Alecrim – Estremoz – Portugal

Alecrim – Estremoz – Portugal

Das Restaurant Alecrim liegt inmitten des Weinanbaugebietes Alentejo in dem Städtchen Estremoz, wo über 10.000 Menschen friedlich mit ein paar Schafen, Pferden, Eseln und Winzern wohnen. Eine alte Burg, ein ehemaliger Königspalast, ein Museum und wie man heute sagen würde, jede Menge gechillte Menschen, die nichts aus der Ruhe bringt. Hier im seit zwei Jahren bestehenden Restaurant Alecrim, was “Rosmarin” bedeutet, ist die Zeit allerdings nicht, wie im restlichen Ort, stehen geblieben. Ein für portugiesische Verhältnisse modernes Gastronomiekonzept wurde hier erfolgreich umgesetzt. Der Star ist hier das Eicheln fressende „schwarze“ Schwein. Dieses wird vorweg als Schinken oder aber auch als gebratene Hauptspeise angeboten. Guter Käse aus der Region, ein wenig Fisch, Salat und Gemüse runden das Gesamtkonzept ab. Die Portionen sind riesig, die Darreichung äußerst nett. Das Alecrim ist einen kleinen Umweg wert und immer für eine Pause oder Rast zu empfehlen.

 

 

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97

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Länder/Regionen

Noon Eclipse 2019

Rotwein · McLaren Vale · Grenache-Cuvée

88 % Grenache · 7 % Shiraz · 5 % Graciano McLaren Vale Eclipse alte Buschreben (1934/1943) Drew Noon MW 18 Monate Holz 2019

Der Noon Eclipse 2019 ist ein kultiger, old-school gemachter Grenache-Blend von uralten Buschreben aus McLaren Vale – durch die kleine Ernte besonders konzentriert, mit beeindruckender Frische und fester Tanninstruktur. Ein Wein für die lange Reife.


Noon – Kult aus McLaren Vale

Noon ist ein winziges Kult-Weingut in McLaren Vale, das Drew Noon – einer der wenigen Masters of Wine Australiens – 1996 von seinen Eltern übernahm. Sein Ansatz ist konsequent old school: Trockenanbau, Handlese, Gärung in offenen Bottichen mit manueller Stampfung, Korbpresse und minimaler Eingriff im Keller. Zu jeder Ernte gibt Drew klar an, was „Mother Nature" ihm beschert hat.

Der Eclipse ist die Grenache-dominierte Cuvée des Guts, im Geist der großen Châteauneuf-du-Pape gemacht. Die Trauben stammen von uralten, wurzelechten Grenache-Buschreben, die bereits 1934 und 1943 gepflanzt wurden, ergänzt um etwas Shiraz und Graciano – alles estate-grown aus den drei „Home"-Weinbergen rund um das Gut in McLaren Vale.

Jahrgang 2019 – McLaren Vale

Das warme, trockene Wachstumsjahr 2019 ergab eine kleine Ernte – nur etwa die Hälfte von 2018 – und damit einen besonders konzentrierten Eclipse. Frische und feste Tanninstruktur sind in diesem Jahr besonders beeindruckend und erinnern an den von Drew hochgeschätzten 2018er, bei vielleicht noch höherer Fruchtkonzentration.

Drew Noor selbst sagt zum Jahrgang: „Grenache von unseren alten Reben, bei voller Reife gelesen, ergibt einen exotischen und besonderen Wein – und dies ist ein gutes Beispiel dafür. Der 2019er ähnelt sehr dem 2018er, den ich zu unseren besten zähle, daher bin ich sehr zufrieden mit ihm." (Verkostungsnotiz: Drew Noon.)

Assemblage und Ausbau

Cuvée aus 88 % Grenache, 7 % Shiraz und 5 % Graciano, Jahrgang 2019, trocken.

Handlese, Gärung in kleinen offenen Bottichen mit manueller Stampfung, Pressung von Hand in kleinen Korbpressen. Reife über rund 18 Monate in kleinen französischen und amerikanischen Fässern sowie großen Holzgebinden (Demi-muid, Foudre) – fast ausschließlich gebrauchtes Holz, nur ein kleiner Anteil neue Eiche für den Shiraz-Teil. Minimal-invasiv ausgebaut.

Im Glas

Ein exotischer, konzentrierter Grenache-Blend: üppige reife rote Frucht – Himbeere, Cranberry, rote Johannisbeere – mit Anklängen von Gewürzen, getrockneten Kräutern und einer würzig-erdigen Note. Am Gaumen vollmundig und reich, dabei von bemerkenswerter Frische und einer festen, gut strukturierten Tanninlinie getragen, die dem Wein Halt und große Länge gibt.

Grenache von alten Reben, bei voller Reife gelesen – ein exotischer und besonderer Wein.

Schon jetzt schön zu trinken, aber als besonders langlebiger Eclipse für viele Jahre gebaut; profitiert deutlich vom Dekantieren. Bei 16–18 °C servieren.

Am Tisch

Zu kräftig gewürzten Gerichten, zur Ente und zu Wild, zu geschmortem rotem Fleisch und reich gewürzten Casseroles sowie zu gereiftem Hartkäse.


Lage: McLaren Vale (South Australia, Australien); estate-eigene Blocks, wurzelechte Grenache-Buschreben (gepflanzt 1934/1943), Trockenanbau
Klassifikation: McLaren Vale, Grenache-Cuvée (Eclipse), trocken
Ausbau: 88 % Grenache, 7 % Shiraz, 5 % Graciano; ~18 Monate in überwiegend gebrauchtem Holz (Barrique/Demi-muid/Foudre)

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Rebsorten

Pipoli Aglianico del Vulture Vigneti del Vulture

Rotwein · Aglianico · Basilikata · Italien

Pipoli Aglianico del Vulture ist ein reinsortiger Rotwein der Fantini Group aus der Basilikata. Der Aglianico aus der DOC Aglianico del Vulture zeigt sich dunkelrot mit violetten Reflexen – aromatisch, mit Sauerkirsche, dunklen Beeren und einem Hauch würziger Vanille.


Aglianico del Vulture

Der Wein stammt aus der Basilikata im Süden Italiens, aus der DOC Aglianico del Vulture rund um den erloschenen Vulkan Monte Vulture. Aglianico ist eine autochthone Rebsorte der Region; die Trauben stammen aus ausgesuchten Lagen und werden von Hand geerntet.

Rebsorte und Ausbau

Reinsortiger Aglianico. Ein Teil des Weins reift im Stahltank, ein Teil 10 Monate im Barrique. Das gibt dem Wein würzige Vanille- und balsamische Noten bei erhaltener Frucht und Struktur.

Im Glas

Dunkelrot mit violetten Reflexen. In der Nase sehr aromatisch, mit Sauerkirsche und dunklen Beerenfrüchten, dazu würzige Vanille und balsamische Noten. Am Gaumen mit schöner Struktur, reifen Tanninen und schmeichelndem Abgang.

Am Tisch

Bei 16–18 °C servieren; eine Karaffe öffnet den Wein. Ein strukturierter, vielseitiger Rotwein zu herzhafter Küche.

Klassische Begleitung: rotes Fleisch, Lamm, Schmorgerichte und gereifter Käse.


Lage: Basilikata (Italien)
Klassifikation: Aglianico del Vulture DOC – Rotwein (trocken)
Ausbau: teils Stahltank, teils 10 Monate im Barrique

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Weine

Weingut Andres Cabernet Sauvignon Reserve BIO

Rotwein · Gimmeldingen (Pfalz) · Cabernet Sauvignon

Cabernet Sauvignon Reserve Gimmeldinger Schlössel · Pfalz Weingut Andres sandiger Buntsandstein 20 hl/ha · entrappt 18 Mon. · 100 % neue Barrique BIO · 2023

Der Weingut Andres Cabernet Sauvignon Reserve 2023 stammt aus der renommierten Lage Gimmeldinger Schlössel und ist ein beeindruckend strukturierter Cabernet Sauvignon mit großem Reifepotenzial und klarer Herkunftsprägung. Cabernet Sauvignon aus der Pfalz, der richtig rockt!


Gimmeldinger Schlössel – Cabernet vom Buntsandstein

Das Weingut Andres in Deidesheim wird von den Brüdern Michael und Thomas Andres geführt, die ihre Lagen an der Mittelhaardt ökologisch, ergänzt durch biodynamische Grundsätze, bewirtschaften. Dieser Cabernet Sauvignon stammt aus der renommierten Lage Gimmeldinger Schlössel, genauer aus dem unteren Bereich der Parzelle.

Die Böden sind hier sandig und stark von Buntsandsteinverwitterungen geprägt – ein Terroir, das ideale Voraussetzungen für kraftvolle, strukturierte Cabernet-Weine bietet. Der Ertrag ist mit gerade einmal 20 hl/ha extrem niedrig, was Konzentration und Tiefe sichert.

Jahrgang 2023 – Pfalz

2023 war in der Pfalz ein warmer Jahrgang mit reifer, aromatischer Frucht und guter Struktur. Die warme, geschützte Mittelhaardt bot dem spät reifenden Cabernet Sauvignon die nötige Wärme für volle physiologische Reife, während die sandigen Buntsandsteinböden für Frische und feinkörnige Gerbstoffe sorgten – kraftvolle Frucht und Spannung im Gleichgewicht.

Ausbau

Trockener Cabernet Sauvignon (Reserve) aus der Einzellage Gimmeldinger Schlössel, Jahrgang 2023.

Die Trauben werden selektiv von Hand gelesen und zusätzlich am Sortiertisch optisch kontrolliert. Nach dem vollständigen Entrappen folgt eine dreiwöchige Maischegärung, um maximale Tiefe, Struktur und Aromatik zu extrahieren. Anschließend reift der Wein 18 Monate in 100 % neuen Barriques – dank seiner enormen inneren Kraft integriert sich das Holz dabei hervorragend und verleiht zusätzliche Komplexität, ohne den Wein zu dominieren. Bewirtschaftet wird biologisch (DE-ÖKO-039).

Im Glas

Intensive Aromen von schwarzen Johannisbeeren, reifer Paprika und Kräutern treffen auf würzige und balsamische Noten. Am Gaumen kraftvoll, dicht und dennoch ausbalanciert, mit reifen, feinkörnigen Gerbstoffen und einem sehr langen, harmonischen Finale. Ein beeindruckend strukturierter Cabernet Sauvignon mit großem Reifepotenzial und klarer Herkunftsprägung.

Schwarze Johannisbeere, reife Paprika und Kräuter über würzig-balsamischen Noten – kraftvoll, dicht und dennoch ausbalanciert, mit feinkörnigen Gerbstoffen und sehr langem Finale.

Ein kraftvoller Cabernet mit großem Reifepotenzial; jung unbedingt dekantieren. Bei 16–18 °C servieren.

Am Tisch

Zu gegrilltem und geschmortem Rind, zu Lamm und Wild, zu kräftigen Schmorgerichten sowie zu gereiftem Hartkäse.


Lage: Gimmeldinger Schlössel (unterer Parzellenbereich), Gimmeldingen, Pfalz (Mittelhaardt); sandige, von Buntsandsteinverwitterung geprägte Böden; 20 hl/ha
Klassifikation: Cabernet Sauvignon Reserve, Pfalz (trocken); 100 % Cabernet Sauvignon
Ausbau: Handlese mit Sortiertisch, vollständig entrappt, dreiwöchige Maischegärung, 18 Monate in 100 % neuen Barriques; biologisch, DE-ÖKO-039

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Schaumweine

Cazé-Thibaut Le Chemin des Plants 2021 Extra Brut

Champagner · Vallée de la Marne · Chardonnay · Extra Brut

Cazé-Thibaut Le Chemin des Plants ist ein reinsortiger Chardonnay-Champagner (Blanc de Blancs) aus einer kleinen Einzellage in Châtillon-sur-Marne im Vallée de la Marne. Winzer Fabien Cazé arbeitet konsequent mit minimaler Intervention. Als Extra Brut mit sehr niedriger Dosage zeigt er Tiefe und Präzision. Im Glas eine feine, elegante Perlage.


Châtillon-sur-Marne

Die Einzellage liegt in Châtillon-sur-Marne im Vallée de la Marne. Die Böden aus Lehm, Kalk und feinen Tonanteilen schaffen die Voraussetzung für einen spannungsvollen Blanc de Blancs voller Tiefe und salziger Mineralität.

Rebsorte und Ausbau

Der Champagner besteht zu 100 % aus Chardonnay. Die Gärung erfolgt spontan in gebrauchten Holzfässern, ohne Filtration und Schönung. Anschließend reift der Wein viele Jahre auf der Hefe und wird mit sehr niedriger Dosage (1,5 g/L) als Extra Brut degorgiert.

Im Glas

Feine, elegante Perlage. In der Nase reife Zitrone, getrocknete Mango und Zitruszesten, dazu eine dezente Rauchigkeit und frische Kräuter. Am Gaumen kraftvoll und zugleich straff, mit klarer Struktur und salziger Mineralität. Der Nachhall ist lang und frisch.

Am Tisch

Gut gekühlt bei 8–10 °C servieren, als Apéritif oder als Speisenbegleiter.

Klassische Begleitung: Fisch, Meeresfrüchte und feine vegetarische Gerichte.


Lage: Châtillon-sur-Marne, Vallée de la Marne (Champagne); Lehm/Kalk/Ton
Klassifikation: Champagne AOC – Extra Brut, Blanc de Blancs
Ausbau: Spontangärung in gebrauchten Fässern, langes Hefelager, ~2 g/L

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Rebsorten

Willi Schäfer Graacher Domprobst Riesling Spätlese #10 2025

Weißwein · Graach (Mosel) · Riesling (Spätlese, fruchtsüß)

Riesling Graacher Domprobst Spätlese #10 · fruchtsüß Willi Schäfer VDP.Große Lage · Mittelmosel Blau- und Grauschiefer Steillage 45–75 % 2025

Die Willi Schäfer Graacher Domprobst Riesling Spätlese #10 2025 stammt aus einer der besten Riesling-Einzellagen Deutschlands. Eine fruchtsüße Spätlese von filigraner Eleganz, aromatischer Tiefe und typischer Schiefermineralität.


Graacher Domprobst – Steillage über der Mittelmosel

Das Weingut Willi Schäfer in Graach zählt zu den stillen Größen der Mittelmosel: kompromissloser Riesling von Schiefer aus drei herausragenden Lagen – Graacher Domprobst, Graacher Himmelreich und Wehlener Sonnenuhr.

Die VDP.Große Lage Domprobst liegt oberhalb von Graach und gehört zu den besten Riesling-Einzellagen Deutschlands. Die nach Südwest bis Süd-Südwest ausgerichteten Weinberge fallen mit 45 bis 75 % Neigung zur Mosel ab (110–260 m) und bestehen aus Blau- und Grauschiefer mit geringem Tonanteil – die Grundlage für Mineralität und gutes Wasserspeichervermögen. Ein besonderes Merkmal sind die teils noch erhaltenen wurzelechten Reben, die über 100 Jahre alt sein können und maßgeblich zur Komplexität beitragen. Schon der Trierer Domprobst sicherte sich im 18. Jahrhundert Anteile der Erträge.

Jahrgang 2025 – Graach (Mosel)

2025 startete vielversprechend: milder Frühling, warmer Frühsommer und ein hochsommerlicher August brachten die Weinberge in prächtigen Zustand, vergleichbar mit 2018. Der September mit ergiebigen Regenfällen setzte das Leseteam unter Druck – penible Selektion am Stock entschied über alles. Am 6. Oktober 2025 war die Lese beendet, früher als je zuvor in der Geschichte des Weinguts. Das Ergebnis sind Weine mit Tiefgang, Schliff und klarer Schiefermineralität.

Herstellung und Ausbau

Fruchtsüße Riesling Spätlese (#10) aus der Graacher Domprobst, Jahrgang 2025; 100 % Riesling von Blau- und Grauschiefer.

Nach penibler Selektion und Handlese wird der Wein traditionell im Stil des Guts vinifiziert, mit kühler Gärung, die die feine Restsüße und die lebendige Schiefersäure der Spätlese bewahrt.

Im Glas

Eine filigrane, fruchtsüße Spätlese: reife gelbe Frucht, Pfirsich und Aprikose, dazu Zitrus, ein Hauch weißer Blüten und eine tiefe, salzig-mineralische Schieferader. Am Gaumen leicht und schwebend, mit feiner Restsüße, die von einer lebendigen, klaren Mosel-Säure getragen wird, und einem langen, mineralisch-frischen Nachhall.

Reife gelbe Frucht, Pfirsich und Aprikose über Zitrus und weißen Blüten, mit tiefer, salzig-mineralischer Schieferader – leicht und schwebend, mit feiner Restsüße, getragen von lebendiger Mosel-Säure.

Eine filigrane, sehr langlebige Mosel-Spätlese. Bei 8–10 °C servieren.

Am Tisch

Zu würziger asiatischer Küche, zu Currys, zu kräftigem und blauem Käse sowie zu Desserts mit Frucht; auch solo ein Genuss.


Lage: Graacher Domprobst (VDP.Große Lage), Mittelmosel; Süd-West- bis Süd-Süd-West-Steillage, 45–75 % Neigung, 110–260 m; Blau- und Grauschiefer mit geringem Tonanteil; teils wurzelechte, über 100 Jahre alte Reben
Klassifikation: Riesling Spätlese, Mosel (fruchtsüß); 100 % Riesling
Ausbau: penible Selektion, Handlese, kühle Gärung, traditioneller Ausbau im Stil des Guts

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Spanien

Jade Gross Chiguita TEMPRANILLO BLANCO 2024

Weißwein · Rioja · Tempranillo Blanco

Tempranillo Blanco DOCa Rioja Alto de Najerilla Jade Gross 6 Monate Feinhefe (500-l-Fass) nur 120 Flaschen 2024

Der Jade Gross Chiguita Tempranillo Blanco 2024 ist eine echte Rarität – der erste reinsortige Jahrgang Tempranillo Blanco von Chiguita. Ein komplexer, kraftvoller Weißwein mit Struktur und Substanz, der zeigt, wie viel Charakter und Tiefe diese seltene Rebsorte bieten kann.


Chiguita Tempranillo Blanco – aus dem Alto de Najerilla

Jade Gross, in Hongkong geborene chinesisch-amerikanische Quereinsteigerin aus der Spitzengastronomie, begann ihr Rioja-Projekt 2019 unter der Mentorschaft von Abel Mendoza. Ihre Weine entstehen handwerklich, mit minimaler Intervention und klarem Fokus auf den Ausdruck von Rebsorte und Terroir.

Die Trauben stammen aus dem Alto-Najerilla-Tal, wo sie auf eisenhaltigen Lehmböden ideale Reifebedingungen finden. Tempranillo Blanco, eine erst in jüngerer Zeit entdeckte weiße Mutation des Tempranillo, gehört zu den jüngsten Rebsorten der Rioja – die eisenhaltigen Böden geben dem Wein hier seine ausgeprägte Struktur und Substanz.

Jahrgang 2024 – Rioja

Der Jahrgang 2024 in der Rioja war von großen Herausforderungen geprägt: Mit nur 275,6 Millionen Kilogramm geernteten Trauben markiert die Lese die kleinste des letzten Jahrhunderts. Ein kühler Spätsommer und sehr wechselhafte Wetterbedingungen im September verlangten höchste Flexibilität und Präzision; die Lese glich einer Achterbahnfahrt. Doch der Aufwand zahlte sich aus – die Trauben zeigen sich vielschichtig und individuell, beste Voraussetzungen für charaktervolle Weine mit Persönlichkeit.

Ausbau

Reinsortiger Tempranillo Blanco aus dem Jahrgang 2024, trocken.

Handlese am 17. September 2024, anschließend schonende Direktpressung und Gärung in einem einzigen 500-Liter-Fass aus französischer Eiche. Danach durfte der Wein sechs Monate auf der Feinhefe ruhen. Nur rund 120 Flaschen wurden gefüllt.

Im Glas

Ein komplexer, kraftvoller Weißwein mit Struktur und Substanz, geprägt von reifer Frucht, zarter Würze und einem Hauch Holz. Ein Wein mit Tiefe und Eigenständigkeit – ein Unikat für Entdecker und Liebhaber seltener Gewächse, die das besondere Geschmackserlebnis suchen.

Eine echte Rarität – wie viel Charakter und Tiefe diese seltene Rebsorte bieten kann.

Schon jetzt ausdrucksstark, mit Reifepotenzial über einige Jahre. Bei 11–13 °C servieren.

Am Tisch

Zu gebratenem Fisch und Meeresfrüchten, zu Geflügel und Kalb in heller Sauce, zu cremigen Pasta- und Reisgerichten sowie zu mittelreifem Käse.


Lage: DOCa Rioja, Alto-Najerilla-Tal (Spanien); eisenhaltige Lehmböden
Klassifikation: DOCa Rioja blanco, Tempranillo Blanco (trocken); nur 120 Flaschen
Ausbau: Tempranillo Blanco; Direktpressung, Gärung in einem einzigen 500-l-Fass (franz. Eiche), 6 Monate auf der Feinhefe; handwerklich

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Weine

Vouette & Sorbée Blanc d’Argile Brut Nature BIO

Champagner · Côte des Bar · Chardonnay (Blanc de Blancs)

100 % Chardonnay Blanc d'Argile · Brut Nature ohne Dosage Côte des Bar · Aube Vouette & Sorbée (Gautherot) Kimmeridgium · Ton & Kalk biodynamisch · Demeter Basis R20 (2020)

Der Vouette & Sorbée Blanc d'Argile Brut Nature (R20) ist ein reinsortiger Chardonnay aus biodynamischem Anbau in Buxières-sur-Arce an der Côte des Bar. Spontan vergoren, im gebrauchten Holz ausgebaut und ohne Dosage abgefüllt, zeigt er sich kompromisslos puristisch und präzise – ein Champagner von großer Reinheit und Ausdruckskraft.


Vouette & Sorbée – Kimmeridgium an der Côte des Bar

Seit der Champagnerwinzer Bertrand Gautherot, der bei Anselme Selosse gelernt hat, die Weinberge von seinem Vater übernommen hat, vermarktet er seine Champagner selbst. Sein rund fünf Hektar großes, seit 1998 biodynamisch (Demeter) bewirtschaftetes Gut in Buxières-sur-Arce zählt zu den Stars der Winzerchampagner-Szene.

Die Reben des Blanc d'Argile wachsen auf ton- und kalkhaltigen Kimmeridgium-Böden – demselben Muschelkalk-Mergel, der auch das nahe Chablis prägt. Dieser Untergrund verleiht dem Champagner seine feine Kreidigkeit und salzige Spannung. „Argile" ist das französische Wort für Ton und benennt damit direkt das Terroir dieser Cuvée.

Basis R20 – Côte des Bar

Gautherot deklariert seine Champagner nicht als Jahrgang, vermerkt aber Basisjahr und Dégorgement auf dem Etikett: „R20" steht für den Basisjahrgang 2020. Das kühle, klar strukturierte Profil dieses Jahrgangs unterstreicht die puristische, mineralische Ausrichtung der Cuvée.

Herstellung und Ausbau

Reinsortiger Chardonnay (Blanc de Blancs), Brut Nature (ohne Dosage); Basis R20 (2020).

Der Most wird spontan mit den eigenen Hefen vergoren und im gebrauchten Holzfass ausgebaut; die malolaktische Gärung läuft natürlich ab. Bis zur Füllung wird auf Schwefel weitgehend verzichtet, und der Champagner wird gänzlich ohne Dosage abgefüllt. Diese kompromisslos natürliche, handwerkliche Machart aus biodynamischem Anbau (Demeter) stellt das Terroir in den Vordergrund – ohne jede kosmetische Korrektur.

Im Glas

In der Nase feine Zitrusnoten, grüner Apfel, weißer Pfirsich und Anklänge von nassem Kalkstein. Am Gaumen straff, klar und energiegeladen, mit vibrierender Mineralität und langem, kühlem Nachhall. Ein Champagner von großer Reinheit und Ausdruckskraft – charaktervoll, tief und unverfälscht.

Zitrus, grüner Apfel und weißer Pfirsich über nassem Kalkstein – straff, klar und energiegeladen, mit vibrierender Mineralität und langem, kühlem Nachhall.

Nicht zu kalt servieren (10–12 °C), damit sich die Tiefe voll entfaltet.

Am Tisch

Als kompromissloser Aperitif, zu Austern und Meeresfrüchten, zu edlem Fisch und Sushi sowie zu jungem Comté und anderen mild-nussigen Hartkäsen.


Lage: Buxières-sur-Arce, Côte des Bar (Aube, Champagne); ton- und kalkhaltige Kimmeridgium-Böden
Klassifikation: Champagne AOC; Blanc de Blancs, 100 % Chardonnay; Brut Nature (ohne Dosage); Basis R20 (2020)
Ausbau: Spontangärung, Ausbau im gebrauchten Holzfass, natürliche Malo, ohne Dosage, schwefelarm; biodynamisch (Demeter), FR-BIO-01

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Länder/Regionen

Le Moine Clos Vougeot Grand Cru 2021

Rotwein · Clos de Vougeot Grand Cru · Pinot Noir

Pinot Noir Clos de Vougeot Grand Cru Côte de Nuits Lucien Le Moine Élevage auf Vollhefe 100 % neues Holz unfiltriert 2021

Der Lucien Le Moine Clos de Vougeot Grand Cru 2021 stammt aus einer der historischsten Grand-Cru-Lagen des Burgunds, im 11. Jahrhundert von Zisterziensermönchen angelegt – ein kraftvoller, zugleich eleganter Pinot Noir. Lange auf der Vollhefe ausgebaut, vom Fass unfiltriert gefüllt. Eine echte Rarität in winziger Stückzahl.


Clos de Vougeot – historischer Grand Cru der Mönche

Der Clos de Vougeot wurde erstmals im 11. Jahrhundert von Zisterziensermönchen angelegt; die umgebende Mauer („Clos") und das Schloss kamen später hinzu. Mit rund 50 Hektar ist er einer der größten Grand Crus der Côte d'Or und heute auf über 80 Eigentümer aufgeteilt – vollständig mit Pinot Noir bepflanzt. Die Grand Crus Musigny, Échézeaux und Grands-Échézeaux bilden an den Hängen darüber seine westliche Grenze.

Das Terroir ist vielfältig: Der höchste Teil mit dränierendem, kieseligem Kalkstein und sanfter Ostausrichtung gilt als bestes Terroir; zum Mittelhang steigt der Tonanteil bei noch guter Drainage, während die untersten Parzellen nahe der Straße deutlich mehr Wasser halten. Aus den besseren, gut dränierten Parzellen entsteht ein Pinot Noir, der Kraft und Fülle mit Eleganz verbindet.

Jahrgang 2021 – Côte de Nuits

2021 war an der Côte de Nuits ein klassischer, kühler Jahrgang mit feiner, klar definierter Frucht, lebendiger Säure und großer aromatischer Präzision. In einem strukturreichen Grand Cru wie Clos de Vougeot ergibt das einen kraftvollen, zugleich eleganten Pinot Noir mit kühler Frische und feinkörnigem Tannin – im reinen, texturbetonten Stil des Hauses.

Ausbau

Reinsortiger Pinot Noir aus dem Jahrgang 2021, Clos de Vougeot Grand Cru, trocken.

Lucien Le Moine ist ein reiner Élevage-Spezialist: Der fertig vergorene Wein wird von einem ausgesuchten Erzeuger übernommen und lange auf der Vollhefe ausgebaut – ohne Abstich, mit später, hinausgezögerter malolaktischer Gärung und minimalem Schwefel; Mounir Saouma lässt dem Élevage gern „zwei Sommer" Zeit. Ausbau in 100 % neuem Holz (feinporige Jupilles-Eiche), Abfüllung direkt vom Fass ohne Schönung und Filtration. Sehr kleine Stückzahl.

Im Glas

Vom kalk- und tongeprägten Hang des Clos lebt dieser Grand Cru: dunkle und rote Frucht wie Kirsche und Brombeere, florale Anklänge und eine würzige Tiefe von Unterholz und Gewürz. Der kühle Jahrgang 2021 hält ihn fein und frisch, während das lange Vollhefelager und das neue Holz eine seidige, dichte Textur und feine Röstwürze einbinden. Am Gaumen kraftvoll und vielschichtig, mit festem, feinkörnigem Tannin, lebendiger Säure und langem, mineralischem Nachhall.

Kraftvoll und vielschichtig – dunkle und rote Frucht, würzige Tiefe und festes, feinkörniges Tannin mit langer Länge.

Benötigt Zeit; in der Jugend großzügig dekantieren. Großes Reifepotenzial über viele Jahre. Bei 16–18 °C servieren.

Am Tisch

Zu Wild und Wildgeflügel, zu Rind und Lamm in kräftiger Sauce, zu Trüffel- und Pilzgerichten sowie zu gereiftem Käse.


Lage: Clos de Vougeot Grand Cru, Côte de Nuits (Burgund, Frankreich); ~50 ha, vielfältiges Terroir – kieseliger Kalkstein oben (sanfte Ostlage), höherer Tonanteil zum Mittel-/Unterhang
Klassifikation: Grand Cru, Pinot Noir (trocken)
Ausbau: reiner Élevage (Micro-Négoce); lange auf der Vollhefe ohne Abstich, späte Malo, minimaler Schwefel, 100 % neues Holz (Jupilles), unfiltriert vom Fass; winzige Menge

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