Weinjahrgang 2016: Detaillierter Bericht aus den 13 Anbaugebieten

Weinjahrgang 2016: Detaillierter Bericht aus den 13 Anbaugebieten

Nach einem grandiosen Finale eines sehr arbeitsintensiven und turbulenten Weinjahres sind die deutschen Weinerzeuger mit den eingebrachten Qualitäten sehr zufrieden Wie das Deutsche Weininstitut (DWI) mitteilt, konnten dank eines perfekten Spätsommers bundesweit gut ausgereifte und sehr gesunde Trauben geerntet werden.

Weinfreunde können sich auf sehr aromatische, elegante Weißweine mit einem harmonischen Fruchtsäurespiel und farbkräftige, samtige Rotweine des 2016er Jahrgangs freuen. In einigen Regionen, wurde er auch noch von einer erfolgreichen Eisweinlese gekrönt.

Auch die bundesweit erwarteten Erntemengen sind mit zuletzt geschätzten neun Millionen Hektolitern insgesamt zufriedenstellend. Sie lägen damit exakt auf dem Niveau des zehnjährigen Mittels und zwei Prozent über dem Vorjahresertrag. Die Ernteergebnisse unterliegen allerdings einzelbetrieblich und regional sehr großen Schwankungen, je nachdem, wie stark die Weinberge von den diesjährigen Wetterkapriolen in Mitleidenschaft gezogen wurden.

 

Weinjahrgang 2016 – Ein Blick in die Anbaugebiete:

Ahr: Herausragende Qualitäten

Trotz des allzu nassen Frühsommers, der in Verbindung mit einem kühlen Frühjahr eine eher spät einsetzende Vegetationsphase und Rebblüte verursachte, sorgten der warme Sommer und das ideale Lesewetter im September und Oktober für eine unerwartete Qualitäts-Aufholjagd. Gesunde Frühburgunder – und Spätburgundertrauben mit eindrucksvolle Werten konnten per Handlese eingebracht werden. Zum Glück hatte die umsichtige Arbeit der Winzer im Frühsommer größere Schäden durch den falschen Mehltau verhindert. So stimmten am Ende auch die Mengen, die auf rund 3,9 Millionen Liter geschätzt werden. Die Spätburgunder sind von tiefer Farbe und weisen viel Extrakt und ausgereifte, gut eingebundene Tannine auf. Das sind Eigenschaften, die Spitzenjahrgänge kennzeichnen!

Baden: Ende gut, alles gut
Die gute Nachricht beginnt in Baden mit dem Ende: Die Weinqualitäten sind ebenso wie die Erntemenge von rund 1,25 Millionen Hektoliter überdurchschnittlich gut. Gerade in der zweiten Septemberhälfte – bedingt durch traumhaftes, sonniges und trockenes Spätsommerwetter im August und September – legten die Trauben ordentlich an Reife zu. Auch der Oktoberbeginn war golden, die Trauben strotzten vor Gesundheit. Hilfreich waren die kühlen Nächte. So kennzeichnen
fruchtbetonte, saftige Weine und sehr gute Qualitäten den Jahrgang 2016 in Baden. Das hatte man im Frühjahr kaum erwarten können. Nach einem verzögerten Austrieb war es war bis in den Juni hinein regnerisch, was den Falschen Mehltau förderte.
Insgesamt hielten sich die dadurch bedingten Schäden allerdings in Grenzen, obwohl es stellenweise zu massiven
Ertragseinbußen kam. Dank der guten Wasserversorgung entwickelten sich die Reben in einem warmen Sommer
prächtig. Die Temperaturen im Juli erreichten kurzfristig 37 °C. Insgesamt war es ein sehr arbeitsintensives Jahr für die Winzer, mit einem Happy-End für die Weinfreunde.

Franken: Tolles Finale nach spannendem Jahr
Der Jahrgang 2016 machte es den Winzern auf andere Weise schwer als sein Vorgänger, der im Zeichen größter
Hitze und Trockenheit stand. Kennzeichnend waren die extremen Niederschläge im Mai und Juni, die den Winzern einen bislang kaum bekannten Peronospora-Druck bescherten. Nicht nur manche Ökobetriebe waren von Ertragsschädigungen bis hin zum Totalausfall betroffen. Zu allem Überfluss gab es Ende April Spätfröste und am 30. Mai im südlichen Maindreieck teils
massive Hagelschäden. Im August wurde es sehr trocken und heiß, sodass Junganlagen sogar bewässert werden mussten. Ende September begann dann bei perfektem Herbstwetter die Lese für Müller-Thurgau und Bacchus, im Oktober wurden die Burgundersorten und Silvaner eingebracht. Der Gesundheitszustand der Trauben war gut. Dass die Lese nach all der Hektik
vergleichsweise entspannt verlief, war die lang ersehnte, doch kaum noch erwartete Belohnung für die Winzer: „Ein tolles Finale für ein sehr spannendes Jahr“, freute sich der Präsident des Fränkischen Weinbauverbands, Artur Steinmann. Die auf
500.000 Hektoliter geschätzte Menge übertrifft die des Vorjahres und die mittleren Mostgewichte reichten beim Spätburgunder bis 92 ° Oechsle. Der Prädikatsweinanteil wird auf über 65 Prozent geschätzt. Es werden ausgewogene, fruchtige Weine mit harmonischer Struktur, frischer Fruchtsäure und niedrigen Alkoholwerten erwartet – so wie es die Verbraucher lieben.

Hessische Bergstraße: Verzwickte Situation gelöst
Am Anfang des Jahres freuten sich die Winzer an der Bergstraße noch über Regen, glich dieser doch die bestehenden
Wasserdefizite aus. Aber dann setzte im Mai und Juni ein Dauerregen ein, der vor allem wegen des Befallsdrucks durch den Falschen Mehltau Probleme bereitete. Außerdem hatte es Ende April in manchen Lagen durch Frostschäden Einbußen von bis zu 50 Prozent gegeben. Regen im Juni war nicht förderlich für die Rebblüte und eine Hitzewelle im August sorgte für Sonnenbrandschäden und damit für weitere Ertragsausfälle. Nachdem lang ersehnten Sommer setzte schließlich Mitte September die Lese ein und verlief sehr entspannt bis Ende Oktober. So konnten die Trauben bestens ausreifen, weshalb
feinfruchtige, elegante Weißweine und kraftvolle, farbintensive Rotweine den Jahrgang 2016 prägen. Allerdings liegt die
Erntemenge mit geschätzten 30.000 Hektolitern etwas unter dem Vorjahresergebnis, sie entspricht aber dem langjährigen Mittel.

Mittelrhein: Ein sehr differenziertes Bild

Bis zur Jahresmitte richteten die Winzer am Mittelrhein meist besorgte Blicke gen Himmel. Es regnete viel zu viel, die Temperaturen waren durchschnittlich. Der Rebschutz war ein wichtiges Thema bei den Winzern. Wer ihn
bis Pfingsten im Griff hatte, profitierte von der ab Mitte Juli bis zur Lese sehr vorteilhaften Witterung am meisten, besonders bei spät reifenden Sorten wie Riesling. Die Rebblüte setzte spät ein und verlief zögerlich. Am 24. Juni wurden Weinberge in den
Gemarkungen von Oberwesel und Dellhofen sowie auf der rechten Rheinseite in Kaub und Dörscheid durch Hagelschlag geschädigt. Dank der sonnigen Spätsommerwitterung reiften die Trauben sehr gleichmäßig und blieben bis zum Schluss gesund. Mit Erntemengen von 10 hl/ha bis 110 hl/ha fallen die Erträge von Betrieb zu Betrieb allerdings sehr unterschiedlich aus, ebenso wie die Mostgewichte. Die geschätzte Erntemenge liegt dennoch bei 29.000 Hektolitern und damit sogar um 17 Prozent höher als der langjährige Durchschnitt. Die Jungweine weisen eine frische Säure, reiche Aromen und ausgeprägte
Fruchtigkeit auf.

Mosel: Trotz Wetterkapriolen normaler Ertrag
Von Frost bis Sonnenbrand, von Starkregen bis Trockenheit bot das Wetter 2016 alles. Trotz der Extreme fiel der Jahrgang allgemein weit besser aus als erwartet, sowohl qualitativ als auch quantitativ: Mit rund 750.000 Hektolitern lag die Erntemenge nur um ein Prozent niedriger als 2015. Wie in anderen Regionen auch, wirkten sich die Wetterereignisse kleinräumig sehr unterschiedlich aus: „Während in manchen Rebzeilen kaum Trauben am Stock hingen, konnten nur 150 Meter weiter volle Erntemengen gelesen werden“, zitiert Moselwein e.V. Geschäftsführer Ansgar Schmitz einen Winzer von der Saar. Die Rebblüte begann erst Mitte Juni und zog sich bis in den Juli. Erst das gute Herbstwetter erlaubte den Trauben eine ruhige Reifung. Die Winzer konnten dank der stabilen Witterung langsam und selektiv gute Qualitäten lesen. Die Jungweine des neuen Jahrgangs sind an der Mosel von moderaten Säure gehalten und einer intensiven Aromatik geprägt.

Nahe: Neidischer Herbst
Die Nahewinzer hatten nach dem verregneten Frühjahr ab Pfingsten um ihre Ernte gefürchtet. Der Mehltau-Befallsdruck war enorm. Zum Glück kam dann die ersehnte Wetterwende, die den Winzern letztlich einen hervorragenden Jahrgang bescherte –
wenn auch die Mengen teilweise zu wünschen übrig ließen. Ein warmer Sommer und ein Bilderbuchherbst – vier Wochen Sonne fast ohne Regen – ließen die Trauben doch noch gut ausreifen. Sorten wie Dornfelder, Scheurebe, Müller-Thurgau und Burgundersorten lieferten kerngesunde Trauben. Mostgewichte bis 100 ° Oechsle wurden erreicht. Allerdings waren die Erträge und Qualitäten stark schwankend. Winzer sprechen in solch einem Falle von einem neidischen Herbst. Mit geschätzten 300.000 Hektoliter liegt die Erntemenge leicht unter dem Vorjahresergebnis, aber auf dem Niveau des Zehnjahresmittels. Der Riesling hat besonders von den milden Herbsttemperaturen und kühlen Nächten profitiert; die Aromen sind perfekt ausgereift. Der 2016er Jahrgang wird das Prädikat besonders wertvoll erreichen können, ist man sich an der Nahe sicher.

Pfalz: Überraschung!
Es kommt oft anders, als man denkt. Dieses Sprichwort stimmt für den letztendlich sehr guten 2016er Jahrgang in der Pfalz in besonderem Maße. Denn im verregneten Frühjahr hatte es noch ganz anders ausgesehen. So viel Regen in einem Mai und Juni hatten selbst altgediente Winzer noch nicht erlebt. Entsprechend erheblich war der Druck durch Befall mit Falschem Mehltau,
teilweise wurden die Blütenstände völlig zerstört. Einige Betriebe, insbesondere Öko-Erzeuger, mussten sich in manchen Weinbergen auf teils drastische Ertragsausfälle einstellen. Doch dann kamen ein warmer Juli und ein sonniger, trockener Spätsommer, der in einen Bilderbuch-Altweibersommer im September mündete. Die Hauptlese, die in der dritten Septemberwoche einsetzte, verlief ausgesprochen entspannt. Bis in den November wurden kerngesunde, perfekt ausgereifte Trauben eingebracht. Besonders die Bukettsorten wie Sauvignon Blanc, Scheurebe und Muskateller zeigten sich als Jungweine sehr aromatisch und ausgewogen. Aber auch die Burgundersorten und der Riesling profitierten von der Witterung. Damit fällt der Jahrgang nach Meinung der Experten sehr typisch für die Pfalz aus: fruchtbetont, elegant, frisch und moderat im
Alkoholgehalt. Es wird auch gute edelsüße Weine geben und die Hoffnung auf Eisweine besteht eben falls noch. Die Erntemenge lag nur leicht unter dem langjährigen Mittel von rund 2,2 Millionen Hektoliter. Fazit des Pfalzwein-Vorsitzenden Ökonomierat Edwin Schrank: „Noch nie hat ein Weinjahrgang die Winzer so positiv überrascht wie dieser!“

Rheingau: Alles Nervensache
Regen ist grundsätzlich gut. Das dachten auch die Rheingauer Winzer im Januar und Februar, denn das Vorjahr war sehr heiß und trocken. Da ist es ja nicht schlecht, wenn die Wasserreserven wieder aufgefüllt werden. Was aber, wenn dann im Juni so viel Regen wie sonst in drei Monaten vom Himmel fällt? Das ist zu viel des Guten. Für die Winzer begann der anstrengende und
nervenaufreibende Kampf gegen den Befall vor allem mit Falschem Mehltau. Nicht immer konnten die Weinberge befahren werden, um die Reben zu behandeln, so feucht war der Boden. Trotz allem verlief die Entwicklung der Reben recht normal. Der Reifebeginn lag beim Riesling mit dem 20. August exakt im 30-jährigen Mittel. Gelesen wurde er überwiegend von Anfang bis Mitte Oktober. Bedingt durch das überaus gute Spätsommer- und Herbstwetter waren die Traubenperfekt ausgereift und zeigten gute Mostgewichte. Fruchtsäure- und Zucker gehalte in den Beeren hielten sich bestens die Waage. So sind fruchtige, ausgewogene Rieslinge mit eleganter Struktur zu erwarten. Mit geschätzten 200.000 Litern liegt die Erntemenge auf dem Niveau des Vorjahres aber zehn Prozent unter dem Zehnjahresdurchschnitt.

Rheinhessen: Glück muss der Mensch haben
Der „Sommer im September“ wird den rheinhessischen Winzern noch lange in Erinnerung bleiben. Der Herbstmonat hat mit schönstem Sonnenschein und um 3,8 °C über dem Durchschnitt liegenden Temperaturen einiges wieder gutgemacht, was angesichts der schwierigen Wetterbedingungen im ersten Halbjahr fast unerreichbar schien. In Rheinhessen regnete es im
Mai dreimal so viel wie normal, und das nach einem bereits sehr kühl en Frühjahr. So lag die Vegetation noch bis zum Sommer rund zwei Wochen zurück; durch die Nässe herrschte hoher Krankheitsdruck in den Reben. Der Zustand der Weinberge, die teilweise wegen aufgeweichter Böden nicht befahrbar waren, erschwerte die notwendigen Behandlungen. Die Wende kam mit dem Juli. Bis in den September hinein herrschte vorwiegend trockenes, warmes Wetter mit Höchsttemperaturen von 35 °C
im August. Die Lese begann Anfang September für die früh reifenden Sorten, die Hauptlese setzte Mitte September ein. Abgesehen von einzelnen Lagen, bei denen schon im Frühjahr krankheitsbedingt starke Ausfälle bis hin zu Totalschaden zu beklagen waren, konnten überwiegend sehr gesunde, ausgereifte Trauben mit ordentlichen Mostgewichten eingebracht werden. Die geschätzte Erntemenge liegt mit 2,5 Millionen Hektoliter nur wenig unter dem Üblichen. Insgesamt werden fruchtbetonte, saftige Weine mit etwas niedrigeren Alkoholwerten als im Vorjahr erwartet. Die Rieslinge profitierten besonders vom idealen Herbst und präsentieren sich ausgeprägt aromatisch – die hervorragende Aromareife ist nach Ansicht der Experten das Geheimnis des Jahrgangs 2016.

Saale-Unstrut: Die ganze Skala
Im nördlichsten deutsche Anbaugebiet trieben die Reben im Mai unter strahlend blauem Himmel aus und auch die Rebblüte, die Mitte Juni begann, verlief ohne Probleme. Pünktlich zum Sommeranfang stieg das Thermometer auf rund 30 °C. Der Juli war ebenfalls heiß und trocken, doch kam es um Freyburg am 17. Juli zu einem Hagelunwetter. Feuchtigkeit und schwülwarmes
Wetter verursachten zwar einen gewissen Krankheitsdruck, dem die Winzer aber mit gezielter Laubarbeit begegneten, um die Trauben besser zu durchlüften und trocken zu halten. Der August brachte hohe Temperaturen und teils Unwetter mit Hagelschäden. Die Lese begann schließlich am 20. September mit ruhigem, trockenen Herbstwetter. Im Oktober kam dann Regen auf mit kühlen Temperaturen, doch die Trauben zeigten sich den gesamten Herbst über sehr gesund, was die
Grundlage für ausgeprägt fruchtige, körperreiche Weine mit moderaten Fruchtsäuregehalten lieferte, sowohl im Basissegment als auch bei den Spezialitäten. Die geschätzte Erntemenge von 55.000 Hektolitern liegt auf dem Niveau des Vorjahres. Die Qualität sei jedoch noch eine Klasse besser als 2015, erklärte Weinbaupräsident Siegfried Boy. Die Jungweine spiegeln die Sonne des Jahrgangs wider. 2016 wird den Weinfreunden Spaß machen.

Sachsen: Flexibilität trotzt Regen
„Viel Flexibilität“ habe die Ernte von den Winzern gefordert, hieß es beim sächsischen Landeslandwirtschaftsamt. Das lag natürlich am Wetter, das nicht mit Herausforderungen geizte. Das Frühjahr war eher trocken. Der Juni war dann sehr niederschlagsreich und brachte Verrieselungsschäden etwa bei Tramineranlagen und einigen Krankheitsdruck durch den Falschen Mehltau. Günstiger für das Wachstum waren die hochsommerlichen Temperaturen von August bis September, doch bedeutete die extreme Hitze Ende August für die Reben wiederum Stress. Die Lese der frühreifen Sorten begann am 10. September mit sehr guten Qualitäten. Stellenweise sorgte allerdings die japanische Kirschessigfliege für Probleme. Zum Glück verhinderten die kühlen Temperaturen im nasskalten Oktober größere Schäden. Durch emsige Arbeit im Weinberg gelang es den Winzern, überwiegend sehr gesundes Lesegut einzubringen. Auch die Menge stimmt; sie wurde auf 27.500 Hektoliter geschätzt. „Endlich haben wir in Sachsen wieder mal zwei gute Jahrgänge hintereinander“, freute sich der Weinbauverbandspräsident Christoph Reiner. Es wird auch sehr gute hochwertige Spezialitäten bis in den edelsüßen Bereich geben.

Württemberg: Herausforderungen bestens gemeistert
Wie überall im Südwesten Deutschlands, präsentierte sich das Frühjahr auch in Württemberg extrem nass und erforderte
einen ausgeklügelten Rebschutz. Danach war es zunehmend heiß und trocken; die Sorten Acolon und Dornfelder waren bereits Mitte August durchgefärbt. Auch dieanderen Sorten wie Riesling, Müller-Thurgau, Kerner, Trollinger und Schwarzriesling entwickelten eine hervorragende physiologische Reife. Die Lese erfolgte bei weitgehend trockener Witterung kontinuierlich vom 24. September bis Ende Oktober, nur durch einen Starkregen am 21.10. unterbrochen. Die württembergischen Weingärtner werden in diesem Jahr eine sehr gute Qualität in die Gläser bringen – vergleichbar mit dem Spitzenjahrgang 2015, so die Meinung der Experten. Die Erntemenge fiel mit 1,1 Mio. Hektoliter ein wenig besser als im langjährigen Mittel aus
und sogar etwas größer als im Bilderbuchjahrgang 2015. Die perfekten Lesebedingungen mit sonnigen Tagen und kühlen
Nächten verliehen den Weinen den letzten Schliff. Die Jungweine präsentieren sich aus gesprochen sortentypisch und fruchtig.
Bundesweite Weinmost -Ernteschätzung vom 20. Oktober 2016

Quelle: DWI

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Rebsorten

Arnaud Mortet Gevrey Chambertin Ma Cuvée 2021

Rotwein · Gevrey-Chambertin · Pinot Noir

Pinot Noir Gevrey-Chambertin AOC Ma Cuvée · alte Reben Assemblage mehrerer Parzellen 2021

Der Gevrey-Chambertin Ma Cuvée 2021 von Arnaud Mortet ist eine sorgfältige Assemblage von Pinot Noir aus mehreren ausgewählten Parzellen innerhalb von Gevrey-Chambertin. Die alten Reben liefern Frucht von hoher Qualität; im Wein zeigt sich Mortets Handschrift aus Finesse und Terroir-Ausdruck. Der klassische Jahrgang 2021 unterstreicht die feine, frische Linie.


Gevrey-Chambertin – Assemblage aus alten Reben

Gevrey-Chambertin ist die größte Gemeinde der Côte de Nuits und Heimat berühmter Grand Crus rund um Chambertin. „Ma Cuvée" entsteht als Verschnitt mehrerer mit Bedacht gewählter Parzellen innerhalb der Appellation – alle mit alten Rebstöcken.

Arnaud Mortet führt die Domaine (Denis Mortet) in Gevrey-Chambertin, eine der Spitzenadressen des Ortes. Seine Handschrift zielt auf Finesse und einen klaren Terroir-Ausdruck.

Jahrgang 2021 – Côte de Nuits

2021 war im Burgund ein Wechselbad: Auf eine frühe Frühlingswärme folgte ab dem 6. April ein wochenlanger, schwerer Frost mit Schnee und Tiefstwerten bis −8 °C, der einen Großteil der Ernte vernichtete. Eine kühle, trockene Phase bis in den Mai verzögerte die Erholung der Pinot-Reben; danach brachten atlantische Regenfälle hohen Mehltaudruck.

Stabileres, wenn auch nicht heißes Wetter im August und September ließ die Trauben reifen, sorgfältige Arbeit war gegen Fäulnis nötig. Für die roten Burgunder steht 2021 für kleine Erträge und einen klassischen, frischen Stil mit feiner Struktur und moderatem Alkohol.

Assemblage und Ausbau

Reinsortiger Pinot Noir aus dem Jahrgang 2021, eine Assemblage mehrerer Parzellen mit alten Reben.

Der Wein reift in Eichenfässern unterschiedlicher Reife, abgestimmt auf die Charakteristik des Jahrgangs. So bleibt die Balance zwischen Frucht und feinen Holznoten gewahrt.

Im Glas

In der Nase intensive rote Frucht und eine deutliche florale Note, dazu sanfte Gewürznoten aus dem Eichenfass. Am Gaumen tiefgründige Textur mit präsenten Tanninen und knackiger Struktur – im frischen, klassischen Stil des Jahrgangs.

Rote Frucht und florale Noten über sanfter Holzwürze – ein klassisch-frischer Gevrey-Chambertin mit Mortets Finesse.

Schon heute zugänglich, mit Potenzial, sich über die kommenden rund fünf Jahre weiterzuentwickeln. Bei 16 °C servieren.

Am Tisch

Ente und Geflügel, Rind, Gerichte mit Pilzen, dazu mittelreifer bis gereifter Käse. Ein vielseitiger Begleiter für die feine Küche.


Lage: Gevrey-Chambertin; Assemblage mehrerer Parzellen, alte Reben
Klassifikation: Gevrey-Chambertin AOC
Ausbau: Pinot Noir, alte Reben; Eichenfässer unterschiedlicher Reife (je nach Jahrgang)

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Feinkost

Condimento Balsamico ROSÉ dolce 0,25 Liter

Feinkost · Balsamico · Emilia-Romagna

Der Bertoni Condimento Balsamico Rosé dolce ist ein rosafarbenes, liebliches Balsamico-Condimento der Acetaia del Casato Bertoni aus Reggio Emilia. Es entsteht aus konzentriertem Traubenmost und Weinessig und zeigt eine zarte rosé Farbe mit fruchtiger Beerennote. Der Geschmack ist süß-säuerlich und mild, die Konsistenz fein viskos. Ein vielseitiges Würzmittel für Salate, Gemüse und Obst. Hier in der handlichen 0,25-Liter-Flasche – ideal zum Kennenlernen und als Geschenk.


Herkunft

Die Acetaia del Casato Bertoni liegt in Casalgrande in der Provinz Reggio Emilia, im Herzen der Emilia-Romagna. Seit 1936 stellt die Familie Bertoni hier in drei Generationen Balsamico-Essige und Condimenti her, heute geführt von Lelio Bertoni mit seinen Söhnen Milo und Roberto. Für den Rosé wird konzentrierter Traubenmost mit Weinessig vermählt; die schonende Verarbeitung gibt dem Condimento seine helle, rosafarbene Tönung.

Anbau und Verarbeitung

Konzentrierter Traubenmost wird mit Weinessig kombiniert und schonend verarbeitet, sodass die zarte rosé Farbe und die fruchtige Note erhalten bleiben. Zutaten: Weinessig, konzentrierter Traubenmost. Enthält Sulfite.

Geschmack

Zarte rosé Farbe mit feiner Viskosität. Im Geschmack süß-säuerlich ausbalanciert, fruchtbetont mit Anklängen roter Beeren und mild abgestimmtem Essigsäuregehalt. Der Abgang bleibt fein und fruchtig.

Am Tisch

Klassisch zu Salaten, Gemüse und frischem Obst. Gut auch zu Frischkäse, Erdbeeren oder über Vanilleeis und Desserts. Pur als Finish über das fertige Gericht träufeln. Kühl und dunkel lagern.

Flaschengröße 0,25 Liter

Die 0,25-Liter-Flasche eignet sich zum Kennenlernen, für kleinere Haushalte und als Mitbringsel oder Teil eines Feinkost-Geschenks. So lassen sich auch die drei Bertoni-Sorten Bianco, Rosé und Nero gut nebeneinander probieren.

Wer den Rosé regelmäßig verwendet, greift zur größeren 0,5-Liter-Flasche.

Häufige Fragen

Was ist ein Condimento Balsamico?
Condimento ist die Bezeichnung für Balsamico-Würzen, die nicht den Regeln der geschützten Herkunftsbezeichnungen „Aceto Balsamico di Modena IGP“ oder „Aceto Balsamico Tradizionale DOP“ unterliegen. Der Hersteller kann Zutaten und Stil frei wählen – beim Rosé von Bertoni für einen milden, lieblichen Geschmack.

Wofür eignet sich der Balsamico Rosé?
Für Salate und Marinaden, zu hellem Fleisch, Fisch und Gemüse – und dank seiner fruchtigen Note auch zu Erdbeeren und anderem Obst.

Wie wird er gelagert?
Gut verschlossen, kühl und dunkel. Balsamico muss nach dem Öffnen nicht in den Kühlschrank.


Hersteller Acetaia del Casato Bertoni, Casalgrande (Reggio Emilia, Italien)
Produkt Condimento Balsamico Rosé dolce (rosafarbenes, liebliches Balsamico-Condimento)
Inhalt 0,25 Liter
Zutaten konzentrierter Traubenmost, Weinessig (enthält Sulfite)
Herkunft Reggio Emilia, Emilia-Romagna (Italien)
Verarbeitung konzentrierter Traubenmost mit Weinessig, schonend verarbeitet
Mindesthaltbarkeit (MHD) 02.2030

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Schaumweine

Franck Bonville Pur Oger Champagner Grand Cru Blanc de Blancs 2018

Der Franck Bonville Pur Oger 2018 ist der feinere Bruder des Pur Avize: Chardonnay aus zwei Parzellen in Oger, mit mehr als fünf Jahren Hefereife. Präzise, seidig und mit einer leisen Salzigkeit, die nach dem nächsten Schluck ruft.

Im Glas

Hellgold, feine Perlage. In der Nase Zitrus, weiße Blüten und ein wenig geröstete Haselnuss, sanft cremig unterlegt. Am Gaumen geradlinig und fein gezeichnet, seidig und doch straff, mit klarer Frische. Das Finale bleibt lang und sauber.

Mach was draus

Austern-Abend mit Freunden, Krustentiere vom Grill oder Saibling mit Beurre blanc. Stell ihn neben den Pur Avize 2018 und probier beide im Wechsel. Servier ihn bei 8 bis 10 °C.

Janus FenskeJanus empfiehlt

„Schenk ihn in große Gläser. Er ist ein toller Aperitif, aber zu feinem Fisch zeigt er erst richtig, was in Oger steckt.“

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Kurz gefragt

Aus welchen Parzellen kommt er? Les Noyerots liegt mitten im Ort, Les Rumigny weiter unten am Hang. Zusammen ergeben sie ein rundes Bild des Dorfes.

Was unterscheidet Oger von Avize? Oger gilt als blumiger und runder, Avize als kraftvoller und kreidiger. Im direkten Vergleich der beiden Pur-Cuvées schmeckst du das gut.

100 % Chardonnay · Oger Grand Cru: Les Noyerots, Les Rumigny · Jahrgang 2018 · Méthode Traditionnelle · über 5 Jahre Hefelager · Extra Brut, 2,5 g/l Restzucker · Champagne Franck Bonville, Avize · Stand: Oktober 2026

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Rebsorten

Poggio Civetta Chianti Classico

Rotwein · Sangiovese · Chianti Classico · Italien

Poggio Civetta Chianti Classico ist ein trockener Rotwein aus der Toskana – ein Chianti Classico DOCG auf Basis der Sangiovese-Traube. Intensives Rubinrot, mit Aromen von Kirsche und einem Hauch Vanille, fruchtig-saftig und sehr samtig am Gaumen.


Chianti Classico

Das Chianti Classico ist das historische Kernland des Chianti zwischen Florenz und Siena in der Toskana. Die DOCG verlangt einen überwiegenden Anteil Sangiovese, der prägenden Rotweinsorte Mittelitaliens. Vertrieben wird der Wein über die Fantini Group.

Rebsorte und Ausbau

Auf Basis der Sangiovese-Traube. Nach der Maischegärung reift der Wein gemäß den Vorgaben der DOCG, teils im Holz, was ihm die feine Vanillenote und die samtige Struktur verleiht, ohne die Frucht zu überdecken.

Im Glas

Intensives Rubinrot. In der Nase Kirsche mit einem Hauch Vanille – typisch für den Sangiovese. Am Gaumen fruchtig-saftig und sehr samtig, mit harmonischer Balance und weichen Tanninen im Nachhall.

Am Tisch

Bei 16–18 °C servieren. Ein klassischer, vielseitiger Begleiter zur italienischen Küche.

Klassische Begleitung: Pasta mit Fleischsauce, Gegrilltes, Bistecca, Wild und Hartkäse.


Lage: Toskana (Italien)
Klassifikation: Chianti Classico DOCG – Rotwein (trocken)
Ausbau: teils im Holz, gemäß DOCG-Vorgaben

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Schaumweine

François Montand ICE Demi-Sec

Der François Montand ICE Demi-Sec ist ein Schaumwein, der ausdrücklich auf Eis gehört. Mit seiner Süße und kräftiger Frucht ist er so angelegt, dass schmelzende Eiswürfel ihn nicht verwässern, sondern erfrischen. In der Flasche vergoren, im Jura gemacht.

Im Glas

Hellgelb, feine Perlen. Duft von Pfirsich, Birne, gelbem Apfel und Blüten. Im Mund rund und weich, frische Säure fängt die Süße ab. Auf Eis wird er schlanker und zitrusfrischer – genau das ist der Plan.

Mach was draus

Drei, vier Eiswürfel ins große Glas, den gut gekühlten Schaumwein darüber, dazu ein Minzblatt oder etwas Limettenzeste. Passt zu Melone mit Schinken, Ziegenkäse mit Honig, Sushi, Obstsalat oder Sorbet. Der Drink für Terrasse, Pool und Sommerparty. Am besten eiskalt, 4 bis 6 Grad.

Janus FenskeJanus empfiehlt

„Mit Minze und Limette ist ICE mein liebster Sommer-Aperitif. Ganz ohne Sirup und trotzdem ein kleiner Cocktail.“

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Kurz gefragt

Warum so viel Süße? Schmelzendes Eis verwässert alles im Glas. Ein Brut wirkt dann schnell wässrig und spitz, der ICE dagegen bleibt rund.

Was heißt Demi-Sec? Halbtrocken. Seine etwa 40 Gramm Zucker je Liter liegen mitten in dieser Stufe.

Chardonnay, Ugni Blanc, Colombard · versektet im Jura · Grundwein im Edelstahl · Flaschengärung · halbtrocken, etwa 40 Gramm Zucker je Liter · auf Eis servieren · Maison du Vigneron, Hauteroche (Jura) · Stand: Oktober 2026

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Weine

Dr. Bürklin Wolf Riesling Gaisböhl Ruppertsberg GC 2023 BIO

Weißwein · Ruppertsberg (Pfalz) · Riesling (Grand Cru)

Riesling Ruppertsberger Gaisböhl G.C. · Monopol Dr. Bürklin-Wolf Mittelhaardt · Pfalz Buntsandstein · Schotter mit Tonflözen Spontangärung · Doppelstück · Vollhefe biodynamisch (DE-ÖKO-003) · 2023

Der Dr. Bürklin-Wolf Ruppertsberger Gaisböhl Riesling G.C. 2023 stammt aus der einzigen Monopollage des Guts. Ein Grand-Cru-Riesling von gewaltigem Körper und feiner Säure – tief, salzig und außergewöhnlich langlebig.


Ruppertsberger Gaisböhl – Monopol am Fuß der Mittelhaardt

Das Weingut Dr. Bürklin-Wolf in Wachenheim zählt zu den führenden Rieslinggütern der Pfalz und bewirtschaftet seine Weinberge seit 2005 biologisch-dynamisch (DE-ÖKO-003, Biodyvin). Seine Qualitätspyramide orientiert sich am burgundischen Prinzip und lehnt sich an die Königlich-Bayerische Lagenklassifikation von 1828 an: G.C. und P.C. entsprechen den Grand Crus und Premier Crus der wertvollsten Lagen.

Der Gaisböhl ist die einzige Monopollage des Guts: Bürklin-Wolf ist Alleineigentümer dieser rund 7,6 Hektar großen Ruppertsberger Toplage, von der 5,2 Hektar als G.C. klassifiziert sind. Schon 1828 galt sie als Spitzenlage von Ruppertsberg. Die reine Südlage am Fuß der Mittelhaardt sorgt für optimale Erwärmung; Terrassenschotter mit Tonflözen verleihen dem Wein seinen gewaltigen Körper und eine feine Säure, der Buntsandstein macht ihn besonders langlebig.

Jahrgang 2023 – Pfalz

2023 war in der Pfalz ein Jahrgang mit reifer, gesunder Frucht und lebendiger Säure. Die warme Südlage, die alten Reben und die biodynamische Arbeit bewahrten Körper, salzige Mineralität und Präzision – Kraft und Frische im Gleichgewicht.

Ausbau

Trockener Riesling (gutseigene Klassifikation G.C./Grand Cru) aus der Monopollage Gaisböhl, Jahrgang 2023; 100 % Riesling von Buntsandstein und Terrassenschotter mit Tonflözen.

Selektive Handlese gesunder, vollreifer Trauben, schonende Kelterung. Temperaturkontrollierte, spontane Gärung und Ausbau im Doppelstück-Holzfass, mit Lagerung auf der Vollhefe bis kurz vor der Füllung. Biologisch-dynamischer Anbau (DE-ÖKO-003).

Im Glas

Ein kerniger, körperreicher Riesling: reife gelbe Frucht und Mirabelle, dazu Zitrus, frischer Pfirsich, eine feine Kräuternote und eine tiefe, erdig-salzige Mineralität. Am Gaumen gehaltvoll und dicht, zugleich präzise strukturiert, mit feiner Säure, salziger Spannung und einem langen, druckvollen Nachhall.

Reife gelbe Frucht, Mirabelle und Pfirsich über Zitrus, feiner Kräuternote und erdig-salziger Mineralität – gehaltvoll und dicht, zugleich präzise, mit feiner Säure und langem, druckvollem Nachhall.

Ein großer, sehr langlebiger Pfalz-Riesling; jung gern dekantieren. Bei 11–13 °C servieren.

Am Tisch

Zu Fisch und Meeresfrüchten, zu Hummer und Jakobsmuscheln, zu Geflügel und Kalb in Rahmsauce sowie zu gereiftem Hartkäse.


Lage: Ruppertsberger Gaisböhl (Monopol), Mittelhaardt (Pfalz); reine Südlage; Buntsandstein, Terrassenschotter mit Tonflözen; Gut ist Alleineigentümer (~7,6 ha, davon 5,2 ha G.C.)
Klassifikation: Riesling G.C. (gutseigene Grand-Cru-Klassifikation), Pfalz (trocken); 100 % Riesling
Ausbau: Handlese, schonende Kelterung, spontane Gärung und Ausbau im Doppelstück-Holzfass, Vollhefelager bis kurz vor der Füllung; biologisch-dynamisch, DE-ÖKO-003

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Weine

Jose Gil Vinedos En Labastida 2024

Rotwein · Rioja DOCa · Tempranillo

Tempranillo mit ~20 % Garnacha & weißen Sorten Rioja DOCa Viñedos en Labastida Labastida (Rioja Alavesa) José Gil uralte Reben (80–100 J.) nur 1.000 Flaschen 2024

Der José Gil Viñedos en Labastida 2024 ist ein besonderer Vino de Pueblo, erstmals aus drei uralten Rebland-Hektar (Reben 80–100 Jahre) – ein sehr seriöser Wein, der den reinen, ursprünglichen Ausdruck dieses Dorfes widerspiegelt. José Gil vergleicht ihn gern mit einem Chambolle-Musigny aus dem Burgund.


Viñedos en Labastida – uralte Reben, burgundische Eleganz

José Gil zählt mit seiner Partnerin Vicky zu den gefeierten jungen Terroir-Winzern der Rioja (Tim Atkin „Young Winemaker of the Year 2021"). Geprägt von Praktika in Burgund und an der Mosel, vinifiziert er village- und lagenspezifische Weine aus alten Reben – organisch, mit burgundischer Eleganz statt traditioneller Holzlastigkeit.

Dieser Vino de Pueblo aus Labastida wird erstmals aus drei uralten Rebland-Hektar gewonnen, deren Rebstöcke zwischen 80 und 100 Jahre alt sind – ein Wein, der den reinen und ursprünglichen Ausdruck des Dorfes auf bestmögliche Weise widerspiegeln soll; José Gil vergleicht ihn gern mit einem Chambolle-Musigny. Die Reben wachsen auf Parzellen mit unterschiedlichen Böden, Höhenlagen und Klonen und umfassen einen bedeutenden Anteil an weißen Rebsorten, was zur Komplexität und Säurebildung im finalen Wein beiträgt.

Jahrgang 2024 – Rioja

2024 war ein Jahr mit gut wassergesorgten Böden und vergleichsweise kühlem Sommer, das zu einer späten, präzise gelesenen Reife führte. Aus den uralten Labastida-Reben ergibt das einen besonders feinen, vielschichtigen Village-Wein mit klarer Frucht, lebendiger Säure und floraler Eleganz – in einer limitierten Auflage von nur 1.000 Flaschen.

Assemblage und Ausbau

Basis aus Tempranillo und rund 20 % Garnacha, ergänzt durch einen kleinen Anteil weißer Sorten (Viura, Palomino, Garnacha Blanca), aus dem Jahrgang 2024, Rioja DOCa, trocken.

Die Fermentation erfolgt in Edelstahltanks, wobei 20 % der Rappen für zusätzliche Struktur einbezogen werden. Die Reifung erstreckt sich über zehn Monate in einer Kombination aus Betonbehältern und gebrauchten 500-Liter-Fässern aus französischer Eiche – im traditionellen Calado an den Hängen der Burg von San Vicente de la Sonsierra. Abgefüllt im September 2025.

Im Glas

Ein feiner, fast burgundisch anmutender Village-Wein: helle, klar definierte rote Frucht, florale Anklänge und feine Würze, getragen von der Frische und Säure, die der Anteil weißer Sorten beisteuert. Am Gaumen seidig, präzise und harmonisch, mit elegantem Tannin und langem, herkunftsgenauem Nachhall – der reine Ausdruck von Labastida.

Ein sehr seriöser Wein – der reine, ursprüngliche Ausdruck von Labastida, gern verglichen mit einem Chambolle-Musigny.

Schon jetzt zugänglich, mit gutem Reifepotenzial; profitiert vom Dekantieren. Bei 16–18 °C servieren.

Am Tisch

Zu Lamm und Geflügel, zu gegrilltem und geschmortem Fleisch, zu Wild sowie zu mittelreifem Käse.


Lage: Rioja DOCa, Viñedos en Labastida (Rioja Alavesa, Spanien); drei Hektar uralte Reben (80–100 J.), unterschiedliche Böden, Höhenlagen und Klone, hoher Anteil weißer Sorten
Klassifikation: Rioja DOCa, Tempranillo mit ~20 % Garnacha und etwas Viura, Palomino, Garnacha Blanca (trocken); nur 1.000 Flaschen
Ausbau: Gärung im Stahltank, 20 % Ganztraube/Rappen, 10 Monate in Beton und gebrauchten 500-l-Fässern (franz. Eiche) im Calado des Schlosskellers; organischer Anbau

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Weine

Jeff Carrel Eclipse X BIO

Wein · Rotwein · Languedoc · Frankreich

Jeff Carrel Eclipse X ist eine spannende, biozertifizierte Cuvée aus Cabernet Sauvignon und Grenache, die farbintensiv im Glas erstrahlt. Cabernet Sauvignon steuert klare Cassisfrucht und feine Tannine bei, Grenache eine minzig-samtige Himbeerfrucht.


Languedoc / Südfrankreich

Jeff Carrel ist ein renommierter Winzer und Négociant aus dem Languedoc-Roussillon, bekannt für charaktervolle Weine aus dem Süden Frankreichs. Der Wein stammt aus biologischem Anbau (FR-BIO-01). Der Name spielt auf das intensive Farbspiel des Weins an – wie bei einer Sonnenfinsternis.

Assemblage und Ausbau

Cuvée aus Cabernet Sauvignon und Grenache. Cabernet Sauvignon bringt Struktur, Cassisfrucht und feine Tannine, Grenache samtige Himbeerfrucht und eine minzige Note. Der Ausbau betont Frucht und Tiefe. Trocken ausgebaut – der Wein braucht etwas Luft.

Im Glas

Farbintensives, tiefes Rubinrot. In der Nase klare Cassisfrucht und minzig-samtige Himbeere. Am Gaumen kraftvoll und aromenreich, mit reifer Frucht, feinen Tanninen und gutem Zug; mit Luftkontakt gewinnt er an Tiefe und Geschmeidigkeit.

Am Tisch

Vor dem Genuss dekantieren und bei 16–18 °C servieren – ein kraftvoller Begleiter.

Passt zu: gegrilltem und geschmortem rotem Fleisch, Lamm, Wild und reifem Käse.


Lage: Languedoc-Roussillon (Frankreich); Jeff Carrel
Klassifikation: Pays d'Oc IGP – Cuvée aus Cabernet Sauvignon & Grenache, trocken
Ausbau: fruchtbetont; Wein aus biologischem Anbau
Produktion: 6.000 Flaschen

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