Weinjahrgang 2016: Detaillierter Bericht aus den 13 Anbaugebieten

Weinjahrgang 2016: Detaillierter Bericht aus den 13 Anbaugebieten

Nach einem grandiosen Finale eines sehr arbeitsintensiven und turbulenten Weinjahres sind die deutschen Weinerzeuger mit den eingebrachten Qualitäten sehr zufrieden Wie das Deutsche Weininstitut (DWI) mitteilt, konnten dank eines perfekten Spätsommers bundesweit gut ausgereifte und sehr gesunde Trauben geerntet werden.

Weinfreunde können sich auf sehr aromatische, elegante Weißweine mit einem harmonischen Fruchtsäurespiel und farbkräftige, samtige Rotweine des 2016er Jahrgangs freuen. In einigen Regionen, wurde er auch noch von einer erfolgreichen Eisweinlese gekrönt.

Auch die bundesweit erwarteten Erntemengen sind mit zuletzt geschätzten neun Millionen Hektolitern insgesamt zufriedenstellend. Sie lägen damit exakt auf dem Niveau des zehnjährigen Mittels und zwei Prozent über dem Vorjahresertrag. Die Ernteergebnisse unterliegen allerdings einzelbetrieblich und regional sehr großen Schwankungen, je nachdem, wie stark die Weinberge von den diesjährigen Wetterkapriolen in Mitleidenschaft gezogen wurden.

 

Weinjahrgang 2016 – Ein Blick in die Anbaugebiete:

Ahr: Herausragende Qualitäten

Trotz des allzu nassen Frühsommers, der in Verbindung mit einem kühlen Frühjahr eine eher spät einsetzende Vegetationsphase und Rebblüte verursachte, sorgten der warme Sommer und das ideale Lesewetter im September und Oktober für eine unerwartete Qualitäts-Aufholjagd. Gesunde Frühburgunder – und Spätburgundertrauben mit eindrucksvolle Werten konnten per Handlese eingebracht werden. Zum Glück hatte die umsichtige Arbeit der Winzer im Frühsommer größere Schäden durch den falschen Mehltau verhindert. So stimmten am Ende auch die Mengen, die auf rund 3,9 Millionen Liter geschätzt werden. Die Spätburgunder sind von tiefer Farbe und weisen viel Extrakt und ausgereifte, gut eingebundene Tannine auf. Das sind Eigenschaften, die Spitzenjahrgänge kennzeichnen!

Baden: Ende gut, alles gut
Die gute Nachricht beginnt in Baden mit dem Ende: Die Weinqualitäten sind ebenso wie die Erntemenge von rund 1,25 Millionen Hektoliter überdurchschnittlich gut. Gerade in der zweiten Septemberhälfte – bedingt durch traumhaftes, sonniges und trockenes Spätsommerwetter im August und September – legten die Trauben ordentlich an Reife zu. Auch der Oktoberbeginn war golden, die Trauben strotzten vor Gesundheit. Hilfreich waren die kühlen Nächte. So kennzeichnen
fruchtbetonte, saftige Weine und sehr gute Qualitäten den Jahrgang 2016 in Baden. Das hatte man im Frühjahr kaum erwarten können. Nach einem verzögerten Austrieb war es war bis in den Juni hinein regnerisch, was den Falschen Mehltau förderte.
Insgesamt hielten sich die dadurch bedingten Schäden allerdings in Grenzen, obwohl es stellenweise zu massiven
Ertragseinbußen kam. Dank der guten Wasserversorgung entwickelten sich die Reben in einem warmen Sommer
prächtig. Die Temperaturen im Juli erreichten kurzfristig 37 °C. Insgesamt war es ein sehr arbeitsintensives Jahr für die Winzer, mit einem Happy-End für die Weinfreunde.

Franken: Tolles Finale nach spannendem Jahr
Der Jahrgang 2016 machte es den Winzern auf andere Weise schwer als sein Vorgänger, der im Zeichen größter
Hitze und Trockenheit stand. Kennzeichnend waren die extremen Niederschläge im Mai und Juni, die den Winzern einen bislang kaum bekannten Peronospora-Druck bescherten. Nicht nur manche Ökobetriebe waren von Ertragsschädigungen bis hin zum Totalausfall betroffen. Zu allem Überfluss gab es Ende April Spätfröste und am 30. Mai im südlichen Maindreieck teils
massive Hagelschäden. Im August wurde es sehr trocken und heiß, sodass Junganlagen sogar bewässert werden mussten. Ende September begann dann bei perfektem Herbstwetter die Lese für Müller-Thurgau und Bacchus, im Oktober wurden die Burgundersorten und Silvaner eingebracht. Der Gesundheitszustand der Trauben war gut. Dass die Lese nach all der Hektik
vergleichsweise entspannt verlief, war die lang ersehnte, doch kaum noch erwartete Belohnung für die Winzer: „Ein tolles Finale für ein sehr spannendes Jahr“, freute sich der Präsident des Fränkischen Weinbauverbands, Artur Steinmann. Die auf
500.000 Hektoliter geschätzte Menge übertrifft die des Vorjahres und die mittleren Mostgewichte reichten beim Spätburgunder bis 92 ° Oechsle. Der Prädikatsweinanteil wird auf über 65 Prozent geschätzt. Es werden ausgewogene, fruchtige Weine mit harmonischer Struktur, frischer Fruchtsäure und niedrigen Alkoholwerten erwartet – so wie es die Verbraucher lieben.

Hessische Bergstraße: Verzwickte Situation gelöst
Am Anfang des Jahres freuten sich die Winzer an der Bergstraße noch über Regen, glich dieser doch die bestehenden
Wasserdefizite aus. Aber dann setzte im Mai und Juni ein Dauerregen ein, der vor allem wegen des Befallsdrucks durch den Falschen Mehltau Probleme bereitete. Außerdem hatte es Ende April in manchen Lagen durch Frostschäden Einbußen von bis zu 50 Prozent gegeben. Regen im Juni war nicht förderlich für die Rebblüte und eine Hitzewelle im August sorgte für Sonnenbrandschäden und damit für weitere Ertragsausfälle. Nachdem lang ersehnten Sommer setzte schließlich Mitte September die Lese ein und verlief sehr entspannt bis Ende Oktober. So konnten die Trauben bestens ausreifen, weshalb
feinfruchtige, elegante Weißweine und kraftvolle, farbintensive Rotweine den Jahrgang 2016 prägen. Allerdings liegt die
Erntemenge mit geschätzten 30.000 Hektolitern etwas unter dem Vorjahresergebnis, sie entspricht aber dem langjährigen Mittel.

Mittelrhein: Ein sehr differenziertes Bild

Bis zur Jahresmitte richteten die Winzer am Mittelrhein meist besorgte Blicke gen Himmel. Es regnete viel zu viel, die Temperaturen waren durchschnittlich. Der Rebschutz war ein wichtiges Thema bei den Winzern. Wer ihn
bis Pfingsten im Griff hatte, profitierte von der ab Mitte Juli bis zur Lese sehr vorteilhaften Witterung am meisten, besonders bei spät reifenden Sorten wie Riesling. Die Rebblüte setzte spät ein und verlief zögerlich. Am 24. Juni wurden Weinberge in den
Gemarkungen von Oberwesel und Dellhofen sowie auf der rechten Rheinseite in Kaub und Dörscheid durch Hagelschlag geschädigt. Dank der sonnigen Spätsommerwitterung reiften die Trauben sehr gleichmäßig und blieben bis zum Schluss gesund. Mit Erntemengen von 10 hl/ha bis 110 hl/ha fallen die Erträge von Betrieb zu Betrieb allerdings sehr unterschiedlich aus, ebenso wie die Mostgewichte. Die geschätzte Erntemenge liegt dennoch bei 29.000 Hektolitern und damit sogar um 17 Prozent höher als der langjährige Durchschnitt. Die Jungweine weisen eine frische Säure, reiche Aromen und ausgeprägte
Fruchtigkeit auf.

Mosel: Trotz Wetterkapriolen normaler Ertrag
Von Frost bis Sonnenbrand, von Starkregen bis Trockenheit bot das Wetter 2016 alles. Trotz der Extreme fiel der Jahrgang allgemein weit besser aus als erwartet, sowohl qualitativ als auch quantitativ: Mit rund 750.000 Hektolitern lag die Erntemenge nur um ein Prozent niedriger als 2015. Wie in anderen Regionen auch, wirkten sich die Wetterereignisse kleinräumig sehr unterschiedlich aus: „Während in manchen Rebzeilen kaum Trauben am Stock hingen, konnten nur 150 Meter weiter volle Erntemengen gelesen werden“, zitiert Moselwein e.V. Geschäftsführer Ansgar Schmitz einen Winzer von der Saar. Die Rebblüte begann erst Mitte Juni und zog sich bis in den Juli. Erst das gute Herbstwetter erlaubte den Trauben eine ruhige Reifung. Die Winzer konnten dank der stabilen Witterung langsam und selektiv gute Qualitäten lesen. Die Jungweine des neuen Jahrgangs sind an der Mosel von moderaten Säure gehalten und einer intensiven Aromatik geprägt.

Nahe: Neidischer Herbst
Die Nahewinzer hatten nach dem verregneten Frühjahr ab Pfingsten um ihre Ernte gefürchtet. Der Mehltau-Befallsdruck war enorm. Zum Glück kam dann die ersehnte Wetterwende, die den Winzern letztlich einen hervorragenden Jahrgang bescherte –
wenn auch die Mengen teilweise zu wünschen übrig ließen. Ein warmer Sommer und ein Bilderbuchherbst – vier Wochen Sonne fast ohne Regen – ließen die Trauben doch noch gut ausreifen. Sorten wie Dornfelder, Scheurebe, Müller-Thurgau und Burgundersorten lieferten kerngesunde Trauben. Mostgewichte bis 100 ° Oechsle wurden erreicht. Allerdings waren die Erträge und Qualitäten stark schwankend. Winzer sprechen in solch einem Falle von einem neidischen Herbst. Mit geschätzten 300.000 Hektoliter liegt die Erntemenge leicht unter dem Vorjahresergebnis, aber auf dem Niveau des Zehnjahresmittels. Der Riesling hat besonders von den milden Herbsttemperaturen und kühlen Nächten profitiert; die Aromen sind perfekt ausgereift. Der 2016er Jahrgang wird das Prädikat besonders wertvoll erreichen können, ist man sich an der Nahe sicher.

Pfalz: Überraschung!
Es kommt oft anders, als man denkt. Dieses Sprichwort stimmt für den letztendlich sehr guten 2016er Jahrgang in der Pfalz in besonderem Maße. Denn im verregneten Frühjahr hatte es noch ganz anders ausgesehen. So viel Regen in einem Mai und Juni hatten selbst altgediente Winzer noch nicht erlebt. Entsprechend erheblich war der Druck durch Befall mit Falschem Mehltau,
teilweise wurden die Blütenstände völlig zerstört. Einige Betriebe, insbesondere Öko-Erzeuger, mussten sich in manchen Weinbergen auf teils drastische Ertragsausfälle einstellen. Doch dann kamen ein warmer Juli und ein sonniger, trockener Spätsommer, der in einen Bilderbuch-Altweibersommer im September mündete. Die Hauptlese, die in der dritten Septemberwoche einsetzte, verlief ausgesprochen entspannt. Bis in den November wurden kerngesunde, perfekt ausgereifte Trauben eingebracht. Besonders die Bukettsorten wie Sauvignon Blanc, Scheurebe und Muskateller zeigten sich als Jungweine sehr aromatisch und ausgewogen. Aber auch die Burgundersorten und der Riesling profitierten von der Witterung. Damit fällt der Jahrgang nach Meinung der Experten sehr typisch für die Pfalz aus: fruchtbetont, elegant, frisch und moderat im
Alkoholgehalt. Es wird auch gute edelsüße Weine geben und die Hoffnung auf Eisweine besteht eben falls noch. Die Erntemenge lag nur leicht unter dem langjährigen Mittel von rund 2,2 Millionen Hektoliter. Fazit des Pfalzwein-Vorsitzenden Ökonomierat Edwin Schrank: „Noch nie hat ein Weinjahrgang die Winzer so positiv überrascht wie dieser!“

Rheingau: Alles Nervensache
Regen ist grundsätzlich gut. Das dachten auch die Rheingauer Winzer im Januar und Februar, denn das Vorjahr war sehr heiß und trocken. Da ist es ja nicht schlecht, wenn die Wasserreserven wieder aufgefüllt werden. Was aber, wenn dann im Juni so viel Regen wie sonst in drei Monaten vom Himmel fällt? Das ist zu viel des Guten. Für die Winzer begann der anstrengende und
nervenaufreibende Kampf gegen den Befall vor allem mit Falschem Mehltau. Nicht immer konnten die Weinberge befahren werden, um die Reben zu behandeln, so feucht war der Boden. Trotz allem verlief die Entwicklung der Reben recht normal. Der Reifebeginn lag beim Riesling mit dem 20. August exakt im 30-jährigen Mittel. Gelesen wurde er überwiegend von Anfang bis Mitte Oktober. Bedingt durch das überaus gute Spätsommer- und Herbstwetter waren die Traubenperfekt ausgereift und zeigten gute Mostgewichte. Fruchtsäure- und Zucker gehalte in den Beeren hielten sich bestens die Waage. So sind fruchtige, ausgewogene Rieslinge mit eleganter Struktur zu erwarten. Mit geschätzten 200.000 Litern liegt die Erntemenge auf dem Niveau des Vorjahres aber zehn Prozent unter dem Zehnjahresdurchschnitt.

Rheinhessen: Glück muss der Mensch haben
Der „Sommer im September“ wird den rheinhessischen Winzern noch lange in Erinnerung bleiben. Der Herbstmonat hat mit schönstem Sonnenschein und um 3,8 °C über dem Durchschnitt liegenden Temperaturen einiges wieder gutgemacht, was angesichts der schwierigen Wetterbedingungen im ersten Halbjahr fast unerreichbar schien. In Rheinhessen regnete es im
Mai dreimal so viel wie normal, und das nach einem bereits sehr kühl en Frühjahr. So lag die Vegetation noch bis zum Sommer rund zwei Wochen zurück; durch die Nässe herrschte hoher Krankheitsdruck in den Reben. Der Zustand der Weinberge, die teilweise wegen aufgeweichter Böden nicht befahrbar waren, erschwerte die notwendigen Behandlungen. Die Wende kam mit dem Juli. Bis in den September hinein herrschte vorwiegend trockenes, warmes Wetter mit Höchsttemperaturen von 35 °C
im August. Die Lese begann Anfang September für die früh reifenden Sorten, die Hauptlese setzte Mitte September ein. Abgesehen von einzelnen Lagen, bei denen schon im Frühjahr krankheitsbedingt starke Ausfälle bis hin zu Totalschaden zu beklagen waren, konnten überwiegend sehr gesunde, ausgereifte Trauben mit ordentlichen Mostgewichten eingebracht werden. Die geschätzte Erntemenge liegt mit 2,5 Millionen Hektoliter nur wenig unter dem Üblichen. Insgesamt werden fruchtbetonte, saftige Weine mit etwas niedrigeren Alkoholwerten als im Vorjahr erwartet. Die Rieslinge profitierten besonders vom idealen Herbst und präsentieren sich ausgeprägt aromatisch – die hervorragende Aromareife ist nach Ansicht der Experten das Geheimnis des Jahrgangs 2016.

Saale-Unstrut: Die ganze Skala
Im nördlichsten deutsche Anbaugebiet trieben die Reben im Mai unter strahlend blauem Himmel aus und auch die Rebblüte, die Mitte Juni begann, verlief ohne Probleme. Pünktlich zum Sommeranfang stieg das Thermometer auf rund 30 °C. Der Juli war ebenfalls heiß und trocken, doch kam es um Freyburg am 17. Juli zu einem Hagelunwetter. Feuchtigkeit und schwülwarmes
Wetter verursachten zwar einen gewissen Krankheitsdruck, dem die Winzer aber mit gezielter Laubarbeit begegneten, um die Trauben besser zu durchlüften und trocken zu halten. Der August brachte hohe Temperaturen und teils Unwetter mit Hagelschäden. Die Lese begann schließlich am 20. September mit ruhigem, trockenen Herbstwetter. Im Oktober kam dann Regen auf mit kühlen Temperaturen, doch die Trauben zeigten sich den gesamten Herbst über sehr gesund, was die
Grundlage für ausgeprägt fruchtige, körperreiche Weine mit moderaten Fruchtsäuregehalten lieferte, sowohl im Basissegment als auch bei den Spezialitäten. Die geschätzte Erntemenge von 55.000 Hektolitern liegt auf dem Niveau des Vorjahres. Die Qualität sei jedoch noch eine Klasse besser als 2015, erklärte Weinbaupräsident Siegfried Boy. Die Jungweine spiegeln die Sonne des Jahrgangs wider. 2016 wird den Weinfreunden Spaß machen.

Sachsen: Flexibilität trotzt Regen
„Viel Flexibilität“ habe die Ernte von den Winzern gefordert, hieß es beim sächsischen Landeslandwirtschaftsamt. Das lag natürlich am Wetter, das nicht mit Herausforderungen geizte. Das Frühjahr war eher trocken. Der Juni war dann sehr niederschlagsreich und brachte Verrieselungsschäden etwa bei Tramineranlagen und einigen Krankheitsdruck durch den Falschen Mehltau. Günstiger für das Wachstum waren die hochsommerlichen Temperaturen von August bis September, doch bedeutete die extreme Hitze Ende August für die Reben wiederum Stress. Die Lese der frühreifen Sorten begann am 10. September mit sehr guten Qualitäten. Stellenweise sorgte allerdings die japanische Kirschessigfliege für Probleme. Zum Glück verhinderten die kühlen Temperaturen im nasskalten Oktober größere Schäden. Durch emsige Arbeit im Weinberg gelang es den Winzern, überwiegend sehr gesundes Lesegut einzubringen. Auch die Menge stimmt; sie wurde auf 27.500 Hektoliter geschätzt. „Endlich haben wir in Sachsen wieder mal zwei gute Jahrgänge hintereinander“, freute sich der Weinbauverbandspräsident Christoph Reiner. Es wird auch sehr gute hochwertige Spezialitäten bis in den edelsüßen Bereich geben.

Württemberg: Herausforderungen bestens gemeistert
Wie überall im Südwesten Deutschlands, präsentierte sich das Frühjahr auch in Württemberg extrem nass und erforderte
einen ausgeklügelten Rebschutz. Danach war es zunehmend heiß und trocken; die Sorten Acolon und Dornfelder waren bereits Mitte August durchgefärbt. Auch dieanderen Sorten wie Riesling, Müller-Thurgau, Kerner, Trollinger und Schwarzriesling entwickelten eine hervorragende physiologische Reife. Die Lese erfolgte bei weitgehend trockener Witterung kontinuierlich vom 24. September bis Ende Oktober, nur durch einen Starkregen am 21.10. unterbrochen. Die württembergischen Weingärtner werden in diesem Jahr eine sehr gute Qualität in die Gläser bringen – vergleichbar mit dem Spitzenjahrgang 2015, so die Meinung der Experten. Die Erntemenge fiel mit 1,1 Mio. Hektoliter ein wenig besser als im langjährigen Mittel aus
und sogar etwas größer als im Bilderbuchjahrgang 2015. Die perfekten Lesebedingungen mit sonnigen Tagen und kühlen
Nächten verliehen den Weinen den letzten Schliff. Die Jungweine präsentieren sich aus gesprochen sortentypisch und fruchtig.
Bundesweite Weinmost -Ernteschätzung vom 20. Oktober 2016

Quelle: DWI

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Frankreich

François Bertheau Bonnes Mares Grand Cru 2020

Rotwein · Bonnes-Mares Grand Cru · Pinot Noir

Pinot Noir Bonnes-Mares · Grand Cru Chambolle-Musigny / Morey Côte de Nuits 2020

Der Bonnes-Mares Grand Cru 2020 der Domaine François Bertheau ist ein reinsortiger Pinot Noir aus einer der großen Lagen der Côte de Nuits. Bonnes-Mares bringt kräftigere, langlebigere Weine hervor als das benachbarte Musigny; in Bertheaus Händen verbindet sich diese Statur mit der seidigen Eleganz von Chambolle. Der Jahrgang 2020 gibt dem Wein Dichte und Frische zugleich.


Bonnes-Mares – Grand Cru zwischen Chambolle und Morey

Bonnes-Mares erstreckt sich über rund 15 Hektar am Mittelhang der Côte de Nuits. Der Großteil liegt in Chambolle-Musigny, ein kleinerer Teil von etwa 1,5 Hektar im benachbarten Morey-Saint-Denis; im Norden grenzt die Lage an den Clos de Tart. Bepflanzt ist sie ausschließlich mit Pinot Noir.

Die Böden unterscheiden sich deutlich: am Morey-Ende reicher und tiefer (strenger, gehaltvoller), am Chambolle-Ende feiner und kalkreicher (seidiger). Der Name geht auf die „Bonnes Mères", die Zisterzienserinnen der Abtei Notre Dame de Tart, zurück. Die Domaine François Bertheau zählt zu den klassischen Erzeugern von Chambolle-Musigny.

Jahrgang 2020 – Côte de Nuits

2020 war ein warmer, trockener Jahrgang mit früher Lese und kleinen Erträgen. Die Reben lieferten konzentrierte, reife Trauben, die dennoch eine klare Frische bewahrten.

Für die roten Burgunder steht 2020 für Tiefe und Dichte bei feinem Tannin und tragender Säure – ein starker, lagerfähiger Jahrgang, der die Kraft des Bonnes-Mares mit Spannung unterlegt.

Assemblage und Ausbau

Reinsortiger Pinot Noir aus dem Jahrgang 2020.

Der Wein reift im Holzfass, im klassischen Stil des Guts – mit zurückhaltendem Holzeinsatz, ganz auf Finesse und Lagenausdruck ausgerichtet.

Im Glas

Bonnes-Mares zeigt sich kraftvoll und strukturiert: reife dunkle und rote Frucht, florale Noten und feine Würze. Bei Bertheau verbindet sich diese Statur mit seidiger Eleganz; das Tannin ist fest und zugleich fein, der Abgang lang.

Dichte Kraft und Struktur, getragen von seidiger Eleganz – ein Bonnes-Mares für die lange Reife.

In der Jugend noch verschlossen, entfaltet der Wein sein Potenzial über viele Jahre Flaschenreife. Bei 16 °C servieren; eine Belüftung im Dekanter lohnt sich.

Am Tisch

Wild und Federwild, Rind, Gerichte mit Trüffel oder Pilzen, dazu gereifter Käse. Ein Wein für den großen Anlass.


Lage: Bonnes-Mares, Chambolle-Musigny / Morey-Saint-Denis (Côte de Nuits); Mittelhang, ~15 ha
Klassifikation: Bonnes-Mares Grand Cru
Ausbau: Pinot Noir; Holzfassausbau, zurückhaltender Holzeinsatz

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Rebsorten

Erbhof Unterganzner Josephus Mayr Chardonnay Platt & Pignat 2023

Weißwein · Südtirol / Alto Adige · Chardonnay

Chardonnay Südtirol DOC Platt & Pignat Erbhof Unterganzner ohne Holz · Stahltank 2023

Der Josephus Mayr Chardonnay „Platt & Pignat" 2023 ist ein natürlicher, wilder Vertreter seiner Gattung – ohne Holzeinsatz, nur im Stahltank ausgebaut. Aromatischer Duft nach Pinienwald und Trockenkräutern, kraftvoll und herzhaft am Gaumen, dabei mineralisch und kernig.


Erbhof Unterganzner – Josephus Mayr bei Bozen

Der Erbhof Unterganzner in Kardaun bei Bozen ist ein traditionsreiches Südtiroler Familienweingut – seit Generationen in Familienhand, seit über 25 Jahren füllen Josephus und Barbara Mayr ihre Weine selbst ab. Die Weinberge werden mit großer Achtsamkeit bewirtschaftet, die Trauben so spät wie möglich gelesen; im Keller wird möglichst kreativ und präzise gearbeitet, um Weine von hoher Qualität und starkem Charakter zu erzeugen.

Der „Platt & Pignat" trägt die Namen der Lagen rund um den Hof. Hier, an den sonnenverwöhnten Hängen um Bozen mit warmen Tagen und kühlen Nächten, reift der Chardonnay langsam und aromatisch heran – die Grundlage für seinen gehaltvollen, zugleich kernigen Charakter.

Jahrgang 2023 – Südtirol

Der Jahrgang 2023 bringt im Platt & Pignat einen ausdrucksstarken, klar strukturierten Chardonnay mit lebendiger Frische. Die späte Lese und der reduktive Ausbau im Stahltank bewahren Frucht, Würze und die kernige Mineralität der Lagen – ein Wein ohne Schwere, dafür mit Charakter.

Ausbau

Reinsortiger Chardonnay aus dem Jahrgang 2023, trocken.

Bewusst ohne Holzeinsatz, ausschließlich im Stahltank ausgebaut. Dieser reduktive Stil bewahrt die natürliche, fast „wilde" Aromatik der Rebsorte und betont Frische, Würze und Mineralität statt cremiger Holznoten.

Im Glas

Ein aromatischer Duft nach Pinienwald und Trockenkräutern – würzig, klar und unverkennbar eigenständig. Am Gaumen kraftvoll und herzhaft, mit Aromen nach Nüssen, dabei mineralisch und kernig. Ein natürlicher, wilder Vertreter der Gattung Chardonnay, fernab jeder Beliebigkeit.

Ein natürlicher, wilder Chardonnay – kraftvoll, herzhaft, mineralisch und kernig.

Schon jetzt mit viel Trinkfreude und Charakter. Bei 10–12 °C servieren.

Am Tisch

Ein gehaltvoller, milder Begleiter zu vielen Fisch- und Geflügelgerichten, zu Meeresfrüchten sowie zu cremigen Pastagerichten und feinen Vorspeisen.


Lage: Südtirol / Alto Adige, Lagen Platt & Pignat, Kardaun bei Bozen (Italien); sonnenexponierte Hanglagen, warme Tage und kühle Nächte
Klassifikation: Südtirol / Alto Adige DOC, Chardonnay (trocken)
Ausbau: Chardonnay; ohne Holzeinsatz, ausschließlich Stahltank (reduktiver Stil); späte Lese

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Italien

Montevertine Le Pergole Torte 2022

Rotwein · Toscana IGT · Sangiovese

100 % Sangiovese Toscana IGT Le Pergole Torte Radda in Chianti Montevertine 2 Jahre Holz (Barrique + Botte) unfiltriert 2022

Der Montevertine Le Pergole Torte 2022 ist die Ikone des Guts – der erste reinsortige Sangiovese der modernen Toskana. Er versprüht eine Frische und Saftigkeit, wie sie nur in der Toskana wachsen kann, ist vielschichtig und sehr langlebig. Wahre italienische Winzerkunst.


Le Pergole Torte – die Sangiovese-Ikone aus Radda

Montevertine liegt rund 3 km südlich von Radda in Chianti, auf einem 425 Meter hohen Hügel mit steinigen Kalk-Mergel-Böden (Galestro/Alberese). Sergio Manetti verließ 1981 das Chianti-Classico-Konsortium, weil er keinen Trebbiano in den Verschnitt geben wollte; seither etikettiert das Gut konsequent als Toscana IGT. Heute führt Martino Manetti das Weingut im traditionellen Stil weiter.

Der Le Pergole Torte (frei übersetzt „die krummen Pergolen") war die erste Lage, die Sergio Ende der 1960er pflanzte – und mit dem Jahrgang 1977 der erste reinsortige Sangiovese der Radda-Region, ein Pionier der Supertoskaner. Heute stammt der Wein aus den ältesten Parzellen des Guts (ab 1968), reinsortig Sangiovese, von den hochgelegenen, mineralischen Alberese-Böden. Er entsteht nur in herausragenden Jahrgängen.

Jahrgang 2022 – Toscana

2022 war in Radda einer der heißesten Jahrgänge der jüngeren Geschichte, mit Trockenheit, die erst durch etwas Augustregen gemildert wurde. Die alten Reben des Le Pergole Torte verkrafteten den Stress hervorragend: Das Ergebnis ist ein etwas dunkelfruchtigerer, leicht muskulöserer Wein, der dennoch die mineralisch geprägte Eleganz und Balance bewahrt, die diesen Wein definieren – zugänglich, aber für lange Reife gebaut.

Ausbau

Reinsortiger Sangiovese aus dem Jahrgang 2022, Toscana IGT, trocken.

Spontane Gärung im Betontank mit rund dreiwöchiger Maischestandzeit, anschließend zweistufiger Ausbau über zwei Jahre: ein Jahr in kleinen Allier-Barriques (gebraucht) und ein Jahr in großen Fässern aus slawonischer Eiche. Abfüllung traditionell, unfiltriert.

Im Glas

Der Le Pergole Torte versprüht für einen Rotwein eine Frische und Saftigkeit, wie sie nur in der Toskana wachsen kann; zudem ist er vielschichtig und sehr langlebig. Im Geschmack dominieren reife Kirschfrüchte und Zedernholz neben balsamischen Noten. Sehr harmonisch am Gaumen, mit seidigen Tanninen – ein wahrer Connaisseur-Wein italienischer Winzerkunst.

Frisch und saftig, vielschichtig und langlebig – harmonisch am Gaumen, mit seidigen Tanninen.

Schon jetzt zugänglich nach kräftigem Dekantieren, mit großem Reifepotenzial über 20+ Jahre. Bei 16–18 °C servieren.

Am Tisch

Zu Bistecca alla Fiorentina und geschmortem Rind, zu Wild und Lamm, zu Pasta mit Fleischsugo sowie zu gereiftem Pecorino.


Lage: Toscana IGT, Radda in Chianti (Toskana, Italien); hochgelegene Alberese-/Galestro-Böden (~350–450 m); älteste Parzellen, ab 1968
Klassifikation: Toscana IGT, 100 % Sangiovese (trocken)
Ausbau: Gärung im Betontank, 2 Jahre Holz (ein Jahr Allier-Barrique, ein Jahr großes slawonisches Fass), unfiltriert

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USA

Cayuse God Only Knows Grenache 2013

Rotwein · Grenache · Walla Walla Valley · USA

Cayuse God Only Knows Grenache 2013 zeigt sich im heißen Jahrgang 2013 reich und fast maskulin: dunkle Früchte, zerriebene Kräuter, Leder und ein Hauch Wild, dazu die salzige Mineralität der Lage Armada. Ein Grenache, der an einen großen Châteauneuf-du-Pape aus warmem Jahr erinnert.


Armada, Walla Walla Valley

God Only Knows stammt aus der Lage Armada im Rocks District of Milton-Freewater, dem steinigen Teil des Walla Walla Valley. Die Reben wurden 2001 mit 1.815 Stöcken pro Acre gepflanzt – damals die dichteste Pflanzung der Region – und wurzeln in runden Basaltkieseln. Christophe Baron, der aus einer Champagner-Familie stammt, bewirtschaftet die Reben mit Pferdezug und Handarbeit und hält die Erträge winzig klein.

Rebsorte und Ausbau

Rund 90 % Grenache; die übrigen rund zehn Prozent verrät Christophe Baron nicht – daher der Name „God Only Knows“. Der Grenache hat die Hitze des Jahres 2013 gut verkraftet und voll ausgereifte, konzentrierte Trauben gebracht. Vergoren überwiegend mit ganzen Trauben im Beton, ausgebaut in großen, gebrauchten Fässern.

Im Glas

Leuchtendes Rot. In der Nase Kirschlikör, Rosenblätter, Feuerstein, Olivenpaste, heiße Steine und Gewürze, dazu dunkle Früchte, Leder und mit Luft ein Hauch Wild. Am Gaumen breit und nahtlos, mit Kirsche, Himbeere und Orangenschale, rauchig-salziger Mineralität und feinkörnigen Tanninen. Deutlich salziges, langes Finale.

Am Tisch

Jetzt auf dem Höhepunkt und zum Trinken bereit. Kurz dekantieren und bei 15–17 °C servieren.

Klassische Begleitung: Lamm, Wild, Ente und mediterrane Schmorgerichte.


Lage: Armada, Rocks District, Walla Walla Valley (USA); Basaltkiesel
Klassifikation: Walla Walla Valley AVA – Grenache
Jahrgang: 2013 (heißer Jahrgang)
Ausbau: ca. 90 % Grenache; Ganztraube, Beton, große gebrauchte Fässer

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Rebsorten

Schwedhelm Kreuzberg Chardonnay 2022 trocken

Wein · Weißwein · Pfalz · Deutschland

Schwedhelm Kreuzberg Chardonnay 2022 ist ein sehr fruchtbetonter, mineralischer Chardonnay aus dem Zellertal. Geschmacklich klar, druckvoll und komplex, bleibt er lange am Gaumen und zeigt dennoch eine sehr feine Art.


Pfalz / Zeller Kreuzberg

Das Weingut Schwedhelm ist im Zellertal in der Nordpfalz beheimatet. Die Lage Zeller Kreuzberg mit ihren kalkmergelgeprägten Böden bringt fruchtbetonte, mineralische Weine mit klarer Herkunftshandschrift hervor.

Rebsorte und Ausbau

Reinsortig aus Chardonnay. Der Ausbau betont die klare Frucht, die mineralische Prägung der Lage und eine weiche Säurestruktur, die dem Wein Balance verleiht. Trocken ausgebaut.

Im Glas

Helles Strohgelb. In der Nase feine Aromatik nach Banane, mit etwas Feuerstein und Aprikose. Am Gaumen sehr klar, druckvoll und komplex, mit langem Nachhall und dennoch feiner Art; eine weiche Säurestruktur rundet das Ganze ab.

Am Tisch

Gut gekühlt bei 11–12 °C servieren – als Aperitif oder zum Essen.

Passt zu: edlem Fisch, Geflügel, Kalb, Pasta in cremigen Saucen und mildem Käse.


Lage: Pfalz, Zellertal, Zeller Kreuzberg (Deutschland); Weingut Schwedhelm
Klassifikation: Lagenwein – 100 % Chardonnay, trocken
Ausbau: frucht- und mineralitätsbetont (Kalkmergel)
Jahrgang: 2022

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Rebsorten

Huber Spätburgunder Alte Reben trocken 2023

Rotwein · Malterdingen (Baden) · Spätburgunder

Spätburgunder Alte Reben (gehobener Ortswein) Bernhard Huber Malterdingen · Baden Reben ~30–70 Jahre Muschelkalk Maischegärung · ~⅓ neues Barrique unfiltriert · 2023

Der Bernhard Huber Spätburgunder Alte Reben 2023 ist ein gehobener Ortswein aus den ältesten Malterdinger Parzellen – schon unter Bernhard Huber einer der großen deutschen Pinots. Dicht und kraftvoll, zugleich elegant und mineralisch.


Alte Reben – die ältesten Malterdinger Parzellen

Das VDP-Weingut Bernhard Huber in Malterdingen (Breisgau, Baden) zählt zu den führenden Spätburgunder-Erzeugern Deutschlands; nach dem frühen Tod Bernhard Hubers 2014 führt Sohn Julian mit seiner Mutter Barbara das Gut. Schon vor über 700 Jahren brachten Zisterziensermönche den Spätburgunder aus dem Burgund nach Malterdingen, weil sie hier denselben verwitterten Muschelkalk vorfanden.

In den „Alte Reben" fließen viele Parzellen unmittelbar neben dem Bienenberg GG – allesamt Malterdinger Lagen, dazu abgestufte Bienenberg-Fässer. Die Reben sind zwischen rund 30 und fast 70 Jahre alt und wurzeln auf kalk- und muschelkalkreichen Böden. Ihre geringen Erträge verleihen dem Wein besondere Tiefe und Konzentration.

Jahrgang 2023 – Baden

Nach dem trockenen 2022 füllten reiche Winterniederschläge die Wasserreserven; die älteren Reben kamen gesund durch den heißen, trockenen Frühsommer. Ein regenreicher August brachte die Wende und sicherte Frische und Balance. 2023 verbindet aromatische Dichte mit rassiger Kühle – ideale Voraussetzungen für einen dichten, zugleich transparenten Pinot.

Ausbau

Trockener Spätburgunder (gehobener VDP.Ortswein) aus Malterdingen, Jahrgang 2023; 100 % Spätburgunder von alten Reben auf Muschelkalk.

Traditionelle Maischegärung, 2023 komplett entrappt; im herausfordernden Jahr wurde etwas kräftiger extrahiert (sechs- bis achtmal untergestoßen), um Dichte und Gerbstoff zu gewinnen. Der Ausbau erfolgt rund 16 bis 18 Monate in burgundischen Barriques, davon etwa ein Drittel neues Holz. Unfiltrierte Füllung.

Im Glas

Ein dichter, zugleich transparenter Pinot: rote Kirsche und Himbeere, dazu Cassis und Cranberry, feine Kräuter- und Gewürznoten sowie eine rauchig-mineralische Nuance und ein Hauch Holz. Am Gaumen mittelkräftig bis kräftig, saftig und klar strukturiert, mit feinkörnigem, leicht würzigem Tannin, lebendiger Säure und einem salzig-frischen, langen Nachhall.

Rote Kirsche, Himbeere und Cranberry über Cassis, feiner Würze und rauchiger Mineralität – saftig und klar strukturiert, mit feinkörnigem Tannin, lebendiger Säure und langem, salzig-frischem Nachhall.

Ein dichter, langlebiger Pinot mit gutem Reifepotenzial; jung gern karaffieren. Bei 16–18 °C servieren.

Am Tisch

Zu Ente und Wild, zu Lamm und Kalb, zu Gerichten mit Pilzen sowie zu gereiftem Käse.


Herkunft: Malterdingen, Breisgau (Baden); alte Reben (~30–70 Jahre) auf kalk-/muschelkalkreichen Böden, u. a. neben dem Bienenberg
Klassifikation: Spätburgunder, gehobener VDP.Ortswein (trocken); 100 % Spätburgunder
Ausbau: traditionelle Maischegärung, komplett entrappt, ~16–18 Monate in burgundischen Barriques (~⅓ neu), unfiltrierte Füllung

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Frankreich

Dujac Morey St. Denis Monts Luisants 1er Cru 2023

Weißwein · Morey-Saint-Denis Premier Cru · Chardonnay

Chardonnay Morey-Saint-Denis · 1er Cru Blanc Monts Luisants · Côte de Nuits 0,6 ha · ~300–343 m · Ostlage 2023

Der Morey-Saint-Denis Monts Luisants 1er Cru Blanc 2023 der Domaine Dujac ist eine Rarität: ein reinsortiger Chardonnay-Weißwein aus der ansonsten roten Côte de Nuits. Straff, kreidig und mineralisch, mit Birne, frischer Brotkruste und Zitrus – einer der schönsten Weißweine von Morey-Saint-Denis.


Les Monts Luisants – Weißwein-Rarität der Côte de Nuits

Les Monts Luisants liegt nordöstlich des Dorfes Morey-Saint-Denis, oben am steilen Hang (rund 24 % Neigung) auf 300 bis 343 Metern, in reiner Ostausrichtung – oberhalb und angrenzend an den Grand Cru Clos de la Roche. Der nur 60 bis 80 cm dünne Boden besteht aus reichlich kantigem Kalkkies in sandig-lehmiger Matrix über Comblanchien-Kalkstein und ist stark karbonathaltig.

Die Domaine Dujac bewirtschaftet hier rund 0,6 Hektar und erzeugt seit 2003 einen Chardonnay – einer der renommiertesten Weißweine der Gemeinde. Dujac, gegründet 1968 in Morey-Saint-Denis und heute von Jeremy, Diana und Alec Seysses geführt, arbeitet ohne Herbizide zertifiziert.

Jahrgang 2023 – Côte de Nuits

Auf einen milden Winter folgte ein kühl-feuchtes Frühjahr mit Austrieb Mitte April; ab Mitte Mai wurde es trockener und wärmer. Die Blüte setzte Anfang Juni weitgehend störungsfrei ein. Eine Hitzewelle im August konzentrierte die Aromen, Niederschläge Mitte September brachten Frische und Balance zurück.

Für die weißen Burgunder steht 2023 für reife, aromatische Frucht (Birne, Pfirsich) bei klarer Säure – ein harmonischer, klassischer Jahrgang, der zur straffen Art des Monts Luisants passt.

Assemblage und Ausbau

Reinsortiger Chardonnay aus dem Jahrgang 2023, von der 0,6 Hektar großen Dujac-Parzelle.

Vergärung und Ausbau erfolgen im Eichenfass, ganz im Stil des Guts – auf Balance zwischen Frucht, Schmelz und mineralischer Spannung ausgerichtet.

Im Glas

In der Nase Birne, frisch gebackene Brotkruste, Zitrusöl, dazu Feuerstein und weiße Blüten. Am Gaumen mittelgewichtig, straff und kreidig, getragen von einer klaren Säureachse. Spannung und Kraft, gemildert von Volumen – ein langer, salziger Abgang.

Birne, Brotkruste und Feuerstein über kreidig-straffem Gaumen – eine seltene Weißwein-Größe der Côte de Nuits.

Jung schon zugänglich, mit großem Reifepotenzial über viele Jahre. Bei 11–13 °C servieren.

Am Tisch

Steinbutt und edler Fisch, Geflügel in heller Sauce, weißer Spargel, Kalbsbries, dazu gereifter Comté. Ein Wein für die große weiße Küche.


Lage: Les Monts Luisants, Morey-Saint-Denis (Côte de Nuits); kalkige Kiesböden über Comblanchien-Kalk, Steilhang ~300–343 m, Ostlage, 0,6 ha
Klassifikation: Morey-Saint-Denis Premier Cru (Blanc)
Ausbau: Chardonnay; Vergärung und Ausbau im Eichenfass

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Rebsorten

Josef Dockner Grüner Veltliner Göttweiger Berg

Wein · Weißwein · Kremstal · Österreich

Josef Dockner Grüner Veltliner Göttweiger Berg ist ein typischer, fruchtintensiver Grüner Veltliner aus der Großlage Göttweiger Berg. In der Nase eleganter Duft nach grünem Apfel, unterlegt mit feinen Zitrusnoten und einem Hauch Wiesenkräuter. Am Gaumen leicht pfeffrig und zart würzig – ein frischer Veltliner für viele Anlässe.


Kremstal / Göttweiger Berg

Der Winzerhof Familie Dockner liegt in Theiß im Kremstal (Niederösterreich). Die Trauben für diesen Wein stammen aus der Großlage Göttweiger Berg rund um das Stift Göttweig, deren Löss- und Verwitterungsböden dem Grünen Veltliner Fülle und feine Würze verleihen. Grüner Veltliner ist die Leitsorte Österreichs.

Rebsorte und Ausbau

Reinsortig aus Grünem Veltliner. Der Ausbau erfolgt fruchtbetont im Edelstahltank, um die klare Frucht, die Frische und das sortentypische Pfefferl zu bewahren. Trocken ausgebaut.

Im Glas

Helles Grüngelb. In der Nase eleganter Duft nach grünem Apfel mit feinen Zitrusnoten und einem Hauch Wiesenkräuter. Am Gaumen saftig und fruchtig, leicht pfeffrig und zart würzig, mit klarer Frische und sauberem Abgang.

Am Tisch

Gut gekühlt bei 8–10 °C servieren – als Aperitif oder vielseitiger Speisebegleiter.

Passt zu: Wiener Schnitzel, Fisch, Spargel, Gemüsegerichten und leichter Küche.


Lage: Kremstal, Großlage Göttweiger Berg (Niederösterreich); Winzerhof Familie Dockner
Klassifikation: Kremstal – 100 % Grüner Veltliner, trocken
Ausbau: Edelstahltank (fruchtbewahrend)

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