Das Fenster zum Meer

Das Fenster zum Meer

Nach einem durchaus langen, durchaus intensiven, vor allem aber überaus interessanten Besuch in einer Bodega, von der weiter unten noch die Rede sein wird, machten sich Núria, unsere Reiseleiterin, vier Schweizer (Bären waren keine darunter), sowie der oso alemán auf, die Höhen des Ortes zu erreichen. Dies ist beileibe keine einfache Aufgabe, denn die Stadt, die Teil des Reiches Tartessos gewesen sein soll, wächst hier nun schon zwei Jahrtausende, wenn nicht noch länger vor sich hin. Gleichwohl: das Wachstum findet nur im Osten statt, denn das westliche Ende des Barrio Bajo formt der Guad-al-quivir, der hier dem Atlantik entgegenströmt.

Während das Barrio Bajo aus quirligen Straßen mit ebenso quirligen Einheimischen gefüllt ist (Touris gibt es zwar viele, sie fallen aber nicht sonderlich auf) ist das Barrio Alto voller alter Lagerhallen und Gebäude, denen man ansieht, dass sie dereinst eine gewichtige Rolle spielten, heute aber drohen, der Vergessenheit anheimzufallen.

Endlich angekommen, das Parkplatz suchen ist noch einmal ein Thema für sich, öffnet Núria eine der Türen eine dieser Hallen, mitten im Barrio Alto, dem Weinherzen des Ortes. Kein Schild erklärt, was sich dahinter verbirgt. Drinnen findet man, fein säuberlich gestapelt, alte, uralte Fässer, pechschwarz überzogen, damit Licht keinen Schaden anrichten kann. Oder aber auch deshalb, weil Licht Schaden angerichtet hat. So wirklich klar ist das nicht. Alle paar Jahre werden die Fässer mal geschrubbt, geschliffen und von den Kristallen befreit, die sich am Fassrand abgelagert haben. Denn nur so kann die salzige Luft ihre Arbeit tun. Und ohne diese salzige Luft wäre das alles nicht möglich.

Eigentlich spielt es keine Rolle, wann man durch die Gässlein des Barrio Alto schlendert, der salzhaltige Wind ist immer da, man nimmt ihn stärker wahr als im Barrio Bajo, wo die Luft dann schon etwas drückend daherkommen kann. Salz kommt vom Meer, und das Meer befindet sich im Westen. Und damit die Salzluft oder auch das Luftsalz, so klar ist auch das nicht, ihre Arbeit gewissenhaft erledigen kann, haben alle Bodegas Öffnungen, Fester ohne Glas, gen Westen, möglichst weit oben angebracht, um dem Schatteneffekt der Nachbargebäude weitestgehend zu entgehen. Denn so wirkt der Wind Tag und Nacht, Montag bis Sonntag, das ganze Jahr lang.

Und genau darin liegt der Unterschied zwischen einem Manzanilla de Sanlúcar de Barrameda und einem Fino aus Jerez de la Frontera begründet. Der Flor, die Hefeschicht, die sich auf dem Wein bildet, genießt hier exzellente Bedingungen. Anders als in Jerez, wo es im Sommer zu heiß und im Winter zu trocken ist, schützt die Hefe den Wein hier über das ganze Jahr. Genau deswegen sind die Manzanillas, sie gibt es nur aus Sanlúcar de Barrameda, leichter, eleganter, frischer als die etwas fetteren, meist etwas nussig daherkommenden Finos aus dem Nachbarort.

Um als Manzanilla auf den Markt zu kommen, muss der auf fünfzehn Volumenprozent aufgespritete Wein mindestens drei Jahre reifen; in der Nachbarweinregion Jerez-Xérès-Sherry hat man dieses Limit kürzlich, damit die omnipräsente Weinindustrie nicht übermäßig leiden muss, auf nur noch zwei Jahre abgesenkt. In Sanlúcar kann man darüber nur milde lächeln. Denn ein halbwegs ordentlicher Manzanilla reift sieben bis zehn Jahre in den Fässern, erst dann hat er die Komplexität erreicht, die ihn so einzigartig macht.

Natürlich verbleibt der Wein nicht die ganze Zeit in einem Fass, er durchläuft das Criadera-Solera-System, welches je nach Bodega vier bis über zehn Stufen umfasst. Nur aus der letzten, der Solera, wird der fertige Manzanilla entnommen, maximal ein Drittel, oftmals aber nur ein Sechstel des Inhalts. Dies wird aufgefüllt, mit Wein aus der ersten Criadera, solange, bis fünf Sechstel des Fasses, hier Botas genannt, voll sind. Ein Sechstel bleibt leer, damit die Hefe atmen kann und der Wein weiter reift. Die erste Criadera nascht von der zweiten, welche wiederum von der dritten gefüttert wird. Und so weiter, bis man an der letzten Criadera-Stufe angelangt ist, die dann mit frischem, angereichertem Wein aufgefüllt wird.

Für die Sanluqueñas und Sanluqueños ist ihr Manzanilla nicht etwa ein Getränk, es ist Teil ihres Lebens. Zwar gibt es in allen Bars und Restaurants in Flaschen abgefüllten Manzanilla, man trinkt aber oft einfach einen Manzanilla „en rama“, einen unfiltrierten Manzanilla. Auch wenn die eine oder andere Bodega Manzanilla en rama abfüllt (von Barbadillo etwa gibt es derer vier: einen im Frühjahr, einen im Sommer, einen im Herbst und einen im Winter), wird doch der Großteil der Produktion lose verkauft: an Konsumenten vor Ort, die mit ihren Kanistern, Glasballons oder Plastikflaschen kommen, um sich die Tages oder Wochenration abzuholen, vor allem aber an Bars und Restaurants, die den en rama dann in Holzfässer füllen und direkt zapfen. Wenn man nicht aufpasst und rechtzeitig schreit, bekommt man ihn schon einmal in einer Art Teeglas serviert.

Auch wenn Barbadillo so klein nicht ist, die wirkliche Sherry-Industrie ist in Jerez und in El Puerto de Santa María beheimatet. Dort sind die Rebflächen größer, die Hallen gigantischer, die Verkaufszahlen spektakulär. Gut, letzteres ist Teil der Geschichte, denn in der D.O. Jerez-Xérès-Sherry gehen die Umsätze seit Jahren zurück. Viele Bodegas wurden verkauft, zusammengewürfelt, sonstwie fusioniert. Geld verdienen mit Sherry ist so einfach nicht. Auch vor Sanlúcar machte dieser Prozess nicht halt. Pérez Marín, deren Manzanilla heißt La Guita, wurde schon vor Jahren an die Gruppe Estevez (unter anderem Valdespino) verkauft, diverse andere Bodegas folgten.

In der Regel bleiben die Manzanilla-Macher aus Sanlúcar indes unter sich, nur selten wird ein aufgegebener Keller an eine Bodega aus Jerez oder aus El Puerto verkauft. So wird zumindest ein Teil der Geschichte bewahrt, denn die aufkaufenden Bodegas setzen die Tradition der gekauften Bodega normalerweise fort. Meistens scheitern die Kellereien ja nicht aufgrund mangelnder Qualität, sondern weil es entweder an Erben oder an Geld mangelt. Anders könnten auch kaum neue Projekte entstehen, denn eine typische Solera hat schon mehr als fünfzig Winter gesehen, manche sind mehr als einhundert Jahre alt.

Diverse neuere Projekte sind so entstanden, etwa Bodegas Juan Piñeiro, die es erst seit gut zwei Jahrzehnten gibt. Die dazugehörigen Keller mit ihren Botas hingegen sind wesentlich älter. Das schillerndste und auch tragischste Beispiel dieser Verkettungen war Bodegas Rodeo Romero, beheimatet im Barrio Bajo, dort, wo auch Argüeso, La Cigarrera und andere Kellereien zuhause sind. Die eigene Marke, Aurora, gab es schon lange, immer als Manzanilla, aber auch als trockener, konchentrockener Amontillado und Oloroso. Dann wurde die in Konkurs gegangene Bodega Méndez integriert und deutlich später Gaspar Florido, die wohl beste Bodega des Ortes: der 25-GF war ohne jeden Zweifel einer der drei besten Produkte, die Sanlúcar in den letzten einhundert Jahren gesehen hatte. Nur: die Erben hatten keine Lust auf den Knochenjob, die Bodega wurde verkauft. Leider übernahm sich die Kellerei Pedro Romero mit dieser Operation. Die Verkäufe reichten nicht, um die Millionenschulden zu bedienen. Der Chef, ein angesehener Notar aus Jerez, beendete sein Leben mit einem Schuss, die Bodega wurde aufgeteilt. Fast alles blieb in Sanlúcar.

Die vielleicht wichtigste Neuerung leitet ein Großhändler aus Sanlúcar de Barrameda: Francisco „Paco“ Yuste. Im Jahr neunzehnhundert einundneunzig kaufte er eine damals bereits seit Jahren geschlossene Bodega, Santa Ana, natürlich mitsamt bestens gepflegten Botas. Als er ein Jahrzehnt später die Möglichkeit hatte, Bodegas Los Ángeles im Barrio Alto zu erwerben, schlug er erneut zu. Mit Bodega Miraflores, dem aktuellen Stammhaus der Bodega Yuste, gesellte sich neun Jahr später eine dritte Bodega hinzu. Und dann kam die Pleite von Pedro Romero. Paco erwarb einen Teil der Botas, der andere Teil ging an Piñeiro, aber auch den Markennamen Aurora, eine von Pedro Romero bestens eingeführte und gepflegte Produktlinie trockener Manzanillas, Amontillados, Palo Cortados und Olorosos. Die beste Entscheidung war, die Botas vom Barrio Bajo ins Barrio Alto, gen Los Ángeles, zu verlagern. Mehr Fenster gen Meer, mehr Wind, mehr Salz, mehr Futter für die Hefen. Amontillados und Olorosos können oben und unten gleich gut reifen, denn da ist die Hefe ja entweder abgestorben oder von Anfang an gar nicht vorhanden.

Und dann kam Argüeso! Herederos de Argüeso ist eine der bekanntesten Kellereien aus Sanlúcar de Barrameda, gegründet vor fast genau zweihundert Jahren. Im dritten Drittel des letzten Jahrhunderts ging es dieser Firma nicht wirklich gut, sie wurde zweimal verkauft, zuletzt an eine Immobilienfirma aus Cádiz. Diese aber war an Manzanilla überhaupt nicht interessiert, ihr ging es einzig darum, über die zwei riesengroßen, mitten im Zentrum gelegenen Komplexe zu verfügen, sie bei Gelegenheit abzureißen und durch neue Immobilien zu ersetzen. Allein: der Deal ging nicht auf, da die alten Bodegas inzwischen unter einer Art Denkmalschutz stehen. Schlagartig verlor man das Interesse an dieser Bodega. Paco kam, sah und kaufte. Langsam, ganz langsam, beginnt Argüeso, sich wieder frei zu schwimmen. Der Stil der Manzanillas indes ist gleich geblieben: Manzanilla Don León war schon immer etwas fetter als andere Manzanillas aus Sanlúcar de Barrameda.

Im Großen und Ganzen hat sich Sanlúcar so schlecht nicht geschlagen, inhabergeführte Kellereien sind dann halt doch etwas anderes als großkopferte Großbodegas.

Und solange der Wind vom Meer kommend in die offenen Fenster der Bodegas weht und das Salz des Atlantik in die Botas aus Sanlúcar trägt, so lange wird sich daran auch nichts ändern. Text: El oso alemán

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Weine

Weingut Andres Ruppertsberger Reiterpfad Riesling 2023 BIO

Weißwein · Ruppertsberg (Pfalz) · Riesling

Riesling Ruppertsberger Reiterpfad (Einzellage) Ruppertsberg · Pfalz (Mittelhaardt) Weingut Andres Buntsandstein mit Kalkadern trocken · 30 hl/ha ~1 Jahr Vollhefe · großes Holzfass BIO · 2023

Der Weingut Andres Ruppertsberger Reiterpfad Riesling 2023 ist ein eleganter Lagen-Riesling von einem leicht erhöhten Plateau mit Buntsandsteinböden, die von feinen Kalkadern durchzogen sind. Ein charakterstarker Pfälzer mit klarer Handschrift – Würze, präzise Salzigkeit und Tiefe.


Ruppertsberger Reiterpfad – Riesling am Waldrand

Das Weingut Andres in Deidesheim wird von den Brüdern Michael und Thomas Andres geführt, die ihre Lagen an der Mittelhaardt ökologisch, ergänzt durch biodynamische Grundsätze, bewirtschaften. Der Ruppertsberger Reiterpfad liegt am Rand des Pfälzerwalds und zählt mit seiner südöstlichen Ausrichtung und seinem warm-trockenen Mikroklima zu den besten Weinbergen der Mittelhaardt.

Die Böden bestehen aus lehmigem Sand und Buntsandsteinverwitterung mit stellenweise steinigem Untergrund – ideale Bedingungen für tief wurzelnde Reben. Der Riesling von Andres wächst auf einem leicht erhöhten Plateau mit Buntsandsteinböden, die von feinen Kalkadern durchzogen sind; dieses Terroir verleiht dem Wein eine charaktervolle Würze und präzise Salzigkeit. Der Name „Reiterpfad" geht auf einen historischen Weg zurück, der in römischer Zeit als militärische Route genutzt wurde – heute steht er sinnbildlich für ausdrucksstarke, langlebige Weine mit Herkunft und Tiefe.

Jahrgang 2023 – Pfalz

2023 war in der Pfalz ein Jahrgang mit reifer, aromatischer Frucht und lebendiger Säure. Das warm-trockene Mikroklima des Reiterpfads am Waldrand und der minimalistische, herkunftsbetonte Stil des Weinguts bewahrten Frische und Präzision – reife Frucht und mineralische Spannung im Gleichgewicht.

Ausbau

Trockener Lagen-Riesling aus der Einzellage Ruppertsberger Reiterpfad, Jahrgang 2023; 100 % Riesling von Buntsandstein mit feinen Kalkadern, Ertrag nur 30 hl/ha.

Der Wein wird mit natürlichen Hefen vergoren und rund ein Jahr auf der Vollhefe im großen Holzfass ausgebaut. Diese schonende Machart schenkt ihm Tiefe, Struktur und Finesse, ohne die kühle Herkunftsprägung zu überdecken. Bewirtschaftet wird biologisch (DE-ÖKO-039), ergänzt durch biodynamische Grundsätze.

Im Glas

Ein Riesling von charaktervoller Eleganz: reife gelbe Frucht und Steinobst, dazu eine kühle Kräuterwürze und feine Mineralität aus Buntsandstein und Kalkadern. Am Gaumen präzise und gut balanciert, mit spürbarer Struktur, lebendiger, gut eingebundener Säure und einer salzigen Frische, die in einen langen, würzig-mineralischen Nachhall mündet.

Reife gelbe Frucht und Steinobst über kühler Kräuterwürze und feiner Mineralität – präzise, balanciert und würzig, mit salziger Frische und langem Nachhall.

Ein ausdrucksstarker, langlebiger Lagen-Riesling; gewinnt mit den Jahren. Bei 10–12 °C servieren.

Am Tisch

Zu Fisch und Meeresfrüchten, zu Geflügel und Kalb in heller Sauce, zu würziger asiatischer Küche sowie zu cremigen Gerichten und mildem Hartkäse.


Lage: Ruppertsberger Reiterpfad, Ruppertsberg, Pfalz (Mittelhaardt); Waldrandlage, südöstliche Ausrichtung, ~120–175 m; leicht erhöhtes Plateau, Buntsandstein mit feinen Kalkadern
Klassifikation: Lagen-Riesling, Pfalz (trocken); 100 % Riesling; 30 hl/ha
Ausbau: Vergärung mit natürlichen Hefen, ~1 Jahr auf der Vollhefe im großen Holzfass; biologisch/biodynamisch, DE-ÖKO-039

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Feinkost

Dolci Pensierie di Calabria Vollmilchschokolade mit Bergamotte

Feinkost · Schokolade · Bergamotte · Kalabrien · Italien

Dolci Pensieri di Calabria Vollmilchschokolade mit Bergamotte ist eine handgeschöpfte Vollmilchschokolade mit 32 % Kakaoanteil und echter Bourbonvanille, verfeinert mit dem feinen Aroma der kalabrischen Bergamotte. Ihre typisch säuerlich-bittere Note – bekannt aus dem Earl Grey Tee – verleiht ihr elegante Fruchtigkeit und ausgewogene Frische.


Kalabrien

Die Bergamotte ist die Zitrusspezialität Kalabriens im Süden Italiens, wo sie an der Ionischen Küste in besonderer Qualität gedeiht. In der kleinen Manufaktur Dolci Pensieri di Calabria entstehen täglich nur rund 500 dieser besonderen Tafeln.

Herstellung

Die Schokolade besteht aus Vollmilchschokolade mit 32 % Kakaoanteil, verfeinert mit echter Bourbonvanille und kalabrischer Bergamotte. Jede Tafel wird sorgfältig von Hand geschöpft und in Form gegossen – ein kleines Meisterwerk italienischer Schokoladenkunst.

Geschmack

Cremige Vollmilchschokolade mit dem feinen, säuerlich-bitteren Aroma der Bergamotte, das an Earl Grey erinnert. Elegant fruchtig, mit einer ausgewogenen Frische und der sanften Süße der Bourbonvanille.

Am Tisch

Pur als feines Dessert oder zum Kaffee genießen.

Klassische Begleitung: Espresso, Tee, Dessertweine und als feines Geschenk.


Hersteller: Dolci Pensieri di Calabria
Produkt: Vollmilchschokolade mit Bergamotte
Art: Vollmilchschokolade, 32 % Kakao
Herkunft: Kalabrien (Italien)
Verarbeitung: handgeschöpft, mit Bourbonvanille und Bergamotte
Mindesthaltbarkeit (MHD): 31.12.2027

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Weine

Claus Preisinger Kalkstein Blaufränkisch 2023 BIO

Rotwein · Blaufränkisch · Neusiedlersee · Burgenland · Bio

Claus Preisinger Kalkstein Blaufränkisch ist ein Bio-Rotwein aus 100 % Blaufränkisch. Die Trauben stammen aus den von fossilem Kalk und Kalksandstein des Urmeers geprägten Lagen am Nordende des Neusiedler Sees. Würzig, saftig und kräftig, mit feiner Mineralität. Im Glas dunkle Beerenfrucht und Waldbodennoten.


Neusiedlersee (Burgenland)

Die Trauben wachsen am Nordende des Neusiedler Sees im Burgenland (Österreich), auf Lagen, die von fossilem Kalk und Kalksandstein eines Urmeers geprägt sind. Diese Böden verleihen dem Blaufränkisch seine feine Mineralität. Claus Preisinger arbeitet naturnah; der Wein ist Bio-zertifiziert (Öko-Kontrollstelle AT-BIO-402).

Rebsorte und Ausbau

Der Wein besteht zu 100 % aus Blaufränkisch. Nach Handlese im Oktober mit Vorselektion im Weingarten und Nachsortierung im Weingut erfolgt eine schonende Verarbeitung und Spontangärung im Tank. Anschließend reift er acht Monate in Eichenfässern auf der eigenen Hefe; abgefüllt ohne gesetzliche Ursprungsbezeichnung.

Im Glas

Tiefes Rot. In der Nase ein feiner Duft von Brombeeren, Waldbeeren und frischem Waldboden. Am Gaumen würzig, saftig und kräftig, mit klarer Struktur. Der Abgang zeigt eine feine Mineralität.

Am Tisch

Bei 16–18 °C servieren; eine kurze Belüftung tut dem Wein gut.

Klassische Begleitung: Rind, Lamm, Wild und kräftige Schmorgerichte.


Lage: Nordufer Neusiedlersee, Burgenland (Österreich); fossiler Kalk/Kalksandstein
Klassifikation: Wein ohne geschützte Ursprungsbezeichnung (Österreich) – Rotwein
Ausbau: 100 % Blaufränkisch, Spontangärung im Tank, 8 Monate Eichenfass auf der Hefe

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Weine

Domaine La Cadenière Léonie Coteaux d´Aix en Provence blanc BIO

Weißwein · Coteaux d'Aix-en-Provence · Provence · Bio

Domaine La Cadenière Léonie Coteaux d'Aix-en-Provence Blanc ist eine florale Bio-Weißwein-Cuvée aus Sauvignon Blanc, Clairette und Rolle (Vermentino) aus der Provence. Im Glas frische Aromen von Zitrus, Lindenblüten und Apfel. Am Gaumen frisch und knackig mit leichter Mineralität.


Coteaux d'Aix-en-Provence

Die Coteaux d'Aix-en-Provence in Südfrankreich bietet beste Bedingungen für frische, aromatische Weißweine. Das mediterrane Klima und die kalkgeprägten Böden verleihen dem Wein Frische und eine feine Mineralität. Der Wein ist Bio-zertifiziert (Öko-Kontrollstelle FR-BIO-10).

Assemblage und Ausbau

Die Cuvée vereint Sauvignon Blanc, Clairette und Rolle (Vermentino). Der Ausbau stellt die frische, florale Aromatik in den Vordergrund und bewahrt die knackige Frische des Weins.

Im Glas

Helles Strohgelb. In der Nase floral, mit Zitrus, Lindenblüten und Apfel. Am Gaumen frisch und knackig, mit leichter Mineralität. Der Abgang ist klar und animierend.

Am Tisch

Gut gekühlt bei 9–11 °C servieren, als Apéritif oder als Speisenbegleiter.

Klassische Begleitung: Fisch, Meeresfrüchte, Salate und mediterrane Vorspeisen.


Lage: Coteaux d'Aix-en-Provence, Provence (Frankreich)
Klassifikation: Coteaux d'Aix-en-Provence AOP – Blanc
Ausbau: Sauvignon Blanc/Clairette/Rolle, fruchtbetonter Ausbau

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Länder/Regionen

Markus Schneider Merlot Mon Église 2020

Wein · Rotwein · Pfalz · Deutschland

Markus Schneider Merlot Mon Église 2020 stammt von kleinen Parzellen rund um das Gut, mit Blick auf „unsere Kirche". Ein dichter, samtiger Merlot aus einer ausgesuchten Lage der Pfalz.


Pfalz / Ellerstadt

Das Weingut Markus Schneider ist in Ellerstadt in der Pfalz beheimatet. Die Parzellen für den Mon Église liegen arrondiert um das Gut auf einer winzigen Plateauebene über dem Dorf, angrenzend an die ehemaligen Pfarrgärten, mit Blick auf die Kirche, die dem Wein ihren Namen gibt.

Rebsorte und Ausbau

Reinsortig aus Merlot von ausgesuchten Parzellen rund um das Gut. Der Ausbau stellt die dichte, samtige Frucht und die feine Struktur dieser Lage in den Vordergrund. Trocken ausgebaut.

Im Glas

Dichtes Rubinrot. In der Nase reife dunkle Frucht wie Pflaume und Brombeere, verbunden mit feiner Würze. Am Gaumen dicht und samtig, mit reifem, weichem Tannin, klarer Frucht und einem langen, runden Abgang.

Am Tisch

Bei 16–18 °C servieren; jüngere Flaschen profitieren vom Dekantieren.

Passt zu: Braten, Lamm, Rind, Schmorgerichten und gereiftem Hartkäse.


Lage: Pfalz, Ellerstadt – Parzellen rund um das Gut (Deutschland); Weingut Markus Schneider
Klassifikation: Parzellenwein – 100 % Merlot, trocken
Ausbau: fruchtbetont und samtig
Jahrgang: 2020

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Deutschland

Metzger Hausmarke Weiss

Weißwein · Cuvée · Müller-Thurgau & Scheurebe · Pfalz

Metzger Hausmarke weiß ist eine saftig-milde, sehr süffige Cuvée aus Müller-Thurgau und Scheurebe vom Weingut Metzger aus der Pfalz. Pampelmuse, leichte Muskatnoten und Stachelbeeren verwöhnen Duft und Gaumen. Frech und frisch!


Pfalz

Das Weingut Metzger liegt in der Pfalz im Südwesten Deutschlands. Das Klima bringt aromatische, fruchtbetonte Weißweine hervor – Grundlage für diese süffige Alltagscuvée.

Assemblage und Ausbau

Die Cuvée vereint Müller-Thurgau und Scheurebe. Eine natürliche Restsüße von knapp 20 g/l stützt die knackige Frucht und macht den Wein besonders süffig.

Im Glas

Helles Strohgelb. In der Nase und am Gaumen Pampelmuse, leichte Muskatnoten und Stachelbeeren. Saftig und mild, mit knackiger Frucht und feiner Restsüße. Frech und frisch, mit saftigem Abgang.

Am Tisch

Gut gekühlt bei 8–10 °C servieren – ein süffiger Begleiter für viele Gelegenheiten.

Klassische Begleitung: Vesper, Salate, leichte Gerichte, würzige Küche oder solo.


Lage: Pfalz (Deutschland)
Klassifikation: Pfalz – Weißwein-Cuvée
Ausbau: Müller-Thurgau & Scheurebe, fruchtbetont, ~20 g/l Restsüße

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Länder/Regionen

Sylvain Bzikot Puligny-Montrachet blanc 2023

Weißwein · Puligny-Montrachet · Chardonnay

Chardonnay Puligny-Montrachet AOC Côte de Beaune 2023 kalksteinreiche Böden

Der Puligny-Montrachet Blanc 2023 von Sylvain Bzikot ist ein puristischer, sehr eleganter und feiner Chardonnay aus einer der berühmtesten Weißwein-Gemeinden der Côte de Beaune. Salzige Mineralität und packende Frische prägen diesen Wein.


Puligny-Montrachet – Heimat großer Weißweine

Puligny-Montrachet ist ein Dorf an der Côte de Beaune, weltberühmt für seine Chardonnay-Weißweine. Hier liegen vier Grand Crus und 17 Premier Crus. Die kalksteinreichen Böden und das spezifische Klima verleihen den Weinen eine feine Mineralität und feste Struktur, die sie von den Nachbarn Chassagne-Montrachet und Meursault unterscheidet.

Das kontinentale Klima mit warmen Sommern und kühlen Wintern verlangt wegen des frühen Frühlings und der Frostgefahr besondere Aufmerksamkeit. Die Domaine Bzikot Père & Fils hat ihren Sitz in Puligny-Montrachet.

Jahrgang 2023 – Côte de Beaune

Auf einen milden Winter folgte ein kühl-feuchtes Frühjahr mit Austrieb Mitte April. Häufige Niederschläge im April und Anfang Mai hielten den Mehltaudruck hoch; ab Mitte Mai wurde es trockener und wärmer. Die Blüte setzte Anfang Juni weitgehend störungsfrei ein, der Sommer verlief überwiegend gut.

Eine Hitzewelle im August konzentrierte die Aromen, Niederschläge Mitte September brachten Frische und Balance zurück. Für die weißen Burgunder steht 2023 für reife, aromatische Frucht (Birne, Pfirsich, weiße Aprikose) bei klarer Säure – ein harmonischer, klassischer Jahrgang.

Assemblage und Ausbau

Reinsortiger Chardonnay aus dem Jahrgang 2023.

Der Wein reift im Holzfass auf der Hefe, im Stil der Domaine – auf Balance zwischen Frucht, mineralischer Linie und feiner Säure ausgerichtet.

Im Glas

In der Nase reifes Kernobst, frische Sauerteigbrotrinde, Limette und ein Hauch gerösteter Edelnüsse. Am Gaumen treten salzige Elemente, karges Gestein, saftiger Pfirsich und feine Hefenoten hervor – packend, spannend und vibrierend.

Salzige Mineralität, karges Gestein und saftiger Pfirsich – ein puristischer Puligny-Montrachet, vibrierend am Gaumen.

Jung schon zugänglich, über mehrere Jahre gut lagerfähig. Bei 11–13 °C servieren.

Am Tisch

Fisch und Krustentiere, Hummer, Geflügel in heller Sauce, Kalb, dazu reifer Weichkäse. Ein Wein für die große weiße Küche.


Lage: Puligny-Montrachet (Côte de Beaune); kalksteinreiche Böden
Klassifikation: Puligny-Montrachet AOC
Ausbau: Chardonnay; Holzfassausbau auf der Hefe

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Weine

Domaine Bretaudeau Granite Clos des Perrières Muscadet 2022 BIO

Weißwein · Muscadet · Melon de Bourgogne

Melon de Bourgogne Clos des Perrières Granitböden 2022 · Bio (FR-BIO-01) 24 Monate Feinhefe (Beton)

Der Granite Clos des Perrières Muscadet 2022 der Domaine Bretaudeau ist ein charakterstarker Muscadet aus biodynamischem Anbau. Die rund 30 Jahre alten Reben (Melon de Bourgogne) wachsen auf mineralreichen Granitböden; der Wein reift 24 Monate auf der Feinhefe. Ausdrucksstark, expressiv mineralisch und elegant.


Clos des Perrières – Granit im Pays Nantais

Der Clos des Perrières liegt im Pays Nantais an der Loire, der Heimat des Muscadet aus der Sorte Melon de Bourgogne. Die rund 30 Jahre alten Reben stehen auf mineralreichen Granitböden, die von weißen und rosafarbenen Quarzadern durchzogen sind.

Dieser Granituntergrund liefert die salzig-mineralische Linie des Weins. Die Domaine de Bellevue von Jérôme Bretaudeau arbeitet biodynamisch und biologisch zertifiziert (FR-BIO-01).

Jahrgang 2022 – Pays Nantais

2022 brachte im Pays Nantais ideale Bedingungen. Ein feuchtes Frühjahr sorgte für gesunde Reben, ein trockener, sonniger Sommer für eine optimale Reife der Trauben.

Für den Muscadet steht 2022 für reife Frucht bei klarer, frischer Säure – die Grundlage für die mineralische Spannung dieses Weins.

Assemblage und Ausbau

Reinsortiger Melon de Bourgogne aus dem Jahrgang 2022, von Hand gelesen, aus biodynamischem Anbau (FR-BIO-01).

Vinifiziert ohne zugesetzte Hefen, Enzyme oder önologische Zusätze. Anschließend reift der Wein 24 Monate auf der Feinhefe im Betongebinde – das gibt ihm Textur, ohne die Mineralität zu überdecken.

Im Glas

In der Nase ausgesprochen mineralisch, mit feinen floralen und rauchigen Noten. Am Gaumen eine sanfte, fast cremige Textur, fein ausbalanciert von Frische und präziser Säure. Salzige und mineralische Nuancen geben Tiefe und langen Nachhall – ausdrucksstark, etwas wild und zupackend.

Expressiv mineralisch, salzig und ein bisschen wild – hier wird Muscadet auf ein neues Niveau gehoben.

Jung schon zugänglich, über einige Jahre gut lagerfähig. Bei 10–12 °C servieren.

Am Tisch

Austern und Meeresfrüchte, Schalentiere, gegrillter Fisch, Sushi und Sashimi, dazu Ziegenfrischkäse. Die salzige Mineralität passt besonders zu Austern.


Lage: Clos des Perrières, Pays Nantais (Loire); mineralreicher Granitboden mit Quarzadern, Reben ~30 Jahre
Klassifikation: Muscadet AOC; Bio (FR-BIO-01), biodynamisch
Ausbau: Melon de Bourgogne; 24 Monate Feinhefe im Beton; ohne önologische Zusätze

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