Montsant

Der Ring, der fast geschlossen

Gegebenheiten, deren Ursprung in der Vergangenheit liegen, haben in der Regel ein Problem: es gibt immer etwas, das noch etwas weiter zurück liegt, aber dennoch betrachtet werden sollte. Versuchen wir, das Dilemma so zu lösen: es scheint gesichert zu sein, dass während des Urknalls auf spanischem Boden keine Reben standen. Über das, was nach dem Urknall, aber vor dem zwanzigsten Jahrhundert geschah, reden wir gerade nicht.

Ende des neunzehnten Jahrhunderts war in Spanien mal wieder Krise: Naturkatastrophen, Mißernten, politische Unruhen und soziale Umwälzungen reihten sich aneinander. Gleichzeitig war dies indes auch eine Epoche des Aufbruchs: Textilindustrie, chemische Industrie, Handel im Allgemeinen, es entstanden viele Arbeitsplätze, die zwar harte Arbeit erforderten, dafür aber auch ein mehr oder weniger geregeltes Einkommen versprachen. Menschen, insbesondere junge Menschen, zogen zu den Arbeitsplätzen, diese aber befanden (und befinden) sich vornehmlich an der Küste. Weinbau indes wurde etwas weiter im Landesinneren betrieben, oftmals dort, wo man sonst nicht viel anderes tun konnte.

Eine Comarca, in der es eigentlich nur um Weinbau ging und geht, befindet sich nur gut dreißig Kilometer von der Mittelmeerküste entfernt, die mit heute mehr als einhundertzwanzig tausend Einwohnern große Stadt Reus ist von ihr nur gut zwanzig Kilometer entfernt. Aber weil da zwei Gebirgszüge des Katalonien von unten nach oben querenden Serralada Litoral thronen, war das eine vom anderen schroff abgeschnitten. Und so kam es, dass die Bevölkerung im Camp de Tarragona wuchs, während die Comarca Priorat ausblutete.

Die Comarca Priorat, das ist indes deutlich mehr als nur die Weinbauregion gleichen Namens. Sie beinhaltet all das, was zwischen dem Montsantgebirge, den Prades-Bergen und diversen kleineren Gebirgen im Süden liegt, im Westen reicht die Comarca fast bis an den Ebro. Heute leben in der gesamten Comarca Priorat gerade einmal zehntausend Menschen, wenn überhaupt.

Das Priorat, wir sprachen darüber in der allerersten Ausgabe der Notizen des oso alemán, ist eine spezielle Region, weil auf einer durchaus großen (bergigen) Fläche eher wenig passiert. Rings um das Priorat (Weinbauregion) werden aber auch Reben kultiviert. Lange Zeit firmierte dieser Teil der Comarca als D.O. Tarragona – Zona Falset, eine Art Subregion der D.O. Tarragona.

Ein paar Jahrzehnte lang funktionierte das ganz leidlich, weil in der Zona Falset kaum jemand daran interessiert war, Wein in Flaschen zu füllen, um diese überregional zu vertreiben. Noch vor dreißig Jahren wurde fast die komplette Produktion dieser Region, die vor allem den Süden und den Westen der Comarca Priorat umfasst, in Genossenschaften, es gab derer elf, in jedem Dorf eine, ausgebaut. Ein Großteil der Produktion wurde von Großbodegas, allen voran Miguel Torres, als Fasswein gekauft und weiterverarbeitet, der gleichwohl nicht unerhebliche Rest ging in das Tarragona-Flachland, wo die kräftigen, oftmals alkoholreichen Weine mit eher leichtem Rotweinen aus dem Camp de Tarragona, wo damals Tempranillo dominierte, vermischt. De Muller und die Cooperative aus Vilalonga del Camp waren und sind die wichtigsten Betriebe.

Mitte der neunziger Jahre des letzten Jahrhunderts jedoch war es vorbei mit dem Frieden in der Comarca Priorat. Zwar gab es mit Celler Capafons-Ossó und Celler Joan d’Anguera noch immer nur zwei privat geführte Weingüter, jedoch zeigte der Erfolg des benachbarten Priorat, dass selbst eine eher traditionelle Region wie das Priorat binnen weniger Jahre durchaus bekannt werden konnte. Diverse Weinmacher des Priorat schielten gen den Südwesten der Comarca, diverse Önologen mancher Genossenschaften aus Marçà, Capçanes, els Guiamets oder el Masroig wollten mehr machen als nur traditionelle Rotweine, die jenseits der Region kaum jemand kannte.

Es sollte noch einmal fünf Jahre dauern, aber kurz nach der Jahrhundertwende war es dann soweit: die Zona Falset, bereinigt um einige Unebenheiten an ihrem Westrand, verließ die D.O. Tarragona, um eine eigene Weinbauregion zu bilden: Denominación de Origen Montsant. Einem Ring nicht unähnlich umschloss die neue Weinbauregion das Priorat, einzig im Osten gibt es ein drei Kilometer langes Stück, dass den kompletten Ringschluss verhindert. Aber die Grundstruktur wird dadurch nicht verändert: innen Priorat, außen Montsant.

Was auch immer sich die Einen oder die Anderen erhofft haben mögen, es trat so nicht ein. Natürlich wollten die Montsantis vom Ruhm des Priorat profitieren. Die Wirklichkeit indes bestehe darin, dass vielerorts das Montsant als des Priorats kleine Schwester (oder kleiner Bruder) angesehen wird, mit dementsprechend kleinen Weinpreisen. Feuchte Träume, die Montsant neben dem Priorat stehen sahen, blieben ungeträumt, von deren Realisierung gar nicht erst zu reden.

Am Anfang hatte das Montsant keinen Markt, es gab zudem in den wenigen Bodegas und Cooperativen nur wenige Menschen, die sich mit der Welt der Weine jenseits der Comarca Priorat und jenseits von Torres, Codorniu und anderen Großbodegas auskannten. Es begann die Zeit der Glücksritter.

Die Glücksritter kamen von überall her: aus Tarragona, aus Barcelona, aus Belgien, Berlin, London oder dem Südwesten von Texas. Die Glücksritter hatten Geld und einen registrierten Weinnamen. Und mit beidem kamen sie, um mit den Genossenschaften zu verhandeln, allen voran mit der größten Cooperative der Region, jener aus el Masroig. In der Spitze gab es nicht weniger als dreißig Firmen, die dort irgendwelche Etiketten auf irgendwelche Flaschen kleben ließen, um das so gewonnene als ihre Montsant-Weine zu vermarkten. Das spanische Weinrecht ist diesbezüglich ziemlich löchrig.

Montsant als Region interessierte die Glücksritter indes nicht, entscheidend war die Nähe zum Priorat. In gewissem Sinne wäre dies auch in Empordà möglich gewesen, gleichwohl gab es dort keine Story, um die man das alles hätte stricken können. Was all diese Unternehmen wollten, war ein „Fast-Priorat“ zu kleiner Münze. Wenn man die Dinge genau betrachtet, erkennt man, dass sich Montsant bis heute nicht davon erholt hat.

Die anderen Imageverhinderer der Region Montsant kamen aus der unmittelbaren Umgebung, aus dem Priorat. Anfangs waren es die Familien Barbier und Pérez, die neben ihren Stammhäusern im Priorat nun auch Bodegas in Montsant, gerne in Falset angesiedelt, betrieben. Die Logik war unschwer zu erkennen: man hat einen Namen, und in Montsant gab es Trauben und/oder Fasswein. Man darf nicht vergessen, dass es um die Jahrhundertwende im Priorat gerade einmal eintausend Hektar Rebland gab, fast alles alt, fast alles niedriger Ertrag. Mit Montsant-Weinen konnte man Geld verdienen und da es sich um fest etablierte Weingüter handelte, musste man kein aufwendiges Marketing betreiben. Gleichwohl vertrieben diese Glücksritter ein ganz anderes Produkt. Es nannte (und nennt) sich: ¡ICH! Schaut her: wir, die Pérez-Barbier-etc, machen großartige Weine. Jetzt auch aus Montsant. Und morgen vielleicht aus Terra Alta, Alicante, California oder Chile. Montsant als Region interessierte nicht. Das hat sich ein klein wenig verbessert, die heutigen Glücksritter dieses Genre (Alfredo Arribas, Dominik Huber, d’en Castell und noch ein paar wenige mehr) versuchen schon, Terroir mit einfließen zu lassen, auch wenn auch da nicht alles Gold ist, was da so glänzt.

Das dritte Problem der noch jungen Weinbauregion indes ist ein hausgemachtes. Eigentlich ist es kein Problem, aber am Ende eines langen Tages ist es dann doch eines: die Qualität der einfachen Weine zumindest der Genossenschaften aus Capçanes und el Masroig ist, für Cooperativen-Verhältnisse, ziemlich hoch. Die Genossen aus els Guiamets kommen da nicht ran, jene der fusionierten Genossenschaft Falset-Marçà sind vor allem mit internen Problemen beschäftigt. Von Capçanes und von Les Sorts bekommt man gute Weine, die in Weinläden in Mitteleuropa für weniger als zehn Euro erhältlich sind, Steuern eingeschlossen. Kleine, privatwirtschaftlich organisierte Weingüter können das, Selbstausbeutung ausgeklammert, nicht leisten.

Montsant jenseits der Zehnergrenze kann man aber eigentlich nur dann gut verkaufen, wenn da ein klingender Klangname dahintersteht. Natürlich wäre ein Montsant von Álvaro Palacios hilfreich, gerne für sechzehn Euro im gut sortierten Weinfachhandel. Bedauerlicherweise ist Álvaro zu schlau, um in diese Falle zu tappen. Denn ihm würde das nicht viel bringen.

So erlebt man, dass sich die wenigen „unabhängigen“ Weingüter aus Montsant mehr oder weniger durch den Markt mogeln. Eigentlich ist nur Joan d’Anguera gut bei der Sache, alle anderen haben schon die eine oder andere Weinleiche im Keller, aktuell gibt es Masia Esplanes Jahrgang zweitausend und neun als Neuheit….

Unlängst hat der Consejo Regulador eine Klassifizierung in Teilregionen vorgestellt. Dies wird dem Terroir-Aspekt vielleicht schon helfen. Das alleine indes wird nicht reichen. Was Montsant braucht, ist Zeit. Und die kann man bekanntlich nur schwer kaufen. Das mussten schon die grauen Männer verstehen, die Momo dann doch besiegte. Text: El oso alemán

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Weine

Battenfeld Spanier Riesling Kirchenstück GG 2024 BIO

Weißwein · Hohen-Sülzen (Rheinhessen) · Riesling (Großes Gewächs)

Riesling Kirchenstück VDP.Großes Gewächs Battenfeld-Spanier Hohen-Sülzen · Rheinhessen Kalk und Lehm Reben Ø ~35 Jahre BIO (DE-ÖKO-006) · 2024

Der Battenfeld-Spanier Kirchenstück Riesling GG 2024 stammt aus H. O. Spaniers Heimatlage in Hohen-Sülzen. Ein fruchtbetonter, tiefgründiger Riesling von kräftigen Kalk- und Lehmböden.


Kirchenstück – Heimatlage in Hohen-Sülzen

Das biologisch arbeitende Weingut Battenfeld-Spanier von H. O. Spanier zählt zu den führenden Adressen im rheinhessischen Wonnegau und ist für seine kalkgeprägten, präzisen Rieslinge bekannt (DE-ÖKO-006). Das Kirchenstück ist eine VDP.Große Lage auf rund 150 Metern, mit etwa 15 % Neigung und einem Boden aus Kalk und Lehm; die klassifizierte Fläche misst 6,71 Hektar.

Das Kirchenstück liegt auf einer Ebene zwischen zwei Kirchen und überblickt H. O. Spaniers Heimatort Hohen-Sülzen. Hier liegt sein ältester, in den 1960er Jahren gepflanzter Weingarten. Ausgehend von diesem Herzstück stammen die Weine heute aus den besten Parzellen des gesamten Kirchenstücks mit seinen kräftigen Böden; die Reben haben ein Durchschnittsalter von rund 35 Jahren.

Jahrgang 2024 – Rheinhessen

2024 war in Rheinhessen ein kühlerer, anspruchsvoller Jahrgang, der Präzision im Weinberg belohnte. Die kräftigen Kalk- und Lehmböden und die alten Reben sicherten reifes, fruchtbetontes Lesegut, während das kühle Jahr für Frische und Säurespannung sorgte – Tiefe und Balance zugleich.

Ausbau

Trockener Riesling, VDP.Großes Gewächs aus der Lage Kirchenstück, Jahrgang 2024; 100 % Riesling von Kalk und Lehm.

Nach selektiver Handlese wird der Wein herkunftsbetont im Stil des Guts vergoren und ausgebaut, ganz auf Frucht, Tiefe und die kräftige Kalk-Lehm-Prägung ausgerichtet. Biologischer Anbau (DE-ÖKO-006).

Im Glas

Ein fruchtbetonter, tiefgründiger Riesling: reife gelbe Frucht und weißer Pfirsich, dazu Zitrus, feine Kräuterwürze und eine kalkig-mineralische Ader. Am Gaumen saftig und gehaltvoll, mit lebendiger Säure, klarer Struktur und einem langen, mineralischen Nachhall.

Reife gelbe Frucht und weißer Pfirsich über Zitrus, feiner Kräuterwürze und kalkig-mineralischer Ader – saftig und gehaltvoll, mit lebendiger Säure, klarer Struktur und langem, mineralischem Nachhall.

Ein fruchtbetonter, langlebiger Kalk-Riesling; jung gern dekantieren. Bei 11–13 °C servieren.

Am Tisch

Zu Fisch und Meeresfrüchten, zu Geflügel und Kalb in heller Sauce, zu asiatischer Küche sowie zu mildem bis mittelkräftigem Käse.


Lage: Kirchenstück (VDP.Große Lage), Hohen-Sülzen, Rheinhessen; ~150 m, ~15 % Neigung; Kalk und Lehm; Reben Ø ~35 Jahre; klassifizierte Fläche 6,71 ha
Klassifikation: Riesling, VDP.Großes Gewächs, Rheinhessen (trocken); 100 % Riesling
Ausbau: selektive Handlese, herkunftsbetonte Vergärung und Ausbau im Stil des Guts; biologisch, DE-ÖKO-006

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Länder/Regionen

Tua Rita Per Sempre Syrah 2013

Rotwein · Toscana IGT · Syrah

Syrah Toscana IGT Suvereto · Maremma Bio 18 Monate Barrique 2013 15,00 % vol

Der Tua Rita Per Sempre Syrah 2013 ist einer der großen italienischen Syrahs – ein reinsortiger Top-Wein in limitierter Auflage von der toskanischen Küste. Kraft, Eleganz und enorme Komplexität machen ihn zu einem unvergesslichen Wein.


Tua Rita – Syrah von der toskanischen Küste

Tua Rita wurde 1984 von Rita Tua und Virgilio Bisti in Suvereto gegründet und zählt heute zu den herausragenden Gütern der toskanischen Küste – weltberühmt vor allem für den reinsortigen Merlot Redigaffi. Bewirtschaftet werden die Weinberge zertifiziert biologisch, mit indigenen Hefen auch im Keller.

Der Per Sempre existiert nur aus dem Eigensinn und der Experimentierlust Virgilios: Er pflegte den Syrah-Weinberg persönlich, beobachtete ihn und wartete, bis die Trauben für eine eigenständige Vinifikation bereit waren. Das Etikett ist ihm als Gründer gewidmet – auf die Frage, welchen seiner Weine er bevorzuge, antwortete er ohne Zögern: „La Syrah, per sempre" – die Syrah, für immer. Die Reben stehen auf den ausgeprägt tonigen, von Kieseln durchsetzten Böden der mineralreichen Hügel um Suvereto.

Jahrgang 2013 – Toskana

2013 brachte an der toskanischen Küste einen klassisch-eleganten Syrah, bei dem Kraft und Finesse im Gleichgewicht stehen – anders als in sehr warmen, frühreifen Jahren, in denen die muskulöse Struktur das Bukett zu überdecken droht. Hier zeigt der Wein Kraft und Großzügigkeit in gleichem Maße, getragen von vielschichtiger Aromatik. (Den Jahrgang 2014 erzeugte das Gut wegen beschädigter Beerenhäute gar nicht.)

Ausbau

Reinsortiger Syrah aus dem Jahrgang 2013, 15,00 % vol.

Nach der Vinifikation reifte der Wein 18 Monate in Barriquefässern; auf eine Schönung wird verzichtet. Limitierte Auflage. Die organoleptische Entwicklung nach dieser Fassreife bestätigte Virgilios Gespür – der Per Sempre wurde von Presse und Markt sofort gefeiert.

Im Glas

Intensiv aromatisch und für die toskanische Küste ungewöhnlich floral-würzig: Brombeere und rotfleischige Frucht treffen auf süßen Tabak, Rosenblätter, Salbei, Minze und Wildblumen, untermalt von dunkler Würze, Schokolade und einem Hauch geräucherter Noten. Am Gaumen kraftvoll und zugleich fein gewoben, mit großer Tiefe, Nuancenreichtum und enormer Komplexität – Kraft und Eleganz in vollkommener Balance.

Ein unvergesslicher Syrah von Virgilio – Kraft, Eleganz und enorme Komplexität.

Lang und nachhallend im Abgang, mit einem finalen aromatischen Nachklang über der reifen Suvereto-Frucht. Großes Reifepotenzial über viele Jahre; empfiehlt sich zu dekantieren. Bei 16–18 °C servieren.

Am Tisch

Zu Wild und Schmorgerichten, zu rotem Fleisch vom Grill, zu Lamm mit Kräutern sowie zu gereiften Hartkäsen.


Lage: Toscana IGT, Suvereto, toskanische Küste/Maremma (Italien); ausgeprägt tonige, kieseldurchsetzte Böden
Klassifikation: Toscana IGT, Syrah (trocken)
Ausbau: Syrah; 18 Monate Barrique, ohne Schönung, limitierte Auflage; biologisch bewirtschaftet

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Spanien

Matsu El Viejo 2021

Wein · Rotwein · Toro · Spanien

Matsu El Viejo („der Alte") ist ein typischer Toro-Wein, der auf Konzentration und Kraft zielt. Er stammt aus einer uralten, wurzelechten Parzelle mit über 100 Jahre alten Tinta-de-Toro-Reben und reifte über 16 Monate in neuen französischen Eichenfässern – ein Grande, ausgelegt auf Struktur, Mächtigkeit, Länge und Lagerfähigkeit.


Toro / Castilla y León

Die Bodega Matsu (Vintae-Gruppe) liegt in der DO Toro in der Provinz Zamora. El Viejo ist der älteste und kraftvollste Wein der Matsu-Familie – das Etikett zeigt einen alten Mann. Die Trauben stammen aus einer einzigen uralten, wurzelechten Parzelle mit über 100 Jahre alten Reben auf sandig-granitigen Böden, biodynamisch bewirtschaftet und mit sehr geringem Ertrag.

Rebsorte und Ausbau

Reinsortig aus Tinta de Toro (lokaler Tempranillo-Klon). Nach Handernte und langer Maischestandzeit erfolgt die malolaktische Gärung im Holz; anschließend reift der Wein über 16 Monate in neuen französischen Eichenfässern. Abgefüllt wird er unfiltriert und ungeschönt. Trocken ausgebaut.

Im Glas

Tiefes Kirschrot mit violettem Rand. Jung halten sich die Aromen von frischem Leder, Zartbitterschokolade und eingelegtem Rumtopf noch hinter einem dichten Gerbstoffmantel versteckt. Nach mehreren Stunden Luft öffnet sich der Wein zögerlich und gibt Noten von Kokosnuss und Brombeere frei. Mächtig und strukturiert, mit einem außergewöhnlich langen Nachhall.

Am Tisch

Bei 17–18 °C servieren und mehrere Stunden vorher dekantieren – oder einige Jahre einlagern. Ein kraftvoller Begleiter zu herzhaften Gerichten.

Passt zu: kräftigem rotem Fleisch, Wild, Schmorgerichten, Gegrilltem und reifem Hartkäse.


Lage: DO Toro, Zamora (Castilla y León, Spanien); Bodega Matsu
Klassifikation: DO Toro – 100 % Tinta de Toro (Tempranillo), trocken; uralte wurzelechte Parzelle (über 100 Jahre)
Ausbau: ~16 Monate in neuen französischen Eichenfässern; unfiltriert und ungeschönt

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Spanien

Envinate Táganan Margalagua tinto 2024

Rotwein · Teneriffa · Táganan (Anaga) · Field Blend

Negramoll · Listán Negro · Listán Blanco Teneriffa · Anaga Parcela Margalagua Envínate roter Basalt · eisenhaltig 100 % Ganztraube · ohne Schwefel nur 1.800 Flaschen 2024

Der Envínate Táganan Parcela Margalagua 2024 ist der zurückhaltendste Jahrgang der Margalagua-Serie – leichter, subtiler, präziser. Ein Einzellagen-Rotwein von ätherischem Charakter aus dem Anaga-Massiv: vergoren ohne Eingriff, ausgebaut ohne Schwefel, nur 1.800 Flaschen.


Margalagua – Einzellage auf rotem Basalt

Envínate („wine yourself") ist das Kultprojekt von vier befreundeten Önologen – Roberto Santana, Alfonso Torrente, Laura Ramos und José Martínez. Auf Teneriffa arbeitet das Team seit Jahren konsequent im Anaga-Massiv im Nordosten der Insel, einer der ältesten und steilsten Weinregionen der Kanaren – steil, feucht, vulkanisch geprägt, mit uralten, wurzelechten Reben.

Die Einzelparzelle Margalagua steht auf rotem Basalt mit hohem Eisengehalt und sandiger Textur. Die Kombination aus mineralreichem Untergrund und atlantischem Klima erklärt den Charakter des Weins: Dichte ohne Schwere, Struktur ohne Tannin-Druck. Das Feldgemisch besteht überwiegend aus Negramoll und Listán Negro sowie rund 10 % Listán Blanco – allesamt auf unveredelten alten Reben, gemeinsam gelesen und vergoren, ganz in der traditionellen Inselpraxis.

Jahrgang 2024 – Teneriffa

2024 ist der zurückhaltendste Jahrgang der Margalagua-Serie: leichter als 2023, subtiler in der Aromatik und präziser im Aufbau. Das atlantische Klima und die Vulkanböden des Anaga prägen einen Rotwein von ätherischer Frische, klarer Linie und tiefer Mineralität.

Assemblage und Ausbau

Field Blend aus überwiegend Negramoll und Listán Negro sowie rund 10 % Listán Blanco, aus dem Jahrgang 2024, Teneriffa (Anaga), trocken.

2024 fermentierte Envínate zu 100 % als Ganztraube in Betontanks ohne Temperaturkontrolle, mit einer Maischestandzeit von 25 bis 28 Tagen. Der anschließende Ausbau erfolgte über neun Monate in neutralen 228-Liter-Fässern – ohne Abstich, ohne Schwefelzusatz; die malolaktische Gärung verlief ungesteuert im Fass. Abfüllung Juli 2025, 1.800 Flaschen.

Im Glas

Die Nase öffnet sich mit Luft zu trockenen Rosenblättern, schwarzem Pfeffer und nassem Bimstein – die charakteristische Aromatik der Táganan-Linie, 2024 in besonders subtiler Ausprägung. Am Gaumen zeigt sich eine fast transparente Textur mit feiner Würze und klarer Linie. Der Abgang trägt vulkanische Mineralität und eine ruhige, ausdauernde Länge. Im Glas entwickelt sich der Wein kontinuierlich – wer Geduld hat, erfährt mehr.

Ätherisch und präzise – trockene Rosenblätter, schwarzer Pfeffer, nasser Bimstein und vulkanische Mineralität.

Kein Wein für den sofortigen Konsum: wer jetzt öffnet, sollte mindestens 30–45 Minuten dekantieren. Optimales Fenster 2026–2028, kühl und dunkel, idealerweise liegend lagern. Bei 15–17 °C servieren.

Am Tisch

Zu Ziegenfrischkäse, zu gegrilltem Fisch mit Haut sowie zu Papas arrugadas con mojo. Funktioniert mit genügend Zeit im Glas auch als Solist.


Lage: Teneriffa, Táganan/Anaga, Parcela Margalagua (Kanaren, Spanien); roter, eisenhaltiger Basalt mit sandiger Textur, steil; uralte wurzelechte Reben
Klassifikation: Rotwein (Field Blend), Teneriffa; überwiegend Negramoll und Listán Negro, ~10 % Listán Blanco (trocken); nur 1.800 Flaschen
Ausbau: 100 % Ganztraube, Gärung in Betontanks ohne Temperaturkontrolle (25–28 Tage Maische), 9 Monate in neutralen 228-l-Fässern, ohne Abstich und ohne Schwefelzusatz

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Weine

Herbert Zillinger Horizont Chardonnay 2023 BIO

Weißwein · Weinviertel · Chardonnay

Chardonnay Weinviertel · Ebenthal Horizont Zillinger kalkreiche Böden teils großes Fuderfass Biodynamie (AT-BIO-402) 2023

Der Herbert Zillinger Horizont Chardonnay 2023 ist ein mineralischer, kraftvoller Bio-Chardonnay aus dem Weinviertel – mit ausgeprägter Aromatik, faszinierender Mineralik und einem langanhaltenden Finish. Konsistente Struktur und fein eingebundene Gerbstoffe.


Horizont – der große Bruder der Neuland-Weine

Carmen und Herbert Zillinger in Ebenthal zählen zu den Paradewinzern des Weinviertels und gelten als biodynamische Pioniere der Region (Respekt-BIODYN, AT-BIO-402). Ihre Weine sind kompromisslos naturbelassen, puristisch und herkunftsgenau – „Zeit der Reife" statt schneller Effekte.

Die Horizont-Linie ist der große Bruder der Neuland-Weine und beeindruckt mit Reben von etwa 15 bis 25 Jahren. Teilweise im großen Fuderfass ausgebaut, gewinnt der Wein durch die subtile Oxidation an Komplexität, wobei das wiederverwendete Holz nur zart wahrnehmbar bleibt. Aus einer sorgfältigen Selektion mehrerer Weinberge bevorzugen Carmen und Herbert Lagen mit kalkreichen Böden – das verleiht dem Wein seine ausgeprägte Aromatik, faszinierende Mineralik und ein kraftvolles, langanhaltendes Finish.

Jahrgang 2023 – Weinviertel

Der Jahrgang 2023 bringt im Horizont Chardonnay einen präzisen, mineralisch geprägten Wein mit reifer, klarer Frucht und lebendiger Spannung. Die kalkreichen Böden und der schonende Ausbau betonen Salzigkeit, Struktur und Länge.

Ausbau

Reinsortiger Chardonnay aus dem Jahrgang 2023, trocken; ohne DAC, Wein aus biologischem Anbau (AT-BIO-402).

Im puristischen, minimal-invasiven Stil des Hauses: Spontangärung und Ausbau teils im großen Fuderfass, in dem die subtile Oxidation für Komplexität sorgt; das gebrauchte Holz bleibt nur zart spürbar. Biodynamische Bewirtschaftung.

Im Glas

Der Horizont Chardonnay zeichnet sich durch seine konsistente Struktur und die feinen, harmonisch eingebundenen Gerbstoffe aus. Am Gaumen zeigt er Anklänge von getrockneter Banane, Ananas, Kräutern und mineralischer Salzigkeit.

Konsistente Struktur und feine Gerbstoffe – getrocknete Banane, Ananas, Kräuter und mineralische Salzigkeit.

Schon jetzt zugänglich, gewinnt aber mit etwas Luft und Reife; profitiert von einem größeren Glas. Bei 11–13 °C servieren.

Am Tisch

Zu gebratenem Fisch und Meeresfrüchten, zu Geflügel und Kalb, zu cremigen Risotti und Pasta sowie zu mittelreifem Käse.


Lage: Weinviertel, Ebenthal (Österreich); Selektion mehrerer Weinberge mit kalkreichen Böden; Reben ~15–25 Jahre
Klassifikation: Chardonnay (trocken), ohne DAC; Wein aus biologischem Anbau (AT-BIO-402)
Ausbau: Chardonnay; Spontangärung, teils großes Fuderfass mit subtiler Oxidation (Holz nur zart spürbar); biodynamisch

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Weine

Battenfeld-Spanier Mölsheim Riesling trocken 2021 BIO

Weißwein · Mölsheim/Zellertal (Rheinhessen) · Riesling (Ortswein)

Riesling Mölsheim (Ortswein) Battenfeld-Spanier Zellertal · Rheinhessen kalkgeprägte Böden trocken rauchig-kühl · Feuerstein BIO (DE-ÖKO-006) · 2021

Der Battenfeld-Spanier Mölsheim Riesling trocken 2021 ist der Ortswein aus dem Zellertal – der kleine Bruder der Großen Gewächse: früher trinkreif, dennoch mit Lagerpotential. Rauchig-kühl mit Feuerstein.


Mölsheim – Ortswein aus dem Zellertal

Das biologisch arbeitende Weingut Battenfeld-Spanier von H. O. Spanier zählt zu den führenden Adressen im rheinhessischen Wonnegau und ist für seine kalkgeprägten, präzisen Rieslinge bekannt (DE-ÖKO-006). Mölsheim liegt im Zellertal, wo auch die Großen Lagen Frauenberg und Zellerweg am Schwarzen Herrgott beheimatet sind.

Der Ortsriesling stammt von den kalkgeprägten Böden rund um Mölsheim. Er bündelt den Charakter des Zellertals auf zugänglicher Ebene: die kühle, rauchige Kalksteinmineralität der großen Lagen, früher zugänglich, aber mit Reifepotential.

Jahrgang 2021 – Zellertal (Rheinhessen)

2021 war in Rheinhessen ein kühler, klassischer Jahrgang mit lebendiger Säure und präziser Frucht. Die kalkgeprägten Böden des Zellertals bewahren kühle Klarheit, rauchige Mineralität und Struktur – Frische und Frucht im Gleichgewicht.

Ausbau

Trockener Riesling (Ortswein Mölsheim) aus dem Zellertal, Jahrgang 2021; 100 % Riesling von kalkgeprägten Böden.

Der Wein wird herkunftsbetont im Stil des Guts vergoren und ausgebaut, ganz auf kühle Klarheit, rauchige Kalkmineralität und Zugänglichkeit ausgerichtet. Biologischer Anbau (DE-ÖKO-006).

Im Glas

Ein rauchig-kühler, kalkgeprägter Riesling: Zitrus und weißer Pfirsich, dazu ein deutlicher Feuersteinton, feine Kräuterwürze und eine salzig-mineralische Ader. Am Gaumen kühl und klar, straff strukturiert, mit lebendiger Säure und einem langen, rauchig-mineralischen Nachhall.

Zitrus und weißer Pfirsich über deutlichem Feuersteinton, feiner Kräuterwürze und salzig-mineralischer Ader – kühl und klar, straff strukturiert, mit lebendiger Säure und langem, rauchig-mineralischem Nachhall.

Ein rauchig-kühler Kalk-Riesling; früh zugänglich, mit Reifepotential. Bei 10–12 °C servieren.

Am Tisch

Zu Fisch und Meeresfrüchten, zu Geflügel und Kalb in heller Sauce, zu asiatischer Küche sowie zu mildem bis mittelkräftigem Käse.


Herkunft: Mölsheim, Zellertal, Rheinhessen; kalkgeprägte Böden (Ortsebene der Zellertaler Großen Lagen)
Klassifikation: Riesling, Ortswein, Rheinhessen (trocken); 100 % Riesling
Ausbau: herkunftsbetonte Vergärung und Ausbau im Stil des Guts; biologisch, DE-ÖKO-006

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Weine

Nerone Negroamaro Primitivo Bag in Box 3 Liter

Wein · Rotwein · Apulien · Italien

Nerone Bag-in-Box ist eine apulische Rotwein-Cuvée, in der sich Negroamaro und Primitivo die Klinke in die Hand geben. Rote Beerenfrucht trifft auf schwarze Beerenfrucht, getragen von einer warmen, cremigen Art – mit leichten Anklängen von Rosinen, dezenter Würze und rundem Finish. Praktisch in der 3-Liter-Bag-in-Box.


Apulien / Salento

Apulien, der Stiefelabsatz Italiens, und besonders der Salento stehen für kraftvolle, sonnengereifte Rotweine. Das heiße mediterrane Klima sorgt für üppige, reife Frucht. Negroamaro und Primitivo sind die beiden prägenden Rebsorten der Region.

Assemblage und Ausbau

Cuvée aus Negroamaro und Primitivo. Negroamaro bringt rote Beerenfrucht und feine Würze, Primitivo dunkle Beerenfrucht, Wärme und cremige Fülle. Abgefüllt in der 3-Liter-Bag-in-Box: Der Beutel zieht sich beim Zapfen zusammen, sodass kein Sauerstoff an den Wein gelangt – nach dem Anbruch bleibt er mehrere Wochen frisch.

Im Glas

Tiefes Rubinrot. In der Nase rote und schwarze Beerenfrucht mit leichten Anklängen von getrockneten Rosinen und dezenter Würze. Am Gaumen warm, cremig und rund, mit weicher Frucht, milden Tanninen und rundem Finish.

Am Tisch

Bei 16–18 °C servieren – ein unkomplizierter Feierabendwein, ideal glasweise dank Bag-in-Box.

Passt zu: Pastagerichten, Pizza, gegrilltem Fleisch und mittelreifem Käse.


Lage: Apulien / Salento (Italien); Nerone (Globus Wine)
Klassifikation: Apulien IGT – Cuvée aus Negroamaro & Primitivo
Ausbau: fruchtbetonter Ausbau
Gebinde: Bag-in-Box, 3,0 Liter

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Weine

Le Moine Horizon 50 ans Beaujolais Cru Brouilly 2015 Doppelmagnum

Rotwein · Beaujolais Cru Brouilly · Gamay

Gamay Beaujolais Cru Brouilly Serie „Horizon 50 ans" Mounir Saouma (Le Moine) auf lange Reife angelegt Doppelmagnum (3,0 l) 2015

Der Le Moine Horizon 50 ans Brouilly 2015 in der Doppelmagnum ist Mounir Saoumas ernsthafte, lagerfähige Interpretation des Beaujolais – ein Cru-Gamay aus einem Ausnahmejahrgang, bewusst für die lange Reife abgefüllt. Weine, die unsere Kinder und Enkel in 50 Jahren am optimalen Genusspunkt erleben können.


Horizon 50 ans – Beaujolais, ernst genommen

Hinter dem Beaujolais steckt weit mehr als der leichte, fruchtige Beaujolais Nouveau: Vor vielen Jahrzehnten waren die besten Lagen ebenso hoch angesehen wie die großen Weine des nördlichen Burgunds. Die qualitative Spitze der Gamay-Weine wächst im Norden der Appellation – unter den Cru-Namen Brouilly, Chénas, Chiroubles, Côte de Brouilly, Fleurie, Juliénas, Morgon, Moulin-à-Vent, Saint-Amour und Régnié.

Für die Serie „Horizon 50 ans" hat Mounir Saouma – der Mann hinter Lucien Le Moine – Cru-Gamay aus Top-Lagen vinifiziert und in zwei Formaten abgefüllt: 0,75-Liter-Flaschen für den früheren Genuss sowie Magnum und Doppelmagnum für die ganz lange Lagerung. Der Name ist Programm: Weine mit einem Reifehorizont von einem halben Jahrhundert. Dieser Brouilly stammt aus dem südlichsten und größten der Beaujolais-Crus, dessen Granit- und blaue Diorit-Böden („pierre bleue") dem Gamay Tiefe, Struktur und Mineralität verleihen.

Jahrgang 2015 – Beaujolais

2015 gilt im Burgund und besonders im Beaujolais als Ausnahmejahrgang – vielfach als Jahrhundertjahrgang bezeichnet. Warm und reif, brachte er Gamay-Weine von seltener Konzentration, Dichte und Tiefe bei gutem Reifepotenzial. In der Doppelmagnum und im langen Ausbau ergibt das einen Wein, der auf Jahrzehnte angelegt ist.

Ausbau

Reinsortiger Gamay aus dem Jahrgang 2015, Beaujolais Cru Brouilly, trocken; abgefüllt in der Doppelmagnum (3,0 l).

Im Stil von Mounir Saouma: langer Ausbau im Holzfass und auf der Hefe, mit minimalem Schwefel und behutsamer Kellerarbeit – ganz auf Tiefe, Textur und Langlebigkeit ausgerichtet. Das große Doppelmagnum-Format begünstigt eine besonders langsame, harmonische Reife und ist ein eindrucksvolles Format für Sammler und große Anlässe.

Im Glas

Vom granitisch-blausteinigen Brouilly-Boden und aus dem reifen Jahrgang 2015 lebt dieser Cru-Gamay: dunkle Kirsche und Brombeere, florale Anklänge und eine feine, steinige Würze. Der lange Ausbau bindet eine seidige, dichte Textur ein und verleiht dem Wein mehr Tiefe und Ernst, als man dem Beaujolais gemeinhin zutraut. Am Gaumen saftig und konzentriert, mit feinem Tannin, lebendiger Säure und langem, mineralischem Nachhall – ein Gamay mit echtem Reifepotenzial.

Dunkle Kirsche, florale und steinige Würze – saftig und konzentriert, mit feinem Tannin und langer, mineralischer Tiefe.

Schon jetzt zugänglich, doch auf Jahrzehnte angelegt; in der Jugend großzügig dekantieren. Bei 15–17 °C servieren.

Am Tisch

Zu gegrilltem und geschmortem Fleisch, zu Geflügel und Ente, zu Wild sowie zu mittelreifem Käse.


Lage: Beaujolais Cru Brouilly (Frankreich); südlichster und größter der Beaujolais-Crus, Granit- und blaue Diorit-Böden („pierre bleue")
Klassifikation: Beaujolais Cru, Gamay (trocken); Serie „Horizon 50 ans", Doppelmagnum (3,0 l)
Ausbau: Gamay; langer Ausbau im Holzfass und auf der Hefe, minimaler Schwefel; auf lange Reife angelegt

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