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9. Dezember 2018

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Weine

Schloss Lieser Piesporter Goldtröpfchen Riesling GG 2018

Weißwein · Piesporter Goldtröpfchen (Mosel) · Riesling

Riesling Piesporter Goldtröpfchen Piesport · Mittelmosel Schloss Lieser (Thomas Haag) Grauschiefer · Blau- & Rotschiefer steiles Süd-Amphitheater Großes Gewächs · trocken 2018

Der Schloss Lieser Piesporter Goldtröpfchen Riesling Großes Gewächs 2018 stammt aus einer der renommiertesten Einzellagen der Mittelmosel – einem steilen, südlich ausgerichteten Amphitheater über Piesport. Ein kühler, präziser und kraftvoller Riesling mit tiefgründiger Struktur, rauchiger Steinigkeit und langem, salzig-mineralischem Nachhall.


Piesporter Goldtröpfchen – das Amphitheater der Mosel

Thomas Haag – ältester Sohn von Wilhelm Haag (Weingut Fritz Haag) – führte Schloss Lieser an der Mittelmosel in die absolute Spitze des deutschen Weinbaus. Die VDP.GROSSEN GEWÄCHSE sind die trockene Spitze der besten Einzellagen – limitierte Selektionen von hoher Komplexität, Vielschichtigkeit und besonderem Lagerpotenzial. Handarbeit im Weinberg und spontane Vergärung sind das Markenzeichen des Guts.

Das Piesporter Goldtröpfchen ist als VDP.GROSSE LAGE klassifiziert. Der steile, südlich ausgerichtete Hang oberhalb von Piesport bildet ein natürliches Amphitheater, das durch die Reflexion der Mosel und den Schutz vor Nordwinden ein einzigartiges Mikroklima bietet. Der Boden besteht überwiegend aus tiefgründigem, verwittertem Grauschiefer mit Anteilen von Blau- und Rotschiefer – eine geologische Vielfalt, die den Weinen ausgeprägte Mineralität, Finesse und Komplexität verleiht. Schloss Lieser bewirtschaftet hier eine der jüngsten Parzellen seines Großen-Gewächs-Portfolios.

Jahrgang 2018 – Mosel

2018 war an der Mosel ein warmer, sonnenreicher Jahrgang, der besonders reife, vollmundige und großzügige Rieslinge hervorbrachte. Auf dem vielschichtigen Schiefer des Goldtröpfchens und durch die lange Vegetationszeit ergibt das einen kraftvollen, tiefgründigen Riesling, dessen reife Statur von der kühlen, salzig-mineralischen Prägung der Lage getragen und im Gleichgewicht gehalten wird.

Ausbau

Trockenes Riesling Großes Gewächs aus dem Piesporter Goldtröpfchen, Jahrgang 2018; 100 % Riesling.

Die Trauben werden ausschließlich per Hand gelesen und mit großer Sorgfalt vinifiziert. Der Ausbau erfolgt traditionell und spontan vergoren, meist im Edelstahltank, um die charakteristische Klarheit und Mineralität der Lage unverfälscht zum Ausdruck zu bringen. So entsteht ein terroirgeprägter, langlebiger Riesling mit großem Entwicklungspotenzial.

Im Glas

Aus dem vielschichtigen Grauschiefer des Goldtröpfchens lebt dieser Riesling von Kühle und Präzision: feine Zitrusnoten, reifer Pfirsich und grüner Apfel, dazu florale und kräuterwürzige Nuancen, untermalt von einer rauchigen Steinigkeit und salziger Mineralität. Am Gaumen kühl, präzise und kraftvoll, mit tiefgründiger Struktur und knackiger, klarer Säure – markant, geradlinig und mit langem, salzig-mineralischem Nachhall.

Feine Zitrus, reifer Pfirsich und grüner Apfel über rauchiger Steinigkeit und salziger Mineralität – kühl, präzise und kraftvoll, mit langem, salzigem Nachhall.

Ein terroirgeprägter Mosel-Riesling mit großem Reifepotenzial; in der Jugend gern dekantieren. Bei 11–13 °C servieren.

Am Tisch

Zu edlem Fisch und Meeresfrüchten, zu Geflügel und Kalb in heller Sauce, zu cremigen Gerichten sowie zu würziger asiatischer Küche und gereiftem Hartkäse.


Lage: Piesporter Goldtröpfchen, Piesport an der Mittelmosel; steiles, südlich ausgerichtetes Amphitheater; tiefgründiger, verwitterter Grauschiefer mit Blau- und Rotschiefer-Anteilen; VDP.GROSSE LAGE
Klassifikation: VDP.GROSSES GEWÄCHS (trocken); 100 % Riesling
Ausbau: selektive Handlese, Spontangärung mit eigenen Hefen, traditioneller Ausbau meist im Edelstahltank

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Rebsorten

Robert Weil Riesling Kiedrich Gräfenberg Trockenbeerenauslese 2016

Weißwein · Rheingau · Riesling Trockenbeerenauslese

100 % Riesling Kiedrich Gräfenberg VDP.Große Lage Phyllit · bis 60 % Steigung Trockenbeerenauslese edelsüß 2016

Die Robert Weil Kiedrich Gräfenberg Riesling Trockenbeerenauslese 2016 ist die höchste Prädikatsstufe aus der bekanntesten Lage des Hauses: Beere für Beere von Hand gelesen, ausschließlich edelfaul eingeschrumpfte Trauben, hochkonzentriert und dennoch getragen von einer straffen Säure. Ein Wein, der Jahrzehnte vor sich hat.


Kiedrich Gräfenberg – der „Berg des Rheingrafen"

Der Gräfenberg wurde Ende des 12. Jahrhunderts erstmals als mons Rhingravii, Berg des Rheingrafen, erwähnt und gehört zu den ältesten dokumentierten Weinlagen Deutschlands. Er liegt oberhalb von Kiedrich, abseits des Rheinufers am Fuß des Taunus, und ist als VDP.Große Lage klassifiziert.

Die Lage ist nach Südwesten ausgerichtet und erreicht Steigungen bis zu 60 Prozent. Die Böden sind mittel- bis tiefgründig, steinig-grusig und stark von Phyllit geprägt – einem schiefrigen Gestein des Taunus, das gut entwässert und sich in der Sonne schnell erwärmt. Die Südwestneigung fängt die Nachmittagssonne, die Nähe zum Wald bringt kühle Nächte. Diese Kombination aus Wärme am Tag und Feuchte in den Morgenstunden ist es, die im Herbst die Edelfäule begünstigt.

Das Weingut Robert Weil in Kiedrich ist das Haus, das diese Lage bekannt gemacht hat. Die edelsüßen Weine aus dem Gräfenberg entstehen nur in Jahren, in denen die Botrytis sauber einsetzt, und nur in winzigen Mengen – Voraussetzung sind Präzision im Weinberg und eine Selektion bei der Lese, die in einem gewöhnlichen Jahr gar nicht möglich wäre.

Jahrgang 2016 – Rheingau

Das Jahr 2016 begann im Rheingau mit einem ungewöhnlich nassen Frühjahr und Frühsommer. Im Juni fiel an vielen Tagen Regen, der Druck durch Falschen Mehltau war enorm, und wer nicht konsequent arbeitete, verlor Ertrag. Ab Juli drehte das Wetter: Hochsommer und September waren warm und trocken, die Reben holten den Rückstand auf.

Der Herbst brachte die Bedingungen, die edelsüße Weine brauchen: sonnige Tage, neblige Morgen und eine saubere, spät einsetzende Botrytis. Die Trauben schrumpften ein, ohne zu faulen, Zucker und Säure konzentrierten sich gleichermaßen. Die Mengen für Trockenbeerenauslesen blieben winzig, die Qualität der edelfaulen Beeren war hoch – mit einer Säure, die die Süße über Jahrzehnte tragen kann.

Beerenauslese von Hand, Gärung über Monate

Reinsortiger Riesling aus dem Jahrgang 2016, Prädikat Trockenbeerenauslese, edelsüß. Gelesen werden ausschließlich einzelne, vollständig edelfaul eingeschrumpfte Beeren – von Hand, Beere für Beere, in mehreren Durchgängen durch dieselbe Parzelle. Die Botrytis durchlöchert die Beerenhaut, Wasser verdunstet, zurück bleibt ein Saft mit extremer Konzentration von Zucker, Säure und Extrakt.

Aus einer solchen Lese entsteht nur ein Bruchteil der Mostmenge einer normalen Ernte. Die Gärung verläuft wegen des hohen Zuckergehalts sehr langsam und kommt von selbst zum Stillstand, lange bevor der Zucker vergoren ist: Die natürliche Restsüße bleibt fast vollständig im Wein. Trockenbeerenauslese ist die höchste und aufwendigste Stufe der deutschen Prädikatsweine.

Im Glas

Tiefes, leuchtendes Goldgelb. In der Nase hochkonzentriert: kandierte Aprikose, Quitte und Mango, dazu Honig, Karamell, Feige, Rosine und Orangenmarmelade, getragen von der würzigen Note der Botrytis und einem mineralischen Unterton.

Am Gaumen dicht und fast ölig, mit großer Konzentration – und darunter eine straffe, rassige Säure, die die Süße ausbalanciert und den Wein nicht klebrig werden lässt. Der Abgang ist vielschichtig und klingt sehr lange nach.

Beere für Beere gelesen, Gärung, die von selbst stehen bleibt: So viel Süße braucht die Säure des Gräfenbergs, um im Gleichgewicht zu sein.

Bei 8–10 °C servieren, in kleinen Gläsern mit enger Öffnung. Trinkbar schon jetzt, mit einem Reifepotenzial, das weit über Jahrzehnte reicht.

Am Tisch

Als Solist nach dem Essen, zu Foie gras, zu Desserts mit Aprikose oder Karamell sowie zu kräftigem Blauschimmelkäse wie Roquefort oder Stilton. Die Säure trägt auch Tarte Tatin, Crème brûlée und gereiften Comté – nur sehr süße Desserts sollte man ihm nicht zumuten, sie lassen den Wein flach wirken.


Produzent Weingut Robert Weil, Kiedrich
Rebsorte 100 % Riesling
Lage Kiedrich Gräfenberg, Rheingau · VDP.Große Lage · Südwestlage mit bis zu 60 % Steigung · steinig-grusige Böden mit hohem Phyllitanteil
Klassifikation Prädikatswein · Trockenbeerenauslese · edelsüß
Jahrgang 2016
Vinifikation selektive Handlese einzelner edelfauler Beeren in mehreren Durchgängen · langsame Gärung · natürliche Restsüße
Trinkempfehlung jetzt bis weit über 2060

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Weine

1928 Martinez Gutierrez Gran Reserva

Generoso · sherryartig · trocken · Spanien

1928 Martínez Gutiérrez Gran Reserva ist ein sherryartig ausgebauter, trockener Altwein aus Spanien von Bodegas del Señorío. Bernsteinfarben eignet er sich als perfekter, trockener Apéritif. Er ist trinkfertig und entwickelt sich nicht mehr durch weitere Flaschenlagerung.


Spanien

Bodegas del Señorío erzeugt diesen Wein in Spanien im sherryartigen, oxidativen Stil. Die lange Reife prägt seinen Charakter als trockener, gereifter Generoso-Wein.

Herstellung und Reifung

Der Wein ist sherryartig (oxidativ) ausgebaut und über lange Zeit gereift, woraus seine bernsteinfarbene Tönung und der trockene, gereifte Charakter resultieren. Der Alkoholgehalt liegt bei Er ist trinkfertig.

Im Glas

Bernsteinfarben. In der Nase und am Gaumen trocken und gereift, mit nussigen, oxidativen Noten im sherryartigen Stil. Vollmundig und ausdrucksstark, mit langem Abgang.

Zum Genuss

Leicht gekühlt servieren – ein perfekter, trockener Apéritif. Trinkfertig.

Klassische Begleitung: Tapas, Oliven, Mandeln, Schinken und gereifter Käse.


Herkunft: Spanien
Art: sherryartiger Generoso (trocken).
Reifung: oxidativ, lange gereift (Gran Reserva)

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Weine

Dr. Bürklin Wolf Reiterpfad Ruppertsberg Riesling trocken GC 2025 BIO

Weißwein · Ruppertsberg, Pfalz · Riesling

100 % Riesling Reiterpfad – In der Hohl Ruppertsberg Spontangärung Doppelstück-Holzfass Biodyvin seit 2005, DE-ÖKO-003

Reiterpfad G.C. 2025 trägt auf dem Etikett einen Lagennamen, der weniger verrät, als er könnte. Der Wein stammt aus der Parzelle „In der Hohl" – einem von nur zwei Bereichen innerhalb der 88 Hektar großen Einzellage Reiterpfad, die der VDP als Große Lage führt. Dass Dr. Bürklin-Wolf darauf verzichtet, das aufs Etikett zu schreiben, hat einen Grund: Aus genau dieser Parzelle kam schon der erste Reiterpfad G.C. des Guts im Jahr 1994.


In der Hohl – Sand, Kalkgeröll und der Windschatten des Pfälzerwalds

Der Reiterpfad ist keine spektakuläre Lage. Er liegt zwischen 130 und 190 Metern, fällt nur sanft ab und hat keine der steilen Hangkanten, mit denen sich große Weinberge sonst legitimieren. Seine Qualität kommt aus zwei anderen Richtungen. Die erste ist meteorologisch: Nach Westen steigt das Gelände zum Pfälzerwald an, und die Lage liegt in dessen Lee – geschützt vor Niederschlägen, entsprechend trocken und warm. Die zweite ist geologisch. Der Oberboden besteht aus sandigem Lehm und steindurchsetztem Sand, am Rand der Haardt vor allem aus Buntsandstein. Dazwischen liegt Kalkgeröll, und dieser Kalk hat eine eigene Geschichte: Er stammt aus einer älteren Ablagerungsscholle aus Sanden, Tonen und den Kalkschalen abgestorbener Kleinstlebewesen, die durch die langsame Hebung des Haardtgebirges wieder an die Oberfläche kam. Erosion und Verwehungen haben daraus ein kleinteiliges Bodenmosaik gemacht.

Für den Riesling bedeutet diese Mischung etwas anderes als auf den schwereren Lehmböden der Nachbarschaft. Der leichte, sandige Boden entwässert schnell und bremst die Wuchskraft; er produziert keine Wucht, sondern eine schlanke, geradlinige Anlage. Der Kalk darin liefert das Gegengewicht – Salz, Griff und die feste Mitte, ohne die ein Wein von so leichtem Untergrund auseinanderfiele. Der Name des Weinbergs führt weit zurück: Er geht auf einen römischen Heerpfad an der Kreuzung zweier Römerstraßen zurück und taucht im 15. Jahrhundert erstmals als „im Rutterpfade" auf. Die Rebanlage, aus der dieser Wein stammt, wurde 2004 neu gepflanzt; seit dem Jahrgang 2014 füllt das Gut den Reiterpfad wieder als eigenständigen G.C. ab.

Jahrgang 2025 – Pfalz

Nach mildem Winter und regenarmem Frühjahr trieben die Reben etwas später aus als im langjährigen Mittel; Spätfrost blieb die Ausnahme. Der Sommer war sehr heiß und sehr trocken, der Pilzdruck außergewöhnlich niedrig – ein Jahr, in dem biodynamische Arbeit mit ihrem knappen Instrumentarium nicht an Grenzen stieß. Die Beeren blieben klein und konzentrierten sich aromatisch. Für eine Lage wie den Reiterpfad, die im Regenschatten des Pfälzerwalds liegt und auf leichtem, schnell entwässerndem Sand steht, war dabei entscheidend, dass ab Mitte Juli flächendeckende Niederschläge einsetzten. Hier wirkten sie deutlicher als auf den lehmigeren Nachbarlagen mit größerem Wasserspeicher.

Danach ging es schnell. Mitte August erreichten die Frühsorten Qualitätsweinniveau, Ende August begann die Lese, und die Hitze der ersten Septembertage schob die Reife mehrerer Sorten gleichzeitig voran. Die ab Mitte September einsetzenden Regenfälle brachten örtlich Botrytis und erzwangen zügiges Arbeiten; um den 23. September war die pfälzische Lese abgeschlossen, so früh wie selten zuvor. Mengenmäßig ist 2025 ein kleiner Jahrgang: rund 1,8 Millionen Hektoliter für das Gebiet, etwa 30 Prozent unter dem langjährigen Durchschnitt, die Erträge vielfach 25 bis 30 Prozent unter dem Vorjahr. Was in den Keller kam, waren kleine Beeren mit hohen Mostgewichten und ausgewogenen Säurewerten.

Spontangärung und Doppelstück

Bürklin-Wolf bewirtschaftet seine rund 85 Hektar in Wachenheim, Forst, Deidesheim und Ruppertsberg ausschließlich selbst und kauft grundsätzlich keine Trauben zu. Die Umstellung auf biologisch-dynamische Arbeit begann Anfang der 2000er-Jahre und ist seit 2005 zertifiziert; das Gut war der erste deutsche Betrieb in der französischen Vereinigung Biodyvin. Die gutseigene Pyramide aus Village, P.C. und G.C. stützt sich auf die königlich-bayerische Lagenklassifikation von 1828 und war Mitte der 1990er-Jahre der Ausgangspunkt für vieles, was der VDP später als Großes Gewächs formalisiert hat.

Im Keller bleibt die Handschrift bei den Grands Crus immer dieselbe: temperaturkontrollierte Spontangärung mit weinbergseigenen Hefen, danach Ausbau im Doppelstück-Holzfass. Bei diesem Fassvolumen ist die Holzoberfläche im Verhältnis zur Weinmenge so klein, dass kein Fasston entsteht – was bleibt, ist der langsame, geringe Sauerstoffkontakt, der die Phenolik glättet und Textur aufbaut. Gerade beim Reiterpfad ist das wichtig: Kellermeister Nicola Libelli beschreibt die Lage als einen Wein, der stets Zeit braucht, um aus sich herauszukommen.

Im Glas

Helles Gelb mit grünlichem Schimmer. Die Nase gibt sich zunächst wenig preis und öffnet sich erst mit Luft: gelbe Steinfrucht, Zitrusschale, reifer Apfel, dazu eine kräutrige Lage darunter und ein steiniger, leicht rauchiger Ton. Am Gaumen zeigt 2025 die Dichte, die kleine Beeren mit sich bringen – der Wein hat mehr Extrakt als ein typischer Reiterpfad, bleibt aber der geradlinigste unter den Grands Crus des Guts. Die Säure wirkt reif und trägt statt zu stechen, und der Kalk im Untergrund liefert eine salzig-feste Kante, die den Wein zusammenhält. Der Abgang ist trocken, würzig und länger, als die zurückhaltende Nase erwarten lässt, mit einem leichten phenolischen Zug zum Schluss.

Ein flacher Weinberg, der seine Größe nicht über den Hang bezieht, sondern über das, was zehn Meter unter ihm liegt.

Am Tisch

Dieser Wein ist ein Essenswein, kein Aperitif – jung braucht er sowohl Luft als auch einen Teller. Er passt zu Zander und Saibling mit brauner Butter, zu Kalbsrücken, Bries und Geflügel mit Rahmsauce, zu Spargel mit Schinken, zu Hechtklößchen. Würzige Küche mit Zitrusgras, Ingwer und Korianderwurzel funktioniert ebenfalls, solange sie nicht scharf ist. Zum Käse gehören mittelalter Comté und Bergkäse dazu, keine Blauschimmel. Bei 11 bis 12 °C im großen Glas servieren und ihm eine Stunde geben oder karaffieren.


Lage: Ruppertsberg Reiterpfad, Parzelle „In der Hohl" (VDP.Große Lage Reiterpfad-In der Hohl; gutsintern G.C.); Einzellage insgesamt rund 88 ha, 130–190 m ü. NHN, flach hängig im Lee des Pfälzerwalds; sandiger Lehm und steindurchsetzter Sand mit Buntsandstein- und Kalkgeröll; Rebanlage 2004 gepflanzt
Klassifikation: Riesling trocken, Großes Gewächs (VDP.Große Lage); gutsinterne Klassifikation G.C. nach dem Kataster von 1828
Ausbau: Temperaturkontrollierte Spontangärung, Ausbau im Doppelstück-Holzfass; biologisch-dynamische Bewirtschaftung seit 2005, zertifiziert durch Biodyvin, DE-ÖKO-003

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Spanien

San Roman Cartago Paraje del Pozo 2012

Rotwein · DO Toro · Einzellage

überwiegend Tinta de Toro Paraje El Pozo · rund 5 ha ca. 700 m · Sand über Lehm wurzelechte Reben bis 50 Jahre 36 Monate französische Eiche Mariano García

San Román Cartago Paraje del Pozo ist der Spitzenwein des Toro-Projekts von Mariano García, dem langjährigen Kellermeister von Vega Sicilia und Gründer von Mauro. Er stammt aus der Einzellage El Pozo mit bis zu 50 Jahre alten, wurzelechten Reben und reift 36 Monate in französischer Eiche. Dicht und tief, mit dunkler Frucht, Würze, Tabak und Leder.


Paraje El Pozo – wurzelechte Reben auf Sand

Die Parzelle El Pozo umfasst rund fünf Hektar im Nordosten der DO Toro, auf etwa 700 Metern Höhe nahe dem Duero. Die Böden sind sehr sandig, in der Tiefe liegt Lehm. Der Sand ist nährstoffarm und entwässert schnell; die Reben müssen tief wurzeln, um den Lehm und das darin gespeicherte Wasser zu erreichen. Das hält die Erträge klein und die Frucht konzentriert.

Der Sand hat noch eine zweite Folge: Die Reblaus, die Ende des 19. Jahrhunderts fast alle Weinberge Europas zerstörte, konnte sich darin kaum ausbreiten. In El Pozo stehen die Reben deshalb bis heute auf eigenen Wurzeln, ohne amerikanische Unterlage – in Europa eine Seltenheit. Die ältesten sind rund 50 Jahre alt.

Das Klima der kastilischen Hochebene ist extrem: heiße, trockene Sommer, kalte Winter, große Unterschiede zwischen Tag und Nacht. Tinta de Toro, der lokale Klon des Tempranillo mit kleinen, dickschaligen Beeren, reift darunter voll aus und bringt Farbtiefe und dichte Gerbstoffe. Mariano García prägte über Jahrzehnte den Stil von Vega Sicilia in der benachbarten Ribera del Duero; in Toro verfolgt er denselben Ansatz – Kraft, die durch lange Reife Eleganz gewinnt.

Rebsorte und langer Fassausbau

Der Wein basiert überwiegend auf Tinta de Toro, ergänzt um einen kleinen Anteil weiterer autochthoner Sorten. Die Trauben werden von Hand gelesen, am Tisch selektiert, entrappt und mit den eigenen Hefen vergoren.

Danach reift der Wein 36 Monate in französischer Eiche, überwiegend in neuen Fässern, und anschließend auf der Flasche, bevor er freigegeben wird. Drei Jahre Fass sind selbst für Toro lang – nötig bei einer Frucht dieser Dichte, damit sich die festen Gerbstoffe der Tinta de Toro einbinden und das neue Holz aufgenommen wird.

Im Glas

Tiefdunkles, fast undurchsichtiges Rot. In der Nase intensive dunkle Frucht, Gewürze, Tabak und Leder, dazu rauchige Röstnoten und ein Hauch Graphit. Am Gaumen kraftvoll und zugleich fein, mit reifem Tannin und großer Tiefe. Der Abgang ist sehr lang.

Wurzelechte Reben auf Sand, drei Jahre im Fass: Toro in seiner konzentriertesten Form.

Mehrere Stunden vorher dekantieren. Bei 16–18 °C servieren. Noch jung; der Wein gewinnt über viele Jahre.

Am Tisch

Klassische Begleitung: Rinderfilet, gegrilltes Fleisch, Wild und gereifter Hartkäse. Besonders gut zu Lechazo, dem Milchlamm aus dem Holzofen, zu geschmorter Ochsenbacke und gereiftem Manchego.


Produzent San Román, Mariano García, DO Toro
Rebsorte überwiegend Tinta de Toro, kleiner Anteil weiterer autochthoner Sorten
Lage Paraje El Pozo, Nordosten der DO Toro · rund 5 ha · ca. 700 m · Sand über Lehm
Klassifikation DO Toro · Einzellage · trocken
Vinifikation Handlese · Selektion am Tisch · entrappt · Spontangärung mit eigenen Hefen
Ausbau 36 Monate in französischer Eiche, überwiegend neu · anschließend Flaschenreife
Trinkempfehlung abhängig vom Jahrgang, über viele Jahre lagerfähig
Rebenalter wurzelecht, bis zu 50 Jahre

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Rebsorten

Bessin- Tremblay Chablis Montmains 1er Cru 2022

Weißwein · Chablis Premier Cru · Chardonnay

Chardonnay Montmains · 1er Cru 2022 15–18 Monate Feinhefe max. 10% neues Holz

Der Chablis Montmains 1er Cru 2022 der Domaine Bessin-Tremblay stammt von einer Premier-Cru-Lage am linken Ufer des Serein. Reinsortiger Chardonnay, von Hand gelesen und im thermoregulierten Tank auf der Feinhefe ausgebaut. Der warme, sonnenreiche Jahrgang 2022 gibt dem Wein reife Frucht, hält dabei aber Frische und Mineralität.


Montmains – Premier Cru am linken Ufer des Serein

Montmains zählt zu den größten und am höchsten eingestuften Premier-Cru-Lagen auf der linken, südwestlich orientierten Seite des Flusses Serein. Die Reben stehen auf kimmeridgischem Untergrund aus Kalkmergel und hartem Kalkstein, in überwiegend südöstlicher bis östlicher Exposition. Zur Lage gehören die untergeordneten Klimate Les Forêts und Butteaux.

Prägend ist die fossilreiche Mergelformation des Kimmeridgium: eingelagerte Austernschalen (Exogyra virgula) liefern den hohen Kalkanteil, der dem Wein seine salzig-mineralische Linie gibt. Die Lagen des linken Ufers gelten als straffer und reduktiver in der Jugend als die wärmeren Crus der rechten Seite.

Die Domaine Bessin-Tremblay – 1992 von Jean-Claude Bessin und Evelyne Tremblay übernommen, heute mit Sohn Romain geführt – bewirtschaftet rund 12 Hektar in Chablis und gehört im Stilbild der rive gauche zur Spitzengruppe neben Häusern wie Dauvissat und Raveneau.

Jahrgang 2022 – Chablis

2022 war eines der wärmsten, trockensten und sonnenreichsten Jahre seit Beginn der Aufzeichnungen im Burgund. Ein milder Winter brachte einen frühen Austrieb, Aprilfröste richteten nur begrenzten Schaden an. Geringe Frühjahrsniederschläge wurden durch einen regenreichen Juni aufgefangen, der die Wasserreserven für den warmen, trockenen Sommer auffüllte.

Die Lese begann sehr früh, schon im August. Für Chablis steht 2022 für einen gesunden Jahrgang mit reifer Frucht, gutem Zucker-Säure-Verhältnis und stabilen, gegenüber 2021 deutlich höheren Erträgen – Weißweine mit Tiefe, Frische und Energie trotz der Wärme.

Assemblage und Ausbau

Reinsortiger Chardonnay aus dem Jahrgang 2022. Handlese mit Selektion innerhalb eines knappen Lesefensters von rund zehn Tagen, um die optimale Reife zu treffen.

Sanfte pneumatische Pressung, Spontangärung mit weinbergseigenen Hefen in thermoregulierten, emaillierten Tanks. Ausbau 15–18 Monate auf der Feinhefe mit höchstens 10% neuem Holz, bei Bedarf leichte Schönung und Filtration. Die Weinberge werden mit reduziertem Pflanzenschutz bewirtschaftet.

Im Glas

Helles Strohgelb mit grünlichem Reflex. In der Nase Zitruszeste, weißfleischige Steinfrucht, Apfelblüte und feuchter Stein. Am Gaumen geradlinig und salzig, mit reifer, kühler Frucht aus dem warmen Jahrgang, mittlerem Körper und einem mineralisch-zitronigen Abgang mit Austernschalen-Note.

Ein Chablis vom linken Serein-Ufer: salzige Mineralität und Zitrusfrucht, die der warme Jahrgang 2022 mit reifer Substanz unterlegt.

Jung schon zugänglich, gewinnt der Wein über zwei bis vier Jahre an Tiefe. Im Glas öffnet er sich nach kurzer Belüftung; bei 10–12 °C servieren.

Am Tisch

Austern und Plateau de fruits de mer, gegrillte Jakobsmuscheln, Forelle oder Saibling, Geflügel in heller Sauce, junger Comté oder Chaource. Die salzige Säure hält gegen Schalentiere ebenso stand wie gegen Butter und Sahne.


Lage: Montmains, linkes Serein-Ufer; Kimmeridgium (Kalkmergel)
Klassifikation: Chablis Premier Cru
Ausbau: 15–18 Monate auf Feinhefe, max. 10% neues Holz; Handarbeit im Weinberg, reduzierter Pflanzenschutz

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Deutschland

Dietrich´s Rebsortenschule Probierpaket

Wein · Probierpaket · Pfalz · Deutschland

Dietrich's Rebsortenschule ist ein 6er-Probierpaket vom Weingut Dietrich mit je einer Flasche Grauburgunder, Weißburgunder, Riesling, Chardonnay, Sauvignon Blanc und Rosé aus Pinot Noir. Lernen Sie die bekanntesten und beliebtesten Rebsorten aus der Pfalz kennen.


Pfalz

Das Weingut Familie Dietrich bewirtschaftet 25 Hektar Rebfläche von Großkarlbach bis Weisenheim am Sand und Laumersheim in der Pfalz. Die Reben dieses Pakets wachsen auf Kalksteinböden, die den Weinen eine feine Mineralität und Spritzigkeit verleihen. Über 1.800 Sonnenstunden im Jahr bilden die Grundlage für ausdrucksstarke, trocken ausgebaute Weine. Geführt wird das Gut von den Brüdern Arnd und Gerrit Dietrich.

Die Rebsorten im Paket

Das Paket vereint sechs klassische Pfälzer Sortentypen: Grauburgunder (cremiger Schmelz, Apfel und Birne), Weißburgunder (fein und elegant), Riesling (rassig, mit klarer Frucht und Säure), Chardonnay (fruchtbetont, mit Fülle), Sauvignon Blanc (frisch, krautig-fruchtig) und einen Rosé aus Pinot Noir (rote Beerenfrucht, elegant). Alle trocken ausgebaut.

Im Glas

Sechs eigenständige Charaktere von hell und rassig bis cremig-fruchtig, getragen von der Mineralität und Spritzigkeit der Kalksteinböden. Ideal, um Sorten direkt nebeneinander zu verkosten und die eigenen Favoriten zu entdecken.

Am Tisch

Gut gekühlt bei 8–12 °C servieren – ideal für eine Verkostung mit Freunden oder als vielseitige Begleitung zu verschiedenen Gerichten.

Passt zu: Aperitif, Fisch, Geflügel, Salaten, hellem Fleisch und mediterraner Küche.


Lage: Pfalz, Kalksteinböden (Deutschland); Weingut Familie Dietrich
Inhalt: 6 Flaschen – Grauburgunder, Weißburgunder, Riesling, Chardonnay, Sauvignon Blanc, Pinot-Noir-Rosé (je 0,75 l), trocken
Ausbau: sortentypisch, fruchtbetont und mineralisch

Ehrliche und gute Schoppenweine zum besonderen Vorteilspreis im 6er-Paket – versandkostenfrei innerhalb Deutschlands (6 Flaschen à 0,75 Liter). Lieferzeit 7 Tage. Nur Online-Bestellung möglich.

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Weine

Bret Brothers Mâcon-Igé Les Vernayes 2024 BIO

Weißwein · Mâconnais · Chardonnay · Bio

Bret Brothers Mâcon-Igé Les Vernayes ist ein Bio-Weißwein aus 100 % Chardonnay aus dem Mâconnais im Süden des Burgunds. Die Lage liegt an einem sonnigen, nach Osten ausgerichteten Hang mit kalkreichem Boden, der dem Wein Mineralität und Tiefe gibt. Die Bret Brothers stehen für naturnahen, präzisen Weinbau. Im Glas ein klarer, mineralischer Chardonnay mit Substanz.


Mâcon-Igé

Die Lage Les Vernayes liegt an einem ostexponierten Hang mit Blick auf den Mont-Blanc, im Herzen des Mâconnais. Der kalksteinreiche Boden aus Ton und Kalk zieht sich von La Roche-Vineuse bis Cruzille, durch Dörfer wie Verzé, Igé, Azé und Bissy-la-Mâconnaise. Der Wein wird ökologisch erzeugt und ist Bio-zertifiziert (Öko-Kontrollstelle FR-BIO-01).

Rebsorte und Ausbau

Der Wein besteht zu 100 % aus Chardonnay. Nach der Handlese erfolgen eine schonende Ganztraubenpressung und die Gärung mit Wildhefen. Die Reifung ist zweigeteilt: 20 % elf Monate in 228-Liter-Eichenfässern, 80 % im Edelstahltank. Mit nur 50 mg/l zugesetztem Schwefel bleibt der Wein puristisch.

Im Glas

Helles Strohgelb. In der Nase reife Steinfrucht und Zitrus, getragen von einer klaren mineralischen Note. Am Gaumen präzise und tief, mit straffer Säure und dezentem Schmelz aus dem Fassanteil. Der Abgang ist lang und salzig-mineralisch.

Am Tisch

Gut gekühlt bei 10–12 °C servieren; der Wein trinkt sich jung ebenso gut wie über die nächsten Jahre.

Klassische Begleitung: Fisch, Meeresfrüchte, Geflügel und Ziegenkäse.


Lage: Les Vernayes, Mâcon-Igé (Mâconnais), Ton-/Kalkboden, Ostlage
Klassifikation: Mâcon-Igé AOC
Ausbau: Ganztraubenpressung, Wildhefen, 20 % Barrique (228 l, 11 Monate), 80 % Edelstahl

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