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25. November 2019

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Whisky

Gordon & MacPhail Rosebank Distilled 1990 Connoisseurs Choice

Whisky · Lowland Single Malt · Connoisseurs Choice · Schottland

Rosebank Distilled 1990 Connoisseurs Choice ist ein rarer Lowland Single Malt Scotch Whisky, abgefüllt von Gordon & MacPhail. Von der hochgeschätzten, lange stillgelegten Rosebank-Destillerie – dreifach destilliert, leicht und blumig, mit feiner Zitrusfrucht und cremiger Textur.


Herkunft

Rosebank in Falkirk (gegründet 1840) galt als „King of the Lowlands" und als einer der besten Lowland-Malts überhaupt. Die Destillerie wurde 1993 stillgelegt und erst 2023/2024 wiedererweckt; Abfüllungen aus der Zeit davor sind rar. Gordon & MacPhail aus Elgin ist einer der renommiertesten unabhängigen Abfüller der Welt.

Destillation und Reifung

Destilliert 1990 im klassischen Lowland-Stil: dreifach destilliert und über Wurmrohrkühler (worm tubs) kondensiert, was den leichten, blumigen Charakter mit dichter Textur ergibt. Gereift in Eichenfässern und abgefüllt in der Connoisseurs-Choice-Reihe von Gordon & MacPhail.

Im Glas

Helles Gold. In der Nase frische Blüten, Zitrusfrüchte und Milchschokolade, dazu eine feine Grasigkeit. Am Gaumen cremig und eichengeprägt, mit Zitrus, Blüten und sanfter Würze. Eleganter, ausgewogener Abgang – ein Lehrstück feiner Lowland-Stilistik.

Pur genießen

Als rare Sammler- und Genießerabfüllung am besten pur bei Zimmertemperatur in einem Nosing-Glas verkosten; einige Tropfen Wasser öffnen die feinen Aromen. Ohne Eis, um die zarte Stilistik zu bewahren.

Klassisch solo: pur oder mit wenigen Tropfen Wasser.


Herkunft: Lowlands, Schottland
Art: Lowland Single Malt Scotch Whisky (Rosebank-Destillerie), dreifach destilliert
Destillation: 1990
Abfüller: Gordon & MacPhail, Connoisseurs Choice

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USA

Sine Qua Non 11 Confessions Grenache 2019

Rotwein · Sta. Rita Hills · Grenache

Grenache-Cuvée Eleven Confessions Sta. Rita Hills (USA) 2019

Der Sine Qua Non Eleven Confessions Grenache 2019 ist ein kalifornischer Kult-Grenache von Manfred und Elaine Krankl aus der estate-eigenen Einzellage Eleven Confessions in den Sta. Rita Hills – tief, breit und samtig, ein vollreifer Grenache, der laut Krankl selbst Skeptiker zur Sorte bekehrt.


Eleven Confessions – Sta. Rita Hills

Die Einzellage Eleven Confessions liegt in den Sta. Rita Hills im Santa Barbara County – eine kühle, vom Pazifik geprägte Appellation, die für ausdrucksstarke, präzise Rhône-Sorten bekannt ist. Sine Qua Non keltert seine Weine im eigenen Keller in Ventura aus estate-eigenen Weinbergen.

Manfred und Elaine Krankl gründeten das Weingut 1994 und zählen heute zu den meistgesuchten Erzeugern Kaliforniens – kompromisslose Handarbeit, winzige Mengen, kaum Schönung oder Filtration. Jeder Jahrgang ist ein eigenständiger Wein mit eigenem Namen und eigenem Etikett.

Jahrgang 2019 – Sta. Rita Hills

2019 gilt an der kalifornischen Central Coast als ausgewogener Jahrgang mit guter Frische.

In den kühl gelegenen Sta. Rita Hills ein idealer Rahmen für vollreifen, tief konzentrierten und zugleich balancierten Grenache.

Cuvée und Ausbau

Eine Grenache-dominierte Cuvée: 89,4 % Grenache, 5,5 % Syrah, 4,1 % Petite Sirah und 1,0 % weißer Muskat (Gelber Muskateller).

Rund 35 % der Trauben wurden mit Ganztrauben, also mit den Stielen vergoren, der Rest entrappt. Voll ausgereifte Stiele machen den Wein laut Krankl weicher, breiter und geschmeidiger und verleihen ihm eine herzhafte Qualität. Ausgebaut zu 50,3 % in neuen französischen Eichenfässern, überwiegend in größeren Gebinden statt klassischer Barriques.

Im Glas

Eine großartige Farbe, wie sie der beste Pinot Noir zeigen sollte. Tiefe, breite und reiche Nase mit etwas Rosmarin über einer Art exotischem Obst-Cobbler, dazu nasse Steine. Am Gaumen samtig bis seidig, mundfüllend breit und üppig. Über drei Tage offen verkostet öffnete sich der Wein zunehmend und gewann an Üppigkeit – ein Hinweis auf große Langlebigkeit und Lohn fürs Dekantieren. (Verkostungsnotiz: Manfred und Elaine Krankl.)

Wenn Grenache bisher nicht Ihr Ding war, wird dieser Ihre Einstellung ändern.

Am Tisch

Zu Lammkeule, geschmortem Short Rib, gegrilltem Rind, Wild oder herzhaften mediterranen Gerichten. Ein intensiver Begleiter für kräftige, würzige Küche.


Lage: Eleven Confessions Vineyard, Sta. Rita Hills, Santa Barbara County, Kalifornien (USA)
Klassifikation: Sta. Rita Hills AVA, Grenache (trocken)
Ausbau: Grenache-Cuvée; ±35 % Ganztrauben-Vergärung; 50,3 % neue französische Eiche (überwiegend Großgebinde)

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Feinkost

Vigilante Atun claro en aceite vegtal - Heller Thunfisch in Pflanzenöl

Feinkost · Thunfisch · Spanien

Vigilante Atún Claro en Aceite Vegetal ist heller Thunfisch in Pflanzenöl aus Spanien – ein vielseitiger Klassiker der Vorratskammer.


Herkunft / Spanien

Konservierter Thunfisch gehört zu den Grundpfeilern der spanischen Küche – ob in Salaten, Empanadas oder als Tapa. Atún Claro (heller Thunfisch) ist eine geschätzte, milde Thunfischsorte. Hier von der Marke Vigilante.

Zutaten und Herstellung

Heller Thunfisch (Atún Claro), eingelegt in Pflanzenöl. Das Öl hält den Fisch saftig und bewahrt sein mildes Aroma. (Genaue Zutatenliste laut Etikett.)

Geschmack

Mild und saftig, mit dem typisch hellen, feinen Thunfischaroma. Zarte Textur, die sich gut zerteilen und vielseitig verarbeiten lässt.

In der Küche

Vielseitig einsetzbar – kalt wie warm.

Ideal: für Salate (z. B. Ensalada mixta), Empanadas und Empanadillas, Pasta, Pizza, gefüllte Paprika und Tomaten oder als Tapa.


Hersteller: Vigilante (Spanien)
Produkt: Atún Claro en Aceite Vegetal – heller Thunfisch in Pflanzenöl
Zutaten: heller Thunfisch (Atún Claro), Pflanzenöl, Salz
Herkunft: Spanien
Mindesthaltbarkeit (MHD): 01.01.2029

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Weine

Finca Milena Sauvignon Blanc Verdejo BIO

Weißwein · Bio-Cuvée · Castilla-La Mancha · Spanien

Finca Milena Sauvignon Blanc Verdejo ist ein trockener Bio-Weißwein von Hammeken Cellars aus Spanien. Die Cuvée ist von Verdejo geprägt, ergänzt um etwas Sauvignon Blanc – fruchtig und frisch, ein idealer Sommerwein.


Castilla-La Mancha

Die Trauben stammen von der Finca Milena im Herzen von La Mancha, dem zentralspanischen Hochland. Hinter dem Wein steht Hammeken Cellars (Jávea/Alicante), das zunehmend auf Bio-Qualität setzt. Wein aus biologischem Anbau, ES-ECO-002-CM.

Assemblage und Ausbau

Cuvée aus überwiegend Verdejo mit einem kleineren Anteil Sauvignon Blanc aus ökologischem Anbau. Der Ausbau erfolgt fruchtbetont im Edelstahl, um Frische und Aromatik zu bewahren.

Im Glas

Hellgelb. In der Nase Fenchel, Blüten und frisch geschnittenes Gras – typisch für den Sauvignon-Blanc-Anteil. Am Gaumen saftig und frisch, mit Apfel und Limette und einer klaren Säure.

Am Tisch

Gut gekühlt bei 8–10 °C servieren. Ein frischer Sommerwein – solo auf der Terrasse oder zu leichter Küche.

Klassische Begleitung: Salate, Fischgerichte, Meeresfrüchte und Ziegenkäse.


Lage: La Mancha, Castilla-La Mancha (Spanien)
Klassifikation: Vino de la Tierra de Castilla – Weißwein (trocken)
Ausbau: Edelstahl, jung gefüllt

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Weine

Marguet Ambonnay Rosé 2020 Brut Nature BIO

Der Marguet Ambonnay Rosé 2020 Brut Nature ist kein Terrassen-Rosé, sondern einer für den Esstisch: würzig, druckvoll, aus der Grand-Cru-Gemeinde Ambonnay. Pinot Noir und Chardonnay, im Fass gereift und ohne Dosage abgefüllt.

Im Glas

Pfirsichrosa mit Lachsreflexen. In der Nase Walderdbeere, Blutorange und rote Äpfel, dann Zimt, Nelke und Zedernholz. Am Gaumen fast cremig, mit Erdbeere, Orangenzeste und einem leicht herben Schluss, der Lust aufs Essen macht. Das Holz merkst du nicht als Vanille, sondern als Struktur und Würze.

Mach was draus

Entenbrust mit Kirschen, Lachs vom Grill, Garnelen-Curry oder die Weihnachtsgans: Dieser Rosé mag Würze. Auch zu Rote-Bete-Carpaccio mit Ziegenkäse macht er eine gute Figur. Servier ihn bei 8 bis 10 °C in einem großen Glas.

Janus FenskeJanus empfiehlt

„Mir gefällt er am besten zu würzigen Gerichten, Ente, Garnelen mit Chili, alles mit etwas Gewürz. Da spielt er seine Zimt- und Zedernnoten richtig aus.“

Mehr über Janus, unseren Sommelier

Kurz gefragt

Woher kommt die Farbe? Aus der Assemblage: Pinot Noir und Chardonnay werden zusammengeführt, die roten Trauben geben den Pfirsichton.

Ist das ein Sommer-Rosé? Eher nicht. Mit Zimt- und Zedernnoten passt er besser zu Herbst- und Winterküche als zum Picknick.

Pinot Noir und Chardonnay · Ambonnay Grand Cru · Méthode Traditionnelle, Rosé d’Assemblage · Holzausbau · Brut Nature, 0 g/l Restzucker · Champagne Marguet, Ambonnay · Bio, FR-BIO-01 · Stand: Oktober 2026

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Whisky

J & A Mitchell & Co Campbeltown Loch Blended Malt Scotch Whisky 46%

Spirituose · Blended Malt Whisky · Campbeltown · Schottland

Campbeltown Loch Blended Malt Scotch Whisky ist ein preisgekrönter Blended Malt von J & A Mitchell & Co, verschnitten und abgefüllt in der Springbank-Destillerie. Die Besonderheit: Er vereint alle fünf Malts der drei Campbeltown-Destillerien – maritim, malzig und ausgewogen, mit feinem Torfrauch.


Herkunft

Campbeltown auf der Kintyre-Halbinsel war einst die „Whisky-Hauptstadt der Welt"; heute ist es die kleinste Whisky-Region Schottlands. J & A Mitchell & Co, Eigentümer der traditionsreichen Springbank-Destillerie, komponiert und füllt diesen Blended Malt vor Ort ab. Benannt ist er nach dem Sea Loch von Campbeltown.

Verschnitt und Reifung

Als Blended Malt enthält Campbeltown Loch ausschließlich Single Malts – keinen Grain Whisky. Verschnitten werden alle fünf Malts der Region: Springbank, Longrow und Hazelburn (Springbank), Kilkerran (Glengyle) und Glen Scotia. Die Reifung erfolgt in einer Kombination aus Bourbon- und Sherryfässern.

Im Glas

Golden. In der Nase Butter, Meersalz, Honig und Gebäcknoten mit Pekannuss. Am Gaumen cremig, mit Karamell, Kaffee, dunklem Zucker und maritimer Würze. Im Abgang baut sich ein feiner Torfrauch auf, begleitet von einer nussig-ledrigen Note. Typischer Campbeltown-Charakter.

Pur genießen

Pur aus dem Nosing-Glas, bei Bedarf mit wenigen Tropfen Wasser. Ein vielseitiger, zugänglicher Campbeltown-Malt – ideal als Einstieg in die Region und als Alltags-Dram.

Klassisch solo: pur, mit etwas Wasser, als Digestif.


Herkunft: Campbeltown (Schottland)
Art: Blended Malt Scotch Whisky (ohne Grain); verschnitten und abgefüllt bei Springbank
Verschnitt: alle fünf Campbeltown-Malts – Springbank, Longrow, Hazelburn, Kilkerran, Glen Scotia
Reifung: Bourbon- und Sherryfässer

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Weine

Dominio del Bendito El Titan del Bendito 2023 BIO

Rotwein · DO Toro · Tinta de Toro

100 % Tinta de Toro Pago La Jara wurzelecht, ab 1953 bis spätes 19. Jh. 800–2.000 kg/ha 20 Monate französische Eiche Bio, ES-ECO-002-CL

El Titán del Bendito 2023 ist die Spitze im Sortiment von Antony Terryn – und der einzige seiner Weine, für den er ausschließlich die ältesten Rebzeilen im Pago La Jara liest. Die Stöcke stehen wurzelecht, die jüngste Pflanzung datiert auf 1953, die älteste reicht ins späte 19. Jahrhundert zurück. Die Erträge liegen zwischen 800 und 2.000 Kilogramm je Hektar.


Pago La Jara – wurzelechte Altreben auf Sand

Antony Terryn kam 2003 aus Frankreich nach Toro, nachdem er zuvor in Frankreich, Südafrika und den USA gearbeitet hatte. Was ihn hielt, war der Bestand an sehr alten Reben – ermöglicht durch die sandigen Böden der Region, in denen die Reblaus nie richtig Fuß fasste. Deshalb stehen hier bis heute Tinta-de-Toro-Stöcke wurzelecht, ohne amerikanische Unterlage, in einer Dichte und einem Alter, die anderswo in Europa verlorengegangen sind. 2004 gründete Terryn sein Weingut und arbeitet seither ökologisch, ohne Pestizide und Kunstdünger.

El Titán kommt aus dem Pago La Jara, einer der bekanntesten Gemarkungen Toros, und dort aus den ältesten und ärmsten Parzellen. Die Böden sind sandig-steinig und drainieren stark, das Klima ist extrem kontinental: heiße Tage, kühle Nächte, wenig Niederschlag. Alte Reben mit tiefem Wurzelwerk kommen damit besser zurecht als junge, liefern aber nur winzige Mengen – 800 bis 2.000 Kilogramm je Hektar sind ein Bruchteil dessen, was in Toro rechtlich möglich wäre. Genau daraus entsteht die Konzentration, die diesen Wein von Terryns übrigen Abfüllungen trennt. Sein erklärtes Ziel ist dabei nicht Wucht, sondern Struktur: mehr Gerüst, komplexere Frucht und ein feineres Gleichgewicht, ohne in plakative Kraft zu kippen.

Jahrgang 2023 – DO Toro

2023 war in weiten Teilen Spaniens ein schwieriges Jahr: Spätfröste, Hagel und anhaltende Trockenheit führten in mehreren Herkünften zu Ernteausfällen von dreißig Prozent und mehr. Toro kam vergleichsweise glimpflich davon – die Denominación entging den Frost- und Hagelschäden weitgehend, die andernorts ganze Parzellen kosteten.

Die Hitze verschob den Lesebeginn deutlich nach vorn: Gelesen wurde bereits Ende August. Die Trauben kamen gesund und mit etwas höheren Alkoholgraden in den Keller, die Säurewerte blieben niedrig – ein Profil, das in der Vinifikation keine Probleme machte. Der Consejo Regulador hat die Ernte 2023 als excelente eingestuft, die höchste Kategorie der Jahrgangsbewertung. Für alte, wurzelechte Reben mit tiefem Wurzelwerk war das Jahr günstiger als für junge Anlagen: Sie halten Trockenphasen länger durch und behalten bei Hitze die Balance zwischen Reife und Struktur.

Gärung im Beton, Reife im französischen Holz

Gelesen wird von Hand, selektiert wird zweimal – im Weinberg und noch einmal im Keller. Die Gärung läuft in epoxidharzbeschichteten Betontanks von 4.000 Litern, mit einer Maischestandzeit von 25 bis 40 Tagen. Beton ist hier eine bewusste Entscheidung: Er arbeitet temperaturträge, greift geschmacklich nicht ein und erlaubt lange Standzeiten, ohne dass der Wein austrocknet. Die langen Mazerationen holen Farbe, Tannin und Extrakt aus den kleinen Beeren der Altreben.

Anschließend reift der Wein mindestens 20 Monate in französischen Barriques, die Terryn selbst auswählt. Das Holz ist bei diesem Wein nicht Dekoration, sondern Werkzeug: Die massive Tanninstruktur der Tinta de Toro braucht Zeit und kontrollierten Sauerstoffkontakt, um sich zu glätten. Reinsortig, trocken, aus biologischem Anbau.

Im Glas

Tiefes, dichtes Rubinrot mit violettem Rand. In der Nase reife schwarze Frucht – Brombeere, Schwarzkirsche, etwas Pflaume –, darüber florale Töne, mediterrane Kräuter und eine steinig-mineralische Note, die aus den kargen Sandböden kommt. Das Holz steht im Hintergrund und zeigt sich als Würze, nicht als Vanille. Am Gaumen setzt der Wein kraftvoll an und bleibt dabei geordnet: viel Substanz, dichte, reife Tannine mit feinem Korn, dazu die Wärme, die der Jahrgang 2023 mitbringt. Der Abgang ist lang, und im Ausklang treten Frucht und mineralischer Zug wieder nach vorn.

Struktur statt Wucht – ein Toro, der seine Kraft nicht vorführt, sondern trägt.

In den ersten Jahren empfiehlt sich das Dekantieren. Optimale Trinktemperatur 17 bis 18 °C.

Am Tisch

Zu kräftigem geschmortem und gegrilltem rotem Fleisch, zu Lamm vom Feuer, zu Wild und Schmorgerichten. In Toro selbst gehört der Milchlammbraten aus dem Holzofen dazu. Auch gereifte Hartkäse – Manchego curado, alter Bergkäse – tragen die Tanninstruktur gut.


Lage: DO Toro, Pago La Jara – sandig-steinige, karge Böden mit starker Drainage, extremes Kontinentalklima; wurzelechte Altreben, jüngste Pflanzung 1953, älteste aus dem späten 19. Jahrhundert; Erträge 800–2.000 kg/ha
Klassifikation: DO Toro, Tinta de Toro, trocken; Jahrgang 2023 vom Consejo Regulador als „excelente" eingestuft
Ausbau: Handlese mit Selektion im Weinberg und im Keller, Gärung in epoxidharzbeschichteten Betontanks (4.000 l), Maischestandzeit 25–40 Tage, anschließend mindestens 20 Monate in ausgewählten französischen Barriques; biologischer Anbau ES-ECO-002-CL

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Spanien

Ossian Verdling dulce

Weißwein · Vino de la Tierra de Castilla y León · Verdejo

100 % Verdejo Nieva · Segovia über 900 m wurzelechte Reben, prä-phylloxerisch Spontangärung, kältegestoppt fruchtsüß

Ossian Verdling Dulce ist ein fruchtsüßer Verdejo aus Nieva in der Provinz Segovia, inspiriert von den großen deutschen Rieslingen. Der Name verbindet Verdejo und Riesling – die süße Variante entstand mit Nik Weis vom St. Urbans-Hof an der Mosel als Paten. Eine sehr feine, elegante Nase von Honigmelone, getrockneten Aprikosen, Flieder und Mandelsplittern.


Nieva – Sandböden auf über 900 Metern

Das Weingut Ossian Vides y Vinos liegt in Nieva in der Provinz Segovia, in einem der höchstgelegenen Verdejo-Gebiete Spaniens. Die Weinberge stehen auf über 900 Metern – rund zweihundert Meter höher als der Kern von Rueda, zu dem Nieva geografisch gehört. In dieser Höhe fallen die Nächte auch im Hochsommer stark ab; die Reife verläuft langsam, und der Verdejo behält Säure und Aromatik, die er in der Ebene verliert.

Der eigentliche Schatz sind die Reben: über 200 Jahre alte, wurzelechte Stöcke aus der Zeit vor der Reblaus. Möglich wurde das durch den Boden – tiefer Sand auf alten Flussterrassen, in dem die Reblaus sich nicht ausbreiten konnte. Sand speichert wenig Wärme, entwässert schnell und liefert kaum Nährstoffe; die Erträge sind entsprechend winzig, die Trauben klein und konzentriert.

Mit der Verdling-Linie verneigt sich Ismael Gozalo vor der deutschen Winzerkunst, die für ihn neben dem Burgund das Maß der Dinge ist. Der Name setzt Verdejo und Riesling zusammen; die süße Variante entstand gemeinsam mit Nik Weis, dessen Mosel-Kabinette das Vorbild lieferten.

Rebsorte und Ausbau im Stil eines Mosel-Kabinetts

Reinsortig aus Verdejo, vinifiziert im Stil eines Mosel-Kabinetts unter Begleitung von Nik Weis. Eine frühe Lese bewahrt die natürliche Säure – bei einem Süßwein die entscheidende Voraussetzung, weil ohne Säure die Restsüße schwer und klebrig wirkt.

Nach Entrappung und sanfter Pressung vergärt der Most bei niedriger Temperatur mit Naturhefen. Die Gärung wird durch Kälte gestoppt, bevor der gesamte Zucker vergoren ist: Die Hefe wird inaktiv, die verbliebene Süße stammt also aus der Traube selbst und nicht aus einer Zugabe. Das ist dasselbe Verfahren, das an der Mosel die fruchtsüßen Prädikatsweine hervorbringt – und der Grund, warum dieser Wein trotz der Süße leicht bleibt.

Im Glas

Helles Gelb. In der Nase sehr fein und elegant, mit Honigmelone, getrockneten Aprikosen, Flieder, Frühlingswiese und Mandelsplittern. Am Gaumen wird die ausgeprägte Mineralität von einer wohldosierten fruchtigen Süße ummantelt und getragen von feiner Säure; sehr langer, mineralbetonter Abgang.

Wurzelechte Reben auf Sand über 900 Metern, eine durch Kälte gestoppte Gärung: Süße aus der Traube, gehalten von der Säure der Höhe.

Bei 7–10 °C servieren, nicht kälter – zu kalt verschwindet die Aromatik und nur die Süße bleibt. Ein Wein mit großem Reifepotenzial: Säure und Restsüße halten ihn über viele Jahre, wie man es von fruchtsüßen Rieslingen kennt.

Am Tisch

Als Begrüßungsschluck und Aperitif oder zu leichten Nachspeisen. Passt zu Obstdesserts, Blauschimmelkäse und würzig-asiatischer Küche – zu Thai-Curry, Ente mit Orange, Gänseleber und allem, wo Schärfe oder Salz einen süßen Gegenspieler brauchen.


Produzent Ossian Vides y Vinos, Nieva (Segovia)
Rebsorte 100 % Verdejo, wurzelecht und prä-phylloxerisch
Lage Nieva, Segovia · Sandböden alter Flussterrassen · über 900 m
Klassifikation Vino de la Tierra de Castilla y León · fruchtsüß
Vinifikation frühe Lese · Entrappung und sanfte Pressung · Gärung mit Naturhefen bei niedriger Temperatur · durch Kälte gestoppt
Ausbau ohne Holz · natürliche Restsüße
Rebenalter über 200 Jahre
Trinkempfehlung jetzt und über viele Jahre

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