Quo vadis Tempranillo?

Wenn der Benedict mit der Albilla

Irgendwo in Castilla, es ist wohl noch keine sechstausend Vollmonde her, verliebte sich der Benedicto in die Albilla Mayor, die ältere Tochter der Albillo-Familie; deswegen steht da Mayor. Klammheimlich heirateten sie, nicht einmal die katholische Kirche, sonst auf der Meseta omnipräsent, war eingeladen. Und dann begab es sich, dass sie schwanger wurden und sie gebaren ein Kind. Eigentlich wollten sie es Adam oder Eva nennen, je nach Geschlecht. Da es nun aber etwas kleinwüchsig war und auch vorzeitig auf die Welt kam, nannten sie ihr kleines Frühchen einfach Tempranillo. So oder so ähnlich muss das gewesen sein, in jener Zeit. Die väterliche Linie, Benedicto, ist im Laufe der Zeit ausgestorben, Albilla Mayor, in der Rioja auch Túrruntes genannt, gibt es noch, die Sorte feiert gerade in Ribera del Duero ihr Comeback.

Und dann geschah es: den Tempranillo in seinem Lauf hält weder Ochs noch Esel auf. Ganz Spanien wurde von dieser Sorte überrannt, selbst Galiza, Asturias und Cantabria widersetzten sich nicht. Was im Norden von Euskadi zur Zeit der französischen Reblaus angebaut wurde, ist nicht wirklich klar, im Süden von Euskadi ist aber Errioxa, Tempranillo ohne Ende.

Ein deutscher spanischer Weingutsbesitzer sagte mir einmal, dass selbst in den Höhen der Sierra Nevada Tempranillo stehen müsse, weil dies doch die spanische Sorte schlechthin sei. Das, mit Verlaub, kam mir spanisch vor, denn wenn dort etwas nicht ordentlich reift, dann ist das Tempranillo.

Tempranillo reift überall dort, wo es im späten Winter regnet (oder schneit), wo der Boden das Wasser konservieren kann, wo es im Frühjahr eher weniger regnet, wo es insbesondere im August und im September hohe Temperaturdifferenzen gibt, wobei die Minima schon niedrig liegen sollen, von vierzig auf zwanzig, aka Mancha, güldet nicht. Das Problem: Tempranillo wächst auch überall dort, wo diese Bedingungen nicht gegeben sind, nur muss das Resultat dann auch irgend jemand trinken.

Ein interessantes Beispiel: eine mittelgroße Bodega in Ribera del Duero, genauer gesagt beheimatet in Valbuena de Duero, ist von Weinbergen umgeben, in jedem steht ein Schild: „Vega Sicilia“. Nur: alle Trauben die für die Únicos dieser Welt verarbeitet werden, stammen nicht aus diesen Parzellen. Stattdessen werden Trauben rund um Roa und Gumiel eingesammelt, in Baños de Valdearados, in der Riboja (Soria) auch. Dort ist es nachts kühler, die phenolische Reife klappt einfach besser. Herr Sisseck hat seine Bodega zwar in Quintanilla de Abajo stehen, die Pingustrauben jedoch stammen aus Roa, aus La Horra, aus Anguix; Hacienda Monasterio funktioniert mit Trauben aus Pesquera, weil in dem Wein ein gerüttet Maß an Merlot und/oder Cabernet Sauvignon ist. Das ist ein Vorteil von Tempranillo, er ist wie ein Hefeteig, man kann den Most eigentlich mit fast allem verkneten. Wer aber nur über Trauben aus Riberadolid verfügt, geschätzt etwa einhundert Bodegas, hat da ein Problem: viel Alkohol, kaum Säure, in der Regel sind das betont nichtssagende Weine, wenn nicht schlechter.

Die Wanderbewegung des Tempranillo kann man nicht wirklich genau nachverfolgen, es gibt aber ein paar Anhaltspunkte. Unstrittig ist, dass Toro ein, vielleicht das Tempranillozentrum war und noch immer ist. Es gibt den Toro-Klon: kleinbeerig, die Blätter sind ebenfalls klein und stark eingebuchtet, die Erträge sind gering. Die alten Weinberge der Region bestehen fast nur aus solchen Stöcken. Die alten Anlagen in Ribera del Duero sehen ähnlich aus, wobei dort diverse andere Rebsorten zu finden sind: Mencía, Bobal, Cariñena, Maturana, Garnacha, weiße Sorten, natürlich auch Albillo Mayor. Diese Sorte findet man in Toro im Übrigen kaum. Anfang der Neuzeit war Toro ein wichtiger Produktionsstandort für all jene Weine, die im Norden Spaniens zusammengemischt wurden. Nur zur Erinnerung: damals kauften Händler Wein aus verschiedenen Ecken Nordspaniens, um ihn dann in ihren Lagern zu mischen. Astorga, Sahagún, Santander, später auch Bilbo, das waren die Zentren der Weinmixer. Ein ehrenwertes Handwerk dereinst, nicht dass wir uns da falsch verstehen.

Rioja kam damals nicht vor, denn dort gab es nur wenig roten Wein. Und wenn es ihn gab, dann waren es eher Garnacha, Cariñena, Maturana, Graciano und noch ein paar andere Sorten, Tempranillo eher weniger. Läuft man heute durch die alten Weinberge von Samaniego, Leza, Guardia oder Lantziego, dann findet man viele Stöcke, in denen Toro-Klone stehen. Aber auch andere.

Und diese anderen Klone machen die Sache spannend. Denn, DNA-Spezialisten sind sich da einig, es handelt sich ohne Zweifel um Tempranillo, jedoch sind diese Stöcke ganz anders gebaut: große bis sehr große Blätter, große bis sehr schwere Trauben, fette Beeren. Man nennt diese Variante Tempranillo Aragonés oder Catalán oder Valenciano, je nach dem Vorurteil, das gerade gepflegt wird. Dahinter steckt der Vorwurf, diese Sorte existiere nur, weil jemand viel ernten wolle, schmecke es, wie es schmecke. Mag sein. Nur: fast alle in den letzten drei Jahrzehnten angelegten Weinberge in Toro sind voll von diesem Zeuch.

Dazu kommt, dass weder in Catalunya noch in València Tempranillo wirklich eine Rolle spielt. In Catalunya steht Tempranillo vor allem im Süden von Costers del Segre, wo Raimat und die Familie Cusiné den Ton angeben, beides Großweinbauern. Vor allem aber findet man Tempranillo im Penedès und im küstennahen Teil von Tarragona. Man nutzte die Ernte, um den Most mit anderen Sachen zu verschneiden. Sortenreine Tempranillos, wie man sie aus der Rioja und aus Castilla zuhauf kennt, sind dort eher nicht die Regel. Ähnliches gilt für die Comunitat Valenciana. Tempranillo baut eigentlich nur die Weinindustrie an, um den Wein dann mit aromatischen Sorten zu verschneiden.

Bodega San Isidro ist vielleicht die größte Bodega aus Aragón, die Tempranillo verarbeitet; kein Wunder, die in Cariñena ansässige Cooperative ist die größte Weinschleuder dieser autonomen Region, selbst Viñas del Vero mit etwa acht Millionen Litern Wein pro Jahr ist eine Hütte dagegen. Das hat einige Nachahmer gefunden. Als man in Aragón begann, Alternativen zu Garnacha und, wenn auch weit weniger stark präsent, Cariñena zu suchen, dann war, neben CabMeSy, Tempranillo immer dabei, selbst in Somontano, wenn auch weit hinter Merlot oder Cabernet Sauvignon.

Für Extremadura gilt, was für Aragón gilt: dort, wo die Weinindustrie stark ist, gibt es Tempranillo. Ansonsten stehen da andere Sorten, nämlich solche, die die Hitze besser ertragen können. In der Mancha ist Tempranillo schon seit langem vertreten, wenn auch fast ausschließlich in und um Valdepeñas. Noch vor dreißig Jahren bestand die D.O. La Mancha fast ausschließlich aus Airén, Cencibel dümpelte bei zehn bis zwanzig Prozent der bestockten Fläche herum.

Abgesehen von den beiden Kastiliens ist Tempranillo also eine eher neuere „Erfindung“, zwanzigstes Jahrhundert fast überall, letztes Drittel des neunzehnten Jahrhunderts in der Rioja. Es fällt aber noch etwas anderes auf: Tempranillo gibt es kaum in wirklich bergigen Regionen. Gut, ein wenig in Covarrubias, in der Arabako Errioxa, aber das war es dann auch schon. Tempranillo steht vor allem dort, wo man gut mit Maschinen arbeiten kann, wo Krumen eher fett sind, wo man gute (hohe) Erträge einfahren kann, wo man eher langweilige Weine keltert.

Nicht, dass mich hier jemand falsch versteht: es gibt großartige Tempranillo-Weine, sowohl aus der Rioja oder aus der Errioxa als auch aus Ribera del Duero, Toro oder benachbarten Regionen (Dominio de Sexmil mit ihren zweihundert Jahre alten Weinbergen etwa). Es gibt aber auch ziemlich viel belangloses Zeuch. Um wirklich gute Tempranillos zu keltern, muss man hart arbeiten. Das gefällt nicht jedem Winzer. Text: el oso alemán

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Weine

Weingut Andres Muskateller trocken BIO

Weißwein · Pfalz · Muskateller

Muskateller Gutswein Mittelhaardt · Pfalz Weingut Andres halbtrocken · rassig Grapefruit · Zitrus BIO (DE-ÖKO-039) 2023

Der Weingut Andres Muskateller halbtrocken 2023 ist ein sehr sortentypischer, rassiger Muskateller aus der Pfalz. Fruchtiger Geschmack nach saftigen Trauben mit Aromen von Grapefruit und Zitrus – ein animierender Wein mit herrlich mineralischem Bukett.


Muskateller – der aromatische Pfälzer von Andres

Das Weingut Andres in Deidesheim wird von den Brüdern Michael und Thomas Andres geführt, die ihre Lagen an der Pfälzer Mittelhaardt ökologisch, ergänzt durch biodynamische Grundsätze, bewirtschaften. Der Muskateller ergänzt das Sortiment um eine besonders aromatische, geradlinig ausgebaute Rebsorte.

Die Böden der Mittelhaardt – von Buntsandsteinverwitterung bis Kalk – und das minimalistische, herkunftsbetonte Arbeiten im Weinberg bilden die Grundlage für einen rassigen, sortentypischen Muskateller mit klarer Frucht und mineralischer Prägung.

Jahrgang 2023 – Pfalz

2023 war in der Pfalz ein Jahrgang mit reifer, aromatischer Frucht und lebendiger Säure. Der auf Frische und Sortentypizität ausgerichtete Stil und die schonende Arbeit im Keller bewahren das ausdrucksstarke Muskatbukett und die rassige Säure – Frucht und Frische im Gleichgewicht.

Ausbau

Halbtrockener Muskateller aus der Pfalz, Jahrgang 2023; 100 % Gelber Muskateller.

Der Wein wird schonend und geradlinig ausgebaut, ganz auf die Bewahrung der sortentypischen Aromatik, der saftigen Frucht und der rassigen Säure ausgerichtet. Die feine Restsüße steht im Gleichgewicht zur lebendigen Säure. Bewirtschaftet wird biologisch (DE-ÖKO-039), ergänzt durch biodynamische Grundsätze.

Im Glas

Ein sehr sortentypischer, rassiger Muskateller: fruchtiger Geschmack nach saftigen Trauben mit Aromen von Grapefruit und Zitrus, dazu das typische, blumige Muskatbukett. Am Gaumen animierend und saftig, mit lebendiger Säure und einem herrlich mineralischen, klaren Nachhall.

Sortentypisch und rassig: saftige Trauben, Grapefruit und Zitrus über einem herrlich mineralischen, blumigen Muskatbukett – animierend und klar.

Ein aromatischer, erfrischender Wein. Gut gekühlt bei 9–11 °C servieren.

Am Tisch

Als Aperitif, zu Spargel und Gemüsegerichten, zu Fisch und leichten Vorspeisen, zu würziger asiatischer Küche sowie zu fruchtigen Desserts.


Lage: Mittelhaardt, Pfalz; Weingut Andres, Deidesheim
Klassifikation: Muskateller, Pfalz (halbtrocken); 100 % Gelber Muskateller
Ausbau: schonende, geradlinige Vinifikation mit feiner Restsüße; biologisch/biodynamisch, DE-ÖKO-039

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Spirituosen

Faude feine Brände Himbeergeist

Spirituose · Geist · Baden · Deutschland

Faude Himbeergeist ist ein kraftvoller Frucht-Geist aus der Hausbrennerei Faude am Kaiserstuhl. Aus frischen, handgepflückten Gartenhimbeeren – intensiv und ausdrucksstark, mit dem vollen Aroma reifer Himbeeren.


Herkunft

Hergestellt von Florian Faude in seiner Hausbrennerei in Bötzingen am Kaiserstuhl (Baden), bekannt für sortenreine, handwerkliche Edeldestillate. Verarbeitet werden frische, handgepflückte Gartenhimbeeren aus der Region – tagesfrisch und in bester Qualität.

Mazeration und Destillation

Da Himbeeren zu wenig Zucker für eine vergärbare Maische liefern, entsteht ein Geist: Die Früchte werden in reinem Getreidealkohol mazeriert und nach kurzer Zeit abdestilliert, sodass nur die feinsten, saubersten Aromen ins Destillat gelangen. Ohne Zusatz von Aromen, Zucker oder Farbstoff.

Im Glas

Klar und kristallrein. In der Nase intensiv und vollfruchtig nach frischen Himbeeren. Am Gaumen kraftvoll und ausdrucksstark, mit klarer Beerenfrucht und langem, aromatischem Nachhall.

Pur und im Drink

Gut gekühlt pur aus dem Glas, als Digestif – oder als ausdrucksstarke Basis für Longdrinks und Cocktails.

Klassisch: pur, als Digestif, im Longdrink oder Cocktail.


Herkunft: Bötzingen am Kaiserstuhl, Baden (Deutschland)
Art: Himbeergeist (Frucht-Geist) aus handgepflückten Gartenhimbeeren
Herstellung: Mazeration in Getreidealkohol, kurze Destillation; ohne Zucker oder Farbstoff

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USA

Sine Qua Non Distenta II Syrah 2020

Rotwein · Central Coast · Syrah

Syrah-Cuvée Central Coast Kalifornien (USA) 2020 15,50 % vol

Der Sine Qua Non Distenta II Syrah 2020 ist ein kalifornischer Kult-Syrah von Manfred und Elaine Krankl – dicht und kraftvoll, zugleich vollmundig, floral und seidig, aus estate-eigenen Rhône-Weinbergen an der Central Coast.


Central Coast – die Lagen von Sine Qua Non

Sine Qua Non keltert seine Weine im eigenen Keller in Ventura nördlich von Los Angeles, mit Trauben von den estate-eigenen Rhône-Weinbergen an der kalifornischen Central Coast. Der Distenta II 2020 stammt zu 43 % vom The Third Twin Vineyard, zu 33 % vom Eleven Confessions Vineyard, zu 21 % vom Cumulus Vineyard und zu 3 % vom Molly Aïda Vineyard – alle eigenständig angebaut.

Manfred und Elaine Krankl gründeten das Weingut 1994 und zählen heute zu den meistgesuchten Erzeugern Kaliforniens – kompromisslose Handarbeit, winzige Mengen, kaum Schönung oder Filtration. Jeder Jahrgang ist ein eigenständiger Wein mit eigenem Namen und eigenem Etikett; „Distenta" ist lateinisch und bedeutet „unbeschriftet".

Jahrgang 2020 – Central Coast

2020 gilt an der kalifornischen Central Coast als warmer, trockener Jahrgang.

Ein Rahmen für tief konzentrierte, zugleich strukturierte und elegante Syrahs.

Cuvée und Ausbau

Eine Syrah-dominierte Cuvée: 82,9 % Syrah, 7,5 % Grenache, 3,9 % Mourvèdre, 3,4 % Petite Sirah sowie 2,3 % weiße Sorten (1,5 % Muskat, 0,8 % Petit Manseng).

16 % der Trauben wurden als Ganztrauben mit den Stielen vergoren – bei Syrah setzt Krankl bewusst etwas weniger Rappen ein, da die Sorte stärker auf Stiele reagiert. Ausgebaut über rund 23 Monate, davon 66 % in brandneuen französischen Eichenfässern – Barriques und größere Hogsheads (300 Liter); die übrigen Fässer waren ein bis drei Jahre alt.

Im Glas

Opak purpurschwarz. In der Nase Cassis und Blaubeeren, Charcuterie, Lavendel und Kaffeebohnen, sich im Glas fortlaufend wandelnd. Am Gaumen vollmundig, mit ausgeprägtem floralem Parfüm, einem Gerüst runder Tannine und nahtloser Frische, das Finale lang und duftend. (Verkostungsnotiz: Erin Brooks, The Wine Advocate, zitiert von Manfred und Elaine Krankl.)

Vollmundig, mit floralem Parfüm, runden Tanninen und nahtloser Frische.

Am Tisch

Zu Lammkeule, geschmortem Short Rib, gegrilltem Rind, Wild oder herzhaften mediterranen Gerichten. Ein intensiver Begleiter für kräftige, würzige Küche.


Lage: Estate-Weinberge The Third Twin (43 %), Eleven Confessions (33 %), Cumulus (21 %) und Molly Aïda (3 %), Central Coast, Kalifornien (USA)
Klassifikation: California (USA), Syrah-basierte Cuvée (trocken)
Ausbau: Syrah-Cuvée; 16 % Ganztrauben; 23 Monate französische Eiche (66 % neu, Barriques und Hogsheads); 15,50 % vol

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Rebsorten

Isole e Olena Cabernet Sauvignon 2016

Rotwein · Toscana IGT · Cabernet Sauvignon

Cabernet Sauvignon Toscana IGT Collezione De Marchi Barberino Val d'Elsa Chianti-Classico-Zone 24 Monate Barrique 2016 14,50 % vol

Der Isole e Olena Cabernet Sauvignon 2016 ist ein reinsortiger Spitzen-Cabernet aus der Toskana – aus der Reihe Collezione De Marchi, von Paolo De Marchi in einem klassischen, ausgewogenen Jahrgang erzeugt. Kraftvoll und zugleich von feiner Eleganz.


Isole e Olena – Cabernet aus der Collezione De Marchi

Isole e Olena, 1956 durch Zusammenlegung der Nachbargüter Isole und Olena entstanden, liegt im westlichen Teil der Chianti-Classico-Zone bei Barberino Val d'Elsa. Paolo De Marchi prägte das Gut seit den 1970er Jahren und zählt zu den Pionieren der Qualitätsrenaissance des Chianti Classico – berühmt vor allem für den reinsortigen Sangiovese Cepparello. Der Jahrgang 2016 entstand noch unter seiner Hand.

Die Weinberge liegen auf 350–450 m über galestro und mergeligem Schiefer. Der Cabernet Sauvignon wurde ab 1984 gepflanzt – die ersten Reben auf altes Canaiolo gepfropft; heute stehen rund fünf Hektar der Sorte auf dem Gut. Unter dem Namen Collezione De Marchi (auch Collezione Privata) erscheint daraus ein reinsortiger Cabernet als Toscana IGT.

Jahrgang 2016 – Toskana

2016 gilt als einer der ganz großen toskanischen Jahrgänge – von vielen sogar als klassischer und ausgewogener als das wärmere 2015. Ein gemäßigter Witterungsverlauf mit warmen Tagen und kühlen Nächten brachte vollreifes, gesundes Lesegut mit perfekt ausgereiften Tanninen. Beim Cabernet Sauvignon entstehen so Weine von großer Frische, Präzision und Finesse, getragen von reifer Frucht und langem Reifepotenzial.

Ausbau

Reinsortiger Cabernet Sauvignon aus dem Jahrgang 2016, 14,50 % vol.

Nach Entrappung und sanfter Pressung Maischestandzeit und Gärung über rund vier Wochen bei kontrollierter Temperatur. Anschließend etwa 24 Monate Reife in Barriques, überwiegend französische Eiche (rund zwei Fünftel neu), ein kleiner Teil amerikanische Eiche. Nach der Abfüllung reift der Wein noch mehrere Jahre im Flaschenlager, bevor er in den Verkauf kommt. Lagerpotenzial: rund 10 bis 25 Jahre.

Im Glas

Tiefes Dunkelrot. In der Nase reine Cassis- und Brombeerfrucht, dazu Kirsche, etwas Tabak, Wildkräuter und ein Hauch Eukalyptus, untermalt von feinen, würzigen Holznoten. Am Gaumen präzise und fein gewoben, mit elegant ausgereiften Tanninen, klarer schwarzer Frucht und der frischen, höhenlagengeprägten Spannung, die für Isole e Olena typisch ist – Kraft und Finesse in seltener Balance.

Ein Spitzen-Cabernet aus der Toskana – Kraft und Eleganz in vollkommener Balance.

Schon zugänglich, aber mit großem Reifepotenzial über viele Jahre; profitiert deutlich vom Dekantieren. Bei 16–18 °C servieren.

Am Tisch

Zu dunklem Fleisch und deftigen Wildgerichten, zu Terrinen und Pasteten, zu Braten vom Rind sowie zu reifen Hartkäsen.


Lage: Toscana IGT, Isole e Olena, Barberino Val d'Elsa, Chianti-Classico-Zone (Italien); 350–450 m, galestro und mergeliger Schiefer
Klassifikation: Toscana IGT, Cabernet Sauvignon (trocken)
Ausbau: 100 % Cabernet Sauvignon; ~24 Monate Barrique (überwiegend franz. Eiche, ~2/5 neu), mehrjährige Flaschenreife vor Verkauf

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Länder/Regionen

Morillon blanc by Jeff Carrel

Wein · Weißwein · Limoux · Frankreich

Jeff Carrel Morillon Blanc ist ein einzigartiger, reinsortiger Chardonnay aus dem Limoux – „Morillon" ist ein Synonym für Chardonnay. Goldgelb in der Farbe, mit einem Duft zwischen getrockneten Früchten wie Quitte, Datteln und Rosinen sowie frischen Aromen von Orange und Tropenfrucht.


Limoux / Südfrankreich

Das Limoux im westlichen Languedoc ist für seine kühleren, höher gelegenen Lagen und sein Talent für Chardonnay bekannt. Die Reben für den Morillon stehen auf kalksteinhaltigem Untergrund. Vinifiziert wird der Wein vom renommierten Winzer Jeff Carrel.

Rebsorte und Ausbau

Reinsortig aus Chardonnay, gewonnen aus bewusst botrytisbefallenen Trauben. Der Wein reift zunächst acht Monate auf der Feinhefe und anschließend weitere sechs Monate in stark getoasteten Barriques. Trotz reif-süßlichem Eindruck ist er komplett durchgegoren und trocken.

Im Glas

Goldgelb. In der Nase getrocknete Früchte wie Quitte, Datteln und Rosinen, dazu frische Orange und Tropenfrucht. Am Gaumen breit und sehr vollmundig, fast süßlich-reif wirkend, dabei trocken – ein vielschichtiges, ausdrucksstarkes Geschmacksparadoxon mit langem Abgang.

Am Tisch

Bei 11–13 °C servieren – ein kraftvoller Weißwein, der auch kräftigere Gerichte begleitet.

Passt zu: gebratenem Fisch, Geflügel, hellem Fleisch in cremigen Saucen, reifem Käse und Gerichten mit etwas Süße.


Lage: Limoux (Languedoc, Frankreich); Jeff Carrel
Klassifikation: Limoux – 100 % Chardonnay (Morillon), trocken
Ausbau: 8 Monate auf der Feinhefe, anschließend 6 Monate in stark getoasteten Barriques

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Weine

Christian Ottenbreit Silvaner O wir fliegen 2025

Weißwein · Franken · Winzerwein

100 % Silvaner Deutscher Qualitätswein Franken trocken · 12 % vol. Edelstahltank

Der Silvaner „O wir fliegen" 2025 ist der Gutssilvaner von Christian Ottenbreit aus Franken, ausgebaut zu 100 % im Edelstahltank. Der Wein balanciert klare Frucht und eine erdige Tiefe und präsentiert sich frisch, saftig und komplex, mit schwungvoller Säure. Leuchtende, strohgelbe Farbe, in der Nase eine feine, elegante Fruchtfülle. Trocken, mit Trinkfluss und eigenständigem Charakter.


Obernbreit – Maindreieck, Franken

Das Weingut Ottenbreit liegt in Obernbreit im fränkischen Maindreieck, auf kalk- und tongeprägten Böden. Das „O" steht für Ottenbreit und Obernbreit. Christian Ottenbreit lernte bei fränkischen Winzern sowie den Südtiroler Kellereien Manincor und Muri Gries, studierte Weinbautechnik und vinifiziert seit 2017 unter eigenem Etikett. Der Wein ist als Deutscher Qualitätswein eingestuft, Herkunft Franken.

Assemblage und Ausbau

Reinsortiger Silvaner. Nach der Selektion wird der Wein zu 100 % im Edelstahltank ausgebaut, ohne Holz, was Frucht und Frische in den Vordergrund stellt.

Im Glas

Leuchtende, strohgelbe Farbe. In der Nase eine feine, elegante Fruchtfülle. Am Gaumen deutlicher Druck, ohne opulent zu wirken, getragen von mineralischer Würze und herber Frucht. Die schwungvolle Säure gibt Spannung, der Abgang zeigt schöne Länge.

Am Tisch

Klassische Begleitung: Spargel, gebratener Fisch, Geflügel, helle Saucen und frische Käse. Ein vielseitiger Esstischwein, der auch fränkische Küche begleitet. Jung und frisch genießen, am besten in den nächsten ein bis zwei Jahren. Serviertemperatur 12–14 °C.


Lage Franken (Maindreieck)
Klassifikation Deutscher Qualitätswein
Ausbau Edelstahltank
Inhalt 0,75 l · Schraubverschluss

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Weine

Weinreich Pinot brut Nature BIO

Wein · Sekt · Rheinhessen · Deutschland

Weinreich Pinot Brut Nature ist ein biozertifizierter Winzersekt und Gewinner der „Goldenen Perle" in der Kategorie Pinot Cuvée. Seine bestechende Mineralität und das dezente Holz kommen durch die feine Perlage hervorragend zur Geltung – mit schöner Frucht und ohne Dosage (Brut Nature).


Rheinhessen / Bechtheim

Das Weingut Weinreich (Marc und Jan Weinreich) liegt in Bechtheim im Wonnegau, Rheinhessen, und arbeitet konsequent ökologisch (DE-ÖKO-022). Die Burgundersorten bilden die ideale Grundlage für hochwertigen Winzersekt.

Assemblage und Herstellung

Cuvée aus Weißburgunder, Grauburgunder und Schwarzriesling. Der Sekt entsteht in klassischer Flaschengärung; als Brut Nature wird er ohne Dosage (ohne Zugabe von Zucker) ausgebaut, sodass die pure Frucht, die Mineralität und das dezente Holz im Vordergrund stehen.

Im Glas

Helles Gold mit feiner, anhaltender Perlage. In der Nase helle Frucht, Brioche und dezente Holznoten. Am Gaumen herb und trocken (Brut Nature), mit bestechender Mineralität, feiner Mousseux und schöner Frucht; klarer, langer Abgang.

Zum Genießen

Gut gekühlt bei 6–8 °C servieren – als festlicher Aperitif oder zum Essen.

Passt zu: Aperitif, Austern und Meeresfrüchten, Fisch, Geflügel und feinem Fingerfood.


Lage: Rheinhessen, Bechtheim (Wonnegau, Deutschland); Weingut Weinreich
Klassifikation: Winzersekt – Cuvée aus Weißburgunder, Grauburgunder & Schwarzriesling, Brut Nature (extra herb)
Herstellung: klassische Flaschengärung, ohne Dosage
Auszeichnung: Gewinner der „Goldenen Perle" (Kategorie Pinot Cuvée)

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Spirituosen

Sturzflug Premium Dry Gin

Gin · Premium Dry Gin · Ostalb · Deutschland

Sturzflug Premium Dry Gin ist ein handgemachter Dry Gin aus der Ostalb in Baden-Württemberg. Die langjährige Brennexpertise von Meisterbrenner Josef Bauer und das raue Klima der Ostalb bilden die Grundlage für einen zitrusfrischen, würzigen Gin aus fünfzehn handverlesenen Botanicals in Premiumqualität.


Herkunft

Gebrannt wird der Sturzflug von Sternekoch und Brennmeister Josef Bauer im Landgasthof Adler in Rosenberg auf der Ostalb. Die Produktion erfolgt in reiner Handarbeit und in kleinen Batches – von der Auswahl der Botanicals über die Destillation bis zur Abfüllung.

Botanicals und Destillation

Grundlage ist Wacholder (mehrjährig gereift, getrocknet destilliert). Dazu kommen Koriander, Orange, Zitrone, Limette und Ingwer für die zitrusfrische, leicht scharfe Aromatik sowie Kardamom, Paradieskörner, Kubebenpfeffer und Tonkabohne für warme Würze, exotische Schärfe und eine feine Vanillenote. Einige geheime Zutaten – darunter Lindenblüten vom hauseigenen Baum – runden die Rezeptur ab.

Im Glas

Kristallklar. In der Nase zitrusfrisch, mit Wacholder im Hintergrund und einer floralen Lindenblütennote. Am Gaumen weich und vielschichtig, mit Zitrus, warmer Würze und der pfeffrigen Schärfe von Kubeben- und Paradieskörnern. Floral-fruchtiger Abgang mit feiner Schärfe.

Pur und im Drink

Ideal für einen aromatischen Gin & Tonic – mit neutralem oder zitrischem Tonic, garniert mit einer Orangenzeste. Die zitrusfrische, würzige Art macht ihn ebenso zur guten Basis für Martini und Gin-Cocktails.

Klassisch im Drink: Gin & Tonic mit Orangenzeste, Dry Martini oder Gin-Cocktails.


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