Burg. Und?

Burg. Und?

Laut einer vor wenigen Jahren veröffentlichten Umfrage war die Hälfte der Spanierinnen und Spanier noch nie außerhalb Spaniens. Das macht sich gelegentlich bemerkbar.

Manchmal versuchen sie jedoch, ihr komplettes Nichtwissen mit ein paar bekannten Worten aufzufrischen, um das dann dem unbedarften Besucher aufzutischen, glaubend, dass, wenn schon Spanierinnen und Spanier nicht in der Welt herumgekommen sind, das Menschen aus anderen Ecken und Winkeln der Welt auch nicht tun würde.

Ein Lieblingswort dieser Unwissenden ist Bourgogne, Borgoña auf spanisch. Da der Spanier an sich davon ausgeht, dass ihn besuchende Spanier noch nie im Burgund waren, setzt er oder sie dieses Wort gerne ein, um auf etwas himmlisches, verführerisches oder schlicht dick machendes Etwas hinzuweisen.

Vor mehr als einem Jahrzehnt begegnete mir das spanische Burgund zum ersten Mal, in Bierzo, und selbst dort sollte es nicht das letzte Mal sein. „Willkommen im Burgund Spaniens“ begrüßte mich ein sichtlich gut gelaunter Miguel Ángel Amigo in seiner kleinen Bodega. Was er denn damit meine, fragte ich ihn. Nun, hier gäbe es viele kleine Parzellen, so wie auch im Burgund. Aha. Natürlich war Miguel Ángel noch nie in Burgund, freimütig gibt er zu, einen Artikel über die Region gelesen zu haben.

Vor wenigen Monaten veröffentlichte der Consejo Regulador dieser hügeligen, nicht sonderlich großen Weinbauregion, die die meisten Besucher nur am Rande kennenlernen, dann nämlich, wenn sie auf dem Pilgerpfad gen Villafranca del Bierzo marschieren, um dort erst einmal ein Bier zu trinken. Nun sei man, so verkündete man vollmundig, schon fast so etwas wie das Burgund. Was war geschehen? Nun, sie haben ein Regelwerk geschaffen, dass Ortsweine, Lagenweine und Großlagenweine (zumindest so etwas ähnliches) vorsieht. Aha. Also so wie in Österreich, in Deutschland, in Teilen Italiens, in verschiedenen Regionen Frankreichs, auch im Burgund. Nur halt bis zu einhundert Jahre später als die Originale, und dann haben sie beim Kopieren auch noch etwas gepfuscht. Aber egal: die Tatsache, dass man sich nach vielen Jahren etwas bewegt hat, wird gefeiert, in dem man das B-Wort locker einstreut.

Nun kennt der Bär das Burgund ein klein wenig. Richtig schlimm wird es erst, so ernsthafte Burgund-Experten dort auftauchen….

In Kastilien ist man hier und dort „wie im Burgund“, weil man die weißen Moste direkt in Holztanks vergärt. Ein Weingut wähnt sich im Burgund, weil sie ihren Weißwein per Quoten zuteilen, was man, wie zumindest siebenundvierzig Millionen Spanierinnen und Spanier wissen, im Burgund stets so macht.

In der Rioja, genauer gesagt in Guardia, gibt es ein Weingut, das einen Wein auf den Markt bringt, der doch so sei wie ein Burgunder. Auf die Frage einer durchaus nicht unbekannten Önologin aus dem Elsaß, die auch in Bourgogne gearbeitet hat, wieso der Wein „Bourg…“ heiße, meinte der Bodegabesitzer: „Nun, das komme daher, dass die Trauben mit den Füßen getreten werden. Das mache man doch so in Bourgogne.“ Ein zehn Minuten anhaltender Lachanfall war die Folge und der Bourg…-Winzer verstand die Welt nicht mehr.

Diese Liste kann man durchaus vielfältig fortsetzen, oder aber ergänzen. Um Riesling etwa. Deutscher Riesling, nicht etwa jener aus Österreich oder Frankreich, den kennt ja keiner, ist in Nordspanien ein beliebtes Opfer. Im Land des Txakoli erklärte mir mal ein eifriger Weingutsbesitzer, dass sein Tschacko so etwas sei wie ein deutscher Riesling, weil er ja viel Säure habe. So, so, die Säure als Bruder im Bunde.

Alba-rhin-yo hat das Problem ja schon im Namen stecken. Leider kamen die Mauren nicht bis nach Salnés, sonst würde es sich lohnen, mal nachzuschlagen, was al-Barinyo so bedeuten könne. Aber das mit dem Weißen vom Rhein hält sich hartnäckig. Und natürlich sucht man dann immer Vergleichspunkte, die nahelegen, dass die beiden doch zumindest echte Kumpel sind.

Unlängst entdeckte ich in einem zwei Jahre alten Albariño die Defektgrenze überschreitende Menge an Petrolnoten. Als ich den Wein vor den Augen der Weinmacherin zerlegte, war sie betroffen, verärgert, sogar sauer. Das sei doch wie in Deutschland, wo die Rieslinge alle Petrolnoten hätten. Sie als Sommelière wisse dies, denn sie habe schon drei Rieslinge verkostet,die auch Petrolnoten aufwiesen. O Herr, lass Gras regnen…

Natürlich ist das alles ein Eintopf aus Überheblichkeit, Minderwertigkeitskomplexen und Missachtung des Gegenüber. Es kommt daher, dass nur wenige Spanierinnen und Spanier reisen, gen Europa schon gar nicht so gerne. Man malt sich einfach ein Bild, die Welt, wie sie mir gefällt….

Charles de Gaulle hat mal bemerkt: Europa endet in den Pyrenäen. Lassen wir das einfach mal so stehen. Text: el oso alemán

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Frankreich

Chateau Mazeris Canon Fronsac 1998

Chateau Mazeris Canon Fronsac aus dem Jahre 1998.

 

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Feinkost

Deortegas Olivenöl Extra Virgen Sexta Esencia BIO

Feinkost · Olivenöl · Cuvée · Murcia · Bio

Deortegas Sexta Esencia Olivenöl Virgen Extra ist ein natives Bio-Olivenöl extra und eine Cuvée aus den Olivensorten Hojiblanca, Picual und Cornicabra aus Murcia. Der Auftakt ist kraftvoll und umhüllend, bevor sich eine harmonische Balance entfaltet. Ein neuer Geniestreich der Olivenölmanufaktur Deortegas.


Herkunft

Das Olivenöl stammt aus Murcia im Südosten Spaniens, einer für hochwertige Olivenöle bekannten Region. Es wird aus biologisch angebauten Oliven gewonnen und ist Bio-zertifiziert (Öko-Kontrollstelle ES-ECO-024-MU).

Anbau und Verarbeitung

Sexta Esencia ist eine Cuvée aus Hojiblanca, Picual und Cornicabra. Als natives Olivenöl extra wird es schonend kalt gepresst; das Zusammenspiel der drei Sorten sorgt für Kraft, Balance und Länge.

Geschmack

Goldgrün in der Farbe. Der Auftakt ist kraftvoll und umhüllend; Bitterkeit und Schärfe bauen sich sanft auf, greifen ineinander und sorgen für Länge und Charakter. Dazu frische, pflanzliche Noten, grüne Nuancen und ein dezent würziges Finish.

Am Tisch

Vielseitig in der Küche, besonders dort, wo Aromen betont, aber nicht überdeckt werden sollen. Am besten roh und kalt verwenden.

Klassische Verwendung: gegrilltes Gemüse, Salate, Fisch, helles Fleisch und Hülsenfrüchte.


Hersteller: Deortegas
Produkt: Aceite de Oliva Virgen Extra (natives Olivenöl extra)
Sorte: Cuvée: Hojiblanca, Picual, Cornicabra
Herkunft: Murcia (Spanien)
Verarbeitung: kalt gepresst, nativ extra
Mindesthaltbarkeit (MHD): 10.2027

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Frankreich

François Bertheau Chambolle Musigny Les Amoureuses 1er Cru 2020

Rotwein · Chambolle-Musigny Premier Cru · Pinot Noir

Pinot Noir Les Amoureuses · 1er Cru Chambolle-Musigny unterhalb Le Musigny · SO-Lage 2020

Der Chambolle-Musigny Les Amoureuses 1er Cru 2020 der Domaine François Bertheau stammt aus der berühmtesten Premier-Cru-Lage von Chambolle – einem Weinberg auf Grand-Cru-Niveau. In der Jugend verschlossen, läuft Bertheaus Amoureuses über die Jahre zur Hochform auf: Samt und Seide, kernige Himbeerfrucht und ein unendlich sanfter Nachhall.


Les Amoureuses – der berühmteste Premier Cru von Chambolle

Les Amoureuses („die Liebenden") gilt als bester Premier Cru der Gemeinde und als einer der großen Weinberge der Welt – bei einer Neuklassifizierung wäre ein Grand-Cru-Status kaum fraglich. Die Lage liegt am südlichen Ende von Chambolle-Musigny, direkt oberhalb des Dorfes Vougeot und unterhalb des Grand Cru Le Musigny; im Norden grenzt Les Charmes, südlich Les Petits Vougeots.

Der kalkhaltige Boden ist hier leichter: eine dünne Schicht felsigen Oberbodens über hartem Kalksteinunterboden, der frei entwässert und die Wurzeln in Felsspalten zwingt. Das begrenzt Wuchskraft und Ertrag und führt zu kleinen, konzentrierten Beeren. Die meist südöstliche Ausrichtung und das kühle Klima sichern Reife bei erhaltener Säure. Die Domaine François Bertheau zählt zu den klassischen Erzeugern von Chambolle-Musigny.

Jahrgang 2020 – Côte de Nuits

2020 war ein warmer, trockener Jahrgang mit früher Lese und kleinen Erträgen. Die Reben lieferten konzentrierte, reife Trauben, die dennoch eine klare Frische bewahrten.

Für die roten Burgunder steht 2020 für Tiefe und reife, dichte Frucht bei feinem Tannin und tragender Säure – ein starker, lagerfähiger Jahrgang, der zur balancierten Art der Amoureuses passt.

Assemblage und Ausbau

Reinsortiger Pinot Noir aus dem Jahrgang 2020.

Der Wein reift im Holzfass, im klassischen Stil des Guts – mit zurückhaltendem Holzeinsatz, ganz auf Finesse und Lagenausdruck ausgerichtet.

Im Glas

In der Jugend verschlossen und subtil. Mit Reife entfalten sich Samt und Seide, reinste, kernige Himbeerfrucht, ein erdiger Charakter und feste, zugleich seidige Tannine. Der Abgang ist unendlich sanft und lang.

Samt und Seide, kernige Himbeerfrucht und feste, seidige Tannine – ein Kult-Premier-Cru mit unendlich sanftem Nachhall.

In der Jugend noch verschlossen; sein volles Potenzial entfaltet der Wein über viele Jahre, oft Jahrzehnte. Bei 16 °C servieren; eine Belüftung im Dekanter lohnt sich.

Am Tisch

Geflügel und Federwild, Kalb, Gerichte mit Pilzen oder Trüffel, dazu mittelreifer bis gereifter Käse. Ein eleganter Wein für den besonderen Anlass.


Lage: Les Amoureuses (1er Cru), Chambolle-Musigny (Côte de Nuits); unterhalb Le Musigny, dünner Felsboden über hartem Kalkstein, SO-Lage
Klassifikation: Chambolle-Musigny Premier Cru
Ausbau: Pinot Noir; Holzfassausbau, zurückhaltender Holzeinsatz

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Whisky

Gordon & MacPhail Mosstowie Distilled 1979 Connoisseurs Choice

Whisky · Speyside Single Malt · Connoisseurs Choice · Schottland

Mosstowie Distilled 1979 Connoisseurs Choice ist ein rarer Speyside Single Malt Scotch Whisky, abgefüllt von Gordon & MacPhail. „Mosstowie" stammt von den heute entfernten Lomond-Stills der Miltonduff-Destillerie – eine gesuchte Rarität mit Noten von Vanille, Butterscotch und gekochten Äpfeln.


Herkunft

Mosstowie ist keine eigene Brennerei, sondern der Name des Single Malt, der zwischen 1964 und 1981 auf Lomond-Stills in der Miltonduff-Destillerie (Speyside) gebrannt wurde. Die Stills wurden 1981 entfernt; eine Originalabfüllung gab es nie. Gordon & MacPhail aus Elgin ist einer der renommiertesten unabhängigen Abfüller der Welt.

Destillation und Reifung

Destilliert 1979 auf den charakteristischen Lomond-Stills, deren verstellbare Rektifizierböden ein eigenständiges, weiches Brennprofil ergaben. Gereift in Eichenfässern und abgefüllt in der Connoisseurs-Choice-Reihe von Gordon & MacPhail.

Im Glas

Dunkles Gold. In der Nase Vanille, Butterscotch und gekochte Äpfel, dazu reife Pfirsiche, Pflaume und ein Hauch Limette. Am Gaumen öliger Körper mit roten Beeren, Pfirsich und Vanille, untermalt von dunkler Schokolade und schwarzem Pfeffer. Trocken ausklingend, mit Anis und schwarzem Tee im Abgang.

Pur genießen

Als rare Sammler- und Genießerabfüllung am besten pur bei Zimmertemperatur in einem Nosing-Glas verkosten; einige Tropfen Wasser öffnen die Aromen. Ohne Eis, um die feinen Nuancen zu bewahren.

Klassisch solo: pur oder mit wenigen Tropfen Wasser.


Herkunft: Speyside, Schottland
Art: Speyside Single Malt Scotch Whisky (Mosstowie, Miltonduff-Destillerie)
Destillation: 1979, auf Lomond-Stills
Abfüller: Gordon & MacPhail, Connoisseurs Choice

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Weine

Dr. Bürklin Wolf Riesling Wachenheimer Gerümpel PC 2020 BIO

Weißwein · Wachenheim (Pfalz) · Riesling (Premier Cru)

Riesling Wachenheimer Gerümpel P.C. (Premier Cru) Dr. Bürklin-Wolf Mittelhaardt · Pfalz Buntsandstein · Ton/Lehm Spontangärung · Doppelstück · Vollhefe biodynamisch (DE-ÖKO-003) · 2020

Der Dr. Bürklin-Wolf Wachenheimer Gerümpel Riesling P.C. 2020 stammt aus einer der großen Lagen Wachenheims. Ein Premier-Cru-Riesling von klarer Struktur und salziger Mineralität – harmonisch und konzentriert, mit Kraft und Eleganz im Abgang.


Wachenheimer Gerümpel – Premier Cru der Mittelhaardt

Das Weingut Dr. Bürklin-Wolf in Wachenheim zählt zu den führenden Rieslinggütern der Pfalz und bewirtschaftet seine Weinberge seit 2005 biologisch-dynamisch (DE-ÖKO-003). Seine Qualitätspyramide orientiert sich am burgundischen Prinzip und lehnt sich an die Königlich-Bayerische Lagenklassifikation von 1828 an: G.C. und P.C. entsprechen den Grand Crus und Premier Crus der wertvollsten Lagen.

Das Gerümpel ist eine 13 Hektar große Wachenheimer Toplage, erstmals 1429 urkundlich erwähnt; der Anteil des Guts beträgt 6,2 Hektar. Die Lage genießt häufige föhnartige Erwärmung, die die Trauben nach Regen rasch abtrocknen lässt und Pilzbefall vorbeugt – auch bei später Lese bleibt das Traubengut gesund. In der Nachbarschaft zum Pechstein prägt Buntsandstein mit Ton- und Lehmanteilen den Boden.

Jahrgang 2020 – Pfalz

2020 verlief in Teilen ähnlich wie 2019 und blieb doch eigenständig: ein strahlendes Frühjahr, zeitiger Austrieb und eine homogene Blüte. Die Sommermonate brachten warmes, nicht zu heißes Wetter; die Weinberge profitierten von den Winterniederschlägen und gelegentlichem Sommerregen. Aus gesunden Trauben wurde früh gelesen – ein Jahrgang mit reifer Frucht und klarer Frische.

Ausbau

Trockener Riesling (gutseigene Klassifikation P.C./Premier Cru) aus der Wachenheimer Lage Gerümpel, Jahrgang 2020; 100 % Riesling von Buntsandstein mit Ton- und Lehmanteilen.

Spontane Gärung und Ausbau im Doppelstück-Holzfass, mit Lagerung auf der Vollhefe bis kurz vor der Füllung. Biologisch-dynamischer Anbau (DE-ÖKO-003).

Im Glas

Ein strukturierter, konzentrierter Riesling: gelbe Frucht und Zitrus, dazu weißer Pfirsich, feine Kräuterwürze und eine markante, salzige Mineralität. Am Gaumen straff und harmonisch zugleich, mit Kraft und Eleganz, lebendiger Säure und einem langen, salzig-mineralischen Abgang.

Gelbe Frucht, Zitrus und weißer Pfirsich über feiner Würze und salziger Mineralität – strukturiert und konzentriert, harmonisch mit Kraft und Eleganz, mit langem, salzig-mineralischem Abgang.

Ein strukturierter, langlebiger Pfalz-Riesling; jung gern dekantieren. Bei 11–13 °C servieren.

Am Tisch

Zu Fisch und Meeresfrüchten, zu Hummer und Jakobsmuscheln, zu Geflügel und Kalb in Rahmsauce sowie zu gereiftem Hartkäse.


Lage: Wachenheimer Gerümpel, Mittelhaardt (Pfalz); Buntsandstein mit Ton-/Lehmanteilen, Nachbarschaft zum Pechstein; Gutsanteil 6,2 ha (Lage gesamt 13 ha)
Klassifikation: Riesling P.C. (gutseigene Premier-Cru-Klassifikation), Pfalz (trocken); 100 % Riesling
Ausbau: Spontangärung und Ausbau im Doppelstück-Holzfass, Vollhefelager bis kurz vor der Füllung; biologisch-dynamisch, DE-ÖKO-003

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Rebsorten

Groffier Gevrey Chambertin Les Seuvrees 2021

Rotwein · Gevrey-Chambertin · Pinot Noir

Pinot Noir Gevrey-Chambertin · Les Seuvrées Côte de Nuits 2021

Der Robert Groffier Gevrey-Chambertin Les Seuvrées 2021 stammt von rund 60 Jahre alten Reben am Fuß der großen Lagen – ein dichter, würziger Pinot Noir, der im kühlen Jahrgang 2021 die Klasse eines Premier Cru zeigt.


Les Seuvrées – die Lage

Les Seuvrées liegt am südlichen Ende von Gevrey-Chambertin, unmittelbar unterhalb des Grand Cru Mazoyères-Chambertin und an der Grenze zu Morey-Saint-Denis. Die leicht geneigte, nach Osten ausgerichtete Parzelle nimmt stilistisch eher den Charakter von Morey an als den des Dorfes Gevrey.

Die braunroten Böden sind kalkig-tonig, flachgründig und steinig – ein Terroir, das dem als Village klassifizierten Climat eine Tiefe und ein Gerüst verleiht, das viele Premiers Crus übertrifft. Groffier bewirtschaftet hier zwei Parzellen alter Reben (zusammen rund 0,82 ha), deren Rebalter bei etwa 60 Jahren liegt; der Climat-Name wird seit 2010 ausgewiesen.

Jahrgang 2021 – Côte de Nuits

2021 war in der Côte de Nuits ein kühler, von Frost geprägter Jahrgang mit kleinen Erträgen und strenger Selektion.

Was gesund in den Keller kam, ergab klassische, frische und präzise Pinot Noirs mit feiner Säure, transparenter Frucht und parfümierter Aromatik – eleganter und tendenziell leichter als in warmen Jahren.

Ausbau

Reinsortiger Pinot Noir aus dem Jahrgang 2021.

Kaltmazeration vor der Gärung, vergoren mit rund einem Drittel Ganztrauben, ausgebaut in etwa 20 % neuem Holz. Ganztrauben- und Neuholzanteil variieren bei Groffier von Jahrgang zu Jahrgang; die Stilistik zielt auf Konzentration aus der Traube, nicht aus dem Keller.

Im Glas

Reineres, purpurnes Karminrot mit direkter, einladender Frucht. Eine regelrechte Beerenexplosion – Himbeere und Heidelbeere – getragen von fein eingebundener Würze und einem Hauch Veilchen. Weicher, fruchtiger Auftakt, balanciert und geschliffen, mündend in ein kräftiges, klar definiertes Finale.

Dichte, würzige Village-Frucht mit der Statur eines Premier Cru – ein klassischer Gevrey aus kühlem Jahrgang.

Jung noch verschlossen: vor dem Servieren rund zwei Stunden dekantieren oder im Keller reifen lassen. Bei 16–17 °C servieren.

Am Tisch

Klassisch zu Lammkeule mit Bratkartoffeln, zu Reh, Ente und Rind, zu Gerichten mit Pilzen oder Trüffel sowie zu gereiftem Weichkäse.


Lage: Gevrey-Chambertin Les Seuvrées, Côte de Nuits, Bourgogne (Frankreich); kalkig-tonige braunrote Böden, alte Reben (~60 J.), 2 Parzellen, ca. 0,82 ha
Klassifikation: Gevrey-Chambertin AOC (Lieu-dit Les Seuvrées), Pinot Noir (trocken)
Ausbau: Pinot Noir; ca. 1/3 Ganztrauben; ca. 20 % Neuholz

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Rebsorten

Sylvain Bzikot Puligny-Montrachet blanc 2024

Weißwein · Puligny-Montrachet AOC · Chardonnay

100 % Chardonnay Puligny-Montrachet Village Parzellen aus dem ganzen Ort Kalkstein und Mergel Fass · geringer Neuholzanteil 2024

Der Sylvain Bzikot Puligny-Montrachet 2024 kommt von einer Familie, die seit drei Generationen in Puligny Reben bewirtschaftet. Ein Village-Chardonnay aus zahlreichen Parzellen, verteilt über die Gemeinde, langsam vergoren und mit wenig neuem Holz ausgebaut – straff und klar, aus einem kühlen Jahrgang, der die typische Spannung von Puligny betont.


Puligny-Montrachet – Village aus vielen Parzellen

Puligny-Montrachet liegt im Süden der Côte de Beaune zwischen Meursault und Chassagne und gilt als Maßstab für weißen Burgunder. Die Hänge bestehen aus Kalkstein und Mergel des mittleren Jura; der Kalk gibt dem Chardonnay Spannung und eine salzige Kontur, der Mergel Körper. Eine Eigenheit des Ortes liegt unter der Erde: Das Grundwasser steht in Puligny so hoch, dass kaum tiefe Keller gebaut werden können – die Weine reifen in flachen Kellern, oft knapp unter Bodenniveau.

Die Village-Lagen erstrecken sich unterhalb der Premiers Crus, teils bis in Nachbarschaft von Lagen wie Perrières und Referts nahe der Grenze zu Meursault. Sylvain Bzikot stellt seinen Puligny aus zahlreichen Parzellen zusammen, die über die gesamte Gemeinde verteilt sind. Jede Parzelle bringt etwas anderes ein – die höher gelegenen Spannung, die tieferen Fülle –, und erst zusammen ergeben sie ein Bild des ganzen Ortes statt einer einzelnen Lage.

Die Geschichte der Familie beginnt kurz vor dem Zweiten Weltkrieg: Sylvains Großvater kam aus Polen nach Puligny und baute nach dem Krieg Schritt für Schritt einen Weinbaubetrieb auf. Über Stanislas Bzikot ging das Gut an Sylvain Bzikot. Heute umfasst die Domaine Bzikot Père & Fils rund 15 Hektar in Puligny-Montrachet, Auxey-Duresses, Volnay und Santenay.

Jahrgang 2024 – Côte de Beaune

Für Burgunds Winzer war 2024 ein Jahr ohne Pause. Auf einen milden und sehr nassen Winter folgte ein früher Austrieb, dann ein kühles, feuchtes Frühjahr mit Frostnächten, Hagelgefahr und anhaltendem Pilzdruck. Die Blüte verlief ungleichmäßig. Erst ab dem Sommer wurde es trockener, und die Trauben reiften langsam.

Die Lese kam spät und verlangte strenge Auswahl; vielerorts fielen die Mengen stark aus. Die Mostgewichte blieben moderat. Die Weißweine sind klar und fein gezeichnet, mit straffer Säure und kühler Frische – ein Jahrgang, der die schlanke, präzise Seite von Puligny zeigt statt der vollen.

Langsame Gärung, zurückhaltendes Holz

Reinsortiger Chardonnay aus dem Jahrgang 2024. Vergoren wird langsam, ausgebaut im Eichenfass mit nur einem geringen Anteil neuen Holzes. Das langsame Gären hält die Aromen im Wein; die überwiegend gebrauchten Fässer liefern Textur und einen sanften Sauerstoffkontakt, ohne die Frucht mit Vanille oder Röstaromen zu überdecken. Ziel ist Frische und Klarheit – gerade bei einem kühlen Jahrgang der richtige Weg.

Im Glas

Helles Gelb mit grünlichem Schimmer. In der Nase Zitrone und grüner Apfel, weiße Blüten und ein kreidiger, leicht nussiger Ton. Am Gaumen straff und geradlinig, mit klarer Säure und feiner Textur aus dem Fass; die Frucht bleibt hell, der Abgang salzig und frisch.

Viele Parzellen, ein Ort, ein kühles Jahr: Puligny von seiner klaren, gespannten Seite.

Bei 11–13 °C servieren, in einem großen Weißweinglas. Jung zugänglich; mit einigen Jahren Flaschenreife gewinnt der Wein an Tiefe.

Am Tisch

Zu gebratenem Fisch, Meeresfrüchten und Geflügel in heller Sauce. Die straffe Säure des Jahrgangs passt besonders zu Austern, Jakobsmuscheln, Seezunge in brauner Butter und jungem Comté.


Produzent Domaine Bzikot Père & Fils, Sylvain Bzikot, Puligny-Montrachet
Rebsorte 100 % Chardonnay
Lage zahlreiche Parzellen in der Gemeinde Puligny-Montrachet, Côte de Beaune · Kalkstein und Mergel
Klassifikation Puligny-Montrachet AOC · trocken
Jahrgang 2024
Vinifikation langsame Gärung
Ausbau Eichenfass mit geringem Neuholzanteil
Trinkempfehlung jetzt bis 2032

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Rebsorten

I Muri Sangiovese Puglia Vigneti del Salento

Rotwein · Sangiovese · Salento · Italien

I Muri Sangiovese ist ein saftiger Rotwein der Fantini Group aus dem Süden Italiens. Reinsortiger Sangiovese aus dem Salento in Apulien, mit klarer Kirschfrucht in Duft und Geschmack – weich und samtig im Finish.


Salento

Die Trauben stammen aus dem Salento, dem sonnigen Süden Apuliens (Vigneti del Salento). Fantini by Farnese zählt zu den bekanntesten Erzeugern Süditaliens; das warme, mediterrane Klima bringt reife, fruchtbetonte Weine hervor.

Rebsorte und Ausbau

Reinsortiger Sangiovese. Der fruchtbetonte Ausbau im Stahltank bewahrt die klare Kirschfrucht und die weiche, samtige Art des Weins. Ein unkomplizierter, zugänglicher Rotwein.

Im Glas

Rubinrot. In Nase und Gaumen klare Kirschfrucht. Am Gaumen saftig und fruchtbetont, weich und samtig, mit geschmeidigem, rundem Finish.

Am Tisch

Bei 16–18 °C servieren. Ein vielseitiger, zugänglicher Begleiter zur italienischen Küche.

Klassische Begleitung: Antipasti, Pasta mit Tomatensauce, Pizza und Hartkäse.


Lage: Salento, Apulien (Italien)
Klassifikation: Puglia IGT – Rotwein (trocken)
Ausbau: fruchtbetont, im Stahltank

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