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26. Mai 2019

Österreich

Fuhrmann – Wien – Österreich

Fuhrmann – Aus Liebe zum Genuß Das Restaurant Fuhrmann liegt im 8. Wiener Bezirk und ein ungeplanter und spontaner Mittagsbesuch begeisterte auf Anhieb. In einem

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Rebsorten

Von Winning Ozyetra Riesling 2020

Weißwein · Forst (Pfalz) · Riesling

Riesling Ozyetra (Fassselektion) Forster Pechstein von Winning · Deidesheim Basalt trocken langer Barrique-Ausbau 2020

Der von Winning Ozyetra Riesling 2020 entsteht aus den erlesensten Fässern des Forster Pechstein – für Kenner das Non plus ultra der Pfalz. Der Name spielt auf den berühmten Osietra-Kaviar an: das Programm eines äußerst kraftvollen, eleganten und feinen trockenen Rieslings.


Ozyetra – Fassselektion aus dem Forster Pechstein

Das Weingut von Winning in Deidesheim wurde 2007 unter Betriebsleiter Stephan Attmann neu ausgerichtet und zählt heute zu den meistdiskutierten Gütern der Pfalz. Unter Kennern gilt die Einzellage Forster Pechstein als das Non plus ultra der gesamten Pfalz – da verwundert es nicht, dass von Winning genau diese Lage auserkoren hat, um daraus einen Spitzenwein zu kreieren. Der Name Ozyetra steht für den berühmten Osietra-Kaviar und ist somit Programm: die Umsetzung von Stephan Attmann und seinem Team, aus dieser Lage einen äußerst kraftvollen, eleganten und feinen trockenen Riesling zu gewinnen.

Der Forster Pechstein ist eine der berühmtesten Basaltlagen der Pfalz. Das dunkle vulkanische Gestein speichert Wärme und verleiht dem Riesling eine markante, rauchig-mineralische Prägung, verbunden mit Kraft, Würze und Tiefe.

Jahrgang 2020 – Pfalz

2020 war in der Pfalz ein ausgewogener Jahrgang mit reifer, gesunder Frucht und frischer, präziser Säure. Der wärmespeichernde Basalt des Pechsteins und der lange Barrique-Ausbau bewahrten Kraft, Konzentration und Feinheit – dieser Jahrgang erinnert besonders stark an seine Vorbilder aus dem Burgund.

Ausbau

Trockener Riesling, Fassselektion aus dem Forster Pechstein, Jahrgang 2020; 100 % Riesling vom Basalt.

Für den Ozyetra werden die erlesensten Fässer selektiert; der lange Ausbau im Barrique verleiht dem Wein Vanille- und Briochenoten, Schmelz und Tiefe, ohne die Frucht zu überlagern. Handarbeit im Weinberg.

Im Glas

Eine goldgelbe Farbe spiegelt sich zwischen den Gläserwänden wider. Die zunächst noch recht verschlossene Nase öffnet sich mit ausreichend Sauerstoffzufuhr immer mehr in delikate Kernobstfrüchte, welche von Vanillearomen und frischem Briocheteig flankiert werden. Unheimlich kompakt und mit starken, gut eingebundenen Gerbstoffen im Mundgefühl ist dies eine völlig neue Riesling-Interpretation. Äußerlich wirkt der Ozyetra wie ein fetter und schwülstiger Chardonnay der Extraklasse, innerlich wie ein zarter, eleganter Riesling aus der Pfalz. Hier findet sich dann auch eine tänzelnde Säurestruktur und dieses schöne Gefühl, immer mehr von diesem Tropfen haben zu wollen. Man könnte es auch die Gier nach noch mehr flüssigem Kaviar nennen. Der Jahrgang 2020 erinnert noch viel mehr an seine Vorbilder aus dem Burgund. Riesling-Geschichte muss neu geschrieben werden!

Delikate Kernobstfrüchte, flankiert von Vanille und frischem Briocheteig – kompakt, mit gut eingebundenen Gerbstoffen und tänzelnder Säure. Die Gier nach noch mehr flüssigem Kaviar.

Ein kraftvoller, sehr langlebiger Riesling; jung unbedingt dekantieren. Bei 11–13 °C servieren.

Am Tisch

Zu edlem Fisch und Meeresfrüchten, zu Hummer und Jakobsmuscheln, zu Geflügel und Kalb in heller Sauce, zu Gerichten mit Butter- und Rahmsaucen sowie zu gereiftem Hartkäse.


Lage: Forster Pechstein, Forst, Pfalz; Basalt; Selektion der besten Fässer
Klassifikation: Riesling, Pfalz (trocken); 100 % Riesling
Ausbau: Fassselektion, langer Ausbau im Barrique; Handarbeit im Weinberg

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Feinkost

Giuliano Tartufi Creme aus Trüffel und Oliven

Feinkost · Trüffelcreme · Italien

Giuliano Tartufi Creme aus Trüffel und Oliven (Crema di Olive e Tartufo) verbindet schwarze Oliven und Sommertrüffel mit Champignons, Kapern und Sardellen zu einer würzigen, streichfähigen Creme – in Sekunden zubereitet und vielseitig einsetzbar.


Herkunft

Giuliano Tartufi ist ein italienischer Trüffelspezialist mit Sitz in Pietralunga (Umbrien), einer Region mit langer Trüffeltradition. Das Familienunternehmen verarbeitet frische Trüffel zu Saucen, Cremes und Spezialitäten.

Zutaten

Champignons (Agaricus bisporus), natives Olivenöl extra, schwarze Oliven (18,5 %), Sonnenblumenöl, Sommertrüffel (3 %, Tuber aestivum Vitt.), Sardellenpaste, Kapern, Salz, Aroma.

Allergene: enthält Sardellen (Fisch).

Geschmack

Würzig und herzhaft: Die kräftige Note der schwarzen Oliven, die salzige Tiefe von Kapern und Sardelle und das erdige Aroma des Sommertrüffels ergeben eine ausgewogene, mediterrane Creme.

In der Küche

Gebrauchsfertig: etwa 15–20 g pro Person. Kalt auf geröstetem Brot, Crostini oder Bruschetta – oder kurz in der Pfanne erwärmt als Sauce zu Pasta, Risotto und Polenta. Nach dem Öffnen im Kühlschrank (+2 bis +4 °C) lagern und innerhalb von 7 Tagen verbrauchen.

Passt zu: Pasta, Risotto, Polenta, Bruschetta, gegrilltem Fleisch und Gemüse, Omelett und Pizza.


Hersteller: Giuliano Tartufi (Pietralunga, Umbrien)
Produkt: Trüffelcreme mit Oliven (Crema di Olive e Tartufo)
Sorte: Schwarze Oliven und Sommertrüffel (Tuber aestivum)
Herkunft: Italien (Umbrien)
Allergene: Sardellen (Fisch)
Mindesthaltbarkeit (MHD) 04.12.2028

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Weine

Kühling-Gillot Nackenheim Riesling 2022 BIO

Weißwein · Nackenheim (Rheinhessen) · Riesling (Erste Lagen)

Riesling Nackenheim VDP.Aus Ersten Lagen Kühling-Gillot Roter Hang · Nackenheim roter Tonschiefer (Rotliegendes) große alte Stückfässer · langes Hefelager BIO (DE-ÖKO-006) · 2022

Der Kühling-Gillot Nackenheim Riesling 2022 ist ein Prototyp des Rieslings vom Roten Schiefer. Von der Tonschieferbank, die in Nackenheim an die Oberfläche tritt – kristallklar, würzig und tief.


Nackenheim – wo die Tonschieferbank an die Oberfläche tritt

Das biologisch arbeitende Weingut Kühling-Gillot von Carolin Spanier-Gillot und H. O. Spanier in Bodenheim zählt zu den führenden Adressen am Roten Hang (DE-ÖKO-006). Der Rote Hang ist von der namensgebenden Tonschieferbank geprägt, die in Nackenheim an die Oberfläche tritt, bevor sie südlich von Nierstein wieder verschwindet.

In diesem kurzen Abschnitt wachsen nicht nur die berühmten Rieslinge der historischen Großen Lagen, sondern auch der Riesling der Ersten Lage Nackenheim: auf 90 bis 140 Metern, mit einer Neigung von 75 bis 120 % und einem Boden aus rotem Tonschiefer. Der Wein ist ein Prototyp für diese einzigartige Gesteinsformation, die den Roten Hang zu internationaler Größe führte.

Jahrgang 2022 – Roter Hang (Rheinhessen)

2022 war in Rheinhessen ein warmer, sonnenreicher Jahrgang mit reifer, gesunder Frucht. Der rote Tonschiefer bewahrte steinige Würze, Klarheit und salzige Spannung – Reife und Frische im Gleichgewicht.

Ausbau

Trockener Riesling, VDP.Aus Ersten Lagen aus Nackenheim, Jahrgang 2022; 100 % Riesling von rotem Tonschiefer des Roten Hangs.

Nach der Handlese wird der Wein in großen, alten Stückfässern mit langem Hefelager ausgebaut, was ihm Fülle und elegante Cremigkeit verleiht. Biologischer Anbau (DE-ÖKO-006).

Im Glas

Ein kristallklarer Riesling vom Roten Schiefer: gelbe Frucht und Zitrus, dazu Sommerkräuter, tabakige Anklänge und eine ausgeprägte, rauchig-steinige Würze. Am Gaumen klar und tiefgründig, mit lebendiger Säure, feiner Cremigkeit aus dem langen Hefelager und einem langen, würzig-mineralischen Nachhall.

Gelbe Frucht und Zitrus über Sommerkräutern, tabakigen Anklängen und rauchig-steiniger Würze – klar und tiefgründig, mit lebendiger Säure, feiner Cremigkeit und langem, würzig-mineralischem Nachhall.

Ein kristallklarer, langlebiger Rotliegend-Riesling; jung gern dekantieren. Bei 11–13 °C servieren.

Am Tisch

Zu Fisch und Meeresfrüchten, zu Geflügel und Kalb in heller Sauce, zu Gerichten mit Kräutern und Pilzen sowie zu gereiftem Hartkäse.


Herkunft: Nackenheim (VDP.Aus Ersten Lagen), Roter Hang, Rheinhessen; 90–140 m, 75–120 % Neigung; roter Tonschiefer (Rotliegendes) an der Oberfläche
Klassifikation: Riesling, VDP.Aus Ersten Lagen, Rheinhessen (trocken); 100 % Riesling
Ausbau: Handlese, Ausbau in großen alten Stückfässern mit langem Hefelager; biologisch, DE-ÖKO-006

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Spanien

Barbadillo Cream Sherry

Der fertige Oloroso wird mit dem Süßwein Moscatel oder Pedro Ximénez verschnitten. Der Cream von Barbadillo gehört zu den Feinsten und überzeugt durch seine elegante und lang anhaltende Art.

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Weine

Dönnhoff Roxheimer Höllenpfad im Mühlenberg Riesling GG 2025

Trockener Weißwein · Nahe, Roxheim · Riesling VDP.Großes Gewächs

VDP.Große Lage Rotliegendes Reben 30–40 Jahre ca. 40 hl/ha großes Eichenholzfass 8 Monate Hefelager Jahrgang 2025

Dönnhoff Höllenpfad im Mühlenberg Riesling GG 2025 ist der neunte Jahrgang dieses Großen Gewächses. Die Trauben stammen aus dem Mittelteil des Roxheimer Höllenpfads, wo die ältesten Rieslingstöcke des Guts auf verwittertem rotem Sandstein stehen. 2025 brachte an der Nahe die früheste Lese, die es je gab, und kleine, dickschalige Beeren mit hoher Konzentration.


Höllenpfad im Mühlenberg – Rotliegendes über Roxheim

Roxheim liegt nordwestlich von Bad Kreuznach in einem Seitental der Nahe, abseits des Flusses und im Windschatten von Soonwald und Pfälzer Bergland. Der Höllenpfad ist ein nach Süden gewandter Steilhang zwischen etwa 150 und 200 Metern Höhe. Der Name verweist auf die Steilheit des Geländes und auf die Hitze, die sich im Sommer am Hang staut.

Der Untergrund gehört zum Rotliegenden, Sedimenten aus dem Perm, die vor rund 290 Millionen Jahren abgelagert wurden. An der Oberfläche verwittert das Gestein zu einem kargen, rot gefärbten Boden mit viel Fels und wenig Feinerde. Die dunkle Farbe nimmt Sonnenwärme auf und gibt sie nachts an die Rebzone ab; die geringe Wasserhaltefähigkeit hält die Erträge dagegen von selbst klein.

Innerhalb der Ersten Lage Höllenpfad ist der Mittelteil mit der steilsten Neigung, zwischen 30 und 50 Prozent, und den ältesten Stöcken das Kernstück. Diese Gewanne wurde unter ihrem historischen Namen „Höllenpfad im Mühlenberg“ in die Weinbergsrolle eingetragen und vom VDP als Große Lage klassifiziert. Seit dem Jahrgang 2017 liest Dönnhoff die Parzelle getrennt und baut sie als eigenes Großes Gewächs aus. Unter den Dönnhoff-Lagen ist sie die einzige auf Sandstein; Hermannshöhle, Felsenberg und Brücke stehen auf Schiefer und vulkanischem Gestein.

Jahrgang 2025 – Nahe

Das Jahr begann mit ausreichendem Niederschlag und leicht überdurchschnittlichen Temperaturen. Spätfrost blieb in den meisten Lagen aus, lokal gab es Hagel. Ein warmer, trockener August hielt die Trauben gesund und trieb die Zuckerreife schnell voran; Anfang September stiegen die Mostgewichte deutlich, teils in den dreistelligen Oechslebereich.

Die VDP-Betriebe an der Nahe begannen Anfang September zu lesen und waren Ende September oder Anfang Oktober fertig – der früheste Leseschluss, der für das Gebiet je verzeichnet wurde. Trotz der schnellen Reife blieb die Säure erhalten, ein Muster, das die Winzer mit 2015 vergleichen. Der Riesling wurde über einen längeren Zeitraum geerntet als die Burgundersorten. Mit dem Starkregen am 23. und 24. September musste in den Rieslinglagen streng selektiert werden.

Die Erntemenge der Nahe lag mit rund 246.000 Hektolitern drei Prozent unter dem Vorjahr und gut 20 Prozent unter dem langjährigen Mittel. Grund waren kleine Beeren mit wenig Saft. Für den Mühlenberg beschreibt Dönnhoff genau dieses Bild: kleinbeerige Trauben, dicke Schalen, hohe innere Konzentration.

Handlese in Durchgängen und acht Monate Hefe

Die 30 bis 40 Jahre alten Reben lieferten rund 40 Hektoliter je Hektar. Gelesen wurde ausschließlich von Hand und in mehreren Durchgängen, damit nur gesunde, voll ausgereifte Trauben in den Keller kamen. Nach schonender Pressung gärte der Most im großen Eichenholzfass, in dem der Wein auch ausgebaut wurde.

Sechs Monate lag der junge Riesling auf der Vollhefe, danach weitere zwei Monate auf der Feinhefe. Das große, gebrauchte Holz gibt keinen Holzgeschmack ab, erlaubt aber einen langsamen Sauerstoffaustausch; das lange Hefelager baut Textur und Tiefe auf. Wie bei allen Großen Gewächsen des VDP kommt der Wein erst im Herbst nach der Lese in den Verkauf, hier ab September 2026.

Im Glas – Steinobst, Pfeffer und rotes Gestein

Der warme Sandstein und die frühe Reife sprechen für reifes Steinobst im Duft, gelber und roter Pfirsich, dazu Quitte und Zitrusschale. Typisch für den Höllenpfad ist eine würzige Seite, die an weißen Pfeffer und sonnenwarmen, trockenen Stein erinnert – ein Gegenpol zur kühleren, rauchigen Art der Dönnhoff-Weine von Schiefer und Vulkangestein.

Am Gaumen bringen die kleinen, dickschaligen Beeren Dichte und Extrakt, ohne den Wein schwer zu machen: Die im Jahrgang erhaltene Säure zieht eine klare Linie durch die Frucht. Die acht Monate auf der Hefe geben dem Riesling eine runde, fast cremige Mitte, das große Holz hält ihn offen und frei von Holzaromen. Im Nachhall kehren Pfirsichkern, Zitruszeste und eine leicht salzige, steinige Note zurück.

Die einzige Dönnhoff-Lage auf Sandstein: Wärme aus dem roten Fels, Spannung aus der Säure eines Jahrgangs mit der frühesten Lese der Nahe.

Am Tisch – Riesling GG zu Kalb, Geflügel und Fluss­fisch

Die Kombination aus Fruchtdichte und würziger Note verlangt nach Gerichten mit Substanz. Gut passen Kalbsbries oder Kalbsrücken mit brauner Butter, Perlhuhn mit Pfifferlingen, Zander auf Rahmsauerkraut oder Schweinebauch mit Quitte. Auch zu milden Currys mit Kokos und zu gereiftem Bergkäse hält der Wein mit.

Jung profitiert das Große Gewächs von einer Stunde in der Karaffe; Trinktemperatur 10 bis 12 °C, im weiten Weißweinglas. Seine volle Tiefe zeigt der Mühlenberg nach einigen Jahren Flaschenreife.


Produzent Weingut Dönnhoff, Oberhausen/Nahe

Rebsorte Riesling

Lage Höllenpfad im Mühlenberg, Roxheim; Rotliegendes (roter Sandstein, Perm)

Klassifikation VDP.Große Lage, VDP.Großes Gewächs, Qualitätswein Nahe

Jahrgang 2025

Vinifikation Handlese in mehreren Durchgängen, schonende Pressung, Gärung im großen Eichenholzfass

Ausbau Großes Eichenholzfass, 6 Monate Vollhefe, 2 Monate Feinhefe

Trinkreife 2028–2040

Rebenalter 30–40 Jahre

Ertrag ca. 40 hl/ha

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Rebsorten

Von Winning Chardonnay Royal 2024

Weißwein · Pfalz · Chardonnay

Chardonnay VDP.Gutswein von Winning · Deidesheim Ruppertsberg · Mittelhaardt trocken Tonneau & Feinhefe 2024

Der von Winning Chardonnay Royal 2024 stammt von mehreren Parzellen in der Ruppertsberger Ebene. Er wird in gebrauchten Tonneaus vergoren und auf der Feinhefe ausgebaut. Der Pfälzer Jahrgang 2024 brachte feine Frucht, prägnante Säure und moderate Alkoholwerte. Das gibt diesem Einstiegs-Chardonnay eine kühle, straffe Linie.


Ruppertsberger Ebene – Sand, Lehm und Kalk am Haardtrand

Ruppertsberg grenzt im Süden an Deidesheim und gehört zur Mittelhaardt. Rund 400 Hektar Reben wachsen hier auf wechselnden Böden aus Stein, Sand, Löss und Lehm. Eine geologische Besonderheit liegt im Untergrund: Als sich das Haardtgebirge hob, wurde eine Scholle tertiärer Kalkablagerungen nach oben gedrückt. Deshalb ist Kalk in die sandig-lehmigen Böden eingestreut. Die Parzellen für den Royal verbinden Lehm, Sandstein und Kalk.

Klimatisch liegt die Mittelhaardt im Regenschatten des Pfälzerwalds. Die Station Neustadt an der Weinstraße misst rund 600 mm Jahresniederschlag bei etwa 11 °C Jahresmittel. In klaren Nächten fließt die Kaltluft von den Hängen der Haardt in die Ebene ab. Die flacheren Rebflächen kühlen deshalb nachts stärker aus als die Hanglagen. Für Chardonnay bedeutet das mehr Säureerhalt, im Frühjahr aber auch mehr Frostrisiko.

Die Keller von Winning in Deidesheim reichen bis 1849 zurück, zu Leopold von Winning. Unter Stephan Attmann setzt das Gut bei Riesling wie bei den Burgundersorten auf Holzausbau. Die Chardonnay-Linie ist gestaffelt: Royal, Imperiale und der „500“, darüber die Erste-Lage-Weine Herrenletten, Herzog, Bürgergarten und Paradiesgarten.

Jahrgang 2024 – Pfalz: Frost, Regen, klassische Säure

Ein milder Winter ließ die Reben früh austreiben. In den Nächten auf den 22. und 23. April kam Luftfrost über die deutschen Weinbaugebiete, die Triebe waren da schon weit entwickelt. In der Pfalz traf es vor allem junge Triebe und Knospen, trotz Frostkerzen blieben in einzelnen Lagen Schäden. Rheinhessen und die Pfalz kamen aber deutlich glimpflicher davon als die nördlichen Anbaugebiete.

Das erste Halbjahr war ungewöhnlich nass und kühl. Echter und Falscher Mehltau setzten die Reben unter Druck. Das üppige Wachstum verlangte viel Laubarbeit. Die Blüte begann verzögert und zog sich lange hin. Danach folgte ein heißer, trockener Sommer. Am 19. August wurden in der Pfalz die ersten Trauben für Federweißen gelesen. Die Reife lag zeitlich zwischen 2022 und 2023. Nach einem Wetterumschwung verlief die Hauptlese schnell und endete früh.

Die Pfalz erntete 2024 rund 2,23 Millionen Hektoliter Weinmost. Das DLR Rheinpfalz ordnet den Jahrgang als klassisch ein, vergleichbar mit den 1990er- und 2000er-Jahren: feine Fruchtaromatik, prägnante Säure, niedrige Alkoholwerte. Die Vegetationsperiode war lang und wurde nicht durch Trockenstress unterbrochen. Die Jungweine zeigten ausgeprägte Sortenaromatik bei gut gepufferter, reifer Säure. Die Burgundersorten fielen bei geringen Erträgen qualitativ besonders stark aus.

Gebrauchte Tonneaus und Feinhefe – Ausbau des Royal

100 % Chardonnay, trocken ausgebaut. Vergärung und Reife laufen vollständig im Holz ab, in gebrauchten Tonneaus mit 500 Litern, mit langem Kontakt zur Feinhefe.

Das große, vorbelegte Fass gibt kaum Holzaroma ab und lässt über die Poren wenig Sauerstoff an den Wein. Die Feinhefe liefert Textur und Schmelz. Im säurebetonten Jahrgang 2024 hält dieser Ausbau die Säure im Gleichgewicht, ohne dem Wein die Spannung zu nehmen.

Im Glas – Royal 2024

Grüner Apfel, Birne und Limettenschale, dahinter ein Hauch Haselnuss und frisches Brot aus dem Hefelager. Am Gaumen schlank bis mittelgewichtig, die Säure straff und präsent. Das Holz bildet nur den Rahmen. Der kalkige Untergrund zeigt sich in einem kühlen, leicht salzigen Nachhall.

Kühler Jahrgang, kalkiger Boden, gebrauchte Tonneaus: Der Royal 2024 zeigt Apfel und Zitrus mit straffer Säure und einem Hauch Hefe.

Jetzt schon zugänglich, mit Potenzial für die nächsten Jahre. Bei 10–12 °C servieren.

Am Tisch – Pfälzer Chardonnay zum Essen

Zu gebratenem Zander oder Saibling mit Beurre blanc, zu Jakobsmuscheln, zu Kalbsschnitzel oder Hähnchen mit Rahmsauce, zu Spargel mit Sauce hollandaise und zu Risotto mit Zitrone und Parmesan. Die straffe Säure passt auch zu gereiftem Bergkäse.


Produzent Weingut von Winning, Deidesheim (Pfalz)
Rebsorte 100 % Chardonnay
Lage verschiedene Parzellen in der Ebene von Ruppertsberg, Mittelhaardt
Klassifikation VDP.Gutswein, Qualitätswein Pfalz, trocken
Jahrgang 2024
Vinifikation Vergärung im Holz
Ausbau in gebrauchten Tonneaus (500 l) auf der Feinhefe
Flaschengröße 0,75 l
Trinkempfehlung ab sofort bis ca. 2029
Boden Lehm, Sandstein und Kalk

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Länder/Regionen

Penfolds Grange Bin 95 2010

Rotwein · South Australia · Shiraz

Shiraz (96 %) Cabernet Sauvignon (4 %) South Australia Grange Bin 95 100 % neue amerik. Eiche 2010

Der Penfolds Grange Bin 95 2010 ist der Shiraz aus Down Under – Australiens berühmtester Wein. Dunkle Früchte und vollendeter Extrakt geben sich hier die Klinke in die Hand. Ewiger Nachhall und ein Moment für nachfolgende Generationen.


Penfolds Grange – Australiens Ikone

Penfolds erzeugt seit 1844 Weine in South Australia und prägte die Entwicklung des australischen Spitzenweins wie kein zweites Haus. Kellermeister Max Schubert schuf ab 1951 mit dem Grange den ersten australischen Wein von wahrhaft internationalem Format – inspiriert von Bordeaux, aber kompromisslos australisch, geprägt von Shiraz und der charakteristischen Würze amerikanischer Eiche. Heute zählt Grange zu den begehrtesten Sammlerweinen der Welt.

Grange ist ein Multi-Region-Blend aus South Australia: Der 2010er vereint Trauben aus Barossa Valley, Clare Valley, Adelaide Hills, McLaren Vale und dem historischen Magill Estate. Aus diesen über die Weinregionen verteilten Spitzenlagen – viele mit sehr alten Reben – komponiert Penfolds Jahr für Jahr einen Wein von konstanter, monumentaler Größe.

Jahrgang 2010 – South Australia

2010 war in South Australia ein gemäßigter, relativ trockener Jahrgang, der einen der gefeiertsten Granges überhaupt hervorbrachte – von Kritikern in einer Reihe mit den legendären Jahrgängen 1952, 1955, 1971, 1996 und 2006 genannt. Tiefe Konzentration und Intensität treffen auf eine schlanke, klassische Eleganz: zugänglicher als mancher junge Grange, aber mit dem Stoff für Jahrzehnte.

Assemblage und Ausbau

Cuvée aus 96 % Shiraz und 4 % Cabernet Sauvignon, Jahrgang 2010.

Ganz in der Tradition von Max Schubert beendet der Wein seine Gärung in der Fasslagerung und reift anschließend 17 Monate in 100 % neuen amerikanischen Eichen-Hogsheads. Die amerikanische Eiche setzt einen würzigen Akzent, wird aber von der enormen Fruchtkonzentration getragen, die ihre eigene kräuterige Würze mitbringt.

Im Glas

Sehr tiefes, purpurschwarzes Farbbild. Dunkle Früchte und vollendeter Extrakt geben sich die Klinke in die Hand – frische, jugendliche schwarze Frucht mit Anklängen von Blaubeere, dazu Kampfer, Anis, eine zedrige Würze und der typische Hauch amerikanischer Eiche. Am Gaumen mittel- bis vollgewichtig, straff und fein gebaut, mit festen, gleichmäßigen Tanninen, großer Konzentration und wunderbarer Länge.

Ewiger Nachhall und ein Moment für nachfolgende Generationen.

Ein Wein für die Ewigkeit: noch sehr jung, mit Reifepotenzial über mehrere Jahrzehnte; profitiert von langem Dekantieren. Bei 16–18 °C servieren.

Am Tisch

Zu kräftigem rotem Fleisch und Wild (Rind, Reh), zu Schmorgerichten und Grillfleisch mit dunkler Würze sowie zu gereiften Hartkäsen.


Lage: South Australia; Multi-Region-Blend aus Barossa Valley, Clare Valley, Adelaide Hills, McLaren Vale und Magill Estate
Klassifikation: South Australia, Shiraz-Cuvée (Grange Bin 95), trocken
Ausbau: 96 % Shiraz, 4 % Cabernet Sauvignon; 17 Monate in 100 % neuen amerikanischen Eichen-Hogsheads

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Deutschland

Baum-Barth Frühburgunder-R- 2022

Rotwein · Ingelheim (Rheinhessen) · Frühburgunder

Frühburgunder Frühburgunder „R" Baum-Barth Ingelheim · Selztal windoffenes Plateau sehr frühe Lese (20. August) 14 Tage Maische · franz. Barrique 2022

Der Baum-Barth Frühburgunder „R" 2022 ist ein herausragendes Beispiel für die lange Ingelheimer Rotweintradition. Ein Wein von bemerkenswerter Eleganz und Ausdruckskraft – dicht, warm und vollmundig, mit feiner Frische.


Frühburgunder – Ingelheimer Rotweintradition

Das Weingut Baum-Barth in Ingelheim wird von den Brüdern Christoph und Thomas Baum-Barth geführt und steht für die lange Rotweintradition dieser Region im Selztal. Der Frühburgunder ist ein herausragendes Beispiel dieser Tradition.

Die Rebstöcke dieser Parzelle gedeihen auf einem windoffenen Plateau, wo die Trauben langsam reifen und dabei ihre Gesundheit bewahren. Die Ernte erfolgte 2022 bereits sehr früh am 20. August, um die Frische und Finesse der Früchte zu bewahren.

Jahrgang 2022 – Ingelheim (Selztal)

2022 präsentierte sich – ähnlich wie 2018 – als sehr trockenes, sonnenreiches Jahr. Während das Gras im Sommer braun wurde, blieben die Reben grün und trotzten der Hitze mit erstaunlicher Robustheit. Ein Wetterumschwung mit moderaten Temperaturen und Regen im September bremste den Säureverlust und förderte Aromabildung und Reife. Ein Jahr der Burgundersorten, das präzise, ausgewogene Rotweine hervorbrachte.

Ausbau

Trockener Frühburgunder aus Ingelheim, Jahrgang 2022; von einem windoffenen Plateau, sehr früh gelesen.

Nach einer 14-tägigen Maischegärung wird der Wein in französischen Barriquefässern ausgebaut. Dieser Ausbau verleiht ihm Dichte, Struktur und eine feine Würze, ohne die Frucht zu überlagern.

Im Glas

In der Nase ein reiches Bouquet von Kirsche und Cassis, begleitet von einem Hauch Kräuterwürze. Im Vergleich zum Spätburgunder zeigt sich dieser Frühburgunder deutlich wärmer und vollmundiger: am Gaumen von beeindruckender Dichte und kraftvollem Körper, mit weicheren, feiner strukturierten Tanninen. Ein Wein von bemerkenswerter Eleganz und Ausdruckskraft.

Kirsche und Cassis mit einem Hauch Kräuterwürze – warm und vollmundig, von beeindruckender Dichte und kraftvollem Körper, mit weichen, fein strukturierten Tanninen.

Ein dichter, eleganter Rotwein mit Ausdruckskraft. Bei 16–18 °C servieren.

Am Tisch

Zu Lamm und Wild, zu geschmortem und gegrilltem Fleisch, zu kräftigen Schmorgerichten sowie zu gereiftem Käse.


Herkunft: Ingelheim (Selztal), Rheinhessen; windoffenes Plateau; Weingut Baum-Barth
Klassifikation: Frühburgunder, Rheinhessen (trocken); 100 % Frühburgunder
Ausbau: 14 Tage Maischegärung, Ausbau in französischen Barriquefässern

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