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24. November 2018

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Länder/Regionen

Ponsot Chambolle Musigny Cuvée de la Violette 2019

Rotwein · Chambolle-Musigny · Pinot Noir

Pinot Noir Chambolle-Musigny Cuvée de la Violette Côte de Nuits Maison Laurent Ponsot 2019

Der Laurent Ponsot Chambolle-Musigny Cuvée de la Violette 2019 ist ein seidiger, veilchenduftiger Villages-Pinot aus dem Herzen der Côte de Nuits – „très Chambollesque", mit spitzenklöppelartiger Textur, feiner roter Frucht und großer Eleganz.


Maison Laurent Ponsot – Chambolle in Reinkultur

Laurent Ponsot ist eine der schillerndsten Persönlichkeiten des Burgunds. 2017 verließ er die berühmte Familien-Domaine Ponsot in Morey-Saint-Denis und gründete sein eigenes Haus, Maison Laurent Ponsot – mit einem futuristischen Weingut und einem kompromisslosen Anspruch an Präzision und Reinheit. Seine Cuvées tragen poetische Namen statt klassischer Etiketten-Konventionen.

Die Cuvée de la Violette ist sein Chambolle-Musigny auf Dorf-Ebene – der Name spielt auf das für Chambolle so typische Veilchenaroma an. Der Wein wird aus rund acht bis zehn verschiedenen Parzellen über das gesamte Gemeindegebiet von Chambolle-Musigny assembliert und vereint so den charakteristischen Stil dieses Dorfes: parfümiert, spitzenfein und elegant, mit einer substanziellen Tanninstruktur im Kern.

Jahrgang 2019 – Côte de Nuits

2019 gilt an der Côte de Nuits als hervorragender Jahrgang, der reife, konzentrierte und zugleich frische Pinots mit feiner Tanninstruktur hervorbrachte. Trockenheit und Sonne sorgten für sehr reife Frucht, während die kühlen Nächte Spannung und Balance bewahrten. Die Cuvée de la Violette zeigt sich entsprechend reif, aber stets innerhalb der für Chambolle typischen Eleganz.

Ausbau

Reinsortiger Pinot Noir aus dem Jahrgang 2019, trocken.

Assemblage aus mehreren Parzellen über das Dorf Chambolle-Musigny, klassisch im Burgunderfass ausgebaut. Laurent Ponsot ist bekannt für einen behutsamen, auf Reinheit und Transparenz ausgerichteten Stil, der die Frucht und die Finesse der Herkunft in den Mittelpunkt stellt.

Im Glas

Helles, leuchtendes Rubinrot. In der Nase Veilchen und rote bis dunkle Kirsche, ergänzt um Anklänge von Kräutertee, Gewürzen und einen exotischen Hauch Orangenschale. Am Gaumen seidig und „spitzenfein", mit guter Fülle und zugleich mineralischer Spannung, feinem Tannin und einer beeindruckenden, balancierten Länge.

Très Chambollesque – seidige, spitzenfeine Textur, getragen von Veilchenduft und feiner Frucht.

Schon jetzt zugänglich, mit gutem Reifepotenzial über viele Jahre; profitiert vom Dekantieren. Bei 15–17 °C servieren.

Am Tisch

Zu Geflügel und Bresse-Huhn, zu Kalb und Wildgeflügel, zu Gerichten mit Pilzen sowie zu mittelreifem Weichkäse.


Lage: Chambolle-Musigny, Côte de Nuits (Burgund, Frankreich); Assemblage aus mehreren Parzellen des Dorfes
Klassifikation: Chambolle-Musigny AOC (Villages), Pinot Noir (trocken)
Ausbau: Pinot Noir; Mehrparzellen-Assemblage, klassischer Ausbau im Burgunderfass; auf Reinheit und Transparenz ausgerichteter Stil

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Italien

Farnese Edizione Cinque Autoctoni No 22

Rotwein · Cuvée · 5 Rebsorten · Italien

Farnese Edizione Cinque Autoctoni No. 22 ist eine kraftvolle Rotwein-Cuvée der Fantini Group aus Süditalien. Eine Selektion aus fünf autochthonen Rebsorten – Montepulciano, Sangiovese, Primitivo, Negroamaro und Malvasia Nera – 13 Monate im Barrique gereift. Tiefes Granatrot, vollmundig und füllig.


Süditalien

Hinter dem Wein steht Fantini by Farnese, einer der bekanntesten Erzeuger Süditaliens. Die „Edizione Cinque Autoctoni" vereint fünf typische Rebsorten aus Apulien und den Abruzzen – die Nummer (No. 22) kennzeichnet die fortlaufende Edition.

Assemblage und Ausbau

Cuvée aus Montepulciano, Sangiovese, Primitivo, Negroamaro und Malvasia Nera. Die malolaktische Gärung und die 13-monatige Reife finden im Barrique statt, was dem Wein Tiefe, Struktur und Röstnoten verleiht.

Im Glas

Tiefes Granatrot. In der Nase eine verschwenderische Fülle aus reifen Backpflaumen, Amarenakirschen, schwarzer Johannisbeere und geröstetem Brot. Am Gaumen vollmundig und füllig, mit guter Struktur und schmeichelnden Tanninen. Langer Abgang.

Am Tisch

Bei 16–18 °C servieren; eine Karaffe öffnet den Wein. So gehaltvoll, dass er auch solo überzeugt – fast eine Weinmahlzeit für zwischendurch.

Klassische Begleitung: Schmorgerichte, Wild, reifer Käse und dunkle Schokolade.


Lage: Süditalien (Italien)
Klassifikation: Rotwein-Cuvée (Vino d'Italia, trocken)
Ausbau: 13 Monate im Barrique

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Weine

Von Winning Riesling Kirchenstück GG 2021

Weißwein · Forst (Pfalz) · Riesling (Großes Gewächs)

Riesling Forster Kirchenstück VDP.Großes Gewächs von Winning · Deidesheim Sandstein · Kalk · Basalt trocken 500-l-Eiche · 1,5 Jahre Hefe 2021

Der von Winning Forster Kirchenstück Riesling GG 2021 stammt aus Deutschlands wertvollstem Weinberg, geschützt am Rand von Forst. Ein monumentaler Riesling mit großer Kraft und Würde.


Forster Kirchenstück – Deutschlands wertvollster Weinberg

Das Weingut von Winning in Deidesheim wurde 2007 unter Betriebsleiter Stephan Attmann neu ausgerichtet und zählt heute zu den meistdiskutierten Gütern der Pfalz. Prägend ist Attmanns Stilistik, die trockenen Lagen-Rieslinge vollständig im großen Holzfass zu vergären und lange auf der Feinhefe reifen zu lassen. Das Kirchenstück ist das Flaggschiff des Guts.

Die Lage liegt geschützt am Rand von Forst und gilt als Deutschlands wertvollster Weinberg. Im Boden finden sich Sandstein, Kalk und Basalt – eine vielschichtige Kombination, die dem Wein seine große Kraft, Würde und Tiefe verleiht.

Jahrgang 2021 – Pfalz

2021 war an der Mittelhaardt ein kühler, klassischer Jahrgang mit lebendiger Säure und präziser Frucht – ideale Bedingungen für einen tiefen, rassigen Riesling. Die geschützte Lage des Kirchenstücks und der lange Holzfassausbau bewahrten Kraft, Konzentration und Spannung – Fülle und Frische im Gleichgewicht.

Ausbau

Trockener Riesling, VDP.Großes Gewächs aus dem Forster Kirchenstück, Jahrgang 2021; 100 % Riesling von Sandstein, Kalk und Basalt.

Der Wein wird spontan in 500-Liter-Eichenholzfässern vergoren und reift anschließend 1,5 Jahre auf der Hefe. Diese lange Feinhefereife im Holz verleiht ihm Schmelz, Dichte und Tiefe, ohne die Frucht mit Holz zu überlagern. Naturnahe Bewirtschaftung.

Im Glas

Ein monumentaler Riesling mit großer Kraft und Würde: reife gelbe Frucht und Steinobst, dazu Zitrus, ein rauchig-feuriger Basaltanklang und eine kalkig-salzige Mineralität. Am Gaumen dicht, tief und kraftvoll, mit langem Feinhefe-Schmelz, präziser Struktur und einem energiegeladenen, mineralischen Nachhall.

Monumental, mit großer Kraft und Würde – reife gelbe Frucht und Steinobst über rauchigem Basalt und kalkig-salziger Mineralität, dicht und tief, mit langem Schmelz.

Ein großes, sehr langlebiges GG; jung gern dekantieren. Bei 11–13 °C servieren.

Am Tisch

Zu edlem Fisch und Meeresfrüchten, zu Hummer und Jakobsmuscheln, zu Geflügel und Kalb in heller Sauce, zu Gerichten mit Butter- und Rahmsaucen sowie zu gereiftem Hartkäse.


Lage: Forster Kirchenstück (VDP.Große Lage), Forst, Pfalz; Sandstein, Kalk und Basalt; gilt als Deutschlands wertvollster Weinberg
Klassifikation: Riesling, VDP.Großes Gewächs, Pfalz (trocken); 100 % Riesling
Ausbau: Spontangärung in 500-l-Eichenholzfässern, 1,5 Jahre auf der Hefe; naturnahe Bewirtschaftung

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Weine

Legrand Latour Ypresien Brut Nature BIO

Wein · Champagner · Champagne · Frankreich

Legrand-Latour Yprésien Brut Nature ist kräftig, würzig und salzig: eine ausdrucksstarke, biozertifizierte Cuvée aus Meunier und Pinot Noir mit viel Tiefe und Eleganz. Nach langem Ausbau zeigt er ein vielschichtiges Aromenspiel und eine beeindruckende Struktur.


Champagne

Das Haus Legrand-Latour erzeugt terroirgeprägte Winzer-Champagner in der Champagne und arbeitet biozertifiziert (FR-BIO-01). Der Name Yprésien verweist – wie bei den Schwester-Cuvées – auf die geologische Prägung der Böden, die dem Champagner seine salzige Mineralität verleihen.

Assemblage und Ausbau

Cuvée aus 60 % Meunier und 40 % Pinot Noir. Nach 12 Monaten im Holzfass reift der Champagner über 42 Monate auf der Hefe, was ihm Vielschichtigkeit, Struktur und Tiefe verleiht. Ohne Dosage als Brut Nature abgefüllt.

Im Glas

Helles Gold mit feiner Perlage. In der Nase getrocknete Früchte, Orangenzesten und feine Röstaromen. Am Gaumen druckvoll, mit salziger Mineralität und nussigen Noten, dabei frisch und klar; langer, strukturierter Abgang.

Zum Genießen

Gut gekühlt bei 9–11 °C servieren – als charaktervoller Aperitif oder zum Essen.

Passt zu: Krustentieren, Pilzgerichten, edlem Fisch, Geflügel und reifem Käse.


Lage: Champagne (Frankreich); Legrand-Latour
Klassifikation: Champagne – Cuvée aus 60 % Meunier & 40 % Pinot Noir, Brut Nature (naturherb)
Ausbau: 12 Monate Holzfass, über 42 Monate Hefelager, ohne Dosage

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Weine

El Principe Pasa tinto

Rotwein · Extremadura · Spanien

Der El Principe Pasa Tinto ist ein Basis-Rotwein der Bodega Coop. La Soledad aus der Extremadura, gewonnen aus einer Selektion der besten Trauben des Guts. Die Cuvée vereint Tempranillo, Macabeo und die autochthonen Sorten Pardina und Cayetana. Ein Teil der Trauben wird nach der Lese angetrocknet – ähnlich dem italienischen Ripasso- oder Amarone-Prinzip –, was Zucker konzentriert und dem Wein Volumen gibt. Der Ausbau erfolgt allein im Stahltank, um die intensive Frucht zu bewahren.


Extremadura – Tierra de Barros

Die Bodega Coop. La Soledad liegt in der Tierra de Barros in der Extremadura im Westen Spaniens. Die Weinberge liegen auf 300 bis 600 Metern Höhe; das atlantisch geprägte Klima sorgt für heiße Tage und kühle Nächte sowie ausreichende Niederschläge. Für ihre Selektionslinie kombiniert die Genossenschaft bewährte Sorten mit den autochthonen Reben Pardina und Cayetana.

Assemblage und Ausbau

Cuvée aus Tempranillo, Macabeo, Pardina und Cayetana. Nach selektiver Lese wird ein Teil der Trauben angetrocknet, wodurch die Zuckerkonzentration steigt und der Wein mehr Alkohol und Volumen bildet. Der Ausbau erfolgt ausschließlich im Stahltank – ohne Holz, um die intensive Frucht zu erhalten. Enthält Sulfite.

Im Glas

Tiefes Rot. In der Nase dunkle rote Früchte, Karamell, Kräuter und Schokolade. Am Gaumen weich und süffig, mit expressiv-fruchtiger Art. Mild und rund, mit dezenter Restsüße und einem feinen Rosinen-Touch im Abgang.

Am Tisch

Klassische Begleitung: winterliche Schmorgerichte aller Art, dunkles Fleisch und reifer Käse. Durch seine fruchtige, weiche Art auch solo zu genießen. Leicht gekühlt bei 14–16 °C servieren.


Lage Tierra de Barros, Extremadura (Spanien), 300–600 m
Klassifikation Vino de la Tierra de Extremadura
Ausbau Cuvée Tempranillo/Macabeo/Pardina/Cayetana, ein Teil der Trauben angetrocknet, Ausbau im Stahltank (ohne Holz)

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Whisky

Ardbeg Scorch

Single Malt Whisky · Islay · Schottland

Single Malt Scotch Islay ohne Altersangabe stark verkohlte Ex-Bourbon-Fässer non chill-filtered  Sonderabfüllung Ardbeg Day 

Der Ardbeg Scorch ist eine limitierte Sonderabfüllung der Islay-Destillerie Ardbeg, veröffentlicht zum Ardbeg Day im Juni 2021 unter dem Motto eines feuerspeienden Drachen. Die Besonderheit: Der Whisky reifte in besonders stark verkohlten Ex-Bourbon-Fässern aus amerikanischer Eiche – „drachengebrannt". Das verstärkt rußig-rauchige und würzige Noten. Non chill-filtered abgefüllt


Islay

Islay ist die südlichste Insel der Inneren Hebriden vor der Westküste Schottlands und steht für rauchige, torfgeprägte Single Malts. Die Destillerie Ardbeg liegt seit über 200 Jahren an der Südküste der Insel und zählt zu den am stärksten getorften Brennereien Schottlands. Atlantische Lage, Torf und Meeresluft prägen den maritim-rauchigen Charakter ihrer Whiskys.

Assemblage und Ausbau

Der Scorch reift in besonders stark verkohlten ehemaligen Bourbon-Fässern aus amerikanischer Eiche – Ardbeg knüpft damit an die intensive Verkohlung früherer Abfüllungen an. Die tiefe Char-Schicht im Fass gibt dem Whisky ausgeprägte Ruß-, Teer- und Würznoten. Er trägt keine Altersangabe und ist ohne Kältefiltration abgefüllt. Entwickelt hat ihn Dr. Bill Lumsden.

Im Glas

Bernsteinfarben im Glas. In der Nase intensiver Ruß, Asche und Lagerfeuerrauch, dazu Brandung, Weihrauch, Anis und Patschuli; mit Wasser kommen Kräuter, Salbei und Kiefer hinzu. Am Gaumen ölig und würzig: Teer, Lakritz, Nelke und Pfeffer treffen auf süßen Rauch von Sandelholz, dazu eine herzhaft-salzige Note. Der Nachhall ist lang, rußig und teerig.

Am Tisch

Pur bei Zimmertemperatur genießen; einige Tropfen Wasser holen die Kräuter- und Süßnoten hervor. Passt zu geräuchertem Fleisch und Fisch, über Holzkohle Gegrilltem, reifem Hartkäse und dunkler Schokolade. Ein intensiver Begleiter für Liebhaber kräftig rauchiger Malts.



Lage: Islay, Schottland
Klassifikation: Single Malt Scotch Whisky (ohne Altersangabe, limitiert, Ardbeg Day 2021)
Ausbau: besonders stark verkohlte ehemalige Bourbon-Fässer aus amerikanischer Eiche

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Ungarn

Oremus Tokaji Aszu 5 Puttonyos 1972

Edelsüßer Weißwein · Tokaji Aszú · Furmint-Cuvée

Furmint-Cuvée Tokaji Aszú 5 Puttonyos Tokaj-Hegyalja · Ungarn Lage Oremus edelsüß · Botrytis über 50 Jahre Reife 1972

Der Oremus Tokaji Aszú 5 Puttonyos 1972 ist eine seltene, über fünfzig Jahre gereifte Rarität aus der berühmtesten Süßwein-Region der Welt. Er trägt den Namen der historischen Lage Oremus – jener Wiege des Tokaji Aszú – und stammt aus der Ära des ungarischen Staatsweinbaus. Ein edelsüßer, botrytisgeprägter Tokajer von tiefer Reife und lebendiger Säure.


Tokaj-Hegyalja und die historische Lage Oremus

Tokaj-Hegyalja im Nordosten Ungarns ist die klassische Heimat des Tokaji Aszú – des „Weins der Könige". Am Zusammenfluss von Bodrog und Tisza sorgt feuchtfeuchter Herbstnebel zuverlässig für die Edelfäule (Botrytis cinerea), während die vulkanischen Böden und das kontinentale Klima den Trauben Würze und Säure geben. Seit 2002 ist die Region UNESCO-Weltkulturerbe.

Die Lage Oremus bei Tolcsva gilt als Ursprungsort des Tokaji Aszú: Hier wurde im frühen 17. Jahrhundert erstmals die Herstellung dieses botrytisierten Süßweins dokumentiert. Der Lagenname trägt dieses Erbe bis heute – auch auf historischen Flaschen wie dieser.

Jahrgang 1972 – Tokaj im Staatsweinbau

Der Jahrgang 1972 stammt aus der Zeit des ungarischen Staatsmonopols: Zwischen 1949 und 1990 wurde der Tokajer zentral von der staatlichen Kombinat-Kellerei (Borkombinát) erzeugt und ausschließlich über die Außenhandelsgesellschaft Monimpex exportiert. Diese historischen Flaschen tragen den Lagennamen Oremus und entstanden Jahrzehnte vor der Gründung des heutigen, gleichnamigen Weinguts (1993). Mit über fünfzig Jahren Flaschenreife ist der Wein eine echte Rarität – ein lebendiges Stück Tokaj-Geschichte, dessen Charakter durch die lange Reife geprägt ist.

Aszú 5 Puttonyos – Herstellung und Reife

Edelsüßer Tokaji Aszú aus dem Jahrgang 1972, Stufe 5 Puttonyos – traditionell eine Cuvée auf Furmint-Basis, ergänzt um Hárslevelű und Sárga Muskotály.

Für den Aszú werden die einzeln verlesenen, edelfaulen und eingetrockneten Beeren – gemessen in „Puttonyos", den traditionellen Hotten – zum Grundwein gegeben; fünf Puttonyos stehen für eine hohe, konzentrierte Süße. Die Gärung verläuft langsam über Wochen bis Monate, gefolgt von langer Fassreife im klassisch oxidativen Tokaj-Stil. Daran schließt sich in diesem Fall eine außergewöhnlich lange Flaschenreife von über fünf Jahrzehnten an.

Im Glas

Aus Botrytis-Konzentration und über fünfzig Jahren Reife lebt dieser Tokajer von tiefer, oxidativer Komplexität: eine bernsteinfarbene bis mahagonibraune Farbe, dazu Aromen von getrockneter Aprikose, Orangenschale, Feige und Dattel, von Karamell, Walnuss, Honig und einem feinen, balsamischen Ton. Am Gaumen edelsüß und dicht, doch von einer bemerkenswert lebendigen, frischen Säure getragen, die den Wein trotz seines Alters straff und lang hält. Nichts wirkt schwer – das Finale ist würzig, nussig und sehr lang.

Bernstein bis Mahagoni, getrocknete Aprikose, Orangenschale, Karamell und Walnuss – edelsüß und dicht, von lebendiger Säure getragen, sehr lang.

Als gereifte Rarität vor dem Genuss aufrecht stehen lassen und behutsam öffnen. Bei 12–14 °C servieren.

Am Tisch

Solo als meditativer Wein im Glas, zu Blauschimmel- und gereiftem Hartkäse, zu Foie gras sowie zu Desserts mit Aprikose, Walnuss oder Karamell.


Lage: Lage Oremus, Tokaj-Hegyalja (Ungarn); vulkanische Böden am Zusammenfluss von Bodrog und Tisza; historischer Ursprungsort des Tokaji Aszú
Klassifikation: Tokaji Aszú 5 Puttonyos (edelsüß); Furmint-basierte Cuvée; Erzeugung im Staatsweinbau (Borkombinát/Monimpex)
Ausbau: traditionelle Aszú-Bereitung, lange Fassreife im oxidativen Tokaj-Stil; über 50 Jahre Flaschenreife

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Australien

Noon Reserve Cabernet Sauvignon 2014

Rotwein · Langhorne Creek · Cabernet Sauvignon

Cabernet Sauvignon Langhorne Creek Reserve Main Road · Fruit Trees Block Drew Noon MW franz. Barrique 2014

Der Noon Reserve Cabernet Sauvignon 2014 ist die kultige Cabernet-Spitze des Hauses – ein reinsortiger Cabernet aus Langhorne Creek im reiferen Stil, vollmundig und doch nicht überladen, mit reifer Cassis, feinen Zedernoten und samtigen Tanninen.


Noon – Kult aus McLaren Vale

Noon ist ein winziges Kult-Weingut in McLaren Vale, das Drew Noon – einer der wenigen Masters of Wine Australiens – 1996 von seinen Eltern übernahm. Sein Ansatz ist konsequent old school: Handlese, Gärung in offenen Bottichen mit manueller Stampfung, Korbpresse und minimaler Eingriff im Keller, ungeschönt und ungefiltert.

Während der Eclipse von den estate-eigenen Grenache-Reben in McLaren Vale stammt, kommen die Trauben für die Reserve-Weine aus dem etwas südlicher gelegenen Langhorne Creek – seit dem ersten Reserve Cabernet 1996 stets aus den Blocks Main Road und Fruit Trees des Borrett-Vineyards. Die Reben (gepflanzt 1972) wachsen auf tiefen, alluvialen Lehmböden der Bremer-River-Flutebene, deren gute Wasserspeicherung eine langsame, vollständige Reife ermöglicht.

Jahrgang 2014 – Langhorne Creek

Der Reserve Cabernet ist bewusst ein reiferer Cabernet-Stil, der die Brombeer- und Cassisfrucht über kräutrige Noten stellt. Der 2014er zeigt diese Handschrift mustergültig: vollmundig und reich, dabei mit der typischen Cabernet-Zurückhaltung und Balance – kein überladener, sondern ein geschliffener, langlebiger Wein.

Ausbau

Reinsortiger Cabernet Sauvignon aus dem Jahrgang 2014, trocken.

Handlese, Gärung in kleinen offenen Bottichen mit ständigem Handstampfen zur schonenden Farb- und Tanninextraktion, anschließend Pressung von Hand in der Korbpresse. Reife rund 16 bis 18 Monate in französischen Barriques (225 l), bei einem moderaten Anteil neuer Fässer. Crushen, Gären, Reifen und Abfüllen erfolgen auf dem Gut; ungeschönt und ungefiltert.

Im Glas

In der Nase ein Hauch Minze bzw. Eukalyptus, dazu Schichten überreifer Cassisfrucht und dezente Zedernoten. Am Gaumen vollmundig, aber nicht überladen, mit der typischen Cabernet-Zurückhaltung trotz aller Fülle und Wucht. Die Tannine hinterlassen einen samtigen Eindruck und geben dem langen Abgang eine herzhafte Kante und eine gewisse Eleganz.

Vollmundig, ohne überladen zu sein – reife Cassis, Zeder und samtige Tannine.

Schon jetzt ein Genuss, klassisch zu gegrilltem Lamm, lässt sich aber gut zehn Jahre und länger lagern; profitiert vom Dekantieren. Bei 16–18 °C servieren.

Am Tisch

Zu char-gegrilltem Lamm, zu rotem Fleisch und Steak, zu Wild sowie zu gereiftem Hartkäse.


Lage: Langhorne Creek (South Australia, Australien); Borrett-Vineyard, Blocks Main Road und Fruit Trees, tiefe alluviale Lehmböden (Bremer-River-Flutebene), Reben seit 1972
Klassifikation: Langhorne Creek, Cabernet Sauvignon (Reserve), trocken
Ausbau: 100 % Cabernet Sauvignon; Handlese, Gärung in offenen Bottichen mit Handstampfen, Korbpresse, ~16–18 Monate franz. Barrique; ungeschönt, ungefiltert

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