O Ribeiro, der Star, der im Dunkeln lebt.

O Ribeiro, der Star, der im Dunkeln lebt.

Von Zwergpflanzen und Topfrebstöcken einmal abgesehen gibt es in Galicien fünf klassifizierte Weinbauregionen. Wenn überhaupt, dann kennt man Rías Baixas, was aber eigentlich keine in sich geschlossene Weinbauregion ist, sondern eine geschlossene Anstalt, in die man diverse Gebiete gepfercht hat, die nichts miteinander zu tun haben. Darüber reden wir ein andermal.

Das Thema dieses Textes ist ein anderes, wir reden über O Ribeiro. ¿Hep? Oh jah, Ribeiro ist eine der wirklich klassischen Weinbauregionen Spaniens und, noch vor Tierra de Medina, worüber wir auch mal reden sollten, die älteste Weinbauregion Spaniens, die so etwas wie ein Regelwerk kannte. Wir sprechen, die Quellen sind sich da nicht wirklich einig, über das sechzehnte Jahrhundert. Damals allerdings war die Region nur als das Tal de Avia samt Ribadavia bekannt. Letzteres ist der Ort, in dem der Avia in den Miño mündet, ein pittoresker Marktflecken mit einer glänzenden Vergangenheit, die einer bröckelnden und verfallenden Gegenwart Platz hat machen müssen.

Der Weinbau am Miño ist jedoch weit älter; Phönizier haben Reben gebracht, den Miño aufwärts, Staudämme gab es damals noch nicht. Römer, insbesondere aber Kleriker jedweder Art haben den Weinbau vorangetrieben, auch die Juden (Ribadavia war einst eines der größten jüdischen Zentren der Iberischen Halbinsel) sprachen ein gewichtiges Wort mit. Und dann kam die Blütezeit der Region, an die heute gerne erinnert wird.

Vor vierhundert oder fünfhundert Jahren, so sicher ist das alles nicht, war die Region bekannt und, jawohl, auch berühmt für einen Weintyp, der sich Tostado nennt. Nebenbei bemerkt: gelegentlich liest man auch von Tostón; das kann zwar auch gut schmecken, es handelt sich hierbei indes um Spanferkel! Tostado ist nichts anderes als ein Vin Santo, die Trauben werden nach der Ernte getrocknet. Das London der frühen Neuzeit war verrückt nach dem Zeug, die Spanier tranken nur wenig davon; daher ist es nicht wirklich verwunderlich, dass es heute noch gerade einmal drei Erzeuger gibt, die einen Tostado keltern. Der bekannteste (hier gibt es auch den besten Tostado der Region) ist Manuel Formigo aus Beade, der vor wenigen Jahrzehnten die Bodega seines Vaters übernommen hat. Achtzig Prozent der Produktion dieses Weines gehe in den Export, in Spanien gilt dieser Wein (excellente Qualität) als hausbacken, Wein vergangener Generationen und so weiter. Die Cooperative Viña Costeira und ein Handelsabfüller sind die anderen beiden amtlich bekannten Bodegas, die sich mit dem Produkt herumschlagen. Es gibt noch ein paar mehr, die mehr oder weniger für den Hausgebrauch Tostado bereiten, oder so…

Über Jahrzehnte, wenn nicht noch länger, musste sich Ribeiro mit einem hausgemachten Problem herumärgern: nach der Reblaus, die hier kräftig wütete, pflanzten die Weinbauern vor allem Palomino und Alicante Bouschet, beides Rebsorten, die wenig Arbeit einfordern, gegen Rebkrankheiten weitgehend immun sind und dann auch noch richtig viele Kilos liefern. Und so kam es, dass der Consejo Regulador die Obergrenze der Produktion auf dreißigtausend Kilo pro Hektar festlegte, Winzer von der Obermosel bekommen feuchte Augen, Arme und Beine, sobald sie diese Zahlen lesen. Noch vor zehn Jahren entfielen fünf Siebtel der Weißweinproduktion und sechs Siebtel der Rotweinproduktion auf Palomino und Alicante Bouschet, hier Garnacha Tintorera genannt, weil das etwas harmloser klingt.

Fast siebzig Jahre dauerte es, ehe sich zwei Weinbauern ein Herz fassten, und begannen, die Dinge umzukrempeln. Arsenio Paz, Rechtsanwalt und Inhaber der Bodega Vilermo, sowie Caco Carreiro, Unternehmer und Inhaber der Bodega Coto de Gomariz, begannen Ende der siebziger Jahre des letzten Jahrhunderts, die Wurzeln des guten Ribeiro wieder auszugraben und zu pflegen. Auch wenn insbesondere die Großbodegas der Region noch ein paar Jahrzehnte brauchten, um den Zug der Zeit zu begreifen, die Dinge waren gegeben: Loureiro und Lado, Godello und Caiño, vor allem aber Albariño und Treixadura, das waren die neuen alten Stars der Szene.

Es war weniger der wirtschaftliche Erfolg dieser beiden Weingüter, sondern vielmehr der psychologische Effekt des Neuen, der den Bann brach. Niemand hat in den letzten dreißig Jahren Palomino oder Alicante Bouschet gepflanzt, die traditionellen Sorten haben sich, poco a poco, wieder Raum verschafft.

Gleichzeitig wuchs Ribeiro. Insbesondere im Süden, in einer Enklave, die durch drei Flüsse definiert ist: Miño, Avia, Arnoia. Letzteres ist auch der Name des Dorfes in den heute die besten Weingüter der Region ihren Sitz haben. Allen voran Luis Ánxo, gerne auch mal der Pfau oder der knorrige Galicier genannt. Ein Sturkopf, wie es ihn eigentlich nur in Galicien geben kann. Aber auch lernfähig, wenn man die Dinge geschickt anstellt und drei Zentner Geduld mitbringt. Er, ganz alleine, hat Ribeiro wieder in der Welt bekannt gemacht, nicht etwa Emilio Rojo, ein Marketingprodukt eines spanischen Weinkritikers. Seine Escolmas, rot wie weiß, sind heute ein Aushängeschild für galicische, wenn nicht spanische Weinbaukunst. Aber auch José Meréns, Paco Estevez oder Javier Montsalve gehören zu den guten. Arnoia ist aufgrund seiner Lage (Sand, nahe am Miño, knochentrocken) ein privilegierter Ort. Dass das Keltern von Wein hier kompliziert ist, verdeutlicht eine Ziffer: Jose Meréns beackert vier Hektar Rebland, aufgeteilt in einhundert und dreiundzwanzig Miniparzellen!!! Das einzige Problem: eben aufgrund dieser Lage hat, wenn man die Dinge nun einmal genau nimmt (Bären machen das), Arnoia mit Ribeiro in etwa so viel zu tun wie Grünkohl mit Gourmetküche.

Das zweite Gebiet, was nicht wirklich zu O Ribeiro gehört, befindet sich an den beiden Ufern des Stausees, der hier vor etwa sechzig Jahren errichtet wurde. Heute sind die beiden Orte Toén und Castrelo de Miño für knapp ein Drittel der Traubenproduktion zuständig. Auch wenn es dort viele kleine Bodegas gibt, die Qualität der Weine ist eher bescheiden. Dem Nordufer wurde durch den Stausee fast das gesamte beackerbare Land genommen, an den steilen Hängen im Norden wachsen keine Weinstöcke.

Das klassische Ribeiro findet man noch immer an den Ufern des Avia, von Ribadavia hoch bis nach Gomariz. Das ist keine große Distanz, ein alter Ford Focus schafft das in zehn Minuten; gleichwohl gibt es diverse Unterschiede. Kaum unterschiedlich ist das Klima, aber genau das ist eines der Probleme, mit denen sich Ribeiro herumschlagen muss. Nach dem Tal des Guadalquivir (Córdoba, Sevilla) ist das Tal des Avia, zumindest der Unterlauf, dort, wo die Reben stehen, das heißeste Tal in Spanien. Das nicht so sonderlich weit entfernte Ourense gehört zu den Top Ten Städten in Sachen Sonnenstunden pro Jahr, der Strand ist stets gut bevölkert.

Daran denken Konsumenten oftmals nicht, wenn sie eine Flasche weißen Ribeiro kaufen; in der Regel wird ein frischer, fruchtiger, nicht allzu körperbetonter Weißwein erwartet. Das, was dann ins Glas strömt, hat damit nichts zu tun. Ribeiro ist eben nicht die Fortsetzung von Rías Baixas ins Innere, das sind zwei völlig verschiedene Welten! Die Struktur der Weine erinnert eher an das südliche Rhône-Tal oder an das Languedoc als an Loire, Wachau oder Nahe. Das hat natürlich auch mit den Rebsorten zu tun. Albariño wird, so er kein Meer sieht, dick und träge, Godello ist so fruchtbetont dann nun auch wieder nicht und Loureiro, die einzige weiße Sorte, die etwas frisches Grün in die Gegend bringt, wird kaum angebaut, weil die Trauben in nicht ganz so heißen Jahren nicht ausreifen. Ribeiro weiß, das ist zu achtzig Prozent Treixadura, eine intensive, leicht ölige Rebsorte. Sortenreine Treixaduras sind oftmals betont langweilig, daher sind Cuvées aus vier oder fünf Rebsorten die Regel.

Ribeiro ist die einzige Weinbauregion Spaniens, in der es eine Klassifizierung der Weingüter gibt, ähnlich wie in Deutschland, in Frankreich, in der Schweiz, in Österreich oder in Italien. Es gibt die Colleiteiros, die keine Trauben zukaufen und maximal sechzig tausend Liter Wein keltern dürfen. Auch wenn das gerne etwas gedehnt wird, im Rahmen des Galicischen werden die Vorgaben schon ganz gut eingehalten. Auf der anderen Seite gibt es die Adegas, die im Prinzip keinerlei Beschränkung unterliegen. Man kann kaufen was und wo man will und man kann keltern bis die Kelterpresse jault. Manche Adegas, Coto de Gomariz bis vor vier oder fünf Jahren, oder aber Viña Mein (noch immer) kaufen nicht zu, die anderen Adegas schon. Insgesamt gibt es davon aber gerade einmal derer acht, alle anderen findet man in Ribadavia oder im Osten von Ribeiro. Haaalt: kurz vor Redaktionsschluss schneit die Meldung herein, dass Dominio do Bibei, Vorzeigeweingut aus Bibei-O Bolo, in San Clodio beginnt, Wein zu keltern. Das könnte Leben in die Bude bringen, ist es doch die erste wirklich angesagte Bodega von außerhalb, die in Ribeiro an den Start geht.

Das klassisch Ribeiro ist nach wie vor eine Region der kleinen und kleinsten Winzerbetriebe, Weinbauern, die, gelegentlich im Nebenerwerb, das keltern, was in ihren Rebgärten eingesammelt wurde. Das Limit der sechzig tausend Liter erreichen nur wenige, dreißig tausend Liter sind schon eine große Menge. In de Regel gibt es dann zwei Weißweine und einen Rotwein, oder aber drei Weißweine und keinen Rotwein. Achtunddreißig Winzerweingüter gibt es aktuell, wobei manche eher aus steuertechnischen denn aus weintechnischen Gründen existieren, ständig kommen neue hinzu, gleichzeitig verschwinden manche nach nur wenigen Jahren wieder von der Bildfläche. Oftmals handelt es sich um ehemalige Mitglieder einer Genossenschaft, die auf eigene Faust loslegen, dann aber schmerzhaft lernen, dass Weinbauer und Winzer zwei Paar Stiefel sind. Außerdem muss Wein auch verkauft werden.

Welches sind die besten? Gute Frage, in vielen Betrieben ist die Qualität stark schwankend. Die mit Abstand zuverlässigsten sind Finca Teira (Manuel Formigo) und Adega Sameirás ( Antonio Cajide), in Sachen Rotwein nicht zu unterschätzen. Lombre (Jorge Pérez) ist zwar sehr gut, gleichwohl sind ihm gerade die Weinberge „abhanden gekommen“. Son de Arrieiro könnte ein neuer Stern am Avia-Himmel sein. Allerdings gibt es bislang gerade einmal einen Jahrgang, das ist schon etwas knapp, um ein Urteil abzugeben. Cuñas d’Avia ist natürlich ein Kandidat, das sind halt fette Weine.

Sea lo que sea – nach ein paar eher müden Jahren scheint sich die Karawane nun endgültig in Bewegung zu setzen. In der Spitze (Viña de Martín-Escolma) ist Ribeiro ohnehin schon an der Spitze von Galicien angelangt, Rías Baixas spielt nicht in der Liga. Das klassische Avia-Tal könnte ein Quell von guten bis sehr guten Weinen sein, von denen man auch mal eine ganze Schachtel kaufen kann. Text: El oso alemán

Blog per E-Mail abonnieren

Keine Beiträge mehr verpassen.

Entdecke unsere Weine

Mehr erfahren ...
Produkt Bild

Länder/Regionen

Valerio Zenato Le Morette Lugana Mandolara

Wein · Weißwein · Lugana DOC · Italien

Le Morette Lugana Mandolara ist ein eleganter Weißwein vom südlichen Gardasee. Reinsortig aus Trebbiano di Lugana (Turbiana) der Einzellage Vigneto Mandolara – strahlend strohgelb, mineralisch, mit sehr gut eingebundener Säure und der typischen Mandelnote.


Lugana am Gardasee

Die Azienda Agricola Valerio Zenato – Le Morette – zählt zu den historischen Erzeugern der Lugana DOC und liegt in San Benedetto di Lugana am südlichen Gardasee. Der Wein stammt aus der Einzellage Vigneto Mandolara; die kalkhaltig-mergeligen Tonböden glazialen Ursprungs und das milde Seeklima prägen seinen Charakter.

Rebsorte und Ausbau

Reinsortig aus Trebbiano di Lugana (Turbiana). Nach sanfter Pressung vergärt der Wein temperaturkontrolliert im Edelstahl und reift anschließend einige Zeit auf der Flasche. Ein klarer, frischer Stil, der Frucht und mineralische Herkunft betont. Trocken.

Im Glas

Strahlendes Strohgelb mit grünlichen Reflexen. In der Nase grüner Apfel und ein Strauß Frühlingsblumen, dazu feine Frucht. Am Gaumen klar und saftig, mit mineralischem Touch und sehr gut eingebundener Säure; im Abgang die für Lugana typische Mandelnote.

Am Tisch

Gut gekühlt bei rund 10 °C servieren. Ein vielseitiger Begleiter – solo als Aperitif ebenso wie zu leichten Speisen.

Passt zu: Fisch, Meeresfrüchten, hellem Fleisch, Antipasti und Pasta mit Gemüse.


Lage: Vigneto Mandolara, San Benedetto di Lugana, Gardasee (Italien)
Klassifikation: Lugana DOC – 100 % Trebbiano di Lugana (Turbiana)
Ausbau: temperaturkontrollierte Gärung im Edelstahl, Flaschenreife

Mehr erfahren ...

Mehr erfahren ...
Produkt Bild

Weine

Château Fouquet Saumur rouge 2018 BIO

Rotwein · Cabernet Franc · Bio · Loire

Domaine Filliatreau Château Fouquet Saumur rouge BIO ist ein eleganter Rotwein aus biologischem Anbau aus der Appellation Saumur an der Loire. Die Reben gedeihen in Brézé auf schönen Terroir-Lagen. Das Ergebnis ist ein frischer, seidiger Cabernet Franc mit feinen Gerbstoffen und viel Frucht. Gegrillte grüne Paprika, Cassis, Veilchen und süßliche Himbeere prägen das Bild.


Saumur – Brézé

Die Reben für diesen Saumur stehen in Brézé, einer für ihr Terroir geschätzten Lage an der Loire. Die kalkhaltigen Böden (Tuffeau) verleihen dem Cabernet Franc Frische, Eleganz und Finesse. Der Wein stammt aus biologischem Anbau (bio-zertifiziert, Öko-Kontrollstelle FR-BIO-01).

Rebsorte und Ausbau

Reinsortiger Cabernet Franc. Der Ausbau bewahrt die seidige Textur, die feinen Gerbstoffe und die fruchtbetonte Aromatik. Mit Luftkontakt glätten sich die reifen Tannine.

Im Glas

Helles Rubinrot. In der Nase gegrillte grüne Paprika, etwas Cassis, Veilchenpastillen und süßliche Himbeeren. Am Gaumen frisch, elegant und seidig, mit feinen Gerbstoffen und viel Frucht. Die reifen Tannine stützen einen eleganten Nachhall.

Am Tisch

Bei 15–17 °C servieren; mit etwas Luft gewinnt der Wein an Geschmeidigkeit.

Klassische Begleitung: Geflügel, Kalb, Schmorgerichte, Pilze und mittelkräftiger Käse.


Lage: Saumur – Brézé, Loire (Frankreich)
Klassifikation: AOC Saumur rouge
Ausbau: reinsortig Cabernet Franc

Mehr erfahren ...

Mehr erfahren ...
Produkt Bild

Feinkost

Dolci Pensierie di Calabria Vollmilchschokolade mit Bergamotte

Feinkost · Schokolade · Bergamotte · Kalabrien · Italien

Dolci Pensieri di Calabria Vollmilchschokolade mit Bergamotte ist eine handgeschöpfte Vollmilchschokolade mit 32 % Kakaoanteil und echter Bourbonvanille, verfeinert mit dem feinen Aroma der kalabrischen Bergamotte. Ihre typisch säuerlich-bittere Note – bekannt aus dem Earl Grey Tee – verleiht ihr elegante Fruchtigkeit und ausgewogene Frische.


Kalabrien

Die Bergamotte ist die Zitrusspezialität Kalabriens im Süden Italiens, wo sie an der Ionischen Küste in besonderer Qualität gedeiht. In der kleinen Manufaktur Dolci Pensieri di Calabria entstehen täglich nur rund 500 dieser besonderen Tafeln.

Herstellung

Die Schokolade besteht aus Vollmilchschokolade mit 32 % Kakaoanteil, verfeinert mit echter Bourbonvanille und kalabrischer Bergamotte. Jede Tafel wird sorgfältig von Hand geschöpft und in Form gegossen – ein kleines Meisterwerk italienischer Schokoladenkunst.

Geschmack

Cremige Vollmilchschokolade mit dem feinen, säuerlich-bitteren Aroma der Bergamotte, das an Earl Grey erinnert. Elegant fruchtig, mit einer ausgewogenen Frische und der sanften Süße der Bourbonvanille.

Am Tisch

Pur als feines Dessert oder zum Kaffee genießen.

Klassische Begleitung: Espresso, Tee, Dessertweine und als feines Geschenk.


Hersteller: Dolci Pensieri di Calabria
Produkt: Vollmilchschokolade mit Bergamotte
Art: Vollmilchschokolade, 32 % Kakao
Herkunft: Kalabrien (Italien)
Verarbeitung: handgeschöpft, mit Bourbonvanille und Bergamotte
Mindesthaltbarkeit (MHD): 31.12.2027

Mehr erfahren ...

Mehr erfahren ...
Produkt Bild

Weine

Sylvain Bzikot Bourgogne blanc 2024

Weißwein · Bourgogne · Chardonnay

Chardonnay Bourgogne AOC Lagen um Puligny & Meursault 2024 50% Stahl · 50% Barrique (gebraucht)

Der Bourgogne Blanc 2024 von Sylvain Bzikot ist ein ausdrucksstarker burgundischer Chardonnay. Die Trauben stammen aus mehreren selektiven Lesegängen in renommierten Lagen rund um Puligny-Montrachet und Meursault. Am Gaumen cremig, mineralisch klar und frisch – mit einer Preis-Leistung, die im Burgund selten ist.


Chardonnay aus dem Herzen der Côte de Beaune

Bourgogne ist die regionale Appellation des Burgunds. Dieser Wein bezieht seine Frucht aus Lagen rund um Puligny-Montrachet und Meursault – das Herz der großen weißen Côte de Beaune. Die Domaine Bzikot Père & Fils hat ihren Sitz in Puligny-Montrachet.

Aus dieser Herkunft entsteht ein regionaler Bourgogne, der von der Handschrift einer Weißwein-Spitzenadresse profitiert und über sein Etikett hinausweist.

Jahrgang 2024 – Burgund (Côte de Beaune)

2024 war im Burgund ein Jahr der Geduld: ein milder, sehr niederschlagsreicher Winter, ein früher Austrieb, dann ein feucht-kühles Frühjahr mit Frostnächten, regionalem Hagel und hohem Krankheitsdruck. Die Blüte verlief uneinheitlich, der Sommer brachte stabilere, trockenere Tage; spät kehrte noch einmal Regen zurück, bevor sich zur Lese eine freundlichere Phase einstellte.

Die Ernte begann spät, mit sorgfältiger Selektion; die Mengen waren teils um bis zu 60 % reduziert. Bei gemäßigten Mostgewichten entstanden balancierte, leichtere Weine. Die Weißweine 2024 zeigen sich klar, fein strukturiert und von pikanter Frische mit kühler Eleganz.

Assemblage und Ausbau

Reinsortiger Chardonnay aus dem Jahrgang 2024, aus mehreren selektiven Lesegängen.

Der Ausbau erfolgt zu gleichen Teilen im Edelstahltank und in mehrjährigen 225-Liter-Barriques aus französischer Eiche. Der gebrauchte Holzanteil gibt Textur, ohne die Frucht zu überdecken.

Im Glas

In der Nase feine, vielschichtige Aromen von Zitrusfrüchten, gerösteten Nüssen und Steinobst, dazu ein Hauch frisch gebackenes Sauerteigbrot und zarte Vanille. Am Gaumen cremig, mineralisch klar und frisch, mit einem tiefen, weichen und zugleich frischen Finish.

Zitrus, geröstete Nüsse und ein Hauch Sauerteigbrot über einem cremig-mineralischen Gaumen – ein Burgunder mit Aha-Effekt.

Jung schon zugänglich, über einige Jahre gut lagerfähig. Bei 11–12 °C servieren.

Am Tisch

Fisch und Meeresfrüchte, Geflügel in heller Sauce, Kalb, milder Weichkäse – oder solo als Aperitif. Ein vielseitiger weißer Allrounder.


Lage: Lagen rund um Puligny-Montrachet und Meursault (Côte de Beaune)
Klassifikation: Bourgogne AOC
Ausbau: Chardonnay; zu gleichen Teilen Edelstahl und mehrjährige Barriques (225 l)

Mehr erfahren ...

Mehr erfahren ...
Produkt Bild

Rebsorten

Pichler-Krutzler Riesling Loibenberg 2021

Weißwein · Wachau · Riesling

Riesling Wachau Ried Loibenberg Steinterrassen trocken 2021 13,50 % vol

Der Pichler-Krutzler Riesling Loibenberg 2021 stammt von einer der ganz großen Wachauer Toplagen – gewachsen auf nach Süden ausgerichteten Naturstein-Terrassen hoch über der Donau. Ausladende Steinobstfrucht, saftig und mineralisch-streng zugleich, zupackend und berührend: ein zeitloser Klassiker.


Ried Loibenberg – Klassiker der Wachau

Der Loibenberg ist einer der ganz großen und berühmten Klassiker unter den Wachauer Toplagen – und das mit Recht. Seine nach Süden ausgerichteten Naturstein-Terrassen liegen hoch über der Donau; die Reben für diesen Wein verteilen sich auf vier Parzellen, die alle in exponierten, steinigen Bereichen der Lage liegen.

Die kargen Urgesteinsböden und die warme, sonnenexponierte Steillage geben dem Riesling seine unverwechselbare Kombination aus reifer Frucht und mineralischer Strenge. Hier zeigt sich, wie großer Riesling schmecken kann.

Jahrgang 2021 – Wachau

2021 gilt in der Wachau als herausragender, klassisch-kühler Jahrgang. Ein langer, gemäßigter Reifeverlauf brachte Rieslinge von großer Präzision, animierender Säure und klarer Mineralität – ideale Voraussetzungen für einen Lagen-Riesling, der reife Steinobstfrucht mit Spannung und Tiefe verbindet.

Ausbau

Reinsortiger Riesling aus dem Jahrgang 2021, trocken, 13,50 % vol.

Trauben von vier Parzellen in den exponierten, steinigen Bereichen des Loibenbergs, schonend vinifiziert und auf der Feinhefe ausgebaut, um die Frucht und die mineralische Strenge der Lage unverfälscht in den Wein zu tragen.

Im Glas

Ausladende Steinobstfrucht – reifer Pfirsich und Aprikose –, saftig und mineralisch-streng zugleich. Ein Wein, der zupackend und berührend ist, getragen von einer klaren, kühlen Mineralität und feiner Säurespannung.

So kann großer Riesling schmecken – zupackend, berührend, ein zeitloser Klassiker.

Schon jetzt mit viel Trinkfreude, mit deutlichem Reifepotenzial über viele Jahre. Bei 10–12 °C servieren.

Am Tisch

Zu gebratenem Fisch und Meeresfrüchten, zu Geflügel und Kalb in heller Sauce, zu Spargel sowie zu mild-würziger asiatischer Küche.


Lage: Wachau, Ried Loibenberg (Österreich); nach Süden ausgerichtete Naturstein-Terrassen über der Donau, vier Parzellen in exponierten, steinigen Bereichen
Klassifikation: Qualitätswein Wachau, Riesling (trocken)
Ausbau: Riesling; schonende Vinifikation, Ausbau auf der Feinhefe

Mehr erfahren ...

Mehr erfahren ...
Produkt Bild

Weine

Aurore Casanova Union Grand Cru

Champagner · Grand Cru · Assemblage

Chardonnay & Pinot Noir (~50/50) Grand Cru: Le Mesnil & Puisieulx Extra Brut Spontangärung, Fassausbau Reserve Perpétuelle (seit 2016) ca. 13 % vol. 2.335 Flaschen ohne Schönung & Filtration

Der Aurore Casanova Union Grand Cru ist die Ursprungs-Cuvée des Weinguts – eine Vereinigung zweier Menschen (Aurore und Jean-Baptiste), zweier Grand-Cru-Terroirs (Le Mesnil-sur-Oger und Puisieulx) und zweier Rebsorten (Chardonnay und Pinot Noir). Der Chardonnay aus Le Mesnil bringt kreidige Spannung und Säure, der Pinot Noir aus Puisieulx Körper und Fruchttiefe. Naturnah und spontan vinifiziert, ohne Schönung und Filtration, als Extra Brut abgefüllt – in nur 2.335 Flaschen.


Le Mesnil-sur-Oger & Puisieulx

Union verbindet zwei Grand-Cru-Lagen: den Chardonnay aus „Rose et Jutées" in Le Mesnil-sur-Oger an der Côte des Blancs – Kreideböden in Südlage, Reben von 1981 und 1991 – und den Pinot Noir aus „Les Petites Vignes" in Puisieulx an der Montagne de Reims, alte Selektion von 1968 in Ostlage auf Lehm über hartem Kalkstein. Beide Parzellen werden biologisch und nach biodynamischen Grundsätzen bewirtschaftet.

Assemblage und Ausbau

Die Cuvée vereint Chardonnay und Pinot Noir aus zwei Grands Crus (etwa zu gleichen Teilen). Nach traditioneller Pressung vergären die Grundweine spontan und reifen lange auf der Hefe im Fass – teils in gebrauchten Fässern befreundeter Häuser wie Egly-Ouriet und Selosse –, ohne Abstich und ohne Schönung oder Filtration. Eine 2016 angelegte perpetuelle Pinot-Noir-Reserve fließt in die Assemblage ein und liefert zugleich die Dosage. Die finale Assemblage erfolgt im Juli/August; abgefüllt wird als Extra Brut.

Im Glas

Leuchtendes Gold mit feiner Perlage. In der Nase kreidige Spannung mit kandierten Zitruszesten, Ingwerschale und zerstoßener Austernschale, dazu helle Frucht und etwas süße Würze. Am Gaumen führt zunächst die stählerne Eleganz des Mesnil-Chardonnay, bevor der Pinot mit Schmelz, Druck, Salzkaramell und dunkler Kirsche übernimmt. Der Nachhall ist lang, würzig und salzig-mineralisch.

Am Tisch

Bei 8–10 °C servieren. Klassische Begleitung: Austern und Meeresfrüchte, gegrillter Fisch, helles Geflügel, Kalb sowie gereifte Käse. Ein gastronomischer Grand-Cru-Champagner, der auch als festlicher Aperitif überzeugt.


Produzent: Aurore Casanova
Rebsorten: Chardonnay & Pinot Noir (ca. 50/50)
Lage: Le Mesnil-sur-Oger & Puisieulx (Grand Cru)
Klassifikation: Champagne Grand Cru, Assemblage
Dosage: Extra Brut (aus perpetueller Reserve)
Alkohol: ca. 13 % vol.
Ausbau: Spontangärung, Ausbau auf der Hefe im Fass, ohne Schönung/Filtration
Auflage: 2.335 Flaschen

Mehr erfahren ...

Mehr erfahren ...
Produkt Bild

Schaumweine

Pertois- Lebrun Champagne L´ambitieuse Grand Assemblage Grand Cru

Champagner · Côte des Blancs · Chardonnay · Grand Cru · Extra Brut

Pertois-Lebrun L'Ambitieuse Grand Assemblage Grand Cru vereint die Frische des Jahrgangs mit der Tiefe einer über Jahre gepflegten „perpétuelle réserve". Der Blanc de Blancs besteht aus 100 % Chardonnay aus den Grand-Cru-Lagen Chouilly, Le Mesnil-sur-Oger, Oiry und Cramant. Im Glas großzügig, klar und kreidig.


Côte des Blancs

Die Trauben stammen aus den Grand-Cru-Lagen Chouilly, Le Mesnil-sur-Oger, Oiry und Cramant in der Côte des Blancs. Die kreidegeprägten Böden verleihen dem Wein seine kalkige Mineralität und Spannung. Die Reben werden naturnah mit organischen Düngern, mechanischer Bodenbearbeitung und biodynamischen Prinzipien gepflegt.

Assemblage und Ausbau

Der Champagner besteht zu 100 % aus Chardonnay, assembliert aus 50 % des aktuellen Jahrgangs und 50 % perpétuelle réserve (mehrere ältere Jahrgänge). Verwendet wird ausschließlich die erste Pressung. Nach Gärung bei 17 °C und malolaktischer Gärung reift er zehn Monate auf der Feinhefe, teils im Edelstahltank, teils im Eichenfass, ohne Schönung und Filtration. Nach vier Jahren Hefelager mit 2 g/l als Extra Brut abgefüllt.

Im Glas

Helles Gold mit sanfter, cremiger Perlage. In der Nase zunächst feine Zitrus- und Kreidenoten, die sich mit Luft zu Gebäck, Mandeln, frischer Butter und gerösteten Nüssen entwickeln. Am Gaumen großzügig und klar, mit präziser Spannung zwischen zitrischer Frische und kalkiger Mineralität. Der Abgang ist lang, harmonisch und von einer zarten salzigen Note geprägt.

Am Tisch

Gut gekühlt bei 8–10 °C servieren, als Apéritif oder als Speisenbegleiter.

Klassische Begleitung: Austern, Meeresfrüchte, Fisch und feine Vorspeisen.


Lage: Chouilly, Le Mesnil-sur-Oger, Oiry, Cramant (Grand Cru), Côte des Blancs
Klassifikation: Champagne AOC – Grand Cru, Extra Brut, Blanc de Blancs
Ausbau: Erstpressung, 50 % Jahrgang / 50 % Perpetual Reserve, teils Edelstahl / teils Eichenfass, 4 Jahre Hefelager, 2 g/l

Mehr erfahren ...

Mehr erfahren ...
Produkt Bild

Italien

Montevertine Pian del Ciampolo 2020

Rotwein · Toscana IGT · Sangiovese

Sangiovese mit Canaiolo & Colorino Toscana IGT Pian del Ciampolo Radda in Chianti Montevertine 12 Monate slawonische Eiche 2020

Der Montevertine Pian del Ciampolo 2020 ist der zugängliche, samtige Einstiegswein der Kult-Adresse aus Radda – aus 90 % Sangiovese mit Canaiolo und Colorino. Vollmundig, saftig und sehr fein, mit Veilchen und reifer Sauerkirsche. Ein „kleiner Montevertine" von großer Trinkfreude.


Pian del Ciampolo – der zugängliche Montevertine

Montevertine liegt rund 3 km südlich von Radda in Chianti, auf einem 425 Meter hohen Hügel mit steinigen Kalk-Mergel-Böden (Galestro/Alberese). Sergio Manetti verließ 1981 das Chianti-Classico-Konsortium, weil er keinen Trebbiano in den Verschnitt geben wollte; seither etikettiert das Gut konsequent als Toscana IGT. Heute führt Martino Manetti das Weingut im traditionellen Stil weiter.

Der Pian del Ciampolo ist der Einstiegswein des Guts – die jünger trinkbare, charmante Visitenkarte des Montevertine-Stils. Die Trauben stammen aus den Lagen des Hauses; in der Machart folgt der Wein konsequent denselben Prinzipien wie die großen Crus.

Jahrgang 2020 – Toscana

2020 brachte in der Toskana einen ausgewogenen, eher klassisch gefärbten Sangiovese-Jahrgang mit reifer Frucht und feiner Frische. Im Pian del Ciampolo ergibt das einen saftigen, samtigen Wein mit viel Trinkfluss und feiner Balance.

Assemblage und Ausbau

90 % Sangiovese mit kleinen Anteilen Canaiolo und Colorino, aus dem Jahrgang 2020, Toscana IGT, trocken.

Spontane Gärung im Betontank (rund 25 Tage), danach Ausbau über 12 Monate in Fässern aus slawonischer Eiche, anschließend Reife in Beton und Flasche. Abfüllung traditionell, unfiltriert.

Im Glas

Die Farbe begeistert durch ihr rubinrotes Kleid. Im Duft volle, dunkle Fruchtaromen; im Geschmack Veilchen und reife Sauerkirschen. Am Gaumen vollmundig, saftig, aber sehr fein. Als guter Essensbegleiter gewinnt der Wein noch an Struktur und Glanz.

Vollmundig, saftig, aber sehr fein – mit Veilchen und reifer Sauerkirsche.

Schon jung mit viel Trinkfreude; spielt am Tisch seine ganze Saftigkeit aus. Bei 16–18 °C servieren.

Am Tisch

Zu Salumi und Antipasti, zu Pasta mit Fleischsugo, zu gegrilltem Fleisch und Geflügel sowie zu mittelreifem Pecorino.


Lage: Toscana IGT, Radda in Chianti (Toskana, Italien); hochgelegene Kalk-Mergel-Böden (Galestro/Alberese); Trauben aus den Lagen des Guts
Klassifikation: Toscana IGT, Sangiovese mit Canaiolo und Colorino (trocken)
Ausbau: Gärung im Betontank, 12 Monate in slawonischer Eiche, Reife in Beton und Flasche, unfiltriert

Mehr erfahren ...