Weinjahrgang 2016: Detaillierter Bericht aus den 13 Anbaugebieten

Weinjahrgang 2016: Detaillierter Bericht aus den 13 Anbaugebieten

Nach einem grandiosen Finale eines sehr arbeitsintensiven und turbulenten Weinjahres sind die deutschen Weinerzeuger mit den eingebrachten Qualitäten sehr zufrieden Wie das Deutsche Weininstitut (DWI) mitteilt, konnten dank eines perfekten Spätsommers bundesweit gut ausgereifte und sehr gesunde Trauben geerntet werden.

Weinfreunde können sich auf sehr aromatische, elegante Weißweine mit einem harmonischen Fruchtsäurespiel und farbkräftige, samtige Rotweine des 2016er Jahrgangs freuen. In einigen Regionen, wurde er auch noch von einer erfolgreichen Eisweinlese gekrönt.

Auch die bundesweit erwarteten Erntemengen sind mit zuletzt geschätzten neun Millionen Hektolitern insgesamt zufriedenstellend. Sie lägen damit exakt auf dem Niveau des zehnjährigen Mittels und zwei Prozent über dem Vorjahresertrag. Die Ernteergebnisse unterliegen allerdings einzelbetrieblich und regional sehr großen Schwankungen, je nachdem, wie stark die Weinberge von den diesjährigen Wetterkapriolen in Mitleidenschaft gezogen wurden.

 

Weinjahrgang 2016 – Ein Blick in die Anbaugebiete:

Ahr: Herausragende Qualitäten

Trotz des allzu nassen Frühsommers, der in Verbindung mit einem kühlen Frühjahr eine eher spät einsetzende Vegetationsphase und Rebblüte verursachte, sorgten der warme Sommer und das ideale Lesewetter im September und Oktober für eine unerwartete Qualitäts-Aufholjagd. Gesunde Frühburgunder – und Spätburgundertrauben mit eindrucksvolle Werten konnten per Handlese eingebracht werden. Zum Glück hatte die umsichtige Arbeit der Winzer im Frühsommer größere Schäden durch den falschen Mehltau verhindert. So stimmten am Ende auch die Mengen, die auf rund 3,9 Millionen Liter geschätzt werden. Die Spätburgunder sind von tiefer Farbe und weisen viel Extrakt und ausgereifte, gut eingebundene Tannine auf. Das sind Eigenschaften, die Spitzenjahrgänge kennzeichnen!

Baden: Ende gut, alles gut
Die gute Nachricht beginnt in Baden mit dem Ende: Die Weinqualitäten sind ebenso wie die Erntemenge von rund 1,25 Millionen Hektoliter überdurchschnittlich gut. Gerade in der zweiten Septemberhälfte – bedingt durch traumhaftes, sonniges und trockenes Spätsommerwetter im August und September – legten die Trauben ordentlich an Reife zu. Auch der Oktoberbeginn war golden, die Trauben strotzten vor Gesundheit. Hilfreich waren die kühlen Nächte. So kennzeichnen
fruchtbetonte, saftige Weine und sehr gute Qualitäten den Jahrgang 2016 in Baden. Das hatte man im Frühjahr kaum erwarten können. Nach einem verzögerten Austrieb war es war bis in den Juni hinein regnerisch, was den Falschen Mehltau förderte.
Insgesamt hielten sich die dadurch bedingten Schäden allerdings in Grenzen, obwohl es stellenweise zu massiven
Ertragseinbußen kam. Dank der guten Wasserversorgung entwickelten sich die Reben in einem warmen Sommer
prächtig. Die Temperaturen im Juli erreichten kurzfristig 37 °C. Insgesamt war es ein sehr arbeitsintensives Jahr für die Winzer, mit einem Happy-End für die Weinfreunde.

Franken: Tolles Finale nach spannendem Jahr
Der Jahrgang 2016 machte es den Winzern auf andere Weise schwer als sein Vorgänger, der im Zeichen größter
Hitze und Trockenheit stand. Kennzeichnend waren die extremen Niederschläge im Mai und Juni, die den Winzern einen bislang kaum bekannten Peronospora-Druck bescherten. Nicht nur manche Ökobetriebe waren von Ertragsschädigungen bis hin zum Totalausfall betroffen. Zu allem Überfluss gab es Ende April Spätfröste und am 30. Mai im südlichen Maindreieck teils
massive Hagelschäden. Im August wurde es sehr trocken und heiß, sodass Junganlagen sogar bewässert werden mussten. Ende September begann dann bei perfektem Herbstwetter die Lese für Müller-Thurgau und Bacchus, im Oktober wurden die Burgundersorten und Silvaner eingebracht. Der Gesundheitszustand der Trauben war gut. Dass die Lese nach all der Hektik
vergleichsweise entspannt verlief, war die lang ersehnte, doch kaum noch erwartete Belohnung für die Winzer: „Ein tolles Finale für ein sehr spannendes Jahr“, freute sich der Präsident des Fränkischen Weinbauverbands, Artur Steinmann. Die auf
500.000 Hektoliter geschätzte Menge übertrifft die des Vorjahres und die mittleren Mostgewichte reichten beim Spätburgunder bis 92 ° Oechsle. Der Prädikatsweinanteil wird auf über 65 Prozent geschätzt. Es werden ausgewogene, fruchtige Weine mit harmonischer Struktur, frischer Fruchtsäure und niedrigen Alkoholwerten erwartet – so wie es die Verbraucher lieben.

Hessische Bergstraße: Verzwickte Situation gelöst
Am Anfang des Jahres freuten sich die Winzer an der Bergstraße noch über Regen, glich dieser doch die bestehenden
Wasserdefizite aus. Aber dann setzte im Mai und Juni ein Dauerregen ein, der vor allem wegen des Befallsdrucks durch den Falschen Mehltau Probleme bereitete. Außerdem hatte es Ende April in manchen Lagen durch Frostschäden Einbußen von bis zu 50 Prozent gegeben. Regen im Juni war nicht förderlich für die Rebblüte und eine Hitzewelle im August sorgte für Sonnenbrandschäden und damit für weitere Ertragsausfälle. Nachdem lang ersehnten Sommer setzte schließlich Mitte September die Lese ein und verlief sehr entspannt bis Ende Oktober. So konnten die Trauben bestens ausreifen, weshalb
feinfruchtige, elegante Weißweine und kraftvolle, farbintensive Rotweine den Jahrgang 2016 prägen. Allerdings liegt die
Erntemenge mit geschätzten 30.000 Hektolitern etwas unter dem Vorjahresergebnis, sie entspricht aber dem langjährigen Mittel.

Mittelrhein: Ein sehr differenziertes Bild

Bis zur Jahresmitte richteten die Winzer am Mittelrhein meist besorgte Blicke gen Himmel. Es regnete viel zu viel, die Temperaturen waren durchschnittlich. Der Rebschutz war ein wichtiges Thema bei den Winzern. Wer ihn
bis Pfingsten im Griff hatte, profitierte von der ab Mitte Juli bis zur Lese sehr vorteilhaften Witterung am meisten, besonders bei spät reifenden Sorten wie Riesling. Die Rebblüte setzte spät ein und verlief zögerlich. Am 24. Juni wurden Weinberge in den
Gemarkungen von Oberwesel und Dellhofen sowie auf der rechten Rheinseite in Kaub und Dörscheid durch Hagelschlag geschädigt. Dank der sonnigen Spätsommerwitterung reiften die Trauben sehr gleichmäßig und blieben bis zum Schluss gesund. Mit Erntemengen von 10 hl/ha bis 110 hl/ha fallen die Erträge von Betrieb zu Betrieb allerdings sehr unterschiedlich aus, ebenso wie die Mostgewichte. Die geschätzte Erntemenge liegt dennoch bei 29.000 Hektolitern und damit sogar um 17 Prozent höher als der langjährige Durchschnitt. Die Jungweine weisen eine frische Säure, reiche Aromen und ausgeprägte
Fruchtigkeit auf.

Mosel: Trotz Wetterkapriolen normaler Ertrag
Von Frost bis Sonnenbrand, von Starkregen bis Trockenheit bot das Wetter 2016 alles. Trotz der Extreme fiel der Jahrgang allgemein weit besser aus als erwartet, sowohl qualitativ als auch quantitativ: Mit rund 750.000 Hektolitern lag die Erntemenge nur um ein Prozent niedriger als 2015. Wie in anderen Regionen auch, wirkten sich die Wetterereignisse kleinräumig sehr unterschiedlich aus: „Während in manchen Rebzeilen kaum Trauben am Stock hingen, konnten nur 150 Meter weiter volle Erntemengen gelesen werden“, zitiert Moselwein e.V. Geschäftsführer Ansgar Schmitz einen Winzer von der Saar. Die Rebblüte begann erst Mitte Juni und zog sich bis in den Juli. Erst das gute Herbstwetter erlaubte den Trauben eine ruhige Reifung. Die Winzer konnten dank der stabilen Witterung langsam und selektiv gute Qualitäten lesen. Die Jungweine des neuen Jahrgangs sind an der Mosel von moderaten Säure gehalten und einer intensiven Aromatik geprägt.

Nahe: Neidischer Herbst
Die Nahewinzer hatten nach dem verregneten Frühjahr ab Pfingsten um ihre Ernte gefürchtet. Der Mehltau-Befallsdruck war enorm. Zum Glück kam dann die ersehnte Wetterwende, die den Winzern letztlich einen hervorragenden Jahrgang bescherte –
wenn auch die Mengen teilweise zu wünschen übrig ließen. Ein warmer Sommer und ein Bilderbuchherbst – vier Wochen Sonne fast ohne Regen – ließen die Trauben doch noch gut ausreifen. Sorten wie Dornfelder, Scheurebe, Müller-Thurgau und Burgundersorten lieferten kerngesunde Trauben. Mostgewichte bis 100 ° Oechsle wurden erreicht. Allerdings waren die Erträge und Qualitäten stark schwankend. Winzer sprechen in solch einem Falle von einem neidischen Herbst. Mit geschätzten 300.000 Hektoliter liegt die Erntemenge leicht unter dem Vorjahresergebnis, aber auf dem Niveau des Zehnjahresmittels. Der Riesling hat besonders von den milden Herbsttemperaturen und kühlen Nächten profitiert; die Aromen sind perfekt ausgereift. Der 2016er Jahrgang wird das Prädikat besonders wertvoll erreichen können, ist man sich an der Nahe sicher.

Pfalz: Überraschung!
Es kommt oft anders, als man denkt. Dieses Sprichwort stimmt für den letztendlich sehr guten 2016er Jahrgang in der Pfalz in besonderem Maße. Denn im verregneten Frühjahr hatte es noch ganz anders ausgesehen. So viel Regen in einem Mai und Juni hatten selbst altgediente Winzer noch nicht erlebt. Entsprechend erheblich war der Druck durch Befall mit Falschem Mehltau,
teilweise wurden die Blütenstände völlig zerstört. Einige Betriebe, insbesondere Öko-Erzeuger, mussten sich in manchen Weinbergen auf teils drastische Ertragsausfälle einstellen. Doch dann kamen ein warmer Juli und ein sonniger, trockener Spätsommer, der in einen Bilderbuch-Altweibersommer im September mündete. Die Hauptlese, die in der dritten Septemberwoche einsetzte, verlief ausgesprochen entspannt. Bis in den November wurden kerngesunde, perfekt ausgereifte Trauben eingebracht. Besonders die Bukettsorten wie Sauvignon Blanc, Scheurebe und Muskateller zeigten sich als Jungweine sehr aromatisch und ausgewogen. Aber auch die Burgundersorten und der Riesling profitierten von der Witterung. Damit fällt der Jahrgang nach Meinung der Experten sehr typisch für die Pfalz aus: fruchtbetont, elegant, frisch und moderat im
Alkoholgehalt. Es wird auch gute edelsüße Weine geben und die Hoffnung auf Eisweine besteht eben falls noch. Die Erntemenge lag nur leicht unter dem langjährigen Mittel von rund 2,2 Millionen Hektoliter. Fazit des Pfalzwein-Vorsitzenden Ökonomierat Edwin Schrank: „Noch nie hat ein Weinjahrgang die Winzer so positiv überrascht wie dieser!“

Rheingau: Alles Nervensache
Regen ist grundsätzlich gut. Das dachten auch die Rheingauer Winzer im Januar und Februar, denn das Vorjahr war sehr heiß und trocken. Da ist es ja nicht schlecht, wenn die Wasserreserven wieder aufgefüllt werden. Was aber, wenn dann im Juni so viel Regen wie sonst in drei Monaten vom Himmel fällt? Das ist zu viel des Guten. Für die Winzer begann der anstrengende und
nervenaufreibende Kampf gegen den Befall vor allem mit Falschem Mehltau. Nicht immer konnten die Weinberge befahren werden, um die Reben zu behandeln, so feucht war der Boden. Trotz allem verlief die Entwicklung der Reben recht normal. Der Reifebeginn lag beim Riesling mit dem 20. August exakt im 30-jährigen Mittel. Gelesen wurde er überwiegend von Anfang bis Mitte Oktober. Bedingt durch das überaus gute Spätsommer- und Herbstwetter waren die Traubenperfekt ausgereift und zeigten gute Mostgewichte. Fruchtsäure- und Zucker gehalte in den Beeren hielten sich bestens die Waage. So sind fruchtige, ausgewogene Rieslinge mit eleganter Struktur zu erwarten. Mit geschätzten 200.000 Litern liegt die Erntemenge auf dem Niveau des Vorjahres aber zehn Prozent unter dem Zehnjahresdurchschnitt.

Rheinhessen: Glück muss der Mensch haben
Der „Sommer im September“ wird den rheinhessischen Winzern noch lange in Erinnerung bleiben. Der Herbstmonat hat mit schönstem Sonnenschein und um 3,8 °C über dem Durchschnitt liegenden Temperaturen einiges wieder gutgemacht, was angesichts der schwierigen Wetterbedingungen im ersten Halbjahr fast unerreichbar schien. In Rheinhessen regnete es im
Mai dreimal so viel wie normal, und das nach einem bereits sehr kühl en Frühjahr. So lag die Vegetation noch bis zum Sommer rund zwei Wochen zurück; durch die Nässe herrschte hoher Krankheitsdruck in den Reben. Der Zustand der Weinberge, die teilweise wegen aufgeweichter Böden nicht befahrbar waren, erschwerte die notwendigen Behandlungen. Die Wende kam mit dem Juli. Bis in den September hinein herrschte vorwiegend trockenes, warmes Wetter mit Höchsttemperaturen von 35 °C
im August. Die Lese begann Anfang September für die früh reifenden Sorten, die Hauptlese setzte Mitte September ein. Abgesehen von einzelnen Lagen, bei denen schon im Frühjahr krankheitsbedingt starke Ausfälle bis hin zu Totalschaden zu beklagen waren, konnten überwiegend sehr gesunde, ausgereifte Trauben mit ordentlichen Mostgewichten eingebracht werden. Die geschätzte Erntemenge liegt mit 2,5 Millionen Hektoliter nur wenig unter dem Üblichen. Insgesamt werden fruchtbetonte, saftige Weine mit etwas niedrigeren Alkoholwerten als im Vorjahr erwartet. Die Rieslinge profitierten besonders vom idealen Herbst und präsentieren sich ausgeprägt aromatisch – die hervorragende Aromareife ist nach Ansicht der Experten das Geheimnis des Jahrgangs 2016.

Saale-Unstrut: Die ganze Skala
Im nördlichsten deutsche Anbaugebiet trieben die Reben im Mai unter strahlend blauem Himmel aus und auch die Rebblüte, die Mitte Juni begann, verlief ohne Probleme. Pünktlich zum Sommeranfang stieg das Thermometer auf rund 30 °C. Der Juli war ebenfalls heiß und trocken, doch kam es um Freyburg am 17. Juli zu einem Hagelunwetter. Feuchtigkeit und schwülwarmes
Wetter verursachten zwar einen gewissen Krankheitsdruck, dem die Winzer aber mit gezielter Laubarbeit begegneten, um die Trauben besser zu durchlüften und trocken zu halten. Der August brachte hohe Temperaturen und teils Unwetter mit Hagelschäden. Die Lese begann schließlich am 20. September mit ruhigem, trockenen Herbstwetter. Im Oktober kam dann Regen auf mit kühlen Temperaturen, doch die Trauben zeigten sich den gesamten Herbst über sehr gesund, was die
Grundlage für ausgeprägt fruchtige, körperreiche Weine mit moderaten Fruchtsäuregehalten lieferte, sowohl im Basissegment als auch bei den Spezialitäten. Die geschätzte Erntemenge von 55.000 Hektolitern liegt auf dem Niveau des Vorjahres. Die Qualität sei jedoch noch eine Klasse besser als 2015, erklärte Weinbaupräsident Siegfried Boy. Die Jungweine spiegeln die Sonne des Jahrgangs wider. 2016 wird den Weinfreunden Spaß machen.

Sachsen: Flexibilität trotzt Regen
„Viel Flexibilität“ habe die Ernte von den Winzern gefordert, hieß es beim sächsischen Landeslandwirtschaftsamt. Das lag natürlich am Wetter, das nicht mit Herausforderungen geizte. Das Frühjahr war eher trocken. Der Juni war dann sehr niederschlagsreich und brachte Verrieselungsschäden etwa bei Tramineranlagen und einigen Krankheitsdruck durch den Falschen Mehltau. Günstiger für das Wachstum waren die hochsommerlichen Temperaturen von August bis September, doch bedeutete die extreme Hitze Ende August für die Reben wiederum Stress. Die Lese der frühreifen Sorten begann am 10. September mit sehr guten Qualitäten. Stellenweise sorgte allerdings die japanische Kirschessigfliege für Probleme. Zum Glück verhinderten die kühlen Temperaturen im nasskalten Oktober größere Schäden. Durch emsige Arbeit im Weinberg gelang es den Winzern, überwiegend sehr gesundes Lesegut einzubringen. Auch die Menge stimmt; sie wurde auf 27.500 Hektoliter geschätzt. „Endlich haben wir in Sachsen wieder mal zwei gute Jahrgänge hintereinander“, freute sich der Weinbauverbandspräsident Christoph Reiner. Es wird auch sehr gute hochwertige Spezialitäten bis in den edelsüßen Bereich geben.

Württemberg: Herausforderungen bestens gemeistert
Wie überall im Südwesten Deutschlands, präsentierte sich das Frühjahr auch in Württemberg extrem nass und erforderte
einen ausgeklügelten Rebschutz. Danach war es zunehmend heiß und trocken; die Sorten Acolon und Dornfelder waren bereits Mitte August durchgefärbt. Auch dieanderen Sorten wie Riesling, Müller-Thurgau, Kerner, Trollinger und Schwarzriesling entwickelten eine hervorragende physiologische Reife. Die Lese erfolgte bei weitgehend trockener Witterung kontinuierlich vom 24. September bis Ende Oktober, nur durch einen Starkregen am 21.10. unterbrochen. Die württembergischen Weingärtner werden in diesem Jahr eine sehr gute Qualität in die Gläser bringen – vergleichbar mit dem Spitzenjahrgang 2015, so die Meinung der Experten. Die Erntemenge fiel mit 1,1 Mio. Hektoliter ein wenig besser als im langjährigen Mittel aus
und sogar etwas größer als im Bilderbuchjahrgang 2015. Die perfekten Lesebedingungen mit sonnigen Tagen und kühlen
Nächten verliehen den Weinen den letzten Schliff. Die Jungweine präsentieren sich aus gesprochen sortentypisch und fruchtig.
Bundesweite Weinmost -Ernteschätzung vom 20. Oktober 2016

Quelle: DWI

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Spanien

Tentenublo Escondite del Ardacho Las Paredes 2014

Ein eisenhaltiger Lehmkalkboden ist das Geheimnis der kleinen 0,37 Hektar grossen Rebparzelle Las Paredes in der Rioja Alavesa. Diese ist mit 95 % Garnacha und 5 % Tempranillo bestockt, welche inzwischen ein Alter von über siebzig Jahren erreicht hat. Der Wein hat eine kraftvolle Struktur und erinnert entfernt an einen jungen Châteauneuf-du-Pape von Châtau Rayas. Er ist auf der einen Seite opulent und wollüstig, hat aber auch die Tiefe, gut eingebettete Gerbstoffe, die pfiffige Mineralität und den überragenden Schmelz eines der ganz großen Weine dieser Erde. So ein Wein, der so vollkommen sein Terroir widerspiegelt und alle Facetten der Traube einfängt, hat bisher die Keller der Rioja Winzer noch nicht verlassen. Nie banal oder aufdringlich, immer fordernd und sich mit jedem Schluck verändernd. Das bekannteste Anbaugebiet Spaniens hat doch noch viele Geheimnisse, die sich zu entdecken lohnen. Im Jahrgang 2014 ist Roberto Olivan noch einmal ein Qualitätssprung gelungen. Noch feiner und finessenreicher und damit vielschichtiger präsentiert sich dieses Unikat im Duft, Geschmack und Abgang. Outstanding! Gesamtproduktion: 302 Flaschen.

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Rebsorten

Groffier Bonnes Mares Grand Cru 2021

Rotwein · Bonnes Mares Grand Cru · Pinot Noir

Pinot Noir Bonnes Mares Grand Cru (Frankreich) 2021 13,50 % vol

Der Robert Groffier Bonnes Mares Grand Cru 2021 stammt von alten Reben aus einer der großen Grand-Cru-Lagen der Côte de Nuits – im kühlen Jahrgang 2021 ein besonders feiner, mineralischer und präziser Pinot Noir.


Bonnes Mares – die Lage

Bonnes Mares ist ein Grand Cru der Côte de Nuits, der größtenteils in Chambolle-Musigny und mit einem kleineren Teil in Morey-Saint-Denis liegt. Die rund 15 Hektar bringen ausschließlich Pinot Noirs hervor, die schwerer und robuster sind als die aus Musigny und über viele Jahre reifen.

Die Lage ist stark fragmentiert und von sichtbaren Bodenunterschieden geprägt: tiefere, reichere Böden am Morey-Ende für strengere, gehaltvollere Weine, feinere, kalkreichere Böden am Chambolle-Ende für seidigere Stilistik. Groffier bewirtschaftet rund einen Hektar, überwiegend auf den eisenreichen terres rouges.

Jahrgang 2021 – Côte de Nuits

2021 war in der Côte de Nuits ein kühler, von Frost geprägter Jahrgang mit kleinen Erträgen.

Was gesund in den Keller kam, ergab klassische, frische und präzise Pinot Noirs mit feiner Säure und parfümierter Aromatik.

Ausbau

Reinsortiger Pinot Noir aus dem Jahrgang 2021, 13,50 % vol.

Vergoren mit 100 % Ganztrauben, ausgebaut in 40 % neuem Holz (Tronçais). Im Stil der Domaine wird der Wein nur einmal am Ende des Ausbaus abgestochen.

Im Glas

Eine luftig-breite, sehr einladende Aromatik. Am Gaumen beeindruckt der Wein durch Größe und Maßstab, gerahmt von einer feinen, kreidigen, äußerst feinkörnigen Tanninstruktur. Der Nachhall bewegt sich wellenförmig auf und ab und trägt sich selbst – die Ganztrauben-Würze klar, aber von großer Klarheit.

Feinkörnig, kreidig und von großem Maßstab – ein präziser Bonnes Mares aus kühlem Jahrgang.

Jung noch verschlossen: profitiert von Luft und langer Kellerzeit. Bei 16–18 °C servieren.

Am Tisch

Zu Reh, Taube, Ente, Rind, Gerichten mit Trüffel oder Pilzen sowie gereiftem Weichkäse. Ein großer Begleiter für festliche Küche.


Lage: Bonnes Mares Grand Cru, Côte de Nuits, Bourgogne (Frankreich); eisenreiche terres rouges, alte Reben, ca. 1 ha
Klassifikation: Bonnes Mares Grand Cru AOC, Pinot Noir (trocken)
Ausbau: Pinot Noir; 100 % Ganztrauben; 40 % Neuholz (Tronçais);

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Rebsorten

Willi Schäfer Graacher Domprobst Riesling Kabinett 2023 #03

Weißwein · Graach (Mosel) · Riesling (Kabinett, fruchtsüß)

Riesling Graacher Domprobst Kabinett #03 · fruchtsüß Willi Schäfer VDP.Große Lage · Mittelmosel Blau- und Grauschiefer Steillage 45–75 % 2023

Der Willi Schäfer Graacher Domprobst Riesling Kabinett #03 2023 stammt aus einer der besten Riesling-Einzellagen Deutschlands. Ein verspielt-fruchtiger, filigraner Kabinett mit typischer Schiefermineralität.


Graacher Domprobst – Steillage über der Mittelmosel

Das Weingut Willi Schäfer in Graach zählt zu den stillen Größen der Mittelmosel: kompromissloser Riesling von Schiefer aus drei herausragenden Lagen – Graacher Domprobst, Graacher Himmelreich und Wehlener Sonnenuhr.

Die VDP.Große Lage Domprobst liegt oberhalb von Graach und gehört zu den besten Riesling-Einzellagen Deutschlands. Die nach Südwest bis Süd-Südwest ausgerichteten Weinberge fallen mit 45 bis 75 % Neigung zur Mosel ab (110–260 m) und bestehen aus Blau- und Grauschiefer mit geringem Tonanteil – die Grundlage für Mineralität und gutes Wasserspeichervermögen. Ein besonderes Merkmal sind die teils noch erhaltenen wurzelechten Reben, die über 100 Jahre alt sein können und maßgeblich zur Komplexität beitragen. Schon der Trierer Domprobst sicherte sich im 18. Jahrhundert Anteile der Erträge.

Jahrgang 2023 – Graach (Mosel)

2023 war an der Mosel ein Jahrgang mit reifer, gesunder Frucht und lebendiger Säure. Die Blau- und Grauschieferböden und das windgeschützte Mikroklima der Domprobst bewahrten Frische, klare Frucht und feine Schiefermineralität – ideale Voraussetzungen für einen filigranen, fruchtsüßen Kabinett.

Herstellung und Ausbau

Fruchtsüßer Riesling Kabinett (#03) aus der Graacher Domprobst, Jahrgang 2023; 100 % Riesling von Blau- und Grauschiefer.

Nach selektiver Handlese wird der Wein traditionell im Stil des Guts vinifiziert, mit kühler Gärung, die die feine Restsüße und die lebendige Schiefersäure des Kabinetts bewahrt.

Im Glas

Ein verspielt-fruchtiger, filigraner Kabinett: Apfel und Zitrus, dazu weißer Pfirsich, florale Anklänge und eine feine, salzig-mineralische Schieferader. Am Gaumen leicht und schwebend, mit feiner Restsüße, die von einer lebendigen, klaren Mosel-Säure getragen wird, und einem frischen, mineralischen Nachhall.

Apfel, Zitrus und weißer Pfirsich über floralen Anklängen und feiner, salzig-mineralischer Schieferader – leicht und schwebend, mit feiner Restsüße, getragen von lebendiger Mosel-Säure.

Ein verspielt-fruchtiger, langlebiger Mosel-Kabinett. Bei 8–10 °C servieren.

Am Tisch

Als Aperitif, zu würziger asiatischer Küche und Currys, zu Fisch und Meeresfrüchten sowie zu mildem bis mittelkräftigem Käse.


Lage: Graacher Domprobst (VDP.Große Lage), Mittelmosel; Süd-West- bis Süd-Süd-West-Steillage, 45–75 % Neigung, 110–260 m; Blau- und Grauschiefer mit geringem Tonanteil; teils wurzelechte, über 100 Jahre alte Reben
Klassifikation: Riesling Kabinett, Mosel (fruchtsüß); 100 % Riesling
Ausbau: selektive Handlese, kühle Gärung, traditioneller Ausbau im Stil des Guts

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Deutschland

Weingut Metzger Grenache & Syrah Gutswein rose 2024

Roséwein · Grenache & Syrah · Gutswein · Pfalz

Weingut Metzger Grenache & Syrah Rosé Gutswein vereint Finesse mit Ausdrucksstärke. In der Nase verführerische Aromen reifer Erdbeeren und dunkler Brombeeren, unterlegt von einem Hauch Kräuterwürze, die an Südfrankreich erinnert. Am Gaumen mit Tiefe und Substanz – ein Rosé, der nicht laut sein muss, um Eindruck zu hinterlassen.


Pfalz

Das Weingut Metzger liegt in der Pfalz im Südwesten Deutschlands. Die Kombination der südfranzösischen Sorten Grenache und Syrah bringt hier einen Rosé mit mediterranem Anklang und zugleich kühler Frische hervor.

Assemblage und Ausbau

Der Rosé vereint Grenache und Syrah. Der Ausbau bewahrt die saftige Frucht und sorgt für eine straffe, zugleich elegante Struktur – kraftvoll, aber stets zurückhaltend und ausgewogen.

Im Glas

Zarter Rosé-Ton. In der Nase reife Erdbeeren und dunkle Brombeeren, unterlegt von einem Hauch Kräuterwürze. Am Gaumen Tiefe und Substanz, die saftige Frucht harmonisch eingebunden, die Struktur straff und elegant. Trotz seiner Kraft bleibt er zurückhaltend und ausgewogen.

Am Tisch

Gut gekühlt bei 8–10 °C servieren – ideal für laue Sommerabende, gesellige Runden oder solo.

Klassische Begleitung: Salate, gegrilltes Gemüse, Fisch, helles Fleisch und mediterrane Küche.


Lage: Pfalz (Deutschland)
Klassifikation: Pfalz – Gutswein (Rosé)
Ausbau: Grenache & Syrah, fruchtbetonter Ausbau

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Weine

Boris Champy Beaune 1er Cru Aux Coucherias AOP 2019 BIO

Rotwein · Beaune Premier Cru · Pinot Noir

Pinot Noir Aux Coucherias · 1er Cru Beaune 2019 Bio (FR-BIO-01)

Der Beaune 1er Cru Aux Coucherias 2019 Bio von Boris Champy ist ein reinsortiger Pinot Noir aus einer Premier-Cru-Lage der Côte de Beaune. Der warme Jahrgang 2019 gibt ihm reife, konzentrierte Frucht bei feiner Struktur – ein Wein aus biologisch zertifiziertem Anbau.


Aux Coucherias – Premier Cru in Beaune

Aux Coucherias ist eine Premier-Cru-Lage von Beaune in der Côte de Beaune, im oberen Hangbereich in Richtung Savigny-lès-Beaune. Die kalkhaltigen Böden bringen strukturierte und zugleich elegante Pinots hervor.

Boris Champy führt eine biologisch zertifizierte Domaine (FR-BIO-01) mit Sitz in Nantoux und arbeitet mit wenig Eingriffen und Sorgfalt im Weinberg.

Jahrgang 2019 – Côte de Beaune

2019 war im Burgund ein warmer, trockener Jahrgang mit kleinen Erträgen. Die Reben lieferten reife, konzentrierte Trauben, die dennoch Frische bewahrten.

Für die roten Burgunder steht 2019 für Tiefe und reife Frucht bei feinem Tannin und tragender Säure – ein starker, lagerfähiger Jahrgang, der dem Aux Coucherias Substanz gibt.

Assemblage und Ausbau

Reinsortiger Pinot Noir aus dem Jahrgang 2019, aus biologischer Bewirtschaftung (FR-BIO-01).

Nach der Lese vergärt der Wein und reift anschließend im Holzfass. Der Ausbau ist auf einen klaren Lagen- und Fruchtausdruck ausgerichtet.

Im Glas

Reife rote und dunkle Frucht mit feiner Würze. Am Gaumen konzentriert, aber elegant, mit feinem Tannin, frischer Säure und gutem Zug im Abgang.

Reife Frucht und feines Tannin im Gleichgewicht – ein konzentrierter, eleganter Beaune Premier Cru aus dem warmen 2019er.

In der Jugend zugänglich, über einige Jahre Flaschenreife gewinnend. Bei 16 °C servieren; eine Belüftung lohnt sich.

Am Tisch

Ente und Federwild, Rind, Gerichte mit Pilzen, Kalb, dazu mittelreifer bis gereifter Käse. Ein vielseitiger Begleiter für die feine Küche.


Lage: Aux Coucherias (1er Cru), Beaune (Côte de Beaune); Kalkböden, Oberhang
Klassifikation: Beaune Premier Cru; Bio (FR-BIO-01)
Ausbau: Pinot Noir; Holzfassausbau; biologische Bewirtschaftung

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Weine

Metzger Saumagen Riesling 2020 Magnum

Weißwein · Riesling · trocken · Magnum · Pfalz

Metzger Saumagen Riesling Magnum ist ein Lagen-Riesling vom Weingut Metzger aus dem Kallstadter Saumagen in der Pfalz – hier in der 1,5-Liter-Magnum. Die Trauben stammen aus dem ursprünglichen Teil der Lage, wurden selektiv von Hand gelesen und im Halbstückfass vergoren. Kalkige Mineralität, feine Würze und harmonische Säure prägen den Wein. Ein präziser Riesling mit Lagencharakter.


Kallstadter Saumagen

Der Kallstadter Saumagen zählt zu den großen Riesling-Lagen der Pfalz. Die Trauben stammen aus dem ursprünglichen Teil der Lage, deren kalkreiche Böden seit jeher für mineralische, würzige Weine mit harmonischer Säure stehen.

Rebsorte und Ausbau

Reinsortiger Riesling, selektiv von Hand gelesen und mit der Korbpresse abgepresst. Die Gärung erfolgt im Halbstückfass, um das Terroir der Lage präzise einzufangen. Die Magnum lässt den Wein besonders langsam reifen.

Im Glas

Helles Gelb. In der Nase Zitrus, gelber Apfel und feine kräutrige Würze über kalkiger Mineralität. Am Gaumen straff und mineralisch, mit harmonischer Säure, Würze und langem Abgang.

Am Tisch

Gut gekühlt bei 10–12 °C servieren. Mit Luft gewinnt der Wein an Tiefe; die Magnum eignet sich zum Reifen im Keller.

Klassische Begleitung: Fisch, Meeresfrüchte, Spargel, Geflügel und feine Käse.


Lage: Kallstadter Saumagen, Pfalz (Deutschland)
Klassifikation: Pfalz – Riesling, trocken (Lagenwein)
Ausbau: Handlese, Korbpresse, Gärung im Halbstückfass; 1,5-l-Magnum

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Frankreich

Michel Lafarge Volnay Mitans 1er Cru 2014

Rotwein · Volnay 1er Cru · Pinot Noir

Pinot Noir Les Mitans Volnay 1er Cru (Frankreich) 2014 Biodynamie · 13,00 % vol

Der Michel Lafarge Volnay Les Mitans 1er Cru 2014 ist ein konzentrierter, überraschend tanninstarker Pinot Noir von der Top-Domaine in Volnay – aus einem klassischen Jahrgang, gebaut für lange Reife, mit der für das Haus typischen Eleganz und Mineralität.


Volnay Les Mitans – die Lage

Les Mitans liegt unterhalb des Dorfes Volnay auf rund 250 Metern, an einem sanften, nach Südosten gerichteten Hang. Lafarges Parzelle umfasst 0,39 Hektar mit alten Reben der Jahrgänge 1952 und 1976. Der Boden ist ein tiefer, dichter brauner Lehm über Kalkstein, durchsetzt mit rund 20 % kleinen Kalksteinen – ein Terroir, das seidige, zugleich strukturierte Volnays mit salzig-mineralischem Abgang prägt.

Volnay ist für elegante, feingliedrige Pinot Noirs bekannt. Die Domaine Michel Lafarge zählt hier zu den großen Adressen; Frédéric und Chantal Lafarge bewirtschaften die rund zwölf Hektar seit dem Jahr 2000 biodynamisch (Demeter).

Jahrgang 2014 – Volnay

2014 gilt an der Côte de Beaune als sehr guter, klassischer Rotweinjahrgang mit Frische und Präzision.

Der Mitans zeigt sich in diesem Jahr ungewöhnlich konzentriert und tanninbetont – ein muskulöser, langlebiger Volnay aus einem herausragenden Terroir.

Ausbau

Reinsortiger Pinot Noir aus dem Jahrgang 2014, 13,00 % vol.

Wie bei Lafarge üblich wurden die Trauben vollständig entrappt. Der Ausbau erfolgte in Fässern mit nur rund 15 % Neuholzanteil, kaum geschwefelt und unfiltriert abgefüllt.

Im Glas

Ein feines, florales Bouquet aus Kirsche, Himbeere und Rosenduft, dazu Veilchen, Gewürze und eine sich entwickelnde mineralische Note. Am Gaumen seidig und tiefgründig, zugleich konzentriert und kraftvoll, mit dicht gewobenem, reifem Tanningerüst, lebendiger Frische und salzig-mineralischem, langem Abgang.

Seidig und tiefgründig, zugleich konzentriert und muskulös – ein Volnay für die lange Reife.

Jung noch straff, profitiert von Luft und Kellerzeit. Bei 15–17 °C servieren.

Am Tisch

Zu Ente, Reh, Taube, Rind, gegrilltem Lamm, Gerichten mit Pilzen oder mittelreifem Weichkäse. Ein eleganter Begleiter für feine Küche.


Lage: Les Mitans, Volnay 1er Cru, Côte de Beaune, Bourgogne (Frankreich); brauner Lehm über Kalkstein, alte Reben (1952/1976)
Klassifikation: Volnay 1er Cru AOC, Pinot Noir (trocken)
Ausbau: Pinot Noir; vollständig entrappt; ca. 15 % Neuholz; biodynamisch (Demeter); 13,00 % vol

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Rebsorten

Isole e Olena Cabernet Sauvignon 2015

Rotwein · Toscana IGT · Cabernet Sauvignon

Cabernet Sauvignon Toscana IGT Collezione De Marchi Barberino Val d'Elsa Chianti-Classico-Zone 24 Monate Barrique 2015 14,50 % vol

Der Isole e Olena Cabernet Sauvignon 2015 ist ein reinsortiger Spitzen-Cabernet aus der Toskana – aus der Reihe Collezione De Marchi, von Paolo De Marchi in einem großen, warmen Jahrgang erzeugt. Kraftvoll und zugleich von feiner Eleganz.


Isole e Olena – Cabernet aus der Collezione De Marchi

Isole e Olena, 1956 durch Zusammenlegung der Nachbargüter Isole und Olena entstanden, liegt im westlichen Teil der Chianti-Classico-Zone bei Barberino Val d'Elsa. Paolo De Marchi prägte das Gut seit den 1970er Jahren und zählt zu den Pionieren der Qualitätsrenaissance des Chianti Classico – berühmt vor allem für den reinsortigen Sangiovese Cepparello. Der Jahrgang 2015 entstand noch unter seiner Hand.

Die Weinberge liegen auf 350–450 m über galestro und mergeligem Schiefer. Der Cabernet Sauvignon wurde ab 1984 gepflanzt – die ersten Reben auf altes Canaiolo gepfropft; heute stehen rund fünf Hektar der Sorte auf dem Gut. Unter dem Namen Collezione De Marchi (auch Collezione Privata) erscheint daraus ein reinsortiger Cabernet als Toscana IGT.

Jahrgang 2015 – Toskana

2015 gilt als einer der großen toskanischen Jahrgänge: ein warmes, sonniges Jahr mit vollreifem, gesundem Lesegut. Es brachte kraftvolle, dichte Rotweine mit reifer Frucht, satter Struktur und gut ausgereiften Tanninen – beim Cabernet Sauvignon die ideale Grundlage für Tiefe und langes Reifepotenzial.

Ausbau

Reinsortiger Cabernet Sauvignon aus dem Jahrgang 2015, 14,50 % vol.

Nach Entrappung und sanfter Pressung Maischestandzeit und Gärung über rund vier Wochen bei kontrollierter Temperatur. Anschließend etwa 24 Monate Reife in Barriques, überwiegend französische Eiche (rund zwei Fünftel neu), ein kleiner Teil amerikanische Eiche. Nach der Abfüllung reift der Wein noch mehrere Jahre im Flaschenlager, bevor er in den Verkauf kommt. Lagerpotenzial: rund 10 bis 25 Jahre.

Im Glas

Tiefes Dunkelrot. In der Nase reine Cassis- und Brombeerfrucht, dazu Kirsche, etwas Tabak, Wildkräuter und ein Hauch Eukalyptus, untermalt von feinen, würzigen Holznoten. Am Gaumen kraftvoll und fokussiert, mit einer dichten, fein gewobenen Tanninstruktur, klarer schwarzer Frucht und der frischen, höhenlagengeprägten Spannung, die für Isole e Olena typisch ist.

Ein Spitzen-Cabernet aus der Toskana – Kraft und Eleganz in vollkommener Balance.

Schon zugänglich, aber mit großem Reifepotenzial über viele Jahre; profitiert deutlich vom Dekantieren. Bei 16–18 °C servieren.

Am Tisch

Zu dunklem Fleisch und deftigen Wildgerichten, zu Terrinen und Pasteten, zu Braten vom Rind sowie zu reifen Hartkäsen.


Lage: Toscana IGT, Isole e Olena, Barberino Val d'Elsa, Chianti-Classico-Zone (Italien); 350–450 m, galestro und mergeliger Schiefer
Klassifikation: Toscana IGT, Cabernet Sauvignon (trocken)
Ausbau: 100 % Cabernet Sauvignon; ~24 Monate Barrique (überwiegend franz. Eiche, ~2/5 neu), mehrjährige Flaschenreife vor Verkauf

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