Das Fenster zum Meer

Das Fenster zum Meer

Nach einem durchaus langen, durchaus intensiven, vor allem aber überaus interessanten Besuch in einer Bodega, von der weiter unten noch die Rede sein wird, machten sich Núria, unsere Reiseleiterin, vier Schweizer (Bären waren keine darunter), sowie der oso alemán auf, die Höhen des Ortes zu erreichen. Dies ist beileibe keine einfache Aufgabe, denn die Stadt, die Teil des Reiches Tartessos gewesen sein soll, wächst hier nun schon zwei Jahrtausende, wenn nicht noch länger vor sich hin. Gleichwohl: das Wachstum findet nur im Osten statt, denn das westliche Ende des Barrio Bajo formt der Guad-al-quivir, der hier dem Atlantik entgegenströmt.

Während das Barrio Bajo aus quirligen Straßen mit ebenso quirligen Einheimischen gefüllt ist (Touris gibt es zwar viele, sie fallen aber nicht sonderlich auf) ist das Barrio Alto voller alter Lagerhallen und Gebäude, denen man ansieht, dass sie dereinst eine gewichtige Rolle spielten, heute aber drohen, der Vergessenheit anheimzufallen.

Endlich angekommen, das Parkplatz suchen ist noch einmal ein Thema für sich, öffnet Núria eine der Türen eine dieser Hallen, mitten im Barrio Alto, dem Weinherzen des Ortes. Kein Schild erklärt, was sich dahinter verbirgt. Drinnen findet man, fein säuberlich gestapelt, alte, uralte Fässer, pechschwarz überzogen, damit Licht keinen Schaden anrichten kann. Oder aber auch deshalb, weil Licht Schaden angerichtet hat. So wirklich klar ist das nicht. Alle paar Jahre werden die Fässer mal geschrubbt, geschliffen und von den Kristallen befreit, die sich am Fassrand abgelagert haben. Denn nur so kann die salzige Luft ihre Arbeit tun. Und ohne diese salzige Luft wäre das alles nicht möglich.

Eigentlich spielt es keine Rolle, wann man durch die Gässlein des Barrio Alto schlendert, der salzhaltige Wind ist immer da, man nimmt ihn stärker wahr als im Barrio Bajo, wo die Luft dann schon etwas drückend daherkommen kann. Salz kommt vom Meer, und das Meer befindet sich im Westen. Und damit die Salzluft oder auch das Luftsalz, so klar ist auch das nicht, ihre Arbeit gewissenhaft erledigen kann, haben alle Bodegas Öffnungen, Fester ohne Glas, gen Westen, möglichst weit oben angebracht, um dem Schatteneffekt der Nachbargebäude weitestgehend zu entgehen. Denn so wirkt der Wind Tag und Nacht, Montag bis Sonntag, das ganze Jahr lang.

Und genau darin liegt der Unterschied zwischen einem Manzanilla de Sanlúcar de Barrameda und einem Fino aus Jerez de la Frontera begründet. Der Flor, die Hefeschicht, die sich auf dem Wein bildet, genießt hier exzellente Bedingungen. Anders als in Jerez, wo es im Sommer zu heiß und im Winter zu trocken ist, schützt die Hefe den Wein hier über das ganze Jahr. Genau deswegen sind die Manzanillas, sie gibt es nur aus Sanlúcar de Barrameda, leichter, eleganter, frischer als die etwas fetteren, meist etwas nussig daherkommenden Finos aus dem Nachbarort.

Um als Manzanilla auf den Markt zu kommen, muss der auf fünfzehn Volumenprozent aufgespritete Wein mindestens drei Jahre reifen; in der Nachbarweinregion Jerez-Xérès-Sherry hat man dieses Limit kürzlich, damit die omnipräsente Weinindustrie nicht übermäßig leiden muss, auf nur noch zwei Jahre abgesenkt. In Sanlúcar kann man darüber nur milde lächeln. Denn ein halbwegs ordentlicher Manzanilla reift sieben bis zehn Jahre in den Fässern, erst dann hat er die Komplexität erreicht, die ihn so einzigartig macht.

Natürlich verbleibt der Wein nicht die ganze Zeit in einem Fass, er durchläuft das Criadera-Solera-System, welches je nach Bodega vier bis über zehn Stufen umfasst. Nur aus der letzten, der Solera, wird der fertige Manzanilla entnommen, maximal ein Drittel, oftmals aber nur ein Sechstel des Inhalts. Dies wird aufgefüllt, mit Wein aus der ersten Criadera, solange, bis fünf Sechstel des Fasses, hier Botas genannt, voll sind. Ein Sechstel bleibt leer, damit die Hefe atmen kann und der Wein weiter reift. Die erste Criadera nascht von der zweiten, welche wiederum von der dritten gefüttert wird. Und so weiter, bis man an der letzten Criadera-Stufe angelangt ist, die dann mit frischem, angereichertem Wein aufgefüllt wird.

Für die Sanluqueñas und Sanluqueños ist ihr Manzanilla nicht etwa ein Getränk, es ist Teil ihres Lebens. Zwar gibt es in allen Bars und Restaurants in Flaschen abgefüllten Manzanilla, man trinkt aber oft einfach einen Manzanilla „en rama“, einen unfiltrierten Manzanilla. Auch wenn die eine oder andere Bodega Manzanilla en rama abfüllt (von Barbadillo etwa gibt es derer vier: einen im Frühjahr, einen im Sommer, einen im Herbst und einen im Winter), wird doch der Großteil der Produktion lose verkauft: an Konsumenten vor Ort, die mit ihren Kanistern, Glasballons oder Plastikflaschen kommen, um sich die Tages oder Wochenration abzuholen, vor allem aber an Bars und Restaurants, die den en rama dann in Holzfässer füllen und direkt zapfen. Wenn man nicht aufpasst und rechtzeitig schreit, bekommt man ihn schon einmal in einer Art Teeglas serviert.

Auch wenn Barbadillo so klein nicht ist, die wirkliche Sherry-Industrie ist in Jerez und in El Puerto de Santa María beheimatet. Dort sind die Rebflächen größer, die Hallen gigantischer, die Verkaufszahlen spektakulär. Gut, letzteres ist Teil der Geschichte, denn in der D.O. Jerez-Xérès-Sherry gehen die Umsätze seit Jahren zurück. Viele Bodegas wurden verkauft, zusammengewürfelt, sonstwie fusioniert. Geld verdienen mit Sherry ist so einfach nicht. Auch vor Sanlúcar machte dieser Prozess nicht halt. Pérez Marín, deren Manzanilla heißt La Guita, wurde schon vor Jahren an die Gruppe Estevez (unter anderem Valdespino) verkauft, diverse andere Bodegas folgten.

In der Regel bleiben die Manzanilla-Macher aus Sanlúcar indes unter sich, nur selten wird ein aufgegebener Keller an eine Bodega aus Jerez oder aus El Puerto verkauft. So wird zumindest ein Teil der Geschichte bewahrt, denn die aufkaufenden Bodegas setzen die Tradition der gekauften Bodega normalerweise fort. Meistens scheitern die Kellereien ja nicht aufgrund mangelnder Qualität, sondern weil es entweder an Erben oder an Geld mangelt. Anders könnten auch kaum neue Projekte entstehen, denn eine typische Solera hat schon mehr als fünfzig Winter gesehen, manche sind mehr als einhundert Jahre alt.

Diverse neuere Projekte sind so entstanden, etwa Bodegas Juan Piñeiro, die es erst seit gut zwei Jahrzehnten gibt. Die dazugehörigen Keller mit ihren Botas hingegen sind wesentlich älter. Das schillerndste und auch tragischste Beispiel dieser Verkettungen war Bodegas Rodeo Romero, beheimatet im Barrio Bajo, dort, wo auch Argüeso, La Cigarrera und andere Kellereien zuhause sind. Die eigene Marke, Aurora, gab es schon lange, immer als Manzanilla, aber auch als trockener, konchentrockener Amontillado und Oloroso. Dann wurde die in Konkurs gegangene Bodega Méndez integriert und deutlich später Gaspar Florido, die wohl beste Bodega des Ortes: der 25-GF war ohne jeden Zweifel einer der drei besten Produkte, die Sanlúcar in den letzten einhundert Jahren gesehen hatte. Nur: die Erben hatten keine Lust auf den Knochenjob, die Bodega wurde verkauft. Leider übernahm sich die Kellerei Pedro Romero mit dieser Operation. Die Verkäufe reichten nicht, um die Millionenschulden zu bedienen. Der Chef, ein angesehener Notar aus Jerez, beendete sein Leben mit einem Schuss, die Bodega wurde aufgeteilt. Fast alles blieb in Sanlúcar.

Die vielleicht wichtigste Neuerung leitet ein Großhändler aus Sanlúcar de Barrameda: Francisco „Paco“ Yuste. Im Jahr neunzehnhundert einundneunzig kaufte er eine damals bereits seit Jahren geschlossene Bodega, Santa Ana, natürlich mitsamt bestens gepflegten Botas. Als er ein Jahrzehnt später die Möglichkeit hatte, Bodegas Los Ángeles im Barrio Alto zu erwerben, schlug er erneut zu. Mit Bodega Miraflores, dem aktuellen Stammhaus der Bodega Yuste, gesellte sich neun Jahr später eine dritte Bodega hinzu. Und dann kam die Pleite von Pedro Romero. Paco erwarb einen Teil der Botas, der andere Teil ging an Piñeiro, aber auch den Markennamen Aurora, eine von Pedro Romero bestens eingeführte und gepflegte Produktlinie trockener Manzanillas, Amontillados, Palo Cortados und Olorosos. Die beste Entscheidung war, die Botas vom Barrio Bajo ins Barrio Alto, gen Los Ángeles, zu verlagern. Mehr Fenster gen Meer, mehr Wind, mehr Salz, mehr Futter für die Hefen. Amontillados und Olorosos können oben und unten gleich gut reifen, denn da ist die Hefe ja entweder abgestorben oder von Anfang an gar nicht vorhanden.

Und dann kam Argüeso! Herederos de Argüeso ist eine der bekanntesten Kellereien aus Sanlúcar de Barrameda, gegründet vor fast genau zweihundert Jahren. Im dritten Drittel des letzten Jahrhunderts ging es dieser Firma nicht wirklich gut, sie wurde zweimal verkauft, zuletzt an eine Immobilienfirma aus Cádiz. Diese aber war an Manzanilla überhaupt nicht interessiert, ihr ging es einzig darum, über die zwei riesengroßen, mitten im Zentrum gelegenen Komplexe zu verfügen, sie bei Gelegenheit abzureißen und durch neue Immobilien zu ersetzen. Allein: der Deal ging nicht auf, da die alten Bodegas inzwischen unter einer Art Denkmalschutz stehen. Schlagartig verlor man das Interesse an dieser Bodega. Paco kam, sah und kaufte. Langsam, ganz langsam, beginnt Argüeso, sich wieder frei zu schwimmen. Der Stil der Manzanillas indes ist gleich geblieben: Manzanilla Don León war schon immer etwas fetter als andere Manzanillas aus Sanlúcar de Barrameda.

Im Großen und Ganzen hat sich Sanlúcar so schlecht nicht geschlagen, inhabergeführte Kellereien sind dann halt doch etwas anderes als großkopferte Großbodegas.

Und solange der Wind vom Meer kommend in die offenen Fenster der Bodegas weht und das Salz des Atlantik in die Botas aus Sanlúcar trägt, so lange wird sich daran auch nichts ändern. Text: El oso alemán

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Weine

Domaine Bretaudeau Gaïa Muscadet blanc 2022 BIO

Der Gaïa blanc wird zu 100 % aus der Rebsorte Melon de Bourgogne hergestellt. Die über sechzig Jahre alten Reben wachsen auf einem kompakten, grobkörnigen magmatischen dunklen Gestein namens Gabbro. Wie alle Weine von Jérôme Bretaudeau wird der Gaïa biodynamisch ausgebaut. Die Trauben werden manuell und selektiv gelesen, und die Gärung erfolgt mit natürlichen Hefen. Anschließend ruht der Wein über zwei Jahre auf der Vollhefe in einem Betonei.

 

Der Gaïa blanc beeindruckt mit einer kraftvollen Nase, die rauchige und mentholhaltige Noten zeigt. Im Mund präsentiert er sich weich, mit einem sehr langen Nachgeschmack, der rauchige und salzige Mineralität aufweist. Im Glas entwickelt sich der Wein kontinuierlich weiter und zeigt eine vibrierende Länge. Ein herausragender Weißwein mit enormem Entwicklungspotenzial. FR-BIO-01

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Weine

Frank John Pinot Noir Kalkstein 2020 BIO

Rotwein · Pinot Noir · Pfalz · Deutschland

Frank John Pinot Noir Kalkstein ist ein biodynamischer Spätburgunder aus der Pfalz. Das Traubenmaterial stammt ausschließlich von Lagen mit hohem Kalkanteil; Maischegärung, bis zu zwei Jahre Fassreife und unfiltrierte Füllung ergeben einen klaren, würzigen und facettenreichen Pinot mit Tiefe.


Kalkstein

Frank John – Das Hirschhorner Weinkontor in Neustadt-Königsbach (Pfalz) arbeitet biodynamisch (Demeter, Kontrollstelle DE-ÖKO-003). Das Traubenmaterial für den Pinot Noir wächst ausschließlich auf Pfälzer Lagen mit hohem Kalkanteil – der Kalkboden gibt dem Wein Finesse, Würze und Tiefe.

Rebsorte und Ausbau

Reinsortiger Pinot Noir (Spätburgunder). Die Trauben werden in traditioneller Art auf der Maische vergoren, anschließend folgt der biologische Säureabbau. Der Wein reift bis zu zwei Jahre in 225- und 500-l-Fässern und wird erst dann unfiltriert abgefüllt.

Im Glas

Helles bis mittleres Rubinrot. In der Nase rote Frucht – Kirsche, Himbeere –, dazu feine Würze und erdig-mineralische Noten vom Kalkboden. Am Gaumen klar und facettenreich, mit seidiger Textur, feinkörnigen Tanninen und Tiefe. Langer, würziger Abgang mit Reifepotenzial.

Am Tisch

Bei 14–16 °C servieren; etwas Luft tut ihm gut. Ein eleganter Speisenbegleiter mit Reifepotenzial.

Klassische Begleitung: Wild, Ente, Lamm, Pilzgerichte und gereifter Käse.


Lage: Pfalz (Deutschland); Kalkstein-Lagen
Klassifikation: Pinot Noir / Spätburgunder – Rotwein (trocken), biodynamisch (Demeter)
Ausbau: Maischegärung, biologischer Säureabbau; bis zu zwei Jahre in 225- und 500-l-Fässern, unfiltriert

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Länder/Regionen

Noon V.P. Vintage Port

Likörwein (Port-Stil) · McLaren Vale · Grenache

Grenache McLaren Vale V.P. (Vintage-Port-Stil) aufgespritet · süß alte Buschreben Drew Noon MW

Der Noon V.P. ist der aufgespritete „Vintage Port" des Kult-Guts Noon – ein süßer Likörwein aus McLaren-Vale-Grenache im Stil des portugiesischen Vorbilds. Schöne Süße, ohne kitschig zu wirken: würzig, dicht und tiefgründig.


Noon – Kult aus McLaren Vale

Noon ist ein winziges Kult-Weingut in McLaren Vale, das Drew Noon – einer der wenigen Masters of Wine Australiens – 1996 von seinen Eltern übernahm. Sein Ansatz ist konsequent old school: Trockenanbau, Handlese, Gärung in offenen Bottichen und minimaler Eingriff im Keller. Die alten, wurzelechten Grenache-Buschreben des Guts liefern Trauben von großer Konzentration – ideale Basis auch für einen aufgespriteten Wein.

Der „V.P." (für Vintage Port) ist Noons Hommage an den portugiesischen Klassiker: ein aufgespriteter Likörwein, überwiegend aus Grenache. Durch die Zugabe von Weinbrand während der Gärung bleibt ein großer Teil der natürlichen Fruchtsüße erhalten, während Alkohol und Tannin dem Wein Halt und Langlebigkeit geben.

Stil und Herkunft

Aus vollreifen Grenache-Trauben der estate-eigenen Weinberge in McLaren Vale, im Stil eines Vintage Port vinifiziert. Die warme Region und die alten Reben geben dem V.P. seine dunkle, konfitürige Frucht und seine dichte, würzige Tiefe.

Ausbau

Aufgespriteter Grenache im Vintage-Port-Stil, süß.

Die Gärung wird durch Zugabe von Weinbrand gestoppt, sodass natürliche Restsüße erhalten bleibt; anschließend Reife in gebrauchten Fässern. Ein dichter, süßer Likörwein mit großem Lagerpotenzial.

Im Glas

Ziegelrote Farbe. In der Nase süßliches Zimt, gepaart mit Karamell, Brombeerkonfitüre und heller Schokolade. Am Gaumen eine schöne Süße, ohne kitschig zu wirken – dicht, würzig und tief, getragen von reifer Frucht.

Schöne Süße, ohne kitschig zu wirken – Brombeerkonfitüre, Karamell und helle Schokolade.

Ein Likörwein mit großem Reifepotenzial. Bei 14–16 °C servieren.

Zum Genuss

Als Solist nach dem Essen, zu Schokoladendesserts und dunklen Beeren sowie – ganz klassisch – zu kräftigem Blauschimmelkäse.


Lage: McLaren Vale (South Australia, Australien); estate-eigene Grenache-Buschreben, Trockenanbau
Klassifikation: aufgespriteter Likörwein im Vintage-Port-Stil, süß; überwiegend Grenache
Ausbau: Grenache; Gärung mit Weinbrand gestoppt (natürliche Restsüße), Reife in gebrauchten Fässern

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Rebsorten

Dietrich Riesling Laumersheimer Steinbuckel

Wein · Weißwein · Pfalz · Deutschland

Dietrich Riesling Laumersheimer Steinbuckel ist ein glänzender, hellgelber Riesling mit mineralischer Struktur. Finessenreich, im Duft Weinbergspfirsich, Mango, Apfel und feine Kräuterwürze – ein typischer Kalksteinriesling vom Laumersheimer Steinbuckel.


Pfalz / Laumersheimer Steinbuckel

Die Trauben stammen aus der Pfälzer Lage Laumersheimer Steinbuckel, die für ihre Kalksteinböden bekannt ist. Diese verleihen dem Riesling seine ausgeprägte Mineralität und Finesse. Erzeuger ist das Weingut Familie Dietrich, das 25 Hektar Rebfläche rund um Großkarlbach, Weisenheim am Sand und Laumersheim bewirtschaftet.

Rebsorte und Ausbau

Reinsortig aus Riesling. Der Ausbau betont die mineralische Struktur des Kalksteinbodens und die finessenreiche, klare Frucht. Trocken ausgebaut.

Im Glas

Glänzendes Hellgelb. In der Nase Weinbergspfirsich, Mango, Apfel und feine Kräuterwürze. Am Gaumen finessenreich und mineralisch, mit klarer Frucht, lebendiger Säure und einem animierenden, langen Abgang.

Am Tisch

Gut gekühlt bei 10–12 °C servieren – als eleganter Aperitif oder zum Essen.

Passt zu: Fisch, Meeresfrüchten, hellem Fleisch, Spargel und asiatischer Küche.


Lage: Pfalz, Laumersheimer Steinbuckel (Deutschland); Weingut Familie Dietrich
Klassifikation: Pfalz – 100 % Riesling (Lagenwein), trocken
Ausbau: mineralitäts- und finessebetont (Kalksteinboden)

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Weine

Schloss Lieser Piesporter Goldtröpfchen Riesling GG 2020

Weißwein · Piesporter Goldtröpfchen (Mosel) · Riesling

Riesling Piesporter Goldtröpfchen Piesport · Mittelmosel Schloss Lieser (Thomas Haag) Grauschiefer · Blau- & Rotschiefer steiles Süd-Amphitheater Großes Gewächs · trocken 2020

Der Schloss Lieser Piesporter Goldtröpfchen Riesling Großes Gewächs 2020 stammt aus einer der renommiertesten Einzellagen der Mittelmosel – einem steilen, südlich ausgerichteten Amphitheater über Piesport. Ein kühler, präziser und kraftvoller Riesling mit tiefgründiger Struktur, rauchiger Steinigkeit und langem, salzig-mineralischem Nachhall.


Piesporter Goldtröpfchen – das Amphitheater der Mosel

Thomas Haag – ältester Sohn von Wilhelm Haag (Weingut Fritz Haag) – führte Schloss Lieser an der Mittelmosel in die absolute Spitze des deutschen Weinbaus. Die VDP.GROSSEN GEWÄCHSE sind die trockene Spitze der besten Einzellagen – limitierte Selektionen von hoher Komplexität, Vielschichtigkeit und besonderem Lagerpotenzial. Handarbeit im Weinberg und spontane Vergärung sind das Markenzeichen des Guts.

Das Piesporter Goldtröpfchen ist als VDP.GROSSE LAGE klassifiziert. Der steile, südlich ausgerichtete Hang oberhalb von Piesport bildet ein natürliches Amphitheater, das durch die Reflexion der Mosel und den Schutz vor Nordwinden ein einzigartiges Mikroklima bietet. Der Boden besteht überwiegend aus tiefgründigem, verwittertem Grauschiefer mit Anteilen von Blau- und Rotschiefer – eine geologische Vielfalt, die den Weinen ausgeprägte Mineralität, Finesse und Komplexität verleiht. Schloss Lieser bewirtschaftet hier eine der jüngsten Parzellen seines Großen-Gewächs-Portfolios.

Jahrgang 2020 – Mosel

2020 brachte an der Mosel einen ausgewogenen Jahrgang mit reifer, kerngesunder Frucht und zugleich frischer, präziser Säure. Auf dem vielschichtigen Schiefer des Goldtröpfchens und durch die lange Vegetationszeit ergibt das einen kühlen, klar gezeichneten Riesling, in dem reife Frucht und mineralische Spannung in feiner Balance stehen.

Ausbau

Trockenes Riesling Großes Gewächs aus dem Piesporter Goldtröpfchen, Jahrgang 2020; 100 % Riesling.

Die Trauben werden ausschließlich per Hand gelesen und mit großer Sorgfalt vinifiziert. Der Ausbau erfolgt traditionell und spontan vergoren, meist im Edelstahltank, um die charakteristische Klarheit und Mineralität der Lage unverfälscht zum Ausdruck zu bringen. So entsteht ein terroirgeprägter, langlebiger Riesling mit großem Entwicklungspotenzial.

Im Glas

Aus dem vielschichtigen Grauschiefer des Goldtröpfchens lebt dieser Riesling von Kühle und Präzision: feine Zitrusnoten, reifer Pfirsich und grüner Apfel, dazu florale und kräuterwürzige Nuancen, untermalt von einer rauchigen Steinigkeit und salziger Mineralität. Am Gaumen kühl, präzise und kraftvoll, mit tiefgründiger Struktur und knackiger, klarer Säure – markant, geradlinig und mit langem, salzig-mineralischem Nachhall.

Feine Zitrus, reifer Pfirsich und grüner Apfel über rauchiger Steinigkeit und salziger Mineralität – kühl, präzise und kraftvoll, mit langem, salzigem Nachhall.

Ein terroirgeprägter Mosel-Riesling mit großem Reifepotenzial; in der Jugend gern dekantieren. Bei 11–13 °C servieren.

Am Tisch

Zu edlem Fisch und Meeresfrüchten, zu Geflügel und Kalb in heller Sauce, zu cremigen Gerichten sowie zu würziger asiatischer Küche und gereiftem Hartkäse.


Lage: Piesporter Goldtröpfchen, Piesport an der Mittelmosel; steiles, südlich ausgerichtetes Amphitheater; tiefgründiger, verwitterter Grauschiefer mit Blau- und Rotschiefer-Anteilen; VDP.GROSSE LAGE
Klassifikation: VDP.GROSSES GEWÄCHS (trocken); 100 % Riesling
Ausbau: selektive Handlese, Spontangärung mit eigenen Hefen, traditioneller Ausbau meist im Edelstahltank

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Südafrika

Steenberg Sauvignon Blanc

Wein · Weißwein · Constantia · Südafrika

Steenberg Sauvignon Blanc ist der Flaggschiff-Weißwein des Hauses aus dem kühlen Constantia-Tal. Strahlendes Hellgelb, in der Nase opulenter Duft nach grünem Apfel und Stachelbeere, am Gaumen geschmeidig-frisch mit Druck.


Constantia / Südafrika

Das Weingut Steenberg liegt im Constantia-Tal bei Kapstadt und ist das älteste Weingut der Region (1682 gegründet). Constantia zählt zu den besten Sauvignon-Blanc-Lagen Südafrikas: Das kühle, von zwei Ozeanen geprägte Klima sorgt für langsame Reife, klare Aromatik und feste Säure.

Rebsorte und Ausbau

Reinsortig aus Sauvignon Blanc. Der Ausbau erfolgt im Edelstahltank, um die klare Frucht und die kühle Frische des Constantia-Terroirs zu bewahren. Trocken ausgebaut.

Im Glas

Strahlendes Hellgelb. In der Nase opulenter Duft nach grünem Apfel und Stachelbeere, dazu kernige Frucht mit Zitrusaromen. Am Gaumen geschmeidig und frisch, mit Druck und feiner Säure und langem Nachhall.

Am Tisch

Gut gekühlt bei 10–12 °C servieren – als Aperitif oder zu leichten Gerichten.

Passt zu: Meeresfrüchten, Fisch, Salaten, Spargel und Ziegenkäse.


Lage: Constantia, Kapstadt (Südafrika)
Klassifikation: Wine of Origin Constantia – 100 % Sauvignon Blanc, trocken
Ausbau: Edelstahltank

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Italien

Lambrusco Rose Di Bacco Rosso Amabile frizzante

Leicht, perlend und rot: So kommt der Chiarli Rose di Bacco Lambrusco Rosso Amabile aus der Emilia-Romagna ins Glas. Gemacht von Chiarli 1860, der ältesten Kellerei der Region, im Drucktank nach der Charmat-Methode. Lieblich, fruchtig und unkompliziert – ein Wein für gesellige Stunden.

Im Glas

Leuchtendes Rot, frische, feine Perlen. In der Nase Kirsche, rote Beeren und ein wenig Blüten. Im Mund leicht und perlend, saftig-rotfruchtig, die Süße bleibt sanft. Das Ende ist frisch.

Mach was draus

Als lockerer Aperitif, zu Obstdesserts, Gebäck, mildem Käse oder leichten Vorspeisen. Serviere ihn leicht gekühlt bei 8 bis 10 °C.

Janus FenskeJanus empfiehlt

„Rose di Bacco Rosso ist Lambrusco zum Wohlfühlen. Süß, frisch und einfach lecker.“

Mehr über Janus, unseren Sommelier

Kurz gefragt

Wozu passt er besonders? Zu süßen Sachen wie Obstkuchen oder Tiramisu, aber auch zu einem Brett mit mildem Käse. Ein Wein für unbeschwerte Abende.

Was heißt amabile? Lieblich. Der Wein hat eine spürbare Süße, bleibt durch die Perlage aber frisch.

Wie wird er gemacht? Aus Lambrusco-Trauben, mit zweiter Gärung im Drucktank. So entsteht ein Frizzante mit sanfter Perlage.

Wer steht dahinter? Chiarli 1860 aus Modena, seit über 160 Jahren in Familienhand und Pionier der Charmat-Methode in der Region.

Lambrusco · Emilia-Romagna · rot · Frizzante · Tankgärung (Charmat) · amabile (lieblich) · Chiarli 1860, Modena · Stand: Oktober 2026

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Whisky

Kilchoman Islay Vintage 2011 Vintage Bourbon Single Cask 53,40 %

Spirituose · Single Malt Whisky · Islay · Schottland

Kilchoman Islay Vintage 2011 Bourbon Single Cask ist ein getorfter Islay Single Malt der Kilchoman-Farmdestillerie. Gebrannt 2011 und vollständig im Ex-Bourbon-Fass gereift – ein Einzelfass mit klassischem Vanille-Zitrus-Profil und maritimem Torfrauch.


Herkunft

Kilchoman ist eine Farmdestillerie an der Westküste der Insel Islay (gegründet 2005, bei Machir Bay) – die erste neue Brennerei Islays seit 124 Jahren. Sie verfolgt das Prinzip „barley to bottle" und brennt getorfte, küstenwürzige Malts; die Standard-Range ist mit rund 50 ppm kräftig getorft.

Destillation und Reifung

Getorfter Islay Single Malt (rund 50 ppm), gebrannt 2011. Als Single Cask reifte er vollständig in einem Ex-Bourbon-Fass, das Vanille, Zitrus und Malznoten betont. Naturbelassen: ohne Farbstoff, nicht kühlgefiltert.

Im Glas

Helles Gold. In der Nase frische Zitrus, Vanille und Gerstenzucker, dazu kräftiger, maritimer Torfrauch. Am Gaumen cremig und vollmundig, mit Vanille, Honig, Zitrus und küstenwürzigem Rauch. Langer, rauchig-süßer Abgang.

Pur genießen

Pur aus dem Nosing-Glas, bei Bedarf mit wenigen Tropfen Wasser, das die Aromen öffnet. Ein seltenes, lange gereiftes Einzelfass in Fassstärke für Liebhaber getorfter Islay-Malts – ideal als Digestif.

Klassisch solo: pur, mit etwas Wasser, als Digestif.


Herkunft: Islay (Schottland); Destillerie Kilchoman
Art: Islay Single Malt Whisky (getorft ~50 ppm), Single Cask
Reifung: vollständig im Ex-Bourbon-Fass; ohne Farbstoff, nicht kühlgefiltert
Edition: Destillation 2011

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