Iago Chinuri Georgien – aus der Wiege des Weinbaus

Iago Chinuri 2016 – Georgien

Der Weinbau soll ursprünglich einmal in Armenien und Georgien entstanden sein, und in diesen beiden Ländern, die von der westlichen Außenwelt nahezu unbemerkt weiterhin ihre Weine keltern, wird wie vor hunderten von Jahren die Tradition genau so weiter fortgeführt.

In großen im Erdreich eingelassenen Tonamphoren und Betontanks verbringen und fermentieren Weiß- und Rotweine sehr lange auf ihren Schalen, werden vorab mit ihren natürlichen Hefen vergoren und dann ohne Zugabe von Schwefel und ungefiltert auf Flaschen gezogen. Was so in diesen Ländern im Weinbau völlig normal ist, wirkt für unsere entwöhnten Gaumen völlig schräg und grob fehlerhaft. Die Entwicklung der nordischen Küche und die Rückbesinnung vieler Winzer weltweit auf Natur und Terroir haben dann auch den Fokus wieder auf georgische Weine gelenkt. Das was gestern noch als bäuerlich, rustikal, ehrlich und unverfälscht galt, wurde so über Nacht zum gesuchten Getränk. Dabei ist es gar nicht einmal so leicht, sich diesen Weinen anzunähern. Sie wirken gerade bei den ersten Kontaktaufnahmen eher rustikal und unzugänglich, weisen keine klaren und aus dem Baukasten stammenden Fruchtmerkmale auf und haben durch den langen Traubenschalenkontakt, auch bei den Weißweinen, immer ein kräftiges Gerbstoffgerüst im Gepäck.

Auch der 2016er aus den Rebsorte Chinuri gewonnene Iago Chinuri ist so ein Kandidat, mit dem man erst einmal auf Tuchfühlung gehen muss, bevor man ihn versteht. Über sechs Monate mazerierte dieser Weißwein in Ton Amphoren auf den Schalen. Duft nach Sauerkraut und getrockneten Früchten beginnen nach und nach aus dem Glas zu steigen. Gesteins- und Erdbrocken überrollen dann die Sinne. Eine Mischung aus nicht pasteurisiertem Natur Apfelsaft und oxidiertem, salzigem Manzanilla Sherry machen stutzig und lassen nach mehr Aromen und Geschmack forschen. Ausdrucksstark im Mundgefühl und widerspenstig in seiner ganzen Art wirkt dieser Wein wie ein Revolutionär und Punk in allen Belangen. Der letzte Schluck lässt dann auch keine Fragen mehr offen, früher war sicher nicht alles besser, aber authentischer und spannungsgeladener wie im Falle dieses Weines in jedem Fall.

  • Punkte
228

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Whisky

Springbank Local Barley 10 Jahre 51,60 % Release 2022

Spirituose · Single Malt Whisky · Campbeltown · Schottland

Springbank Local Barley 10 Jahre (Release 2022) ist eine limitierte Abfüllung der Springbank-Destillerie (J & A Mitchell & Co) aus Campbeltown. Aus lokal angebauter Gerste der Kintyre-Halbinsel – ein klassischer, leicht rauchiger Springbank mit cremiger Frucht. Auf 15.000 Flaschen limitiert.


Herkunft

Springbank in Campbeltown ist die älteste unabhängige, familiengeführte Destillerie Schottlands (1828, J & A Mitchell & Co) und führt den gesamten Herstellungsprozess vor Ort durch. Die Local-Barley-Reihe setzt auf Gerste, die nur wenige Meilen von der Destillerie auf der Kintyre-Halbinsel wächst – „grain to glass". Für die 2022er-Abfüllung wuchs die Gerste der Sorte Belgravia auf der Glencraigs Farm bei Campbeltown.

Destillation und Reifung

Springbank wird zweieinhalbfach destilliert und ist leicht getorft – maritim und ölig im Charakter. Diese Local-Barley-Abfüllung reifte 10 Jahre überwiegend in Ex-Bourbon-Fässern, wurde nicht kühlgefiltert und ohne Farbstoff abgefüllt. Auflage: 15.000 Flaschen.

Im Glas

Sehr helles Gold. In der Nase Vanille, Vanillepudding und Keksteig, dazu Getreide- und Malznoten, Zitrus und ein erdiger Rauchhauch. Am Gaumen ölig und cremig, mit Vanille, Biskuit, Zitrus und feinem Torfrauch. Maritimer, typischer Springbank-Charakter mit langem Abgang.

Pur genießen

Pur aus dem Nosing-Glas, bei Bedarf mit wenigen Tropfen Wasser, das die Aromen öffnet. Ein gesuchter, in Fassstärke abgefüllter Springbank für Liebhaber und Sammler – ideal als Digestif.

Klassisch solo: pur, mit etwas Wasser, als Digestif.


Herkunft: Campbeltown (Schottland); Destillerie Springbank
Art: Single Malt Whisky – Springbank Local Barley (zweieinhalbfach destilliert, leicht getorft); Release 2022
Gerste: Belgravia, Glencraigs Farm (Kintyre-Halbinsel)
Reifung: 10 Jahre, überwiegend Ex-Bourbon-Fässer; nicht kühlgefiltert, ohne Farbstoff; 15.000 Flaschen

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Spanien

Vina Tondonia Reserva tinto 2009

Rotwein · Rioja · Tempranillo-Cuvée

Tempranillo-Cuvée Rioja DOCa Viña Tondonia Reserva 2009 13,00 % vol

Der R. López de Heredia Viña Tondonia Reserva 2009 ist klassischer Rioja der alten Schule – mittelschwer, erdig-würzig und nach sechs Jahren im Barrique von zeitloser Eleganz. Ein Geschmackserlebnis, auf das man sich einlässt – und das jeden Schluck belohnt.


Viña Tondonia – das Herzstück aus Haro

R. López de Heredia, 1877 im Barrio de la Estación von Haro gegründet, ist eine der letzten konsequent traditionell arbeitenden Kellereien der Rioja und bis heute in Familienhand. Hier ignoriert man den Zeitgeist und lässt die Weine sehr lange im Fass und in der Flasche reifen. Das Gut keltert ausschließlich aus eigenen Lagen, vinifiziert in alten Holzgärständern und unterhält als einziges Weingut Spaniens eine eigene Böttcherei, in der sämtliche Fässer von Hand gefertigt werden.

Viña Tondonia ist die berühmte Paradelage und Namensgeberin des Hauses: gut 100 Hektar an einer Schleife des Ebro nahe Haro, südwestlich ausgerichtet, auf tonig-kalkigem Untergrund mit Geröll. Tondonia gilt als der feinere, elegantere Gegenpart zum kräftigeren, rustikaleren Bosconia.

Jahrgang 2009 – Rioja

2009 war in der Rioja ein warmer, reifer Jahrgang von Konzentration und Tannin. Beim Tondonia zeigt sich das in etwas reiferer, eher dunkler Frucht und einer leicht getoasteten Note – dabei aber zurückhaltender und feiner als beim Bosconia desselben Jahrgangs. Trotz der wärmebedingten Substanz behält der Wein bei moderaten 13,00 % vol seine charakteristische Finesse und Frische.

Assemblage und Ausbau

Cuvée aus rund 70 % Tempranillo, 20 % Garnacha sowie je etwa 5 % Mazuelo und Graciano, Jahrgang 2009, 13,00 % vol.

Vinifikation nach ältesten Methoden der Rioja: natürliche Hefen, alkoholische Gärung in alten Holzgärständern, manuelle Abstiche. Anschließend sechs Jahre Reife in gebrauchten Fässern aus amerikanischer Eiche, mehrfach von Hand abgestochen, mit frischem Eiweiß geschönt und unfiltriert gefüllt – danach lange Flaschenreife im Keller, ehe der Wein in den Verkauf kommt.

Im Glas

Mittelschwer und klassisch, mit erdigen, würzigen Komponenten – reife rote und dunkle Frucht, Kirsche, Zedernholz, getrocknete Blüten, süße Gewürze und feines Leder. Am Gaumen elegant und subtil, mit lebendiger, vibrierender Säure, feinen, integrierten Tanninen von schöner Textur und langem, raffiniertem Finale. Ein Geschmackserlebnis, auf das man sich einlassen muss.

Ein zeitloser Rioja der alten Schule – jeder Schluck, den man genießt, ist extraordinär.

Schon jetzt wunderbar zu genießen, mit weiterem Reifepotenzial über viele Jahre; profitiert von Luft bzw. einer Karaffe. Bei 16–18 °C servieren.

Am Tisch

Zu Schmorgerichten und gebratenem Fleisch, zu Lamm und Wild, zu Hasenragout oder Geflügel sowie zu gereiften Hartkäsen.


Lage: Rioja DOCa, Weinberg Viña Tondonia, Haro (Spanien); Ebro-Schleife, Südwest-Ausrichtung, tonig-kalkige Böden mit Geröll
Klassifikation: Rioja DOCa Reserva (trocken)
Ausbau: Tempranillo-Cuvée; 6 Jahre gebrauchte amerikanische Eiche, manuelle Abstiche, Eiweiß-Schönung, unfiltriert; traditionelle Vinifikation

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Rebsorten

Florent Garaudet Meursault Vieilles Vignes 2022

Weißwein · Meursault · Chardonnay

Chardonnay Meursault AOC Côte de Beaune 2022 Reben ~50 Jahre

Der Meursault Vieilles Vignes 2022 von Florent Garaudet ist ein exzellenter Chardonnay von den ältesten Reben des Guts – kraftvoll und zugleich karg, mit cremiger Textur und viel mineralischer Tiefe. Burgund und Chardonnay, wie es leibt und lebt.


Meursault Vieilles Vignes – alte Reben rund ums Dorf

Meursault ist die berühmteste Weißwein-Gemeinde der Côte de Beaune, bekannt für cremige, nussige Chardonnays von großer Fülle. Garaudets Vieilles Vignes vereint Frucht von mehreren Lagen rund um den Ort – darunter En Gargouillot, Les Forges, Limozin und Sous la Velle – mit im Schnitt rund fünfzig Jahre alten Reben.

Die Böden aus kalkreichem Ton mit Kreideanteil und das geringe Ertragsniveau alter Stöcke liefern Konzentration, Salz und Tiefe – das Fundament dieses Weins.

Jahrgang 2022 – Côte de Beaune

2022 war eines der wärmsten, trockensten und sonnenreichsten Jahre im Burgund. Ein milder Winter brachte einen frühen Austrieb, Aprilfröste richteten nur begrenzten Schaden an, ein regenreicher Juni füllte vor dem trockenen Sommer die Wasserreserven.

Für die weißen Burgunder steht 2022 für reife Frucht bei überraschender Frische und Energie – ein gesunder, gehaltvoller Jahrgang, der zur kraftvoll-kargen Art dieses Meursault passt.

Assemblage und Ausbau

Reinsortiger Chardonnay aus dem Jahrgang 2022, manuell gelesen und selektioniert.

Der Ausbau erfolgte 18 Monate auf der Feinhefe in neuen und gebrauchten französischen Barriques. Die malolaktische Gärung und die Holzreife geben dem Wein seine leichtfüßig-cremige Textur.

Im Glas

Leicht goldgelb im Glas. Das Bouquet zeigt weiße Blüten, Birne, grünen Apfel, Haselnuss und eine ganz leichte Vanillenote. Am Gaumen eine gute Säurestruktur und cremige Textur, getragen von Zitrusfrüchten, exotischen gelben Früchten, viel salziger Mineralität und einer sehr dezenten Holznote.

Kraftvoll und dennoch karg – Burgund und Chardonnay, wie es leibt und lebt.

Schon zugänglich, über mehrere Jahre gut lagerfähig. Bei 12–13 °C servieren.

Am Tisch

Fisch und Krustentiere, Geflügel in heller Sauce, Kalb oder reifer Weichkäse. Ein Wein für die große weiße Küche.


Lage: Meursault (Côte de Beaune); kalkreicher Ton mit Kreide, Reben ~50 Jahre
Klassifikation: Meursault AOC
Ausbau: Chardonnay; 18 Monate Feinhefe in neuen und gebrauchten Barriques · Lutte raisonnée

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Länder/Regionen

Joseph Roty Marsannay Cuvée Boivin 2019

Rotwein · Marsannay · Pinot Noir

Pinot Noir Marsannay AOC · Cuvée Boivin Côte de Nuits (nördlichste) elegant · feingliedrig 2019

Der Marsannay Cuvée Boivin 2019 der Domaine Joseph Roty ist ein reinsortiger Pinot Noir mit reifen Kirschen und Veilchen in Duft und Geschmack. Wärmend, elegant und feingliedrig – Burgund von seiner schönsten Seite.


Marsannay – das „Goldene Tor" zur Côte de Nuits

Marsannay ist die nördlichste Appellation der Côte de Nuits und liegt unmittelbar südlich von Dijon – oft das „Goldene Tor" zur Côte de Nuits genannt. Als einzige Dorf-Appellation der Region ist sie für Rot, Weiß und Rosé zugelassen; rund 40 Winzer bewirtschaften gut 302 Hektar in Marsannay-la-Côte, Chenôve und Couchey. Die Rotweine aus Pinot Noir zeigen einen eleganten, fruchtbetonten Stil.

Die Domaine Joseph Roty zählt zu den renommierten Adressen von Gevrey-Chambertin; ihr Marsannay „Cuvée Boivin" bringt diese Handschrift auf zugänglicher Stufe.

Jahrgang 2019 – Côte de Nuits

2019 war ein warmer, trockener Jahrgang mit kleinen Erträgen. Trotz der Wärme bewahrten die Trauben eine bemerkenswerte Frische; die Reben lieferten konzentrierte, vollreife Frucht.

Für die roten Burgunder steht 2019 für reife, dichte Frucht bei feinem Tannin und tragender Säure – ein starker Jahrgang, der die elegante Art dieses Marsannay schön trägt.

Assemblage und Ausbau

Reinsortiger Pinot Noir aus dem Jahrgang 2019.

Der Wein reift im Holzfass, im Stil des Guts – auf Frucht, feines Tannin und einen klaren Lagenausdruck ausgerichtet.

Im Glas

Reife Kirschen und Veilchen in Duft und Geschmack. Am Gaumen wärmend, elegant und feingliedrig, mit feiner Frucht, frischer Säure und einem harmonischen Abgang.

Reife Kirsche und Veilchen, wärmend, elegant und feingliedrig – Burgund von seiner schönsten Seite.

Schon jung zugänglich, über einige Jahre gut lagerfähig. Bei 15–16 °C servieren.

Am Tisch

Geflügel und Ente, Charcuterie, Gerichte mit Pilzen, dazu mittelreifer Weichkäse. Ein eleganter, vielseitiger Begleiter.


Lage: Marsannay (nördlichste Côte de Nuits); Cuvée Boivin
Klassifikation: Marsannay AOC
Ausbau: Pinot Noir; Holzfassausbau

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Spanien

Envinate Rosende VdM Ribeira Sacra tinto 2024

Rotwein · Ribeira Sacra · Mencía

Mencía Ribeira Sacra · Rosende Envínate karge Granitböden gebrauchtes Holz 2024

Der Envínate Rosende 2024 ist – neben dem Doad – der zweite Dorfwein der Lousas-Serie aus der Ribeira Sacra. Von kargen Granitböden geprägt, duftet und schmeckt der Mencía hier karger, mineralischer und kerniger – mit höherer Spannung, mehr Würze und exquisitem, langem Abgang. Ein Solitär mit großem Reifepotenzial.


Rosende – kerniger Mencía von Granit

Envínate („wine yourself") ist das Kultprojekt von vier befreundeten Önologen – Roberto Santana, Alfonso Torrente, Laura Ramos und José Martínez. Das Galicien-Projekt in der Ribeira Sacra führt der gebürtige Galicier Alfonso Torrente: minimal-invasiv, ohne Chemie, Spontangärung mit Wildhefen, Ausbau in gebrauchtem Holz. „Lousas" ist das galicische Wort für die Schieferplatten der Region.

Neben dem Doad ist der Rosende der zweite neue Dorfwein der Lousas-Serie. Während der Doad lagenbedingt der sanftere, weichere Typus ist, wurzeln die Reben des Rosende auf kargen Granitböden – das lässt den Mencía karger, mineralischer, steiniger und kerniger duften und schmecken. Er besitzt eine höhere Spannung, wirkt, als hätte er mehr Säure im Gepäck, und brilliert mit stärkeren Würznoten.

Jahrgang 2024 – Ribeira Sacra

Das atlantisch geprägte Klima der Ribeira Sacra und die kargen Granitböden bringen 2024 einen besonders spannungsreichen, mineralischen Mencía mit klarer Frucht, lebendiger Säure und kerniger Würze – ein Wein mit Tiefe und großem Reifepotenzial.

Ausbau

Überwiegend Mencía aus Rosende, aus dem Jahrgang 2024, Ribeira Sacra, trocken.

Im minimal-invasiven Stil des Hauses: Handlese, Spontangärung mit Wildhefen, Ausbau über mehrere Monate in gebrauchtem Holz – für maximale Herkunftstreue und Mineralität.

Im Glas

Von kargen Granitböden geprägt, duftet und schmeckt der Rosende karger, mineralischer, steiniger und kerniger als der Doad. Er besitzt eine höhere Spannung, wirkt, als ob er mehr Säure im Gepäck hat, und brilliert mit stärkeren Würznoten. Der Abgang ist exquisit und sehr lang – ein weiterer Solitär mit großem Reifepotenzial.

Karg, mineralisch und kernig – höhere Spannung, mehr Würze und ein exquisiter, sehr langer Abgang.

Profitiert von etwas Luft und Flaschenreife; leicht gekühlt servieren. Bei 15–17 °C servieren.

Am Tisch

Zu geschmortem Schwein und Lamm, zu Wild und Ente, zu würzigen Gerichten sowie zu mittelreifem Käse.


Lage: Ribeira Sacra, Rosende (Galicien, Spanien); karge Granitböden, steile Terrassen
Klassifikation: Ribeira Sacra, überwiegend Mencía (trocken); dorfspezifischer Wein
Ausbau: Handlese, Spontangärung mit Wildhefen, mehrere Monate in gebrauchtem Holz; organischer Anbau

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Weine

Henri Prudhon Saint-Aubin Les Perrieres 1er Cru 2024

Weißwein · Saint-Aubin 1er Cru · Chardonnay

Chardonnay Saint-Aubin Premier Cru Les Perrières · 0,54 ha Reben ~35 Jahre · 20% neues Holz 2024

Der Saint-Aubin Les Perrières 1er Cru 2024 von Henri Prudhon ist die historische Cuvée des Guts – die erste, die Anfang der 1980er-Jahre in Flaschen gefüllt wurde. Ein reicher, ampler und komplexer Chardonnay aus einer Premier-Cru-Lage am Nordost-Hang des Dorfes, in Nachbarschaft zu Puligny- und Chassagne-Montrachet.


Saint-Aubin & Les Perrières

Saint-Aubin liegt in einem Seitental der Côte de Beaune, eingebettet zwischen den Hängen, mit Puligny- und Chassagne-Montrachet als berühmten Nachbarn. Fast drei Viertel der Lagen tragen Premier-Cru-Status; das Dorf gilt heute als eine der stärksten Weißwein-Adressen des Burgund mit hervorragendem Preis-Leistungs-Verhältnis – Chardonnay dominiert klar.

Die Lage Les Perrières liegt am Nordost-Hang des Dorfes auf steinreichem Kalkstein-Ton, nach Ost-Südost ausgerichtet; die Reben sind rund 35 Jahre alt. Das Familiengut Henri Prudhon & Fils sitzt direkt in der Rue des Perrières – heute geführt von Vincent und Philippe Prudhon, mit 14,5 ha über Saint-Aubin, Chassagne- und Puligny-Montrachet.

Jahrgang 2024 – Burgund (Côte de Beaune)

2024 war im Burgund kühler und feuchter: milder, nasser Winter, früher Austrieb, ein feucht-kühles Frühjahr mit Frost und hohem Krankheitsdruck, dann ein trockenerer Sommer mit langsamer Reife und später Lese. Strenge Selektion und teils stark reduzierte Erträge prägten das Jahr.

Bei den Weißweinen ergibt das klare, feine Weine mit pikanter Frische und kühler Eleganz – in diesem Jahrgang zeigt sich die für Les Perrières typische Fülle eine Spur frischer und präziser umrahmt.

Im Glas

Ein sehr reicher, ampler Chardonnay von großer Komplexität, getragen vom steinigen Kalkstein-Ton der Lage. Der Ausbau auf der Feinhefe im Eichenfass gibt Schmelz und Tiefe, während die Frische des Jahrgangs für klare Kontur und Länge sorgt.

Am Tisch

Ideal zu reicheren Fischgerichten und weißem Fleisch, Geflügel in heller Sauce oder cremigen Saucen. Bei 12–13 °C servieren.


Lage: Les Perrières, Saint-Aubin (Nordost-Hang des Dorfes); steinreicher Kalkstein-Ton, Ost-Südost; Reben ~35 Jahre, 0,5397 ha
Klassifikation: Saint-Aubin Premier Cru AOC
Ausbau: Chardonnay; pneumatische Pressung, Ausbau auf der Feinhefe im Eichenfass, 20% neues Holz; Füllung nach 9–12 Monaten

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Länder/Regionen

Ghislaine Barthod Chambolle Musigny 2022

Rotwein · Chambolle-Musigny · Pinot Noir

Pinot Noir Chambolle-Musigny AOC Côte de Nuits Kreide-/Tonböden 2022

Der Chambolle-Musigny 2022 der Domaine Ghislaine Barthod ist ein Meisterwerk der Eleganz. Reife Himbeere, saftige Pflaume, getrocknete Rosenblätter und feine Würze treffen auf eine samtige Textur, klare Frische und pudrig-feine Tannine – ein klassischer Chambolle von einer der gesuchten Adressen.


Chambolle-Musigny – Inbegriff von Eleganz und Finesse

Chambolle-Musigny im Herzen der Côte de Nuits ist seit 1936 als AOC ausgezeichnet. Auf rund 150 Hektar mit Kreide- und Tonböden entstehen Weine, die als Inbegriff von Eleganz und Finesse gelten. Die Gemeinde beherbergt 24 Premier Crus sowie die Grand Crus Bonnes-Mares und Musigny; der Ertrag der Rotweine ist auf 40 Hektoliter pro Hektar begrenzt.

Die Domaine Ghislaine Barthod zählt zu den gesuchten Erzeugern von Chambolle-Musigny und prägt den duftig-feinen Stil der Gemeinde.

Jahrgang 2022 – Côte de Nuits

2022 war eines der wärmsten, trockensten und sonnenreichsten Jahre im Burgund. Ein milder Winter brachte einen frühen Austrieb, Aprilfröste richteten nur begrenzten Schaden an, und ein regenreicher Juni füllte vor dem trockenen Sommer die Wasserreserven.

Für die roten Burgunder steht 2022 für reife, konzentrierte Frucht bei überraschender Frische und Balance – ein starker Jahrgang, der den eleganten Stil von Chambolle schön trägt.

Assemblage und Ausbau

Reinsortiger Pinot Noir aus dem Jahrgang 2022.

Der Wein reift im Holzfass, im Stil des Guts – mit zurückhaltendem Holzeinsatz, ganz auf Finesse und Lagenausdruck ausgerichtet.

Im Glas

In der Nase ein verführerisches Bouquet aus reifen Himbeeren, saftigen Pflaumen, getrockneten Rosenblättern und feinen Gewürznoten. Am Gaumen mittel- bis vollmundig, mit samtiger Textur, klarer Frische und einem Hauch fleischiger Fülle. Die pudrig-feinen Tannine geben Struktur, ohne zu dominieren, und führen in ein langes, würziges Finale.

Himbeere, Pflaume und getrocknete Rosenblätter über samtiger Textur und pudrig-feinem Tannin – ein klassischer Chambolle voller Klarheit.

Schon jung zugänglich, mit sehr großem Reifepotenzial über viele Jahre. Bei 15–16 °C servieren.

Am Tisch

Geflügel und Federwild, Kalb, Gerichte mit Pilzen, dazu mittelreifer Weichkäse. Ein eleganter Begleiter ohne Schwere.


Lage: Chambolle-Musigny (Côte de Nuits); Kreide-/Tonböden
Klassifikation: Chambolle-Musigny AOC
Ausbau: Pinot Noir; Holzfassausbau, zurückhaltender Holzeinsatz

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Rebsorten

Metzger Chardonnay vom Kalkstein

Weißwein · Chardonnay · Pfalz · Deutschland

Metzger Chardonnay vom Kalkstein ist ein eleganter Chardonnay aus der Pfalz. Der kalkreiche Boden, die selektive Lese und die schonendste Verarbeitung bringen diesen besonderen Wein hervor und ebnen den Weg zu den Spitzengewächsen des Weinguts. Im Glas feine Frucht und Schmelz.


Pfalz

Das Weingut Metzger liegt in der Pfalz im Südwesten Deutschlands. Die kalkreichen Böden der Heimat verleihen dem Chardonnay seine elegante, mineralische Prägung und feine Frische.

Rebsorte und Ausbau

Der Wein besteht zu 100 % aus Chardonnay. Selektive Lese und schonendste Verarbeitung bewahren die feine Frucht und sorgen für einen eleganten Stil mit Schmelz.

Im Glas

Helles Gold. In der Nase und am Gaumen feine Frucht, Steinobst und Zitrus, getragen von einer kalkgeprägten Mineralität. Elegant, mit cremigem Schmelz und frischer Säure. Der Abgang ist lang.

Am Tisch

Gut gekühlt bei 10–12 °C servieren; ein größeres Glas betont die Aromatik.

Klassische Begleitung: Fisch, Geflügel, Kalb, Pasta und Gerichte mit heller Sauce.


Lage: Pfalz (Deutschland); Kalkstein
Klassifikation: Pfalz – Weißwein (Chardonnay)
Ausbau: 100 % Chardonnay, selektive Lese, schonende Verarbeitung

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