Weinjahrgang 2016: Detaillierter Bericht aus den 13 Anbaugebieten

Weinjahrgang 2016: Detaillierter Bericht aus den 13 Anbaugebieten

Nach einem grandiosen Finale eines sehr arbeitsintensiven und turbulenten Weinjahres sind die deutschen Weinerzeuger mit den eingebrachten Qualitäten sehr zufrieden Wie das Deutsche Weininstitut (DWI) mitteilt, konnten dank eines perfekten Spätsommers bundesweit gut ausgereifte und sehr gesunde Trauben geerntet werden.

Weinfreunde können sich auf sehr aromatische, elegante Weißweine mit einem harmonischen Fruchtsäurespiel und farbkräftige, samtige Rotweine des 2016er Jahrgangs freuen. In einigen Regionen, wurde er auch noch von einer erfolgreichen Eisweinlese gekrönt.

Auch die bundesweit erwarteten Erntemengen sind mit zuletzt geschätzten neun Millionen Hektolitern insgesamt zufriedenstellend. Sie lägen damit exakt auf dem Niveau des zehnjährigen Mittels und zwei Prozent über dem Vorjahresertrag. Die Ernteergebnisse unterliegen allerdings einzelbetrieblich und regional sehr großen Schwankungen, je nachdem, wie stark die Weinberge von den diesjährigen Wetterkapriolen in Mitleidenschaft gezogen wurden.

 

Weinjahrgang 2016 – Ein Blick in die Anbaugebiete:

Ahr: Herausragende Qualitäten

Trotz des allzu nassen Frühsommers, der in Verbindung mit einem kühlen Frühjahr eine eher spät einsetzende Vegetationsphase und Rebblüte verursachte, sorgten der warme Sommer und das ideale Lesewetter im September und Oktober für eine unerwartete Qualitäts-Aufholjagd. Gesunde Frühburgunder – und Spätburgundertrauben mit eindrucksvolle Werten konnten per Handlese eingebracht werden. Zum Glück hatte die umsichtige Arbeit der Winzer im Frühsommer größere Schäden durch den falschen Mehltau verhindert. So stimmten am Ende auch die Mengen, die auf rund 3,9 Millionen Liter geschätzt werden. Die Spätburgunder sind von tiefer Farbe und weisen viel Extrakt und ausgereifte, gut eingebundene Tannine auf. Das sind Eigenschaften, die Spitzenjahrgänge kennzeichnen!

Baden: Ende gut, alles gut
Die gute Nachricht beginnt in Baden mit dem Ende: Die Weinqualitäten sind ebenso wie die Erntemenge von rund 1,25 Millionen Hektoliter überdurchschnittlich gut. Gerade in der zweiten Septemberhälfte – bedingt durch traumhaftes, sonniges und trockenes Spätsommerwetter im August und September – legten die Trauben ordentlich an Reife zu. Auch der Oktoberbeginn war golden, die Trauben strotzten vor Gesundheit. Hilfreich waren die kühlen Nächte. So kennzeichnen
fruchtbetonte, saftige Weine und sehr gute Qualitäten den Jahrgang 2016 in Baden. Das hatte man im Frühjahr kaum erwarten können. Nach einem verzögerten Austrieb war es war bis in den Juni hinein regnerisch, was den Falschen Mehltau förderte.
Insgesamt hielten sich die dadurch bedingten Schäden allerdings in Grenzen, obwohl es stellenweise zu massiven
Ertragseinbußen kam. Dank der guten Wasserversorgung entwickelten sich die Reben in einem warmen Sommer
prächtig. Die Temperaturen im Juli erreichten kurzfristig 37 °C. Insgesamt war es ein sehr arbeitsintensives Jahr für die Winzer, mit einem Happy-End für die Weinfreunde.

Franken: Tolles Finale nach spannendem Jahr
Der Jahrgang 2016 machte es den Winzern auf andere Weise schwer als sein Vorgänger, der im Zeichen größter
Hitze und Trockenheit stand. Kennzeichnend waren die extremen Niederschläge im Mai und Juni, die den Winzern einen bislang kaum bekannten Peronospora-Druck bescherten. Nicht nur manche Ökobetriebe waren von Ertragsschädigungen bis hin zum Totalausfall betroffen. Zu allem Überfluss gab es Ende April Spätfröste und am 30. Mai im südlichen Maindreieck teils
massive Hagelschäden. Im August wurde es sehr trocken und heiß, sodass Junganlagen sogar bewässert werden mussten. Ende September begann dann bei perfektem Herbstwetter die Lese für Müller-Thurgau und Bacchus, im Oktober wurden die Burgundersorten und Silvaner eingebracht. Der Gesundheitszustand der Trauben war gut. Dass die Lese nach all der Hektik
vergleichsweise entspannt verlief, war die lang ersehnte, doch kaum noch erwartete Belohnung für die Winzer: „Ein tolles Finale für ein sehr spannendes Jahr“, freute sich der Präsident des Fränkischen Weinbauverbands, Artur Steinmann. Die auf
500.000 Hektoliter geschätzte Menge übertrifft die des Vorjahres und die mittleren Mostgewichte reichten beim Spätburgunder bis 92 ° Oechsle. Der Prädikatsweinanteil wird auf über 65 Prozent geschätzt. Es werden ausgewogene, fruchtige Weine mit harmonischer Struktur, frischer Fruchtsäure und niedrigen Alkoholwerten erwartet – so wie es die Verbraucher lieben.

Hessische Bergstraße: Verzwickte Situation gelöst
Am Anfang des Jahres freuten sich die Winzer an der Bergstraße noch über Regen, glich dieser doch die bestehenden
Wasserdefizite aus. Aber dann setzte im Mai und Juni ein Dauerregen ein, der vor allem wegen des Befallsdrucks durch den Falschen Mehltau Probleme bereitete. Außerdem hatte es Ende April in manchen Lagen durch Frostschäden Einbußen von bis zu 50 Prozent gegeben. Regen im Juni war nicht förderlich für die Rebblüte und eine Hitzewelle im August sorgte für Sonnenbrandschäden und damit für weitere Ertragsausfälle. Nachdem lang ersehnten Sommer setzte schließlich Mitte September die Lese ein und verlief sehr entspannt bis Ende Oktober. So konnten die Trauben bestens ausreifen, weshalb
feinfruchtige, elegante Weißweine und kraftvolle, farbintensive Rotweine den Jahrgang 2016 prägen. Allerdings liegt die
Erntemenge mit geschätzten 30.000 Hektolitern etwas unter dem Vorjahresergebnis, sie entspricht aber dem langjährigen Mittel.

Mittelrhein: Ein sehr differenziertes Bild

Bis zur Jahresmitte richteten die Winzer am Mittelrhein meist besorgte Blicke gen Himmel. Es regnete viel zu viel, die Temperaturen waren durchschnittlich. Der Rebschutz war ein wichtiges Thema bei den Winzern. Wer ihn
bis Pfingsten im Griff hatte, profitierte von der ab Mitte Juli bis zur Lese sehr vorteilhaften Witterung am meisten, besonders bei spät reifenden Sorten wie Riesling. Die Rebblüte setzte spät ein und verlief zögerlich. Am 24. Juni wurden Weinberge in den
Gemarkungen von Oberwesel und Dellhofen sowie auf der rechten Rheinseite in Kaub und Dörscheid durch Hagelschlag geschädigt. Dank der sonnigen Spätsommerwitterung reiften die Trauben sehr gleichmäßig und blieben bis zum Schluss gesund. Mit Erntemengen von 10 hl/ha bis 110 hl/ha fallen die Erträge von Betrieb zu Betrieb allerdings sehr unterschiedlich aus, ebenso wie die Mostgewichte. Die geschätzte Erntemenge liegt dennoch bei 29.000 Hektolitern und damit sogar um 17 Prozent höher als der langjährige Durchschnitt. Die Jungweine weisen eine frische Säure, reiche Aromen und ausgeprägte
Fruchtigkeit auf.

Mosel: Trotz Wetterkapriolen normaler Ertrag
Von Frost bis Sonnenbrand, von Starkregen bis Trockenheit bot das Wetter 2016 alles. Trotz der Extreme fiel der Jahrgang allgemein weit besser aus als erwartet, sowohl qualitativ als auch quantitativ: Mit rund 750.000 Hektolitern lag die Erntemenge nur um ein Prozent niedriger als 2015. Wie in anderen Regionen auch, wirkten sich die Wetterereignisse kleinräumig sehr unterschiedlich aus: „Während in manchen Rebzeilen kaum Trauben am Stock hingen, konnten nur 150 Meter weiter volle Erntemengen gelesen werden“, zitiert Moselwein e.V. Geschäftsführer Ansgar Schmitz einen Winzer von der Saar. Die Rebblüte begann erst Mitte Juni und zog sich bis in den Juli. Erst das gute Herbstwetter erlaubte den Trauben eine ruhige Reifung. Die Winzer konnten dank der stabilen Witterung langsam und selektiv gute Qualitäten lesen. Die Jungweine des neuen Jahrgangs sind an der Mosel von moderaten Säure gehalten und einer intensiven Aromatik geprägt.

Nahe: Neidischer Herbst
Die Nahewinzer hatten nach dem verregneten Frühjahr ab Pfingsten um ihre Ernte gefürchtet. Der Mehltau-Befallsdruck war enorm. Zum Glück kam dann die ersehnte Wetterwende, die den Winzern letztlich einen hervorragenden Jahrgang bescherte –
wenn auch die Mengen teilweise zu wünschen übrig ließen. Ein warmer Sommer und ein Bilderbuchherbst – vier Wochen Sonne fast ohne Regen – ließen die Trauben doch noch gut ausreifen. Sorten wie Dornfelder, Scheurebe, Müller-Thurgau und Burgundersorten lieferten kerngesunde Trauben. Mostgewichte bis 100 ° Oechsle wurden erreicht. Allerdings waren die Erträge und Qualitäten stark schwankend. Winzer sprechen in solch einem Falle von einem neidischen Herbst. Mit geschätzten 300.000 Hektoliter liegt die Erntemenge leicht unter dem Vorjahresergebnis, aber auf dem Niveau des Zehnjahresmittels. Der Riesling hat besonders von den milden Herbsttemperaturen und kühlen Nächten profitiert; die Aromen sind perfekt ausgereift. Der 2016er Jahrgang wird das Prädikat besonders wertvoll erreichen können, ist man sich an der Nahe sicher.

Pfalz: Überraschung!
Es kommt oft anders, als man denkt. Dieses Sprichwort stimmt für den letztendlich sehr guten 2016er Jahrgang in der Pfalz in besonderem Maße. Denn im verregneten Frühjahr hatte es noch ganz anders ausgesehen. So viel Regen in einem Mai und Juni hatten selbst altgediente Winzer noch nicht erlebt. Entsprechend erheblich war der Druck durch Befall mit Falschem Mehltau,
teilweise wurden die Blütenstände völlig zerstört. Einige Betriebe, insbesondere Öko-Erzeuger, mussten sich in manchen Weinbergen auf teils drastische Ertragsausfälle einstellen. Doch dann kamen ein warmer Juli und ein sonniger, trockener Spätsommer, der in einen Bilderbuch-Altweibersommer im September mündete. Die Hauptlese, die in der dritten Septemberwoche einsetzte, verlief ausgesprochen entspannt. Bis in den November wurden kerngesunde, perfekt ausgereifte Trauben eingebracht. Besonders die Bukettsorten wie Sauvignon Blanc, Scheurebe und Muskateller zeigten sich als Jungweine sehr aromatisch und ausgewogen. Aber auch die Burgundersorten und der Riesling profitierten von der Witterung. Damit fällt der Jahrgang nach Meinung der Experten sehr typisch für die Pfalz aus: fruchtbetont, elegant, frisch und moderat im
Alkoholgehalt. Es wird auch gute edelsüße Weine geben und die Hoffnung auf Eisweine besteht eben falls noch. Die Erntemenge lag nur leicht unter dem langjährigen Mittel von rund 2,2 Millionen Hektoliter. Fazit des Pfalzwein-Vorsitzenden Ökonomierat Edwin Schrank: „Noch nie hat ein Weinjahrgang die Winzer so positiv überrascht wie dieser!“

Rheingau: Alles Nervensache
Regen ist grundsätzlich gut. Das dachten auch die Rheingauer Winzer im Januar und Februar, denn das Vorjahr war sehr heiß und trocken. Da ist es ja nicht schlecht, wenn die Wasserreserven wieder aufgefüllt werden. Was aber, wenn dann im Juni so viel Regen wie sonst in drei Monaten vom Himmel fällt? Das ist zu viel des Guten. Für die Winzer begann der anstrengende und
nervenaufreibende Kampf gegen den Befall vor allem mit Falschem Mehltau. Nicht immer konnten die Weinberge befahren werden, um die Reben zu behandeln, so feucht war der Boden. Trotz allem verlief die Entwicklung der Reben recht normal. Der Reifebeginn lag beim Riesling mit dem 20. August exakt im 30-jährigen Mittel. Gelesen wurde er überwiegend von Anfang bis Mitte Oktober. Bedingt durch das überaus gute Spätsommer- und Herbstwetter waren die Traubenperfekt ausgereift und zeigten gute Mostgewichte. Fruchtsäure- und Zucker gehalte in den Beeren hielten sich bestens die Waage. So sind fruchtige, ausgewogene Rieslinge mit eleganter Struktur zu erwarten. Mit geschätzten 200.000 Litern liegt die Erntemenge auf dem Niveau des Vorjahres aber zehn Prozent unter dem Zehnjahresdurchschnitt.

Rheinhessen: Glück muss der Mensch haben
Der „Sommer im September“ wird den rheinhessischen Winzern noch lange in Erinnerung bleiben. Der Herbstmonat hat mit schönstem Sonnenschein und um 3,8 °C über dem Durchschnitt liegenden Temperaturen einiges wieder gutgemacht, was angesichts der schwierigen Wetterbedingungen im ersten Halbjahr fast unerreichbar schien. In Rheinhessen regnete es im
Mai dreimal so viel wie normal, und das nach einem bereits sehr kühl en Frühjahr. So lag die Vegetation noch bis zum Sommer rund zwei Wochen zurück; durch die Nässe herrschte hoher Krankheitsdruck in den Reben. Der Zustand der Weinberge, die teilweise wegen aufgeweichter Böden nicht befahrbar waren, erschwerte die notwendigen Behandlungen. Die Wende kam mit dem Juli. Bis in den September hinein herrschte vorwiegend trockenes, warmes Wetter mit Höchsttemperaturen von 35 °C
im August. Die Lese begann Anfang September für die früh reifenden Sorten, die Hauptlese setzte Mitte September ein. Abgesehen von einzelnen Lagen, bei denen schon im Frühjahr krankheitsbedingt starke Ausfälle bis hin zu Totalschaden zu beklagen waren, konnten überwiegend sehr gesunde, ausgereifte Trauben mit ordentlichen Mostgewichten eingebracht werden. Die geschätzte Erntemenge liegt mit 2,5 Millionen Hektoliter nur wenig unter dem Üblichen. Insgesamt werden fruchtbetonte, saftige Weine mit etwas niedrigeren Alkoholwerten als im Vorjahr erwartet. Die Rieslinge profitierten besonders vom idealen Herbst und präsentieren sich ausgeprägt aromatisch – die hervorragende Aromareife ist nach Ansicht der Experten das Geheimnis des Jahrgangs 2016.

Saale-Unstrut: Die ganze Skala
Im nördlichsten deutsche Anbaugebiet trieben die Reben im Mai unter strahlend blauem Himmel aus und auch die Rebblüte, die Mitte Juni begann, verlief ohne Probleme. Pünktlich zum Sommeranfang stieg das Thermometer auf rund 30 °C. Der Juli war ebenfalls heiß und trocken, doch kam es um Freyburg am 17. Juli zu einem Hagelunwetter. Feuchtigkeit und schwülwarmes
Wetter verursachten zwar einen gewissen Krankheitsdruck, dem die Winzer aber mit gezielter Laubarbeit begegneten, um die Trauben besser zu durchlüften und trocken zu halten. Der August brachte hohe Temperaturen und teils Unwetter mit Hagelschäden. Die Lese begann schließlich am 20. September mit ruhigem, trockenen Herbstwetter. Im Oktober kam dann Regen auf mit kühlen Temperaturen, doch die Trauben zeigten sich den gesamten Herbst über sehr gesund, was die
Grundlage für ausgeprägt fruchtige, körperreiche Weine mit moderaten Fruchtsäuregehalten lieferte, sowohl im Basissegment als auch bei den Spezialitäten. Die geschätzte Erntemenge von 55.000 Hektolitern liegt auf dem Niveau des Vorjahres. Die Qualität sei jedoch noch eine Klasse besser als 2015, erklärte Weinbaupräsident Siegfried Boy. Die Jungweine spiegeln die Sonne des Jahrgangs wider. 2016 wird den Weinfreunden Spaß machen.

Sachsen: Flexibilität trotzt Regen
„Viel Flexibilität“ habe die Ernte von den Winzern gefordert, hieß es beim sächsischen Landeslandwirtschaftsamt. Das lag natürlich am Wetter, das nicht mit Herausforderungen geizte. Das Frühjahr war eher trocken. Der Juni war dann sehr niederschlagsreich und brachte Verrieselungsschäden etwa bei Tramineranlagen und einigen Krankheitsdruck durch den Falschen Mehltau. Günstiger für das Wachstum waren die hochsommerlichen Temperaturen von August bis September, doch bedeutete die extreme Hitze Ende August für die Reben wiederum Stress. Die Lese der frühreifen Sorten begann am 10. September mit sehr guten Qualitäten. Stellenweise sorgte allerdings die japanische Kirschessigfliege für Probleme. Zum Glück verhinderten die kühlen Temperaturen im nasskalten Oktober größere Schäden. Durch emsige Arbeit im Weinberg gelang es den Winzern, überwiegend sehr gesundes Lesegut einzubringen. Auch die Menge stimmt; sie wurde auf 27.500 Hektoliter geschätzt. „Endlich haben wir in Sachsen wieder mal zwei gute Jahrgänge hintereinander“, freute sich der Weinbauverbandspräsident Christoph Reiner. Es wird auch sehr gute hochwertige Spezialitäten bis in den edelsüßen Bereich geben.

Württemberg: Herausforderungen bestens gemeistert
Wie überall im Südwesten Deutschlands, präsentierte sich das Frühjahr auch in Württemberg extrem nass und erforderte
einen ausgeklügelten Rebschutz. Danach war es zunehmend heiß und trocken; die Sorten Acolon und Dornfelder waren bereits Mitte August durchgefärbt. Auch dieanderen Sorten wie Riesling, Müller-Thurgau, Kerner, Trollinger und Schwarzriesling entwickelten eine hervorragende physiologische Reife. Die Lese erfolgte bei weitgehend trockener Witterung kontinuierlich vom 24. September bis Ende Oktober, nur durch einen Starkregen am 21.10. unterbrochen. Die württembergischen Weingärtner werden in diesem Jahr eine sehr gute Qualität in die Gläser bringen – vergleichbar mit dem Spitzenjahrgang 2015, so die Meinung der Experten. Die Erntemenge fiel mit 1,1 Mio. Hektoliter ein wenig besser als im langjährigen Mittel aus
und sogar etwas größer als im Bilderbuchjahrgang 2015. Die perfekten Lesebedingungen mit sonnigen Tagen und kühlen
Nächten verliehen den Weinen den letzten Schliff. Die Jungweine präsentieren sich aus gesprochen sortentypisch und fruchtig.
Bundesweite Weinmost -Ernteschätzung vom 20. Oktober 2016

Quelle: DWI

Blog per E-Mail abonnieren

Keine Beiträge mehr verpassen.

Entdecke unsere Weine

Mehr erfahren ...
Produkt Bild

Rebsorten

Thomas Morey Chassagne Montrachet Les Baudines 1er Cru 2023

Weißwein · Chassagne-Montrachet 1er Cru · Chardonnay

Chardonnay Chassagne-Montrachet 1er Cru Les Baudines Côte de Beaune Bio 2023 13,00 % vol

Der Thomas Morey Chassagne-Montrachet Les Baudines 1er Cru 2023 ist ein kompakter, feingeschliffener Chardonnay aus einer der höchstgelegenen Premier-Cru-Lagen der Gemeinde – cremig, mundfüllend und von beispielhafter Länge.


Les Baudines – Höhenlage am Südende von Chassagne

Les Baudines liegt am südlichsten Ende von Chassagne-Montrachet am obersten Teil des Hügels, in direkter Nachbarschaft zu Les Embrazées und zur Gemarkung Santenay. Die exponierte Einzellage misst gerade einmal 3,6 Hektar und liegt rund 300 Meter über dem Meeresspiegel. Die Südost-Ausrichtung sorgt für hervorragende Morgensonne, während die in dieser Höhe kühleren Abende die Hitze abmildern – die Grundlage für sehr elegante, recht schlanke Chardonnays.

Die Böden bestehen aus diversen Kalksteinzusammensetzungen, vermengt mit Kies und Ton; der weiße, tiefgründige Untergrund prägt die charakteristische Mineralität. Die Hanglage sorgt für gute Drainage. Wieder bepflanzt wurde der Weinberg nach der Reblaus-Katastrophe des späten 19. Jahrhunderts erst in den 1960er-Jahren.

Burgund 2023 – Harmonie, Frische und Klasse

Der Jahrgang 2023 im Burgund zeigt sich als außerordentlich gelungen und überzeugt sowohl in Bezug auf Qualität als auch endlich einmal wieder auf die Menge. Nach einem milden Winter folgte ein Frühling mit kühlen und feuchten Bedingungen, immer wieder durchbrochen von warmen Tagen; eine intensive Hitzewelle im August beschleunigte die Reife und konzentrierte die Aromen, bevor der Regen Mitte September für zusätzliche Balance sorgte.

Die Weißweine des Jahrgangs 2023, insbesondere Chardonnay und Aligoté, präsentieren sich reif, aromatisch und sehr ausgewogen, mit intensiven Fruchtnoten von Birne, Pfirsich und weißer Aprikose. In ihrer noch jungen Phase zeigen sie sich ausgesprochen harmonisch und von ihrer klassischen Seite – Frische, Reife und Struktur auf beeindruckende Weise vereint.

Ausbau

Reinsortiger Chardonnay aus dem Jahrgang 2023, 13,00 % vol.

Spontangärung mit eigenen, indigenen Hefen in einer Kombination aus neutralem Fass und Tank, natürliche malolaktische Gärung, Reife auf der Feinhefe ohne Bâtonnage – in klassischen 350-Liter-Fässern über 16 bis 18 Monate. Der Neuholzanteil beträgt rund 20 %; geschwefelt wird erst im letzten halben Jahr, mehrfach in minimalen Dosen, sodass der Wein insgesamt nie über etwa 35 mg/l kommt. Eine puristische, terroirbetonte Vinifikation. Bio-zertifiziert.

Im Glas

Mittleres Strohgelb mit deutlich grünem Einschlag. In der Nase eine perfekt balancierte Mischung aus reifen und kühlen Aromen – Karambole, Zitrone, Reneklode und Ananas, dazu Knospen, weiße Blüten und feine Vanille bei dezenter Reduktion und nur minimalem Holzabdruck. Am Gaumen präzise und klar, hell und frisch, vergleichsweise straff, mit reifer, jahrgangstypisch klarer Säure, pikanter Lebendigkeit und feiner Extraktsüße; das Finale verbindet diese Süße mit einem sehr mineralischen Zug.

Klar konturiert, fein gebaut und mineralisch – Les Baudines verkörpert Thomas Moreys Stil von Präzision und Spannung exemplarisch.

Schon jetzt zugänglich, mit deutlichem Reifepotenzial. Bei 11–13 °C servieren.

Am Tisch

Zu Jakobsmuscheln, zu gebratenem Fisch (Steinbutt, Seezunge), zu Geflügel oder Poularde in Rahmsauce sowie zu jungem Comté oder gereiftem Ziegenkäse.


Lage: Chassagne-Montrachet 1er Cru Les Baudines, Côte de Beaune (Frankreich); ~3,6 ha, ~300 m Höhe, Südost-Ausrichtung, Kalkstein mit Kies und Ton
Klassifikation: Chassagne-Montrachet 1er Cru AOC, Chardonnay (trocken)
Ausbau: Chardonnay; ~20 % Neuholz, neutrales Fass/Tank, 350-L-Fässer, 16–18 Monate, Feinhefe ohne Bâtonnage; minimaler Schwefel; Bio

Mehr erfahren ...

Mehr erfahren ...
Produkt Bild

Spirituosen

El Dorado Rum 12 Jahre

Rum · Demerara · Guyana · Südamerika

El Dorado Rum 12 Jahre ist ein Demerara-Rum von Demerara Distillers aus Guyana im Nordosten Südamerikas. Destilliert aus Melasse des Demerara-Zuckerrohrs und mindestens zwölf Jahre im Eichenfass gereift, zeigt er sich bernsteinfarben, mild und vielschichtig.


Herkunft

Demerara Distillers betreibt die Diamond Distillery am Ostufer des Demerara-Flusses – die letzte verbliebene Rum-Brennerei Guyanas. Die Region blickt auf über 300 Jahre Rumgeschichte zurück. Das tropische Klima beschleunigt die Reifung im Fass.

Destillation und Reifung

Basis ist Melasse aus Demerara-Zuckerrohr. Destilliert wird in einigen der ältesten Holz- und Säulenbrennblasen der Welt; El Dorado 12 ist ein Verschnitt mehrerer dieser Brennblasen. Die Reifung erfolgt mindestens zwölf Jahre in ehemaligen Bourbonfässern aus amerikanischer Eiche. Abgefüllt mit 40 % vol.

Im Glas

Bernsteinfarben. In der Nase Melasse, Karamell und Vanille mit Noten von Kokos, Orangenschale und Gewürzen wie Zimt und Muskat. Am Gaumen vollmundig und weich, mit Karamell, Schokolade und tropischer Frucht – süßlich, aber nicht aufdringlich. Mittellanger, runder Abgang.

Pur und im Drink

Pur oder auf Eis genießen – ein Sipping-Rum für sich. Eignet sich auch als Basis gehaltvoller Cocktails wie Old Fashioned oder Rum Sour.

Klassische Begleitung: dunkle Schokolade, Karamelldesserts und Trockenfrüchte.


Herkunft: Guyana (Demerara, Südamerika)
Art: Demerara-Rum (12 Jahre)
Reifung: ex-Bourbon-Eichenfässer
Alkohol: 40 % vol.

Mehr erfahren ...

Mehr erfahren ...
Produkt Bild

Italien

Lambrusco Rose Di Bacco ROSSO Amabile frizzante

Schaumwein · Lambrusco · Emilia-Romagna · Italien

Chiarli Rosé di Bacco Lambrusco Rosso Amabile ist ein leichter, perlender roter Lambrusco von Chiarli 1860, einem der renommiertesten Lambrusco-Produzenten der Emilia-Romagna. Lieblich und fruchtig im Stil, kommen seine Aromen leicht gekühlt perfekt zum Ausdruck. Ein unkomplizierter, geselliger Frizzante.


Emilia-Romagna

Die Emilia-Romagna rund um Modena ist die Heimat des Lambrusco. Chiarli 1860 zählt zu den traditionsreichsten und renommiertesten Erzeugern der Region. Das warme Klima und die fruchtbaren Böden bringen die fruchtbetonte, zugängliche Stilistik des Lambrusco hervor.

Rebsorte und Ausbau

Der Schaumwein wird aus der Rebsorte Lambrusco gewonnen und als Frizzante (leicht perlend) im Tankverfahren erzeugt. Mit einer lieblichen (amabile) Geschmacksrichtung bleibt er fruchtbetont und unkompliziert.

Im Glas

Leuchtendes Rot mit feiner, frischer Perlage. In der Nase rote Beeren, Kirsche und ein floraler Hauch. Am Gaumen leicht, perlend und lieblich-fruchtig, mit saftiger roter Frucht und sanfter Süße. Der Abgang ist frisch.

Am Tisch

Leicht gekühlt bei 8–10 °C servieren. Als unkomplizierter Aperitif, zu fruchtigen Desserts oder einfach für gesellige Momente.

Klassische Begleitung: Obstdesserts, Gebäck, milder Käse und leichte Vorspeisen.


Lage: Emilia-Romagna (Italien)
Klassifikation: Lambrusco – Rosso, amabile, frizzante
Ausbau: Rebsorte Lambrusco, Tankverfahren (Frizzante)

Mehr erfahren ...

Mehr erfahren ...
Produkt Bild

Länder/Regionen

Ghislaine Barthod Chambolle Musigny Les Baudes 1er Cru 2022

Rotwein · Chambolle-Musigny Premier Cru · Pinot Noir

Pinot Noir Les Baudes · 1er Cru Chambolle-Musigny nördl. Chambolle · nahe Bonnes-Mares 2022

Der Chambolle-Musigny Les Baudes 1er Cru 2022 der Domaine Ghislaine Barthod verbindet Finesse mit innerer Energie. Ein seidiger, tiefgründiger Pinot Noir mit reifer Himbeere, Herzkirsche und Cassis, floralen Noten und einer mineralischen Spannung aus dem kühlen Terroir von Les Baudes.


Les Baudes – Premier Cru im Norden von Chambolle

Les Baudes liegt im nördlichen Teil von Chambolle-Musigny, unmittelbar angrenzend an den Grand Cru Bonnes-Mares. Das eher kühle Terroir auf Kalk- und Tonböden verleiht den Weinen eine präzise mineralische Spannung und eine frische Säure.

Chambolle-Musigny im Herzen der Côte de Nuits gilt als Inbegriff von Eleganz und Finesse. Die Domaine Ghislaine Barthod zählt zu den gesuchten Erzeugern der Gemeinde.

Jahrgang 2022 – Côte de Nuits

2022 war eines der wärmsten, trockensten und sonnenreichsten Jahre im Burgund. Ein milder Winter brachte einen frühen Austrieb, Aprilfröste richteten nur begrenzten Schaden an, und ein regenreicher Juni füllte vor dem trockenen Sommer die Wasserreserven.

Für die roten Burgunder steht 2022 für reife, konzentrierte Frucht bei überraschender Frische und Balance – ein Jahrgang, der diesem Les Baudes eine faszinierende Balance aus Finesse und innerer Energie verleiht.

Assemblage und Ausbau

Reinsortiger Pinot Noir aus dem Jahrgang 2022.

Der Wein reift im Holzfass, im Stil des Guts – mit zurückhaltendem Holzeinsatz, ganz auf Finesse und Lagenausdruck ausgerichtet.

Im Glas

Im Bouquet reife Himbeeren, saftige Herzkirschen und ein Hauch Cassis, vereint mit Veilchen und Rosenblättern, unterlegt von Graphit, nassem Stein und feinen orientalischen Gewürzen, die an Sandelholz und Weihrauch erinnern. Am Gaumen seidig und tiefgründig, mit samtiger Textur, klarer, frischer Säure und präzise eingebundenen Tanninen. Eine mineralische Spannung und innere Kraft hallen lange nach – bis ins salzig-würzige, fast schwebende Finale.

Himbeere, Herzkirsche und Veilchen über Graphit und nassem Stein – seidig, tiefgründig und mit mineralischer Spannung.

In der Jugend zugänglich, mit Flaschenreife über viele Jahre gewinnend. Bei 15–16 °C servieren; eine Belüftung lohnt sich.

Am Tisch

Geflügel und Federwild, Kalb, Gerichte mit Pilzen, dazu mittelreifer Weichkäse. Ein eleganter Begleiter mit Spannung.


Lage: Les Baudes (1er Cru), Chambolle-Musigny (Côte de Nuits); nördliches Chambolle nahe Bonnes-Mares, kühles Kalk-/Tonterroir
Klassifikation: Chambolle-Musigny Premier Cru
Ausbau: Pinot Noir; Holzfassausbau, zurückhaltender Holzeinsatz

Mehr erfahren ...

Mehr erfahren ...
Produkt Bild

Rebsorten

Schwedhelm Sauvignon Blanc Zellertal trocken | Fenske's

Wein · Weißwein · Pfalz · Deutschland

Schwedhelm Sauvignon Blanc Zellertal ist ein klarer, kühler Sauvignon Blanc aus dem berühmten nordpfälzischen Zellertal. Spannungsvoll und von saftiger Mineralik geprägt – ein Wein, der animiert und Lust auf den nächsten Schluck macht.


Pfalz / Zellertal

Das Weingut Schwedhelm ist im Zellertal in der Nordpfalz beheimatet. Die Reben gedeihen auf kalkgeprägten Böden, die dem Sauvignon Blanc seine kühle Spannung und saftige Mineralität verleihen.

Rebsorte und Ausbau

Reinsortig aus Sauvignon Blanc. Der Ausbau stellt die klare, kühle und spannungsvolle Stilistik der Rebsorte in den Vordergrund, getragen von der Kalkmineralität des Zellertals. Trocken ausgebaut.

Im Glas

Helles Grüngelb. In der Nase klar und kühl, rebsortentypisch mit Zitrus, Stachelbeere und grünen Kräuternoten. Am Gaumen spannungsvoll und straff, mit saftiger Mineralik, animierender Säure und klarem, frischem Abgang.

Am Tisch

Gut gekühlt bei 8–10 °C servieren – als Aperitif oder zum Essen.

Passt zu: Salaten, Ziegenkäse, Fisch, Meeresfrüchten und Spargel.


Lage: Pfalz, Zellertal (Deutschland); Weingut Schwedhelm
Klassifikation: Ortswein – 100 % Sauvignon Blanc, trocken
Ausbau: kühl und mineralitätsbetont (Kalkböden)

Mehr erfahren ...

Mehr erfahren ...
Produkt Bild

Spanien

Conde Pinel Tempranillo tinto

Rotwein · Tempranillo · Castilla · Spanien

Conde Pinel Tempranillo Tinto ist ein trockener Rotwein von Hammeken Cellars aus dem Herzen Spaniens. Reinsortig aus Tempranillo gekeltert, gehört er zur modernen Conde-Pinel-Linie – fruchtbetont, klar und trocken.


Castilla

Die Conde-Pinel-Linie stammt vom Önologenteam um David Tofterup bei Hammeken Cellars (Jávea/Alicante) und umfasst einen Weiß-, einen Rosé- und einen Rotwein. Der Tinto trägt die Herkunftsangabe Vino de la Tierra de Castilla.

Rebsorte und Ausbau

Reinsortiger Tempranillo. Nach der temperaturkontrollierten Gärung im Edelstahl reift ein Teil des Weins rund drei Monate in französischer Eiche. Die kurze Holzreife gibt feine Würze, ohne die Frucht zu überdecken.

Im Glas

Leuchtendes Rubinrot. In der Nase rote Frucht – Beeren, wilde Erdbeere und Kirsche – dazu ein Hauch geröstetes Brot und Vanille aus der Holzreife. Am Gaumen fruchtbetont, weich und zugänglich, trocken mit rundem Abgang.

Am Tisch

Bei 16–18 °C servieren. Ein unkomplizierter, fruchtbetonter Tempranillo für viele Gelegenheiten.

Klassische Begleitung: Gegrilltes, Geflügel, Pasta und Hartkäse.


Lage: Castilla-La Mancha (Spanien)
Klassifikation: Vino de la Tierra de Castilla – Rotwein (trocken)
Ausbau: Edelstahl, teils ~3 Monate in französischer Eiche

Mehr erfahren ...

Mehr erfahren ...
Produkt Bild

Frankreich

Domaine Duroché Gevrey Chambertin Lavaut St. Jacques 1er Cru 2023

Rotwein · Gevrey-Chambertin Premier Cru · Pinot Noir

Pinot Noir Lavaut St. Jacques · 1er Cru Gevrey-Chambertin Kalklehm & wärmespeichernder Kies 2023

Der Gevrey-Chambertin Lavaut St. Jacques 1er Cru 2023 von Pierre Duroché ist ein reinsortiger Pinot Noir aus einer der besten Premier-Cru-Lagen der Gemeinde. Viel Fruchtfülle, Lakritz, Zeder und dunkle Schokolade treffen auf präsente Tannine, die dem Wein ein festes Gerüst für lange Reife geben.


Lavaut Saint-Jacques – Premier Cru in Gevrey-Chambertin

Lavaut Saint-Jacques zählt zu den besten Premier Crus von Gevrey-Chambertin. Die Böden sind von starkem Kalklehm durchzogen und weisen viel wärmespeichernden Kies auf – so wird die Tageswärme nachts besser gehalten, und die Pinot-Frucht kann sich klarer herauskristallisieren als in vielen anderen Lagen.

Die 9,5 Hektar liegen westlich des Dorfes am Eingang der Combe de Lavaux. Kalte Westwinde aus dem Tal verlangsamen die Reife und fördern einen etwas schlankeren, frischeren Stil als beim Nachbarn Clos Saint-Jacques. Die steinigen Kalk-Ton-Böden mit guter Drainage halten die Erträge niedrig. Pierre Duroché zählt zu den gesuchten Adressen von Gevrey-Chambertin.

Jahrgang 2023 – Côte de Nuits

Auf einen milden Winter folgte ein kühl-feuchtes Frühjahr mit Austrieb Mitte April; ab Mitte Mai wurde es trockener und wärmer. Die Blüte setzte Anfang Juni weitgehend störungsfrei ein, der Sommer verlief überwiegend gut.

Eine Hitzewelle im August konzentrierte die Aromen, Niederschläge Mitte September brachten Frische und Balance zurück. Für die roten Burgunder steht 2023 für Tiefe, Farbe und Eleganz – klare dunkle Beerenfrucht, feine Würze und geschliffene Tannine bei großzügiger Erntemenge.

Assemblage und Ausbau

Reinsortiger Pinot Noir aus dem Jahrgang 2023.

Der Wein reift im Holzfass, im traditionellen Stil des Guts – ganz auf einen klaren Lagenausdruck und ein tragfähiges Tanningerüst ausgerichtet.

Im Glas

Viel Fruchtfülle mit Lakritz, kleinen reifen Walderdbeeren, Zeder, dunkler Schokolade, unreifer Kirsche und einem Anflug von Kräutern. Die Tannine sind präsent und geben dem Wein ein ideales Gerüst für lange Reife.

Lakritz, Zeder und dunkle Schokolade über präsentem Tannin – ein Premier Cru mit Gerüst für viele Jahre.

In der Jugend noch verschlossen, entfaltet der Wein sein Potenzial über viele Jahre Flaschenreife. Bei 16 °C servieren; eine Belüftung im Dekanter lohnt sich.

Am Tisch

Wild und Federwild, Rind, Ente, Gerichte mit Pilzen, dazu gereifter Käse. Ein Wein für gehaltvollere Gerichte und den besonderen Anlass.


Lage: Lavaut Saint-Jacques (1er Cru), Gevrey-Chambertin (Côte de Nuits); Kalklehm mit wärmespeicherndem Kies, Combe de Lavaux, 9,5 ha
Klassifikation: Gevrey-Chambertin Premier Cru
Ausbau: Pinot Noir; Holzfassausbau

Mehr erfahren ...

Mehr erfahren ...
Produkt Bild

Rebsorten

Etienne Sauzet Puligny Montrachet Sous Le Puits 1er Cru 2023

Weißwein · Puligny-Montrachet Premier Cru · Chardonnay

Chardonnay Sous le Puits · 1er Cru Puligny-Montrachet 400 m · Steillage 2023

Der Puligny-Montrachet Sous le Puits 1er Cru 2023 der Domaine Etienne Sauzet ist ein Chardonnay aus einer der steilsten und höchsten Premier-Cru-Lagen von Puligny-Montrachet. Mineralisch, dicht und lagerfähig – einer der präzisesten Weißweine dieser Zone.


Sous le Puits – exponierte Höhenlage

Sous le Puits („unter dem Brunnen") liegt auf 400 Metern Höhe und umfasst 6,80 Hektar. Es ist einer der steilsten Weinberge von Puligny-Montrachet; die Höhe und Steilheit bringen besonders mineralische, dichte und lagerfähige Chardonnays hervor.

Puligny-Montrachet an der Côte de Beaune beherbergt vier Grand Crus und 17 Premier Crus. Die kalksteinreichen Böden geben feine Mineralität und feste Struktur. Die Domaine Etienne Sauzet, 1903 gegründet und in Puligny-Montrachet ansässig, zählt zu den großen Weißwein-Adressen des Burgunds.

Jahrgang 2023 – Côte de Beaune

Auf einen milden Winter folgte ein kühl-feuchtes Frühjahr mit Austrieb Mitte April; ab Mitte Mai wurde es trockener und wärmer. Die Blüte setzte Anfang Juni weitgehend störungsfrei ein. Eine Hitzewelle im August konzentrierte die Aromen, Niederschläge Mitte September brachten Frische und Balance zurück.

Für die weißen Burgunder steht 2023 für reife, aromatische Frucht (Birne, Pfirsich) bei klarer Säure – ein harmonischer, klassischer Jahrgang, der zur straffen, mineralischen Art des Sous le Puits passt.

Assemblage und Ausbau

Reinsortiger Chardonnay aus dem Jahrgang 2023.

Die Gärung erfolgt im Stil des Guts spontan in großen Eichenfässern, temperaturreguliert; der gesamte Ausbau bis zur Feinhefelagerung dauert bis zu 18 Monate. So gewinnt der Wein Tiefe und Textur, ohne die mineralische Linie zu überdecken.

Im Glas

Ein straffer, mineralischer Chardonnay: Zitrus und weiße Blüten treffen auf steinige Mineralität und feinen Schmelz aus dem Hefelager. Am Gaumen dicht und präzise, mit fester Struktur, klarer Säure und langem, salzigem Abgang.

Zitrus und weiße Blüten über steiniger Mineralität – dicht, präzise und mit langem, salzigem Abgang.

Jung schon zugänglich, mit großem Reifepotenzial über viele Jahre. Bei 11–13 °C servieren.

Am Tisch

Fisch und Krustentiere, Geflügel in heller Sauce, Kalbsbries, dazu reifer Weichkäse. Ein Wein für die große weiße Küche.


Lage: Sous le Puits (1er Cru), Puligny-Montrachet (Côte de Beaune); 400 m, eine der steilsten Lagen, 6,80 ha
Klassifikation: Puligny-Montrachet Premier Cru
Ausbau: Chardonnay; Spontangärung im großen Eichenfass, bis 18 Monate inkl. Feinhefe

Mehr erfahren ...