Cristom Pinot Noir Eileen Vineyard 2016 – fett, schwülstig, lecker

Cristom Pinot Noir Eileen Vineyard 2016 – Willamette Valley – U. S. A.

„Ja, das ist ja einmal eine Nummer!“, dröhnt es aus dem niemals still stehenden Mund des einzigen noch lebenden Weinkulturerbes. Die Gastgeschenke, die er in letzter Zeit zur Freude aller Beteiligten vermehrt zu diversen Anlässen mitbringt, in diesem Fall einen Cristom Pinot Noir Eileen Vineyard aus dem Anbaugebiet Willamtette Valley, sind zumeist nicht ganz von diesem ausgezeichneten Kaliber.

Klar ist dieser Pinot Noir aus dem Jahrgang 2016 irgendwie fett und schwülstig und die Eichenfassaromen der bei dem Ausbau des Weines eingesetzten Barriquefässer sind ziemlich präsent und auch dominant. Aber in diesem Fall ist es passend und wollüstig lecker. Eingekochte rote Früchte, saure Kirschen, Schokolade, mediterrane Kräuter … und dann starke Vanille und Kokosnussraspelnoten im Duft. Veilchen, Puderzucker und wieder die saure Kirsche im Geschmack machen diesen Tropfen einfach nur lecker.

Überhaupt ist es die schlanke und fokussierte Säure, die diesem Wein so viel Spiel und Spannung verleiht. Diese bremst geradezu den fettleibigen Körper aus und verleiht dem Geschmacksgebilde ungeahnte Höhenflüge sowie einen fulminanten Trinkfluss bei einem gleichzeitigen epochalen Abgang und Nachhall. Großes Übersee- Pinot Noir- Gaumenkino.

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172

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Weine

Rémi Jobard Meursault 1er Cru Le Poruzot Dessus 2022 BIO

Weißwein · Meursault 1er Cru · Chardonnay

Chardonnay Meursault 1er Cru Côte de Beaune 2022 Le Poruzot-Dessus · Bio (Ecocert)

Der Meursault 1er Cru Le Poruzot-Dessus 2022 der Domaine Rémi Jobard ist ein kraftvoller, salzig-mineralischer Bio-Chardonnay – blutjung, voller Energie und so finessenreich wie elektrisierend. Ein 1er Cru von einem der steinigsten Terroirs Meursaults.


Le Poruzot-Dessus – steiniger 1er Cru neben Genevrières

Der Name leitet sich von „Porroux" ab – „steiniger Ort", was den Boden treffend beschreibt. Die Lage liegt im Herzen Meursaults und grenzt im Süden an Les Genevrières. Le Poruzot-Dessus ist der höher gelegene Teil, direkt neben Genevrières, ost- bis südost-exponiert auf steinigem, kalksteindominiertem Boden mit Tonanteil.

Dieses karge, steinige Terroir bringt strukturierte, mineralische und kraftvolle Weine hervor.

Jahrgang 2022 – Côte de Beaune

2022 war im Burgund ein warmer, sonnenreicher und trockener Jahrgang. Dank Wasserreserven aus dem Frühjahr kamen die Reben gut durch den heißen Sommer, sodass eine gesunde und großzügige Ernte eingebracht wurde.

Trotz der Wärme bewahren die Weißweine ihre Rasse: reife, knackige Frucht, getragen von erhaltener Spannung und Frische.

Vinifikation und Ausbau

Reinsortiger Chardonnay aus dem Jahrgang 2022, biodynamisch erzeugt (Ecocert, FR-BIO-01).

Handlese bei kontrollierten Erträgen, Spontangärung mit Naturhefen. Der Ausbau ist bewusst lang angelegt (élevage prolongé) und erfolgt in Stockinger-Demi-Muids (600 l, österreichische Eiche) und gebrauchten Pièces mit zurückhaltendem Anteil neuen Holzes. Abgefüllt wird unfiltriert, mit minimalem Schwefel.

Im Glas

In der Nase kompakt und konzentriert, fest und steinig: geriebene Austernschale und Kalk, ein Hauch Feuerstein, helle grüne Noten von Zitrone, Apfel, grüner Pflaume und Mandel-Oliven. Erst mit viel Luft und etwas Wärme zeigen sich eine gewisse Nussigkeit und eine ganz leichte Cremigkeit, darüber ein wenig Jod und Meeresgischt. Am Gaumen so kraftvoll wie finessenreich: blutjung, voller Energie, mit präziser, stringenter, druckvoller Säure und vibrierender Mineralität, dazu grüne, gelbe und sogar einige orangefarbene Früchte. Das Jodige und Salzige sorgt für viel Trinkfluss und unterstreicht das Elektrisierende; das leicht Nussige und Cremige fällt kaum auf, trägt aber zu Komplexität und Balance bei.

So kraftvoll wie finessenreich – jodig, salzig und elektrisierend.

Steht noch ganz am Anfang; Trinkfenster etwa 2026–2036. Bei 12–13 °C servieren.

Am Tisch

Austern, Hummer, gebratene Jakobsmuscheln oder Steinbutt. Die salzig-mineralische Energie passt besonders zu Meeresfrüchten und Edelfisch.


Lage: Meursault „Le Poruzot-Dessus" (Côte de Beaune); höher gelegener Teil neben Les Genevrières, steiniger, kalksteindominierter Boden
Klassifikation: Meursault 1er Cru
Ausbau: Chardonnay; Spontangärung, langer Ausbau in Stockinger-Demi-Muids (600 l) und gebrauchten Pièces, zurückhaltend neues Holz, unfiltriert · biodynamisch (Ecocert, FR-BIO-01)

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Portugal

Niepoort TURRiS 2014

Wein · Rotwein · Douro · Portugal

Niepoort TURRiS 2014 ist die Verwirklichung eines Traums von Dirk Niepoort: ein Wein von einem über 130 Jahre alten, nach Süden gelegenen Weinberg ohne jede Reberziehung in der Subregion Cima Corgo im Douro. Vielschichtig, tiefgründig und von großer Eleganz – in nur 1.000 Flaschen.


Douro / Cima Corgo

Der TURRiS stammt aus einem einzigen, über 130 Jahre alten Weinberg in der Subregion Cima Corgo – südausgerichtet und ohne jede Reberziehung als historischer Mischsatz gepflanzt. Die Schieferböden verleihen dem Wein Graphitnoten, Mineralität und Finesse. Es ist einer der raresten und persönlichsten Weine von Niepoort.

Assemblage und Ausbau

Feldblend aus autochthonen Douro-Sorten. Nach rigoroser Selektion erfolgt die alkoholische Gärung im Edelstahl mit etwa 20 % Ganztraubenanteil; die Maischestandzeit dauert rund einen Monat, um das Potenzial der Lage behutsam zu extrahieren. Anschließend reift der Wein 12 Monate in über 60 Jahre alten Fudern von der Mosel und weitere 24 Monate auf der Flasche. Trocken ausgebaut. Der Jahrgang 2014 brachte etwas niedrigere Erträge; die frühe Lese Anfang September sicherte Säure, Ausgewogenheit und Frische.

Im Glas

Jugendliches, strahlendes Rubinrot. In der Nase vielschichtig und tiefgründig, mit Johannisbeere, Brombeere und Gewürzen, dazu Graphit und rosa Pfeffer aus dem Schieferboden. Am Gaumen samtig und fein, mit wunderbar ausgewogener Tannin- und Mineralitätsstruktur – mundfüllend ohne Schwere, von großer Eleganz und mit immens langem Nachhall.

Am Tisch

Vor dem Genuss großzügig dekantieren und bei 16–18 °C servieren – ein großer Wein für besondere Anlässe.

Passt zu: geschmortem Lamm, Wild, Rind, herzhaften Schmorgerichten und gereiftem Käse.


Lage: D.O.C. Douro – Cima Corgo, Einzellage (>130 Jahre) (Portugal); Niepoort
Rebsorten: Feldblend autochthoner Douro-Sorten (ungestützte Altreben), trocken
Ausbau: ~20 % Ganztrauben, ~1 Monat Maischestandzeit; 12 Monate in über 60-jährigen Mosel-Fudern, 24 Monate Flaschenreife
Jahrgang/Produktion: 2014; 1.000 Flaschen

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Rebsorten

J.J. Prüm Graacher Himmelreich Spätlese 2021

Weißwein · Graach (Mosel) · Riesling

Riesling Graacher Himmelreich Spätlese · fruchtig süß J.J. Prüm · Wehlen VDP.Große Lage Blau- & Grauschiefer Steillage · Süd-Südwest 2021

Die J.J. Prüm Graacher Himmelreich Riesling Spätlese 2021 stammt aus einer der prestigeträchtigsten Einzellagen der Mittelmosel. Ein feinfruchtiger Moselklassiker – elegant, saftig und glockenklar, mit perfektem Spiel aus Süße und Säure und großem Reifepotenzial.


Graacher Himmelreich – VDP.Große Lage der Mittelmosel

Das Weingut J.J. Prüm in Wehlen zählt zu den weltberühmten Namen der Mosel – Inbegriff langlebiger, fruchtsüßer Rieslinge von großer Finesse. Der Stil ist unverkennbar: kühle Gärung, dezente Spontannote in der Jugend, geringe Alkoholgrade und ein filigranes Spiel aus Frucht, Süße und rassiger Säure.

Das Graacher Himmelreich, hoch über Graach gelegen, ist eine VDP.Große Lage: steile, süd- bis südwestlich ausgerichtete Weinberge (45–65 % Neigung, 110–260 m), teils noch in traditioneller Einzelpfahlerziehung. Der Boden aus leicht erwärmbarem, verwittertem Blau- und Grauschiefer mit hohem Tonanteil verleiht den Weinen prägnante Mineralität, Finesse und Tiefe; Wasseradern sichern eine kontinuierliche Versorgung der Reben. Die klassifizierte Fläche von 66,56 Hektar ist ausschließlich mit Riesling bestockt.

Jahrgang 2021 – Mosel

2021 war an der Mosel ein klassischer, kühler Jahrgang mit langem, sonnigem Herbst und kühlen Nächten. Diese Bedingungen bewahrten enorme Mineralität, rassige Säure und eine präzise, filigrane Frucht – ideale Voraussetzungen für eine feingliedrige, spannungsreiche Spätlese mit großem Reifepotenzial.

Herstellung und Ausbau

Fruchtsüße Riesling-Spätlese (Prädikatswein) aus der VDP.Großen Lage Graacher Himmelreich, Jahrgang 2021; 100 % Riesling vom Blau- und Grauschiefer.

Der Wein wird im typischen, kühlen Stil des Hauses vinifiziert und in seiner Gärung so geführt, dass eine feine, natürliche Restsüße im Gleichgewicht zur rassigen Säure erhalten bleibt. So entsteht eine filigrane, langlebige Spätlese mit klarer Schiefermineralität.

Im Glas

Ein feinfruchtiger Moselklassiker: Aromen von Pfirsich und Zitrus, weißen Blüten und einem Hauch Kräuterwürze über einer klaren Schiefermineralität. Am Gaumen elegant, saftig und glockenklar, mit einem perfekten Spiel aus feiner Süße und rassiger Säure und einem langen, mineralischen Nachhall.

Pfirsich, Zitrus und weiße Blüten mit einem Hauch Kräuterwürze – elegant, saftig und glockenklar, mit perfektem Spiel aus Süße und Säure und langem, mineralischem Nachhall.

Ein filigraner, sehr langlebiger Mosel-Riesling. Gut gekühlt bei 8–10 °C servieren.

Am Tisch

Als Aperitif, zu würziger asiatischer und thailändischer Küche, zu leicht scharfen Currys sowie zu Obst-Desserts und mildem, cremigem Käse.


Lage: Graacher Himmelreich (VDP.Große Lage), Graach, Mosel; steile Süd-Südwest-Lage (45–65 %, 110–260 m); verwitterter Blau- und Grauschiefer mit hohem Tonanteil
Klassifikation: Riesling Spätlese, Prädikatswein, VDP.Große Lage, Mosel (fruchtig süß); 100 % Riesling
Ausbau: kühle Vinifikation im Stil des Hauses, feine natürliche

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Weine

Peter Jakob Kühn Oestrich Riesling Quarzit 2022 BIO

Weißwein · Oestrich (Rheingau) · Riesling

Riesling Oestrich „Quarzit" Peter Jakob Kühn Doosberg · Klosterberg · Lenchen Lösslehm mit grauem Quarzit trocken spontane Fassgärung BIO/Demeter (DE-ÖKO-003) · 2022

Der Peter Jakob Kühn Oestrich Riesling „Quarzit" 2022 hat seinen Ursprung in den Oestricher Lagen Doosberg, Klosterberg und Lenchen. Ein typischer Riesling aus den tiefgründigen Oestricher Lagen: saftig und tief, mit reifer Frucht und erdiger Würze.


Oestrich „Quarzit" – Ortsriesling aus drei Lagen

Das Weingut Peter Jakob Kühn in Oestrich zählt zu den herausragenden Adressen des Rheingaus und arbeitet seit 2004 als zertifiziertes Demeter-Mitglied biologisch-dynamisch (DE-ÖKO-003). Prägend ist der entschleunigte Ausbau in traditionellen Stückfässern mit langem Hefelager, der den Weinen Tiefe und Anmut verleiht.

Der „Quarzit" stammt aus den Lagen Oestricher Doosberg, Klosterberg und Lenchen. Im Boden findet sich humoser, teils etwas toniger Lösslehm, der von grauem Quarzit durchzogen wird. Die optimale Wasserführung im Doosberg versorgt die Reben auch in heißen Sommermonaten ausreichend – die Grundlage für einen saftigen, tiefen Riesling, der den Boden widerspiegelt, auf dem er gewachsen ist.

Jahrgang 2022 – Rheingau

2022 war im Rheingau von Sonne geprägt, mit spärlichem Regen in Juli und August. Begrünung zur Beschattung und Kühlung der Böden sowie eine bewusst schützende Laubwand halfen, Trockenstress und Sonnenbrand zu vermeiden; die älteren Anlagen mit ausgewachsenem Wurzelsystem meisterten das Jahr souverän. Ein nachhaltiger Wetterumschwung zur Rieslinglese und eine strenge Selektion in mehreren Durchgängen reduzierten die Menge deutlich. Das Ergebnis überrascht: nichts deutet auf einen warmen Jahrgang hin – die Weine sind feingliedrig, unbeschwert, schwebend und zart.

Ausbau

Trockener Ortsriesling aus den Oestricher Lagen Doosberg, Klosterberg und Lenchen, Jahrgang 2022; 100 % Riesling von quarzitdurchzogenem Lösslehm.

Der Wein wird im herkunftsbetonten Stil des Guts vinifiziert; die Fässer vergären leise und spontan, ganz auf Saftigkeit, Tiefe und die schmeckbare Herkunft der Oestricher Lagen ausgerichtet. Biologisch-dynamischer Anbau (Demeter, DE-ÖKO-003).

Im Glas

Ein saftiger, tiefer Riesling, der den Quarzitboden widerspiegelt: reife gelbe Frucht nach Apfel und Pfirsich, dazu Zitrus, eine erdige Würze und feine, steinig-mineralische Anklänge. Am Gaumen saftig und schwebend, zugleich tief und griffig, mit lebendiger Säure und einem langen, würzig-mineralischen Nachhall.

Saftig und tief, mit reifer Frucht und erdiger Würze – reifer Apfel und Pfirsich über Zitrus und steinig-mineralischer Prägung, schwebend und griffig zugleich, mit langem Nachhall.

Ein tiefer, herkunftsklarer Rheingau-Ortsriesling. Bei 10–12 °C servieren.

Am Tisch

Zu Fisch und Meeresfrüchten, zu Geflügel und Kalb in heller Sauce, zu würziger asiatischer Küche sowie zu cremigen Gerichten und mildem Hartkäse.


Lage: Oestricher Doosberg, Klosterberg und Lenchen, Rheingau; humoser, teils toniger Lösslehm, von grauem Quarzit durchzogen
Klassifikation: Ortsriesling „Quarzit", Rheingau (trocken); 100 % Riesling
Ausbau: spontane Fassgärung im Stil des Guts, langes Hefelager; biologisch-dynamisch, Demeter, DE-ÖKO-003

Fotos: A. Durst

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Spanien

Jade Gross Chiguita GARNACHA BLANCA 2024

Weißwein · Rioja · Garnacha Blanca

Garnacha Blanca DOCa Rioja Alto de Najerilla Jade Gross österr. Eiche · 6 Monate Feinhefe nur 120 Flaschen 2024

Der Jade Gross Chiguita Garnacha Blanca 2024 ist ein echtes Debüt – der erste reinsortige Garnacha Blanca von Jade Gross und gleich eine Rarität mit nur rund 120 abgefüllten Flaschen. Ein charaktervoller Weißwein mit Frische, feiner Würze und subtiler Holznote: elegant, individuell und ein bisschen zum Verlieben.


Chiguita Garnacha Blanca – ein Debüt aus dem Alto de Najerilla

Jade Gross, in Hongkong geborene chinesisch-amerikanische Quereinsteigerin aus der Spitzengastronomie, begann ihr Rioja-Projekt 2019 unter der Mentorschaft von Abel Mendoza. Ihre Weine entstehen handwerklich, mit minimaler Intervention und klarem Fokus auf den Ausdruck von Rebsorte und Terroir.

Dieser erste reinsortige Garnacha Blanca markiert ein echtes Debüt. Die Trauben stammen aus einem Weinberg im Alto-Najerilla-Tal mit eisenhaltigen Lehmböden – ein kühleres Terroir, das dem Wein Frische und Struktur verleiht.

Jahrgang 2024 – Rioja

Der Jahrgang 2024 in der Rioja war von großen Herausforderungen geprägt: Mit nur 275,6 Millionen Kilogramm geernteten Trauben markiert die Lese die kleinste des letzten Jahrhunderts. Ein kühler Spätsommer und sehr wechselhafte Wetterbedingungen im September verlangten höchste Flexibilität und Präzision; die Lese glich einer Achterbahnfahrt. Doch der Aufwand zahlte sich aus – die Trauben zeigen sich vielschichtig und individuell, beste Voraussetzungen für charaktervolle Weine mit Persönlichkeit.

Ausbau

Reinsortige Garnacha Blanca aus dem Jahrgang 2024, trocken.

Handlese am 24. September 2024. Im Keller erfolgte eine direkte Pressung, anschließend wurde der Most in einem 500-Liter-Fass aus österreichischer Eiche vergoren. Sechs Monate reifte der Wein anschließend auf der Feinhefe, was ihm Tiefe und Struktur verleiht. Gesamtproduktion: 120 Flaschen.

Im Glas

Ein charaktervoller Weißwein mit Frische, feiner Würze und subtiler Holznote – elegant und individuell. Die Reife auf der Feinhefe gibt ihm Tiefe und Struktur, ohne die lebendige Frische zu überlagern. Ein bisschen zum Verlieben.

Elegant, individuell und ein bisschen zum Verlieben – ein echtes Debüt.

Schon jetzt ausdrucksstark, mit Reifepotenzial über einige Jahre. Bei 11–13 °C servieren.

Am Tisch

Zu gebratenem Fisch und Meeresfrüchten, zu Geflügel und Kalb in heller Sauce, zu cremigen Pasta- und Reisgerichten sowie zu mittelreifem Käse.


Lage: DOCa Rioja, Alto-Najerilla-Tal (Spanien); eisenhaltige Lehmböden
Klassifikation: DOCa Rioja blanco, Garnacha Blanca (trocken); nur 120 Flaschen
Ausbau: Garnacha Blanca; Direktpressung, Gärung im 500-l-Fass aus österreichischer Eiche, 6 Monate auf der Feinhefe; handwerklich

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Länder/Regionen

Fratelli Revello Barolo 2021

Rotwein · Barolo DOCG · Nebbiolo

Nebbiolo Barolo DOCG Annunziata (La Morra) Revello Fratelli Kalk-Ton-Boden Reben 1960–2000 24 Monate franz. Barrique 2021

Der Revello Fratelli Barolo 2021 DOCG ist der klassische Gemeinde-Barolo des Hauses – aus Nebbiolo-Reben in der Frazione Annunziata bei La Morra. Ein eleganter, fein strukturierter Barolo, der den parfümierten, harmonischen Stil von La Morra verkörpert.


Barolo aus La Morra – der Annunziata-Stil

Die Trauben stammen aus rund 2,3 Hektar Weinbergen in der Frazione Annunziata in La Morra – mit südöstlicher (250 m) und südwestlicher Ausrichtung (260 m). Die Nebbiolo-Reben wurden zwischen 1960 und 2000 gepflanzt und wurzeln in kalk- und tonhaltigen Böden, die in La Morra für besonders parfümierte, feingliedrige und elegante Baroli stehen.

La Morra gilt als die Gemeinde der zugänglicheren, aromatisch offenen und harmonischen Barolo-Stilistik – ein Kontrast zu den straffen, kraftvollen Weinen aus Serralunga oder Monforte. Der bewusst moderate Ertrag von 6,0 bis 7,0 t pro Hektar sorgt für Konzentration und Tiefe.

Jahrgang 2021 – Barolo

2021 gilt im Barolo als klassischer, hochwertiger Jahrgang: Ein kühleres, ausgeglichenes Jahr brachte Nebbioli mit klarer, frischer Frucht, feiner Säurespannung und präziser, fein gewobener Tanninstruktur. Aus den Annunziata-Lagen in La Morra ergibt das einen eleganten, harmonischen Barolo mit Tiefe, Frische und großem Reifepotenzial. Die Lese erfolgte Mitte Oktober.

Vinifizierung und Ausbau

Reinsortiger Nebbiolo aus dem Jahrgang 2021, Barolo DOCG, trocken.

Die Maischegärung erfolgt in horizontalen Rotationsfermentern über etwa sechs bis acht Tage mit den Traubenschalen, gefolgt von einer alkoholischen Gärung in Edelstahltanks über rund 10 bis 15 Tage; auch die malolaktische Gärung findet im Stahl statt. Anschließend reift der Wein 24 Monate in französischen Barriques, davon 20 % neu und 80 % gebraucht. Abfüllung im Juli des Jahres vor der Verkaufsfreigabe, Verkauf im März des vierten Jahres nach der Ernte.

Im Glas

Aus den kalk-tonigen Annunziata-Lagen lebt dieser Barolo vom parfümierten La-Morra-Stil: rote Frucht wie Kirsche und Himbeere, dazu die sortentypische florale Note von Rose und Veilchen, untermalt von Leder, Teer und feiner Würze. Der überwiegend gebrauchte Barrique-Ausbau bindet das Holz dezent ein und lässt der Frucht den Vortritt. Am Gaumen elegant und fein strukturiert, mit feinkörnigem, gut eingebundenem Tannin, lebendiger Säure und einem langen, harmonischen Nachhall.

Rote Frucht, Rose und Veilchen, Leder und feine Würze – elegant und fein strukturiert, mit feinkörnigem Tannin und langem, harmonischem Nachhall.

Benötigt Zeit; in der Jugend großzügig dekantieren. Gutes Reifepotenzial über viele Jahre. Bei 17–18 °C servieren.

Am Tisch

Zu geschmortem Rind (Brasato al Barolo), zu Wild und Wildgeflügel, zu Trüffel- und Pilzgerichten sowie zu gereiftem Hartkäse.


Lage: Weinberge in der Annunziata, La Morra (Piemont, Italien); ca. 2,3 ha, Südost- (250 m) und Südwest-Ausrichtung (260 m); Kalk-Ton-Boden; Reben 1960–2000
Klassifikation: Barolo DOCG, Nebbiolo (trocken)
Ausbau: Maischegärung in Rotationsfermentern (6–8 Tage), Gärung in Edelstahl (10–15 Tage), Malo in Stahl; 24 Monate französische Barriques (20 % neu, 80 % gebraucht)

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Weine

Weingut Andres Spätburgunder vom Kalkmergel BIO

Rotwein · Pfalz · Spätburgunder

Spätburgunder vom Kalkmergel (Gutswein) Ruppertsberg · Königsbach · Haardt Weingut Andres Kalkmergel trocken · langer Maischekontakt gebrauchtes Barrique BIO · 2024

Der Weingut Andres Spätburgunder vom Kalkmergel trocken 2024 ist ein feiner, blitzsauber gekelterter Pinot Noir aus den kalkreichen Lagen der Mittelhaardt. Sehr frisch und klar in Duft und Geschmack, mittelschwer und harmonisch – ein eleganter Pfälzer Spätburgunder mit klarer Herkunft.


Spätburgunder vom Kalkmergel – Gutswein aus der Pfalz

Das Weingut Andres in Deidesheim wird von den Brüdern Michael und Thomas Andres geführt, die ihre Lagen an der Mittelhaardt ökologisch, ergänzt durch biodynamische Grundsätze, bewirtschaften. Dieser Spätburgunder ist ihr Gutswein aus der Rebsorte – das Fundament ihres Pinot-Programms.

Die Trauben stammen aus Lagen der kalkreichen Ortschaften Ruppertsberg, Königsbach und Haardt. Der Einfluss des Kalkmergels im Boden verleiht dem Wein Frische, Struktur und eine klare Herkunftsprägung.

Jahrgang 2024 – Pfalz

2024 war in der Pfalz ein kühlerer, längerer Jahrgang – genau die Bedingungen, unter denen Spätburgunder seine Eleganz zeigt: moderate Reife, feine Tannine und lebendige Frische. Die kalkmergelgeprägten Lagen und der herkunftsbetonte Stil des Weinguts bewahrten Klarheit und Spannung – Frische und Feinheit im Vordergrund.

Ausbau

Trockener Spätburgunder (Gutswein) aus den kalkreichen Lagen um Ruppertsberg, Königsbach und Haardt, Jahrgang 2024; 100 % Spätburgunder vom Kalkmergel.

Schon in der Basis ist dieser Spätburgunder ertragsreduziert und erfährt einen langen Kontakt auf der Maische. Die burgundischen Aromen werden durch den Ausbau im gebrauchten Barrique verstärkt, ohne die frische, klare Frucht zu überdecken. Bewirtschaftet wird biologisch (DE-ÖKO-039), ergänzt durch biodynamische Grundsätze.

Im Glas

Ein feiner, blitzsauber gekelterter Spätburgunder: leichte Erdbeeraromatik, Veilchen, Würze nach Kräutern, mittelschwer und harmonisch im Abgang. Sehr frisch und klar in Duft und Geschmack mit zarten Röstaromen, zudem für einen Rotwein recht spritzig und fast tänzerisch im Finish.

Leichte Erdbeere, Veilchen und Kräuterwürze, dazu zarte Röstaromen – sehr frisch und klar, mittelschwer und harmonisch, recht spritzig und fast tänzerisch im Finish.

Ein eleganter, animierender Pinot; leicht gekühlt ein Gewinn. Bei 15–16 °C servieren.

Am Tisch

Zu Geflügel und Ente, zu Kalb und Schwein, zu Pilzgerichten, Charcuterie sowie zu mittelkräftigem Käse.


Lage: kalkreiche Lagen um Ruppertsberg, Königsbach und Haardt, Pfalz (Mittelhaardt); Kalkmergel
Klassifikation: Spätburgunder-Gutswein, Pfalz (trocken); 100 % Spätburgunder
Ausbau: ertragsreduziert, langer Maischekontakt, Ausbau im gebrauchten Barrique; biologisch/biodynamisch, DE-ÖKO-039

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Rebsorten

Cielo e Terra Primitivo Primasole Puglia

Rotwein · Puglia · Primitivo · Italien

Cielo e Terra Primasole Primitivo Puglia ist ein kräftiger, fruchtbetonter Rotwein aus 100 % Primitivo aus der Region Puglia. Intensive Aromen von Cassis und mediterranen Gewürzen prägen das Bild. Im Glas weich, fruchtig und zugänglich.


Puglia

Die Region Puglia (Apulien) im Süden Italiens ist für ihre kräftigen, fruchtbetonten Rotweine bekannt. Das warme, mediterrane Klima bringt vollreife Primitivo-Trauben hervor, die dem Wein Fülle und Würze verleihen.

Rebsorte und Ausbau

Der Wein besteht zu 100 % aus Primitivo. Die Vinifikation stellt die reife, weiche Frucht in den Vordergrund und bewahrt die typische mediterrane Würze.

Im Glas

Tiefes Rot. In der Nase intensive Aromen von Cassis und mediterranen Gewürzen. Am Gaumen kräftig, sehr weich und fruchtig, mit reifer Frucht. Der Abgang ist mild und samtig.

Am Tisch

Bei 16–18 °C servieren.

Klassische Begleitung: Pizza, Pasta, Grillfleisch und mittelreifer Käse.


Lage: Puglia (Italien)
Klassifikation: Puglia IGT – Primitivo
Ausbau: 100 % Primitivo, fruchtbetonter Ausbau

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