Das Fenster zum Meer

Das Fenster zum Meer

Nach einem durchaus langen, durchaus intensiven, vor allem aber überaus interessanten Besuch in einer Bodega, von der weiter unten noch die Rede sein wird, machten sich Núria, unsere Reiseleiterin, vier Schweizer (Bären waren keine darunter), sowie der oso alemán auf, die Höhen des Ortes zu erreichen. Dies ist beileibe keine einfache Aufgabe, denn die Stadt, die Teil des Reiches Tartessos gewesen sein soll, wächst hier nun schon zwei Jahrtausende, wenn nicht noch länger vor sich hin. Gleichwohl: das Wachstum findet nur im Osten statt, denn das westliche Ende des Barrio Bajo formt der Guad-al-quivir, der hier dem Atlantik entgegenströmt.

Während das Barrio Bajo aus quirligen Straßen mit ebenso quirligen Einheimischen gefüllt ist (Touris gibt es zwar viele, sie fallen aber nicht sonderlich auf) ist das Barrio Alto voller alter Lagerhallen und Gebäude, denen man ansieht, dass sie dereinst eine gewichtige Rolle spielten, heute aber drohen, der Vergessenheit anheimzufallen.

Endlich angekommen, das Parkplatz suchen ist noch einmal ein Thema für sich, öffnet Núria eine der Türen eine dieser Hallen, mitten im Barrio Alto, dem Weinherzen des Ortes. Kein Schild erklärt, was sich dahinter verbirgt. Drinnen findet man, fein säuberlich gestapelt, alte, uralte Fässer, pechschwarz überzogen, damit Licht keinen Schaden anrichten kann. Oder aber auch deshalb, weil Licht Schaden angerichtet hat. So wirklich klar ist das nicht. Alle paar Jahre werden die Fässer mal geschrubbt, geschliffen und von den Kristallen befreit, die sich am Fassrand abgelagert haben. Denn nur so kann die salzige Luft ihre Arbeit tun. Und ohne diese salzige Luft wäre das alles nicht möglich.

Eigentlich spielt es keine Rolle, wann man durch die Gässlein des Barrio Alto schlendert, der salzhaltige Wind ist immer da, man nimmt ihn stärker wahr als im Barrio Bajo, wo die Luft dann schon etwas drückend daherkommen kann. Salz kommt vom Meer, und das Meer befindet sich im Westen. Und damit die Salzluft oder auch das Luftsalz, so klar ist auch das nicht, ihre Arbeit gewissenhaft erledigen kann, haben alle Bodegas Öffnungen, Fester ohne Glas, gen Westen, möglichst weit oben angebracht, um dem Schatteneffekt der Nachbargebäude weitestgehend zu entgehen. Denn so wirkt der Wind Tag und Nacht, Montag bis Sonntag, das ganze Jahr lang.

Und genau darin liegt der Unterschied zwischen einem Manzanilla de Sanlúcar de Barrameda und einem Fino aus Jerez de la Frontera begründet. Der Flor, die Hefeschicht, die sich auf dem Wein bildet, genießt hier exzellente Bedingungen. Anders als in Jerez, wo es im Sommer zu heiß und im Winter zu trocken ist, schützt die Hefe den Wein hier über das ganze Jahr. Genau deswegen sind die Manzanillas, sie gibt es nur aus Sanlúcar de Barrameda, leichter, eleganter, frischer als die etwas fetteren, meist etwas nussig daherkommenden Finos aus dem Nachbarort.

Um als Manzanilla auf den Markt zu kommen, muss der auf fünfzehn Volumenprozent aufgespritete Wein mindestens drei Jahre reifen; in der Nachbarweinregion Jerez-Xérès-Sherry hat man dieses Limit kürzlich, damit die omnipräsente Weinindustrie nicht übermäßig leiden muss, auf nur noch zwei Jahre abgesenkt. In Sanlúcar kann man darüber nur milde lächeln. Denn ein halbwegs ordentlicher Manzanilla reift sieben bis zehn Jahre in den Fässern, erst dann hat er die Komplexität erreicht, die ihn so einzigartig macht.

Natürlich verbleibt der Wein nicht die ganze Zeit in einem Fass, er durchläuft das Criadera-Solera-System, welches je nach Bodega vier bis über zehn Stufen umfasst. Nur aus der letzten, der Solera, wird der fertige Manzanilla entnommen, maximal ein Drittel, oftmals aber nur ein Sechstel des Inhalts. Dies wird aufgefüllt, mit Wein aus der ersten Criadera, solange, bis fünf Sechstel des Fasses, hier Botas genannt, voll sind. Ein Sechstel bleibt leer, damit die Hefe atmen kann und der Wein weiter reift. Die erste Criadera nascht von der zweiten, welche wiederum von der dritten gefüttert wird. Und so weiter, bis man an der letzten Criadera-Stufe angelangt ist, die dann mit frischem, angereichertem Wein aufgefüllt wird.

Für die Sanluqueñas und Sanluqueños ist ihr Manzanilla nicht etwa ein Getränk, es ist Teil ihres Lebens. Zwar gibt es in allen Bars und Restaurants in Flaschen abgefüllten Manzanilla, man trinkt aber oft einfach einen Manzanilla „en rama“, einen unfiltrierten Manzanilla. Auch wenn die eine oder andere Bodega Manzanilla en rama abfüllt (von Barbadillo etwa gibt es derer vier: einen im Frühjahr, einen im Sommer, einen im Herbst und einen im Winter), wird doch der Großteil der Produktion lose verkauft: an Konsumenten vor Ort, die mit ihren Kanistern, Glasballons oder Plastikflaschen kommen, um sich die Tages oder Wochenration abzuholen, vor allem aber an Bars und Restaurants, die den en rama dann in Holzfässer füllen und direkt zapfen. Wenn man nicht aufpasst und rechtzeitig schreit, bekommt man ihn schon einmal in einer Art Teeglas serviert.

Auch wenn Barbadillo so klein nicht ist, die wirkliche Sherry-Industrie ist in Jerez und in El Puerto de Santa María beheimatet. Dort sind die Rebflächen größer, die Hallen gigantischer, die Verkaufszahlen spektakulär. Gut, letzteres ist Teil der Geschichte, denn in der D.O. Jerez-Xérès-Sherry gehen die Umsätze seit Jahren zurück. Viele Bodegas wurden verkauft, zusammengewürfelt, sonstwie fusioniert. Geld verdienen mit Sherry ist so einfach nicht. Auch vor Sanlúcar machte dieser Prozess nicht halt. Pérez Marín, deren Manzanilla heißt La Guita, wurde schon vor Jahren an die Gruppe Estevez (unter anderem Valdespino) verkauft, diverse andere Bodegas folgten.

In der Regel bleiben die Manzanilla-Macher aus Sanlúcar indes unter sich, nur selten wird ein aufgegebener Keller an eine Bodega aus Jerez oder aus El Puerto verkauft. So wird zumindest ein Teil der Geschichte bewahrt, denn die aufkaufenden Bodegas setzen die Tradition der gekauften Bodega normalerweise fort. Meistens scheitern die Kellereien ja nicht aufgrund mangelnder Qualität, sondern weil es entweder an Erben oder an Geld mangelt. Anders könnten auch kaum neue Projekte entstehen, denn eine typische Solera hat schon mehr als fünfzig Winter gesehen, manche sind mehr als einhundert Jahre alt.

Diverse neuere Projekte sind so entstanden, etwa Bodegas Juan Piñeiro, die es erst seit gut zwei Jahrzehnten gibt. Die dazugehörigen Keller mit ihren Botas hingegen sind wesentlich älter. Das schillerndste und auch tragischste Beispiel dieser Verkettungen war Bodegas Rodeo Romero, beheimatet im Barrio Bajo, dort, wo auch Argüeso, La Cigarrera und andere Kellereien zuhause sind. Die eigene Marke, Aurora, gab es schon lange, immer als Manzanilla, aber auch als trockener, konchentrockener Amontillado und Oloroso. Dann wurde die in Konkurs gegangene Bodega Méndez integriert und deutlich später Gaspar Florido, die wohl beste Bodega des Ortes: der 25-GF war ohne jeden Zweifel einer der drei besten Produkte, die Sanlúcar in den letzten einhundert Jahren gesehen hatte. Nur: die Erben hatten keine Lust auf den Knochenjob, die Bodega wurde verkauft. Leider übernahm sich die Kellerei Pedro Romero mit dieser Operation. Die Verkäufe reichten nicht, um die Millionenschulden zu bedienen. Der Chef, ein angesehener Notar aus Jerez, beendete sein Leben mit einem Schuss, die Bodega wurde aufgeteilt. Fast alles blieb in Sanlúcar.

Die vielleicht wichtigste Neuerung leitet ein Großhändler aus Sanlúcar de Barrameda: Francisco „Paco“ Yuste. Im Jahr neunzehnhundert einundneunzig kaufte er eine damals bereits seit Jahren geschlossene Bodega, Santa Ana, natürlich mitsamt bestens gepflegten Botas. Als er ein Jahrzehnt später die Möglichkeit hatte, Bodegas Los Ángeles im Barrio Alto zu erwerben, schlug er erneut zu. Mit Bodega Miraflores, dem aktuellen Stammhaus der Bodega Yuste, gesellte sich neun Jahr später eine dritte Bodega hinzu. Und dann kam die Pleite von Pedro Romero. Paco erwarb einen Teil der Botas, der andere Teil ging an Piñeiro, aber auch den Markennamen Aurora, eine von Pedro Romero bestens eingeführte und gepflegte Produktlinie trockener Manzanillas, Amontillados, Palo Cortados und Olorosos. Die beste Entscheidung war, die Botas vom Barrio Bajo ins Barrio Alto, gen Los Ángeles, zu verlagern. Mehr Fenster gen Meer, mehr Wind, mehr Salz, mehr Futter für die Hefen. Amontillados und Olorosos können oben und unten gleich gut reifen, denn da ist die Hefe ja entweder abgestorben oder von Anfang an gar nicht vorhanden.

Und dann kam Argüeso! Herederos de Argüeso ist eine der bekanntesten Kellereien aus Sanlúcar de Barrameda, gegründet vor fast genau zweihundert Jahren. Im dritten Drittel des letzten Jahrhunderts ging es dieser Firma nicht wirklich gut, sie wurde zweimal verkauft, zuletzt an eine Immobilienfirma aus Cádiz. Diese aber war an Manzanilla überhaupt nicht interessiert, ihr ging es einzig darum, über die zwei riesengroßen, mitten im Zentrum gelegenen Komplexe zu verfügen, sie bei Gelegenheit abzureißen und durch neue Immobilien zu ersetzen. Allein: der Deal ging nicht auf, da die alten Bodegas inzwischen unter einer Art Denkmalschutz stehen. Schlagartig verlor man das Interesse an dieser Bodega. Paco kam, sah und kaufte. Langsam, ganz langsam, beginnt Argüeso, sich wieder frei zu schwimmen. Der Stil der Manzanillas indes ist gleich geblieben: Manzanilla Don León war schon immer etwas fetter als andere Manzanillas aus Sanlúcar de Barrameda.

Im Großen und Ganzen hat sich Sanlúcar so schlecht nicht geschlagen, inhabergeführte Kellereien sind dann halt doch etwas anderes als großkopferte Großbodegas.

Und solange der Wind vom Meer kommend in die offenen Fenster der Bodegas weht und das Salz des Atlantik in die Botas aus Sanlúcar trägt, so lange wird sich daran auch nichts ändern. Text: El oso alemán

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Rebsorten

Domtalhof Riesling Pettenthal Lagenwein trocken 2006

Wie gut ein Lagenwein aus dem Niersteiner Pettenthal reifen kann, beweist dieser spannende 2006er vom Weingut Eimermann. Das Farbspiel hat inzwischen eine goldige Farbe angenommen. Im Duft breiten sich frische Vanille, Dörrobst und reifer Apfel aus. Spannung kommt dann im Geschmack auf, wo die elegante Säurestruktur für Frische und Klarheit sorgt. Mundfüllend, perfekt gereift und ein spannender Genussmoment für Liebhaber gereifterer Rieslinge!

 

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Weine

Marguet Les Bermonts 2020 Grand Cru Brut Nature BIO

Champagner · Ambonnay Grand Cru · Chardonnay · Brut Nature · Bio

Marguet Les Bermonts Grand Cru Brut Nature ist ein Einzellagen-Bio-Champagner aus 100 % Chardonnay aus einer nur 0,47 Hektar großen Parzelle in Ambonnay, bepflanzt 1952. Er zeigt, dass Ambonnay nicht nur mit Pinot Noir, sondern auch mit Chardonnay große Champagner hervorbringt. Im Glas kraftvoll, dicht und präzise.


Ambonnay Grand Cru

Die Lage Les Bermonts liegt im Grand-Cru-Dorf Ambonnay (Montagne de Reims) auf rund 110 Metern Höhe, von Nordost bis West exponiert. Beigefarbener Ton und Kalk über weißer Santonien-Kreide ab rund 75 Zentimetern Tiefe prägen die salzige Mineralität. Benoît Marguet arbeitet biodynamisch; der Wein ist Bio-zertifiziert (Öko-Kontrollstelle FR-BIO-01).

Rebsorte und Ausbau

Der Champagner besteht zu 100 % aus Chardonnay (Blanc de Blancs) aus der Einzellage Les Bermonts. Der Ausbau folgt der naturnahen Handschrift des Hauses; abgefüllt ohne Dosage als Brut Nature.

Im Glas

Helles Gold mit feiner Perlage. In der Nase vielschichtig und noch jugendlich zurückhaltend: Limette, Orange, leicht kandierte Zitrusfrüchte, Mandeln und geröstete Nüsse. Am Gaumen kraftvoll und dicht, zugleich strukturiert und präzise, mit feiner Salzigkeit. Das Finale ist bemerkenswert lang.

Am Tisch

Gut gekühlt bei 8–10 °C servieren; ein großzügiges Glas betont die Aromatik. Als Apéritif oder als anspruchsvoller Speisenbegleiter.

Klassische Begleitung: Austern, edler Fisch, Meeresfrüchte und Geflügel.


Lage: Les Bermonts, Ambonnay Grand Cru, Montagne de Reims (Champagne); Ton/Kalk über Santonien-Kreide, 110 m
Klassifikation: Champagne AOC – Grand Cru, Brut Nature, Blanc de Blancs (Einzellage)
Ausbau: 100 % Chardonnay, naturnaher Ausbau, ohne Dosage

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Feinkost

Il Caruggiu Condimento Olivenöl mit Zitrone

Feinkost · Olivenöl · Zitrone · Ligurien

Il Caruggiu Condimento – Olivenöl mit Zitrone ist ein ligurisches Zitronenöl vom Familienbetrieb Il Caruggiu. Für dieses Top-Produkt werden rund 100 kg Oliven gemeinsam mit etwa 25 kg frischen Zitronen gepresst. So entsteht ein einzigartiges Öl mit sehr intensivem Zitronenduft.


Herkunft

Il Caruggiu liegt in Ligurien, im Hinterland der Provinz Imperia. Geschützt von den Seealpen herrscht hier ein mildes, sonniges Mikroklima – ideal für Oliven (vor allem die heimische Taggiasca) und Zitrusfrüchte. Aus diesem Zusammenspiel entsteht das aromatische Zitronenöl.

Anbau und Verarbeitung

Anders als bei nachträglich aromatisierten Ölen werden hier rund 100 kg Oliven gemeinsam mit etwa 25 kg frischen Zitronen gepresst. Durch dieses gemeinsame Pressen geht das Zitronenaroma direkt ins Öl über – natürlich und besonders intensiv.

Geschmack

Goldgelbes Öl mit sehr intensivem, frischem Zitronenduft. Im Geschmack mild-fruchtig vom Olivenöl, getragen von einer kräftigen, klaren Zitrusnote.

Am Tisch

Ideal zu Carpaccio, Fischgerichten und Salaten, ebenso über gegrilltes Gemüse, Meeresfrüchte oder als Finish für helle Pasta- und Risottogerichte. Am besten roh über die fertigen Speisen träufeln.


Hersteller: Il Caruggiu (Imperia, Ligurien)
Produkt: Condimento – Olivenöl mit Zitrone (Zitronenöl)
Art: Würzöl aus Oliven und Zitronen
Herkunft: Ligurien, Italien
Verarbeitung: Oliven und frische Zitronen gemeinsam gepresst
Mindesthaltbarkeit (MHD): 30.05.2028

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Länder/Regionen

Aphrodis Banyuls Traditionnel

Süßwein · Banyuls · Vin Doux Naturel · Roussillon

Aphrodis Banyuls Traditionnel ist ein roter Vin Doux Naturel – ein Likörwein – aus dem Roussillon im Süden Frankreichs. Er wächst an den steilen Schieferhängen rund um Banyuls-sur-Mer, überwiegend aus Grenache. Während der Gärung bewahrt die Zugabe von Alkohol den natürlichen Zucker und das Traubenaroma. Anschließend reift er traditionell im Eichenfass.


Banyuls

Banyuls liegt an der Mittelmeerküste des Roussillon, an steilen Terrassen rund um Banyuls-sur-Mer nahe der spanischen Grenze. Auf den kargen, trockenen Schieferböden wächst vor allem Grenache mit extrem geringen Erträgen. Sonne, Wind und Meeresnähe prägen den konzentrierten Stil.

Rebsorte und Ausbau

Der Wein basiert überwiegend auf Grenache. Die fast rosinierten Trauben werden vergoren, dann wird die Gärung durch Zugabe von Alkohol gestoppt (Mutage), sodass natürlicher Zucker und Traubenaroma erhalten bleiben. Es folgt eine traditionelle Reifung im Eichenfass.

Im Glas

Tiefes, granatrotes Bild. In der Nase reife dunkle Frucht, Dörrpflaume und Rosine, dazu Kakao und feine Holzwürze. Am Gaumen süß, vollmundig und konzentriert, mit weicher Struktur. Der Abgang ist lang.

Am Tisch

Leicht gekühlt bei 14–16 °C servieren, als Dessertwein oder Digestif. Durch den hohen Zucker bleibt er auch nach dem Öffnen länger haltbar.

Klassische Begleitung: Schokoladendesserts, Blauschimmelkäse und Trockenfrüchte.


Lage: Banyuls-sur-Mer, Roussillon; Schieferterrassen
Klassifikation: Banyuls AOC – Vin Doux Naturel (Traditionnel)
Ausbau: Mutage mit Alkohol, traditionelle Reifung im Eichenfass

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Spanien

Matsu El Recio

Wein · Rotwein · Toro · Spanien

Matsu El Recio – „der Starke" – steht für Kraft und Konzentration: Handernte, Traubenselektion, 22 Tage Maischestandzeit, malolaktische Gärung und 14 Monate Ausbau in neuen französischen Eichenfässern. Dunkle Schokolade, Brom- und Heidelbeeren, frische Vanille, Toffee und Zedernholz; opulent und verführerisch im Abgang.


Toro / Castilla y León

Die Bodega Matsu (Vintae-Gruppe) liegt in der DO Toro in der Provinz Zamora. El Recio ist der mittlere Wein der Matsu-Familie – das Etikett zeigt einen Mann mittleren Alters. Die Trauben stammen von rund 90 Jahre alten Reben auf sandigen Böden mit hohem Granitanteil, die biodynamisch bewirtschaftet werden.

Rebsorte und Ausbau

Reinsortig aus Tinta de Toro (lokaler Tempranillo-Klon). Nach manueller Handernte und Traubenselektion folgt eine Maischestandzeit von 22 Tagen auf den Schalen. Die malolaktische Gärung findet in neuen französischen Eichenfässern statt, in denen der Wein anschließend 14 Monate ausgebaut wird. Abgefüllt wird er unfiltriert und ungeschönt. Trocken ausgebaut.

Im Glas

Tiefes, dichtes Rubinrot. In Duft und Geschmack „stark" im wahrsten Sinne: dunkle Schokolade, Brom- und Heidelbeeren, frische Vanille, Toffee und Zedernholz. Am Gaumen opulent und vollmundig, mit samtigen Tanninen und einem verführerisch wilden, langen Abgang. Ein Wein mit Reifepotenzial.

Am Tisch

Bei 16–18 °C servieren und vor dem Genuss karaffieren – ein kraftvoller Begleiter zu herzhaften Gerichten.

Passt zu: kräftigem rotem Fleisch, Wild, Schmorgerichten, Gegrilltem und reifem Käse.


Lage: DO Toro, Zamora (Castilla y León, Spanien); Bodega Matsu
Klassifikation: DO Toro – 100 % Tinta de Toro (Tempranillo), trocken
Ausbau: 22 Tage Maischestandzeit; 14 Monate in französischen Eichenfässern; unfiltriert und ungeschönt

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Weine

Markus Schneider Mele Kalikimaka 2021

Wein · Rotwein · Pfalz · Deutschland

Markus Schneider Mele Kalikimaka 2021 ist der limitierte Weihnachts-Rotwein des Guts – „Fröhliche Weihnachten" auf Hawaiianisch, benannt nach dem Weihnachtslied von Robert Alex Anderson (1949). Eine festliche Cuvée, die nur in kleiner Auflage und wenige Tage vor den Feiertagen erhältlich ist.


Pfalz / Ellerstadt

Das Weingut Markus Schneider ist in Ellerstadt in der Pfalz beheimatet. Die Trauben für diese Cuvée stammen aus den Premiumlagen des Guts und wurden ausschließlich von Hand gelesen sowie in kleinen Chargen behutsam eingebracht.

Assemblage und Ausbau

Eine Cuvée aus Merlot und Cabernet Dorsa. Beide Sorten wurden aufgrund unterschiedlicher Lesezeitpunkte getrennt vinifiziert, vergoren und anschließend in neuen und gebrauchten französischen Barriques ausgebaut, bevor sie zum fertigen Wein vermählt wurden. Trocken ausgebaut.

Im Glas

Tiefes, dichtes Rubinrot. In der Nase reife Pflaume, Cassis und Brombeere, begleitet von winterlichen Gewürznoten und zarten Röstaromen. Am Gaumen kräftig und dicht, zugleich fein und geschmeidig, mit gut eingebundenen Tanninen, marmeladig-kompottiger Frucht und langem, würzigem Abgang.

Am Tisch

Bei 16–18 °C servieren; jüngere Flaschen profitieren vom Dekantieren – der ideale Wein für die festliche Küche.

Passt zu: Gänsebraten, Wild, geschmortem Lamm, Rinderfilet und kräftig gewürzten Weihnachtsgerichten.


Lage: Pfalz, Ellerstadt (Deutschland); Weingut Markus Schneider
Klassifikation: Rotwein-Cuvée (limitiert) – Merlot & Cabernet Dorsa, trocken
Ausbau: Handlese, getrennte Vinifikation, neue und gebrauchte französische Barriques
Jahrgang: 2021

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Weine

Christian Ottenbreit Grauburgunder Unleashed

Orange-Wein · Franken · Naturwein

100 % Grauburgunder maischevergoren Deutscher Landwein Main Obernbreit · Franken trocken · 10 Monate Eichenfass ungeschönt & unfiltriert

Der Grauburgunder „Unleashed" 2025 ist der maischevergorene Orange-Wein von Christian Ottenbreit aus Obernbreit im fränkischen Maindreieck. Handgelesen, im Ertrag reduziert, maischevergoren und über zehn Monate im Eichenholzfass gereift. Die Maischegärung gibt dem trockenen Grauburgunder seine bernstein- bis lachsfarbene Tönung und ein feinkörniges Tannin. Gefüllt wird ohne Schönung und Filtration; der Jahrgang 2025 ist klar fränkisch und kräuterwürzig.


Obernbreit – Maindreieck, Franken

Weingut Ottenbreit bewirtschaftet rund sieben Hektar im Maindreieck um Obernbreit und Marktbreit und stellt den Betrieb auf ökologischen Anbau um. Die Reben für den „Unleashed" wurzeln auf gelbem Muschelkalk, einem kalkgeprägten Boden, der dem Wein seine kreidig-salzige Mineralität mitgibt. Die Einstufung erfolgt als Deutscher Landwein Main, trocken.

Assemblage und Ausbau

Reinsortiger Grauburgunder aus handgelesenen, im Ertrag reduzierten Trauben. Die Trauben werden maischevergoren und reifen anschließend über zehn Monate im Eichenholzfass. Die Füllung erfolgt ohne Schönung und Filtration, bei 13 % vol. Vor dem Servieren wird Dekantieren empfohlen, rund eine Stunde.

Im Glas

In der Nase rauchige und nussige Töne, dazu Zitrus, helle Blüten, Mandel sowie ein Hauch Hagebutte und roter Beeren. Am Gaumen trocken und straff, mit frischer Säure, griffigem, feinkörnigem Tannin und kreidig-salziger Mineralität. Im Hintergrund Pfirsich, Quitte und eine zurückhaltende Würze aus dem Holz. Der Abgang bleibt mineralisch und herb.

Am Tisch

Klassische Begleitung: gereifter Hartkäse, Schweinebauch, Geflügel-Curry, Pilzrisotto und gegrilltes Gemüse. Das Tannin trägt auch würzige Küche aus Nordafrika und Asien. Trinkreif ab sofort, der Wein gewinnt mit Luft; bei kühler, dunkler Lagerung bis etwa 2030. Serviertemperatur 10–12 °C.


Lage Obernbreit, Franken (Maindreieck), gelber Muschelkalk
Klassifikation Deutscher Landwein Main
Ausbau Maischevergoren, 10 Monate Eichenfass, ohne Schönung und Filtration

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Rebsorten

Knab Spätburgunder Endinger Wihlbach Spätburgunder *** 2018

Wein · Rotwein · Baden · Deutschland

Knab Endinger Wihlbach Spätburgunder *** 2018 ist ein hochklassiger Lagen-Spätburgunder vom Kaiserstuhl. Ein besonders schonender, langer Ausbau sorgt für optimale Tanninreife und ein sehr hohes Lagerpotenzial – ausgezeichnet mit dem Deutschen Rotweinpreis 2020.


Baden / Endinger Wihlbach

Das Weingut Knab ist in Endingen am Kaiserstuhl in Baden beheimatet. Im Endinger Wihlbach wurde bereits zu Römerzeiten ein Gutshof errichtet und unter Kaiser Probus, dem Förderer germanischen Weinbaus, die ersten Weinberge angelegt. Die meterdicke Lössbedeckung und der sehr hohe Kalkgehalt des Bodens sorgen für eine gute Wasser- und Nährstoffversorgung der Reben. Die ***-Kennzeichnung steht bei Knab für die höchste Qualitätsstufe.

Rebsorte und Ausbau

Reinsortig aus Spätburgunder. Ein besonders schonender Ausbau über 16 Monate im Barrique und 6 Monate im großen Eichenfass sorgt für optimale Tanninreife und ein sehr hohes Lagerpotenzial. Trocken ausgebaut.

Im Glas

Dichtes Rubinrot. In der Nase reife dunkle Kirsche und Waldbeeren, verbunden mit feiner Holzwürze und dezenten Röstnoten aus dem Fassausbau. Am Gaumen dicht und strukturiert, mit reifem, feinkörnigem Tannin, klarer Frucht und einem langen, nachhaltigen Abgang; großes Reifepotenzial.

Am Tisch

Bei 16–18 °C servieren; jugendliche Flaschen profitieren vom Dekantieren.

Passt zu: Wild, Braten, Lamm, Schmorgerichten und gereiftem Hartkäse.


Lage: Baden, Kaiserstuhl, Endingen – Endinger Wihlbach (Deutschland); Weingut Knab
Klassifikation: Lagenwein, Spitzenklasse (***) – 100 % Spätburgunder, trocken
Ausbau: 16 Monate Barrique + 6 Monate großes Eichenfass; Löss mit hohem Kalkgehalt
Auszeichnung: Deutscher Rotweinpreis 2020
Jahrgang: 2018

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