sächsischen Landeslandwirtschaftsamt. Das lag natürlich am Wetter, das nicht mit Herausforderungen geizte. Das Frühjahr war eher trocken. Der Juni war dann sehr niederschlagsreich und brachte Verrieselungsschäden etwa bei Tramineranlagen und einigen Krankheitsdruck durch den Falschen Mehltau. Günstiger für das Wachstum waren die hochsommerlichen Temperaturen von August bis September, doch bedeutete die extreme Hitze Ende August für die Reben wiederum Stress. Die Lese der frühreifen Sorten begann am 10. September mit sehr guten Qualitäten. Stellenweise sorgte allerdings die japanische Kirschessigfliege für Probleme. Zum Glück verhinderten die kühlen Temperaturen im nasskalten Oktober größere Schäden. Durch emsige Arbeit im Weinberg gelang es den Winzern, überwiegend sehr gesundes Lesegut einzubringen. Auch die Menge stimmt; sie wurde auf 27.500 Hektoliter geschätzt. „Endlich haben wir in Sachsen wieder mal zwei gute Jahrgänge hintereinander“, freute sich der Weinbauverbandspräsident Christoph Reiner. Es wird auch sehr gute hochwertige Spezialitäten bis in den edelsüßen Bereich geben.

Württemberg: Herausforderungen bestens gemeistert
Wie überall im Südwesten Deutschlands, präsentierte sich das Frühjahr auch in Württemberg extrem nass und erforderte
einen ausgeklügelten Rebschutz. Danach war es zunehmend heiß und trocken; die Sorten Acolon und Dornfelder waren bereits Mitte August durchgefärbt. Auch dieanderen Sorten wie Riesling, Müller-Thurgau, Kerner, Trollinger und Schwarzriesling entwickelten eine hervorragende physiologische Reife. Die Lese erfolgte bei weitgehend trockener Witterung kontinuierlich vom 24. September bis Ende Oktober, nur durch einen Starkregen am 21.10. unterbrochen. Die württembergischen Weingärtner werden in diesem Jahr eine sehr gute Qualität in die Gläser bringen – vergleichbar mit dem Spitzenjahrgang 2015, so die Meinung der Experten. Die Erntemenge fiel mit 1,1 Mio. Hektoliter ein wenig besser als im langjährigen Mittel aus
und sogar etwas größer als im Bilderbuchjahrgang 2015. Die perfekten Lesebedingungen mit sonnigen Tagen und kühlen
Nächten verliehen den Weinen den letzten Schliff. Die Jungweine präsentieren sich aus gesprochen sortentypisch und fruchtig.
Bundesweite Weinmost -Ernteschätzung vom 20. Oktober 2016

Quelle: DWI

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Rebsorten

Metzger Gelber Muskateller

Weißwein · Gelber Muskateller · Pfalz

Metzger Gelber Muskateller ist eine fruchtbetonte Weißwein-Spezialität aus der Pfalz. Opulenter Duft nach Litschi, Muskatblüten, Nelken und weißen Pfirsichen. Ein aromatischer Wein, der zum Meditieren einlädt.


Pfalz

Das Weingut Metzger liegt in der Pfalz im Südwesten Deutschlands. Das warme Klima eignet sich für die aromatische Sorte Gelber Muskateller, die hier ihre opulente, florale Aromatik entfalten kann.

Rebsorte und Ausbau

Der Wein besteht aus Gelbem Muskateller. Der Ausbau stellt die opulente, florale Aromatik und die fruchtbetonte Stilistik in den Vordergrund.

Im Glas

Helles Strohgelb. In der Nase opulenter Duft nach Litschi, Muskatblüten, Nelken und weißen Pfirsichen. Am Gaumen fruchtbetont und aromatisch, mit feiner Frische. Der Abgang ist lang.

Am Tisch

Gut gekühlt bei 9–11 °C servieren.

Klassische Begleitung: asiatische Küche, würzige Gerichte, Obst, Desserts oder solo.


Lage: Pfalz (Deutschland)
Klassifikation: Pfalz – Weißwein (Gelber Muskateller)
Ausbau: Gelber Muskateller, fruchtbetont

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Spanien

Gran Dominio Crianza Rioja

Rotwein · Rioja · Tempranillo · Crianza · Spanien

Bodegas LAN Gran Dominio Crianza ist ein hervorragender Rotwein aus der Rioja, hauptsächlich aus Tempranillo, verfeinert mit einem kleinen Anteil Garnacha. Ein voller, kräftiger Wein mit reichem Bouquet. Im Glas Cassis, Kirsche und ein Hauch Vanille.


Rioja

Bodegas LAN ist ein renommiertes Weingut in der Rioja im Norden Spaniens. Das ausgewogene Klima und die kalk- und tonhaltigen Böden bringen ausdrucksstarke Tempranillo-Weine hervor.

Assemblage und Ausbau

Die Cuvée besteht hauptsächlich aus Tempranillo, verfeinert mit einem kleinen Anteil Garnacha. Als Crianza reift der Wein zwölf Monate in amerikanischen Eichenholzfässern und anschließend fünfzehn Monate in der Flasche, was ihm Fülle, Kraft und ein reiches Bouquet verleiht.

Im Glas

Tiefes Rot. In der Nase eine verführerische Mischung aus schwarzen Johannisbeeren, Kirschen und einem Hauch Vanille. Am Gaumen fruchtig und kräftig, kraftvoll und zugleich trinkreif. Der Abgang ist von milden Tanninen geprägt.

Am Tisch

Bei 16–18 °C servieren; eine kurze Belüftung tut dem Wein gut.

Klassische Begleitung: Lamm, Rind, Schmorgerichte und gereifter Käse.


Lage: Rioja (Spanien); Kalk/Ton
Klassifikation: Rioja DOCa – Crianza
Ausbau: Tempranillo mit Garnacha, 12 Monate amerikanische Eiche, 15 Monate Flasche

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Weine

Kompassus Baga Reserva 2020 tinto

Rotwein · Bairrada · Baga

Baga DOC Bairrada Reserva alte Reben (bis 90 J.) Kompassus · João Póvoa 18 Monate franz. Barrique 2020

Der Kompassus Baga Reserva 2020 ist ein reinsortiger Baga-Rotwein, der nur so vor Kraft strotzt – aus bis zu 90 Jahre alten Reben der Bairrada, 18 Monate in französischer Eiche gereift. Ein kraftvoller, tiefgründiger Ausdruck einer großen, oft unterschätzten Rebsorte.


Kompassus – Baga-Spezialist aus der Bairrada

Kompassus ist das Boutique-Weingut von João Póvoa in der portugiesischen DOC Bairrada – Augenarzt von Beruf, Winzer aus Leidenschaft. Seit 1991 erzeugt er Wein, seit 2005 unter dem Namen Kompassus; die Baga, die große rote Sorte der Bairrada, ist die Basis all seiner Rot- und Schaumweine. Die Reben in Cordinhã wachsen auf tonig-kalkigen Böden mit starker Südexposition, naturnah und minimal-invasiv bewirtschaftet. Seit 2012 verantwortet Anselmo Mendes, einer der besten Önologen Portugals, die Kellerarbeit.

„Baga" ist eine autochthone Rebsorte aus Portugal, die kaum Beachtung findet. Oft wurde sie nur im Verschnitt verwendet, um dem Wein mehr Komplexität, Struktur und Farbe zu verleihen. Dieser reinsortige Reserva zeigt, welches Potenzial in ihr steckt: Das Lesegut stammt von bis zu 90 Jahre alten Reben.

Jahrgang 2020 – Bairrada

Der Jahrgang 2020 bringt im Baga Reserva einen kraftvollen, dicht strukturierten Rotwein mit dunkler Frucht und der für die Sorte typischen festen Tanninstruktur. Die alten Reben und die kühl-atlantisch geprägte Bairrada sorgen dabei für Frische und Spannung, die der Kraft des Weins Balance verleihen.

Ausbau

Reinsortiger Baga aus dem Jahrgang 2020, Reserva, trocken.

Der Wein reift 18 Monate in 700-Liter-Barriques aus französischer Eiche, was ihm noch mehr Struktur, Tiefe und Ausdruck verleiht. Die Produktion ist auf 5.000 Flaschen pro Jahrgang reduziert.

Im Glas

Ein kraftvoller, ausdrucksstarker Baga: tiefe dunkle Frucht (Brombeere, dunkle Kirsche), ergänzt um würzige und erdige Noten sowie feine, vom Barrique getragene Würze. Am Gaumen dicht und strukturiert, mit der für die Sorte typischen festen, griffigen Tanninstruktur und einer frischen Säure, die Kraft und Tiefe in Balance hält.

Dieser aus 100 % Baga vinifizierte Reserva strotzt nur so vor Kraft.

Mit großem Reifepotenzial; profitiert deutlich vom Dekantieren. Am besten bei 18 °C servieren.

Am Tisch

Zur traditionellen Bairrada-Küche (Spanferkel/Leitão), zu geschmortem und gegrilltem rotem Fleisch, zu Wild und Lamm sowie zu gereiftem Hartkäse.


Lage: DOC Bairrada, Cordinhã (Portugal); tonig-kalkige Böden, Südexposition, alte Baga-Reben (bis 90 Jahre)
Klassifikation: DOC Bairrada, Baga Reserva (trocken); ca. 5.000 Flaschen
Ausbau: 100 % Baga; 18 Monate in 700-l-Barriques aus französischer Eiche

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Rebsorten

Noon Reserve Cabernet Sauvignon 2012

Rotwein · Langhorne Creek · Cabernet Sauvignon

Cabernet Sauvignon Langhorne Creek Reserve Fruit Trees · Main Road Block Drew Noon MW franz. Barrique 2012

Der Noon Reserve Cabernet Sauvignon 2012 ist die kultige Cabernet-Spitze des Hauses – ein reinsortiger Cabernet aus Langhorne Creek mit klarer Cassisfrucht, einem frischen Lift und einer wundervollen Balance, die schon jetzt großen Trinkgenuss bietet.


Noon – Kult aus McLaren Vale

Noon gehört zu den absoluten Old-School-Weingütern – schon immer handgemacht. Drew Noon, einer der wenigen Masters of Wine Australiens, übernahm das Gut 1996 und gibt zu jeder Ernte ganz klar an, was „Mother Nature" ihm beschert hat. Sein Ansatz: Handlese, Gärung in offenen Bottichen mit manueller Stampfung, Korbpresse, minimaler Eingriff im Keller, ungeschönt und ungefiltert.

Während der Eclipse von den estate-eigenen Grenache-Reben in McLaren Vale stammt, kommen die Trauben für die Reserve-Weine aus dem etwas südlicher gelegenen Langhorne Creek – seit dem ersten Reserve Cabernet 1996 stets aus den Blocks Fruit Trees und Main Road des Borrett-Vineyards. Die Reben (gepflanzt 1972) wachsen auf tiefen, alluvialen Lehmböden der Bremer-River-Flutebene, deren gute Wasserspeicherung eine langsame, vollständige Reife ermöglicht.

Jahrgang 2012 – Langhorne Creek

Der Reserve Cabernet ist bewusst ein reiferer Cabernet-Stil, der die Cassis- und Brombeerfrucht über kräutrige Noten stellt. Der 2012er zeigt diese Handschrift mit satter Frucht und großer Klarheit, getragen von einem feinen, eher zurückhaltenden Tannin und einer frischen Note, die dem Wein einen schönen Lift und eine wundervolle Balance verleiht.

Ausbau

Reinsortiger Cabernet Sauvignon aus dem Jahrgang 2012, trocken.

Handlese, Gärung in kleinen offenen Bottichen mit ständigem Handstampfen zur schonenden Farb- und Tanninextraktion, anschließend Pressung von Hand in der Korbpresse. Reife rund 16 bis 18 Monate in französischen Barriques (225 l), bei einem moderaten Anteil neuer Fässer. Crushen, Gären, Reifen und Abfüllen erfolgen auf dem Gut; ungeschönt und ungefiltert.

Im Glas

Seit jeher einer der liebsten Noons – endlich unter Schraubverschluss, was sich direkt in der Nase mit ganz klaren Cassisbeeren zeigt, dazu etwas Rumtopfwürze. Im Mund dann satte Frucht: Cassis pur, schwarzer Fliederbeersaft, Kokosschoko, Nelke – jedoch keine extreme Konzentration, sondern ein Übergang in eine frische Note, vielleicht Minze, die dem Wein einen schönen Lift verleiht. Die Tannine sind vorhanden, aber eher im Hintergrund, dabei sehr lang; klar, dass der Wein altern kann. Eine wundervolle Balance schon jetzt.

Wundervolle Balance schon jetzt – diese Flasche war von allen als erste leer getrunken.

(Verkostungsnotiz: Jeanine Hildebrand.) Schon jetzt ein Genuss, klassisch zu gegrilltem Lamm, mit gutem Reifepotenzial; profitiert vom Dekantieren. Bei 16–18 °C servieren.

Am Tisch

Zu char-gegrilltem Lamm, zu rotem Fleisch und Steak, zu Wild sowie zu gereiftem Hartkäse.


Lage: Langhorne Creek (South Australia, Australien); Borrett-Vineyard, Blocks Fruit Trees und Main Road, tiefe alluviale Lehmböden (Bremer-River-Flutebene), Reben seit 1972
Klassifikation: Langhorne Creek, Cabernet Sauvignon (Reserve), trocken
Ausbau: 100 % Cabernet Sauvignon; Handlese, Gärung in offenen Bottichen mit Handstampfen, Korbpresse, ~16–18 Monate franz. Barrique; ungeschönt, ungefiltert

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Rebsorten

Domaine Pierre Vincent Puligny Montrachet 2024

Weißwein · Puligny-Montrachet (Côte de Beaune) · Chardonnay

Chardonnay Puligny-Montrachet (Village) Domaine Pierre Vincent Les Leuvrons & Les Perrières Kalkmergel · Vulkangestein ~12 Mon. Fass + ~6 Mon. Tank wenig Neuholz · biologisch 2024

Der Domaine Pierre Vincent Puligny-Montrachet 2024 ist ein Village-Chardonnay von ungewöhnlicher Dichte und Präzision. Pierre Vincent – zuvor prägend bei der Domaine Leflaive und der Domaine de la Vougeraie – übersetzt hier zwei Puligny-Parzellen in einen salzig-mineralischen, energiegeladenen Weißwein.


Puligny-Montrachet – zwei Parzellen am Kalkhang

Pierre Vincent zählt zu den angesehensten Winzern des Burgund: von 2006 bis 2016 Technischer Direktor der Domaine de la Vougeraie, danach bis Ende 2024 Kellermeister und Geschäftsführer der legendären Domaine Leflaive in Puligny-Montrachet. 2023 übernahm er mit Partnern die Domaine des Terres de Velle in Auxey-Duresses und benannte sie in Domaine Pierre Vincent um – ein kleines Gut über rund zwanzig Appellationen, geprägt von alten Reben, biologischer Bewirtschaftung und minimalistischem Ausbau mit bewusst zurückhaltendem Neuholz.

Der Village-Puligny stammt aus den Climats Les Leuvrons – wo sich Vulkangestein („laves") findet – und Les Perrières, einer etwas höher gelegenen ehemaligen Steinbruchparzelle. Diese kalk- und gesteinsgeprägten Böden verleihen dem Wein trotz Village-Status eine ungewöhnliche Dichte, Spannung und mineralische Tiefe.

Jahrgang 2024 – Côte de Beaune

2024 war im Burgund ein kühleres, feuchtes Jahr. Auf einen milden, nassen Winter folgten früher Austrieb und ein feucht-kühles Frühjahr mit Frost- und Hagelrisiko sowie hohem Krankheitsdruck; die Blüte verlief uneinheitlich. Ein trockenerer Sommer brachte eine langsame Reife, die Lese fiel spät aus, mit strenger Selektion und teils stark reduzierten Erträgen. Die Mostgewichte blieben moderat – die Weißweine zeigen sich klar und fein, mit pikanter Frische, kühler Eleganz und lebendiger Säure.

Ausbau

Trockener Puligny-Montrachet (Village), Jahrgang 2024; 100 % Chardonnay aus den Parzellen Les Leuvrons und Les Perrières.

Nach langem, sanftem pneumatischem Pressen und einer Nacht Vorklärung beginnt die alkoholische Gärung teils im Edelstahltank; anschließend wird der Most für die malolaktische Gärung ins Fass gelegt und rund zwölf Monate im Holz ausgebaut, mit bewusst zurückhaltendem Neuholzanteil. Danach folgen etwa sechs Monate im Edelstahltank, um Frische und Spannung zu bewahren, bevor der Wein gefüllt wird. Die Reben werden biologisch bewirtschaftet.

Im Glas

Ein Village-Puligny von großer Klarheit und Dichte: Zitrus und weißer Pfirsich, dazu weiße Blüten, ein Hauch Haselnuss und eine feine, rauchig-feuersteinige sowie kalkig-salzige Mineralität. Am Gaumen seidig und präzise, dabei überraschend tief für einen Ortswein, getragen von einer klaren Säure und einem langen, salzig-mineralischen Nachhall.

Zitrus und weißer Pfirsich über weißen Blüten, Haselnuss und rauchig-salziger Mineralität – seidig und präzise, überraschend tief für einen Village, mit lebendiger Säure und langem Nachhall.

Ein präziser Village-Puligny mit gutem Reifepotenzial; in der Jugend gern dekantieren. Bei 12–14 °C servieren.

Am Tisch

Zu Fisch und Meeresfrüchten, zu Jakobsmuscheln, zu Geflügel und Kalb in heller Sauce, zu Gerichten mit Butter- und Rahmsaucen sowie zu gereiftem Hartkäse.


Lage: Puligny-Montrachet (Village), Côte de Beaune (Burgund); Parzellen Les Leuvrons (Vulkangestein) und Les Perrières; kalk- und gesteinsgeprägte Böden
Klassifikation: Puligny-Montrachet AOC (Village, trocken); 100 % Chardonnay
Ausbau: sanfte Pressung, alkoholische Gärung teils im Tank, malolaktische Gärung im Fass, ~12 Monate Fass (wenig Neuholz), danach ~6 Monate Tank; biologische Bewirtschaftung

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Länder/Regionen

Château Fontebride Sauternes 2021

Weißwein · Sauternes · edelsüß · Bordeaux

Château Fontebride Sauternes ist ein edelsüßer Weißwein aus dem Sauternes im Bordeaux. Die Weine dieser Appellation zählen – gemeinsam mit deutschen Rieslingen – zu den berühmtesten und lagerfähigsten Süßweinen der Welt. Aus Sémillon, Sauvignon Blanc und Muscadelle entsteht ein reichhaltiger, vollmundiger Süßwein. Noten von Waldhonig, Flieder und getrockneten Früchten verwöhnen schon im Duft.


Sauternes

Sauternes liegt im Süden des Bordeaux, wo der kühle Garonne-Zufluss Ciron morgendliche Nebel bildet. Diese begünstigen die Edelfäule (Botrytis cinerea), die den Trauben Wasser entzieht und Zucker sowie Aromen konzentriert – die Grundlage großer, lagerfähiger Süßweine.

Assemblage und Ausbau

Cuvée aus Sémillon, Sauvignon Blanc und Muscadelle. Die edelfaulen Trauben werden konzentriert eingebracht; der Ausbau verleiht dem Wein Fülle, Tiefe und großes Reifepotenzial.

Im Glas

Goldgelb. In der Nase Waldhonig, Flieder und getrocknete Früchte, insbesondere Aprikose und Pfirsich. Am Gaumen reichhaltig und vollmundig, mit konzentrierter Süße, feiner Frische und vollem, langem Nachhall.

Am Tisch

Gut gekühlt bei 8–10 °C servieren. Gut gelagert reift der Wein über viele Jahre weiter.

Klassische Begleitung: Foie gras, Blauschimmelkäse, Tarte Tatin, Obstdesserts oder solo.


Lage: Sauternes, Bordeaux (Frankreich)
Klassifikation: AOC Sauternes (edelsüß)
Ausbau: Sémillon, Sauvignon Blanc & Muscadelle, edelsüß

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Weine

Dietrich Sauvignon Blanc

Wein · Weißwein · Pfalz · Deutschland

Dietrich Sauvignon Blanc ist ein sehr sortentypischer Sauvignon Blanc mit frischen, klaren Aromen nach grünem Apfel, Zitrone und Maracuja. Fruchtig, saftig, feinwürzig und mit einer kühlen Mineralität versehen.


Pfalz

Das Weingut Familie Dietrich bewirtschaftet 25 Hektar Rebfläche von Großkarlbach bis Weisenheim am Sand und Laumersheim in der Pfalz. Geführt wird es von den Brüdern Arnd und Gerrit Dietrich. Über 1.800 Sonnenstunden im Jahr bringen ausdrucksstarke, klare Sortentypen hervor.

Rebsorte und Ausbau

Reinsortig aus Sauvignon Blanc. Der frische, kühle Ausbau stellt die klare, krautig-fruchtige Aromatik und die kühle Mineralität in den Vordergrund. Trocken ausgebaut.

Im Glas

Helles Grüngelb. In der Nase frisch und klar, mit grünem Apfel, Zitrone und Maracuja. Am Gaumen fruchtig, saftig und feinwürzig, mit kühler Mineralität und animierendem, klarem Abgang.

Am Tisch

Gut gekühlt bei 8–10 °C servieren – als Aperitif oder zum Essen.

Passt zu: Fisch, Meeresfrüchten, Salaten, Spargel, Ziegenkäse und leichten Sommergerichten.


Lage: Pfalz (Deutschland); Weingut Familie Dietrich
Klassifikation: Pfalz – 100 % Sauvignon Blanc, trocken
Ausbau: frisch und mineralitätsbetont

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Weine

Christian Ottenbreit Silvaner Hucklkätz 2025

Weißwein · Franken · Naturwein

100 % Silvaner Deutscher Landwein Main Obernbreit · Franken trocken · 13 % vol. 10 Monate Eichenfass ungeschönt & unfiltriert

Der Silvaner „Hucklkätz" 2025 ist der im Eichenfass gereifte Naturwein-Silvaner von Christian Ottenbreit aus Obernbreit in Franken. Handgelesen, spontan vergoren, über zehn Monate im Holzfass gereift und ungeschönt sowie unfiltriert gefüllt. Als Deutscher Landwein Main wurzeln die Reben auf Muschelkalk, der dem Wein seine salzig-kreidige Mineralität gibt. Trocken, mit 13 % vol., Substanz und Griff.


Obernbreit – Maindreieck, Franken

Obernbreit liegt im Maindreieck im Süden des Anbaugebiets Franken. Die Reben wachsen auf Muschelkalk, der für straffe, mineralisch geprägte Weine steht; in den Lagen des Weinguts trifft Muschelkalk auf Keuper. Christian Ottenbreit führt das Weingut seit dem ersten Jahrgang 2017, abgefüllt wird als Gutsabfüllung, klassifiziert als Deutscher Landwein Main.

Assemblage und Ausbau

Reinsortiger Silvaner aus handgelesenen Trauben. Vergoren und über zehn Monate im Eichenholzfass gereift, anschließend ohne Schönung und Filtration gefüllt. Trocken ausgebaut bei 13 % vol. Das Weingut empfiehlt das Dekantieren vor dem Servieren.

Im Glas

Leichtes Strohgelb. In der Nase ätherische Anklänge, Kräuter und eine rauchige Spur. Am Gaumen herb-saftige, fest gefügte Frucht mit deutlich vegetabilen Aromen, dazu nussige, pflanzliche und hefige Töne. Die Säure ist fein und präsent, der Gerbstoff mürbe und greifbar, darunter viel Kreide und Salz. Gute Substanz und Tiefe, etwas gelbe Würze, ein Hauch Speck. Der Abgang ist fest und recht komplex, mit Zug, kühlem Saft und erneutem Griff.

Am Tisch

Klassische Begleitung: gebratener Zander, Geflügel mit Pilzen, Kalbsbraten und gereifter Hartkäse. Die salzig-kreidige Art passt auch zu Spargel und herzhafter fränkischer Küche. Der Jahrgang 2025 lässt sich bereits gut trinken, gewinnt mit Luft aber deutlich; bei kühler, dunkler Lagerung begleitet er bis etwa 2031. Serviertemperatur rund 11–12 °C.


Lage Obernbreit, Franken (Maindreieck)
Klassifikation Deutscher Landwein Main
Ausbau 10 Monate Eichenfass, ohne Schönung und Filtration

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