Pramerl & the Wolf – Wien – Österreich

Pramerl & the Wolf – Wien – Österreich

Das Restaurant Pramerl & the Wolf liegt in Wien, aber nicht direkt im Zentrum. Es ist ein kleiner Raum mit nur wenigen Tischen. Wir waren natürlich zu früh und mussten deshalb noch an der Bar warten, die eigentlich keine richtige Bar war, sondern eher ein kleines Tischchen. Als wir dann unseren Tisch bekommen haben, gab es auch direkt eine kleine Vorspeise. Ein Wachtelei war das, glaube ich, mit einem dünnen Knäckebrot und Trüffel oben drauf. Ich habe es nicht gegessen, weil ich zu cool bin. Nein, stimmt natürlich nicht, eigentlich nur, weil ich keinen Trüffel mag.

Wir haben einen sehr leckeren Wein bekommen, den ich natürlich auch mitgetrunken habe. Ich habe das 4 Gang Menü bestellt und der Rest meiner Familie natürlich das komplette 7 Gang Programm. Verfressene Bande! Und ja, es ist nicht schön, wenn jeder einen Gang bekommt und man selber ohne Teller am Tisch sitzt. Lange Rede kurzer Sinn, dann kam auch schon der erste Gang. Ich würde sagen, es war ein Karotten Salat. Es waren auf jeden Fall viele verschiedene Karotten Arten dabei. Es war sehr, sehr lecker. Der nächste Gang war dann ein richtiges Ei mit Schaum und gelben Dinger, die wie Nudeln aussahen aber irgendwelche Pilze waren. Unter dem Schaum waren Graupen. Ich fand es richtig lecker. Das einzige, was mir nicht geschmeckt hat, waren die nudelartigen Pilze. Der 3. Gang und somit schon der Hauptgang für mich war ein Stück top gebratenes Rinderfilet mit zwei Kroketten und Radicchio. Die Kroketten waren MEGA und man muss wissen, ich bin der Kroketten Experte. Das Fleisch war auch legendär.

Das Dessert bestand aus Vanilleeis und etwas anderem sahnigen mit Whisky, Malz und Schokolade. Das Vanilleeis war, glaub ich, das beste Eis was ich in meinem ganzen Leben jemals gegessen habe.

Zu dem Restaurant sei noch angemerkt, dass dort nur vier Beschäftigte arbeiten. Der Weinausschenker, der Chefkoch, noch ein Koch und noch eine andere Aushilfe. Der Chefkoch hat sogar immer das Essen gebracht. Das ganze „Team“ war super nett und lustig und man hat sich ein bisschen wie Zuhause gefühlt. Ich kann nur sagen, das das Pramerl & the Wolf auf jeden Fall besuchenswert ist. Hier arbeiten wirklich sympathische Menschen, die etwas ganz Tolles und extrem Leckeres auf die Beine stellen. Text: Vega

Topinambur, Wachteleidotter, Trüffel.

Karotte, Nigella (Schwarzkümmel), Buttermilch.

Gelbflossenmakrele, Mandarine, Puntarelle (Chicorée), Miso.

Graupen, Stundenei, Pilze, Sonnenblumenkerne.

Rind, Radicchio, Johannisbeeressig.

Chabichou du Poitou, Rote Bete, Tonkabohne.

Whisky, Malz, Vanille.

Tannenkaramell, Schokolade, Steinpilz.

Pramerl and the Wolf
Pramergasse 21
1090 Wien
Österreich
Telefon: +43 1 9464139
www.pramerlandthewolf.com

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Spanien

Radio Boka Probierpaket Rot Weiss Rose 12 Flaschen

Weinpaket · Rot, Weiß und Rosé · 12 Flaschen · Spanien

Radio Boka Probierpaket Rot, Weiß und Rosé vereint die drei Weine der Marke Radio Boka von Hammeken Cellars in einem 12er-Paket – je vier Flaschen Tinto, Blanco und Rosado. Frisch, jung und fruchtbetont: unkomplizierte spanische Weine für gesellige Runden.


Herkunft

Radio Boka ist die unkomplizierte Linie von Hammeken Cellars, dessen Heimat an der sonnigen Mittelmeerküste bei Valencia liegt. Die Weine tragen die Herkunftsangabe Vino de la Tierra de Castilla und stehen für saftige, fruchtbetonte Weine zum kleinen Preis.

Die drei Weine

Das Paket enthält je vier Flaschen: Tinto aus reinsortigem Tempranillo (teils im Edelstahl, teils in französischer Eiche ausgebaut), Blanco aus Verdejo und Rosado aus Tempranillo und Bobal. Alle drei werden temperaturkontrolliert vergoren und jung gefüllt.

Im Glas

Der Tinto zeigt Kirsche, Pflaume und süße Gewürze, weich und vollmundig. Der Blanco duftet nach Zitronenblüte, Apfel und Pfirsich, mit mineralischer Frische. Der Rosado ist hellrosa, mit Erdbeere und roter Frucht und saftig saftig.

Am Tisch

Rot bei 16–18 °C, Weiß und Rosé gut gekühlt bei 8–10 °C servieren. Der ideale Begleiter für Partys, Tapas-Abende und gemütliche Runden.

Klassische Begleitung: Tapas, Gegrilltes, Pizza, Pasta und Snacks.


Inhalt: 12 Flaschen (je 4× Tinto, Blanco, Rosado), 0,75 l
Erzeuger: Hammeken Cellars (Radio Boka)
Rebsorten: Tempranillo · Verdejo · Tempranillo/Bobal
Herkunft: Spanien (Vino de la Tierra de Castilla)

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Weine

Dominio del Bendito El Titan del Bendito 2023 BIO

Rotwein · DO Toro · Tinta de Toro

100 % Tinta de Toro Pago La Jara wurzelecht, ab 1953 bis spätes 19. Jh. 800–2.000 kg/ha 20 Monate französische Eiche Bio, ES-ECO-002-CL

El Titán del Bendito 2023 ist die Spitze im Sortiment von Antony Terryn – und der einzige seiner Weine, für den er ausschließlich die ältesten Rebzeilen im Pago La Jara liest. Die Stöcke stehen wurzelecht, die jüngste Pflanzung datiert auf 1953, die älteste reicht ins späte 19. Jahrhundert zurück. Die Erträge liegen zwischen 800 und 2.000 Kilogramm je Hektar.


Pago La Jara – wurzelechte Altreben auf Sand

Antony Terryn kam 2003 aus Frankreich nach Toro, nachdem er zuvor in Frankreich, Südafrika und den USA gearbeitet hatte. Was ihn hielt, war der Bestand an sehr alten Reben – ermöglicht durch die sandigen Böden der Region, in denen die Reblaus nie richtig Fuß fasste. Deshalb stehen hier bis heute Tinta-de-Toro-Stöcke wurzelecht, ohne amerikanische Unterlage, in einer Dichte und einem Alter, die anderswo in Europa verlorengegangen sind. 2004 gründete Terryn sein Weingut und arbeitet seither ökologisch, ohne Pestizide und Kunstdünger.

El Titán kommt aus dem Pago La Jara, einer der bekanntesten Gemarkungen Toros, und dort aus den ältesten und ärmsten Parzellen. Die Böden sind sandig-steinig und drainieren stark, das Klima ist extrem kontinental: heiße Tage, kühle Nächte, wenig Niederschlag. Alte Reben mit tiefem Wurzelwerk kommen damit besser zurecht als junge, liefern aber nur winzige Mengen – 800 bis 2.000 Kilogramm je Hektar sind ein Bruchteil dessen, was in Toro rechtlich möglich wäre. Genau daraus entsteht die Konzentration, die diesen Wein von Terryns übrigen Abfüllungen trennt. Sein erklärtes Ziel ist dabei nicht Wucht, sondern Struktur: mehr Gerüst, komplexere Frucht und ein feineres Gleichgewicht, ohne in plakative Kraft zu kippen.

Jahrgang 2023 – DO Toro

2023 war in weiten Teilen Spaniens ein schwieriges Jahr: Spätfröste, Hagel und anhaltende Trockenheit führten in mehreren Herkünften zu Ernteausfällen von dreißig Prozent und mehr. Toro kam vergleichsweise glimpflich davon – die Denominación entging den Frost- und Hagelschäden weitgehend, die andernorts ganze Parzellen kosteten.

Die Hitze verschob den Lesebeginn deutlich nach vorn: Gelesen wurde bereits Ende August. Die Trauben kamen gesund und mit etwas höheren Alkoholgraden in den Keller, die Säurewerte blieben niedrig – ein Profil, das in der Vinifikation keine Probleme machte. Der Consejo Regulador hat die Ernte 2023 als excelente eingestuft, die höchste Kategorie der Jahrgangsbewertung. Für alte, wurzelechte Reben mit tiefem Wurzelwerk war das Jahr günstiger als für junge Anlagen: Sie halten Trockenphasen länger durch und behalten bei Hitze die Balance zwischen Reife und Struktur.

Gärung im Beton, Reife im französischen Holz

Gelesen wird von Hand, selektiert wird zweimal – im Weinberg und noch einmal im Keller. Die Gärung läuft in epoxidharzbeschichteten Betontanks von 4.000 Litern, mit einer Maischestandzeit von 25 bis 40 Tagen. Beton ist hier eine bewusste Entscheidung: Er arbeitet temperaturträge, greift geschmacklich nicht ein und erlaubt lange Standzeiten, ohne dass der Wein austrocknet. Die langen Mazerationen holen Farbe, Tannin und Extrakt aus den kleinen Beeren der Altreben.

Anschließend reift der Wein mindestens 20 Monate in französischen Barriques, die Terryn selbst auswählt. Das Holz ist bei diesem Wein nicht Dekoration, sondern Werkzeug: Die massive Tanninstruktur der Tinta de Toro braucht Zeit und kontrollierten Sauerstoffkontakt, um sich zu glätten. Reinsortig, trocken, aus biologischem Anbau.

Im Glas

Tiefes, dichtes Rubinrot mit violettem Rand. In der Nase reife schwarze Frucht – Brombeere, Schwarzkirsche, etwas Pflaume –, darüber florale Töne, mediterrane Kräuter und eine steinig-mineralische Note, die aus den kargen Sandböden kommt. Das Holz steht im Hintergrund und zeigt sich als Würze, nicht als Vanille. Am Gaumen setzt der Wein kraftvoll an und bleibt dabei geordnet: viel Substanz, dichte, reife Tannine mit feinem Korn, dazu die Wärme, die der Jahrgang 2023 mitbringt. Der Abgang ist lang, und im Ausklang treten Frucht und mineralischer Zug wieder nach vorn.

Struktur statt Wucht – ein Toro, der seine Kraft nicht vorführt, sondern trägt.

In den ersten Jahren empfiehlt sich das Dekantieren. Optimale Trinktemperatur 17 bis 18 °C.

Am Tisch

Zu kräftigem geschmortem und gegrilltem rotem Fleisch, zu Lamm vom Feuer, zu Wild und Schmorgerichten. In Toro selbst gehört der Milchlammbraten aus dem Holzofen dazu. Auch gereifte Hartkäse – Manchego curado, alter Bergkäse – tragen die Tanninstruktur gut.


Lage: DO Toro, Pago La Jara – sandig-steinige, karge Böden mit starker Drainage, extremes Kontinentalklima; wurzelechte Altreben, jüngste Pflanzung 1953, älteste aus dem späten 19. Jahrhundert; Erträge 800–2.000 kg/ha
Klassifikation: DO Toro, Tinta de Toro, trocken; Jahrgang 2023 vom Consejo Regulador als „excelente" eingestuft
Ausbau: Handlese mit Selektion im Weinberg und im Keller, Gärung in epoxidharzbeschichteten Betontanks (4.000 l), Maischestandzeit 25–40 Tage, anschließend mindestens 20 Monate in ausgewählten französischen Barriques; biologischer Anbau ES-ECO-002-CL

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Weine

Metzger Glühvieh Glühwein rosé

Glühwein · Rosé · Pfalz · Deutschland

Metzger Glühvieh Glühwein rosé ist Glühwein mal anders – ein fruchtig-frischer Rosé-Glühwein vom Weingut Uli Metzger aus der Pfalz. Seine Frische und Leichtigkeit machen ihn zum idealen Begleiter für kalte Tage. Mit feinen Aromen von Erdbeeren, Himbeeren, Orangen und Anis.


Pfalz

Das Weingut Uli Metzger liegt in der Pfalz im Südwesten Deutschlands. Aus seinen Weinen entsteht dieser Rosé-Glühwein – ein aromatisiertes, weinhaltiges Getränk für die kalte Jahreszeit.

Herstellung

Basis ist ein Roséwein, der mit Aromen von Erdbeeren, Himbeeren, Orangen und Anis zu einem aromatisierten, weinhaltigen Getränk verfeinert wird. Der Stil bleibt bewusst frisch und leicht.

Im Glas

Rosé in der Farbe. In der Nase und am Gaumen feine Aromen von Erdbeeren, Himbeeren, Orangen und Anis. Fruchtig, frisch und leicht – ein harmonisches Zusammenspiel von Wein und Gewürz.

Zum Genuss

Heiß, aber nicht kochend servieren (ca. 70 °C); auf Wunsch mit Orangenscheibe garnieren.

Klassische Begleitung: Weihnachtsgebäck, Lebkuchen, Bratäpfel und winterliche Snacks.


Herkunft: Pfalz (Deutschland)
Art: Glühwein rosé (aromatisiertes weinhaltiges Getränk)
Aromatik: Erdbeere, Himbeere, Orange, Anis

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Rebsorten

Pipoli Aglianico del Vulture Vigneti del Vulture

Rotwein · Aglianico · Basilikata · Italien

Pipoli Aglianico del Vulture ist ein reinsortiger Rotwein der Fantini Group aus der Basilikata. Der Aglianico aus der DOC Aglianico del Vulture zeigt sich dunkelrot mit violetten Reflexen – aromatisch, mit Sauerkirsche, dunklen Beeren und einem Hauch würziger Vanille.


Aglianico del Vulture

Der Wein stammt aus der Basilikata im Süden Italiens, aus der DOC Aglianico del Vulture rund um den erloschenen Vulkan Monte Vulture. Aglianico ist eine autochthone Rebsorte der Region; die Trauben stammen aus ausgesuchten Lagen und werden von Hand geerntet.

Rebsorte und Ausbau

Reinsortiger Aglianico. Ein Teil des Weins reift im Stahltank, ein Teil 10 Monate im Barrique. Das gibt dem Wein würzige Vanille- und balsamische Noten bei erhaltener Frucht und Struktur.

Im Glas

Dunkelrot mit violetten Reflexen. In der Nase sehr aromatisch, mit Sauerkirsche und dunklen Beerenfrüchten, dazu würzige Vanille und balsamische Noten. Am Gaumen mit schöner Struktur, reifen Tanninen und schmeichelndem Abgang.

Am Tisch

Bei 16–18 °C servieren; eine Karaffe öffnet den Wein. Ein strukturierter, vielseitiger Rotwein zu herzhafter Küche.

Klassische Begleitung: rotes Fleisch, Lamm, Schmorgerichte und gereifter Käse.


Lage: Basilikata (Italien)
Klassifikation: Aglianico del Vulture DOC – Rotwein (trocken)
Ausbau: teils Stahltank, teils 10 Monate im Barrique

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Portugal

Justino´s Madeira Fine Rich

Madeira · Likörwein · süß · Portugal

Justino's Madeira Fine Rich ist ein süßer Madeira aus Portugal – ein gespriteter Likörwein aus den Rebsorten Negra Mole und Complexa. Mit kraftvoller Süße, langem und kompaktem Abgang begleitet er Trockenkuchen, reifen Käse und verfeinert Saucen.


Madeira

Madeira liegt als subtropische Insel im Atlantik, rund 850 km vom portugiesischen Festland entfernt. Justino's Madeira zählt mit Wurzeln bis 1870 zu den ältesten und größten Madeira-Häusern der Insel.

Bereitung und Reifung

Aus Negra Mole und Complexa. Die Gärung wird durch Zugabe von Weindestillat gestoppt; bei der süßen Stilistik geschieht das früh, sodass eine kräftige Restsüße erhalten bleibt. Anschließend durchläuft der Wein die typische Estufagem (Erwärmung auf 45–50 °C) und reift drei Jahre im Eichenfass.

Im Glas

Dunkles Bernstein. In der Nase reife und getrocknete Früchte, Karamell und ein Hauch Kaffee. Am Gaumen kraftvoll und süß, vollmundig mit Anklängen von Toffee und Dörrobst, getragen von einer frischen Säure. Langer, kompakter Abgang.

Als Digestif

Leicht gekühlt bei 13–16 °C servieren – ein klassischer Begleiter zum Abschluss des Essens. In der Küche verfeinert er Saucen und Desserts.

Passt zu: Trockenkuchen, reifem Käse, Schokoladendesserts und Kaffeegebäck.


Lage: Madeira (Portugal)
Klassifikation: Madeira DOP – Fine Rich (süß, 3 Jahre)
Ausbau: Estufagem, 3 Jahre im Eichenfass

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Frankreich

Soil Therapy Materia Rebellis blanc 2021

Weißwein · Elsass · Cuvée

Pinot Gris & Sylvaner Frohnberg (Rosenwiller) & Hohrain (Eguisheim) Ton-Kalk-Böden Spontangärung im Holzfass 18 Monate Feinhefe rund 1.000 Flaschen 2021

Der Soil Therapy Materia Rebellis blanc 2021 ist eine Cuvée aus Pinot Gris und Sylvaner von zwei Lagen an entgegengesetzten Enden des Elsass – eine Verbindung, die ursprünglich nicht geplant war und durch eine unvorhersehbare Gärung entstand. Spontan im Holzfass vergoren, 18 Monate auf der Feinhefe, danach sechs Monate Flaschenruhe: tief, salzig und strukturiert. Die Auflage liegt bei rund 1.000 Flaschen.


Materia Rebellis – zwei Lagen, durch Zufall vereint

Soil Therapy ist das Label von Thomas Schertz, einem Autodidakten, der vor seinen eigenen Weinen im Vertrieb der Domaine Ostertag arbeitete. Er interpretiert das Elsass abseits der üblichen Appellationslogik: instinktiv, mit langen Ausbauzeiten, in winzigen Mengen. Beim Materia Rebellis sollten zwei Einzellagen eigentlich getrennt bleiben – erst der Verlauf einer unvorhersehbaren Gärung führte sie zusammen.

Der Pinot Gris stammt aus der Lage Frohnberg in Rosenwiller, im Bas-Rhin am nördlichen Ende des Weinbaugebiets, am Fuß der Vogesen südwestlich von Straßburg. Der Sylvaner kommt aus der Lage Hohrain in Eguisheim, im Haut-Rhin bei Colmar, rund siebzig Kilometer weiter südlich und im Regenschatten der Vogesen, wo das Elsass am trockensten ist. Beide Weinberge stehen auf mineralreichen Ton-Kalk-Böden.

Die Ausrichtungen ergänzen sich: Die eine Lage ist nach Südosten geneigt und bringt Reife und Fülle, die andere nach Nordosten und liefert Frische und Säure. Der Pinot Gris gibt der Cuvée Körper und eine würzige, leicht rauchige Tiefe, der Sylvaner Spannung und eine kräuterige Klarheit. Zusammen ergibt das eine Balance, die keine der beiden Lagen allein erreicht hätte.

Jahrgang 2021 – Elsass

Der Jahrgang 2021 war im Elsass eines der schwierigsten Jahre der jüngeren Zeit. Nach einem milden Märzbeginn und früh einsetzendem Austrieb traf Anfang April eine Frostperiode die jungen Triebe. Der Sommer blieb kühl und feucht, der Druck durch Falschen Mehltau war hoch, und lokale Hagelschläge kamen hinzu. Die Erträge fielen entsprechend deutlich unter das übliche Niveau.

Gelesen wurde spät und mit strenger Selektion. Was gesund in den Keller kam, zeigte moderate Reife, niedrigere Alkoholwerte und eine ausgeprägte Säure – ein klassisch kühles Elsass-Jahr, wie es nach den warmen Jahrgängen zuvor selten geworden ist. Für einen Wein mit langer Hefereife ist diese Säure die Grundlage: Sie trägt die cremige Textur, ohne dass der Wein breit wird.

Lange Pressung, Spontangärung, 18 Monate Feinhefe

Cuvée aus Pinot Gris (Frohnberg, Rosenwiller) und Sylvaner (Hohrain, Eguisheim), Jahrgang 2021, trocken. Die Trauben werden sanft und über einen langen Zeitraum gepresst – das löst Aroma und Extrakt aus den Schalen, ohne Bitterstoffe mitzunehmen.

Die Gärung beginnt spontan mit natürlichen Hefen in Holzfässern. Danach reift der Wein 18 Monate auf der Feinhefe: Die Hefe schützt den Wein vor Sauerstoff und gibt über ihre Zersetzung Mannoproteine ab, die Textur und Cremigkeit liefern. Nach der Füllung ruht der Wein weitere sechs Monate auf der Flasche, bevor er freigegeben wird.

Im Glas

Kräftiges Goldgelb. In der Nase kandierte Orange und Zitrusschale, dazu ein salziger, steiniger Ton und ein Hefeanklang aus der langen Reife auf der Feinhefe.

Am Gaumen cremig in der Textur und zugleich straff, mit einer Säure, die aus dem kühlen Jahr kommt, und einer würzigen, leicht säuerlich-salzigen Note, die an Umeboshi erinnert, die japanische Salzpflaume. Die Frucht bleibt im Hintergrund; Salz, Würze und Textur tragen den Wein. Der Abgang ist lang und mineralisch.

Pinot Gris aus dem Norden, Sylvaner aus dem Süden, 18 Monate Hefe: Salz, Würze und Textur statt Frucht.

Bei 11–13 °C servieren, nicht kälter. Der Wein profitiert von Luft – nach einer halben Stunde öffnet er sich deutlich. Schon jetzt ausdrucksstark und dank Säure und Struktur für weitere Jahre gebaut.

Am Tisch

Zu asiatischen Gerichten, feinen Meeresfrüchten und gereiftem Käse. Die salzig-würzige Seite trägt besonders gut Japanisches – Sashimi, Miso, gegrillter Aal –, ebenso Choucroute mit Fisch, Munster oder alten Comté.


Produzent Soil Therapy, Thomas Schertz, Elsass
Rebsorte Pinot Gris und Sylvaner
Lage Pinot Gris aus dem Frohnberg, Rosenwiller (Bas-Rhin) · Sylvaner aus dem Hohrain, Eguisheim (Haut-Rhin) · Ton-Kalk-Böden, Südost- und Nordostausrichtung
Klassifikation Weißwein aus dem Elsass · trocken
Jahrgang 2021
Vinifikation lange, sanfte Pressung · Spontangärung im Holzfass
Ausbau 18 Monate auf der Feinhefe · 6 Monate Flaschenruhe vor der Freigabe
Trinkempfehlung jetzt bis 2032
Auflage rund 1.000 Flaschen

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Schaumweine

Gvantsa´s Wine Tsitska Pet-Nat 2023

Naturtrüb, lebendig und aus Westgeorgien: der Gvantsa’s Wine Tsitska Pet-Nat 2023. Dahinter stehen zwei Schwestern, Gvantsa und Baia Abuladze, die in Obcha in Imeretien Wein machen. Die Rebsorte Tsitska ist alt, weiß und nur in dieser Gegend zu Hause.

Im Glas

Naturtrüb und wild, mit feinen Perlen. Im Duft reife Birne, grüner Apfel und ein Hauch Nuss. Am Gaumen lebhaft und saftig, mit Griff, getragen von kräftiger Säure und salzigem Zug; ein Hauch Gerbstoff verlängert das Finale.

Mach was draus

Zu leichten Vorspeisen, Meeresfrüchten oder frischen Salaten. Auch als Aperitif oder einfach pur, um georgischen Naturwein kennenzulernen. Gut gekühlt servieren.

Janus FenskeJanus empfiehlt

„Tsitska als Pet-Nat ist für mich eine echte Entdeckung. Wild, frisch und voller Leben.“

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Kurz gefragt

Was ist ein Pet-Nat? Ein Pétillant Naturel nach der Méthode ancestrale: Der Wein kommt noch während der ersten Gärung in die Flasche und gärt dort fertig. So entsteht die Kohlensäure ganz natürlich.

Wie wird er gemacht? Reiner Tsitska, spontan vergoren mit Hefen aus dem Weinberg. Ohne Filtration, ohne Degorgieren und ohne Dosage. Er enthält Sulfite.

Wer steht dahinter? Baia und Gvantsa Abuladze, zwei Schwestern aus Obcha, die das Familienweingut in vierter Generation führen.

100 % Tsitska · Imeretien, Obcha (Westgeorgien) · Jahrgang 2023 · Pet-Nat (Méthode ancestrale) · Spontangärung · ungefiltert · nicht degorgiert · ohne Dosage · Baia’s Wine, Obcha (Imeretien) · Stand: Oktober 2026

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Weine

Ruppert-Leroy Champagne Martin Fontaine Brut Nature BIO

Der Ruppert-Leroy Martin Fontaine Brut Nature ist der Chardonnay des Hauses: aus steilen Parzellen ganz oben am Hang über Essoyes, auf weißem Kalk, nach Süden und Südosten ausgerichtet. Ein Blanc de Blancs ohne Dosage, ohne Schwefelzusatz – und mit sehr viel Spannung.

Im Glas

Helles Gold, feine Perlen. Klare, kühle Frucht und eine salzige Mineralität, die sofort auffällt. Am Gaumen straff, präzise und tief, mit fester Struktur und schöner Textur statt Üppigkeit. Ein langer Abgang mit viel Salz. Er überzeugt leise, aber nachhaltig.

Mach was draus

Austern, roher Fisch mit Zitrone, Jakobsmuscheln, ein Chaource aus der Nachbarschaft oder Ziegenkäse. Ein Champagner für den Anfang eines besonderen Menüs oder für Weinfreunde, die gern Chablis trinken – die Böden sind verwandt. Servier ihn bei 8 bis 10 °C im großen Glas.

Janus FenskeJanus empfiehlt

„Wer Chablis liebt, sollte diesen Champagner probieren. Den weißen Kalk schmeckt man in jedem Schluck.“

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Kurz gefragt

Wie alt sind die Reben? Etwa 20 Jahre. Sie stehen auf den steilsten Parzellen oben am Hang.

Was ist hier anders als bei Les Cognaux? Les Cognaux ist Pinot Noir vom grauen Mergel, Martin Fontaine Chardonnay vom weißen Kalk. Beide werden gleich ausgebaut.

100 % Chardonnay · Lage Martin Fontaine, Essoyes · weißer Kalk, steile Kuppenlage, Süd-Südost · Spontangärung, 9 Monate auf der Hefe in Fässern und Halbstückfässern · biologischer Säureabbau · 18–20 Monate Flaschenreife · ungeschönt, unfiltriert, ohne Schwefelzusatz · Jahrgang 2022 · Brut Nature, 0 g/l Restzucker · Champagne Ruppert-Leroy, Essoyes · Bio, FR-BIO-10 · Stand: Oktober 2026

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