Quo vadis Tempranillo?

Wenn der Benedict mit der Albilla

Irgendwo in Castilla, es ist wohl noch keine sechstausend Vollmonde her, verliebte sich der Benedicto in die Albilla Mayor, die ältere Tochter der Albillo-Familie; deswegen steht da Mayor. Klammheimlich heirateten sie, nicht einmal die katholische Kirche, sonst auf der Meseta omnipräsent, war eingeladen. Und dann begab es sich, dass sie schwanger wurden und sie gebaren ein Kind. Eigentlich wollten sie es Adam oder Eva nennen, je nach Geschlecht. Da es nun aber etwas kleinwüchsig war und auch vorzeitig auf die Welt kam, nannten sie ihr kleines Frühchen einfach Tempranillo. So oder so ähnlich muss das gewesen sein, in jener Zeit. Die väterliche Linie, Benedicto, ist im Laufe der Zeit ausgestorben, Albilla Mayor, in der Rioja auch Túrruntes genannt, gibt es noch, die Sorte feiert gerade in Ribera del Duero ihr Comeback.

Und dann geschah es: den Tempranillo in seinem Lauf hält weder Ochs noch Esel auf. Ganz Spanien wurde von dieser Sorte überrannt, selbst Galiza, Asturias und Cantabria widersetzten sich nicht. Was im Norden von Euskadi zur Zeit der französischen Reblaus angebaut wurde, ist nicht wirklich klar, im Süden von Euskadi ist aber Errioxa, Tempranillo ohne Ende.

Ein deutscher spanischer Weingutsbesitzer sagte mir einmal, dass selbst in den Höhen der Sierra Nevada Tempranillo stehen müsse, weil dies doch die spanische Sorte schlechthin sei. Das, mit Verlaub, kam mir spanisch vor, denn wenn dort etwas nicht ordentlich reift, dann ist das Tempranillo.

Tempranillo reift überall dort, wo es im späten Winter regnet (oder schneit), wo der Boden das Wasser konservieren kann, wo es im Frühjahr eher weniger regnet, wo es insbesondere im August und im September hohe Temperaturdifferenzen gibt, wobei die Minima schon niedrig liegen sollen, von vierzig auf zwanzig, aka Mancha, güldet nicht. Das Problem: Tempranillo wächst auch überall dort, wo diese Bedingungen nicht gegeben sind, nur muss das Resultat dann auch irgend jemand trinken.

Ein interessantes Beispiel: eine mittelgroße Bodega in Ribera del Duero, genauer gesagt beheimatet in Valbuena de Duero, ist von Weinbergen umgeben, in jedem steht ein Schild: „Vega Sicilia“. Nur: alle Trauben die für die Únicos dieser Welt verarbeitet werden, stammen nicht aus diesen Parzellen. Stattdessen werden Trauben rund um Roa und Gumiel eingesammelt, in Baños de Valdearados, in der Riboja (Soria) auch. Dort ist es nachts kühler, die phenolische Reife klappt einfach besser. Herr Sisseck hat seine Bodega zwar in Quintanilla de Abajo stehen, die Pingustrauben jedoch stammen aus Roa, aus La Horra, aus Anguix; Hacienda Monasterio funktioniert mit Trauben aus Pesquera, weil in dem Wein ein gerüttet Maß an Merlot und/oder Cabernet Sauvignon ist. Das ist ein Vorteil von Tempranillo, er ist wie ein Hefeteig, man kann den Most eigentlich mit fast allem verkneten. Wer aber nur über Trauben aus Riberadolid verfügt, geschätzt etwa einhundert Bodegas, hat da ein Problem: viel Alkohol, kaum Säure, in der Regel sind das betont nichtssagende Weine, wenn nicht schlechter.

Die Wanderbewegung des Tempranillo kann man nicht wirklich genau nachverfolgen, es gibt aber ein paar Anhaltspunkte. Unstrittig ist, dass Toro ein, vielleicht das Tempranillozentrum war und noch immer ist. Es gibt den Toro-Klon: kleinbeerig, die Blätter sind ebenfalls klein und stark eingebuchtet, die Erträge sind gering. Die alten Weinberge der Region bestehen fast nur aus solchen Stöcken. Die alten Anlagen in Ribera del Duero sehen ähnlich aus, wobei dort diverse andere Rebsorten zu finden sind: Mencía, Bobal, Cariñena, Maturana, Garnacha, weiße Sorten, natürlich auch Albillo Mayor. Diese Sorte findet man in Toro im Übrigen kaum. Anfang der Neuzeit war Toro ein wichtiger Produktionsstandort für all jene Weine, die im Norden Spaniens zusammengemischt wurden. Nur zur Erinnerung: damals kauften Händler Wein aus verschiedenen Ecken Nordspaniens, um ihn dann in ihren Lagern zu mischen. Astorga, Sahagún, Santander, später auch Bilbo, das waren die Zentren der Weinmixer. Ein ehrenwertes Handwerk dereinst, nicht dass wir uns da falsch verstehen.

Rioja kam damals nicht vor, denn dort gab es nur wenig roten Wein. Und wenn es ihn gab, dann waren es eher Garnacha, Cariñena, Maturana, Graciano und noch ein paar andere Sorten, Tempranillo eher weniger. Läuft man heute durch die alten Weinberge von Samaniego, Leza, Guardia oder Lantziego, dann findet man viele Stöcke, in denen Toro-Klone stehen. Aber auch andere.

Und diese anderen Klone machen die Sache spannend. Denn, DNA-Spezialisten sind sich da einig, es handelt sich ohne Zweifel um Tempranillo, jedoch sind diese Stöcke ganz anders gebaut: große bis sehr große Blätter, große bis sehr schwere Trauben, fette Beeren. Man nennt diese Variante Tempranillo Aragonés oder Catalán oder Valenciano, je nach dem Vorurteil, das gerade gepflegt wird. Dahinter steckt der Vorwurf, diese Sorte existiere nur, weil jemand viel ernten wolle, schmecke es, wie es schmecke. Mag sein. Nur: fast alle in den letzten drei Jahrzehnten angelegten Weinberge in Toro sind voll von diesem Zeuch.

Dazu kommt, dass weder in Catalunya noch in València Tempranillo wirklich eine Rolle spielt. In Catalunya steht Tempranillo vor allem im Süden von Costers del Segre, wo Raimat und die Familie Cusiné den Ton angeben, beides Großweinbauern. Vor allem aber findet man Tempranillo im Penedès und im küstennahen Teil von Tarragona. Man nutzte die Ernte, um den Most mit anderen Sachen zu verschneiden. Sortenreine Tempranillos, wie man sie aus der Rioja und aus Castilla zuhauf kennt, sind dort eher nicht die Regel. Ähnliches gilt für die Comunitat Valenciana. Tempranillo baut eigentlich nur die Weinindustrie an, um den Wein dann mit aromatischen Sorten zu verschneiden.

Bodega San Isidro ist vielleicht die größte Bodega aus Aragón, die Tempranillo verarbeitet; kein Wunder, die in Cariñena ansässige Cooperative ist die größte Weinschleuder dieser autonomen Region, selbst Viñas del Vero mit etwa acht Millionen Litern Wein pro Jahr ist eine Hütte dagegen. Das hat einige Nachahmer gefunden. Als man in Aragón begann, Alternativen zu Garnacha und, wenn auch weit weniger stark präsent, Cariñena zu suchen, dann war, neben CabMeSy, Tempranillo immer dabei, selbst in Somontano, wenn auch weit hinter Merlot oder Cabernet Sauvignon.

Für Extremadura gilt, was für Aragón gilt: dort, wo die Weinindustrie stark ist, gibt es Tempranillo. Ansonsten stehen da andere Sorten, nämlich solche, die die Hitze besser ertragen können. In der Mancha ist Tempranillo schon seit langem vertreten, wenn auch fast ausschließlich in und um Valdepeñas. Noch vor dreißig Jahren bestand die D.O. La Mancha fast ausschließlich aus Airén, Cencibel dümpelte bei zehn bis zwanzig Prozent der bestockten Fläche herum.

Abgesehen von den beiden Kastiliens ist Tempranillo also eine eher neuere „Erfindung“, zwanzigstes Jahrhundert fast überall, letztes Drittel des neunzehnten Jahrhunderts in der Rioja. Es fällt aber noch etwas anderes auf: Tempranillo gibt es kaum in wirklich bergigen Regionen. Gut, ein wenig in Covarrubias, in der Arabako Errioxa, aber das war es dann auch schon. Tempranillo steht vor allem dort, wo man gut mit Maschinen arbeiten kann, wo Krumen eher fett sind, wo man gute (hohe) Erträge einfahren kann, wo man eher langweilige Weine keltert.

Nicht, dass mich hier jemand falsch versteht: es gibt großartige Tempranillo-Weine, sowohl aus der Rioja oder aus der Errioxa als auch aus Ribera del Duero, Toro oder benachbarten Regionen (Dominio de Sexmil mit ihren zweihundert Jahre alten Weinbergen etwa). Es gibt aber auch ziemlich viel belangloses Zeuch. Um wirklich gute Tempranillos zu keltern, muss man hart arbeiten. Das gefällt nicht jedem Winzer. Text: el oso alemán

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Feinkost

Tagliatelle all uovo con limone Eiernudeln mit Zitrone

Feinkost · Pasta · Eiernudeln · Zitrone

Il Caruggiu Tagliatelle all'uovo con limone sind italienische Eiernudeln mit Zitrone vom ligurischen Familienbetrieb Il Caruggiu. Die Bandnudeln aus Hartweizengrieß und Ei sind mit Zitrone aromatisiert. Das gibt der Pasta eine frische, mediterrane Note.


Herkunft

Il Caruggiu ist ein Familienbetrieb im Hinterland der ligurischen Provinz Imperia, der neben Olivenöl auch typische italienische Spezialitäten anbietet. Die Zitrone ist im sonnenreichen Süden und an den Küsten Italiens fest verwurzelt und prägt diese aromatisierte Pasta.

Anbau und Verarbeitung

Die Bandnudeln werden aus Hartweizengrieß und Ei hergestellt und mit Zitrone aromatisiert, anschließend getrocknet. Der Eieranteil gibt Biss und Farbe, die Zitrone sorgt für die frische Note.

Geschmack

Goldgelbe Bandnudeln mit feinem Eiergeschmack und einer frischen Zitrusnote. Al dente gekocht bleiben sie schön bissfest.

Am Tisch

Ideal zu leichten Saucen, Fisch und Meeresfrüchten, mit Olivenöl, Butter oder einer Zitronen-Sahne-Sauce. In reichlich Salzwasser al dente kochen.


Hersteller: Il Caruggiu (Imperia, Ligurien)
Produkt: Tagliatelle all'uovo con limone (Eiernudeln mit Zitrone)
Art: Bandnudeln aus Hartweizengrieß und Ei, mit Zitrone
Herkunft: Italien
Verarbeitung: getrocknete Eierteigwaren, mit Zitrone aromatisiert
Mindesthaltbarkeit (MHD): 20.06.2028

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Spanien

Equipo Navazos Manzanilla Bota 55

Likörwein · Manzanilla Sherry · Sanlúcar de Barrameda · Spanien

Equipo Navazos La Bota de Manzanilla 55 ist eine herausragende, ungeschönte Manzanilla aus Sanlúcar de Barrameda. Eine nummerierte Einzelabfüllung (Saca November 2014) aus der Bodega Sánchez Ayala, rund sieben Jahre biologisch unter Flor gereift – tiefgründig, salzig und vielschichtig.


Sanlúcar de Barrameda

Equipo Navazos (Jesús Barquín und Eduardo Ojeda) wählt außergewöhnliche Sherry-Fässer (botas) aus und füllt sie nummeriert ab. Diese Manzanilla stammt aus der Bodega Miguel Sánchez Ayala im Barrio Bajo von Sanlúcar de Barrameda, wo das feuchte Atlantikklima die Flor besonders kräftig gedeihen lässt. Reinsortig aus Palomino.

Bereitung und Reifung

Trocken ausgebaut und leicht aufgespritet, reifte der Wein rund sieben Jahre biologisch unter dem Flor (velo de flor) in der Solera – aus derselben Solera wie frühere Abfüllungen der „Bota"-Reihe (Nr. 4, 8, 16, 22, 32, 42). Die biologische Reifung bringt die typischen, intensiven Hefe- und Acetaldehyd-Noten. Saca November 2014, auf 5.000 Flaschen limitiert.

Im Glas

Tiefes Gelb. In der Nase intensiv und maritim: Algen und Meeresbrise, dazu vegetale Noten von Aubergine und Gurke, Irish Moss, gegerbtes Leder und altes Holz. In Schüben treten immer neue Nussaromen hervor. Am Gaumen warm und nussig, vielschichtig; nach etwas Belüftung zeigen sich feste Säure und salzige Frische. Der Abgang ist enorm lang, mit feinen Salzkristallen, die minutenlang nachklingen.

Am Tisch

Gut gekühlt bei 7–9 °C im Weißweinglas servieren – ideal als Aperitif und zu salzig-maritimer Küche. Nach etwas Luft zeigt der Wein noch mehr Tiefe.

Passt zu: Oliven, Mandeln, Sardellen, Meeresfrüchten, Jamón und gereiftem Käse.


Lage: Sanlúcar de Barrameda, Jerez (Spanien); Bodega Miguel Sánchez Ayala
Klassifikation: Manzanilla (Sherry), trocken – 100 % Palomino; Auswahl & Abfüllung Equipo Navazos „La Bota 55"
Ausbau: ~7 Jahre biologische Reifung unter Flor (Solera); Saca November 2014, 5.000 Flaschen

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Länder/Regionen

Fratelli Revello Barolo Conca 2020 DOCG

Rotwein · Barolo DOCG · Nebbiolo

Nebbiolo Barolo DOCG Cru Conca (La Morra) Revello Fratelli kalk-toniger Boden Reben aus 1954 24 Monate franz. Barrique 2020

Der Revello Fratelli Barolo Conca 2020 DOCG stammt aus einer der kleinsten Lagen der gesamten Barolo-Appellation – einer geschützten, kesselförmigen Mulde mit Nebbiolo-Reben aus dem Jahr 1954. Ein dichter, kraftvoller Barolo voller Tiefe und Substanz.


Cru Conca – kraftvoller Barolo aus geschützter Mulde

Die Lage Conca zählt mit weniger als zweieinhalb Hektar zu den kleinsten der gesamten Barolo-Appellation und liegt unterhalb der Annunziata in einer geschützten, kesselförmigen Mulde. Diese natürliche Lageform sorgt für ein besonders begünstigtes Mikroklima mit optimaler Sonnenexposition.

Bewirtschaftet wird hier von Revello eine rund 0,7 Hektar große, nach Süden ausgerichtete Parzelle auf etwa 250 Metern Höhe. Die Nebbiolo-Reben stammen aus dem Jahr 1954 und wurzeln in kalk- und tonhaltigen Böden, die dem Wein Kraft, Tiefe und Struktur verleihen und seit jeher für substanzreiche Baroli aus dieser Lage sorgen.

Jahrgang 2020 – Barolo

2020 brachte im Barolo einen ausgewogenen, eher zugänglichen Jahrgang mit reifer Frucht, feiner Tanninstruktur und guter Balance. In einer geschützten, alten Reben-Lage wie Conca ergibt das einen besonders dichten, konzentrierten Nebbiolo mit Tiefe und Substanz, der schon Charme zeigt und zugleich über viele Jahre reift.

Vinifizierung und Ausbau

Reinsortiger Nebbiolo aus dem Jahrgang 2020, Barolo DOCG, trocken.

Der Ausbau beginnt mit einer Maischegärung von sechs bis acht Tagen in horizontalen Rotomazeratoren. Die alkoholische Gärung wird anschließend in Edelstahltanks über einen Zeitraum von rund zehn bis fünfzehn Tagen abgeschlossen, bevor der biologische Säureabbau in Barriques erfolgt. Es folgt eine 24-monatige Reife in französischen Barriques, davon etwa 40 Prozent neu und 60 Prozent gebraucht. Nach der Abfüllung im Juli reift der Wein weiter in der Flasche und gelangt im März des vierten Jahres nach der Lese in den Verkauf.

Im Glas

Im Glas zeigt sich der Barolo Conca mit reifen Fruchtaromen und einer klaren, kraftvollen Struktur. Am Gaumen wirkt er dicht und konzentriert, getragen von einem präsenten, lang anhaltenden Tannin. Die geschützte Lage und die mineralisch geprägten Böden verleihen dem Wein Tiefe, Substanz und einen nachhaltigen, charaktervollen Abgang.

Reife Frucht und kraftvolle Struktur – dicht und konzentriert, mit präsentem, lang anhaltendem Tannin und charaktervollem Abgang.

Benötigt Zeit; in der Jugend großzügig dekantieren. Großes Reifepotenzial über viele Jahre. Bei 17–18 °C servieren.

Am Tisch

Zu geschmortem Rind (Brasato al Barolo), zu Wild und Wildgeflügel, zu Trüffel- und Pilzgerichten sowie zu gereiftem Hartkäse.


Lage: Cru Conca, unterhalb der Annunziata, La Morra (Piemont, Italien); ca. 0,7 ha, südliche Ausrichtung auf ~250 m, geschützte kesselförmige Mulde; kalk-toniger Boden; Reben aus 1954
Klassifikation: Barolo DOCG, Nebbiolo (trocken)
Ausbau: Maischegärung 6–8 Tage in Rotomazeratoren, Gärung in Edelstahl (10–15 Tage), Malo in Barrique; 24 Monate französische Barriques (40 % neu, 60 % gebraucht)

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Länder/Regionen

Ziereisen Heugumber Gutedel

Wein · Weißwein · Baden · Deutschland

Ziereisen Heugumber Gutedel 2022 ist ein Gutedel vom Weingut Hanspeter Ziereisen in Efringen-Kirchen, am südlichsten Zipfel des deutschen Weinbaus im Dreiländereck. Die 20-monatige Reifung auf der Hefe formt aus der alten Sorte einen schlanken Weißwein mit klarer Herkunft und eigenem Charakter.


Markgräflerland / Oberrhein

Efringen-Kirchen liegt im Markgräflerland, der südlichsten Weinbauregion Badens, direkt am Rheinknie. Das Dreiländereck D/F/CH prägt das Klima: milde Winter, lange Vegetationsperioden, intensive Sonnenstunden. Gutedel (Chasselas) ist hier seit Jahrhunderten heimisch und außerhalb der Region und der Schweiz kaum noch verbreitet. Der Wein trägt bewusst die Bezeichnung Landwein Oberrhein.

Rebsorte und Ausbau

Reinsortig aus Gutedel (Chasselas), einer der ältesten Kulturrebsorten der Welt. Die handgelesenen Trauben wurden im großen traditionellen Holzbehälter mit traubeneigenen Weinbergshefen vergoren. Anschließend reifte der Wein 20 Monate auf der Hefe, was ihm mehr Substanz als einem klassischen Gutedel verleiht. Trocken ausgebaut.

Im Glas

In der Nase frische Kräuternoten, grüner Apfel, Zitrusschale und ein feiner Hefeton aus dem langen Hefekontakt. Am Gaumen schlank und direkt, mit klarer Säurestruktur und einer salzig-mineralischen Textur, die das Terroir am Rhein spürbar macht. Der Abgang ist mittellang, trocken und von leichter Würze geprägt.

Am Tisch

Trinkreife jetzt bis 2027. Kurzes Dekantieren (15 Minuten) öffnet ihn gut; bei 10–14 °C servieren.

Passt zu: Flussforelle, Zander, Ziegenkäse, Spargel und asiatischer Gemüseküche – ein verlässlicher Begleiter leichter Küche.


Lage: Markgräflerland, Efringen-Kirchen am Dreiländereck (Baden, Deutschland); Weingut Ziereisen
Klassifikation: Landwein Oberrhein – 100 % Gutedel (Chasselas), trocken
Ausbau: Spontangärung mit traubeneigenen Hefen, 20 Monate Hefelager
Jahrgang: 2022

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Feinkost

Umami Paste Taste #5

Feinkost · Würzpaste · Umami · Italien / UK

Taste #5 Umami Paste ist eine konzentrierte Würzpaste, die jedem Gericht herzhafte Geschmackstiefe verleiht – die fünfte Geschmacksrichtung Umami in der Tube. Aus natürlichen Mittelmeer-Zutaten wie Tomate, Sardelle, Steinpilz, Parmigiano und Oliven.


Herkunft

Entwickelt von Laura Santtini, einer italienischstämmigen Londonerin und Köchin/Autorin, die 2009 die erste Umami-Marke im Handel gründete. Vertrieben wird die Paste durch Kiril Mischeff Ltd. (Worksop, Großbritannien). Sie greift die Idee des konzentrierten Tomatenmarks auf und verdichtet sie zu einer komplexen Würzpaste.

Zutaten und Herstellung

Eine dreifach konzentrierte Paste aus natürlichen, umami-reichen Zutaten: Tomatenmark, Knoblauch, Sardellenpaste, schwarze Oliven, Balsamico-Essig, Steinpilze, Parmigiano Reggiano DOP, Olivenöl, Essig, Zucker und Salz. Enthält Fisch und Milch; kann Spuren von Gluten, Ei, Soja, Sulfiten, Sellerie, Nüssen und Senf enthalten.

Geschmack

Tief herzhaft und würzig, mit der unverkennbaren Umami-Fülle von reifer Tomate, Sardelle, Steinpilz und gereiftem Parmigiano. Salzig-rund, mit feiner Säure von Balsamico und Oliven – eine echte Geschmacksbombe.

In der Küche

Am besten kurz vor dem Servieren einrühren, um die Aromen zu betonen. Ideal in Saucen, Suppen, Eintöpfen und Bratensaucen, zu Pasta und Risotto, als Marinade (etwa mit Olivenöl, Rotwein und Rosmarin) oder auf Pizza und Bruschetta. Roh wie gekocht verwendbar.

Passt zu: Pasta, Saucen, Suppen, Fleisch, Fisch und Marinaden.


Hersteller/Vertrieb: Laura Santtini / Kiril Mischeff Ltd., Worksop (Großbritannien)
Produkt: Taste #5 Umami Paste (Würzpaste)
Zutaten (Auszug): Tomatenmark, Knoblauch, Sardellenpaste, schwarze Oliven, Balsamico, Steinpilze, Parmigiano Reggiano DOP, Olivenöl; enthält Fisch und Milch
Mindesthaltbarkeit (MHD): 10/2027

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Spirituosen

Faude feine Brände Himbeergeist

Spirituose · Geist · Baden · Deutschland

Faude Himbeergeist ist ein kraftvoller Frucht-Geist aus der Hausbrennerei Faude am Kaiserstuhl. Aus frischen, handgepflückten Gartenhimbeeren – intensiv und ausdrucksstark, mit dem vollen Aroma reifer Himbeeren.


Herkunft

Hergestellt von Florian Faude in seiner Hausbrennerei in Bötzingen am Kaiserstuhl (Baden), bekannt für sortenreine, handwerkliche Edeldestillate. Verarbeitet werden frische, handgepflückte Gartenhimbeeren aus der Region – tagesfrisch und in bester Qualität.

Mazeration und Destillation

Da Himbeeren zu wenig Zucker für eine vergärbare Maische liefern, entsteht ein Geist: Die Früchte werden in reinem Getreidealkohol mazeriert und nach kurzer Zeit abdestilliert, sodass nur die feinsten, saubersten Aromen ins Destillat gelangen. Ohne Zusatz von Aromen, Zucker oder Farbstoff.

Im Glas

Klar und kristallrein. In der Nase intensiv und vollfruchtig nach frischen Himbeeren. Am Gaumen kraftvoll und ausdrucksstark, mit klarer Beerenfrucht und langem, aromatischem Nachhall.

Pur und im Drink

Gut gekühlt pur aus dem Glas, als Digestif – oder als ausdrucksstarke Basis für Longdrinks und Cocktails.

Klassisch: pur, als Digestif, im Longdrink oder Cocktail.


Herkunft: Bötzingen am Kaiserstuhl, Baden (Deutschland)
Art: Himbeergeist (Frucht-Geist) aus handgepflückten Gartenhimbeeren
Herstellung: Mazeration in Getreidealkohol, kurze Destillation; ohne Zucker oder Farbstoff

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Schaumweine

Dietrich Sundowner Perlwein rosé

Frisch, leicht und fruchtig, ... der Rosé Perlwein von Arnd Dietrich lässt sich prima bei einem Sonnenuntergang geniessen.

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Länder/Regionen

Noon Eclipse 2019

Rotwein · McLaren Vale · Grenache-Cuvée

88 % Grenache · 7 % Shiraz · 5 % Graciano McLaren Vale Eclipse alte Buschreben (1934/1943) Drew Noon MW 18 Monate Holz 2019

Der Noon Eclipse 2019 ist ein kultiger, old-school gemachter Grenache-Blend von uralten Buschreben aus McLaren Vale – durch die kleine Ernte besonders konzentriert, mit beeindruckender Frische und fester Tanninstruktur. Ein Wein für die lange Reife.


Noon – Kult aus McLaren Vale

Noon ist ein winziges Kult-Weingut in McLaren Vale, das Drew Noon – einer der wenigen Masters of Wine Australiens – 1996 von seinen Eltern übernahm. Sein Ansatz ist konsequent old school: Trockenanbau, Handlese, Gärung in offenen Bottichen mit manueller Stampfung, Korbpresse und minimaler Eingriff im Keller. Zu jeder Ernte gibt Drew klar an, was „Mother Nature" ihm beschert hat.

Der Eclipse ist die Grenache-dominierte Cuvée des Guts, im Geist der großen Châteauneuf-du-Pape gemacht. Die Trauben stammen von uralten, wurzelechten Grenache-Buschreben, die bereits 1934 und 1943 gepflanzt wurden, ergänzt um etwas Shiraz und Graciano – alles estate-grown aus den drei „Home"-Weinbergen rund um das Gut in McLaren Vale.

Jahrgang 2019 – McLaren Vale

Das warme, trockene Wachstumsjahr 2019 ergab eine kleine Ernte – nur etwa die Hälfte von 2018 – und damit einen besonders konzentrierten Eclipse. Frische und feste Tanninstruktur sind in diesem Jahr besonders beeindruckend und erinnern an den von Drew hochgeschätzten 2018er, bei vielleicht noch höherer Fruchtkonzentration.

Drew Noor selbst sagt zum Jahrgang: „Grenache von unseren alten Reben, bei voller Reife gelesen, ergibt einen exotischen und besonderen Wein – und dies ist ein gutes Beispiel dafür. Der 2019er ähnelt sehr dem 2018er, den ich zu unseren besten zähle, daher bin ich sehr zufrieden mit ihm." (Verkostungsnotiz: Drew Noon.)

Assemblage und Ausbau

Cuvée aus 88 % Grenache, 7 % Shiraz und 5 % Graciano, Jahrgang 2019, trocken.

Handlese, Gärung in kleinen offenen Bottichen mit manueller Stampfung, Pressung von Hand in kleinen Korbpressen. Reife über rund 18 Monate in kleinen französischen und amerikanischen Fässern sowie großen Holzgebinden (Demi-muid, Foudre) – fast ausschließlich gebrauchtes Holz, nur ein kleiner Anteil neue Eiche für den Shiraz-Teil. Minimal-invasiv ausgebaut.

Im Glas

Ein exotischer, konzentrierter Grenache-Blend: üppige reife rote Frucht – Himbeere, Cranberry, rote Johannisbeere – mit Anklängen von Gewürzen, getrockneten Kräutern und einer würzig-erdigen Note. Am Gaumen vollmundig und reich, dabei von bemerkenswerter Frische und einer festen, gut strukturierten Tanninlinie getragen, die dem Wein Halt und große Länge gibt.

Grenache von alten Reben, bei voller Reife gelesen – ein exotischer und besonderer Wein.

Schon jetzt schön zu trinken, aber als besonders langlebiger Eclipse für viele Jahre gebaut; profitiert deutlich vom Dekantieren. Bei 16–18 °C servieren.

Am Tisch

Zu kräftig gewürzten Gerichten, zur Ente und zu Wild, zu geschmortem rotem Fleisch und reich gewürzten Casseroles sowie zu gereiftem Hartkäse.


Lage: McLaren Vale (South Australia, Australien); estate-eigene Blocks, wurzelechte Grenache-Buschreben (gepflanzt 1934/1943), Trockenanbau
Klassifikation: McLaren Vale, Grenache-Cuvée (Eclipse), trocken
Ausbau: 88 % Grenache, 7 % Shiraz, 5 % Graciano; ~18 Monate in überwiegend gebrauchtem Holz (Barrique/Demi-muid/Foudre)

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