Der Sommer und der Wein

Rosado

Auch wenn viele sagen, dass nach der Corona-Krise alles ganz anders werde, sind da zwei Dinge einzuwerfen: erstens hat man das auch schon nach anderen Krisen gesagt, ohne dass sich das dann irgendwie manifestiert hat, und zweitens: der Natur, dem Klima, der Sonne, dem Mond und den Sternen ist der Virus (in der Bärwelt ist er männlich) aber sowas von egal. Die Sonne trägt keine Maske; okay, sie hält glücklicherweise auch den Mindestabstand von zwei Metern zur nächsten Sonne ein.

Was will uns all das sagen? Nun: es wird einen Sommer geben, mit hohen Temperaturen, und es wird ein Bestreben geben, diesen Sommer mit Wein zu begleiten. Wo und wie, das steht auf einem anderen Blatt. Und desderweign und douderhalb (Bären sprechen untereinander oubärfrenggisch) müssen wir uns mal mit Sommerweinen beschäftigen, mit den rosafarbenen.

Kann Spanien rosé?

Platte Antwort: Klar! Nur muss man da schon aufpassen. Erst einmal unterscheiden sich die Vorschriften in Spanien von denen im deutschsprachigen Raum, denn in Spanien darf man weiß mit rot vermischen, ohne vor dem Kadi zu landen. In Deutschland ist das laut Weingesetz nur für Schaumweine zulässig. Auch darf man in Spanien aus „grauen“ Sorten rosafarbenen Wein herstellen, etwa aus Garnacha gris (roja), in Deutschland ist das nicht nur verpönt, sondern sogar verboten. Dafür darf man dort aus Dornfelder Rosé keltern, was der Rest der Welt nicht wirklich versteht. Anyway, zurück zu Spanien.

Die noch immer wichtigste Form der Rosadobereitung ist die Kelterung aus einer Rotweinsorte, meist Tempranillo oder Garnacha. Da in Spanien lange Zeit ein eher dunkler Typ angesagt war, nutzte man gerne das Saignée-Verfahren, will sagen man zieht von maischendem Rotwein nach einer Zeit X oben etwas ab und erhält ein Getränk mit viel Farbe, aber wenigen Tanninen, weil sich jene ja noch an die Schalen der Beeren klammern.

Natürlich kann man die Trauben auch gleich pressen, das gibt dann etwas hellere Weine, aber dann kommen auch schnell Bitterstoffe hinzu. Ein „Vorteil“ des Saignée-Verfahrens ist die Erntelogistik, man muss die Rosado-Trauben nicht extra lesen, man nimmt einfach den Most für Rotweine. Ein Nachteil: der Zucker befindet sich ja im Saft, will sagen im Saignée-Rosado ist in etwa genausoviel Zucker wie im restlichen Rotweinmost. Das läuft dann schon einmal auf Vierzehnprozenter hinaus, die nun wirklich nicht sommertauglich sind; außer in der Mancha, aber da will gerade keiner hin. Erntet man hingegen früh, dann handelt man sich schnell mal Bitterstoffe, unreife Phenole, schwappende Säuren und andere Dinge ein, die das Herz der Önologin schneller schlagen lassen.

Rosados dieser Art findet man überall dort, wo weiße Trauben Mangelware sind. In Toro etwa, im Priorat, in Bullas und Jumilla. Die Rioja ist auch voll von so was. Es gibt nur wenige Roséweine von dort, die wirklich Spaß machen.

In Castilla sind die Sachen anders gelagert, denn hier, zwischen Aranda und Tordesillas, kelterte und keltert man einen anderen Typus Wein: Clarete. Einheimische trinken zu Milchlamm, soll es in Ribera del Duero da oder dort in Mesones geben, gerne Clarete, weil der einfach leichter durch die Kehle rauscht. Außerdem gibt es da keine störenden Tannine. Clarete wird in der Region vor allem aus Tinta del País (Tempranillo) und Albillo Mayor gekeltert. Je näher man sich an Rueda heranwagt, desto präsenter ist Verdejo. Der Klassiker indes besteht aus achtzig Prozent Tinta del País und zwanzig Prozent Albillo Mayor. Lange Zeit war Viña Pilar, der Clarete von Bodegas Felix Callejo, der Referenz-Clarete schlechthin, jede und jeder, im Weinbusiness in Spanien aktiv, kannte diesen Wein. Dieses Potential hat José Felix etwas verspielt. Schade, eigentlich.

Fast ganz Ribera del Duero bestand vor hunderten von Jahren aus Clarete, Rotwein gab es nur an wenigen Stellen, etwa in Fuentelcésped, wo die Trauben gut ausreifen können, zu gut in manchen Jahren. Aber fast all das, was in Roa und um Roa und um Roa de Duero herum gesoffen wurde, war Clarete. Waschechten Rotwein gab es in Castilla in jenen Zeiten aus Toro (einschließlich Tierra del Vino de Zamora), frische (mehr oder weniger) Weißweine von der Asociación de Viticultores Medina del Campo, woraus später mal die Weinbauregion Rueda wurde. Ansonsten claretete man sich so durch den Tag und durchs Jahr.

Diese Tradition überlebt heute vor allem in der Weinbauregion Cigales, in der es zwar auch den einen oder anderen schluckbaren Rotwein gibt, das Gros indes ist rosafarben. Zwei Drittel aller Weine mit Cigales-Rückenetikett sind Rosados, einen größeren Rosado-Anteil gibt es in keiner anderen Weinbauregion Spaniens. Es gibt ein paar wirklich gute, die Tendenz geht, zumindest in Sachen Export, eher zu den nicht ganz so dunklen Rosados, manche kann man sogar im zweiten Sommer noch trinken. 

Das war nicht immer so. Noch vor zwanzig Jahren waren die Rosados der Region eher Schwergewichte, man kelterte helle Rotweine. Den turn hin zu moderneren Weinen schafften zwei Kellereien: César Príncipe in Fuensaldaña sowie Bodegas Sinforiano in Mucientes. Ignacio Príncipe und Ruth Sierra basteln mit Verdejo und Albillo Mayor, der Tempranillo-Anteil liegt in der Regel bei sechzig bis achtzig Prozent. Ein Ausreißer, vielleicht der beste Rosado dieser Region, nennt sich Quelías (Bären sagen K-Elias), ein betont heller Wein, mit fünfzig Prozent Albillo Mayor und dreißig Prozent Garnacha tinta, Tempranillo kommt nur bedingt vor.

Natürlich gibt es in Ribera del Duero und in der Rioja den einen oder anderen hochklassigen Rosado, Bertrand Sourdais oder Jorge Monzón basteln solche Weine, für die man dann in einem Restaurant aber schon mindestens einen braunen Schein auf den Tisch legen muss, für einen Kronenvirussommer ist so etwas eher weniger geeignet.

International bekannt für Rosados ist Nafarroa, Navarra sagen die Castellanos; dies ist aber in der Historie begründet, man spricht von Zeiten, in denen die Rosados anderer Regionen noch grausamer waren. Klar, den einen oder anderen Rosado aus der Ecke kann man trinken, für Aragón gilt das gleiche, aber so richtig spannend ist das alles nicht. Dann eher auf Catalunya setzen.

Dort gibt es zwei wichtige Rosat-Regionen: Conca de Barberà und Empordà. In der Conca macht man guten Rosat aus Trepat, leider macht man dort aus Trepat auch schlechten Rosat, blind kaufen ist nicht angesagt. In Empordà ist die Vielfalt vielfältiger: es gibt Rosat aus Garnacha gris (roja), aus Garnacha mit Cariñena (zur Not kann man damit Sonnwendostereier färben), Garnacha und/oder Cariñena mit Moscatel, mit Viura, mit Garnacha blanc, eigentlich gibt es alles. Im Osten stehen die Reben auf Schiefer, in der Mitte auf Sandstein, die Weine sind unterschiedlich, aber gut trinkbar. Je höher der Anteil von weißer oder grisener Garnacha ist, desto langlebiger sind die Weine. Aber eigentlich muss man nicht warten, die guten Weingüter bringen jedes Jahr ordentliche Rosats auf den Tisch, so unterschiedlich ist das Klima dann doch nicht.

Wir lernen: Spanien kann Rosado und Rosat und der Sommer kann kommen! Text: el oso alemán

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Whisky

Kilkerran Glengyle Distillery Single Malt Whisky 12 Jahre 46 %

Spirituose · Whisky · Campbeltown · Schottland

Kilkerran 12 Jahre ist der Single Malt der Glengyle Distillery aus Campbeltown – die Standardabfüllung des Hauses Mitchell's. Ein vielschichtiger Whisky aus Bourbon- und Sherryfässern, mit einer feinen, maritim-rauchigen Campbeltown-Handschrift.


Herkunft / Campbeltown

Die Glengyle Distillery liegt in Campbeltown an der schottischen Westküste – einst eine der bedeutendsten Whisky-Regionen der Welt. Die Brennerei gehört der Familie Mitchell, die auch hinter Springbank steht. Da der Markenname „Glengyle" bereits anderweitig vergeben war, wird der Whisky unter dem Namen Kilkerran abgefüllt.

Herstellung und Reifung

Single Malt, gereift über 12 Jahre in einer Kombination aus Bourbon- und Sherryfässern. Der Whisky ist leicht getorft, wird ungefärbt und nicht kühlfiltriert abgefüllt, was ihm seine natürliche Farbe, Textur und aromatische Tiefe bewahrt.

Im Glas

Helles Bernstein. In der Nase maritime Noten, Vanille und helle Frucht, getragen von einem feinen Rauch und einer würzigen Campbeltown-Note. Am Gaumen vollmundig und vielschichtig, mit Malz, Frucht, leichter Torfwürze und einem langen, salzig-rauchigen Abgang.

Pur genießen

Pur bei Zimmertemperatur in einem Nosing-Glas genießen, bei Bedarf mit ein paar Tropfen Wasser, um die Aromen zu öffnen.

Ideal: pur oder mit etwas Wasser, als charaktervoller Begleiter für den Abend.


Herkunft: Campbeltown (Schottland); Glengyle Distillery (Kilkerran / Mitchell's)
Art: Single Malt Scotch Whisky, 12 Jahre
Reifung: Bourbon- und Sherryfässer; ungefärbt, nicht kühlfiltriert

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Spanien

Juan Manuel Burgos AVAN Cepas Centenarias 2020

Rotwein · Ribera del Duero · Tempranillo

Tempranillo (Tinta del País) Ribera del Duero Cepas Centenarias (100+ Jahre) prä-phylloxerisch ~900 m Höhe 18 Monate neue franz. Eiche 2020

Der AVAN Cepas Centenarias 2020 ist ein Weingigant aus über 100 Jahre alten Rebstöcken – ein Wein, der nicht nur in Spanien seinesgleichen sucht. Frucht, Kraft, Ausdruck und ein ellenlanger Abgang geben sich die Klinke in die Hand. Einer der größten Weine Spaniens.


Cepas Centenarias – der Ursprungsweinberg

Bodegas y Viñedos Juan Manuel Burgos liegt in Fuentelcésped in der Ribera del Duero. „Juanma" erbte Rebflächen zwischen 40 und 100 Jahren und brachte mit AVAN ab dem Jahr 2000 das moderne Gesicht der Region hervor – im Weinberg konsequent traditionell und, nach den Mondphasen gepflegt, im Keller mit nur minimalem Schwefeleinsatz.

Der Cepas Centenarias ist das Flaggschiff des Projekts: 100 % Tinta del País aus dem ältesten, über hundertjährigen und prä-phylloxerischen Weinberg des Guts – jenem Weinberg, von dem alle übrigen Reben des Hauses gepfropft wurden, gleichsam die DNA des gesamten Projekts. Die hochgelegenen Parzellen auf rund 900 Metern, auf kalkhaltigen Böden mit Sand und Ton, und die großen Tag-Nacht-Kontraste sorgen für eine langsame, ausgewogene Reife und konzentrierte Trauben.

Jahrgang 2020 – Ribera del Duero

Der Jahrgang 2020 ist spannend und elegant zugleich, dabei schon sehr zugänglich und trinkreif. Die alten Reben und die Höhenlage geben dem Wein Tiefe, Frische und Energie – ein kraftvoller, aber fein gezeichneter Ribera, der sich in den kommenden Jahren noch weiter prächtig entwickeln wird.

Ausbau

Reinsortiger Tempranillo (Tinta del País) aus dem Jahrgang 2020, trocken.

Handlese ertragsarmer Parzellen, Gärung mit autochthonen Hefen zur Wahrung des Terroircharakters. Anschließend 18 Monate Reife in neuen Fässern aus französischer Eiche höchster Qualität (feinporig), in denen die besten Fässer jeder Böttcherei ausgewählt werden. Anbau mit Kompost und Pflanzenpräparaten, nicht zertifiziert.

Im Glas

Sattes Purpurrot mit kräftigen Glycerinschlieren, die an der Glaswand hinunterwabern. Ausgeprägter Duft nach dunklen, reifen und sehr satten Früchten, untermalt von cremiger Eiche, getrockneten Kräutern und kandierter Frucht. Am Gaumen unheimlich vollmundig und lang, kraftvoll und konzentriert, mit reifen Tanninen – Frucht, Kraft und Ausdruck im Zusammenspiel.

Ein Weingigant aus über 100-jährigen Reben – einer der größten Weine Spaniens.

Der Abgang ist intensiv und sehr, sehr lang. Schon jetzt ein großer Trinkgenuss, mit prächtigem Entwicklungspotenzial über viele Jahre; profitiert vom Dekantieren. Bei 16–18 °C servieren.

Am Tisch

Zu kastilischen Braten und Lamm aus dem Ofen, zu gegrilltem und geschmortem rotem Fleisch, zu Ibérico-Schwein sowie zu gereiften Hartkäsen.


Lage: Ribera del Duero, Fuentelcésped (Spanien); ältester, prä-phylloxerischer Weinberg (100+ Jahre), ~900 m Höhe, kalkhaltige Böden mit Sand und Ton
Klassifikation: DO Ribera del Duero, Tempranillo (Tinta del País), trocken
Ausbau: 18 Monate neue französische Eiche (feinporig); autochthone Hefen; Anbau mit Kompost und Pflanzenpräparaten, nicht zertifiziert

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Italien

Vesevo Campania Falanghina

Weißwein · Falanghina · Kampanien · Italien

Vesevo Falanghina ist ein trockener Weißwein der Fantini Group aus Kampanien. Reinsortige Falanghina mit Aromen frischer, reifer Südfrüchte wie Mandarine und Pfirsich – am Gaumen komplexer, mit Mandel, Litschi, leichter Mineralität und weichem Schmelz.


Kampanien

Die Trauben stammen aus Kampanien im Süden Italiens. Falanghina ist eine der traditionsreichsten autochthonen Weißweinsorten der Region. Hinter dem Wein steht Fantini by Farnese, einer der bekanntesten Erzeuger Süditaliens.

Rebsorte und Ausbau

Reinsortige Falanghina. Der Ausbau im Edelstahltank bewahrt die frische, fruchtbetonte Aromatik und die leichte Mineralität. So entsteht ein eleganter, zugänglicher Weißwein.

Im Glas

Helles Gelb. In der Nase frische, reife Südfrüchte wie Mandarine und Pfirsich. Am Gaumen komplexer, mit Mandel, erneut Mandarine und Litschi, gut eingebunden in eine leichte Mineralität und einen weichen Schmelz. Frischer Abgang.

Am Tisch

Gut gekühlt bei 8–10 °C servieren – als Aperitif oder zu leichter Küche.

Klassische Begleitung: Fisch, Meeresfrüchte, Antipasti und Geflügel.


Lage: Kampanien (Italien)
Klassifikation: Campania IGT – Weißwein (trocken)
Ausbau: Edelstahltank

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Schaumweine

De Sousas Champagne Blanc de Noirs Grand Cru Edition Limitée

Der De Sousa Blanc de Noirs Grand Cru Édition Limitée ist der Pinot-Noir-Ausflug eines Chardonnay-Hauses: reiner Pinot Noir aus Ambonnay, zehn Monate im Eichenfass, ganz ohne Dosage.

Im Glas

Gold mit kupferfarbenem Schimmer, feine Perlen. Rote Beeren, Trockenaprikose, gerösteter Nusskern und Hefegebäck. Im Mund kraftvoll, aber seidig, mit Frische und leiser Würze. Der Nachklang ist lang und mineralisch. Die kupferne Farbe verrät den Pinot Noir, der Geschmack bleibt trotzdem klar und frisch.

Mach was draus

Perlhuhn mit Trüffel, Lachs vom Grill oder ein reifer Saint-Nectaire. Auch zu Pilzgerichten im Herbst macht er eine gute Figur. Ein Blanc de Noirs, der zeigt, dass De Sousa nicht nur Chardonnay kann. Stell ihn auf den Tisch, wenn es kräftig wird: Ente, Wildgeflügel oder ein Risotto mit Steinpilzen. Servier ihn bei 8 bis 10 °C.

Janus FenskeJanus empfiehlt

„Großes Glas, und dann zu Geflügel. Da merkst du, wie viel Kraft der Pinot Noir aus Ambonnay mitbringt.“

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Kurz gefragt

Wie trocken ist er? Brut Nature laut Steckbrief: 0 g/l Restzucker, also keine Dosage.

Was bringt das Eichenfass? Zehn Monate im Holz geben dem Grundwein Textur und eine sanfte Würze, ohne die Frucht zu überdecken.

100 % Pinot Noir · Ambonnay Grand Cru · langes Hefelager · 10 Monate Eichenfass · Brut Nature, 0 g/l Restzucker · Champagne De Sousa, Avize · Stand: Oktober 2026

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Spanien

Tentenublo Escondite del Ardacho Las Paredes 2014

Ein eisenhaltiger Lehmkalkboden ist das Geheimnis der kleinen 0,37 Hektar grossen Rebparzelle Las Paredes in der Rioja Alavesa. Diese ist mit 95 % Garnacha und 5 % Tempranillo bestockt, welche inzwischen ein Alter von über siebzig Jahren erreicht hat. Der Wein hat eine kraftvolle Struktur und erinnert entfernt an einen jungen Châteauneuf-du-Pape von Châtau Rayas. Er ist auf der einen Seite opulent und wollüstig, hat aber auch die Tiefe, gut eingebettete Gerbstoffe, die pfiffige Mineralität und den überragenden Schmelz eines der ganz großen Weine dieser Erde. So ein Wein, der so vollkommen sein Terroir widerspiegelt und alle Facetten der Traube einfängt, hat bisher die Keller der Rioja Winzer noch nicht verlassen. Nie banal oder aufdringlich, immer fordernd und sich mit jedem Schluck verändernd. Das bekannteste Anbaugebiet Spaniens hat doch noch viele Geheimnisse, die sich zu entdecken lohnen. Im Jahrgang 2014 ist Roberto Olivan noch einmal ein Qualitätssprung gelungen. Noch feiner und finessenreicher und damit vielschichtiger präsentiert sich dieses Unikat im Duft, Geschmack und Abgang. Outstanding! Gesamtproduktion: 302 Flaschen.

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Rebsorten

Caliterra Cabernet Sauvignon Tributo Gran Reserva

Rotwein · Colchagua Valley · Cabernet Sauvignon · Gran Reserva

Cabernet Sauvignon DO Valle de Colchagua Gran Reserva 14 Monate Barrique Spontangärung

Caliterra Tributo Cabernet Sauvignon Gran Reserva ist ein kraftvoller, klar strukturierter Rotwein aus dem Colchagua Valley in Chile. Die Tributo-Linie steht über der Reserva und ist den besten Lagen des Weinguts gewidmet. Der Wein basiert überwiegend auf Cabernet Sauvignon. Im Glas ein reifer Cabernet mit schwarzer Johannisbeere, Schokolade und einem Hauch Paprika.


Colchagua Valley – Ton, Granit und Quarz

Das Colchagua Valley liegt im chilenischen Valle Central, mediterran geprägt mit warmen Tagen und kühlen Nächten. Die Trauben für den Tributo wachsen auf Ton-Böden mit Granit und Quarz, in nach Nordosten ausgerichteten, sonnenexponierten Lagen. Das fördert reife, komplexe Aromen.

Rebsorte und Ausbau

Der Wein besteht überwiegend aus Cabernet Sauvignon, ergänzt um kleine Anteile weiterer Sorten. Für den Tributo erfolgt die Gärung spontan mit Wildhefen. Anschließend reift der Wein 14 Monate in Barriques aus amerikanischer und französischer Eiche, was ihm Tiefe und feine Würze gibt.

Im Glas

Tiefes Rubinrot. In der Nase reife schwarze Johannisbeere und Cassis, Schokolade und ein Hauch Paprika, dazu Gewürze und Tabak. Am Gaumen satt und fruchtbetont, die Tannine zeigen sich erst beim Nachschmecken. Der Abgang ist lang und harmonisch.

Nordost-Hänge auf Granit und Quarz, 14 Monate Barrique: reifer Cassis mit einem Hauch Paprika, Tannin erst im Nachhall.

Am Tisch

Bei 16–18 °C servieren. Etwas Luft im Dekanter tut ihm gut, und er reift über einige Jahre weiter.

Klassische Begleitung: Steak, kräftige Fleischgerichte, Lamm und gereifter Hartkäse.


Produzent Viña Caliterra, Colchagua Valley
Rebsorte Cabernet Sauvignon, kleine Anteile weiterer Sorten
Lage Colchagua Valley, Valle Central, Chile · Ton mit Granit und Quarz · Nordost-Exposition
Klassifikation DO Valle de Colchagua · Gran Reserva
Vinifikation Spontangärung mit Wildhefen
Ausbau 14 Monate Barrique · amerikanische und französische Eiche

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Spanien

Jade Gross Harrobia 2024

Rotwein · Rioja Alavesa · Tempranillo

Tempranillo Rioja Alavesa Harrobia · La Cantera alte Buschreben (39 J.) ~650 m Höhe 13 Monate franz. Eiche 2024

Der Jade Gross Harrobia 2024 stammt aus dem ersten Weinberg, den Jade Gross zu Beginn ihres Projekts erwerben konnte – einer hochgelegenen Einzellage unterhalb der Sierra de Toloño. Ein Tempranillo von ausgeprägter Frische und pikanter Säure, der trotz seiner Kraft eine bemerkenswerte Spannung besitzt.


Harrobia – der erste eigene Weinberg

Jade Gross, in Hongkong geborene chinesisch-amerikanische Quereinsteigerin aus der Spitzengastronomie, begann ihr Rioja-Projekt 2019 unter der Mentorschaft von Abel Mendoza. Harrobia ist der erste Weinberg, den sie zu Beginn ihres Projekts erwerben konnte. Der Name stammt aus dem Baskischen und bedeutet „Steinbruch" – eine Anspielung auf den Namen der Lage La Cantera. Die Parzelle liegt direkt unterhalb der Sierra de Toloño in der Rioja Alavesa, im baskischen Teil der Rioja.

Die Trauben stammen aus einer nach Westen ausgerichteten Einzellage. Die 39 Jahre alten Buschreben wachsen auf kalkhaltigen Tonböden mit Anteilen von Sandstein in rund 650 Metern Höhe. Durch die kühle Lage und die besonderen Bodenverhältnisse verlängert sich die Vegetationsperiode der Tempranillo-Reben deutlich – die Kombination aus Höhe, Exposition und Bodenstruktur prägt den Wein mit Frische, Struktur und mineralischer Tiefe.

Jahrgang 2024 – Rioja Alavesa

Die Trauben wurden am 29. September 2024 von Hand gelesen. Der Jahrgang zeigt den Harrobia mit ausgeprägter Frische und pikanter Säurestruktur, die dem Wein trotz seiner Kraft eine bemerkenswerte Spannung verleiht – die kühle Höhenlage gibt ihm Energie und mineralische Tiefe.

Ausbau

Reinsortiger Tempranillo aus dem Jahrgang 2024, trocken.

Handlese in kleinen Kisten. Etwa 30 % der Trauben wurden als ganze Trauben vergoren, die Gärung erfolgte in offenen Gärbehältern. Anschließend reifte der Wein 13 Monate in französischen Eichenfässern, überwiegend in 500-Liter-Fässern, davon rund 30 % neues Holz. Produktion: 2.258 Flaschen.

Im Glas

Ein kühl-frischer, mineralisch geprägter Tempranillo: klare rote und dunkle Frucht, getragen von einer pikanten, lebendigen Säurestruktur und feiner Würze. Am Gaumen kraftvoll, doch von bemerkenswerter Spannung und Frische, mit Struktur und mineralischer Tiefe bis in den langen Abgang.

Trotz seiner Kraft eine bemerkenswerte Spannung – Frische, Struktur und mineralische Tiefe.

Schon jetzt mit viel Trinkfreude, mit gutem Reifepotenzial; profitiert von etwas Luft. Bei 16–18 °C servieren.

Am Tisch

Zu gegrilltem und geschmortem rotem Fleisch, zu Lamm und Ibérico-Schwein, zu kräftigen Eintöpfen sowie zu gereiftem Käse.


Lage: Rioja Alavesa, Harrobia/La Cantera unterhalb der Sierra de Toloño (Spanien); nach Westen ausgerichtete Einzellage, kalkhaltige Tonböden mit Sandstein, ~650 m, 39 J. alte Buschreben
Klassifikation: DOCa Rioja, Tempranillo (trocken); 2.258 Flaschen
Ausbau: Tempranillo; ~30 % Ganztrauben, Gärung in offenen Behältern; 13 Monate franz. Eiche (überwiegend 500 l, ~30 % neu); handwerklich

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Rebsorten

Metzger Riesling Well Done

Weißwein · Riesling · Pfalz · Deutschland

Metzger Riesling Well Done ist ein verblüffend feiner, mineralischer Riesling aus der Pfalz. Mal ehrlich: Kaum ein Weintrinker mag sein Steak gut durch – doch bei diesem Riesling ist alles anders. Saftig und klar, vermittelt er Trinkvergnügen ab dem ersten Schluck.


Pfalz

Das Weingut Metzger liegt in der Pfalz im Südwesten Deutschlands, einer der besten Riesling-Regionen. Die kalkgeprägten Böden verleihen dem Riesling seine feine Mineralität und Frische.

Rebsorte und Ausbau

Der Wein besteht aus Riesling. Der Ausbau stellt die feine Mineralität und die saftige Frucht in den Vordergrund und sorgt für einen klaren, zugänglichen Stil.

Im Glas

Helles Strohgelb. In der Nase und am Gaumen verblüffend fein, mineralisch und saftig, mit klarer Frucht und frischer Säure. Trinkvergnügen ab dem ersten Schluck, mit saftigem Abgang.

Am Tisch

Gut gekühlt bei 9–11 °C servieren, als Apéritif oder als Speisenbegleiter.

Klassische Begleitung: Fisch, Meeresfrüchte, Geflügel, Salate und leichte Gerichte.


Lage: Pfalz (Deutschland)
Klassifikation: Pfalz – Weißwein (Riesling)
Ausbau: Riesling, mineralisch-fruchtbetont

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