Steine und Weine

Steine und Weine

Im neuen Jahr lehnt sich der Bär mal weit aus seinem Höhlenfenster, um zu behaupten: „In keinem anderen europäischen Land, auch nicht in Italien, gibt es derartig vielfältige geologische Grundlagen für Weinbau wie in Spanien.“

Zwar besteht die Iberische Halbinsel vor allem aus mehr oder weniger kalkhaltigem Sandstein; eine durchaus spannende Gesteinskombination findet man immer wieder: Schiefer und Granit, abwechselnd auf engstem Raum. In Ribeira Sacra, in Monterrei, etwas weiter unten in Arribes del Duero; in der Sierra de Francia (auf Beamtenspanisch: Sierra de Salamanca), in der Sierra de Gredos, in Calatayud, in Empordà – nicht aber im Priorat, da dort Schiefer auf Sandstein trifft. Für Weinschnüffler ist das spannend, weil man die gleichen Rebsorten, geerntet in derselben Region, aber halt von verschiedenen Gesteinsformen im Glas haben kann, dann und wann auch vom gleichen Erzeuger.

Unbekannte Regionen gemäß ihrer Bedeutung zu klassifizieren, ist ein gar mühsames Unterfangen. Lassen wir es einfach! Die Region, welche der Bär in der vorweihnachtlichen Ruhe heimsuchte, findet man vor den Toren Madrids, sie nennt sich Sierra de Gredos. Allerdings sind dies mehrere Regionen in einer Gegend, wobei einzig die Ecke um Cebreros beide Gesteinsformen vorrätig hält. Die Sierra de San Vicente besteht aus einer Handvoll Weinberge, einer Handvoll Weinbauern und vier virtuellen Bodegas, von denen keine in der Handvoll (es sind sogar noch weniger) Orte wirklich Wein keltert. Jiménez-Landi macht dies in Méntrida, Canopy irgendwo vor den Toren Toledos, Dani Landi dort, wo er einen freien Keller findet und Viajes Marsans ist (war) eine Reiseagentur, die sich ein Weingut hält. Der Teil der Sierra de Gredos, der auf die Provinz Madrid entfällt und daher in der D.O. Vinos de Madrid untergebracht ist, funktioniert ähnlich, so man jeweils eine Handvoll durch zwei Handvoll ersetzt. Viel mehr passiert auch dort nicht.

Die wirklich spannende Region ist Cebreros, zudem entsteht hier gerade eine neue Denominación de Origen, die wohl D.O. Cebreros heißen wird. Wieder einmal eine der Makroregionen, die spanische Beamte so lieben: fast vierzig Orte, mit einem mächtigen Gebirge in der Mitte; komplett unterschiedliche klimatische und geologische Gegebenheiten an den unterschiedlichen Enden der Region; so, wie auch viele andere Weinbauregionen organisiert sind.

Da die Gründungsformulare samt Regelwerk komplett ausverhandelt sind, wird diese D.O. wohl genau so kommen. Und sie wird, wenn es denn gelingt, alle Weinberge zu integrieren, in Kastilien einiges bewegen. Denn hier stehen Reben auf etwa viertausend Hektar, nur drei kastilische Denominaciones de Origen sind größer. Sechzig Prozent aller spanischen Weinbauregionen sind kleiner als dies D.O. fut. Cebreros! Das Potential ist enorm! Vor zehn Jahren waren hier indes noch mehr als zehntausend Hektar mit Reben bestockt. Man sollte die spanischen Weinbaufunktionäre mal fragen, in welcher Höhle sie die letzten zwei Jahrzehnte verbrachten….

Den Weingenießer soll das erst einmal nicht weiter stören, denn fast alle Weingüter, die Weine aus Cebreros keltern, sitzen in oder nahe des Ortes Cebreros und arbeiten mit Trauben, die in oder nahe Cebreros gelesen werden.

Und genau hier befindet sich das Schiefereinsprengsel. Es ist kein wirklich großer Teil, es handelt sich mehr oder weniger um genau einen großen Bergrücken: La Movida. Dies ist roter Schiefer, Häuser kann man damit nur schlecht decken, auch ist der Ölanteil zu gering, um Benzin herzustellen. Es gibt Parzellen, die nach Norden abfallen, der Großteil hingegen bekommt die volle Nachmittagssonne ab. Ein paar hundert Meter weiter steht ebenfalls Garnacha, etwas anderes gibt es in La Movida eigentlich nicht, aber halt auf Granit, mit einer sandigen Krume, wenn überhaupt.

Blindverkostungen braucht man hier eigentlich nicht zu machen, den Unterschied zwischen Schiefergarnacha und Granitgarnacha erkennt man sofort, das schaffen sogar Verkoster, die für amerikanisch-chinesische Weinmagazine arbeiten! Natürlich sind die Granitgarnachas kühler, mineralischer, nicht unbedingt alkoholärmer, möglicherweise sind sie langlebiger als die Schieferweine mit ihren wilden Tanninen und den süßlichen Aromen.

Wie diese Weine reifen, ist noch immer ein großes Rätsel, um das zu beurteilen müssen wohl noch ein paar Jahre ins Land gehen. Denn auch wenn Telmo Rodríguez mit seinem Projekt Viñas Viejas de Cebreros, auch als Arrebatacapas bekannt, bereits im Jahr 1998, begann, rückten die Weine dieser Region erst knapp ein Jahrzehnt später ein wenig gen Licht. Telmo macht genau das, was man dort erwartet: es gibt eine Garnacha von Schieferböden und eine Garnacha von Granitböden, wobei für letztere die Trauben an verschiedenen Stellen von Cebreros eingesammelt werden. Da dieses Projekt für Señor Rodríguez nicht gerade Pilotcharakter hatte (auch wenn mit Carlos Sainz ein Rallypilot beteiligt ist), wurde die Ecke der Sierra erst dann bekannter, als Daniel Jiménez-Landi einen Wein auf den Markt brachte, der sich El Reventón nennt. Da nun einmal überall dort, wo Dani Landi ist, auch Canopy nicht weit ist, gibt es auch von Alfonso und Belarmino einen Schiefercebreros, ebenfalls aus der Hanglage El Reventón. Allerdings heißt der Wein nicht so, man taufte ihn auf den Namen Ka-os.

An diesen beiden Weinen, aber auch an jenen, die Guillermo und Carlos in Granachas Únicas keltern, kann man die Entwicklung der Schieferweine gut nachvollziehen. Die ersten Jahrgänge waren nicht nur dick und fett, sondern auch alkoholüberladen, und, wenn man ganz nüchtern an die Sache herangeht, nicht wirklich spannend. Ein Glas ja, das zweite, wenn es denn sein muss; ab dem dritten Glas begannen die Weine zu langweilen. Im Prinzip hatten alle Weinmacher ihre auf Granit gesammelten Erfahrungen eins zu eins auf Schiefer übersetzt – und das ging schief. Beginnend mit dem Rebschnitt, so dann mit der Laubarbeit und dem Erntezeitpunkt – all das muss sorgfältig gewählt werden. Die letzten Jahrgänge all dieser Weine sind deutlich eleganter geworden, ohne aber an Charakter und Terroirtypizität Einbußen zu erleiden. Man kann bekritteln, dass man sich dem Mainstream nähert. Akzeptiert! Nur: wenn Bären zwischen untrinkbaren Weinen und jenen, die etwas gefälliger sind, wählen müssen, fällt die Entscheidung nicht wirklich schwer.

Wenn man nun erschmecken will, wie sich die verschiedenen Bodentypen auf die Weine auswirken, dann reduziert sich die Auswahl der Kandidaten deutlich. Daniel Ramos, Australier, seit langem in Spanien lebend, keltert in jeder Hinsicht extreme Weine. Für den Einstieg sind sie dann doch zu kompliziert. Dani Landi und Canopy keltern zwar jede Menge Granitgarnachas, aber keiner dieser Weine stammt aus Cebreros. Letztendlich bleiben dann gerade einmal drei Weingüter übrig, die sowohl über Schiefer- als auch über Granitlagen verfügen: Telmo, Garnachas Únicas sowie eine Minibodega aus Cebreros, die sich RuBoR Viticultores nennt. Das sind zwei Weinmacher, Rubén Diaz und Orly Lumbrares, beide besitzen eigene Weinberge, die Weine werden jedoch in nur einer Bodega ausgebaut, teilweise getrennt, teilweise gemischte Maische. Der Groove und der Cuesta de Tejar sind die beiden Protagonisten dieses Weingutes. Die Trauben für den Groove stammen aus einer Granitlage, welliges Land, keine Krume, etwa achtzig Jahre alte Rebstöcke. Rubén hat die Parzelle halb aufgegeben übernommen, seit drei Jahren arbeitet er an der Wiederbelebung. Daher gibt es trotz insgesamt mehr als zwei Hektar Rebfläche gerade einmal gut zweitausend Flaschen. Den Gegenpol markiert der Cuesta de Tejar, Schiefer, nach Südwesten abfallender Hang, etwa gleichalte Stöcke. Allerdings begannen Rubén und Orly ein paar Jahre später als die Reventón-Pioniere, die Irrtümer der Anfangsjahre haben sie gar nicht erst begangen. Man schmeckt, dass auch Schiefergarnachas elegant sein können.

Diese drei Bodegas bilden so etwas wie die Basis. Es gibt aber jede Menge Weinberge, deren Ernte derzeit noch in großen Hallen zu seelenlosen alkoholhaltigen Getränken verarbeitet werden. Sollten sie alle eine Basis für neue, wirklich gute Weine werden, dann könnte man das Zittern des Priorat bis nach Neufundland, Neuengland oder Neuseeland spüren. Text: El oso alemán

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Schaumweine

Krug Clos d'Ambonnay Blanc de Noirs 2006 Brut

Champagner · Ambonnay Grand Cru · Pinot Noir

Pinot Noir Blanc de Noirs Clos d'Ambonnay (0,68 ha) Ambonnay Grand Cru Vintage Brut 2006

Der Krug Clos d'Ambonnay 2006 ist ein einzigartiger Pinot-Noir-Champagner – benannt nach dem nur 0,68 Hektar großen, ummauerten Weinberg Clos d'Ambonnay. Als Vintage Blanc de Noirs besticht er durch Finesse, Intensität und Tiefe. Ein Pinot-Noir-Vintage-Champagner par excellence.


Clos d'Ambonnay – Krugs ummauerter Pinot-Noir-Schatz

Das Haus Krug in Reims zählt zu den exklusivsten Champagner-Häusern überhaupt – sein Sortiment besteht ausschließlich aus Prestige-Cuvées. Nach dem legendären Chardonnay-Clos Clos du Mesnil wandten sich Rémi und Henri Krug dem Pinot Noir von Ambonnay zu, einem der berühmtesten Pinot-Dörfer der Champagne. Nach sieben Jahren Suche fanden sie 1991 eine winzige, seit 1766 von Mauern umgebene Parzelle; 1994 erworben, entstand 1995 der erste Jahrgang, enthüllt 2007.

Der Clos d'Ambonnay misst gerade einmal 0,68 Hektar und liegt im Herzen des Grand-Cru-Dorfes Ambonnay an den südöstlichen Hängen der Montagne de Reims. Aus diesem einen Weinberg, einer einzigen Rebsorte und einem einzigen Jahrgang entsteht eine der allerseltensten Cuvées der Champagne. 2006 ist erst der sechste je erzeugte Jahrgang dieser Lage.

Jahrgang 2006 – Champagne

2006 war in der Champagne ein warmes, „launisches" Jahr mit Hitzespitzen, trockenen Phasen und intensiven Regenfällen, bevor die Sonne die Reife vollendete. Im Clos d'Ambonnay brachte das reife, ausdrucksstarke und intensive Pinot Noirs von großer Balance und Frische hervor – fröhlich, lebendig und elegant.

Ausbau

Reinsortiger Pinot Noir (Blanc de Noirs) aus dem Jahrgang 2006, Brut.

Erste Gärung wie bei Krug üblich in kleinen Eichenfässern, die dem Wein über eine natürliche Mikro-Oxygenierung Tiefe und Komplexität geben. Anschließend über ein Jahrzehnt Reife auf der Hefe in den Kellern des Hauses, bevor degorgiert und – nach weiterer Flaschenruhe – freigegeben wird. Wegen der Winzigkeit des Weinbergs ist die Auflage extrem limitiert.

Im Glas

Leuchtendes Strohgold mit feiner, anhaltender Perlage und – die Pinot-Noir-Herkunft verratend – einem zarten Schimmer. In der Nase große Tiefe und Finesse: reife rote Frucht, Brioche, geröstete Haselnuss, Gewürze und feine, vom Holz getragene Anklänge. Am Gaumen intensiv und doch von schwereloser Eleganz, kraftvoll strukturiert, mit lebendiger Frische und nahezu endlosem, vielschichtigem Nachhall.

Ein Pinot-Noir-Vintage-Champagner par excellence – Finesse, Intensität und Tiefe aus einem einzigen Clos.

Auf großem Niveau zu genießen, mit Reifepotenzial über viele Jahre. Bei 10–12 °C in großen Gläsern servieren, nicht zu kalt.

Am Tisch

Zu edlen Fleischgerichten wie Kalbsfilet, zu Steinbutt oder Wolfsbarsch mit Fenchel, zu Meeresfrüchten und gegrilltem Oktopus sowie als großer Solist für den besonderen Moment.


Lage: Champagne, Clos d'Ambonnay, Ambonnay Grand Cru, Montagne de Reims (Frankreich); ummauerter Einzelweinberg, 0,68 ha
Klassifikation: Champagne Grand Cru, Blanc de Noirs, Vintage, Brut; reiner Pinot Noir
Ausbau: Pinot Noir; erste Gärung in kleinen Eichenfässern, über 10 Jahre Hefereife; extrem limitiert

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Rebsorten

Knab Endinger Engelsberg Muskateller trocken

Wein · Weißwein · Baden · Deutschland

Knab Endinger Engelsberg Muskateller ist aromatisch, klar, leicht und spritzig, mit vielen typischen Muscat-Noten. Als Aperitif oder zur indischen Küche ein Gedicht.


Baden / Endinger Engelsberg

Das Weingut Knab ist in Endingen am Kaiserstuhl in Baden beheimatet – einer der wärmsten Weinbauregionen Deutschlands mit vulkanisch geprägten Böden. Die Lage Endinger Engelsberg vereint Vulkangestein und Löss und bietet dem aromatischen Muskateller ideale Bedingungen.

Rebsorte und Ausbau

Reinsortig aus Muskateller (Gelber Muskateller). Der Ausbau bewahrt die ausgeprägte, typische Muscat-Aromatik und den leichten, spritzigen Charakter. Trocken ausgebaut.

Im Glas

Helles Grüngelb. In der Nase intensiv und aromatisch, mit typischen Muscat-Noten von Muskat, Trauben und weißen Blüten. Am Gaumen klar, leicht und spritzig, mit animierender Frische und trockenem, sauberem Abgang.

Am Tisch

Gut gekühlt bei 8–10 °C servieren – als aromatischer Aperitif oder zum Essen.

Passt zu: indischer Küche, würzigen Currys, asiatischen Gerichten und frischem Obst – oder einfach solo.


Lage: Baden, Kaiserstuhl, Endinger Engelsberg (Deutschland); Weingut Knab
Klassifikation: 100 % Muskateller, trocken
Ausbau: aromabetont, leicht und spritzig (Vulkangestein, Löss)

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Spirituosen

Valverde Liquore di Pistacchio Pistazienlikör

Spirituose · Likör · Pistazie · Italien

Valverde Liquore di Pistacchio ist ein cremiger italienischer Pistazienlikör, hergestellt aus Pistaziendestillat, Alkohol und Zucker. Nussig-süß und vollmundig im Geschmack.


Herkunft / Italien

Pistazien sind eine geschätzte italienische Spezialität, besonders aus Sizilien. Der Liquore di Pistacchio von Valverde stellt die Pistazie in den Mittelpunkt – ein cremiger Likör für den genussvollen Ausklang.

Zutaten und Herstellung

Hergestellt aus Pistaziendestillat, Alkohol und Zucker. Das Destillat sorgt für das klare, intensive Pistazienaroma, während der Zucker die feine Süße und die cremige Art beisteuert.

Im Glas

Zartes Grün. In der Nase intensives, typisches Pistazienaroma. Am Gaumen cremig, nussig und süß, mit klarer Pistazienfrucht und rundem, vollmundigem Abgang.

Pur und im Drink

Gut gekühlt pur oder auf Eis genießen – als Digestif.

Ideal: eisgekühlt pur, auf Eis, über Vanilleeis und Desserts, zum Espresso oder in cremigen Cocktails.


Marke: Valverde (Italien)
Art: Pistazienlikör (Liquore di Pistacchio)
Zutaten: Pistaziendestillat, Alkohol, Zucker
Geschmack: cremig, nussig, süß

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Feinkost

Bertoni Aceto Balsamico di Modena Scudo 1

Feinkost · Balsamico · Emilia-Romagna

Der Bertoni Aceto Balsamico di Modena Scudo 1 ist ein Aceto Balsamico di Modena IGP der Acetaia del Casato Bertoni, der drei bis vier Jahre in Holzfässern gereift ist. „Scudo 1" steht für die jüngste Stufe der Bertoni-Reifeskala – fruchtbetont, süß-säuerlich (agrodolce) und vielseitig. Aus Weinessig und gekochtem Traubenmost, mit feiner Viskosität. Ein Allrounder für die alltägliche Küche.


Herkunft

Die Acetaia del Casato Bertoni liegt in Casalgrande in der Provinz Reggio Emilia, im Herzen der Emilia-Romagna. Seit 1936 stellt die Familie Bertoni hier in drei Generationen Balsamico-Essige her, heute geführt von Lelio Bertoni mit seinen Söhnen Milo und Roberto. Der Aceto Balsamico di Modena IGP entsteht aus Weinessig und gekochtem Traubenmost und reift in Holzfässern.

Anbau und Verarbeitung

Weinessig und gekochter Traubenmost reifen rund drei bis vier Jahre in Holzfässern. Die Stufe „Scudo 1" markiert den jüngsten und frischesten Reifegrad der Bertoni-Reihe. Zutaten: Weinessig, gekochter Traubenmost. Enthält Sulfite.

Geschmack

Dunkelbraun und glänzend, mit feiner Viskosität. Im Geschmack fruchtbetont und süß-säuerlich ausbalanciert, mit klarer Frische. Der Abgang ist mittellang und sauber.

Am Tisch

Vielseitig für Salate, Dressings und Marinaden, zu gegrilltem Gemüse, Tomaten mit Mozzarella oder zum Verfeinern von Saucen. Auch zum Ablöschen und leichten Einkochen geeignet. Kühl und dunkel lagern.


Hersteller Acetaia del Casato Bertoni, Casalgrande (Reggio Emilia, Italien)
Produkt Aceto Balsamico di Modena IGP, Stufe „Scudo 1"
Zutaten Weinessig, gekochter Traubenmost (enthält Sulfite)
Herkunft Modena / Emilia-Romagna (Italien)
Verarbeitung 3–4 Jahre Reifung in Holzfässern
Mindesthaltbarkeit (MHD) 2034

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Spanien

Lopez de Haro Reserva

Rotwein · Rioja · Spanien

Der Hacienda López de Haro Reserva ist ein klassischer Rioja-Rotwein der Bodega Classica aus San Vicente de la Sonsierra. Die Cuvée besteht hauptsächlich aus Tempranillo mit etwas Graciano und reift zwanzig Monate in kleinen Eichenfässern aus amerikanischem und französischem Holz. Das Bukett ist erdig, mit zarten Noten von Kokosnuss und frischer Vanille. Am Gaumen frische Brotkruste und reife Beeren, in reifer, runder Art.


Rioja Alta – San Vicente de la Sonsierra

Die Bodega Classica liegt in San Vicente de la Sonsierra in der Rioja Alta, oberhalb des Ebro. Das 2003 gegründete Gut arbeitet mit alten Reben aus verschiedenen Lagen der Rioja, viele auf kargen Böden der Ebro-Terrassen. Das Klima der Rioja Alta verbindet kontinentale, mediterrane und atlantische Einflüsse und sorgt für eine ausgewogene Reife der Trauben.

Assemblage und Ausbau

Cuvée hauptsächlich aus Tempranillo mit etwas Graciano. Der Ausbau erfolgt über zwanzig Monate in kleinen Eichenfässern aus amerikanischem und französischem Holz, gefolgt von weiterer Flaschenreife. Enthält Sulfite.

Im Glas

Tiefes Kirschrot mit Reifetönen. In der Nase erdig, mit zarter Kokosnuss, frischer Vanille und frischer Brotkruste. Am Gaumen reife Beeren, rund und harmonisch, mit feinen Tanninen aus der langen Fassreife. Der Abgang bleibt lang.

Am Tisch

Klassische Begleitung: kräftige Speisen wie Lamm, Rind, Wild und Schmorgerichte, ebenso gereifter Käse. Durch seine runde Reife auch solo zu genießen. Serviertemperatur 16–18 °C.


Lage San Vicente de la Sonsierra, Rioja Alta (Spanien), alte Reben auf Ebro-Terrassen
Klassifikation DOCa Rioja (Reserva)
Ausbau Cuvée Tempranillo/Graciano, 20 Monate in kleinen Fässern aus amerikanischer und französischer Eiche, anschließend Flaschenreife

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Rebsorten

Von Winning Ozyetra Riesling 2020

Weißwein · Forst (Pfalz) · Riesling

Riesling Ozyetra (Fassselektion) Forster Pechstein von Winning · Deidesheim Basalt trocken langer Barrique-Ausbau 2020

Der von Winning Ozyetra Riesling 2020 entsteht aus den erlesensten Fässern des Forster Pechstein – für Kenner das Non plus ultra der Pfalz. Der Name spielt auf den berühmten Osietra-Kaviar an: das Programm eines äußerst kraftvollen, eleganten und feinen trockenen Rieslings.


Ozyetra – Fassselektion aus dem Forster Pechstein

Das Weingut von Winning in Deidesheim wurde 2007 unter Betriebsleiter Stephan Attmann neu ausgerichtet und zählt heute zu den meistdiskutierten Gütern der Pfalz. Unter Kennern gilt die Einzellage Forster Pechstein als das Non plus ultra der gesamten Pfalz – da verwundert es nicht, dass von Winning genau diese Lage auserkoren hat, um daraus einen Spitzenwein zu kreieren. Der Name Ozyetra steht für den berühmten Osietra-Kaviar und ist somit Programm: die Umsetzung von Stephan Attmann und seinem Team, aus dieser Lage einen äußerst kraftvollen, eleganten und feinen trockenen Riesling zu gewinnen.

Der Forster Pechstein ist eine der berühmtesten Basaltlagen der Pfalz. Das dunkle vulkanische Gestein speichert Wärme und verleiht dem Riesling eine markante, rauchig-mineralische Prägung, verbunden mit Kraft, Würze und Tiefe.

Jahrgang 2020 – Pfalz

2020 war in der Pfalz ein ausgewogener Jahrgang mit reifer, gesunder Frucht und frischer, präziser Säure. Der wärmespeichernde Basalt des Pechsteins und der lange Barrique-Ausbau bewahrten Kraft, Konzentration und Feinheit – dieser Jahrgang erinnert besonders stark an seine Vorbilder aus dem Burgund.

Ausbau

Trockener Riesling, Fassselektion aus dem Forster Pechstein, Jahrgang 2020; 100 % Riesling vom Basalt.

Für den Ozyetra werden die erlesensten Fässer selektiert; der lange Ausbau im Barrique verleiht dem Wein Vanille- und Briochenoten, Schmelz und Tiefe, ohne die Frucht zu überlagern. Naturnahe Bewirtschaftung.

Im Glas

Eine goldgelbe Farbe spiegelt sich zwischen den Gläserwänden wider. Die zunächst noch recht verschlossene Nase öffnet sich mit ausreichend Sauerstoffzufuhr immer mehr in delikate Kernobstfrüchte, welche von Vanillearomen und frischem Briocheteig flankiert werden. Unheimlich kompakt und mit starken, gut eingebundenen Gerbstoffen im Mundgefühl ist dies eine völlig neue Riesling-Interpretation. Äußerlich wirkt der Ozyetra wie ein fetter und schwülstiger Chardonnay der Extraklasse, innerlich wie ein zarter, eleganter Riesling aus der Pfalz. Hier findet sich dann auch eine tänzelnde Säurestruktur und dieses schöne Gefühl, immer mehr von diesem Tropfen haben zu wollen. Man könnte es auch die Gier nach noch mehr flüssigem Kaviar nennen. Der Jahrgang 2020 erinnert noch viel mehr an seine Vorbilder aus dem Burgund. Riesling-Geschichte muss neu geschrieben werden!

Delikate Kernobstfrüchte, flankiert von Vanille und frischem Briocheteig – kompakt, mit gut eingebundenen Gerbstoffen und tänzelnder Säure. Die Gier nach noch mehr flüssigem Kaviar.

Ein kraftvoller, sehr langlebiger Riesling; jung unbedingt dekantieren. Bei 11–13 °C servieren.

Am Tisch

Zu edlem Fisch und Meeresfrüchten, zu Hummer und Jakobsmuscheln, zu Geflügel und Kalb in heller Sauce, zu Gerichten mit Butter- und Rahmsaucen sowie zu gereiftem Hartkäse.


Lage: Forster Pechstein, Forst, Pfalz; Basalt; Selektion der besten Fässer
Klassifikation: Riesling, Pfalz (trocken); 100 % Riesling
Ausbau: Fassselektion, langer Ausbau im Barrique; naturnahe Bewirtschaftung

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Rebsorten

Weinhof Mayer Grauburgunder

Wein · Weißwein · Deutschland

Weinhof Mayer Grauburgunder ist ein typischer Grauburgunder mit nussig-würzigen Anklängen. Die Frucht wird von Apfel- und Birnenaromen getragen – jung und frisch am Gaumen.


Herkunft

Der Wein stammt vom Weinhof Mayer. Grauburgunder ist eine der beliebtesten deutschen Weißweinsorten und steht für fruchtbetonte, zugängliche Weine mit feinem Schmelz und nussiger Würze.

Rebsorte und Ausbau

Reinsortig aus Grauburgunder. Der frische, fruchtbetonte Ausbau stellt die klare Frucht und die jugendliche Frische in den Vordergrund. Trocken ausgebaut.

Im Glas

Helles Strohgelb. In der Nase nussig-würzige Anklänge, getragen von Apfel- und Birnenaromen. Am Gaumen jung und frisch, mit klarer Frucht, feinem Schmelz und sauberem Abgang.

Am Tisch

Gut gekühlt bei 10–12 °C servieren – als Aperitif oder zum Essen.

Passt zu: Fisch, Geflügel, hellem Fleisch, Spargel und mildem Käse.


Erzeuger: Weinhof Mayer (Deutschland)
Klassifikation: 100 % Grauburgunder, trocken
Ausbau: frisch und fruchtbetont

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Schaumweine

Bertrand-Delespierre Enfant de la Montagne

Champagner · Montagne de Reims · Extra Brut

Der Bertrand-Delespierre Enfant de la Montagne ist ein Champagner Premier Cru aus der Montagne de Reims, gekeltert aus den drei klassischen Rebsorten Pinot Noir, Pinot Meunier und Chardonnay. Bertrand-Delespierre ist ein Familienweingut (Récoltant-Manipulant) in Chamery, das ausschließlich Trauben aus eigenen Premier-Cru-Lagen verarbeitet. Als Extra Brut sehr trocken ausgebaut, zeigt er Feinheit, Frische und Klarheit. Eine feine Perlage und eine mineralisch klare Note prägen den Abgang.


Montagne de Reims – Chamery (Premier Cru)

Das Weingut Bertrand-Delespierre liegt in Chamery in der Montagne de Reims, zwischen Reims und Épernay. Die Reben stehen ausschließlich in Premier-Cru-Lagen der Dörfer Chamery, Écueil, Villedommange und Montbré, mit einem Durchschnittsalter von rund 30 Jahren. Geführt wird das Gut von der Familie Bertrand-Delespierre, heute in zweiter Generation durch Adrien und Clémence. Bewirtschaftet wird nach biologischen Prinzipien.

Assemblage und Ausbau

Cuvée aus Pinot Noir, Pinot Meunier und Chardonnay aus verschiedenen Premier-Cru-Lagen, ergänzt um einen Anteil Reserveweine früherer Jahrgänge. Vergärung und Ausbau erfolgen im Edelstahltank, um die klare Frucht zu erhalten; anschließend reift der Champagner rund drei Jahre auf der Hefe. Dosiert wird als Extra Brut mit sehr niedriger Dosage. Enthält Sulfite.

Im Glas

Helles Gold mit feiner, anhaltender Perlage. In der Nase Zitrusfrucht, zarte florale Noten und ein Hauch Brioche. Am Gaumen trocken, präzise und frisch, mit feinem Schmelz. Der Abgang bleibt mineralisch klar und lang.

Am Tisch

Klassische Begleitung: Austern, Meeresfrüchte, Sushi und gegrillter Fisch. Gut auch als Aperitif oder zu hellem Geflügel und mildem Käse. Serviertemperatur 8–10 °C.


Lage Chamery, Écueil, Villedommange, Montbré (Montagne de Reims, Premier Cru)
Klassifikation Champagne Premier Cru
Ausbau Vergärung und Ausbau im Edelstahltank, Anteil Reserveweine, ca. 3 Jahre Reife auf der Hefe

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