O Ribeiro, der Star, der im Dunkeln lebt.

O Ribeiro, der Star, der im Dunkeln lebt.

Von Zwergpflanzen und Topfrebstöcken einmal abgesehen gibt es in Galicien fünf klassifizierte Weinbauregionen. Wenn überhaupt, dann kennt man Rías Baixas, was aber eigentlich keine in sich geschlossene Weinbauregion ist, sondern eine geschlossene Anstalt, in die man diverse Gebiete gepfercht hat, die nichts miteinander zu tun haben. Darüber reden wir ein andermal.

Das Thema dieses Textes ist ein anderes, wir reden über O Ribeiro. ¿Hep? Oh jah, Ribeiro ist eine der wirklich klassischen Weinbauregionen Spaniens und, noch vor Tierra de Medina, worüber wir auch mal reden sollten, die älteste Weinbauregion Spaniens, die so etwas wie ein Regelwerk kannte. Wir sprechen, die Quellen sind sich da nicht wirklich einig, über das sechzehnte Jahrhundert. Damals allerdings war die Region nur als das Tal de Avia samt Ribadavia bekannt. Letzteres ist der Ort, in dem der Avia in den Miño mündet, ein pittoresker Marktflecken mit einer glänzenden Vergangenheit, die einer bröckelnden und verfallenden Gegenwart Platz hat machen müssen.

Der Weinbau am Miño ist jedoch weit älter; Phönizier haben Reben gebracht, den Miño aufwärts, Staudämme gab es damals noch nicht. Römer, insbesondere aber Kleriker jedweder Art haben den Weinbau vorangetrieben, auch die Juden (Ribadavia war einst eines der größten jüdischen Zentren der Iberischen Halbinsel) sprachen ein gewichtiges Wort mit. Und dann kam die Blütezeit der Region, an die heute gerne erinnert wird.

Vor vierhundert oder fünfhundert Jahren, so sicher ist das alles nicht, war die Region bekannt und, jawohl, auch berühmt für einen Weintyp, der sich Tostado nennt. Nebenbei bemerkt: gelegentlich liest man auch von Tostón; das kann zwar auch gut schmecken, es handelt sich hierbei indes um Spanferkel! Tostado ist nichts anderes als ein Vin Santo, die Trauben werden nach der Ernte getrocknet. Das London der frühen Neuzeit war verrückt nach dem Zeug, die Spanier tranken nur wenig davon; daher ist es nicht wirklich verwunderlich, dass es heute noch gerade einmal drei Erzeuger gibt, die einen Tostado keltern. Der bekannteste (hier gibt es auch den besten Tostado der Region) ist Manuel Formigo aus Beade, der vor wenigen Jahrzehnten die Bodega seines Vaters übernommen hat. Achtzig Prozent der Produktion dieses Weines gehe in den Export, in Spanien gilt dieser Wein (excellente Qualität) als hausbacken, Wein vergangener Generationen und so weiter. Die Cooperative Viña Costeira und ein Handelsabfüller sind die anderen beiden amtlich bekannten Bodegas, die sich mit dem Produkt herumschlagen. Es gibt noch ein paar mehr, die mehr oder weniger für den Hausgebrauch Tostado bereiten, oder so…

Über Jahrzehnte, wenn nicht noch länger, musste sich Ribeiro mit einem hausgemachten Problem herumärgern: nach der Reblaus, die hier kräftig wütete, pflanzten die Weinbauern vor allem Palomino und Alicante Bouschet, beides Rebsorten, die wenig Arbeit einfordern, gegen Rebkrankheiten weitgehend immun sind und dann auch noch richtig viele Kilos liefern. Und so kam es, dass der Consejo Regulador die Obergrenze der Produktion auf dreißigtausend Kilo pro Hektar festlegte, Winzer von der Obermosel bekommen feuchte Augen, Arme und Beine, sobald sie diese Zahlen lesen. Noch vor zehn Jahren entfielen fünf Siebtel der Weißweinproduktion und sechs Siebtel der Rotweinproduktion auf Palomino und Alicante Bouschet, hier Garnacha Tintorera genannt, weil das etwas harmloser klingt.

Fast siebzig Jahre dauerte es, ehe sich zwei Weinbauern ein Herz fassten, und begannen, die Dinge umzukrempeln. Arsenio Paz, Rechtsanwalt und Inhaber der Bodega Vilermo, sowie Caco Carreiro, Unternehmer und Inhaber der Bodega Coto de Gomariz, begannen Ende der siebziger Jahre des letzten Jahrhunderts, die Wurzeln des guten Ribeiro wieder auszugraben und zu pflegen. Auch wenn insbesondere die Großbodegas der Region noch ein paar Jahrzehnte brauchten, um den Zug der Zeit zu begreifen, die Dinge waren gegeben: Loureiro und Lado, Godello und Caiño, vor allem aber Albariño und Treixadura, das waren die neuen alten Stars der Szene.

Es war weniger der wirtschaftliche Erfolg dieser beiden Weingüter, sondern vielmehr der psychologische Effekt des Neuen, der den Bann brach. Niemand hat in den letzten dreißig Jahren Palomino oder Alicante Bouschet gepflanzt, die traditionellen Sorten haben sich, poco a poco, wieder Raum verschafft.

Gleichzeitig wuchs Ribeiro. Insbesondere im Süden, in einer Enklave, die durch drei Flüsse definiert ist: Miño, Avia, Arnoia. Letzteres ist auch der Name des Dorfes in den heute die besten Weingüter der Region ihren Sitz haben. Allen voran Luis Ánxo, gerne auch mal der Pfau oder der knorrige Galicier genannt. Ein Sturkopf, wie es ihn eigentlich nur in Galicien geben kann. Aber auch lernfähig, wenn man die Dinge geschickt anstellt und drei Zentner Geduld mitbringt. Er, ganz alleine, hat Ribeiro wieder in der Welt bekannt gemacht, nicht etwa Emilio Rojo, ein Marketingprodukt eines spanischen Weinkritikers. Seine Escolmas, rot wie weiß, sind heute ein Aushängeschild für galicische, wenn nicht spanische Weinbaukunst. Aber auch José Meréns, Paco Estevez oder Javier Montsalve gehören zu den guten. Arnoia ist aufgrund seiner Lage (Sand, nahe am Miño, knochentrocken) ein privilegierter Ort. Dass das Keltern von Wein hier kompliziert ist, verdeutlicht eine Ziffer: Jose Meréns beackert vier Hektar Rebland, aufgeteilt in einhundert und dreiundzwanzig Miniparzellen!!! Das einzige Problem: eben aufgrund dieser Lage hat, wenn man die Dinge nun einmal genau nimmt (Bären machen das), Arnoia mit Ribeiro in etwa so viel zu tun wie Grünkohl mit Gourmetküche.

Das zweite Gebiet, was nicht wirklich zu O Ribeiro gehört, befindet sich an den beiden Ufern des Stausees, der hier vor etwa sechzig Jahren errichtet wurde. Heute sind die beiden Orte Toén und Castrelo de Miño für knapp ein Drittel der Traubenproduktion zuständig. Auch wenn es dort viele kleine Bodegas gibt, die Qualität der Weine ist eher bescheiden. Dem Nordufer wurde durch den Stausee fast das gesamte beackerbare Land genommen, an den steilen Hängen im Norden wachsen keine Weinstöcke.

Das klassische Ribeiro findet man noch immer an den Ufern des Avia, von Ribadavia hoch bis nach Gomariz. Das ist keine große Distanz, ein alter Ford Focus schafft das in zehn Minuten; gleichwohl gibt es diverse Unterschiede. Kaum unterschiedlich ist das Klima, aber genau das ist eines der Probleme, mit denen sich Ribeiro herumschlagen muss. Nach dem Tal des Guadalquivir (Córdoba, Sevilla) ist das Tal des Avia, zumindest der Unterlauf, dort, wo die Reben stehen, das heißeste Tal in Spanien. Das nicht so sonderlich weit entfernte Ourense gehört zu den Top Ten Städten in Sachen Sonnenstunden pro Jahr, der Strand ist stets gut bevölkert.

Daran denken Konsumenten oftmals nicht, wenn sie eine Flasche weißen Ribeiro kaufen; in der Regel wird ein frischer, fruchtiger, nicht allzu körperbetonter Weißwein erwartet. Das, was dann ins Glas strömt, hat damit nichts zu tun. Ribeiro ist eben nicht die Fortsetzung von Rías Baixas ins Innere, das sind zwei völlig verschiedene Welten! Die Struktur der Weine erinnert eher an das südliche Rhône-Tal oder an das Languedoc als an Loire, Wachau oder Nahe. Das hat natürlich auch mit den Rebsorten zu tun. Albariño wird, so er kein Meer sieht, dick und träge, Godello ist so fruchtbetont dann nun auch wieder nicht und Loureiro, die einzige weiße Sorte, die etwas frisches Grün in die Gegend bringt, wird kaum angebaut, weil die Trauben in nicht ganz so heißen Jahren nicht ausreifen. Ribeiro weiß, das ist zu achtzig Prozent Treixadura, eine intensive, leicht ölige Rebsorte. Sortenreine Treixaduras sind oftmals betont langweilig, daher sind Cuvées aus vier oder fünf Rebsorten die Regel.

Ribeiro ist die einzige Weinbauregion Spaniens, in der es eine Klassifizierung der Weingüter gibt, ähnlich wie in Deutschland, in Frankreich, in der Schweiz, in Österreich oder in Italien. Es gibt die Colleiteiros, die keine Trauben zukaufen und maximal sechzig tausend Liter Wein keltern dürfen. Auch wenn das gerne etwas gedehnt wird, im Rahmen des Galicischen werden die Vorgaben schon ganz gut eingehalten. Auf der anderen Seite gibt es die Adegas, die im Prinzip keinerlei Beschränkung unterliegen. Man kann kaufen was und wo man will und man kann keltern bis die Kelterpresse jault. Manche Adegas, Coto de Gomariz bis vor vier oder fünf Jahren, oder aber Viña Mein (noch immer) kaufen nicht zu, die anderen Adegas schon. Insgesamt gibt es davon aber gerade einmal derer acht, alle anderen findet man in Ribadavia oder im Osten von Ribeiro. Haaalt: kurz vor Redaktionsschluss schneit die Meldung herein, dass Dominio do Bibei, Vorzeigeweingut aus Bibei-O Bolo, in San Clodio beginnt, Wein zu keltern. Das könnte Leben in die Bude bringen, ist es doch die erste wirklich angesagte Bodega von außerhalb, die in Ribeiro an den Start geht.

Das klassisch Ribeiro ist nach wie vor eine Region der kleinen und kleinsten Winzerbetriebe, Weinbauern, die, gelegentlich im Nebenerwerb, das keltern, was in ihren Rebgärten eingesammelt wurde. Das Limit der sechzig tausend Liter erreichen nur wenige, dreißig tausend Liter sind schon eine große Menge. In de Regel gibt es dann zwei Weißweine und einen Rotwein, oder aber drei Weißweine und keinen Rotwein. Achtunddreißig Winzerweingüter gibt es aktuell, wobei manche eher aus steuertechnischen denn aus weintechnischen Gründen existieren, ständig kommen neue hinzu, gleichzeitig verschwinden manche nach nur wenigen Jahren wieder von der Bildfläche. Oftmals handelt es sich um ehemalige Mitglieder einer Genossenschaft, die auf eigene Faust loslegen, dann aber schmerzhaft lernen, dass Weinbauer und Winzer zwei Paar Stiefel sind. Außerdem muss Wein auch verkauft werden.

Welches sind die besten? Gute Frage, in vielen Betrieben ist die Qualität stark schwankend. Die mit Abstand zuverlässigsten sind Finca Teira (Manuel Formigo) und Adega Sameirás ( Antonio Cajide), in Sachen Rotwein nicht zu unterschätzen. Lombre (Jorge Pérez) ist zwar sehr gut, gleichwohl sind ihm gerade die Weinberge „abhanden gekommen“. Son de Arrieiro könnte ein neuer Stern am Avia-Himmel sein. Allerdings gibt es bislang gerade einmal einen Jahrgang, das ist schon etwas knapp, um ein Urteil abzugeben. Cuñas d’Avia ist natürlich ein Kandidat, das sind halt fette Weine.

Sea lo que sea – nach ein paar eher müden Jahren scheint sich die Karawane nun endgültig in Bewegung zu setzen. In der Spitze (Viña de Martín-Escolma) ist Ribeiro ohnehin schon an der Spitze von Galicien angelangt, Rías Baixas spielt nicht in der Liga. Das klassische Avia-Tal könnte ein Quell von guten bis sehr guten Weinen sein, von denen man auch mal eine ganze Schachtel kaufen kann. Text: El oso alemán

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Länder/Regionen

Casale Vecchio Montepulciano d'Abruzzo

Rotwein · Montepulciano · Abruzzen · Italien

Casale Vecchio Montepulciano d'Abruzzo ist ein trockener Rotwein der Fantini Group aus den Abruzzen. Reinsortiger Montepulciano, der rubinrot im Glas glänzt – mit einem duftenden Bukett nach Lakritze, Blumen und Pflaume, vollem Körper und mildem, lang anhaltendem Abgang.


Abruzzen

Fantini by Farnese mit Sitz in Ortona (Abruzzen) zählt zu den bekanntesten Erzeugern Süditaliens. Die Trauben für den Casale Vecchio stammen aus Küstenlagen im Norden der Abruzzen auf Kalk-Ton-Böden; geringe Erträge sorgen für Konzentration.

Rebsorte und Ausbau

Reinsortiger Montepulciano d'Abruzzo. Nach mehrtägiger Maischegärung erfolgt die malolaktische Gärung im Holz; anschließend reift der Wein rund sechs Monate in amerikanischen Barriques, was ihm Tiefe und seine weiche Art verleiht.

Im Glas

Tiefes Rubinrot mit violetten Reflexen. In der Nase ein intensives Bukett aus Lakritze, Pflaume und blumigen Noten, dazu Amaretto, Marzipan und süße Gewürze. Am Gaumen vollmundig und warm, weich und ausgewogen, mit feinen Tanninen und langem, mildem Abgang.

Am Tisch

Bei 16–18 °C servieren. Ein kraftvoller, zugänglicher Rotwein zu herzhafter Küche.

Klassische Begleitung: kräftige Pastagerichte, rotes Fleisch, Lamm und gereifter Käse.


Lage: Abruzzen (Italien)
Klassifikation: Montepulciano d'Abruzzo DOC – Rotwein (trocken)
Ausbau: ~6 Monate in amerikanischen Barriques

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Weine

Schloss Lieser Piesporter Goldtröpfchen Riesling GG 2022

Weißwein · Piesporter Goldtröpfchen (Mosel) · Riesling

Riesling Piesporter Goldtröpfchen Piesport · Mittelmosel Schloss Lieser (Thomas Haag) Grauschiefer · Blau- & Rotschiefer steiles Süd-Amphitheater Großes Gewächs · trocken 2022

Der Schloss Lieser Piesporter Goldtröpfchen Riesling Großes Gewächs 2022 stammt aus einer der renommiertesten Einzellagen der Mittelmosel – einem steilen, südlich ausgerichteten Amphitheater über Piesport. Ein kühler, präziser und kraftvoller Riesling mit tiefgründiger Struktur, rauchiger Steinigkeit und langem, salzig-mineralischem Nachhall.


Piesporter Goldtröpfchen – das Amphitheater der Mosel

Thomas Haag – ältester Sohn von Wilhelm Haag (Weingut Fritz Haag) – führte Schloss Lieser an der Mittelmosel in die absolute Spitze des deutschen Weinbaus. Naturnahe Bewirtschaftung und spontane Vergärung sind das Markenzeichen für den nachhaltigen, sorgfältigen Umgang von Thomas Haag und seiner Familie mit den gegebenen Ressourcen.

Das Piesporter Goldtröpfchen ist als VDP.GROSSE LAGE klassifiziert. Der steile, südlich ausgerichtete Hang oberhalb von Piesport bildet ein natürliches Amphitheater, das durch die Reflexion der Mosel und den Schutz vor Nordwinden ein einzigartiges Mikroklima bietet. Der Boden besteht überwiegend aus tiefgründigem, verwittertem Grauschiefer mit Anteilen von Blau- und Rotschiefer – eine geologische Vielfalt, die den Weinen ausgeprägte Mineralität, Finesse und Komplexität verleiht. Schloss Lieser bewirtschaftet hier eine der jüngsten Parzellen seines Großen-Gewächs-Portfolios.

Jahrgang 2022 – Mosel

Die Riesling Großen Gewächse von Schloss Lieser aus dem Jahr 2022 sind das Ergebnis eines bemerkenswerten Wachstumsjahres, das durch seine extreme Trockenheit in Erinnerung bleibt. Nach einem regnerischen Mai forderte eine lange Hitze- und Dürreperiode die bis zu über 100 Jahre alten Reben bis an ihre Grenzen; dank tiefer Verwurzelung und ausgezeichneter Wasserreserven hielten sie stand. Der späte Wetterumschwung kurz vor der Ernte – kühle Nächte und regnerische Tage – bewahrte Frische und Zartheit. Durch akkurate Selektion und hundertprozentige Handarbeit entstand ein GG mit moderatem Alkohol, feiner Eleganz und einer lebhaften, spannenden Säurestruktur.

Ausbau

Trockenes Riesling Großes Gewächs aus dem Piesporter Goldtröpfchen, Jahrgang 2022; 100 % Riesling.

Die Trauben werden ausschließlich per Hand gelesen und mit großer Sorgfalt vinifiziert. Der Ausbau erfolgt traditionell und spontan vergoren, meist im Edelstahltank, um die charakteristische Klarheit und Mineralität der Lage unverfälscht zum Ausdruck zu bringen. So entsteht ein terroirgeprägter, langlebiger Riesling mit großem Entwicklungspotenzial.

Im Glas

Aus dem vielschichtigen Grauschiefer des Goldtröpfchens lebt dieser Riesling von Kühle und Präzision: feine Zitrusnoten, reifer Pfirsich und grüner Apfel, dazu florale und kräuterwürzige Nuancen, untermalt von einer rauchigen Steinigkeit und salziger Mineralität. Am Gaumen kühl, präzise und kraftvoll, mit tiefgründiger Struktur und knackiger, klarer Säure – markant, geradlinig und mit langem, salzig-mineralischem Nachhall.

Feine Zitrus, reifer Pfirsich und grüner Apfel über rauchiger Steinigkeit und salziger Mineralität – kühl, präzise und kraftvoll, mit langem, salzigem Nachhall.

Ein terroirgeprägter Mosel-Riesling mit großem Reifepotenzial; in der Jugend gern dekantieren. Bei 11–13 °C servieren.

Am Tisch

Zu edlem Fisch und Meeresfrüchten, zu Geflügel und Kalb in heller Sauce, zu cremigen Gerichten sowie zu würziger asiatischer Küche und gereiftem Hartkäse.


Lage: Piesporter Goldtröpfchen, Piesport an der Mittelmosel; steiles, südlich ausgerichtetes Amphitheater; tiefgründiger, verwitterter Grauschiefer mit Blau- und Rotschiefer-Anteilen; VDP.GROSSE LAGE
Klassifikation: VDP.GROSSES GEWÄCHS (trocken); 100 % Riesling
Ausbau: selektive Handlese, Spontangärung mit eigenen Hefen, traditioneller Ausbau meist im Edelstahltank

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Italien

I Muri Rosso Puglia Vigneti del Salento

Rotwein · Cuvée · Salento · Italien

I Muri Rosso Puglia ist eine kraftvolle Rotwein-Cuvée der Fantini Group aus dem Salento in Apulien. Ein fruchtsüßes Bukett nach reifen Früchten, Lakritze und dunklen Beeren – körperreich im Geschmack, mit weichem Finale.


Salento

Die Trauben stammen aus dem Salento, dem sonnigen Süden Apuliens (Vigneti del Salento). Hinter dem Wein steht Fantini by Farnese, einer der bekanntesten Erzeuger Süditaliens; das warme, mediterrane Klima bringt reife, vollmundige Weine hervor.

Assemblage und Ausbau

Rotwein-Cuvée aus typischen Rebsorten des Salento. Der fruchtbetonte Ausbau bewahrt die reife, dunkle Frucht und sorgt für den kraftvollen Körper und das weiche Finale.

Im Glas

Tiefes Rubinrot. In der Nase ein fruchtsüßes Bukett aus reifen Früchten, Lakritze und dunklen Beeren. Am Gaumen kraftvoll und körperreich, mit reifer Frucht und weichem, rundem Finale.

Am Tisch

Bei 16–18 °C servieren. Ein vollmundiger, zugänglicher Begleiter zu herzhafter Küche.

Klassische Begleitung: Gegrilltes, rotes Fleisch, Pasta mit Fleischsauce und Hartkäse.


Lage: Salento, Apulien (Italien)
Klassifikation: Puglia IGT – Rotwein-Cuvée (trocken)
Ausbau: fruchtbetont

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Spirituosen

Valverde Liquore di Pistacchio Pistazienlikör

Spirituose · Likör · Pistazie · Italien

Valverde Liquore di Pistacchio ist ein cremiger italienischer Pistazienlikör, hergestellt aus Pistaziendestillat, Alkohol und Zucker. Nussig-süß und vollmundig im Geschmack.


Herkunft / Italien

Pistazien sind eine geschätzte italienische Spezialität, besonders aus Sizilien. Der Liquore di Pistacchio von Valverde stellt die Pistazie in den Mittelpunkt – ein cremiger Likör für den genussvollen Ausklang.

Zutaten und Herstellung

Hergestellt aus Pistaziendestillat, Alkohol und Zucker. Das Destillat sorgt für das klare, intensive Pistazienaroma, während der Zucker die feine Süße und die cremige Art beisteuert.

Im Glas

Zartes Grün. In der Nase intensives, typisches Pistazienaroma. Am Gaumen cremig, nussig und süß, mit klarer Pistazienfrucht und rundem, vollmundigem Abgang.

Pur und im Drink

Gut gekühlt pur oder auf Eis genießen – als Digestif.

Ideal: eisgekühlt pur, auf Eis, über Vanilleeis und Desserts, zum Espresso oder in cremigen Cocktails.


Marke: Valverde (Italien)
Art: Pistazienlikör (Liquore di Pistacchio)
Zutaten: Pistaziendestillat, Alkohol, Zucker
Geschmack: cremig, nussig, süß

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Feinkost

Terrine mit Hühnerleber und Cognac

Feinkost · Terrine / Charcuterie · Limousin · Frankreich

Le Patron Terrine mit Hühnerleber und Cognac ist eine fein abgestimmte französische Terrine aus dem Limousin. Zarte Hühnerleber, veredelt mit einem Hauch Cognac – klassische französische Charcuterie aus natürlichen Zutaten, ohne künstliche Zusätze.


Herkunft

Hergestellt vom Familienbetrieb Arnaud (seit 1950) in Aix-sur-Vienne im Limousin, einer Region mit großer Charcuterie-Tradition. Verarbeitet werden natürliche Zutaten ohne künstliche Zusätze.

Zutaten und Herstellung

Auf Basis von Hühnerleber, verfeinert mit einem Hauch Cognac. Handwerklich nach französischer Terrinen-Tradition zubereitet – fein in der Textur und klar im Geschmack, ohne künstliche Zusätze.

Geschmack

Zart und cremig, mit dem feinen, leicht herzhaften Aroma der Hühnerleber und der dezenten Würze des Cognac. Rund und ausgewogen – typisch französisch.

Zum Genießen

Auf geröstetem Baguette oder frischem Landbrot servieren, dazu Cornichons, Zwiebelkonfitüre oder etwas Senf. Als Vorspeise, Apéro-Häppchen oder Teil einer Charcuterie-Platte.

Passt zu: Baguette, Landbrot, Cornichons, Zwiebelkonfitüre und einem Glas Rotwein.


Hersteller: Familie Arnaud (seit 1950), Aix-sur-Vienne, Limousin (Frankreich)
Produkt: Terrine mit Hühnerleber und Cognac (Charcuterie)
Zutaten (Auszug): Hühnerleber, Cognac; natürliche Zutaten, ohne künstliche Zusätze
Mindesthaltbarkeit (MHD): 11/2030

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Spirituosen

Gin Sul

Gin · Dry Gin · Hamburg · Deutschland

Gin Sul ist ein Dry Gin aus Hamburg-Altona mit portugiesischen Wurzeln. Wacholder, Koriander, frische Zitronen aus Portugal, Rosmarin, Piment, Lavendel, Zimt und die namensgebende Zistrose (Cistus ladanifer) prägen sein Aroma – die Schönheit des Einfachen, mit Qualität der Botanicals vor Vielfalt.


Herkunft

Gin Sul entsteht in der Altonaer Spirituosen Manufaktur, die Stephan Garbe 2013 in Hamburg gründete – der erste in Hamburg destillierte Gin. Die Verbindung nach Portugal bleibt: Viele Botanicals stammen von der Costa Vicentina im Südwesten des Landes, wo die Zitronen oft die Größe von Grapefruits erreichen.

Botanicals und Destillation

Destilliert wird in kleinen Batches auf einer nur 100 Liter fassenden Kupferbrennblase, ergänzt um einen Geistkorb für Zitronenschalen, Rosmarin und Rosenblätter. Herzstück ist die Zistrose (Cistus ladanifer) – verwendet wird ihr aromatisches Harz, das Ladanum. Dazu kommen Bio-Wacholder und frischer Rosmarin. Abgefüllt mit 43 % vol.

Im Glas

In der Nase frische Zitrone und Wacholder, dazu blumige und harzig-kräutrige Noten von Rosmarin und Zistrose. Am Gaumen frisch und floral, mit Zitrone, herber Grapefruit und einer feinen Vanille- und Anisnote. Weicher, langer Abgang.

Pur und im Drink

Pur ein Genuss, klassisch im Gin Tonic oder im Martini. Zu den mediterranen Noten passen leichte, kräutrige Tonic Water besser als stark chininbetonte.

Klassisch im Drink: Gin Tonic, Martini und Southside.


Herkunft: Hamburg-Altona, Deutschland
Art: Dry Gin
Botanicals: u. a. Bio-Wacholder, Zitrone, Rosmarin, Zistrose
Alkohol: 43 % vol.

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Italien

Ca dei Frati Rosa dei Frati

Roséwein · Riviera del Garda · Gardasee · trocken

Ca' dei Frati Rosa dei Frati ist ein frischer, eleganter Rosé vom Südufer des Gardasees. Das Weingut Ca' dei Frati keltert ihn als trockenen Chiaretto aus den lombardischen Rebsorten Groppello, Marzemino, Sangiovese und Barbera. Die Reben stehen rund um Sirmione und Desenzano nahe dem See. Im Glas ein lachsrosa Rosé mit Aromen von Blüten, Apfel, Mandel und reifer Kirsche.


Riviera del Garda

Der Rosa dei Frati stammt vom Südufer des Gardasees, aus der DOC Riviera del Garda Classico. Die moränischen Böden aus Kalk, Ton, Schluff und Sand und das milde Seeklima prägen den Stil. Die Trauben werden bei später Reife rund um Sirmione und Desenzano gelesen.

Assemblage und Ausbau

Die Cuvée vereint Groppello, Marzemino, Sangiovese und Barbera. Nach kurzem Schalenkontakt zur Farbgewinnung vergärt der Wein kühl im Edelstahltank, ohne malolaktische Gärung. Anschließend reift er rund sechs Monate auf der Feinhefe und zwei Monate in der Flasche, was ihm Tiefe und cremige Textur gibt.

Im Glas

Zartes Lachsrosa. In der Nase Blüten wie Weißdorn, dazu grüner Apfel, Mandel und reife Kirsche. Am Gaumen saftig und vollmundig, frisch und salzig zugleich, mit vielschichtigem Charakter. Der Abgang macht Lust auf das nächste Glas.

Am Tisch

Gut gekühlt bei 8–10 °C servieren, als Apéritif oder zum Essen; jung zu genießen.

Klassische Begleitung: Vorspeisen, Salate, Fisch, helles Fleisch und Risotto.


Lage: Südufer Gardasee (Sirmione/Desenzano), Lombardei
Klassifikation: Riviera del Garda Classico DOC – Rosé
Ausbau: Edelstahl, kurze Maischestandzeit, 6 Monate Feinhefe, keine malolaktische Gärung

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Frankreich

François Bertheau Chambolle Musigny 2022

Rotwein · Chambolle-Musigny · Pinot Noir

Pinot Noir Chambolle-Musigny AOC Côte de Nuits Kreide-/Tonböden 2022

Der Chambolle-Musigny 2022 von François Bertheau ist ein reinsortiger Pinot Noir aus einer der elegantesten Gemeinden der Côte de Nuits. Bertheau zählt zu den klassischen Adressen von Chambolle; sein Dorfwein steht für Eleganz, feine rote Frucht und seidiges Tannin.


Chambolle-Musigny – Inbegriff von Eleganz und Finesse

Chambolle-Musigny im Herzen der Côte de Nuits ist seit 1936 als AOC ausgezeichnet. Auf rund 150 Hektar mit Kreide- und Tonböden entstehen Weine, die als Inbegriff von Eleganz und Finesse gelten. Die Gemeinde beherbergt 24 Premier Crus sowie die Grand Crus Bonnes-Mares und Musigny; der Ertrag der Rotweine ist auf 40 Hektoliter pro Hektar begrenzt.

Die Domaine François Bertheau zählt zu den klassischen, gesuchten Erzeugern von Chambolle-Musigny und prägt den duftig-feinen Stil der Gemeinde.

Jahrgang 2022 – Côte de Nuits

2022 war eines der wärmsten, trockensten und sonnenreichsten Jahre im Burgund. Ein milder Winter brachte einen frühen Austrieb, Aprilfröste richteten nur begrenzten Schaden an, und ein regenreicher Juni füllte vor dem trockenen Sommer die Wasserreserven.

Für die roten Burgunder steht 2022 für reife, konzentrierte Frucht bei überraschender Frische und Balance – ein starker Jahrgang, der den duftigen Stil von Chambolle schön trägt.

Assemblage und Ausbau

Reinsortiger Pinot Noir aus dem Jahrgang 2022.

Der Wein reift im Holzfass, im klassischen Stil des Guts – mit zurückhaltendem Holzeinsatz, ganz auf Finesse und Lagenausdruck ausgerichtet.

Im Glas

Feine rote Frucht nach Himbeere und Kirsche, ergänzt um florale Noten. Am Gaumen seidig und elegant, mit feinem Tannin, frischer Säure und einem duftigen, klaren Abgang.

Feine rote Frucht und florale Noten über seidigem Tannin – Chambolle-Musigny in seiner eleganten Form.

Schon jung zugänglich, über einige Jahre Flaschenreife gewinnend. Bei 15–16 °C servieren.

Am Tisch

Geflügel und Federwild, Kalb, Gerichte mit Pilzen, dazu mittelreifer Weichkäse. Ein eleganter Begleiter ohne Schwere.


Lage: Chambolle-Musigny (Côte de Nuits); Kreide-/Tonböden
Klassifikation: Chambolle-Musigny AOC
Ausbau: Pinot Noir; Holzfassausbau, zurückhaltender Holzeinsatz

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