Montsant

Der Ring, der fast geschlossen

Gegebenheiten, deren Ursprung in der Vergangenheit liegen, haben in der Regel ein Problem: es gibt immer etwas, das noch etwas weiter zurück liegt, aber dennoch betrachtet werden sollte. Versuchen wir, das Dilemma so zu lösen: es scheint gesichert zu sein, dass während des Urknalls auf spanischem Boden keine Reben standen. Über das, was nach dem Urknall, aber vor dem zwanzigsten Jahrhundert geschah, reden wir gerade nicht.

Ende des neunzehnten Jahrhunderts war in Spanien mal wieder Krise: Naturkatastrophen, Mißernten, politische Unruhen und soziale Umwälzungen reihten sich aneinander. Gleichzeitig war dies indes auch eine Epoche des Aufbruchs: Textilindustrie, chemische Industrie, Handel im Allgemeinen, es entstanden viele Arbeitsplätze, die zwar harte Arbeit erforderten, dafür aber auch ein mehr oder weniger geregeltes Einkommen versprachen. Menschen, insbesondere junge Menschen, zogen zu den Arbeitsplätzen, diese aber befanden (und befinden) sich vornehmlich an der Küste. Weinbau indes wurde etwas weiter im Landesinneren betrieben, oftmals dort, wo man sonst nicht viel anderes tun konnte.

Eine Comarca, in der es eigentlich nur um Weinbau ging und geht, befindet sich nur gut dreißig Kilometer von der Mittelmeerküste entfernt, die mit heute mehr als einhundertzwanzig tausend Einwohnern große Stadt Reus ist von ihr nur gut zwanzig Kilometer entfernt. Aber weil da zwei Gebirgszüge des Katalonien von unten nach oben querenden Serralada Litoral thronen, war das eine vom anderen schroff abgeschnitten. Und so kam es, dass die Bevölkerung im Camp de Tarragona wuchs, während die Comarca Priorat ausblutete.

Die Comarca Priorat, das ist indes deutlich mehr als nur die Weinbauregion gleichen Namens. Sie beinhaltet all das, was zwischen dem Montsantgebirge, den Prades-Bergen und diversen kleineren Gebirgen im Süden liegt, im Westen reicht die Comarca fast bis an den Ebro. Heute leben in der gesamten Comarca Priorat gerade einmal zehntausend Menschen, wenn überhaupt.

Das Priorat, wir sprachen darüber in der allerersten Ausgabe der Notizen des oso alemán, ist eine spezielle Region, weil auf einer durchaus großen (bergigen) Fläche eher wenig passiert. Rings um das Priorat (Weinbauregion) werden aber auch Reben kultiviert. Lange Zeit firmierte dieser Teil der Comarca als D.O. Tarragona – Zona Falset, eine Art Subregion der D.O. Tarragona.

Ein paar Jahrzehnte lang funktionierte das ganz leidlich, weil in der Zona Falset kaum jemand daran interessiert war, Wein in Flaschen zu füllen, um diese überregional zu vertreiben. Noch vor dreißig Jahren wurde fast die komplette Produktion dieser Region, die vor allem den Süden und den Westen der Comarca Priorat umfasst, in Genossenschaften, es gab derer elf, in jedem Dorf eine, ausgebaut. Ein Großteil der Produktion wurde von Großbodegas, allen voran Miguel Torres, als Fasswein gekauft und weiterverarbeitet, der gleichwohl nicht unerhebliche Rest ging in das Tarragona-Flachland, wo die kräftigen, oftmals alkoholreichen Weine mit eher leichtem Rotweinen aus dem Camp de Tarragona, wo damals Tempranillo dominierte, vermischt. De Muller und die Cooperative aus Vilalonga del Camp waren und sind die wichtigsten Betriebe.

Mitte der neunziger Jahre des letzten Jahrhunderts jedoch war es vorbei mit dem Frieden in der Comarca Priorat. Zwar gab es mit Celler Capafons-Ossó und Celler Joan d’Anguera noch immer nur zwei privat geführte Weingüter, jedoch zeigte der Erfolg des benachbarten Priorat, dass selbst eine eher traditionelle Region wie das Priorat binnen weniger Jahre durchaus bekannt werden konnte. Diverse Weinmacher des Priorat schielten gen den Südwesten der Comarca, diverse Önologen mancher Genossenschaften aus Marçà, Capçanes, els Guiamets oder el Masroig wollten mehr machen als nur traditionelle Rotweine, die jenseits der Region kaum jemand kannte.

Es sollte noch einmal fünf Jahre dauern, aber kurz nach der Jahrhundertwende war es dann soweit: die Zona Falset, bereinigt um einige Unebenheiten an ihrem Westrand, verließ die D.O. Tarragona, um eine eigene Weinbauregion zu bilden: Denominación de Origen Montsant. Einem Ring nicht unähnlich umschloss die neue Weinbauregion das Priorat, einzig im Osten gibt es ein drei Kilometer langes Stück, dass den kompletten Ringschluss verhindert. Aber die Grundstruktur wird dadurch nicht verändert: innen Priorat, außen Montsant.

Was auch immer sich die Einen oder die Anderen erhofft haben mögen, es trat so nicht ein. Natürlich wollten die Montsantis vom Ruhm des Priorat profitieren. Die Wirklichkeit indes bestehe darin, dass vielerorts das Montsant als des Priorats kleine Schwester (oder kleiner Bruder) angesehen wird, mit dementsprechend kleinen Weinpreisen. Feuchte Träume, die Montsant neben dem Priorat stehen sahen, blieben ungeträumt, von deren Realisierung gar nicht erst zu reden.

Am Anfang hatte das Montsant keinen Markt, es gab zudem in den wenigen Bodegas und Cooperativen nur wenige Menschen, die sich mit der Welt der Weine jenseits der Comarca Priorat und jenseits von Torres, Codorniu und anderen Großbodegas auskannten. Es begann die Zeit der Glücksritter.

Die Glücksritter kamen von überall her: aus Tarragona, aus Barcelona, aus Belgien, Berlin, London oder dem Südwesten von Texas. Die Glücksritter hatten Geld und einen registrierten Weinnamen. Und mit beidem kamen sie, um mit den Genossenschaften zu verhandeln, allen voran mit der größten Cooperative der Region, jener aus el Masroig. In der Spitze gab es nicht weniger als dreißig Firmen, die dort irgendwelche Etiketten auf irgendwelche Flaschen kleben ließen, um das so gewonnene als ihre Montsant-Weine zu vermarkten. Das spanische Weinrecht ist diesbezüglich ziemlich löchrig.

Montsant als Region interessierte die Glücksritter indes nicht, entscheidend war die Nähe zum Priorat. In gewissem Sinne wäre dies auch in Empordà möglich gewesen, gleichwohl gab es dort keine Story, um die man das alles hätte stricken können. Was all diese Unternehmen wollten, war ein „Fast-Priorat“ zu kleiner Münze. Wenn man die Dinge genau betrachtet, erkennt man, dass sich Montsant bis heute nicht davon erholt hat.

Die anderen Imageverhinderer der Region Montsant kamen aus der unmittelbaren Umgebung, aus dem Priorat. Anfangs waren es die Familien Barbier und Pérez, die neben ihren Stammhäusern im Priorat nun auch Bodegas in Montsant, gerne in Falset angesiedelt, betrieben. Die Logik war unschwer zu erkennen: man hat einen Namen, und in Montsant gab es Trauben und/oder Fasswein. Man darf nicht vergessen, dass es um die Jahrhundertwende im Priorat gerade einmal eintausend Hektar Rebland gab, fast alles alt, fast alles niedriger Ertrag. Mit Montsant-Weinen konnte man Geld verdienen und da es sich um fest etablierte Weingüter handelte, musste man kein aufwendiges Marketing betreiben. Gleichwohl vertrieben diese Glücksritter ein ganz anderes Produkt. Es nannte (und nennt) sich: ¡ICH! Schaut her: wir, die Pérez-Barbier-etc, machen großartige Weine. Jetzt auch aus Montsant. Und morgen vielleicht aus Terra Alta, Alicante, California oder Chile. Montsant als Region interessierte nicht. Das hat sich ein klein wenig verbessert, die heutigen Glücksritter dieses Genre (Alfredo Arribas, Dominik Huber, d’en Castell und noch ein paar wenige mehr) versuchen schon, Terroir mit einfließen zu lassen, auch wenn auch da nicht alles Gold ist, was da so glänzt.

Das dritte Problem der noch jungen Weinbauregion indes ist ein hausgemachtes. Eigentlich ist es kein Problem, aber am Ende eines langen Tages ist es dann doch eines: die Qualität der einfachen Weine zumindest der Genossenschaften aus Capçanes und el Masroig ist, für Cooperativen-Verhältnisse, ziemlich hoch. Die Genossen aus els Guiamets kommen da nicht ran, jene der fusionierten Genossenschaft Falset-Marçà sind vor allem mit internen Problemen beschäftigt. Von Capçanes und von Les Sorts bekommt man gute Weine, die in Weinläden in Mitteleuropa für weniger als zehn Euro erhältlich sind, Steuern eingeschlossen. Kleine, privatwirtschaftlich organisierte Weingüter können das, Selbstausbeutung ausgeklammert, nicht leisten.

Montsant jenseits der Zehnergrenze kann man aber eigentlich nur dann gut verkaufen, wenn da ein klingender Klangname dahintersteht. Natürlich wäre ein Montsant von Álvaro Palacios hilfreich, gerne für sechzehn Euro im gut sortierten Weinfachhandel. Bedauerlicherweise ist Álvaro zu schlau, um in diese Falle zu tappen. Denn ihm würde das nicht viel bringen.

So erlebt man, dass sich die wenigen „unabhängigen“ Weingüter aus Montsant mehr oder weniger durch den Markt mogeln. Eigentlich ist nur Joan d’Anguera gut bei der Sache, alle anderen haben schon die eine oder andere Weinleiche im Keller, aktuell gibt es Masia Esplanes Jahrgang zweitausend und neun als Neuheit….

Unlängst hat der Consejo Regulador eine Klassifizierung in Teilregionen vorgestellt. Dies wird dem Terroir-Aspekt vielleicht schon helfen. Das alleine indes wird nicht reichen. Was Montsant braucht, ist Zeit. Und die kann man bekanntlich nur schwer kaufen. Das mussten schon die grauen Männer verstehen, die Momo dann doch besiegte. Text: El oso alemán

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Rebsorten

Knab Endinger Engelsberg Spätburgunder Barrique Alte Reben

Wein · Rotwein · Baden · Deutschland

Knab Endinger Engelsberg Spätburgunder Barrique Alte Reben ist ein gehaltvoller Lagen-Spätburgunder vom Kaiserstuhl. Aromen von roten Waldfrüchten und samtige Tannine machen ihn zu einem Geschmackserlebnis.


Baden / Endinger Engelsberg

Das Weingut Knab ist in Endingen am Kaiserstuhl in Baden beheimatet – einer der wärmsten Weinbauregionen Deutschlands mit vulkanisch geprägten Böden. Die Lage Endinger Engelsberg vereint Vulkangestein und Löss; die alten Reben liefern besonders konzentrierte, tiefgründige Trauben.

Rebsorte und Ausbau

Reinsortig aus Spätburgunder von alten Reben. Der Wein reifte in 225-Liter-Barriquefässern, was ihm samtige Tannine, feine Würze und Struktur verleiht. Trocken ausgebaut.

Im Glas

Dichtes Rubinrot. In der Nase rote Waldfrüchte, untermalt von feiner Holzwürze. Am Gaumen konzentriert und gehaltvoll, mit klarer Frucht, samtigen Tanninen und einem langen, ausgewogenen Abgang.

Am Tisch

Bei 16–18 °C servieren; jüngere Flaschen profitieren vom Dekantieren.

Passt zu: Braten, Lamm, Wild, Schmorgerichten und gereiftem Hartkäse.


Lage: Baden, Kaiserstuhl, Endinger Engelsberg (Deutschland); Weingut Knab
Klassifikation: Lagenwein, Alte Reben – 100 % Spätburgunder, trocken
Ausbau: 225-Liter-Barrique; alte Reben; Vulkangestein und Löss

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Weine

Knab Endinger Engelsberg Weißer Burgunder

Wein · Weißwein · Baden · Deutschland

Knab Endinger Engelsberg Weißer Burgunder ist ein mineralischer, spritziger Weißburgunder vom Kaiserstuhl. Mit Aromen von saftigen Birnen, frischem Blütenduft und einer zarten Mineralität zeigt er sich klar und animierend.


Baden / Endinger Engelsberg

Das Weingut Knab ist in Endingen am Kaiserstuhl in Baden beheimatet – einer der wärmsten Weinbauregionen Deutschlands mit vulkanisch geprägten Böden. Die Lage Endinger Engelsberg vereint Vulkangestein und Löss und bringt Weißburgunder von feiner Mineralität und Frische hervor.

Rebsorte und Ausbau

Reinsortig aus Weißburgunder. Der Ausbau bewahrt die spritzige Frische, die klare Frucht und die zarte Mineralität der Lage. Trocken ausgebaut.

Im Glas

Helles Strohgelb. In der Nase saftige Birne und frischer Blütenduft. Am Gaumen mineralisch und spritzig, mit klarer Frucht, animierender Säure und einer zarten mineralischen Prägung im Abgang.

Am Tisch

Gut gekühlt bei 10–12 °C servieren – als Aperitif oder zum Essen.

Passt zu: Fisch, Geflügel, hellem Fleisch, Spargel und mildem Käse.


Lage: Baden, Kaiserstuhl, Endinger Engelsberg (Deutschland); Weingut Knab
Klassifikation: 100 % Weißburgunder, trocken
Ausbau: frische- und mineralitätsbetont (Vulkangestein, Löss)

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Rebsorten

Martin Waßmer Dottinger Castellberg Gewürztraminer trocken

Wein · Weißwein · Baden · Deutschland

Waßmer Dottinger Castellberg Gewürztraminer ist ein kraftvoller, kompakter Traminer aus einem der sonnenreichsten deutschen Anbaugebiete. Ein wahrer Aromenkünstler, der mit komplexen Aromen von Gewürzen, Litschi und Rosenwasser ein kleines Feuerwerk am Gaumen erzeugt.


Baden / Dottinger Castellberg

Das Weingut Martin Waßmer ist im Markgräflerland in Baden beheimatet – einem der sonnenreichsten deutschen Anbaugebiete. Die Lage Dottinger Castellberg bietet dem aromatischen Gewürztraminer ideale Bedingungen für Kraft und Komplexität.

Rebsorte und Ausbau

Reinsortig aus Gewürztraminer. Der Ausbau bewahrt die kraftvolle, vielschichtige Aromatik und die kompakte Struktur der Lage. Trocken ausgebaut.

Im Glas

Sattes Gelb. In der Nase komplex und vielschichtig, mit Gewürzen, Litschi und Rosenwasser. Am Gaumen tief und facettenreich, kraftvoll und changierend, der sich mit jedem Schluck verändert und ein kleines Aromenfeuerwerk erzeugt; trockener, langer Abgang.

Am Tisch

Gut gekühlt bei 10–12 °C servieren – als trockener Aperitif oder zum Essen.

Passt zu: arabischer und asiatischer Küche, würzigen Currys, kräftigem Käse und Gänseleber.


Lage: Baden, Markgräflerland – Dottinger Castellberg (Deutschland); Weingut Martin Waßmer
Klassifikation: Lagenwein – 100 % Gewürztraminer, trocken
Ausbau: aromabetont, kraftvoll und komplex

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Frankreich

Charles Dufour Vin de Comptoir Coteaux Champenois blanc L21

Weißwein · Coteaux Champenois · Naturwein · Champagne

Charles Dufour Coteaux Champenois Blanc L21 ist ein stiller Weißwein aus der Champagne und Teil von Charles Dufours Herzensprojekt „Bulles de Comptoir". Er besteht zu rund drei Vierteln aus Pinot Noir, ergänzt um Chardonnay und Pinot Blanc. und ohne Schwefel bei der Abfüllung gemacht, ist er ein eigenständiger, verspielter Wein. Charles Dufour gilt als Kult.


Coteaux Champenois

Coteaux Champenois ist die stille Variante der Champagne. Charles Dufour ist ein für seine en, eigenständigen Weine bekannter Winzer der Region. Die Trauben spiegeln das kühle Klima und die kalkgeprägten Böden der Champagne wider.

Assemblage und Ausbau

Die Cuvée besteht zu rund drei Vierteln aus Pinot Noir, ergänzt um Chardonnay und Pinot Blanc. Der Wein reift über ein Jahr in gebrauchten Holzfässern und wird ohne Schwefelzugabe abgefüllt – und ohne klassische Schönung.

Im Glas

In der Nase zunächst wild und würzig, mit frischem Weißbrot, unreifem Kernobst und Limette; der Wein braucht Luft und wird mit jedem Schwenk harmonischer. Am Gaumen geradlinig und salzig-mineralisch, mit exemplarischer Frische und präziser Länge. Hinter der vordergründigen Leichtigkeit steckt viel innere Kraft.

Am Tisch

Bei rund 12–14 °C servieren und dem Wein Luft geben – idealerweise dekantieren. Er entwickelt sich im Glas spürbar.

Klassische Begleitung: Fisch, Meeresfrüchte, Geflügel und feine Vorspeisen.


Lage: Champagne (Coteaux Champenois)
Klassifikation: Coteaux Champenois AOC – Blanc
Ausbau: über 1 Jahr gebrauchtes Holzfass, ohne Schwefel bei der Füllung

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Weine

Battenfeld–Spanier Riesling Mölsheim Auf dem Kalkofen 1G Erste Lage 2023 BIO

Weißwein · Zellertal (Rheinhessen) · Riesling (Erste Lage)

Riesling Auf dem Kalkofen VDP.Erste Lage (1G) Battenfeld-Spanier Zellertal · Rheinhessen pure Kalksteinböden Cool Climate · bis 280 m BIO (DE-ÖKO-006) · 2023

Der Battenfeld-Spanier Auf dem Kalkofen 1G 2023 stammt aus dem Zellertal, wo kühle Fallwinde vom Donnersberg auf pure Kalksteinböden treffen. Ein Cool-Climate-Riesling voller Mineralität und Tiefe – fokussiert, frisch und kühl-elegant.


Auf dem Kalkofen – Cool Climate im Zellertal

Das biologisch arbeitende Weingut Battenfeld-Spanier von H. O. Spanier zählt zu den führenden Adressen im rheinhessischen Wonnegau und ist für seine kalkgeprägten, präzisen Rieslinge bekannt (DE-ÖKO-006). Das Zellertal mit seinen über tausend Jahre alten, durchgehend bewirtschafteten Weinbergen fasziniert H. O. Spanier seit jeher.

Hier, wo kühle Fallwinde vom Donnersberg auf pure Kalksteinböden treffen und die Reben auf bis zu 280 Metern Höhe wachsen, entsteht ein Wein, der das „Cool Climate" eindrucksvoll in die Flasche bringt. Der Kalkofen ist H. O. Spaniers persönliche Interpretation dieses Landstrichs – ein Wein, der die charakteristische Mineralität und Tiefe des Kalksteinterroirs in sich vereint.

Jahrgang 2023 – Zellertal (Rheinhessen)

2023 war in Rheinhessen ein Jahrgang mit reifer, gesunder Frucht und lebendiger Säure. Die kühlen Fallwinde und der reine Kalkstein bewahrten Frische, Fokus und salzige Mineralität – Reife und kühle Eleganz im Gleichgewicht.

Ausbau

Trockener Riesling, VDP.Erste Lage (1G) aus der Lage Auf dem Kalkofen, Jahrgang 2023; 100 % Riesling von purem Kalkstein.

Nach selektiver Handlese wird der Wein herkunftsbetont im Stil des Guts vergoren und ausgebaut, ganz auf Fokus, kühle Eleganz und die Prägung des Kalksteins ausgerichtet. Biologischer Anbau (DE-ÖKO-006).

Im Glas

In sattem, klarem Gelb leuchtend, entfaltet sich ein spannungsreicher Duft zwischen Frucht und Stein: Zitrusnoten, weißes Fruchtfleisch von Zitrone und Pfirsich, fein verwoben mit subtilen Kräuternuancen. Am Gaumen fokussiert und frisch, mit kühler Eleganz und prägnanter Mineralität, die lange nachhallt – pur Zellertal.

Zitrus, weißes Fruchtfleisch von Zitrone und Pfirsich, fein verwoben mit subtilen Kräuternuancen – fokussiert und frisch, mit kühler Eleganz und prägnanter Mineralität, die lange nachhallt.

Ein fokussierter, kühl-eleganter Kalkstein-Riesling; jung gern dekantieren. Bei 11–13 °C servieren.

Am Tisch

Zu Fisch und Meeresfrüchten, zu Geflügel und Kalb in heller Sauce, zu asiatischer Küche sowie zu mildem bis mittelkräftigem Käse.


Lage: Auf dem Kalkofen (VDP.Erste Lage), Zellertal, Rheinhessen; bis 280 m, kühle Fallwinde vom Donnersberg; pure Kalksteinböden
Klassifikation: Riesling, VDP.Erste Lage (1G), Rheinhessen (trocken); 100 % Riesling
Ausbau: selektive Handlese, herkunftsbetonte Vergärung und Ausbau im Stil des Guts; biologisch, DE-ÖKO-006

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Deutschland

Metzger Hausmarke Weiss

Weißwein · Cuvée · Müller-Thurgau & Scheurebe · Pfalz

Metzger Hausmarke weiß ist eine saftig-milde, sehr süffige Cuvée aus Müller-Thurgau und Scheurebe vom Weingut Metzger aus der Pfalz. Pampelmuse, leichte Muskatnoten und Stachelbeeren verwöhnen Duft und Gaumen. Frech und frisch!


Pfalz

Das Weingut Metzger liegt in der Pfalz im Südwesten Deutschlands. Das Klima bringt aromatische, fruchtbetonte Weißweine hervor – Grundlage für diese süffige Alltagscuvée.

Assemblage und Ausbau

Die Cuvée vereint Müller-Thurgau und Scheurebe. Eine natürliche Restsüße von knapp 20 g/l stützt die knackige Frucht und macht den Wein besonders süffig.

Im Glas

Helles Strohgelb. In der Nase und am Gaumen Pampelmuse, leichte Muskatnoten und Stachelbeeren. Saftig und mild, mit knackiger Frucht und feiner Restsüße. Frech und frisch, mit saftigem Abgang.

Am Tisch

Gut gekühlt bei 8–10 °C servieren – ein süffiger Begleiter für viele Gelegenheiten.

Klassische Begleitung: Vesper, Salate, leichte Gerichte, würzige Küche oder solo.


Lage: Pfalz (Deutschland)
Klassifikation: Pfalz – Weißwein-Cuvée
Ausbau: Müller-Thurgau & Scheurebe, fruchtbetont, ~20 g/l Restsüße

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Spirituosen

Valverde Liquore alla Nocciolo Nusslikör

Spirituose · Likör · Haselnuss · Italien

Valverde Liquore alla Nocciola ist ein italienischer Haselnusslikör mit den typischen Aromen gerösteter Haselnüsse – nussig, süß und vollmundig.


Herkunft / Italien

Die Haselnuss (Nocciola) ist eine italienische Spezialität, besonders aus dem Piemont mit seinen berühmten Nüssen. Der Liquore alla Nocciola von Valverde stellt das röstig-nussige Haselnussaroma in den Mittelpunkt.

Zutaten und Herstellung

Hergestellt auf Basis von Haselnuss, Alkohol und Zucker. Die gerösteten Haselnüsse geben dem Likör ihr intensives, typisches Aroma, abgerundet von einer feinen Süße.

Im Glas

Goldbraun. In der Nase intensives Aroma gerösteter Haselnüsse. Am Gaumen nussig, süß und vollmundig, mit klarer Haselnussnote und rundem, langem Abgang.

Pur und im Drink

Gut gekühlt pur oder auf Eis genießen – als Digestif.

Ideal: eisgekühlt pur, auf Eis, über Vanilleeis und Desserts, zum Espresso oder in cremigen Cocktails.


Marke: Valverde (Italien)
Art: Haselnusslikör (Liquore alla Nocciola)
Zutaten: Haselnuss, Alkohol, Zucker
Geschmack: nussig, süß

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Rebsorten

Dönnhoff Oberhäuser Brücke Riesling Spätlese 2021

Weißwein · Oberhausen (Nahe) · Riesling (Spätlese, fruchtsüß)

Riesling Oberhäuser Brücke Spätlese · fruchtsüß Dönnhoff Monopollage · Nahe grauer Schiefer · Vulkangestein kühle Flusslage 2021

Die Dönnhoff Oberhäuser Brücke Riesling Spätlese 2021 ist eine Rarität aus der Monopollage des Guts. Eine fruchtsüße Spätlese von filigraner Eleganz, feiner Frucht und tiefer Mineralität.


Oberhäuser Brücke – die Monopollage von Dönnhoff

Das Weingut Dönnhoff in Oberhausen zählt zu den weltweit renommiertesten Rieslingerzeugern der Nahe. Die Oberhäuser Brücke ist eine rund 1,1 Hektar große VDP.Große Lage im alleinigen Besitz des Guts – eine echte Monopollage.

Die kühle Lage direkt an der Nahe ist von grauem Schiefer und Vulkangestein geprägt. Sie zeigt sich verspielt und charmant und bringt Jahr für Jahr filigrane, tiefmineralische Weltklasseweine hervor – in trockener wie fruchtsüßer Form.

Jahrgang 2021 – Nahe

2021 war an der Nahe ein kühler, klassischer Jahrgang mit lebendiger Säure und präziser Frucht – ideale Voraussetzungen für filigrane, fruchtsüße Prädikate mit klarer Balance aus Süße und Säure.

Herstellung und Ausbau

Fruchtsüße Riesling Spätlese aus der Monopollage Oberhäuser Brücke, Jahrgang 2021; 100 % Riesling von grauem Schiefer und Vulkangestein.

Nach selektiver Handlese wird der Wein herkunftsbetont im Stil des Guts vinifiziert, mit kühler Gärung, die die feine Restsüße und die lebendige Säure der Spätlese bewahrt.

Im Glas

Eine filigrane, fruchtsüße Spätlese: reife gelbe Frucht, Pfirsich und Aprikose, dazu Zitrus, ein Hauch weißer Blüten und eine feine, salzig-mineralische Ader. Am Gaumen leicht und schwebend, mit feiner Restsüße, die von einer lebendigen, klaren Säure getragen wird, und einem langen, mineralisch-frischen Nachhall.

Reife gelbe Frucht, Pfirsich und Aprikose über Zitrus und weißen Blüten – leicht und schwebend, mit feiner Restsüße, getragen von lebendiger, klarer Säure und langem, mineralisch-frischem Nachhall.

Eine filigrane, sehr langlebige Nahe-Spätlese. Bei 8–10 °C servieren.

Am Tisch

Zu würziger asiatischer Küche, zu Currys, zu kräftigem und blauem Käse sowie zu Desserts mit Frucht; auch solo ein Genuss.


Lage: Oberhäuser Brücke (VDP.Große Lage, Monopol), Nahe; kühle Flusslage; grauer Schiefer und Vulkangestein; ~1,1 ha, alleiniger Besitz Dönnhoff
Klassifikation: Riesling Spätlese, Nahe (fruchtsüß); 100 % Riesling
Ausbau: selektive Handlese, kühle Gärung, herkunftsbetonter Ausbau im Stil des Guts

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